[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Eisenbahnarbeitsfahrzeug mit einem von einem
Fahrwerk getragenen Chassis und vom Chassis getragenen Arbeitseinrichtungen.
[0002] Arbeiten an Eisenbahngleisen werden so weit wie möglich gleisgebunden durchgeführt,
da dadurch die Beeinträchtigung des Schienenverkehrs und die Belastung der Umgebung
gering gehalten werden kann. Eingesetzt werden hierfür schienenfahrbare Arbeitsfahrzeuge
wie beispielsweise Stopfmaschinen, Schotterpflüge, Schnellumbauzüge, Schotterbettreinigungsmaschinen,
Untergrundsanierungsmaschinen, Planumsverbesserungsmaschinen, Recyclingplanumsverbesserungsmaschinen
und dergleichen, aber auch Maschinen zum Rückbau, zum Austausch oder zur Neuherstellung
von Schienenfahrbahnen. Weiterhin kommen Kombinationsmaschinen wie beispielsweise
Schotterbettreinigungsumbaumaschinen zum Einsatz.
[0003] Im Zuge der von den Arbeitsfahrzeugen durchgeführten Arbeiten ist ein Materialtransport
innerhalb des Fahrzeugs erforderlich. So muss beispielsweise bei einer Schotterbettreinigungsmaschine
Schotter von der Aufnahmestelle der Maschine zur Reinigungseinrichtung der Maschine
und von dort zur Wiedereinbaustelle transportiert werden. Bei einer Maschine zur Neuherstellung
einer Schienenfahrbahn muss das gesamte Material wie Kies, Sand, Zement, Schwellen,
Kleineisen usw. an die entsprechende Arbeitsstelle der Maschine transportiert werden.
Entsprechend muss bei einer Maschine zum Rückbau von Schienenfahrbahnen Material von
den entsprechenden Arbeitsstellen der Maschine abtransportiert werden. Auch der Transport
eines kompletten Gleisrostes von der Arbeitsstelle weg oder zu der Arbeitsstelle hin
kann bei Gleisbauarbeiten gewünscht sein.
[0004] Die
EP 1 775 190 A2 offenbart ein System zum Transportieren von Schotter im Rahmen einer Schotterbettreinigung.
Der Schotter wird bei diesem System entweder auf Förderbändern oder in Schüttgutbehältern
entlang eines Zuges aus Eisenbahnwagen gefördert.
[0005] Die
FR 0 089 076 A1 offenbart eine Gleisbaumaschine für den Gleisumbau oder -neubau, welche einen oder
mehrere Schwellenförderer sowie einen Portalkran umfasst.
[0006] In der
WO 2008/154986 A1 ist eine Gleisbaumaschine mit einer Aufnahmevorrichtung für Kleineisen offenbart.
Die Aufnahmevorrichtung setzt sich aus zwei Förderbahnen sowie einem nachfolgenden
Förderband zusammen.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine vorteilhafte Transportmöglichkeit
für Materialien innerhalb des Arbeitsfahrzeuges zu schaffen.
[0008] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass unter- und/oder oberhalb der und/oder neben
den Arbeitseinrichtungen mindestens eine Transportbahn vorgesehen ist, auf welcher
Transportbehälter für Gegenstände längs des Arbeitsfahrzeugs verfahrbar sind.
[0009] Erfindungsgemäß werden zum Transport von Materialien innerhalb des Arbeitsfahrzeuges
also Transportkörper in Form von Transportbehältern verwendet, die auf der Transportbahn
oder den Transportbahnen längs des Arbeitsfahrzeugs verfahrbar sind. Dies hat unter
anderem den Vorteil, dass beliebige Materialien mit denselben Mitteln innerhalb des
Arbeitsfahrzeuges transportiert werden können, also insbesondere Schüttgut, wie Sand,
Zement, Kies, Schotter und dergleichen, aber auch Kleineisen, Schwellen, Flüssigkeiten
wie Kraftstoffe, Wasser und was sonst noch benötigt wird oder entsorgt werden muss,
also transportiert werden soll. Auch ein Transport von Stückgut wie Schienen, Schwellen
oder eines kompletten Gleisrosts ist bei einer geeignet ausgestalteten Transportbahn
möglich. In diesem Fall bildet z.B. der Gleisrost selbst einen Transportkörper im
Sinne der Erfindung. Die Erfindung hat außerdem den Vorteil, dass die Transportkörper
nicht nur zum Transport innerhalb des Arbeitsfahrzeuges verwendet werden können, sondern
auch zum Transport von Material über das Arbeitsfahrzeug hinweg. So können beispielsweise
Kraftstoffe auf einer Seite des Arbeitsfahrzeuges durch entsprechende Schienenfahrzeuge
antransportiert und über das Arbeitsfahrzeug hinweg zu einem auf der anderen Seite
des Arbeitsfahrzeuges befindlichen Schienenfahrzeug befördert werden, beispielsweise
zur Antriebseinheit eines Versorgungszuges.
[0010] Ein Vorteil der Verwendung von Transportkörpern anstelle von Transportbändern besteht
auch darin, dass keine Entmischung der Schüttgüter auftritt und die Verschmutzung
geringer ist. Des Weiteren können unterschiedliche Materialien gleichzeitig auf ein
und derselben Transportbahn transportiert werden, indem sie jeweils in einem eigenen
Transportkörper transportiert werden. Auch kann flexibel gearbeitet werden, da die
Transportbehälter jeder für sich in jeder Richtung verfahrbar sind, solange der Transportweg
in der entsprechenden Richtung frei ist. Es können aber auch zwei oder mehr Transportbahnen
für Transportkörper vorgesehen sein. Der Transport ist dadurch noch flexibler. Außerdem
besteht dadurch die Möglichkeit, die Transportkörper umzusortieren, indem Transportkörper
zwischen den Transportbahnen ausgetauscht werden. Neben diesen Vorteilen erhöht sich
durch die Verwendung von Transportkörpern auch die Transportprozesssicherheit.
[0011] Das Vorsehen von zwei oder mehr zueinander parallelen Transportbahnen ermöglicht
einen kontinuierlichen An- und/oder Abtransport von Material, indem die Transportkörper
auf einer Transportbahn zu einer Be- oder Entladestelle verfahren und dort befüllt
oder entladen werden und auf einer anderen Transportbahn be- bzw. entladen wieder
von der Be- oder Entladestelle weggefahren werden. Bevorzugt ist es außerdem, wenn
die Transportkörper auf den Transportbahnen in beide Richtungen verfahrbar sind, insbesondere
auch individuell. Das System ist dadurch besonders flexibel. Die Transportbahnen können
im übrigen beispielsweise als Fahrbahnen, Rollenbahnen, Gleitbahnen, Schwebebahnen,
Hängebahnen, Förderbänder, Förderketten oder dergleichen ausgebildet sein.
[0012] Die Verwendung von Transportkörpern hat auch den Vorteil, dass das Arbeitsfahrzeug
leicht so ausgebildet werden kann, dass während des Einsatzes der Zugverkehr auf einem
Nachbargleis möglich bleibt. Es ist auch relativ einfach möglich, mit dem Arbeitsfahrzeug
ein vorgegebenes Lichtraumprofil während des Einsatzes und/oder des Transports des
Arbeitsfahrzeugs einzuhalten.
[0013] Bevorzugt sind die Transportkörper auf der Transportbahn ohne zusätzliche Verlademittel
wie Kräne verfahrbar. Weiterhin sind die Transportkörper vorzugsweise direkt auf der
Transportbahn verfahrbar. Weiterhin verläuft die Transportbahn vorzugsweise im Wesentlichen
horizontal. Die aufwändige und kostspielige Bereitstellung von Portalkränen oder dergleichen
kann so vermieden werden.
[0014] Nach noch einer Ausgestaltung der Erfindung ist an mindestens einem Ende des Arbeitsfahrzeugs
eine Vorrichtung zur maschinellen Übergabe von Transportkörpern zwischen dem Arbeitsfahrzeug
und einem anderen Arbeitsfahrzeug oder einem Transportfahrzeug vorgesehen, mit welchem
Material für das Arbeitsfahrzeug an- und/oder abtransportiert wird. Damit kann eine
schnelle und einfache Ver- bzw. Entsorgung des Arbeitsfahrzeugs gewährleistet werden.
[0015] Grundsätzlich möglich ist es auch, eine seitliche Be- und Entlademöglichkeit für
die Transportkörper vorzusehen. Dadurch können Transportkörper auch von der Seite
her entnommen und gegen andere Transportkörper ausgetauscht werden, um z.B. einen
mit Abfuhrmaterial gefüllten Transportkörper gegen einen leeren Transportkörper auszutauschen,
einen leeren Transportkörper gegen einen anderen Transportkörper mit Zufuhrmaterial
auszutauschen oder einen alten Gleisrost aufzunehmen und danach einen neuen Gleisrost
abzulegen. Diese Be- und Entlademöglichkeit kann auch allein darin bestehen, dass
das Arbeitsfahrzeug eine Zugriffsmöglichkeit für ein Be- und Entladegerät schafft
wie beispielsweise ein Bagger oder ein Hubfahrzeug.
[0016] Die Transportkörper können als offene oder geschlossene Behälter oder als plattenartige
Träger ausgebildet sein. Offene Behälter sind einfach zu beladen, während geschlossene
Behälter einen guten Schutz für die transportierten Güter bieten. Plattenartige Träger
sind besonders für sperrige Güter geeignet.
[0017] Für den Beladevorgang können die Transportkörper von der Transportbahn entfernbar
sein, z.B. durch Absenken. Auf diese Weise ist auch während des Beladevorgangs weiterhin
ein Transportbahnbetrieb möglich.
[0018] Zum Verfahren der Transportkörper längs der Transportbahnen kann an diesen ein Antrieb
vorgesehen sein, beispielsweise angetriebene Rollen. Ein Antrieb kann aber auch an
den Transportkörpern selbst oder an anderer Stelle des Arbeitsfahrzeugs, beispielsweise
seitlich der Transportbahnen, vorgesehen sein. Ein Antrieb am Arbeitsfahrzeug hat
den Vorteil, dass die Transportkörper sehr einfach ausgebildet sein können, beispielsweise
als einfache Transportboxen.
[0019] Die Antriebe sind bevorzugt so ausgebildet, dass mit ihnen eine Kurvenfahrt der Transportkörper
entsprechend dem Gleisbogen des Fahrgleises erzeugbar ist und/oder dass ein Verfahren
der Transportkörper auch in Steigungen, Gefällestrecken und Überhöhungen des Gleises
möglich ist.
[0020] Dadurch ist es möglich, die Transportkörper auf beliebiger Fahrstrecke zu verfahren.
[0021] Weiter bevorzugt können die Transportkörper einzeln und/oder in Gruppen und/oder
gemeinsam verfahrbar sein. Damit wird die Flexibilität des Arbeitsfahrzeugs weiter
erhöht. Unter anderem ist es möglich, bei Steigungen weniger als alle Transportkörper
gleichzeitig zu verfahren, um die nötige Leistung und den nötigen Energieaufwand gering
zu halten. Die gemeinsame Verfahrbarkeit ermöglicht ein schnelles Be- und/oder Entladen.
Die Einzelverfahrmöglichkeit erleichtert ein Umsortieren der Transportkörper.
[0022] Die Transportkörper können nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung mechanisch
und/oder durch entsprechende Steuerung miteinander koppelbar sein. Dadurch können
zwei oder mehr Transportkörper auf einfache Weise gemeinsam verfahren werden.
[0023] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die Transportkörper gegenüber
einer Transportbahn oder dem Eisenbahnarbeitsfahrzeug verriegelbar. Hierdurch kann
verhindert werden, dass sich die Transportkörper beim Fahren des Eisenbahnarbeitsfahrzeugs
von selbst bewegen.
[0024] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die Transportkörper mit einer
maschinenlesbaren Codierung versehen. Dadurch kann der Be- und/oder Entladevorgang
automatisiert werden. Auch ist nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung eine
Fernsteuerung der Be- und/oder Entladung der Transportkörper und der Bewegung der
Transportkörper möglich.
[0025] Das Eisenbahnarbeitsfahrzeug kann auch mit einer zusätzlichen Lade- und/oder Fördermöglichkeit
für Güter wie Flüssigkeiten oder Gase ausgebildet sein, insbesondere miteinander koppelbare
Rohrleitungen. Damit kann beispielsweise eine Versorgung mit nötigem Wasser und/oder
Brennstoff und/oder eine Entsorgung von Abwasser ermöglicht werden.
[0026] Das erfindungsgemäße Eisenbahnarbeitsfahrzeug kann offen ausgebildet sein oder ein
Dach und/oder Seitenwände aufweisen. Bei Vorsehen eines Daches sind insbesondere offene
Transportkörper gegen Witterungseinflüsse geschützt. Außerdem ist die erforderliche
elektrische Isolierung gegenüber einer Fahrstromleitung gewährleistet. Durch Seitenwände
können Witterungseinflüsse weiter ferngehalten werden und die Aerodynamik des Arbeitszugs
bei Überführungsfahrten verbessert werden. Zudem sinkt die Lärmbelastung.
[0027] Das Eisenbahnarbeitsfahrzeug kann außerdem mit einem Fahrantrieb zum Fahren auf einem
Gleis ausgestattet sein. Eine Lokomotive kann dadurch entbehrlich sein.
[0028] Das erfindungsgemäße Eisenbahnarbeitsfahrzeug kann ein Schienen- und/oder Bodenfahrwerk,
insbesondere ein Raupenfahrwerk, aufweisen. Damit ist ein Fahren des Arbeitsfahrzeuges
bei unterschiedlichen Bedingungen möglich. Als Bodenfahrwerk können auch Walzen, Radfahrwerke,
Schreitwerke oder andere geeignete Fahrwerke zum Einsatz kommen. Je nach dem Betrag
der abzutragenden Stützlast können derartige Fahrwerke Gleisketten, Gummiketten oder
Gummiräder umfassen. Der Vorteil eines Schreitwerks besteht insbesondere darin, dass
es nur eine relativ geringe Bauhöhe benötigt. Weiterhin kann ein Schreitwerk leicht
mit einer relativ großen Standfläche ausgeführt werden, um so den spezifischen Flächendruck
gering zu halten. Schreitwerke ermöglichen außerdem eine vergleichsweise steife Abstützung.
Zusätzlich zu den vorstehend genannten Fahrwerken kann auch ein Hilfsfahrwerk zum
Abtragen von zusätzlichen Lasten vorgesehen sein.
[0029] Nach einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung besteht das erfindungsgemäße
Arbeitsfahrzeug aus zwei oder mehr Modulen mit je mindestens einer Arbeitseinrichtung,
bevorzugt einer Gruppe von Arbeitseinrichtungen für einen kompletten Arbeitsvorgang
wie Schotterreinigung, Gleisrückbau, Gleiseinbau, Gleisumbau, Weichenumbau, Bodenaushub
oder Bodeneinbau, Bau von Entwässerungsanlagen sowie Hebe-, Richt- und Stopfarbeiten.
Die einzelnen Module können nach Bedarf zusammengestellt werden. Damit können Aufwand
und Kosten eines Arbeitseinsatzes gering gehalten werden. Ein Problem bei gängigen
Arbeitsfahrzeugen besteht nämlich darin, dass ein weitgehend starrer Aufbau vorliegt,
der Änderungen in der Funktionalität nur eingeschränkt zulässt. Durch einen modularen
Aufbau wird die Flexibilität beträchtlich gesteigert.
[0030] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die Transportbahnen ausgebildet,
um mit Transportbahnen eines weiteren Arbeitsfahrzeugs oder Moduls oder sonstigen
Schienenfahrzeugs mit entsprechenden Transportbahnen jeweils eine durchgehende Transportbahn
zu bilden. Damit kann ein einfacher Austausch von Transportkörpern zwischen den genannten
Fahrzeugen bzw. Modulen erfolgen.
[0031] Ein Verfahren zur Durchführung von Arbeiten an Schienenfahrbahnen ist gekennzeichnet
durch die Verwendung eines Eisenbahnarbeitsfahrzeugs der vorstehend beschriebenen
Art. Bevorzugt werden zum Durchführen der Arbeiten Module des Eisenbahnarbeitsfahrzeugs
nach Bedarf zusammengestellt. Die Module können auch zeitweise beigestellt werden,
um die Länge des Arbeitsfahrzeugs möglichst gering zu halten. Auch kann die Reihenfolge
der Module während der Durchführung der Arbeiten verändert werden, beispielsweise
um eine Weiche solange wie möglich für den übrigen Verkehr freizuhalten bzw. diese
so spät wie möglich zu belegen. So kann ein vorne an dem Arbeitsfahrzeug angeordnetes
Modul bei Annähern an eine Weiche an das Ende oder eine andere Stelle des Arbeitsfahrzeugs
umgesetzt werden. Nach Passieren der Weiche durch die übrigen Module des Arbeitsfahrzeugs
kann dann das Modul bei Bedarf wieder an das vordere Ende des Arbeitsfahrzeugs umgesetzt
werden. Dies funktioniert natürlich nur mit Modulen, die in ihrer Arbeitsweise nicht
eine bestimmte Reihenfolge technologisch voraussetzen.
[0032] Es können auch mehrere gleiche Module vorgesehen sein, von denen je nach Bedarf eine
entsprechende Anzahl zusammengestellt wird. So können beispielsweise ein oder mehr
Recyclingmodule je nach gewünschter Intensität und gewünschtem Umfang der Recyclingarbeit
zusammengestellt werden.
[0033] Die Verwendung von Modulen hat neben der Flexibilität in der Anordnung der Module
den Vorteil, dass die Bestandteile des Eisenbahnarbeitsfahrzeugs jeweils für sich
relativ klein sind. Es besteht dadurch die Möglichkeit, das Arbeitsfahrzeug transportierbar,
insbesondere verschiffbar auszubilden.
[0034] Zum Überführen mehrerer Module können gemeinsame Beförderungskomponenten wie Radsätze,
deren Aufhängung oder Einrichtungen zum Bremsen oder Kuppeln des entsprechenden Zuges
vorgesehen sein.
[0035] Mittels eines Bodenfahrwerks wie vorstehend beschrieben kann eine Überführung eines
Moduls auch dann erfolgen, wenn das Modul kein eigenes Gleisfahrwerk aufweist. Beispielsweise
könnte das Modul mittels des Bodenfahrwerks auf einen Wagenzug aus Tiefladefahrzeugen
oder auf einen oder mehrere Lastkraftwagen auffahren.
[0036] Die Module können für den Überführungsbetrieb mit einer Federung versehen sein, wobei
die Federung vorzugsweise mechanisch überbrückbar ist, um im Arbeitsbetrieb eine höhere
Stabilität zu gewährleisten.
[0037] Außerdem können die Module mit einer Vorrichtung ausgestattet sein, mit welcher der
Modulboden oder auf dem Modul angebrachte Vorrichtungen auch während der Befahrung
von überhöhten Gleisen und/oder von Gleisen in Steigungen oder Gefällen waagerecht
gehalten werden kann.
[0038] Bei bestimmten Anwendungen kann die Überführung der Module unter Verwendung eines
Zugs aus Containerwaggons erfolgen, auf welchen sich geeignete Tragplatten als Transportkörper
befinden. Diese Tragplatten sind mit festen oder mit leicht zu montierenden und zu
demontierenden Arbeitseinrichtungen ausgestattet. Vorzugsweise sind derartige Tragplatten
kompatibel zu gängigen Standardcontainern, wie sie auf dem Fachgebiet bekannt sind.
Solche Tragplatten können zusammen mit den zugehörigen Arbeitseinrichtungen unter
Verwendung der an vielen Orten vorhandenen Containerförderungs-Infrastruktur verladen
und transportiert werden.
[0039] Weiterhin können Mittel zum Abstützen der Module auf dem Boden vorgesehen sein. Bevorzugt
erfolgt diese Abstützung ausschließlich auf Schichten, die entweder noch auszubauen
sind oder schon eingebaut und verdichtet worden sind. Das Abstützen auf dem anstehenden
Boden kann so vermieden werden. Es ist günstig, die Abstützmittel derart zu gestalten,
dass die spezifische Flächenpressung möglichst gering ist. Falls die spezifische Flächenpressung
geringer ist als etwa die Pressung unter dem Schuh eines Bedieners der Arbeitseinrichtung,
so ist durch die Abstützung keine signifikante Beeinträchtigung des Untergrunds zu
erwarten.
[0040] Die Module können jeweils eine Vorrichtung zur optischen und/oder akustischen Warnung
des Bedienpersonals vor Zugfahrten oder vor Bewegungen auf der Transportbahn aufweisen.
[0041] Weiterhin können die Module Umlaufbleche aufweisen, welche es ermöglichen, dass sich
das Bedienpersonal schnell von Modul zu Modul bewegen kann, ohne hierfür absteigen
zu müssen.
[0042] Die Module können auch Mittel zur Absturzsicherung aufweisen, welche z.B. den Einsatz
der betreffenden Arbeitseinrichtung auf Brücken erleichtern.
[0043] Grundsätzlich können die Module in Containerbauweise ausgeführt und von dem Fahrwerk
des zugehörigen Eisenbahnarbeitsfahrzeugs trennbar sein. Solche Arbeitscontainer können
- ohne zugehörige Eisenbahnwaggons - vorübergehend ortsfest abgestellt werden, beispielsweise
als Teil einer stationären Schotterrecyclinganlage oder einer Anlage zur Bodenwäsche.
Falls eine derartige Anlage vollständig in Containerbauweise ausgeführt ist, kann
sie besonders leicht auf dem See- und/oder Landweg transportiert werden. Der Transport
erfolgt hierbei in vorteilhafter Weise unabhängig von der Spurweite der Schienenfahrbahn.
[0044] Mittels der Transportbahn können die Transportkörper längs der Module, von Modul
zu Modul, und von Arbeitsmodulen auf andere Module wie reine Transport- oder Logistikmodule
gefördert werden, welche an einer Seite oder beiden Seiten eines Arbeitsmoduls vorgehalten
werden.
[0045] Für eine Anordnung aus mehreren Modulen kann eine gemeinsame Infrastruktur zum Austausch
von Daten vorgesehen sein. Auf diese Weise können insbesondere Daten hinsichtlich
der Zu- oder Abführung und/oder der Weiterleitung von entsprechend gefüllten oder
leeren Transportbehältern, von Energie, von Betriebsstoffen wie etwa Waschwasser oder
Kraftstoff, oder von Betriebshilfsstoffen wie etwa Schmierstoff, ausgetauscht und/oder
weitergeleitet werden. Beispielsweise kann ein Leitrechner mittels einer derartigen
Datenübermittlung Informationen hinsichtlich des betreffenden Behälterinhalts erhalten.
[0046] Die Module können in vielfältiger Weise auf bestimmte Anwendungen zugeschnitten sein.
Beispielsweise kann ein Gleisrostausbaumodul vorgesehen sein.
[0047] Die Belastung der Schiene durch die Zugspannung aus der Biegung ist erfahrungsgemäß
im Bereich des letzten auf der Schiene fahrenden Radsatzes am größten. Durch entsprechend
gesteuerte Andruckrollen in diesem Bereich kann die Biegelinie der Schiene, und somit
die maximale Zugspannung im Schienenfuß, günstig beeinflusst werden.
[0048] Die Kleineisen können durch Aufschrauben oder durch gewaltsame Zerstörung gelöst
werden. Eine entsprechende Vorrichtung zum Lösen der Kleineisen kann gegebenenfalls
leicht austauschbar ausgeführt werden. So kann das Gleisrostausbaumodul leicht an
verschiedene Kleineisenbauarten angepasst werden. Der An- und Abtransport der Lösevorrichtung
kann in günstiger Weise durch einen für diesen Zweck ausgestatteten und zum Transport
auf der Rollbahn geeigneten Transportkörper erfolgen. So braucht etwa eine Kleineisenlösevorrichtung
für seltene Kleineisenbauarten nur einmal für mehrere Module vorgehalten werden und
kann leicht zwischen diesen getauscht werden.
[0049] Optional kann das Gleisrostausbaumodul eine Vorrichtung zur Aufbereitung der aufgenommenen
Schienen für einen nachfolgenden Transport aufweisen. Eine derartige Aufbereitung
kann z.B. die Entfernung von Graten, Schweißnähten oder Flugrost sein.
[0050] Zur Herstellung einer durch die Maschine durchgeführten Erdung kann optional eine
leicht kontaktierbare Fläche durch entsprechenden Materialabtrag, etwa auf der späteren
Fahrfläche der Schiene, bereitgestellt werden.
[0051] Optional kann eine Vorrichtung zum Ablängen der ausgebauten Schienen vorgesehen sein.
Ein Zerteilen der Schienen in kleine Stücke kann erforderlich sein, um die Aufnahme
der Schienen in einen Container zu ermöglichen.
[0052] Weiterhin kann das Gleisrostausbaumodul eine Einrichtung zum Abtrennen der Rippenplatten
von den zugehörigen Holz- oder Betonschwellen und gegebenenfalls eine Einrichtung
zum Entfernen der Kopfbandagen der Holzschwellen umfassen. So können z.B. Holzschwellen
direkt auf dem Gleisrostausbaumodul für die thermische Entsorgung vorbereitet werden.
Auch kann der Abtransport der Schwellen besonders platzsparend erfolgen.
[0053] Ein großer Vorteil des Gleisrostausbaumoduls besteht darin, dass abgesehen von einer
relativ kurzen Strecke während des Einfädelns komplett auf verschleißträchtige Rollen
verzichtet werden kann, wie sie etwa in den Schienentragzangen der bekannten Schotterbettreinigungsmaschinen
zur Anwendung kommen.
[0054] Das Gleisrostausbaumodul kann auch eine Vorrichtung zum Erfassen der geometrischen
Daten des Gleises vor dem Ausbauen aufweisen. Diese Vorrichtung kann dazu ausgebildet
sein, die erfassten geometrischen Daten in Bezug zu anderen geometrischen Daten wie
z.B. festen Messpunkten zu setzen. Auf diese Daten kann eine Steuereinrichtung oder
ein Bediener beim Einbau des neuen Gleisrosts zurückgreifen.
[0055] Es kann auch eine Vorrichtung vorgesehen sein, welche den Zustand des Gleises vor
dem Ausbauen fotografisch dokumentiert. Die so gewonnenen Daten können als Basis für
allfällige Nachtragsforderungen dienen.
[0056] Weiterhin kann das Gleisrostausbaumodul eine Vorrichtung aufweisen, welche dazu ausgebildet
ist, den Zustand der ausgebauten Schwellen und/oder der ausgebauten Schienen fotografisch
zu dokumentieren.
[0057] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird ein Schüttgutausbaumodul
bereitgestellt. Ein derartiges Modul entnimmt dem Gleisbett eine Schicht Schotter
und/oder eine Schicht Planum. Die Entnahme des Schüttguts erfolgt hierbei in vorteilhafter
Weise mit einem Löffel wie bei einem Radlader. Ein solcher Aushublöffel ist im Vergleich
zu einer üblicherweise verwendeten Aushubkette ein einfaches Bauteil, dessen Verschleiß
geringer als der Verschleiß einer Kette ist. Zudem kann ein verschlissener Löffel
leicht und kostengünstig instand gesetzt werden, z.B. durch Aufschweißen. Ein kompletter
Austausch des Löffels ist ebenfalls schnell und kostengünstig möglich. Der Austausch
einer Aushubkette ist demgegenüber wesentlich aufwändiger und kostspieliger.
[0058] Die Befestigung des Löffels an der Maschine kann mit einem Schnellwechselverschluss
erfolgen, welcher es ermöglicht, dass ein Löffelwechsel teil- oder vollautomatisch
und insbesondere vor Ort auf der Baustelle erfolgen kann. Der An- und Abtransport
des Löffels kann mit einem speziellen Transportbehälter auf der Transportbahn des
Schüttgutausbaumoduls erfolgen. Auf diese Weise kann im Baustellenbetrieb leicht z.B.
ein breiter Löffel gegen einen schmalen Löffel, oder umgekehrt, ausgetauscht werden.
Ebenso kann ein Löffel mit Reißzähnen gegen einen Löffel mit Schneidkante, oder umgekehrt,
ausgetauscht werden. Der Löffel könnte auch gegen ein anderes Arbeitsgerät wie z.B.
einen Hammer, einen Bohrer oder einen Bohrhammer ausgetauscht werden.
[0059] Eine präzise Führung des Löffels kann mit einer Führungsvorrichtung in Hexapodbauweise
bewerkstelligt werden. Weiterhin kann ein Schreitwerk die erforderliche Zugkraft zur
Führung des Löffels bereitstellen.
[0060] Das Entleeren des Löffels kann durch Schwerkraft oder zumindest zeitweilig erzwungen
erfolgen. Durch eine erzwungene Entleerung wird vermieden, dass stark lehmhaltiges
Material im Löffel haften bleibt.
[0061] Die Steuerung des Löffels kann je nach Anwendung manuell, ferngesteuert oder automatisch
erfolgen. Eine manuelle Steuerung kann mittels einer Bedieneinheit durchgeführt werden,
die wahlweise mobil oder fest installiert sein kann. Eine fest installierte Bedieneinheit
kann in einem Fahrstand angebracht sein, und zwar entweder prozessorientiert vor dem
Löffel oder ergebnisorientiert hinter dem Löffel.
[0062] Eine manuelle Steuerung kann durch Hilfsfunktionen wie einen elektronischen Tiefenanschlag
unterstützt werden. Ebenso kann eine Vorrichtung vorgesehen sein, welche das unerwünschte
Eindringen des Löffels in das Lichtraumprofil eines Gegengleises oder mehrerer Gegengleise
verhindert.
[0063] Vorzugsweise hinter dem Aushublöffel kann ferner eine Vorrichtung zum Aufspüren im
Boden verborgener Metalle wie z.B. Blindgänger vorgesehen sein.
[0064] Das vorstehend beschriebene Schüttgutausbaumodul kann leicht an weitere Aufgaben
wie etwa das Ziehen von Seiten- oder Mittengräben angepasst werden.
[0065] Vorzugsweise erlaubt das Schüttgutausbaumodul die Zwischenspeicherung einer bestimmten
Menge an ausgebautem Material. Hierdurch kann die Beförderung der Transportkörper
auf der Transportbahn weiter optimiert werden.
[0066] Bei Bedarf kann das Schüttgutausbaumodul auch eine Aushubkette oder ein Becherwerk
umfassen.
[0067] Insbesondere bei einem mehrschichtigen Ausbau kann eine Anordnung von mehreren aneinandergereihten
Schüttgutausbaumodulen vorgesehen sein. Grundsätzlich kann jedoch auch - bei entsprechend
langsamem Arbeitsfortschritt - mit einem einzelnen Schüttgutausbaumodul zwei- oder
mehrschichtig ausgebaut werden.
[0068] Es kann auch eine Vorrichtung zum Wiegen der beladenen Transportkörper vorgesehen
sein. Diese Vorrichtung könnte auch zum Bestimmen des Schwerpunkts der beladenen Transportkörper
ausgebildet sein.
[0069] Weiterhin könnte ein Schüttgutausbaumodul eine Vorrichtung zum geometrischen Vermessen
des Untergrunds vor und/oder nach dem Aushub aufweisen.
[0070] Ein Schüttgutausbaumodul kann ferner eine Vorrichtung zum Ermitteln der Tragfähigkeit
des Untergrunds vor und/oder nach dem Aushub aufweisen.
[0071] Darüber hinaus kann eine Vorrichtung zum fotografischen Dokumentieren des Untergrunds
vor/oder nach dem Aushub vorgesehen sein.
[0072] Gemäß einer weiteren Ausführungsform wird ein Schüttguteinbaumodul bereitgestellt,
welches dazu ausgebildet ist, der Transportbahn mindestens einen beladenen Transportkörper
zu entnehmen, diesen in einen Vorratsbunker zu entleeren und den Inhalt des Transportkörpers
anschließend einzubauen und gegebenenfalls zu verdichten.
[0073] Das Schüttguteinbaumodul kann dazu ausgebildet sein, eine oder mehrere Lagen von
Geotextil, Geogitter und/oder Styroporplatten einzubauen. Das hierzu benötigte Material
kann in vorteilhafter Weise mittels Transportkörpern auf der Transportbahn herangefördert
werden. Während der Entleerung kann der Transportkörper von der Transportbahn entfernt
werden.
[0074] Das Schüttguteinbaumodul kann ferner eine Vorrichtung zum chemischen Verfestigen
der oberen und/oder einer seitlichen Schicht bzw. zweier seitlicher Schichten aufweisen.
Zum chemischen Verfestigen kann insbesondere eine Kalkschicht oder eine Zementschicht
aufgebracht werden.
[0075] Das Schüttguteinbaumodul kann auch eine Vorrichtung aufweisen, welche dazu ausgebildet
ist, die Kante oder die beiden Kanten der eingebauten Schicht vor Kopf, d.h. seitlich
links und/oder rechts, zu verdichten.
[0076] Weiterhin kann das Schüttguteinbaumodul eine Vorrichtung zum Bestimmen der Feuchtigkeit
des einzubauenden Schüttguts, eine Vorrichtung zum definierten Anfeuchten des einzubauenden
Schüttguts, eine Vorrichtung zum Waschen des Schotters, eine Vorrichtung zum Verdichten
des Grundschotterbetts, eine Vorrichtung zur Erfassung der Verdichtungsparameter und/oder
eine Vorrichtung zum Erfassen der eingebauten Schüttgutmenge aufweisen. Im Übrigen
kann das Schüttguteinbaumodul mit den gleichen Hilfs- und Zusatzvorrichtungen ausgestattet
sein wie vorstehend in Bezug auf das Schüttgutausbaumodul beschrieben.
[0077] Gemäß einer weiteren Ausführungsform wird ein kombiniertes Schüttgutein- und -ausbaumodul
bereitgestellt, welches die Funktionalitäten des Schüttgutausbaumoduls mit denen des
Schüttguteinbaumoduls vereinigt. Ein derartiges Modul wird vorzugsweise in der Mitte
der Bauspitzenmodule, an deren tiefsten Punkt, in die Arbeitskonfiguration eingereiht.
Mit einem derartigen kombinierten Modul kann zum einen die Länge des tiefsten Abschnitts
der Baustelle relativ kurz gehalten werden und zum anderen der Lastabtrag auf dem
anstehenden Untergrund vermieden werden.
[0078] Ein kombiniertes Schüttgutein- und -ausbaumodul kann auf der linken und/oder auf
der rechten Seite mit einem wandernden Verbau ausgestattet sein. Das Modul kann insbesondere
trennbar ausgeführt sein.
[0079] Gemäß einer weiteren Ausführungsform wird ein Gleisrosteinbaumodul bereitgestellt,
welches der Transportbahn mindestens einen Transportkörper mit - vorzugsweise neuen
- Schwellen entnimmt und unter Hinzunahme von ebenfalls herangeförderten Schienen
einen Gleisrost montiert.
[0080] Das Gleisrosteinbaumodul kann eine Vorrichtung zum Erfassen, Überwachen und gegebenenfalls
Aufzeichnen von Montageparametern wie dem Anzugsmoment und dem Drehwinkel der Schwellenschrauben,
eine Vorrichtung zum fotografischen Dokumentieren des montierten Gleisrosts, eine
Vorrichtung zum Abschleifen oder Abfräsen der Walzhaut der Schienen, eine Vorrichtung
zum Profilieren der Schienenköpfe mittels Schleifen oder Fräsen, eine Vorrichtung
zum Verbinden der einzubauenden Schienenstücke noch vor dem Einbau mittels Abbrennstumpfschweißen
und/oder eine Vorrichtung zum Messen der Nullspannungstemperatur aufweisen.
[0081] Optional kann das Gleisrosteinbaumodul eine Vorrichtung aufweisen, welche dazu ausgebildet
ist, die Schienen nullspannungsrichtig einzubauen. Dies kann durch Anwärmen etwa mittels
Induktivität oder Wärmestrahlung geschehen.
[0082] Ein Gleisrosteinbaumodul wie vorstehend beschrieben ist in der Lage, den neuen Gleisrost
derart abzulegen, dass er relativ zu dem alten, zuvor entnommenen Gleisrost um ein
beträchtliches Stück versetzt zum Liegen kommt. Bei herkömmlichen Maschinen können
hierbei höchstens wenige Dezimeter Versatz erreicht werden. Mit einem Gleisrosteinbaumodul
wie vorstehend beschrieben kann hingegen ein Versatz von mehr als einem Meter erreicht
werden. Mechanisch wird dies durch die Lenkfunktionalität bewerkstelligt, welche ohnehin
für das Arbeiten in Kurven benötigt wird. Die Messtechnik muss jedoch für den großen
Versatz ausgelegt sein.
[0083] Gemäß einer weiteren Ausführungsform wird ein Schottergänzungs-, -stopf- und richtmodul
vorgesehen, welches das abgelegte Gleis stopft und gegebenenfalls eine Schotterergänzung
vornimmt. Bei Bedarf kann parallel zu dem Stopfprozess ein Verdichten des Schotters
vor Kopf durchgeführt werden.
[0084] Die Versorgung mit Schotter erfolgt hierbei bevorzugt durch das Abkippen des Inhalts
mindestens eines von der Transportbahn angelieferten Transportkörpers. Die Vorrichtung
zum Abkippen des Schotters kann optional von der Stopfeinrichtung trennbar ausgeführt
sein. Wenn das Stopfmodul in einer Arbeitskonfiguration mit mehreren anderen Modulen
zum Einsatz kommt, ist vorzugsweise eine feste Kopplung vorgesehen, so dass die Transportbahn
zwischen den beiden Modulen nicht unterbrochen wird. Arbeitet das Stopfmodul alleine,
so kann das Schotterversorgungsmodul derart angekoppelt werden, dass sich das Stopfmodul
unabhängig von dem Schotterversorgungsmodul um einige Meter bewegen kann. Soll das
Stopfmodul in ähnlicher Weise wie eine konventionelle Stopfmaschine ohne Schotterzuführung
betrieben werden, so kann auf das Mitführen eines Schotterversorgungsmoduls auch verzichtet
werden.
[0085] Kommen in einer Arbeitskonfiguration zwei oder mehrere Stopfmodule zum Einsatz, so
können diese von einem Schotterversorgungsmodul mit Ergänzungsschotter versorgt werden.
[0086] Das Schottergänzungs-, -stopf- und richtmodul kann eine Vorrichtung zum Erfassen
und Dokumentieren der Stopf- und/oder der Richtparameter aufweisen.
[0087] Im Übrigen kann das Schottergänzungs-, -stopf- und richtmodul mit den gleichen Hilfs-
und Zusatzvorrichtungen ausgestattet sein wie sie vorstehend bereits beschrieben wurden.
[0088] Gemäß einer weiteren Ausführungsform wird ein Bodenverbesserungs- oder Felsausbruchsmodul
bereitgestellt, welches dazu ausgebildet ist, Baukalk und/oder Zement auf das anstehende
Planum aufzubringen und in dieses einzufräsen. Eine hierfür vorgesehene Fräswalze
kann auch zum Ausfräsen von Fels genutzt werden.
[0089] Das einzubringende Material kann in vorteilhafter Weise durch einen speziell angepassten
Transportkörper herantransportiert werden. Um den Betrieb auf der Transportbahn weiter
zu optimieren, kann der Transportkörper bei Bedarf vorübergehend aus der Rollbahn
entfernt werden.
[0090] Gemäß einer weiteren Ausführungsform wird ein Energiemodul bereitgestellt, welches
weitere Module unterschiedlicher Art mit, insbesondere elektrischer, Energie versorgt.
[0091] Neben einer Stromerzeugung mittels Dieselmotor könnte auch eine Brennstoffzelle oder
eine Gasturbine zur Stromversorgung vorgesehen sein. Optional kann die Versorgung
mit elektrischem Strom auch über eine vorhandene Oberleitung erfolgen.
[0092] Das Nachfüllen des Brennstofftanks des Energiemoduls kann mit einem Inhalt eines
auf der Transportbahn herangeförderten Transportkörpers erfolgen. Auf Wunsch kann
der Transportkörper während des Umfüllens des Kraftstoffs aus der Transportbahn entfernt
werden. Optional kann somit auf den Kraftstofftank des Energiemoduls verzichtet werden,
da die Versorgung des Energiemoduls direkt aus dem Tank eines Transportkörpers erfolgen
kann.
[0093] Weiterhin kann ein Leit-, Steuer- und Dokumentationsmodul bereitgestellt werden,
in welchem zentral alle Arbeitsparameter festgelegt sowie alle Messwerte überwacht
und optional dokumentiert werden. Optional kann dieses Modul mit Einrichtungen zur,
vorzugsweise chemischen, Analyse von Stoff- oder Flüssigkeitsströmen ausgestattet
sein.
[0094] Auch können Sichtfenster zum Betrachten des Stoffwechels auf der Transportbahn und/oder
zum Betrachten des Langschienentransports in einer Langschienentransportvorrichtung
vorgesehen sein.
[0095] Gemäß einer weiteren Ausführungsform wird ein Schüttgutentlademodul bereitgestellt.
Sollen Schüttgüter wie etwa ausgebauter Schotter oder ausgebautes Planumsmaterial
einen Recyclingprozess zugeführt werden, so wird das betreffende Schüttgut zunächst
dem Transportbehälter entnommen. Zu diesem Zweck wird mindestens ein Transportkörper
temporär der Transportbahn entnommen und dessen Inhalt wird in einem Behälter innerhalb
des Moduls abgekippt. Im folgendem wird das abgekippte Schüttgut mit einem Förderer
wie einem Gurtförderer als Volumenstrom einem weiteren Modul übergeben.
[0096] Währens des Aushubprozess mittels Aushubkette erfolgt bereits eine Trennung des Schotters
von der anhaftenden Verunreinigung. Es ist zu erwarten, dass beim Aushub mittels Löffel
diese Trennung nicht im erforderlichen Ausmaß erfolgt. Das Schotterübergabemodul kann
daher optional mit einer Vorrichtung versehen werden, mittels welcher dieser Trennprozess
bewirkt wird, z.B. durch das Einbringen von mechanischer Energie.
[0097] Optional kann das Schüttgutentlademodul mit einer Vorrichtung zur Messung des Volumenstroms
und/oder des Massenstroms ausgestattet sein.
[0098] Optional kann ein Speicher für das abzukippende Schüttgut vorgesehen sein. So kann
die Bewegung der Transportkörper auf der Transportbahn leichter optimiert werden.
[0099] Weiterhin kann ein Schüttgutprozessmodul bereitgestellt werden, in welchem ein trockener,
teilnasser oder nasser Schotterrecyclingprozess stattfindet.
[0100] Des Weiteren kann ein Schüttgutverlademodul bereitgestellt werden, welches nach oder
während der Bearbeitung im Rahmen eines Recyclingprozesses die betreffenden Schüttgüter
zum Abtransport wieder in Transportkörper verlädt. Ein derartiges Schüttgutverlademodul
verlädt bevorzugt einen z.B. mittels eines Fördergurts angeförderten Stoffstrom in
mindestens einen dafür der Transportbahn entnommen Transportkörper.
[0101] Optional kann ein solches Schüttgutverlademodul eine Vorrichtung aufweisen, welche
einen Stoffstrom oder mehrere Stoffströme durchleitet und an ein nachfolgendes Modul
übergibt.
[0102] Alle vorstehend beschriebenen Module arbeiten vorzugsweise mit einem kontinuierlichen
Stoffstrom. Für die Bearbeitung kleiner Stoffmengen, wie sie etwa beim Weichenumbau
anfallen, kann jedoch ein chargenweiser Prozess besser geeignet sein.
[0103] Einzelne der vorstehend beschriebenen Module können auch Aufgaben für andere Module
übernehmen. So können einzelne Module eine Energieversorgung umfassen und damit andere
Module mit Energie versorgen. Auch kann eine Antriebseinrichtung nur in einem oder
einem Teil der Module vorgesehen sein, um das Eisenbahnarbeitsfahrzeug zu verfahren.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann das Eisenbahnarbeitsfahrzeug
ein Gewichtskraftmanagement aufweisen, um ein Abtragen der Gewichtskraft über einen
Teil der Module durchzuführen. Dies hat den Vorteil, dass einzelne Module temporär
keine Gewichtskraft abtragen müssen. Dies ist insbesondere am Baustellenanfang und
-ende sowie beim Passieren von Unstetigkeiten und für Wartungs- und Reparaturzwecke
vorteilhaft.
[0104] Schließlich können die Transportkörper auch vor und/oder nach dem Befüllen und/oder
nach dem Entleeren gewogen werden, um zu bestimmen und gewünschtenfalls zu dokumentieren,
welche Menge von welchem Transportgut an welcher Stelle ein- oder ausgebaut wurde.
[0105] Alle zuvor beschriebenen Varianten und Ausführungsformen sind sowohl für sich als
auch in beliebiger Kombination miteinander erfindungswesentlich und bilden damit jeweils
einen Erfindungsgegenstand.
[0106] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend
beschrieben. Es zeigt, als einzige Figur
- Fig. 1
- eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Eisenbahnarbeitsfahrzeugs .
[0107] Das in Fig. 1 dargestellte erfindungsgemäße Eisenbahnarbeitsfahrzeug umfasst ein
von einem Fahrwerk 1 getragenes Chassis 2 und vom Chassis 2 getragene Arbeitseinrichtungen
3, 4. Beispielhaft dargestellt ist hier eine Aushubvorrichtung 3 und eine Einbaueinrichtung
4.
[0108] Oberhalb der Arbeitseinrichtungen 3, 4 ist eine Transportbahn 5 vorgesehen, auf welcher
Transportkörper 6 für Güter längs des Arbeitsfahrzeugs verfahrbar sind. Die Transportbahn
5 ist dabei als Rollenbahn ausgebildet mit Rollen 7, auf welchen die als Boxen ausgebildeten
Transportkörper verfahren werden können. Zum Verfahren der Transportkörper 6 können
die Rollen 7 oder zumindest einzelne Rollen 7 drehantreibbar sein.
[0109] Die Transportkörper 6 können alle Arten von Gütern, insbesondere Arbeitsmaterial
wie Schotter, Sand, Kies, Zement, Schwellen, Kleineisen, Plättchen, Asphalt, Stoffe
zur Bodenverbesserung, Rammsäulen und Signalfundamente, aber auch Versorgungsmaterialien
wie Kraftstoff und Wasser aufnehmen. Sie können sowohl zum Versorgen als auch zum
Entsorgen der Arbeitseinrichtungen 3, 4 des Arbeitsfahrzeuges dienen.
[0110] Die Transportkörper 6 können beispielsweise über ein Förderband 8 mit Aushubmaterial
der Aushubeinrichtung 3 beladen werden. Hierfür können die Transportkörper 6 zwischen
einer Beladeposition 9 und der Transportbahn 5 bewegt werden.
[0111] Zum Versorgen der Einbaueinrichtung 4 kann ebenfalls ein Förderband 10 vorgesehen
sein, welches über eine Befülleinrichtung 11 mit Material aus den Transportkörpern
6 befüllt werden kann. Hierfür kann an einer Befüllposition 12 eine hier nicht dargestellte
Einrichtung zum Entleeren der Transportbehälter 6 vorgesehen sein.
[0112] Das in Fig. 1 dargestellte Arbeitsfahrzeug kann ein Modul eines Eisenbahnarbeitsfahrzeugs
darstellen. Mehrere derartige Module können erfindungsgemäß zusammengestellt werden.
Dabei kann jedes Modul unterschiedliche Arbeitseinrichtungen aufweisen, es können
aber auch zwei oder mehr gleiche Module zusammengestellt werden. Die Transportbahnen
5 der Module sind so ausgebildet, dass die Transportbahnen mehrerer Module eine durchgehende
Transportbahn bilden. Auch können die Transportbahnen 5 mit entsprechenden Transportbahnen
von anderen Schienenfahrzeugen eine durchgehende Transportbahn bilden, beispielsweise
mit Ver- und/oder Entsorgungszügen.
Bezugszeichenliste
[0113]
- 1
- Fahrwerk
- 2
- Chassis
- 3
- Aushubeinrichtung
- 4
- Einbaueinrichtung
- 5
- Transportbahn
- 6
- Transportkörper
- 7
- Rolle
- 8
- Förderband
- 9
- Beladeposition
- 10
- Förderband
- 11
- Befülleinrichtung
- 12
- Entladeposition
- I
- Fahrtrichtung
1. Eisenbahnarbeitsfahrzeug mit einem von einem Fahrwerk (1) getragenen Chassis (2) und
vom Chassis (2) getragenen Arbeitseinrichtungen (3, 4) zum Durchführen von Arbeiten
an Schienenfahrbahnen,
dadurch gekennzeichnet, dass
unter- und/oder oberhalb der und/oder neben den Arbeitseinrichtungen (3, 4) mindestens
eine Transportbahn (5) vorgesehen ist, auf welcher Transportbehälter (6) für Gegenstände
längs des Arbeitsfahrzeugs verfahrbar sind.
2. Eisenbahnarbeitsfahrzeug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Transportbehälter (6) auf der Transportbahn (5) ohne zusätzliche Verlademittel
wie Kräne verfahrbar sind.
3. Eisenbahnarbeitsfahrzeug nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Transportbehälter (6) direkt auf der Transportbahn (5) verfahrbar sind und/oder
dass
die Transportbahn (5) zumindest im Wesentlichen horizontal verläuft.
4. Eisenbahnarbeitsfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche ,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Transportbahn (5) und die Transportbehälter (6) zur Zu- und/oder Abfuhr von Material
für das Arbeitsfahrzeug und/oder für Arbeitseinrichtungen (3, 4) des Arbeitsfahrzeugs
ausgebildet sind und/oder dass
die Transportbahn (5) zur Beförderung von Schienen und/oder eines Gleisrosts ausgebildet
ist.
5. Eisenbahnarbeitsfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Transportbehälter (6) auf der Transportbahn (5) individuell in beiden Richtungen
verfahrbar sind und/oder dass das Arbeitsfahrzeug offen ausgebildet ist oder ein Dach
und/oder Seitenwände aufweist und/oder dass das Arbeitsfahrzeug ein Schienen- und/oder
Bodenfahrwerk, insbesondere Raupenfahrwerk, aufweist und/oder dass das Arbeitsfahrzeug
so ausgebildet ist, dass während des Einsatzes zumindest der Zugverkehr auf einem
Nachbargleis möglich ist, und bevorzugt so, dass der Lichtraum eines in einem Gegengleis
fahrenden Zuges nicht verletzt ist.
6. Eisenbahnarbeitsfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
am Eisenbahnarbeitsfahrzeug ein Antrieb zum Verfahren der Transportbehälter (6) längs
der Transportbahnen (5) vorgesehen ist und/oder dass mindestens ein Teil der Transportbehälter
(6) mit einem Antrieb versehen ist, wobei, bevorzugt, in mindestens einer Transportbahn
(5) und/oder außerhalb der Transportbahn (5) ein Antrieb vorgesehen ist und/oder der
Antrieb zur Erzeugung einer Kurvenfahrt der Transportbehälter (6) entsprechend dem
Gleisbogen des Fahrgleises und/oder zum Verfahren der Transportkörper (6) in Steigungen,
Gefällestrecken und Überhöhungen eines Gleises ausgebildet ist.
7. Eisenbahnarbeitsfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens zwei zueinander parallele Transportbahnen (5) vorgesehen sind, längs denen
die Transportbehälter (6) verfahrbar sind, bevorzugt jeweils in beide Richtungen oder
in entgegengesetzte Richtungen, wobei, bevorzugt, wenigstens zwei Transportbahnen
(5) nebeneinander oder übereinander auf dem Eisenbahnarbeitsfahrzeug verlaufen.
8. Eisenbahnarbeitsfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Vorrichtung zum zeitweisen oder dauerhaften Entfernen mindestens eines Transportbehälters
(6) aus einer Transportbahn (5), insbesondere zum Befüllen oder Entleeren eines Transportbehälters
außerhalb der Transportbahn, oder zum Wechseln von Transportbehältern (6) zwischen
zwei Transportbahnen (5) vorgesehen ist, wobei, bevorzugt eine Steuerung vorgesehen
ist, durch welche die Transportbehälter (6) auf den Transportbahnen (5) sortierbar
sind und/oder dass eine Wiegeeinrichtung zum Wiegen der Transportbehälter (6) vor
und/oder nach dem Befüllen und/oder nach dem Entleeren vorgesehen ist.
9. Eisenbahnarbeitsfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Transportbahnen (5) durch Fahrbahnen, Rollenbahnen, Gleitbahnen, Schwebebahnen,
Hängebahnen, Förderbänder, Förderkettenbahnen oder dergleichen gebildet sind und/oder
dass die Transportbehälter (6) einzeln und/oder in Gruppen und/oder alle gemeinsam
verfahrbar sind und/oder dass die Transportbehälter (6) mit einer maschinenlesbaren
Codierung versehen sind.
10. Eisenbahnarbeitsfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Transportbehälter (6) mechanisch und/oder durch Steuerung miteinander koppelbar
sind und/oder dass die Transportbehälter (6) im Transport gegenüber einer der Transportbahnen
(5) und/oder gegenüber dem Eisenbahnarbeitsfahrzeug verriegelbar sind und/oder dass
das Eisenbahnarbeitsfahrzeug eine zusätzliche Lade- und/oder Fördermöglichkeit für
Güter wie Flüssigkeiten oder Gase aufweist, insbesondere miteinander koppelbare Rohrleitungen
und/oder dass an mindestens einem Ende des Arbeitsfahrzeuges eine Vorrichtung zur
maschinellen Übergabe von Transportkörpern zwischen dem Arbeitsfahrzeug und einem
anderen Arbeitsfahrzeug oder einem Transportfahrzeug vorgesehen ist.
11. Eisenbahnarbeitsfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine seitliche Be- und Entlademöglichkeit für die Transportbehälter (6) vorgesehen
ist und/oder dass das Eisenbahnarbeitsfahrzeug aus zwei oder mehr Modulen besteht,
wobei, bevorzugt, mindestens ein Modul oder mehrere Module mit Zusatzeinrichtungen
für mehrere oder alle Module versehen sind wie Stromversorgungseinrichtung, Umrichter,
Steuer-, Überwachungs- und Dokumentationseinrichtungen, Bremseinrichtung oder dergleichen
und/oder dass mindestens ein Modul einen Fahrantrieb zum Fahren auf einem Gleis aufweist
und/oder dass zwei oder mehr Module starr miteinander koppelbar sind und/oder dass
die Gewichtskraft eines oder mehrerer Module zumindest zeitweise über ein oder mehr
andere Module abtragbar ist und/oder dass das Verfahren und/oder das Be- und/oder
Entladen der Transportkörper (6) fernsteuerbar ist.
12. Verfahren zum Durchführen von Arbeiten an Schienenfahrbahnen,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Eisenbahnarbeitsfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche verwendet wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein oder mehr Module von Eisenbahnarbeitsfahrzeugen zusammengestellt werden und/oder
dass
einzelne Module zeitweise eingesetzt werden und/oder dass die Reihenfolge der Module
während der Durchführung der Arbeiten verändert wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Modul oder mehrere Module von einem Ende des Arbeitsfahrzeugs zeitweise an das
andere Ende oder eine andere Stelle innerhalb des Arbeitsfahrzeugs angeordnet werden
und/oder dass das Abtragen der Gewichtskraft gesteuert wird und insbesondere nur über
einen Teil der Module erfolgt.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Transportkörper (6) vor und/oder nach dem Befüllen und/oder nach dem Entleeren
gewogen werden und dass daraus bestimmt und gewünschtenfalls dokumentiert wird, welche
Menge von welchem Transportgut an welcher Stelle aus- oder eingebaut wurde.
1. A railroad work vehicle having a chassis (2) supported by a truck (1) and having work
devices (3, 4) supported by the chassis (2) for carrying out work at rail carriageways,
characterized in that
at least one conveyor track (5) is provided beneath and/or above and/or next to the
work devices (3, 4), with transport containers (6) for articles being able to be moved
along the work vehicle on said conveyor track.
2. A railroad work vehicle in accordance with claim 1,
characterized in that
the transport containers (6) can be moved on the conveyor track (5) without additional
loading means such as cranes.
3. A railroad work vehicle in accordance with claim 1 or claim 2,
characterized in that
the transport containers (6) can be moved directly on the conveyor track (5); and/or
in that
the conveyor track (5) extends at least substantially horizontally.
4. A railroad work vehicle in accordance with any one of the preceding claims,
characterized in that
the conveyor track (5) and the transport containers (6) are configured for the supply
and/or removal of material for the work vehicle and/or for work devices (3, 4) of
the work vehicle;
and/or in that
the conveyor track (5) is configured for the conveying of rails and/or of a track
panel.
5. A railroad work vehicle in accordance with any one of the preceding claims,
characterized in that
the transport containers (6) can be moved individually in both directions on the conveyor
track (5); and/or in that the work vehicle is open or has a top and/or side walls; and/or in that the work vehicle has a rail-mounting base and/or a traveling base, in particular
a crawler base; and/or in that the work vehicle is configured such that the train traffic is at least possible on
an adjacent track during use and preferably such that the railroad loading gauge of
a train traveling on a counter-track is not impinged on.
6. A railroad work vehicle in accordance with any one of the preceding claims,
characterized in that
a drive for moving the transport containers (6) along the conveyor tracks (5) is provided
at the railroad work vehicle; and/or in that at least some of the transport containers (6) are provided with a drive, with, preferably,
a drive being provided in at least one conveyor track (5) and/or outside the conveyor
track (5) and/or the drive being configured for generating a cornering of the transport
containers (6) in accordance with the track arc of the travel track and/or for moving
the transport bodies (6) at upward gradients, downward incline paths and cambers of
a track.
7. A railroad work vehicle in accordance with any one of the preceding claims,
characterized in that
at least two mutually parallel conveyor tracks (5) are provided along which the transport
containers (6) can be moved, preferably each in both directions or in opposite directions,
with, preferably, at least two conveyor tracks (5) extending next to one another or
above one another on the railroad work vehicle.
8. A railroad work vehicle in accordance with any one of the preceding claims,
characterized in that
an apparatus is provided for the removal temporarily or permanently of at least one
transport container (6) from a conveyor track (5), in particular for filling or emptying
a transport container outside the conveyor track, or for changing transport containers
(6) between two conveyor tracks (5), with, preferably, a control being provided by
which the transport containers (6) can be sorted on the conveyor tracks (5); and/or
in that a weighing device is provided for weighing the transport containers (6) before and/or
after the filling and/or after the emptying.
9. A railroad work vehicle in accordance with any one of the preceding claims,
characterized in that
the conveyor tracks (5) are formed by carriageways, roller conveyors, slideways, elevated
tracks, suspended tracks, conveyor belts, conveyor chain tracks or the like; and/or
in that the transport containers (6) can be moved individually and/or in groups and/or all
together; and/or in that the transport containers (6) are provided with a machine-readable code.
10. A railroad work vehicle in accordance with any one of the preceding claims,
characterized in that
the transport containers (6) can be coupled to one another mechanically and/or by
control; and/or in that the transport containers (6) can be latched in transport with respect to one of the
conveyor tracks (5) and/or with respect to the railroad work vehicle; and/or in that the railroad work vehicle has an additional loading and/or conveying possibility
for goods such as liquids or gases, in particular mutually couplable pipes; and/or
in that an apparatus for the mechanical transfer of transport bodies between the work vehicle
and another work vehicle or a transport vehicle is provided at at least one end of
the work vehicle.
11. A railroad work vehicle in accordance with any one of the preceding claims,
characterized in that
a lateral loading and unloading possibility for the transport containers (6) is provided;
and/or in that the railroad work vehicle comprises two or more modules, with, preferably, at least
one module or a plurality of modules being provided with additional devices for a
plurality of modules or for all modules, such as a current supply device, inverter
devices, control devices, monitoring devices and documentation devices, a braking
device or the like; and/or in that at least one module has a travel drive for moving on a track; and/or in that two or more modules can be rigidly coupled to one another; and/or in that the weight of one or more modules can be removed at least temporarily via one or
more other modules; and/or in that the movement and/or the loading and/or unloading of the transport bodies (6) can
be remote controlled.
12. A method of carrying out work at rail carriageways,
characterized in that
a railroad work vehicle in accordance with any one of the preceding claims is used.
13. A method in accordance with claim 12,
characterized in that
one or more modules of railroad work vehicles are assembled; and/or in that
individual modules are used temporarily; and/or in that the order of the modules is changed during the carrying out of the work.
14. A method in accordance with one of the claims 12 or 13,
characterized in that
one module or a plurality of modules from one end of the work vehicle is/are arranged
temporarily at the other end or at another position within the work vehicle; and/or
in that the removal of the weight is controlled and in particular only takes place via some
of the modules.
15. A method in accordance with any one of the claims 12 to 14,
characterized in that
the transport bodies (6) are weighed before and/or after the filling and/or after
the emptying; and in that it is determined and optionally documented from this what amount of which transport
material was removed or installed at which point.
1. Véhicule de travail ferroviaire comportant un châssis (2) supporté par un train de
roulement (1) et des moyens de travail (3, 4) supportés par le châssis (2) et destinés
à exécuter des travaux sur des voies ferrées,
caractérisé en ce que
au-dessous et/ou au-dessus et/ou à côté des moyens de travail (3, 4), il est prévu
au moins une piste de transport (5) sur laquelle des conteneurs de transport (6) destinés
à des objets sont mobiles le long du véhicule de travail.
2. Véhicule de travail ferroviaire selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
les conteneurs de transport (6) sont mobiles sur la piste de transport (5) sans moyens
de chargement/déchargement supplémentaires, tels que des grues.
3. Véhicule de travail ferroviaire selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
les conteneurs de transport (6) sont mobiles directement sur la piste de transport
(5), et/ou en ce que
la piste de transport (5) s'étend au moins sensiblement horizontalement.
4. Véhicule de travail ferroviaire selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la piste de transport (5) et les conteneurs de transport (6) sont réalisés pour livrer
et/ou évacuer des matériaux pour le véhicule de travail et/ou pour des moyens de travail
(3, 4) du véhicule de travail, et/ou en ce que la piste de transport (5) est réalisée pour convoyer des rails et/ou une voie ferrée.
5. Véhicule de travail ferroviaire selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les conteneurs de transport (6) sont mobiles sur la piste de transport (5) individuellement
dans les deux directions, et/ou en ce que
le véhicule de travail est réalisé ouvert ou comprend un toit et/ou des parois latérales
et/ou en ce que
le véhicule de travail comprend un train de roulement sur rails et/ou au sol, en particulier
un train de roulement à chenilles, et/ou en ce que le véhicule de travail est réalisé de manière à permettre, pendant l'utilisation,
au moins le trafic ferroviaire sur une voie voisine, de préférence de telle sorte
que l'espace libre d'un train circulant sur une voie en sens opposé n'est pas entravé.
6. Véhicule de travail ferroviaire selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
un entraînement pour déplacer les conteneurs de transport (5) le long des voies de
transport (5) est prévu sur le véhicule de travail ferroviaire, et/ou en ce que
une partie au moins des conteneurs de transport (6) est pourvue d'un entraînement,
et de préférence il est prévu un entraînement dans au moins une piste de transport
(5) et/ou à l'extérieur de la piste de transport (5), et/ou l'entraînement est réalisé
pour engendrer une circulation en virage des conteneurs de transport (6) en correspondance
de la courbure de la voie de circulation et/ou pour déplacer les corps de transport
(6) en pentes montantes, descentes et surélévations d'une voie ferrée.
7. Véhicule de travail ferroviaire selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
il est prévu au moins deux pistes de transport (5) parallèles l'une à l'autre, le
long desquelles les conteneurs de transport (6) sont mobiles, de préférence chacun
dans les deux directions ou dans des directions opposées, et de préférence au moins
deux pistes de transport (5) s'étendent l'une à côté de l'autre ou l'une au-dessus
de l'autre sur le véhicule de travail ferroviaire.
8. Véhicule de travail ferroviaire selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
il est prévu un dispositif pour l'enlèvement temporaire ou permanent d'au moins un
conteneur de transport (6) hors d'une piste de transport (5), en particulier pour
remplir ou vider un conteneur de transport à l'extérieur de la piste de transport,
ou pour changer des conteneurs de transport (6) entre deux pistes de transport (5),
et
de préférence il est prévu une commande permettant de trier les conteneurs de transport
(6) sur les pistes de transport (5), et/ou en ce que il est prévu un moyen de pesage pour peser les conteneurs de transport (6) avant
et/ou après le remplissage et/ou après le vidage.
9. Véhicule de travail ferroviaire selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les pistes de transport (5) sont formées par des voies de roulement, des pistes à
rouleaux, des glissières, des bandes suspendues, des pistes suspendues, des bandes
de convoyage, des voies à chaîne de convoyage et similaires, et/ou en ce que
les conteneurs de transport (6) sont mobiles individuellement et/ou en groupes et/ou
tous conjointement, et/ou en ce que
les conteneurs de transport (6) sont pourvus d'un codage lisible à la machine.
10. Véhicule de travail ferroviaire selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les conteneurs de transport (6) sont susceptibles d'être couplés les uns aux autres
par voie mécanique et/ou par commande, et/ou en ce que pendant le transport, les conteneurs de transport (6) sont susceptibles d'être verrouillés
par rapport à l'une des pistes de transport (5) et/ou par rapport au véhicule de travail
ferroviaire, et/ou en ce que
le véhicule de travail ferroviaire présente une possibilité de chargement et/ou de
convoyage supplémentaire pour des biens tels que des liquides ou des gaz, en particulier
des conduits tubulaires susceptibles d'être couplés entre eux, et/ou en ce que
à au moins une extrémité du véhicule de travail, il est prévu un dispositif pour la
remise par voie mécanique de corps de transport entre le véhicule de travail et un
autre véhicule de travail ou un véhicule de transport.
11. Véhicule de travail ferroviaire selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
il est prévu une possibilité de chargement et de déchargement latéral pour les conteneurs
de transport (6), et/ou en ce que
le véhicule de travail ferroviaire est constitué par deux modules ou plus, et, de
préférence, au moins un module ou plusieurs modules sont pourvus de moyens supplémentaires
pour plusieurs ou pour tous les modules, tels que des moyens d'alimentation électrique,
des convertisseurs, des moyens de commande, de surveillance et de documentation, d'un
moyen de freinage ou similaires, et/ou en ce que
au moins un module comprend un entraînement de roulement pour rouler sur une voie
ferrée, et/ou en ce que
deux modules ou plus sont susceptibles d'être couplés rigidement l'un à l'autre, et/ou
en ce que
le poids d'un ou de plusieurs modules peut être encaissé au moins temporairement par
un ou par plusieurs autres modules, et/ou en ce que le déplacement et/ou le chargement et/ou le déchargement des corps de transport (6)
peut se faire par télécommande.
12. Procédé pour exécuter des travaux sur des voies ferrées,
caractérisé en ce que
l'on utilise un véhicule de travail ferroviaire selon l'une des revendications précédentes.
13. Procédé selon la revendication 12,
caractérisé en ce que
on rassemble un module ou plus de véhicules de travail ferroviaire, et/ou en ce que
on utilise temporairement des modules individuels, et/ou en ce que on modifie l'ordre chronologique des modules pendant l'exécution des travaux.
14. Procédé selon l'une des revendications 12 ou 13,
caractérisé en ce que
on place un module ou plusieurs modules d'une extrémité du véhicule de travail temporairement
à l'autre extrémité ou à un autre endroit à l'intérieur du véhicule de travail, et/ou
en ce que
l'encaissement du poids est commandé et effectué en particulier par une partie seulement
des modules.
15. Procédé selon l'une des revendications 12 à 14,
caractérisé en ce que
on pèse les corps de transport (6) avant et/ou après le remplissage et/ou après le
vidage, et en ce que
on en détermine, et si désiré, on documente quelle quantité de quel bien de transport
a été démontée ou installée à quel endroit.