[0001] Die Erfindung betrifft eine Steuereinrichtung für eine Einrichtung zur Beeinflussung
eines Luftvolumenstroms, insbesondere in Form einer Absperrvorrichtung, für einen
Kanal einer raumlufttechnischen Anlage, wobei die Absperrvorrichtung eine Klappe und
ein Gehäuse für die darin schwenkbar gelagerte Klappe umfasst, wobei zum Verschwenken
der Klappe zwischen ihrer Schließstellung und ihrer Offenstellung ein vorzugsweise
auf der Außenseite des Gehäuses angeordneter Antrieb, insbesondere ein als Federrücklaufmotor
ausgebildeter Antrieb, vorgesehen ist, und wobei die Steuereinrichtung, die von einer
zentralen Steuereinrichtung (Controller) ansteuerbar ist, dem Antrieb zugeordnet ist.
[0002] In raumlufttechnischen Anlagen werden heutzutage Kommunikationssysteme zur Erfassung
von Signalen und zur Steuerung von den einzelnen lufttechnischen Komponenten eingesetzt.
Mit derartigen Kommunikationssystemen werden auch Absperrvorrichtungen, wie beispielsweise
Brandschutz- oder Entrauchungsklappen, gesteuert und überwacht. Bestandteil einer
raumlufttechnischen Anlage ist üblicherweise eine zentrale Steuereinrichtung (Controller),
die zentral beispielsweise die Steuereinrichtungen verschiedener Absperrvorrichtungen
steuert. Ein Beispiel für ein solches Kommunikationssystem ist das AS-Interface, beispielsweise
das Trox Netcom-AS-Interface-System, als Standard für eine Feldbus-Kommunikation.
Hier können Komponenten, wie Aktoren oder Sensoren gesteuert werden. Eine Parallel-Verkabelung
ist nicht mehr erforderlich.
[0003] Jede Steuereinrichtung einer Komponente, wie beispielsweise einer Absperrvorrichtung,
erhält eine eigene Adresse, die in einer beispielsweise der Komponente zugeordneten
Speichereinrichtung hinterlegt ist. Die Übertragung der Daten und die Spannungsversorgung
erfolgt üblicherweise über ein zweiadriges, nicht abgeschirmtes Kabel. Aus der so
genannten ASI-Spannung kann auch die Motorspannung generiert werden. Brandschutzklappen
weisen als Antrieb üblicherweise einen Federrücklaufmotor auf.
[0004] Werksseitig wird die Steuereinrichtung üblicherweise bereits mit dem betreffenden
Antrieb zu einer Einheit verbunden. Soll beispielsweise die Klappe einer bereits in
einem Gebäude installierten Absperrvorrichtung in ihre Offenstellung verschwenkt werden,
ist es erforderlich, dass das komplette System fertiginstalliert ist, damit über ein
auf der zentralen Steuereinrichtung (Controller) hinterlegtes Programm die entsprechenden
Ausgänge in der dem Antrieb zugeordneten Steuereinrichtung angesprochen werden können.
[0005] Allerdings sind in der Praxis häufig auch Teilinbetriebnahmen von Absperrvorrichtungen
erforderlich. Dann ist meistens die zentrale Steuereinrichtung (Controller) noch nicht
vorhanden bzw. das System noch nicht fertig installiert. In einem solchen Fall muss
- sofern beispielsweise die Absperrvorrichtung als Brandschutzklappe ausgebildet ist
- die Klappe manuell geöffnet werden, wobei die Klappe in der Offenstellung verriegelt.
Ein Schließen der Klappe ist im Notfall dann nicht mehr möglich.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Steuereinrichtung anzugeben, die auch beispielsweise
bei einem noch nicht fertig installierten und in Betrieb genommenen System ein Öffnen
der Klappe beispielsweise einer Absperrvorrichtung ermöglicht, ohne dass im Notfall
die Schließfunktion beeinträchtigt ist.
[0007] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Steuereinrichtung eine Funktion aufweist,
die beim erstmaligen Anlegen einer Spannung an der Steuereinrichtung ein Öffnungssignal
an den Antrieb ausgibt, d. h. einen Ausgang schaltet, so dass die Klappe aus ihrer
Schließstellung in ihre Offenstellung verschwenkt wird. Bei der Absperrvorrichtung
kann es sich um jegliche Art einer Klappe, wie beispielsweise einer Volumenstromklappe
oder einer Jalousieklappe, handeln, die zwischen einer "Auf"-Stellung und einer "Zu"-Stellung
bewegt werden kann.
[0008] Für ein Öffnen der Klappe muss lediglich eine Spannung angelegt werden. Es ist nicht
erforderlich, dass die betreffende Steuereinrichtung mit einer übergeordneten Steuereinrichtung
(Controller) verbunden ist, die bei fertig gestellter Installation dann mehrere, insbesondere
alle, Steuereinrichtungen einer klimatechnischen Anlage steuert. Bei dem Anlegen der
Spannung - üblicherweise einer 24 V Spannung - werden die Ausgänge zum Öffnen der
Klappe zwangsweise gesetzt und die Klappe wird elektrisch aufgefahren.
[0009] Der Vorteil der erfindungsgemäßen Steuereinrichtung liegt darin, dass beim erstmaligen
Anlegen einer Spannung, die üblicherweise 24V beträgt, die Klappe beispielsweise der
Absperrvorrichtung sofort angesteuert und geöffnet wird, auch wenn die Steuereinrichtung
selbst noch nicht mit einer übergeordneten zentralen Steuereinrichtung (Controller)
verbunden ist und somit noch keine Kommunikation mit einer zentralen Steuereirichtung
(Controller) hat. Fällt die Spannung im laufenden Betrieb einer klimatechnischen Anlage
ab, wird die Klappe bei erneutem Anlegen einer Spannung wieder in ihre Offenstellung
verschwenkt, sofern keine vorherige thermische Auslösung erfolgt ist.
[0010] Sollte es zu einem Notfall kommen, wird die Klappe - sofern es sich beispielsweise
um eine Brandschutzklappe handelt - beispielsweise durch eine Spannungsunterbrechung
einer ihr zugeordneten thermoelektrischen Auslöseeinrichtung automatisch in ihre Schließstellung
verschwenkt. Eine solche thermoelektrische Auslöseeinrichtung ist üblicherweise ein
fester Bestandteil des elektrischen Antriebes. Aufgrund der Rückstellfeder wird die
Klappe aus ihre Offenstellung in die Schließstellung verschwenkt.
[0011] Die Absperrvorrichtung mit einer erfindungsgemäßen Steuereinrichtung kann am Ende
eines Luftkanals angeordnet sein. Selbstverständlich ist auch eine Anordnung möglich,
bei der beide Enden der Absperrvorrichtung an einen Luftkanal angeschlossen sind.
Eine Steuereinrichtung umfasst diverse elektronische Bauteile. Dies sind neben geeigneten
Anschlüssen - auch für eine Spannungsversorgung des Antriebes - üblicherweise zumindest
ein Prozessor und gegebenenfalls ein Speicher, der auch in dem Prozessor integriert
sein kann.
[0012] Die Absperrvorrichtung kann als Brandschutzklappe ausgebildet sein, wobei der Antrieb
zum Verschwenken der Klappe aus ihrer Schließstellung gegen eine Rückstellkraft in
ihre Offenstellung, d.h. zum Spannen, vorgesehen ist und die Klappe mittels einer
Mechanik gegen die Rückstellkraft in ihrer Offenstellung gehalten ist und aus der
Offenstellung, beispielsweise im Brandfall, nach Lösen der Mechanik durch die Rückstellkraft
in ihre Schließstellung verschwenkbar ist. Als Mechanik kann beispielsweise der Antrieb
eingesetzt werden. Solange der Antrieb unter Spannung steht, hält der Antrieb die
Klappe in ihrer Offenstellung.
[0013] Alternativ kann die Absperrvorrichtung als Entrauchungsklappe oder auch als Entrauchungsklappe
mit Entlüftungsfunktion ausgebildet sein, wobei der Antrieb zum Verschwenken der Klappe
aus ihrer Schließstellung in ihre Offenstellung und/oder aus ihrer Offenstellung in
ihre Schließstellung vorgesehen ist. Bei einer Entrauchungsklappe mit einer Entlüftungsfunktion
kann der Antrieb üblicherweise die Klappe in beide Richtungen verschwenken. Während
sich eine Entrauchungsklappe üblicherweise in ihrer Schließstellung befindet und nur
im Notfall in ihre Offenstellung verlagert wird, wird eine Entrauchungsklappe mit
Entlüftungsfunktion auch zum Abführen von Abluft eingesetzt.
[0014] Es bietet sich an, wenn die Steuereinrichtung als separates, mit dem Antrieb verbind-
und wiederlösbares Bauteil ausgebildet ist. Dann weist die Steuereinrichtung eine
Modulbauweise auf und ist damit als Modul ausgebildet. Das Modul weist geeignete Anschlüsse
und/oder Kabel auf, so dass eine leitende Verbindung mit dem zugehörigen Antrieb sowie
mit einer übergeordneten zentralen Steuereinrichtung (Controller) und gegebenenfalls
auch mit einer Spannungsversorgung hergestellt werden kann. Das Modul ist beispielsweise
in einem Gehäuse, das vorzugsweise wasserdicht ist, angeordnet.
[0015] In der Steuereinrichtung können verschiedene Steuerungsprogramme mit für diese Absperrvorrichtung
relevanten Daten hinterlegt sein und die Steuereinrichtung kann eine Stelleinrichtung
aufweisen, mit der für jede Stellung der Stelleinrichtung eines der Steuerungsprogramme
zur Anpassung der Steuereinrichtung an die mit ihr verbundene Absperrvorrichtung auswählbar
ist. Damit kann ein und dieselbe Steuereinrichtung für unterschiedliche Typen von
Absperrvorrichtungen eingesetzt werden. In Abhängigkeit von der jeweiligen zu steuernden
Absperrvorrichtung muss lediglich die Stelleinrichtung in die richtige Stellung gebracht
werden.
[0016] Die Steuereinrichtung kann als Energiespeicher zumindest einen Kondensator, insbesondere
einen Superkondensator, aufweisen. Unter Superkondensatoren werden Doppelschicht-,
Pseudo- oder Hybridkondensatoren verstanden. Durch die Verwendung entsprechender Kondensatoren
ist die Steuereinrichtung sehr lang einsetzbar und nahezu wartungsfrei. Dies bietet
sich insbesondere an, wenn die Steuereinrichtung als separates Modul ausgebildet ist
und zur Steuerung eines Antriebes einer Entrauchungsklappe mit einer Entlüftungsfunktion
eingesetzt wird.
[0017] Es bietet sich an, wenn die Steuereinrichtung zur Anzeige der Stellung der Klappe
und/oder zur Anzeige der Richtungsänderung einer eventuellen Schwenkbewegung der Klappe
zumindest eine optische Anzeigeeinrichtung aufweist. Damit ist auch aus der Ferne
die aktuelle Position oder eine eventuelle Bewegung und deren Richtung erkennbar.
So kann die optische Anzeigeeinrichtung beispielsweise beim Schwenkprozess blinken,
während die Stellung der Klappe im Stillstand mit einem Dauerlicht angezeigt wird.
[0018] Zumindest eine optische Anzeigeeinrichtung kann als Leuchtdiode ausgebildet sein.
Besondere geeignet sind High Efficiency LED's. Vorzugsweise sind zumindest zwei Leuchtdioden
unterschiedlicher Farben vorgesehen. Bei einer Steuereinrichtung für eine Entrauchungsklappe
bieten sich zumindest drei Leuchtdioden an, wobei eine Leuchtdiode als Ladekontrollleuchte
eingesetzt werden kann, während die anderen beiden Leuchtdioden die Stellung und die
Richtungsänderung der Klappe anzeigen.
[0019] Die Erfindung betrifft auch ein System zur Belüftung und/oder Entlüftung von Gebäuden
mit zumindest einem Luftkanal und mit zumindest zwei in dem(den) Luftkanal(Luftkanälen)
angeordneten lufttechnischen Komponenten, wobei zumindest eine Komponente als Einrichtung
zur Beeinflussung eines Luftvolumenstroms, insbesondere als Absperrvorrichtung, mit
einer Steuereinrichtung nach einem der Ansprüche ausgebildet ist, und dass zumindest
eine zentrale Steuereinrichtung (Controller) zur zentralen Ansteuerung mehrere, insbesondere
aller, Komponenten und/oder Steuereinrichtungen dieses Systems vorgesehen ist.
[0020] Dabei kann eine Absperrvorrichtung als Brandschutzklappe ausgebildet sein, wobei
der Antrieb zum Verschwenken der Klappe aus ihrer Schließstellung gegen eine Rückstellkraft
in ihre Offenstellung, d. h. zum Spannen, vorgesehen ist und die Klappe mittels einer
Mechanik gegen die Rückstellkraft in ihrer Offenstellung gehalten ist und aus der
Offenstellung, beispielsweise im Brandfall, nach Lösen der Mechanik durch die Rückstellkraft
in ihre Schließstellung verschwenkbar ist.
[0021] Alternativ kann eine Absperrvorrichtung als Entrauchungsklappe oder als Entrauchungsklappe
mit Entlüftungsfunktion ausgebildet sein, wobei der Antrieb zum Verschwenken der Klappe
aus ihrer Schließstellung in ihre Offenstellung und/oder aus ihrer Offenstellung in
ihre Schließstellung vorgesehen ist.
[0022] Bei einem fertiggestellten und in Betrieb befindlichen System kommuniziert die zentrale
Steuereinrichtung (Controller) mit jeder Steuereinrichtung, wobei jeder Steuereinrichtung
ein Antrieb zugeordnet ist. Das in dem Controller hinterlegte Programm übernimmt die
Ansteuerung des Ausgangs in der Steuereinrichtung für das Öffnen und Schließen der
dieser Steuereinrichtung zugeordneten Klappe. Fällt die Spannung im laufenden Betrieb
einer klimatechnischen Anlage ab, wird die Klappe bei erneutem Anlegen einer Spannung
wieder in ihre Offenstellung verschwenkt, sofern keine vorherige thermische Auslösung
erfolgt ist.
[0023] Im Falle einer Kommunikationsunterbrechung zwischen dem Controller und einer Steuereinrichtung
kann in dem im Controller gespeicherten Programm auch hinterlegt sein, ob die Ausgänge
der Steuereinrichtung zum Ansteuern des zugeordneten Antriebes gesetzt bleiben oder
abfallen, d. h. ob die betreffende Klappe bei einer Kommunikationsunterbrechung ihre
Offenstellung oder ihre Schließstellung annehmen soll. Eine entsprechende Information
in Bezug auf die einzunehmende Stellung einer Klappe im Falle einer Kommunikationsunterbrechung
zwischen dem Controller und einer Steuereinrichtung kann auch in dem Prozessor der
mit dem Antrieb verbundenen Steuereirichtung hinterlegt sein.
[0024] Gegenstand der Erfindung ist auch ein Verfahren zur Steuerung einer Einrichtung zur
Beeinflussung eines Luftvolumenstroms, insbesondere in Form einer Absperrvorrichtung,
für einen Kanal einer raumlufttechnischen Anlage umfassend eine Klappe und ein Gehäuse
für die darin schwenkbar gelagerte Klappe, wobei zum Verschwenken der Klappe zwischen
ihrer Schließstellung und ihrer Offenstellung ein vorzugsweise auf der Außenseite
des Gehäuses angeordneter Antrieb, insbesondere ein als Federrücklaufmotor ausgebildeter
Antrieb, vorgesehen ist, wobei dem Antrieb eine Steuereinrichtung zugeordnet ist,
die von einer zentralen Steuereinrichtung (Controller) angesteuert wird.
[0025] In raumlufttechnischen Anlagen werden heutzutage Kommunikationssysteme zur Erfassung
von Signalen und zur Steuerung beispielsweise von Absperrvorrichtungen eingesetzt.
Mit derartigen Kommunikationssystemen werden auch Absperrvorrichtungen, wie beispielsweise
Brandschutz- oder Entrauchungsklappen, gesteuert und überwacht. Bestandteil einer
raumlufttechnischen Anlage ist üblicherweise auch eine zentrale Steuereinrichtung
(Controller), die zentral beispielsweise die Steuereinrichtungen verschiedener Absperrvorrichtungen
steuert. Ein Beispiel für ein solches Kommunikationssystem ist das AS-Interface, beispielsweise
das Trox Netcom-AS-Interface-System, als Standard für eine Feldbus-Kommunikation.
Hier können Komponenten, wie Aktoren oder Sensoren gesteuert werden. Eine Parallel-Verkabelung
ist nicht mehr erforderlich.
[0026] Jede Steuereinrichtung einer Komponente, wie beispielsweise einer Absperrvorrichtung,
erhält eine eigene Adresse, die in einer beispielsweise der Komponente zugeordneten
Speichereinrichtung hinterlegt ist. Die Übertragung der Daten und die Spannungsversorgung
erfolgt üblicherweise über ein zweiadriges, nicht abgeschirmtes Kabel. Aus der so
genannten ASI-Spannung kann auch die Motorspannung generiert werden. Brandschutzklappen
weisen als Antrieb üblicherweise einen Federrücklaufmotor auf.
[0027] Werksseitig wird die Steuereinrichtung üblicherweise bereits mit dem betreffenden
Antrieb zu einer Einheit verbunden. Soll beispielsweise die Klappe einer bereits in
einem Gebäude installierten Absperrvorrichtung in ihre Offenstellung verschwenkt werden,
ist es erforderlich, dass das komplette System fertiginstalliert ist, damit über ein
auf der zentralen Steuereinrichtung (Controller) hinterlegtes Programm die entsprechenden
Ausgänge in der dem Antrieb zugeordneten Steuereinrichtung angesprochen werden können.
[0028] Allerdings sind in der Praxis häufig auch Teilinbetriebnahmen von Absperrvorrichtungen
erforderlich. Dann ist meistens die zentrale Steuereinrichtung (Controller) noch nicht
vorhanden bzw. das System noch nicht fertig installiert. In einem solchen Fall muss
- sofern beispielsweise die Absperrvorrichtung als Brandschutzklappe ausgebildet ist
- die Klappe manuell geöffnet werden, wobei die Klappe in der Offenstellung verriegelt.
Ein Schließen der Klappe ist im Notfall dann nicht mehr möglich.
[0029] Aufgabe der Erfindung ist es auch, ein Verfahren anzugeben, das auch beispielsweise
bei einem noch nicht fertig installierten und in Betrieb genommenen System ein Öffnen
der Klappe ermöglicht, ohne dass im Notfall die Schließfunktion beeinträchtigt ist.
[0030] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Steuereinrichtung beim erstmaligen Anlegen
einer Spannung an der Steuereinrichtung ein Öffnungssignal an den Antrieb ausgibt,
d. h. einen Ausgang schaltet, so dass die Klappe aus ihrer Schließstellung in ihre
Offenstellung verschwenkt wird.
[0031] Im Folgenden werden in den Zeichnungen dargestellte Ausführungsbeispiele der Erfindung
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Steuereinrichtung insbesondere zur Verwendung mit einer Brandschutzklappe und
- Fig. 2
- eine alternative Ausgestaltung einer Steuereinrichtung insbesondere zur Verwendung
mit einer Entrauchungsklappe.
[0032] In allen Figuren werden für gleiche bzw. gleichartige Bauteile übereinstimmende Bezugszeichen
verwendet.
[0033] Jede Figur zeigt eine erfindungsgemäße Steuereinrichtung 1, die jeweils als separates
Modul ausgebildet ist. Die Steuereinrichtung 1 kann auf eine einfache Weise mit einem
nicht dargestellten Antrieb einer Komponente verbunden und wieder gelöst werden.
[0034] Die Steuereinrichtung 1 ist, vorzugsweise in einem wasserdichten, Gehäuse 2 angeordnet,
das mittels eines nicht dargestellten Deckels verschließbar ist. An dem Gehäuse 2
ist seitlich ein Befestigungsbereich 3 angeformt. Über diesen Befestigungsbereich
3, der Löcher 4 für nicht dargestellte Schrauben aufweist, kann die Steuereinrichtung
1 beispielsweise an einer Absperrvorrichtung, deren Antrieb durch die betreffende
Steuereinrichtung 1 gesteuert werden soll, befestigt werden.
[0035] In dem Gehäuse 2 ist eine Platine 5 angeordnet, auf der diverse elektronische Bauteile
angebracht sind. Auf jeder Platine 5 sind beispielsweise mehrere Spulen 6, zumindest
ein Prozessor 7 und eine Adressierbuchse 8 angeordnet. Über diese Adressierbuchse
8 wird üblicherweise einmal eine Adresse vergeben, die dann unverändert bleibt.
[0036] Ferner sind auf der Platine 5 sowohl Buchsen 9 als auch zwei Reihen an Ein- und Ausgängen
10 für den Antrieb vorgesehen. Auf die Buchsen 9 sowie die zwei Reihen an Ein- und
Ausgängen 10 können mit dem Antrieb verdrahtete Stecker aufgesteckt und so eine Verbindung
zu dem Antrieb hergestellt werden.
[0037] Weiterhin weist die Platine 5 eine AS-i Anschlussklemme 11 auf, an die das eine Ende
eines aus dem Gehäuse 2 geführten Kabels 12 angeschlossen ist. An dem gegenüberliegenden,
aus dem Gehäuse hinausragenden Ende ist ein Flachkabelabgriff 13 vorgesehen. Der Flachkabelabgriff
13 stellt das Anschlussteil einerseits für ein Buskabel, das mit der zentralen Steuereinrichtung
(Controller) verbunden ist, und andererseits für die Spannungsversorgung sowohl für
den Antrieb als auch für die Datenkommunikation dar.
[0038] Darüber hinaus ist auf der Platine 5 eine Stelleinrichtung 14 angeordnet. In dem
Prozessor 7 der Steuereinrichtung 1 ist für jede Stellung der Stelleinrichtung 14
ein Steuerungsprogramm hinterlegt, wobei das Steuerungsprogramm auf die entsprechende
Absperrvorrichtung abgestimmt ist.
[0039] Die Steuereinrichtung 1 nach Figur 2 weist darüber hinaus als Energiespeicher noch
sechs Kondensatoren 15 auf. Es bietet sich an, wenn es sich hierbei um Superkondensatoren
handelt.
[0040] Jede Steuereinrichtung 1 weist vorzugsweise zumindest eine nicht dargestellte optische
Anzeigeeinrichtung auf. Hierbei kann es sich beispielsweise um eine Leuchtdiode handeln,
die in dem Deckel des Gehäuses 5 so angeordnet ist, dass sie von außen sichtbar sind.
1. Steuereinrichtung (1) für eine Einrichtung zur Beeinflussung eines Luftvolumenstroms,
insbesondere in Form einer Absperrvorrichtung, für einen Kanal einer raumlufttechnischen
Anlage, wobei die Absperrvorrichtung eine Klappe und ein Gehäuse für die darin schwenkbar
gelagerte Klappe umfasst, wobei zum Verschwenken der Klappe zwischen ihrer Schließstellung
und ihrer Offenstellung ein vorzugsweise auf der Außenseite des Gehäuses angeordneter
Antrieb, insbesondere ein als Federrücklaufmotor ausgebildeter Antrieb, vorgesehen
ist, und wobei die Steuereinrichtung (1) dem Antrieb zugeordnet ist, die von einer
zentralen Steuereinrichtung (Controller) ansteuerbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (1) eine Funktion aufweist, die beim erstmaligen Anlegen einer
Spannung an der Steuereinrichtung (1) ein Öffnungssignal an den Antrieb ausgibt, so
dass die Klappe aus ihrer Schließstellung in ihre Offenstellung verschwenkt wird.
2. Steuereinrichtung (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Absperrvorrichtung als Brandschutzklappe ausgebildet ist, wobei der Antrieb zum
Verschwenken der Klappe aus ihrer Schließstellung gegen eine Rückstellkraft in ihre
Offenstellung, d. h. zum Spannen, vorgesehen ist und die Klappe mittels einer Mechanik
gegen die Rückstellkraft in ihrer Offenstellung gehalten ist und aus der Offenstellung,
beispielsweise im Brandfall, nach Lösen der Mechanik durch die Rückstellkraft in ihre
Schließstellung verschwenkbar ist.
3. Steuereinrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Absperrvorrichtung als Entrauchungsklappe oder als Entrauchungsklappe mit Entlüftungsfunktion
ausgebildet ist, wobei der Antrieb zum Verschwenken der Klappe aus ihrer Schließstellung
in ihre Offenstellung und/oder aus ihrer Offenstellung in ihre Schließstellung vorgesehen
ist.
4. Steuereinrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (1) als separates, mit dem Antrieb verbind- und wiederlösbares
Bauteil ausgebildet ist.
5. Steuereinrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Steuereinrichtung (1) verschiedene Steuerungsprogramme mit für diese Absperrvorrichtung
relevanten Daten hinterlegt sind und dass die Steuereinrichtung (1) eine Stelleinrichtung
(14) aufweist, mit der für jede Stellung der Stelleinrichtung (14) eines der Steuerungsprogramme
zur Anpassung der Steuereinrichtung (1) an die mit ihr verbundene Absperrvorrichtung
auswählbar ist.
6. Steuereinrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (1) als Energiespeicher zumindest einen Kondensator (15), insbesondere
einen Superkondensator, aufweist.
7. Steuereinrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (1) zur Anzeige der Stellung der Klappe und/oder zur Anzeige
der Richtung einer eventuellen Schwenkbewegung der Klappe zumindest eine optische
Anzeigeeinrichtung aufweist.
8. Steuereinrichtung (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine optische Anzeigeeinrichtung als Leuchtdiode ausgebildet ist.
9. System zur Belüftung und/oder Entlüftung von Gebäuden mit zumindest einem Luftkanal
und mit zumindest zwei in dem(den) Luftkanal(Luftkanälen) angeordneten lufttechnischen
Komponenten, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Komponente als Einrichtung zur Beeinflussung eines Luftvolumenstroms,
insbesondere als Absperrvorrichtung, mit einer Steuereinrichtung (1) nach einem der
vorhergehenden Ansprüche ausgebildet ist, und dass zumindest eine zentrale Steuereinrichtung
(Controller) zur zentralen Ansteuerung mehrere, insbesondere aller, Komponenten und/oder
Steuereinrichtungen (1) dieses Systems vorgesehen ist.
10. System nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Absperrvorrichtung als Brandschutzklappe ausgebildet ist, wobei der Antrieb zum
Verschwenken der Klappe aus ihrer Schließstellung gegen eine Rückstellkraft in ihre
Offenstellung, d. h. zum Spannen, vorgesehen ist und die Klappe mittels einer Mechanik
gegen die Rückstellkraft in ihrer Offenstellung gehalten ist und aus der Offenstellung,
beispielsweise im Brandfall, nach Lösen der Mechanik durch die Rückstellkraft in ihre
Schließstellung verschwenkbar ist.
11. System nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Absperrvorrichtung als Entrauchungsklappe oder als Entrauchungsklappe mit Entlüftungsfunktion
ausgebildet ist, wobei der Antrieb zum Verschwenken der Klappe aus ihrer Schließstellung
in ihre Offenstellung und/oder aus ihrer Offenstellung in ihre Schließstellung vorgesehen
ist.
12. Verfahren zur Steuerung einer Einrichtung zur Beeinflussung eines Luftvolumenstroms,
insbesondere in Form einer Absperrvorrichtung, für einen Kanal einer raumlufttechnischen
Anlage umfassend eine Klappe und ein Gehäuse für die darin schwenkbar gelagerte Klappe,
wobei zum Verschwenken der Klappe zwischen ihrer Schließstellung und ihrer Offenstellung
ein vorzugsweise auf der Außenseite des Gehäuses angeordneter Antrieb, insbesondere
ein als Federrücklaufmotor ausgebildeter Antrieb, vorgesehen ist, wobei dem Antrieb
eine Steuereinrichtung (1), insbesondere eine nach den Ansprüchen 1 bis 8 ausgebildete
Steuereinrichtung (1), zugeordnet ist, die von einer zentralen Steuereinrichtung (Controller)
angesteuert wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (1) beim erstmaligen Anlegen einer Spannung an der Steuereinrichtung
(1) ein Öffnungssignal an den Antrieb ausgibt, so dass die Klappe aus ihrer Schließstellung
in ihre Offenstellung verschwenkt wird.