[0001] Die Erfindung betrifft eine Pumpe gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Aus der
DE 19921365 B4 ist eine entsprechende Pumpe bekannt. Eine axiale Abstützung für den Impeller gegen
das Pumpengehäuse ist hier durch zwei Gleitringe als Gleitlager erreicht, die zwischen
einer Stirnfläche des Impellers und einem Absatz im Pumpengehäuse am Einlass angeordnet
sind. Neben einer axialen Abstützung für den Impeller bzw. eine Baueinheit aus Impeller
und Rotor des Pumpenmotors wird so eine Abdichtung geschaffen zwischen Saugseite am
Impellereinlass und Druckseite am Impellerauslass, um einen Rückfluss durch den Spalt
zwischen Pumpengehäuse und Impeller zurück zum Einlass zu verhindern. Ein solcher
Rückfluss würde den Wirkungsgrad der Pumpe nämlich deutlich senken.
Aufgabe und Lösung
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine eingangs genannte Pumpe zu schaffen,
mit der Nachteile des Standes der Technik vermieden werden können und insbesondere
eine praxistaugliche axiale Abstützung des Impellers möglich ist bei einfacher Fertigung.
[0004] Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Pumpe mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Vorteilhafte
sowie bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der weiteren Ansprüche
und werden im Folgenden näher erläutert. Der Wortlaut der Ansprüche wird durch ausdrückliche
Bezugnahme zum Inhalt der Beschreibung gemacht.
[0005] Es ist vorgesehen, dass die Pumpe eine Pumpenkammer und einen darin rotierenden Rotor
bzw. Impeller aufweist. In die Pumpenkammer in einem Pumpengehäuse führt ein Einlass
hinein und ein Auslass führt wieder heraus. Zum Antrieb des Impellers weist die Pumpe
einen Pumpenmotor mit einem Rotor auf, wobei Rotor und Impeller miteinander verbunden
sind. Vorteilhaft ist der Pumpenmotor bürstenlos ausgebildet. Der Impeller, der beim
Betrieb üblicherweise zum Einlass hin gezogen wird, ist in dieser axialen Richtung
hin zu dem Einlass bzw. weg von dem Rotor abgestützt, wofür eben eine axiale Abstützung
gegen ein Axiallager vorgesehen ist.
[0006] Erfindungsgemäß liegt das Axiallager auf einer Rotationsachse bzw. Drehachse des
Rotors, also mittig. Dies bedeutet, dass die Rotationsachse des Rotors und somit auch
des Impellers durch eine Lagerfläche des Axiallagers verläuft. Dabei darf diese Rotationsachse
des Rotors nicht mit der Motorachse verwechselt werden, wenngleich natürlich auch
die Rotationsachse mittig durch die Motorachse verläuft.
[0007] Ein Vorteil dieser zentralen Ausbildung und Anordnung des Axiallagers liegt darin,
dass so eine notwendige Lagerfläche relativ klein gehalten werden kann. Ebenso ist
die Relativgeschwindigkeit, mit der sich die Lagerflächen am Axiallager gegeneinander
bewegen, relativ gering. Dadurch kann zum einen die Baugröße verringert werden bzw.
es lässt sich die Menge an Material für das Axiallager reduzieren, welches üblicherweise
spezielles, schwer zu verarbeitendes und/oder teures Material ist. Gleichzeitig sind
die entstehenden Druckkräfte bei einer solchen Pumpe dadurch, dass der Impeller zum
Einlass gezogen wird, nicht allzu groß. Insofern können diese Kräfte auch mit einer
relativ kleinflächigen axialen Abstützung aufgefangen werden. Außerdem kann so auch
eine sehr reibungsarme Lagerung erreicht werden im Vergleich zu der vorgenannten Lagerung
mittels Gleitringen, was sich wiederum vorteilhaft auf Energieverbrauch und Wirkungsgrad
der Pumpe auswirkt.
[0008] Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass so die Anordnung des Impellers im Pumpengehäuse
viel präziser möglich ist bei gleichzeitig einfacherer Herstellung der Pumpe. Durch
die Lagerung mit dem Axiallager in dem Bereich, in dem es für den Impeller von Bedeutung
ist, kann sie sehr präzise sein. Dies wird nachfolgend noch näher erläutert.
[0009] In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung sind Rotor und Impeller als Baueinheit
ausgebildet. Dabei können sie nicht nur irgendwie zusammen montiert sein, sondern
vorteilhaft unlösbar sein bzw. einteilig hergestellt sein. Die Ausbildung von Rotor
und Impeller als Baueinheit erfolgt vorteilhaft schon vor Zusammenbau der Pumpe. Beispielsweise
können Rotor und Impeller als Baueinheit einstückig in einem Kunststoffspritzvorgang
aus Kunststoff hergestellt werden, besonders vorteilhaft in zwei oder drei Schritten.
[0010] Des Weiteren kann die Baueinheit aus Rotor und Impeller vorteilhaft derart ausgebildet
sein, dass der Impeller sozusagen direkt auf den Rotor aufgesetzt ist bzw. sich zumindest
keine Pumpenkammerwandung dazwischen befindet. Insbesondere sollte kein Pumpenkammerboden
dazwischen sein, so dass Aufbau bzw. auch Montage sehr leicht durchzuführen sind.
Vorteilhaft weist hierzu der Impeller einen größeren Durchmesser auf als der Rotor,
so dass die Baueinheit in Richtung in den Motor hinein montiert werden kann.
[0011] In Ausgestaltung der Erfindung liegt das Axiallager in Verlängerung des Einlasses,
und zwar in dessen Bereich bzw. innerhalb des Einlasses. Dadurch kann erreicht werden,
dass durch das erfindungsgemäße Axiallager die grundsätzliche Bauweise des Impellers
nicht allzu sehr geändert sein muss.
[0012] Des Weiteren ist besonders vorteilhaft der Einlass eines der Teile des Pumpengehäuses,
welche dem Impeller im Bereich der Rotations- bzw. Drehachse des Rotors am nächsten
liegen. So ist die Anordnung des Axiallagers relativ einfach. Schließlich stört das
im Einlassbereich angeordnete Axiallager auch das Einströmen des geförderten Fluids
in die Pumpe hinein nur wenig, da derartige Impellerpumpen üblicherweise Druckpumpen
und keine Saugpumpen sind. Auch hier ist die Anordnung des Axiallagers auf der Rotationsachse
des Rotors zentral im Einlass von Vorteil, der vorteilhaft auch koaxial zu dieser
Rotationsachse verläuft, wodurch auch kein großer Einströmwiderstand gebildet wird.
[0013] In vorteilhafter weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann das Axiallager radial
gesehen innerhalb des Impellers liegen bzw. auf dessen axialer Höhe, insbesondere
in dessen oberem Endbereich. So kann eben der Aufbau des Impellers weitgehend konventionell
sein.
[0014] In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung liegt das Axiallager im Wesentlichen frei
im Einlass bzw. ist dort angeordnet. Es ist dabei mittels mehrerer Stützen am Einlass
abgestützt, insbesondere nach Art von Streben, die besonders bevorzugt in radialer
Richtung verlaufen und in ihrem Querschnitt flach ausgebildet sein können derart,
dass sie eben einen möglichst geringen Strömungswiderstand in axialer Richtung bilden.
Es können mehrere Stützen für das Axiallager vorgesehen sein, die rund um das Axiallager
bzw. in Umlaufrichtung gleich verteilt sein können. Beispielsweise können es zwei
bis vier Stützen sein für eine ausreichend stabile Halterung des Axiallagers.
[0015] Der Impeller kann ein rohrartiges Oberteil aufweisen, das in Richtung zum Einlass
hin zeigt. Der Einlass, insbesondere ein vorgenannter verlängerter Einlass, kann einen
das rohrartige Oberteil des Impellers übergreifenden Kragen aufweisen bzw. bilden,
der ebenfalls in etwa die Form eines kurzen Rohres aufweist. Dieser Kragen kann insbesondere
eine Verjüngung des Einlasses bilden. Das rohrartige Oberteil und der Kragen überlappen
einander in axialer Richtung, was zur Vermeidung eines zu großen vorgenannten Rückströmens
von Wasser von der Druckseite zur Saugseite dient. Dabei kann besonders vorteilhaft
der Kragen ein Stück in das rohrartige Oberteil des Impellers hineinreichen. Die am
Einlass vorgesehenen Stützen für das Axiallager verlaufen am Ende dieses Kragens bzw.
möglichst weit in Richtung zum Impeller hin und können somit innerhalb des rohrartigen
Oberteils des Impellers angeordnet sein. Somit erstreckt sich das Axiallager quasi
möglichst weit zum Impeller hin.
[0016] Vorteilhaft weist das Axiallager ein Gleitlager auf, an dem der Impeller bzw. die
mit ihm gebildete Baueinheit anliegt. Das Gleitlager kann eine Lagerfläche aufweisen.
Besonders vorteilhaft ist ein Lagervorsprung an einem Vorsprung oder einer Erhebung
im Inneren des Impellers angeordnet, wobei dieser Lagervorsprung mit dem Gleitlager
des Axiallagers zusammenwirken kann. Gleitlager und Lagervorsprung können dabei derart
ausgebildet sein, dass sie eine Wölbung und Einbuchtung aufweisen, die gegeneinander
oder aneinander angelegt sind und sich ineinander drehen. Durch die Form der Wölbung
und Einbuchtung kann vorteilhaft erreicht werden, dass eine Zentrierung der Baueinheit
bzw. des Impellers auf die Rotationsachse des Rotors und somit auch der gesamten Pumpe
erfolgt. Dies bedeutet, dass die sonstige Lagerung der Baueinheit bzw. auch des Rotors
des Pumpenmotors weniger aufwendig ausgebildet sein muss, insbesondere auch keine
weiteren Radiallager benötigt, da deren Zentrierung an der vom Impeller abgewandten
Seite der Baueinheit nur dort vorhanden sein muss und sich nicht über die gesamte
Länge der Baueinheit erstrecken muss. Wölbung und Einbuchtung sind dabei vorteilhaft
derart ausgebildet, dass die Einbuchtung einen größeren Radius aufweist bzw. weniger
stark gekrümmt ist als die Wölbung, die in ihr liegt. So erfolgt vorteilhaft die vorgenannte
Selbstzentrierung.
[0017] Es ist möglich, das Gleitlager am Axiallager konkav gewölbt weg vom Impeller auszubilden
und den Lagervorsprung am Impeller mit einer konvexen Wölbung weg von diesem. Somit
greift quasi eine Spitze oder Wölbung des Lagervorsprungs des Impellers in die Vertiefung
oder Einbuchtung des Axiallagers am Einlass des Pumpengehäuses. Bevorzugt wird eine
in etwa gleichmäßige bzw. abgerundete Wölbung. Für das jeweils konvex gewölbte Teil,
also quasi die Spitze am Axiallager, könnte auch tatsächlich eine sehr feine Spitze
vorgesehen sein. Dann würde sich aber im Wesentlichen eine punktförmige Lagerung ergeben,
die wiederum verschleißanfällig ist und des Weiteren sehr hohe Anforderungen an eine
Fertigung stellt.
[0018] Es ist möglich, einen Teil des Axiallagers aus Kunststoff auszubilden. Das andere
Teil kann dabei ebenfalls aus Kunststoff bestehen, alternativ aus Metall oder Graphit
oder Keramik. Zumindest ein nach innen gewölbtes Gleitlager als Vertiefung sollte
aus Kunststoff gefertigt sein. Hier können für derartige Lager allgemein bevorzugte
Kunststoffe zur Anwendung kommen, beispielsweise Polyamid, Teflon-verstärkte, POM
oder allgemein faserverstärkte Kunststoffe. Als metallische Werkstoffe bieten sich
Sinterbronze oder Messing an, insbesondere auch wegen ihrer Korrosionsbeständigkeit
beim Einsatz der Pumpe in einer Spülmaschine.
[0019] Ein Gleitlager des Axiallagers am Pumpengehäuse bzw. im Einlass ist vorteilhaft angespritzt
bzw. eingespritzt. Somit kann es im selben Arbeitsvorgang der Herstellung des Pumpengehäuses
daran befestigt werden.
[0020] Ein am Gleitlager des Axiallagers anliegender Lagervorsprung des Impellers ist vorteilhaft
ebenfalls an diesem angespritzt bzw. eingespritzt. Auch hier ergeben sich die Vorteile
der einfachen und genauen Fertigung. Alternativ könnte es auch ein von oben einsetzbares
separates Teil sein, welches durch den Anlagedruck auf das Axiallager im Betrieb der
Pumpe ohnehin nicht aus dem Impeller herausfallen kann.
[0021] Vorteilhaft dreht sich die Baueinheit auf einer festsitzenden Motorachse, welche
koaxial mit der Rotationsachse des Rotors verläuft. Diese Motorachse kann am vom Impeller
weg weisenden Ende befestigt sein, insbesondere an einem Motorgehäuse am von dem Einlass
weg weisenden Ende der Pumpe. Bevorzugt ist es eine runde Motorachse, die sich in
einer Lagerbuchse dreht, welche im Rotor angeordnet ist, insbesondere eingespritzt
ist. Die Länge der Motorachse kann dabei in weiten Grenzen frei gewählt werden. Sie
kann nahezu so lang sein wie die gesamte Baueinheit aus Rotor und Impeller. Da aber
am anderen Ende das Axiallager für die Lagerung und insbesondere auch für die Zentrierung
der Baueinheit sorgt, braucht die Motorachse nicht besonders lang zu sein und kann
nur wenige Zentimeter bzw. nur ein kleines Stück in den Rotor hineinragen. Im Wesentlichen
muss diese kurze Motorachse dann eine radiale Sicherung bzw. Zentrierung des Rotors
bzw. der Baueinheit sicherstellen. Die Zentrierung am anderen Ende der Baueinheit
wird von dem Axiallager am Einlass gebildet, was insgesamt ausreicht.
[0022] Diese und weitere Merkmale gehen außer aus den Ansprüchen auch aus der Beschreibung
und den Zeichnungen hervor, wobei die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder
zu mehreren in Form von Unterkombinationen bei einer Ausführungsform der Erfindung
und auf anderen Gebieten verwirklicht sein und vorteilhafte sowie für sich schutzfähige
Ausführungen darstellen können, für die hier Schutz beansprucht wird. Die Unterteilung
der Anmeldung in einzelne Abschnitte sowie Zwischen-Überschriften beschränken die
unter diesen gemachten Aussagen nicht in ihrer Allgemeingültigkeit.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
[0023] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen schematisch dargestellt
und werden im Folgenden näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine seitliche Schnittansicht durch eine erfindungsgemäße Pumpe mit einer Baueinheit
aus Impeller und Rotor auf einer feststehenden Motorachse, die gegen ein Axiallager
im Pumpeneinlass abstützbar ist,
- Fig. 2
- das Axiallager aus Fig. 1 in Vergrößerung im noch nicht abgestützten Zustand vor Anlaufen
des Pumpenmotors,
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf die Pumpe aus Fig. 1 mit Blickrichtung in den Einlass auf das
Axiallager,
- Fig. 4
- eine Abwandlung eines Axiallagers ähnlich Fig. 2 mit umgekehrten Wölbungen und
- Fig. 5
- eine nochmalige weitere Abwandlung eines Axiallagers entsprechend Fig. 2.
Detaillierte Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0024] In der Fig. 1 ist eine erfindungsgemäße Pumpe 11 in geschnittener Seitenansicht dargestellt.
Sie weist einen Pumpenteil 12 auf mit einer Pumpenkammer 13 in einem Pumpengehäuse
14. Die Pumpe 11 ist dabei offensichtlich als Impellerpumpe ausgebildet und kann vorteilhaft
in einem wasserführenden Haushaltsgerät, insbesondere einer Spülmaschine oder einer
Waschmaschine, eingesetzt werden.
[0025] In die Pumpenkammer 13 hinein führt ein zentraler Einlass 16 entlang einer strichpunktiert
dargestellten Längsmittelachse. Der Einlass 16 weist ein Einlassrohr 17 auf, welches
in einen radial inneren Kragen 18 mündet. Des Weiteren ist an dem Pumpengehäuse 14
ein Auslass 19 vorgesehen, siehe hierzu auch die Draufsicht aus Fig. 3.
[0026] Zum anderen weist die Pumpe 11 einen Motorteil 20 auf mit einem Stator 21 und einem
Rotor 22, der ein Rotorblechpaket 23 und Magnete 23' aufweist. Es handelt sich also
um einen bürstenlosen Nassläufer, wie er für derartige Anwendungsgebiete bekannt und
geläufig ist.
[0027] In dem Rotor 22 befindet sich eine Lagerbuchse 25, die auf einer fest im Motorteil
20 eingesteckten Motorachse 26 läuft. An den das Rotorblechpaket 23 und die Magnete
23' umschließenden Bereich des Rotors 22 schließt sich ein Impeller 30 an bzw. ist
einteilig damit hergestellt, insbesondere durch ein vorgenanntes Kunststoffspritzen.
Der Impeller 30 weist eine Bodenscheibe 31 und eine Deckscheibe 32 auf mit dazwischen
angeordneten, gebogenen Impellerflügeln 33. Derartige Impeller sind dem Fachmann bekannt,
siehe hierzu beispielsweise die
DE 102012209832.1 derselben Anmelderin mit Anmeldetag vom 12. Juni 2012. Des Weiteren weist der Impeller
30 ein rohrförmiges Oberteil 34 auf, welches sich an die Deckscheibe 32 anschließt.
Im Mittelbereich erhebt sich ein zentraler Vorsprung 35 über die Bodenscheibe 31.
Die Motorachse 26 kann bis in diesen zentralen Vorsprung 35 hinein reichen, muss aber
nicht so lang sein und kann beispielsweise nur bis zum unteren Ende der Lagerbuchse
25 verlaufen. Am Ende des zentralen Vorsprungs 35 ist ein Lagervorsprung 37 vorgesehen
bzw. angeordnet, der leicht konvex gewölbt ist bzw. in Richtung hin zum Einlass 16.
Dies wird aus der nachfolgend erläuterten starken Vergrößerung in Fig. 2 deutlich.
[0028] Zu der Fig. 2 ist zu bemerken, dass hier zwar ein erfindungsgemäßes Axiallager 39
dargestellt ist, allerdings der Übersichtlichkeit halber in einem Zustand, in dem
noch kein Anliegen erreicht ist. Es gibt also noch einen geringen Abstand, was beispielsweise
einem Ruhezustand der Pumpe 11 entsprechen kann. Gegenüber von dem Lagervorsprung
37 weist das Axiallager 39 eine Lagerschale 40 auf, die in einem Lagerhalter 41 angeordnet
ist, beispielsweise eingepresst oder eingespritzt. Unter Umständen kann es auch dasselbe
Teil sein. Der Lagerhalter 41 wiederum ist über drei Streben 42, deren radiale Anordnung
aus Fig. 3 zu ersehen ist, am Pumpengehäuse 14 bzw. am Einlassrohr 17 und Kragen 18
gehalten. Auch das Axiallager 39 bzw. Lagerhalter 41 und Strebe 42 können vorteilhaft
einstückig mit dem Einlass ausgebildet sein.
[0029] Läuft die Pumpe 11 an, so zieht es den Impeller 30 in Richtung zum Einlass 14 hin,
in der Fig. 1 also nach unten. Dadurch kommt der Lagervorsprung 37 an der Lagerschale
40 des Axiallagers 30 zum Anliegen. Durch die jeweilige Wölbung wird sichergestellt,
dass eine Zentrierung der Baueinheit aus Impeller 30 und Rotor 22 auf die strichpunktierte
Mittellängsachse bzw. Rotationsachse des Rotors erfolgt. Dazu ist der nach außen gewölbte
Lagervorsprung 37 mit einem kleineren Radius bzw. einer stärker gewölbten Oberfläche
versehen als die nach innen gewölbte Vertiefung der Lagerschale 40. Der Unterschied
kann beispielsweise geometrisch so angegeben werden, dass der Radius, falls es sich
um Kreisflächen oder angenäherte Kreisflächen handelt, der Lagerschale 40 1,5 Mal
bis 4 Mal so groß ist wie derjenige des Lagervorsprungs 37. Der Lagervorsprung 37
kann hier aus demselben Kunststoff bestehen wie auch der sonstige Impeller 30. Alternativ
kann er aus einem separaten aufgebrachten Material bestehen. Ähnliches gilt für die
Lagerschale 40, hierzu wird auf die eingangs beschriebenen Beispiele für jeweilige
Materialwahlen verwiesen.
[0030] In Fig. 4 ist eine Abwandlung eines Axiallagers 139 dargestellt. Grundsätzlich ist
das Prinzip der Anordnung des Axiallagers 139 auf der Rotationsachse des Rotors dasselbe,
auch hier sind drei Streben 142 vorgesehen. Der Lagerhalter 141 ist hier jedoch nicht
nach innen gewölbt wie in Fig. 2, sondern nach außen gewölbt bzw. bildet den ausgewölbten
Teil des Axiallagers 139.
[0031] Daran anliegend weist der Lagervorsprung 137 des Impellers 130 eine Vertiefungsschale
138 als quasi Lagerschale auf. Diese kann, wie angedeutet, aus einem anderen Material
bestehen als der Lagervorsprung 137 und angespritzt oder befestigt sein. Ähnlich wie
schon in Fig. 2 sind in der Fig. 4 die Wölbungen unterschiedlich stark ausgebildet
für ein gutes Verhältnis aus aneinander anliegender Fläche und Zentrierwirkung.
[0032] In Fig. 5 ist eine nochmals weitere Abwandlung dargestellt, die derjenigen aus der
Fig. 2 ähnelt. Das Axiallager 239 weist hier eine Lagerschale 240 auf, die von drei
Streben 242 gehalten wird. Die Lagerschale 240 wird von einem Lagerhalter 241 getragen
und besteht vorteilhaft aus hartem Material bzw. Metall, insbesondere Messing. Am
Lagervorsprung 237 des Impellers 230 ist eine Lagerspitze 244 vorgesehen, die vorteilhaft
ebenfalls aus Metall besteht und befestigt oder angespritzt ist. Während die Lagerschale
240 im Wesentlichen gewölbt ist ähnlich wie bei den vorherigen Ausführungsbeispielen,
ist die Lagerspitze 244 sehr viel spitzer ausgebildet. Sie kann entweder direkt als
möglichst feine Spitze ausgebildet sein, alternativ auch eine Abflachung von etwa
1 mm Durchmesser vorne aufweisen bzw. eine entsprechende Abrundung. Gerade in Verbindung
mit der etwas stärker nach innen gewölbten Lagerschale 240 wird dadurch auch eine
sehr gute Zentrierung erreicht. Sind die jeweiligen Materialien ausreichend verschleißfest,
kann dadurch auch eine sehr reibungsarme Lagerung erreicht werden, was sich wiederum
vorteilhaft auf Energieverbrauch und Wirkungsgrad der Pumpe auswirkt.
[0033] Ein weiterer großer Vorteil der Ausbildung der Pumpe 11 mit einem Axiallager 39 liegt
darin, dass die axiale Position des Impellers 30 in der Pumpenkammer 13 genau festgelegt
werden kann. Insbesondere kann dabei ein Spalt zwischen dem Impeller 30 bzw. Deckscheibe
32 und rohrförmigem Oberteil 34 hin zum Pumpengehäuse 14, insbesondere im Bereich
des Einlassrohrs 17 bzw. des Kragens 18, minimiert werden ohne Gefahr zu laufen, dass
es hier zu einem direkten Anliegen kommt. Dadurch kann sich eine für Impellerpumpen
typische Verlustströmung von der Druckseite hin zur Saugseite reduzieren lassen. Dadurch
wird der Wirkungsgrad bzw. die Energieeffizienz der Pumpe 11 gesteigert. Diese sehr
passgenaue Lagerung wird neben der axialen Abstützung noch durch die Zentrierung aufgrund
der speziellen Ausgestaltung des Axiallagers 39 begünstigt.
[0034] Durch die Ausbildung des Impellers 30 samt Rotor 22 und seines Teils der axialen
Lagerung kann auch eine sehr leichte und präzise Montage erreicht werden.
1. Pumpe mit einer Pumpenkammer und einem darin rotierenden Impeller, wobei ein Einlass
in die Pumpenkammer hinein führt und ein Auslass aus der Pumpenkammer heraus führt,
wobei die Pumpe zum Antrieb des Impellers einen Pumpenmotor mit einem Rotor aufweist,
wobei der Rotor und der Impeller miteinander verbunden sind, wobei der Impeller in
axialer Richtung hin zu dem Einlass abgestützt ist und wobei dafür eine axiale Abstützung
gegen ein Axiallager vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Axiallager auf einer Rotationsachse des Rotors liegt.
2. Pumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Rotor und Impeller als Baueinheit ausgebildet sind, insbesondere einteilig hergestellt
sind, schon vor Zusammenbau der Pumpe, wobei vorzugsweise die Baueinheit aus Rotor
und Impeller einstückig in einem einzigen Kunststoffspritzvorgang aus Kunststoff hergestellt
ist.
3. Pumpe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass Rotor und Impeller als Baueinheit ohne Pumpenkammerwandung dazwischen ausgebildet
und in der Pumpe angeordnet sind.
4. Pumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Axiallager in Verlängerung des Einlasses in dessen Bereich bzw. innerhalb des
Einlasses liegt.
5. Pumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Axiallager radial gesehen innerhalb des Impellers und/oder auf dessen axialer
Höhe liegt und insbesondere von dem Impeller überragt ist.
6. Pumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Axiallager im wesentlichen frei im Einlass liegt und mittels mehrerer Stützen
am Einlass abgestützt ist, wobei vorzugsweise in Umlaufrichtung mehrere Stützen zum
Pumpengehäuse hin angeordnet sind, insbesondere gleich verteilt.
7. Pumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Impeller ein rohrartiges Oberteil in Richtung zum Einlass hin aufweist, wobei
der Einlass einen das rohrartige Oberteil des Impellers übergreifenden Kragen aufweist,
der insbesondere eine Verjüngung des Einlasses bildet, wobei der Kragen ein Stück
in das rohrartige Oberteil des Impellers hineinreicht, wobei vorzugsweise innerhalb
dieses rohrartigen Oberteils des Impellers die Stützen gemäß Anspruch 6 für das Axiallager
angeordnet sind.
8. Pumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Axiallager ein Gleitlager aufweist, an dem der Impeller bzw. die Baueinheit anliegt,
wobei vorzugsweise ein Lagervorsprung an einem Vorsprung im Inneren des Impellers
angeordnet ist zum Zusammenwirken mit dem Gleitlager des Axiallagers.
9. Pumpe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass Gleitlager und Lagervorsprung derart ausgebildet sind, dass sie eine Wölbung und
eine Ausbuchtung aufweisen, die gegeneinander angelegt sind und ineinander derart
drehen, dass eine Zentrierung der Baueinheit auf die Rotationsachse des Rotors erfolgt.
10. Pumpe nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Gleitlager am Axiallager konkav gewölbt ist weg vom Impeller und der Lagervorsprung
konvex gewölbt ist weg vom Impeller.
11. Pumpe nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das nach innen gewölbte Teil von Gleitlager oder Lagervorsprung weniger gewölbt ist
als das andere daran anliegende nach außen gewölbte Teil.
12. Pumpe nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil des Axiallagers aus Kunststoff besteht und vorzugsweise das andere Teil
aus Metall, wobei vorzugsweise zumindest das nach innen gewölbte Gleitlager aus Kunststoff
besteht.
13. Pumpe nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Gleitlager am Pumpengehäuse angespritzt oder eingespritzt ist.
14. Pumpe nach einem der Ansprüche 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der am Gleitlager anliegende Lagervorsprung am Impeller angespritzt oder eingespritzt
ist.
15. Pumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Baueinheit auf einer festsitzenden Motorachse dreht, die vorzugsweise am
vom Impeller weg weisenden Ende befestigt ist, insbesondere in einem Motorgehäuse
bzw. an einem Motorgehäuse befestigt ist, wobei vorzugsweise im Rotor eine Lagerbuchse
angeordnet ist, die sich auf der Motorachse dreht.