[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Erzeugen einer Parkgebührentransaktion
für ein Fahrzeug, das eine Onboard-Unit mit einer Kennung hat. Die Erfindung betrifft
ferner eine Funkbake und eine Onboard-Unit zur Durchführung dieses Verfahrens.
[0002] Onboard-Units (OBUs) sind elektronische Geräte, die von Fahrzeugen mitgeführt werden,
um die Fahrzeuge drahtlos über Funk identifizieren zu können, beispielsweise zur Abrechnung
von Mautgebühren in elektronischen Straßenmautsystemen. OBUs können in der Form von
aktiven oder passiven Funktranspondern, RFID-Chips (radio frequency identification),
NFC-chips (near field communication), DSRC-Sendeempfängern (dedicated short range
communication), WAVE- (wireless access in vehicular environments) und WLAN-Nodes (wireless
local area networks) usw. ausgeführt sein. Die Erfindung setzt sich zum Ziel, derartige
OBUs für die Abrechnung von Parkgebühren nutzbar zu machen.
[0003] Diese Ziel wird in einem ersten Aspekt der Erfindung mit einem Verfahren zum Erzeugen
einer Parkgebührentransaktion für ein Fahrzeug erreicht, das eine Onboard-Unit mit
einer Kennung hat,
umfassend die Schritte:
- Funkabfragen der Kennung von einer straßenseitigen Funkbake aus als aktuelle Kennung;
- wenn die aktuelle Kennung einer gespeicherten alten Kennung gleicht, Erzeugen einer
Parkgebührentransaktion für die Kennung;
- Speichern der aktuellen Kennung als alte Kennung;
- Abwarten einer vorgegebenen Zeitspanne;
[0004] Wiederholen der vorgenannten Schritte.
[0005] Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass durch Vergleichen der zu einem bestimmten
Zeitpunkt funkabfragbaren Kennungen von sich im Funkabdeckungsbereich der Bake befindlichen
OBUs mit zu einem früheren Zeitpunkt abgefragten Kennungen jene Kennungen und damit
OBUs und deren Fahrzeuge festgestellt werden können, welche zu beiden Zeitpunkten
im Funkabdeckungsbereich anwesend waren und daher mit hoher Wahrscheinlichkeit dort
geparkt haben. Auf diese Weise wird ein verblüffend einfaches und auf eine beliebige
Anzahl von Parkplätzen im Funkabdeckungsbereich einer Funkbake skalierbares Verfahren
zum Erzeugen von Parkgebührentransaktionen geschaffen.
[0006] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird mit der Kennung auch eine
Position der Onboard-Unit funkabgefragt und die Parkgebührentransaktion nur dann erzeugt,
wenn zusätzlich zur genannten Kennungsgleichheit die Position in einem vorgegebenen
Bereich liegt. Dadurch können Funküberreichweiten der Funkbake abgefangen werden,
d.h. wenn der Parkbereich kleiner ist als der Funkabdeckungsbereich der Funkbake.
[0007] Bevorzugt wird mit der Kennung auch ein Status der Onboard-Unit funkabgefragt und
die Parkgebührentransaktion nur dann erzeugt, wenn zusätzlich zur genannten Kennungsgleichheit
auch der Status einem vorgegebenen Wert gleicht. Dadurch kann gewährleistet werden,
dass nur für solche OBUs, die einen entsprechenden "Parkstatus" gesetzt haben, Parkgebührentransaktionen
erzeugt werden. So können beispielsweise OBUs von Fahrzeugen, die sich nur vorübergehend
im Funkabdeckungsbereich der Funkbake befinden, weil sie neben geparkten Autos vorübergehend
im Stau stehen, ignoriert werden; umgekehrt kann ein Benutzer durch willentliches
Setzen des Parkstatus an seiner OBUs angeben, dass er nun parkt und Parkgebühren entrichten
möchte.
[0008] Die erzeugten Parkgebührentransaktionen können auf verschiedenste Art und Weise weiterverarbeitet
und abgerechnet werden. In einer ersten bevorzugten Ausführungsform werden die Parkgebührentransaktionen
von der Funkbake über Funk an die Onboard-Unit gesandt und dort beispielsweise als
Abbuchungstransaktion einem in der Onboard-Unit geführten Guthaben (einer "elektronischen
Geldbörse") angelastet. Gemäß einer alternativen bevorzugten Ausführungsform werden
die erzeugten Parkgebührentransaktionen von der Funkbake an eine Zentrale gesandt,
beispielsweise eine Mautzentrale eines Straßenmautsystems, einen Bankrechner, eine
Kreditkartenabrechnungszentrale usw. und dort einem Bank-, Kredit- oder Debitkonto
des der OBU-Kennung zugeordneten Benutzers angelastet.
[0009] Das erfindungsgemäße Verfahren arbeitet in Schritten der vorgegebenen Abwarte-Zeitspanne
und kann demgemäß Parkaufenthalte in diesen Zeiteinheiten vergebühren. Vorteilhaft
ist es, wenn die vorgegebene Zeitspanne 1 bis 30 min, bevorzugt 5 bis 20 min, besonders
bevorzugt 10 min beträgt, wodurch Kurzaufenthalte unter 10 Minuten gebührenfrei bleiben
und für längere Aufenthalte eine ausreichende Zeitgenauigkeit erreicht wird.
[0010] In einem zweiten Aspekt schafft die Erfindung eine Funkbake zum Erzeugen einer Parkgebührentransaktion
für ein Fahrzeug, das eine Onboard-Unit mit einer Kennung hat, wobei die Funkbake
einen zumindest einen Parkplatz abdeckenden Funkabdeckungsbereich hat und dafür ausgebildet
ist,
die Kennung einer in ihrem Funkabdeckungsbereich befindlichen Onboard-Unit als aktuelle
Kennung funkabzufragen,
wenn die aktuelle Kennung einer gespeicherten alten Kennung gleicht, eine Parkgebührentransaktion
für diese Kennung zu erzeugen,
die aktuelle Kennung als alte Kennung zu speichern, und
diese Schritte nach einer vorgegebenen Zeitspanne zu wiederholen.
[0011] In vorteilhafter Weise ist die Funkbake dafür ausgebildet, mit der Kennung auch eine
Position der Onboard-Unit funkabzufragen und die Parkgebührentransaktion nur dann
zu erzeugen, wenn zusätzlich zur genannten Kennungsgleichheit die Position in einem
vorgegebenen Bereich liegt.
[0012] Bevorzugt ist die Funkbake dafür ausgebildet, mit der Kennung auch einen Status der
Onboard-Unit funkabzufragen und die Parkgebührentransaktion nur dann zu erzeugen,
wenn zusätzlich zur genannten Kennungsgleichheit auch der Status einem vorgegebenen
Wert gleicht.
[0013] Besonders günstig ist es, wenn die Funkbake einen Funkabdeckungsbereich hat, der
zumindest zwei Parkplätze abdeckt, und dafür ausgebildet ist,
die Kennungen aller in ihrem Funkabdeckungsbereich befindlicher Onboard-Units als
aktuelle Kennungen funkabzufragen,
für jede aktuelle Kennung, die einer gespeicherten alten Kennung gleicht, eine Parkgebührentransaktion
zu erzeugen,
die aktuellen Kennungen als alte Kennungen zu speichern, und
diese Schritte nach der vorgegebenen Zeitspanne zu wiederholen.
[0014] Dabei kann die Funkbake aus einem Vergleich der Anzahl von aktuellen Kennungen und
Anzahl von Parkplätzen in ihrem Funkabdeckungsbereich einen Parkplatzbelegungsstatus
berechnen.
[0015] Hinsichtlich der Vorteile der erfindungsgemäßen Funkbake wird auf die obigen Ausführungen
zum Verfahren verwiesen.
[0016] In einem dritten Aspekt schafft die Erfindung eine Onboard-Unit für ein Fahrzeug,
mit einer eindeutigen Kennung, einem gespeicherten veränderbaren Status und einem
Sendeempfänger zum Übermitteln der Kennung und des Status auf eine Funkabfrage einer
Funkbake, welche Onboard-Unit sich dadurch auszeichnet, dass sie einen ersten Betriebsmodus
und einen zweiten Betriebsmodus hat, zwischen denen sie mittels eines Schalters umschaltbar
ist, wobei der Status den jeweiligen Betriebsmodus der Onboard-Unit anzeigt.
[0017] Die Onboard-Unit der Erfindung eignet sich damit insbesondere für jene Ausführungsformen
des Verfahrens und der Funkbake, bei welchen diese auf einen in der OBU gesetzten
Status Rücksicht nehmen und nur für solche OBUs Parkgebührentransaktionen erzeugen,
für welche der Benutzer den Parkmodus bzw. Parkstatus eingestellt hat.
[0018] Bevorzugt ist die Onboard-Unit mit einer Positionsbestimmungseinrichtung zur Bestimmung
ihrer aktuellen Position ausgestattet und dafür ausgebildet, auf eine Funkabfrage
der Funkbake hin ihre Position zu übermitteln.
[0019] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann die Onboard-Unit
mit einem Bewegungssensor ausgestattet sein, welcher bei einer einen Schwellwert überschreitenden
Bewegung der Onboard-Unit diese in den ersten Betriebsmodus umschaltet und/oder bei
einem einen Mindestzeitspanne überschreitenden Ausbleiben einer Bewegung der Onboard-Unit
diese in den zweiten Betriebsmodus umschaltet. Dadurch kann eine automatische, bewegungsgesteuerte
Umschaltung zwischen den beiden Betriebsmodi, nämlich dem ersten (Maut-)Betriebsmodus
für Bewegung und dem zweiten (Park-)Betriebsmodus für Stillstand über längere Zeit,
erreicht werden.
[0020] Der Maut-Betriebsmodus der Onboard-Unit, in welchem diese beispielsweise als herkömmliche
Straßenmaut-OBU mit Maut-Funkbaken auf ihrem Weg kommuniziert, kann erfindungsgemäß
dazu ausgenützt werden, eine im Park-Betriebsmodus von einer Park-Funkbake erhaltene
Parkgebührentransaktion über die Infrastruktur des Straßenmautsystems abzurechnen.
Nach Verlassen des Parkmodus und des Funkabdeckungsbereichs der Park-Funkbake sendet
die OBU die Parkgebührentransaktion beispielsweise an die erste Maut-Funkbake, der
sie auf ihrem Weg begegnet, um so die Parkgebühr über das Abrechnungssystem der Maut-Funkbaken
zu begleichen.
[0021] Besonders günstig ist es, wenn die Onboard-Unit einen stromsparenden dritten Betriebsmodus
hat, in welchen sie im zweiten Betriebsmodus nach Empfang einer Funkabfrage oder Parkgebührentransaktion
vorübergehend verfällt. Da die Funkabfragen einer Park-Funkbake vergleichsweise selten,
z.B. alle 10 Minuten, ergehen, kann die Onboard-Unit auf diese Weise beträchtlich
Strom sparen.
[0022] Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in den beigeschlossenen Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispiels näher erläutert. In den Zeichnungen zeigt:
Fig. 1 die Kommunikation einer Onboard-Unit im Maut-Betriebsmodus mit Maut-Funkbaken
auf ihrem Weg auf einer Straße schematisch im Überblick;
Fig. 2 die Kommunikation von Onbard-Units im Park-Betriebsmodus mit einer Park-Funkbake
beim Parken schematisch im Überblick;
Fig. 3 ein Blockschaltbild und Fig. 4 eine Vorderansicht einer beispielhaften Onboard-Unit
gemäß der Erfindung;
Fig. 5 ein Zustandsdiagramm des in einer Onboard-Unit ablaufenden Teils des erfindungsgemäßen
Verfahrens; und
Fig. 6 ein Flussdiagramm des in einer Park-Funkbake ablaufenden Teils des erfindungsgemäßen
Verfahrens.
[0023] In Fig. 1 bewegt sich ein Fahrzeug 1 auf einer Straße 2 mit einer Geschwindigkeit
und Fahrtrichtung 3 und in Fig. 2 parken mehrere Fahrzeuge 1 jeweils auf einem Parkplatz
4 der Straße 2. Die Straße 2 kann eine beliebige Verkehrs- oder Abstellfläche sein,
beispielsweise eine Schnellstraße, Autobahn oder ein ganzes Straßennetz in Fig. 1
oder ein Abstellstreifen, eine große Parkfläche oder ein Parkhaus in Fig. 2; all dies
wird hier unter dem Oberbegriff "Straße" 2 verstanden.
[0024] Die Fahrzeuge 1 sind jeweils mit einer Onboard-Unit (OBU) 5 ausgestattet, welche
mit straßenseitigen Funkbaken (roadside units, RSUs) 6, 7 Funkkommunikationen 8 abwickeln
können. Die OBUs 5 können eigenständige Geräte oder Bestandteile der Fahrzeugelektronik
sein. Die Funkkommunikation 8 sind Kurzreichweiten- bzw. DSRC-Funkkommunikationen
(dedicated short range communications), bevorzugt nach den Standards CEN-DSRC, ITS-G5,
IEEE 802.11p, WAVE, WLAN, RFID, NFC od.dgl. Die Funkbaken 6, 7 haben dadurch jeweils
einen lokal begrenzten Funkabdeckungsbereich 9, 10.
[0025] In den Fig. 1 und 2 sind zwei verschiedene Arten von Funkbaken 6, 7 und Anwendungsszenarien
der geschilderten Komponenten dargestellt: Die Funkbaken 6 von Fig. 1 sind entlang
der Straße 2 geografisch verteilt aufgestellte "Maut"-Funkbaken (tolling roadside
units, T-RSUs). Die Maut-Funkbaken 6 fordern mit Hilfe periodisch ausgestrahlter Funkabfragen
11 alle sie passierenden OBUs 5 zur Funkkommunikation 8 auf, wie anhand der beispielhaften
Antwort 12 veranschaulicht ist. Um aufgrund der möglicherweise hohen Geschwindigkeit
der Fahrzeuge 1 keine passierende OBU 5 zu "verpassen", werden die Funkabfragen 11
der Maut-Funkbaken 6 in verhältnismäßig kurzen Zeitabständen ausgestrahlt, beispielsweise
alle 100 ms. Für die Funkabfragen 11 werden im WAVE-Standard beispielsweise sog. WSA-Nachrichten
(wave service announcements) und im CEN-DSRC-Standard sog. BST-Nachrichten (beacon
service tables) eingesetzt.
[0026] Eine erfolgreiche Funkkommunikation 8 mit einer passierenden OBU 5 belegt, dass sich
die OBU 5 im lokal begrenzten Funkabdeckungsbereich 9 der Maut-Funkbake 6 befindet,
wodurch die Benützung des Orts der Maut-Funkbake 6 vergebührt ("vermautet") werden
kann. Die vermautete Ortsnutzung kann beispielsweise das Befahren eines Straßenstücks,
der Eintritt in ein bestimmtes Gebiet ("City Maut") od.dgl. sein.
[0027] In dem Park-Szenario von Fig. 2 werden hingegen "Park"-Funkbaken (parking roadside
units, P-RSUs) 7 eingesetzt, welche mit einer Funkabfrage 11, z.B. einer WSA- oder
BST-Nachricht, alle in ihrem Funkabdeckungsbereich 10 befindlichen OBUs 5 zu Antwortnachrichten
12 auffordern, um die Nutzung der Parkplätze 4 zu vergebühren, wie weiter unten noch
ausführlich erörtert. Eine Park-Funkbake 7 kann dabei für einen oder auch mehrere
Parkplätze 4 zuständig sein, welche zusammen einen Parkbereich P bilden.
[0028] Da parkende Fahrzeuge 1 ruhen, kann eine Park-Funkbake 7 ihre Funkabfragen 11 in
wesentlich größeren Zeitabständen ΔT aussenden als die Maut-Funkbake 6 von Fig. 1,
beispielsweise alle 10 min, was gleichzeitig die Zeitauflösung der Parkzeitabrechnung
definiert.
[0029] Der Funkabdeckungsbereich 10 der Park-Funkbake 7 kann durch optionale Maßnahmen,
beispielsweise Richtantennen, an die räumliche Ausdehnung der Parkplätze 4 angepasst
werden, um Antworten 12 von OBUs 5 von nicht-parkenden, z.B. passierenden Fahrzeugen
1 zu vermeiden. Alternativ oder zusätzlich können die OBUs 5 der Fahrzeuge 1 auch
in verschiedene, den Szenarien der Fig. 1 und 2 jeweils angepasste Betriebsmodi versetzt
werden, und zwar einen ersten Maut-Betriebsmodus (tolling mode, TM) zur Antwort 12
auf Funkabfragen 11 von Maut-Funkbaken 6, und einen zweiten Park-Betriebsmodus (parking
mode, PM) zur Antwort 12 auf Funkabfragen 11 von Park-Funkbaken 7. Optional können
die Funkbaken 6, 7 in den Funkabfragen 11 jeweils eine Bakenkennung aussenden, die
angibt, ob es sich um eine Maut-Funkbake 6 oder eine Park-Funkbake 7 handelt. Die
Bakenkennung kann beispielsweise als Dienst (service) der Bake im Rahmen einer WSA-
oder BST-Nachricht angegeben werden.
[0030] Es versteht sich, dass die Maut-Funkbaken 6 und Park-Funkbaken 7 auch durch ein und
dieselbe physische Einheit realisiert werden können, welche abwechselnd oder auch
gleichzeitig die Funktionen einer Maut- und einer Park-Funkbake 6, 7 ausübt. So kann
eine solche kombinierte Einheit 6, 7 z.B. fortlaufend in kurzen Zeitabständen Funkabfragen
11 mit Baken-Kennung einer Maut-Funkbake und in größeren Zeitabständen ΔT, d.h. gelegentlich
"eingestreut", Funkabfragen 11 mit Baken-Kennung einer Park-Funkbake 7 aussenden.
Eine solche Funkbake 6, 7 ist dann beispielsweise sowohl für das Vermauten eines Straßenstücks
der Straße 2 als auch das Vergebühren eines Parkbereichs P zuständig.
[0031] Je nach Betriebsmodus TM oder PM, in dem sich eine OBU 5 befindet, und abhängig von
der empfangenen Bakenkennung kann die OBU 5 z.B. nur Maut-Funkbaken 6 antworten, wenn
sie sich im Maut-Betriebsmodus TM befindet, oder nur Park-Funkbaken 7, wenn sie sich
im Park-Betriebsmodus PM befindet.
[0032] Der Betriebsmodus einer OBU 5 kann ferner als Datennachricht (Status) st kodiert
werden und in der Antwort 12 mitgesandt werden. Eine Funkbake 6, 7 kann den in einer
Antwort 12 empfangenen Status st entsprechend auswerten, sodass Maut-Funkbaken 6 nur
die Passagen von OBUs 5 vermauten, deren Status st = "TM" ist, und Park-Funkbaken
7 nur das Parken solcher OBUs 5 vergebühren, deren Status st = "PM" ist. Ferner können
die OBUs 5 auch jeweils ihre eigenen Positionen p messen und an die Park-Funkbaken
7 senden, welche die empfangenen Positionen p mit ihren jeweiligen Parkbereichen P
vergleichen und nur das Parken solcher OBUs 5 vergebühren, deren Positionen p in ihren
jeweiligen Parkbereich P fallen. Dies wird nun unter Bezugnahme auf die Fig. 3 - 6
näher erläutert.
[0033] Fig. 3 zeigt ein beispielhaftes Blockschaltbild, Fig. 4 eine beispielhafte Außenansicht
und Fig. 5 ein beispielhaftes Zustandsdiagramm einer OBU 5, welche zwischen (zumindest)
zwei Betriebsmodi TM und PM entsprechend den Anwendungsszenarien der Fig. 1 und 2
umschaltbar ist. Gemäß Fig. 3 weist eine OBU 5 dazu einen Sendeempfänger 13 (z.B.
nach einem der genannten DSRC-Standards) zur Durchführung der Funkkommunikationen
8, einen den Sendeempfänger 13 steuernden Mikroprozessor 14, einen Speicher 15, eine
Eingabeeinrichtung 16 und eine Ausgabeeinrichtung 17 auf. Die Ein- und Ausgabeeinrichtungen
16, 17 können auch auf andere Weise als durch die dargestellte Tastatur und Bildschirmausgabe
realisiert werden können, beispielsweise durch Sprachein- und -ausgabe, Sensoriken,
Hinweistöne usw. Die Ein- und Ausgabeeinrichtungen 16, 17 können auch durch physisch
getrennte Komponenten wie Autoradios, Navigationsgeräte, Smartphones, PDAs, Tablets
usw. gebildet und drahtgebunden oder drahtlos, z.B. über NFC, Bluetooth
®, WLAN oder Infrarot, an den Mikroprozessor 14 angebunden sein.
[0034] Optional kann die OBU 5 auch einen Bewegungssensor 18 in Form z.B. eines Satellitennavigationsempfängers
für ein globales Satellitennavigationssystem (global navigation satellite system,
GNSS), wie GPS, GLONASS, GALILEO usw. aufweisen; anstelle eines GNSS-Empfängers könnte
auch jede andere Art von Bewegungssensor 18 verwendet werden, beispielsweise ein Trägheitssensor
(inertial measurement unit, IMU) oder ein mit Komponenten des Fahrzeugs 1 verbundener
Sensor, beispielsweise eine Anbindung an den Geschwindigkeitsmesser oder Motor des
Fahrzeugs 1.
[0035] Im einfachsten Fall kann der Bewegungssensor 18 auch eine bloße Anbindung an die
Fahrzeugelektronik, z.B. das Zündschloss des Fahrzeugs, sein, so dass z.B. die Schlüsselstellung
(Motor läuft - läuft nicht) den (voraussichtlichen) Bewegungs- bzw. Parkstatus des
Fahrzeugs angibt.
[0036] Die OBU 5 kann optional weiters mit einer Positionsbestimmungseinrichtung 18' ausgestattet
sein, welche befähigt ist, die aktuelle Position p der OBU 5 - auf Abfrage, periodisch
oder fortlaufend - zu bestimmen. Die Positionsbestimmungseinrichtung 18' kann auf
jede in der Technik bekannte Art arbeiten, z.B. mittels Funktriangulation in einem
Netz geografisch verteilter Funkstationen, die z.B. durch die Funkbaken 6, 7 selbst
oder Basisstationen eines Mobilfunknetzes gebildet sein können, oder mittels Auswertung
der Zellkennungen eines zellularen Mobilfunknetzes, usw. usf. Bevorzugt ist die Positionsbestimmungseinrichtung
18' ein Satellitennavigationsempfänger zur Positionsbestimmung in einem GNSS und kann
insbesondere auch durch denselben GNSS-Empfänger gebildet sein, der für den Bewegungssensor
18 verwendet wird.
[0037] Der Speicher 15 der OBU 5 enthält - neben den entsprechenden Anwendungs- und Steuerungsprogrammen
und -daten - eine eindeutige Kennung id der OBU 5, welche beispielsweise bei der Ausgabe
oder benutzerspezifischen Initialisierung der OBU 5 festgelegt und eingespeichert
wird und die OBU 5 und/oder ihren Benutzer und/oder das Fahrzeug 1 und/oder ein Abrechnungskonto
des Benutzers eindeutig identifiziert. Die OBU-Kennung id wird in jeder Antwortnachricht
12 von der OBU 5 an ein Funkbake 6, 7 mitgesandt, um die OBU 5 gegenüber der Funkbake
6, 7 eindeutig zu identifizieren.
[0038] Der Speicher 15 kann ferner den Status st enthalten, welcher den Betriebsmodus TM
oder PM der OBU 5 für das entsprechende Szenario von Fig. 1 oder 2 angibt. Der Status
st kann sowohl in Abhängigkeit von einer vom Bewegungssensor 16 gemessenen Bewegung
(oder Nicht-Bewegung) der OBU 5 als auch durch eine Benutzerauswahl über die Eingabeeinrichtung
16 verändert bzw. eingestellt werden. Die Eingabeeinrichtung 16 kann dazu beispielsweise
eine einrastbare Taste 16' (Fig. 4) enthalten, die mit "PM" für "Park-Betriebsmodus"
PM beschriftet ist und durch Drücken und Einrasten die OBU 5 in den Park-Betriebsmodus
PM umschaltet und den Status st auf den Wert "PM" setzt. Durch Lösen bzw. Ausrasten
der Taste 16' wird die OBU 5 wieder zurück in den Maut-Betriebsmodus TM geschaltet
und der Status st auf den Wert "TM" gesetzt. Die Ausgabeeinrichtung 17 kann optional
entsprechende Hinweis- und/oder Bestätigungsmeldungen ausgeben.
[0039] Fig. 5 zeigt einige der möglichen Betriebszustände der OBU 5 nochmals im Detail in
Form eines Zustandsdiagramms (state transition-diagram). Aus dem Maut-Betriebsmodus
TM kann die OBU 5 durch Drücken der Taste 16' und/oder wenn der Bewegungssensor 18
über eine Mindestzeitspanne von z.B. 5 min keine Bewegung der OBU 5 feststellt in
den Park-Betriebsmodus PM versetzt werden. Durch Lösen der Taste 16' und/oder eine
vom Bewegungssensor 18 detektierte Bewegung der OBU 5 kann diese vom Park-Betriebsmodus
PM wieder zurück in den Maut-Betriebsmodus TM versetzt werden.
[0040] Im Park-Betriebsmodus PM kann die OBU 5 vorübergehend in einen stromsparenden Schlafmodus
("sleep") verfallen, und zwar sobald sie eine Funkabfrage 11 einer Park-Funkbake 7
empfangen und mit einer Antwort 12 beantwortet hat. Die OBU 5 kann aus dem Schlafmodus
nach Ablauf einer vorgegebenen Zeitspanne Δt aufwachen und in den Park-Betriebsmodus
PM zurückkehren. Die Zeitspanne Δt ist bevorzugt kürzer als jene Zeitspanne ΔT, die
zwischen aufeinanderfolgenden Funkabfragen 11 einer Park-Funkbake 7 liegt. Alternativ
oder zusätzlich könnte die OBU 5 auch durch den Empfang einer nächsten Funkabfrage
11 wieder aufgeweckt werden.
[0041] Fig. 6 zeigt das in einer Park-Funkbake 7 im Zusammenspiel mit der OBU 5 der Fig.
3 - 5 ablaufende Verfahren zur Erzeugung von Parkgebührentransaktionen in dem Anwendungsszenario
von Fig. 2.
[0042] In einem ersten Schritt 19 wird eine Funkabfrage 11 von der Park-Funkbake 7 ausgesandt,
um die in ihrem Funkabdeckungsbereich 10 befindlichen OBUs 5 zu Antworten 12 aufzufordern.
Im Schritt 20 werden die von den OBUs 5 einlangenden Antworten 12 empfangen, wobei
jede Antwort 12 zumindest die jeweilige Kennung id
i der OBU 5 mit dem Index i und - optional - deren Status st
i und/oder deren von der Positionsbestimmungseinrichtung 18' bestimmte Position p
i enthält. Die empfangenen Kennungen id
i, Stati st
i und Positionen p
i werden als aktueller Datensatz set
curr in der Park-Funkbake 7 vorübergehend gespeichert.
[0043] Anschließend wird innerhalb einer über alle empfangenen Kennungen id
i laufenden Schleife 21 überprüft, ob der jeweilige Status st
i auf Park-Betriebsmodus "PM" gesetzt ist oder nicht, siehe Entscheidung 22. In der
Entscheidung 22 kann zusätzlich (oder alternativ) überprüft werden, ob die jeweilige
Position p
i - soferne sie übermittelt wurde - in einen vorgegebenen geografischen Bereich, u.zw.
den Parkbereich P der Park-Funkbake 7, fällt oder nicht. Wenn nicht alle in der Entscheidung
22 überprüften Bedingungen erfüllt sind (Zweig "n" von 22), werden die nachfolgenden
Schritte 23 und 24 übersprungen und die Schleife 21 wird fortgesetzt bzw. bei Beendigung
zu Schritt 25 hin verlassen. Wenn hingegen alle Bedingungen erfüllt sind, d.h. hier:
st
i = PM und p
i ∈ P (Zweig "y" von 22), wird in einer weiteren Entscheidung 23 überprüft, ob die
jeweilige Kennung id
i einer zuvor gespeicherten "alten" Kennung id
i,last entspricht, d.h. in einem Datensatz set
last{id
i,last} von alten Kennungen id
i,last vorkommt oder nicht. Diese "alten" Kennungen id
i,last wurden in einem früheren Verfahrensdurchlauf ermittelt und im Datensatz set
last gespeichert, wie gleich im Anschluss erläutert wird.
[0044] Wenn die jeweilige aktuelle Kennung id
i keiner alten Kennung id
i,last entspricht, d.h.
nicht im Datensatz set
last vorkommt (Zweig "n" von 23), wird die Schleife 21 fortgesetzt bzw. nach ihrer Fertigstellung
zu Schritt 25 hin verlassen; wenn doch (Zweig "y" von 23), wird zum Schritt 24 verzweigt,
in welchem eine Parkgebührentransaktion ta(id
i) für die aktuelle Kennung id
i erzeugt wird, wie später noch ausführlicher erläutert.
[0045] Nach dem Schritt 24 wird die Schleife 21 fortgesetzt bzw. nach deren Vollendung zu
Schritt 25 übergegangen.
[0046] Im Schritt 25 werden nun die im Schritt 20 ermittelten aktuellen Kennungen id
i als "alte" Kennungen id
i,last umgespeichert, d.h. der aktuelle Datensatz set
curr als (nun) "alter" Datensatz set
last gespeichert.
[0047] Anschließend wird in Schritt 26 die vorgegebene Zeitspanne ΔT abgewartet, welche
zwischen den einzelnen Funkabfragen 11 der Park-Funkbake 7 liegt, und dann das Verfahren
wiederholt (Schleife 27).
[0048] Bei der nächsten Wiederholung in der Schleife 27 stellen nun die vorher ermittelten
aktuellen Kennungen id
i die "alten" Kennungen id
i,last dar, und wenn im Schritt 20 wieder "neue" aktuelle Kennungen id
i ermittelt werden, können diese dann in Schritt 23 mit den "alten" Kennungen id
i,last aus dem letzten Datensatz set
last verglichen werden. Dadurch wird bei jedem Schleifendurchlauf 27 überprüft, ob eine
von einer Park-Funkbake 7 aufgrund einer Funkabfrage 11 ermittelte OBU-Kennung id
i schon bei einer um die Zeitspanne ΔT zurückliegenden Funkabfrage 11 vorhanden war
oder nicht; wenn ja, hat ein Fahrzeug 1 mit einer OBU 5 dieser Kennung id
i offensichtlich mindestens die Zeitspanne ΔT im Funkabdeckungsbereich 10 der Park-Funkbake
7 verbracht, sodass für das Parken über die Zeitspanne ΔT eine entsprechende Parkgebührentransaktion
ta(id
i) für die OBU-Kennung id
i erzeugt werden darf (Schritt 24).
[0049] Die in Schritt 24 erzeugten Parkgebührentransaktionen ta(id
i) können von der Funkbake 7 selbst abgerechnet werden, beispielsweise indem ein in
der Funkbake 7 geführtes Benutzerkonto damit belastet wird. Alternativ können die
Parkgebührentransatkionen ta(id
i) von der Funkbake 7 an eine entfernte (nicht dargestellte) Zentrale weitergesandt
werden, welche Benutzerkonten, Mautkonten, Bankkonten, Kreditkonten usw. unter den
Kennungen id
i führt, sodass die Parkgebührentransaktionen ta(id
i) dort einem entsprechenden Abrechnungskonto angelastet werden können. Es ist aber
auch möglich, dass die erzeugte(n) Parkgebührentransaktion(en) ta(id
i) von der Funkbake 7 an die OBU 5 mit der Kennung id
i zurückgesandt und dort einem in der OBU 5 geführten Abrechnungskonto (einer "elektronischen
Geldbörse") angelastet wird/werden.
[0050] Eine weitere Möglichkeit ist, dass die von der Park-Funkbake 7 an die OBU 5 zurückgesandte(n)
Parkgebührentransaktion(en) ta(id
i) in der OBU 5 vorübergehend aufbewahrt und dann, wenn die OBU 5 wieder in den Maut-Betriebsmodus
TM zurückkehrt, von der OBU 5 an eine Maut-Funkbake 6 auf ihrem Weg zwecks Verrechnung
abgesetzt wird/werden, gleichsam wie eine Mautgebührentransaktion. Fig. 5 zeigt dazu
einen entsprechenden Betriebsmodus "post ta", in welchem die OBU 5 nach Rückkehr aus
dem Park-Betriebsmodus PM vorübergehend eintritt und auf die nächste Maut-Funkbake
6 auf ihrem Weg wartet, um bei dieser die Parkgebührentransaktion(en) ta(id
i) abzuliefern, wonach sie wieder in den "normalen" Maut-Betriebsmodus TM zurückkehrt.
[0051] Es versteht sich, dass die in Fig. 6 gezeigten Abläufe gemäß dem Fachmann bekannten
Programmiermethoden entsprechend abgewandelt werden können. So könnte beispielsweise
die Entscheidung 22 entfallen oder in den Schritt 20 mitaufgenommen und dort überprüft
werden, ob der Status st
i einer Kennung id
i auf "PM" steht und/oder die Position p
i einer Kennung id
i in den Bereich P fällt, wobei dann überhaupt nur solche Kennungen id
i als aktuelle Kennungen im aktuellen Datensatz set
curr gespeichert werden, deren Status st
i = "PM" bzw. Position p
i ∈ P ist. Auch könnte die Schleife 21 anders implementiert werden und es könnten beispielsweise
sofort nach Empfang einer Antwort 12 für eine Kennung id
i die Schritte 22 - 24 bzw. 23 - 24 durchgeführt werden, wenn dies rechentechnisch
so schnell vonstatten geht, dass dies zwischen aufeinanderfolgend eintreffenden Antworten
12 durchgeführt werden kann. Dazu ist anzumerken, dass nach manchen DSRC-Standards
die Antworten 12 von mehreren OBUs 5, die auf eine gemeinsame Funkabfrage 11 replizieren,
variabel zeitlich gestreut werden, um Kollisionen von Antworten 12 zu vermeiden, so
dass zwischen einzelnen Antworten 12 durchaus genügend Zeit für die Schritte 22 -
24 bzw. 23 - 24 verbleiben kann.
[0052] Eine Park-Funkbake 7, in deren Funkabdeckungsbereich 10 mehrere Parkplätze 4 fallen,
erhält durch die Antworten 12 der OBUs 5 im Schritt 20 gleichzeitig auch eine vollständige
Übersicht über den Belegungsstatus der Parkplätze 4 in ihrem Parkbereich P. Dazu braucht
sie lediglich die Anzahl an im Schritt 20 erhaltenen Kennungen id
i mit der Anzahl an Parkplätzen 4 im Bereich P zu vergleichen, um eine anteilige bzw.
prozentuelle Auslastung ihrer Parkplätze 4 zu erhalten, z.B. "80%", wenn 4 von 5 Parkplätzen
belegt sind, usw. usf. Der so ermittelte Parkplatzbelegungsstatus kann beispielsweise
an eine Zentrale für Parkraumbewirtschaftungsmaßnahmen gesendet werden.
[0053] Die Erfindung ist demgemäß nicht auf die dargestellten Ausführungsformen beschränkt,
sondern umfasst alle Varianten und Modifikationen, die in den Rahmen der angeschlossenen
Ansprüche fallen.
1. Verfahren zum Erzeugen einer Parkgebührentransaktion (ta) für ein Fahrzeug (1), das
eine Onboard-Unit (5) mit einer Kennung (id) hat,
umfassend die Schritte:
- Funkabfragen der Kennung (id) von einer straßenseitigen Funkbake (7) aus als aktuelle
Kennung (idi);
- wenn die aktuelle Kennung (idi) einer gespeicherten alten Kennung (idi,last) gleicht, Erzeugen einer Parkgebührentransaktion (ta) für die Kennung (id);
- Speichern der aktuellen Kennung (idi, setcurr) als alte Kennung (idi,last, setlast);
- Abwarten einer vorgegebenen Zeitspanne (ΔT);
Wiederholen der vorgenannten Schritte.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Kennung (idi) auch eine Position (pi) der Onboard-Unit (5) funkabgefragt und die Parkgebührentransaktion (ta) nur dann
erzeugt wird, wenn zusätzlich zur genannten Kennungsgleichheit die Position (pi) in einem vorgegebenen Bereich (P) liegt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Kennung (idi) auch ein Status (sti) der Onboard-Unit (5) funkabgefragt und die Parkgebührentransaktion (ta) nur dann
erzeugt wird, wenn zusätzlich zur genannten Kennungsgleichheit auch der Status (sti) einem vorgegebenen Wert (PM) gleicht.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Parkgebührentransaktion (ta) von der Funkbake (7) über Funk an die Onboard-Unit
(5) gesandt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Parkgebührentransaktion (ta) von der Funkbake (7) an eine Zentrale gesandt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die vorgegebene Zeitspanne (ΔT) 1 bis 30 min, bevorzugt 5 bis 20 min, besonders bevorzugt
10 min beträgt.
7. Funkbake zum Erzeugen einer Parkgebührentransaktion (ta) für ein Fahrzeug (1), das
eine Onboard-Unit (5) mit einer Kennung (id) hat, wobei die Funkbake (7) einen zumindest
einen Parkplatz (4) abdeckenden Funkabdeckungsbereich (10) hat und dafür ausgebildet
ist,
die Kennung (id) einer in ihrem Funkabdeckungsbereich (10) befindlichen Onboard-Unit
(5) als aktuelle Kennung (idi) funkabzufragen,
wenn die aktuelle Kennung (idi) einer gespeicherten alten Kennung (idi,last) gleicht, eine Parkgebührentransaktion (ta) für diese Kennung (idi) zu erzeugen,
die aktuelle Kennung (idi, setcurr) als alte Kennung (idi,last, setlast) zu speichern, und
diese Schritte nach einer vorgegebenen Zeitspanne (ΔT) zu wiederholen.
8. Funkbake nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Funkbake (7) dafür ausgebildet ist, mit der Kennung (idi) auch eine Position (pi) der Onboard-Unit funkabzufragen und die Parkgebührentransaktion (ta) nur dann zu
erzeugen, wenn zusätzlich zur genannten Kennungsgleichheit die Position (pi) in einem vorgegebenen Bereich (P) liegt.
9. Funkbake nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Funkbake (7) dafür ausgebildet ist, mit der Kennung (idi) auch einen Status (sti) der Onboard-Unit (5) funkabzufragen und die Parkgebührentransaktion (ta) nur dann
zu erzeugen, wenn zusätzlich zur genannten Kennungsgleichheit auch der Status (sti) einem vorgegebenen Wert (PM) gleicht.
10. Funkbake nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Funkbake (7) einen Funkabdeckungsbereich (10) hat, der zumindest zwei Parkplätze
(4) abdeckt, und dafür ausgebildet ist,
die Kennungen (idi) aller in ihrem Funkabdeckungsbereich (10) befindlicher Onboard-Units (5) als aktuelle
Kennungen (idi) funkabzufragen,
für jede aktuelle Kennung (idi), die einer gespeicherten alten Kennung (idi,last) gleicht, eine Parkgebührentransaktion (ta) zu erzeugen,
die aktuellen Kennungen (idi, setcurr) als alte Kennungen (idi,last, setlast) zu speichern, und
diese Schritte nach der vorgegebenen Zeitspanne (ΔT) zu wiederholen.
11. Funkbake nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Funkbake (7) aus einem Vergleich der Anzahl von aktuellen Kennungen (idi) und Anzahl von Parkplätzen (4) in ihrem Funkabdeckungsbereich (10) einen Parkplatzbelegungsstatus
berechnet.
12. Onboard-Unit für ein Fahrzeug, mit einer eindeutigen Kennung (id), einem gespeicherten
veränderbaren Status (st) und einem Sendeempfänger (13) zum Übermitteln (12) der Kennung
(id) und des Status (st) auf eine Funkabfrage (11) einer Funkbake (7), dadurch gekennzeichnet, dass die Onboard-Unit (5) einen ersten Betriebsmodus (TM) und einen zweiten Betriebsmodus
(PM) hat, zwischen denen sie mittels eines Schalters (16') umschaltbar ist, wobei
der Status (st) den jeweiligen Betriebsmodus der Onboard-Unit (5) anzeigt.
13. Onboard-Unit nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass sie mit einer Positionsbestimmungseinrichtung (18') zur Bestimmung ihrer aktuellen
Position (pi) ausgestattet und dafür ausgebildet ist, auf eine Funkabfrage (11) der Funkbake (7)
hin ihre Position (pi) zu übermitteln.
14. Onboard-Unit nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass sie mit einem Bewegungssensor (18) ausgestattet ist, welcher bei einer einen Schwellwert
überschreitenden Bewegung der Onboard-Unit (5) diese in den ersten Betriebsmodus (TM)
umschaltet.
15. Onboard-Unit nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass sie mit einem Bewegungssensor (18) ausgestattet ist, welcher bei einem einen Mindestzeitspanne
(ΔT) überschreitenden Ausbleiben einer Bewegung der Onboard-Unit (5) diese in den
zweiten Betriebsmodus (PM) umschaltet.
16. Onboard-Unit nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass sie dafür ausgebildet ist, eine von einer Funkbake (7) im zweiten Betriebsmodus (PM)
empfangene Parkgebührentransaktion (ta) im ersten Betriebsmodus (TM) an eine weitere
Funkbake (6) zu senden.
17. Onboard-Unit nach einem der Ansprüche 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen stromsparenden dritten Betriebsmodus (sleep) hat, in welchen sie im zweiten
Betriebsmodus (PM) nach Empfang einer Funkabfrage (11) oder Parkgebührentransaktion
(ta) vorübergehend verfällt.