[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum thermischen Beschichten eines Bauteilstapels
gemäss dem Oberbegriff des unabhängigen Anspruchs 1 sowie eine Vorrichtung mit einem
Bauteilstapel gemäss dem Oberbegriff des unabhängigen Anspruchs 12.
[0002] Aus der
EP 2 029 317 B1 ist ein Verfahren zum thermischen Beschichten eines Bauteilstapels, der ein Bauteil
umfasst, bekannt, wobei das Bauteil eine durchgehende Bauteilöffnung aufweist und
ein Lagerbauteil, insbesondere ein Pleuel aus einem Formteil sein kann. Die durchgehende
Bauteilöffnung wird in einem Lagerbauteil aus einem Lagerboden und einem Lagerdeckel
ausgebildet, wobei eine innere Begrenzungsfläche der Bauteilöffnung einen geteilten
Bauteilsitz, insbesondere einen Lagersitz, umfasst. Ausserdem ist auf der inneren
Begrenzungsfläche, beispielsweise ein Bauteilsitz zur Lagerung einer Welle eine Bauteilbeschichtung
aus einem Schichtmaterial ausgebildet. Das Bauteil wird bei diesem Verfahren derart
in Bezug auf eine Stapelachse ausgerichtet, dass der Bauteilstapel eine durchgehende
Stapelöffnung aufweist, wobei die Stapelöffnung eine erste Stapelöffnungsfläche und
zweite Stapelöffnungsfläche umfasst und die erste Stapelöffnungsfläche und die zweite
Stapelöffnungsfläche entlang der Stapelachse angeordnet werden. Während des Beschichtungsvorgangs
wird eine innere Begrenzungsfläche der Bauteilöffnung mittels einer thermischen Spritzvorrichtung
mit einem Beschichtungsstrahl thermisch innenbeschichtet. Ziel dieses bekannten Verfahrens
ist die Beschichtung der inneren Begrenzungsfläche der Bauteile, die als Bauteilstapel
angeordnet sind. Die gewünschte Bauteilbeschichtung soll dabei einen glatten und zusammenhängenden
Schichtverlauf aufweisen und mit regelmässigen bzw. gleichen Schichtdicken ausgebildet
werden. Das Ausbilden einer derartigen Bauteilbeschichtung mit diesem aus dem Stand
der Technik bekannten Verfahren ist aber nur möglich, wenn der Winkel zwischen Beschichtungsstrahl
und innerer Begrenzungsfläche nicht zu flach und am besten annähernd senkrecht auf
die innere Begrenzungsfläche trifft. Da der Winkel des Beschichtungsstrahls aber fest
eingestellt ist, funktioniert dieses Verfahren nur bei Bauteilen, deren innere Begrenzungsfläche
beispielsweise einen rechteckigen inneren Querschnitt aufweist. Anders ist das bei
Bauteilen deren innere Begrenzungsflächen einen inneren Querschnitt hat, der eine
ungleichförmige oder eine konvexe Geometrie aufweist. Bei diesen ist der Winkel des
Beschichtungsstrahls in Teilbereichen zu flach, sodass kein glatter und zusammenhängenden
Schichtverlauf und keine Bauteilbeschichtung mit regelmässigen bzw. gleichen Schichtdicken
ausgebildet werden.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein verbessertes Verfahren zum thermischen Beschichten
eines Bauteilstapels und eine verbesserte Vorrichtung mit einem Bauteilstapel zur
Verfügung zu stellen.
[0004] Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe durch ein Verfahren mit den Merkmalen des unabhängigen
Anspruchs 1 und eine Vorrichtung mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 12 gelöst.
[0005] Die Erfindung betrifft somit ein Verfahren zum thermischen Beschichten eines Bauteilstapels,
wobei erfindungsgemäss der Bauteilstapel derart beschichtet wird, dass in einem ersten
Beschichtungsdurchgang zwischen der ersten Stapelöffnungsfläche und dem Beschichtungsstrahl
ein erster Winkel ausgebildet wird und in einem zweiten Beschichtungsdurchgang zwischen
der ersten Stapelöffnungsfläche und dem Beschichtungsstrahl ein zweiter Winkel ausgebildet
wird. Der erste Winkel und der zweite Winkel werden dabei relativ zur ersten Stapelöffnungsfläche
in entgegengesetzte Richtungen ausgebildet.
[0006] Vorteil des Verfahrens ist, dass es die erfindungsgemässe Lösung ermöglicht, Bauteile,
deren innere Begrenzungsflächen entlang der Stapelachse einen ungleichförmigen inneren
Querschnitt aufweisen, mit einer im Wesentlichen glatten Bauteilbeschichtung mit einem
gleichmässigen Schichtverlauf und gleichen und regelmässigen Schichtdicken zu beschichten.
Unter Bauteilen mit inneren Begrenzungsflächen deren innerer Querschnitt einen ungleichförmigen
Verlauf aufweist sind Geometrien zu verstehen, die beispielsweise in Richtung der
Stapelachse konvex gewölbte oder ballige Geometrien haben.
[0007] Bei diesem Verfahren werden der erste und zweite Winkel zwischen der ersten Stapelöffnungsfläche
und dem Beschichtungsstrahl ausgebildet. Da der Beschichtungsstrahl beispielsweise
als Kegel oder Ellipsoid ausgebildet ist, wird als Referenzlinie des Beschichtungsstrahls
bevorzugt die Mittelachse des Kegels oder Ellipsoids verwendet, sodass der erste und
der zweite Winkel zwischen der Mittelachse des Beschichtungsstrahls und der ersten
Stapelöffnungsfläche ausgebildet werden. Der erste und der zweite Winkel können dabei,
je nach Anwendung betragsmässig unterschiedlich oder gleich gross sein.
[0008] Zum Beschichten der Bauteile wird eine thermische Spritzeinrichtung, insbesondere
ein rotierender Plasmabrenner, entlang der Stapelachse, durch eine Stapelöffnungsfläche,
derart geführt, dass nacheinander die inneren Begrenzungsflächen aller Bauteile mit
einer Bauteilbeschichtung beschichtet werden. Die Beschichtung des Bauteilstapels
wird dabei bevorzugt durch ein thermisches Spritzverfahren, insbesondere mittels Flammspritzen,
Hochgeschwindigkeitsflammspritzen, Plasmaspritzen, oder ein anderes, aus dem Stand
der Technik wohlbekanntes thermisches Spritzverfahren aufgebracht.
[0009] Unter einem Beschichtungsdurchgang ist das einmalige vollständige Durchlaufen der
thermischen Spritzeinrichtung durch den Bauteilstapel und zurück, also von der ersten
zur zweiten Stapelöffnung und zurück zu verstehen. Vorteilhaft entsprechen der erste
und zweite Beschichtungsdurchgang nur einem einmaligen vollständige Durchlaufen, wobei
je nach Anwendung der erste und zweite Beschichtungsdurchgang auch das mehrmalige
Durchlaufen der thermischen Spritzeinrichtung durch den Bauteilstapel und zurück umfassen
können.
[0010] Erfindungsgemäss wird die im Wesentlichen glatte Bauteilbeschichtung mit einem gleichmässigen
Schichtverlauf und gleicher Schichtdicke dadurch ausgebildet, dass der Beschichtungsstrahl,
der relativ zu ersten Stapelöffnungsfläche den ersten Winkel ausbildet, im ersten
Beschichtungsdurchgang auf einen Teil der ungleichförmigen inneren Begrenzungsfläche
annähernd senkrecht auftrifft und somit nach dem ersten Beschichtungsdurchgang nur
der Teil der inneren Begrenzungsfläche mit einer ordnungsgemässen Schichtdicke beschichtet
ist, dessen Flächenelemente annähernd senkrecht zum Beschichtungsstrahls ausgerichtet
sind. Im zweiten Beschichtungsdurchgang bildet der Beschichtungsstrahl relativ zur
Stapelöffnungsfläche den zweiten Winkel aus, der in Bezug auf den ersten Winkel relativ
zur ersten Stapelöffnungsfläche in entgegengesetzte Richtungen ausgebildet ist, und
es werden nun die Flächenelemente der ungleichförmigen inneren Begrenzungsfläche beschichtet,
die jetzt annähernd senkrecht zum Beschichtungsstrahls ausgerichtet sind. Vorteil
des erfindungsgemässen Verfahrens ist somit, dass bei Bauteilen, deren innere Begrenzungsflächen
einen inneren Querschnitt haben, der beispielsweise einen ungleichförmige oder eine
konvexe Geometrie aufweist, der Winkel, in welchem der Beschichtungsstrahl auftrifft,
aufgrund der zwei Beschichtungsdurchgänge mit den beiden Winkeln nicht zu flach, also
annähernd senkrecht zu allen Flächenelementen ist.
[0011] Die Änderung des ersten oder zweiten Winkels wird bei diesem Verfahren beispielsweise
mittels der Änderung des Winkels eines Brenners, einer Pistole oder einer Düse am
Brenner bzw. der Pistole relativ zur thermischen Spritzeinrichtung realisiert.
[0012] In Ausgestaltung der Erfindung wird der zweite Winkel dadurch ausgebildet, dass der
Bauteilstapel nach dem ersten Beschichtungsdurchgang derart um einen ersten Drehpunkt
auf der Stapelachse gedreht wird, dass die erste Stapelöffnungsfläche und die zweite
Stapelöffnungsfläche nach der Drehung eine in Bezug auf vor der Drehung entgegengesetzte
Anordnung entlang der Stapelachse aufweisen.
[0013] Vorteil dieses Ausführungsbeispiels ist, dass der erste Winkel dem zweiten Winkel
entspricht, also während des gesamten Beschichtungsvorgangs der erste Winkel fest
vorgegeben ist, und der zweite Winkel alleine dadurch ausgebildet wird, dass der Bauteilstapel
zwischen dem ersten und zweiten Beschichtungsdurchgang gedreht wird, sodass keine
weiteren Änderungen an den Einstellungen der Winkel nötig sind. Eine entgegengesetzte
Anordnung der ersten Stapelöffnungsfläche und zweiten Stapelöffnungsfläche entlang
der Stapelachse bedeutet, dass der Bauteilstapel derart gedreht wird, dass die thermische
Spritzeinrichtung lediglich entlang der Stapelachse verfahren wird und beispielsweise
im ersten Beschichtungsdurchgang durch die erste Stapelöffnungsfläche und im zweiten
Beschichtungsdurchgang durch die zweite Stapelöffnungsfläche geführt wird. Der erste
Drehpunkt kann sich dabei an einem beliebigen Punkt auf der Stapelachse befinden.
[0014] In einem weiteren Ausführungsbeispiel wird der zweite Winkel dadurch ausgebildet,
dass die thermische Spritzeinrichtung nach dem ersten Beschichtungsdurchgang um einen
zweiten Drehpunkt auf der Stapelachse gedreht wird. Im Unterschied zum vorherigen
Ausführungsbeispiel wird bei diesem Ausführungsbeispiel anstatt des Bauteilstapels
vorteilhaft die thermische Spritzeinrichtung gedreht. Der zweite Drehpunkt kann sich
dabei an einem beliebigen Punkt auf der Stapelachse befinden.
[0015] In einem dritten bevorzugten Ausführungsbeispiel wird die thermische Spritzvorrichtung
im ersten Beschichtungsdurchgang und im zweiten Beschichtungsdurchgang durch die erste
Stapelöffnungsfläche geführt. Dabei werden vorteilhaft der erste Winkel und zweite
Winkel zwischen dem ersten und zweiten Beschichtungsdurchgang beispielsweise mittels
Änderung des Winkels ausgebildet, sodass weder der Bauteilstapel noch die thermische
Spritzeinrichtung gedreht werden. Die Änderung des ersten oder zweiten Winkels wird
bei diesem Ausführungsbeispiel beispielsweise mittels der Änderung des Winkels eines
Brenners, einer Pistole oder einer Düse am Brenner bzw. der Pistole relativ zur thermischen
Spritzeinrichtung realisiert.
[0016] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind eine erste thermische Spritzeinrichtung
mit einem ersten Beschichtungsstrahl und eine zweite thermische Spritzeinrichtung
mit einem zweiten Beschichtungsstrahl vorgesehen und der erste Beschichtungsdurchgang
und der zweite Beschichtungsdurchgang finden gleichzeitig statt. Bei diesem Ausführungsbeispiel
sind also zwei thermische Spritzeinrichtungen vorgesehen, wobei das Ausbilden des
ersten Winkels mittels der ersten thermischen Spritzeinrichtung und des zweiten Winkels
mittels der zweiten thermischen Spritzeinrichtung gleichzeitig erfolgt, sodass der
erste und zweite Beschichtungsdurchgang gleichzeitig stattfinden. Vorteil dieses Ausführungsbeispiels
ist, dass das Beschichten der inneren Begrenzungsfläche in einem Beschichtungsdurchgang
erfolgen kann. Die erste und zweite thermische Spritzeinrichtung können beispielsweise
gleichzeitig entlang der Stapelachse von der ersten Stapelöffnungsfläche zur zweiten
Stapelöffnungsfläche geführt werden und die erste thermische Spritzeinrichtung unter
dem ersten Winkel beschichtet und beim Verfahren der entlang der Stapelachse von der
zweiten Stapelöffnungsfläche zur ersten Stapelöffnungsfläche wird unter dem zweiten
Winkel mit der zweiten thermischen Spritzeinrichtung beschichtet. Als Variante ist
auch das gleichzeitige Beschichten mit der ersten und zweiten thermischen Spritzeinrichtung
möglich.
[0017] Bevorzugt betragen der erste Winkel und der zweite Winkel zwischen 0 und 30 Grad,
zwischen 5 und 15 Grad und besonders bevorzugt 10 Grad. Vorteile der Ausrichtung des
Beschichtungsstrahls in diesen Winkelbereichen sind, dass einerseits verhindert wird,
dass der Beschichtungsstrahl zu flach auf die inneren Begrenzungsflächen trifft, und
andererseits durch das Beschichten der inneren Begrenzungsflächen entlang der Stapelachse
aus zwei unterschiedlichen Winkeln an allen Punkte der inneren Begrenzungsfläche eine
Beschichtung mit gleichmässigen Schichtverlauf und gleicher Schichtdicke dadurch erzeugt
wird. Besonders vorteilhaft ist diese Massnahme, wenn ein innerer Querschnitt der
inneren Begrenzungsfläche der Bauteilöffnung entlang der Stapelachse ungleichförmig,
insbesondere konvex gewölbt, ausgebildet wird. Besonders vorteilhaft trifft der Beschichtungsstrahl
bei Bauteilen mit einer inneren Begrenzungsfläche deren innerer Querschnitt konvex
gewölbt ist, aufgrund der Symmetrie der Bauteile, in annähernd allen Punkte optimal
auf die innere Begrenzungsfläche auf.
[0018] In Ausgestaltung der Erfindung wird vorteilhaft der Bauteilstapel beim Beschichten
um die Stapelachse und / oder die thermische Spritzvorrichtung, insbesondere ein Plasmabrenner,
rotiert. Somit kann je nach Ausführung, entweder die thermische Spritzeinrichtung
oder der Bauteilstapel in eine Richtung oder aber der Bauteistapel und die thermische
Spritzeinrichtung, bevorzugt in entgegengesetzte Richtung, rotiert werden. Im Speziellen
wird der Bauteilstapel auf einer Halterung angeordnet. Sollte ein Drehen der thermischen
Spritzeinrichtung um die Stapelachse bei gleichzeitig feststehendem Bauteilstapel
nicht möglich sein, ist es vorteilhaft, dass die Vorrichtung, die den Bauteilstapel
oder den Bauteilstapel und die Halterung umfasst, rotierbar um die thermische Spritzeinrichtung
angeordnet ist. In einem anderen Ausführungsbeispiel kann eine andere vorteilhafte
Massnahme ein gleichzeitiges Rotieren der thermischen Spritzeinrichtung und der Vorrichtung
sein, die den Bauteilstapel oder den Bauteilstapel und die Halterung umfasst, wodurch
beispielsweise Bauteile, welche eine komplexe Geometrie besitzen, schneller und effizienter
beschichtet werden und/oder sich eine bessere Bauteilbeschichtung ausbildet.
[0019] Vorteilhaft wird zwischen den Bauteilen des Bauteilstapels ein Abstandshalter derart
vorgesehen, dass die Bauteile beabstandet angeordnet werden. Damit können vorteilhafterweise
nach Beendigung des Beschichtungsdurchgangs die Bauteile ohne Schaden wieder sauber
getrennt werden. Der Abstandshalter ist beispielsweise in Form einer Scheibe, insbesondere
in Form einer Scheibe mit einer runden oder einer ovalen Abstandshalteröffnung ausgebildet,
wobei ein innerer Querschnitt und / oder ein äusserer Querschnitt des Abstandhalters
entlang der Stapelachse mehreckig, oder konkav gewölbt, oder konvex gewölbt ausgebildet
sein kann. Im Speziellen kann der Abstandshalter zusätzlich oder alternativ auch in
Form einer Scheibe mit einer runden oder einer ovalen Aussenkontur ausgebildet werden.
Je nach Ausführungsbeispiel können die Abstandshalteröffnung und der innere Querschnitt
des Abstandshalters in Richtung der Stapelachse eine andere Form haben, sodass diese
vorteilhaft an die jeweilige Anwendung angepasst werden. Insbesondere können die Abstandshalter
als Teil des Bauteils ausgebildet werden, was für industrielle Herstellungsverfahren
besonders effizient ist, da auf einen zusätzlichen und vom Bauteil getrennten Abstandshalter
verzichtet werden kann.
[0020] In einer Ausführungsvariante ist das Bauteil ein Lagerbauteil und / oder die innere
Begrenzungsfläche ist als eine Bauteilsitzfläche, insbesondere zur Lagerung einer
Welle, ausgebildet. Solche Lagerbauteile sind beispielsweise als Pleuel mit einem
kleinen Pleuelauge, einem Schaft und einem großen Pleuelauge bekannt, wobei das große
Pleuelauge in der Regel einen geteilten Bauteilsitz für die Lagerung des Pleuels auf
einer Kurbelwelle umfasst. Lagerbauteile und Pleuel werden in großen Stückzahlen z.B.
in Hubkolbenbrennkraftmaschinen für Personenkraftwagen und Lastkraftwagen, aber auch
in Motoren für Schiffe bzw. in anderen Maschinen verbaut, in denen eine lineare Bewegung
in eine Drehbewegung, oder umgekehrt, umgesetzt werden muss.
[0021] Die Erfindung betrifft im Weiteren einen Bauteilstapel, der, wie bereits oben ausführlich
bei der Diskussion des erfindungsgemässen Verfahrens beschrieben, derart beschichtbar
ist, dass in einem ersten Beschichtungsdurchgang zwischen der ersten Stapelöffnungsfläche
und dem Beschichtungsstrahl ein erster Winkel ausbildbar ist und in einem zweiten
Beschichtungsdurchgang zwischen der ersten Stapelöffnungsfläche und dem Beschichtungsstrahl
ein zweiter Winkel ausbildbar ist. Der erste Winkel und der zweite Winkel sind dabei
relativ zur ersten Stapelöffnungsfläche in entgegengesetzte Richtungen ausbildbar.
[0022] Die erfindungsgemässe Vorrichtung umfasst ausserdem eine Halterung für den Bauteilstapel,
wobei auf der Halterung mindestens zwei, bevorzugt zehn oder mehr Lagerbauteile in
Form eines Stapels angeordnet sind. Die Halterung ermöglicht es vor allem in der industriellen
Fertigung, wo hohe Stückzahlen von Bauteilen möglichst effizient und kostengünstig
hergestellt werden müssen, zur Bauteilbeschichtung gleich mehrere Lagerbauteile in
Form eines Stapels auf der Halterung anzuordnen und die Bauteile auf diese Weise in
einem Arbeitsgang zu beschichten. Ausserdem können die Bauteile nach der Beschichtung
auf einfache Weise aus der Halterung entnommen werden.
[0023] Als vorteilhafte Massnahme ist der Bauteilstapel rotierbar in Bezug auf die thermische
Spritzeinrichtung angeordnet ist und / oder die thermische Spritzeinrichtung ist um
die Stapelachse rotierbar.
[0024] Im Folgenden wird die Erfindung an Hand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen
in schematischer Darstellung:
- Fig. 1
- eine Vorrichtung mit einem Bauteilstapel aus dem Stand der Technik;
- Fig. 2
- eine Vorrichtung mit einem Bauteilstapel mit erfindungsgemässer Anordnung der Bauteile;
- Fig. 3 a-c
- beschichtete Bauteile nach unterschiedlichen Beschichtungsdurchgängen nach dem erfindungsgemässen
Verfahren;
- Fig. 4
- eine Vorrichtungsvariante mit einem Bauteilstapel mit erfindungsgemässer Anordnung
der Bauteile;
- Fig. 5 a-b
- einen Bauteilstapel mit erfindungsgemässer Anordnung der Bauteile und Darstellung
des ersten und zweiten Winkels.
[0025] Für die folgende Beschreibung der Figuren gilt, dass alle Bezugszeichen, die sich
in den Beispielen auf Merkmale aus dem Stand der Technik beziehen mit Hochkomma versehen
sind und alle Bezugzeichen, die sich auf Merkmale erfindungsgemässer Ausführungsbeispiele
beziehen ohne Hochkomma gekennzeichnet sind.
[0026] Fig. 1 zeigt eine Vorrichtung mit einem Bauteilstapel aus dem Stand der Technik.
Dargestellt ist ein Bauteilstapel 1' aus angeordneten Bauteilen 2' mit Bauteilöffnungen
21', z.B. ein Lagerbauteil, insbesondere ein Pleuel, wobei zwischen den Bauteilen
2' Abstandshalter 5' vorgesehen sind, die beispielsweise als Scheiben ausgebildet
sind, damit die Bauteile 2' nach Beendigung des Beschichtungsdurchgangs getrennt werden
können. Die Bauteile 2' und die Abstandshalter 5' sind auf einer Halterung 4' derart
übereinander gestapelt, dass alle inneren Begrenzungsflächen 22' der Bauteilöffnungen
21', beispielsweise große Pleuelaugen, in einem Beschichtungsdurchgang mittels einer
an sich bekannte rotierenden thermischen Spritzeinrichtung 3', beispielsweise ein
Plasmabrenner, beschichtet werden können. Die thermische Spritzeinrichtung 3' rotiert
dabei während des Beschichtungsdurchgangs um die Stapelachse A' und wird darstellungsgemäß
in senkrechter Richtung entlang der Stapelachse A' derart geführt, dass nacheinander
die inneren Begrenzungsflächen aller Bauteile 2' mit einer Bauteilbeschichtung 6'
beschichtet werden können.
[0027] Aufgrund der Art und Weise wie die Bauteile 2' mit den jeweiligen Bauteilöffnungen
21' und die Abstandshalter 4' gestapelt sind, bildet sich entlang der Stapelachse
A' in der Stapelöffnung 11' des Bauteilstapels 1' eine homogene Bauteilbeschichtung
6' aus. Unter einer homogenen Bauteilbeschichtung 6' ist eine Bauteilbeschichtung
6' mit einer in Richtung der Stapelachse A' über den ganzen Bauteilstapel 1' im Wesentlichen
glatte Bauteilbeschichtung mit einem gleichmässigen Schichtverlauf und gleichen Schichtdicken
zu verstehen, die sich auf den Bauteilen 2' ausbildet.
[0028] Der Winkel zwischen Beschichtungsstrahl 31' und einer Stapelöffnungsfläche 111' beträgt
während des Beschichtungsdurchgangs annähernd 0 Grad, sodass, ausgehend von einem
rechteckigen inneren Querschnitt der inneren Begrenzungsflächen 22' der Bauteile 2',
der Beschichtungsstrahl 31' annähernd senkrecht auf die zu beschichtende innere Begrenzungsfläche
22' trifft.
[0029] Anhand der Fig. 2 wird im Folgenden eine Vorrichtung eines Bauteilstapels 1 mit erfindungsgemässer
Anordnung der Bauteile 2 vorgestellt.
[0030] Die in Fig. 2 schematisch dargestellte Vorrichtung mit einem Bauteilstapel 1 zeigt
insgesamt drei Bauteile 2 mit einer durchgehenden Bauteilöffnung 21, z.B. drei Lagerbauteile
oder drei Pleuel, die derart auf einer Halterung 4 übereinander in Form eines Bauteilstapels
1 gestapelt sind, dass eine innere Begrenzungsfläche 22 der Bauteile 2 nacheinander
mittels der thermischen Spritzeinrichtung 3 beschichtet werden können.
[0031] Die drei Bauteile 2 sind derart in Bezug auf eine Stapelachse A ausgerichtet, dass
der Bauteilstapel 1 eine durchgehende Stapelöffnung 11 aufweist. Die Stapelöffnung
11 umfasst dabei eine erste Stapelöffnungsfläche 111 und eine zweite Stapelöffnungsfläche
112, wobei die erste Stapelöffnungsfläche 111 und die zweite Stapelöffnungsfläche
112 entlang der Stapelachse A angeordnet sind.
[0032] Die thermische Spritzeinrichtung 3, hier als ein Plasmabrenner dargestellt, mit einem
Beschichtungsstrahl 31, der eine Mittelachse M umfasst, wird im Betriebszustand durch
die erste Stapelöffnungsfläche 111 und / oder zweite Stapelöffnungsfläche 112 an die
inneren Begrenzungsflächen 22 der Bauteilöffnung 21 geführt und die inneren Begrenzungsflächen
22 thermisch innenbeschichtet. Der Plasmabrenner 3 kann während des Beschichtungsvorgangs
um die Stapelachse A rotieren und wird dabei darstellungsgemäss in senkrechter Richtung
entlang der Stapelachse A geführt, so dass nacheinander alle inneren Begrenzungsflächen
22 in allen Bauteilen, beispielsweise in grossen Pleuelaugen, mit einer Bauteilbeschichtung
6 beschichtet werden können. In einer Variante kann der in Fig. 2 dargestellte Bauteilstapel
1 rotierbar in Bezug auf den Plasmabrenner 3 angeordnet sein.
[0033] Der in Fig. 2 dargestellte innere Querschnitt der inneren Begrenzungsfläche 22 der
drei Bauteile, die entlang der Stapelachse A als Bauteilstapel angeordnet sind, weist
einen ungleichförmigen Verlauf, nämlich konvex gewölbt, auf. Die inneren Begrenzungsflächen
sind in dieser Anordnung derart beschichtbar, dass in einem ersten Beschichtungsdurchgang
zwischen der ersten Stapelöffnungsfläche 111 und dem Beschichtungsstrahl 31 ein erster
Winkel (nicht dargestellt) ausbildbar ist und in einem zweiten Beschichtungsdurchgang
zwischen der ersten Stapelöffnungsfläche 111 und dem Beschichtungsstrahl 31 ein zweiter
Winkel (nicht dargestellt) ausbildbar ist.
[0034] In Fig. 2 sind ausserdem ein erster Drehpunkt D1 und ein zweiter Drehpunkt D2 dargestellt,
um welche in einem besonders vorteilhaften Ausführungsbeispiel der Bauteilstapel 1
nach dem ersten Beschichtungsdurchgang auf der Stapelachse A gedreht wird. Der Bauteilstapel
wird bei dieser Drehung derart gedreht, dass die erste Stapelöffnungsfläche 111 und
die zweite Stapelöffnungsfläche 112 nach der Drehung eine in Bezug auf vor der Drehung
entgegengesetzte Anordnung entlang der Stapelachse A aufweisen. Wird nicht der Bauteilstapel
1 sondern die thermische Spritzeinrichtung 3 gedreht, dann erfolgt die Drehung um
den zweiten Drehpunkt D2. Dabei umfasst die Vorrichtung eine Halterung 4 für den Bauteilstapel
1, sodass die Bauteile 2 während der Drehung und der Beschichtung fixiert sind. Zwischen
den Bauteilen 2 des Bauteilstapels 1 sind Abstandshalter 5 vorgesehen, sodass die
Bauteile 2 beabstandet im Bauteilstapel 1 angeordnet werden.
[0035] In den Fig. 3a-3c sind beschichtete Bauteile nach unterschiedlichen Beschichtungsdurchgängen
nach dem erfindungsgemässen Verfahren zu sehen. Alle drei Figuren zeigen einen Bauteilstapel
1 mit zwei Bauteilen 2, welche in Bezug auf die Stapelachse A ausgerichtet sind und
mittels Abstandshaltern 5 beabstandet sind. Auf der Stapelachse A ist der Drehpunkt
D1 zu sehen, um welchen der Bauteilstapel gedreht wird.
[0036] Die Bauteile 2 sind, wie in Fig. 2 dargestellt, derart in Bezug auf eine Stapelachse
A ausgerichtet, dass der Bauteilstapel 1 eine durchgehende Stapelöffnung 11 aufweist,
wobei die Stapelöffnung 11 eine erste Stapelöffnungsfläche 111 und eine zweite Stapelöffnungsfläche
112 umfasst, und die erste Stapelöffnungsfläche 111 und die zweite Stapelöffnungsfläche
112 entlang der Stapelachse A angeordnet sind. Der Verlauf des inneren Querschnitts
der inneren Begrenzungsfläche 22 entlang der Stapelachse A ist ungleichförmig bzw.
ist die inneren Begrenzungsfläche 22 im vorliegenden Ausführungsbeispiel konvex gewölbt
ausgebildet.
[0037] Im Einzelnen zeigt die Fig. 3a einen Bauteilstapel 1 vor dem ersten Beschichtungsdurchgang.
Fig. 3b zeigt einen Bauteilstapel 1 mit zwei Bauteilen 2 nach einem ersten Beschichtungsdurchgang.
Deutlich zu sehen ist die innere Begrenzungsfläche 22, die nur teilweise beschichtet
ist. Die nach diesem ersten Beschichtungsdurchgang ausgebildete Bauteilbeschichtung
6 ist unregelmässig und weist ungleiche Schichtdicken auf, da der Beschichtungsstrahl
nur auf einen Teil der inneren Begrenzungsfläche der durchgehenden Bauteilöffnung
auftrifft und somit nach dem ersten Beschichtungsdurchgang nur dieser Teil der inneren
Begrenzungsfläche beschichtet ist. Beschichtet werden in diesem ersten Beschichtungsdurchgang
nur die Flächen, die eine Orientierung annähernd senkrecht in Richtung des Beschichtungsstrahls
mit dem ersten Winkel haben und auf welche der Beschichtungsstrahl nicht zu flach
auftrifft.
[0038] Fig. 3c zeigt den Bauteilstapel 1 nach einem zweiten Beschichtungsdurchgang nach
dem erfindungsgemässen Verfahren.
[0039] In diesem zweiten Beschichtungsdurchgang, wenn der zweite Winkel, der in Bezug auf
den ersten Winkel relativ zur ersten Stapelöffnungsfläche in entgegengesetzte Richtungen
ausgebildet ist, werden die Teile der ungleichförmigen inneren Begrenzungsfläche beschichtet,
die beim vorherigen Beschichtungsdurchgang nicht annähernd senkrecht in Richtung des
Beschichtungsstrahls ausgerichtet waren. Die Bauteilbeschichtung 6 ist in Fig. 3c
als eine im Wesentlichen glatte Bauteilbeschichtung 6 mit einem gleichmässigen Schichtverlauf
und gleichen Schichtdicken gezeigt.
[0040] Fig. 4 entspricht im Wesentlichen Fig. 2, allerdings ist eine Ausführungsvariante
der Erfindung dargestellt. Der Unterschied zu Fig. 2 besteht darin, dass eine erste
thermische Spritzeinrichtung 7 mit einem ersten Beschichtungsstrahl 71 und eine zweite
thermische Spritzeinrichtung 8 mit einem zweiten Beschichtungsstrahl 81 vorgesehen
sind. Bei dieser Ausführungsvariante erfolgt das Ausbilden des ersten Winkels (nicht
dargestellt) mittels der ersten thermischen Spritzeinrichtung 7 und des zweiten Winkels
(nicht dargestellt) mittels der zweiten thermischen Spritzeinrichtung 8 gleichzeitig
und der erste und zweite Beschichtungsdurchgang finden gleichzeitig statt.
[0041] Die Fig. 5 a-b entsprechen im Wesentlichen Fig. 2 und zeigen Bauteilstapel mit erfindungsgemässer
Anordnung der Bauteile und Darstellung des ersten und zweiten Winkels.
[0042] In Fig. 5a ist dargestellt, wie zwischen der ersten Stapelöffnungsfläche 111 und
dem Beschichtungsstrahl 31 ein erster Winkel α ausgebildet ist und in Fig. 5b, wie
in einem zweiten Beschichtungsdurchgang zwischen der ersten Stapelöffnungsfläche 111
und dem Beschichtungsstrahl 31 ein zweiter Winkel β ausgebildet ist. Der erste Winkel
α und der zweite Winkel β sind dabei relativ zur ersten Stapelöffnungsfläche in entgegengesetzte
Richtungen ausgebildet.
[0043] Es versteht sich, dass die zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiele der Erfindung,
je nach Anwendung, auch in jeder geeigneten Weise kombinierbar sind und die im Rahmen
dieser Anmeldung beschriebenen Ausführungsbeispiele lediglich exemplarisch zu verstehen
sind.
1. Verfahren zum thermischen Beschichten eines Bauteilstapels, umfassend ein Bauteil
(2), wobei das Bauteil (2) eine durchgehende Bauteilöffnung (21) aufweist und das
Bauteil (2) derart in Bezug auf eine Stapelachse (A) ausgerichtet wird, dass der Bauteilstapel
(1) eine durchgehende Stapelöffnung (11) aufweist, wobei die Stapelöffnung (11) eine
erste Stapelöffnungsfläche (111) und eine zweite Stapelöffnungsfläche (112) umfasst
und die erste Stapelöffnungsfläche (111) und die zweite Stapelöffnungsfläche (112)
entlang der Stapelachse (A) angeordnet werden, und eine innere Begrenzungsfläche (22)
der Bauteilöffnung (21) mittels einer thermischen Spritzvorrichtung (3, 7, 8) mit
einem Beschichtungsstrahl (31, 71, 81) thermisch innenbeschichtet wird, dadurch gekennzeichnet, dass
der Bauteilstapel (1) derart beschichtet wird, dass in einem ersten Beschichtungsdurchgang
zwischen der ersten Stapelöffnungsfläche (111) und dem Beschichtungsstrahl (31, 71,
81) ein erster Winkel (α) ausgebildet wird und in einem zweiten Beschichtungsdurchgang
zwischen der ersten Stapelöffnungsfläche (111) und dem Beschichtungsstrahl (31, 71,
81) ein zweiter Winkel (β) ausgebildet wird, wobei der erste Winkel (α) und der zweite
Winkel (β) relativ zur ersten Stapelöffnungsfläche (111) in entgegengesetzte Richtungen
ausgebildet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der zweite Winkel (β) dadurch ausgebildet wird, dass
der Bauteilstapel (1) nach dem ersten Beschichtungsdurchgang derart um einen ersten
Drehpunkt (D1) auf der Stapelachse (A) gedreht wird, dass die erste Stapelöffnungsfläche
(111) und die zweite Stapelöffnungsfläche (112) nach der Drehung eine in Bezug auf
vor der Drehung entgegengesetzte Anordnung entlang der Stapelachse (A) aufweisen.
3. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der zweite Winkel (β) dadurch ausgebildet wird, dass
die thermische Spritzeinrichtung (3) nach dem ersten Beschichtungsdurchgang um einen
zweiten Drehpunkt (D2) auf der Stapelachse (A) gedreht wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die thermische Spritzvorrichtung (3) im ersten Beschichtungsdurchgang
und im zweiten Beschichtungsdurchgang durch die erste Stapelöffnungsfläche (111) geführt
wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, wobei eine erste thermische Spritzeinrichtung (7) mit einem
ersten Beschichtungsstrahl (31, 71) und eine zweite thermische Spritzeinrichtung (3,8)
mit einem zweiten Beschichtungsstrahl (81) vorgesehen sind und der erste Beschichtungsdurchgang
und der zweite Beschichtungsdurchgang gleichzeitig stattfinden.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Winkel (α) und der Winkel
(β) zwischen 0 und 30 Grad, bevorzugt zwischen 5 und 15 Grad und besonders bevorzugt
10 Grad betragen.
7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei ein innerer Querschnitt der
inneren Begrenzungsfläche (22) der Bauteilöffnung (21) entlang der Stapelachse (A)
ungleichförmig, insbesondere konvex gewölbt ausgebildet wird.
8. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Bauteilstapel (1) beim
Beschichten um die Stapelachse (A) und / oder die thermische Spritzvorrichtung (3,
7, 8), insbesondere ein Plasmabrenner, rotiert wird.
9. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Bauteil (2) ein Lagerbauteil
ist und / oder die innere Begrenzungsfläche (22) als eine Bauteilsitzfläche, insbesondere
zur Lagerung einer Welle, ausgebildet ist.
10. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Bauteilstapel (1) auf
einer Halterung (4) angeordnet wird.
11. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei zwischen den Bauteilen (2)
des Bauteilstapels (1) ein Abstandshalter (5) derart vorgesehen wird, dass die Bauteile
(2) beabstandet angeordnet werden.
12. Vorrichtung mit einem Bauteilstapel, umfassend eine thermische Spritzvorrichtung (3,
7, 8) mit einem Beschichtungsstrahl (31, 71, 81) und ein Bauteil (2), wobei das Bauteil
(2) eine durchgehende Bauteilöffnung (21) aufweist und das Bauteil (2) derart in Bezug
auf eine Stapelachse (A) ausgerichtet ist, dass der Bauteilstapel (1) eine durchgehende
Stapelöffnung (11) aufweist, wobei die Stapelöffnung (11) eine erste Stapelöffnungsfläche
(111) und eine zweite Stapelöffnungsfläche (112) umfasst und die erste Stapelöffnungsfläche
(111) und die zweite Stapelöffnungsfläche (112) entlang der Stapelachse (A) angeordnet
sind, und eine innere Begrenzungsfläche (22) der Bauteilöffnung (21) thermisch innenbeschichtbar
ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Bauteilstapel (1) derart beschichtbar ist, dass in einem ersten Beschichtungsdurchgang
zwischen der ersten Stapelöffnungsfläche (111) und dem Beschichtungsstrahl (31, 71,
81) ein erster Winkel (α) ausgebildet ist und in einem zweiten Beschichtungsdurchgang
zwischen der ersten Stapelöffnungsfläche (111) und dem Beschichtungsstrahl (31) ein
zweiter Winkel (β) ausgebildet ist, wobei der erste Winkel (α) und der zweite Winkel
(β) relativ zur ersten Stapelöffnungsfläche (111) in entgegengesetzte Richtungen ausgebildet
sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, wobei die Vorrichtung eine Halterung (4) für den Bauteilstapel
(1) umfasst.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 13, wobei der Bauteilstapel (1) rotierbar
in Bezug auf die thermische Spritzeinrichtung (3, 7, 8) angeordnet ist und / oder
die thermische Spritzeinrichtung (3, 7, 8) um die Stapelachse (A) rotierbar ist.