[0001] Die Erfindung betrifft eine Montagehilfsvorrichtung zur Montage einer Türzarge in
einer Türöffnung mit zwei an den beiden den Blendrahmen der Türzarge gegenüberliegenden
freien Rändern des Futters der Türzarge anklemmbaren Klemmvorrichtungen, die mit einem
längeneinstellbaren Distanzelement miteinander verbunden sind.
[0002] Eine Montagehilfsvorrichtung der zuvor beschriebenen Art wird von der
DE 299 06 419 U1 beschrieben. Das Distanzelement besteht aus zwei Rohrelementen, die teleskopartig
ineinander gesteckt sind, und die in verschiedenen Auszugsstellungen über eine Klemmeinrichtung
aneinander fixiert werden können. Die beiden Enden des Distanzelementes stecken in
einem Fuß, der eine Klemmvorrichtung ausbildet, mit der der Fuß am freien Rand des
Futters der Türzarge anklemmbar ist. Im Bereich des oberen Querschenkels der Türzarge
kann durch Einsetzen der Montagehilfsvorrichtung das Abstandsmaß der beiden Futterschenkel
abgegriffen werden. Das Distanzelement kann auf die entsprechende Länge eingestellt
werden. Mit den beiden Klemmvorrichtungen kann die Montagehilfsvorrichtung dann am
unteren Ende der Zarge befestigt werden, so dass die beiden Futterschenkel dort in
der richtigen Distanz gehalten werden. Die so vormontierte Türzarge kann dann mit
ihren in Parallellage gehaltenen Futterschenkeln durch die Türöffnung der Wand eingesetzt
werden. Anschließend muss mit Hilfe von Keilen die Türzarge gegenüber der Leibung
der Türöffnung justiert werden.
[0003] Eine ähnliche Vorrichtung beschreibt die
DE 32 19 066 C2. Hier ist das Distanzelement Teil eines Rahmens. Der Rahmen besitzt zusätzliche Spindeln,
mit denen er in der Türöffnung justiert werden kann. Die Enden der Spindeln können
sich am Mauerwerk, also an der Leibung, abstützen.
[0004] Die
DE 10 2006 021437 B4 beschreibt eine Montagehilfsvorrichtung mit einem Schwenkelement, welches zur Justierung
der Zarge innerhalb der Türöffnung dient. Zusätzlich ist hier noch ein Spannglied
vorgesehen, welches sich auf dem Mauerwerk abstützt, um den Blendrahmen gegen die
gegenüberliegende Wand der Türöffnung zu ziehen.
[0005] Spindelverstellbare Halte- und Justierelemente beschreibt auch die
DE 298 22 526 U1.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bekannte Montagehilfsvorrichtung dahingehend
weiterzubilden, dass das Einsetzen einer Türzarge in eine Türöffnung und anschließende
Justierung derselben zwischen den beiden Leibungen vereinfacht ist.
[0007] Gelöst wird die Aufgabe durch die in den Ansprüchen angegebene Erfindung.
[0008] Zunächst und im Wesentlichen ist vorgesehen, dass jede der beiden Klemmvorrichtungen
eine vom Futter weg verlagerbare Justierbacke aufweist. Die Montagehilfsvorrichtung
ist im Wesentlichen in derselben Weise, wie es vom Stand der Technik her bekannt ist,
an einer in eine Türöffnung einzusetzenden Türzarge befestigbar. Dies erfolgt an der
Türzarge, solange diese noch nicht in die Türöffnung eingesetzt ist. Die Türzarge
kann mit der an ihr befestigten Blende auf den Boden gelegt werden. In dieser Horizontallage
weisen die freien Ränder der Futterschenkel und der freie Rand des oberen Zargenschenkels
nach oben. Im Bereich des oberen Zargenschenkels kann jetzt das Distanzelement längeneingestellt
werden, indem seine beiden Füße unmittelbar benachbart zum oberen Zargenschenkel in
Anlage an die Innenwandung der Futterschenkel gebracht werden. Mit einer Klemmeinrichtung
werden die beiden ineinander teleskopierten Rohre in der Abstandsstellung fixiert.
Anschließend wird die Montagehilfsvorrichtung an das untere Ende der beiden Zargenschenkel
gebracht und dort befestigt. Oftmals besitzen die freien Ränder der Futterschenkel
eine stirnseitig offene Nut. In diese offene Nut kann eine Spannbacke eingesetzt werden.
Mit Hilfe der Klemmvorrichtung wird die Montagehilfsvorrichtung am freien Zargenende
befestigt. Die Futterschenkel werden dadurch in einer Parallellage fixiert. Wesentlich
ist, dass die Justierbacke in eine Grundstellung gebracht werden kann, in der sie
an der nach außen weisenden Seite des Futterschenkels anliegt oder zumindest davon
derart gering beabstandet ist, dass die Türzarge mit bereits montierter Montagehilfsvorrichtung
durch die Türöffnung eingesetzt werden kann. Zwischen den Außenseiten der Futterschenkel
und der Leibung der Türöffnung befindet sich ein Spalt. Durch diesen Spalt kann die
Justierbacke hindurchtreten. Hierzu besitzt die Justierbacke bzw. die Klemmvorrichtung
keine seitlich über die Justierbacke herausragenden Elemente. Es ist von Vorteil,
wenn die Justierbacke lediglich von einem Stahlstreifen ausgebildet ist, der an einem
Einstellkolben befestigt ist, der in Richtung der Flächennormalen des Futterschenkels
verlagerbar ist. Der Stahlstreifen kann ein Winkelelement ausbilden, das zwei in einem
90°-Winkel zueinander stehende Schenkel ausbildet. Einer der beiden Schenkel bildet
die Justierbacke, der andere Schenkel ist fest mit dem Einstellkolben verbunden. Der
Einstellkolben kann somit in Erstreckungsrichtung des Distanzelementes verlagert werden
oder aber auch parallel zur Spannrichtung der Spannbacke, mit der die Klemmvorrichtung
am Futter befestigt ist. Die erfindungsgemäße Justierbacke besitzt eine Anlageflanke,
die mit Hilfe des Einstellkolbens parallel verlagerbar ist. Zum Anklemmen der Spannbacke
an das Futter kann ein Exzenterhebel verwendet werden. Dieser greift über ein Zugstück
an der Spannbacke an. Letztere wird dann gegen eine Anlagefläche der Klemmvorrichtung
gezogen, die von einer Anlageplatte bzw. einem Gehäuseteil der Klemmvorrichtung ausgebildet
sein kann. Von der Anlageplatte kann ein Vorsprung abragen, der eine Höhlung besitzt,
in der der Einstellkolben geführt ist. Zur Verlagerung des Einstellkolbens ist vorzugsweise
eine Gewindespindel vorgesehen, die an ihrem freien Ende einen Handgriff aufweist.
[0009] Die Erfindung betrifft darüber hinaus eine Klemmvorrichtung, die an einer Montagehilfsvorrichtung
der zuvor beschriebenen Art verwendbar ist. Die Klemmvorrichtung kann aber auch unabhängig
von einem Distanzelement verwendet werden, bspw. kann die Klemmvorrichtung am kopfseitigen
Schenkel der Zarge angesetzt werden, um mit Hilfe eines Spanngliedes einen Zug auf
die Türzarge aufzubringen, der die Blende gegen die ihr zugehörige Wand des Mauerwerkes
zieht, in dem sich die Türöffnung befindet. Hierzu stützt sich das Spannglied auf
der der Blende gegenüberliegenden Seite des Mauerwerks ab. Das Spannglied kann eine
Spindel aufweisen, die von einem Handgriff gedreht werden kann und die an ihrem freien
Ende ein Druckstück trägt, das sich auf dem Mauerwerk abstützt. Der Spanngliedträger
ist mit der Klemmvorrichtung verbindbar. Dies kann über eine Aufsteckverbindung erfolgen.
Der Spanngliedträger kann ein Aufsteckgehäuse ausbilden, das durch Einschub einer
Einschubleiste in einen Einschubkanal mit der Klemmvorrichtung verbindbar ist. Der
Einschubkanal wird vorzugsweise von der Klemmvorrichtung ausgebildet. Es sind bevorzugt
zwei parallel zueinander verlaufende Einschubkanäle vorgesehen, in die jeweils eine
Einschubleiste eintreten kann. Einschubleiste und Einschubkanal greifen dann klauenartig
ineinander. Eine Fixierung des Spanngliedträgers an die Klemmvorrichtung kann über
eine Fixierschraube erfolgen.
[0010] In einer Weiterbildung, die ebenfalls eigenständigen Charakter aufweist, ist vorgesehen,
dass der Fuß des Distanzelementes mit einer Schienenanordnung mit der Klemmvorrichtung
derart verbunden ist, dass der Abstand der Klemmvorrichtung zum Fuß einstellbar ist.
Bevorzugt ragen vom Fuß des Distanzelementes zwei parallel zueinander verlaufende
Schienenelemente, die insbesondere die Form von Rundstangen aufweisen, ab. Die beiden
Schienenelemente sind voneinander beabstandet. Eine Anlageplatte der Klemmvorrichtung
kann zwischen den beiden Schienenelementen derart angeordnet sein, dass die Klemmvorrichtung
entlang der Schienenerstreckungsrichtung verschoben werden kann. Hierzu besitzen die
beiden voneinander wegweisenden Längsschmalseitenwände der Anlageplatte Kehlen, in
die die Schienenelemente eingreifen. Zufolge dieser Ausgestaltung kann beim Ansetzen
der Montagehilfsvorrichtung der Fuß in eine Position gebracht werden, in der er unmittelbar
auf Höhe des Blendrahmens sitzt, so dass dort, wo später die Tür in der Zarge sitzt,
der Futterschenkelabstand exakt festgelegt ist.
[0011] Mit der zuvor beschriebenen Montagehilfsvorrichtung lässt sich eine handelsübliche
Türzarge in einfacher Weise montieren. Wie oben ausgeführt, wird die Montagehilfsvorrichtung
im unteren oder aber auch im mittleren Bereich, dort wo das Türschloss sitzt, an der
Zarge befestigt. Die Justierbacken werden in ihre Grundstellung gebracht, so dass
die Zarge mit daran befestigter Montagehilfsvorrichtung durch die Türöffnung gebracht
werden kann. Anschließend brauchen die Justierbacken lediglich in Richtung von der
Außenwandung der Zarge weg verlagert werden, bis sie an die Leibung des Mauerwerks
anstoßen. Auf diese Weise kann die Position der Zarge innerhalb der Türöffnung zentriert
werden. Der Zwischenraum zwischen Zargenaußenseite und Türöffnungsleibung kann dann
in bekannter Weise mit Montageschaum ausgespritzt werden. Der Spanngliedträger kann
optional auf die Klemmvorrichtung aufgesetzt werden, um zusätzlich einen Zug auf die
Zarge auszuüben. Es ist aber auch vorgesehen, weitere Klemmvorrichtungen, die nicht
mittels Distanzelement miteinander verbunden sind, die aber einen Spanngliedträger
tragen, zu verwenden, um auf die Zarge insbesondere im Bereich des oberen Schenkels
einen Zug aufzubringen, der die Blende gegen die ihr zugeordnete Seite des Mauerwerks
zieht.
[0012] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand beigefügter Zeichnungen
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung einer übertrieben breit dargestellten Zarge mit im
Fußbereich an den Futterschenkeln 2 befestigter Montagehilfsvorrichtung vor dem Einsetzen
der Zarge in die Türöffnung,
- Fig. 2
- eine Ansicht einer in eine Türöffnung eingesetzten Zarge, wobei sowohl fußseitig als
auch auf Höhe des Schließblechs jeweils eine Montagehilfsvorrichtung die Futterschenkel
2 in Parallellage hält,
- Fig. 3
- vergrößert den Ausschnitt III - III, wobei die Justierbacke 17 ihre Grundstellung
einnimmt,
- Fig. 4
- eine perspektivische Darstellung der Montagehilfsvorrichtung,
- Fig. 5
- eine Darstellung gemäß Fig. 3, wobei die Justierbacke 17 in eine Anlagestellung an
die Leibung 41 gebracht ist,
- Fig. 6
- einen Schnitt gemäß der Linie VI - VI, wobei gestrichelt die Lage der Justierbacke
in Fig. 3 dargestellt ist,
- Fig. 7
- eine Darstellung ähnlich der Figuren 3 bzw. 5 einer mit einem Spanngliedträger 34
kombinierten Klemmvorrichtung 11, die am oberen Futterschenkel 5 befestigt ist,
- Fig. 8
- einen Schnitt gemäß der Linie VIII - VIII in Fig. 7,
- Fig. 9
- eine erste perspektivische Darstellung einer mit einem Spanngliedträger 34 kombinierten
Klemmeinrichtung 11,
- Fig. 10
- eine Darstellung gemäß Fig. 9, wobei der Spanngliedträger 34 von der Klemmvorrichtung
getrennt ist, und
- Fig. 11
- eine Darstellung gemäß Fig. 10, jedoch aus einer anderen Perspektive.
[0013] Die in den Zeichnungen mit der Bezugsziffer 11 bezeichnete Klemmvorrichtung lässt
sich auf verschiedene Weisen verwenden. Sie kann als Teil einer Montagehilfsvorrichtung
verwendet werden, wobei zwei derartiger Klemmvorrichtungen 11 mit Hilfe eines Distanzelementes
7 miteinander verbunden sind (Fig. 1 bis 6). Das Distanzelement 7 besteht aus zwei
ineinander teleskopierte Rohrelemente, die mittels einer Klemmeinrichtung 9 in einer
beliebigen Abstandsstellung ihrer beiden Enden fixiert werden können. Die beiden Enden
des Distanzelementes 7 werden jeweils von einem Fuß 8 ausgebildet, von dem zwei Rundstangen
10 abragen. Die beiden freien Enden der Rundstangen sind mit einem Steg 42 miteinander
verbunden. Die Klemmvorrichtung 11 kann im Abstandsraum zwischen den beiden Schienen
10 in Erstreckungsrichtung der Schienen 10, also quer zur Erstreckungsrichtung des
Distanzelementes 7, verlagert werden. Hierzu liegen die Schienen 10 in zwei voneinander
wegweisende Kehlen 27 eines Gehäuseabschnittes der Klemmvorrichtung 11 ein.
[0014] Eine alternative Verwendung der Klemmvorrichtung 11 erfordert ihre Kombination mit
einem Spanngliedträger 34, der ein Spannglied 35 in Form einer Gewindespindel mit
Druckstück 36 aufweist (Fig. 7, 8).
[0015] Die Klemmvorrichtung 11 besitzt eine Anlageplatte 12, die eine Anlagefläche 12' aufweist,
die im montierten Zustand an der Innenseite eines Futterschenkels 2 einer Zarge 1
anliegt. Die Anlageplatte 12 besitzt eine Bohrung, durch die ein Zugstift 14 greift,
an dessen einem Ende ein Klemmhebel 15 sitzt, der eine exzentrische Spannfläche 16
und einen Spannarm 15' ausbildet.
[0016] Das andere Ende des Zugstiftes 14 greift an einem winkelförmigen Stahlblech 24 an,
welches eine Spannbacke 13 ausbildet, die in eine Klemmstellung gegenüber der Anlageplatte
12 bringbar ist. Zwischen Spannbacke 13 und Anlagefläche 12' kann der freie Rand 4
des Futters 2 eingespannt werden. Beim Ausführungsbeispiel befindet sich in der Stirnseite
des freien Randes des Futters, also in dem dem Blendrahmen 3 gegenüberliegenden Rand
4 eine Nut 6, in die die Spannbacke 13 eingesetzt ist.
[0017] Ein Schenkel 24 der Spannbacke 13 bildet einen Stützschenkel 31 aus, der sich an
einer Stufe 25 des Gehäuses der Klemmvorrichtung 11 abstützt, so dass die Spannbacke
13 einen winkelförmigen Hebel ausbildet, der um den Stützschenkel 31 verschwenkbar
ist.
[0018] Das Gehäuse bildet einen von der Spannbacke 13 wegweisenden Fortsatz 22 aus, der
eine Höhlung 32 ausbildet, in der ein Einstellkolben 18 verschieblich angeordnet ist.
Der Einstellkolben 18 lässt sich in einer Richtung parallel zur Spannrichtung der
Spannbacke 13, also in Richtung der Flächennormalen der Anlagefläche 12' verlagern.
Zur Verlagerung des Einstellkolbens 18 ist eine Gewindespindel 19 vorgesehen, die
in einen Gewindeträger 21 eingreift, der als Mutter ausgebildet ist, die fest mit
dem Gehäuse der Klemmvorrichtung 11 verbunden ist. An einem ihrer beiden Enden trägt
die Gewindespindel 19 einen Handgriff 20. Mit dem anderen Ende 28 steckt die Gewindespindel
19 in einer Bohrung 29 und ist dort an der Stelle 28 axial gesichert.
[0019] In dem aus der Höhlung 32 heraus verlagerbaren Ende des Einstellkolbens 18 steckt
ein Winkelschenkel 26 einer Justierbacke 17. Der andere Schenkel der Justierbacke
17 verläuft parallel zur Anlagefläche 12' und ist quer zur Erstreckungsrichtung durch
Drehen der Gewindespindel 19 von der Anlagefläche 12' beabstandbar. Durch Drehen der
Spindel 19 wird die Justierbacke 17 parallel zu ihrer Erstreckungsrichtung verlagert.
[0020] Der Schenkel 26 steckt in einer ihm größenangepassten Stirnseitenöffnung des Einstellkolbens
18 und wird mit einer Schraube 30 gesichert. Der Einstellkolben 18 ist innerhalb der
Höhlung 32 linear geführt.
[0021] Durch Drehen der Spindel 19 entgegen Uhrzeigersinn kann die Justierbacke 17 bis in
eine Anlagestellung an die zur Leibung 41 weisenden Seite des Futters 5 gebracht werden.
In dieser Position lässt sich die an der Zarge montierte Klemmvorrichtung 11 durch
die Türöffnung von der in Fig. 1 dargestellten Stellung in die in Fig. 2 dargestellte
Stellung bringen. Durch Drehen der Spindel 19 im Uhrzeigersinn kann die Justierbacke
17 dann von der in Fig. 3 dargestellten Grundstellung bis in die in Fig. 6 dargestellte
Anlagestellung an die Leibung 41 gebracht werden.
[0022] Sind zwei derartige Klemmvorrichtungen 11 mit Hilfe eines Distanzelementes 7 miteinander
verbunden, so lässt sich durch Drehen der im montierten Zustand aufeinander zuweisenden
Handgriffe 20 die Zarge innerhalb der Türöffnung zentrieren, wobei jeweils eine Justierbacke
17 an der ihr zugeordneten Leibung 41 der Türöffnung anliegt.
[0023] Nach dem Einsetzen der Zarge 1 in die Öffnung des Mauerwerkes ragen die Klemmvorrichtungen
11 über die der Blende 3 gegenüberliegende Maueröffnung. Auf die Klemmvorrichtung
11 kann der Spanngliedträger 34 aufgesetzt werden. Mit der Spindel 35 und dem Druckstück
36 lässt sich dann ein Zug auf die Zarge 1 aufbringen, der den Blendrahmen 3 gegen
die ihm zugeordnete Seite des Mauerwerkes zieht. Der Spanngliedträger 34 kann dabei
mittels einer Schraube 35 am Gehäuse der Klemmvorrichtung 11 befestigt werden.
[0024] Der Spanngliedträger 34 bildet ein Aufsteckgehäuse 37 aus Kunststoff aus, das auf
das ebenfalls aus Kunststoff bestehende Gehäuse der Klemmvorrichtung 11 aufgesteckt
werden kann. Hierzu bildet die Klemmvorrichtung 11 die bereits oben erwähnten Einschubkanäle
33 aus, in die die beiden Einschubleisten 38 des Aufsteckgehäuses 37 eingeschoben
werden können. Das Aufsteckgehäuse 37 bildet eine Höhlung aus, die im montierten Zustand
das freie Ende des Einsteckkolbens 18 überfängt. Die Justierbacke 17, die als schmaler
Stahlstreifen ausgebildet ist, ragt dabei aus der Öffnung des Aufsteckgehäuses 37
heraus.
[0025] Die Spindel 35 ist der Spindel 19 gleichgestaltet und besitzt ebenfalls einen Handgriff.
Das Gewinde der Spindel ist in ein gehäusefestes Innengewinde, das von einer Mutter
40 gebildet ist, eingeschraubt. Das dem Handgriff gegenüberliegende Ende der Gewindespindel
trägt das Druckstück 36, das eine tellerförmige, ebene Anlagefläche ausbildet.
[0026] Die mit dem Spanngliedträger 34 kombinierte Klemmvorrichtung 11 kann auch ohne Distanzelement
insbesondere am oberen Querschenkel 5 des Futters angesetzt werden, um dort eine Zugkraft
auf den Blendrahmen 3 auszuüben (Fig. 7 und 8). Auch bei diesem Anwendungsfall kann
die Justierbacke 17 durch Drehen der Gewindespindel 19 in Anlage an das Mauerwerk
gebracht werden. Es wird dann ein Druck auf die Zarge nach unten ausgeübt. Die Zarge
kann somit innerhalb der Maueröffnung verspannt werden.
[0027] Das System ist baukastenartig ausgebildet. Die Klemmvorrichtungen 11 können wahlweise
über die Schienenanordnung 10 mit dem Distanzelement 7 oder mit einer zusätzlichen
Verspannvorrichtung verbunden werden, die von dem Spanngliedträger 34 ausgebildet
ist. In beiden Kombinationen ist vorgesehen, dass die Justierbacke 17 eine Anlageflanke
zur flächigen Anlage an der Leibung 41 der Türöffnung ausbildet, die mit Hilfe einer
Justierbackenverstelleinrichtung 18 parallel verstellbar ist. Diese Parallelverstellung
kann sogar noch erfolgen, wenn die Spanneinrichtung der Spannvorrichtung, also die
Spindel 35 in eine Spannstellung gebracht ist. Da die Spannvorrichtung eine Kraft
quer zur Justierkraft der Justierbacke 17 erzeugt, können Justierbacke 17 und Spannvorrichtung
getrennt voneinander betätigt werden.
[0028] Alle offenbarten Merkmale sind (für sich) erfindungswesentlich. In die Offenbarung
der Anmeldung wird hiermit auch der Offenbarungsinhalt der zugehörigen/beigefügten
Prioritätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollinhaltlich mit einbezogen, auch
zu dem Zweck, Merkmale dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender Anmeldung mit aufzunehmen.
Die Unteransprüche charakterisieren in ihrer fakultativ nebengeordneten Fassung eigenständige
erfinderische Weiterbildungen des Standes der Technik, insbesondere um auf Basis dieser
Ansprüche Teilanmeldungen vorzunehmen.
Bezugszeichenliste
| 1 |
Zarge |
|
|
| 2 |
Futter (Seite) |
|
|
| 3 |
Blendrahmen |
|
|
| 4 |
freier Rand des Futters |
|
|
| 5 |
Futter (oben) |
|
|
| 6 |
Nut |
|
|
| 7 |
Distanzelement |
|
|
| 8 |
Fuß |
|
|
| 9 |
Klemmeinrichtung |
|
|
| 10 |
Schiene |
|
|
| 11 |
Klemmeinrichtung |
|
|
| 12 |
Anlageplatte |
12' |
Fläche |
| 13 |
Spannbacke |
13' |
Ende |
| 14 |
Zugstift |
|
|
| 15 |
Klemmhebel |
15' |
Arm |
| 16 |
exzentrische Spannfläche |
|
|
| 17 |
Justierbacke |
|
|
| 18 |
Einstellkolben |
|
|
| 19 |
Gewindespindel |
|
|
| 20 |
Handgriff |
|
|
| 21 |
Gewindeträger |
|
|
| 22 |
Fortsatz |
|
|
| 23 |
Feder |
|
|
| 24 |
Schenkel |
|
|
| 25 |
Stufe |
|
|
| 26 |
Schenkel |
|
|
| 27 |
Kehle |
|
|
| 28 |
axiale Sicherung |
|
|
| 29 |
Bohrung |
|
|
| 30 |
Schraube |
|
|
| 31 |
Stützschenkel |
|
|
| 32 |
Höhlung |
|
|
| 33 |
Einschubkanal |
|
|
| 34 |
Spanngliedträger |
|
|
| 35 |
Spannglied |
|
|
| 36 |
Druckstück |
|
|
| 37 |
Aufsteckgehäuse |
|
|
| 38 |
Einschubleiste |
|
|
| 39 |
Sicherungsschraube |
|
|
| 40 |
Mutter |
|
|
| 41 |
Leibung |
|
|
| 42 |
Steg |
|
|
1. Montagehilfsvorrichtung zur Montage einer Türzarge (1) in einer Türöffnung mit zwei
an den beiden dem Blendrahmen (3) der Türzarge (1) gegenüberliegenden freien Rändern
(4) des Futters (2) der Türzarge (1) anklemmbaren Klemmvorrichtungen (11), die mit
einem längeneinstellbaren Distanzelement (7) miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass jede der beiden Klemmvorrichtungen (11) eine vom Futter (2) weg verlagerbare Justierbacke
aufweist, die mittels einer Justierverlagerungseinrichtung (18 bis 21) von einer Grundstellung,
in der die Justierbacke (17) eine minimale Entfernung zur Außenseite des Futters (2)
besitzt, in eine Justierstellung bringbar ist, in der sich die Justierbacke (17) an
der Leibung (41) der Türöffnung abstützt.
2. Montagehilfsvorrichtung nach Anspruch 1 oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass die Justierbackenverlagerungseinrichtung (18 bis 21) eine Gewindespindel (19) aufweist,
die einen Einstellkolben (18) quer zur Erstreckungsebene des Futters (2) verlagert,
wobei die Justierbacke (17) im Wesentlichen quer zur Verlagerungsrichtung des Einstellkolbens
(18) vom Einstellkolben (18) abragt.
3. Montagehilfsvorrichtung zur Montage einer Türzarge (1) in einer Türöffnung mit zwei
an den beiden dem Blendrahmen (3) der Türzarge (1) gegenüberliegenden freien Rändern
(4) des Futters (2) der Türzarge (1) anklemmbaren Klemmvorrichtungen (11), die mit
einem längeneinstellbaren Distanzelement (7) miteinander verbunden sind, insbesondere
nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmvorrichtung (11) abstandsverschieblich über eine Schienenanordnung (10)
mit einem Fuß (8) des Distanzelementes (7) verbunden ist.
4. Montagehilfsvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder
insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass die Schienenanordnung (10) zwei parallel zueinander verlaufende Stangen aufweist,
die insbesondere in Kehlen (27) der beiden voneinander wegweisenden Ränder einer Anlageplatte
(12) der Klemmvorrichtung (11) geführt sind.
5. Montagehilfsvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder
insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass das Distanzelement (7) zwei teleskopierbare Stangen aufweist, die mittels einer Klemmeinrichtung
(9) in einer definierten Längeneinstellung fixierbar sind.
6. Montagehilfsvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder
insbesondere danach, gekennzeichnet durch eine insbesondere in eine Nut (6) des freien Randes (4) des Futters (2) einsteckbare
Spannbacke (13), die mittels eines Exzenterhebels (15) in eine Spannstellung gegenüber
einer Anlagefläche (12') bringbar ist.
7. Klemmvorrichtung (11), insbesondere zur Befestigung einer Montagehilfsvorrichtung
gemäß einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche an einem dem Blendrahmen (3)
einer Türzarge (1) gegenüberliegenden freien Rand (4) des Futters (2) der Türzarge
(1), mit einer Anlagefläche (12') zusammenwirkenden Spannbacke (13) und einer im Wesentlichen
parallel zur Spannrichtung der Spannbacke (13) verlagerbaren Justierbacke (17), dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmvorrichtung (11) mit einem Spanngliedträger (34) verbindbar ist, der ein
Spannglied (35) trägt, welches quer zur Verlagerungsrichtung der Justierbacke (17)
bzw. der Spannbacke (13) in eine Spannstellung bringbar ist.
8. Klemmvorrichtung nach Anspruch 7 oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannbacke (17) von einem ersten Schenkel eines 90°-Winkelelements gebildet ist,
dessen zweiter Schenkel (26) am Einstellkolben (18) befestigt ist.
9. Klemmvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 7 oder 8 oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, dass der Spanngliedträger (34) ein Aufsteckgehäuse (37) aufweist, welches über eine Einschubverbindung,
die insbesondere eine in einen Einschubkanal (33) eingeschobene Einschubleiste (38)
aufweist, mit der Klemmvorrichtung (11) verbindbar ist.
10. Klemmvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 7 bis 9 oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, dass das Spannglied (35) eine Spindel aufweist, die an ihrem freien Ende ein Druckstück
(36) trägt.