[0001] Die Erfindung betrifft eine Rotationspumpe, beispielsweise eine Umschaltpumpe, mit
einem Pumpengehäuse und einer im Pumpengehäuse angeordneten Pumpenkammer. Weiterhin
weist die Pumpe einen Innenläufer und einen Außenläufer auf. Die Pumpenkammer hat
eine erste und wenigstens eine zweite Öffnung zum Einlass eines Fluids und/oder eine
erste und wenigstens eine zweite Auslassöffnung zum Auslassen des Fluids.
[0002] Im Stand der Technik sind Rotationspumpen als Förderpumpen mit einer Einlassöffnung
und einer Auslassöffnung bekannt. Diese Förderpumpen sind bei hohen Fördermengen und
hoher Viskosität des zu fördernden Mediums nicht immer in der Lage die Pumpenkammer
vollständig zu befüllen, was zu Kavitation führt. Kavitation kann zu einer Verringerung
der Pumpenleistung und hoher Geräuschentwicklung während des Pumpvorgangs führen,
sowie zu einem erhöhten Verschleiß bis hin zur Beschädigung oder Zerstörung der Pumpe.
Beim Anwender kann es dadurch zu einem erhöhten Wartungs- und Reparaturaufwand an
der Pumpe kommen, was zu einem Kostenanstieg führt, wie durch zum Beispiel einen frühzeitiger
Wechsel der Pumpe wegen einer Beschädigung oder Abnutzung des Außenläufers und/oder
des Innenläufers.
[0003] Es ist eine Aufgabe der Erfindung eine Rotationspumpe zur Verfügung zu stellen, die
weniger anfällig für Kavitation ist und in der Folge davon weniger Verschleiß oder
weniger unerwünschte Geräuschentwicklung aufweist.
[0004] Gelöst wird die Aufgabe durch eine Rotationspumpe nach Anspruch 1.
[0005] Die Rotationspumpe weist ein Pumpengehäuse, mit einem darin gelagerten Umsteuergehäuse
bzw. Umsteuerring, eine im Umsteuergehäuse angeordnete Pumpenkammer und einen Innenläufer
sowie einen Außenläufer und gegebenenfalls einen Deckel auf. Die Rotationpumpe weist
weiterhin eine erste Einlassöffnung auf, durch die ein Medium in die Pumpenkammer
einströmen kann, und eine erste Auslassöffnung, durch die das Medium aus der Pumpenkammer
ausströmen kann. Zusätzlich zu dieser ersten Einlass- bzw. Auslassöffnung weist die
Rotationspumpe bzw. die Pumpenkammer wenigstens eine zweite Einlassöffnung und/oder
wenigstens eine zweite Auslassöffnung für das Medium auf.
[0006] Das heißt, das Medium kann entweder durch zwei Einlassöffnungen in die Pumpenkammer
einströmen und durch eine Auslassöffnung aus der Pumpenkammer ausströmen oder durch
eine Einlassöffnung in die Pumpenkammer einströmen, und durch zwei Auslassöffnungen
aus der Kammer ausströmen oder, bevorzugt, durch zwei Einlassöffnungen in die Pumpenkammer
ein- und durch zwei Auslassöffnungen aus der Pumpenkammer ausströmen.
[0007] Jede der Einlass- und Auslassöffnungen kann dabei eine individuelle Form aufweisen,
oder die Einlassöffnungen und/oder die Auslassöffnungen können je gleichförmig gebildet
sein, oder alle Einlass- und Auslassöffnungen weisen eine identische Form auf
[0008] Die Pumpenkammer kann von dem Pumpengehäuse selbst gebildet sein. Die Pumpenkammer
kann vorzugsweise eine Kammer im Umsteuergehäuse bzw. Umsteuerring sein, die in das
Pumpengehäuse eingebaut wird, wobei die Pumpenkammer an einer Seite, bevorzugt einer
Stirnseite, offen sein kann, und an dieser offenen Stirnseite ein Teil des Pumpengehäuses
oder ein Teil des Pumpendeckels die Pumpenkammerwand bildet. Alternativ kann die Pumpenkammer
auch an mehreren Seiten geöffnet sein und die mehreren geöffneten Seiten der Pumpenkammer
werden durch das Pumpengehäuse oder durch entsprechende Deckel gebildet.
[0009] Die zweite Einlassöffnung kann der ersten Einlassöffnung bezogen auf den Pumpenraum
gegenüber liegen, das heißt, das Fluid wird dem Pumpenraum von zwei gegenüberliegenden
Stirnseiten zugeführt. Dadurch kann besser als bisher bekannt auch bei hochviskosen
Medien und/oder einer hohen Fördermenge genügend Medium in den Pumpenraum gelangen,
damit der Pumpenraum immer mit dem Medium befüllt ist. Der Verlust an Förderleistung
und das Auftreten von Kavitation können so einfach aber effektiv vermindert oder verhindert
werden. Für die zweite Auslassöffnung gilt das Entsprechende. Es können auch mehr
als zwei Einlass- und/oder Auslassöffnungen zum Ein- bzw. Auslassen des Mediums in
die bzw. aus der Pumpenkammer vorgesehen sein, beispielsweise drei oder vier, die
in gleichmäßigen oder ungleichmäßigen Abständen zum Beispiel an oder nahe der Stirnseite
in die Pumpenkammer münden.
[0010] Die Form und die Querschnittfläche der zweiten Einlass- und Auslassöffnungen können
unterschiedlich sein von der Form und Querschnittfläche der ersten Öffnungen. Bevorzugt
weisen die ersten und zweiten Einlass- bzw. Auslassöffnungen aber identische Formen
und Querschnittflächen auf. Die erste Einlassöffnung und die erste Auslassöffnung
bzw. die zweite Einlassöffnung und die zweite Auslassöffnung können bezüglich einer
Linie, die zum Beispiel durch eine Gerade durch eine Rotationsachse der Pumpe gebildet
wird, gespiegelt sein. Die Gerade bildet in diesem Fall eine Spiegelachse für die
Öffnungen. Besonders bei identischen, nicht symmetrischen Einlass- bzw. Auslassöffnungen,
zum Beispiel wenn diese nierenförmig gebildet sind, kann die Spiegelung der Öffnungen
von Vorteil sein, da in diesem Fall zum Beispiel bei einem Wechsel der Zuflussrichtung
des zu pumpenden Mediums die Einlaufgeometrie bzw. die Auslaufgeometrie für das Medium
in bzw. aus der Pumpenkammer unverändert bleibt.
[0011] Das Medium wird von einem Reservoir durch eine Leitung der Pumpe zugeführt. Diese
eine Zuleitung ist zum Beispiel mit einem Pumpengehäuseeinlass verbunden. Im Pumpengehäuse
kann die eine Zuleitung in eine erste Teilzuleitung zu der ersten Einlassöffnung und
eine zweiten Teilzuleitung zu der zweiten Einlassöffnung verzweigt werden. Alternativ
kann die Verzweigung der Zuführleitung auch bereits vor dem Pumpengehäuse erfolgen
und das Pumpengehäuse entsprechende Pumpengehäuseeinlässe für die Teilzuleitungen
aufweisen. Für die Ableitungen gilt entsprechendes, hier können die Teilableitungen
noch innerhalb oder erst außerhalb des Pumpengehäuses zu einer Ableitung für das Medium
von der Pumpe weg zusammengefasst werden.
[0012] Um im Pumpengehäuse den notwendigen Platz für die zweiten Teilleitungen zu haben,
kann es notwendig sein, die Pumpe mit ersten und wenigstens zweiten Zu- und/oder Ableitungen
umzukonstruieren. Insbesondere das Pumpenkammergehäuse muss eine quer zum Durchmesser
des Außenläufers, das heißt entlang der Rotationsachse des Außenläufers gemessene
Länge aufweisen, die den nötigen Raum für die zweiten Leitungen schafft, die teilweise
im Pumpenkammergehäuse gebildet sein können. Das bedeutet, dass die Bauhöhe einer
Pumpe mit zwei Zu- bzw. Ableitungen größer sein kann, als die Bauhöhe einer bekannten
Pumpe mit nur einer Zu- und Ableitung. Gleichzeitig kann der Außenumfang des Pumpengehäuses,
das jetzt die zweiten Teilleitungen wenigstens teilweise mitumfasst, größer sein.
[0013] Die Teilzuleitungen bzw. Teilableitungen können so gebildet sein, dass sie unterschiedliche
oder im Wesentlichen gleiche Volumenströme des Mediums zu den jeweiligen Öffnungen
der Pumpenkammer leiten. Bei den Teilzuleitungen und den Teilableitungen kann es sich
um Bohrungen im Pumpengehäuse und/oder Umsteuergehäuse handeln oder um Leitungen,
die im Pumpengehäuse verlegt sind. Die Leitungen können als offene verbundene Leitungen
gebildet sein, nicht ausgeschlossen soll jedoch werden, dass jeweils aus einer Zuleitung
gebildete Teilleitungen bzw. eine Ableitung bildende Teilableitungen durch zum Beispiel
einen Schieber oder ein Ventil von der jeweils anderen Teilleitung getrennt werden
können, oder der Durchfluss wenigstens einer der Teilleitungen mittels des Schiebers
oder des Ventils einstellbar ist.
[0014] Der Außenläufer der Rotationspumpe kann zum Innenläufer exzentrisch gelagert sein,
das heißt, der Außenläufer weist eine Rotationsachse auf, die zu der Rotationsachse
des Innenläufers versetzt ist. Diese Exzentrizität bzw. die Lage oder der Winkel der
Exzentrizität kann baulich vorgeben und damit fest sein. Die Pumpe kann aber auch
einen Stellantrieb aufweisen, wie er in der Pumpentechnik bekannt ist, mit dem der
Außenläufer und der Innenläufer relativ zueinander verstellt werden können, so dass
sich das Maß und/oder der Winkel der Exzentrizität ändert.
[0015] Zum Antrieb des Innenläufers kann die Rotationspumpe eine Achse aufweisen, die sich
in das Pumpengehäuse und durch das Umsteuergehäuse hindurch erstreckt. An einem Ende,
das aus dem Pumpengehäuse herausragt, ist die Achse so ausgebildet, dass sie mit einem
Antrieb koppeln kann, so dass der Antrieb die Achse in Rotation versetzen kann. So
kann die Achse ein Ritzel aufweisen, das mit einem Zahnrad eines Antriebs koppelt
oder ein anderes Koppelelement, das mit einem Gegenkoppelelement des Antriebs antriebstechnisch
verbunden werden kann.
[0016] Da es sich bei der Rotationspumpe insbesondere um eine Umschaltpumpe handeln kann,
kann die Pumpe zusätzlich zur Pumpenkammer ein Umsteuergehäuse bzw. einen Umsteuerring
aufweisen, um einen Drehrichtungswechsel der Pumpe zu ermöglichen, ohne die Zuführrichtung
des zu pumpenden Mediums zu ändern. Das Umsteuergehäuse kann im Pumpengehäuse gelagert
sein und den Außenläufer oder den Innenläufer zentrisch oder exzentrisch lagern. Wenn
sich die Drehrichtung der Pumpe ändert, dann kann das Umschaltgehäuse in bekannter
Weise gemeinsam mit dem Innen- oder Außenläufer um ca. 180° verschwenkt werden.
[0017] Bevorzugt lagert das Umsteuergehäuse den Außenläufer und liegt mittels einer axial
wirkenden Federkraft am Innenläufer an. Bei einem Drehrichtungswechsel der Pumpe wird
dann das Umsteuergehäuse mit dem Außenläufer vom Innenrotor über Reibschluss mitgeschleppt,
das heißt, bis zu einem vorgegebenen radialen Anschlag mit gedreht.
[0018] Dabei kann die Zufuhr von Medium zu der Umschaltpumpe vor dem Umschalten der Drehrichtung
der Pumpe unterbrochen werden, um die Belastung auf die Pumpe möglichst gering zu
halten. Der Umschaltvorgang kann aber auch ohne Abschaltung des Zuflusses erfolgen,
indem die Umdrehungsgeschwindigkeit der Pumpe geregelt heruntergefahren wird, bis
die Pumpe zum Stillstand kommt und anschließend in der entgegengesetzten Drehrichtung
wieder hochgefahren wird.
[0019] Bei der Pumpe kann es sich zum Beispiel um eine Zahnradpumpe oder um eine Flügelradpumpe
handeln, entsprechend kann der Innenläufer ein Zahnrad oder Flügelrad sein. Das Medium
kann ein Fluid, zum Beispiel ein Hydrauliköl oder ein Kraftstoff sein.
[0020] Auch als Ölpumpe für Windkrafträder kann die Rotationspumpe vorteilhaft Verwendung
finden. Im Trudelbetrieb, das heißt bei einer Schwenkbewegung des Hauptrotors, kann
eine ausreichende Versorgung des Getriebes mit Öl zuverlässig auch bei niedrigerer
als der maximalen Pumpendrehgeschwindigkeit mit einer Umschaltpumpe gemäß der vorliegenden
Erfindung gewährleistet werden. Besonders zuverlässig garantiert eine Rotationspumpe
mit der beidseitigen Befüllung und/oder Entleerung die ausreichende Ölversorgung bei
hoher Drehzahl und/oder hoher Viskosität.
[0021] Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Merkmale, die nur den Figuren zu entnehmen sind, gehören zum Umfang der Erfindung
und bilden den Gegenstand je einzeln und in möglichen Kombinationen vorteilhaft weiter.
Die Erfindung ist nicht auf den Umfang des Ausführungsbeispiels beschränkt. Die Figuren
zeigen im Einzelnen:
- Figur 1
- Schnitt durch Rotationspumpe des Stands der Technik
- Figur 2
- Schnitt durch modifizierte Rotationspumpe
- Figur 3
- Draufsicht auf Umsteuergehäuse mit zweitem Einlass und Auslass der Figur 2
- Figur 4
- Schnitt durch Umsteuergehäuse der Figur 3
[0022] In der Figur 1 ist eine Rotationspumpe 1 mit einem Pumpengehäuse 2 aus dem Stand
der Technik abgebildet. Die Rotationspumpe 1 umfasst ein Umsteuergehäuse 3, das zusammen
mit dem Pumpengehäuse 2 eine Pumpenkammer bildet und einen Deckel 8, der die Pumpenkammer
an einer Stirnseite verschließt. Durch das Pumpengehäuse 2 und das Umsteuergehäuse
3 bis in den Deckel 8 erstreckt sich eine Welle 11, die von einem Antrieb an ihrem
aus dem Pumpengehäuse 2 herausragenden Ende drehangetrieben werden kann. Im Umsteuergehäuse
3 sind ein Innenläufer 4 und ein Außenläufer 5 integriert, wobei der Außenläufer 5
den Innenläufer 4 umfänglich umgibt. Der Innenläufer 4 ist drehsicher mit der Welle
11 verbunden, so dass bei einem Antrieb der Welle 11 der Innenläufer 4 in gleiche
Richtung und mit identischer Geschwindigkeit mitdreht. Wobei der Innenläufer 4 ein
außenverzahntes Zahnrad oder ein Flügelrad sein kann und der Außenläufer 5 ein innenverzahntes
Gegenzahnrad bzw. das oder die Gegenelement/e zum Flügelrad.
[0023] Der Rotationspumpe 1 wird durch eine Zuleitung 9 ein Medium, zum Beispiel ein Fluid,
zugeführt. Das Medium wird durch die Pumpe beschleunigt bzw. auf ein höheres Druckniveau
gebracht und dann über eine Ableitung 10 einem Reservoir oder einem Aggregat zugeführt.
Die Zuleitung 9 und die Ableitung 10 sind durch die Leitungen 20 bzw. 21 im Pumpengehäuse
2 mit dem Einlass 6 in die Pumpenkammer vom Umsteuergehäuse 3 bzw. dem Auslass 10
aus der Pumpenkammer vom Umsteuergehäuse 3 verbunden.
[0024] Die Figur 2 zeigt eine Ausführung einer modifizierten Rotationspumpe 1. Die modifizierte
Rotationspumpe 1 weist ein Umsteuergehäuse 3 auf, das an der antriebsseitigen Stirnseite
einen ersten Einlass 6 hat, der dem Einlass 6 der Rotationspumpe 1 der Figur 1 entspricht
und einen ersten Auslass 7, der dem Auslass 7 in der Figur 1 entspricht. Zusätzlich
weist die Rotationspumpe 1 der Figur 2 bzw. deren Umsteuergehäuse 3 einen zweiten
Einlass 16 und einen zweiten Auslass 17 auf. Der zweite Einlass 16 und der zweite
Auslass 17 sind im Ausführungsbeispiel auf der dem ersten Einlass 6 und dem ersten
Auslass 7 gegenüberliegenden Stirnseite des Umsteuergehäuses 3 angeordnet. Das heißt,
der erste Einlass 6 und der zweite Einlass 16 liegen sich gegenüber. Gleiches gilt
für die Lage des ersten Auslasses 7 zum zweiten Auslass 17.
[0025] Auch der Rotationspumpe 1 der Figur 2 wird das Medium durch die Zuleitung 9 zugeführt
und von der Rotationspumpe 1 durch die Ableitung 10 abgeführt. Um das zuströmende
Medium gleichzeitig sowohl dem ersten Einlass 6 als auch dem zweiten Einlass 16 zuführen
zu können, wird im Pumpengehäuse 2 die Leitung 20 aus der Figur 1 in eine erste Teilzuleitung
12 und eine zweite Teilzuleitung 13 geteilt, wobei die erste Teilzuleitung 12 das
Medium zu dem ersten Einlass 6 in die Pumpenkammer vom Umsteuergehäuse 3 leitet und
die zweite Teilzuleitung 13 das Medium zu dem zweiten Einlass 16 leitet. Gleiches
gilt auch für den Auslass des Mediums aus der Pumpenkammer vom Umsteuergehäuse 3,
wo der erste Auslass 7 mit einer ersten Teilableitung 14 und der zweite Auslass 17
mit einer zweiten Teilableitung 15 verbunden ist, die noch innerhalb des Pumpengehäuses
2 zu der Leitung 21 zusammengeführt werden, die dann in die Ableitung 10 mündet.
[0026] Um den notwendigen Platz für die ersten und zweiten Teilzuleitungen 12, 13 und die
ersten und zweiten Teilableitungen 14, 15 zu haben, wurde im Ausführungsbeispiel das
Pumpengehäuse 2 und das Umsteuergehäuse 3 modifiziert, so dass das Pumpengehäuse 2
jetzt zusätzlich Teile der zweiten Teilzuleitung 13 und Teile der zweiten Teilableitung
15 bildet und das Umsteuergehäuse 3 Teile der zweiten Teilzuleitung 13 und der zweiten
Teilableitung 15 und den zweiten Einlass 16 und den zweiten Auslass 17 bildet.
[0027] In der Figur 3 ist ein modifiziertes Umsteuergehäuse 3 in einer Draufsicht gezeigt.
Zu sehen sind der Mittelpunkt R
r von der Welle 11, der Pumpenkammerraum für den Innenläufer 4 und den Außenläufer
5 und eine zweite Teilzuleitung 13 und eine zweite Teilableitung 15. Die Teilzuleitung
13 ist verbunden mit dem ersten Einlass 6 bzw. dem zweiten Einlass 16 bzw. der erste
Auslass 7 und der zweite Auslass 17 sind verbunden mit der Teilableitung 15.
[0028] Ein in der Figur 2 angedeutetes Federelement 22 spannt das Umsteuergehäuse 3 gegen
den Innenläufer 4, so dass nach einem Ändern der Drehrichtung der Pumpe der Innenläufer
4 das Umsteuergehäuse 3 und damit auch den Außenläufer 4 durch Reibschluss bis zu
einem Anschlag mitschleppt. Dabei kann das Umsteuergehäuse 3 ungefähr 180° in die
Drehrichtung des Innenläufers 4 mitgeschleppt werden.
[0029] Der Innenläufer 4 weist eine Rotationsachse R
r und der Außenläufer 5 eine Rotationsachse R
s auf, die um eine Exzentrizität E versetzt sind. Wenn auch in der Figur 3 nicht gezeigt,
so kann die Exzentrizität E einstellbar sein, indem entweder der Innenläufer 4 oder
der Außenläufer 5 durch einen bekannten Verstellmechanismus verstellt wird, so dass
das Maß der Exzentrizität E oder der Winkel der Exzentrizität zu- oder abnimmt. Auch
eine bekannte lineare Verstellbarkeit des Außenläufers 5 und/oder des Innenläufers
4 soll nicht ausgeschlossen sein, um zum Beispiel das Fördervolumen der Rotationspumpe
zu variieren.
[0030] Im Ausführungsbeispiel sind der erste Einlass 6 und der erste Auslass 7 bzw. der
zweite Einlass 16 und der zweite Auslass 17 gleichförmig gebildet und in Bezug auf
eine Linie, die durch die Rotationsachsen R
s und R
r verläuft, in dem Umsteuergehäuse 3 gegenüberliegend angeordnet. Die Linie bildet
dabei eine Spiegelachse S für den ersten Ein- und Auslass 6, 7 bzw. für den zweiten
Ein- und Auslass 16, 17, so dass bei den gezeigten nierenförmigen Einlässen 6, 7 und
Auslässen 16, 17 die schmalen Enden und die breiten Enden einander gegenüber liegen.
Das heißt, die dargestellte Spiegelachse S ist Teil einer Spiegelebene, die zwischen
dem nicht gezeigten ersten Einlass 6 und dem nicht gezeigten ersten Auslass 7 und
wie gezeigt zwischen dem zweiten Einlass 16 und dem zweiten Auslass 17 aufgespannt
ist. Gerade bei Umschaltpumpen hat eine Rotationspumpe mit gleichgebildeten gespiegelten
Ein- und Auslässen in der in der Figur 3 gezeigten Anordnung den großen Vorteil, dass
unabhängig von der Förderrichtung der Rotationspumpe 1 die Einlass- bzw. Auslassgeometrie
in bzw. aus dem Umsteuergehäuse 3 immer gleich ist. Das heißt, das Fördervolumen der
Umschaltpumpe ist bei gleicher Pumpgeschwindigkeit, das heißt, bei gleicher Drehzahl
zum Beispiel des Außenläufers 5, in beide Richtungen gleich.
[0031] In der Figur 4 ist das modifizierte Umsteuergehäuse 3 in einem Ausschnitt nochmals
in einem Seitenschnitt gezeigt. Der Ausschnitt zeigt die Situation unmittelbar in
der Umgebung des zweiten Einlasses 16 und des zweiten Auslasses 17. Der Pumpenkammer
vom Umsteuergehäuse 3 mit dem Innenläufer 4 und dem Außenläufer 5 wird durch die zweite
Teilzuleitung 13 das Medium durch den zweiten Einlass 16 zugeführt und das Medium
wird durch den zweiten Auslass 17 und die zweite Teilableitung 15 aus dem Pumpenraum
vom Umsteuergehäuse 3 herausgelassen. Die zweiten Teilzu- und Teilableitungen 13,
15 sind in dem Umsteuergehäuse 3, das den Außenläufer 5 umfangmäßig und auf der Deckelseite
umschließt, gebildet.
[0032] In der Figur 4 ist auch der Umsteuernocken 23 gezeigt, der die maximale Verdrehung
des Umsteuergehäuses 3 relativ zu dem Gehäuse 2 bzw. dem Deckel 8 bestimmt.
Bezugszeichenliste
[0033]
- 1
- Rotationspumpe
- 2
- Pumpengehäuse
- 3
- Umsteuergehäuse, Pumpenkammer
- 4
- Innenläufer
- 5
- Außenläufer
- 6
- Einlass, erster Einlass
- 7
- Auslass, erster Auslass
- 8
- Deckel
- 9
- Zuleitung
- 10
- Ableitung
- 11
- Welle
- 12
- erste Teilzuleitung
- 13
- zweite Teilzuleitung
- 14
- erste Teilableitung
- 15
- zweite Teilableitung
- 16
- zweiter Einlass
- 17
- zweiter Auslass
- 18
- ---
- 19
- Achsende
- 20
- Leitung
- 21
- Leitung
- 22
- Federelement
- 23
- Umsteuernocken
- R
- Rotationsachse
- Rr
- Rotationsachse, Außenläufer
- Rs
- Rotationsachse, Innenläufer
- E
- Exzentrizität
- S
- Spiegelachse
1. Rotationspumpe aufweisend:
a) ein Gehäuse (2),
b) ein im Gehäuse (2) angeordnetes Umsteuergehäuse (3) mit Pumpenkammer (3),
c) einen Innenläufer (4),
d) einen Außenläufer (5),
e) eine erste Einlassöffnung (6) zum Einlass eines Mediums in die Pumpenkammer (3)
und
f) eine erst Auslassöffnung (7) zum Auslassen des Mediums aus der Pumpenkammer (3),
wobei
g) die Pumpenkammer (3) wenigstens eine zweite Einlassöffnung (16) und/oder eine zweite
Auslassöffnung (17) für das Medium aufweist.
2. Rotationspumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Einlassöffnung (16) und/oder die zweite Auslassöffnung (17) stirnseitig,
zum Beispiel auf einer deckelseitigen Seite der Pumpenkammer (3) und die erste Einlassöffnung
(6) bzw. die ersten Auslassöffnung (7) auf einer bezogen auf den Außenläufer (5) gegenüberliegenden
Seite der Pumpenkammer (3) liegt bzw. liegen.
3. Rotationspumpe nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Einlassöffnung (6) eine Spiegelung der ersten Auslassöffnung (7) ist mit
einer Spiegelachse (S), die durch eine Gerade durch eine Rotationsachse (R) der Rotationspumpe
(1) gebildet ist.
4. Rotationspumpe nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Zuleitung (9) für das Fluid zu der Rotationspumpe (1) im Gehäuse (2) in eine
erste und zweite Teilzuleitung (12, 13) aufgeteilt wird und eine erste und zweite
Teilableitung (14, 15) im Gehäuse (2) zu einer Ableitleitung (10) vereinigt werden,
wobei die Teilzuleitungen (12, 13) in den Einlassöffnungen (6, 16) enden und die Teilableitungen
(14, 15) in den Auslassöffnungen (7, 17) beginnen.
5. Rotationspumpe nach dem vorgehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Teilzuleitungen (12, 13) und/oder wenigstens eine der Teilableitungen
(14, 15) zumindest teilweise von dem Pumpengehäuse (2) und/oder dem Umsteuergehäuse
(3) gebildet ist.
6. Rotationspumpe nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Pumpenkammer (3) im Wesentlichen gleiche Mengen von Medium durch die erste und
die zweite Einlassöffnung (6, 16) zuführbar bzw. von der Pumpenkammer (3) gleiche
Mengen von Medium durch die erste und die zweite Auslassöffnungen (7, 17) abführbar
sind.
7. Rotationspumpe nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rotationsache (Rs) des Außenläufers (5) exzentrisch zur Rotationsachse (Rr) des Innenläufers (5) liegt.
8. Rotationspumpe nach dem vorgehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Maß der Exzentrizität (E) der Rotationsachsen (Rr, Rs) zueinander einstellbar ist.
9. Rotationspumpe nach dem vorgehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Einstellung des Maß der Exzentrizität (E) die Rotationsachse Rs des Außenläufers (5) parallel zur Rotationsachse Rr des Innenläufers (4) verstellbar ist.
10. Rotationspumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zur Einstellung des Maß der Exzentrizität (E) die Rotationsachse Rr des Innenläufers (4) parallel zur Rotationsachse Rs des Außenläufers (5) verstellbar ist.
11. Rotationspumpe nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rotationspumpe zusätzlich ein Umsteuergehäuse (3) aufweist, das den Außenläufer
(5) bevorzugt exzentrisch lagert und das bei einer Änderung der Drehrichtung der Rotationspumpe
(1) ca. 180° verschwenkbar ist.
12. Rotationspumpe nach dem vorgehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Umsteuergehäuse (3) durch ein Federelement (22) gegen den Innenläufer (4) gespannt
wird, und der Innenläufer (4) nach einer Änderung der Drehrichtung der Rotationspumpe
(1) das Umsteuergehäuse (3) durch Reibschluss bis zu einem Anschlag mitschleppt.
13. Rotationspumpe nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Innenläufer (4) um ein Zahnrad oder ein Flügelrad handelt und der
Außenläufer (5) das oder die entsprechende Gegenelement/e bildet.