[0001] Die Erfindung betrifft eine Verriegelungsanordnung für eine Leuchte, insbesondere
für eine Anbauleuchte, wobei die Verriegelungsanordnung ein Halteelement und ein Hebelelement
aufweist, das durch ein Drehlager drehbar an dem Halteelement gelagert ist. Weiterhin
betrifft die Erfindung eine Leuchte mit einer solchen Verriegelungsanordnung.
[0002] Verriegelungsanordnungen, die ein Drehlager umfassen, sind bei Leuchten aus dem Stand
der Technik in vielfältiger Form bekannt. Allerdings sind die bekannten Verriegelungsanordnungen
vergleichsweise aufwändig in der Herstellung und komplex im Aufbau.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine entsprechende verbesserte Verriegelungsanordnung
anzugeben. Insbesondere soll die Verriegelungsanordnung bei besonders einfachem Aufbau
eine sichere Funktionsweise zeigen. Außerdem soll eine Leuchte mit einer solchen Verriegelungsanordnung
angegeben werden.
[0004] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung mit den in den unabhängigen Ansprüchen genannten
Gegenständen gelöst. Besondere Ausführungsarten der Erfindung sind in den abhängigen
Ansprüchen angegeben.
[0005] Gemäß der Erfindung ist eine Verriegelungsanordnung für eine Leuchte, insbesondere
für eine Anbauleuchte, vorgesehen, die ein Halteelement und ein Hebelelement umfasst,
das durch ein Drehlager drehbar an dem Halteelement gelagert ist. Das Drehlager ist
dabei ein Gleitlager und weist ein Führungselement und ein geführtes Element auf,
wobei das Führungselement wenigstens zwei, auf einer Kreislinie angeordnete Löcher
oder unvollständige Stanzungen aufweist und jedes der Löcher bzw. jede der unvollständigen
Stanzungen einen, mit Bezug auf die Kreislinie radial nach außen weisenden Randbereich
aufweist, derart, dass die Randbereiche Führungsflächen für das geführte Element bilden.
[0006] Durch diese Gestaltung lässt sich mit besonders geringem Herstellungs- und Materialaufwand
eine Führung für das geführte Element bilden.
[0007] Vorzugsweise ist das Führungselement durch das Halteelement gebildet und das geführte
Element durch das Hebelelement gebildet.
[0008] Vorzugsweise bestehen das Führungselement und/oder das geführte Element aus Blech.
Hierdurch ist eine besonders kostengünstige und einfache Herstellung der Verriegelungsanordnung
ermöglicht.
[0009] Weiterhin vorteilhaft mit Bezug auf die Herstellung ist das Führungselement durch
eine verformte Platte gebildet, bei der die Verformung längs der Kreislinie verläuft.
Insbesondere kann dabei die Verformung durch eine Prägung oder ein Tiefziehen gebildet
sein.
[0010] Vorzugsweise weist die Verriegelungsanordnung außerdem ein Gegenelement auf, das
derart mit dem Führungselement verbunden ist, dass das geführte Element in einem Bereich
außerhalb der Kreislinie zwischen dem Führungselement und dem Gegenelement angeordnet
ist. Hierdurch lässt sich die Verriegelungsanordnung mit besonders wenigen Bauteilen
ausführen.
[0011] Herstellungstechnisch vorteilhaft ist dabei das Gegenelement mit dem Führungselement
durch Schweißen oder Clinchen verbunden.
[0012] Vorzugsweise weist dabei - innerhalb der Kreislinie betrachtet - das Gegenelement
in Richtung der Achse des Drehlagers eine größere Stärke auf als das Führungselement.
Hierdurch lässt sich erzielen, dass die auftretenden Haltekräfte besonders gut übertragen
werden können.
[0013] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist eine Leuchte mit einer erfindungsgemäßen
Verriegelungsanordnung vorgesehen. Die Verriegelungsanordnung ist dabei vorzugsweise
zur Halterung der Leuchte an einer Decke oder Wand ausgestaltet, wobei das Halteelement
dafür vorgesehen ist, an der Decke bzw. an der Wand befestigt zu werden. Auch eine
umgekehrte Montage wäre denkbar.
[0014] Vorzugsweise weist das Halteelement innerhalb der Kreislinie eine, vorzugsweise zentrisch
um die Achse des Drehlagers gebildete, Durchgangsöffnung für ein Verbindungselement
zur Fixierung des Halteelements an der Decke bzw. Wand auf. Auf diese Weise lässt
sich erzielen, dass der Kraftfluss von der Leuchte zur Decke bzw. zur Wand direkt
bzw. unmittelbar von dem Hebelelement auf das Verbindungselement, also beispielsweise
eine Schraube, führt. Dabei wird keine Verbindung zu anderen Bauteilen beansprucht.
[0015] Die Verriegelungsanordnung ist vorzugsweise dazu ausgestaltet, ein Trägerelement
der Leuchte an dem Halteelement zu halten. Die Verriegelungsanordnung eignet sich
aufgrund ihres Aufbaus besonders gut zur Halterung entsprechender Gewichte. Bei der
Leuchte kann es sich beispielsweise um eine 2 oder 3 m lange Leuchte handeln, die
ein entsprechend hohes Gewicht aufweist.
[0016] Vorzugsweise weist das Hebelelement eine Traglasche auf, die für ein Untergreifen
eines Vorsprungs des Trägerelements zum Halten des Trägerelements an dem Halteelement
ausgestaltet ist.
[0017] Vorzugsweise ist die Leuchte länglich, so dass sie zwei Endbereiche aufweist, wobei
die Verriegelungsanordnung an einem der beiden Endbereiche angeordnet ist und an dem
hierzu gegenüberliegenden, anderen Endbereich eine weitere Verriegelungsanordnung
angeordnet ist, die vorzugsweise analog zu der zuerst genannten Verriegelungsanordnung
ausgebildet ist, insbesondere symmetrisch hierzu. In diesem Fall eignet sich die Verriegelungsanordnung
besonders gut zur Halterung der Leuchte.
[0018] Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels und mit Bezug auf
die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Schnittdarstellung zu einer erfindungsgemäßen Verriegelungsanordnung
als Bestandteil einer Leuchte,
- Fig. 2
- eine entsprechende Darstellung, wobei die Schnittebene durch die Drehachse des Drehlagers
der Verriegelungsanordnung geführt ist,
- Fig. 3
- eine perspektivische Skizze von schräg oben zu der Verriegelungsanordnung in separierter
Form,
- Fig. 4
- eine Skizze von schräg unten nach Art einer Explosionsdarstellung,
- Fig. 5
- eine detailliertere perspektivische Schnittdarstellung von schräg oben, bei der der
Schnitt durch die Drehachse des Drehlagers geführt ist,
- Fig. 6
- eine weitere perspektivische Darstellung von schräg unten,
- Fig. 7
- eine Leuchte, die mit einer erfindungsgemäßen Verriegelungsanordnung an einer Decke
befestigt ist und
- Fig. 8
- eine Skizze der Leuchte nach Art einer Explosionsdarstellung.
[0019] In Fig. 7 ist eine Leuchte in Form einer Deckenanbauleuchte gezeigt, die mit einer
erfindungsgemäßen Verriegelungsanordnung an einer Decke befestigt ist. Fig. 8 zeigt
Bauteile der Leuchte nach Art einer Explosionsdarstellung. Generell kann die Leuchte
zur Befestigung an einer Decke oder an einer Wand vorgesehen sein. Im Folgenden wird
der Fall beschrieben, dass die Leuchte zur Deckenbefestigung vorgesehen ist. Falls
die Leuchte zur Wandmontage vorgesehen ist, ist die Beschreibung dementsprechend umzudeuten.
[0020] Zur Befestigung der Leuchte an der Decke dient ein insbesondere schienenartiges Montageelement
bzw. Halteelement 20, das zur Montage der Leuchte zunächst separat an der Decke befestigt
wird. Anschließend werden an dem Halteelement 20 die weiteren Leuchtenbauteile befestigt,
und zwar mit Hilfe der Verriegelungsanordnung.
[0021] Diese umfasst neben dem Halteelement 20 ein Hebelelement 30, das durch ein Drehlager
1 drehbar an dem Halteelement 20 gelagert ist, wie in Fig. 8 durch einen Doppelpfeil
angedeutet. Das Hebelelement 30 weist vorzugsweise zur leichteren Handhabung eine
Grifflasche 39 auf. Die Form der Grifflasche 39 ist vorzugsweise an die Form bzw.
die Oberfläche der Leuchte angepasst.
[0022] Herstellungstechnisch vorteilhaft ist das Hebelelement 30 aus einem Stück bestehend
bzw. einteilig gebildet.
[0023] Das Drehlager 1 ermöglicht eine Drehung des Hebelelements 30 um eine Drehachse
A. Im hier gezeigten Fall verläuft die Decke horizontal. Die Drehachse
A ist in diesem Fall senkrecht orientiert.
[0024] Allerdings eignet sich die Verriegelungsanordnung allgemein auch für eine entsprechende
Befestigung einer Leuchte an einer anderweitig geneigten Fläche, also beispielsweise
an einem beliebig geneigten Wandelement. Die entsprechenden Richtungsangaben in der
vorliegenden Beschreibung sind gegebenenfalls entsprechend umzudeuten.
[0025] Das Hebelelement 30 lässt sich durch die besagte Drehung zwischen einer Halteposition
und einer Löseposition hin- und her bewegen, wobei die Halteposition zur Halterung
der weiteren Leuchtenbauteile dient und in der Löseposition die weiteren Leuchtenbauteile
von dem Halteelement 20 entfernt werden können bzw. zur Montage von außen kommend
in die vorgesehene Relativposition gegenüber dem Halteelement 20 gebracht werden können.
In Fig. 8 ist das Hebelelement 30 in der Halteposition skizziert. Beispielsweise kann
vorgesehen sein, dass die Löseposition gegenüber der Halteposition um 90° verdreht
ist.
[0026] Zur Halterung der weiteren Leuchtenbauteile in der Halteposition weist das Hebelelement
30 ein Verriegelungselement in Form einer Traglasche 31 auf, die ein hierzu entsprechend
korrespondierendes Element an einem weiteren Leuchtenbauteil hinter- bzw. untergreift.
Die Verriegelungsanordnung stellt somit einen Drehriegelverschluss dar.
[0027] Fig. 4 zeigt eine perspektivische Ansicht von schräg unten auf das Halteelement 20
und das Hebelelement 30 nach Art einer Explosionsdarstellung. Wie hier gezeigt, kann
das Hebelelement 30 außerdem eine weitere Traglasche 31' umfassen, die mit Bezug auf
die Drehachse
A der zuerst genannten Traglasche 31 gegenüberliegend und vorzugsweise analog oder
symmetrisch zu dieser ausgebildet ist.
[0028] Wie in Fig. 8 exemplarisch gezeigt, kann das Halteelement 20 insgesamt länglich sein,
wobei die Verriegelungsanordnung und damit das Drehlager 1 an einem der beiden Endbereiche
angeordnet ist. Vorzugsweise ist an dem hierzu gegenüberliegenden, anderen Endbereich
eine entsprechende weitere Verriegelungsanordnung ausgebildet, vorzugsweise analog
zu der zuerst genannten Verriegelungsanordnung. Mit Bezug auf die längliche Form weist
demnach das Halteelements 20 vorteilhaft an dem anderen Endbereich ein weiteres Drehlager
1' auf sowie ein entsprechendes, weiteres Hebelelement 30', wobei die Gestaltung vorzugsweise
symmetrisch, insbesondere spiegelsymmetrisch zu der zuerst genannten Verriegelungsanordnung
gestaltet ist.
[0029] Das Halteelement 20 und die beiden genannten Verriegelungsanordnungen bilden somit
eine Montagevorrichtung für die Leuchte.
[0030] Eine derartige längliche Gestaltung des Halteelements 20 eignet sich besonders im
Fall einer länglichen Leuchte, wie exemplarisch in Fig. 7 gezeigt. Die erfindungsgemäße
Verriegelungsanordnung eignet sich jedoch allgemein auch im Fall einer anders geformten
Leuchte. Weist eine Leuchte beispielsweise eine rechteckige oder quadratische Grundform
auf, könnte vorteilhaft eine Ausführung mit vier Verriegelungsanordnungen vorgesehen
sein, die sich jeweils in einem der vier Eckbereiche befinden.
[0031] Fig. 1 zeigt eine perspektivische Schnittdarstellung des Endbereichs der Leuchte
von schräg oben, wobei das Halteelement 20 und die weiteren Leuchtenbauteile in der
für den Betrieb der Leuchte vorgesehenen Relativposition gezeigt sind. Das Hebelelement
30 ist dementsprechend in der Halteposition gezeigt.
[0032] Die weiteren Leuchtenbauteile umfassen insbesondere ein Trägerelement 40 der Leuchte,
das einen Vorsprung 41 und einen weiteren Vorsprung 41' umfasst, wobei zur Halterung
der weiteren Leuchtenbauteile an dem Halteelement 20 die Traglasche 31 den Vorsprung
40 untergreift und die weitere Traglasche 31' den weiteren Vorsprung 41'. Wie gezeigt,
kann das Trägerelement 40 profilartig gestaltet und dabei parallel zu dem Halteelement
20 ausgerichtet vorgesehen sein. Dementsprechend sind der Vorsprung 41 und der weitere
Vorsprung 41' vorzugsweise profilartig geformt und mit ihrem Längsachsen jeweils parallel
zu der Längsachse des Halteelements 20 orientiert, wenn die Leuchte wie vorgesehen
montiert ist.
[0033] Durch das Trägerelement 40 kann vorteilhaft ein Geräteraum 42 der Leuchte gebildet
sein, wobei das Halteelement 20 im montierten Zustand der Leuchte eine Abdeckung für
den Geräteraum 42 bildet. Beim Abnehmen der Leuchte von der Decke wird auf diese Weise
automatisch der Zugang zum Geräteraum 42 eröffnet bzw. bei Montage der Leuchte der
Geräteraum 42 abgedeckt.
[0034] Im Folgenden wird nun näher auf die Verriegelungsanordnung an sich eingegangen.
[0035] Fig. 2 zeigt eine weitere perspektivische Ansicht von schräg oben, wobei die Schnittebene
durch die Drehachse
A des Drehlagers 1 gelegt ist.
[0036] Das Drehlager 1 ist ein Gleitlager und umfasst ein Führungselement 2 und ein geführtes
Element 3. Das Führungselement 2 ist vorzugsweise durch das Halteelement 20 gebildet
und das geführte Element 3 durch das Hebelelement 30.
[0037] Fig. 3 zeigt eine perspektivische Ansicht der Verriegelungsanordnung in separierter
Form und Fig. 5 eine geschnittene Ansicht von schräg oben. Das Führungselement 2 weist
mehrere, wenigstens zwei, auf einer Kreislinie
K angeordnete Löcher 4 auf. Anstelle der Löcher 4 können auch unvollständige Stanzungen,
also sozusagen "Durchrisse" vorgesehen sein. Jedes der Löcher 4 weist dabei einen,
mit Bezug auf die Kreislinie
K radial nach außen weisenden Randbereich 5 auf, derart, dass die Randbereiche 5 Führungsflächen
für das geführte Element 3 bilden. Das geführte Element 3 weist hierzu vorzugsweise
eine kreisförmige Öffnung 33 auf, die derart gestaltet ist, dass deren Innenrand bei
Drehung des Hebelelements 30 um die Drehachse
A längs der Randbereiche 5 gleitet.
[0038] Die Randbereiche 5 fungieren also sozusagen als "Achsbolzen". Sie sind vorzugsweise
durch radial nach außen weisende Stege bzw. Laschen 21 gebildet, die wiederum durch
Freistellungen in Form der Löcher 4 gebildet sind. Die Löcher 4 können beispielsweise
in erster Näherung eine U-Form aufweisen, wobei die beiden U-Schenkel mit Bezug auf
die Kreislinie K zur Mitte hin weisen. Zwischen den U-Schenkeln sind dann die Laschen
21 gebildet.
[0039] Die Anzahl der Laschen 21 bzw. der Löcher 4 kann an das jeweilige Festigkeitserfordemis
angepasst sein. Beispielsweise können zwischen vier und zwölf Löcher 4 vorgesehen
sein, also beispielsweise sechs oder acht Löcher 4.
[0040] Zur Herstellung kann vorgesehen sein, dass in einem ersten Schritt die Löcher 4 gestanzt
werden und in einem darauffolgenden, zweiten Schritt die Verformung hergestellt wird.
[0041] Vorzugsweise besteht das Führungselement 2 bzw. das Halteelement 20 aus Blech und
vorzugsweise besteht das geführte Element 3 bzw. das Hebelelement 30 aus Blech. Die
Löcher 4 in dem Führungselement 2 können herstellungstechnisch vorteilhaft durch Ausstanzen
gebildet sein. Ebenso kann die kreisrunde Öffnung 33 des geführten Elements 3 durch
Ausstanzen gebildet sein.
[0042] Wie im gezeigten Beispiel weiterhin der Fall, kann herstellungstechnisch vorteilhaft
das Führungselement 2 durch eine verformte Platte gebildet sein, bei der die Verformung
längs der Kreislinie K verläuft. Die Verformung kann vorteilhaft durch eine Prägung
oder ein Tiefziehen gebildet sein.
[0043] Durch ein entsprechendes Verformen einer Platte, die keine entsprechenden Löcher
aufweist, würde schwerlich eine geeignete kreiszylindrische Führungsfläche gebildet
werden können; bei einem derartigen Verformen sind stets gewisse Toleranzen zu berücksichtigen.
Durch die Löcher 4 lässt sich erzielen, dass herstellungstechnisch vorteilhaft dennoch
eine entsprechend exakte Führung für das geführte Element 3 bzw. das Hebelelement
30 gewährleistet werden kann.
[0044] Wie im gezeigten Beispiel der Fall, weist die Verriegelungsanordnung weiterhin ein
Gegenelement 6 auf, das derart mit dem Führungselement 2 verbunden ist, dass das geführte
Element 3 in einem Bereich außerhalb der Kreislinie
K zwischen dem Führungselement 2 und dem Gegenelement 6 angeordnet ist. Vorzugsweise
ist dabei das Gegenelement 6 mit dem Führungselement 2 durch Schweißen oder Clinchen
verbunden. Auf diese Weise ist mit wenigen Bauteilen und geringem Herstellungsaufwand
eine geeignete Führung für das geführte Element 3 bzw. das Hebelelement 30 gebildet.
[0045] Dementsprechend ist die durch Prägung oder Tiefziehen gebildete Verformung vorzugsweise
derart, dass ein innerhalb der Kreislinie K befindlicher Bereich 25 des Führungselements
2 um ein Maß gegenüber einem außerhalb der Kreislinie
K befindlichen Bereich 26 versetzt ist, das gleich einer Stärke des geführten Elements
3 zuzüglich einem entsprechendem Bewegungsspiel für das geführte Element 3 ist.
[0046] Um ein Zentrieren des Gegenelements 6 relativ zu dem Halteelement 20 bei der Herstellung
der Verriegelungsanordnung zu erleichtern, kann wenigstens eine kleine Prägung in
einem der beiden genannten Elemente 6, 20 und wenigstens ein dazu korrespondierendes
Loch in dem betreffenden anderen der beiden Elemente 6, 20 ausgebildet sein.
[0047] Innerhalb der Kreislinie K betrachtet weist das Gegenelement 6 in Richtung der Achse
A des Drehlagers 1 vorzugsweise eine größere Stärke auf als das Führungselement 2.
Die Verformung ist hierdurch herstellungstechnisch vorteilhaft in dem dünneren der
beiden Elemente 2, 6 gebildet. Das Gegenelement 6 ist dadurch dicker bzw. stärker
ausgebildet, so dass auftretende Haltekräfte besonders gut übertragen werden können.
[0048] Grundsätzlich könnte jedoch die Verformung alternativ in dem Gegenelement 6 ausgeführt
sein oder in jedem der beiden Elemente 2, 6 teilweise.
[0049] Wie in Fig. 6 beispielhaft gezeigt, weist die Traglasche 31 vorzugsweise aufgebogene
Ecken 35, 36 auf, die als Anführung bzw. Führungsflächen beim Bewegen der Traglasche
31 unter den Vorsprung 41 beim Befestigen der Leuchte am Halteelement 20 dienen. Auf
diese Weise lässt sich erzielen, dass die Leuchte mit leichter Vorspannung befestigt
werden kann.
[0050] Weiterhin kann die Gestaltung derart sein, dass die Traglasche 31 ein wenig überbogen
ist, so dass beim Eindrehen eine Art Totpunkt überwunden werden muss. Dadurch lässt
sich die Gefahr eines selbstständigen Öffnens aus der Halteposition heraus verringern
oder gar vermeiden. Alternativ oder ergänzend kann eine entsprechende Sicherung durch
eine Drahtfeder 37 bewirkt werden, wie in Fig. 6 skizziert. Durch eine derartige Gestaltung
lässt sich auch erzielen, dass eine Bedienperson bei der Bedienung des Hebelelements
30 nach Erreichen der Halteposition haptisch erfassen kann, dass die Halteposition
erreicht ist.
[0051] Das Gegenelement 6 kann außerdem weitere Funktionen erfüllen, zum Beispiel - im Fall
einer Pendelleuchte - als Angriffselement für ein Pendel ausgestaltet sein.
[0052] Das Gegenelement 6 kann auch als Führungselement zur Unterstützung bei der Ausrichtung
der weiteren Leuchtenbauteile gegenüber dem Halteelement 20 bei der Montage der Leuchte
ausgebildet sein; beispielsweise kann hierdurch - im Fall einer länglichen Leuchte
- die Längszentrierung der Leuchte unterstützt sein. Das Gegenelement 6 kann hierzu
- wie in den Figuren beispielhaft gezeigt - durch eine winkelförmig gebogene Platte
gebildet sein, wobei ein hierdurch gebildeter Schenkel ein Anschlagelement für ein
weiteres Leuchtenbauteil bildet.
[0053] Das Gegenelement 6 kann auch als Aufnahme einer Verdrehsicherung ausgestaltet sein.
[0054] Vorzugsweise weist das Halteelement 20 innerhalb der Kreislinie K eine, vorzugsweise
zentrisch um die Achse
A des Drehlagers 2 gebildete, Durchgangsöffnung 29 für ein Verbindungselement
V zur Fixierung des Halteelements 20 an der Decke auf. Hierdurch ist ein besonders
unmittelbarer Kraftfluss von dem Hebelelement 30 über das Verbindungselement
V an die Decke ermöglicht. Bei dem Verbindungselement
V kann es sich insbesondere um eine Schraube handeln.
[0055] Dementsprechend weist auch das Gegenelement 6 vorteilhaft eine entsprechende Durchgangsöffnung
69 für das Verbindungselement
V auf.
[0056] Zur Montage der Leuchte an einer Decke kann vorgesehen sein, dass in einem ersten
Schritt das Halteelement 20 mit Hilfe des Verbindungselements
V an der Decke befestigt wird. In einem zweiten Schritt wird die Leuchte dann elektrisch
angeschlossen, in einem dritten Schritt werden die weiteren Leuchtenbauteile wie vorgesehen
relativ zu dem Halteelement 20 ausgerichtet, wobei sich das Hebelelement 30 dementsprechend
in der Löseposition befindet und in einem vierten Schritt wird das Hebelelement 30
aus der Löseposition in die Halteposition gedreht, so dass hierdurch die weiteren
Leuchtenbauteile an dem Halteelement 20 gehalten sind.
[0057] Vorzugsweise ist die Gestaltung der Leuchte dabei derart, dass sich - bei montierter
Leuchte - das in der Halteposition befindliche Hebelelement 30 vollständig oder nahezu
vollständig innerhalb der normalen Projektion der weiteren Leuchtenbauteile befindet,
also bei normaler Betrachtung der Leuchte praktisch nicht mehr sichtbar ist.
[0058] Wenn sich das Hebelelement 30 jedoch in der Löseposition befindet, ragt es vorzugsweise
neben der genannten Projektion der weiteren Leuchtenbauteile heraus, so dass es sich
gut ergreifen lässt.
[0059] Im gezeigten Beispiel weist das Hebelelement 30, dem Drehlager 1 gegenüberliegend,
einen kleinen, leicht gebogenen Endbereich auf, der ein Ergreifen des Hebelelements
30 erleichtert, wenn sich das Hebelelement 30, bei montierter Leuchte, in der Halteposition
befindet. Hierdurch ist eine Demontage der Leuchte erleichtert.
[0060] Die erfindungsgemäße Verriegelungsanordnung lässt sich insbesondere besonders unauffällig
in die Leuchte integrieren. Sie funktioniert besonders einfach und sicher. Sie lässt
sich aus besonders wenigen Einzelteilen herstellen.
1. Verriegelungsanordnung für eine Leuchte, insbesondere für eine Anbauleuchte, aufweisend
- ein Halteelement (20) und
- ein Hebelelement (30), das durch ein Drehlager (1) drehbar an dem Halteelement (20)
gelagert ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Drehlager (1) ein Gleitlager ist und ein Führungselement (2) und ein geführtes
Element (3) aufweist, wobei das Führungselement (2) wenigstens zwei, auf einer Kreislinie
(K) angeordnete Löcher (4) oder unvollständige Stanzungen aufweist und jedes der Löcher
(4) bzw. jede der unvollständigen Stanzungen einen, mit Bezug auf die Kreislinie (K) radial nach außen weisenden Randbereich (5) aufweist, derart, dass die Randbereiche
(5) Führungsflächen für das geführte Element (3) bilden.
2. Verriegelungsanordnung nach Anspruch 1,
bei der das Führungselement (2) durch das Halteelement (20) gebildet ist und das geführte
Element (3) durch das Hebelelement (30) gebildet ist.
3. Verriegelungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2,
bei der das Führungselement (2) und/oder das geführte Element (3) aus Blech bestehen.
4. Verriegelungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
bei der das Führungselement (2) durch eine verformte Platte gebildet ist, bei der
die Verformung längs der Kreislinie (K) verläuft.
5. Verriegelungsanordnung nach Anspruch 4,
bei der die Verformung durch eine Prägung oder ein Tiefziehen gebildet ist.
6. Verriegelungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, weiterhin aufweisend
- ein Gegenelement (6), das derart mit dem Führungselement (2) verbunden ist, dass
das geführte Element (3) in einem Bereich außerhalb der Kreislinie (K) zwischen dem Führungselement (2) und dem Gegenelement (6) angeordnet ist.
7. Verriegelungsanordnung nach Anspruch 6,
bei der das Gegenelement (6) mit dem Führungselement (2) durch Schweißen oder Clinchen
verbunden ist.
8. Verriegelungsanordnung nach Anspruch 6 oder 7,
bei der innerhalb der Kreislinie (K) betrachtet das Gegenelement (6) in Richtung der Achse (A) des Drehlagers (1) eine
größere Stärke aufweist als das Führungselement (2).
9. Leuchte, aufweisend
- eine Verriegelungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
10. Leuchte nach Anspruch 9,
bei der die Verriegelungsanordnung zur Halterung der Leuchte an einer Decke oder Wand
ausgestaltet ist und das Halteelement (20) dafür vorgesehen ist, an der Decke bzw.
an der Wand befestigt zu werden.
11. Leuchte nach Anspruch 10,
bei der das Halteelement (20) innerhalb der Kreislinie (K) eine, vorzugsweise zentrisch um die Achse (A) des Drehlagers (2) gebildete, Durchgangsöffnung (29) für ein Verbindungselement
(V) zur Fixierung des Halteelements (20) an der Decke bzw. Wand aufweist.
12. Leuchte nach Anspruch 10 oder 11,
bei der die Verriegelungsanordnung dazu ausgestaltet ist, ein Trägerelement (40) der
Leuchte an dem Halteelement (20) zu halten.
13. Leuchte nach Anspruch 12,
bei der das Hebelelement (30) eine Traglasche (31) aufweist, die für ein Untergreifen
eines Vorsprungs (41) des Trägerelements (40) zum Halten des Trägerelements (40) an
dem Halteelement (20) ausgestaltet ist.
14. Leuchte nach einem der Ansprüche 10 bis 13,
die länglich ist, so dass sie zwei Endbereiche aufweist, wobei die Verriegelungsanordnung
an einem der beiden Endbereiche angeordnet ist und an dem hierzu gegenüberliegenden,
anderen Endbereich eine weitere Verriegelungsanordnung angeordnet ist, die vorzugsweise
analog zu der zuerst genannten Verriegelungsanordnung ausgebildet ist, insbesondere
symmetrisch hierzu.