[0001] Die Erfindung betrifft einen Fliesenschneider mit einer sich in der Gebrauchsstellung
des Fliesenschneiders in Horizontalrichtung erstreckenden Bodenplatte zur Aufnahme
einer Fliese und einem oberhalb der Bodenplatte entlang einer Führung in Horizontalrichtung
verschieblichen Schlitten, an dem ein Schneidmittelträger, insbesondere ein Schneidradträger
angelenkt ist, der ein Schneidmittel, insbesondere ein Schneidrad trägt, wobei sich
der Schneidmittelträger bei einer Verlagerung des Schlittens entlang der Führung in
einer Schnittrichtung mit einem Gegenanschlag an einem Anschlag abstützt, so dass
das Schneidmittel in Vertikalrichtung nach unten kraftbeaufschlagt ist, um eine Kerbe
in der Fliese zu erzeugen.
[0002] Ein Fliesenschneider der vorbezeichneten Art wird in der
EP 0 501 053 A1 beschrieben. Der dort beschriebene Fliesenschneider besitzt eine Bodenplatte, die
sich in der Gebrauchsstellung in einer Horizontalrichtung erstreckt. Oberhalb der
Bodenplatte erstrecken sich parallel zur Bodenplatte verlaufend Führungsschienen,
an denen ein Schlitten verschieblich gelagert ist. Der Schlitten weist einen Hebel
auf, der an seinem nach unten weisenden Ende durch einen Schneidmittelträger verlängert
wird. Der Schneidmittelträger ist als Winkelhebel ausgebildet und besitzt an seinem
nach unten weisenden Ende ein Schneidmittel in Form eines Schneidrades. Ein Kraftbeaufschlagungsarm
des Schneidmittelträgers ragt in eine Höhlung des Betätigungshebels hinein und stützt
sich dort an einem verstellbaren Nocken ab. Durch Verdrehen des Nockens kann die Funktionsstellung
des Schneidrades eingestellt werden. Hierdurch lassen sich unterschiedlich starke
Fliesen schneiden.
[0003] Die
EP 0 537 506 B1 beschreibt einen Fliesenschneider, bei dem sich beim Auflaufen eines Schneidrades
auf eine Kante einer zu schneidenden Fliese ein Kraftspeicher auflädt. Eine ähnliche
Vorrichtung beschreibt die
DE 29 02 497 A1. Hier läuft ein Hebelarm auf der Randkante der zu schneidenden Fliese auf.
[0004] Die
EP 0 521 593 beschreibt einen Fliesenschneider mit einem an einem Schieber angelenkten Hebelarm,
der durch Verschwenken eines Brecharmes verschwenkt werden kann. Der Hebelarm trägt
an seinem nach unten weisenden Ende ein Schneidrad und einen Brechkopf. Eine ähnliche
Vorrichtung beschreibt die
EP 0 387 142 B1. Auch hier ist am Schlitten ein Schneidmittelträger schwenkbar angelenkt, der ein
Schneidrad trägt.
[0005] Die
FR 2 891 762 B1 beschreibt einen Fliesenschneider, bei dem an einem Schneidmittelträger eine Anordnung
aus zwei hintereinander angeordneten Schneidrädern sitzt. Die Schneidräder können
die Randkante einer zu schneidenden Fliese überlaufen.
[0006] Die
FR 737 243, die
US 6,269,994 B1 und die
EP 2 218 564 A1 beschreiben Kraftspeicher, deren Kraft einstellbar ist und die das Schneidmittel
in vertikaler Abwärtsrichtung auf die Fliese beaufschlagen.
[0007] Die
US 6,053,159 A beschreibt einen Fliesenschneider mit einer Bodenplatte, an deren Längsseite eine
Bodenplattenerweiterung befestigbar ist. Die Bodenplattenerweiterung besitzt eine
Befestigungslasche, die auf der Oberseite der Bodenplatte befestigt werden kann.
[0008] Die
EP 1388 400 B1 beschreibt einen Fliesenschneider, der Bodenplattenerweiterungen aufweist, die von
einer Gebrauchsstellung in eine Nichtgebrauchsstellung hochklappbar sind.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen gattungsgemäßen Fliesenschneider
gebrauchsvorteilhaft weiterzubilden.
[0010] Ein gattungsgemäßer Fliesenschneider wird zur Lösung der Aufgabe dadurch weitergebildet,
dass der Schlitten unverschwenkbar an der Führung geführt werden kann und ein höhenverstellbares
Lagerglied, insbesondere einen Höheneinstellschieber aufweist. Dieser kann mittels
eines Höhenauswahl-Stellgliedes höhenverstellt werden. Es sind Rastmittel vorgesehen,
mit denen das Lagerglied in den verschiedenen Höhenlagen verrastbar ist. Diese Ausgestaltung
erweist sich insbesondere dann als vorteilhaft, wenn das Schneidmittel von einem Schneidmittelträger
getragen wird, der von einem Kraftspeicher in Richtung der Bodenplatte beaufschlagt
wird. Die Höhe des Schneidrades kann dann mittels des Höhenauswahl-Stellgliedes an
die Materialstärke der jeweils zu schneidenden Fliese angepasst werden. Der Kraftspeicher
wird dadurch gespannt, dass das bevorzugt als Schneidrad ausgebildete Schneidmittel
die Randkante der Fliese überläuft und dabei angehoben wird. Das Schneidrad läuft
dann mit gleichbleibender Vertikalkraft über die Oberfläche der Fliese und erzeugt
dort eine Kerbe. In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung sitzt am Schlitten
ein Brechkopf. Dieser kann durch Betätigen eines Brechhebels auf die Oberseite der
Fliese abgesenkt werden, um die auf einer Brechrippe aufliegende Fliese entlang der
Kerbe zu brechen. Der Brechhebel ist um eine Lagerachse schwenkbar, die ortsfest dem
Schlitten zugeordnet ist. Der Brechkopf kann zusammen mit dem Schneidmittel bzw. dem
Schneidmittelträger höhenverstellbar sein. Bei einer Verstellung des Höhenauswahl-Stellgliedes
und einer damit einhergehenden Vertikalverlagerung des Lagergliedes werden dann Brechkopf
und Schneidmittel gleichzeitig höhenverlagert. Der Brechkopf ist bevorzugt mit einem
Schubhebel an einem Übertragungshebel befestigt. Der Übertragungshebel besitzt einen
kurzen Hebelarm, der am Lagerglied angelenkt ist, und einen langen Hebelarm, an dem
ein Lenkergetriebe angreift. Mit diesem Lenkergetriebe ist der Übertragungshebel mit
dem Brechhebel verbunden. Das Lenkergetriebe kann aus einer Vielzahl von Lenkern bestehen,
von denen ein Lenker am Gehäuse des Schlittens und ein anderer Lenker am Ende des
Brechhebels angelenkt ist. Es kann ein dritter Lenker vorgesehen sein, der am Übertragungshebel
angreift. Alternativ dazu kann der Schneidmittelträger aber auch unabhängig vom Brechkopf
höhenverstellt werden. Auch bei dieser Alternative kann der Brechkopf über einen Übertragungshebel
angetrieben werden. Die Anlenkstelle des Übertragungshebels ist bei dieser Variante
allerdings gehäusefest. Die Drehachse des Übertragungshebels kann in der Drehachse
einer Führungsrolle liegen. Der Brechhebel weist beim Schnitt schräg in Schnittrichtung
nach oben. Um den Brechkopf in eine Wirkstellung zu bringen, muss der Brechhebel in
einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung zunächst in eine aufgerichtete Stellung
gebracht werden, indem er im Wesentlichen vertikal nach oben ragt. Dies kann durch
einen Freigang im Lenkergetriebe erfolgen. Erst im Zuge einer Abwärtsbewegung wird
vom Brechhebel der Brechkopf derart beaufschlagt, dass er die Brechkraft auf die Fliese
überträgt. Es ist von Vorteil, wenn der Schneidmittelträger derart am Schlitten angelenkt
ist, dass er bei einer Verlagerung des Schlittens entgegen der Schnittrichtung im
Wesentlichen ohne vertikale Kraftbeaufschlagung über die Fliese gleitet oder rollt.
Der Schneidmittelträger kann dabei als Hebel ausgebildet sein, der in einer Neutralstellung
frei nach unten hängt. Das Schneidmittel kann ein Hartmetallzahn oder dergleichen
sein. Es kann eine Diamantspitze sein. Bevorzugt wird das Schneidmittel aber von einem
Schneidrad ausgebildet, so dass der Schneidmittelträger ein Schneidradträger ist.
Wird der Schlitten in Schnittrichtung über die zu schneidende Fliese geschoben, so
wird das Schneidmittel, also bevorzugt das Schneidrad, von einem Kraftspeicher in
Richtung auf die zu schneidende Fliese beaufschlagt, so dass in die Oberseite der
Fliese eine Kerbe eingebracht wird. Der Schnittvorgang ist beendet, wenn das Schneidmittel
die gesamte Fliese überlaufen hat, also über die schnittendseitige Randkante der Fliese
hinausverlagert ist. Zufolge der erfindungsgemäßen Ausgestaltung kann der Schlitten
in die Ausgangsstellung zurückgeschoben werden, ohne dass das Schneidmittel erneut
kerbenerzeugend auf die Oberseite der Fliese einwirkt. Erfindungsgemäß wird das Schneidmittel
ohne vertikale Kraftbeaufschlagung über die Fliese verlagert. Das Schneidmittel befindet
sich vor dem Schnitt und nach dem Schnitt jeweils in einer Neutralstellung. Stößt
das Schneidmittel bei der Verlagerung in Schnittrichtung oder nach dem Schnitt bei
der Verlagerung in Gegenschnittrichtung am Rand der Fliese an, so muss es die Kante
der Fliese überlaufen. Einhergehend damit verlagert sich das Schneidmittel in Vertikalrichtung
weg von der Bodenplatte. Bei der Verlagerung in Schnittrichtung wird bei dieser Vertikalverlagerung
des Schneidmittels, die mit einer entsprechenden Verlagerung des Schneidmittelträgers
verbunden ist, ein Kraftspeicher aufgeladen. Dieser Kraftspeicher liefert beim Schnitt
die Vertikalkraft, mit der das Schneidmittel in Richtung der Oberseite der Fliese
beaufschlagt wird. Der Schneidmittelträger kann als Hebel ausgebildet sein, der schwenkbar
am Schlitten bzw. an einem dem Schlitten zugeordneten Lagerglied befestigt ist. Überläuft
das Schneidmittel die Kante der Fliese, so wird der Schneidmittelträger verschwenkt.
Während beim Verschwenken des Schneidmittelträgers bei einer Verlagerung des Schlittens
in Schnittrichtung der Kraftspeicher gespannt wird, wird beim Verschwenken des Schneidmittelträgers
in Gegenrichtung, also in Richtung einer zweiten Schwenkrichtung, kein Kraftspeicher
gespannt. Der Schneidmittelträger ist vielmehr derart am Schieber bzw. am Lagerglied
befestigt, dass er aus einer Neutralstellung bei einer Verlagerung des Schlittens
entgegen Schnittrichtung zunächst gegen eine Kante der Fliese anstößt und beim Überlaufen
der Kante aus der Neutralstellung im Wesentlichen kräftefrei verschwenkt wird. Ist
das Schneidmittel als Schneidrad ausgebildet, läuft es dann im Wesentlichen kräftefrei
über die Oberseite der Fliese, so dass der Schlitten nach erfolgter Einkerbung ohne
nennenswerten Kraftaufwand wieder in die Ausgangsposition zurückverlagert werden kann.
Bevorzugt ist der Schneidmittelträger als mehrarmiger Hebel ausgebildet, der derart
am Schlitten angelenkt ist, dass das am Ende eines Armes angeordnete Schneidmittel
einen Abstand zur Bodenplatte hat. In der Neutralstellung ist dieser Abstand minimal.
Er kann aber durch Verlagerung eines Höhenauswahl-Stellgliedes nach oben und nach
unten verstellt werden. Beim Auflaufen des Schneidmittels, also bevorzugt des Schneidrades
auf der Kante der Fliese vergrößert sich dieser Abstand. Der Schneidmittelträger kann
T-förmig ausgebildet sein. An einem der beiden T-Schenkel ist der Schneidmittelträger
am Schlitten bzw. an einem Höheneinstellschieber angelenkt. Der andere T-Schenkel
bildet einen Kraftbeaufschlagungsarm aus. Am Ende des T-Steges sitzt das Schneidrad.
Der Kraftbeaufschlagungsarm des Schneidmittelträgers bildet den eingangs genannten
Gegenanschlag aus. Dieser stützt sich in der Schnittstellung an einem Anschlag ab,
der von einem Stößel eines Kraftspeichers ausgebildet ist. Bevorzugt besitzt die Vorrichtung
ein Kraftauswahl-Stellglied, welches als Drehknopf ausgebildet sein kann. Durch Verstellen
des Kraftauswahl-Stellgliedes kann wahlweise einer von mehreren Kraftspeichern gegenüber
dem Schneidmittelträger in Wirkung gebracht werden. Die verschiedenen Kraftspeicher
besitzen voneinander verschiedene Kraft-/ Weg-Gesetze, insbesondere verschiedene Federelemente,
wie Druckfedern, Gummipuffer, Zugfedern, Blattfedern oder anderweitige komprimierbare
Medien, so dass mit ihnen verschiedene Vertikalkräfte eingestellt werden können. Die
Lage des Anlenkpunktes des Schneidmittelträgers und die Längen bzw. Winkel der Arme
des Schneidmittelträgers sind vorzugsweise derart gestaltet und an das Kraft-/ Weg-Gesetz
des Kraftspeichers angepasst, dass bei in eine Initialspannung gebrachtem Kraftspeicher
eine Verschwenkung des Schneidarmträgers in Schnittrichtung die Vertikalkraft nicht
oder nur unwesentlich ändert. Der Kraftspeicher kann eine vorgespannte Druckfeder
aufweisen. Wird diese beim Auflaufen des Schneidmittels auf der Randkante der Fliese
gespannt, so ändert sich die Federkraft im Zuge der Verlagerung des Stößels. Die Hebelverhältnisse
sind so gewählt, dass diese Federkrafterhöhung durch einen sich verändernden Angriffspunkt
kompensiert werden. Dies hat zur Folge, dass das Schneidrad auch oberflächenprofilierte
Fliesen sauber schneiden kann, ohne dass sich beim Überlaufen von Oberflächenerhebungen
die Schneidkraft ändert. In einer bevorzugten Ausgestaltung der Kraftspeicher sind
die darin enthaltenen Druckfedern bereits vorgespannt. Die Initialspannung wird erreicht,
wenn die Vorspannung der Druckfeder überwunden wird. In einer Weiterbildung der Erfindung
ist vorgesehen, dass der Schneidmittelträger an einem höheneinstellbaren, insbesondere
von einem in Vertikalrichtung verschieblichen Schieber gebildeten Lagerglied sitzt.
Dieses Lagerglied bildet bevorzugt einen Höheneinstellschieber aus, der innerhalb
des Gehäuses des Schlittens an zwei Führungsstangen geführt ist. Er kann von Druckfedern
nach oben hin beaufschlagt sein. Die vertikale Lage des im Gehäuse angeordneten Lagergliedes
ist bevorzugt mittels eines Höhenauswahl-Stellgliedes einstellbar. Das Höhenauswahl-Stellglied
kann eine Stufenanordnung aufweisen, an denen jeweils ein Nocken des Lagergliedes
anliegt. Das Höhenauswahl-Stellglied kann einen Schiebeknopf aufweisen, der in seinen
verschiedenen Funktionsstellungen verrasten kann. Hierzu sind ineinandergreifende
Verzahnungen vorgesehen. Der Kraftspeicherträger kann quer zur Verlagerungsrichtung
des Höheneinstellschiebers verlagerbar sein. Die Vorrichtung weist bevorzugt einen
Brechkopf auf, mit dem die eingekerbte Fliese gebrochen werden kann. Hierzu wird der
Brechkopf durch Verschwenken eines Brechhebels vertikal abwärts verlagert, so dass
zwei in einem stumpfen Winkel zueinander stehende Brechflanken des Brechkopfes gegen
die Oberseite der Fliese treten, die auf einer unterhalb der Schnittlinie verlaufenden
Brechrippe gelagert ist. Bei der Herabverlagerung des Brechkopfes wird auf die beiden
neben der Kerbe liegenden Seiten der Oberseite der Fliese ein Druck ausgeübt, so dass
die Fliese entlang der Kerbe bricht. Es ist ferner von Vorteil, dass mindestens zwei
Kraftspeicher vorgesehen sind, die zur Veränderung der Vertikalkraft wahlweise in
eine Wirkstellung bringbar sind. Die beiden Kraftspeicher können Druckfedern oder
andersartige komprimierbare Medien aufweisen, die eine verschieden starke Federvorspannung
aufweisen. Jeder Druckfeder kann ein Stößel zugeordnet sein, der in einer Führung
eines Kraftspeicherträgers geführt ist. Die Druckfedern können vorgespannt sein. Der
Kraftspeicherträger kann gegenüber dem Schneidmittelträger bzw. dem Schlitten verlagert
werden. Es handelt sich dabei bevorzugt um eine Horizontalverlagerung. Am Kraftspeicherträger
greift eine Koppelstange an, die an einem Exzenterstift eines Drehknopfes sitzt, der
ein Kraftauswahl-Stellglied ausbildet. Wird der Drehknopf gedreht, so kann der Kraftspeicherträger
horizontal verlagert werden, so dass ein erster Kraftspeicher in Richtung auf die
Schwenkachse des Schneidmittelträgers verlagert wird und ein zweiter Kraftspeicher,
der zunächst nicht in Wirkstellung zum Schneidmittelträger stand, in eine Wirkstellung
gebracht wird. Der Drehknopf kann eine Überlastsicherung aufweisen. Beispielsweise
kann ein aus dem Gehäuse herausragender Betätigungsabschnitt des Drehknopfes, welcher
beispielsweise als Hebelarm ausgebildet ist, über eine Federkupplung mit einem Abtriebsschaft
verbunden sein, an dem der Exzenter befestigt ist. Ist der Abtriebsschaft drehblockiert,
so kann sich der Drehknopf zwar gegenüber dem Schaft verdrehen. Dabei wird aber lediglich
beispielsweise eine Schenkelfeder gespannt. Die Überlastsicherung besteht bevorzugt
aus einer um den Schaft gewundenen Schenkelfeder, deren Schenkelarme radial abragen
und in einer Neutralstellung an Stützschultern des Schaftes bzw. Stützflanken des
Drehknopfes anliegen. Stützflanken und Stützschultern liegen nebeneinander und können
durch eine Relativverdrehung des Drehknopfes gegenüber dem Schaft in eine Versetzlage
gebracht werden. Dabei wird ein Schenkelarm von der in Drehrichtung weisenden Stützflanke
gespannt. Der andere Schenkelarm bleibt auf der Stützschulter liegen. Die so gespannte
Feder entwickelt eine Rückstellkraft, die den Drehknopf wieder zurück in seine Ausgangsstellung
verlagert. Die Stößel der Kraftspeicher können wahlweise in eine Wirkstellung gegenüber
einem Kraftbeaufschlagungsarm des Schneidmittelträgers gebracht werden. Der Kraftspeicherträger
ist vorzugsweise als Schieber an einem Lagerglied des Schlittens gelagert. Das Lagerglied
kann vom Höheneinstellschieber gebildet sein. Der Schneidmittelträger und der Kraftspeicher
können höhenverstellbar sein. Hierzu ist das Lagerglied vorzugsweise höhenverstellbar.
Es ist darüber hinaus ein Brechhebel vorgesehen, der mit einem Brechkopf zusammenwirkt,
letzterer kann zusammen mit dem Lagerglied, also dem Höheneinstellschieber, höhenverstellbar
sein. Die Höheneinstellung des Höheneinstellschiebers erfolgt bevorzugt über ein Höhenauswahl-Stellglied
und mit Hilfe von Stufenflanken, an denen sich Nocken abstützen. Die Stufenflanken
können gerundete Ausbuchtungen aufweisen, in die sich eine gerundete Flanke des Nockens
legen kann. Der Höhenauswahlschieber kann mit einem Stellglied, das als Schieber ausgebildet
ist, aber auch mit einem Stellglied, das als Drehknopf ausgebildet ist, verlagert
werden. Ist das Stellglied als Drehknopf ausgebildet, so besitzt es einen von einer
Drehhandhabe drehbaren Schaft, an dem ein Zahnrad sitzt, dessen Verzahnung in eine
insbesondere geradlinige Verzahnung eingreift, die einem Schieber zugeordnet ist,
der die Stufenanordnung aufweist. Es ist ferner von Vorteil, wenn eine Bodenplattenerweiterung
in einer Nichtgebrauchsstellung unterhalb der Bodenplatte befestigt werden kann. Dies
erfolgt bevorzugt in einer Parallellage zur Bodenplatte an zwei sich gegenüberliegenden
Rändern der Bodenplatte. Dort kann die Bodenplattenerweiterung befestigt werden. Die
Bodenplattenerweiterung kann ein U-Profil aufweisen. Zufolge dieses Querschnittsprofiles
bilden sich Randstege aus. Diese werden von den U-Schenkeln des U-Profils ausgebildet.
In einer Gebrauchsstellung weisen die Randstege nach unten, so dass sich die Bodenplattenerweiterung
auf diesen Randstegen bzw. endseitigen Abwinklungen der Randstege abstützen kann.
Die Randstege haben dabei eine derartige Höhe, dass eine Auflage der Bodenplattenerweiterung
bündig, d.h. auf derselben Höhe einer Auflage der Bodenplatte verläuft. Die Auflagen
können aus Weichgummi gefertigt sein. In der Gebrauchsstellung ist die Bodenplattenerweiterung
am Rand der Bodenplatte befestigt. Dies kann über einen Profileingriff formschlüssig
erfolgen. Vorzugsweise besitzt der Rand der Bodenplatte, die von einem Hohlprofil
ausgebildet sein kann, eine Profilnut, bspw. eine Nut mit einem C-förmigen Querschnitt.
In diese Profilnut kann eine Profilrippe des Randsteges der Bodenplattenerweiterung
eingeschoben werden, so dass die Bodenplattenerweiterung entlang des Randes der Bodenplatte
verschoben werden kann. Auf ihren nach innen weisenden Seiten bilden die Randstege
ebenfalls Halteprofile aus. Diese Halteprofile können von T-förmigen Profilstegen
ausgebildet sein, die in die Profilnuten der Bodenplatte eingeschoben werden können.
Beide Längsrandränder der Bodenplatte bilden derart gestaltete Profilnuten aus. Zufolge
dieser Ausgestaltung liegt jeder Randsteg der Bodenplattenerweiterung in der Nichtgebrauchsstellung
an jeweils einem Rand der Bodenplatte an und ist dort formschlüssig mit der Bodenplatte
verbunden. Die Auflage der Bodenplattenerweiterung weist in der Nichtgebrauchsstellung
nach unten, so dass sich der Fliesenschneider auf der nach unten weisenden Auflage
der Bodenplattenerweiterung abstützen kann.
[0011] In einer Weiterbildung der Erfindung ist eine Anschlaganordnung vorgesehen. Diese
besteht aus einem Anschlagarm, der schwenkbar an der Bodenplatte befestigt ist. Der
Anschlagarm kann in verschiedenen Schwenkstellungen schwenkblockiert werden. Der Anschlagarm
bildet eine Anschlagleiste aus. An dieser ist ein Queranschlag befestigt, der ebenfalls
schwenkbar ist. Der Queranschlag kann entlang der Erstreckungsrichtung des Anschlagarms
verschoben werden. Hierzu bildet der Anschlagarm einen Längsschlitz aus.
[0012] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand beigefügter Zeichnungen
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung eines ersten Ausführungsbeispieles einer Schneidevorrichtung
mit in die Gebrauchsstellung gebrachter Bodenplattenerweiterung 55,
- Fig. 2
- eine Darstellung gemäß Fig. 1 in einer Ansicht,
- Fig. 3
- eine Seitenansicht der Betriebsstellung gemäß Fig. 1,
- Fig. 4
- eine weitere perspektivische Darstellung, bei der die Bodenplattenerweiterung 55 eine
Nichtgebrauchsstellung einnimmt und sich unterhalb der Bodenplatte befindet,
- Fig. 5
- den Schnitt gemäß der Linie V-V in Fig. 4,
- Fig. 6
- eine perspektivische Darstellung des Schlittens mit seinen in den C-förmig gestalteten
Führungsschienen verlagerbaren Führungsrollen,
- Fig. 7
- den Schlitten 3 gemäß Fig. 6 in einer anderen perspektivischen Darstellung,
- Fig. 8
- eine Draufsicht auf den Schlitten 3 gemäß Pfeil VIII in Fig. 7,
- Fig. 9
- einen Schnitt gemäß der Linie IX-IX in Fig. 8,
- Fig. 10
- den Schnitt gemäß der Linie X-X in Fig. 9,
- Fig. 11
- den Schnitt gemäß der Linie XI-XI in Fig. 8,
- Fig. 12
- den Schnitt gemäß der Linie XII-XII in Fig. 8,
- Fig. 13
- eine Darstellung gemäß Fig. 11, jedoch mit nach unten verlagertem Brechkopf 37,
- Fig. 14
- den Schnitt gemäß der Fig. 9, jedoch mit verlagertem Kraftspeicherträger 15,
- Fig. 15
- eine Darstellung gemäß Fig. 9, jedoch mit nach oben verlagertem Höheneinstellschieber
20,
- Fig. 16
- eine Darstellung gemäß Fig. 13, jedoch mit nach oben verlagertem Höheneinstellschieber
20,
- Fig. 17
- eine Darstellung gemäß Fig. 9, wobei der Schneidradträger 4 seine Neutralstellung
einnimmt,
- Fig. 18
- eine Folgedarstellung zu Fig. 17, wobei der Schlitten 3 in Schnittrichtung S derart
verlagert ist, dass das Schneidrad 5 gegen eine Fliesenkante 8' anstößt und dabei
derart verschwenkt worden ist, dass der Kraftbeaufschlagungsarm 14 des Schneidradträgers
4 an einem Stößel 11 eines Kraftspeichers 9 anstößt,
- Fig. 19
- eine Folgedarstellung zu Fig. 18, wobei der Schlitten 3 weiter in Schnittrichtung
S verlagert worden ist, wobei sich eine Druckfeder 10 des Kraftspeichers 9 gespannt
hat,
- Fig. 20
- eine Folgedarstellung zu Fig. 19 nach erfolgtem Schnitt, nachdem das Schneidrad 5
die Randkante 8" der Fliese 8 überlaufen hat und seine Neutralstellung einnimmt und
- Fig. 21
- eine Folgedarstellung zu Fig. 20, wobei der Schlitten 3 entgegen der Schnittrichtung
S zurückverlagert worden ist und das Schneidrad 5 die Kante 8" der Fliese 8 überlaufen
hat,
- Fig. 22
- eine perspektivische Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels einer Schneidevorrichtung,
- Fig. 23
- den Schnitt gemäß der Linie XXIII-XXIII in Fig. 22,
- Fig. 24
- eine Draufsicht auf den Schlitten 3,
- Fig. 25
- einen Schnitt gemäß der Linie XXV-XXV in Fig. 24,
- Fig. 26
- den Schnitt gemäß der Linie XXVI-XXVI in Fig. 25,
- Fig. 27
- den Schnitt gemäß der Linie XXVII-XXVII in Fig. 26,
- Fig. 28
- vergrößert den Schnitt gemäß der Linie XXVIII-XXVIII in Fig. 25,
- Fig. 28a
- eine Darstellung der Fig. 28, wobei der Drehknopf 31 entgegen Uhrzeigersinn gegenüber
dem Schaft 69 verdreht worden ist,
- Fig. 28b
- eine Darstellung gemäß Fig. 28a, wobei der Drehknopf 31 im Uhrzeigersinn gegenüber
dem Schaft 69 verdreht worden ist,
- Fig. 29
- den Schnitt gemäß der Linie XXIX-XXIX in Fig. 25,
- Fig. 30
- den Schnitt gemäß der Linie XXX-XXX in Fig. 24,
- Fig. 31
- den Schnitt gemäß der Linie XXXI-XXXI in Fig. 24,
- Fig. 32
- eine Darstellung gemäß Fig. 31, jedoch mit in einer Aufrechtstellung verschwenktem
Brechhebel 38 und
- Fig. 33
- eine Folgedarstellung zu Fig. 32, wobei der Brechhebel 38 geringfügig abwärts verlagert
ist, bis der Brechkopf 37 seine Wirkstellung erreicht hat,
- Fig. 34
- teilweise aufgebrochen eine Gehäuseschale 52 mit den wesentlichen Elementen zur Höhenverstellung
des Schneidradträgers
- Fig. 35
- ein drittes Ausführungsbeispiel in einer Darstellung gemäß Fig. 34, bei dem das Höhenauswahl-Stellglied
27 als Drehknopf 81 ausgebildet ist,
- Fig. 36
- den Drehknopf 81 mit Schaft 28 und Zahnrad 80 sowie den zugehörigen Übertragungsschieber
75 mit Zahnstange 79,
- Fig. 37
- ein viertes Ausführungsbeispiel in einer perspektivischen Darstellung,
- Fig. 38
- die Seitenansicht auf das vierte Ausführungsbeispiel,
- Fig. 39
- einen Schnitt gemäß der Linie XXXIX-XXXIX in Fig. 38 und
- Fig. 40
- einen Schnitt gemäß der Linie XL-XL in Fig. 39.
[0013] Die Fig. 1 bis 5 zeigen in einer Übersicht den Aufbau des Fliesenschneiders. Er besteht
aus einem Gestell, welches eine Bodenplatte 1 aufweist, die im Ausführungsbeispiel
als Kunststoff- oder Aluminium-Strangguss-Profil ausgebildet ist. In der Längsmitte
erstreckt sich eine Brechrippe 35, die beidseitig von aus Weichgummi gefertigten Auflagen
54 flankiert ist. An den jeweiligen Enden der Bodenplatte 1 befinden sich Schienenträger
34, die zwei Schienen 2 zwischen sich tragen. Die Schienen 2 sind von C-Profilschienen
gebildet, deren Öffnungen aufeinander zu weisen, so dass Führungsrollen 33 eines Schlittens
3 dort geführt werden können.
[0014] An einem Endabschnitt der Bodenplatte 1 befinden sich neben der Brechrippe 35 jeweils
ein Lagerzapfen 67, auf den wahlweise ein Anschlagarm 61 aufsteckbar ist. Der Anschlagarm
61 hat eine langgestreckte Gestalt und besitzt einen Schlitz 66, der sich im Wesentlichen
über die gesamte Länge des Anschlagarmes 61 erstreckt. Die Bodenplatte 1 besitzt einen
Schlitz 63, den eine Klemmschraube durchgreift, die mit einem Drehknauf 64 zusammenwirkt,
so dass der Anschlagarm 61 in verschiedenen Schwenkstellungen gegenüber der Brechrippe
35 feststellbar ist.
[0015] Im Schlitz 66 des Anschlagarmes 61 ist ein weiteres Klemmglied 65 angeordnet, das
mit einem Queranschlag 62 verbunden ist. Der Queranschlag 62 kann entlang des Anschlagarmes
61 verlagert werden und mittels des Klemmgliedes 65 lagefixiert werden.
[0016] An den beiden Längsrändern 1' der Bodenplatte 1 befindet sich jeweils eine Profilnut
56, die ein C-förmiges Profil aufweist.
[0017] Es ist eine Bodenplattenerweiterung 55 vorgesehen, die die Form einer Platte aufweist,
von der an sich gegenüberliegenden Rändern Randstege 58 abragen, die endseitig abgewinkelt
sind. Auf der Breitseitenfläche der Bodenplattenerweiterung 55 befindet sich eine
Auflage 60, die ebenfalls aus Weichkunststoff gefertigt ist. Die Randstege 58 haben
eine derartige Höhe, dass die Auflage 60 auf derselben Höhe liegt, wie die Auflagen
54. Als Folge dessen kann sich eine zu schneidende Fliese 8 auf der Auflage 60 abstützen.
Von einem Randsteg 58 ragt eine Profilrippe 57 nach außen, die in eine der Profilnuten
56 eingeschoben werden kann.
[0018] Die Fig. 2 zeigt die Bodenplattenerweiterung 55 in ihrer Betriebsstellung. Die Bodenplattenerweiterung
55 kann von der Bodenplatte 1 dadurch gelöst werden, dass die Profilrippe 57 aus der
Profilnut 56 herausgeschoben wird. Die Bodenplattenerweiterung 55 kann dann in die
in den Fig. 4 und 5 dargestellte Verwahrstellung gebracht werden. Hierzu wird die
Bodenplattenerweiterung 55 auf den Kopf gedreht, so dass die Auflage 60 nach unten
und die beiden Randstege 58 nach oben weisen. In dieser Stellung können die von den
Randstegen 58 nach innen abragenden T-förmigen Profilrippen 59 in die Profilnuten
56 eingeschoben werden. In dieser Verwahrstellung liegt die Bodenplattenerweiterung
55 parallel unterhalb der Bodenplatte 1. Die Bodenplatte 1 liegt somit zwischen den
beiden Randstegen 58.
[0019] Die Fig. 3, 5, 6, 7 und 8 zeigen das äußere Erscheinungsbild eines Schlittens 3,
der zwischen den beiden Schienen 2 geführt ist. Der Schlitten 3 ist gegenüber den
Führungsschienen 2 lediglich linear verlagerbar. Er kann gegenüber den Führungsschienen
2 nicht verschwenkt werden. Aus der Oberseite des Schlittens 3 ragt ein Handgriff
39, der das Ende eines Brechhebels 38 ausbildet, der um eine -bezogen auf das Gehäuse
des Schlittens 3- ortsfeste Lagerachse 40 schwenkbar am Gehäuse des Schlittens 3 angelenkt
ist. Über ein im Inneren des Gehäuses des Schlittens 3 angeordnetes Lenkergetriebe
wirkt der Handgriff 39 auf einen aus dem unteren Bereich des Schlittens 3 herausragenden
Brechkopf 37, der an seiner Unterseite zwei in einem spitzen Winkel geneigte Brechbacken
aufweist. Der Winkelscheitel liegt oberhalb der Brechrippe 35.
[0020] Unterhalb des Schlittens 3 befindet sich auch ein Schneidradträger 4, der an seinem
unteren Ende ein Schneidrad 5 trägt, welches zwecks Fertigung einer Kerbe in die Oberseite
einer Fliese 8 mit Hilfe des Schlittens 3 über die Fliese gerollt werden kann. Auf
der Oberseite des Schlittens 3 befindet sich darüber hinaus ein Schiebeknopf 32 und
ein Drehknopf 31. Mit dem Drehknopf 31 kann die Vertikalkraft eingestellt werden,
mit der die Schneidrolle 5 auf die zu schneidende Fliese 8 einwirkt. Mit dem Schiebeknopf
32 kann die Höhe des Schneidrades 5 verstellt werden. Die Schneidrolle 5 ist so angeordnet,
dass sie beim Verlagern des Schlittens 3 entlang der Führungsschienen 2 vertikal oberhalb
der Brechrippe 35 verschoben wird.
[0021] Aus den Fig. 9, 10, 11 und 12 sind die wesentlichen Getriebeelemente, die sich innerhalb
des Gehäuses des Schlittens 3 befinden, ersichtlich. Der Schlitten 3 besteht aus zwei
Gehäuseschalen 52, 53, die aus Kunststoff bestehen, wobei die obere Gehäuseschale
52 das Schwenklager 40 für den Brechhebel 39, eine Führungsvertiefung für den Schiebeknopf
32 und eine Lagervertiefung für den Drehknopf 31 ausbildet. Die untere Gehäuseschale
53 bildet auf ihrer nach unten weisenden Seite eine Ausbrechung, durch die ein Schubhebel
41, an dem der Brechkopf 37 gelagert ist, und eine Ausbrechung für den Schneidradträger
4 aus. Zwischen den beiden Gehäuseschalen 52, 53 sind im Gehäuseinneren zwei Führungsstangen
22 gelagert. Die Führungsstangen 22 erstrecken sich in Vertikalrichtung und stecken
mit ihren Enden in Lagerausnehmungen jeweils einer der beiden Gehäuseschalen 52, 53.
[0022] An den beiden Führungsstangen 22 ist ein Höheneinstellschieber 20 in Vertikalrichtung
geführt. Der Höheneinstellschieber, der ein Lagerglied für den Schneidradträger 4
ausbildet, bildet hierzu zwei Führungslagerbohrungen 21 aus, durch die jeweils eine
Führungsstange 22 hindurchragt. Mittels Druckfedern 36 wird der Höheneinstellschieber
in Vertikalrichtung nach oben beaufschlagt. Dort besitzt der Höheneinstellschieber
20 zwei Nocken 25 mit einer gerundeten Nockenstirnfläche. Die Nockenstirnflächen der
Nocken 25 stützen sich jeweils an einer Stufenanordnung 26 ab. Die Stufenanordnung
besitzt treppenartig angeordnete Mulden bzw. Treppenstufen, an denen sich jeweils
der Nocken 25 abstützen kann.
[0023] Die Stufenanordnung 26 ist einem Einstellschieber 28 zugeordnet, der in Vertikalrichtung
mit Hilfe des Schiebeknopfes 32 verschoben werden kann. Der Einstellschieber 28 bildet
zusammen mit dem Schiebeknopf 32 ein Höhenauswahl-Stellglied 27 aus. Durch Horizontalverlagerung
des Höhenauswahl-Stellgliedes 27 kann die vertikale Lage des Höheneinstellschiebers
20 eingestellt werden. In den verschiedenen Höhenlagen des Höheneinstellschiebers
20 stützen sich die Nocken 25 an voneinander verschiedenen Stufen der Stufenanordnung
26 ab. Es sind zwei gleich gestaltete Stufenanordnungen 26 vorgesehen, die jeweils
mit einem der beiden Nocken 25 zusammenwirken.
[0024] Aus der Fig. 12 ist zu ersehen, dass die Oberseite des Einstellschieber 28 eine Verzahnung
50 aufweist. Diese rechteckige Verzahnung 50 greift in eine formangepasste Gegenverzahnung
51 der Gehäuseschale 52 ein. Durch vertikalen Druck auf den Schiebeknopf 32 können
die Zähne der Verzahnungen 50, 51 außer Eingriff gebracht werden. Wird der Schiebeknopf
32 verschoben, so drücken die Druckfedern 36 den Höheneinstellschieber 20 nach oben,
so dass sich die Nocken 25 immer in einer Stufe der Stufenanordnung 26 abstützen können.
[0025] Im Inneren des Höheneinstellschiebers 20 ist ein Kraftspeicherträger 15 angeordnet.
Der Kraftspeicherträger 15 besitzt zwei sich in Vertikalrichtung erstreckende, unterschiedlich
lange Höhlungen, in denen sich jeweils eine Druckfeder 10, 10' befindet. Die Druckfeder
10, 10' stützt sich nach oben an einem Boden der Höhlung ab. Das nach unten weisende
Ende der Druckfeder 10, 10' wirkt auf eine Stirnseite eines Stößels 11, 11'. Mittels
eines Querzapfens 48 ist der Stößel 11,11' mit vertikalem Bewegungsfreigang in der
die Druckfeder 10, 10' aufnehmenden Höhlung gefesselt. Die beiden Enden des Zapfens
48 greifen dabei jeweils in vertikale Führungsschlitze 49 ein. Die Druckfedern 10,
10' haben voneinander verschiedene Federsteifigkeiten. Sie sind somit in der Lage,
unterschiedlich große Kräfte auf die Stößel 11, 11' auszuüben. Die Druckfedern 10,10'
liegen vorgespannt in den Höhlungen des Kraftspeicherträgers 15 ein. Die Vorspannung
wird mit den Zapfen 48 aufrechterhalten, die sich an den Enden der Führungsschlitze
49 abstützen.
[0026] Mittels zweier Führungszapfen 16, die jeweils in einen horizontalen Führungsschlitz
17 des Höheneinstellschiebers 20 greifen, ist der Kraftspeicherträger 15 horizontal
verschieblich am Höheneinstellschieber 20 befestigt. Der Kraftspeicherträger 15 bildet
ein Auge 30 aus, in welches ein Zapfen 29 einer Koppelstange 18 eingreift. Die Koppelstange
18 ist mit einem Exzenterstift 23 gekoppelt. Der sich in Vertikalrichtung erstreckende
Exzenterstift 23 durchgreift dabei ein Auge 24 der Koppelstange 18. Der Exzenterstift
23 ragt vom Drehknopf 31 ab und bildet zusammen mit dem Drehknopf 31 und der Koppelstange
18 ein Kraftauswahl-Stellglied 19. Durch Verdrehen des Drehknopfes 31 und der damit
einhergehenden Verlagerung des Exzenterstiftes 23 kann der Kraftspeicherträger 15
in Horizontalrichtung verlagert werden, wobei sich die Führungszapfen 16 in den ihnen
zugeordneten Führungsschlitzen 17 bewegen.
[0027] An einem nach unten ragenden Fortsatz des Höheneinstellschiebers 20 befindet sich
eine Schwenkachse 13, um die ein im Wesentlichen die Form eines T aufweisender Schneidradträger
schwenkbar am Höheneinstellschieber 20 angelenkt ist. Der Schneidradträger 4 besitzt
einen nach unten abragenden Schneidradträgerarm 12, der den T-Schenkel bildet. Am
Ende eines T-Stegs sitzt die Schwenkachse 13. Das Ende des anderen T-Stegs, der einen
Kraftbeaufschlagungsarm 14 ausbildet, befindet sich ein Gegenanschlag 7, der von einer
Mulde ausgebildet ist. Der Gegenanschlag 7 wirkt mit den abgerundeten Stirnseiten
der Stößel 11, 11' zusammen. Die Stößelenden bilden somit Anschläge 6, 6' aus.
[0028] In der in der Fig. 9 dargestellten Betriebsstellung befindet sich der Kraftspeicher
9' in einem inaktivierten Zustand. Der ihm zugeordnete Anschlag 6' liegt außerhalb
des Bereichs des Gegenanschlags 7. Der Gegenanschlag 7 wirkt in dieser Betriebsstellung
ausschließlich mit dem Anschlag 6 zusammen, der dem Kraftspeicher 9 zugeordnet ist.
Die Feder 10 des Kraftspeichers 9 besitzt eine geringere Federkonstante als die Feder
10' des Kraftspeichers 9'. Es können aber auch umgekehrte Verhältnisse vorliegen.
Wesentlich ist, dass sich die Federkonstanten der Druckfedern 10, 10' unterscheiden.
[0029] Durch Drehen des Drehknopfes 31 in die in der Fig. 14 dargestellten Betriebsstellung
wird der Anschlag 6 und damit der Kraftspeicher 9 näher an die Schwenkachse 13 heran
verlagert, so dass die Kraft der Druckfeder 10 ein vermindertes Drehmoment auf den
Kraftbeaufschlagungsarm 14 ausüben kann. In dieser Betriebsstellung befindet sich
der Anschlag 6' des Kraftspeichers 9' aber im Wirkungsbereich des Gegenanschlages
7, so dass beide Kraftspeicher 9, 9' mit dem Schneidradträger 4 zusammenwirken, also
gespannt werden, wenn der Schneidradträger 4 um seine Schwenkachse 13 im Gegenuhrzeigersinn
verschwenkt wird. Eine Verschwenkung des Schneidradträgers 4 in Gegenrichtung erfolgt
hingegen ohne die Überwindung einer Federkraft.
[0030] Die Winkellagen und Längen der Hebelarme 12, 14 sowie die Lage der Schwenkachse 13
ist in Bezug auf das Kraft-/Weg-Gesetz der beiden Druckfedern 10, 10' so gewählt,
dass die bei zunehmender Komprimierung steigende Federkraft der Druckfedern 10, 10'
durch eine sich ändernde Hebelanordnung kompensiert wird. Dies hat zur Folge, dass
das Schneidrad 5 im Wesentlichen unabhängig von der Schwenkstellung des Schneidradträgers
4 immer mit derselben Vertikalkraft belastet wird. Bevorzugt sind die beiden Druckfedern
10, 10' federvorgespannt, so dass zur Kompression der Druckfeder 10, 10' eine Grenzkraft
überwunden werden muss.
[0031] Die Fig. 15 zeigt eine Betriebsstellung, in der durch Verschieben des Schiebeknopfes
32 der Höheneinstellschieber 20 bis ganz nach oben verlagert worden ist. Auch in dieser
Betriebsstellung lässt sich durch Drehen des Drehknopfes 31 die Schneidkraft des Schneidrades
5 einstellen. Das Auge 24 der Koppelstange 18 gleitet bei der Höhenverlagerung des
Höheneinstellschiebers 20 auf dem Exzenterstift 23 nach oben bzw. nach unten.
[0032] Aus den Fig. 11, 13 und 16 ist zudem zu erkennen, dass sich einhergehend mit der
Höhenverlagerung des Schneidrades 5 bzw. des Schneidradträgers 4 auch der Brechkopf
37 nach oben verlagert. Dies ist eine Folge der Anordnung eines Lenkergetriebes innerhalb
des Gehäuses des Schlittens 3.
[0033] Aus der Fig. 10 ist zu erkennen, dass das Lenkergetriebe zweifach ausgebildet ist.
Zwischen jeweils einer Ausgestaltung des Lenkergetriebes sitzt der Höheneinstellschieber
20 und der von ihm getragene Kraftspeicherträger 15.
[0034] Zum Lenkergetriebe gehören zunächst die drei Lenker 44, 45 und 47. Diese sind mit
einem Übertragungshebel 42 gekoppelt, der einen Schubhebel 41 trägt. Der Übertragungshebel
42 ist mit seiner Schwenkachse 43 fest mit dem Höheneinstellschieber 20 verbunden.
Die Schwenkachse 43 verlagert sich somit zusammen mit dem Höheneinstellschieber 20
in Vertikalrichtung. Der Übertragungshebel 42 besitzt eine langgestreckte Form mit
einem kürzeren Hebelarm, bezogen auf eine Anlenkstelle 41' des Schubhebels 41. Der
längere Hebelarm des Übertragungshebels 42 ist an der Gelenkstelle 42' mit dem Lenker
44 verbunden. An einer dreifachen Anlenkstelle 44' ist der Lenker 44 mit den beiden
anderen Lenkern 45 und 47 verbunden. Der Lenker 45 ist mit einer Schwenkachse 46 am
Gehäuse des Schlittens 3 verbunden. Die Anlenkstelle 47' des Lenkers 47 sitzt am kürzen
Hebelarm des Brechhebels 38, der an seinem langen Ende den Handgriff 39 trägt.
[0035] Wird ausgehend von der in Fig. 11 dargestellten Stellung, in der der Brechkopf 37
eine angehobene Position hat, der Brechhebel 38 in die in Fig. 13 dargestellte Schwenkstellung
verlagert, so fährt der Brechkopf 37 in Vertikalrichtung nach unten über das Höhenniveau
des Schneidrades 5 hinaus, um die Fliese 8, in der zuvor ein Schlitz eingebracht worden
ist, entlang des Schlitzes zu brechen.
[0036] Wird ausgehend von der in der Fig. 11 dargestellten Betriebsstellung der Höheneinstellschieber
20 nach oben verlagert, so werden Schneidradträger 4, Kraftspeicherträger 15 und Brechkopf
37 mit nach oben geschleppt. Wird aus dieser Position der Brechhebel 38 in die in
Fig. 16 dargestellte Betriebsstellung verschwenkt, so senkt sich der Brechkopf 37
unter das Höhenniveau des Schneidrades 5.
[0037] Die Funktionsweise des Schneidrades 5 bzw. des Schneidradträgers 4 wird anhand der
Fig. 17 bis 21 erläutert. Die Fig. 17 zeigt den Schneidradträger 4, wie er an der
Schwenkachse 13 kraftfrei nach unten hängt. Der Schwerpunkt des Schneidradträgers
4 befindet sich in dieser Neutralstellung unterhalb der Schwenkachse 13. Eine durch
die Achse des Schneidrades 5 und die Schwenkachse 13 gezogene Linie verläuft dabei
auf einer Schrägen. Diese Schräge weist in Richtung der Schnittrichtung S. Der Höheneinstellschieber
20 ist so eingestellt, dass das Schneidrad 5 oberhalb der Bodenplatte 1, aber unterhalb
der Randkante 8' einer zu schneidenden Fliese 8 liegt.
[0038] Wird ausgehend von der in Fig. 17 dargestellten Position der Schlitten 3 in Schnittrichtung
S verlagert, so läuft das Schneidrad 5 gegen die Randkante 8' der Fliese 8. Im Zuge
einer Weiterverlagerung des Schlittens 3 in Schnittrichtung S verschwenkt sich demzufolge
der Schneidradträger 4, wobei die Achse des Schneidrades 5 durch eine gedachte Vertikallinie
durch die Schwenkachse 13 hindurchtritt. Es wird eine Art Übertotpunktstellung erreicht.
In der in Fig. 18 dargestellten Übertotpunktlage, in der die durch die Schwenkachse
13 und die Drehachse des Schneidrades 5 gezogene Linie ebenfalls auf einer Schrägen
liegt, ist der Gegenanschlag 7 gegen den Anschlag 6 des Stößels 11 des Kraftspeichers
9 getreten. Bis dahin erfolgte die Verschwenkung des Schneidradträgers 4 im Wesentlichen
kräftefrei.
[0039] Im Zuge einer Weiterverlagerung des Schlittens 3 in Schnittrichtung S wird die in
Fig. 19 dargestellte Betriebsstellung erreicht. Das Schneidrad 5 überläuft die Randkante
8' der Fliese 8 und ändert dabei seinen Abstand gegenüber der Bodenplatte 1. Dieser
Abstand vergrößert sich, bis das Schneidrad 5 auf der Oberseite der Fliese 8 entlanglaufen
kann. Einhergehend mit dieser Verschwenkung des Schneidradträgers 4 von der in Fig.
18 dargestellten Position in die in Fig. 19 dargestellte Position wird der Kraftspeicher
9 gespannt, wobei die Druckfeder 10 komprimiert wird. Über den Stößel 11 wird eine
Kraft auf den Kraftbeaufschlagungsarm 14 ausgeübt. Diese Kraft ist die Ursache für
die Vertikalkraft, mit der das Schneidrad 5 auf die Oberfläche der Fliese 8 einwirkt.
Wird jetzt der Schlitten 3 in Schnittrichtung S über die Fliese 8 verlagert, so schneidet
das Schneidrad 5 eine Kerbe in die Oberseite der Fliese 8.
[0040] Sobald das Schneidrad 5 die gegenüberliegende Randkante 8" der Fliese 8 überlaufen
hat, fällt der Schneidradträger 4 schwerkraftbedingt wieder in seine in Fig. 20 dargestellte
Neutralstellung.
[0041] Wird aus dieser Neutralstellung heraus der Schlitten 3 in Gegenrichtung verlagert,
so überläuft das Schneidrad 5 die Randkante 8" der Fliese 8, wobei sich der Schneidradträger
4 in einer zweiten Schwenkrichtung verschwenkt, bis die in Fig. 21 dargestellte Betriebsstellung
erreicht ist. In dieser Betriebsstellung rollt das Schneidrad 5 im Wesentlichen kräftefrei
über die Oberseite der Fliese 8. In dieser Position kann der Schlitten 3 auch in Schnittrichtung
S verlagert werden, ohne dass das Schneidrad 5 kerberzeugend in Wirkung tritt.
[0042] Durch eine im Wesentlichen kraftverminderte Verschiebebewegung des Schlittens 3 kann
somit die optimale Horizontalposition ausgewählt werden, in der der Brechkopf 37 durch
Verschwenken des Brechhebels 38 in Wirkung tritt. Die beiden Brechbacken beaufschlagen
dabei die Fliese 8 auf den beiden Seiten der Brechrippe 35, so dass die Fliese 8 entlang
der geschaffenen Kerbe bricht.
[0043] Ist eine höhere Vertikalkraft erforderlich, kann der Drehknopf 31 umgestellt werden,
so dass der Anschlag 6' des Stößels 11' am Gegenanschlag 7 anliegt und in einer zur
Fig. 19 analogen Betriebsstellung die Druckfeder 10' komprimiert wird.
[0044] Das in den Fig. 22 bis 33 dargestellte zweite Ausführungsbeispiel entspricht im Wesentlichen
dem ersten Ausführungsbeispiel. Gleiche Bezugsziffern bezeichnen hier technisch gleichwirkende
Elemente, weshalb diesbezüglich auf die vorhergehenden Ausführungen Bezug genommen
wird.
[0045] Die Führungsschienen 2 sind auch hier im Querschnitt C-förmig gestaltet. In den aufeinander
zu weisenden Öffnungen der Führungsschienen 2 rollen auf jeder Seite insgesamt drei
Führungsrollen 33 ab, die um Drehachsen gelagert sind. An der Unterseite des Schlittens
3 befindet sich der Schneidradträger 4, der auch hier höhenverstellbar ist bzw. wahlweise
von zwei verschiedenen Kraftspeichern 9, 9' beaufschlagt werden kann. Der Höheneinstellschieber
20, mit dem der Schneidradträger 4 in seiner Höhe verstellt werden kann, ist konstruktiv
anders ausgelegt, als beim ersten Ausführungsbeispiel. Allerdings lässt sich auch
hier die Höhe mit Hilfe eines Schiebeknopfes 32 verschieben, der auf einen Einstellschieber
28 wirkt, dem Stufenanordnungen 26 zugeordnet sind, die mit Nocken 25 des Höheneinstellschiebers
20 zusammenwirken. Führungszapfen 16 ragen auch hier in Führungsschlitze 17. Den Fig.
26 und 27 ist zu entnehmen, dass der Schiebeknopf 32 in verschiedenen Rastpositionen
mit Hilfe zweier versetzt angeordneter Rastnocken 50' verrasten kann. Ein oder mehrere
Rastnocken 50' greifen wahlweise in zugeordnete verzahnungsartig angeordnete Rastmulden
51' des Gehäuses ein. Die Rastnocken 50' werden von jeweils einer Druckfeder beaufschlagt.
[0046] Das Kraftauswahl-Stellglied 19 besitzt auch hier einen Drehknopf 31. Vom Drehknopf
31 ragt ein Griffhebel ab. Der Exzenterstift 23, der in das Auge 24 der Koppelstange
18 greift, ist drehbar im Gehäuse gelagert und über eine elastische Schenkelfeder
68 mit dem Drehknopf 31 verbunden. Die Drehmomentübertragung vom Drehknopf 31 auf
den Schaft 69 erfolgt über die Schenkel der Schenkelfeder 68. Ist das Schneidrad in
Schnittposition, so ist eine Verlagerung des Kraftspeicherträgers 15 blockiert. Der
Schaft 69 kann in dieser Position nicht gedreht werden. Wird dennoch ein Drehmoment
auf den Drehknopf 31 aufgebracht, so wird lediglich die Schenkelfeder 68 gespannt,
nicht jedoch der Schaft 69 verdreht.
[0047] In der in Fig. 28 dargestellten unbeaufschlagten Neutralstellung liegt ein Arm 68'
der Schenkelfeder 68 an einer Stützschulter 77 des Schaftes 69 an. Der andere Arm
68" der um den Schaft 69 gewundenen Schenkelfeder 68 liegt an einer Stützschulter
77' des Schaftes an. Bündig zu den Stützschultern 77, 77' verlaufen Stützflanken 78,
78', die drehfest mit dem Drehknopf 31 verbunden sind. Die Arme 68', 68" der Schenkelfeder
68 beaufschlagen dabei sowohl die beiden Stützschultern 77, 77' als auch die beiden
Stützflanken 78, 78'.
[0048] Wird der Drehknopf 31 durch Aufbringen eines Drehmomentes am Hebelarm entgegen Uhrzeigersinn
beaufschlagt, wobei der Schaft 69 drehblockiert ist, so wird die in der Fig. 28a dargestellte
Stellung erreicht, in der sich der Drehknopf 31 unter Spannung der Schenkelfeder 68
gegenüber dem Schaft 69 bewegt hat. Die Stützflanke 78 hat sich dabei vom Arm 68'
der Schenkelfedern 68 gelöst. Die andere Stützflanke 78' hat den gegenüberliegenden
Arm 68" verdreht und dabei von der Stützschulter 77' entfernt. Bei Aufhebung des Drehmomentes
sorgt die Spannung der gespannten Schenkelfeder 68 für eine Zurückverlagerung des
Drehknopfes 31 in die in Fig. 28 dargestellte Neutralstellung..
[0049] Die Fig. 28b zeigt die Verdrehung des Drehknopfes 31 gegenüber dem drehblockierten
Schaft 69 im Uhrzeigersinn. Hier löst sich die Stützflanke 78' vom Arm 68" der Schenkelfeder.
Der Arm 68" ruht aber nach wie vor auf der Stützschulter 77'. Der andere Arm 68' wurde
von der Stützflanke 78 gespannt und hat sich dabei von der Stützschulter 77 gelöst.
Auch hier dreht die gespannte Schenkelfeder 68 den Drehknopf 31 nach Aufhebung des
Drehmomentes wieder zurück in die in Fig. 28 dargestellte Neutralstellung.
[0050] Um ein ungewolltes Verdrehen des Schaftes 69 bei unbelastetem Schneidradträger 4
zu vermeiden, wird der Schaft 69 in seinen beiden Drehendstellungen von einem Rastzapfen
70 gesichert. Dieser ist federkraftbeaufschlagt und greift in eine von zwei 90° zueinander
versetzt liegenden Rastöffnungen 71 ein.
[0051] Der Fig. 30 ist zu entnehmen, dass die endseitig gerundeten Nocken 25 in bogenförmige
Mulden der Stufenanordnung 26 eingreifen.
[0052] Der Brechkopf 37 sitzt auch hier am Ende eines Schubhebels 41, der in Vertikalrichtung
verlagerbar ist. An der Schubhebelanlenkstelle 41' greift ein Stift, der fest mit
dem Übertragungshebel 42 verbunden ist, in einen Längsschlitz 74 des Schubhebels 41.
Der Übertragungshebel 42 ist im Bereich einer Achse einer Führungsrolle 33 um eine
gehäusefeste Schwenkachse 43 drehbar angelenkt. Das freie Ende des Übertragungshebels
42 besitzt einen als Lagerzapfen wirkenden Stift 42', der in einen Führungsschlitz
37 eingreift, der bodenförmig verläuft. Am Stift 42' ist ein Lenker 44 angelenkt,
der an einer Anlenkstelle 44' an einem Lenker 45 angelenkt ist, der ebenfalls um eine
gehäusefeste Schwenkachse 46 schwenkbar ist. Auch diese Schwenkachse liegt auf Höhe
einer Führungsrollenachse.
[0053] Am Anlenkpunkt 44', an dem der Lenker 44 am Lenker 45 angelenkt ist, greift ein Lenker
47 an, der mit dem Brechhebel 38 gekoppelt ist und der als Zuglasche wirkt. Die Anlenkstelle
47', an der der Lenker 47 am Brechhebel 38 angelenkt ist, liegt zwischen Lagerachse
40 des Brechhebels 38 und Handgriff 39. Die Anlenkstelle 47' wird von einem Stift
ausgebildet, der in einem Führungsschlitz 72 bogengeführt ist.
[0054] Bei diesem Ausführungsbeispiel ist das Schneidrad 5 unabhängig vom Brechkopf 37 vertikal
verlagerbar. Die Vertikalverlagerung des Brechkopfes 37 erfolgt bei diesem Ausführungsbeispiel
ausschließlich durch ein Verschwenken des Brechhebels 38 um seine Schwenkachse 40.
Die Schwenkachse 40 liegt beim Ausführungsbeispiel innerhalb des Gehäuses, welches
aus mehreren Gehäuseschalen 52, 53 besteht.
[0055] Die Funktionsweise des Brechhebels 38 zeigen die Fig. 31 bis 33. Die Fig. 31 zeigt
die Situation unmittelbar nach dem Schnitt. Der Brechhebel 38 weist schräg in Schnittrichtung.
Der Brechkopf 37 ist von der Oberfläche der geritzten Fliese 8 entfernt. Um den Brechkopf
37 in Wirkung zu bringen, muss der Brechhebel 38 aus seiner schräg nach vorne gerichteten
Stellung in eine aufgerichtete Stellung gebracht werden, die in der Fig. 32 dargestellt
ist. Im Zuge dieser Schwenkverlagerung senkt sich der Brechkopf 37 ab, bis er die
Oberfläche der Fliese 8 berührt. Anschließend wandert der Stift, der die Schubhebelanlenkstelle
41' ausbildet, innerhalb des vertikal verlaufenden Schlitzes 74 des Schubhebels 41.
[0056] Erst wenn der Brechhebel 38 seine aufgerichtete Stellung überwunden hat und beim
Weiterschwenken die Bewegung des Handgriffs seine Abwärtskomponente besitzt, erreicht
der die Schubhebelanlenkstelle 41' ausbildende Stift das Ende des Längsschlitzes 74
und beaufschlagt den Schubhebel 41 in vertikaler Richtung, so dass der Brechkopf 37
eine Brechkraft auf die Fliese 8 ausüben kann. Dies erfolgt bei einer Abwärtsbewegung
des Handgriffs 39.
[0057] Die Fig. 34 zeigt die wesentlichen Elemente zur Höheneinstellung des Schneidradträgers
4 sowie zum Verlagern des Kraftspeicherträgers 15. Der Höheneinstellschieber 20 bildet
einen Rahmen aus. Von den beiden parallel zueinander verlaufenden längeren Rahmenschenkeln
weisen die Nocken 25 nach oben. Innerhalb des Rahmens ist der Kraftspeicherträger
15 angeordnet, der über die Koppelstange 18 mit dem exzentrisch am Schaft 69 abragenden
Exzenterstift 23 zusammenwirkt. Der Kraftspeicherträger 15 kann innerhalb der Rahmenöffnung
verlagert werden. Er ist dabei mit den in die Führungsschlitze 17 eingreifenden Führungszapfen
16 an den Höheneinstellschieber 20 höhengefesselt, kann sich aber in Vertikalrichtung
im Rahmen der Länge der Führungsschlitze 17 bewegen. Ein Übertragungsschieber 75 ist
mit dem Einstellschieber 28 bewegungsgekoppelt und bildet die rippenartig angeordneten
Stufen 26 aus.
[0058] Von jeder der beiden Gehäuseschalen 52, 53 ragen Führungsrippen 76 ab, die in Führungskanäle
des Höheneinstellschiebers 20 einragen, um den Höheneinstellschieber 20 in Vertikalrichtung
zu führen. Von den beiden voneinander weg weisenden Enden des Höheneinstellschiebers
20 ragen Fortsätze ab, die sich an den Druckfedern 36 abstützen.
[0059] Die Fig. 35, 36 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel, bei dem das Höhenauswahl-Stellglied
27 als Drehknopf 81 ausgebildet ist. Der Drehknopf 81 ist mit einem Übertragungsschaft
82 drehfest an ein Zahnrad 80 gekoppelt. Der Schaft 82 ist drehbar im Gehäuse gelagert.
[0060] Das Zahnrad 80 greift in eine Verzahnung 79 eines Schiebers 75 ein, der die Stufenanordnung
26 ausbildet. Diese Stufenanordnung 26 wirkt mit dem Nocken 25 zusammen, wie dies
in der Fig. 34 dargestellt ist. Die Verzahnung 79 bildet die Wandung einer länglichen
Vertiefung, in die das Zahnrad 80 eintaucht. Die Zähne des Zahnrades 80 können sich
beim Drehverstellen an der der Verzahnung 79 gegenüberliegenden glatten Wandung der
Vertiefung abstützen.
[0061] Durch Drehen des Drehknopfes 27 kann der Übertragungsschieber 75 verlagert werden.
Eine Rastklinke 83 greift in eine von mehreren umfangsversetzt um den Übertragungsschaft
82 angeordnete Rastausnehmungen 84 ein, um die Drehstellung des Drehknopfes 81 drehzuhemmen.
[0062] Das in den Fig. 37 bis 40 dargestellte vierte Ausführungsbeispiel betrifft einen
Fliesenschneider mit von zwei Schienenträgern 34 gehaltenen Schienen 2 und Bodenplatte
1, wobei an den beiden einen kreisrunden Querschnitt aufweisenden Schienen 2 ein Schlitten
3 geführt ist. Die von Rohren oder massiven Stangen ausgebildeten Schienen 2 durchgreifen
dabei Führungshöhlungen eines Führungselementes 85, welches als Kunststoff-Formteil
gefertigt sein kann. Es sind zwei im Wesentlichen spiegelsymmetrisch ausgebildete
Führungselemente 85 vorgesehen, die jeweils aufeinander zu weisende Lagerachsen 68
ausbilden, die in fest (undrehbar) mit den Führungselementen 85 verbundenen Gehäuseschalen
52, 53 stecken.
[0063] Die Gehäuseschalen 52, 53 beinhalten eine Getriebeanordnung, wie sie in den zuvor
beschriebenen Figuren des zweiten Ausführungsbeispieles dargestellt sind, weshalb
auf die diesbezüglichen Ausführungen verwiesen wird.
[0064] Wie auch bei den oben beschriebenen Ausführungsbeispielen besitzt die Brechhebelanordnung
eine Gabelform. Von einem Handgriff 39 ragen gabelzinkenartig zwei parallel zueinander
verlaufende Brechhebel 38 ab. Zwischen den beiden Brechhebeln erstreckt sich die Getriebeanordnung,
mit der die Brechkraft voreinstellbar ist bzw. die Höhe des Schneidradträgers 4 einstellbar
ist. Zwischen den beiden Armen befindet sich somit ineinandergeschachtelt ein Höheneinstellschieber
20 und ein Kraftspeicherträger 15, wobei der Kraftspeicherträger 15 in Horizontalrichtung
und der Höheneinstellschieber 20 in Vertikalrichtung verlagerbar ist. Oberhalb des
Höheneinstellschiebers 20 befindet sich der ebenfalls zwischen den beiden Armen 38
angeordnete Schieber 75, der durch Betätigung des Schiebeknopfes 32 in Horizontalrichtung
verschoben werden kann, um die Höhe des Höheneinstellschiebers 20 einzustellen.
[0065] Der Brechkopf 37 ist hier mittels eines Schubhebels 41 unmittelbar an den Brechhebel
38 angelenkt. Die Anlenkstelle 41', an der der Schubhebel 41 am Brechhebel 38 angelenkt
ist, wird von einem seitlich abragenden Fortsatz des Brechhebels 38 ausgebildet.
[0066] Die beiden Führungselemente 85 bilden Lagerachsen 86 aus, die in topfförmigen Ausnehmungen
der Gehäuseschalen 52, 53 stecken. Die Gehäuseschalen 52, 53 bzw. das aus diesen bestehende
Getriebegehäuse befindet sich zwischen den beiden fest miteinander verbundenen Brechhebeln
38, die an ihren Enden Lageraugen 87 ausbilden, mit denen die Brechhebel 38 um die
Lagerachsen 86 drehgelagert sind.
[0067] Eine Erweiterungsplatte 55 besitzt ein Profilelement 57, welches mit einem Profilelement
56 der Grundplatte derart zusammenwirkt, dass die Profilelemente 56, 57 hakenartig
ineinandergreifen, so dass die Bodenplattenerweiterung 55 temporär am Bodenplattenrand
1' befestigbar ist. An der Unterseite der Bodenplattenerweiterung 55 befinden sich
Haken 88, mit denen die Bodenplattenerweiterung 55 an der Unterseite der Bodenplatte
1 befestigbar ist (siehe Fig. 22). Dabei greifen die Haken 88 jeweils in Rastausnehmungen
des Randes 1' der Bodenplatte 1 ein. Die in der Fig. 39 nach oben weisende Auflagefläche
der Bodenplattenerweiterung 55 weist dann nach unten.
[0068] Alle offenbarten Merkmale sind (für sich) erfindungswesentlich. In die Offenbarung
der Anmeldung wird hiermit auch der Offenbarungsinhalt der zugehörigen/beigefügten
Prioritätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollinhaltlich mit einbezogen, auch
zu dem Zweck, Merkmale dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender Anmeldung mit aufzunehmen.
Die Unteransprüche charakterisieren in ihrer fakultativ nebengeordneten Fassung eigenständige
erfinderische Weiterbildung des Standes der Technik, insbesondere um auf Basis dieser
Ansprüche Teilanmeldungen vorzunehmen.
Bezugszeichenliste:
| 1 |
Bodenplate |
1' |
Bodenplattenrand |
| 2 |
Führungsschiene |
3 |
Schlitten |
| 4 |
Schneidradträger |
5 |
Schneidrad |
| 6 |
Anschlag |
6' |
Anschlag |
| 7 |
Gegenanschlag |
8 |
Fliese |
| 8' |
Fliesenkante |
8" |
Fliesenkante |
| 9 |
Kraftspeicher |
9' |
Kraftspeicher |
| 10 |
Druckfeder |
10' |
Druckfeder |
| 11 |
Stößel |
11' |
Stößel |
| 12 |
Schneidradträgerarm |
13 |
Schwenkachse |
| 14 |
Kraftbeaufschlagungsarm |
15 |
Kraftspeicherträger |
| 16 |
Führungszapfen |
17 |
Führungsschlitz |
| 18 |
Koppelstange |
19 |
Kraftauswahl-Stellglied |
| 20 |
Höheneinstellschieber |
21 |
Führungslager |
| 22 |
Führungsstange |
23 |
Exzenterstift |
| 24 |
Auge |
25 |
Nocken |
| 26 |
Stufenanordnung |
27 |
Höhenauswahl-Stellglied |
| 28 |
Einstellschieber |
29 |
Zapfen |
| 30 |
Auge |
31 |
Drehknopf |
| 32 |
Schiebeknopf |
33 |
Führungsrolle |
| 34 |
Schienenträger |
35 |
Brechrippe |
| 36 |
Druckfeder |
37 |
Brechkopf |
| 38 |
Brechhebel |
39 |
Handgriff |
| 40 |
Lagerachse |
41 |
Schubhebel |
| 41' |
Schubhebelanlenkstelle |
42 |
Übertragungshebel |
| 42' |
Übertragungshebelanlenkstelle |
43 |
Schwenkachse |
| 44 |
Lenker |
44' |
Lenkeranlenkstelle |
| 45 |
Lenker |
46 |
Schwenkachse |
| 47 |
Lenker |
47' |
Lenkeranlenkstelle |
| 48 |
Führungsstift, Querzapfen |
49 |
Führungsschlitz |
| 50 |
Verzahnung |
50' |
Rastnocken |
| 51 |
Gegenverzahnung |
51' |
Rastmulde |
| 52 |
Gehäuseschale |
53 |
Gehäuseschale |
| 54 |
Auflagefläche |
55 |
Bodenplattenerweiterung |
| 56 |
Profilnut |
57 |
Profilrippe |
| 58 |
Randsteg |
59 |
Profilrippe |
| 60 |
Auflage |
61 |
Anschlagarm |
| 62 |
Queranschlag |
63 |
Schlitz |
| 64 |
Klemmglied, Drehknauf |
65 |
Klemmglied |
| 66 |
Schlitz |
67 |
Lagerzapfen |
| 68 |
Schenkelfeder |
68' |
Arm |
| 68" |
Arm |
69 |
Schaft |
| 70 |
Rastzapfen |
71 |
Rastöffnung |
| 72 |
Führungsschlitz |
73 |
Führungsschlitz |
| 74 |
Längsschlitz |
75 |
Übertragungsschieber |
| 76 |
Führungsrippe |
77 |
Stützschulter |
| 77' |
Stützschulter |
78 |
Stützflanke |
| 78' |
Stützflanke |
79 |
Zahnstange, Verzahnung |
| 80 |
Zahnrad |
81 |
Drehknopf |
| 82 |
Übertragungsschaft |
83 |
Rastklinke |
| 84 |
Rastausnehmung |
85 |
Führungselement |
| 86 |
Lagerachse |
87 |
Lagerauge |
| 88 |
Haken |
|
|
| S |
Schnittrichtung |
|
|
1. Fliesenschneider mit einer sich in der Gebrauchsstellung des Fliesenschneiders in
Horizontalrichtung erstreckenden Bodenplatte (1) zur Aufnahme einer Fliese (8) und
einem oberhalb der Bodenplatte (1) entlang einer Führung (2) in Horizontalrichtung
verschieblichen Schlitten (3), an dem ein ein Schneidmittel (5), insbesondere ein
Schneidrad, tragendes Lagerglied (20) höhenverstellbar gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlitten (3) unverschwenkbar an der Führung (2) geführt ist und das Lagerglied
(20) mittels eines Höhenauswahl-Stellgliedes (27) in verschiedenen Höhenlagen gegenüber
der Bodenplatte (1) festlegbar ist.
2. Fliesenschneider nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Lagerglied (20) einen Brechkopf (37) trägt, der durch Verschwenken eines Brechhebels
(38) in Richtung auf die Bodenplatte (1) verlagerbar ist.
3. Fliesenschneider nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Brechkopf (37) derart an das Lagerglied (20) gekoppelt ist, dass der Brechkopf
(37) zusammen mit dem Schneidmittel (5) bei einer Höhenverstellung des Lagergliedes
(20) höhenverlagert wird.
4. Fliesenschneider nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Brechhebel (38) um eine ortsfest dem Schlitten (3) zugeordnete Lagerachse (40)
verschwenkbar ist und über ein Lenkergetriebe (44, 45, 47) an einem am Lagerglied
(20) angelenkten Übertragungshebel (42) angreift, mit welchem der Brechkopf (27) an
das Lagerglied (20) gekoppelt ist.
5. Fliesenschneider nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Übertragungshebel (42) ein zweiarmiger Hebel ist, dessen von einer Anlenkstelle
(41') eines am Brechkopf (37) befestigten Schubhebels (41) ausgehender kurzer Hebelarm
(41', 43) am Lagerglied (20) angelenkt ist und dessen von der Anlenkstelle (41') ausgehender
lange Hebelarm (41', 42') mit dem Lenkergetriebe (44, 45, 47) verbunden ist.
6. Fliesenschneider nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der beim Schnitt schräg in Schnittrichtung weisende Brechhebel (38) beim Inwirkungbringen
des Brechkopfes (37) zunächst im Wege eines Freigangs entgegen der Schnittrichtung
in eine Aufrechtstellung bringbar ist und erst im Zuge einer Abwärtsbewegung des Handgriffs
(39) den Brechkopf (37) belastet.
7. Fliesenschneider nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Höhenauswahl-Stellglied (27) einen Drehknopf (81) ausbildet, welcher mit einem
Zahnrad (80) an einer Zahnstange (79) eines eine Stufenanordnung (26) aufweisenden
Schiebers (75) angreift.
8. Fliesenschneider nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Getriebegehäuse (52, 53) zwischen zwei Armen des Brechhebels (38) angeordnet
ist, wobei an den Führungsschienen (2) geführte Führungselemente (85), die fest mit
dem Getriebegehäuse (52, 53) verbunden sind, Lagerachsen (86) ausbilden, um die jeweils
ein Lagerauge (87) des Arms des Brechhebels (38) gelagert ist.
9. Fliesenschneider nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die vertikale Lage des Lagergliedes (20) mittels einer vom Höhenauswahl-Stellglied
(27) ausgebildeten verschieblichen Stufenanordnung (26) einstellbar ist.
10. Fliesenschneider nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Höheneinstellschieber (20) zwei Nocken (25) ausbildet, die sich an der Stufenanordnung
(26) abstützen, welche insbesondere eine gerundete Nockenstirnfläche besitzen, welche
sich jeweils in einer Mulde der Stufenanordnung abstützen.
11. Fliesenschneider nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Stufenanordnung (26) ein Einstellschieber (28) zugeordnet ist, der in Vertikalrichtung
insbesondere mit Hilfe eines Schiebeknopfes (3) verschiebbar ist, wobei der Einstellschieber
(28) zusammen mit dem Schiebeknopf (32) das Höhenauswahl-Stellglied (27) ausbildet.
12. Fliesenschneider nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Höheneinstellschieber (20) mittels Druckfedern (36) nach oben beaufschlagt ist.
13. Fliesenschneider nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch zwei Führungszapfen (16), die jeweils in einen horizontalen Führungsschlitz (17)
des Höheneinstellschiebers (20) greifen, mit denen ein Kraftspeicherträger (15) horizontal
verschieblich am Höheneinstellschieber (20) befestigt ist.
14. Fliesenschneider nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Kraftspeicherträger (15) in Horizontalrichtung verlagerbar ist.
15. Fliesenschneider nach einem der Ansprüche 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass ein vom Kraftspeicherträger (15) getragener Kraftspeicher (9, 9') den Schneidmittelträger
(4) in Vertikalrichtung beaufschlagt.