[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Förderung von bogenförmigem
Material, insbesondere Papier, Karton oder Folien, sowie ein Fördersystem mit wenigstens
einer Druckstrasse.
[0002] Im Druckereigewerbe werden Druckstrassen mit mehreren Arbeitsstationen verwendet,
mittels denen bogenförmiges Material bearbeitet werden kann. Beispielsweise werden
Bogen bedruckt, beschichtet, zugeschnitten, gerillt, perforiert und/oder gefaltet.
Eine Druckstrasse mit mehreren Arbeitsstationen ist beispielsweise aus der
JP4327996 bekannt. Druckstrassen dieser Art sind zumeist auf genau festgelegte Prozesse abgestimmt,
die in der Folge nicht verändert werden können, ohne die Struktur der Druckstrassen
zu ändern. Oft durchlaufen alle Bogen die Druckstrasse in gleicher Weise.
[0003] Aus der
US2007120934A1 ist ein System bekannt, welches einen ersten und einen zweiten Drucker umfasst, von
denen Bogen einem Mischmodul zugeführt werden, welches einen Blattrotor aufweist,
mittels dessen die Bogen um 90° gedreht werden können. Ferner sind Eingangspuffer
und Ausgangspuffer vorgesehen, aus denen die Bogen entnommen bzw. in die die Bogen
abgelegt werden. Mit diesem System ist es möglich, die Bogen von einer ersten Druckstrasse
in eine dazu senkrecht verlaufende zweite Druckstrasse zu überführen. Das Mischmodul
umfasst mehrere steuerbare Weichen und wenigstens einen Mischpfad, entlang dem die
Bogen zusammengeführt werden, und wenigstens einen Bypass-Pfad, entlang dem die Bogen
von einer ersten Arbeitsstation direkt zu einer zweiten Arbeitsstation geführt werden
können. Für die Realisierung der verschiedenen Pfade innerhalb des Systems ist eine
Vielzahl von Rollenpaaren vorgesehen, welche die Bogen entlang den gewählten Pfaden
führen. Fördervorrichtungen dieser Art sind daher mechanisch aufwändig gestaltet und
weisen trotz zusätzlicher Funktionen, insbesondere der By-pass-Funktion, eine relativ
geringe Flexibilität auf.
[0004] Nebst der aufwändigen Mechanik und den damit verbundenen Kosten resultiert für diese
Fördertechnik ein erheblicher Raumbedarf.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Vorrichtung
und ein verbessertes Verfahren zur Förderung von bogenförmigem Material zu schaffen.
Ferner ist ein verbessertes Fördersystem mit wenigstens einer Druckstrasse zu schaffen.
[0006] Insbesondere ist eine Vorrichtung zur Förderung von bogenförmigem Material zu schaffen,
die es erlaubt, zwei oder mehrere Förderpfade und Fördererfunktionen in einfacher
Weise und mit geringem Raumbedarf zu realisieren.
[0007] Ferner sollen zwei oder mehr Prozessfunktionen, wie eine Aufnahmefunktion, eine Ablagefunktion,
eine Mischfunktion, eine Sortierfunktion sowie eine Umlenkfunktion, in einfacher Weise
realisierbar sein. Ferner sollen mittels der erfindungsgemässen Fördervorrichtung
nicht nur eine Förderung, sondern auch eine Distribution des bogenförmigen Materials
sowie ein bidirektionaler Betrieb vorteilhaft realisierbar sein.
[0008] Das Prozessgut soll schonend behandelt und vorteilhaft bearbeitet und optisch abgetastet
werden können, um den Prozess optimal zu steuern.
[0009] Fördersysteme mit wenigstens einer Druckstrasse oder mit mehreren sich kreuzenden
Druckstrassen sollen einfacher, mit reduziertem Aufwand und mit reduziertem Raumbedarf
realisiert werden können.
[0010] Erfindungsgemässe Fördervorrichtungen sollen vorteilhaft an einer oder mehreren Stellen
der Druckstrasse eingesetzt werden können, um lokal eine oder mehrere der genannten
Prozessfunktionen zu realisieren. Eine Anpassung an verschiedene Prozessfunktionen
soll dabei lediglich eine Änderung des Betriebsmodus und der implementierten Software
möglich sein. Mittels der erfindungsgemässen Fördervorrichtung sollen Druckstrassen
daher mit geringem Aufwand aufgebaut und geändert werden können.
[0011] Diese Aufgabe wird mit einer Fördervorrichtung nach Anspruch 1, einem Fördersystem
noch Anspruch 10 und einem Verfahren nach Anspruch 13 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
der Erfindung sind in weiteren Ansprüchen angegeben.
[0012] Die Vorrichtung, die der Förderung von bogenförmigem Material, insbesondere Bogen
aus Papier, Karton oder Kunststoff, dient, umfasst Steuermittel zur Steuerung des
Förderprozesses, wenigstens ein Förderband mit darin vorgesehenen Luftkanälen und
wenigstens eine pneumatische Vorrichtung, die mit den Luftkanälen des Förderbandes
verbindbar ist, so dass von einer Aufnahmevorrichtung zugeführte Bogen pneumatisch
an das Förderband ankoppelbar und einer Abgabevorrichtung zuführbar sind.
[0013] Erfindungsgemäss sind die wenigstens eine Aufnahmevorrichtung und wenigstens zwei
Abgabevorrichtungen derart positioniert, dass die von einer der Aufnahmevorrichtungen
übernehmbaren Bogen pneumatisch an die Unterseite des Förderbandes ankoppelbar, transportierbar
und mittels der Steuermittel gesteuert von der Unterseite des Förderbandes abkoppelbar
und der ausgewählten Abgabevorrichtung zuführbar sind. Alternativ sind wenigstens
zwei Aufnahmevorrichtungen und die wenigstens eine Abgabevorrichtung derart positioniert,
dass die von einer der Aufnahmevorrichtungen übernehmbaren Bogen pneumatisch an die
Unterseite des Förderbandes ankoppelbar, transportierbar und mittels der Steuermittel
gesteuert von der Unterseite des Förderbandes abkoppelbar und der wenigstens einen
Abgabevorrichtung zuführbar sind.
[0014] Die erfindungsgemässe Fördervorrichtung ermöglicht einen vorteilhaften Transport
der Bogen, die wahlweise an verschiedenen Stellen aufgenommen, an der Unterseite des
Förderbandes angekoppelt transportiert, und wahlweise an verschiedenen Stellen von
der Unterseite des Förderbandes abgekoppelt und abgegeben werden können. Die erfindungsgemässe
Fördervorrichtung kann einer Arbeitsstation vorgeschaltet werden und Bogen von einem
Stapel bzw. einem Bogenpuffer entnehmen und der Arbeitsstation zuführen. Dieselbe
Fördervorrichtung kann der Arbeitsstationen auch nachgeschaltet werden und bearbeitete
Bogen erfassen, transportieren und wahlweise auf einem Stapel ablegen oder über eine
Abgabevorrichtung weiter zum Beispiel zu einer zweiten Arbeitsstation transportieren.
[0015] Mittels der erfindungsgemässen Fördervorrichtung können Bogen wahlweise von einer
von mehreren Quellen, insbesondere Bogenpuffern, erfasst und einer von mehreren Senken
oder Zielorten, insbesondere Bogenpuffern und Arbeitsstationen, zugeführt werden.
Bogen können auch zwischen mehreren Quellen, insbesondere Bogenpuffern, verschoben
werden, um Bogen zu sortieren. Dabei ist auch eine intelligente Sortierung vorteilhaft
realisierbar, bei der von einem Bogenpuffer entnommene Bogen identifiziert und in
Abhängigkeit der festgestellten Identität verarbeitet, beispielsweise einer bestimmten
Arbeitsstation oder einem bestimmten Bogenpuffer zugeführt werden. Auf diese Weise
gelingt es vorteilhaft, Bogen zu sortieren. Beispielsweise können Bogen gleicher Identität
in denselben Bogenpuffer abgelegt werden. Alternativ können Bogen aus verschiedenen
Bogenpuffern entnommen und in einer gewünschten Sequenz in einem weiteren Bogenpuffer
abgelegt werden. Die Reihenfolge einer Bogensequenz kann ohne zusätzlichen Aufwand
auch invertiert werden. Weiterhin kann ein Bogen, der von einer Arbeitsstation, beispielsweise
einem Drucker, abgeben wird, auch an einem oder mehreren Bogenpuffern vorbei direkt
zur nächsten oder übernächsten Arbeitsstation geführt werden.
[0016] Die erfindungsgemässe Fördervorrichtung ist daher universell an verschiedenen Punkten
einer Druckstrasse oder eines Fördersystems mit mehreren Druckstrassen, besonders
vorteilhaft auch an Kreuzungsstellen von Druckstrassen einsetzbar. Die Fördervorrichtung
kann wahlweise als Feeder, d.h. als Vorrichtung, welche Bogen von einem Stapel abzieht,
oder als Stacker, d.h. als Vorrichtung, welche Bogen einem Stapel zuführt, eingesetzt
werden. Aufgrund der universellen Einsetzbarkeit der erfindungsgemässen Fördervorrichtung
werden die traditionellen Bezeichnungen für die erfindungsgemässe Fördervorrichtung
jeweils entsprechend dem jeweiligen Einsatz gewählt. Sofern die erfindungsgemässe
Fördervorrichtung einem Drucker vorgeschaltet ist, ist die Fachbezeichnung "Feeder"
zutreffend. Sofern dieselbe Fördervorrichtung dem Drucker nachgeschaltet ist, ist
die Fachbezeichnung "Stacker" zutreffend. Sofern ein Mischbetrieb zwischen zwei Arbeitsstationen
erfolgt, wird die Fachbezeichnung "Feeder-Stacker" gewählt. Die Fördervorrichtung
kann nämlich auch wahlweise beide Funktionen ausführen, d.h. Bogen einem Stapel zuführen
und von diesem wieder abziehen. Ferner kann die Fördervorrichtung auch einen oder
mehrere Bogenpuffer aufweisen oder bedienen, an denen Bogen auch wahlweise vorbeigeführt
und an anderer Stelle abgeben werden, wodurch nebst den "Feeder"- und "Stacker"-Funktionen
zusätzlich eine "By-pass"-Funktion realisiert wird. Zwischen zwei Arbeitsstationen
kann somit vorteilhaft nur eine erfindungsgemässe Fördervorrichtung eingesetzt werden,
welche für die eine Arbeitsstation als Stacker und für die andere Arbeitsstation als
Feeder, oder wahlweise als Transfereinheit dient.
[0017] Mit der Fördervorrichtung können Bogen zudem bidirektional verschoben werden und
zwar an der Unterseite und/oder an der Oberseite sowie der Unterseite des Förderbandes.
D.h., ein an der Unterseite des Förderbandes gehaltener Bogen kann an der Unterseite
vor und zurück verschoben werden. In vorzugsweisen Ausgestaltungen können Bogen auch
von der Unterseite des Förderbandes zur Oberseite des Förderbandes bis zu einer ausgewählten
Stelle gefahren und dadurch um 180° gewendet werden. Dort können die Bogen abgekoppelt
und nach oben oder linear nach aussen weggeführt werden. In vorzugsweisen Ausgestaltungen
wird der bis zur Oberseite des Förderbandes geführte und dadurch gewendete Bogen nach
unten beispielsweise einem Bogenpuffer zugeführt. Dies ist besonders einfach möglich,
wenn der Bogen von zwei parallel zueinander ausgerichteten pneumatischen Förderbändern
gehalten wird, zwischen denen hindurch er nach unten geführt werden kann.
[0018] Bogen können vom Förderband gelöst werden, indem der zum Förderband transferierte
Luftstrom unterbrochen oder invertiert wird. Dadurch werden die Bogen nicht nur vom
Förderband entkoppelt, sondern nach unten oder oben befördert. Damit der Bogen rasch
zum Zielort gelangt, wird vorzugsweise zusätzlich ein Transfergebläse eingesetzt,
dessen Luftstrahl den Bogen rasch auf einem Empfänger, zum Beispiel einem Bogenpuffer
abgelegt.
[0019] Das Ablösen der Bogen vom Förderband oder das Aufnehmen von Bogen von einem Bogenpuffer
kann ferner anhand mechanischer Mittel, beispielsweise Hebelarmen erfolgen, die einen
Bogen erfassen und anheben oder absenken. Zum Anheben von Bogen werden vorzugsweise
Hebelarme eingesetzt, die mit Saugelementen versehen sind. Alternativ kann für das
Aufnehmen oder Ablegen von Bogen auch der Bogenpuffer angehoben oder das Förderband
oder die parallelen Förderbänder abgesenkt werden.
[0020] Besonders vorteilhaft kann ferner ein Schacht oberhalb eines Bogenpuffers angeordnet
werden, in den hinein die Bogen fallen gelassen werden. Nachdem ein Bogen vom Förderband
zum Schachteingang transportiert wurde, wird der Luftstrom in den Luftkanälen des
Förderbandes invertiert und der pneumatisch gehaltene Bogen abgekoppelt und in den
Schacht geblasen.
[0021] In einer weiteren vorzugsweisen Ausgestaltung werden mehrere Förderbänder seriell
hintereinander angeordnet, so dass diese vorzugsweise zeitgleich unterschiedliche
Funktionen erfüllen können. Vorzugsweise wird eines der Förderbänder derart ausgestaltet,
vorzugsweise vertikal verschiebbar gelagert, dass es Bogen aufnehmen und ablegen kann.
Dieses Förderband wird vorzugsweise an die maximale Bogenlänge angepasst und mittels
optischer Sensoren überwacht. Sobald die vollständige Einfahrt eines Bogens auf das
Förderband signalisiert wird, kann das Förderband auf einen Bogenpuffer abgesenkt
und der Bogen entkoppelt werden.
[0022] In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung umfasst die Fördervorrichtung eine
Rotationseinheit, welche zugeführte Bogen erfassen und um einen beliebigen Winkel,
vorzugsweise um +/- 90° und 180° drehen kann. Gedrehte Bogen können in der Folge in
derselben Druckstrasse weiter verarbeitet oder in eine weitere Druckstrasse überführt
werden.
[0023] Dabei kann eine Rotationseinheit seriell mit einem weiteren Förderband gekoppelt
werden. Dazu wird eine Rotationseinheit vorgesehen, welche eine drehbar gelagertes
pneumatisches Förderband aufweist, welches beispielsweise an der Kreuzung von zwei
Druckstrassen alternierend in den einen oder anderen Förderweg eingefügt wird. I
[0024] Alternativ kann die Rotationseinheit mit einem Förderband zusammenwirken und von
dessen Unterseite entkoppelte Bogen erfassen, drehen und wieder an die Unterseite
des Förderbandes abgeben. Entlang der ersten Druckstrasse geführte und gedrehte Bogen
können an der Kreuzung der ersten mit einer zweiten Druckstrasse vorteilhaft in einem
Bogenpuffer abgelegt und wieder erfasst und entlang der zweiten Druckstrasse weiterbefördert
werden.
[0025] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist das wenigstens eine Förderband, welches
mit Luftkanälen versehen ist, von zwei Wellen gehalten, von denen wenigstens eine
als pneumatische Welle ausgestaltet ist und dazu einen Hohlraum mit einem oder mehreren
Luftkanälen aufweist. Die pneumatische Welle ist derart mit der pneumatischen Vorrichtung
verbunden, dass Luft vorzugsweise wahlweise in die eine oder die andere Richtung durch
die pneumatische Welle transferierbar ist, um einen Bogen anzusaugen oder abzustossen.
Auf diese Weise resultieren verschiedene zusätzliche Möglichkeiten zur vorteilhaften
Förderung der Bogen.
[0026] Vorzugsweise ist zumindest ausgangsseitig am Förderband eine pneumatische Welle angeordnet,
die eine Weiche oder einen Teil davon bildet. Durch Steuerung der Luftzufuhr durch
die pneumatische Welle anhand der Steuermittel können Bogen
- a) durch Luftausstoss frontseitig nach unten gedrückt und vom Förderband gelöst werden;
oder
- b) durch Ansaugen von Luft um die pneumatische Welle geführt und abgelenkt oder gegebenenfalls
an der Oberseite des Förderbandes zurückgeführt werden; oder
- c) ohne oder minimalem Luftausstoss vom Förderband gelöst und geradeaus weiter transportiert
werden.
[0027] Auf diese Weise können Bogen derart vom Förderband gelöst werden, dass sie durch
Luftausstoss zu einem Bogenpuffer geführt werden, durch Ansaugen von Luft beliebig
umgelenkt oder zurückgeführt werden, oder durch Unterbruch der Luftzufuhr geradeaus
zum Beispiel zu einem weiteren Förderband oder zur nächsten Arbeitsstation geführt
werden. Durch Umlenkelemente oder durch Dosierung der Luftzufuhr in allen drei Varianten
kann die Weichenfunktion optimiert und insbesondere an das Gewicht der Bogen angepasst
werden.
[0028] Mittels der erfindungsgemässen Fördervorrichtung kann somit ein Fördersystem mit
einer oder mehreren Druckstrassen besonders einfach und kompakt aufgebaut werden.
Erfindungsgemässe Fördervorrichtungen können zwischen den Arbeitsstationen eingefügt
und an diese adaptiert werden. Vorzugsweise ist eine Schnittstelle vorgesehen, welche
es der erfindungsgemässen Fördervorrichtung erlaubt, mit den benachbarten Arbeitsstationen
zu kommunizieren und Daten auszutauschen. Anhand dieser Daten kann die Fördervorrichtung
automatisch konfiguriert werden. Ferner können anhand dieser Daten auch die Arbeitsprozesse
gesteuert werden. Vorzugsweise ist für das Fördersystem eine übergeordnete Steuervorrichtung
vorgesehen, welche alle Abläufe und Prozesse kontrolliert und steuert. Dabei ist es
auch möglich innerhalb eines Fördersystems nur Teilprozesse zu fahren. Der Anwender
kann einzelne erfindungsgemässe Fördervorrichtungen bzw. deren Bogenpuffer beladen
oder entladen und nur die nachgeschalteten oder vorgeschalteten Arbeitsstationen betreiben.
[0029] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigt:
- Fig. 1
- ein Fördersystem 1000 mit zwei sich kreuzenden Druckstrassen 100A, 100B, die mit erfindungsgemässen
Fördervorrichtungen 1A, ..., 1F, ausgerüstet sind, mittels denen Bogen 9 zwischen
Bogenpuffern B und Arbeitsstationen W1, ..., W8 wahlweise verschoben werden können;
- Fig. 2
- die erste erfindungsgemässe Fördervorrichtung 1A von Figur 1, welche die erste und
die zweite Arbeitsstation W1, W2 miteinander verbindet und einen Fördermechanismus
10 sowie zwei Bogenpuffer BA1, BE2 umfasst, die seriell hintereinander anliegen;
- Fig. 3
- den Fördermechanismus 10 der Fördervorrichtung 1 von Figur 2 in einer vorzugsweisen
Ausgestaltung;
- Fig. 4
- eine Druckstrasse 100 mit den beiden Arbeitsstationen W1, W2 von Figur 2, die zwischen
drei identischen erfindungsgemässen Fördervorrichtungen 1A, 1B, 1C angeordnet sind,
die je nur einen Bogenpuffer BE1, BA1 bzw. BE2, BA2, aufweisen;
- Fig. 5
- die zweite Arbeitsstation W2 von Figur 2, der drei seriell miteinander verbundene
erfindungsgemässe Fördervorrichtungen 1A, 1B, 1C vorgeschaltet und eine erfindungsgemässe
Fördervorrichtung 1D nachgeschaltet sind;
- Fig. 6
- eine erfindungsgemässe Fördervorrichtung 1, in einer bevorzugten Ausgestaltung, in
der Bogen 9 beliebig gedreht und gewendet und auf einer beliebigen Seite der Fördervorrichtung
1 abgegeben werden;
- Fig. 7a, 7b
- zwei Darstellungen eines vorzugsweise ausgestalteten Fördermechanismus 10, der eine
pneumatische Vorrichtung 3A mit einer pneumatischen Einheit 30 aufweist, die sowohl
mit dem pneumatischen Förderband 2A als auch mit zwei pneumatischen Wellen 21AP, 22AP verbunden oder verbindbar ist, mittels denen das Förderband 2A gehalten ist; und
- Fig. 8
- ein aus zwei gegeneinander verschiebbaren Teilen 2A1, 2A2 gebildetes Förderband 2A.
[0030] Figur 1 zeigt ein Fördersystem 1000 mit zwei sich kreuzenden Druckstrassen 100A,
100B. Die erste Druckstrasse 100A ist mit vier Arbeitsstationen W1, W2, W3, W4, vier
erfindungsgemässen Fördervorrichtungen 1A, 1B, 1C, 1D sowie mit Bogenpuffern B
E1, B
A1, B
E2, B
A2, B
A6, B
E3, B
E4, und B
A4 ausgerüstet, die vorzugsweise alle in die zugehörigen Fördervorrichtungen 1A, 1B,
1C, 1D integriert sind. Die zweite Druckstrasse 100B ist mit vier Arbeitsstationen
W5, W6, W7, W8, drei erfindungsgemässen Fördervorrichtungen 1E, 1B, 1F sowie mit Bogenpuffern
B
E5, B
A6, B
A2 und B
E8 ausgerüstet, die vorzugsweise alle in die zugehörigen Fördervorrichtungen 1E, 1B,
1F integriert sind.
[0031] Eine der Fördervorrichtungen 1B sowie zwei darin integrierte Bogenpuffer B
A2, B
A6 sind an der Kreuzungsstelle beider Druckstrassen 100A, 100B angeordnet. Beide Bogenpuffer
B
A2, B
A6 können wahlweise in die Prozesse oder Teilprozesse beider Druckstrassen 100A, 100B
eingebunden werden. Der Anwender kann daher anhand aller verfügbaren Teilprozesse
wahlweise Produktionsprozesse definieren, anhand derer Bogen 9 bearbeitet werden können.
[0032] In Figur 1 sind exemplarisch drei Produktionsprozesse P1, P2, P3 eingezeichnet. Mit
dem ersten Produktionsprozess P1 werden Bogen 9 in der ersten Druckstrasse 100 A vom
Bogenpuffer B
E1 der ersten Arbeitsstation W1, beispielsweise einem Drucker, zugeführt, an dessen
Ausgang die bedruckten Bogen 9 von der ersten Fördervorrichtung 1A erfasst und mit
der Bypass-Funktion an den Bogenpuffern B
A1, B
E2 vorbei zur zweiten Arbeitsstation W2 geführt werden. Die von der zweiten Arbeitsstation
W2 abgegebenen Bogen werden von einer zweiten erfindungsgemässen Fördervorrichtung
1B, welche an der Kreuzung der ersten und zweiten Druckstrasse 100A, 100B liegt, erfasst
und in einem Bogenpuffer B
A2 abgelegt. Im zweiten Bogenpuffer B
A2 werden z.B. Bogen 9 abgelegt, die entweder für die Weiterverarbeitung in der ersten
oder zweiten Druckstrasse 100A, 100B bereitgehalten werden, oder die geprüft wurden
und aufgrund eines erkannten Fehlers nicht weiter befördert werden. Der Bogenpuffer
B
A2 kann somit als "Stacker" für die zweite Arbeitseinheit W2 und als "Feeder" für die
nächstfolgende Arbeitseinheit W7 in der zweiten Druckstrasse 100B verwendet werden,
wie dies der Verlauf des Produktionsprozesses P2 zeigt. Damit die zugeführten Bogen
9 der Arbeitsstation W7 korrekt zugeführt werden können, weist die zweite Fördervorrichtung
1B Mittel auf, mittels denen die Ausrichtung der Bogen 9 bedarfsweise, vorzugsweise
schrittweise um 90° geändert werden kann.
[0033] Mit dem dritten Produktionsprozess P3 werden Bogen 9 wahlweise von der ersten Arbeitsstation
W1 oder von einem der beiden Bogenpuffer B
A1, B
E2 erfasst und der zweiten Arbeitseinheit W2 zugeführt. Von der zweiten Arbeitseinheit
W2 werden die Bogen 9 zur zweiten Fördervorrichtung 1B geführt, welche die Bogen 9
einer Fördervorrichtung 1E übergibt, die innerhalb der zweiten Druckstrasse 100B angeordnet
ist. Die Bogen 9 werden von der zweiten Fördervorrichtung 1B zu einer fünften Arbeitsstation
W5 und weiter zu einer nachfolgenden sechsten Arbeitsstation W6 und zurück zur zweiten
Fördervorrichtung 1B geführt. Zwei erfindungsgemässe Fördervorrichtungen 1B, 1E können
anhand von Förderbändern somit auch direkt miteinander verbunden werden, um eine oder
mehrere Arbeitsstationen W5, W6 oder eine anderweitige Distanz zu überbrücken.
[0034] In Figur 6 ist die zweite Fördervorrichtung 1B gezeigt, bei der Bogen 9D von einem
Rollenpaar 12D nach oben einem Förderband 2T geführt werden, welches vorzugsweise
Teil einer erfindungsgemässen Fördervorrichtung 1T ist. Über dieses Förderband 1T
können die Bogen 9 von der zweiten Fördervorrichtung 1B zur Fördervorrichtung 1E transferiert
werden. Der weitere Verlauf des Produktionsprozesses P3 führt die Bogen 9 zu den Arbeitsstationen
W3 und W4 sowie zu den weiteren erfindungsgemässen Fördervorrichtungen 1C und 1D.
[0035] Figur 2 zeigt die erste erfindungsgemässe Fördervorrichtung 1A von Figur 1, welche
die erste Arbeitsstation W1, zum Beispiel ein Drucker, und die zweite Arbeitsstation
W2, zum Beispiel eine Beschichtungsvorrichtung oder eine Faltvorrichtung, miteinander
verbindet. In dieser Ausgestaltung weist die Fördervorrichtung 1A den in Figur 3 gezeigten
Fördermechanismus 10 auf, welcher zwei seriell hintereinander geschaltete Förderbänder
2A, 2B umfasst, mittels denen Bogen 9 von der ersten zur zweiten Arbeitsstation W1,
W2 geführt oder wahlweise auf einem von zwei Bogenpuffern B
A1, B
E2 abgelegt wird. Alternativ können Bogen 9 wahlweise von einem der beiden Bogenpuffer
B
A1, B
E2 aufgenommen und zur zweiten Arbeitsstation W2 transportiert werden.
[0036] Die Förderbänder 2A, 2B sind mit Luftkanälen 200 versehen und je von zwei Wellen
21A, 22A bzw. 21B, 22B gehalten. Ferner sind pneumatische Vorrichtungen 3A, 3B vorgesehen,
die an eine der Luftversorgung dienende pneumatische Einheit 30 angeschlossen sind.
Ferner ist eine pneumatischen Einheit 30 mit pneumatischen Leitungen 31, 32 vorgesehen,
von denen Luft mit Überdruck oder unter Druck eine einen Luftüberdruck und die andere
einen Luftunterdruck aufweist, zu Steuereinheiten 51, ..., 56 geführt, die mittels
einer Steuervorrichtung 7 betätigbar sind. Mittels der Steuereinheiten 51, ..., 56,
die Stellorgane und Ventile umfassen, kann eine der pneumatischen Leitungen 31, 32
mit einer Ausgangsleitung 33 verbunden werden. Die Ausgangsleitungen 33 der Steuereinheiten
52 und 55 sind mit den pneumatischen Vorrichtungen 3A, 3B verbunden, über die Luft
durch die Luftkanäle 200 im Förderband 2A bzw. 2B an gesaugt oder ausgeblasen wird.
Die Steuereinheiten 51, ..., 56 können auch in einem Aggregat zusammengefasst werden.
[0037] Die Steuereinheiten 51 und 53 sowie 54 und 56 sind mit Ausgangsleitungen 33 verbunden,
welche den Wellen 21A, 22A bzw. 21B, 22B der beiden Förderbänder 2A, 2B zugeführt
werden. Von den durch die Steuervorrichtung 7 über Steuerleitungen 71 gesteuerten
Steuereinheiten 51, ..., 56 kann daher wahlweise Luft durch die pneumatischen Wellen
21A, 22A bzw. 21B, 22B und durch die Förderbänder 2A, 2B ausgeblasen oder angesaugt
werden. Auf diese Weise können Bogen 9 mit den Förderbändern 2A, 2B und den pneumatischen
Wellen 21A, 22A bzw. 21B, 22B und gekoppelt oder davon entkoppelt werden. Diese Vorgänge
werden in Abhängigkeit der Position der transportierten Bogen 9 durchgeführt, weshalb
Sensoren 41, 42 vorgesehen sind, mittels denen die Position der Bogen 9 vorzugsweise
optisch feststellbar ist. Die Messsignale werden von den Sensoren 41, 42 über eine
Messleitung 72 der Steuervorrichtung 7 zugeführt. Üblicherweise wird das Erscheinen
des frontseitigen oder rückseitigen Randes eines Bogens 9 detektiert, um eine entsprechende
Aktivität auszulösen.
[0038] Ein von der ersten Arbeitsstation W1 bzw. von einem Ausgangsrollenpaar 81 der Arbeitsstation
W1 abgegebener Bogen 9 wird erfindungsgemäss der Unterseite des ersten Förderbandes
2A zugeführt und kann dort vom Förderband 2A, gegebenenfalls zuvor von der pneumatischen
Welle 21A erfasst und weiter transportiert werden. In gleicher Weise kann der vom
ersten Förderband 2A transportierte Bogen 9 an die Unterseite des zweiten Förderbandes
2B übergeben werden. Zur Abkopplung des Bogens 9 kann der Luftstrom durch das Förderband
2A oder 2B oder durch die pneumatischen Wellen 22A, 22B invertiert werden.
[0039] Damit die Aufnahme und Ablage der Bogen 9 von den Bogenpuffern B
A1, B
E2 vollzogen werden kann, sind diese mit einem der Aufnahme eines Stapels dienenden
Tisch versehen, welcher mittels einer schematisch gezeigten Antriebsvorrichtung 16A,
16B angehoben oder abgesenkt werden kann. Dadurch kann der gehaltene Stapel mit Bogen
9 nach oben gegen das erste oder zweite Förderband 2A, 2B verschoben werden, um einen
Bogen 9 aufzunehmen, und dann wieder abgesenkt werden, um den Stapel mit Bogen 9 vom
Förderband 2A, 2B vollständig zu entkoppeln. Zur Messung des Abstandes zwischen den
Förderbändern 2A, 2B und der Oberkante der gestapelten Bogen sind Sensoren 43 vorgesehen,
welche der Steuervorrichtung 7 das Erreichen des idealen Abstandes von den Förderbändern
2A, 2B signalisieren.
[0040] Damit die Bogen 9 einheitlich gestapelt werden, ist ein aktives oder passives Führungselement
18 vorgesehen, welches am Stapel anliegt oder gegen diesen geführt werden kann, um
die Bogen 9 frontseitig und/oder seitlich bündig auszurichten.
[0041] Gestapelte Bogen 9 können anschliessend von den Bogenpuffern B
A1, B
E2 entnommen und mittels der Fördervorrichtung 2B über ein Ausgangsförderteil 12 zum
Beispiel über ein Eingangsrollenpaar 82 der nächsten Arbeitsstation W2 zugeführt werden.
Ein von der ersten Arbeitsstation W1 zugeführter Bogen 9 kann zudem auch direkt an
die zweite Arbeitsstation W2 weitergeführt werden.
[0042] Figur 4 zeigt eine Druckstrasse 100 mit den beiden Arbeitsstationen W1, W2 von Figur
2, die zwischen drei identischen erfindungsgemässen Fördervorrichtungen 1A, 1B, 1C
angeordnet sind, die je nur einen Bogenpuffer B
E1, B
A1 bzw. B
E2, B
A2, und nur eine Förderband 2A aufweisen. Figur 4 illustriert, dass erfindungsgemässe
Fördervorrichtungen 1A, 1B, 1C beliebig einsetzbar sind. Die erste Fördervorrichtung
1A dient als Feeder für die erste Arbeitsstation W1. Die zweite Fördervorrichtung
1B dient als Stacker für die erste Arbeitsstation W1 und gleichzeitig als Feeder für
die zweite Arbeitsstation W2. Die dritte Fördervorrichtung 1C dient als Stacker für
die zweite Arbeitsstation W2. Die Bogenpuffer B
E1, B
A1 bzw. B
E2, B
A2 der drei Fördervorrichtungen 1A, 1B, 1C erfüllen die entsprechenden Funktionen.
[0043] In Figur 4 ist ferner gezeigt, dass die Fördervorrichtungen 1A, 1B, 1C und die Arbeitsstationen
W1, W2 je mit einer lokalen Steuereinheit P
1A, P
1B, P
1C bzw. P
W1, P
W2 versehen sind. Die lokalen Steuereinheiten P
1A, P
1B, P
1C bzw. P
W1, P
W2 benachbarter Einheiten 1A, W1; W1, 1B; 1B, W2 der Druckstrasse 100 sind in dieser
vorzugsweisen Ausgestaltung über Kommunikationsmittel, wie einen Datenbus, direkt
miteinander verbunden. In dieser vorzugsweisen Ausgestaltung sind die lokalen Steuereinheiten
P
1A, P
1B, P
1C bzw. P
W1, P
W2 zudem über einen Datenbus mit einer zentralen Steuereinheit 1100 verbunden. Die lokalen
Steuereinheiten P
1A, P
1B, P
1C der Fördervorrichtungen 1A, 1B, 1C können daher Daten direkt oder indirekt von benachbarten
Einheiten, wie benachbarten Arbeitsstationen W1, W2 oder auch benachbarten erfindungsgemässen
Fördervorrichtungen 1 abfragen und sich entsprechend konfigurieren. Die Kommunikation
erfolgt vorzugsweise drahtlos z.B. anhand der Protokolle eines mobilen Kommunikationssystems,
wie des Bluetooth-Systems. Die Fördervorrichtungen 1A, 1B, 1C und die Arbeitsstationen
W1, W2 können nach Kontaktaufnahme ein (Ad hoc) Netzwerk bilden und gegebenenfalls
auch drahtlos mit der zentralen Steuereinheit kommunizieren.
[0044] Dabei ist es möglich, dass entsprechende Protokolle und Steuerprotokolle geladen
werden. Zusätzlich können auch Justierungen oder Anpassungen der Hardware bzw. des
Fördermechanismus 100 automatisch vollzogen werden. Beispielsweise erkennen die Fördervorrichtungen
1 die Einstellungen der Arbeitsstationen W1, W2 oder die verwendeten Formate der Bogen
9 und nehmen automatisch die erforderlichen Einstellungen vor. Beispielsweise wird
der Abstand zwischen den Förderbändern 2
A1 und 2
A2 der Fördervorrichtung von Figur 8 automatisch eingestellt.
[0045] Figur 5 zeigt die zweite Arbeitsstation W2 von Figur 2, der drei seriell miteinander
verbundene erfindungsgemässe Fördervorrichtungen 1A, 1B, 1C vorgeschaltet und eine
erfindungsgemässe Fördervorrichtung 1D nachgeschaltet sind. Die Fördervorrichtungen
1A, 1B, 1C, die als Feeder für die Arbeitsstation W2 dienen, erlauben es, Bogen 9
zu sortieren, bevor sie der Arbeitsstation W2 zugeführt werden. Beispielsweise werden
Bogen 9 alternierend von den ersten beiden Fördervorrichtungen 1A, 1B entnommen und
der dritten Fördervorrichtung 1C zugeführt. In der der Arbeitsstation W2 nachgeschalteten
Fördervorrichtung 1D werden die Bogen 9 gestapelt. Es ist illustriert, dass dies besonders
einfach mit einem Schacht 8 erfolgen kann, in den die zugeführten Bogen 9 eingeworfen
werden können. Dies kann mit einem Luftstrom unterstützt werden, der von der pneumatischen
Vorrichtung 3A abgegeben oder aus dem Schacht 8 hinaus geführt wird, um ein Vakuum
zu erzeugen. Zumindest eine der Seitenwände kann verschiebbar sein, um die Bogen 9
auf dem Stapel seitlich und frontseitig bündig auszurichten.
[0046] Figur 6 zeigt die zweite erfindungsgemässe Fördervorrichtung 1B von Figur 1, in einer
erweiterten Ausgestaltung. Bei dieser Ausgestaltung können Bogen 9 beliebig gedreht
und gewendet und auf einer beliebigen Seite der Fördervorrichtung 1B abgegeben werden.
Die Fördervorrichtung 1B weist ein erstes zentrales Förderband 2a auf, welches Bogen
9, die über das Eingangsförderteil 11 zugeführt oder vom Bogenpuffer B aufgenommen
werden, direkt oder über weitere Förderbänder 2B, 2C vier verschiedenen Ausgangsrollenpaaren
12A, 12B, 12C, 12D zuführen kann. Über die Ausgangsrollenpaare 12A und 12C werden
die Bogen 9A und 9C frontseitig abgegeben. Über das Ausgangsrollenpaar 12C werden
die Bogen 9B seitlich ausgegeben. Über das Ausgangsrollenpaar 12D werden die Bogen
9D nach oben einer weiteren Fördervorrichtung 1T bzw. einem Förderband 2T zugeführt,
welches die Bogen 9D zu einem beliebigen Punkt des Fördersystems 1000 transportieren
und eine entsprechende Länge aufweisen kann.
[0047] Es ist gezeigt, dass das erste Förderband 2A ausgangsseitig eine pneumatische Welle
22A
P aufweist, die über Versorgungsleitungen 31, 32 bzw. 33 und ein Aggregat 50 mit pneumatischen
Steuereinheiten 51, 52, 53, ... mit der pneumatischen Einheit 30 verbunden ist. Durch
die pneumatische Welle 22A
P kann ein Luftstrom in die eine oder andere Richtung hindurch geführt werden, um Bogen
gegen die pneumatische Welle 22A
P anzusaugen oder abzustossen. Sofern keine Luft durch die pneumatische Welle 22A
P hindurchgeführt wird, werden Bogen 9 ohne Richtungsänderung geradeaus befördert.
Die pneumatische Welle 22A
P bildet daher eine Weiche, mittels der Bogen 9 nach unten zum Bogenpuffer B, geradeaus
zum zweiten Förderband 2B oder nach oben zum dritten Förderband 2C oder zum Ausgangsrollenpaar
12D geführt werden können. Es ist gezeigt, dass frontseitig am dritten Förderband
2C ein Eingangsförderteil bzw. eine pneumatische Welle 11P vorgesehen ist, mittels
der Bogen 9 angesaugt und der Unterseite des Förderbandes 2C zugeführt oder auch abgestossen
werden können, so dass sie zum Ausgangsrollenpaar 12D geführt werden. Ferner ist gezeigt,
dass Bogen 9E auch um 180° um die pneumatische Welle 22A
P geführt und an der Oberseite des ersten Förderbandes 2A zurückgeführt und eingangsseitig
wieder abgegeben werden können. Alternativ können die gewendeten Bogen 9E von der
Oberseite eines Paares von Förderbändern 2A
1, 2A
2 auch nach unten auf einen Bogenpuffer B befördert werden. In Figur 8 ist gezeigt,
dass zwischen den Förderbändern 2A
1, 2A
2 ein Luftstrom eingeführt werden kann, um die Bogen 9E zwischen den Förderbändern
2A
1, 2A
2 hindurch nach unten zu drücken. Auf diese Weise können die Bogen 9E mit der Unterseite
nach oben ausgerichtet auf dem Bogenpuffer B abgelegt werden.
[0048] Pneumatische Wellen 22A
P und 11P können daher vorteilhaft mit den Förderbändern 2A, 2B und 2C der erfindungsgemässen
Fördervorrichtung 1, 1B kombiniert werden, um die Ankopplung und Abkopplung von Bogen
9 gezielt zu steuern und den Transportweg der Bogen 9 einzustellen. Dabei sind die
Luftströme durch das Förderband 2A und die pneumatische Welle 22A
P beliebig kombinierbar. Während das Förderband 2A einen Bogen 9 anzieht, kann dieser
von der pneumatischen Welle 22A
P abgestossen werden. Ferner kann können die Luftströme durch das Förderband 2A und
die pneumatischen Welle 22A
P synchronisiert werden. Ferner kann auch nur durch das Förderband 2A oder durch die
pneumatische Welle 22A
P ein Luftstrom in beliebiger Richtung geführt werden. Weiterhin können pneumatische
Wellen als Hilfswellen verwendet werden, um Bogen 9 in eine jeweils gewählte Richtung
zu fördern.
[0049] Die Fördervorrichtung 1B von Figur 6 weist ferner eine Rotationseinheit R auf, welche
es erlaubt, die Ausrichtung eines Bogens 9 in der Ebene beliebig zu ändern. Um die
Bogen 9 in die zweite Druckstrasse 100B zu überführen, werden die Bogen vorzugsweise
um +/- 90° gedreht.
[0050] Eine Rotationseinheit R kann dabei mit einem drehbaren Förderband 2R ausgerichtet
werden, welches von einem ersten Förderband 2X zugeführte Bogen 9 übernimmt, um einen
beliebigen Winkel dreht und an ein zweites Förderband 2X abgibt. Eine Rotationseinheit
R in dieser Ausgestaltung kann an der Kreuzung der beiden in Figur 1 gezeigten Druckstrassen
100A, 100B eingesetzt werden. Eine erfindungsgemässe Fördervorrichtung kann daher
mit einem einzigen drehbaren Förderband 2R oder mit mehreren Förderbändern 2A, 2B,
2C, 2R ausgerüstet werden, von denen eines drehbar ist. Bei der Fördervorrichtung
1B von Figur 6 kann das Förderband 2A daher vollständig durch das Förderband 2R ersetzt
werden.
[0051] In der gezeigten Ausgestaltung ist das Förderband 2R hingegen unterhalb des Förderbandes
2A angeordnet und kann Bogen 9 von der Unterseite des Förderbandes 2A übernehmen,
drehen und wieder an das Förderband 2A abgeben. Zu diesem Zweck kann auch ein einfacher
ausgestalteter Drehteller 152 eingesetzt werden, mittels dessen Bogen angesaugt und
gedreht werden können. Die Rotationseinheit R weist einen Rotor 151 auf, welcher von
einem Motor 150 angetrieben wird. Die Übergabe von Bogen 9 erfolgt gesteuert von der
Steuervorrichtung 7, welche mit Sensoren 40 verbunden ist, welche die Position der
Bogen 9 signalisieren. Für die Übergabe der Bogen 9 wird das Förderband 2A vorzugsweise
kurz angehalten und der Luftstrom durch das Förderband 2A invertiert, so dass ein
Bogen 9 an die Rotationseinheit R abgegeben werden kann.
[0052] Die Figuren 7a und 7b zeigen zwei Darstellungen eines vorzugsweise ausgestalteten
Fördermechanismus 10, der eine pneumatischen Einheit 30 aufweist, die mit zwei pneumatischen
Wellen 21A
P, 22A
P und einer pneumatischen Vorrichtung 3A verbunden ist, welche Luft durch den Teil
des Förderbandes 2A ansaugt, welcher an den Unterseiten der pneumatischen Wellen 21A
P, 22A
P anliegt.
[0053] In Figur 7a ist die Zufuhr von Druckluft (Überdruck oder Unterdruck) zur pneumatischen
Welle 21A
P gezeigt. Die eine axial verlaufende Öffnung 221 aufweist, in die eine Druckleitung
33, zum Beispiel ein Rohr eingefügt wird. Die Luft kann in der Folge durch Öffnungen
212 austreten, die radial an der pneumatischen Welle 21A
P vorgesehen sind, die von einem Motor 25 angetrieben wird. Mit Pfeilen ist symbolisiert,
dass Luft durch die pneumatischen Wellen 21A
P, 22A
P und durch das Förderband 2A radial nach aussen ausgestossen oder radial nach innen
angesaugt werden kann.
[0054] In der gezeigten Ausgestaltung weist der Fördermechanismus 10 zudem einen Antriebsmotor
250 auf, welcher eine Spindel 255 dreht, mittels der das Förderband 2A vertikal nach
unten oder nach oben verschoben werden kann, um Bogen 9 aufzunehmen oder abzugeben.
Figur 7b zeigt die pneumatische Einheit 30, welche von einem Motor 35 angetrieben
wird.
[0055] Figur 8 zeigt ein Förderband 2A mit zwei parallel zueinander ausgerichteten Förderbändern
2A
1, 2A
2, die mittels einer Antriebsvorrichtung 26 gegeneinander verschiebbar sind. Jedes
der Förderbänder 2A
1, 2A
2 weist ein mit Luftkanälen versehenes Band auf, welches eine pneumatische Vorrichtung
3A
1, 3A
2 umläuft, von der Luft angesaugt oder ausgeblasen werden kann. Ein Bogen 9, kann daher
von der Unterseite oder der Oberseite der Förderbänder 2A
1, 2A
2 entkoppelt werden.
[0056] Ferner ist eine Führungseinheit 18 mit einer Halterung 180 gezeigt, an der seitlich
und frontseitig Stellelemente 181, 182 verschiebbar gehalten sind. Vorzugsweise ist
mit jedem der Teile 2A
1, 2A
2 eine Führungseinheit 18 verbunden, die mit Verschiebung der beiden Teile 2A
1, 2A
2 automatisch an die Breite der Bogen 9 angepasst werden.
Bezugszeichenliste:
[0057]
- B
- Bogenpuffer
- R
- Rotationseinheit
- P
- Lokale Steuereinheiten
- W
- Arbeitsstation
- 1
- Fördervorrichtung
- 10
- Fördermechanismus
- 100
- Druckstrasse
- 1000
- Fördersystem
- 1100
- zentrale Steuereinheit
- 110
- 11
- Eingangsförderteil
- 12
- Ausgangsförderteil
- 150
- Motor
- 151
- Rotor
- 152
- Drehteller
- 16A, 16B
- Pufferantriebe
- 18
- Führungseinheit
- 180
- Halterung
- 181
- seitliches Stellelement
- 182
- frontseitiges Stellelement
- 2A, 2B, ...
- Förderband
- 2R
- Drehteller mit Förderband
- 200
- Luftkanäle
- 21, 22
- Wellen
- 21AP, 22AP
- pneumatische Wellen
- 211, 212
- Luftkanäle in den pneumatischen Wellen 21AP, 22AP
- 25
- Motor für den Antrieb des Förderbands 2A
- 250
- Motor für den Antrieb der Spindel
- 255
- Spindel
- 26
- Motor für die Einstellung des Förderbands 2A
- 281, 282
- Verschiebeachsen
- 3A, 3B, ...
- pneumatische Vorrichtungen
- 30
- pneumatische Einheit
- 300
- Transfergebläse
- 31, 32, 33
- pneumatische Leitungen
- 35
- Antriebsmotor für die thematische Einheit 3A
- 40, 41, 42
- Sensoren
- 50
- Steueraggregat
- 51, ... , 56
- Steuereinheiten, Stellenorgane und Ventile
- 7
- Steuervorrichtung
- 71
- Steuerleitung
- 72
- Messeleitung
- 8
- Schacht
- 81
- Ausgangsrollenpaar
- 82
- Eingangsrollenpaar
- 9
- Bogen
1. Vorrichtung (1) zur Förderung von bogenförmigem Material, insbesondere Bogen (9) aus
Papier, Karton oder Kunststoff, umfassend Steuermittel (7) zur Steuerung des Förderprozesses,
wenigstens ein Förderband (2A, 2B) mit darin vorgesehenen Luftkanälen (200) und wenigstens
eine pneumatische Vorrichtung (3A, 3B), die mit den Luftkanälen (200) des Förderbandes
(2A, 2B) verbindbar ist, so dass von einer Aufnahmevorrichtung (11, B) zugeführte
Bogen (9) pneumatisch an das Förderband (2A, 2B) ankoppelbar und einer Abgabevorrichtung
(12) zuführbar sind, dadurch gekennzeichnet,
dass die wenigstens eine Aufnahmevorrichtung (11, BA1) und wenigstens zwei Abgabevorrichtungen (12, BE2) derart positioniert sind, dass die von einer der Aufnahmevorrichtungen (11, BA1) übernehmbaren Bogen (9) pneumatisch an die Unterseite des Förderbandes (2A, 2B)
ankoppelbar, transportierbar und mittels der Steuermittel (7) gesteuert von der Unterseite
des Förderbandes (2A, 2B) abkoppelbar und der ausgewählten Abgabevorrichtung (12,
BE2) zuführbar sind und/oder
dass wenigstens zwei Aufnahmevorrichtungen (11, BA1) und die wenigstens eine Abgabevorrichtung (12, BE2) derart positioniert sind, dass die von einer der Aufnahmevorrichtungen (11, BA1) übernehmbaren Bogen (9) pneumatisch an die Unterseite des Förderbandes (2A, 2B)
ankoppelbar, transportierbar und mittels der Steuermittel (7) gesteuert von der Unterseite
des Förderbandes (2A, 2B) abkoppelbar und der wenigstens einen Abgabevorrichtung (12,
BE2) zuführbar sind.
2. Fördervorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei Aufnahmevorrichtungen (11, BA1) vorgesehen sind und die Ankopplung der Bogen (9) mittels der Steuermittel (7) derart
steuerbar ist, dass die Bogen (9) von der ersten oder zweiten Aufnahmevorrichtung
(11, BA1) ankoppelbar sind und/oder dass die wenigstens eine Aufnahmevorrichtung (11, BA1) ein Bogenpuffer (BA1) oder ein Eingangsförderteil (11), wie ein Eingangsrollenpaar, ist und dass die Abgabevorrichtung
(12, BE2) ein Bogenpuffer (BE2) oder ein Ausgangsförderteil (12), wie ein Ausgangsrollenpaar ist.
3. Fördervorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Förderbänder (2A, 2B) seriell hintereinander angeordnet, von denen vorzugsweise
wenigstens eines vertikal verschiebbar gelagert und mittels einer Antriebseinheit
derart antreibbar ist, dass Bogen (9) von der Aufnahmevorrichtung (11, BA1) aufnehmbar und/oder an die Abgabevorrichtung (12, BE2) abgebbar sind.
4. Fördervorrichtung (1) nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb des Transportwegs des wenigstens einen Förderbandes (2A, 2B) wenigstens
ein Zwischenpuffer (BA1, BE2) vorgesehen ist, der wahlweise als Aufnahmevorrichtung oder als Abgabevorrichtung
einsetzbar ist.
5. Fördervorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb des Transportwegs der Bogen (9) oder parallel dazu wenigstens eine Rotationseinheit
(R) vorgesehen ist, die als Abgabevorrichtung und Aufnahmevorrichtung einsetzbar ist
und die einen drehbar gelagerten und von einem Motor (150) angetriebenen Rotor (151)
aufweist, der einen vorzugsweise mit einem Förderband versehenen Drehteller (152)
umfasst, an den Bogen (9) pneumatisch ankoppelbar, um vorzugsweise +/- 90° und 180
drehbar und wieder abkoppelbar sind.
6. Fördervorrichtung (1) insbesondere nach einem der Ansprüche 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine mit Luftkanälen (200) versehene pneumatische Förderband (2A)
von zwei Wellen (21A, 22A) gehalten ist, von denen wenigstens eine als pneumatische
Welle (22AP) ausgestaltet ist, die einen Hohlraum und einen oder mehrere Luftkanäle (211, 212)
aufweist, welche mit der pneumatischen Vorrichtung (3A, 3B) derart verbunden sind,
dass Luft durch die pneumatische Welle (21A, 22A) transferierbar ist, um einen Bogen
(9) anzusaugen oder abzustossen.
7. Fördervorrichtung (1) nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass die pneumatische Welle (22A
P) ausgangsseitig am Förderband (2A) angeordnet ist und eine Weiche oder einen Teil
davon bildet, durch die der Transfer der Bogen (9) mittels der Steuermittel (7) und
der pneumatischen Einheit (3) derart steuerbar ist,
a) dass die Bogen (9) durch Luftausstoss nach unten gedrückt und vom Förderband (2A)
gelöst werden; oder
b) dass die Bogen (9) durch Ansaugen von Luft um die pneumatische Welle (22AP) gedreht und abgelenkt oder gegebenenfalls an der Oberseite des Förderbandes zurückgeführt
werden; oder
c) dass die Bogen (9) ohne oder nur mit minimalem Luftausstoss vom Förderband (2A)
gelöst und geradeaus weiter transportiert werden.
8. Fördervorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 - 7, dadurch gekennzeichnet, dass zwei parallel zueinander ausgerichtete Förderbänder (2A1, 2A2) vorgesehen sind, die mittels einer Antriebseinheit (26) gegeneinander verschiebbar
und vorzugsweise mit aktiven oder passiven Führungseinheiten (18) versehen sind, mittels
denen die Bogen (9) geführt und/oder an einer Abgabeposition einheitlich ausgerichtet
werden.
9. Fördervorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 - 8, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein der Abgabe eines Luftstrahls dienendes Transfergebläse (300) vorgesehen
ist, welches derart angeordnet ist, vorzugsweise zwischen den zwei parallel zueinander
ausgerichteten Förderbändern (2A1, 2A2), dass der Luftstrahl gegen die Seite der transportierten Bogen (9) gerichtet ist,
die am Förderband (2A) anliegt.
10. Fördersystem (1000) mit wenigstens einer Druckstrasse (100, 100A), die wenigstens
zwei Arbeitsstationen (W1, W2) aufweist, zwischen denen eine oder mehrere Fördervorrichtungen
(1) nach einem der Ansprüche 1-9 angeordnet sind.
11. Fördersystem (1000) mit wenigstens einer ersten Druckstrasse (100A) nach Anspruch
10 und wenigstens einer zweiten Druckstrasse (100B), die vorzugsweise mehrere Arbeitsstationen
(W5, ..., W8) aufweist, und einer Fördervorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 5-9,
die am Kreuzungspunkt der Druckstrassen (100A, 100B) angeordnet ist und mittels der
Bogen (9) von der einen zur anderen Druckstrasse (100A; 100B) überführbar sind.
12. Fördersystem (1000) nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass vorzugsweise vor und nach jeder Arbeitsstation (W1, W2) wenigstens eine Fördervorrichtung
(1) nach einem der Ansprüche 1-9 angeordnet ist und dass die zwischen den beiden Arbeitsstationen
(W1, W2) angeordnete Fördervorrichtung (1) wenigstens einen gemeinsam genutzten Bogenpuffer
(BE1, BA1) aufweist.
13. Verfahren zur gesteuerten Förderung von bogenförmigem Material, insbesondere Bogen
(9) aus Papier, Karton oder Kunststoff, mit einer Fördervorrichtung (1) nach einem
der Ansprüche 1 - 9, dadurch gekennzeichnet,
dass die wenigstens eine Aufnahmevorrichtung (11, BA1) und wenigstens zwei Abgabevorrichtungen (12, BE2) derart positioniert sind, dass die von einer der Aufnahmevorrichtungen (11, BA1) zugeführten Bogen (9) pneumatisch an die Unterseite des Förderbandes (2A, 2B) angekoppelt,
transportiert und mittels der Steuermittel (7) gesteuert von der Unterseite des Förderbandes
(2A, 2B) abgekoppelt und der ausgewählten Abgabevorrichtung (12, BE2) zugeführt werden; und/oder
dass wenigstens zwei Aufnahmevorrichtungen (11, BA1) und die wenigstens eine Abgabevorrichtung (12, BE2) derart positioniert sind, dass die von einer der Aufnahmevorrichtungen (11, BA1) zugeführten Bogen (9) pneumatisch an die Unterseite des Förderbandes (2A, 2B) angekoppelt,
transportiert und mittels der Steuermittel (7) gesteuert von der Unterseite des Förderbandes
(2A, 2B) abgekoppelt und der wenigstens einen Abgabevorrichtung (12, BE2) zugeführt werden.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb des Transportwegs des wenigstens einen Förderbandes (2A, 2B) wenigstens
ein Zwischenpuffer (BE1, BA1) und/oder eine Rotationseinheit (R) vorgesehen ist, an
die Bogen (9) abgegeben und von denen Bogen (9) aufgenommen oder an denen Bogen (9)
vorbei geführt werden.
15. Verfahren insbesondere nach Anspruch 13 oder 14,
dadurch gekennzeichnet, dass die pneumatische Welle (22A
P) ausgangsseitig am pneumatischen Förderband (2A) angeordnet ist und eine Weiche oder
einen Teil davon bildet, durch die der Lufttransfer mittels der Steuermittel (7) und
der pneumatischen Einheit (3) derart gesteuert wird,
a) dass die Bogen (9) durch Luftausstoss nach unten gedrückt und vom Förderband (2A)
gelöst werden; oder
b) dass die Bogen (9) durch Ansaugen von Luft um die pneumatische Welle (22AP) gedreht und abgelenkt oder gegebenenfalls an der Oberseite des Förderbandes zurückgeführt
werden; oder
c) dass die Bogen (9) ohne oder nur mit minimalem Luftausstoss vom Förderband (2A)
gelöst und geradeaus weiter transportiert werden.