[0001] Die Erfindung betrifft einen Hydraulikantrieb gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs
1 sowie ein hydraulisch betätigbares Werkzeug gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs
13.
[0002] In einem beispielsweise als Kabelschuh-Presse verwendbaren, tragbaren, hydraulisch
betätigbaren Werkzeug (mit Akku- oder Netzkabel) wird ein bekannter Hydraulikantrieb
verwendet, dessen Umschaltventil mit Arbeitskraft-Druckbegrenzungsfunktion (letztere
durch ein integriertes Druckbegrenzungsventil) in einem von einer Arbeitsleitung von
der Druckquelle zum Hydroverbraucher abzweigenden Ablasskanal zum Tank angeordnet
ist. Bei der erstmaligen Inbetriebnahme des Werkzeugs wird über die Druckbegrenzungs-Funktion
bei Erreichen einer Arbeitsstellung die Arbeitskraft durch Öffnen des Druckbegrenzungsventils
begrenzt. Das Druckbegrenzungsventil verharrt dann in seiner Offenstellung, so dass
nach Abschalten der Druckquelle die permanent wirkende Kraft (entweder eine Feder
oder eine Last) den Hydroverbraucher über seinen Rückhub bis in eine vorbestimmte
Endstellung bewegt und dabei das Druckmittel aus dem Beaufschlagungsraum über das
in der Durchgangsstellung befindliche Umschaltventil zum Tank abströmen lässt. Dann
stellt sich das Druckbegrenzungsventil wieder in die Ausgangsstellung zurück. Das
Umschaltventil erfordert, da es auch die Druckbegrenzungsfunktion steuert, hohe Federkraft
und eine relativ enge Drosselstelle, was einerseits wenigstens eine sehr große Druckbeaufschlagungsfläche
und andererseits eine relativ begrenzte Rückhubgeschwindigkeit bedingt. Der Hydroverbraucher
fährt stets über den gesamten Rückhub bis in die Endstellung zurück, selbst wenn beim
Rückhub die Druckquelle wieder eingeschaltet wird. Der Rückhub ließe sich nur durch
Betätigen einer Handnoteinrichtung manuell stoppen. Dies erfordert jedoch komplizierte
Handgriffe und erheblichen Kraftaufwand. Da der Hydroverbraucher stets den vollen
Rückhub ausführt, wird bis zur neuen Inbetriebnahme auch wegen der langsamen Rückhubgeschwindigkeit
viel Zeit vergeudet. In vielen Einsatzfällen würde es nämlich ausreichen, beispielsweise
beim Verpressen von Kabelschuhen, den vom Hydroverbraucher gesteuerten Werkzeugeinsatz
nur geringfügig zu lockern, bis er sich an eine neue Arbeitsposition umsetzen lässt,
ohne die lange Zeitdauer für den Rückhub in Kauf nehmen zu müssen. Die große Druckbeaufschlagungsfläche
im Umschaltventil resultiert in hohem baulichem Aufwand. Ferner ist eine relativ hohe
permanente Kraft (Federspeicher) am Hydroverbraucher erforderlich.
[0003] Es ist in der Praxis vorgeschlagen worden, bei einem solchen Werkzeug im Hydraulikantrieb
zusätzlich ein elektrisch betätigbares Ventil anzuordnen, mit dem sich der Rückhub
des Hydroverbrauchers an jeder beliebigen Stelle stoppen lässt, ehe der Hydroverbraucher
die Endstellung erreicht hat. Dies bedeutet jedoch kostenintensiven Mehraufwand und
zusätzlichen Bedarf an elektrischer Energie, was beispielsweise bei einem mit einem
Akku betriebenen Werkzeug ungünstig ist. Außerdem ist eine elektrische Ansteuerung
des Ventils von Nöten, und ein eigener Betätiger für das Ventil, was die Handhabung
des Werkzeugs erschwert und zusätzliche Störungsquellen schafft.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Hydrauliksteuerung der eingangs genannten
Art sowie ein hydraulisch betätigbares Werkzeug anzugeben, bei denen energiesparend
und ohne zusätzliche Ausstattungskomponenten nach einem Arbeitszyklus die Zeitdauer
für den vollständigen Rückhub des Hydroverbrauchers bis in die Endstellung nicht abgewartet
zu werden braucht.
[0005] Die gestellte Aufgabe wird mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 und des Patentanspruchs
13 gelöst.
[0006] Nur durch generieren eines Druck- und/oder Volumenstrom-Impulses über die Druckquelle
lässt sich der Hydroverbraucher während des Rückhubs an beliebiger Stelle vor Erreichen
der Endstellung still setzen und entweder an dieser Position halten oder von der eingeschalteten
Druckquelle gleich wieder in eine Arbeitsstellung bringen, so dass, falls gewünscht,
die Zeitdauer für den vollständigen Rückhub und den neuen Hub in Richtung zur Arbeitsstellung
zu-mindest bis zur Stopp-Position nicht abgewartet zu werden braucht. Ein wesentlicher
Vorteil der Hydrauliksteuerung liegt darin, dass für das Abstoppen des Rückhubs ohnedies
für die normal benötigten Funktionen notwendige Komponenten eingesetzt und keine zusätzlichen
Ausstattungsteile benötigt werden.
[0007] Bei dem hydraulisch betätigbaren Werkzeug bietet die Möglichkeit, den Rückhub an
jeder beliebigen Position abzustoppen, diese Position zu halten, oder sofort wieder
einen neuen Arbeitszyklus einzuleiten, den erheblichen Vorteil einer deutlichen Zeitersparnis
bei mehreren aufeinanderfolgenden Arbeitszyklen.
[0008] Bei einer zweckmäßigen Ausführungsform ist die Druckquelle eine im Abschaltbetrieb
elektrisch betreibbare Pumpe (Akkubetrieb oder Netzkabelbetrieb), und lässt sich der
zum hydraulischen Abstoppen des Rückhubs notwendige Druck- oder Volumenstrom-Impuls
durch zumindest vorübergehendes Einschalten der zunächst abgeschalteten Pumpe generieren.
Dies lässt sich für den Anwender komfortabel über den ohnedies vorhandenen Einschalter
der Pumpe bewerkstelligen.
[0009] Zweckmäßig sind in dem Hydraulikantrieb das Umschaltventil und dessen Arbeitskraft-Druckbegrenzungsfunktion
in einer von der Druckquelle über den Hydroverbraucher und die Drosselstelle zum Tank
verlaufenden Arbeitsleitung parallel geschaltet, und ist die Arbeitsleitung sowohl
zum Hydroverbraucher als auch vom Hydroverbraucher zum Tank jeweils durch das Umschaltventil
hindurchgeführt. Dies stellt eine zweckmäßige Abkehr vom üblichen Prinzip dar, das
Umschaltventil nur in der Ablassleitung zum Tank anzuordnen, und schafft eine Voraussetzung,
den Rückhub jederzeit nur auf hydraulischem Weg abzustoppen.
[0010] Günstig wird dabei die Arbeitsleitung zwischen der Druckquelle und dem Hydroverbraucher
mit einer aus dem Förderdruck oder Förderstrom der Druckquelle eine vorbestimmte Druckdifferenz
erzeugende Steuerdrossel-Anordnung ausgestattet, die entweder eine Steuerdrossel und
ein in Rückströmrichtung zur Druckquelle sperrendes Rückschlagventil oder nur ein
in Rückströmrichtung zur Druckquelle sperrendes, federbelastetes Rückschlagventil
mit Steuerdrosselfunktion umfasst. Die Federkraft des Umschaltventils wirkt in Stellrichtung
zur Durchgangsstellung, während das Umschaltventil in Stellrichtung zur Absperrstellung
von stromauf der Steuerdrossel-Anordnung und in Stellrichtung zur Durchgangsstellung
zusätzlich jeweils von stromab der Steuerdrossel-Anordnung druckvorgesteuert ist.
Diese Druckvorsteuerungen des Umschaltventils ermöglichen es, die üblichen Funktionen
eines solchen Hydraulikantriebs bereitzustellen, und zusätzlich den Rückhub an jeder
gewünschten Stelle abzustoppen.
[0011] Hierbei kann es wichtig sein, wenn das Umschaltventil während der Ausfahrbewegung
des Hydroverbrauchers und in der jeweiligen Arbeitsstellung gegen die Federkraft druckvorgesteuert
die Absperrstellung hält.
[0012] In einer bevorzugten Ausführungsform weist das Umschaltventil für die Absperrstellung
zwischen dem Hydroverbraucher und dem Tank einen Sitz und ein Sitzventilschließglied
mit einer Dichtfläche auf, vorzugsweise zwischen der eingangs des Umschaltventils
angeordneten Drosselstelle und einem Tankanschluss. Das Sitzventilschließglied sperrt
unter Förderdruck oder Förderstrom der Druckquelle am Sitz ab und wird vom Sitz abgehoben,
ohne Förderdruck oder Förderstrom von der Federkraft des Umschaltventils, wenn die
Handnotbetätigung benutzt oder eine Drucksteuerung erfolgt. Dann bricht nämlich der
Druck in der Kammer zusammen. Ist dies nicht der Fall, bleibt das Sitzventilschließglied
wegen des Drucks aufgrund der permanent im Hydroverbraucher wirkenden Kraft auf dem
Sitz. Die Umstellungen des Umschaltventils erfolgen dabei ohne Zeitverlust zügig.
[0013] In einer zweckmäßigen Ausführungsform sind in einem Gehäuse des Umschaltventils für
die Arbeitskraft-Druckbegrenzungs-Funktion im Sitzventilschließglied eine mit der
Druckquelle kommunizierende Durchgangsbohrung, ein von der Federkraft des Umschaltventils
belasteter Kolben mit einem mit der Durchgangsbohrung zusammenwirkenden Schließfortsatz,
und, vorzugsweise, ein verstellbares Widerlager für eine die Federkraft generierende
Feder vorgesehen. Dabei kann das Widerlager entweder im Sitzventilschließglied angeordnet,
zum Beispiel verschraubbar festgelegt, und mit dem zur Außenseite des Gehäuses abgedichteten
Sitzventilschließglied im Gehäuse verschiebbar geführt sein, oder wird das Widerlager
im Gehäuse getrennt vom Sitzventilschließglied angeordnet, zum Beispiel verschraubt,
wobei das Sitzventilschließglied im Gehäuse abgedichtet eingekapselt ist. Die letztgenannte
Lösung hat den Vorteil weniger Dichtbereiche zu erfordern, die beim Arbeiten des Umschaltventils
beansprucht werden.
[0014] Um eine Notausbetätigung auf manuelle Weise zu ermöglichen, zum Beispiel zum Entlüften
oder Druckentlasten des Systems, oder dgl., ist es zweckmäßig, wenn sich vom Kolben
ein Fortsatz abgedichtet durch das Widerlager nach außen aus dem Gehäuse erstreckt,
der am außerhalb des Gehäuse liegenden Endes eine Handnotbetätigung bildet.
[0015] In einer günstigen Ausführungsform ist unterhalb des Sitzventilschließgliedes im
Gehäuse eine Kammer mit einem Druckquellenanschluss angeordnet, die zum Teil dem Sitzventilschließglied
abgewandt durch einen Kammerboden begrenzt wird. Der Kammerboden kann als ins Gehäuse
eingesetzter Einsatzteil ausgebildet oder integraler Bestandteil des Gehäuses sein.
Der Kammerboden wird von einem zu einem Hydroverbraucher-Anschluss des Gehäuses führenden
Durchgang durchsetzt. In dem Durchgang ist z. B. die Steuerdrossel-Anordnung angeordnet.
Hierdurch ergeben sich kurze und verlustarme Strömungswege und ein kompakter Aufbau
des Umschaltventils.
[0016] Im Durchgang des Kammerbodens sind entweder die als Einschraubdrosseleinsatz ausgebildete
Steuerdrossel und das als Plättchen-Rückschlagventil ausgebildete Rückschlagventil
montiert. Der Einschraubdrosseleinsatz lässt sich bequem gegen einen mit anderem Drosselquerschnitt
ausgebildeten ersetzen. Das Plättchen-Rückschlagventil spart Bauraum in Axialrichtung.
Alternativ kann im Durchgang direkt das federbelastete Rückschlagventil mit Steuerdrosselfunktion
montiert sein.
[0017] Um eine leichtgängige und saubere Bewegungen der beweglichen Komponenten des Umschaltventils
zu gewährleisten, kann der Kolben für die Druckbegrenzungsfunktion innen im als Topfkolben
mit außenumfänglicher konischer Dichtfläche ausgebildeten Sitzventilschließglied geführt
sein, und kann das Sitzventilschließglied innen in einer in die Kammer des Gehäuses
eingesetzten Buchse verschiebbar geführt werden.
[0018] Als periphere Ausstattung kann ein Pumpen-Ein- und -Ausschalter vorgesehen sein,
dem, vorzugsweise, funktionell entweder ein Zeitglied oder eine Programmsektion zugeordnet
ist, um die Pumpe zum Abstoppen des Rückhubs des Hydroverbrauchers über eine vorbestimmte
Zeitdauer einzuschalten, mit der sichergestellt ist, dass der Druck- oder Volumenstromimpuls
ausreicht, das Umschaltventil über eine entsprechende Druckdifferenz an der Steuerdrossel-Anordnung
aus der Durchgangsstellung in die Absperrstellung umzuschalten und in der Absperrstellung
zu halten.
[0019] Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes werden anhand der Zeichnung erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Blockschaltbild, teilweise im Schnitt, einer ersten Ausführungsform einer Hydrauliksteuerung
in einem als nicht beschränkendes Beispiel angedeuteten, hydraulisch betätigbaren
Werkzeug,
- Fig. 2
- eine Darstellung ähnlich der von Fig. 1 zu einer zweiten Ausführungsform der Hydrauliksteuerung,
- Fig. 3
- ein Blockschaltbild mit der Hydrauliksteuerung bei Inbetriebnahme,
- Fig. 4
- ein Blockschaltbild einschließlich der Hydrauliksteuerung in einer Arbeitsphase, und
- Fig. 5
- ein Blockschaltbild einschließlich der Hydrauliksteuerung bei Außerbetriebnahme, wobei
in den Fig. 3, 4, 5 die Komponenten der Hydrauliksteuerung mit Hydrauliksymbolen dargestellt
sind.
[0020] Fig. 1 zeigt einen Hydraulikantrieb H, der, ohne darauf beschränkt zu sein, beispielsweise
in ein hydraulisch betätigbares Werkzeug W eingegliedert und in drucklosen Zustand
gezeigt ist. Das Werkzeug W kann ein tragbares Werkzeug beispielsweise zum Verpressen
von Kabelschuhen, ein Schneidwerkzeug wie eine Unfallschere, oder ein Drehwerkzeug,
beispielsweise zum Einsatz im Feld sein und weist einen zweckmäßig austauschbaren
Werkzeugeinsatz 1 auf, der von einem Hydroverbraucher 2 gesteuert wird, im gezeigten
Ausführungsbeispiel von einem einseitig gegen eine permanente Kraft (Federspeicher
4 oder eine Last 5) hydraulisch verfahrbarer Hydrozylinder mit einem Kolben 3.
[0021] Im Werkzeug W ist eine Druckquelle P bei einem Tank T vorgesehen, die über einen
Elektromotor M im Abschaltbetrieb betreibbar ist. Hierbei kann es sich um eine Konstantpumpe
mit einem oder mehreren Pumpenelementen handeln. Der Elektromotor M ist mit einem
Ein- und Ausschalter 6 verbunden, der sich am Werkzeug nach Bedarf betätigen lässt.
Bei einer optionalen Ausführungsform ist dem Ein- und Ausschalter 6 ein Zeitglied
oder eine Programmsektion 7 zugeordnet, die bei nur kurzzeitiger Betätigung des Ein-
und Ausschalters 6 zum Einschalten eine vorbestimmte Einschaltzeitdauer sicherstellt,
zu der später ausgeführt werden wird.
[0022] Von der Druckquelle P führt eine Arbeitsleitung 9 über ein in Rückströmrichtung zur
Druckquelle P sperrendes Rückschlagventil 8 zum Hydroverbraucher 2, und zwar ein Ast
9a der Arbeitsleitung 9 durch ein Umschaltventil U mit Arbeitskraft-Druckbegrenzungsfunktion
zu einem Beaufschlagungsraum 40 des Hydroverbrauchers 2, und ein Ast 9b vom Beaufschlagungsraum
40 durch das Umschaltventil U zum Tank.
[0023] Das Umschaltventil U weist ein Gehäuse 10, in der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform
in Blockform oder als Einschraubpatrone, z. B. aus Stahl, auf, das einen Druckquellenanschluss
11, einen Hydroverbraucheranschluss 12, einen weiteren Hydroverbraucheranschluss 13
und einen Tankanschluss 14 mit einem bestimmten Anschlussbild aufweist. Im Gehäuse
10 ist eine mit dem Druckquellenanschluss 11 kommunizierende Kammer 15 geformt, die
durch einen Kammerboden 16, eine in das Gehäuse 10 eingeschraubte Buchse 17 und ein
als Topfkolben ausgebildetes Sitzventilschließglied 18 begrenzt ist. Der Kammerboden
16 ist optional als Einsatzteil ausgebildet (wie gezeigt), kann aber auch einstückig
mit dem Gehäuse 10 ausgebildet werden. Die Buchse 17 führt das Sitzventilglied 18
in einem zylindrischen Führungsbereich 20 und weist einen als umlaufende Kante ausgebildeten
Sitz 19 für eine außenseitige konische Dichtfläche 21 des Sitzventilschließglieds
18 auf, der sich zwischen dem zweiten Hydroverbraucheranschluss 13 und dem Tankanschluss
14 befindet. Das Sitzventilglied 18 wird durch eine relativ schwache Feder 22 mit
Federkraft in Abheberichtung vom Sitz 19 beaufschlagt. Die Feder 22 kann gegebenenfalls
auch entfallen.
[0024] Im Inneren des Sitzventilglieds 18 ist ein Kolben 23 verschiebbar geführt, der für
die Arbeitskraft-Druckbegrenzungsfunktion des Umschaltventils U vorgesehen ist und
unterseitig einen Schließgliedfortsatz 24 trägt, der mit einem Durchgang 29 im Boden
des Sitzventilglieds 18 zusammenarbeitet (Druckbegrenzungs-Sitzventilfunktion). Der
Kammerboden 16 enthält einen Durchgang zum ersten Hydroverbraucheranschluss 12. In
dem Durchgang ist eine Steuerdrossel-Anordnung A angeordnet, die bei der Ausführungsform
in Fig. 1 aus einem eingeschraubten Drosseleinsatz 26 mit einer Steuerdrossel 27 einer
vorbestimmten Querschnittsgröße besteht und auch ein in Rückströmrichtung zum Druckquellenanschluss
11 sperrendes Rückschlagventil 28 umfasst, das in der gezeigten Ausführungsform als
in Achsrichtung kleinbauendes Plättchen-Rückschlagventil ausgebildet ist.
[0025] Im Inneren des Kolbens 23 ist eine Feder 30 angeordnet, die die Federkraft zum Zuhalten
des Druckbegrenzungsventils 24, 29 erzeugt. Die Feder 30 stützt sich mit ihrem anderen
Ende an einem Widerlager 31 ab, das in der Ausführungsform in Fig. 1 in das Sitzventilglied
18 eingeschraubt ist und eine Veränderung der Federkraft ermöglicht. Der Kolben 23
weist einen mittigen Fortsatz 32 auf, der sich abgedichtet durch das Federwiderlager
31 nach außen aus dem Gehäuse 10 erstreckt und außerhalb des Gehäuses eine Handnotbetätigung
33 bildet. Das Sitzventilglied 18 erstreckt sich durch eine Dichtung 34 in der Hülse
17 nach außen aus dem Gehäuse, wo Strukturen 36 angeformt sein können, die beim Verschrauben
des Widerlagers 31 eine Drehabstützung ermöglichen. Bei Spielbewegungen des Sitzventilschließgliedes
18 bewegt sich dessen Ende 36 an der oberen Außenseite des Gehäuses 10, wobei das
Widerlager 31 diese Bewegungen mitmacht. Ferner ist im Sitzventilschließglied 18 ein
schräger Durchgangskanal 35 gebohrt, der eine Strömungsverbindung vom Durchgang 29
zum Tankanschluss 14 herstellt, bzw. vom Innenraum des Sitzventilschließgliedes 18
zum Ringraum, in welchem die optional vorgesehene Feder 22 untergebracht ist. Zwischen
dem zweiten Hydroverbraucheranschluss 13 und einem Ringraum bei der Dichtfläche 21
des Sitzventilschließglieds 18 ist eine Bohrung 37 vorgesehen, die, falls die Rückhubgeschwindigkeit
begrenzt werden soll, eine Drosselstelle bilden könnte.
[0026] Die Ausführungsform des Hydraulikantriebs H in Fig. 2 unterscheidet sich von der
der Fig. 1 dadurch, dass bei gleichem Anschlussbild des Gehäuses 10a das Widerlager
31 a in der Buchse 17a verschraubt und vom Kolben 23 baulich getrennt ist. Das Sitzventilschließglied
18a ist kürzer als in Fig. 1. Es ist nur die Feder 30 vorgesehen, während die Feder
22 von Fig. 1 weggelassen ist, so dass nur die Feder 30 bei geschlossenem Druckbegrenzungsventil
auch das Sitzventilschließglied 18a vom Sitz weg beaufschlagt. Der Kammerboden 16a
hat gegenüber Fig. 1 einen bauraumsparenden geänderten Querschnitt. Die nachstehend
erläuterte Funktion des Hydraulikantriebs ist bei beiden Ausführungsformen der Fig.
1 und 2 identisch. Ferner kann in beiden Ausführungsformen die Steuerdrossel-Anordnung
A nur durch ein (nicht gezeigtes) in Rückströmrichtung zum Druckquellenanschluss 11
sperrendes, federbelastetes Rückschlagventil mit Steuerdrosselfunktion im Durchgang
25 ersetzt sein. Ferner könnte, alternativ, die Steuerdrossel-Anordnung A an anderer
Stelle im Gehäuse 10, 10a oder direkt im Hydroverbraucheranschluss 12 platziert sein.
[0027] In Fig. 3 ist das Umschaltventil U mit seinem strichpunktiert angedeuteten Gehäuse
10, 10a so dargestellt, dass die Umschaltventilfunktion (Komponenten 19, 20, 21) und
die Druckbegrenzungsfunktion (Komponenten 23, 24, 28), wie auch die jeweilige Federkraft
22, 30 getrennt gezeigt sind, derart, dass in den Ästen 9a, 9b der Arbeitsleitung
9 die Umschaltventil-Funktion und die Druckbegrenzungsfunktion parallel geschaltet
sind. Zur Druckvorsteuerung bei der Umschaltventil-Funktion der Komponenten 19, 20,
21 sowie 22 (30) in dem Ast 9b der Arbeitsleitung sind Vorsteuerleitungen 18 und 39
gestrichelt angedeutet, die in den Fig. 1 und 2 einerseits durch die Kammer 15 und
andererseits durch die Drosselstelle 37 gebildet sind. Die Vorsteuerleitung 38 führt
von stromauf der Steuerdrossel-Anordnung A zur Schließsteuerseite des Sitzventilschließgliedes
18, während die Vorsteuerleitung 39 von stromab der Steuerdrossel-Anordnung A zur
Öffnungssteuerseite des Sitzventilschließglieds 18 verläuft.
[0028] In der in Fig. 3 gezeigten Phase erfolgt die Inbetriebnahme, das heißt die Druckquelle
P wird eingeschaltet. Der aus dem Förderdruck bzw. Förderstrom der Druckquelle P entstehende
Staudruck erzeugt an der Steuerdrossel 27 eine Druckdifferenz zwischen den Vorsteuerleitungen
38, 39, wodurch das Sitzventilschließglied 18 in seine Absperrstellung geht, das heißt,
sich mit der Dichtfläche 21 leckagefrei dicht an den Sitz 19 anlegt. Die Drosselstelle
37 ist dadurch vom Tankanschluss 14 getrennt (Absperrstellung). Der Kolben 23 hält
mit der Federkraft 30 über den Schließfortsatz 24 den Durchgang 29 geschlossen, so
dass der Verbindungskanal 35 zum Tank abgesperrt ist. Der Hydroverbraucher 2 fährt
aus. Wird die Druckquelle vor Erreichen des durch die Druckbegrenzungsfunktion gewünschten
maximalen Arbeitsdrucks wieder abgeschaltet, dann hält der durch die permanente Kraft
4; 5 aufgebaute Druck im Beaufschlagungsraum 40 das Umschaltventil in der Absperrstellung.
Der Hydroverbraucher bleibt in der aktuellen Position stehen. Wird in dieser Betriebsphase
die Handnotbetätigung 33 benutzt, dann wird der entstandene Druck über den Verbindungskanal
35 im Sitzventilschließglied 18 zum Tank abgebaut und nimmt das Umschaltventil U über
die Druckvorsteuerung aus der Vorsteuerleitung 39 seine (nicht gezeigte) Durchgangsstellung
ein, worauf der Hydroverbraucher 2 unter der permanent wirkenden Kraft 4; 5 einen
Rückhub bis in die Endstellung ausführt.
[0029] Fig. 4 verdeutlicht die Arbeitsphase des Hydraulikantriebs H. Der Hydroverbraucher
2 ist bis in eine Arbeitsstellung ausgefahren. Die Druckquelle P erzeugt den notwendigen
Arbeitsdruck. Bei Erreichen des gewünschten maximalen Arbeitsdrucks wird (Pfeil 41)
das Druckbegrenzungsventil mit seinen Komponenten 23, 24, 29 gegen die Federkraft
30 aufgesteuert. Das Druckbegrenzungsventil bleibt solange geöffnet, bis der Druck
in der Kammer 15 so weit abgefallen ist, dass das Umschaltventil U schaltet. Danach
schließt das Druckbegrenzungsventil wieder.
[0030] Fig. 5 verdeutlicht die Außerbetriebnahme des Hydraulikantriebs H durch Abschalten
der Druckquelle P. Da dann nur der Druck im Beaufschlagungsraum 40, bewirkt durch
die permanente Kraft 4; 5, wird über die Vorsteuerleitung 39 und die Feder 22 (oder
einen Teil der Federkraft der Feder 30) das Sitzventilschließglied 18, wie gezeigt,
in die Durchgangsstellung vom Sitz 19 abgehoben und der Hydroverbraucher 2 führt seinen
Rückhub bis in seine vorbestimmte Endstellung aus, und zwar mit einer Geschwindigkeit,
die gegebenenfalls durch die Bohrung 37 vorbestimmt ist. Wird gewünscht, den Hydroverbraucher
2 während des Rückhubs an beliebiger Stelle aufzuhalten, das heißt den Rückhub zu
stoppen, wird noch während des Rückhubs in Fig. 5 die Druckquelle P erneut eingeschaltet,
bis an der Steuerdrossel 27 mittels eines Druck- und/oder Volumenstrom-Impulses Staudruck
entsteht, der das Sitzventilglied 18 (Pfeil 42) wieder in seine Absperrstellung bringt.
Wird die Druckquelle für die eingangs erwähnte Zeitdauer nur vorübergehend eingeschaltet,
und dann wieder abgeschaltet, dann hält der Hydroverbraucher an der gestoppten Position.
Bleibt die Druckquelle P hingegen weiterhin eingeschaltet, dann fährt der Hydroverbraucher
2 wieder in eine Arbeitsstellung, in der gegebenenfalls der Maximaldruck wirkt, wobei
das Sitzventilschließglied 18 seine Absperrstellung hält.
[0031] Wird nach Erreichen des Maximaldrucks (max. Arbeitskraft) die Druckquelle P abgeschaltet,
führt der Hydroverbraucher 2 seinen vollständigen Rückhub aus, der jederzeit durch
erneutes Einschalten der Druckquelle wieder gestoppt werden kann.
[0032] In Fig. 1 wird bei Einschalten der Druckquelle P (des Elektromotors M) aus dem Volumenstrom
an der Steuerdrossel 27 eine Druckdifferenz erzeugt, während der Beaufschlagungsraum
40 unter Druck gerät, so dass das Sitzventilschließglied 18 mit seiner Dichtfläche
21 gegen den Sitz 19 fährt und die Absperrstellung einnimmt. Dadurch ist der Ast 9b
abgesperrt und fährt der Hydroverbraucher 2 aus. Der Schließfortsatz 24 hält den Durchgang
29 abgesperrt; der Kolben 23 führt in Fig. 1 zusammen mit dem Widerlager 31 die Bewegung
des Sitzventilschließgliedes 18 mit aus. Wird in der Arbeitsstellung die Arbeitskraft-Druckbegrenzungsfunktion
aktiviert, dann hebt sich der Schließfortsatz 24 vom Durchgang 29 ab und Druckmittel
strömt aus der Kammer 15 durch den Durchgang 29 und den Verbindungskanal 35 zum Tankanschluss
14, wobei gegebenenfalls das Rückschlagventil 28 absperrt. Dabei bewegt sich der Kolben
23 relativ zum Sitzventilschließglied 18 kurzzeitig nach oben gegen die Federkraft
30. Die Verbindung von der Drosselstelle 37 zum Tankanschluss 14 ist abgesperrt. Wird
nun die Druckquelle P abgeschaltet (der Elektromotor M), dann baut sich die Druckdifferenz
über die Steuerdrossel 27 ab, und wird das Sitzventilschließglied 18 zusammen mit
dem Kolben 23 zumindest durch die Federkraft 30 und dem über die Drosselstelle 37
wirkenden Druck im Beaufschlagungsraum 40 in die in Fig. 1 gezeigte Stellung verschoben
und vom Sitz 19 abgehoben. Da nun die Drosselstelle 37 mit dem Tankanschluss 14 verbunden
ist, drückt die permanente Kraft 4; 5 das Druckmittel aus dem Beaufschlagungsraum
40 in den Tank T, und zwar entweder bis der Hydroverbraucher 2 seinen vollen Rückhub
bis in die Endstellung ausgeführt hat, oder die Druckquelle P erneut eingeschaltet
wird, um den Rückhub zu stoppen, und gegebenenfalls eine neue Ausfahrbewegung einzuleiten.
[0033] Um den Hydraulikantrieb H an die jeweiligen Anforderungen (zum Beispiel hinsichtlich
Leistung, Bewegungsrichtung, Hub etc.) bequem anpassen zu können, ist gegebenenfalls
der Hydroverbraucher 2 (Hydrozylinder, Hydromotor) leicht austauschbar angeordnet,
d. h. die Hydroverbraucheranschlüsse im Gehäuse 10, 10a des Umschaltventils U bilden
Schnittstellen zur Kombination mit unterschiedlichen Typen von Hydroverbrauchern 2.
Das Umschaltventil U lässt sich beispielsweise durch Austausch des Drosseleinsatzes
26 und/oder Verstellung des Widerlagers 31 zur Änderung der Federkraft 30 (22) auf
sich ändernde Anforderungen abstimmen. Das Umschaltventil U ist mit blockförmigem
Gehäuse 10, 10a erläutert, könnte jedoch alternativ eine Ventilpatrone oder ein Einschraubventil
sein. Das Rückschlagventil 28 könnte im System an einer anderen Position als gezeigt
angeordnet werden.
1. Hydraulikantrieb, insbesondere für ein gegebenenfalls tragbares Werkzeug (W), mit
wenigstens einem zu einer Ausfahrbewegung in Arbeitsstellungen aus einer Druckquelle
(P) einseitig gegen eine permanente Kraft (4; 5) beaufschlagbaren Hydroverbraucher
(2), und einem Druck- und/oder Volumenstrom abhängig gegen Federkraft (22, 30) ansprechenden
Umschaltventil (U) mit einer Arbeitskraft-Druckbegrenzungsfunktion, das für einen
Rückhub des Hydroverbrauchers (2) unter der permanenten Kraft (4, 5) bei abgetrennter
oder abgeschalteter Druckquelle (P) einen Beaufschlagungsraum (40) des Hydroverbrauchers
(2) eine Durchgangsstellung einnimmt und zumindest über eine Bohrung (37) mit einem
Tank (T) verbindet, dadurch gekennzeichnet, dass der Hydroverbraucher (2) beim Rückhub über die Druckquelle (P) hydraulisch durch
einen Druck- und/oder Volumenstrom-Impuls abstoppbar ist.
2. Hydraulikantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckquelle (P) eine im Abschaltbetrieb elektrisch betreibbare Pumpe ist, und
dass der Druck- und/oder Volumenstrom-Impuls durch zumindest vorübergehendes Einschalten
der abgeschalteten Pumpe über eine vorbestimmte Zeitdauer generierbar ist.
3. Hydraulikantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Umschaltventil (U) und dessen Arbeitskraft-Druckbegrenzungsfunktion in einer
von der Druckquelle (P) über den Hydroverbraucher (2) und die Bohrung (37) zum Tank
(T) verlaufenden Arbeitsleitung (9, 9a, 9b) parallel geschaltet sind, und die Arbeitsleitung
(9, 9a, 9b) sowohl zum Hydroverbraucher (2) als auch vom Hydroverbraucher (2) zum
Tank (T) jeweils durch das Umschaltventil (U) verlaufen.
4. Hydraulikantrieb nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeitsleitung (9a) zwischen der Druckquelle (P) und dem Hydroverbraucher (2)
eine aus dem Förderdruck oder Förderstrom der Druckquelle (2) eine Druckdifferenz
erzeugende Steuerdrossel-Anordnung enthält, die entweder eine Steuerdrossel (27) und
ein in Rückströmrichtung zur Druckquelle (2) sperrendes Rückschlagventil (28) oder
nur ein in Rückströmrichtung zur Druckquelle (2) sperrendes, federbelastetes Rückschlagventil
mit Steuerdrosselfunktion umfasst, dass die Federkraft (22, 30) des Umschaltventils
(U) in Stellrichtung des Umschaltventils (U) zur Durchgangsstellung wirkt, und dass
das Umschaltventil (U) in Stellrichtung zur Absperrstellung von stromauf der Steuerdrossel-Anordnung
(A) und in Stellrichtung zur Durchgangsstellung von stromab der Steuerdrossel-Anordnung
(A) jeweils druckvorgesteuert ist.
5. Hydraulikantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Umschaltventil (U) während der Ausfahrbewegung und in der Arbeitsstellung des
Hydroverbrauchers (2) gegen die Federkraft (22, 30) die Absperrstellung hält.
6. Hydraulikantrieb nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Umschaltventil (A) für die Absperrstellung zwischen dem Hydroverbraucher (2)
und dem Tank (T) einen Sitz (19) und ein Sitzventilschließglied (18, 18a) mit einer
Dichtfläche (21) aufweist, vorzugsweise zwischen der eingangs des Umschaltventils
(U) angeordneten, gegebenenfalls als Drosselstelle ausgebildeten Bohrung (37) und
einem Tankanschluss (14), dass das Sitzventilschließglied (18, 18a) unter Förderdruck
oder Förderstrom der Druckquelle (P) am Sitz (19) absperrt, und ohne Förderdruck oder
Förderstrom von der Federkraft (22, 30) des Umschaltventils (U) vom Sitz (19) abgehoben
ist.
7. Hydrauliksteuerung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Umschaltventil (U) in einem Gehäuse (10, 10a) für die Druckbegrenzungsfunktion
im Sitzventilschließglied (18, 18a) eine mit der Druckquelle (P) kommunizierende Durchgangsbohrung
(29), einen von der Federkraft (22, 30) des Umschaltventils (U) belasteten Kolben
(23) mit einem mit der Durchgangsbohrung (29) zusammenwirkenden Schließfortsatz (24)
und, vorzugsweise, ein verstellbares Widerlager (31, 31a) für eine zumindest einen
Teil der Federkraft generierende Feder (30) aufweist, und dass entweder das Widerlager
(31, 31 a) im Sitzventilschließglied (18) angeordnet und mit dem im Gehäuse (10) nach
außen abgedichteten Sitzventilschließglied (18) im Gehäuse (10) verschiebbar geführt,
oder das Widerlager (31 a) direkt im Gehäuse (10a) getrennt von dem Gehäuse (10a)
abgedichtet eingekapselten Sitzventilschließglied (18a) angeordnet ist.
8. Hydrauliksteuerung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich vom Kolben (23) ein Fortsatz (32) abgedichtet durch das Widerlager (31, 31 a)
nach außen aus dem Gehäuse (10, 10a) erstreckt, und dass das außenliegende Ende des
Fortsatzes (32) eine Handnotbetätigung (33) zumindest zur Druckentlastung und/oder
Entlüftung bildet.
9. Hydrauliksteuerung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb des Sitzventilschließgliedes (18, 18a) eine Kammer (15) mit einem Druckquellenanschluss
(11) angeordnet ist, dass die Kammer (15) dem Sitzventilschließglied (18, 18a) abgewandt
durch einen, vorzugsweise als Einsatzteil ausgebildeten, Kammerboden (16, 16a) begrenzt
ist, der von einem zu einem Hydroverbraucher-Anschluss (12) führenden Durchgang (25)
durchsetzt ist, und dass die Steuerdrossel-Anordnung (A) im Durchgang (25) angeordnet
ist.
10. Hydrauliksteuerung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass im Durchgang (25) entweder die als Einschraubdrosseleinsatz (26) ausgebildete Steuerdrossel
(27) und das als Plättchen-Rückschlagventil ausgebildete Rückschlagventil montiert
sind, oder das federbelastete Rückschlagventil mit Steuerdrosselfunktion montiert
ist.
11. Hydrauliksteuerung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (23) innen im als Topfkolben mit außenumfänglicher konischer Dichtfläche
(21) ausgebildeten Sitzventilschließglied (18, 18a) und das Sitzventilschließglied
(18a, 18) innen in einer in die Kammer (15) eingesetzten Buchse (17, 17a) jeweils
verschiebbar geführt sind.
12. Hydrauliksteuerung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Pumpen-Ein- und -Ausschalter (6) vorgesehen ist, und dass dem Pumpen-Ein- und
-Ausschalter (16) entweder ein Zeitglied (7) oder eine Programmsektion (7) funktionell
zugeordnet ist, um die Pumpe zum Abstoppen des Rückhubs des Hydroverbrauchers (2)
über eine vorbestimmte Zeitdauer einzuschalten, mit der sichergestellt ist, dass der
Druck- und/oder Volumenstrom-Impuls ausreicht, das Umschaltventil (U) über eine Druckdifferenz
der Steuerdrossel-Anordnung (A) aus der Durchgangsstellung in die Absperrstellung
umzuschalten und in der Absperrstellung zu halten.
13. Hydraulisch betätigbares Werkzeug (W) mit wenigstens einem einen Werkzeugeinsatz einsteuernden,
einseitig gegen eine permanente Kraft (4; 5) hydraulisch beaufschlagbaren Hydroverbraucher
(2), insbesondere einem Hydrozylinder, einer im Abschaltbetrieb elektrisch betreibbaren
Druckquelle (P), und einem druck- und/oder volumenstromabhängig ansprechenden Umschaltventil
(U) mit Arbeitskraft-Druckbegrenzungsfunktion, das bei abgeschalteter Druckquelle
für einen Rückhub des Hydroverbrauchers (2) unter der permanenten Kraft (4; 5) einen
Beaufschlagungsraum (40) des Hydroverbrauchers (2) mit einem Tank (T) verbindet, dadurch gekennzeichnet, dass der Hydroverbraucher (2) beim Rückhub auch vor Erreichen einer vorbestimmten Endstellung
durch Einschalten der abgeschalteten Druckquelle (P) hydraulisch durch einen Druck-
und/oder Volumenstrom-Impuls abstoppbar ist.