[0001] Die Erfindung betrifft ein wasserführendes Haushaltsgerät, insbesondere eine Geschirrspülmaschine,
das zumindest einen im Betrieb Flüssigkeit führenden Nassbereich aufweist, insbesondere
einen Bearbeitungsraum zur Reinigung von Spül- oder Waschgut, wobei dem Nassbereich
eine Erfassungseinheit zur Ermittlung des Füllstands des Nassbereichs zugeordnet ist,
und wobei eine Sicherheitseinheit unterhalb des Nassbereichs zur Erfassung einer ungewollten
Flüssigkeitsbeaufschlagung vorgesehen ist, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Bei derartigen wasserführenden Haushaltsgeräten wird beispielsweise die Befüllung
eines Spül- oder ähnlichen Behandlungsraums häufig über Flügelradzähler oder ähnliche
Erfassungseinheiten ermittelt, die im Zulauf, der sich üblicherweise recht weit oben
am jeweiligen Haushaltsgerät befindet, zu dem genannten Nassbereich angeordnet sind.
[0003] Weiter ist es bekannt, zur Absicherung unterhalb eines Nassbereichs einen mit einem
Mikroschalter oder ähnlichem Sensor gekoppelten Schwimmer als Sicherheitseinheit vorzusehen,
von der ein ungewollter Flüssigkeitseinbruch, d.h. eine Leckageflüssigkeit aus dem
Nassbereich detektierbar ist. Dabei wird durch Flüssigkeitseinbruch in diesen Bereich,
der unterhalb des Nassbereichs liegt, ein Aufschwimmen des Schwimmers bewirkt, so
dass dieser dadurch beispielsweise den Mikroschalter auslösen kann.
[0004] Die genannten Erfassungs- und Sicherheitseinheiten liegen voneinander entfernt und
erfordern jeweils eine eigene Verkabelung, so dass der Montage- und Materialaufwand
hoch ist und dadurch erhebliche Kosten entstehen.
[0005] Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, hier eine Verbesserung zu erreichen.
[0006] Die Erfindung löst dieses Problem durch ein wasserführendes Haushaltsgerät, insbesondere
eine Geschirrspülmaschine, mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Demgemäß wird ein wasserführendes
Haushaltsgerät, insbesondere Geschirrspülmaschine, vorgeschlagen, das zumindest einen
im Betrieb Flüssigkeit führenden Nassbereich aufweist, insbesondere einen Bearbeitungsraum
zur Reinigung von Spül- oder Waschgut, wobei dem Nassbereich eine Erfassungseinheit
zur Ermittlung des wirklichen Füllstands des Nassbereichs zugeordnet ist, und wobei
eine Sicherheitseinheit zur Erfassung einer ungewollten Flüssigkeitsbeaufschlagung
unterhalb des Nassbereichs vorgesehen ist, wobei die Erfassungseinheit und die Sicherheitseinheit
zu einer gemeinsamen Messeinrichtung zusammengefasst sind.
[0007] Mit der Erfindung ist ein wasserführendes Haushaltsgerät, etwa eine Geschirrspülmaschine,
geschaffen, das es ermöglicht, im Betrieb sowohl eine Flüssigkeitsbefüllung eines
Nassbereichs als auch eine ungewollte Flüssigkeitsbeaufschlagung unterhalb zumindest
eines Nassbereichs zu erfassen bzw. zu überwachen, ohne dass hierfür zwei unterschiedliche,
jeweils separat zu verkabelnde Messeinrichtungen vorgesehen werden müssten. Der Material-
und Montageaufwand sind dadurch, dass die zumindest eine Erfassungseinheit und die
zumindest eine Sicherheitseinheit zu einer gemeinsamen Messeinrichtung zusammengefasst
sind, deutlich verringert. Es ist also ein wasserführendes Haushaltsgerät mit einer
zu einer gemeinsamen Messeinrichtung zusammengefassten Befüllungs-Erfassungseinrichtung
und Leckage-Sicherheitseinheit bereitgestellt, was Funktionskomponenten gegenüber
herkömmlich konstruierten wasserführenden Haushaltsgeräten einspart.
[0008] Gemäß einer Ausführungsform umfasst die gemeinsame Messeinrichtung eine gemeinsame
Sensoreinheit. Wenn vorteilhaft die gemeinsame Messeinrichtung eine gemeinsame Sensoreinheit
umfasst, genügt es, diese, nur eine Sensoreinheit abzufragen, um damit sowohl Informationen
über den Füllstand im Nassbereich, etwa im Spülbehälter, als auch Informationen über
eine ungewollte Flüssigkeitsbeaufschlagung darunter zu erhalten. Hierfür ist auch
der Verkabelungsaufwand minimiert. Insbesondere ist nur noch ein Kabelsatz erforderlich,
was die Kosten deutlich senkt.
[0009] Dadurch, dass direkt der wirkliche Füllstand des Nassbereichs, zum Beispiel Spülbehälters
(im Fall einer Geschirrspülmaschine), ermittelt wird, ist eine indirekte Ermittlung
über zum Beispiel einen Flügelradzähler, entbehrlich. Es können zudem auch Ereignisse
im Spülbehälter einer Geschirrspülmaschine wie etwa umstürzende Gläser oder eine verstärkte
Schaumbildung erkannt werden.
[0010] Vorzugsweise umfasst die gemeinsame Messeinrichtung einen, insbesondere analogen,
Wegsensor, der eine, vorzugsweise lineare, Signalabhängigkeit zum Flüssigkeitsstand
im Nassbereich und/oder im Bereich darunter geben kann.
[0011] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist der Wegsensor in Doppelfunktion dazu eingerichtet,
sowohl eine Auslenkung der Erfassungseinheit zur Ermittlung des wirklichen Füllstands
des Nassbereichs als auch eine Auslenkung der Sicherheitseinheit unterhalb des Nassbereichs
zu erfassen.
[0012] Sofern von dem Wegsensor in Doppelfunktion sowohl eine Auslenkung der Erfassungseinheit
für eine Flüssigkeitsbefüllung als auch eine Auslenkung der Sicherheitseinheit unterhalb
des Nassbereichs erfassbar sind, sind der Verkabelungsaufwand und auch der Steuerungsaufwand
für die Signalerfassung und Signalauswertung minimiert.
[0013] Vorzugsweise umfasst dabei die Erfassungseinheit zur Ermittlung des wirklichen Füllstands
des Nassbereichs eine Membran mit einem von dieser aus mit einer Komponente nach unten
erstreckten Messkörper, der beispielsweise eine stiftartige Umrissgestalt haben kann
und dadurch einen leichten, langen und schmalen Körper ausbilden kann.
[0014] Zusätzlich oder unabhängig hiervon kann die Sicherheitseinheit einen Schwimmer mit
einem von diesem aus mit einer Komponente nach oben erstreckten Messkörper umfassen.
Im Leckagefall, d.h. wenn der wenigstens eine Nassbereich, insbesondere der Spülbehälter
einer Geschirrspülmaschine, Flüssigkeit verliert und diese aus dem Bodenbereich des
Behältnisses des Haushaltsgeräts, insbesondere des Spülbehälters, nach unten tropft,
kann die Aufwärtsbewegung des Schwimmers durch die Aufwärtsbewegung des an den Schwimmer
gekoppelten Messkörpers von einer Detektionseinheit wie z.B. einer Spulenanordnung
auf einfache Weise einwandfrei erfasst werden.
[0015] Zur Materialersparnis und Vereinfachung der Konstruktion und Installation kann der
Messkörper der Erfassungseinheit insbesondere als gemeinsame Baueinheit mit dem Messkörper
der Sicherheitseinheit ausgebildet sein. Es reicht dann ein einziger Messkörper, um
beide genannten Überwachungsfunktionen zu erfüllen.
[0016] Mit dem genannten stiftartigen Messkörper kann dessen Bewegung leicht berührungslos
erfassbar sein, insbesondere kann der Stift in einem Spuleninneren bewegbar sein,
so dass seine Bewegung magnetoinduktiv erfassbar ist.
[0017] Fertigungstechnisch ist es günstig, wenn die Erfassungseinheit eine in einem Bodenabschnitt
des Nassbereichs angeordnete und mit dem Messkörper der Erfassungseinheit verbundene
Membran umfasst, so dass die Membranbewegung in eine Bewegung, insbesondere Vertikalbewegung,
des Messkörpers umsetzbar ist.
[0018] Dabei kann für eine preiswerte Herstellung der Messkörper zweckmäßigerweise einstückig
mit der Membran ausgebildet sein.
[0019] Insbesondere kann die Sicherheitseinheit einen unterhalb eines Bodenabschnitts des
Nassbereichs angeordneten und mit dem Messkörper der Sicherungseinheit verbundenen
Schwimmer umfassen, so dass dort eine Flüssigkeitsbeaufschlagung zu einer aufwärts
gerichteten Bewegung des Messkörpers führen würde.
[0020] Insbesondere ist der Messkörper der Erfassungseinheit als gemeinsame Baueinheit mit
dem Messkörper der Sicherheitseinheit ausgebildet. Der Messkörper der Erfassungseinheit
zur Ermittlung des wirklichen Füllstands des Nassbereichs und der Messkörper der Sicherheitseinheit
zur Erfassung einer ungewollten Flüssigkeitsbeaufschlagung unterhalb des Nassbereichs
wirken in eine identische Richtung, insbesondere in positive z-Richtung des Haushaltsgerätes.
Die positive z-Richtung entspricht einer aufwärts gerichteten Bewegung des Messkörpers.
[0021] Sowohl bei einer Volumenzunahme des Füllstandes des Nassbereichs als auch bei einer
Volumenzunahme der Flüssigkeit unterhalb des Nassbereichs wird der als gemeinsame
Baueinheit der Erfassungseinheit und der Sicherheitseinheit ausgebildete Messkörper
in eine identische Richtung bewegt.
[0022] Sowohl eine Flüssigkeitsbeaufschlagung in dem Nassbereich als auch eine Flüssigkeitsbeaufschlagung
unterhalb des Nassbereichs führen zu einer aufwärts gerichteten Bewegung des Messkörpers.
Folglich kann die Auswertung des erfassten Sensorsignals, beispielsweise eines Spulenpaares,
durch welchen der Messkörper geführt ist, einfach gestaltet werden.
[0023] Gemäß einer weiteren Ausführungsform umfasst die Erfassungseinheit eine in einem
Bodenabschnitt des Nassbereichs angeordnete und mit dem Messkörper der Erfassungseinheit
verbundene Membran sowie einen unter der Membran und mit einer weiteren Membran abgedichteten
Raum, welcher einen Druckstutzen aufweist, der mit einer in dem Nassbereich angeordneten
Druckleitung zum Führen des Druckes in positiver z-Richtung an die Membran koppelbar
ist. Durch die weitere Membran ist der Messkörper geführt.
[0024] Durch den vorgesehenen Raum, dessen Druckstutzen und die an den Druckstutzen angeschlossene
Druckleitung ist es möglich, den Druck des Nassbereichs derart umzuleiten, dass dieser
von unten an die Membran geführt wird. Durch die Verwendung des Druckschlauches ist
eine hohe Flexibilität der Positionierung der Erfassungseinheit und damit der gemeinsamen
Messeinrichtung in dem Haushaltsgerät, insbesondere in dem Pumpentopf bzw. Pumpensumpf
des Haushaltsgerätes, möglich.
[0025] Folglich ist die Positionierung der Messeinrichtung im Bodenbereich flexibler gestaltet.
Insbesondere muss die Messeinrichtung nicht an der tiefsten Stelle des Pumpentopfes
angeordnet werden. Hierdurch kann je nach Bauart des Haushaltgeräts Bauraum optimiert
werden.
[0026] Sonstige Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen wiedergegeben.
[0027] Die vorstehend erläuterten und/oder in den Unteransprüchen wiedergegebenen vorteilhaften
Aus- und Weiterbildungen der Erfindung können dabei - außer z. B. in den Fällen eindeutiger
Abhängigkeiten oder unvereinbarer Alternativen - einzeln oder aber auch in beliebiger
Kombination miteinander zur Anwendung kommen.
[0028] Die Erfindung und ihre vorteilhaften Aus- und Weiterbildungen sowie deren Vorteile
werden nachfolgend anhand von Ausführungsbeispiele darstellenden Zeichnungen näher
erläutert. Es zeigen, jeweils in einer schematischen Prinzipskizze:
In den Figuren zeigen:
- Fig. 1
- ein beispielhaftes wasserführendes Haushaltsgerät, hier als Geschirrspülmaschine ausgebildet,
in schematischer und teilweise aufgebrochener Seitenansicht, wobei ein Spülbehälter
vorgesehen ist, der in seinem unteren Bereich einen sog. Pumpentopf als Vertiefung
ausbildet und im Bodenbereich dieses Pumpentopfes eine Membran enthält, die mit einem
Messkörper funktional verbunden ist;
- Fig. 2
- eine herausgezeichnete und beispielhafte Detaildarstellung eines Pumpentopfes (etwa
entsprechend dem Detail II in Fig. 1), der in seinem Boden eine mit einem nach unten
ragenden Messkörper verbundene Membran aufweist, wobei der Messkörper auch mit einem
außerhalb des Spülbehälters liegenden Schwimmer verbunden ist; und
- Fig. 3
- eine zu Fig. 2 alternative Ausgestaltung der gemeinsamen Messeinrichtung.
[0029] In den Figuren sind Elemente mit gleicher Funktion und Wirkungsweise jeweils mit
denselben Bezugszeichen versehen. Dabei sind nur diejenigen Bestandteile eines Haushaltsgeräts
mit Bezugszeichen versehen und erläutert, welche für das Verständnis der Erfindung
erforderlich sind.
[0030] Die in Fig. 1 schematisch dargestellte Geschirrspülmaschine 1 ist ein wasserführendes
Haushaltsgerät und hier exemplarisch als Haushaltsgeschirrspülmaschine ausgebildet.
Es weist als Nassbereich zumindest einen flüssigkeitsdichten Spülbehälter 2 zur Aufnahme
von zu bearbeitendem Spülgut, wie z.B. Geschirr, Töpfen, Bestecken, Gläsern, Kochutensilien
u. ä. auf.
[0031] Der Spülbehälter 2 ist insbesondere an seiner Vorderseite von einer Tür 3 dicht verschließbar.
Diese Tür 3 ist in Fig. 1 in geschlossener Stellung gezeigt und beispielsweise um
eine untere Horizontalachse 3a, die hier im Ausführungsbeispiel senkrecht zur Bildebene
von Fig. 1 verläuft, nach vorne und unten aufschwenkbar. Auch kann die Tür 3 ggf.
am Spülbehälter 2 oder einer Bodenbaugruppe unterhalb des Spülbehälters 2 derart angebracht
sein, dass eine andere, vom Schwenken um eine Horizontalachse abweichende Öffnungsbewegung
der Tür 3 ist möglich.
[0032] Der Spülbehälter 2 ist über einen Frischwassereinlass mit Frischwasser FW beaufschlagbar,
für das hier eine Zuflussermittlung, etwa über ein Flügelrad, entbehrlich ist. Das
Frischwasser FW kann ggf. in seinem Umlauf mit Reinigungs-, Trocknungs- und/oder Glanzmittel
versehen werden. Es kann im Bereich des Bodens 4 in einen Pumpentopf 5 abfließen.
Der Pumpentopf 5 ist ein Bereich des Bodens des Spülbehälters 2, in dem sich Flüssigkeit
sammelt, weil er tiefer als die übrigen Bereiche des Bodens des Spülbehälters 2 liegt.
Von dort aus gelangt sie über eine Umwälzpumpe 6 erneut als Spülflotte S in den Umlauf
und kann zum Beispiel über ein oder mehrere Sprüheinrichtungen 7, 8, hier zwei rotierbare
Sprüharme in voneinander verschiedenen Höhenlagen des Innenraums des Spülbehälters
2, wieder zur Beaufschlagung des in den Spülkörben 9, 10 halterbaren Spülguts herangezogen
werden. Es wird am Ende des jeweiligen flüssigkeitsführenden Teilspülgangs, insbesondere
am Ende des Klarspülgangs und/oder Trocknungsgangs eines durchzuführenden Geschirrspülprogramms
zweckmäßigerweise mittels einer weiteren Pumpe, insbesondere Abpumppumpe, als Abwasser
AW aus dem Gerät 1 gepumpt.
[0033] Der Spülbehälter 2 bildet damit beispielhaft einen im Betrieb Flüssigkeit FW, S führenden
Nassbereich aus. Wie insbesondere in Fig. 2 deutlich wird, ist zumindest einem Teil
der Nassbereiche, nämlich hier dem Spülbehälter 2, eine insgesamt mit 11 bezeichnete
Erfassungseinheit zur Ermittlung eines Füllstands bzw. einer Flüssigkeitsbefüllung
dieses Nassbereichs 2 zugeordnet und weiter unten noch näher beschrieben. Zudem ist
auch eine insgesamt mit 12 bezeichnete Sicherheitseinheit zur Erfassung einer ungewollten
Flüssigkeitsbeaufschlagung unterhalb zumindest eines Nassbereichs 2 vorgesehen. Die
Sicherheitseinheit 12 befindet sich also unter dem Boden bzw. Bodenteil 4 des Spülbehälters
2.
[0034] Beide Funktionseinheiten, nämlich die Erfassungseinheit 11 und die Sicherheitseinheit
12, sind dabei zu einer gemeinsamen Messeinrichtung 13 zusammengefasst.
[0035] Dabei umfasst die gemeinsame Messeinrichtung 13 eine gemeinsame Sensoreinheit 14,
der seinerseits zumindest einen hier stiftartigen, schmalen, aufragenden Messkörper
15 und eine diesen umgreifende Spulenanordnung 16 umfasst. Durch diese Spulenanordnung
16 wird die Bewegung des Messkörpers 15 nach oben oder unten (positive oder negative
Höhen-Richtung) berührungslos, insbesondere magnetoinduktiv, erfasst.
[0036] Insbesondere enthält die gemeinsame Messeinrichtung 13 hier einen analogen Wegsensor
14, bei dem die Auslenkung des Stifts 15 direkt proportional zur darüber im Nassbereich
2 befindlichen Wassermenge ist. Andererseits ist der Messkörper 15 auch mit einem
darunter, d.h. unterhalb des Bodenteils 4 des Spülbehälters 2 befindlichen Schwimmer
17 verbunden, so dass ein Aufschwimmen dieses Schwimmers 17 nach oben (positive Höhen-Richtung)
ebenfalls durch diese Sensoreinheit 14 erfassbar wäre.
[0037] Das bedeutet, dass von der nur einen Sensoreinheit 14 in Doppelfunktion sowohl eine
Auslenkung der Erfassungseinheit 13 zur Ermittlung des Füllstands bzw. einer Flüssigkeitsbefüllung
des Nassbereichs 2 als auch eine Auslenkung der Sicherheitseinheit 12 als Signal für
einen ungewollten Flüssigkeitseinbruch unterhalb des Nassbereichs 2 erfassbar ist.
[0038] Um dies zu ermöglichen, ist an den Pumpentopf 5 in seinem untersten Bereich eine
flüssigkeitsdichte Membran 18 aus elastischem bzw. flexiblem Material angesetzt, zum
Beispiel direkt angespritzt, sofern der Pumpentopf 5 aus Kunststoff besteht. Auch
ein Anklipsen oder eine andere Verbindung der Membran 18 am Pumpentopf 5 ist möglich.
Von der durch Wasserdruck beweglichen Membran 18 aus erstreckt sich der bewegliche,
stiftartige Messkörper 15, der direkt an die Membran 18 angesetzt oder angeformt sein
kann, mit einer Komponente nach unten. Die Membran 18 ist insbesondere in einen Durchbruch
bzw. eine Durchtrittsöffnung der Innenwandung des Pumpentopfes 5 flüssigkeitsdicht
eingesetzt bzw. eingefügt und bildet eine Teilfläche dessen Innenwandung. Bevorzugt
ist sie im Bereich des Bodens 4, d.h. der am tiefsten liegenden Zone des Pumpentopfes
5 vorgesehen. Vorzugsweise deckt sie in ihrem unausgelenkten Zustand betrachtet den
Durchbruch bzw. die Durchtrittsöffnung (vom Innenraum des Pumpentopfes 5 her betrachtet)
weitgehend flächenbündig zu den den Durchbruch umgebenden Rand der Innenwandung des
Pumpentopfs 5 ab. Dadurch ist eine weitgehend glatte, durchgehende Innenwandungsfläche
des Pumpentopfes 5 bereitgestellt, was sie unempfindlich gegen das Anhaften oder Festsetzen
von Schmutzpartikeln macht.
[0039] Zur gleichzeitigen Ausbildung der Sicherheitseinheit 12 ist der Messkörper 15 in
seinem unteren Bereich mit dem Schwimmer 17, der zum Beispiel aus Styropor hergestellt
ist, verbunden und erstreckt sich von dort aus mit einer Komponente nach oben. Somit
ist der Messkörper 15 auch von dem Schwimmer 17 beweglich. Im Normalzustand, in dem
sich unterhalb des Spülbehälters 2 kein Wasser befindet, ruht der Schwimmer 17 auf
der Oberfläche eines Basisträgers oder einer Bodenbaugruppe 19, auf der oder die der
Spülbehälter 2 von oben aufgesetzt ist.
[0040] Somit bildet der Messkörper 15 der Erfassungseinheit 11 eine gemeinsame Baueinheit
mit dem Messkörper 15 der Sicherheitseinheit 12 aus. Die Sensoreinheit 14 arbeitet
als analoger Schalter und erfasst die Vertikalbewegung des Messkörpers 15 in Abhängigkeit
von der darüber im Nassbereich 2, insbesondere im Pumpentopf 5, befindlichen Flüssigkeitsmenge.
Wird Frischwasser FW und/oder Spülflotte in den Spülbehälter 2 eingeleitet, lenkt
sich die Membran 18 mit dem an ihr befestigten Messkörper 15 nach unten aus und gibt
somit über die Sensoreinheit 14 ein Signal, das direkt proportional zu dieser Flüssigkeitsmenge
ist. Dabei handelt es sich um einen Istwert, so dass etwa in Töpfen oder nach oben
offenen Gläsern verbleibendes Wasser nicht mit erfasst wird. Kippt jedoch ein Glas
um und entlässt seine zuvor gespeicherte Flüssigkeit in den Spülbehälter 2, ist dieses
über die Erfassungseinheit 11 detektierbar, so dass von der Steuerung sehr fein reagiert
werden kann. Auch z.B. eine Schaumbildung ist über diese direkte Erfassung des tatsächlichen
Flüssigkeitsstandes erkennbar bzw. detektierbar. Auch minimale Zulaufwassermengen
FW (z. B. durch ein leicht undichtes Aquastopp-Zulaufventil für Frischwasser) können
erkannt werden. Damit ergeben sich deutlich reduzierte technische Fehlerraten.
[0041] Dadurch, dass der Messkörper 15 auch als Bestandteil der Sicherheitseinheit 12 mit
dem unterhalb des Bodenabschnitts 4 des Nassbereichs 2 angeordneten Schwimmer 17 verbunden
ist, würde dessen Aufschwimmen zu einem vertikalen Anheben des Messkörpers 15 führen,
so dass ein gegensinniges Signal durch die Sensoreinheit 14 generiert werden würde
und beispielsweise zu einer Notabschaltung, oder einem sofortigen Abpumpen insbesondere
durch eine Abwasserpumpe (nicht dargestellt in Fig. 1) genutzt werden könnte.
[0042] Insbesondere ergibt sich durch die erfindungsgemäße Vereinheitlichung bzw. Zusammenfassung
der Erfassungseinheit 11 und der Sicherheitseinheit 12 insbesondere eine erhebliche
Kosteneinsparung durch Reduktion der benötigten Bauteile und durch Reduktion des Montageaufwandes
sowie der Montagezeit. Einen großen Anteil hieran hat die Reduzierung der bisher zwei
benötigten Kabelsätze auf nur noch einen Kabelsatz.
[0043] Die Ausführungsform der Fig. 3 basiert auf der Ausführungsform der Fig. 2 und unterscheidet
sich allerdings in der Ausführung der Erfassungseinheit 11 und damit der gemeinsamen
Messeinrichtung 13.
[0044] In der Ausführungsform der Fig. 3 ist der Messkörper 15 der Erfassungseinheit 11
als gemeinsame Baueinheit mit dem Messkörper 15 der Sicherheitseinheit 12 ausgebildet.
Bei einer Volumenzunahme des Füllstands des Nassbereichs 2 und bei einer Volumenzunahme
der Flüssigkeit unterhalb des Nassbereichs 2 wird der als gemeinsame Baueinheit der
Erfassungseinheit 11 und der Sicherheitseinheit 12 ausgebildete Messkörper 15 in positiver
z-Richtung, d.h. nach oben bewegt.
[0045] Dazu hat die Erfassungseinheit 11 unter der Membran 18 einen abgedichteten Raum 21.
Der abgedichtete Raum 21 ist zur Durchführung des Messkörpers 15 mittels einer weiteren
Membran 20 abgedichtet und umfasst einen Druckstutzen 22. Der Druckstutzen 22 ist
mit einer in dem Nassbereich 2 angeordneten Druckleitung 23 zum Führen des Druckes
in positiver z-Richtung an die Membran 18 gekoppelt. Damit wird eine Flüssigkeitsbeaufschlagung
und damit eine Druckerhöhung in dem Nassbereich 2 derart an die Membran 18 geführt,
dass diese von unten eine Erhöhung des Druckes erfährt. Damit wird die Membran 18
nach oben bewegt.
[0046] Durch diese Nach-oben-Bewegung der Membran 18 bewegt sich der mit der Membran 18
verbundene Messkörper 15 nach oben. Dies ist durch die Spulenanordnung 16 detektierbar.
Genauso wird die Membran 18 dann nach oben bewegt, wenn der Schwimmer 17 der Sicherheitseinheit
12 durch Flüssigkeit unterhalb des Nassbereichs 2 Auftrieb erfährt. Somit wirken sowohl
die Erfassungseinheit 11 als auch die Sicherheitseinheit 12 der Fig. 3 bei einer jeweiligen
Volumenerhöhung in eine identische Richtung, nämlich nach oben.
Bezugszeichenliste
[0047]
- 1
- Geschirrspülmaschine
- 2
- Spülbehälter
- 3
- Tür
- 3a
- Schwenkachse
- 4
- Boden des Spülbehälters
- 5
- Sumpf
- 6
- Umwälzpumpe
- 7
- Sprüharm
- 8
- Sprüharm
- 9
- Spülkorb
- 10
- Spülkorb
- 11
- Erfassungseinheit
- 12
- Sicherheitseinheit
- 13
- Messeinrichtung
- 14
- Sensoreinheit
- 15
- Messkörper
- 16
- Spulenanordnung
- 17
- Schwimmer
- 18
- Membran
- 19
- Basisträger
- 20
- Membran
- 21
- Raum
- 22
- Druckstutzen
- 23
- Druckleitung
- FW
- Frischwasser
- AW
- Abwasser
- S
- Spülflotte
1. Wasserführendes Haushaltsgerät (1), insbesondere Geschirrspülmaschine, das zumindest
einen im Betrieb Flüssigkeit (FW;S) führenden Nassbereich (2) aufweist, insbesondere
einen Bearbeitungsraum (2) zur Reinigung von Spül- oder Waschgut, wobei dem Nassbereich
(2) eine Erfassungseinheit (11) zur Ermittlung des wirklichen Füllstands des Nassbereichs
(2) zugeordnet ist, und wobei eine Sicherheitseinheit (12) zur Erfassung einer ungewollten
Flüssigkeitsbeaufschlagung unterhalb des Nassbereichs (2) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Erfassungseinheit (11) und die Sicherheitseinheit (12) zu einer gemeinsamen Messeinrichtung
(13) zusammengefasst sind.
2. Wasserführendes Haushaltsgerät (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die gemeinsame Messeinrichtung (13) eine gemeinsame Sensoreinheit (14) umfasst.
3. Haushaltsgerät (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass die gemeinsame Messeinrichtung (13) einen Wegsensor (14), insbesondere einen analogen
Wegsensor (14), umfasst.
4. Haushaltsgerät (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
dass der Wegsensor (14) in Doppelfunktion dazu eingerichtet ist, sowohl eine Auslenkung
der Erfassungseinheit (11) zur Ermittlung des wirklichen Füllstands des Nassbereichs
(2) als auch eine Auslenkung der Sicherheitseinheit (12) unterhalb des Nassbereichs
(2) zu erfassen.
5. Haushaltsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Erfassungseinheit (11) eine Membran (18) mit einem von dieser aus mit einer Komponente
nach unten erstreckten, beweglichen Messkörper (15) umfasst.
6. Haushaltsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Sicherheitseinheit (12) einen Schwimmer (17) mit einem von diesem aus mit einer
Komponente nach oben erstreckten Messkörper (15) umfasst.
7. Haushaltsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass der Messkörper (15) der Erfassungseinheit (11) als gemeinsame Baueinheit mit dem
Messkörper (15) der Sicherheitseinheit (12) ausgebildet ist.
8. Haushaltsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Bewegung des Messkörpers (15) berührungslos erfassbar ist.
9. Haushaltsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Bewegung des Messkörpers (15) magnetoinduktiv erfassbar ist.
10. Haushaltsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Erfassungseinheit (11) eine in einem Bodenabschnitt (4) des Nassbereichs (2)
angeordnete und mit dem Messkörper (15) der Erfassungseinheit (11) verbundene Membran
(18) umfasst.
11. Haushaltsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Sicherheitseinheit (12) einen unterhalb eines Bodenabschnitts (4) des Nassbereichs
(2) angeordneten und mit dem Messkörper (15) der Sicherungseinheit (12) verbundenen
Schwimmer (17) umfasst.
12. Haushaltsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass der Messkörper (15) eine stiftartige, aufrechte Ausbildung hat.
13. Haushaltsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass der Messkörper (15) der Erfassungseinheit (11) als gemeinsame Baueinheit mit dem
Messkörper (15) der Sicherheitseinheit (12) ausgebildet ist, wobei der Messkörper
(15) der Erfassungseinheit (11) zur Ermittlung des wirklichen Füllstands des Nassbereichs
(2) und der Messkörper (15) der Sicherheitseinheit (12) zur Erfassung einer ungewollten
Flüssigkeitsbeaufschlagung unterhalb des Nassbereichs (2) in eine identische Richtung,
insbesondere in positiver z-Richtung, wirken.
14. Haushaltsgerät (1) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet,
dass die Erfassungseinheit (11) eine in einem Bodenabschnitt (4) des Nassbereichs (2)
angeordnete, mit dem Messkörper (15) der Erfassungseinheit (11) verbundene Membran
(18) und einen unter der Membran (18) mit einer weiteren Membran (20) abgedichteten
Raum (21) umfasst, welche eine Druckstutzen (22) aufweist, der mit einer in dem Nassbereich
(2) anordenbaren Druckleitung (23) zum Führen des in dem Nassbereich (2) herrschenden
Druckes in positiver z-Richtung an die Membran (18) koppelbar ist.
15. Haushaltsgerät (1) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,
dass der Messkörper (15) in dem Raum (21) mit der Membran (18) verbunden unddurch die
weitere Membran (20) in den Raum (21) geführt ist.