[0001] Die Erfindung betrifft eine Anordnung mit einer ersten Betätigungshandhabe an der
Innenseite eines in einem ortsfesten Türrahmen schwenkbar gelagerten Türflügels -
im Folgenden innenseitig montierte Betätigungshandhabe genannt - und einer zweiten
Betätigungshandhabe an der Außenseite des selben Türflügels - im Folgenden außenseitig
montierte Betätigungshandhabe genannt.
[0002] Es kann sich hierbei vorzugsweise um Anwendungen in Flucht- und Rettungswegen handeln.
Bei diesen Anwendungen ist vorgesehen, dass über die am Türflügel innenseitig montierte
Betätigungshandhabe das im Türflügel montierte Türschloss entriegelbar ist. Das Türschloss
soll von außen her, das heißt über die außenseitig montierte Betätigungshandhabe bei
diesen Anwendungen zumindest durch nicht berechtigte Personen nicht betätigbar sein.
Hierfür kann das Türschloss als sogenanntes Panikschloss ausgestaltet sein.
[0003] In der Regel ist in der Praxis auch eine elektrische Verriegelungseinrichtung für
solche Türen vorgesehen, die die Tür in ihrer Schließstellung elektrisch verriegelt,
jedoch über einen sogenannten Nottaster - in der Praxis auch Notaustaster oder Notauftaster
genannt - freigebbar ist. Der Nottaster ist an der Innenseite der Tür angeordnet,
so dass flüchtende Personen die elektrische Verriegelung durch die Betätigung des
Nottasters freigeben können.
[0004] Die innenseitig montierte Betätigungshandhabe ist im vorliegenden Falle als sogenannte
Griffstange ausgebildet, das heißt als eine horizontal am Türflügel angeordnete Betätigungsstange,
die über endseitige Hebelarme in einer entsprechenden Lagereinrichtung um eine zur
Türflügelebene parallele horizontale Schwenkachse schwenkbar gelagert ist. Was die
Bezeichnung Griffstange betrifft, sei auf die DIN EN 11 35 verwiesen. Diese Norm unterscheidet
zwischen Typ A Stangenbetätigung mit sogenannter Griffstange, die um eine zur Türflügelebene
parallele horizontale Achse schwenkbar am Türflügel gelagert ist, und Typ B Stangenbetätigung
mit sogenannter Druckstange, die senkrecht zur Türflügelebene verschiebbar gelagert
ist. Bei der im vorliegenden Fall innenseitig gelagerten Betätigungshandhabe handelt
es sich um eine Typ A Stangenbetätigung mit sogenannter Griffstange.
[0005] Die außenseitig montierte Betätigungshandhabe kann im vorliegenden Falle als Türknauf
ausgebildet sein, der über einen senkrecht zur Türflügelebene gerichteten Verbindungszapfen
mit einer senkrecht zur Türflügelebene gerichteten Achse unbeweglich an der Außenseite
des Türflügels montiert ist und über den das Türschloss nicht manuell zu betätigen
ist. Die außenseitig montierte Betätigungshandhabe kann jedoch auch anders, z.B. als
sogenannter Türdrücker ausgebildet sein, der über eine senkrecht zur Türflügelebene
gerichtete Türdrückerwelle in einer senkrecht zur Türflügelebene gerichtete Achse
schwenkbar an der Außenseite des Türflügels schwenkbar gelagert ist und mit der Nuss
des Türschlosses gekuppelt oder kuppelbar ist. Über die außenseitig montierte Betätigungshandhabe
kann das Türschloss vorzugsweise nur von einer berechtigten Person nach entsprechender
Schaltung des Türschlosses, zum Beispiel über eine elektrische Zugangskontrolleinrichtung
manuell betätigt werden.
[0006] In der Praxis sind solche Anordnungen einer am Türflügel außenseitig montierten Betätigungshandhabe
und am Türflügel innenseitig montierter Betätigungshandhabe zum Beispiel an Türen
in Flucht- und Rettungswegen bekannt. Aufgrund der unterschiedlichen Ausgestaltung
von innenseitiger und außenseitiger Betätigungshandhabe ergibt sich ein unharmonisches
Erscheinungsbild, wenn der Türflügel geöffnet ist und beide Betätigungshandhaben von
der Stirnseite des Türflügels her betrachtet, nebeneinander oder, wenn der Türflügel
einen aus Glas bestehenden transparenten Bereich aufweist, so dass beide Betätigungshandhaben
von einer Seite her durch den Türflügel hindurch erkennbar sind. Was die Befestigung
der Betätigungshandhaben am Türflügel betrifft, wird die an der Innenseite zu montierende
Griffstange in der Regel in speziellen Lochbildern montiert. Diese Lochbilder sind
zum Einen durch die Lagereinrichtung der Griffstange und zum Anderen durch das herstellerspezifische
Lochbild des Türflügels bestimmt.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine optisch ansprechende Anordnung mit
einer Griffstange an der Innenseite des Türflügels und mit einer als Türknauf oder
Türdrücker ausgebildeten Betätigungshandhabe an der Außenseite des Türflügels zu schaffen.
[0008] Die Erfindung löst die Aufgabe mit dem Gegenstand des Patentanspruchs 1.
[0009] Wesentlich bei der erfindungsgemäßen Lösung ist, dass die innenseitig montierte Betätigungshandhabe
an der Innenseite des Türflügels so montiert ist, dass die horizontale Schwenkachse
der Betätigungsstange in einer Höhe H1 an der Innenseite des Türflügels angeordnet
ist und, dass die außenseitig montierte Betätigungshandhabe an der Außenseite des
Türflügels so montiert ist, dass die auf der Türflügelebene senkrecht stehenden Achse
dieser als Türdrücker oder Türknauf ausgebildeten Betätigungshandhabe in einer Höhe
H2 an der Außenseite des Türflügels angeordnet ist, die identisch ist wie die Höhe
H1. Mit der identischen Höhe der Achsen der Betätigungshandhaben auf der Innenseite
und der Außenseite des Türflügels, ergibt sich ein optisch ansprechendes Bild. Ein
besonders ansprechendes optisches Erscheinungsbild ergibt sich, wenn die Betätigungsstange
der innenseitig montierten Betätigungshandhabe mit dem freien Ende ihrer Hebelarme
jeweils an einem axialen Anschlussende der Lagerwelle der zugeordneten Lagereinrichtung
angekuppelt und/oder ankuppelbar sind. Es handelt sich hierbei um Ausführungen des
sogenannten Axialtypanschlusses. Unter dem Begriff identische Höhe ist zu verstehen,
dass die Höhenposition gleich ist, d.h. sie kann vorzugsweise exakt gleich sein, aber
auch maßlich abweichend sein, und zwar aber vorzugsweise nur soweit, dass zumindest
der optische Eindruck einer gleichen Höhenposition noch vorliegt.
[0010] Mit der erfindungsgemäßen Lösung wird eine besonders einfache Montage möglich. Bei
bevorzugten Ausführungen kann nämlich vorgesehen sein, dass die innenseitig montierte
Betätigungshandhabe über Befestigungsschrauben in einem ersten Lochbild befestigt
ist und die außenseitig montierte Betätigungshandhabe in einem mit dem ersten Lochbild
identischen Lochbild befestigt ist. Die Befestigungsschrauben zur Befestigung der
innenseitig montierten Betätigungshandhabe können in eine Rosette der außenseitig
montierten Betätigungshandhabe eingreifen. Es kann sich bei der Rosette um eine Rundrosette
handeln. Es kann vorgesehen sein, dass die Löcher des Lochbilds in einer horizontalen
Reihe angeordnet sind. Es sind alternativ jedoch auch Ausführungen möglich, bei der
es sich bei der Rosette um eine Ovalrosette oder um ein längliches Schild handelt
und die Löcher des Lochbilds in diesem Falle vorzugsweise als vertikale Lochreihe
angeordnet sein können.
[0011] Bei besonders bevorzugten Ausführungen kann vorgesehen sein, dass das Einsteckschloss
Durchgangslöcher zum Durchgriff der Befestigungsschrauben aufweist. Die Durchgangslöcher
können beiderseits der Nuss des im Türflügel montierten Türschlosses symmetrisch angeordnet
sein.
[0012] Bei bevorzugten Ausführungen ist eine elektrische Verriegelungseinrichtung vorgesehen,
die elektrisch entriegelbar ist, zum Beispiel indem ein entsprechender Nottaster an
der Innenseite der Tür manuell betätigt wird. Bei dem Nottaster kann es sich um einen
herkömmlichen Nottaster, einen sogenannten Notauftaster oder Notaustaster handeln.
Dieser Nottaster kann auf dem Türflügel oder auf dem ortsfesten Türrahmen oder auf
der innenseitig montierten Betätigungshandhabe und/oder der Lagereinrichtung dieser
Betätigungshandhabe angeordnet sein. Der Nottaster kann so ausgebildet und gestaltet
sein, dass er durch die Betätigung der innenseitigen Betätigungshandhabe zwangsweise
schaltbar ist. Wesentlich ist, dass über den Nottaster die elektrische Verriegelungseinrichtung,
die die Tür in der Schließstellung elektrisch verriegelt hält, freischaltbar ist.
Die elektrische Verriegelungseinrichtung kann so ausgebildet sein, dass sie mit dem
Türschloss zusammenwirkt, das heißt sie kann unmittelbar auf das Türschloss zur Verriegelung
und Entriegelung einwirken. Die elektrische Verriegelungseinrichtung kann in dem Türschloss
angeordnet sein. Bei der elektrischen Verriegelungseinrichtung kann es sich aber auch
um eine separate externe Verriegelungseinrichtung handeln, zum Beispiel um einen Haftmagneten,
der am Türrahmen montiert mit dem Türflügel in der Schließstellung der Tür zusammenwirkt.
[0013] Die Figuren zeigen:
- Figur 1a
- eine Draufsicht eines ersten Ausführungsbeispiels sowie Schnittansichten entlang Schnittlinie
A-A einer Betätigungsstangeneinrichtung, wobei die Schlossmechanik im Flügel nicht
dargestellt ist;
- Figur 1b:
- eine Ansicht der linken Seite der Betätigungsstangeneinrichtung in Figur 1a, in Explosionsdarstellung
sowie eine teilweise geschnittene Seitenansicht und eine teilweise geschnittene Draufsicht,
ohne eingesetzte Betätigungsstange;
- Figur 1c:
- eine Ansicht der rechten Seite der Betätigungsstangeneinrichtung in Figur 1a, in Explosionsdarstellung
sowie eine teilweise geschnittene Seitenansicht und eine teilweise geschnittene Draufsicht,
ohne eingesetzte Betätigungsstange;
- Figur 1d
- eine perspektivische Ansicht des Ausführungsbeispiels in Fig. 1a;
- Figur 2a
- ein perspektivische Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels einer Betätigungsstangeneinrichtung,
wobei die linke Seite der Betätigungsstangeneinrichtung mit der Lagereinrichtung mit
Adapterplatte jedoch ohne Abdeckkappe dargestellt ist, ohne eingesetzte Betätigungsstange;
- Figur 2b
- eine perspektivische Darstellung des Ausführungsbeispiels in Figur 2a; jedoch in Draufsicht
von oben her;
- Figur 2c
- eine perspektivische Gesamtansicht des Ausführungsbeispiels in Fig. 2a;
- Figur 3a
- eine Figur 2a entsprechende perspektivische Darstellung des selben Ausführungsbeispiels,
jedoch mit aufgesetzter Aufdeckkappe, ohne eingesetzte Betätigungsstange;
- Figur 3b
- eine Figur 3a entsprechende perspektivische Darstellung, jedoch mit der Abdeckkappe
transparent dargestellt, ohne eingesetzte Betätigungsstange;
- Figur 4
- eine perspektivische Draufsicht einer Adapterplatte wie sie in dem Ausführungsbeispiel
der Figuren 3a und 3b eingesetzt ist, in Einzeldarstellung;
- Figur 5
- eine Stirnansicht eines Türflügels, an dessen Innenseite eine Betätigungsstange und
an dessen Außenseite ein Türknauf montiert ist.
[0014] Bei den in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen handelt es sich jeweils
um einen Betätigungsstangenbeschlag für eine Tür, vorzugsweise für eine Tür in Flucht-
und Rettungswegen. Die Ausführungsbeispiele, die in den Figuren dargestellt sind,
sind im Aufbau sehr ähnlich. Die gleichen bzw. funktionsgleichen Bauteile sind in
den Figuren mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet. Der Betätigungsstangenbeschlag
ist in der folgenden Beschreibung auch als Betätigungsstangenhandhabe oder Betätigungsstangeneinrichtung
bezeichnet.
[0015] Die Betätigungsstangenhandhabe der Ausführungsbeispiele der Figuren ist gemäß der
Nomenklatur der DIN EN 1125 als "Griffstange" ausgebildet. Gemäß der Norm handelt
es sich um eine Typ A Stangenbetätigung. Die Typ A Betätigungsstange - die sogenannte
Griffstange - weist eine horizontale Schwenkachse auf, um die die Betätigungsstange
bei ihrer Betätigung von Hand schwenkbar ist.
[0016] Wie in Figur 1a gezeigt, ist die Betätigungsstange 1 über eine linksseitige Lagereinrichtung
2 und eine rechtsseitige Lagereinrichtung 2 auf dem Türflügel TF gelagert. Die Betätigungsstange
1 weist an ihren Enden jeweils einen Hebelarm 1 h auf, sodass sie die Formgestalt
eines U-Bügels aufweist. Die freien Enden der Hebelarme 1 h sind in den Lagereinrichtungen
2, 2 um eine Schwenkachse XA schwenkbar gelagert. Der Beschlag, d. h. die Betätigungsstangeneinrichtung
ist auf dem Türflügel so montiert, dass die Betätigungsstange 1 und dementsprechend
die Schwenkachse XA parallel zur Türflügelebene und zwar horizontal ausgerichtet sind.
Durch Schwenken der Betätigungsstange 1 um diese horizontale Achse XA durch Herunterdrücken
von Hand wird die im Türflügel angeordnete Schlossmechanik, an die die Betätigungsstangeneinrichtung
angeschlossen ist, in Auf-Richtung betätigt. Die Schlossmechanik ist in dem Türflügel
unmittelbar unterhalb von einer der Lagereinrichtungen 2 angeordnet und über eine
in der Lagereinrichtung 2 angeordnete Anschlusseinrichtung 3 angeschlossen. Die Einwirkung
der Betätigungsstangeneinrichtung einschließlich der Anschlusseinrichtung 3 auf die
Schlossmechanik wird im Einzelnen noch beschrieben.
[0017] Die Betätigungsstange 1 weist bei den dargestellten Ausführungsbeispielen an ihren
beiden Enden jeweils drehfest den Hebelarm 1h, 1h auf. Das freie Ende jedes Hebelarms
ist drehfest mit einer abtriebsseitigen Lagerwelle 2a verbunden. Die Lagerwellen 2a
sind jeweils parallel zur Betätigungsstange 1 ausgerichtet. Sie stehen von dem betreffenden
freien Hebelarmende auf der von der Betätigungsstange 1 abgewandeten Seite nach außen
ab. Die Lagerwelle 2a lagert jeweils in der ihr zugeordneten Lagereinrichtung 2 und
zwar die linke Lagerwelle 2a in der linken Lagereinrichtung 2 und die rechte Lagerwelle
2a in der rechten Lagereinrichtung 2.
[0018] Der Anschluss der Betätigungsstange 1 an den Lagereinrichtungen 2, 2 ist in den dargestellten
Ausführungsbeispielen ein sogenannter Axialkonzeptanschluss. Das heißt, zum Anschluss
der Hebelarmenden an der Lagerwelle 2a der zugeordneten Lagereinrichtung 2 greift
ein axialer Anschlussstutzen der Lagerwelle 2a in eine Ausnehmung am freien Ende des
Hebelarms ein. Abgewandelte Ausführungen, bei denen der Anschluss der Hebelarme 1
h jeweils radial an der Lagerwelle 2a erfolgt, sind möglich mit im übrigen gleicher
Ausgestaltung.
[0019] Wie am besten in den Figuren 1b und 1c sowie in den Figuren 2a und 2b zu erkennen
ist, ist die Lagereinrichtung 2 jeweils aus einem Lagerkörper 2k gebildet. Der Lagerkörper
2k ist im Querschnitt U-förmig. Er weist eine Lagerplatte 2p auf, von der senkrecht
nach oben U-Schenkel 2u abstehen. Die U-Schenkel 2u weisen miteinander verfluchtende
Lageraufnahmen auf. Die Lageraufnahmen sind von der jeweils zugeordneten Lagerwelle
2a derartig durchgriffen, dass die Lagerwelle jeweils mit ihren Enden in den zugeordneten
Lageraufnahmen in den U-Schenkeln 2u drehbar um die Achse XA gelagert sind. Wie die
Figuren 1b und 1c erkennbar machen, ist das eine Ende der Lagerwelle 2a unmittelbar
in der Lagerausnehmung eingesteckt und drehbar gelagert, das andere Ende der Lagerwelle
trägt eine auf der Lagerwelle 2a drehbar gelagerte Lagerbuchse 2b, die drehfest in
der zugeordneten Lageraufnahme eingesteckt ist.
[0020] Auf der Lagerwelle 2a ist jeweils eine Schenkelfeder 2s gelagert, die sich, wie Figur
2b zeigt, mit ihrem einen Ende an einem Anschlagbolzen im U-Schenkel 2u abstützt und
mit Ihren anderen Ende einen mit der Lagerwelle 2a festen Hebelmitnehmer 2m abstützt.
Die drehfeste Verbindung der Lagerwelle 2a mit dem Hebelarm 1 h der Befestigungsstange
1 erfolgt über einen Sechskant, wie aus den Figuren 1b und 1c am besten zu erkennen
ist. Der Sechskant greift in die Lageraufnahme des Hebelarms doppelt ein.
[0021] Zur Übertragung der Schwenkbewegung der Lagerwelle 2a auf die in den Figuren nicht
dargestellte Schlossmechanik ist, wie in der Figur 1b rechte Darstellung und in der
Figur 1c mittlere Darstellung zu erkennen ist, einen Kupplungsbolzen 3k mit einem
drehfest verbundenen Mitnehmer 3m vorgesehen. Der Kupplungsbolzen 3k greift in eine
in den Figuren nicht dargestellte Schlossnuss, die Teil der im Türflügel montierten
Schlossmechanik ist. Die Schlossnuss stellt eine Drehaufnahme der Schlossmechanik
dar. Sie ist so angeordnet, dass der Kupplungsbolzen 3k axial fluchtend einsetzbar
ist. Zur drehfesten Kupplung weist der Kupplungsbolzen einen Vierkant auf. Die Schlossnuss
treibt die Schlossmechanik an, indem der Kupplungsbolzen 3k durch Betätigung der Betätigungsstange
1 gedreht wird. Zwischen der Lagerwellen 2a und dem Kupplungsbolzen 3k ist ein Getriebe
angeordnet, das bei Drehung der Lagerwellen 2a eine Drehung des Kupplungsbolzens 3k
bewirkt. Das Getriebe ist dadurch ausgebildet, dass der auf der Lagerwelle 2a drehfeste
Hebelmitnehmer 2m und der auf dem Kupplungsbolzen 3k drehfeste Mitnehmer 3m zusammenwirken,
d.h. der Hebelmitnehmer 2m betätigt den Mitnehmer 3m, während die Betätigungsstange
1 durch Betätigung von Hand nach unten geschwenkt wird. Dabei wird die Schenkelfeder
2s gespannt. Sie dient dazu nach der Betätigung der Druckstange, diese unter Wirkung
der Feder 2s wieder zurückzustellen.
[0022] Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Schloss vorzugsweise als Steckschloss
ausgebildet im Türflügel verdeckt montiert. Der Schlossriegel wirkt mit einem im ortsfesten
Türrahmen oder in einem angrenzenden Standflügel ausgebildetem Schließblech zusammen.
Bei abgewandelten Ausführungsbeispielen kann das Schloss auch als auf dem Türflügel
aufliegend montiertes Schloss ausgebildet sein. Der durch die Betätigungsstange gesteuerte
Riegel kann mit einem auf dem ortsfesten Türrahmen aufliegend montiertem Schließblech
zusammenwirken. Das Schloss kann vorzugsweise in der Betätigungsstangeneinrichtung,
z.B. in einem Lagergehäuse integriert sein.
[0023] Figur 5 zeigt einen Türflügel 17 an dessen Innenseite eine Betätigungsstangenhandhabe
1 und an dessen Außenseite ein Türknauf oder Türdrücker 10 montiert ist. Bei der Betätigungsstangenhandhabe
1 handelt es sich um eine Griffstange, d.h. Typ A Betätigungsstange, und zwar um eine
Ausführung entsprechend den Ausführungsbeispielen der Figuren 1 bis 4. Es handelt
sich um eine Griffstange, bei der der linke und rechte Hebelarm der Betätigungsstange
jeweils an der horizontalen Lagerwelle der zugeordneten Lagereinrichtung axial angeschlossen
ist, d.h. eine Ausführung des sogenannten Axialkonzeptes.
[0024] Die Schwenkachse XA, der also eine sogenannte Griffstange bildende Betätigungsstange
1 ist, in der Darstellung in Figur 5 eingezeichnet. Sie verläuft senkrecht zur Zeichnungsebene.
Der Knauf oder Türdrücker 10, der an der Außenseite des Türflügels TF montiert ist,
ist ebenfalls lediglich schematisch dargestellt. Wesentlich ist, dass die Achse X
des Türknaufs oder Drückers 10 in derselben Höhe über dem Boden angeordnet ist, in
der die Schwenkachse XA der Griffstange verläuft und auch die Achse XN der Nuss des
im Türflügel TF eingebauten Einsteckschlosses angeordnet ist. Vorteilhafterweise ist
bei diesem Ausführungsbeispiel vorgesehen, dass die Befestigung der Griffstange 1
im Lochbild der Rosette des an der Außenseite des Türflügels montierten Türdrückers
oder Türknaufs 10 erfolgt.
[0025] Bei den in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen ist die Lagereinrichtung
2 der Betätigungsstangeneinrichtung über eine Adapterplatte 5 auf dem Türflügel montiert.
Die Adapterplatte 5 ist zwischen der Lagerplatte 3p des Lagerkörpers 3k und der Oberseite
des Türflügels TF angeordnet, wie dies aus den Figuren 2b und 3b am besten zu erkennen
ist. In der Figur 4 ist die Adapterplatte 5 als Einzelteil dargestellt.
[0026] Die Adapterplatte 5 weist eine zentrale Durchgriffsöffnung für den Kupplungszapfen
3k auf. Die Durchgriffsöffnung ist vorangehend als Anschlussöffnung bezeichnet. In
der Montageposition ist diese Durchgriffsöffnung der Adapterplatte 5 fluchtend mit
der Durchgriffsöffnung der Lagerplatte 2p angeordnet und zwar derart, dass die zentralen
Mittelachsen der Durchgriffsöffnungen miteinander fluchten.
[0027] Wesentlich ist, dass die Adapterplatte 5 Befestigungslöcher 5f aufweist, die zur
Befestigung am Türflügel TF vorgesehen sind. Die Befestigungslöcher 5f sind als Senklöcher
ausgebildet, sodass die Befestigungsschrauben mit ihrem Schraubenkopf plan eingreifen
können. In der Darstellung in Figur 2a und Figur 3a sind in den Befestigungslöchern
5f keine Befestigungsschrauben eingesetzt dargestellt. Die Befestigungslöcher 5f in
der Adapterplatte 5 sind in einem ersten Bohrbild ausgebildet, das identisch ist mit
dem Bohrbild der Befestigungslöcher im Türflügel TF. Das Bohrbild der Befestigungslöcher
im Türflügel TF ist bei Normtüren genormt. Die Adapterplatte 5 ist mit dem Bohrbild
ihrer Befestigungslöcher 5f auf das betreffende Bohrbild des Türflügels abgestellt.
[0028] Die Lagerplatte 2p weist hingegen Befestigungslöcher 2f auf, die in einem zweiten
Bohrbild angeordnet sind. Diese Befestigungslöcher fluchten in der Montageposition
mit Gewindezapfen 5g, die von der Adapterplatte 5 nach oben abstehen.
[0029] Das zweite Bohrbild, das also die Befestigungslöcher 2f in der Lagerplatte 2p bilden
ist bei den dargestellten Ausführungsbeispielen das Bohrbild von sogenannten Langrosetten.
Das erste Bohrbild, das im Türflügel TF ausgebildet ist, ist bei den dargestellten
Ausführungsbeispielen das Bohrbild von sogenannten Rundrosetten. Die Befestigungslöcher
dieses ersten Bohrbilds sind in einer horizontalen Linie nebeneinander angeordnet.
Im Unterschied hierzu sind die Löcher des zweiten Bohrbilds in einer vertikalen Linie
untereinander angeordnet. Der Lochabstand der Löcher des zweiten Bohrbilds ist größer
als der Lochabstand der Löcher des ersten Bohrbilds. Wie in den Figuren für die dargestellten
Ausführungsbeispiele dargestellt, schneidet die vertikale Verbindungslinie der Löcher
des zweiten Bohrbilds die horizontale Verbindungslinie der Löcher des ersten Bohrbilds
in der Anordnung eines Kreuzes, wobei der Kreuzungspunkt im Zentrum der aufeinanderliegenden
Adapterplatte 5 und Lagerplatte 2p liegt und zwar im Zentrum der den Kupplungsbolzen
2k aufnehmenden Aufnahmeöffnungen.
[0030] Wie in den Figuren 2a, 2b, 3b und 4 zu erkennen ist, sind in dem dargestellten Fall
die Befestigungslöcher 5f in gegenüberliegenden seitlichen Randbereichen der Adapterplatte
5 angeordnet und zwar in Bereichen, die von der in der Montageposition aufliegenden
Lagerplatte 2p der Lagereinrichtung 2 nicht überdeckt sind. Die Befestigungslöcher
5f und darin eingesetzte Befestigungsschrauben sind somit in der Montageposition von
außen zugänglich. Die Figuren 2a und 3b zeigen die Befestigungslöcher 5f ohne eingesetzte
Befestigungsschrauben.
[0031] Die Befestigungslöcher 2f in der Lagerplatte 2p der Lagereinrichtung 2 sind ebenfalls
in der Montageposition zugängig. Sie sind im Bereich der beiden Enden der Lagerplatte
2p zwischen den beiden U-Schenkeln 2u des Lagerkörpers 2k angeordnet. Die Figuren
2a und 3b zeigen, wie in der Montageposition die Gewindezapfen 5g der Adapterplatte
5 durch die Befestigungslöcher 2f der Lagerplatte hindurch greifen und jeweils über
eine auf das freie Ende der Gewindezapfen 5g aufgeschraubten Mutter die Schraubverbindung
hergestellt ist.
[0032] In den Figuren 3a und 3b ist eine Abdeckhaube 6 auf die Lagereinrichtung 2 aufgesetzt.
Die Abdeckhaube 6 deckt dabei die gesamte Lagereinrichtung 2 und die darunterliegende
Adapterplatte 5 ab. Die Abdeckhaube 6 hat hierfür eine spezielle Formgestaltung und
zwar derart, dass sie hut- oder kappenförmig ausgebildet ist mit einem oberen Kopfabschnitt,
der die Lagereinrichtung 2 überdeckt und einem unteren Erweiterungsabschnitt, der
die Adapterplatte 5 abdeckt, und zwar einschließlich der die Lagerplatte 2p überstehenden
Seitenbereiche der Adapterplatte 6.
[0033] Bei den in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen weist die Betätigungsstangenhandhabe
einen besonderen konstruktiven Aufbau auf, der durch einen Schalenaufbau der Hebelarme
1 h gekennzeichnet ist. Die Hebelarme 1 h sind bei den dargestellten Ausführungsbeispielen
aus zwei Schalenteilen 1h1, 1 h2 zusammengesetzt. In dem Schalenteil 1h1 ist eine
Lagerausnehmung ha ausgebildet zur drehfesten Aufnahme der Lagerwelle 2a. Die Lagerausnehmung
ha ist als geschlossene Ausnehmung ausgebildet, die als Steckaufnahme das Anschlussende
der Lagerwelle 2a drehfest aufnimmt. Geschlossene Ausnehmung bedeutet, dass der Rand
der Ausnehmung ha den Umfang des Anschlussendes der Lagerwelle 2a umgibt, dass heißt
umschließt. Im dargestellten Fall ist diese Lageraufnahme ha als im Querschnitt komplementär
mit dem Querschnitt des Anschlussendes der Lagerwelle 2a, im dargestellten konkreten
Fall jeweils als Querschnitt mit Sechskantkontur.
[0034] Das andere Schalenteil hat 1 h2 liegt in der Montageposition auf dem Schalenteil
1h1 in Art einer Abdeckung auf unter Ausbildung eines den Hebelarm 1 h bildenden zusammengesetzten
Körpers.
[0035] An dem von der Lageraufnahme ha abgewandten Ende bilden die aufeinanderliegenden
Schalenteile 1h1, 1 h2 eine Halterungsausnehmung hb zur Aufnahme der Betätigungsstange
1. Hierfür ist in den beiden Schalenteilen 1h1, 1 h2 in dem betreffenden Endabschnitt
eine Hälfte hb1, hb2 der Halterungsausnehmung hb ausgebildet. Die Halterungsausnehmung
hb weist, wie aus den Figuren 1b und 1c erkennbar ist, einen länglichen Querschnitt
auf. Die Betätigungsstange 1 weist einen hierzu komplementären Querschnitt auf, sodass
sie in ihrer montierten Stellung in der Aufnahme hb drehfest gehaltert ist. Die Montage
erfolgt vorzugsweise so, dass die Betätigungsstange 1 mit ihrem Ende in die Halterungshälfte
des Schalenteils 1 h1 eingelegt wird und sodann das Schalenteil 1h2 auf das Schalenteil
1h1 aufgesetzt wird und über die Schraubverbindung die beiden Schalenteile 1 h1 und
1 h2 zusammengespannt werden. In den Explosionsdarstellungen der Figuren 1b und 1c
ist für jeden Hebelarm hierfür eine Schraube vorgesehen. Zur Herstellung der Schraubverbindung
wird die Schraube mit ihrem Schraubenschaft in ein Durchgangsloch im Schalenteil 1h1
auf Anschlag eingesteckt und das Schraubenende in einem im Schalenteil 1 h2 ausgebildeten
Gewindeloch eingeschraubt.
[0036] Das Schalenteil 1h2 ist in dem in den Figuren dargestellten Fall jeweils in Art einer
Abdeckung ausgebildet. Das Schalenteil weist quer zu seiner Längserstreckung einen
Querschnitt auf, der winkelig ist, bestehend aus zwei rechtwinkelig zueinander angeordneten
Schenkeln. In der Montageposition liegt der obere Schenkel auf der Oberseite des Schalenteils
1h1 auf. Der seitliche Schenkel deckt die Seite des Hebelarms ab, und zwar die Außenseite,
die von der Betätigungsstange abgewandt ist. Dieser Schenkel überdeckt dabei auch
die äußere Stirnseite der Halterungsaufnahme, in der das Ende der Betätigungsstange
1 eingesteckt ist. Damit erhält der Hebelarm auf seiner Außenseite, die von der Betätigungsstange
1 abgewandt ist, eine geschlossene Abdeckung, die gebildet ist durch das Schalenteil
1h2. Das Schalenteil 1h2, das so die äußere Seitenfläche des jeweiligen Hebelarms
abdeckt, erstreckt sich auf der Oberseite des Hebelarms von dem unteren Ende bis über
ein Teil des oberen Endes des Schalenteils 1h1, welches die Lagerausnehmung aufweist.
Somit wird der Hebelarm bei Draufsicht von oben weitgehend oder nahezu vollständig
durch das Schalenteil 1h2 abgedeckt.
[0037] Die beiden Hebelarme weisen auf den einander zugewandten Innenseiten jeweils eine
Längsfuge auf, die durch die in diesem Bereich einander angrenzenden Längsränder der
Schalenteile 1 h1 und 1 h2 gebildet wird.
[0038] Das in den Figuren dargestellte Ausführungsbeispiel der Betätigungsstangenhandhabe
mit Griffstange ist, wie erläutert, unter Verwendung der Adapterplatte 5 am Türflügel
TF montierbar. Das Lochbild der Adapterplatte 5 erlaubt es, die Lagereinrichtung 2
der Betätigungsstangenhandhabe in dem Lochbild des Türflügels TF zu montieren. Das
Lochbild des Türflügels ist in dem dargestellten Fall als Lochbild einer Rundrosette
ausgebildet, d.h. zwei Löcher in einer horizontalen Lochreihe. Das Lochbild der Adapterplatte
5 entspricht diesem Lochbild. Die in der Lagereinrichtung 2 der Betätigungsstangenhandhabe
integrierte Lagerplatte 2p weist ein eigenes Lochbild auf, das in dem dargestellten
Fall das Lochbild einer Vertikalrosette ist, d.h. zwei Löcher in einer vertikalen
Lochreihe. Die Betätigungsstangenhandhabe mit der Lagereinrichtung 2 mit integrierter
Lagerplatte 2p mit Lochbild der Vertikalrosette kann als Standardausführung der Betätigungsstangenhandhabe
ausgebildet sein. Der Monteur setzt dann jeweils vor Ort zur Montage der Lagereinrichtung
2 am Türflügel TF die Adapterplatte 5 ein, die ein dem Lochbild des Türflügels entsprechendes
Lochbild aufweist. Vorteilhaft ist es, wenn eine Reihe unterschiedlicher Adapterplatten
mit jeweils unterschiedlichem Lochbild zur Verfügung steht. Es muss dann jeweils die
Adapterplatte, die das zu dem Lochbild des Türflügels passende Lochbild aufweist,
ausgewählt werden.
[0039] Alternativ ist es auch möglich, dass die Auswahl der Adapterplatte 5 und ihr Anbringen
an der Lagereinrichtung 2 bereits im Rahmen der Fertigung erfolgt, um unterschiedliche
Ausführungen der Betätigungsstangenhandhabe mit einer Lagereinrichtung mit jeweils
spezifischem Lochbild zu fertigen. Hierfür kann ein Fertigungsbausatz vorgesehen sein,
bei dem die Lagereinrichtung 2 und die Adapterplatte 5 jeweils separate Komponenten
darstellen. Die Komponente Lagereinrichtung kann als einheitliche Standardkomponente
ausgebildet sein, die nur in einer Ausführung vorliegt, während die Komponente Adapterplatte
5in unterschiedlichen Ausführungen in dem Fertigungsbausatz enthalten sein kann. Die
unterschiedlichen Ausführungen der Adapterplatte 5 unterscheiden sich dann jeweils
im Lochbild. Für die Fertigung der Betätigungsstangenhandhabe mit bestimmtem Lochbild
wird die Komponente Lagereinrichtung 2 und die passende Ausführung der Komponente
Adapterplatte kombiniert, indem im Rahmen der Fertigung die betreffende Adapterplatte
in oder an der Lagereinrichtung so angebracht wird, dass das Lochbild der Adapterplatte
zugänglich ist, um die Lagereinrichtung über die Befestigungsschrauben am Türflügel
zu montieren.
[0040] Es ist auch möglich, einen Fertigungsbausatz so auszubilden, dass die Komponente
Lagereinrichtung 2 keine Lagerplatte 2p mit eigenem Lochbild aufweist, sondern die
Lagereinrichtung 2 anstelle der Lagerplatte 2p mit Lochbild nur einen bodenseitigen
Auflegerbereich aufweist, auf dem die Adapterplatte 5 im Rahmen der Fertigung anbringbar
ist. Die Adapterplatte 5 ist in diesem Fall als eine Komponente in unterschiedlichen
Ausführungen ausgebildet, wobei die unterschiedlichen Ausführungen sich darin unterscheiden,
dass sie unterschiedliches Lochbild aufweisen. Durch das Aufbringen einer entsprechenden
Ausführung der Adapterplatte 5 auf die als einheitliche Komponente zur Verfügung stehende
Lagereinrichtung 2 können dann je nach Ausführung der Adapterplatte 5 unterschiedliche
Ausführungen der Lagereinrichtung 2 im Rahmen der Fertigung ausgebildet werden. Die
Adapterplatte 5 könnte in oder auf dem Auflegerbereich der Lagereinrichtung zum Beispiel
durch Schweißen oder andere Fügeverbindung angebracht werden. Der bodenseitige Auflegerbereich
der Lagereinrichtung 2 kann für eine solche Verbindung bereits vorbereitet ausgeführt
sein, z.B. als bodenseitiger Rahmen oder Bodenplatte mit entsprechender Ausnehmung
in dem Bereich, in welchem die Adapterplatte 5 die Löcher des Befestigungslochbilds
aufweist.
[0041] Die in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele sind wie erläutert Typ A Betätigungsstangen,
dass heißt sogenannte Griffstangen, die zur Betätigung um eine horizontale Drehachse
schwenkbar sind. Es sind jedoch auch abgewandelte Ausführungsbeispiele möglich, bei
denen die Betätigungsstangen als Typ B Betätigungsstangen (siehe DIN EN 1125) ausgeführt
sind, dass heißt sogenannte Druckstangen, die zur Betätigung senkrecht zur Flügelebene
in Art einer linearen Schiebebewegung bewegbar sind. Die Montage dieser abgewandelten
Ausführungsbeispiele mit Typ B Betätigungsstange kann hinsichtlich der Montage in
Löchern bestimmten Lochbilds gegebenenfalls auch mit Adapterplatte, vergleichbar wie
in den Figuren dargestellt, erfolgen.
[0042] Die Lagereinrichtungen der Typ B Betätigungsstangenhandhabe können ein entsprechendes
Bohrlochbild wie die Lagereinrichtungen der Typ A Betätigungsstangenhandhabe, die
in den Figuren dargestellt sind, aufweisen. Sie können separate Lagerplatten mit einem
Lochbild für die Befestigungsschrauben aufweisen. Die Lagerplatten können aber auch
als durchgehende Bodenplatte in der Lagereinrichtung integriert sein mit einem linken
und einem rechten Endabschnitt der Bodenplatte, in dem die Befestigungslöcher in dem
betreffenden Lochbild ausgebildet sind. In entsprechender Weise können auf dieser
Lagerplatte eine oder mehrere Adapterplatten in dem Endabschnitt oder eine durchgehende
gemeinsame Adapterplatte angebracht sein oder die Lagerplatte bzw. Lagerplatten können
durch entsprechende Adapterplatten ersetzt oder durch Aufbringen der Adapterplatten
ergänzt werden, um über die Adapterplatten das Lochbild bzw. die Lochbilder zu erhalten,
über die die Lagereinrichtung auf dem Flügel mittels der Befestigungsschrauben befestigbar
ist.
Bezugszeichenliste
[0043]
- TF
- Türflügel
- XA
- Schwenkachse
- XN
- Achse der Schlossnuss 4n
- X
- Achse des Türdrückers 10
- 1
- Betätigungsstange, Griffstange
- 1h
- Hebelarm
- 1h1
- Schalenteil
- 1h2
- Schalenteil
- ha
- Lageraufnahme
- hb
- Halterungsaufnahme
- 2b
- Lagerbuchse
- 2a
- Lagerwelle
- 2m
- Hebelmitnehmer
- 2s
- Schenkelfeder
- 2
- Lagereinrichtung
- 2k
- Lagerkörper
- 2u
- U-Schenkel
- 2p
- Lagerplatte
- 2f
- Befestigungslöcher (zweites Bohrbild)
- 3
- Anschlusseinrichtung
- 3k
- Kupplungsbolzen
- 3m
- Mitnehmer
- 4n
- Schlossnuss
- 5
- Adapterlagerplatte
- 5f
- Befestigungslöcher (erstes Bohrbild)
- 5g
- Gewinde
- 6
- Abdeckkappe
- 6k
- Klemmschraube
1. Anordnung mit einer ersten Betätigungshandhabe (1) an der Innenseite eines in einem
ortsfesten Türrahmen schwenkbar gelagerten Türflügels (TF) - im Folgenden innenseitig
montierte Betätigungshandhabe genannt - und einer zweiten Betätigungshandhabe (10)
an der Außenseite desselben Türflügels (TF) - im Folgenden außenseitig montierte Betätigungshandhabe
genannt - , vorzugsweise in Flucht- und Rettungswegen,
wobei die innenseitig montierte Betätigungshandhabe (1) eine horizontale Betätigungsstange
(1) aufweist, die zur Türflügelebene parallel und horizontal ausgerichtet montiert
ist, indem die Betätigungsstange über an ihren Enden angeordneten Hebelarmen (1 h)
in einer Lagereinrichtung (2) um eine zur Türflügelebene parallele, horizontale Schwenkachse
(XA) schwenkbar gelagert ist, wobei diese Betätigungshandhabe (1) mit einer Nuss (4n)
eines im Türflügel (TF) montierten Einsteckschlosses gekuppelt und/oder kuppelbar
ist, um bei ihrer Betätigung das Türschloss zu betätigen,
wobei die außenseitig montierte Betätigungshandhabe (10) als Türdrücker (10) ausgebildet
ist, der über eine senkrecht zur Türflügelebene gerichteten Türdrückerwelle in einer
senkrecht zur Türflügelebene gerichteten Achse schwenkbar ist und mit der Nuss (4n)
des im Türflügel (TF) angeordneten Einsteckschlosses gekuppelt und/oder kuppelbar
ist oder dass die außenseitig montierte Betätigungshandhabe (10) als unbewegbar am
Türflügel (TF) montierter Türknauf ausgebildet ist, der über einem senkrecht zur Türflügelebene
gerichteten Verbindungszapfen mit einer senkrecht zur Türflügelebene gerichteten Achse
auf dem Türflügel (TF) montiert ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die innenseitig montierte Betätigungshandhabe (1) an der Innenseite des Türflügels
(TF) so montierte ist, dass die horizontale Schwenkachse (XA) der Betätigungsstange
(1) in einer Höhe H1 an der Innenseite des Türflügels (TF) angeordnet ist,
dass die außenseitig montierte Betätigungshandhabe (10) an der Außenseite des Türflügels
(TF) so montiert ist, dass die auf der Türflügelebene senkrecht stehende Achse (X)
des Türdrückers bzw. des Türknaufs in einer Höhe H2 an der Außenseite des Türflügels
(TF) angeordnet ist, die identisch ist wie die Höhe H1.
2. Anordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die innenseitig montierte Betätigungshandhabe (1) über Befestigungsschrauben in einem
ersten Lochbild befestigt ist und die außenseitig montierte Betätigungshandhabe (10)
in einem mit dem ersten Lochbild identischen Lochbild befestigt ist.
3. Anordnung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Befestigungsschrauben zur Befestigung der innenseitig montierten Betätigungshandhabe
(1) in einer Rosette der außenseitig montierten Betätigungshandhabe (10) eingreift.
4. Anordnung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass es sich bei der Rosette um eine Rundrosette handelt und die Löcher des Lochbilds
in einer horizontalen Lochreihe angeordnet sind.
5. Anordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Einsteckschloss Durchgangslöcher zum Durchgriff der Befestigungsschrauben aufweist.
6. Anordnung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Durchgangslöcher beiderseits der Nuss (4n) symmetrisch angeordnet sind.
7. Anordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Betätigungsstange (1) der innenseitig montierten Betätigungshandhabe (1) mit
den freien Enden ihrer Hebelarme (1 h) jeweils an einem axialen Anschlussende der
Lagerwelle (2a) der zugeordneten Lagereinrichtung (2) angekuppelt und/oder ankuppelbar
ist.
8. Anordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine elektrische Verriegelungseinrichtung vorgesehen ist, die elektrisch entriegelbar
ist.
9. Anordnung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die elektrische Verriegelungseinrichtung in dem Türschloss angeordnet ist und/oder
mit dem Türschloss zusammenwirkt.
10. Anordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Notaustaster vorgesehen ist, über den die elektrische Verriegelungseinrichtung
freischaltbar ist.
11. Anordnung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Notaustaster auf dem Türflügel (TF) oder auf dem ortsfesten Türrahmen oder auf
der innenseitig montierten Betätigungshandhabe (1) und/oder der Lagereinrichtung (2)
der innenseitig montierten Betätigungshandhabe (1) angeordnet ist.
12. Anordnung nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Notaustaster durch die Betätigung der innenseitig montierten Betätigungshandhabe
(1) zwangsweise schaltbar ist.