[0001] Die Erfindung betrifft einen Arbeitswagen für den Gleisbau bei Bahnstrecken nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Der erfindungsgemäße Arbeitswagen für den Gleisbau bei Bahnstrecken ist dafür bestimmt
und geeignet, in einer Reihe von sogenannten Material-Förder-Silo-Wagen (MFS-Wagen)
eingereiht zu werden. Der erfindungsgemäße Arbeitswagen sowie die MFS-Wagen sind dabei
Teil eines Arbeitszuges zur Sanierung (aber auch zur Erstellung) der aus einem Unterbau
sowie aus einem Gleis bestehenden Bahnstrecke. Die MFS-Wagen weisen wenigstens ein
durchgehendes Bodenförderband sowie am einen Ende oder an beiden Enden ein Übergabeförderband
zur Übergabe von Material von einem MFS-Wagen zum nächsten MFS-Wagen auf. Optional
können noch ein oder mehrere Dachförderbänder vorgesehen sein. Auch diese weisen endseitig
wenigstens ein Übergabeförderband auf. Beim erfindungsgemäßen Arbeitswagen kann es
sich hingegen um einen "herkömmlichen" Arbeitswagen handeln, auf welchem beispielsweise
Materialien wie Schwellen gelagert werden können. Dieser Arbeitswagen weist nicht
notwendigerweise Transportbänder für den Materialtransport auf, kann aber solche Transportbänder
aufweisen. Es kann sich bei dem erfindungsgemäßen Arbeitswagen auch um einen eigenständigen
Reinigungswagen oder um einen Materialwagen handeln.
[0003] Die klassischen MFS-Wagen haben die Aufgabe, auf den Baustellen die Materialien einerseits
zu transportieren und andererseits die Materialien zwischenzubunkern. Dabei können
mittels dieser MFS-Wagen die Materialien auf der Gleisachse in eine Arbeitsrichtung
oder in entgegengesetzte Arbeitsrichtungen transportiert werden, ohne das Gleiseinschränkungsprofil
(Lichtraumprofil) mit dem Material verlassen zu müssen.
[0004] Weiterhin sind sogenannte Gleisbaumaschinen bekannt, welche den auszubauenden Schotter
aufnehmen, aufarbeiten und wieder einbauen. Diese Maschinen werden auch Bettungsreinigungsmaschinen
genannt. Bei den marktüblichen Reinigungsmaschinen wird das Material innerhalb der
Gesamtmaschine gereinigt. Die Gesamtmaschine kann hierbei aus mehreren zusammengehörenden
Einzelkomponenten bestehen. Das gereinigte Gleisschottermaterial wird dem vorhandenen
Gleiskörper wieder zugeführt, während das Abfallmaterial (Unterkorn und Schmutz) den
klassischen MFS-Wagen für den Abtransport übergeben wird. Es gibt auch Reinigungstechniken,
welche innerhalb eines Anhangs an gleisgebundenen Maschinen innerhalb eines Zugverbandes
angeordnet sind und dort speziell für diese aufgereihte Maschinentechnik die Reinigungseinheit
bilden.
[0005] Diese Bettungsreinigungsmaschinen sind sehr komplexe Gebilde, welche entsprechend
komplex und massiv ausgebildet sind. Sie sind in einem entsprechenden Arbeitswagen
integriert und weisen - vor allem - gleichzeitig auch eine Einrichtung zum Ausbauen
des Schotters sowie eine Einrichtung zum Wiedereinbau des aufgearbeiteten Schotters
auf. Dies bedeutet aber, daß diese Bettungsreinigungsmaschinen sehr speziell und individuell
ausgebildet sind und nur für diesen einen Zweck verwendet werden können.
[0006] Der Erfindung liegt die
Aufgabe zugrunde, einen Arbeitswagen für den Gleisbau bei Bahnstrecken der eingangs angegebenen
Art zu schaffen, welcher einerseits einem speziellen Aufgabengebiet zugeführt ist
und welcher andererseits dennoch universell einsetzbar ist.
[0007] Die technische
Lösung ist gekennzeichnet durch die Merkmale im Kennzeichen des Anspruchs 1.
[0008] Dadurch ist ein spezieller modularer Arbeitswagen in Form eines Reinigungs- bzw.
Aufarbeitungsmoduls zur Reinigung bzw. Aufarbeitung von Schotter und/oder Erdmassen
innerhalb eines modular gestaltbaren Arbeitsverbandes von Einzelmaschinen geschaffen.
Der erfindungsgemäße Arbeitswagen ist in einer Reihe von Material-Förder-Silo-Wagen
(MFS-Wagen) oder dgl. eingereiht. Das erfindungsgemäße Reinigungsmodul ist dabei variabel
und voll funktionsfähig und kann an jeder beliebigen Stelle innerhalb eines Zugverbandes
aus Material-Förder-Silo-Wagen oder dgl. eingereiht und verwendet werden. Die Aufarbeitung
des Schotters und/oder der Erdmassen (also diejenigen Bestandteile des Gleisbettes,
welche sich unter dem Schotter befinden) ist dabei im allgemeinsten Sinne zu verstehen.
Wesentlich beim erfindungsgemäßen modularen Arbeitswagen ist, daß dieser Arbeitswagen
eine vollständig eigenständige, modulare Einheit bzw. Maschine darstellt, welche völlig
unabhängig von anderen Arbeitswagen bzw. Maschinen verwendet und eingesetzt werden
kann und wird. Dies bedeutet auch, daß der erfindungsgemäße modulare Arbeitswagen
nicht darauf angewiesen und nicht dafür bestimmt ist, in einem ganz bestimmten Verbund
von mehreren Arbeitswagen eingereiht zu werden, welche in ihrer Gesamtheit eine Maschine
definieren. Der erfindungsgemäßen modularer Arbeitswagen ist somit als eigenständige
Maschine zu verstehen und nicht Teil einer Gesamtmaschine, welche aufgrund der Maschinenlänge
auf mehrere Arbeitswagen verteilt ist. Wesentlich ist weiterhin, daß der Schotter
und/oder die anderweitigen Unterbaumaterialien nicht durch den erfindungsgemäßen Arbeitswagen
ausgebaut und ggf. wieder eingebaut werden. Neben dem vollständigen oder teilweisen
Wiedereinbau der Materialien im Rahmen des Ausbau- und Wiedereinbauarbeitszyklusses
ist auch ein Abtransport der Materialien möglich, ohne daß diese innerhalb dieses
Zyklusses wieder eingebaut werden. Sie können nach einer Zwischenspeicherung auf entsprechenden
Arbeitswagen anderweitig deponiert oder verarbeitet werden.
[0009] Der besondere Vorteil des erfindungsgemäßen Arbeitswagens besteht darin, daß von
einem herkömmlichen, klassischen Arbeitswagen ausgegangen wird, welcher mit einer
speziellen Aufarbeitungseinrichtung für den ausgebauten Schotter und/oder anderweitiger
Unterbaumaterialien ausgerüstet bzw. nachgerüstet ist. Dabei ist dieser Arbeitswagen
mit seiner Aufarbeitungseinrichtung nur für diesen speziellen Zweck ausgebildet. Insbesondere
ist der erfindungsgemäße Arbeitswagen nicht dazu geeignet und nicht dafür bestimmt,
den Schotter und/oder die anderweitigen Unterbaumaterialien auszubauen und einzubauen.
Der Ausbau und der Wiedereinbau erfolgt durch andere, spezielle Arbeitswagen, welche
nicht Arbeitswagen im erfindungsgemäßen Sinne sind. Dadurch ist insgesamt ein hochmodulares
System für die Bereitstellung eines Arbeitszuges im Gleisbau geschaffen, wobei jeder
Arbeitswagen dieses Arbeitszuges ein spezielles Arbeitsmodul definiert.
[0010] Somit ist erfindungsgemäß mittels des modifizierten Arbeitswagens der Erfindung eine
Aufarbeitung des ausgebauten Schotters und/oder anderweitiger Unterbaumaterialien
ohne komplexe Reinigungsmaschinen möglich, und zwar vor allem unabhängig von der Art
der Aus- und Einbaueinheit für den Schotter. Somit ist erfindungsgemäß sowohl für
separate Schotterausbaueinheiten als auch für separate Schottereinbaueinheiten unterschiedlichster
Art eine Reinigungsmöglichkeit für den Schotter innerhalb eines Arbeitswagenverbundes
in dem Sinne geschaffen, daß hierdurch ein modulares Aufarbeiten der Materialien möglich
ist, und zwar unabhängig von der Technik, welche den Aus- und den Einbau der Materialien,
beispielsweise Schotter, vornimmt. Dadurch ist eine Reinigung für verschiedene Anwendungen
im modularen Einsatz geschaffen. Durch diese Arbeitsweise kann beispielsweise der
Schotterausbau und Schottereinbau mittels eines Baggers vor Kopf, aber auch mit komplexen
Aus- und Einbaueinheiten variabel und kostenorientiert ermöglicht werden. Je nach
Erfordernis der Arbeitsgeschwindigkeit innerhalb des Baufensters kann dann immer die
günstigste Variante für die auszuführenden Arbeiten gewählt werden. Ein weiterer Vorteil
mittels des erfindungsgemäß modifizierten Arbeitswagens besteht darin, daß sowohl
gereinigter Schotter als auch die bei der Reinigung anfallenden Entsorgungsanteile
logistisch besser getrennt und auf dem Gleis verwendungsgerechter zwischengebunkert
werden können. Der erfindungsgemäße Arbeitswagen wird somit als Aufarbeitungswagen
in eine Reihung von herkömmlichen MFS-Wagen eingereiht. Der Erfindungsschutz erstreckt
sich dabei sowohl auf den Arbeitswagen in Form des erfindungsgemäßen Reinigungsmoduls
für die Reihung innerhalb eines Wagenverbundes an sich, aber auch auf den dadurch
geschaffenen modularen Reinigungszug mit seiner modularen Reinigungsmöglichkeit. Der
erfindungsgemäße modifizierte Arbeitswagen ist dabei für die optional zu verwendenden,
separaten gleisgebundenen sowie nicht gleisgebundenen Aus- und Einbaueinheiten für
den Schotter und/oder die anderweitigen Unterbaumaterialien zu sehen.
[0011] Der erfindungsgemäße modifizierte Arbeitswagen mit seiner Aufarbeitungseinrichtung
kann dabei zunächst in einer Grundversion ausgebildet sein. Diese Grundversion übernimmt
die Basisaufarbeitung des Materials, welches zunächst das aufzuarbeitende Material
des variablen Arbeitsverbundes aufnimmt. So kann in dieser Grundversion des Arbeitswagens
das Material (insbesondere Schotter) fachgerecht mittels Sieben und Klassieren einer
Wiederverwendung zugänglich gemacht werden. In diesem Arbeitswagen können sämtliche
technische Lösungen für Sieben, Klassieren, Waschen, Trocknen, Brechen, Schärfen sowie
weitere Vorgänge durchgeführt werden. Über entsprechende Transportbänder werden dabei
die Materialien dem erfindungsgemäßen Arbeitswagen zugeführt und der Aufarbeitungseinrichtung
aufgegeben. Darin werden dann die gewünschten Arbeitsvorgänge ausgeführt, um den Schotter
(oder allgemein das Material) aufzuarbeiten und einer weiteren Verwertung zugänglich
zu machen.
[0012] Auf diese Weise ist auf einfache Art eine modulare Aufarbeitungseinrichtung durch
Integration in einen Arbeitswagen geschaffen, welche in einen Arbeitszugverband eingereiht
werden kann. Dieser kann hierbei aus allen denkbaren Einzelkomponenten, d. h. Einzelarbeitswagen
bestehen und beliebig aufgereiht sein. So kann eine gleisgebundene oder gleisunabhängige
Arbeitseinheit zum Ausbau und zum Einbau des Schotters mit optionalen Übergabewagen
vorgesehen sein, weiterhin optional herkömmliche MFS-Wagen für das Zwischenbunkern
der Materialien, weiterhin das erfindungsgemäße Reinigungsmodul, weiterhin optional
entsprechend ausgebildete weitere Arbeitswagen für Waschung und Separation bei Platzmangel
der Komponenten in der Grundversion des erfindungsgemäßen Arbeitswagens sowie schließlich
weitere herkömmliche MFS-Wagen zur Zwischenspeicherung von nicht verwendungsfähigem
Reinigungsgut. Nach der Aufarbeitung der Materialien (insbesondere des Schotters)
wird der nach der Aufarbeitung wiederverwendbare Schotter dem Wagen mit der entsprechenden
Einbaueinheit zugeführt. Der Schotter wird dabei als Recyclingschotter eingebaut.
Die wiederverwendbaren Feinanteile der Schotterreinigung können bei Bedarf in erweiterter
optionaler Form in einem weiteren Aufarbeitungsmoduls in der Maschinenreihung den
Unterbauschichten, nämlich der Kies- oder Planumsschutzschicht, beigemischt werden.
[0013] Weitere denkbare Varianten und Optionen sind durch die Anbringung von zusätzlichen
Transportbändern an den einzelnen MFS-Wagen denkbar. Hier können ablauftechnisch Bodenförderbänder
mit endseitigen Übergabeförderbändern, Dachförderbänder mit endseitigen Übergabeförderbändern
für einen optimalen ablauftechnischen Transportfluß der Materialien vorgesehen sein.
Weiterhin können die Einzelmodule elektronisch gekoppelt werden, um die Abläufe teil-
oder voll zu automatisieren. Ebenso kann das Material durch jegliche denkbare Aufgabeeinheit,
so beispielsweise durch einfache Bagger oder Fräsen, aufgegeben oder auch wieder mittels
Bagger und Walzen eingebaut werden. Es kann somit im Kopfbereich des Arbeitszuges
sowohl die gleisgebundene modulare Verfahrensweise stattfinden als auch die gleisungebundene.
Dies hängt lediglich von der gewählten Technologie zum Ausbau und Einbau der Materialien
am Ausbau- und Einbauort ab.
[0014] Ebenso kann der erfindungsgemäße Arbeitswagen einen eigenen oder einen fremden Antrieb
zur Vorwärtsbewegung besitzen. Dieser kann innerhalb eines Moduls innerhalb der Maschinenreihung
eingebaut sein oder aber auch als separate Antriebseinheit innerhalb der Reihung der
Arbeitswagen eingereiht werden.
[0015] Der erfindungsgemäße Arbeitswagen ist mit seiner Aufarbeitungseinrichtung für ausgebauten
Schotter und/oder anderweitiger Unterbaumaterialien - wie bereits ausgeführt - in
einer Reihe von weiteren Arbeitswagen (jedoch anderen Typs) des Arbeitszuges eingereiht,
wobei der erfindungsgemäße Arbeitswagen Transportbänder zum Durchtransport von Materialien
dieser benachbarten weiteren Arbeitswagen aufweist. Darunter ist zu verstehen, daß
sich an den erfindungsgemäßen Arbeitswagen beidseitig andersartige Arbeitswagen, beispielsweise
MFS-Wagen oder dgl. anschließen, wobei die Notwendigkeit besteht, die Materialien
längs des Arbeitszuges zu transportieren, ohne daß der erfindungsgemäße Arbeitswagen
mit seiner Aufarbeitungseinrichtung ein Hindernis und Unterbruch für diesen Materialtransport
darstellt und der Materialtransport dort stockt. Insofern schlägt diese bevorzugte
Weiterbildung vor, daß die Materialien gewissermaßen durchtransportiert werden können,
ohne daß der erfindungsgemäße Arbeitswagen mit seiner Aufarbeitungseinrichtung ein
Hindernis darstellt. Dadurch ist insgesamt ein logistisch flexibel erweiterbarer Arbeitswagen
in Form eines Aufarbeitungsmoduls und/oder Reinigungsmoduls geschaffen, welcher auf
dem erfindungsgemäßen Arbeitswagen basiert. Damit sind die logistischen Möglichkeiten
des erfindungsgemäßen Arbeitswagens derart erweitert, daß die Materialströme durch
den erfindungsgemäßen Arbeitswagen mit seiner modularen Reinigungs- und Aufarbeitungstechnik
geführt werden können, und zwar Materialströme, welche mit der Aufarbeitung für ausgebauten
Schotter und/oder anderweitiger Unterbaumaterialien in dem erfindungsgemäßen Arbeitswagen
an sich nichts zu tun haben. Der erfindungsgemäße Arbeitswagen mit dem erfindungsgemäßen
Reinigungs- und/oder Aufarbeitungsmodul wird also Teil eines flexiblen logistischen
Transport- und Förderweges innerhalb eines modular flexibel gestaltbaren Zugverbandes.
Es wird dadurch ermöglicht, innerhalb eines beliebig aufgereihten Zugverbandes aus
Material-Förder-Silo-Wagen oder dgl. den erfindungsgemäßen Arbeitswagen mit seiner
Aufarbeitungseinrichtung einreihen zu können, ohne in der Reihung der Arbeitswagen
Zwänge im Materialfluß zu haben. Dadurch können die möglichen Materialförderströme
der angrenzen den Materialförderwagen durch den erfindungsgemäßen logistischen Arbeitswagen
mit dem Reinigungsmodul variabel so geführt werden, daß der erfindungsgemäße Arbeitswagen
mit seiner Aufarbeitungseinrichtung auch ohne (gleichzeitige) Reinigungsleistung als
Durchlaufmodul für die Materialien in allen möglichen Förderrichtungen von angrenzenden
Materialförderwagen fungiert.
[0016] Ausgangspunkt ist somit das erfindungsgemäße Reinigungsmodul sowie jegliches weitere
Aufarbeitungsmodul für die Reihung innerhalb eines Wagenverbundes aus MFS-Wagen oder
dgl. in Verbindung mit der modularen logistischen Erweiterung bei Reinigungs- und/oder
Aufarbeitungsleistungen mit einem modularen Reinigungszug/Aufarbeitungszug. Die Erweiterung
kann dabei modulare Wasch-, Sieb- sowie Aufarbeitungsmodule etc. aufweisen, einschließlich
die für die modulare Reinigungseinheit optional verwendbare gleisgebundene (oder auch
gleisungebundene) Aus- und Einbaueinheit. Durch die zusätzliche Ausstattung des erfindungsgemäßen
Arbeitswagens mit entsprechenden Förderbändern ist die Einstellung des erfindungsgemäßen
Arbeitswagens innerhalb eines beliebig aufgereihten Zugverbandes mit Materialförderwagen
möglich. Dadurch lassen sich beliebig viele Module dieser Bauart in die Förderstraße
von MFS-Wagen oder dgl. einstellen, ohne durch deren Funktion die Förderstromleistung
zu behindern oder zu beeinträchtigen. Somit ist eine beliebige Reihung verschiedenster
Maschinentechnik im modularen System innerhalb eines Verbundes aus Materialförderwagen
möglich, ohne negative Einflüsse und Zwänge auf die Materialströme der angrenzenden
und aufgereihten Materialförderwagen zu haben. Dies erlaubt in vielerlei Hinsicht
ganz neue Möglichkeiten von Maschinenzusammenstellungen und logistischen Anwendungen
im Gleisbausektor mit modularer Technik.
[0017] Schließlich werden zum Durchtransport der Materialien die Transportbänder des erfindungsgemäßen
Arbeitswagens verwendet. Diese Transportbänder des Arbeitswagens sind dabei vorzugsweise
reversibel betreibbar. Dies bedeutet, daß für den Durchtransport der Materialien die
an sich schon vorhandenen Transportbänder des erfindungsgemäßen Arbeitswagens verwendet
werden. Für diesen Fall kann der Betrieb der Aufarbeitungseinrichtung unterbrochen
werden.
[0018] Die Weiterbildung gemäß Anspruch 2 schlägt verschiedene Möglichkeiten der Aufarbeitungseinrichtung
für Schotter vor.
[0019] Eine bevorzugte Weiterbildung schlägt gemäß Anspruch 3 vor, daß unterschiedliche
Arbeitswagen des erfindungsgemäßen Typs für unterschiedliche Aufarbeitungsarten des
Schotters und/oder der anderweitigen Unterbaumaterialien vorgesehen sind. Der besondere
Vorteil besteht darin, daß der Modulcharakter der einzelnen Arbeitswagen gefördert
wird. Die Grundversion des erfindungsgemäßen Arbeitswagen dient dabei der Basisaufarbeitung
des Materials. Optional zugeschaltete weitere, spezielle erfindungsgemäße Arbeitswagen
können dann für weitere Aufarbeitungsschritte dienen. Diese speziellen Arbeitswagen
können auf unterschiedliche Weise miteinander kombiniert und in einem Reihenverbund
aufgestellt werden. Somit können neben der Grundvariante des erfindungsgemäßen Arbeitswagens
ein oder mehrere Zusatzwagen hinzugefügt werden. Dadurch ist eine hohe Spezifikation
hinsichtlich der Modulbauweise geschaffen. So kann in der Grundversion der erfindungsgemäße
Arbeitswagen das aufgenommene Material sieben und klassieren und somit einer Wiederverwendung
zugänglich machen. In einem Zusatzwagen können optional beispielsweise bei Platzmangel
der Komponenten im Arbeitswagen der Grundversion die Materialien gewaschen und separiert
werden. Je nach Ausbildung der Zusatzwagen ist dadurch eine hohe Individualität in
dem Sinne geschaffen, daß das Basismodul um ein oder mehrere zusätzliche Wagenmodule
erweitert werden kann, die der Auslagerung von Reinigungs- und Wascharbeiten sowie
anderer Arbeiten dienen können. Das ganze System ist dabei beliebig gestaltbar und
dient u. a. der Platzerweiterung für das erfindungsgemäße Basismodul des Arbeitswagens.
Diese erweiterte Aufarbeitung kann somit die unterschiedlichsten Schritte beinhalten,
beispielsweise Waschen und Sieben des Schotters. Aber auch andere Behandlungsmethoden
wie Brechen oder Schärfen des Schotters können hier als Arbeitsschritte in ein oder
mehreren Modulen erfolgen.
[0020] Auch ist es denkbar, wiederverwendbare Feinanteile der Schotterreinigung bei Bedarf
in einem entsprechenden Aufarbeitungsmodul des Arbeitswagens beispielsweise den Unterbauschichten,
insbesondere der Kies- oder Planumsschutzschicht, beizumischen. In diesem optionalen
Aufarbeitungsschritt in einem entsprechend ausgebildeten Arbeitswagen können zusätzlich
noch Bodenverbesserungsmaßnahmen durchgeführt werden. Durch Beigabe von Bodenverbesserungsmitteln
und Zuschlagstoffen kann hierbei eine gezielte Rezeptur und Sieblinie im Bereich der
Kies- und Planumsschutzschichten optional hergestellt und eingebaut werden. Hierdurch
ist eine Erhöhung der Verwendung der Ausbaustoffe durch diese optionalen Erweiterungsmodule
gewährleistet. Die Maschine kann somit durch Erweiterungsmodule in entsprechenden
separaten Arbeitswagen mit flexiblem und bedarfsgerechtem Einsatz eine maximale Verwertung
aller Ausbaustoffe erreichen. Nur die reinen Abfallstoffe müssen im maximalen Ausbaustadium
der Maschine abgeführt und entsorgt werden.
[0021] Die Weiterbildung gemäß Anspruch 4 schlägt vor, daß der Arbeitswagen im mittleren
Bereich ein Zwischenförderband aufweist. Mit diesem Zwischenförderband ist es möglich,
Material insbesondere von der Aufarbeitungseinrichtung zu dem Dachförderband zu transportieren.
Gleichermaßen ist es auch denkbar, Material vom Dachbereich in den Bodenbereich des
Arbeitswagens zu transportieren. Durch diesen Zwischenförderband ist die Materiallogistik
weiter verbessert und optimiert.
[0022] Die Weiterbildung gemäß Anspruch 5 schlägt die Logistik für die wiederverwendbaren
Bestandteile und für die nicht wiederverwendbaren Bestandteile des aufgearbeiteten
Schotters und/oder anderweitiger Unterbaumaterialien vor. So wird das Abfallmaterial
(Unterkorn und Schmutz) den herkömmlichen MFS-Wagen für den Abtransport übergeben.
Dabei werden nach der Aufarbeitung die gereinigten Stoffe und die Abfallstoffe in
unterschiedliche Richtungen aus dem Wagen ausgegeben. Somit wird in einer Arbeitsrichtung
das verwendbare Material zur Verfügung gestellt, während in die andere Arbeitsrichtung
der nicht verwendbare Anteil ausgetragen wird.
[0023] Die Weiterbildung gemäß Anspruch 6 bindet den erfindungsgemäßen modularen Arbeitswagen
in den Gesamttransport des Schotters (aufbereiteter Altschotter sowie Neuschotter)
zu einem Ausbaugerät bzw. einem Einbaugerät mit ein. Dabei kann die Zuführung des
Altschotters sowie des Neuschotters gleichzeitig erfolgen. Dies bedeutet insgesamt
eine optimale Logistik für die Zuführung des Schotters.
[0024] Weiterhin schlägt die Weiterbildung gemäß Anspruch 7 vor, daß die Aufarbeitungseinrichtung
auf dem Arbeitswagen entweder permanent angeordnet ist oder lösbar anordenbar ist.
Die Aufarbeitungseinrichtung kann somit aus einer kompakt verbauten, eigenständigen
Maschine bzw. Arbeitswagen bestehen. Alternativ kann das System auch aus einem herkömmlichen
Standardbahnwagen mit einem sogenannten Hukepackreinigungsmodul bestehen. Dies bedeutet,
daß bei dieser letztgenannten Alternative ein am Markt vorhandenes Reinigungsmodul
(z.B. in Form einer mobilen Brech- und Siebanlage oder anderweitigen Modulen) von
der Form und dem Gewicht so umkonstruiert wird, daß es als Ladevolumen auf einen Standardbahnwagen
aufgesattelt werden kann und als Reinigungsmodul im Gleisbau für die erfindungsgemäße
modulare Grundmaschine eingesetzt werden kann. Dieses Modul, welches dann als Lademodul
für den Bahnwagen umkonstruiert wurde, kann hierbei (im Gegensatz zum permanenten
modularen Kompaktmodul) jedoch auch abgesattelt und weiteren Verwendungen im gleislosen
Sektor zur Verfügung gestellt werden. Diese Hukepackalternative hat also optional
weitere Einsatzmöglichkeiten im gleislosen Bereich, welche zu erheblichen Einsatzerweiterungen
führen können. Die Hukepackalternative kann für alle Reinigungs- und Waschmodullösungen
zur Anwendung kommen.
[0025] Die Weiterbildung gemäß Anspruch 8 schlägt vor, daß bei der Aufarbeitung des Schotters
und/oder anderweitiger Unterbaumaterialien anfallende Feinanteile oder nicht verwertbare
Stoffe durch die Zugabe von Zuschlagsstoffen verbessert und aufgearbeitet werden.
Derartige Verbesserungsmittel können Kalk oder Zement sein. Andere Verbesserungsmittel
bzw. Verbesserungsstoffe sind denkbar. Durch diese Aufarbeitung können die zunächst
nicht verwertbaren Materialien der Aufarbeitung dann doch entsprechend wiederverwendet
werden und gehen somit in den Recyclingzyklus ein. Diese Verbesserung sowie Aufarbeitung
der Stoffe erfolgt insbesondere in einem separaten Arbeitswagen.
[0026] Gemäß der Weiterbildung in Anspruch 9 kann der erfindungsgemäße Arbeitswagen mit
seiner Aufarbeitungseinrichtung oder seinen Aufarbeitungseinrichtungen entweder in
die Reihe der anderen Arbeitswagen des Arbeitszuges eingereiht sein oder aber der
erfindungsgemäße Arbeitswagen ist als Kopfarbeitswagen ausgebildet. Bei der Verwendung
des erfindungsgemäßen Arbeitswagens als Kopfreinigungsmodul kann dieses einen Aufgabetrichter
für das aufzuarbeitende Material besitzen. Dieser Aufgabetrichter kann einziehbar
und/oder einklappbar sein. Diesem Aufgabetrichter bzw. dem Kopfarbeitswagen wird das
Material mittels eine Beladeeinheit (beispielsweise Bagger oder Fräse) oder mittels
eine Beladestation aufgegeben. Insgesamt kann somit der erfindungsgemäße Arbeitswagen
mit der Aufarbeitungseinrichtung modular in einem Zugverband einreihbar sein oder
aber - erweitert mit einem Aufgabetrichter - für Arbeiten am Kopf ausgeführt werden.
Beispielsweise kann der Aufgabetrichter abnehmbar sein, so daß der Reinigungswagen
entweder vor Kopf (mit anmontiertem Aufgabetrichter) angeordnet ist oder aber in die
Reihe der anderen Arbeitswagen (dann ohne Aufgabetrichter) eingereiht ist.
[0027] Die Weiterbildung gemäß Anspruch 10 schlägt vor, daß der Arbeitswagen im modularen
System sowohl für gleisgebundene als auch für gleisunabhängige Aus- und Einbaueinheiten
für Schotter und/oder anderweitige Unterbaumaterialien bestimmt und ausgebildet ist.
Dadurch ist ein universelles und vor allem modulares System geschaffen, was den Ausbau
und den Einbau der Materialien betrifft.
[0028] Die Weiterbildung gemäß Anspruch 11 schlägt vor, daß der erfindungsgemäße modulare
Arbeitswagen als separate Arbeitseinheit für Schotter und/oder andere Bodenmaterialien
verwendet werden kann.
[0029] Die Weiterbildung gemäß Anspruch 12 ermöglicht die Reihung sowie Zufuhr/Abfuhr von
Neumaterial sowie Altmaterial in ein und denselben Materialförderwagen/Arbeitswagen.
Dadurch ist die Logistik der Materialien weiter verbessert.
[0030] Gemäß der Weiterbildung in Anspruch 13 sind zum Durchtransport der Materialien zusätzliche
Transportbänder vorgesehen. Hier kann es sich um Bodenförderbänder, um Dachförderbänder,
um Übergabeförderbänder in den Endbereichen etc. handeln. Die Förderbänder können
dabei grundsätzlich einreihig oder vorzugsweise mehrreihig ausgebildet sein. Dies
gilt grundsätzlich für sämtliche Förderbänder des Arbeitszuges.
[0031] Die Weiterbildung gemäß Anspruch 14 schlägt die Verwendung von unterschiedlichen
Typen von Förderbändern vor, nämlich einfache Förderbänder oder geteilte Förderbänder.
Weiterhin können die Förderbänder eine fest vorgegebene Transportrichtung aufweisen.
Sie können aber auch reversibel ausgebildet sein.
[0032] Schließlich schlägt die Weiterbildung gemäß Anspruch 15 vor, daß ein durchgehendes
Dachförderband derart beweglich oder knickbar ausgebildet ist, daß es auch als Transportband
zum Zuführen von Materialien zu einem Aufarbeitungsmodul und/oder als Transportband
zum Durchtransport von Materialien verwendbar ist. Dadurch ist ein universeller Materialtransport
möglich und realisiert.
[0033] Die Weiterbildung gemäß Anspruch 16 schlägt vor, daß der erfindungsgemäße modulare
Arbeitswagen (in der Art einer Lokomotive) als Zugmaschine modular im Zugverband eingesetzt
werden kann. Dies hat den Vorteil, wenn insbesondere große Wagenverbünde bewegt werden
müssen.
[0034] Die Weiterbildung gemäß Anspruch 17 schlägt die steuerungsmäßige sowie bedientechnische
Verknüpfung des erfindungsgemäßen modularen Arbeitswagens in der Reihe mit den anderen
Arbeitswagen des Arbeitszuges vor. Dies bedeutet, daß der erfindungsgemäße modulare
Arbeitswagen in die elektronische Gesamtlogistik des Arbeitszuges eingebunden ist.
[0035] Eine Weiterbildung hiervon schlägt gemäß Anspruch 18 vor, daß die elektronischen
Verbindungen zur Automatisierung von Prozessen der einzelnen Arbeitswagen im gesamten
Zug- oder Arbeitsverband vorgesehen sind.
[0036] Schließlich schlägt die Weiterbildung gemäß Anspruch 19 vor, daß beim Einsatz einer
modularen Aus- und Einbaueinrichtung für den Schotter zusammen mit dem modularen Reinigungsmodul
gemäß dem erfindungsgemäßen Arbeitswagen mit Aufarbeitungseinrichtung für den Schotter
die Arbeitsrichtung des Gesamtverbandes des Arbeitszuges beliebig ist.
[0037] Die Merkmale in den Unteransprüchen stellen eigenständige Erfindungen dar, unabhängig
vom Gegenstand des Hauptanspruches.
[0038] Ausführungsbeispiele eines erfindungsgemäßen Arbeitswagens im Verbund eines Arbeitszuges
für den Gleisbau bei Bahnstrecken werden nachfolgend anhand der Zeichnungen beschrieben.
In diesen zeigt:
- Fig. 1
- in schematischer Weise einen derartigen Arbeitszug, wobei die einzelnen Abschnitte
dieses Arbeitszuges in der Zeichnung übereinander angeordnet sind;
- Fig. 2a
- eine Darstellung des erfindungsgemäßen Arbeitswagens, bei welchem die Aufarbeitungseinrichtung
permanent auf dem Wagengestell angeordnet ist;
- Fig. 2b
- eine Darstellung des erfindungsgemäßen Arbeitswagens, bei welchem die Aufarbeitungseinrichtung
lösbar auf dem Wagengestell angeordnet ist, und zwar in verschiedenen Ausführungsformem
sowie in verschiedenen Darstellungen;
- Fig. 3a bis 3c
- die Verwendung des erfindungsgemäßen Arbeitswagens als Kopfarbeitswagen mit einem
Aufgabetrichter;
- Fig. 4
- eine Darstellung entsprechend der in Fig. 1 mit einer schematischen Darstellung einer
alternativen Variante des Arbeitszuges, wobei die einzelnen Abschnitte dieses Arbeitszuges
in der Zeichnung übereinander angeordnet sind;
- Fig. 5
- eine schematische Ansicht des erfindungsgemäßen Arbeitswagens im Arbeitszug der Fig.
5;
- Fig. 6a
- der Wagen in Fig. 5 im normalen Betrieb zur Aufarbeitung für ausgebauten Schotter
und/oder anderweitiger Unterbaumaterialien;
- Fig. 6b
- die Verwendung des erfindungsgemäßen Arbeitswagens in Fig. 5 beim Durchtransport von
Materialien im Bodenbereich;
- Fig. 6c
- die Verwendung des erfindungsgemäßen Arbeitswagens in Fig. 5 beim Durchtransport von
Materialien im Dachbereich;
- Fig. 6d
- die Verwendung des erfindungsgemäßen Arbeitswagens in Fig. 5 beim Durchtransport von
Materialien im Dachbereich, jedoch im Vergleich zu Fig. 6c in entgegengesetzter Richtung;
- Fig. 7
- eine weitere schematische Darstellung des Arbeitszuges entsprechend der Darstellung
in Fig. 1, jedoch mit einem modifizierten erfindungsgemäßen Arbeitswagen;
- Fig. 8a bis 8c
- der modifizierte erfindungsgemäße Arbeitswagen in Fig. 7 mit verschiedenen Einsatzmöglichkeiten
des Materialflusses;
- Fig. 9a bis 9c
- der Arbeitswagen wie in den Fig. 7 sowie Fig. 8a bis 8c mit weiteren Varianten.
[0039] Der während der Arbeiten kontinuierlich vorwärtsbewegte Arbeitszug der Fig. 1 weist
zunächst einen Arbeitswagen 1 zum Ausbau und zum Einbau von Schotter 10 der Bahnstrecke
auf. Dieser Schotter 10 ist Teil des Unterbaus 11 für das Gleis 12. Dem Arbeitswagen
1 folgt - optional - ein Übergabewagen 2 für den Schotter 10.
[0040] Dem Übergabewagen 2 folgen optional - herkömmliche - Material-Förder-Silo-Wagen 3,
4 (sogenannte MFS-Wagen) oder dgl. die MFS-Wagen sind dabei nicht beschränkend zu
verstehen. Es können auch andere Arbeitswagen sein.
[0041] Die MFS-Wagen 3, 4 dienen zum einen dem Transport der Materialien und zum anderen
dem Zwischenbunkern von Materialien. Diese MFS-Wagen 3, 4 weisen jeweils ein oder
mehrere Bodenförderbänder 13 auf. Im dargestellten Ausführungsbeispiel weist das eine
Ende des MFS-Wagens 3, 4 ein Übergabeförderband 14 auf. Dieses ist um eine horizontale
Achse verschwenkbar. Grundsätzlich können auch an beiden Enden des MFS-Wagens 3, 4
derartige verschwenkbare Übergabeförderbänder 14 vorgesehen sein. Diese können darüber
hinaus in horizontaler Richtung teleskopierbar sein, wobei der verschwenkbare Abschnitt
der Übergabeförderbänder 14 gegenüber dem horizontalen Teil nach oben hin abgeknickt
ist. Auch können die Übergabeförderbänder 14 um eine vertikale Achse verschwenkbar
sein. Weiterhin weisen die beiden MFS-Wagen 3, 4 Dachförderbänder 15 auf. Auch diese
weisen endseitig verschwenkbare Übergabeförderbänder 16 auf.
[0042] Es folgen die - erfindungsgemäßen - Arbeitswagen 5, 6. Der Unterschied dieser Arbeitswagen
5, 6 zu den vorbeschriebenen MFS-Wagen 3, 4 besteht darin, daß die beiden Arbeitswagen
5, 6 eine Aufarbeitungseinrichtung 17 für ausgebauten Schotter 10 (oder allgemein
für ausgebaute oder für anderweitige Unterbaumaterialien) aufweisen. Dabei sind die
beiden Arbeitswagen 5, 6 vom Grundkonzept her identisch, jedoch bezüglich der Aufarbeitungseinrichtungen
17 unterschiedlich ausgebildet. Dabei definiert der Arbeitswagen 6 mit seiner Aufarbeitungseinrichtung
17 eine Grundversion und der Arbeitswagen 5 mit seiner Aufarbeitungseinrichtung 17
eine Zusatzversion.
[0043] Schließlich folgen in diesem Ausführungsbeispiel noch zwei weitere - herkömmliche
- Material-Förder-Silo-Wagen 7, 8 (MFS-Wagen). Diese weisen - im Ausführungsbeispiel
- wiederum Bodenförderbänder 13 mit Übergabeförderbändern 14, jedoch keine Dachförderbänder
auf.
[0044] Diese dargestellte Zusammenstellung der Wagen ist rein beispielhaft. Andere Zusammenstellungen
der Wagen sind selbstverständlich möglich und liegen im Umfang der Erfindung.
[0045] Die Funktionsweise ist wie folgt:
[0046] Der Ausbau des Schotters 1 erfolgt mittels des Arbeitswagens 1. Nach Passieren des
Übergabewagens 2 erfolgt der Transport des Schotters 10 mittels der Dachförderbänder
15 der beiden MFS-Wagen 3, 4, und zwar zu dem Arbeitswagen 6. Dort wird der Schotter
der Aufarbeitungseinrichtung 17 dieses Arbeitswagens 6 zugeführt, welcher die Grundversion
darstellt. Hier folgt eine Grundaufarbeitung des zugeführten Schotters 10. Von dort
aus wird der voraufgearbeitete Schotter 10 der Aufarbeitungseinrichtung 17 des zweiten
Arbeitswagens 5 zugeführt, wo weitere Aufarbeitungsschritte erfolgen.
[0047] Der aufbereitete Schotter wird über die Bodenförderbänder 13 dem Arbeitswagen 1 rückgeführt.
Dieser baut den wieder aufbereiteten Schotter 10 ein.
[0048] Die Abfallstoffe hingegen werden in der entgegengesetzten Richtung transportiert
und gelangen dabei in den Bereich der Bodenförderbänder 13 der MFS-Wagen 7, 8.
[0049] Die Ausführungsvariante in Fig. 2a zeigt den Arbeitswagen 6a in einer kompakten Bauweise,
bei welcher die Aufarbeitungseinrichtung 17 fest und unlösbar und damit in sich kompakt
mit dem Unterwagen als Einheit hergestellt ist. Dies bedeutet, daß die Aufarbeitungseinrichtung
17 nicht dazu bestimmt ist, von dem Unterwagen abgenommen zu werden. Vielmehr ist
bei diesem Arbeitswagen 6a der Grundgedanke, daß die Aufarbeitungseinrichtung 17 dauerhaft
auf dem Unterwagen verbleibt.
[0050] Eine Alternative hierzu zeigt Fig. 2b. Bei dem dort dargestellten Arbeitswagen 6b
ist die Aufarbeitungseinrichtung 17 abnehmbar, d. h. lösbar. Dies bedeutet, daß die
Aufarbeitungseinrichtung 17 mit ihrer funktionstüchtigen Reinigungseinheit abgenommen
und für andere, nicht gleisgebundene Zwecke einsetzbar ist. So kann die Aufarbeitungseinrichtung
17 vom Unterwagen abgenommen und beispielsweise bei einer zentralen Schotteraufbereitungsanlage
plaziert und dort eingesetzt werden. Dabei kann entweder das gesamte Arbeitsmodul
oder aber nur ein Teilarbeitsmodul vom Unterwagen abgenommen werden. Die Darstellung
in Fig. 2b zeigt den Unterwagen ohne Transportbänder (dort ist die Aufarbeitungseinrichtung
17 mit Transportbändern versehen), während bei der Darstellung unten der Unterwagen
Transportbänder aufweist (dort weist die abnehmbare Aufarbeitungseinrichtung 17 dann
keine Transportbänder auf).
[0051] Fig. 3a bis 3c schließlich zeigt die Verwendung des erfindungsgemäßen Arbeitswagens
6 mit seiner Aufarbeitungseinrichtung 7 in der Verwendung als Kopfarbeitswagen (während
in den vorhergehenden Ausführungsformen der erfindungsgemäße Arbeitswagen 5, 6 in
die Reihe der Arbeitswagen des Arbeitszuges eingereiht ist). Dieses Reinigungsmodul
bei der Verwendung am Kopf verfügt dabei über einen einziehbaren oder einklappbaren
Aufgabetrichter 18. Dieser Aufgabetrichter 18 kann dabei an den Wagen angebaut werden.
[0052] Fig. 3a zeigt den Aufgabetrichter 18 in der ausgefahrenen Position, so daß mittels
einer Beladeeinheit (beispielsweise Bagger oder Fräse) oder mittels eine Beladestation
das Material, insbesondere der Schotter, dem Aufgabetrichter 18 aufgegeben werden
kann. Von dort aus wird das Material dann über ein Dachförderband (es kann aber auch
ein anderes Förderband sein) der Aufarbeitungseinrichtung 17 aufgegeben. Fig. 3b zeigt
den Aufgabetrichter 18 im eingefahrenen Zustand und Fig. 3c den Aufgabetrichter 18
im abgekippten Zustand.
[0053] Fig. 4 zeigt eine modifizierte Ausführungsform des Arbeitszuges. Dabei sind die erfindungsgemäßen
Wagen 5, 6 zum Aufarbeiten des Schotters etc. modifiziert, während die restlichen
Arbeitswagen gleich geblieben sind.
[0054] Wie in Fig. 5 erkennbar ist, besteht der Unterschied des modifizierten Arbeitswagens
6 im Vergleich zum Arbeitswagen 6 des Arbeitszuges in Fig. 1 darin, daß der Arbeitswagen
6 zum Durchtransport von Materialien von den MFS-Wagen 3, 4 auf der einen Seite zu
den MFS-Wagen 7, 8 auf der anderen Seite (und umgekehrt) geeignet ist. Zu diesem Zweck
weist der Arbeitswagen 6 - wie bisher - ein oberes Bodenförderband 19' sowie mit Abstand
darunter ein unteres Bodenförderband 19" auf, weiterhin endseitige Übergabeförderbänder
20, welche nach unten und nach oben verschwenkbar und auf einem Schlitten einfahrbar
und ausfahrbar sind sowie ggf. um eine vertikale Achse seitlich verschwenkbar sind,
weiterhin im Dachbereich ein Dachförderband 21, welches endseitig jeweils verschwenkbar
abgeknickt ist, sowie schließlich im Dachbereich ein Übergabeförderband 22, welches
ebenfalls endseitig nach oben und nach unten verschwenkbar abknickbar ist.
[0055] Die Funktionsweise ist wie folgt:
[0056] Fig. 6a zeigt den Arbeitswagen 6 bei seiner eigentlichen Aufgabe, nämlich der Aufarbeitung
von ausgebautem Schotter 10 (oder eines anderweitigen Umbaumaterials). Dieses Reinigungsmodul
erfüllt dabei seine grundlegende Aufgabe. Dies entspricht der Arbeitsweise des Arbeitswagens
6 der vorbeschriebenen Ausgangsvariante des Arbeitszuges.
[0057] Der Arbeitswagen 6 nimmt das aufzuarbeitende Material des variablen Arbeitsverbundes
auf. Das Material wird dabei in diesem Arbeitswagen 6 fachgerecht mittels Sieben,
Klassieren etc. einer Wiederverwendung zugänglich gemacht. Dabei können in diesem
Arbeitswagen 6 sämtliche technische Lösungen für Sieben, Klassieren, Waschen, Trocknen
und andere Arbeitsvorgänge durchgeführt werden.
[0058] Das Material wird über die Dachförderbänder 21 der Reinigungseinheit zugeführt und
der Aufarbeitungseinheit des Reinigungsmoduls aufgegeben. In diesen Einheiten werden
die vorbeschriebenen Arbeitsvorgänge ausgeführt, um - wie ausgeführt - den Schotter
10 einer Verwertung zugänglich zu machen. Nach dieser Aufarbeitung werden die gereinigten
Stoffe sowie die Abfallstoffe in unterschiedliche Richtungen aus dem Wagen ausgegeben.
Die gereinigten, wiederverwendbaren Stoffe werden dabei über das obere Bodenförderband
19' und anschließend über das rechte Übergabeförderband 20 abgeführt, während die
Abfallstoffe über das untere Bodenförderband 19" und über das linke Übergabeförderband
20 des Arbeitswagens 6 abgeführt werden. Aufnahmewagen sind die benachbarten MFS-Wagen
oder dgl.
[0059] Konkret wird der zugeführte Schotter 10 mittels der Dachförderbänder 21 zunächst
einer Vorsiebeinheit aufgegeben, an welcher das Unterkorn vom Grobkorn getrennt wird.
Das Grobkorn wird anschließend über eine Vorsiebeinheit, welche durch Schwingungen
und Bewegungen sowie durch die geometrische Anordnung auch eine Transportfähigkeit
besitzt, einem Steinbrecher (z. B. Prallbecher oder Kegelbecher) zugeführt. In dieser
Steinbrechanlage wird das Korn bearbeitet. Es wird durch Anschlagen und Brechen nochmals
gesäubert, erforderlichenfalls geschärft und/oder zerkleinert. Nach dem Arbeitsvorgang
in der Steinbrechanlage wird das Material über eine zweite Siebeinheit in die Endstoffe
fraktioniert. Dabei wird das nicht verwendbare Feinkorn dem unteren Bodenförderband
19" zugeführt und das verwendbare Korn dem oberen Bodenförderband 19' zugeführt. Zusätzlich
kann hier auf dem Vorsieb und dem Nachsieb eine Waschung durch Bedüsung mit Wasser
vorgenommen werden. Die vorbeschriebenen Fraktionen gelangen dann - wie ausgeführt
- zu den Übergabeförderbändern 20. Das nicht verwertbare Korn wird auf benachbarte
Materialförderwagen übergeben, während das wiederverwendbare Korn (z. B. Recyclingschotter)
dem benachbarten Materialtransportwagen oder einer modularen Einbaueinheit übergeben
wird.
[0060] Durch die vorbeschriebene Weise ist auf einfache Art eine modulare Reinigungseinheit
geschaffen, welche in einem Zugverband aus Material-Förder-Silo-Wagen oder dgl. eingereiht
werden kann. Die Arbeitsmaschinen können hierbei - wie ausgeführt - aus allen denkbaren
Einzelkomponenten, z. B. Reinigungsmodule, Waschmodule, Bodenverbesserungsmodule etc.
bestehen und beliebig vor und nach der Reinigungseinheit aufgereiht werden.
[0061] Der Arbeitswagen 6 ist jedoch nicht auf die vorbeschriebenen Aufarbeitungstätigkeiten
für ausgebauten Schotter und/oder anderweitige Unterbaumaterialien beschränkt. Der
Arbeitswagen 6 hat logistische Zusatzfunktionen. Der Kerngedanke liegt in den erweiterten
Umrüst- und Transportmöglichkeiten. Um die Reinigungstechnik/Aufarbeitungstechnik
innerhalb eines Zugverbandes aus MFS-Wagen oder dgl. als logistischen Knotenpunkt
für durchströmende und überströmende Materialien nutzen zu können, sind Erweiterungen
des modularen Arbeitswagens 6 notwendig.
[0062] Zunächst sind die Förderbänder, nämlich das obere Bodenförderband 19', das untere
Bodenförderband 19", die Übergabeförderbänder 20, das Dachförderband 21 sowie das
Übergabeförderband 22 im Dachbereich jeweils reversibel ausgeführt. Dies bedeutet,
daß die Arbeitsrichtungen der Förderbänder über den "normalen" Gebrauch für die Arbeitsleistung
der Reinigungsmodule hinaus in ihrer Transportrichtung verändert werden können. Weiterhin
sind die Übergabeförderbänder 20 als einfahrbare Transportbänder ausgebildet. Dies
bedeutet, daß diese über ein Gelenk in ihrem Anstellwinkel und somit in ihrer Lage
verändert werden können. Diese Übergabeförderbänder 20 können dabei in ihrer horizontalen
Stellung unterhalb der Aufarbeitungseinheit in einer Art Sandwichboden unterhalb des
unteren Bodenförderbandes 19" eingefahren werden (wie dies bei der Darstellung in
Fig. 6b bei dem linken Übergabeförderband 20 erkennbar ist).
[0063] Weiterhin wird dem - bereits vorhandenen - jedoch nunmehr reversiblen Dachförderband
21 ein reversibles und/oder verschiebbares Übergabeförderband 22 in Form eines Bypaßkurzbandes
zugeordnet.
[0064] Weiterhin ist das obere Bodenförderband 19' in seiner Endlage optional verschiebbar
und/oder abknickbar, um so die Reversierung und die Durchförderung in beiden Richtungen
zu gewährleisten.
[0065] Bei Bedarf können schließlich optional jeweils auch mehrere Bänder in der Tiefe des
Arbeitswagens 6 nebeneinander angebracht werden. Dies wäre beispielsweise für weitere
Materialströme mit angrenzenden Materialförderwagen, welche über zwei oder drei Bypaßbänder
oder Grundarbeitsbänder verfügen, von Vorteil. Diese Optionen spielen hier jedoch
keine Rolle.
[0066] Grundsätzlich ermöglicht es diese logistische Modul-Maschinentechnik, die zum Arbeitswagen
6 zulaufenden und vom Arbeitswagen 6 ablaufenden Materialströme flexibel umzuleiten
und überzuleiten, ohne daß der Arbeitswagen 6 auf die Aufarbeitung von ausgebauten
Materialien beschränkt ist. Der Zusatznutzen liegt somit in den zusätzlichen logistischen
Möglichkeiten zum Durchtransport von Materialien. Konkret ist eine von der Aufarbeitung
unabhängigen Durchförderung und Umleitung von Materialströmen jeglicher Art möglich.
Dies erlaubt völlig neue Arbeitskonzepte und Reihungen zur Förderung von Materialströmen
innerhalb des Zugverbandes aus MFS-Wagen oder dgl. Die Einzelkomponenten des Zugverbandes
können dabei sein: gleisgebundene sowie gleisungebundene Arbeitseinheiten zum Ausbau
und zum Einbau des Schotters, weiterhin optionale Übergabewagen, weiterhin optionale
Material-Förder-Silo-Wagen oder dgl. für den Zwischenbunkerbedarf, weiterhin optionale
(erfindungsgemäße) Arbeitswagen für Waschung und Separation bei Platzmangel der Komponenten
im erfindungsgemäßen Arbeitswagen 6 als dessen Erweiterung, weiterhin erfindungsgemäße
Reinigungsmodule mit logistischer Erweiterung für Förderströme durch und über den
erfindungsgemäßen Arbeitswagen 6 sowie schließlich weitere Material-Förder-Silo-Wagen
oder dgl. zur Zwischenspeicherung von nicht verwendungsfähigem Reinigungsgut oder
anderen Transportleistungen.
[0067] Fig. 6b zeigt nunmehr eine erste Variante der logistischen Erweiterung des Arbeitswagens
6. Wie ein Vergleich zu Fig. 6a zeigt, sind die Förderbänder entsprechend neu positioniert.
Konkret wird Material aus dem benachbarten MFS-Wagen 7 über dessen Übergabeförderband
sowie über eine Aufgabeeinheit 23 dem - in diesem Fall - unteren Bodenförderband 19"
zugeführt, welches im Vergleich zur Arbeitsweise in Fig. 6a nunmehr in die entgegengesetzte
Richtung transportiert. Das obere Bodenförderband 19' gibt das Material dem ausgefahrenen
Übergabeförderband 20 auf, welches das Material einem benachbarten MFS-Wagen oder
dgl. übergibt. Auf diese Weise kann Material in einer gewünschten Arbeitsrichtung
durch die modulare Reinigungseinheit/Aufarbeitungseinheit durchgefördert werden und
einem Materialförderwagen oder einer beliebigen Arbeitseinheit vor oder hinter der
modularen Reinigungseinheit/Aufarbeitungseinheit übergeben werden.
[0068] Fig. 6c zeigt eine weitere Arbeitsweise des erfindungsgemäßen Arbeitswagens 6, und
zwar den Transport des Materials in der Zeichnung von rechts nach links. Hier wird
das Material über ein Übergabeförderband eines benachbarten MFS-Wagens oder dgl. dem
reversiblen Dachförderband 21 zugeführt. Dieses führt das Material dem reversiblen
und/oder verschiebbaren und/oder abknickbaren Übergabeförderband 22 zu. Dieses dient
der Überbrükkung der Aufgabepunkte der Aufarbeitungsmodule. Das Übergabeförderband
22 kann dabei in seiner Lage und seiner Laufrichtung so verstellt werden, daß es für
diese Zwecke zum Einsatz kommen kann. Von dem Übergabeförderband 22 gelangt dann das
zu fördernde Material auf ein entsprechendes Förderband eines benachbarten MFS-Wagens
oder eines anderen Arbeitsmoduls.
[0069] Fig. 6d schließlich zeigt im Vergleich zu Fig. 6c die umgekehrte Arbeitsrichtung
mittels der Förderbänder durch entsprechende Neupositionierungen.
[0070] Fig. 7 zeigt eine modifizierte Ausführungsform des Arbeitszuges, nämlich mit einer
modifizierten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Arbeitswagens 6 zum Aufbereiten
des Schotters 10. Detailliertere Darstellungen hinsichtlich des Materialflusses, nämlich
des Schotters 10 zeigen insbesondere die Fig. 8b und Fig. 8c.
[0071] Dabei zeigt zunächst Fig. 7, daß beim MFS-Wagen 8 eine Materialumkehr vom Dachbereich
zum Bodenbereich mit umgekehrter Materialfließrichtung im Sinne eines Materialkreislaufes
vorgesehen ist.
[0072] Eine Besonderheit bei diesem Arbeitswagen 6 ist, daß im mittleren Bereich des Arbeitswagens
6 ein Zwischenförderband 24 vorgesehen ist. Außerdem sind nach wie vor noch die bisher
beschriebenen Förderbänder im Bodenbereich sowie im Dachbereich einschließlich Übergabeförderbänder
vorgesehen.
[0073] Das Zwischenförderband 24, wie es in Fig. 8b dargestellt ist, befindet sich dort
in einer Art Ruhestellung, bei welcher es nicht in den Transport des Schotters 10
eingebunden ist. Wie insbesondere auch im Vergleich mit der Darstellung in Fig. 8c
erkennbar ist, weist das Zwischenförderband 24 endseitige Übergabeförderbänder auf,
welche nach oben sowie nach unten verschwenkbar sind. Hierzu zeigt Fig. 8c die Situation,
wie das Zwischenförderband 24 den Schotter von der Aufarbeitungseinrichtung 17 aufnimmt
und ihn dabei auf das Dachförderband 21 des Arbeitswagens 6 transportiert. Zu diesem
Zweck ist dieses Dachförderband 21 bezüglich der Längserstreckung des Arbeitswagens
6 nicht durchgehend ausgebildet, sondern es ist in zwei einzelne Dachförderbänder
21 unterteilt, wobei die jeweiligen Enden nach unten sowie nach oben verschwenkbar
sind. Auf diese Weise ist eine Übergabe des Schotters mittels des Zwischenförderbandes
24 auf das in Fig. 8c rechte Dachförderband 21 möglich. Grundsätzlich kann das Dachförderband
21 auch in drei oder noch mehr Abschnitte unterteilt sein.
[0074] Weiterhin ist in Fig. 8b erkennbar, daß der gereinigte Schotter über das endseitige
Übergabeförderband 20 abgeführt werden kann. Fig. 8c hingegen zeigt die Situation
im selben Bereich, wie dort aber Material durch den Arbeitswagen 6 hindurchtransportiert
wird (in der Zeichnung von rechts nach links). Auch sind in diesen Zeichnungen weitere
Materialströme erkennbar.
[0075] Fig. 9a bis 9c zeigt eine weitere Modifikation des Materialflusses (angedeutet durch
den Kreis). Diese Modifikationen zeigen, wie die Bandführungen auf unterschiedliche
Art und Weise zur Ausführung kommen können, um den gewünschten Transportweg der Materialien
zu realisieren. Dies stellt lediglich ein - weiteres - Beispiel für die Förderbandlogistik
dar. Weitere Varianten zum Transport der Materialien im Bodenbereich und/oder im Dachbereich
sind denkbar und möglich.
[0076] Der Arbeitszug in Fig. 10 schließlich entspricht vom Grundsatz her dem Arbeitszug,
wie er in Fig. 7 dargestellt ist. Der Unterschied besteht darin, daß die Arbeitsrichtung
entgegengesetzt ist. Dies steht im Gegensatz zu bestehenden Systemen. Dadurch fahren
die Arbeitswagen immer auf einem fertigen Gleis (altes Gleis) und unterliegen nicht
wie bei den bestehenden Systemen der Befahrung eines Baugleises.
[0077] Wie bereits erwähnt, können an den vorbeschriebenen Einzelkomponenten zusätzliche
Transportbänder angebracht werden. Diese entsprechen in ihren ablauftechnischen Funktionen
den bereits erwähnten Transportbändern. Sie haben den Vorteil, daß die Anzahl der
Stoffschichten und Stoffströmungen, die für eine Ausführungsleistung zur Verfügung
stehen, erhöht ist. So ist eine Variante mit jeweils zwei nebeneinander liegenden
Bändern denkbar. Die Anzahl der Bänder kann jedoch hierbei beliebig nach dem vorhandenen
Platz ergänzt werden. So können zwei oder drei oder mehr Bänder nebeneinander angeordnet
werden.
[0078] Weiterhin können die Einzelmodule elektronisch gekoppelt werden, um die Abläufe einer
Teil- oder Vollautomatisierung der Einzelkomponenten des Maschinenverbundes zuzuführen.
[0079] Weiterhin können die Förderbänder zusätzlich mit einer Wasserbebrausung zur Staubvermeidung
ausgestattet werden. Die Speisung der Wasserbebrausung kann hierbei von einem separaten
Wasserwagen erfolgen oder von einem Wasserbehälter, welcher dem Arbeitswagen zugeordnet
ist. Die Bebrausung hat den Zweck der Staubbindung auf den Bändern und kann optional
an beliebiger Stelle der einzelnen Förderbänder erfolgen und installiert werden.
[0080] Schließlich können die Förderbänder zusätzlich mit einer Einhausung gegen Staubentwicklung
versehen werden.
[0081] Sämtliche Reinigungseinheiten oder anderweitige Aufarbeitungseinheiten oder dazugehörige
Belade- oder Entladestationen (hierbei auch dazu separate Wagen), können sowohl gleisgebunden
über Schienenfahrwerke als auch über Kettenfahrwerke (oder in Kombination) eingesetzt
und betrieben werden.
Bezugszeichenliste
[0082]
- 1
- Arbeitswagen (zum Ausbau und Einbau des Schotters)
- 2
- Übergabewagen (für den Schotter)
- 3, 4
- MFS-Wagen
- 5
- Arbeitswagen (zum Aufarbeiten des Schotters)
- 6, 6a, 6b
- Arbeitswagen (zum Aufarbeiten des Schotters)
- 7, 8
- MFS-Wagen
- 10
- Schotter
- 11
- Unterbau
- 12
- Gleis
- 13
- Bodenförderband
- 14
- Übergabeförderband
- 15
- Dachförderband
- 16
- Übergabeförderband
- 17
- Aufarbeitungseinrichtung
- 18
- Aufgabetrichter
- 19'
- oberes Bodenförderband
- 19"
- unteres Bodenförderband
- 20
- Übergabeförderband
- 21
- Dachförderband
- 22
- Übergabeförderband
- 23
- Aufgabeeinheit
- 24
- Zwischenförderband
1. Arbeitswagen (5, 6, 6a, 6b) für den Gleisbau bei Bahnstrecken,
wobei dieser Arbeitswagen (5, 6, 6a, 6b) Teil eines Arbeitszuges zur Sanierung der
aus einem Unterbau (11) sowie aus einem Gleis (12) bestehenden Bahnstrecke ist, wobei
der Arbeitswagen (5, 6, 6a, 6b) eine Aufarbeitungseinrichtung (17) für ausgebauten
Schotter (10) und/oder anderweitiger Unterbaumaterialien entweder für einen anschließenden
vollständigen oder teilweisen Wiedereinbau oder für einen Abtransport aufweist,
wobei der Schotter (10) und/oder die anderweitigen Unterbaumaterialien nicht durch
einen Arbeitswagen (5, 6, 6a, 6b) dieses Typs mit. Aufarbeitungseinrichtung (17) ausbaubar
sowie wieder einbaubar ist,
wobei der Arbeitswagen (5, 6, 6a, 6b) dieses Typs mit Aufarbeitungseinrichtung (17)
Transportbänder für den Schotter (10) und/oder die anderweitigen Unterbaumaterialien
aufweist und
wobei der Arbeitswagen (5, 6, 6a, 6b) dieses Typs mit Aufarbeitungseinrichtung (17)
in einer Reihe von weiteren Arbeitswagen anderen Typs ohne Aufarbeitungseinrichtung
des Arbeitszuges einreihbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Arbeitswagen (5, 6, 6a, 6b) derart modular ausgebildet ist,
daß er bedarfsweise an einem beliebigen Reihungsort in einer beliebigen Reihung von anderen
Arbeitswagen des Arbeitszuges innerhalb dieses Arbeitszuges eingereiht werden kann
und
daß die Transportbänder des Arbeitswagens (5, 6, 6a, 6b) mit Aufarbeitungseinrichtung
(17) zusätzlich auch im Bodenbereich und/oder im Dachbereich zum Transport oder zum
Durchtransport von Materialien zu einem oder von einem bestimmten Ort eines Maschinenbereichs
benachbarter anderer Arbeitswagen des Arbeitszuges in beide Richtungen verwendbar
sind,
wobei diese Materialien mit der Aufarbeitung für ausgebauten Schotter und/oder anderweitiger
Unterbaumaterialien in dem Arbeitswagens (5, 6, 6a, 6b) mit Aufarbeitungseinrichtung
(17) an sich nichts zu tun haben müssen und
wobei während des Transports oder des Durchtransports dieser Materialien der Betrieb
der Aufarbeitungseinrichtung (17) für sämtliche oder für einen Teil der Anwendungen,
für die der Arbeitswagen (5, 6, 6a, 6b) ausgebildet und einsetzbar ist, unterbrochen
werden kann.
2. Arbeitswagen nach dem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Aufarbeitungseinrichtung (17) für ein Reinigen und/oder Waschen und/oder Trocknen
und/oder Sieben und/oder Klassieren und/oder Brechen und/oder Schärfen von Schotter
(10) ausgebildet ist.
3. Arbeitswagen nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß unterschiedliche Arbeitswagen (5, 6, 6a, 6b) dieses Typs für unterschiedliche Aufarbeitungsarten
des Schotters (10) und/oder des anderweitigen Unterbaumaterials vorgesehen sind.
4. Arbeitswagen nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Arbeitswagen (5, 6, 6a, 6b) im mittleren Bereich ein Zwischenförderband (24)
aufweist, mittels welchem Material insbesondere von der Aufarbeitungseinrichtung (7)
in den Dachbereich transportierbar ist und/oder Material vom Dachbereich in den Bodenbereich
des Arbeitswagens (5, 6, 6a, 6b) transportierbar ist.
5. Arbeitswagen nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die wiederverwendbaren Bestandteile und die nicht wiederverwendbaren Bestandteile
des aufgearbeiteten Schotters (10) und/oder der anderweitigen Unterbaumaterialien
von den Arbeitswagen (5, 6, 6a, 6b) in entgegengesetzte Richtungen abtransportierbar
sind.
6. Arbeitswagen nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß mittels des Arbeitswagens (5, 6, 6a, 6b) die wiederverwendbaren Bestandteile des
aufgearbeiteten Schotters (10) sowie neuer Schotter einer Ausbaueinrichtung oder einer
Einbaueinrichtung gleichzeitig zuführbar sind.
7. Arbeitswagen nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Aufarbeitungseinrichtung (17) auf dem Arbeitswagen (5, 6, 6a, 6b) entweder permanent
angeordnet ist oder aber lösbar anordenbar ist.
8. Arbeitswagen nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei der Aufarbeitung anfallende Feinanteile und/oder nicht verwertbare Stoffe mittels
Zuschlagstoffen verbesserbar und/oder aufarbeitbar und dadurch wiederverwendbar sind.
9. Arbeitswagen nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Arbeitswagen (5, 6, 6a, 6b) entweder in die Reihe der anderen Arbeitswagen des
Arbeitszuges eingereiht ist oder
daß der Arbeitswagen (5, 6, 6a, 6b) als Kopfarbeitswagen ausgebildet ist.
10. Arbeitswagen nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Arbeitswagen (5, 6, 6a, 6b) im modularen System sowohl für gleisgebundene als
auch für gleisunabhängige Aus- und Einbaueinheiten für Schotter (10) und/oder anderweitige
Unterbaumaterialien bestimmt und ausgebildet ist.
11. Arbeitswagen nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Arbeitswagen (5, 6, 6a, 6b) als Arbeitseinheit hinter einer selbstangetriebenen
oder nicht selbstangetriebenen, kombinierten oder nicht kombinierten Aus- und Einbaueinrichtung
für Schotter und/oder andere Bodenmaterialien verwendbar ist.
12. Arbeitswagen nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Arbeitswagen (5, 6, 6a, 6b) als Umschlagpunkt für einen endlosen Materialkreislauf
zwischen einer Ausbaueinheit und einer Einbaueinheit für Schotter und/oder andere
Bodenmaterialien verwendbar ist.
13. Arbeitswagen nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß zum Durchtransport der Materialien der Arbeitswagen (5, 6, 6a, 6b) mit der Aufarbeitungseinrichtung
(17) außer den Transportbändern, welche dieser Aufarbeitungseinrichtung (17) zugeordnet
sind, zusätzliche Transportbänder vorgesehen sind.
14. Arbeitswagen nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Transportbänder als einfache Transportbänder oder als geteilte Transportbänder
sowie mit fest vorgegebenen Transportrichtungen oder aber mit reversiblen Transportrichtungen
ausgebildet sind.
15. Arbeitswagen nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein durchgehendes Dachförderband (15, 21) derart beweglich oder knickbar ausgebildet
ist, daß es auch als Transportband zum Zuführen von Materialien zu einem Aufarbeitungsmodul
und/oder als Transportband zum Durchtransport von Materialien verwendbar ist.
16. Arbeitswagen nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Arbeitswagen (5, 6, 6a, 6b) einen eigenen Antrieb zum Verfahren auf dem Gleis
aufweist.
17. Arbeitswagen nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Arbeitswagen (5, 6, 6a, 6b) in einer Reihe von anderen Arbeitswagen zur Steuerung
und zur Bedienung elektronisch verbunden ist.
18. Arbeitswagen nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß die elektronischen Verbindungen zur Automatisierung von Prozessen der einzelnen Arbeitswagen
im gesamten Zug- oder Arbeitsverband vorgesehen sind.
19. Arbeitswagen nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß beim Einsatz einer modularen Aus- und Einbaueinrichtung zusammen mit dem modularen
Reinigungsmodul die Arbeitsrichtung des Gesamtverbandes beliebig ist.