[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Umformen von Werkstücken nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 sowie eine Vorrichtung zum Umformen von Werkstücken nach Anspruch
6.
[0002] Es sind Verfahren bekannt, wie sie in den Figuren 1 (Querschnittansicht) und 2 (Längsschnittansicht)
schematisch dargestellt sind, bei denen ein Werkstück 4 in Rotation in einer Drehrichtung
6 versetzt wird und anschließend durch von außen an das Werkstück herangeführte, in
einem Lagergehäuse 1 gelagerte Walzen oder Rollen 2 unter relativer Verschiebung vom
Werkstück 4 in einer axialen Vorschubrichtung 5 gegenüber den Umformrollen 2 umgeformt
wird. In den meisten Fällen geschieht diese Umformung in der Weise, dass die äußeren
Umformrollen 2 den Werkstoff des Werkstücks 4 im Bereich der Umformung gegen einen
Innendorn 3 pressen, so dass der Werkstoff partiell axial, radial und tangential in
einen Fließzustand versetzt wird und dies zu einer Reduzierung der Wanddicke des Werkstücks
4 führt, wobei sich die zu erzielende reduzierte Wanddicke durch den Abstand zwischen
Umformrolle 2 und Innendorn 3 ergibt.
[0003] Dabei wird die mögliche Reduktion der Wanddicke des Werkstücks 4 durch die Größe
der Wanddicke, der Festigkeit des Werkstoffes, der Reibung zwischen Innenwandung der
Vorform 4 und dem Innendorn 3 sowie der möglichen Anzahl von Umformrollen 2 am Umfang
des Werkstückes 4 begrenzt.
[0004] Die Ursache dieser Begrenzung liegt in
i) der Größe der Kraft, die partiell durch die Umformrolle 2 in das Werkstück 4 gebracht
werden kann und dort eine Fließspannung erzeugt,
ii) der Festigkeit des Werkstoffes, die vom Umformverfahren nicht beeinflusst werden
kann,
iii) der Größe der Reibung zwischen Werkstück 4 und Innendorn 3, die durch die Verfahrensart
vorgegeben ist,
iv) der Anzahl der Umformrollen 2, die am Umfang des Werkstückes 4 eingesetzt werden
können,
v) den Abmessungen der Lagerung der Umformrollen 2, die wiederum von der Lebensdauer
der Lagerung und deren Abmessung sowie der Größe der Umformrollen 2 bestimmt wird.
[0005] Außerdem reduziert sich die Wirkung der Druckkraft der Umformrollen 2 mit zunehmender
umzuformender Wanddicke, so dass es ab einer bestimmten Wanddicke nicht mehr möglich
ist, den Werkstoff im Druckbereich 7 (Wirkbereich) der Umformrollen 2 in einen Fließzustand
zu bringen. Somit ist die Dicke der zu reduzierenden Wandungen mit den bekannten Drückwalzverfahren
durch die fehlende Fließspannung im Werkstoff eingeschränkt.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Vorrichtung aufzuzeigen, bei
denen die Formgebung von rotationssymmetrischen Werkstücken mit gleichbleibenden oder
unterschiedlichen Wanddicken auch bei größeren Wanddicken möglich ist.
[0007] Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und
durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 5. Vorteilhafte Ausführungsformen
finden sich in den abhängigen Ansprüchen.
[0008] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass der Innendurchmesser des Werkstücks durch Andrücken
von inneren Umformrollen einer Innenumformeinheit erweitert wird oder/und der Außendurchmesser
durch Andrücken der äußeren Umformrollen reduziert wird; insbesondere kann auch bei
den genannten Vorgehensweisen der Innendorn durch die Innenumformeinheit verschoben
werden. Durch das beschriebene Andrücken kann Druck sowohl von außen als auch von
innen auf die Wand des Werkstücks ausgeübt und auch bei dickeren Wänden die Fließfähigkeit
sichergestellt werden. Die inneren Umformrollen sind dabei auf bestimmte Art und Weise
ausgebildet, nämlich so, dass die Hüllflächen der Laufflächen der inneren Umformrollen
jeweils einen Hüllkegelstumpf definieren. Die zugehörigen Kegel weisen jeweils Kegelspitzen
auf. Erfindungsgemäß liegen alle diese Spitzen auf den Drehachsen der inneren Umformrollen.
Ferner sind die inneren Umformrollen so angeordnet, dass sich ihre Rollendrehachsen
alle in einem Punkt auf der Drehachse des Werkstücks schneiden, wobei auch die durch
die Kegelspitzen definierten Punkte auf diesen gemeinsamen Schnittpunkt fallen. Dabei
kann der Innendorn mit dem Werkstück um die Werkstückachse angetrieben werden. Alternativ
können auch die inneren und/oder äußeren Umformrollen drehend angetrieben werden.
Dieselbe Geometrie mit dem gemeinsamen Schnittpunkt wie für die inneren Umformrollen
beschrieben, kann alternativ oder ergänzend auch für die äußeren Umformrollen vorgesehen
sein.
[0009] Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird erreicht, dass die Fließspannung im Umformbereich
in den Wänden des Werkstücks erhöht wird durch Innen- und Außenumformeinheiten an
einem angetriebenen Werkstück, bei denen die inneren Rollen und die benachbarten äußeren
Rollen einen minimalen tangentialen Abstand zueinander haben und so eine Maximierung
der Umformrollen am Umfang des Kontaktdurchmessers am Werkstück zulassen. Dies kann
auch erreicht werden durch angetriebene Innen- und Außenumformeinheiten an einem feststehendem
Werkstück.
[0010] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Figuren 1 bis 8 näher erläutert.
- Figur 1 -
- zeigt eine schematische Längsschnittansicht einer Vorrichtung nach dem Stand der Technik,
- Figur 2 -
- zeigt eine schematische Querschnittansicht zur Verdeutlichung der Wirkbereiche der
Umformrollen bei einer Vorrichtung nach dem Stand der Technik,
- Figur 3 -
- zeigt eine Längsschnittansicht eines Teils einer Vorrichtung nach einer ersten erfindungsgemäßen
Ausführungsform,
- Figur 4 -
- zeigt eine Querschnittansicht des in Figur 3 gezeigten Vorrichtungsteils in der Schnittebene
A-A,
- Figur 5 -
- zeigt eine Längsschnittansicht des Innendorns mit inneren Umformrollen,
- Figur 6 -
- zeigt eine Längsschnittansicht eines Teils einer Vorrichtung nach einer zweiten erfindungsgemäßen
Ausführungsform,
- Figur 7 -
- zeigt eine Querschnittansicht des in Figur 6 gezeigten Vorrichtungsteils in der Schnittebene
B-B,
- Figur 8 -
- zeigt eine schematische Querschnittansicht zur Verdeutlichung der Wirkbereiche der
Umformrollen bei einer erfindungsgemäßen Vorrichtung.
[0011] In den Figuren 3 bis 5 ist eine erste erfindungsgemäße Ausführungform gezeigt. Die
Außenumformeinheit wird in diesem Ausführungsbeispiel durch die auch in den Figuren
1 und 2 dargestellten äußeren Umformrollen 2 realisiert. Um den Druckbereich 7 (vgl.
Fig. 4) in der Tiefe der Werkstückwandung zu vergrößern, wird erfindungsgemäß eine
Innenumformeinheit, gezeigt in den Figuren 5 und 6, anstelle des in Figur 1 gezeigten
einfachen Innendornes 3 eingesetzt. Diese Innenumformeinheit schafft durch Andrücken
von inneren Umformrollen an die Innenseite des Werkstücks 9 einen weiteren Druckbereich
8, der sich von der Innenseite des Werkstückes 9 radial nach außen erstreckt. Dies
ist in Figur 4 gezeigt. Durch die beidseitigen Umformeinheiten entstehen dabei zwei
Druckbereiche 7, 8, die sich überlappen und somit die vorhandene Reduktionmöglichkeit
der Wanddicke 10 erheblich erhöhen oder eine höhere Festigkeit des umzuformenden Werkstoffes
bei gleichbleibender Reduktion der Wanddicke zulassen.
[0012] Diese erfindungsgemäße Innenumformeinheit weist im gezeigten Beispiel eine Mehrzahl
tangential zum Werkstück 9 angeordnete Kegelrollen, die als Umformrollen 11, insbesondere
in einem Käfig 12, 13 gelagert, und bezogen auf das Werkstück 9 tangential und axial
positioniert werden können. Der Käfig wird mit Schrauben 14 zusammengehalten und ist
axial justierbar. Die Umformrollen 11 stützen sich auf einem, insbesondere kegeligen,
Innendorn 16 ab, der an einem Verlängerungsabschnitt 17 befestigt ist, dessen Durchmesser
kleiner ist als der geformte oder zu formende innere Werkstückdurchmesser 18.
[0013] Die Umformrollen 11 werden somit tangential und axial, insbesondere durch den Käfig
12, 13, und radial durch den Innendorn 16 in Position gehalten. Diese Anordnung stellt
sicher, dass die Umformrollen nicht aus der Innenumformeinheit herausfallen, wenn
die Innenumformeinheit sich außerhalb des Werkstückes 9 befindet. Durch Bauweise und
Anordnung dieser Umformrollen 11 wird eine maximale Anzahl von Umformrollen mit minimalem
tangentialem Abstand zueinander möglich, die eine maximal mögliche Umformkraft auf
der Innenwandung des Werkstückes ausüben.
[0014] Durch das Abwälzen der Umformrollen 11 mit der kegeligen Außenseite (kegelige Außenseite
bedeutet, dass wenigstens die Hüllfläche der inneren oder äußeren Umformrollen kegelstumpf-
oder kegelförmig ist) auf der Außenseite 19 des Innendorns 16, entsteht eine kegelige
äußere Hüllfläche 20, deren größter Durchmesser den formbaren inneren Durchmesser
18 des Werkstücks 9 bestimmt.
[0015] Die Mittellinien der Zentren der kegeligen Umformrollen 11 schneiden sich mit den
Spitzen der Hüllkegel aller kegeligen Umformrollen 11 in einem Punkt 21, der auf der
Werkstückachse bzw. der Drehachse 22 des Werkstücks 9 liegt. Durch eine axiale Verschiebbarkeit
des Käfigs 12, 13 ist die radiale Justierbarkeit der Umformrollen auf einen Durchmesser
möglich, bei dem sich die Mittellinien 24 und die Enden der Hüllkegel 20 der Umformrollen
11 mit der Drehachse 22 des Werkstücks 9 in einem Punkt 21 schneiden und somit geschwindigkeitsmäßig
aufeinander abgestimmt sind. Bei der Umformung bildet dann der größere Durchmesser
des kegeligen Hüllkörpers 20 den Innendurchmesser 18 des geformten Werkstückes 9.
[0016] Mit der Innenumformeinheit können eine Innenzentriereinheit 23 für den umzuformenden
Werkstückbereich und eine weitere Innenzentriereinheit (nicht dargestellt) für den
geformten Werkstückbereich vorgesehen werden. Beide Zentriereinheiten sind unabhängig
voneinander im Zentrum der Drehachse 22 drehbar gelagert, so dass sie mit einem minimalen
Reibungsaufwand durch das Werkstück 9 während der Umformung geschoben werden können.
[0017] An einem Werkstück kann je Außenumformeinheit, Fig.3 Pos. 1, eine Innenumformeinheit
eingesetzt werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Werkstück angetrieben oder
die Umformeinheiten angetrieben werden, weil die Wirkung auf das Umformverhalten gleich
ist.
[0018] Die Innenumformeinheit kann auch ohne Außenumformeinheit eingesetzt werden. In diesem
Fall muss im Bereich der Umformung ein Außenmantel (nicht dargestellt) angebracht
werden, der axial und tangential vom fließenden Werkstoff angetrieben wird, damit
nur eine minimale Reibung zwischen Werkstoff und Innenwandung des Außenmantels entsteht.
[0019] Um die Anzahl der Druckbereiche in der Tiefe der Werkstückwandung weiter zu erhöhen,
kann erfindungsgemäß eine modifizierte Außenumformeinheit vorgesehen sein, wie dies
in den Figuren 6 bis 8 dargestellt ist. Die dort gezeigte Innenumformeinheit entspricht
dabei dem zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel.
[0020] Die dargestellte Außenumformeinheit weist eine Mehrzahl tangential zum Werkstück
angeordnete Kegelrollen auf, die als Umformrollen 24 im gezeigten Beispiel in einem
Käfig 25, 26 vorgesehen sind, dessen linker und rechter Käfigteil mit Schrauben 27
miteinander verbunden sind und der axial justierbar sein kann. Die Anordnung, Form
und Ausrichtung der äußeren Umformrollen 24 ist ganz ähnlich zu der der oben beschriebenen
inneren Umformrollen 11.
[0021] Zur Abstützung der äußeren Laufbahn der Umformrollen 24 ist ein Laufring 28, mit
innerer Lauffläche 29 zu den Umformrollen 24, der in einem äußeren Gehäuse 30 befestigt
ist, angeordnet. Die äußeren Umformrollen 24 werden somit tangential und axial durch
einen Käfig 25, 26, und radial durch den äußeren Laufring 28 in Position gehalten.
Durch diese Anordnung bilden die Umformrollen 24 mit ihrer inneren Laufbahn einen
kegeligen Hüllkörper 31, dessen Winkel zur Drehachse 32 des Werkstückes 33 dem Einlaufwinkel
einer Umformrolle 24 entspricht.
[0022] Durch eine axiale Verschiebbarkeit des axial zusammengeschraubten Käfigs 25, 26,
ist die radiale Justierbarkeit der Umformrollen 24 auf einen Durchmesser möglich,
bei dem sich die Mittellinien 34 und die Enden der Hüllkörper 31 der Kegelrollen 24
mit der Drehachse des Werkstücks 33 in einem Punkt 35 schneiden und somit geschwindigkeitsmäßig
aufeinander abgestimmt sind. Bei der Umformung bildet dann der kleine Durchmesser
des kegelstumpfförmigen Hüllkörpers der Umformrollen 24 den Außendurchmesser des geformten
Werkstücks. Gleichzeitig verhindert die Käfiganordnung das Herausfallen der Umformrollen,
wenn kein Werkstück 33 sich im Inneren der äußeren Umformeinheit befindet.
[0023] Durch diese Anordnung der äußeren Umformrollen 24 wird eine maximale Anzahl von Umformrollen
mit minimalem tangentialen Abstand zueinander möglich, die eine maximal mögliche Umformkraft
auf die Außenwandung des Werkstücks ausüben und durch das Abwälzen auf der kegeligen
Innenseite 29 des äußeren Laufringes 28 abgestützt werden. Alle Umformrollen gemeinsam
bilden innerhalb des Käfigs 25, 26 einen kegeligen Hüllkörper 31, dessen Winkel zur
Drehachse 22 des Werkstücks 33 den Einlaufwinkel der Umformrollen 24 zur Umformung
des Werkstücks 33 bilden. Sobald das sich drehende Werkstück 33 axial auf den inneren
Hüllkörper 31 der Umformrollen 24 trifft, drehen sich diese und wälzen sich dabei
auf der feststehenden, inneren kegeligen Laufbahn 29 des Außenringes 28 ab. Mit dem
axialen Druck des Vorschubs in axialer Richtung und dem Drehmoment des Werkstücks
33 wird eine axiale, tangentiale und radiale Kraft erzeugt, die den Werkstoff in einen
plastischen Zustand versetzt, so dass dieser fließt, wodurch der Umformprozess beginnt.
Während der Umformung werden die Umformrollen bevorzugt durch eine schmierende Kühlmittelflüssigkeit
umspült, die durch den Kühlmittelanschluss 36 zugeführt wird.
[0024] Ein ähnlicher Umformprozess mit der zuvor beschriebenen Umformeinheit ist möglich,
wenn der äußere Laufring 28 tangential und axial angetrieben wird und das Werkstück
33 feststeht oder wenn der äußere Laufring 28 nur tangential angetrieben wird und
das Werkstück 33 tangential feststeht und axial verfahren wird.
[0025] Bei einem feststehenden Werkstück 33 besteht auch die Möglichkeit, an beiden Enden
des Werkstücks 33 jeweils eine angetriebene Umformeinheit anzuordnen, um gleichzeitig
an beiden Seiten einen unabhängigen Umformprozess mit jeweils eigenen Abmessungen
zu starten.
[0026] Wenn keine Innenumformeinrichtung vorhanden ist, ist für die zwei Arten von Außenumformeinheiten
jeweils ein Innendorn 3 zur Aufnahme des Werkstücks erforderlich, auf dem das Werkstück
zentriert umgeformt wird. Mit der Gestaltung des Innendorns kann ein erheblicher Einfluss
auf die Reibung zwischen Werkstück und fließendem Werkstoff genommen werden. Mit einem
vom Werkstofffluss angetrieben Innendorn oder einer Innenrolle können minimale Reibungsverluste
zwischen Werkstoff und Innendorn erzielt werden.
[0027] Es besteht ferner die Möglichkeit, im Inneren des angetriebenen Werkstücks eine Innenumformeinheit
in Kombination mit einem Innendorn anzuordnen und am Umfang des Werkstücks eine oder
mehrere Außenumformeinheiten anzuordnen, wobei dann eine Außenumformeinheit mit der
Innenumformeinheit axial im gleichen Werkstückquerschnitt umformt und gleichzeitig
eine andere Außenumformeinheit im Bereich des Innendorns an einer anderen Stelle das
Werkstück umformt.
1. Verfahren zur Fertigung von Werkstücken, bei welchem ein im Wesentlichen rotationssymetrisches
Werkstück (4, 9, 33) mit einer Werkstückachse (22), konzentrisch mit einem im Inneren
des Werkstücks (4, 9, 33) vorgesehenen Innendorn (3, 16) aufgespannt und mittels Drückwalzen
durch radiales Andrücken von äußeren Umformrollen (7) umgeformt wird, wobei dazu wenigstens
abschnittweise die Wanddicke des Werkstücks (4) reduziert wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Innendurchmesser (18, 41) des Werkstücks (33) durch Andrücken von inneren Umformrollen
(11) einer Innenumformeinheit erweitert wird, wobei die inneren Umformrollen (11)
so ausgebildet sind, dass die Hüllflächen ihrer Laufflächen jeweils einen Hüllkegelstumpf
definieren und die Spitzen der jeweils zugehörigen Hüllkegel auf den Drehachsen der
inneren Umformrollen liegen, wobei die inneren Umformrollen (11) weiter so angeordnet
werden, dass sich ihre Rollendrehachsen und die Hüllkegel (20) alle in einem Punkt
auf der Werstückachse (22) schneiden, wobei der Innendorn (3, 16) mit dem Werkstück
(4, 9, 33) um die Werkstückachse (22) oder die inneren und/oder äußeren Umformrollen
drehend angetrieben werden, und/oder dass der Außendurchmesser des Werkstücks (33)
durch Andrücken von äußeren Umformrollen (24) der Außenumformeinheit reduziert wird,
wobei die äußeren Umformrollen (24) so ausgebildet sind, dass die Hüllflächen ihrer
Laufflächen jeweils einen Hüllkegelstumpf definieren und die Spitzen der jeweils zugehörigen
Hüllkegel (31) auf den Drehachsen (34) der äußeren Umformrollen (24) liegen, wobei
die äußeren Umformrollen (24) weiter so angeordnet werden, dass sich ihre Rollendrehachsen
(34) und die Hüllkegel (31) alle in einem Punkt (21) auf der Werkstückachse (22) schneiden.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Außendurchmesser des Werkstücks durch die Außenumformeinheit (24, 44) reduziert
und gleichzeitig der Innendurchmesser durch die Innenumformeinheit (7, 23) erweitert
wird, wobei die Umformeinheiten so positioniert werden, dass sich die einzelnen Andruckbereiche
der äußeren Umformrollen (24) mit den Andruckbereichen der inneren Umformrollen im
Werkstück (33) bezogen auf die Richtung der Werkstückachse (22) axial überlagern.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Innen- und Außenumformeinheiten jeweils durch einen eigenen Antrieb, bezogen
auf die Werkstücklängsachse (22) axial und tangential angetrieben werden, wobei das
Werkstück (33) feststehend eingespannt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass gleichzeitig eine Mehrzahl Außenumformeinheiten den äußeren Durchmesser reduzieren
und eine Mehrzahl Innenumformeinheiten den Innendurchmesser erweitern.
5. Vorrichtung zur Fertigung von Werkstücken, mit einem Innendorn (3, 16), um welchen
ein im Wesentlichen rotationssymetrisches Werkstück (4, 9, 33) mit einer Werkstückachse
(22) konzentrisch gelagert werden kann, mit einer Außenumformeinheit mit äußeren Umformrollen
(7), die dazu ausgelegt sind, das Werkstück durch radiales Andrücken der äußeren Umformrollen
(7) unter wenigstens abschnittweiser Reduzierung der Wanddicke des Werkstücks (4,
9, 33) umzuformen,
dadurch gekennzeichnet,
dass zum Erweitern des Innendurchmessers (18, 41) des Werkstücks (33) eine Innenumformeinheit
mit inneren Umformrollen (11) vorgesehen ist, wobei die inneren Umformrollen (11)
so ausgebildet sind, dass die Hüllflächen ihrer Laufflächen jeweils einen Hüllkegelstumpf
definieren und die Spitzen der jeweils zugehörigen Hüllkegel auf den Drehachsen der
inneren Umformrollen liegen, wobei die inneren Umformrollen (11) weiter so angeordnet
sind, dass sich ihre Rollendrehachsen und die Hüllkegel (20) alle in einem Punkt (21)
auf der Werkstückachse (22) schneiden, wobei der Innendorn (3, 16) mit dem Werkstück
(4, 9, 33) um die Werkstückachse (22) oder die inneren und/oder äußeren Umformrollen
drehend antreibbar sind, und/oder dass die äußeren Umformrollen (24) so ausgebildet
sind, dass die Hüllflächen ihrer Laufflächen jeweils einen Hüllkegelstumpf definieren
und die Spitzen der jeweils zugehörigen Hüllkegel (31) auf den Drehachsen (34) der
äußeren Umformrollen (24) liegen, wobei die äußeren Umformrollen (24) weiter so angeordnet
sind, dass sich ihre Rollendrehachsen (34) und die Hüllkegel (31) alle in einem Punkt
(35) auf der Werkstückachse (22) schneiden.
6. Vorrichtung nach einem Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Umformrollen eine Mehrzahl Profilierungen aufweisen.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Innen- und Außenumformeinheiten jeweils einen eigenen, bezogen auf die Werkstückachse
(22) axialen und tangentialen Antrieb aufweisen.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass sie eine Mehrzahl Außenumformeinheiten und eine Mehrzahl Innenumformeinheiten aufweist.