[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen einer Wandverdickung
an einem sich entlang einer Hauptachse erstreckenden Hohlkörper sowie insbesondere
auch eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
[0002] Ein derartiges Verfahren ist aus der
EP 1611973 A1 bekannt, bei dem während eines Axialpressvorgangs in einem Umformvorgang eine Wandverdickung
mittels einer verstellbaren Matrize an einem Hohlkörper hergestellt wird. Dadurch
dass die Matrize entlang einer Hauptachse des Hohlkörpers verstellbar sein muss, ergibt
sich eine vergleichsweise aufwändige Gestaltung der erforderlichen Umformmaschine
mit "schwimmender Matrize".
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren der eingangs genannten Art bereitzustellen,
bei dem ein Hohlkörper mit möglichst einfachen Mitteln durch einen Axialpressvorgang
unter Vermeidung von Faltenbildung, derart umgeformt werden kann, dass an dem Hohlkörper
ein technisch nutzbarer Wulst entsteht. Aufgabe der Erfindung ist es ferner, eine
Vorrichtung insbesondere zur Durchführung des eingangs genannten Verfahrens bereitzustellen,
durch welche verbesserte Hohlkörper besonders einfach herstellbar sind.
[0004] Die Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren nach Anspruch 1, bei dem der Hohlkörper
sich entlang einer Hauptachse erstreckt, wobei der Hohlkörper zu Anfang des Verfahrens
in einem Umformbereich eine vorbestimmte Außenkontur aufweist. In einem Verfahrensschritt
wird der Hohlkörper in axialer Richtung unter Druckspannung gesetzt und dadurch plastisch
verformt. Dies ist mittels entsprechender Druckstempel in an sich bekannten Axialpress-Umformverfahren
durchführbar. Die grundsätzliche verfahrensführung ist beispielsweise aus der
WO 2009/027789 A2 entnehmbar, die die bezüglich wesentlicher Aspekte der Durchführung eines Axialpressumformverfahrens
vollumfänglich in Bezug genommen wird. Im Rahmen eines derartigen Umformverfahrens
ändert sich die vorbestimmte Außenkontur des Hohlkörpers in dem Umformbereich, wobei
der Hohlkörper außenseitig an dem Umformbereich durch wenigstens eine Matrize wenigstens
abschnittsweise umgriffen wird. Dabei weist die Matrize benachbart zum Umformbereich
wenigstens einen ersten Abschnitt mit einer ersten Innenkontur auf, wobei die erste
Innenkontur der Matrize in dem ersten Abschnitt ungleich der vorbestimmten Außenkontur
des Hohlkörpers in dem Umformbereich gestaltet ist. Besonders bevorzugt ist es, wenn
die erste Innenkontur der Matrize quer zur Hauptachse, insbesondere in Umfangsrichtung
der Matrize ungleich der vorbestimmten Außenkontur des Hohlkörpers im Ausgangszustand
ist.
[0005] An der Außenkontur des Hohlkörpers wird im Verlauf eines Axialpressvorgangs im Umformbereich
die Wandstärke vergrößert, wobei insbesondere die vorbestimmte Außenkontur nach außen
gewölbt und Material von benachbarten Bereichen des Hohlkörpers in den Umformbereich
nachgeschoben wird. Im Umformbereich wird so zumindest übergangsweise ein ringförmiger
Wulst erzeugt. Das in den Wulst nachgeschobene Material des Hohlkörpers drückt schließlich
gegen die erste Innenkontur der Matrize. An dem Wulst entsteht eine neue Außenkontur,
die sich der Innenkontur der Matrize zumindest abschnittsweise anpasst. Umgekehrt
betrachtet prägt die erste Innenkontur der Matrize dann dem Wulst seine neue Form
von außen auf. Dieser Vorgang wird durch ein Insbesondere abschnittsweises Erwärmen
des Hohlkörpers im Umformbereich erleichtert. Eine bevorzugte erfindungsgemäße Matrize
umfasst insbesondere einen im Wesentlichen starren, einstückigen, in sich geschlossenen
Ring mit einer Innenkontur, die im Umformbereich mit geringem Abstand zur vorbestimmten
Außenkontur des Hohlkörpers positioniert werden kann. Die Innenkontur der Matrize
weist bevorzugt eine (ggf. komplexe) Profilierung auf, die dem Wulst aufgeprägt wird.
In einem Ausführungsbeispiel kann einem Rohrelement mit unrundem Querschnitt ein zylindrischer
Flansch aufgeprägt werden, wenn die Innenkontur der Matrize im Wesentlichen zylindrisch
ist.
[0006] In Ausgestaltung der Erfindung ist die vorbestimmte Außenkontur des Hohlkörpers quer
zur Hauptachse im Wesentlichen rund gestaltet, während die erste Innenkontur der Matrize
quer zur Hauptachse im Wesentlichen unrund gestaltet ist.
[0007] Als vorbestimmte Außenkontur des Hohlkörpers ist insbesondere eine kreiszylindrische
Kontur vorsehbar, an der im Verlauf eines Umform-/Axialpressvorgangs im Umformbereich
übergangsweise ein im Wesentlichen zylindrischer Wulst erzeugt wird, der im weiteren
Verlauf des Umform-/Axialpressvorgangs in eine unrunde Form übergeführt wird. Mit
Hilfe einer in Richtung der Hauptachse des Hohlkörpers und/oder quer zur Hauptachse
des Hohlkörpers teilbaren Matrize können nahezu beliebige Profile auf eine Außenkontur
eines Hohlkörpers aufgeprägt werden.
[0008] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist die erste Innenkontur der Matrize eine
Mehrzahl von nach innen abragenden Stützelementen auf, wobei die sich ändernde Außenkontur
des Hohlkörpers in einem Verfahrensschritt im Umformbereich gegen die Stützelemente
drückt, wobei sich zwischen den Stützelementen Bereiche der Außenkontur ergeben, die
von der Matrize im selben Verfahrensschritt gar nicht oder zu einem späteren Zeitpunkt
oder mit geringeren Kräften gestützt werden. Die Stützelemente können in einer rotationssymmetrischen
Anordnung gleichmäßig entlang einer Kreislinie angeordnet sein. Zwischen länglichen
Stützelementen sind beispielsweise bevorzugt längliche, nutförmige Vertiefungen (Lücken,
Rinnen) gebildet. In einem gitterförmigen System aus miteinander optional verbundenen
Stützelementen kann alternativ eine Vielzahl von Sackloch-förmigen Vertiefungen gebildet
sein.
[0009] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist der kleinste Freigang der ersten Innenkontur
der Matrize um einen lichten Abstand größer ist als die größte Abmessung der vorbestimmten
Außenkontur im Ausgangszustand des Hohlkörpers, wobei der lichte Abstand kleiner ist
als eine Ausgangswandstärke des Hohlkörpers im Umformbereich. Ein kleinster Freigang
kann erfindungsgemäß bei im Wesentlichen rotationssymmetrisch ausgebildeter Matrize
als der größte Durchmesser angesehen werden, den ein die Matrize durchgreifender Zylinder
aufweisen kann. Als lichter Abstand kann außerdem das "Spiel" zwischen Matrize und
Hohlkörper angesehen werden, d.h. der maximale Abstand, um den der Hohlkörper innerhalb
der Matrize quer zu seiner Hauptachse bewegt werden kann. Erfindungsgemäß ist dieser
lichte Abstand klein, so dass der Hohlkörper während eines Axialpressvorgangs nach
geringfügiger plastischer Verformung punktuell, d.h. im Bereich der Stützelemente,
berührend an der Matrize zur Anlage kommt, so dass ein Ausbeulen mit Falten bildung
frühzeitig unterbunden wird.
[0010] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist die erste Innenkontur der Matrize wenigstens
ein nach innen abragendes Stützelement auf, welches einen Hinterschnitt und/oder eine
Verzahnungskontur aufweist, wobei die sich ändernde Außenkontur des Hohlkörpers in
einem Verfahrensschritt im Umformbereich derart gegen das Stützelement gedrückt wird,
dass sich die Außenkontur des Hohlkörpers und Hinterschnitt bzw. Verzahnungskontur
formschlüssig miteinander verbinden. Dabei sind bevorzugt neben dem wenigstens einen
Stützelement in der Matrize Lücken vorgesehen, in die das Material des Hohlkörpers
fließen und somit das wenigstens eine Stützelement umgreifen kann. Nach einer Beendigung
des Umformvorgangs ist so der Hohlkörper bevorzugt unlösbar formschlüssig mit dem
Stützelement verbunden.
[0011] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist wenigstens ein Stützelement lösbar mit
der Matrize verbunden, das während des Verfahrens von der übrigen Matrize getrennt
wird. Dabei kann ein Stützelement beim ersten Verfahrensschritt zunächst lose, kraftschlüssig
oder über eine Sollbruchstelle mit dem anderen Teil der Matrize verbunden sein. Alternativ
kann ein Stützelement magnetisch am anderen Teil der Matrize fixiert sein. Auf diese
Weise kann ein mehr oder weniger komplexes Funktionselement aus einem vom Hohlkörper
unterschiedlichen Material zunächst vorgefertigt werden. Ein derartiges Funktionselement
kann dann mit dem anderen Teil der Matrize verbunden werden, um in einem Verfahrensschritt
des erfindungsgemäßen Verfahrens als Stützelement zu fungieren und in einem späteren
Verfahrensschritt mit dem Hohlkörper verbunden und vom restlichen Teil der Matrize
gelöst zu werden. Auf diese Weise werden als Funktionselemente zunächst als Teil der
Matrize ("Werkzeugsegmente") eingesetzt, um später von der Matrize getrennt zu werden
und nachfolgend an dem Hohlkörper eine weitere Funktion übernehmen zu können. Als
komplexe Funktionselemente sind auch elektronische Bauteile wie Sensoren, Schalter
oder Permanentmagnete, jedoch auch Diamanten, Natursteine oder dergleichen vorsehbar.
In einem weiteren Ausführungsbeispiel sind als Funktionselemente Zähne für den Aufbau
eines Zahnrads oder Schaufeln für den Aufbau eines Turbinenrads in einem vom Werkstoff
des Hohlkörpers unterschiedlichem Material vorgesehen.
[0012] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung bilden die Stützelemente gemeinsam ein gleichmäßiges
Profil, insbesondere eine Verzahnung und/oder ein Negativ-Abbild einer Verzahnung.
Besonders bevorzugt ist es, über die Stützelemente an der Innenkontur der Matrize
ein Zahnprofil für ein geradverzahntes oder schrägverzahntes Zahnrad vorzusehen. Durch
das erfindungsgemäße Verfahren kann also mit besonders einfachen Mittein an einem
Hohlkörper in Form eines Rohrelements ein umlaufender, ringförmiger Wulst samt Zahnkranz
angeformt werden. Wulst und Zahnkranz bestehen dann vorzugsweise vollständig aus dem
Material des Rohrelements.
[0013] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird der Hohlkörper in einem ersten Verfahrensschritt
im Umformbereich auf eine Temperatur oberhalb der Umgebungstemperatur, bei der Verwendung
eines Hohlkörpers aus Stahl insbesondere auf eine Temperatur zwischen 400°C und 1250°C,
erwärmt. Des Weiteren wird der Hohlkörper in einem zweiten Verfahrensschritt mit Hilfe
einer Axialpressvorrichtung in Richtung der Hauptachse mechanisch gestaucht und unter
bleibender Verkürzung seiner Länge plastisch umgeformt, wobei der Hohlkörper während
des zweiten Verfahrensschritts mit Hilfe der Matrize an mehreren, voneinander beabstandeten
Stellen im Umformbereich quer zur Hauptachse abgestützt wird, Wobei während des zweiten
Verfahrensschritts die Außenkontur im Umformbereich des Hohlkörpers der Innenkontur
der Matrize angenähert wird, wobei während des zweiten Verfahrensschritts Material
des Hohlkörpers von außerhalb des Umformbereichs in den Umformbereich gedrückt wird,
so dass sich im Umformbereich - insbesondere unter Bildung eines außenseitigen Wulstes
- wenigstens abschnittsweise eine Vergrößerung der Wandstärke am Hohlkörper ergibt.
Auf diese Weise lassen sich starke Umformvorgänge an dem Hohlkörper zur Bildung breiter,
dicker und/oder profilierter Flansche realisieren. Erfindungsgemäß wird bei Verwendung
von Hohlkörpern aus Stahl als Temperatur im Umformbereich in einer ersten Variante
eine Temperatur zwischen 400°C und 700°C gewählt; der Hohlkörper wird also halbwarm-umgeformt.
Bei Verwendung von Hohlkörpern aus Stahl werden in einer weiteren Variante eine Temperatur
zwischen 850°C und 1250°C gewählt; der Hohlkörper wird also warm-umgeformt. Bei der
Verwendung anderer Werkstoffe zur Herstellung des Hohlkörpers (Aluminium-Legierungen,
Kupfer, Magnesium-Legierungen usw.) sind selbstverständlich entsprechend angepasste
Temperaturen vorsehbar.
[0014] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird im Umformbereich des Hohlkörpers eine
Vergrößerung der Wandstärke um wenigstens 50%, insbesondere um wenigstens 100% bezogen
auf die Ausgangswandstärke des Hohlkörpers bewirkt. Eine derartige Vergrößerung der
Wandstärke des Hohlkörpers im Umformbereich ergibt insbesondere einen Wulst an dem
Hohlkörper, der sich nach außen und/oder nach innen erstrecken kann.
[0015] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird der Hohlkörper während eines Verfahrensschrittes
außenseitig mit Hilfe einer den Hohlkörper ringförmig umgebenden Matrize und gleichzeitig
innenseitig mit einem den Hohlkörper wenigstens abschnittsweise durchgreifenden Dorn
abgestützt. Mit Hilfe des Dorns kann der Hohlkörper einerseits innenseitig abgestützt
werden.
[0016] Die Aufgabe wird außerdem gelöst durch ein Verfahren nach Anspruch 11, bei dem der
Hohlkörper zu Anfang des Verfahrens in einem Umformbereich eine vorbestimmte Innenkontur
aufweist, bei dem der Hohlkörper in einem Verfahrensschritt in axialer Richtung unter
Druckspannung gesetzt und dadurch plastisch verformt wird, so dass sich die vorbestimmte
Innenkontur des Hohlkörpers in dem Umformbereich ändert, wobei der Hohlkörper außenseitig
an dem Umformbereich durch wenigstens eine Matrize wenigstens abschnittsweise umgriffen
wird, wobei der Hohlkörper innenseitig an dem Umformbereich durch wenigstens einen
Dorn wenigstens abschnittsweise durchstoßen wird, wobei der Dorn eine benachbart zum
Umformbereich angeordnete Dornkontur aufweist, welche ungleich der vorbestimmten Innenkontur
des Hohlkörpers in dem Umformbereich gestaltet ist. An der Innenkontur des Hohlkörpers
wird im Verlauf eines Axialpressvorgangs im Umformbereich die Wandstärke vergrößert,
wobei insbesondere die vorbestimmte
[0017] Innenkontur nach innen gewölbt und Material von benachbarten Bereichen des Hohlkörpers
in den Umformbereich nachgeschoben wird. Im Umformbereich wird so zumindest übergangsweise
ein ringförmiger Wulst erzeugt. Das in den Wulst nachgeschobene Material des Hohlkörpers
drückt schließlich gegen die erste Außenkontur des Dorns. An dem Wulst entsteht eine
neue Innenkontur, die sich der Außenkontur des Dorns zumindest abschnittsweise anpasst.
Umgekehrt betrachtet prägt die erste Außenkontur des Dorns dann dem Wulst seine neue
Form auf. Dieser Vorgang wird durch ein insbesondere abschnittsweises Erwärmen des
Hohlkörpers im Umformbereich erleichtert. Ein erfindungsgemäßer Dorn wird bevorzugt
im Umformbereich mit geringem Abstand zur vorbestimmten Innenkontur des Hohlkörpers
positioniert. Die Außenkontur des Dorns weist bevorzugt eine (ggf. komplexe) Profilierung
auf, die dem Wulst aufgeprägt wird. In einem Ausführungsbeispiel kann einem Rohrelement
mit rundem (Innen)Querschnitt eine unrunde Form innenseitig aufgeprägt werden.
[0018] Die Aufgabe wird außerdem gelöst durch eine Vorrichtung nach Anspruch 12 mit einer
Spannvorrichtung zur Ausübung von Druckkräften auf einen Hohlkörper entlang einer
Hauptachse des Hohlkörpers und mit einer den Hohlkörper außenseitig an einem Umformbereich
wenigstens abschnittsweise umgreifenden Matrize, wobei die Matrize wenigstens ein
Stützelement aufweist, welches während einer plastischen Umformung des Hohlkörpers
ein vorbestimmtes Profil in das Material des Hohlkörpers drücken kann. Die Matrize
fungiert dabei quasi als Stempel, der den Hohlkörper an einem Abschnitt stützt und
am Ausbeulen hindert, während er an einem benachbarten Abschnitt die Kontur des Hohlkörpers
gezielt freigibt. Das wenigstens eine Stützelement kann derart gestaltet sein, dass
es den Hohlkörper abschnittsweise ringförmig umgreift. Bei Verwendung mehrerer gleichartiger
oder unterschiedlicher Stützelemente, welche jeweils mit Abstand zueinander ringförmig
angeordnet sein können, kann ein Negativ-Abbild einer Verzahnungsstruktur bzw. eines
Zahnkranzes gebildet sein.
[0019] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist die Vorrichtung wenigstens ein Stützelemente
auf, das während der plastischen Umformung des Hohlkörpers mit dem Hohlkörper verbindbar
und von der Matrize trennbar gestaltet ist. Damit ist erfindungsgemäß eine Matrize
mit einem von einem Grundkörper abragenden Stützelement vorgesehen, wobei das Stützelement
während der plastischen Umformung wenigstens abschnittsweise vom Material des umgeformten
Hohlkörpers umflossen werden kann, so dass sich bevorzugt eine formschlüssige Verbindung
zwischen Stützelement und Hohlkörper ergeben kann. Als Stützelemente werden erfindungsgemäß
bevorzugt auch Funktionselemente, die in späterer Verwendung des Hohlkörpers im Zusammenwirken
mit dem Hohlkörper eine besondere technische Funktion leisten können, beispielsweise
kommen kleinere Rohrelemente, Pass-Stifte, Hülsen, Gewindeeinsätze usw. (insbesondere
aus vom Werkstoff des Hohlkörpers verschiedenem Material) in Anwendung.
[0020] Weitere Merkmale und Merkmalskombinationen der Erfindung sind der nachfolgenden Beschreibung
konkreter Ausführungsbeispiele, den zugehörigen Zeichnungen sowie den Patentansprüchen
zu entnehmen.
[0021] Hierzu zeigen
Fig. 1 in einem Längsschnitt einen Hohlkörper während der Durchführung einer ersten
Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens mit Hilfe einer ersten erfindungsgemäßen
Matrize,
Fig. 2 einen Querschnitt durch den Hohlkörper nach Fig. 1 entlang der Linie A-A,
Fig. 3 in einem Längsschnitt einen Hohlkörper während der Durchführung einer zweiten
Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens mit Hilfe einer zweiten erfindungsgemäßen
Matrize,
Fig. 4 einen Querschnitt durch den Hohlkörper nach Fig. 3 entlang der Linie A'-A',
Fig. 5 in einem Längsschnitt einen Hohlkörper während der Durchführung einer dritten
Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens mit Hilfe einer dritten erfindungsgemäßen
Matrize,
Fig. 6 einen Querschnitt durch den Hohlkörper nach Fig. 5 entlang der Linie A"-A",
Fig. 7 in einem Längsschnitt einen Hohlkörper während der Durchführung einer vierten
Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens mit Hilfe einer vierten erfindungsgemäßen
Matrize samt Dorn und
Fig. 8 einen Querschnitt durch den Hohlkörper nach Fig. 7 entlang der Linie B-B.
[0022] In den Fig. 1 und Fig. 2 ist ein länglicher, zylindrischer Hohlkörper 1 in Form eines
Rohrelements während der Durchführung einer ersten Variante des erfindungsgemäßen
Verfahrens dargestellt. Der Hohlkörper 1 weist in seinem Ausgangszustand eine vorbestimmte,
im Wesentlichen gleichmäßige zylindrische Außenkontur 1a mit kreisrundem Querschnitt
quer zu einer Hauptachse H auf, welche zugleich Symmetrieachse des Hohlkörpers ist.
Der Hohlkörper weist ferner in seinem Ausgangszustand eine im Wesentlichen gleichmäßige
Ausgangswandstärke t zwischen vorbestimmter Außenkontur 1a und einer vorbestimmten
Innenkontur 1c auf. In bevorzugter Weise ist der Hohlkörper durch Schmieden, Gießen,
Strangpressen o.ä. aus einer Aluminiumlegierung oder einem Stahl hergestellt. Grundsätzlich
kann der Hohlkörper aus jedem beliebigen fließfähigen Material, insbesondere jedem
Metall oder auch aus plastisch verformbarem Kunststoff hergestellt sein. In bevorzugter
Weise weist der Hohlkörper eine längste Erstreckung entlang seiner Hauptachse H auf,
die wenigstens das 20-fache der Ausgangswandstärke t beträgt. In bevorzugter Weise
weist der Hohlkörper eine längste Erstreckung (insbes. einen Durchmesser) quer zu
seiner Hauptachse H auf, die wenigstens das 5-fache der Ausgangswandstärke t beträgt.
In einem modifizierten Ausführungsbeispiel weist der Hohlkörper bereits im Ausgangszustand
abschnittsweise eine vergrößerte Wandstärke, insbesondere einen vorgefertigten Flansch
auf, der in einem nachfolgend näher beschriebenen Umformbereich des Hohlkörpers angeordnet
sein kann.
[0023] Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens in seiner ersten Variante nach
Fig. 1 wird der Hohlkörper 1 in eine nicht näher dargestellte Spannvorrichtung; insbesondere
eine Axialpressvorrichtung eingesetzt, über die der Hohlkörper im Bereich seiner quer
zur Hauptachse H orientierten schmalen Stirnseiten unter Axialdruckspannung gesetzt
werden kann. Eine verwendbare Axialpressvorrichtung ist beispielsweise aus der
EP 1611973 A1 oder aus der
WO 2009/027789 A2 bekannt, auf die hinsichtlich einer grundsätzlichen Gestaltung einer verwendbaren
Axialpressvorrichtung vollumfänglich Bezug genommen wird. Bestandteil der Spannvorrichtung
bzw. Axialpressvorrichtung ist dabei immer eine Matrize 2, in die der Hohlkörper derart
einsetzbar sein soll, dass die Matrize 2 den Hohlkörper 1 im Bereich eines Umformabschnitts
1b des Hohlkörpers außenseitig wenigstens abschnittsweise umgreift. Weiterer Bestandteil
ist ein Stempel, der in Richtung einer Hauptpressrichtung auf den Hohlkörper 1 einwirkt,
wobei die Hauptpressrichtung bevorzugt parallel orientiert ist zu der Hauptachse H
des Hohlkörpers.
[0024] In Abänderung bekannter Vorrichtungen kommt beim vorliegenden erfindungsgemäßen Verfahren
in seiner ersten Variante jedoch eine Matrize 2 mit einem im Wesentlichen starren
Ring mit einer ersten Innenkontur 2a zur Anwendung. Die Matrize 2 weist wenigstens
einen ersten Abschnitt mit einer ersten Innenkontur 2a auf, wobei die erste Innenkontur
2a der Matrize ungleich der vorbestimmten Außenkontur 1a des Hohlkörpers 1 in seinem
Umformbereich 1b gestaltet ist. Konkret ist die erste Innenkontur 2a der Matrize mit
wenigstens einer quer zur Hauptachse und quer zur Axialpressrichtung unrunden Kontur
gestaltet, während der Hohlkörper 1 in seinem Ausgangszustand zu Anfang des Verfahrens
im Wesentlichen mit runden Konturen, d.h. kreiszylindrisch gestaltet ist. In einem
modifizierten Ausführungsbeispiel der Erfindung kann dieses Prinzip jedoch auch umgekehrt
verwendet werden, indem ein unrunder Hohlkörper mit einer innenseitig im Wesentlichen
zylindrisch gestalteten Matrize zusammenwirkt.
[0025] Die erste Innenkontur 2a der Matrize wird erfindungsgemäß insbesondere durch mehrere
Stützelemente 3 bestimmt, welche als Bestandteile der Matrize 2 einstückig mit dieser
ausgeführt sind. Vorliegend sind die Stützelemente 3 im Wesentlichen stabförmig mit
eckigem Querschnitt (quer zur Hauptpressrichtung) ausgebildet, so dass zwischen den
Stützelementen 3 längliche rinnen- oder nutenförmige Vertiefungen N gebildet sind.
Dabei ragen die Stützelemente 3 radial (d.h. in Richtung der Hauptachse H des Hohlkörpers)
ab von einer Basis 2b der Matrize 2, wobei die Basis 2b der Matrize als näherungsweise
zylindrischer, insbesondere kreiszylindrischer Ring ausgeführt sein kann. Es versteht
sich von selbst, dass die Stützelemente 3 alternativ auch als von der Basis 2b abragende
Stifte, Noppen, Gitter oder dergleichen mit nahezu beliebiger Form ausgeführt sein
können. In bevorzugter Weise bilden die Stützelemente 3 gemeinsam ein zusammenhängendes
Profil, welches dafür vorgesehen ist, im Verlauf des erfindungsgemäßen Verfahrens
zumindest teilweise auf den Hohlkörper 1 übertragen zu werden. In einem bevorzugten
Ausführungsbeispiel stellt das durch die Stützelemente gebildete zusammenhängende
Profil ein Negativ-Abbild eines Zahnkranzes mit Geradverzahnung oder Schrägverzahnung
dar.
[0026] In einem modifizierten Ausführungsbeispiel sind die Stützelemente lösbar bzw. trennbar
mit der Matrize 2 verbunden, indem sie beispielsweise reibschlüssig in Bohrungen seitens
der Basis angeordnet oder mit Magnetkraft an der Basis gehalten sind. Bei einer derartigen
Konfiguration ist es vorsehbar, dass im Verlauf des erfindungsgemäßen Verfahrens nicht
nur ein durch die Stützelemente gebildetes Profil auf den Hohlkörper übertragen wird,
sondern auch dass eines der mehreren Stützelemente von der Matrize gelöst und mit
dem Hohlkörper verbunden wird.
[0027] Das erfindungsgemäße Verfahren gemäß seiner ersten Variante wird nun wie folgt durchgeführt.
Der Hohlkörper 1 wird in einem ersten Verfahrensschritt optional in seinem Umformbereich
1b auf eine Temperatur oberhalb der Umgebungstemperatur erwärmt, so dass sich ein
näherungsweise gleichmäßiges Temperaturprofil im Umformbereich 1b ergibt. In einem
modifizierten Ausführungsbeispiel wird auf den Hohlkörper 1 ein in Richtung seiner
Hauptachse H und/oder in Umfangsrichtung ungleichmäßig ausgebildetes Temperaturprofil
übertragen. Erfindungsgemäß ist abhängig vom verwendeten Werkstoff eine Temperatur
oder ein Temperaturprofil zwischen 60°C und 1250°C vorgesehen. Bei der Verwendung
eines Kohlenstoff-Stahls wird erfindungsgemäß im Umformbereich 1b ein Temperaturprofil
mit Temperaturen zwischen 850°C und 1250°C vorgesehen. In einem alternativen Ausführungsbeispiel
ist eine Temperatur im Umformbereich zwischen d00°C und 700°C vorgesehen für einen
Hohlkörper aus Stahl. Sodann wird der Hohlkörper 1 in die Axialpressvorrichtung eingesetzt,
deren Matrize 2 den Hohlkörper 1 im Umformbereich 1b mit geringem Abstand umgreift.
Dabei werden die vorbestimmte Außenkontur 1a des Hohlkörpers 1 und der erste Abschnitt
der Matrize mit der ersten Innenkontur 2a zueinander benachbart positioniert.
[0028] Dabei ist zwischen der ersten Innenkontur 2a der Matrize 2 und der vorbestimmten
Außenkontur 1a des Hohlkörpers 1 ein lichter Abstand f vorgesehen. Bei um die Hauptachse
H symmetrischer Anordnung ergibt sich auf zwei Seiten jeweils ein Abstand f/2 (vgl,
Fig. 1). Dieser lichte Abstand f ergibt sich als Differenz zwischen einem kleinsten
Freigang F innerhalb der ersten Innenkontur 2a der Matrize und der größten Abmessung
D (insbesondere dem Außendurchmesser) des Hohlkörpers 1 im Umformbereich 1b. Erfindungsgemäß
ist es bevorzugt, den lichten Abstand kleiner zu wählen als die 2-fach Ausgangswandstärke
t des Hohlkörpers 1, insbesondere kleiner als die Ausgangswandstärke t. Die Erfinder
haben erkannt, dass bei dieser Konfiguration die weiteren Verfahrensschritte besonders
zuverlässig und insbesondere unter Vermeidung unerwünschter Verformungen (z.B. Faltenbildung,
Ausbeulen des Hohlkörpers) durchgeführt werden können.
[0029] In einem nun nachfolgenden Verfahrensschritt wird der Hohlkörper 1 mittels der Axialpressvorrichtung
in nicht näher dargestellter Weise in Richtung seiner Hauptachse H unter Druckspannung
gesetzt und gestaucht, so dass sich insbesondere im Umformbereich 1b eine plastische
Verformung des Hohlkörpers 1 ergibt. Die plastische Verformung beinhaltet im Umformbereich
1b insbesondere eine Vergrößerung der Wandstärke des Hohlkörpers 1 gegenüber der Ausgangswandstärke
t. Dabei wird Material des Hohlkörpers 1 von benachbarten Bereichen in den Umformbereich
1b gedrückt. Die Abmessung des Hohlkörpers 1 in Richtung seiner Hauptachse H wird
verkürzt; der Hohlkörper 1also gestaucht. Vorzugsweise bildet sich damit ein Wulst,
der die Außenkontur des Hohlkörpers 1 im Umformbereich verändert. Bei diesem Verfahrensschritt
wird der Hohlkörper 1 mit Hilfe der Matrize 2 an mehreren, voneinander beabstandeten
Stellen im Umformbereich 1b quer zur Hauptachse H abgestützt. Des Weiteren wird während
dieses Verfahrensschritts Material des Hohlkörpers 1 von außerhalb des Umformbereichs
1b in den Umformbereich gedrückt wird, so dass sich im Umformbereich - insbesondere
unter Bildung eines außenseitigen Wulstes- die genannte Vergrößerung der Wandstärke
am Hohlkörper 1 ergibt. Besonders bevorzugt ist es, wenn im Umformbereich 1b des Hohlkörpers
1 eine maximale Vergrößerung der Wandstärke um wenigstens 50%, insbesondere um wenigstens
100% bezogen auf die Ausgangswandstärke t des Hohlkörpers bewirkt wird. An den Rändern
des Umformbereichs ist dabei eine (minimale) Wandstärkenänderung von nahe Null vorgesehen,
so dass sich ein kontinuierlicher bzw. gleitender Übergang von der Ausgangswandstärke
t außerhalb des Umformbereichs zur maximal vergrößerten Wandstärke.
[0030] In vorteilhafter Weise ergibt sich jedoch nicht nur eine Wandstärkenänderung, sondern
auch eine Anpassung der Außenkontur 1a des Hohlkörpers an die Innenkontur 2a der Matrize.
Dabei ist es beabsichtigt, dass zwischen den Stützelementen 3 Bereiche N der Außenkontur
1a (Nuten, Rillen, Sacklöcher, sonstige Vertiefungen oder Aussparungen) vorgesehen
sind, die von der Matrize 2 im selben Verfahrensschritt zeitweise nicht gestützt,
sondern für einen Materialfluss freigegeben werden. In einem modifizierten Ausführungsbeispiel
sind Bereiche N zwischen den Stützelementen 3 vorgesehen, in denen das Material des
Hohlkörpers während des Verfahrens frei fließen kann und/oder mit geringeren Kräften
abgestützt wird. Erfindungsgemäß wird dabei den Stützelementen 3 eine Doppelfunktion
zugeordnet: Einerseits stützen sie den Hohlkörper während des Umformverfahrens punktuell
bzw. abschnittsweise ab, so dass ein unerwünschtes Ausknicken, Ausbeulen etc. der
Wandung des Hohlkörpers im Umformbereich unterdrückt wird. Andererseits prägen sie
dem sich plastisch umformenden Hohlkörper außenseitig eine später technisch nutzbare
Formstruktur auf (z.B. Zähne, Rillen, Gewindegänge, Rändel etc.) bis hin zu einer
makroskopischen Rauigkeit mit unregelmäßigen Strukturmerkmalen. Wie sich hierzu aus
Fig. 2 ergibt, müssen die Bereiche N zwischen den Stützelementen 3 während des Verfahrens
nicht zwangsläufig gänzlich mit dem Material des Hohlkörpers ausgefüllt werden,
[0031] In einem modifizierten Ausführungsbeispiel wird der Hohlkörper während eines Verfahrensschrittes
außenseitig mit Hilfe der den Hohlkörper ringförmig umgebenden Matrize und gleichzeitig
innenseitig mit einem den Hohlkörper wenigstens abschnittsweise durchgreifenden zylindrischen
Dorn abgestützt. Der Dorn soll damit eine Wandstärkenänderung nach innen wirksam verhindern.
Dazu ist zwischen Dorn und Innenkontur des Hohlkörpers nur geringes Spiel vorgesehen.
[0032] In einem weiteren modifizierten Ausführungsbeispiel ist die Matrize derart mehrteilig
ausgeführt, dass sie am Ende des Verfahrens entlang einer Ebene durch die Hauptachse
H und/oder entlang einer Ebene senkrecht zur Hauptachse geteilt werden kann.
[0033] In den Fig. 3 und Fig. 4 ist ein länglicher, zylindrischer Hohlkörper 1 in Form eines
Rohrelements während der Durchführung einer zweiten Variante des erfindungsgemäßen
Verfahrens dargestellt. Eine Durchführung der zweiten Variante des erfindungsgemäßen
Verfahrens erfolgt im Wesentlichen identisch wie bei der ersten Variante nach den
Fig. 1 und 2, so dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die vorstehende Beschreibung
vollumfänglich Bezug genommen werden kann, sofern nachfolgend nichts anderes gesagt
ist. Im Übrigen sind gleiche oder gleichwirkende Bauteile mitgleichen Bezugszeichen
wie bei der vorstehenden Beschreibung versehen.
[0034] Abweichend von der ersten Variante ist als Bestandteil einer erfindungsgemäßen Axialpressvorrichtung
eine abgewandelte Matrize 2' vorgesehen. Diese ist zweiteilig aufgebaut; sie weist
ein bevorzugt ringförmiges Stützelement 3' auf, welches in einen Basisring 2b' reibschlüssig
eingesetzt ist. An dem ringförmigen Stützelement 3' ist eine Verzahnungskontur 3a'
vorgesehen, die eine abgewandelte erste Innenkontur 2a' der abgewandelten Matrize
2' bildet. Die Verzahnungsstruktur 3a' weist abschnittsweise einen Hinterschnitt auf.
In einem modifizierten Ausführungsbeispiel können auch mehrere Stützelemente 3' mit
Hinterschnitt vorgesehen sein oder Stützelemente 3 nach der ersten Variante des Verfahrens
mit Stützelementen 3' nach dieser zweiten Variante des Verfahrens kombiniert werden.
[0035] In der zweiten Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens wird mittels der Axialpressvorrichtung
wiederum eine Druckspannung in Richtung der Hauptachse H auf den Hohlkörper 1 ausgeübt,
so dass sich dieser im Umformbereich 1b plastisch verformt. Im Rahmen der plastischen
Verformung wird Material des Hohlkörpers in den Umformbereich 1b gedrückt, so dass
sich dort eine Vergrößerung der Wandstärke in Form eines Wulstes bildet (oder ein
bereits bestehender Wulst vergrößert wird). Dabei ändert sich erfindungsgemäß die
Außenkontur 1a des Hohlkörpers 1 im Umformbereich 1b. Die sich ändernde Außenkontur
1a des Hohlkörpers 1 wird in einem Verfahrensschritt im Umformbereich 1b derart gegen
das Stützelement 3' gedrückt, dass Material des Hohlkörpers 1 um den Hinterschnitt
fließt. Damit wird die Verzahnungsstruktur 3a' zumindest abschnittsweise vom Material
des Hohlkörpers umgriffen. Folglich verbinden sich die Außenkontur 1a des Hohlkörpers
1 und die Verzahnungskontur 3a' formschlüssig miteinander.
[0036] In einem nachfolgenden Verfahrensschritt wird das Stützelement 3' vom Basisring 2b'
(d. h. vom Hauptteil der Matrize 2' und somit auch von der Axialpressvorrichtung)
getrennt. Das Stützelement 3' bildet somit ein "verlorenes" Werkzeugelement und übernimmt
zu einem späteren Zeitpunkt eine weitere technische Funktion im Zusammenwirken mit
dem Hohlkörper 1. Als Stützelement 3' ist beispielsweise ein vorgefertigter Ring aus
einem vom Material des Hohlkörpers 1 verschiedenen Werkstoff vorgesehen, der mit anderen
Bearbeitungsverfahren herstellbar ist und ggf. (gegenüber den Qualitätsanforderungen
der Hohlkörpers) erhöhten Qualitätsanforderungen genügt, eine höhere Härte oder Steifigkeit
aufweisen kann. Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens sind Stützelement
3' und Basisring 2b' derart lösbar miteinander verbunden, dass während des erfindungsgemäßen
Verfahrens ein zuverlässiger Halt, jedoch auch eine unversehrte Trennung möglich ist.
Eine solche Verbindung kann unter Verwendung einer Übergangspassung zwischen Stützelement
3' und Basisring 2b' hergestellt sein, wobei zusätzlich oder alternativ reversible
Klebe- oder Lötverbindungen in Frage kommen. In einem alternativen Ausführungsbeispiel
sind Stützelement 3' und Basisring 2b' zunächst einstückig ausgeführt, jedoch mit
einer Sollbruchstelle versehen. In einem weiteren modifizierten Ausführungsbeispiel
sind zur Bildung einer erfindungsgemäßen Matrize innerhalb eines Basisrings mehrere
ringförmige Stützelemente in Richtung der Hauptachse H benachbart zueinander angeordnet,
wobei zwischen diesen mehreren Stützelementen Zwischenräume vorgesehen sein können,
die quasi ringförmige Vertiefungen bilden, in die während des erfindungsgemäßen Verfahrens
Material des Hohlkörpers fließen kann.
[0037] In den Fig. 5 und Fig. 6 ist ein länglicher, zylindrischer Hohlkörper 1 in Form eines
Rohrelements während der Durchführung einer dritten Variante des erfindungsgemäßen
Verfahrens dargestellt. Eine Durchführung der dritten Variante des erfindungsgemäßen
Verfahrens erfolgt im Wesentlichen identisch wie bei der ersten und zweiten Variante
nach den Fig. 1 bis 4, so dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die vorstehende.
Beschreibung vollumfänglich Bezug genommen werden kann, sofern nachfolgend nichts
anderes gesagt ist. Im Übrigen sind gleiche oder gleichwirkende Bauteile mitgleichen
Bezugszeichen wie bei der vorstehenden Beschreibung versehen. Im Übrigen lassen sich
Merkmale der verschiedenen verfahrensvarianten auch untereinander kombinieren.
[0038] Abweichend von der ersten Variante ist als Bestandteil einer erfindungsgemäßen Axialpressvorrichtung
eine abgewandelte Matrize 2" vorgesehen. Diese ist zweiteilig aufgebaut; sie weist
ein bevorzugt ringförmiges Stützelement 3" auf, welches in einen Basisring 2b"eingesetzt
ist. An dem ringförmigen Stützelement 3" ist eine Verzahnungskontur 3a" vorgesehen,
die Teil einer abgewandelten ersten Innenkontur 2a" der abgewandelten Matrize 2" ist.
Die Verzahnungsstruktur 3a" weist keinen Hinterschnitt, jedoch einen Absatz 3b" in
Form eines (in Umfangsrichtung) unrunden Kragensegments auf. In einem modifizierten
Ausführungsbeispiel kann eine Verzahnungsstruktur nach dieser dritten Variante des
erfindungsgemäßen Verfahrens mit einer Verzahnungsstruktur nach der zweiten Variante
des erfindungsgemäßen Verfahrens und/oder mit einer Verzahnungsstruktur nach der ersten
Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens kombiniert vorgesehen sein.
[0039] In der dritten Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens wird mittels der Axialpressvorrichtung
wiederum eine Druckspannung in Richtung der Hauptachse H auf den Hohlkörper 1 ausgeübt,
so dass sich dieser im Umformbereich 1b plastisch verformt. Im Rahmen der plastischen
Verformung wird Material des Hohlkörpers in den Umformbereich 1b gedrückt, so dass
sich dort eine Vergrößerung der Wandstärke in Form eines Wulstes bildet (oder ein
bereits bestehender Wulst vergrößert wird). Dabei ändert sich erfindungsgemäß die
Außenkontur 1a des Hohlkörpers 1 im Umformbereich 1b. Die sich ändernde Außenkontur
1a des Hohlkörpers 1 wird in einem Verfahrensschritt im Umformbereich 1b derart gegen
das Stützelement 3" gedrückt, dass Material des Hohlkörpers 1 um die Verzahnungsstruktur
3a" fließt. Es ergibt sich dabei auf Seiten des Hohlkörpers 1 eine zu dem Kragensegment
3a" korrespondierende Ausnehmung 1d innerhalb eines ansonsten vorzugsweise zylindrischen
Flanschs 1e. Nach Abschluss der dritten Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens
kann das Stützelement 3" wiederum am Hohlkörper 1 verbleiben und im Zusammenwirken
mit dem Hohlkörper 1 andere technische Funktionen erfüllen. In diesem Fall wirkt bei
einer späteren Verwendung das Kragensegment 3a"einerseits als Verdrehsicherung und
andererseits als einseitiger Anschlag für das (vormalige) Stützelement 3" in dessen
neuer Funktion.
[0040] In den Fig. 7 und Fig. 8 ist ein länglicher, zylindrischer Hohlkörper 1 in Form eines
Rohrelements während der Durchführung einer vierten Variante des erfindungsgemäßen
Verfahrens dargestellt. Eine Durchführung der vierten Variante des erfindungsgemäßen
Verfahrens erfolgt im Wesentlichen identisch wie bei der ersten, zweiten Variante
nach den Fig. 1 bis 6, so dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die vorstehende
Beschreibung vollumfänglich Bezug genommen werden kann, sofern nachfolgend nichts
anderes gesagt ist. Im Übrigen sind gleiche oder gleichwirkende Bauteile mitgleichen
Bezugszeichen wie bei der vorstehenden Beschreibung versehen. Im Übrigen lassen sich
Merkmale der verschiedenen Verfahrensvarianten auch untereinander kombinieren.
[0041] Abweichend von der ersten Variante ist wie bei der zweiten Variante als Bestandteil
einer erfindungsgemäßen Axialpressvorrichtung eine abgewandelte Matrize 2' vorgesehen.
Diese ist zweiteilig aufgebaut; sie weist ein bevorzugt ringförmiges Stützelement
3' auf, welches in einen Basisring 2b'eingesetzt ist. An dem ringförmigen Stützelement
3' ist eine Verzahnungskontur 3a' vorgesehen, die Teil einer abgewandelten ersten
Innenkontur 2a' der abgewandelten Matrize 2' ist. Die Verzahnungsstruktur 3a' weist
(zumindest optional) einen Hinterschnitt auf.
[0042] In der vierten Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens wird der Hohlkörper 1 nun
nicht nur außenseitig mit Hilfe der den Hohlkörper 1 ringförmig umgebenden Matrize
2', sondern gleichzeitig innenseitig mit einem den Hohlkörper durchgreifenden Dorn
4 abgestützt. Der Dorn 4 weist im vorliegenden Ausführungsbeispiel eine zweiteilige
Gestalt auf bestehend aus einem ersten Dorn-Teil 4b und einem zweiten Dorn-Teil 4c,
Zwischen dem ersten Dorn-Teil 4b und dem zweiten Dorn-Teil 4c ist ein Funktionselement
5 eingesetzt.
[0043] Der Dorn 4 weist eine benachbart zum Umformbereich 1b angeordnete Dornkontur 4a auf,
welche ungleich der vorbestimmten Innenkontur 1c des Hohlkörpers 1 in dem Umformbereich
gestaltet ist. Insbesondere weisen beide Dorn-Teile 4b, 4c jeweils eine Einschnürung
4a auf. Die Einschnürungen 4a stellen eine sich in axialer Richtung ändernde Außenkontur
des Dorns dar, die unterschiedlich ist zur kreiszylindrischen Innenkontur 1c des Hohlkörpers.
[0044] Während der Durchführung der vierten Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens wird
mittels der Axialpressvorrichtung wiederum eine Druckspannung in Richtung der Hauptachse
H auf den Hohlkörper 1 ausgeübt, so dass sich dieser im Umformbereich 1b plastisch
verformt. Im Rahmen der plastischen Verformung wird Material des Hohlkörpers in den
Umformbereich 1b gedrückt, so dass sich dort eine Vergrößerung der Wandstärke in Form
eines Wulstes bildet (oder ein bereits bestehender Wulst vergrößert wird). Dabei ändern
sich erfindungsgemäß die Außenkontur 1a und die Innenkontur 1c des Hohlkörpers 1 im
Umformbereich 1b, wobei sich eine nach innen und außen vergrößernde Wandstärke des
Hohlkörpers 1 im Umformbereich 1b ergibt. Die sich ändernde Außenkontur 1a des Hohlkörpers
1 wird in einem Verfahrensschritt im Umformbereich 1b gegen das Stützelement 3' gedrückt.
Die sich ändernde Innenkontur 1c des Hohlkörpers wird im selben Verfahrensschrltt
im Umformbereich 1b gegen die Außenkontur 4a des Dorns 4 gedrückt.
[0045] Die sich ändernde Außenkontur 1a des Hohlkörpers 1 wird folglich im Umformbereich
1b derart gegen das Stützelement 3' gedrückt, dass Material des Hohlkörpers 1 um die
Verzahnungsstruktur 3a' fließt und sich eine formschlüssige Verbindung zwischen Stützelement
und Hohlkörper ergibt. Nach Abschluss der vierten Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens
kann das Stützelement 3' wiederum am Hohlkörper 1 verbleiben und im Zusammenwirken
mit dem Hohlkörper 1 andere technische Funktionen erfüllen.
[0046] Die sich ändernde Innenkontur 1c des Hohlkörpers 1 wird im Umformbereich 1b derart
gegen Dorn 4 und Funktionselement 5 gedrückt, dass sich zwei separate, das Funktionselement
5 umgreifende Wulste 1d innerhalb der Außenkontur 4a des Dorns 4 ergeben. Nach Abschluss
der vierten Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens ist das Funktionselement 5 formschlüssig
im Hohlkörper 1 festgelegt und kann dort nachfolgend andere technische Funktionen
erfüllen.
[0047] Es versteht sich von selbst, dass die Merkmale der beschrieben Varianten miteinander
kombiniert werden können, so dass sich weitere Varianten des erfindungsgemäßen Verfahrens
ergeben.
1. Verfahren zum Herstellen einer Wandverdickung an einem sich entlang einer Hauptachse
(H) erstreckenden Hohlkörper (1), welcher zu Anfang des Verfahrens in einem Umformbereich
(1b) eine vorbestimmte Außenkontur (1a) aufweist, bei dem
- der Hohlkörper (1) in einem Verfahrensschritt in axialer Richtung unter Druckspannung
gesetzt und dadurch plastisch verformt wird, so dass sich die vorbestimmte Außenkontur
(1a) des Hohlkörpers in dem Umformbereich (1b) ändert, wobei
- der Hohlkörper (1) außenseitig an dem Umformbereich (1b) durch wenigstens eine Matrize
(2, 2', 2") wenigstens abschnittsweise umgriffen wird, wobei
- die Matrize (2, 2', 2") benachbart zum Umformbereich (1b) wenigstens einen ersten
Abschnitt mit einer ersten Innenkontur (2a, 2a', 2a") aufweist, wobei
- die erste Innenkontur (2a, 2a', 2") der Matrize (2, 2', 2") in dem ersten Abschnitt
ungleich der vorbestimmten Außenkontur (1a) des Hohlkörpers (1) in dem Umformbereich
gestaltet ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die vorbestimmte Außenkontur (1a) des Hohlkörpers (1) quer zur Hauptachse (H) im
Wesentlichen rund gestaltet ist, während die erste Innenkontur (2a) der Matrize (2)
quer zur Hauptachse (H) im Wesentlichen unrund gestaltet ist.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Innenkontur (2a) der Matrize (2) eine Mehrzahl von nach innen abragenden
Stützelementen (3) aufweist, wobei die sich ändernde Außenkontur des Hohlkörpers in
einem Verfahrensschritt im Umformbereich gegen die Stützelemente (3) drückt, wobei
sich zwischen den Stützelementen (3) Bereiche (N) der Außenkontur (1a)
ergeben, die von der Matrize (2) im selben Verfahrensschritt gar nicht oder zu einem
späteren Zeitpunkt oder mit geringeren Kräften gestützt werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der kleinste Freigang (F) der ersten Innenkontur (2a, 2a',2a") der Matrize (2, 2',
2") um einen lichten Abstand (f) größer ist als die größte Abmessung der vorbestimmten
Außenkontur (1a) im Ausgangszustand des Hohlkörpers (1), wobei der lichte Abstand
(f) kleiner ist als eine Ausgangswandstärke (t) des Hohlkörpers (1) im Umformbereich
(1b).
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Innenkontur (2a', 2a") der Matrize (2', 2") wenigstens ein nach innen abragendes
Stützelement (3', 3") aufweist, welches einen Hinterschnitt und/oder eine Verzahnungskontur
(3a', 3a") aufweist, wobei die sich ändernde Außenkontur (1a) des Hohlkörpers (1)
in einem Verfahrensschritt im Umformbereich (1b) derart gegen das Stützelement (3',
3") gedrückt wird, dass sich die Außenkontur (1a) des Hohlkörpers (1) und Hinterschnitt
bzw. Verzahnungskontur (3a', 3a") formschlüssig miteinander verbinden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Stützelement (3, 3', 3") lösbar mit der Matrize (2, 2', 2") verbunden
ist und während des Verfahrens von der übrigen Matrize (2b', 2b") getrennt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützelemente (3, 3', 3") gemeinsam ein gleichmäßiges Profil, insbesondere eine
Verzahnung und/oder ein Negativ-Abbild einer Verzahnung bilden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7 , dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlkörper (1) in einem ersten Verfahrensschritt im Umformbereich (1b) auf eine
Temperatur oberhalb der Umgebungstemperatur, insbesondere auf eine Temperatur zwischen
60°C und 1250°C, erwärmt wird, und dass der Hohlkörper (1) in einem zweiten Verfahrensschritt
mit Hilfe einer Axialpressvorrichtung in Richtung der Hauptachse (H) mechanisch gestaucht
und unter bleibender Verkürzung seiner Länge plastisch umgeformt wird, wobei der Hohlkörper
(1) während des zweiten Verfahrensschritts mit Hilfe der Matrize an mehreren, voneinander
beabstandeten Stellen im Umformbereich (1b) quer zur Hauptachse (H) abgestützt wird,
wobei
während des zweiten Verfahrensschritts die Außenkontur (1a) im Umformbereich (1b)
des Hohlkörpers der Innenkontur (2a, 2a', 2a") der Matrize angenähert wird, wobei
während des zweiten Verfahrensschritts Material des Hohlkörpers (1) von außerhalb
des Umformbereichs (1b) in den Umformbereich gedrückt wird, so dass sich im Umformbereich
- insbesondere unter Bildung eines außenseitigen Wulstes - wenigstens abschnittsweise
eine Vergrößerung der Wandstärke am Hohlkörper (1) ergibt.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass im Umformbereich (1b) des Hohlkörpers (1) eine Vergrößerung der Wandstärke um wenigstens
50%, insbesondere um wenigstens 100% bezogen auf die Ausgangswandstärke (t) des Hohlkörpers
(1) bewirkt wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlkörper (1) während eines Verfahrensschrittes außenseitig mit Hilfe einer
den Hohlkörper (1) ringförmig umgebenden Matrize (2, 2', 2") und gleichzeitig innenseitig
mit einem den Hohlkörper (1) wenigstens abschnittsweise durchgreifenden Dorn (4) abgestützt
wird.
11. Verfahren zum Herstellen einer Wandverdickung an einem sich entlang einer Hauptachse
erstreckenden Hohlkörper (1), welcher zu Anfang des Verfahrens in einem Umformbereich
(1b) eine vorbestimmte Innenkontur (1c) aufweist, insbesondere nach einem der Ansprüche
1 bis 9, bei dem
- der Hohlkörper (1) in einem Verfahrensschritt in axialer Richtung unter Druckspannung
gesetzt und dadurch plastisch verformt wird, so dass sich die vorbestimmte Innenkontur
(1c) des Hohlkörpers in dem Umformbereich (1b) ändert, wobei
- der Hohlkörper (1) außenseitig an dem Umformbereich (1b) durch wenigstens eine Matrize
(2, 2', 2") wenigstens abschnittsweise umgriffen wird, wobei
- der Hohlkörper (1) innenseitig an dem Umformbereich (1b) durch wenigstens einen
Dorn (4) wenigstens abschnittsweise durchstoßen wird, wobei
- der Dorn (4) eine benachbart zum Umformbereich (1b) angeordnete Dornkontur (4a)
aufweist, welche ungleich der vorbestimmten Innenkontur (1c) des Hohlkörpers (1) in
dem Umformbereich gestaltet ist.
12. Vorrichtung insbesondere zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche
1 bis 11, mit
- einer Spannvorrichtung zur Ausübung von Druckkräften auf einen Hohlkörper (1) entlang
einer Hauptachse (H) des Hohlkörpers (1) und mit
- einer den Hohlkörper (1) außenseitig an einem Umformbereich (1b) wenigstens abschnittsweise
umgreifenden Matrize (2, 2', 2"), wobei
- die Matrize (2, 2', 2") wenigstens ein Stützelement (3,3',3") aufweist, welches
während einer plastischen Umformung des Hohlkörpers (1) ein vorbestimmtes Profil in
das Material des Hohlkörpers (1) drücken kann.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Stützelement (3',3") während der plastischen Umformung des Hohlkörpers
(1) mit dem Hohlkörper (1) verbindbar und von der Matrize (2', 2") trennbar gestaltet
ist.