[0001] Die Erfindung betrifft einen Bausatz für die Fertigung unterschiedlicher Varianten
einer Betätigungshandhabe für ein Schloss für eine Tür. Das Schloss ist für eine Tür
bestimmt, die .einen ortsfesten Türrahmen und einen darin bewegbar gelagerten Türflügelaufweist.
Bevorzugte Ausführungen solcher Türen sind einflügelige oder zweiflügelige Türen mit
jeweils einem Anschlagdrehflügel.
[0002] Die Betätigungshandhabe weist eine in der Montageposition am Türflügel horizontale
Betätigungsstange und mindestens eine Lagereinrichtung auf, in der die Betätigungsstange
bewegbar gelagert ist. Die Betätigungshandhabe ist an dem Türflügel gelagert, das
heißt die Lagereinrichtung ist am Türflügel montiert. In der Regel ist die Betätigungshandhabe
so montiert, dass die Betätigungsstange horizontal am Türflügel angeordnet ist. Es
sind grundsätzlich zwei Ausführungen der Betätigungshandhabe möglich, nämlich eine
Ausführung, bei der die Betätigungshandhabe als Griffstange ausgebildet ist, die um
eine horizontale Drehachse der Lagereinrichtung drehbar gelagert ist. Hierbei ist
die Griffstange jeweils mit ihren beiden Enden in separaten Lagereinrichtungen, die
am Türflügel montiert sind, drehbar gelagert. Die Griffstange ist in der Regel so
ausgebildet, dass sie eine horizontale gerade Betätigungsstange aufweist, an deren
Enden jeweils ein Hebelarm angeschlossen ist. Die freien Enden der Hebelarme lagern
in den beiden zugeordneten Lagereinrichtungen drehbar. In der Regel ist für die Lagerung
eine Lagerwelle vorgesehen, die horizontal in den Lagereinrichtungen drehbar gelagert
ist und, die drehfest mit den Enden der Hebelarme der Griffstange verbunden ist. In
anderen ebenfalls möglichen Ausführungen einer Betätigungshandhabe bildet die Betätigungsstange
eine Druckstange, die in der Lagereinrichtung senkrecht zur Türflügelebene verschiebbar
gelagert ist. In allen Ausführungen der Betätigungshandhabe wird bei der Betätigung
der Betätigungsstange das Türschloss betätigt, das heißt das Schloss wird zumindest
im Sinne einer Entriegelung betätigt. Das Türschloss kann als sogenanntes Einsteckschloss
im Türflügel gelagert ausgebildet sein, alternativ aber kann es auch als auf dem Türflügel
aufliegendes Türschloss ausgebildet sein.
[0003] Betätigungshandhaben als Griffstange oder als Druckstange ausgebildet, finden in
der Praxis bereits Anwendung. Die DIN 11 25 beschreibt solche Betätigungshandhaben
unter der Überschrift: Paniktürverschlüsse mit horizontaler Betätigungsstange für
Türen in Rettungswegen. Diese DIN EN Norm unterscheidet zwischen Typ A Stangenbetätigung
(Griffstange) und Typ B Stangenbetätigung (Druckstange). Bei den Griffstangen handelt
es sich, wie oben erörtert, um Betätigungshandhaben, die am Türflügel horizontal ausgerichtet
um eine horizontale Lagerachse drehbar gelagert sind. Bei den Druckstangen handelt
es sich, wie oben dargelegt, um Betätigungsstangen, die senkrecht zur Türflügelebene
verschiebbar in der Lagereinrichtung am Türflügel gelagert sind.
[0004] Die derzeit auf dem Markt befindlichen Griffstangen - und Druckstangen - Betätigungshandhaben
weisen jeweils herstellerspezifisch unterschiedliche Lochbilder auf, die jeweils für
die zugeordneten Türen bestimmter Türhersteller hinsichtlich ihres Lochbilds spezifisch
ausgebildet sind.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Betätigungshandhaben der einganggenannten
Art in unterschiedlichen Varianten herzustellen, mit denen der Einsatz an unterschiedlichen
Türen möglich ist.
[0006] Die Erfindung löst diese Aufgabe mit einem Bausatz gemäß Patentanspruch 1. Es handelt
sich um einen Bausatz für die Fertigung unterschiedlicher Varianten der Betätigungshandhabe.
[0007] Die unterschiedlichen Varianten, die mit dem Bausatz zu fertigen sind, unterscheiden
sich in ihrem Lochbild für die Befestigungsschrauben. Die Erfindung sieht dabei vor,
dass die Lagereinrichtung eine Komponente des Bausatzes bildet und diese Komponente
Lagereinrichtung in unterschiedlichen Ausführungen, nämlich mindestens einer ersten
und einer zweiten Ausführung vorliegt. Die unterschiedlichen Ausführungen der Komponente
Lagereinrichtung weisen in ihrem Aufbau übereinstimmend eine identische Basiskonstruktionseinheit
auf, z.B. umfassend einen vorzugsweise gehäuseartigen Lagerkörper, mit Lageraufnahme
für eine Lagerwelle. Die unterschiedlichen Ausführungen der Komponente Lagereinrichtung
unterscheiden sich nun aber in ihrem Lochbild für die Befestigungsschrauben und zwar
derart, dass die erste Ausführung der Komponente Lagereinrichtung, das heißt mindestens
eine Ausführung der Komponente Lagereinrichtung ein erstes Lochbild für die Befestigungsschrauben
und die zweite Ausführung der Komponente Lagereinrichtung, das heißt mindestens eine
andere Ausführung dieser Komponente ein zweites Lochbild für die Befestigungsschrauben
aufweist. Mit dem Bausatz können somit durch geeignete Auswahl der betreffenden Ausführung
der Komponente Lagereinrichtung oder geeignete Kombination von Unterkomponenten, die
die Komponente Lagereinrichtung bilden, Betätigungshandhaben hergestellt werden, die
auf dem gewünschten Lochbild der Tür montierbar sind.
[0008] Es kann vorgesehen sein, dass das erste Lochbild der ersten Ausführung der Komponente
Lagereinrichtung durch ein Lochbild gebildet ist, das in einer Lagerplatte ausgebildet
ist, die Bestandteil der Basiskonstruktionseinheit sein kann und, dass das zweite
Lochbild der zweiten Ausführung der Komponente Lagereinrichtung durch das Lochbild
einer Adapterlagerplatte gebildet ist, die auf der Lagerplatte der Basiskonstruktionseinheit
angebracht ist und/oder unter Ersatz der oben genannten Lagerplatte der Basiskonstruktionseinheit
in oder an der Basiskonstruktionseinheit angeordnet ist.
[0009] Adapterlagerplatte bedeutet, dass die Lagerplatte dieser zweiten Ausführung der Komponente
Lagereinrichtung das zweite Lochbild für die Befestigungsschrauben aufweist und damit
das ursprünglich vorhandene Lochbild modifiziert oder ersetzt, im Sinne einer Adaption
an ein Lochbild der Tür. Die Adapterlagerplatte kommt insbesondere dann zum Einsatz,
wenn die Komponente Lagereinrichtung eine eigene Lagerplatte mit bestimmtem anderem
Lochbild aufweist. Es sind Ausführungen des Bausatzes möglich, bei denen vorgesehen
ist, dass die Adapterlagerplatte als Komponente des Bausatzes und/oder als Unterkomponente
der Komponente Lagereinrichtung ausgebildet ist. Es kann hierbei vorgesehen sein,
dass die Komponente Adapterlagerplatte in unterschiedlichen Ausführungen vorliegt,
wobei die unterschiedlichen Ausführungen sich im Lochbild für die Befestigungsschrauben
unterscheiden. Dies ermöglicht die Montage an weiteren Türen mit den betreffenden
spezifischen Lochbildern dieser Ausführungen.
[0010] Die Tatsache, dass bei den unterschiedlichen Ausführungen der Komponente Lagereinrichtung
jeweils eine identische Basiskonstruktionseinheit vorhanden ist, bedeutet, dass eine
günstige Fertigung der unterschiedlichen Ausführungen dieser Komponente möglich ist.
Es kann vorgesehen sein, dass die Basiskonstruktionseinheit als separate Baueinheit
ausgebildet ist. Hierbei kann vorgesehen sein, dass die als separate Baueinheit ausgebildete
Basiskonstruktionseinheit als Komponente des Bausatzes und/oder als Unterkomponente
der Komponente Lagereinrichtung ausgebildet ist. Es kann vorgesehen sein, dass die
Komponente Basiskonstruktionseinheit in unterschiedlichen Ausführungen vorliegt, wobei
die unterschiedlichen Ausführungen sich darin unterscheiden, dass sie eine Lagerplatte
mit einem Lochbild für die Befestigungsschrauben oder keine Lagerplatte mit einem
Lochbild für die Befestigungsschrauben aufweisen oder, dass sie eine Lagerplatte mit
unterschiedlichem Lochbild für die Befestigungsschrauben aufweisen.
[0011] Bei besonders bevorzugten Ausführungen kann vorgesehen sein, dass die die Basiskonstruktionseinheit
bildende Baueinheit eine integrierte Lagerplatte mit einem Lochbild für die Befestigungsschrauben
aufweist. Integrierte Lagerplatte bedeutet, dass in diesen Fällen die Lagerplatte
einen Bestandteil der Basiskonstruktionseinheit bildet. Es ist möglich die unterschiedlichen
Ausführungen der genannten Unterkomponente dadurch auszuführen, dass die integrierte
Lagerplatte jeweils unterschiedlich gestaltet ist. Es ist jedoch alternativ auch möglich,
dass jeweils eine identische Lagerplatte bei den unterschiedlichen Ausführungen verwendet
wird und lediglich eine weitere Platte als Adapterlagerplatte auf diese Lagerplatte
aufgesetzt wird, um die unterschiedlichen Ausführungen der Komponente herzustellen.
Bei bevorzugten Ausführungen ist vorgesehen, dass die Lagerplatte als Komponente des
Bausatzes und/oder als Unterkomponente der Komponente Lagereinrichtung ausgebildet
ist.
[0012] In bevorzugten Weiterbildungen kann vorgesehen sein, dass die Komponente Basiskonstruktionseinheit
mit der Komponente Lagerplatte und/oder mit der Komponente Adapterlagerplatte kombinierbar
ist. Es sind Ausführungen möglich, bei denen vorgesehen ist, dass die Komponente Basiskonstruktionseinheit
keine eigene Lagerplatte mit einem Lochbild für die Befestigungsschrauben aufweist.
[0013] Was den Aufbau der Basiskonstruktionseinheit betrifft, kann vorgesehen sein, dass
die Basiskonstruktionseinheit ein Lagergehäuse mit einer Drehlagerausnehmung zur Aufnahme
einer Lagerwelle, einer Rückstellfedereinrichtung und einer Mitnehmereinrichtung zur
Betätigung des Schlosses aufweist.
[0014] Der Bausatz kann vorsehen, dass die weiteren Bestandteile der Betätigungsstange durch
weitere Komponenten des Bausatzes gebildet werden. Es kann hierbei eine mehr oder
weniger starke Aufteilung in Komponenten vorgesehen sein. Vorzugsweise bildet die
Betätigungsstange der Betätigungshandhabe eine solche weitere Komponente des Bausatzes.
Die Betätigungsstange kann hierbei ablängbar ausgebildet sein. Es kann auch vorgesehen
sein, dass die Komponente Betätigungsstange in unterschiedlichen Ausführungen vorliegt,
wobei die unterschiedlichen Ausführungen sich unterscheiden können hinsichtlich ihrer
Farbe und/oder hinsichtlich ihrer Länge und/oder hinsichtlich ihres Querschnitts und/oder
hinsichtlich ihrer Oberfläche und/oder hinsichtlich ihrer Ausstattung mit Funktionskomponenten
und/oder hinsichtlich ihrer Materialausbildung.
[0015] Es kann auch vorgesehen sein, dass der Hebelarm und/oder das Hebelarmpaar für die
drehbare Lagerung der Betätigungsstange als Komponente des Bausatzes ausgebildet ist.
Auch in diesem Falle kann vorgesehen sein, dass die Komponente Hebelarm oder Hebelarmpaar
in unterschiedlichen Ausführungen vorliegt. Die unterschiedlichen Ausführungen können
sich unterscheiden hinsichtlich ihrer Farbe und/oder hinsichtlich ihrer Längenabmessung
und/oder hinsichtlich ihres konstruktiven Aufbaus und/oder hinsichtlich ihrer Lageraufnahme
für die Lagerwelle und/oder hinsichtlich ihrer Halterungsaufnahme für die Betätigungsstange.
[0016] Auch die Lagerwelle der Lagereinrichtung kann als Bauteil der Lagereinrichtung, aber
auch als separate Komponente des Bausatzes ausgebildet sein. Es kann vorgesehen sein,
dass die Komponente Lagereinrichtung mit einer Lagerwelle kombinierbar ist, die als
separate Baueinheit und/oder als Komponente des Bausatzes ausgebildet ist.
[0017] Auch die Komponente Lagerwelle kann in unterschiedlichen Ausführungen im Bausatz
vorliegen, beispielsweise mit unterschiedlichen Anschlussenden zum Eingriff in die
Lageraufnahme der Hebelarme der Betätigungsstange.
[0018] Die Figuren zeigen:
- Figur 1a
- eine Draufsicht eines ersten Ausführungsbeispiels sowie Schnittansichten entlang Schnittlinie
A-A einer Betätigungsstangeneinrichtung, wobei die Schlossmechanik im Flügel nicht
dargestellt ist;
- Figur 1b:
- eine Ansicht der linken Seite der Betätigungsstangeneinrichtung in Figur 1a, in Explosionsdarstellung
sowie eine teilweise geschnittene Seitenansicht und eine teilweise geschnittene Draufsicht,
ohne eingesetzte Betätigungsstange;
- Figur 1c:
- eine Ansicht der rechten Seite der Betätigungsstangeneinrichtung in Figur 1a, in Explosionsdarstellung
sowie eine teilweise geschnittene Seitenansicht und eine teilweise geschnittene Draufsicht,
ohne eingesetzte Betätigungsstange;
- Figur 1d
- eine perspektivische Ansicht des Ausführungsbeispiels in Fig. 1a;
- Figur 2a
- ein perspektivische Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels einer Betätigungsstangeneinrichtung,
wobei die linke Seite der Betätigungsstangeneinrichtung mit der Lagereinrichtung mit
Adapterplatte jedoch ohne Abdeckkappe dargestellt ist, ohne eingesetzte Betätigungsstange;
- Figur 2b
- eine perspektivische Darstellung des Ausführungsbeispiels in Figur 2a; jedoch in Draufsicht
von oben her;
- Figur 2c
- eine perspektivische Gesamtansicht des Ausführungsbeispiels in Fig. 2a;
- Figur 3a
- eine Figur 2a entsprechende perspektivische Darstellung des selben Ausführungsbeispiels,
jedoch mit aufgesetzter Aufdeckkappe, ohne eingesetzte Betätigungsstange;
- Figur 3b
- eine Figur 3a entsprechende perspektivische Darstellung, jedoch mit der Abdeckkappe
transparent dargestellt, ohne eingesetzte Betätigungsstange;
- Figur 4
- eine perspektivische Draufsicht einer Adapterplatte wie sie in dem Ausführungsbeispiel
der Figuren 3a und 3b eingesetzt ist, in Einzeldarstellung;
- Figur 5
- eine Stirnansicht eines Türflügels, an dessen Innenseite eine Betätigungsstange und
an dessen Außenseite ein Türknauf montiert ist.
[0019] Bei den in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen handelt es sich jeweils
um einen Betätigungsstangenbeschlag für eine Tür, vorzugsweise für eine Tür in Flucht-
und Rettungswegen. Die Ausführungsbeispiele, die in den Figuren dargestellt sind,
sind im Aufbau sehr ähnlich. Die gleichen bzw. funktionsgleichen Bauteile sind in
den Figuren mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet. Der Betätigungsstangenbeschlag
ist in der folgenden Beschreibung auch als Betätigungsstangenhandhabe oder Betätigungsstangeneinrichtung
bezeichnet.
[0020] Die Betätigungsstangenhandhabe der Ausführungsbeispiele der Figuren ist gemäß der
Nomenklatur der DIN EN 1125 als "Griffstange" ausgebildet. Gemäß der Norm handelt
es sich um eine Typ A Stangenbetätigung. Die Typ A Betätigungsstange - die sogenannte
Griffstange - weist eine horizontale Schwenkachse auf, um die die Betätigungsstange
bei ihrer Betätigung von Hand schwenkbar ist.
[0021] Wie in Figur 1a gezeigt, ist die Betätigungsstange 1 über eine linksseitige Lagereinrichtung
2 und eine rechtsseitige Lagereinrichtung 2 auf dem Türflügel TF gelagert. Die Betätigungsstange
1 weist an ihren Enden jeweils einen Hebelarm 1 h auf, sodass sie die Formgestalt
eines U-Bügels aufweist. Die freien Enden der Hebelarme 1 h sind in den Lagereinrichtungen
2, 2 um eine Schwenkachse XA schwenkbar gelagert. Der Beschlag, d. h. die Betätigungsstangeneinrichtung
ist auf dem Türflügel so montiert, dass die Betätigungsstange 1 und dementsprechend
die Schwenkachse XA parallel zur Türflügelebene und zwar horizontal ausgerichtet sind.
Durch Schwenken der Betätigungsstange 1 um diese horizontale Achse XA durch Herunterdrücken
von Hand wird die im Türflügel angeordnete Schlossmechanik, an die die Betätigungsstangeneinrichtung
angeschlossen ist, in Auf-Richtung betätigt. Die Schlossmechanik ist in dem Türflügel
unmittelbar unterhalb von einer der Lagereinrichtungen 2 angeordnet und über eine
in der Lagereinrichtung 2 angeordnete Anschlusseinrichtung 3 angeschlossen. Die Einwirkung
der Betätigungsstangeneinrichtung einschließlich der Anschlusseinrichtung 3 auf die
Schlossmechanik wird im Einzelnen noch beschrieben.
[0022] Die Betätigungsstange 1 weist bei den dargestellten Ausführungsbeispielen an ihren
beiden Enden jeweils drehfest den Hebelarm 1h, 1h auf. Das freie Ende jedes Hebelarms
ist drehfest mit einer abtriebsseitigen Lagerwelle 2a verbunden. Die Lagerwellen 2a
sind jeweils parallel zur Betätigungsstange 1 ausgerichtet. Sie stehen von dem betreffenden
freien Hebelarmende auf der von der Betätigungsstange 1 abgewandeten Seite nach außen
ab. Die Lagerwelle 2a lagert jeweils in der ihr zugeordneten Lagereinrichtung 2 und
zwar die linke Lagerwelle 2a in der linken Lagereinrichtung 2 und die rechte Lagerwelle
2a in der rechten Lagereinrichtung 2.
[0023] Der Anschluss der Betätigungsstange 1 an den Lagereinrichtungen 2, 2 ist in den dargestellten
Ausführungsbeispielen ein sogenannter Axialkonzeptanschluss. Das heißt, zum Anschluss
der Hebelarmenden an der Lagerwelle 2a der zugeordneten Lagereinrichtung 2 greift
ein axialer Anschlussstutzen der Lagerwelle 2a in eine Ausnehmung am freien Ende des
Hebelarms ein. Abgewandelte Ausführungen, bei denen der Anschluss der Hebelarme 1
h jeweils radial an der Lagerwelle 2a erfolgt, sind möglich mit im übrigen gleicher
Ausgestaltung.
[0024] Wie am besten in den Figuren 1 b und 1 c sowie in den Figuren 2a und 2b zu erkennen
ist, ist die Lagereinrichtung 2 jeweils aus einem Lagerkörper 2k gebildet. Der Lagerkörper
2k ist im Querschnitt U-förmig. Er weist eine Lagerplatte 2p auf, von der senkrecht
nach oben U-Schenkel 2u abstehen. Die U-Schenkel 2u weisen miteinander verfluchtende
Lageraufnahmen auf. Die Lageraufnahmen sind von der jeweils zugeordneten Lagerwelle
2a derartig durchgriffen, dass die Lagerwelle jeweils mit ihren Enden in den zugeordneten
Lageraufnahmen in den U-Schenkeln 2u drehbar um die Achse XA gelagert sind. Wie die
Figuren 1 b und 1 c erkennbar machen, ist das eine Ende der Lagerwelle 2a unmittelbar
in der Lagerausnehmung eingesteckt und drehbar gelagert, das andere Ende der Lagerwelle
trägt eine auf der Lagerwelle 2a drehbar gelagerte Lagerbuchse 2b, die drehfest in
der zugeordneten Lageraufnahme eingesteckt ist.
[0025] Auf der Lagerwelle 2a ist jeweils eine Schenkelfeder 2s gelagert, die sich, wie Figur
2b zeigt, mit ihrem einen Ende an einem Anschlagbolzen im U-Schenkel 2u abstützt und
mit Ihren anderen Ende einen mit der Lagerwelle 2a festen Hebelmitnehmer 2m abstützt.
Die drehfeste Verbindung der Lagerwelle 2a mit dem Hebelarm 1 h der Befestigungsstange
1 erfolgt über einen Sechskant, wie aus den Figuren 1 b und 1 c am besten zu erkennen
ist. Der Sechskant greift in die Lageraufnahme des Hebelarms doppelt ein.
[0026] Zur Übertragung der Schwenkbewegung der Lagerwelle 2a auf die in den Figuren nicht
dargestellte Schlossmechanik ist, wie in der Figur 1 b rechte Darstellung und in der
Figur 1 c mittlere Darstellung zu erkennen ist, einen Kupplungsbolzen 3k mit einem
drehfest verbundenen Mitnehmer 3m vorgesehen. Der Kupplungsbolzen 3k greift in eine
in den Figuren nicht dargestellte Schlossnuss, die Teil der im Türflügel montierten
Schlossmechanik ist. Die Schlossnuss stellt eine Drehaufnahme der Schlossmechanik
dar. Sie ist so angeordnet, dass der Kupplungsbolzen 3k axial fluchtend einsetzbar
ist. Zur drehfesten Kupplung weist der Kupplungsbolzen einen Vierkant auf. Die Schlossnuss
treibt die Schlossmechanik an, indem der Kupplungsbolzen 3k durch Betätigung der Betätigungsstange
1 gedreht wird. Zwischen der Lagerwellen 2a und dem Kupplungsbolzen 3k ist ein Getriebe
angeordnet, das bei Drehung der Lagerwellen 2a eine Drehung des Kupplungsbolzens 3k
bewirkt. Das Getriebe ist dadurch ausgebildet, dass der auf der Lagerwelle 2a drehfeste
Hebelmitnehmer 2m und der auf dem Kupplungsbolzen 3k drehfeste Mitnehmer 3m zusammenwirken,
d.h. der Hebelmitnehmer 2m betätigt den Mitnehmer 3m, während die Betätigungsstange
1 durch Betätigung von Hand nach unten geschwenkt wird. Dabei wird die Schenkelfeder
2s gespannt. Sie dient dazu nach der Betätigung der Druckstange, diese unter Wirkung
der Feder 2s wieder zurückzustellen.
[0027] Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Schloss vorzugsweise als Steckschloss
ausgebildet im Türflügel verdeckt montiert. Der Schlossriegel wirkt mit einem im ortsfesten
Türrahmen oder in einem angrenzenden Standflügel ausgebildetem Schließblech zusammen.
Bei abgewandelten Ausführungsbeispielen kann das Schloss auch als auf dem Türflügel
aufliegend montiertes Schloss ausgebildet sein. Der durch die Betätigungsstange gesteuerte
Riegel kann mit einem auf dem ortsfesten Türrahmen aufliegend montiertem Schließblech
zusammenwirken. Das Schloss kann vorzugsweise in der Betätigungsstangeneinrichtung,
z.B. in einem Lagergehäuse integriert sein.
[0028] Figur 5 zeigt einen Türflügel 17 an dessen Innenseite eine Betätigungsstangenhandhabe
1 und an dessen Außenseite ein Türknauf oder Türdrücker 10 montiert ist. Bei der Betätigungsstangenhandhabe
1 handelt es sich um eine Griffstange, d.h. Typ A Betätigungsstange, und zwar um eine
Ausführung entsprechend den Ausführungsbeispielen der Figuren 1 bis 4. Es handelt
sich um eine Griffstange, bei der der linke und rechte Hebelarm der Betätigungsstange
jeweils an der horizontalen Lagerwelle der zugeordneten Lagereinrichtung axial angeschlossen
ist, d.h. eine Ausführung des sogenannten Axialkonzeptes.
[0029] Die Schwenkachse XA, der also eine sogenannte Griffstange bildende Betätigungsstange
1 ist, in der Darstellung in Figur 5 eingezeichnet. Sie verläuft senkrecht zur Zeichnungsebene.
Der Knauf oder Türdrücker 10, der an der Außenseite des Türflügels TF montiert ist,
ist ebenfalls lediglich schematisch dargestellt. Wesentlich ist, dass die Achse X
des Türknaufs oder Drückers 10 in derselben Höhe über dem Boden angeordnet ist, in
der die Schwenkachse XA der Griffstange verläuft und auch die Achse XN der Nuss des
im Türflügel TF eingebauten Einsteckschlosses angeordnet ist. Vorteilhafterweise ist
bei diesem Ausführungsbeispiel vorgesehen, dass die Befestigung der Griffstange 1
im Lochbild der Rosette des an der Außenseite des Türflügels montierten Türdrückers
oder Türknaufs 10 erfolgt.
[0030] Bei den in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen ist die Lagereinrichtung
2 der Betätigungsstangeneinrichtung über eine Adapterplatte 5 auf dem Türflügel montiert.
Die Adapterplatte 5 ist zwischen der Lagerplatte 3p des Lagerkörpers 3k und der Oberseite
des Türflügels TF angeordnet, wie dies aus den Figuren 2b und 3b am besten zu erkennen
ist. In der Figur 4 ist die Adapterplatte 5 als Einzelteil dargestellt.
[0031] Die Adapterplatte 5 weist eine zentrale Durchgriffsöffnung für den Kupplungszapfen
3k auf. Die Durchgriffsöffnung ist vorangehend als Anschlussöffnung bezeichnet. In
der Montageposition ist diese Durchgriffsöffnung der Adapterplatte 5 fluchtend mit
der Durchgriffsöffnung der Lagerplatte 2p angeordnet und zwar derart, dass die zentralen
Mittelachsen der Durchgriffsöffnungen miteinander fluchten.
[0032] Wesentlich ist, dass die Adapterplatte 5 Befestigungslöcher 5f aufweist, die zur
Befestigung am Türflügel TF vorgesehen sind. Die Befestigungslöcher 5f sind als Senklöcher
ausgebildet, sodass die Befestigungsschrauben mit ihrem Schraubenkopf plan eingreifen
können. In der Darstellung in Figur 2a und Figur 3a sind in den Befestigungslöchern
5f keine Befestigungsschrauben eingesetzt dargestellt. Die Befestigungslöcher 5f in
der Adapterplatte 5 sind in einem ersten Bohrbild ausgebildet, das identisch ist mit
dem Bohrbild der Befestigungslöcher im Türflügel TF. Das Bohrbild der Befestigungslöcher
im Türflügel TF ist bei Normtüren genormt. Die Adapterplatte 5 ist mit dem Bohrbild
ihrer Befestigungslöcher 5f auf das betreffende Bohrbild des Türflügels abgestellt.
[0033] Die Lagerplatte 2p weist hingegen Befestigungslöcher 2f auf, die in einem zweiten
Bohrbild angeordnet sind. Diese Befestigungslöcher fluchten in der Montageposition
mit Gewindezapfen 5g, die von der Adapterplatte 5 nach oben abstehen.
[0034] Das zweite Bohrbild, das also die Befestigungslöcher 2f in der Lagerplatte 2p bilden
ist bei den dargestellten Ausführungsbeispielen das Bohrbild von sogenannten Langrosetten.
Das erste Bohrbild, das im Türflügel TF ausgebildet ist, ist bei den dargestellten
Ausführungsbeispielen das Bohrbild von sogenannten Rundrosetten. Die Befestigungslöcher
dieses ersten Bohrbilds sind in einer horizontalen Linie nebeneinander angeordnet.
Im Unterschied hierzu sind die Löcher des zweiten Bohrbilds in einer vertikalen Linie
untereinander angeordnet. Der Lochabstand der Löcher des zweiten Bohrbilds ist größer
als der Lochabstand der Löcher des ersten Bohrbilds. Wie in den Figuren für die dargestellten
Ausführungsbeispiele dargestellt, schneidet die vertikale Verbindungslinie der Löcher
des zweiten Bohrbilds die horizontale Verbindungslinie der Löcher des ersten Bohrbilds
in der Anordnung eines Kreuzes, wobei der Kreuzungspunkt im Zentrum der aufeinanderliegenden
Adapterplatte 5 und Lagerplatte 2p liegt und zwar im Zentrum der den Kupplungsbolzen
2k aufnehmenden Aufnahmeöffnungen.
[0035] Wie in den Figuren 2a, 2b, 3b und 4 zu erkennen ist, sind in dem dargestellten Fall
die Befestigungslöcher 5f in gegenüberliegenden seitlichen Randbereichen der Adapterplatte
5 angeordnet und zwar in Bereichen, die von der in der Montageposition aufliegenden
Lagerplatte 2p der Lagereinrichtung 2 nicht überdeckt sind. Die Befestigungslöcher
5f und darin eingesetzte Befestigungsschrauben sind somit in der Montageposition von
außen zugänglich. Die Figuren 2a und 3b zeigen die Befestigungslöcher 5f ohne eingesetzte
Befestigungsschrauben.
[0036] Die Befestigungslöcher 2f in der Lagerplatte 2p der Lagereinrichtung 2 sind ebenfalls
in der Montageposition zugängig. Sie sind im Bereich der beiden Enden der Lagerplatte
2p zwischen den beiden U-Schenkeln 2u des Lagerkörpers 2k angeordnet. Die Figuren
2a und 3b zeigen, wie in der Montageposition die Gewindezapfen 5g der Adapterplatte
5 durch die Befestigungslöcher 2f der Lagerplatte hindurch greifen und jeweils über
eine auf das freie Ende der Gewindezapfen 5g aufgeschraubten Mutter die Schraubverbindung
hergestellt ist.
[0037] In den Figuren 3a und 3b ist eine Abdeckhaube 6 auf die Lagereinrichtung 2 aufgesetzt.
Die Abdeckhaube 6 deckt dabei die gesamte Lagereinrichtung 2 und die darunterliegende
Adapterplatte 5 ab. Die Abdeckhaube 6 hat hierfür eine spezielle Formgestaltung und
zwar derart, dass sie hut- oder kappenförmig ausgebildet ist mit einem oberen Kopfabschnitt,
der die Lagereinrichtung 2 überdeckt und einem unteren Erweiterungsabschnitt, der
die Adapterplatte 5 abdeckt, und zwar einschließlich der die Lagerplatte 2p überstehenden
Seitenbereiche der Adapterplatte 6.
[0038] Bei den in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen weist die Betätigungsstangenhandhabe
einen besonderen konstruktiven Aufbau auf, der durch einen Schalenaufbau der Hebelarme
1h gekennzeichnet ist. Die Hebelarme 1h sind bei den dargestellten Ausführungsbeispielen
aus zwei Schalenteilen 1h1, 1h2 zusammengesetzt. In dem Schalenteil 1h1 ist eine Lagerausnehmung
ha ausgebildet zur drehfesten Aufnahme der Lagerwelle 2a. Die Lagerausnehmung ha ist
als geschlossene Ausnehmung ausgebildet, die als Steckaufnahme das Anschlussende der
Lagerwelle 2a drehfest aufnimmt. Geschlossene Ausnehmung bedeutet, dass der Rand der
Ausnehmung ha den Umfang des Anschlussendes der Lagerwelle 2a umgibt, dass heißt umschließt.
Im dargestellten Fall ist diese Lageraufnahme ha als im Querschnitt komplementär mit
dem Querschnitt des Anschlussendes der Lagerwelle 2a, im dargestellten konkreten Fall
jeweils als Querschnitt mit Sechskantkontur.
[0039] Das andere Schalenteil hat 1h2 liegt in der Montageposition auf dem Schalenteil 1h1
in Art einer Abdeckung auf unter Ausbildung eines den Hebelarm 1h bildenden zusammengesetzten
Körpers.
[0040] An dem von der Lageraufnahme ha abgewandten Ende bilden die aufeinanderliegenden
Schalenteile 1h1, 1h2 eine Halterungsausnehmung hb zur Aufnahme der Betätigungsstange
1. Hierfür ist in den beiden Schalenteilen 1h1, 1h2 in dem betreffenden Endabschnitt
eine Hälfte hb1, hb2 der Halterungsausnehmung hb ausgebildet. Die Halterungsausnehmung
hb weist, wie aus den Figuren 1b und 1c erkennbar ist, einen länglichen Querschnitt
auf. Die Betätigungsstange 1 weist einen hierzu komplementären Querschnitt auf, sodass
sie in ihrer montierten Stellung in der Aufnahme hb drehfest gehaltert ist. Die Montage
erfolgt vorzugsweise so, dass die Betätigungsstange 1 mit ihrem Ende in die Halterungshälfte
des Schalenteils 1h1 eingelegt wird und sodann das Schalenteil 1h2 auf das Schalenteil
1h1 aufgesetzt wird und über die Schraubverbindung die beiden Schalenteile 1h1 und
1h2 zusammengespannt werden. In den Explosionsdarstellungen der Figuren 1b und 1c
ist für jeden Hebelarm hierfür eine Schraube vorgesehen. Zur Herstellung der Schraubverbindung
wird die Schraube mit ihrem Schraubenschaft in ein Durchgangsloch im Schalenteil 1h1
auf Anschlag eingesteckt und das Schraubenende in einem im Schalenteil 1h2 ausgebildeten
Gewindeloch eingeschraubt.
[0041] Das Schalenteil 1h2 ist in dem in den Figuren dargestellten Fall jeweils in Art einer
Abdeckung ausgebildet. Das Schalenteil weist quer zu seiner Längserstreckung einen
Querschnitt auf, der winkelig ist, bestehend aus zwei rechtwinkelig zueinander angeordneten
Schenkeln. In der Montageposition liegt der obere Schenkel auf der Oberseite des Schalenteils
1h1 auf. Der seitliche Schenkel deckt die Seite des Hebelarms ab, und zwar die Außenseite,
die von der Betätigungsstange abgewandt ist. Dieser Schenkel überdeckt dabei auch
die äußere Stirnseite der Halterungsaufnahme, in der das Ende der Betätigungsstange
1 eingesteckt ist. Damit erhält der Hebelarm auf seiner Außenseite, die von der Betätigungsstange
1 abgewandt ist, eine geschlossene Abdeckung, die gebildet ist durch das Schalenteil
1h2. Das Schalenteil 1h2, das so die äußere Seitenfläche des jeweiligen Hebelarms
abdeckt, erstreckt sich auf der Oberseite des Hebelarms von dem unteren Ende bis über
ein Teil des oberen Endes des Schalenteils 1h1, welches die Lagerausnehmung aufweist.
Somit wird der Hebelarm bei Draufsicht von oben weitgehend oder nahezu vollständig
durch das Schalenteil 1h2 abgedeckt.
[0042] Die beiden Hebelarme weisen auf den einander zugewandten Innenseiten jeweils eine
Längsfuge auf, die durch die in diesem Bereich einander angrenzenden Längsränder der
Schalenteile 1h1 und 1h2 gebildet wird.
[0043] Das in den Figuren dargestellte Ausführungsbeispiel der
Betätigungsstangenhandhabe mit Griffstange ist, wie erläutert, unter Verwendung der
Adapterplatte 5 am Türflügel TF montierbar. Das Lochbild der Adapterplatte 5 erlaubt
es, die Lagereinrichtung 2 der
Betätigungsstangenhandhabe in dem Lochbild des Türflügels TF zu montieren. Das Lochbild
des Türflügels ist in dem dargestellten Fall als Lochbild einer Rundrosette ausgebildet,
d.h. zwei Löcher in einer horizontalen Lochreihe. Das Lochbild der Adapterplatte 5
entspricht diesem Lochbild. Die in der Lagereinrichtung 2 der Betätigungsstangenhandhabe
integrierte Lagerplatte 2p weist ein eigenes Lochbild auf, das in dem dargestellten
Fall das Lochbild einer Vertikalrosette ist, d.h. zwei Löcher in einer vertikalen
Lochreihe. Die Betätigungsstangenhandhabe mit der Lagereinrichtung 2 mit integrierter
Lagerplatte 2p mit Lochbild der Vertikalrosette kann als Standardausführung der Betätigungsstangenhandhabe
ausgebildet sein. Der Monteur setzt dann jeweils vor Ort zur Montage der Lagereinrichtung
2 am Türflügel TF die Adapterplatte 5 ein, die ein dem Lochbild des Türflügels entsprechendes
Lochbild aufweist. Vorteilhaft ist es, wenn eine Reihe unterschiedlicher Adapterplatten
mit jeweils unterschiedlichem Lochbild zur Verfügung steht. Es muss dann jeweils die
Adapterplatte, die das zu dem Lochbild des Türflügels passende Lochbild aufweist,
ausgewählt werden.
[0044] Alternativ ist es auch möglich, dass die Auswahl der Adapterplatte 5 und ihr Anbringen
an der Lagereinrichtung 2 bereits im Rahmen der Fertigung erfolgt, um unterschiedliche
Ausführungen der Betätigungsstangenhandhabe mit einer Lagereinrichtung mit jeweils
spezifischem Lochbild zu fertigen. Hierfür kann ein Fertigungsbausatz vorgesehen sein,
bei dem die Lagereinrichtung 2 und die Adapterplatte 5 jeweils separate Komponenten
darstellen. Die Komponente Lagereinrichtung kann als einheitliche Standardkomponente
ausgebildet sein, die nur in einer Ausführung vorliegt, während die Komponente Adapterplatte
5in unterschiedlichen Ausführungen in dem Fertigungsbausatz enthalten sein kann. Die
unterschiedlichen Ausführungen der Adapterplatte 5 unterscheiden sich dann jeweils
im Lochbild. Für die Fertigung der Betätigungsstangenhandhabe mit bestimmtem Lochbild
wird die Komponente Lagereinrichtung 2 und die passende Ausführung der Komponente
Adapterplatte kombiniert, indem im Rahmen der Fertigung die betreffende Adapterplatte
in oder an der Lagereinrichtung so angebracht wird, dass das Lochbild der Adapterplatte
zugänglich ist, um die Lagereinrichtung über die Befestigungsschrauben am Türflügel
zu montieren.
[0045] Es ist auch möglich, einen Fertigungsbausatz so auszubilden, dass die Komponente
Lagereinrichtung 2 keine Lagerplatte 2p mit eigenem Lochbild aufweist, sondern die
Lagereinrichtung 2 anstelle der Lagerplatte 2p mit Lochbild nur einen bodenseitigen
Auflegerbereich aufweist, auf dem die Adapterplatte 5 im Rahmen der Fertigung anbringbar
ist. Die Adapterplatte 5 ist in diesem Fall als eine Komponente in unterschiedlichen
Ausführungen ausgebildet, wobei die unterschiedlichen Ausführungen sich darin unterscheiden,
dass sie unterschiedliches Lochbild aufweisen. Durch das Aufbringen einer entsprechenden
Ausführung der Adapterplatte 5 auf die als einheitliche Komponente zur Verfügung stehende
Lagereinrichtung 2 können dann je nach Ausführung der Adapterplatte 5 unterschiedliche
Ausführungen der Lagereinrichtung 2 im Rahmen der Fertigung ausgebildet werden. Die
Adapterplatte 5 könnte in oder auf dem Auflegerbereich der Lagereinrichtung zum Beispiel
durch Schweißen oder andere Fügeverbindung angebracht werden. Der bodenseitige Auflegerbereich
der Lagereinrichtung 2 kann für eine solche Verbindung bereits vorbereitet ausgeführt
sein, z.B. als bodenseitiger Rahmen oder Bodenplatte mit entsprechender Ausnehmung
in dem Bereich, in welchem die Adapterplatte 5 die Löcher des Befestigungslochbilds
aufweist.
[0046] Die in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele sind wie erläutert Typ A Betätigungsstangen,
dass heißt sogenannte Griffstangen, die zur Betätigung um eine horizontale Drehachse
schwenkbar sind. Es sind jedoch auch abgewandelte Ausführungsbeispiele möglich, bei
denen die Betätigungsstangen als Typ B Betätigungsstangen (siehe DIN EN 1125) ausgeführt
sind, dass heißt sogenannte Druckstangen, die zur Betätigung senkrecht zur Flügelebene
in Art einer linearen Schiebebewegung bewegbar sind. Die Montage dieser abgewandelten
Ausführungsbeispiele mit Typ B Betätigungsstange kann hinsichtlich der Montage in
Löchern bestimmten Lochbilds gegebenenfalls auch mit Adapterplatte, vergleichbar wie
in den Figuren dargestellt, erfolgen.
[0047] Die Lagereinrichtungen der Typ B Betätigungsstangenhandhabe können ein entsprechendes
Bohrlochbild wie die Lagereinrichtungen der Typ A Betätigungsstangenhandhabe, die
in den Figuren dargestellt sind, aufweisen. Sie können separate Lagerplatten mit einem
Lochbild für die Befestigungsschrauben aufweisen. Die Lagerplatten können aber auch
als durchgehende Bodenplatte in der Lagereinrichtung integriert sein mit einem linken
und einem rechten Endabschnitt der Bodenplatte, in dem die Befestigungslöcher in dem
betreffenden Lochbild ausgebildet sind. In entsprechender Weise können auf dieser
Lagerplatte eine oder mehrere Adapterplatten in dem Endabschnitt oder eine durchgehende
gemeinsame Adapterplatte angebracht sein oder die Lagerplatte bzw. Lagerplatten können
durch entsprechende Adapterplatten ersetzt oder durch Aufbringen der Adapterplatten
ergänzt werden, um über die Adapterplatten das Lochbild bzw. die Lochbilder zu erhalten,
über die die Lagereinrichtung auf dem Flügel mittels der Befestigungsschrauben befestigbar
ist.
Bezugszeichenliste
[0048]
- TF
- Türflügel
- XA
- Schwenkachse
- XN
- Achse der Schlossnuss 4n
- X
- Achse des Türdrückers 10
- 1
- Betätigungsstange, Griffstange
- 1h
- Hebelarm
- 1h1
- Schalenteil
- 1h2
- Schalenteil
- ha
- Lageraufnahme
- hb
- Halterungsaufnahme
- 2b
- Lagerbuchse
- 2a
- Lagerwelle
- 2m
- Hebelmitnehmer
- 2s
- Schenkelfeder
- 2
- Lagereinrichtung
- 2k
- Lagerkörper
- 2u
- U-Schenkel
- 2p
- Lagerplatte
- 2f
- Befestigungslöcher (zweites Bohrbild)
- 3
- Anschlusseinrichtung
- 3k
- Kupplungsbolzen
- 3m
- Mitnehmer
- 4n
- Schlossnuss
- 5
- Adapterlagerplatte
- 5f
- Befestigungslöcher (erstes Bohrbild)
- 5g
- Gewinde
- 6
- Abdeckkappe
- 6k
- Klemmschraube
1. Bausatz für die Fertigung unterschiedlicher Varianten einer Betätigungshandhabe für
ein Schloss einer Tür mit einem ortsfesten Rahmen und einem darin bewegbar gelagerten
Türflügel,
wobei die Betätigungshandhabe eine in Montageposition am Türflügel horizontale Betätigungsstange
(1) mit mindestens einer Lagereinrichtung (2) aufweist, in der die Betätigungsstange
(1) bewegbar gelagert ist, vorzugsweise als Griffstange (1) ausgebildet um eine horizontale
Drehachse (XA) der Lagereinrichtung (2) drehbar oder als Druckstange ausgebildet in
der Lagereinrichtung senkrecht zur Türflügelebene verschiebbar,
wobei die unterschiedlichen Varianten der Betätigungshandhabe, die mit dem Bausatz
zu fertigen sind, sich in ihrem Lochbild für die Befestigungsschrauben unterscheiden,
wobei vorgesehen ist,
dass die Lagereinrichtung (2) eine Komponente des Bausatzes bildet und diese Komponente
Lagereinrichtung (2) in unterschiedlichen Ausführungen vorliegt, und zwar in mindestens
einer ersten und einer zweiten Ausführung,
wobei die unterschiedlichen Ausführungen der Komponente Lagereinrichtung (2) in ihrem
Aufbau übereinstimmend eine identische Basiskonstruktionseinheit aufweisen, sich aber
in ihrem Lochbild für die Befestigungsschrauben unterscheiden, so dass die erste Ausführung
der Komponente Lagereinrichtung (2) ein erstes Lochbild für die Befestigungsschrauben
und die zweite Ausführung der Komponente Lagereinrichtung (2) ein zweites Lochbild
für die Befestigungsschrauben aufweist.
2. Bausatz nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das erste Lochbild der ersten Ausführung der Komponente Lagereinrichtung (2) durch
ein Lochbild gebildet ist, das in einer Lagerplatte (2p) ausgebildet ist, die Bestandteil
der Basiskonstruktionseinheit ist und,
dass das zweite Lochbild der zweiten Ausführung der Komponente Lagereinrichtung (2) durch
das Lochbild einer Adapterlagerplatte (5) gebildet ist, die auf der Lagerplatte der
Basiskonstruktionseinheit angebracht ist und/oder unter Ersatz der oben genannten
Lagerplatte (2p) der Basiskonstruktionseinheit in oder an der Basiskonstruktionseinheit
angeordnet ist.
3. Bausatz nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Adapterlagerplatte (5) als Komponente des Bausatzes und/oder als Unterkomponente
der Komponente Lagereinrichtung (2) ausgebildet ist.
4. Bausatz nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Komponente Adapterlagerplatte in unterschiedlichen Ausführungen vorliegt, wobei
die unterschiedlichen Ausführungen sich im Lochbild für die Befestigungsschrauben
unterscheiden.
5. Bausatz nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Basiskonstruktionseinheit als separate Baueinheit ausgebildet ist.
6. Bausatz nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die als separate Baueinheit ausgebildete Basiskonstruktionseinheit als Komponente
des Bausatzes und/oder als Unterkomponente der Komponente Lagereinrichtung (2) ausgebildet
ist.
7. Bausatz nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Komponente Basiskonstruktionseinheit in unterschiedlichen Ausführungen vorliegt,
wobei die unterschiedlichen Ausführungen sich darin unterscheiden, dass sie eine Lagerplatte
(2p) mit einem Lochbild für die Befestigungsschrauben oder keine Lagerplatte (2p)
mit einem Lochbild für die Befestigungsschrauben aufweisen oder, dass sie eine Lagerplatte
(2p) mit unterschiedlichem Lochbild für die Befestigungsschrauben aufweisen.
8. Bausatz nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Lagerplatte (2p) als Komponente des Bausatzes und/oder als Unterkomponente der
Komponente Lagereinrichtung (2) ausgebildet ist.
9. Bausatz nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Komponente Basiskonstruktionseinheit mit der Komponente Lagerplatte (2p) und/oder
mit der Komponente Adapterlagerplatte (5) kombinierbar ist.
10. Bausatz nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Komponente Basiskonstruktionseinheit keine eigene Lagerplatte (2p) mit einem
Lochbild für die Befestigungsschrauben aufweist.
11. Bausatz nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Betätigungsstange (1) der Betätigungshandhabe als Komponente des Bausatzes ausgebildet
ist.
12. Bausatz nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Komponente Betätigungsstange (1) in unterschiedlichen Ausführungen vorliegt,
wobei die unterschiedlichen Ausführungen sich hinsichtlich ihrer Farbe und/oder ihrer
Länge und/oder ihres Querschnitts und/oder ihrer Oberfläche und/oder ihrer Ausstattung
mit Funktionskomponenten und/oder ihrer Materialausbildung unterscheiden.
13. Bausatz nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Hebelarm (1h) oder das Hebelarmpaar (1h, 1h) für die drehbare Lagerung der Betätigungsstange
(1) in der Lagereinrichtung (2) als Komponente des Bausatzes ausgebildet ist.
14. Bausatz nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Komponente Hebelarm (1h) oder Hebelarmpaar (1h, 1h) in unterschiedlichen Ausführungen
vorliegen,
wobei die unterschiedlichen Ausführungen sich hinsichtlich ihrer Farbe und/oder ihrer
Längenabmessung und/oder ihres konstruktiven Aufbaus und/oder ihrer Lageraufnahme
für die Lagerwelle der Lagereinrichtung und/oder ihrer Halterungsaufnahme für die
Betätigungsstange unterscheiden.
15. Bausatz nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Komponente Lagereinrichtung (2) mit einer Lagerwelle (2a) kombinierbar ist, die
als separate Baueinheit und/oder als Komponente des Bausatzes ausgebildet ist.