[0001] Die Erfindung betrifft ein Munitionslager nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Einen
weiteren Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren zum Aufmunitionieren eines
Munitionslagers nach dem Oberbegriff des Anspruchs 10.
[0002] Vor allem im Bereich großkalibriger Waffensysteme wie etwa Artilleriegeschützen,
Panzerhaubitzen usw. ergeben sich aufgrund des erheblichen Gewichts der entsprechenden
Munitionskörper und der vergleichsweise hoch über dem Erdboden angeordneten Waffenrohre
besondere Anforderungen beim Aufmunitionieren der oftmals nahe der Waffe angeordneten
Munitionslager, insbesondere im Rahmen laufender Kampfeinsätze.
[0003] Bei vielen Waffensystemen ist das eigentliche Waffenrohr in einem gegenüber einem
Unterbau, beispielsweise einer eine Fahrzeugbesatzung aufnehmenden Fahrzeugwanne,
drehbaren Waffenturm angeordnet. Die zum Betrieb der Waffe erforderlichen Munitionskörper
werden über Transportfahrzeuge an die Waffe heran transportiert und anschließend über
eine in dem Waffenturm vorgesehene Munitionsluke in einem Munitionslager im Inneren
des Waffenturms eingelagert. Dazu wird zunächst die Munitionsluke geöffnet und ein
Munitionskörper in eine Einlagerstellung im Bereich der Munitionsluke verbracht, von
welcher aus der Munitionskörper dann über oftmals automatisiert arbeitende Handhabungsmittel
in dem Munitionslager eingelagert bzw. dort verstaut wird.
[0004] Bei dieser Art der Aufmunitionierung hat sich vor allem die beim Überführen der Munitionskörper
in deren Einlagerstellung zu überwindende Höhendifferenz als problematisch erwiesen.
Denn die Munitionskörper werden in meist stehender Anordnung auf tief liegenden Transportpaletten
angeliefert und müssen anschließend über die deutlich höher liegende Munitionsluke
in das Innere des Munitionslagers verbracht werden. Im einfachsten Fall wird die Höhendifferenz
zwischen der Anlieferstellung und der Einlagerstellung manuell überwunden, d. h. eine
zwischen der Munitionsluke und der Transportpalette stehende Person muss den Munitionskörper
manuell von der Transportpalette entnehmen und anschließend auf die Höhe der Munitionsluke
hinauf wuchten, was sich aufgrund des teilweise erheblichen Gewichts der Munitionskörper
als sehr Kraft zehrend und wenig ergonomisch erwiesen hat.
[0005] Um den Arbeitsaufwand für die Bedienperson gering zu halten, sind zum Einlagern der
Munitionskörper auch Aufmunitioniervorrichtungen bekannt, die nach Art von Förderketten
gestaltet und mit einem Ende im Bereich der Munitionsluke angeordnet sind. Die Förderketten
erstrecken sich von der höher liegenden Munitionsluke schräg nach unten und weisen
eine Munitionsaufnahme beispielsweise in Form eines an der Kette angeordneten Mitnehmerelements
auf, in welche ein Munitionskörper in einer tiefer liegenden Aufnahmestellung eingelegt
werden kann. Das Einlegen des Munitionskörpers in die Munitionsaufnahme gestaltet
sich für die Bedienperson wenig kraftaufwändig, da die Munitionsaufnahme in deren
Aufnahmestellung deutlich tiefer liegt als die Munitionsluke des Munitionslagers.
Durch anschließende Betätigung der Förderkette kann die Munitionsaufnahme und mit
dieser der Munitionskörper dann von der tiefer liegenden Aufnahmestellung entlang
eines eine oftmals erhebliche Höhendifferenz überwindenden Hubwegs in die Einlagerstellung
im Bereich der Munitionsluke verbracht werden.
[0006] Diese Art der Aufmunitionierung hat sich für das Bedienpersonal zwar als vergleichsweise
Kraft sparend erwiesen, weist jedoch den Nachteil auf, dass die förderkettenartigen
Konstruktionen vergleichsweise aufwändig und wenig kompakt ausgestaltet sind. Da eine
Demontage der Aufmunitioniervorrichtungen nach erfolgter Aufmunitionierung zu viel
Zeit in Anspruch nehmen würde, was vor allem im Rahmen laufender Kampfeinsätze mit
erheblichen Gefahren verbunden wäre, verbleiben die Aufmunitioniervorrichtungen auch
nach erfolgter Aufmunitionierung des Munitionslagers in einer Stellung außerhalb der
Munitionsluke. Die Aufmunitioniervorrichtungen sind daher zum Teil über längere Zeiträume
u.a. Witterungseinflüssen, Verunreinigungen und gegnerischen Bedrohungen im Außenbereich
des Munitionslagers bzw. der Waffe ausgesetzt sind. Vor allem im Rahmen länger andauernder
Einsätze in sandigen Wüstenregionen kann dies zu erheblichen Beeinträchtigungen der
Aufmunitioniervorrichtung bis hin zu deren Ausfall führen.
In der
DE 36 31 769 A1 ist ein Munitionslager mit einer Munitionsluke und einer Vorrichtung zum Aufmunitionieren
des Munitionslagers beschrieben.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Munitionslagers sowie ein Verfahren zum Aufmunitionieren
eines Munitionslagers anzugeben, welche sich durch eine geringere Fehleranfälligkeit
auszeichnen.
[0008] Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art mit den Merkmalen
des kennzeichnenden Teils des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0009] Über einen im Bereich der Munitionsluke angeordneten Schwenkausleger lassen sich
die schwergewichtigen Munitionskörper auf einfache Weise von einer tiefer liegenden
Aufnahmestellung, die sich etwa in Höhe einer Transportpalette befindet, entlang eines
Hubwegs in die höher liegende Einlagerstellung im Bereich der Munitionsluke bewegen,
von welcher aus die Munitionskörper dann über automatisierte Handhabungsmittel im
Inneren des Munitionslagers der Waffe eingelagert werden können. Durch die Verwendung
des Schwenkauslegers ergibt sich eine kompakt bauende, wenig anfällige Konstruktion
der Aufmunitioniervorrichtung, die nach erfolgter Aufmunitionierung rasch im Inneren
des Munitionslagers verstaubar ist.
[0010] In Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Munitionsaufnahme mit
dem Schwenkausleger gelenkig verbunden ist. Die gelenkige Verbindung zwischen Munitionsaufnahme
und Schwenkausleger erlaubt ein gegenseitiges Verschwenken. Beispielsweise kann die
Munitionsaufnahme und mit dieser der Munitionskörper unabhängig von den Schwenkbewegungen
des Schwenkauslegers unter dem Einfluss der Scherkraft stets in einer vertikal ausgerichteten
Stellung verbleiben, so dass der Munitionskörper in vertikaler Ausrichtung entlang
des Hubwegs befördert und einsprechend eingelagert werden kann.
[0011] Eine weitere Ausgestaltung sieht vor, dass die Bewegungen des Schwenkauslegers mit
denen der Munitionsaufnahme parallelogrammgekoppelt sind. Die Parallelogrammkopplung
kann insbesondere derart sein, dass die Munitionskörper in paralleler Ausrichtung
zur Munitionsluke entlang des Hubwegs bewegbar sind. Durch die Parallelogrammkopplung
kann unabhängig von der Lage der Waffe stets eine definierte Ausrichtung zwischen
dem Schwenkausleger und der Munitionsaufnahme beibehalten werden. Beispielsweise kann
bei einer in abschüssiger Hanglage stehenden Waffe auf diese Weise erreicht werden,
dass die Munitionsaufnahme stets parallel zur
[0012] Öffnung der Munitionsluke bewegt wird, wodurch der Munitionskörper stets in der selben
Stellung in die Öffnung der Munitionsluke eintritt und anschließend über automatisierte
Handhabungsmittel definiert entnommen und in dem Munitionslager eingelagert werden
kann.
[0013] Eine konstruktiv vorteilhafte Ausgestaltung sieht vor, dass der Schwenkausleger ein
Parallelogrammgestänge aufweist. Parallelogrammgestänge weisen einen in konstruktiver
Hinsicht einfachen Aufbau auf und haben sich als robust und wenig anfällig erwiesen.
[0014] Weiterhin wird vorgeschlagen, dass das Parallelogrammgestänge einen oberen Lenker
und einen unteren Lenker aufweist, die an ihren freien Enden über einen Zwischenlenker
zur Anbindung der Munitionsaufnahme gekoppelt sind.
[0015] Erfindungsgemäß ist der Schwenkausleger im Bereich der Munitionsluke gelagert. Die
Lagerung des Schwenkauslegers ist insbesondere an der Außenseite der Munitionsluke
angeordnet, so dass sich die Aufmunitioniervorrichtung auch als Nachrüstlösung für
bereits im Betrieb befindliche Munitionslager eignet.
[0016] Eine in konstruktiver Einsicht vorteilhafte Ausgestaltung sieht vor, dass der obere
und der untere Lenker an ihren Fußenden mit einer Antriebswelle verbunden sind. Die
Antriebswelle kann beispielsweise mit einem zahnradsegmentförmigen Antriebselement
verbunden sein, in welches der Antriebsstrang eines beispielsweise von einem Elektromotor
gebildeten Antriebs mit einem Antriebsritzel kämmend eingreift. Durch Betätigung des
Elektromotors kann die Munitionsaufnahme auf einfache Weise zwischen der Aufnahme-
und der Einlagerstellung hin- und her geschwenkt werden. Erfindungsgemäß weist die
Munitionsaufnahme eine Ladeplattform auf, auf welcher ein Munitionskörper sich von
oben her abstützend aufgesetzt werden kann, so dass der Munitionskörper stehend entlang
des Hubwegs befördert werden kann.
[0017] Im Hinblick auf einen sicheren Transport des Munitionskörpers entlang des Hubwegs
ist eine Ausgestaltung von Vorteil, nach welcher die Munitionsaufnahme eine Haltevorrichtung
zur Lagesicherung des Munitionskörpers aufweist. Die Haltevorrichtung können insbesondere
nach Art eigengewichtbetätigbarer Spannbacken ausgebildet sein. Beim Aufsetzen des
Munitionskörpers auf die Haltevorrichtung legen sich die Spannbacken von außen her
entgegen dem Druck einer Feder an den Munitionskörper an, wodurch dieser für den Hubweg
lagegesichert ist. Durch Anheben des Munitionskörpers bei dessen Entnahme lösen sich
die Spannbacken und der Munitionskörper kann aus der Munitionsaufnahme entnommen werden.
[0018] Darüber hinaus wird bei einem Munitionslager der eingangs genannten Art zur Lö -
sung der vorstehend genannten Aufgabe vorgeschlagen, dass die Aufmunitioniervorrichtung
nach einer der vorhergehenden Ausgestaltungen ausgebildet ist.
[0019] Über einen im Bereich der Munitionsluke angeordneten Schwenkausleger lassen sich
die schwergewichtigen Munitionskörper auf einfache Weise von einer tiefer liegenden
Aufnahmestellung, die sich etwa in Höhe einer Transportpalette befindet, entlang eines
Hubwegs in die höher liegende Einlagerstellung im Bereich der Munitionsluke bewegen,
von welcher aus die Munitionskörper über automatisierte Handhabungsmittel dann im
Inneren des Munitionslagers der Waffe eingelagert werden können. Durch die Verwendung
des Schwenkauslegers ergibt sich eine kompakt bauende, wenig anfällige Konstruktion
der Aufmunitioniervorrichtung, die nach erfolgter Aufmunitionierung im Inneren des
Munitionslagers verstaubar ist.
[0020] Eine weitere Ausgestaltung des Munitionslagers sieht vor, dass der Antrieb zum Verschwenken
des Schwenkauslegers im Inneren der Waffe angeordnet ist.
[0021] Darüber hinaus sieht eine weitere Ausgestaltung des Munitionslagers vor, dass sich
der Schwenkausleger in seiner Einlagerstellung gegen eine Außenkante der Öffnung anlegt,
wodurch der eigentliche Öffnungsbereich in der Einlagerstellung nicht von den Schwenkausleger
blockiert wird. Ferner ergibt sich eine kompakte Endstellung des Schwenkauslegers
in dessen Einlagerstellung.
[0022] Erfindungsgemäß ist die Öffnung der Munitionsluke über einen Lukendeckel verschließbar,
der den Schwenkausleger in dessen Einlagerstellung überdeckt. Nach Schließen des Lukendeckels
befindet sich der Schwenkausleger im geschützten Inneren und ist Verunreinigungen,
Witterungseinflüssen und ähnlichen Beeinträchtigungen nicht ausgesetzt. Vorzugsweise
weist der Lukendeckel einen nach waffeninnen gerichteten Hohlraum auf, so dass der
Lukendeckel den Schwenkausleger mit einer Art Schließkragen überdeckt.
[0023] Schließlich wird bei einem Verfahren der eingangs genannten Art die Aufgabe mit den
Merkmalen des kennzeichnenden Teils des Patentanspruchs 10 gelöst.
[0024] Über einen im Bereich der Munitionsluke angeordneten Schwenkausleger lassen sich
die schwergewichtigen Munitionskörper auf einfache Weise von einer tiefer liegenden
Aufnahmestellung, die sich etwa in Höhe einer Transportpalette befindet, entlang eines
Hubwegs in die höher liegende Einlagerstellung im Bereich der Munitionsluke bewegen,
von welcher aus die Munitionskörper über automatisierte Handhabungsmittel dann im
Inneren des Munitionslagers eingelagert werden können. Durch die Verwendung des Schwenkauslegers
ergibt sich eine kompakt bauende, wenig anfällige Konstruktion der Aufmunitioniervorrichtung,
die nach erfolgter Aufmunitionierung im Inneren des Munitionslagers verstaubar ist.
[0025] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand der beigefügten
Zeichnungen eines Ausführungsbeispiels erläutert werden. Darin zeigen:
- Fig. 1
- in perspektivischer Ansicht von oben eine Waffe mit einer Aufmunitioniervorrichtung
zu Beginn des Aufmunitioniervorgangs eines in der Waffe angeordneten Munitionslagers,
- Fig. 2 bis 5
- mehrere perspektivische Ansichten der Aufmunitioniervorrichtung von der Seite her
betrachtet zur Veranschaulichung des Aufmunitioniervorgangs und
- Fig. 6
- eine perspektivische Detailansicht der Waffe mit der Aufmunitioniervorrichtung.
[0026] Fig. 1 ist in perspektivischer Darstellung eine Aufmunitioniersituation dargestellt,
in welcher eine Vielzahl von Munitionskörpern 9 in stehender Anordnung auf einer Transportpalette
16 an ein von einem Waffenturm gebildetes Munitionslager 1 herantransportiert wurden.
[0027] Bei der Waffe handelt es sich um eine aus einem Kettenfahrwerk 1.1 und einem gegenüber
dem Kettenfahrwerk 1.1 drehbar gelagertem Waffenturm 1.2 zusammengesetztes Artilleriegeschütz,
welches mit Munitionskörpern 9 betrieben wird, deren Gewicht im Bereich von etwa 50
kg liegt. Das eigentliche Waffenrohr ist in üblicher Weise um eine Elevationsachse
richtbar in dem Waffenturm 1.2 angeordnet und wird über in dem Waffenturm 1.2 bevorratete
Munitionskörper 9 betrieben. Das Innere des Waffenturms 1.2 bildet insoweit das Munitionslager
1 zum Betrieb des Waffenrohres. Zum Aufmunitionieren des Munitionslagers 1 werden
die Munitionskörper 9 über eine Munitionsluke 10 in das Innere des Waffenturms 1.2
eingebracht.
[0028] Um der vor der Munitionsluke 10 stehenden Bedienperson 15 die Arbeit beim Aufmunitionieren
des Munitionslagers 1 der Waffe zu erleichtern, ist eine Aufmunitioniervorrichtung
2 vorgesehen, mit deren Hilfe sich die Munitionskörper 9 von einer tiefer liegenden
Aufnahmestellung außerhalb des Munitionslagers 1 in eine Einlagerstellung im Bereich
der Munitionsluke 10 befördern lassen. Hierzu wird zunächst der Lukendeckel 11 der
Luke 10 geöffnet, wodurch die eigentliche Lukenöffnung 12 und damit der Weg für die
Munitionskörper 9 in das Innere des Munitionslagers 1 freigegeben wird.
[0029] Anschließend wird ein Schwenkausleger 4 der Aufmunitioniervorrichtung 2 aus seiner
oberen Endstellung in eine tiefer liegende Aufnahmestellung verschwenkt, in welcher
sich eine schwenkbeweglich mit dem Schwenkausleger 4 verbundene Munitionsaufnahme
3 in etwa auf Höhe der auf der Transportpalette 16 stehenden Munitionskörper 9 befindet.
In dieser Stellung kann die Bedienperson 15 einen Munitionskörper 9 von der Transportpalette
16 entnehmen und diesen in die Munitionsaufnahme 3 einsetzen, ohne dass hierbei größere
Höhendifferenzen zu überwinden wären. Durch anschließende Betätigung der Aufmunitioniervorrichtung
2 verschwenkt der Schwenkarm 4 nach oben. Dabei wird die Munitionsaufnahme 3 und mit
dieser der Munitionskörper 9 entlang eines kreisbogenförmigen Hubwegs in eine höher
liegende Einlagerstellung im Bereich der Munitionsluke 10 verschwenkt, vgl. auch die
Fig. 2 bis 5.
[0030] In der Einlagerstellung angekommen wird der Munitionskörper 9 über im Inneren des
Waffenturms 1.2 vorgesehene Handhabungsvorrichtungen automatisiert aus der Munitionsaufnahme
3 entnommen und auf einem dafür vorgesehenen Stellplatz im Inneren des Waffenturms
1.2 eingelagert. Anschließend wird die Munitionsaufnahme 3 zurück in deren Aufnahmestellung
verschwenkt und der Vorgang solange wiederholt, bis das Munitionslager 1 aufmunitioniert
ist.
[0031] Nachfolgend wird auf Einzelheiten der Aufmunitioniervorrichtung 2 und der Munitionsluke
10 vor allem anhand der Darstellungen in den Fign. 1 und 6 eingegangen werden.
[0032] Fig. 6 zeigt eine vergrößerte Ansicht der Aufmunitioniervorrichtung 2 in deren Aufnahmestellung,
wobei bereits ein Munitionskörper 9 in die Munitionsaufnahme 3 eingesetzt wurde. Die
Aufmunitioniervorrichtung 2 weist als wesentliches Element einen Schwenkausleger 4
auf, dessen eines Ende schwenkbeweglich im Bereich der Munitionsluke 10 angeordnet
und dessen freies Ende mit der Munitionsaufnahme 3 verbunden ist. Der Schwenkausleger
4 weist ein Parallelogrammgestänge mit einem oberen Lenker 4.2 und einen unteren Lenker
4.1 auf, die im Bereich ihrer freien Enden über einen Zwischenlenker 4.3 gekoppelt
sind. Die Munitionsaufnahme 3 ist gelenkig an dem Schwenkausleger 4 angebunden. Durch
eine starre Verbindung mit dem Zwischenlenker 4.3 ergibt sich eine parallelogrammgeführte
Bewegung der Munitionsaufnahme 3 aufgrund welcher die Munitionsaufnahme 3 unabhängig
von der Stellung der Waffe 1 stets in der gleichen definierten Stellung in den Bereich
der Munitionsluke 10 eintritt.
[0033] Der untere Lenker 4.1 ist an seinem Fußende mit einer Antriebswelle 5 starr verbunden.
Zur Verstärkung dieser Verbindung ist im Verbindungsbereich eine Winkelstrebe 8 vorgesehen.
Die Antriebswelle 5 ist endseitig in Drehlagern 6 drehbar gelagert und erstreckt sich
parallel zu einem unteren Randabschnitt 12.1 der Lukenöffnung 12, wobei die Antriebswelle
5 und die Drehlager 6 an der Außenseite der Lukenöffnung 12 angeordnet sind. Um die
Antriebswelle 5 in Drehung zu versetzen und damit den Schwenkausleger 4 zu verschwenken,
ist einen nach Art eines Zahnkranzabschnitts gestaltetes Zahnsegment 7 vorgesehen,
welches mit der Antriebswelle 5 drehfest verbunden ist. In dieses Zahnsegment 7 greift
ein Zahnrad 21 eines parallel zur Antriebswelle 5 im Inneren der Waffe 1 verlaufenden
Antriebsstrangs 20 ein, der über einen in der Waffe 1 angeordneten Antrieb 22 angetrieben
wird.
[0034] Der obere Lenker 4.2 ist an einem vertikalen Rahmenabschnitt 12.2 der Lukenöffnung
12 an deren Außenseite drehbar gelagert und mit dem Zwischenlenker 4.3 gelenkig verbunden,
so dass sich bei Betätigung des Antriebs 22 eine parallelogrammgeführte Bewegung der
mit dem Zwischenlenker 4.3 verbundenen Munitionsaufnahme 3 entlang des Hubwegs ergibt.
[0035] Die Munitionsaufnahme 3 ist von insgesamt länglicher Geometrie und weist an ihrem
unteren Ende eine Ladeplattform 3.1 auf, die vorzugsweise horizontal verläuft und
auf der der Munitionskörper 9 aufrecht stehend abgesetzt werden kann. Die Munitionsaufnahme
3 ist derart mit dem Schwenkausleger 4 gekoppelt, dass der Munitionskörper 9 mit seiner
Längsachse stets parallel zur Vertikalachse des Waffenturms 1.2 bzw. parallel zur
Munitionsluke 10 entlang des Hubwegs bewegt wird. Zur Lagesicherung des Munitionskörpers
9 während des Hubvorgangs sind an der Munitionsaufnahme 3 oberhalb der Ladeplattform
3.1 Haltevorrichtungen 3.2 vorgesehen, die den Munitionskörper 9 seitlich umfassen
und ihn auf diese Weise in stehender Lage für den Transport entlang des Hubwegs fixieren.
Beim Ausführungsbeispiel sind die Haltevorrichtungen 3.2 nach Art eigengewichtbetätigbarer
Spannbacken gestaltet, die sich beim Einsetzen des Munitionskörpers 9 entgegen der
Kraft einer Feder gegen die Mantelfläche des Munitionskörpers 9 anlegen und bei vertikaler
Entnahme des Munitionskörpers 9 durch Entspannen der Feder selbsttätig lösen.
[0036] Fig. 5 zeigt die Aufmunitioniervorrichtung 2 kurz vor Erreichen einer Einlagerstellung.
Mit Erreichen der Einlagerstellung befindet sich die Ladaplattform 3.1 der Munitionsaufnahme
3 in einer Stellung innerhalb der Lukenöffnung 12 oberhalb der Antriebswelle 5 bzw.
des Antriebsstrangs 20. In dieser Stellung kann der Munitionskörper 9 über ein automatisiertes
Handhabungssystem aus der Munitionsaufnahme 3 entnommen und im Inneren des Munitionslagers
1 verstaut werden.
[0037] In der Einlagerstellung legt sich der Schwenkausleger 4 von außen her gegen einen
seitlichen Rahmenabschnitt 12.2 der Munitionsluke 12 an. Beim Schließen des Lukendeckels
11 werden sämtliche Elemente der Aufmunitioniervorrichtung 2 von dem Lukendeckel 11
überdeckt, so dass diese im geschützten Innenbereich liegen, in welchem sie vor Witterungseinflüssen,
gegnerischen Bedrohungen usw. geschützt angeordnet sind. Der Lukendeckel 11.1 weist
hierzu einen umlaufenden Schließkragen auf, der außerhalb der Lukenöffnung 12 angeordneten
Elemente der Aufmunitioniervorrichtung 2 umschließt.
Bezugszeichen:
[0038]
- 1
- Munitionslager
- 1.1
- Kettenfahrwerk
- 1.2
- Waffenturm
- 2
- Aufmunitioniervorrichtung
- 3
- Munitionsaufnahme
- 3.1
- Ladeplattform
- 3.2
- Haltevorrichtung
- 4
- Schwenkausleger
- 4.1
- Lenker
- 4.2
- Lenker
- 4.3
- Zwischenlenker
- 5
- Antriebswelle
- 6
- Drehlager
- 7
- Zahnsegment
- 8
- Winkelstrebe
- 9
- Munitionskörper
- 10
- Munitionsluke
- 11
- Lukendeckel
- 11.1
- Schließkragen
- 12
- Lukenöffnung
- 12.1
- unterer Rahmenabschnitt
- 12.2
- seitlicher Rahmenabschnitt
- 15
- Bedienpersonal
- 16
- Palette
- 20
- Antriebsstrang
- 21
- Zahnrad
- 22
- Antrieb
1. Munitionslager mit einer eine Lukenöffnung (12) aufweisenden Munitionsluke (10) und
einer Vorrichtung (2) zum Aufmunitionieren des Munitionslagers (1) über die Munitionsluke
(10), wobei die Aufmunitioniervorrichtung (2) eine Munitionsaufnahme (3) zur Aufnahme
eines Munitionskörpers (9) aufweist, die aus einer Aufnahmestellung außerhalb des
Munitionslagers (1) entlang eines Hubweges in eine höher liegende Einlagerstellung
im Bereich der Munitionsluke (10) bewegbar ist, wobei die Munitionsaufnahme (3) über
einen Schwenkausleger (4) entlang des Hubweges bewegbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schwenkausleger (4) an der Außenseite der Munitionsluke (10) angeordnet ist,
und dass die Lukenöffnung (12) über einen Lukendeckel (11) verschließbar ist, der
den Schwenkausleger (4) in dessen Einlagerstellung überdeckt und dass die Munitionsaufnahme
(3) eine Ladeplattform (3.1) aufweist, auf welche der Munitionskörper (9) sich von
oben her abstützend aufgesetzt werden kann, so dass der Munitionskörper stehend entlang
des Hubwegs beförderbar ist.
2. Munitionslager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Munitionsaufnahme (3) mit dem Schwenkausleger (4) gelenkig verbunden ist.
3. Munitionslager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungen des Schwenkauslegers (4) mit denen der Munitionsaufnahme (3) parallelogrammgekoppelt
sind.
4. Munitionslager nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkausleger (4) ein Parallelogrammgestänge aufweist.
5. Munitionslager nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Parallelogrammgestänge einen oberen Lenker (4.2) und einen unteren Lenker (4.1)
aufweist, die an ihren freien Enden über einen Zwischenlenker (4.3) zur Anbindung
der Munitionsaufnahme (3) gekoppelt sind.
6. Munitionslager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der obere (4.2) oder der untere (4.1) Lenker an ihren Fußenden mit einer Antriebswelle
(5) verbunden sind.
7. Munitionslager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Munitionsaufnahme (3) Haltevorrichtungen (3.2) zur Lagesicherung des Munitionskörpers
(9) aufweist.
8. Munitionslager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (22) zum Verschwenken des Schwenkauslegers (4) im Inneren des Munitionslagers
(1) angeordnet ist.
9. Munitionslager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Schwenkausleger (4) in der Einlagerstellung gegen eine Außenkante (12.2)
der Lukenöffnung (12) anlegt.
10. Verfahren zum Aufmunitionieren eines Munitionslagers (1) mit einer Munitionsluke (10)
und einer Aufmunitioniervorrichtung (2) zum Aufmunitionieren des Munitionslagers (1)
über die Munitionsluke (10), wobei die Munitionsaufnahme (3) über einen Schwenkausleger
(4) entlang des Hubweges bewegt wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Munitionslager (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9 ausgebildet ist.
1. Ammunition magazine having an ammunition hatch (10) having a hatch opening (12), and
a device (2) for loading the ammunition magazine (1) via the ammunition hatch (10),
wherein the loading device (2) has an ammunition receptacle (3) for receiving an ammunition
body (9), which ammunition receptacle is removable from a receiving positon outside
the ammunition magazine (1) along a lifting distance into a storage position located
higher in the region of the ammunition hatch (10), wherein the ammunition receptacle
(3) is movable along the lifting distance via a swivelling extension arm (4), characterized in that the swivelling extension arm (4) is arranged on the outer side of the ammunition
hatch (10), and in that the hatch opening (12) is closable via a hatch cover (11) which covers the swivelling
extension arm (4) in the storage position thereof and in that the ammunition receptacle (3) has a loading platform (3.1), on which the ammunition
body (9) can be supportively placed from above, so that the ammunition body (9) can
be transported upright along the length of stroke.
2. Ammunition magazine according to Claim 1, characterized in that the ammunition receptacle (3) is connected in an articulated manner to the swivelling
extension arm (4).
3. Ammunition magazine according to either of the preceding claims, characterized in that the movements of the swivelling extension arm (4) are parallelogram-coupled to those
of the ammunition receptacle (3).
4. Ammunition magazine according to Claim 3, characterized in that the swivelling extension arm (4) has a parallelogram linkage.
5. Ammunition magazine according to Claim 4, characterized in that the parallelogram linkage has an upper link (4.2) and a lower link (4.1), which links
are connected at their free ends via an intermediate link (4.3) for the connection
of the ammunition receptacle (3).
6. Ammunition magazine according to Claim 5, characterized in that the upper link (4.2) or the lower link (4.1) are connected at their foot ends to
a driveshaft (5).
7. Ammunition magazine according to one of the preceding claims, characterized in that the ammunition receptacle (3) has holding devices (3.2) for positionally securing
the ammunition body (9).
8. Ammunition magazine according to one of the preceding claims, characterized in that a drive (22) for swivelling the swivelling extension arm (4) is arranged in the interior
of the ammunition magazine (1).
9. Ammunition magazine according to one of the preceding claims, characterized in that the swivelling extension arm (4) in the storage position is positioned against an
outer edge (12.2) of the hatch opening (12).
10. Method for loading an ammunition magazine (1) having an ammunition hatch (10) and
a loading device (2) for loading the ammunition magazine (1) via the ammunition hatch
(10), wherein the ammunition receptacle (3) is moved along the lifting distance via
a swivelling extension arm (4), characterized in that the ammunition magazine (1) is designed according to one of Claims 1 to 9.
1. Dépôt de munitions comprenant une trappe à munitions (10) qui possède une ouverture
de trappe (12) et un dispositif (2) de chargement en munitions du dépôt de munitions
(1) par la trappe à munitions (10), le dispositif de chargement en munitions (2) possédant
un logement à munition (3) destiné à accueillir un corps de munition (9), lequel peut
être déplacé le long d'une course de levage depuis une position d'accueil à l'extérieur
du dépôt de munitions (1) en une position d'entreposage plus élevée dans la zone de
la trappe à munitions (10), le logement à munition (3) pouvant être déplacé le long
de la course de levage par le biais d'un bras pivotant (4),
caractérisé en ce
que le bras pivotant (4) est disposé sur le côté extérieur de la trappe à munitions (10),
et
en ce que l'ouverture de trappe (12) peut être fermée par un couvercle de trappe (11) qui recouvre
le bras pivotant (4) dans sa position d'entreposage et que le logement à munition
(3) possède une plate-forme de chargement (3.1), sur lequel le corps de la munition
(9) peut être supporté par le haut, de sorte que le corps de la munition (9) peut
être transporté debout le long de la course.
2. Dépôt de munitions selon la revendication 1, caractérisé en ce que le logement à munition (3) est relié de manière articulée au bras pivotant (4).
3. Dépôt de munitions selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les mouvements du bras pivotant (4) sont couplés par un parallélogramme avec ceux
du logement à munition (3).
4. Dépôt de munitions selon la revendication 3, caractérisé en ce que le bras pivotant (4) possède des tiges de parallélogramme.
5. Dépôt de munitions selon la revendication 4, caractérisé en ce que les tiges de parallélogramme possèdent un bras oscillant supérieur (4.2) et un bras
oscillant inférieur (4.1) qui sont accouplés au niveau de leurs extrémités libres
par le biais d'un bras oscillant intermédiaire (4.3) pour attacher le logement à munition
(3).
6. Dépôt de munitions selon la revendication 5, caractérisé en ce que les bras oscillants supérieur (4.2) ou inférieur (4.1) sont reliés à un arbre d'entraînement
(5) au niveau de leurs extrémités côté pied.
7. Dépôt de munitions selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le logement à munition (3) possède des dispositifs de maintien (3.2) destinés à sécuriser
la position du corps de munition (9).
8. Dépôt de munitions selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un mécanisme d'entraînement (22) destiné à faire pivoter le bras pivotant (4) est
disposé à l'intérieur du dépôt de munitions (1).
9. Dépôt de munitions selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'en position d'entreposage, le bras pivotant (4) s'appuie contre un bord extérieur
(12.2) de l'ouverture de trappe (12).
10. Procédé de chargement en munitions d'un dépôt de munitions (1) comprenant une trappe
à munitions (10) et un dispositif de chargement en munitions (2) destiné au chargement
en munitions du dépôt de munitions (1) par la trappe à munitions (10), le logement
à munition (3) étant déplacé le long de la course de levage par un bras pivotant (4),
caractérisé en ce que
le dépôt de munitions (1) est configuré selon l'une des revendications 1 à 9.