[0001] Die Erfindung betrifft eine Kanaleckleiste für einen Transformator oder eine Drossel,
aufweisend einen rundlichen Querschnitt und eine axial verlaufende keilähnliche Nut,
welche durch zwei zueinander angewinkelte flächige Bereiche gebildet ist. Die Erfindung
betrifft auch einen Transformator, umfassend einen Transformatorkern mit wenigstens
einem Kernschenkel mit rechteckähnlichem Querschnitt und eine um den wenigstens einen
Kernschenkel gewickelte Wicklung, wobei die Wicklung radial innen von den Kanten des
Kernschenkels durch jeweils eine Kanaleckleiste beabstandet ist.
[0002] Es ist allgemein bekannt, dass Transformatoren oder Drosseln einen jeweiligen Kern
mit Kernschenkeln aufweisen, um welche elektrische Wicklungen angeordnet sind. Insbesondere
bei Transformatoren oder Drosseln größerer Leistungsklasse, beispielsweise ab einigen
10kVA und auch erheblich darüber, sind Kühlkanäle vorzusehen, durch welche die beim
Betrieb des Transformators oder der Drossel anfallende Verlustenergiewärme insbesondere
der Wicklunge(en) abgeführt werden kann.
[0003] Häufig werden derartige Kühlkanäle mittels sogenannter Kanaleckleisten realisiert.
Diese werden zwischen den Kanten des jeweiligen Kernschenkels und der um diesen umlaufenden
Windung angeordnet, welche hierdurch vom Kernschenkel beabstandet ist. Auf diese Weise
ist ein sich axial längs des Kernschenkels erstreckender Kühlkanal gebildet.
[0004] Eine Kanaleckleiste weist zumeist die Form eines Rundstabes auf, wobei ein rechtwinkliges
Kreissegment ausgespart beziehungsweise ausgefräst ist. Als Material kommt bevorzugter
Weise ein harter elektrischer Isolationswerkstoff in Frage. Die Aussparungen dienen
dazu, die Kanaleckleisten an den Außenkanten des Kernschenkels zu fixieren, wobei
eine jeweilige Außenkante des Kernschenkels hierbei formschlüssig in die Aussparung
hineinragt. Während der Fertigung einer derartigen Wicklung werden die Kanaleckleisten
mit dem Wickelgut, beispielsweise einer Folien- oder Drahtwicklung, überzogen. Hierbei
ist eine hohe Wickelzugkraft erforderlich, um die einzelnen Blechlagen des zumeist
geblecht ausgeführten Kernschenkels verwindungsfrei zu fixieren. Die Wicklung wird
also in diesem Fall verwendet, um den Kernschenkel beziehungsweise den Transformatorkern
zu stabilisieren.
[0005] Aufgrund der hohen Zugkraft der den Kernschenkel umschließenden Wicklung beziehungsweise
Wicklungsleiter wird an den Kanaleckleisten eine hohe Kraft in Richtung des Kernschenkels
ausgeübt. Die in der kreissegmentförmigen Aussparung befindliche Kante des Kernschenkels
begünstigt aufgrund der herrschenden Kräfte einen Spalteffekt auf die Kanaleckleiste,
so dass es während der Fertigung einer Transformatorwicklung unter ungünstigen Bedingungen
zu einer Spaltung der Kanaleckleiste kommen kann. Aber auch nach Abschluss des Fertigungsprozesses
können beispielsweise ein Transport eines Transformators, thermische Schwankungen
oder Vibrationen zu einem Bruch einer Kanaleckleiste führen.
[0006] Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der Erfindung, eine Kanaleckleiste
bereitzustellen, welche sich als mechanisch stabiler erweist. Aufgabe der Erfindung
ist es auch, einen entsprechenden Transformator anzugeben.
[0007] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Kanaleckleiste der eingangs genannten Art. Diese
ist dadurch gekennzeichnet, dass der keilähnlichen Nut in Verlängerung der Winkelhalbierenden
der beiden flächigen Bereiche rückwärtig gegenüberliegend eine axial verlaufende und
sich im Vergleich zum eigentlich rundlichen Querschnitt vertiefende Abflachung und/oder
Ausnehmung vorgesehen ist.
[0008] Die Grundidee der Erfindung besteht darin, die Kanaleckleiste derart auszuformen,
dass die im verbauten Zustand auf diese wirkenden Kräfte in Bereiche verlagert werden,
welche sich bezügliche einer möglichen Spaltung als unkritisch erweisen. Der bezüglich
einer Spaltung ungünstigste Bereich einer Krafteinwirkung verläuft längs der Winkelhalbierenden
der beiden flächigen Bereiche. Hierbei wird eine Kante eines Kernschenkels direkt
in das ausgesparte Kreissegment hineingedrückt so dass hierdurch eine Spaltung begünstigt
ist.
[0009] Erfindungsgemäß wird der rückwärtige Bereich um die Winkelhalbierende abgeflacht,
es ist also eine axial verlaufende und sich im Vergleich zum eigentlich rundlichen
Querschnitt vertiefende Abflachung und/oder Ausnehmung vorgesehen. Damit wird eine
Auflagekante und/oder eine Auflagefläche der Wicklung auf den diese jeweils beabstandenden
Kanaleckleisten im kritischsten Bereich um die Winkelhalbierende vermieden. Es entsteht
somit ein Hohlraum zwischen der Aussparung und dem entsprechenden Bereich der Wicklung.
Bei einem rechten Winkel zwischen den beiden flächigen Bereichen teilt sich die auf
eine jeweilige Kanaleckleiste einwirkende Kraft in zwei senkrecht zu den jeweiligen
flächigen Bereichen wirkende Komponenten auf. Diese tragen die einwirkenden Kräfte
dann unter bestimmten Voraussetzungen direkt auf den Kernschenkel ab ohne dass zwischen
den angrenzenden Auflagebereichen eine Spannungsbelastung entstehen würde.
[0010] Diese Voraussetzungen bestehen dann, wenn im verbauten Zustand der Kanaleckleiste
ein Auflagebereich und/oder eine Auflagekante der Wicklung auf der Kanaleckleiste
vermieden sind, welche nicht direkt gegenüber einem der beiden zueinander angewinkelten
flächigen Bereiche angeordnet sind. Einwirkende Kräfte werden dann direkt auf den
darunter liegenden Kernschenkel abgetragen und entsprechende Scherkräfte innerhalb
der Kanaleckleiste unterhalb der Aussparung in vorteilhafter Weise vermieden.
[0011] Auf diese Weise ist durch eine entsprechende Formgebung des Querschnitts der Kanaleckleiste
eine Verlagerung der im verbauten Zustand einwirkenden Kräfte in Bereiche erreicht,
welche sich bezüglich einer Spaltung der Kanaleckleiste als unkritisch erweisen.
[0012] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausgestaltungsform der erfindungsgemäßen Kanaleckleiste
ist im Schnittbereich der beiden flächigen Bereiche eine axial verlaufende Entlastungsnut
vorgesehen durch welche ein direktes Aufeinandertreffen der flächigen Bereiche längs
einer gemeinsamen Schnittkante vermieden ist. Auf diese Weise wird der Bereich mit
der höchsten Druckspannungsbelastung innerhalb der Kanaleckleiste entlastet und einer
Spaltung vorgebeugt. Ein Kontakt der gegebenenfalls scharfen Kante des Kernschenkels
mit der Kanaleckleiste ist in diesem Fall nicht gegeben.
[0013] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Kanaleckleiste ist die Abflachung
plateauähnlich ausgeprägt. Dies ist einerseits besonders einfach beispielsweise durch
Fräsen herzustellen. Andererseits ist auch gewährleistet, dass zwischen dem abgeflachten
Bereich und dem Wickelleiter ein Hohlraum gebildet ist und so keine Krafteinwirkung
auf den abgeflachten Bereich erfolgt. Steifere Wickelleiter wie dickere Kupferdrähte
weise eine gewisse Balligkeit auf und folgen nicht unmittelbar jeder Biegung einer
darunter befindlichen Kanaleckleistenoberfläche. Daher wird bei den allermeisten Wickelleitern
ein Hohlraum zu dem darunter befindlichen abgeflachten Bereich vorhanden sein. Aber
selbst ein sehr flexibles folienartiges Wickelmaterial wird zwischen den das Plateau
begrenzenden Kantenbereichen maximal sekantenartig gespannt, so dass auch ohne Hohlraum
eine Krafteinwirkung des Wickelleiters in Richtung des Kernschenkels vermieden ist.
[0014] Einer weiteren Ausführungsvariante der erfindungsgemäßen Kanaleckleiste folgend sind
beiderseits der Abflachung und/oder Ausnehmung ein jeweiliger abgeplatteter Bereich
vorgesehen, welche jeweils parallel zu einem der gegenüberliegenden angewinkelten
flächigen Bereiche verlaufen. Hierdurch wird die Auflagefläche des Wickelleiters auf
der Oberfläche einer jeweiligen Kanaleckleiste in vorteilhafter Weise erhöht, so dass
die Druckbeanspruchung innerhalb der Kanaleckleiste reduziert beziehungsweise vergleichmäßigt
ist.
[0015] Entsprechend einer weiteren Ausgestaltungsvariante ist die Ausnehmung kanalähnlich
ausgeprägt, beispielsweise in Form einer Nut. Dies bietet beispielsweise fertigungstechnische
Vorteile. Idealerweise sind scharfe Kanten bei einer kanalähnlichen Ausnehmung zu
vermeiden, um so eine punktuelle Kontaktbereiche zwischen Wickelleiter und Kanaleckleiste
zu vermeiden. Gemäß einer weiteren Ausgestaltungsform der Kanaleckleiste sind der
Kantenbereiche der sich im Vergleich zum eigentlich rundlichen Querschnitt vertiefenden
Abflachung und/oder Ausnehmung daher abgerundet. Die Druckbelastung innerhalb der
Kanaleckleiste wird dadurch gleichmäßiger.
[0016] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltungsform der Kanaleckleiste sind die flächigen
Bereiche in etwa in einem rechten Winkel zueinander angewinkelt. Die durch die flächigen
Bereiche begrenzte keilähnliche Nut dient einer formschlüssigen Verbindung mit einer
Kante eines dann in die Nut hineinragenden Kernschenkels. Die Form beziehungsweise
der Querschnitt der keilähnlichen Nut richtet sich somit nach der Form der Kante eines
für Kernschenkels, welcher in den meisten Fällen einen rechteckförmigen Querschnitt
aufweist.
[0017] Entsprechend einer besonders bevorzugten Variante der erfindungsgemäßen Kanaleckleiste
ist diese aus einem Isolationsmaterial, insbesondere einem Glasfaserhartgewebe, gefertigt.
Die Verwendung eines elektrischen Isolationsmaterials reduziert die Gefahr eines elektrischen
Durchschlages zwischen den radial innen liegenden Windungen der Wicklung und dem zumeist
geerdetem Transformatorkern. Ein hartes Material wie ein Glasfaserhartgewebe, beispielsweise
auf Epoxidharzbasis, ist besonders belastbar auf Zug- und Druckspannung und lässt
sich zudem besonders einfach bearbeiten, beispielsweise durch Fräsen.
[0018] Die erfindungsgemäße Aufgabe wird auch gelöst durch einen Transformator, umfassend
einen Transformatorkern mit wenigstens einem Kernschenkel mit rechteckähnlichem Querschnitt
und eine um den wenigstens einen Kernschenkel gewickelte Wicklung, wobei die Wicklung
radial innen von den Kanten des Kernschenkels durch jeweils eine erfindungsgemäße
Kanaleckleiste beabstandet ist. Die diesbezüglichen Vorteile wurden bereits zuvor
erläutert. Die Windungen der Wicklung werden mit einer derartigen Zugkraft um die
an den Eckpunkten des Kernschenkels angeordneten Kanaleckleisten gewickelt, dass der
zumeist geblechte Kernschenkel dadurch mechanisch stabilisiert ist. Die Druckbeanspruchung
der Kanaleckleisten wird durch die erfindungsgemäße Querschnittsform in Bereiche verlagert,
welche sich bezüglich einer möglichen Spaltung der Kanaleckleiste als unkritisch erweisen.
Eine jeweilige Kante eines Kernschenkels greift hierbei formschlüssig in die keilähnliche
Nut ein.
[0019] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausgestaltungsform des erfindungsgemäßen Transformators
steht die Wicklung an verschiedenen Auflagekanten und/oder Auflageflächen mit der
diese jeweils beabstandenden Kanaleckleiste in Wirkkontakt und jedem der beiden zueinander
angewinkelten flächigen Bereiche ist wenigstens jeweils eine Auflagekante und/oder
zumindest ein Teil einer Auflagefläche genau gegenüber liegend angeordnet. Wie bereits
zuvor erläutert werden die auf die Auflagebereiche wirkenden Kräfte dann direkt in
den Kernschenkel abgetragen, wodurch eine Bruchgefahr der Kanaleckleiste verringert
ist.
[0020] In vergleichbarer Weise ist auch eine Drossel, umfassend einen Drosselkern mit wenigstens
einem Kernschenkel mit rechteckähnlichem Querschnitt und eine um den wenigstens einen
Kernschenkel gewickelte Wicklung von der Erfindung umfasst, wobei die Wicklung radial
innen von den Kanten des Kernschenkels durch jeweils eine erfindungsgemäße Kanaleckleiste
beabstandet ist.
[0021] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungsmöglichkeiten sind den weiteren abhängigen Ansprüchen
zu entnehmen.
[0022] Anhand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele sollen die Erfindung,
weitere Ausführungsformen und weitere Vorteile näher beschrieben werden.
[0023] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Schnitt durch einen ersten Kernschenkel mit Wicklung,
- Fig. 2
- einen Schnitt durch einen zweiten Kernschenkel mit zweiter Kanaleckleiste,
- Fig. 3
- einen Schnitt durch einen dritten Kernschenkel mit dritter Kanaleckleiste,
- Fig. 4
- einen Schnitt durch einen vierten Kernschenkel mit vierter Kanaleckleiste sowie
- Fig. 5
- einen Schnitt durch einen fünften Kernschenkel mit fünfter Kanaleckleiste.
[0024] Fig. 1 zeigt einen Schnitt 10 durch einen ersten Kernschenkel 18, um welchen herum
zwei elektrische Wicklungen 20 und 22 angeordnet sind. Die radial innere Wicklung
20 wird von den Kantenbereichen des Kernschenkels 18 mittels vier Kanaleckleisten
entsprechend dem Stand der Technik beabstandet und ist mit einer derart hohen Zugkraft
gewickelt, dass sich eine mechanisch stabilisierende Wirkung auf den Kernschenkel
18 ergibt. Durch die hohen Druckkräfte ist eine Spaltgefahr der kanaleckleisten gegeben.
Die sich radial außen anschließende Wicklung 22 ist ebenfalls mit einer erhöhten Zugkraft
gewickelt und an zwei gegenüberliegenden Seiten mittels Abstandsleisten 24, 26 von
der darunter liegenden Wicklung 20 beabstandet. Der durch das Beabstanden entstandene
Zwischenraum dient als Kühlkanal 16.
[0025] Fig. 2 zeigt einen Schnitt durch einen zweiten Kernschenkel 42 mit einer erfindungsgemäßen
zweiten Kanaleckleiste 32 in einer Ausschnitts-Detailzeichnung 30. Die Kanaleckleiste
32 weist eine axial verlaufende keilähnliche Nut auf, welche durch zwei zueinander
angewinkelte flächige Bereiche 34, 36 gebildet ist. Die zwischen den beiden flächigen
Bereichen 34 und 36 gebildete Winkelhalbierende ist mit einer gestrichelten Linie
mit der Bezugsziffer 38 dargestellt. Die in der Fig. dargestellte Kante des Kernschenkels
42 ragt formschlüssig in die keilähnliche Nut herein womit diese damit in zwei Richtungen
fixiert ist. Der keilähnlichen Nut liegt in Verlängerung der Winkelhalbierenden 38
rückwärtig eine axial verlaufende Ausnehmung 40 gegenüber.
[0026] Um die Kanaleckleiste 32 herum ist in einem 90° Winkel ein Abschnitt einer Wicklung
44 geführt. Im Bereich der Ausnehmung 40 ist ein Hohlraum unterhalb der Wicklung 44
vorhanden, so dass in diesem Bereich keine Kräfte von der Wicklung 44 in die Kanaleckleiste
32 eingetragen werden können. Die von der Zugspannung der Wicklung 44 verursachten
Kräfte teilen sich in zwei senkrecht zueinander stehende Kraftkomponenten, welche
mit Pfeilen mit den Bezugsnummern 46 und 48 angedeutet sind. Die Kräfte 46, 48 werden
direkt und senkrecht in eine jeweilige Seitenkante des Kernschenkels 42 eingeleitet,
so dass sich keine oder nur geringe Scherkräfte ergeben, was einer Spaltung der Kanaleckleiste
32 vorbeugt. Ohne die Ausnehmung 40 würde sich ein aufgrund der Balligkeit der Wicklung
44 ein Auflagepunkt der Wicklung 44 an der Winkelhalbierenden 38 ergeben, so dass
dann eine dort eine Kraftkomponente einwirken würde, wie mit dem Pfeil mit der Bezugsziffer
50 angedeutet.
[0027] Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch einen dritten Kernschenkel 68 mit einer dritten
Kanaleckleiste 62 in einer Ausschnitts-Detailzeichnung 60. Die Kanaleckleiste weist
im Schnittbereich der sie bildenden und in einem Winkel 72 zueinander angewinkelten
flächigen Bereiche eine Entlastungsnut 66 auf. Der keilähnlichen Nut liegt in Verlängerung
der Winkelhalbierenden rückwärtig eine axial verlaufende Abflachung 64 gegenüber.
Im Bereich der Abflachung 64 ist ein Hohlraum unterhalb der Wicklung 70 vorhanden,
so dass in diesem Bereich keine Kräfte von der Wicklung 70 in die Kanaleckleiste 62
eingetragen werden können.
[0028] Fig. 4 zeigt einen Schnitt durch einen dritten Kernschenkel 88 mit einer vierten
Kanaleckleiste 82 in einer Ausschnitts-Detailzeichnung 80. Die Kanaleckleiste 82 weist
eine axial verlaufende keilähnliche Nut auf, in welche eine Kante des Kernschenkels
88 formschlüssig eingepasst ist. Im Inneren der keilähnlichen Nut ist im Schnittbereich
der diese bildenden flächigen Bereichen eine runde Entlastungsnut 86 vorgesehen. Der
keilähnlichen Nut liegt in Verlängerung der Winkelhalbierenden rückwärtig eine axial
verlaufende plateauähnliche Abflachung 84 gegenüber. Um die Kanaleckleiste 82 herum
ist in einem 90° Winkel ein Abschnitt einer Wicklung 90 geführt. Im Bereich der plateauähnlichen
Abflachung 84 ist ein Hohlraum unterhalb der Wicklung 90 vorhanden, so dass in diesem
Bereich keine Kräfte von der Wicklung 90 in die Kanaleckleiste 82 eingetragen werden
können.
[0029] Fig. 5 zeigt einen Schnitt durch einen dritten Kernschenkel 112 mit einer fünften
Kanaleckleiste 102 in einer Ausschnitts-Detailzeichnung 100. Die Kanaleckleiste 102
weist eine axial verlaufende keilähnliche Nut auf, in deren Inneren im Schnittbereich
der diese bildenden flächigen Bereichen eine runde Entlastungsnut 110 vorgesehen ist.
Der keilähnlichen Nut liegt in Verlängerung der Winkelhalbierenden rückwärtig eine
axial verlaufende plateauähnliche Abflachung 104 gegenüber. Um die Kanaleckleiste
102 herum ist in einem 90° Winkel ein Abschnitt einer Wicklung 114 geführt. Beiderseits
der plateauähnlichen Abflachung 104 sind ein jeweiliger abgeplatteter Bereich vorgesehen,
welche jeweils parallel zu einem der gegenüberliegenden angewinkelten flächigen Bereiche
verlaufen. Durch die abgeplatteten Bereiche ist eine größere Auflagefläche für die
Wicklung 114 bereitgestellt, so dass die Druckbeanspruchung innerhalb der Kanaleckleiste
vergleichmäßigt wird.
Bezugszeichenliste
[0030]
- 10
- Schnitt durch einen ersten Kernschenkel mit Wicklung
- 12
- erste Kanaleckleiste um ersten Kernschenkel
- 14
- weitere Kanaleckleiste um ersten Kernschenkel
- 16
- Kühlkanal
- 18
- erster Kernschenkel
- 20
- erste Wicklung um ersten Kernschenkel
- 22
- zweite Wicklung um ersten Kernschenkel
- 24
- erste Abstandsleiste
- 26
- zweite Abstandsleiste
- 30
- Schnitt durch zweiten Kernschenkel mit zweiter Kanaleckleiste
- 32
- zweite Kanaleckleiste
- 34
- erster flächiger Bereich
- 36
- zweiter flächiger Bereich
- 38
- Winkelhalbierende zwischen flächigen Bereichen
- 40
- axial verlaufende Ausnehmung
- 42
- zweiter Kernschenkel
- 44
- Wicklung um zweiten Kernschenkel
- 46
- erste Kraftkomponente
- 48
- zweite Kraftkomponente
- 50
- resultierende Kraftkomponente
- 60
- Schnitt durch dritten Kernschenkel mit dritter Kanaleckleiste
- 62
- dritte Kanaleckleiste
- 64
- Abflachung
- 66
- Entlastungsnut
- 68
- dritter Kernschenkel
- 70
- Wicklung um dritten Kernschenkel
- 72
- Winkel zwischen flächigen Bereichen
- 80
- Schnitt durch vierten Kernschenkel mit vierter Kanaleckleiste
- 82
- vierte Kanaleckleiste
- 84
- erste plateauähnliche Abflachung
- 86
- Entlastungsnut
- 88
- vierter Kernschenkel
- 90
- Wicklung um vierten Kernschenkel
- 100
- Schnitt durch fünften Kernschenkel mit fünfter Kanaleckleiste
- 102
- fünfte Kanaleckleiste
- 104
- zweite plateauähnliche Abflachung
- 106
- erster abgeplatteter Bereich
- 108
- zweiter abgeplatteter Bereich
- 110
- Entlastungsnut
- 112
- fünfter Kernschenkel
- 114
- Wicklung um fünften Kernschenkel
1. Kanaleckleiste (12, 14, 32, 62, 82, 102) für einen Transformator oder eine Drossel,
aufweisend einen rundlichen Querschnitt und eine axial verlaufende keilähnliche Nut,
welche durch zwei zueinander angewinkelte (72) flächige Bereiche (34, 36) gebildet
ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
der keilähnlichen Nut in Verlängerung der Winkelhalbierenden (38) der beiden flächigen
Bereiche (34, 36) rückwärtig gegenüberliegend eine axial verlaufende und sich im Vergleich
zum eigentlich rundlichen Querschnitt vertiefende Abflachung (64) und/oder Ausnehmung
(40) vorgesehen ist.
2. Kanaleckleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet dass im Schnittbereich der beiden flächigen Bereiche (34, 36) eine axial verlaufende Entlastungsnut
(66, 86. 110) vorgesehen ist, durch welche ein direktes Aufeinandertreffen der flächigen
Bereiche (34, 36) längs einer gemeinsamen Schnittkante vermieden ist.
3. Kanaleckleiste nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Abflachung plateauähnlich (84, 88) ausgeprägt ist.
4. Kanaleckleiste nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beiderseits der Abflachung (64) und/oder Ausnehmung (40) ein jeweiliger abgeplatteter
Bereich (106, 108) vorgesehen sind, welche jeweils parallel zu einem der gegenüberliegenden
angewinkelten (72) flächigen Bereiche (34, 36) verlaufen.
5. Kanaleckleiste nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (40) kanalähnlich ausgeprägt ist.
6. Kanaleckleiste nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Kantenbereiche der sich im Vergleich zum eigentlich rundlichen Querschnitt vertiefenden
Abflachung (64) und/oder Ausnehmung (40) abgerundet sind.
7. Kanaleckleiste nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die flächigen Bereiche (34, 36) in etwa in einem rechten Winkel zueinander angewinkelt
(72) sind.
8. Kanaleckleiste nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass diese aus einem Isolationsmaterial, insbesondere einem Glasfaserhartgewebe, gefertigt
sind.
9. Transformator, umfassend einen Transformatorkern mit wenigstens einem Kernschenkel
(18, 42, 68, 88, 112) mit rechteckähnlichem Querschnitt und eine um den wenigstens
einen Kernschenkel gewickelte Wicklung (20, 22, 44, 70, 90, 114), wobei die Wicklung
radial innen von den Kanten des Kernschenkels (18, 42, 68, 88, 112) durch jeweils
eine Kanaleckleiste beabstandet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kanaleckleiste (12, 14, 32, 62, 82, 102) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 ausgeführt
ist.
10. Transformator nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine jeweilige Kante eines Kernschenkels (18, 42, 68, 88, 112) formschlüssig in die
keilähnliche Nut eingreift.
11. Transformator nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Wicklung (20, 22, 44, 70, 90, 114) an verschiedenen Auflagekanten und/oder Auflageflächen
mit der diese jeweils beabstandenden Kanaleckleiste (12, 14, 32, 62, 82, 102) in Wirkkontakt
steht und dass jedem der beiden zueinander angewinkelten (72) flächigen Bereiche (34,
36) wenigstens jeweils eine Auflagekante und oder zumindest ein Teil einer Auflagefläche
genau gegenüber liegend angeordnet ist.