[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Fördern von stabförmigen Artikeln der Tabak
verarbeitenden Industrie, insbesondere Filterstäbe oder Zigaretten oder Filterstabgruppen
oder hieraus zusammengestellten Artikelgruppen, wobei die stabförmigen Artikel in
queraxialer Richtung in Aufnahmemulden von, insbesondere rotierend angetriebenen,
Trommelkörpern von Fördertrommeln gefördert werden.
[0002] Ferner betrifft die Erfindung eine Trommelmaschine der Tabak verarbeitenden Industrie,
insbesondere Filteransetzmaschine, mit mehreren Fördertrommeln zum queraxialen Fördern
von stabförmigen Artikeln der Tabak verarbeitenden Industrie, wobei die Fördertrommeln
jeweils in Umfangsrichtung mit Aufnahmemulden zum Aufnehmen von stabförmigen Artikeln
versehen sind.
[0003] Unter stabförmigen Artikeln der Tabak verarbeitenden Industrie werden im vorliegenden
Zusammenhang solche Gegenstände verstanden, die in einlagiger Reihe mittels Saugluft
auf Förderern, wie bspw. auf Fördertrommeln in Zigarettenherstellungsmaschinen, gehalten
und von diesen gefördert werden. Solche Artikel sind Filterzigaretten, Zigarren, Zigarillos,
Filterstäbe oder Filterstabgruppen usw. Wenn im Folgenden der Einfachheit halber nur
noch von Zigaretten oder Filterstäben gesprochen wird, so gilt das Gesagte ganz entsprechend
auch für andere zu fördernde stabförmige Artikel der vorgenannten Art.
[0004] In einer Zigarettenherstellungsmaschine werden Zigaretten in einlagiger Reihe quer
zu ihrer Achsrichtung auf Fördertrommeln, bei denen es sich in erster Linie um Trommeln
von Zigarettenherstellungsmaschinen bzw. von Filteransetzmaschinen handelt, mit Saugluft
gehalten. Hierzu weisen die Fördertrommeln in ihrer Umfangsfläche Saugluftöffnungen
auf, die mit einer Unterdruckquelle in Verbindung stehen. Die Übergabe von Zigaretten
von einem ersten Förderer zum nächsten Förderer erfolgt in der Regel dadurch, dass
im jeweiligen abgebenden, ersten Förderer die Halteluft im Übergabebereich unterbrochen
wird, während sie beim jeweils aufnehmenden, zweiten Förderer eingeschaltet wird.
Zur Unterbrechung der Halteluft in dem den Übergabebereich bildenden Umfangsabschnitt
des ersten Förderers sind in seinem Inneren feststehende Steuersegmente angeordnet,
welche die Saugluftöffnungen des Förderers in diesem Abschnitt abdecken und dadurch
vom Unterdruck trennen.
[0005] In der Patentschrift
US-B-4 452 255 ist eine Zigarettenübergabe von einer Trommel auf die nachfolgende Trommel offenbart.
Zur Zigarettenübergabe wird auf der ersten Trommel das Haltevakuum abgeschaltet. Soll
eine defekte oder eine Zigarette zur Probenentnahme auf der ersten Trommel verbleiben,
so wird Druckluft aus der aufnehmenden Mulde an die abgebende Mulde geblasen und somit
das Vakuum in der aufnehmenden Mulde reduziert. Gleichzeitig wird aus der gleichen
Druckluftquelle Druckluft zu einem Injektor geführt, der in der abgebenden Mulde der
ersten Trommel einen Unterdruck erzeugt, so dass die Zigarette während der Weiterförderung
in der abgebenden Mulde verbleibt.
[0006] Weiterhin ist in
GB-A-1 078 229 eine Vorrichtung zum Fördern von stabförmigen Artikeln bzw. Zigaretten beschrieben,
wobei während der Übergabe einer Zigarette von einer ersten Fördertrommel an eine
nachfolgende Fördertrommel die zu übergebende Zigarette von der zweiten Fördertrommel
mit Unterdruck während der Übergabe beaufschlagt ist. Im Inneren der zweiten Fördertrommel
ist ein Steuerkörper vorgesehen, mittels dem der angelegte Unterdruck in den Aufnahmen
entsprechend geschaltet ist. Bei bzw. während der Übergabe einer Zigarette ist der
Unterdruck an der aufnehmenden Mulde der Fördertrommel angelegt. Bei der Abgabe der
Zigarette an die nachfolgende Fördertrommel wird an die Saugleitung der Fördertrommel
Atmosphärendruck angelegt.
[0007] In der Patentschrift
EP-B-0 584 774 ist eine Zigarettenübergabe von einem Muldenförderer auf eine Probenentnahmetrommel
beschrieben. Hierbei ist der Unterdruck der aufnehmenden Mulde der Probenentnahmetrommel
größer als der Unterdruck der abgebenden Mulde des Trommelförderers.
[0008] Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
beim Transport von stabförmigen Artikeln auf Fördertrommeln die Geräuschemission sowie
den Verbrauch an Luft zu reduzieren.
[0009] Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Verfahren zum Fördern von stabförmigen Artikeln
der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere Filterstäbe oder Zigaretten oder
Filterstabgruppen oder hieraus zusammengestellten Artikelgruppen, wobei die stabförmigen
Artikel in queraxialer Richtung in Aufnahmemulden von, insbesondere rotierend angetriebenen,
Trommelkörpern von Fördertrommeln gefördert werden, wobei die stabförmigen Artikel
einzeln aus den abgebenden Aufnahmemulden der ersten Fördertrommel in einem Übergabebereich
an die aufnehmenden Aufnahmemulden der zweiten Fördertrommel übergeben werden, wobei
die Artikel auf der ersten Fördertrommel mittels Unterdruck in den Aufnahmemulden
gehalten und zum Übergabebereich gefördert werden, im Übergabebereich zwischen der
ersten Fördertrommel und der zweiten Fördertrommel und während der oder bei der Übergabe
an jeweils eine Aufnahmemulde des Trommelkörpers der zweiten Fördertrommel die Artikel
jeweils unter Ausbildung eines Formschlusses mit der, vorzugsweise am jeweiligen zu
übergebenden Artikel anliegenden, Kontur der abgebenden Aufnahmemulde der ersten Fördertrommel
und unter, vorzugsweise gleichzeitiger Ausbildung eines Formschlusses mit der, vorzugsweise
am jeweiligen zu übergebenden Artikel anliegenden, Kontur der aufnehmenden Aufnahmemulde
der zweiten Fördertrommel übergeben werden, wobei mit der Ausbildung des beidseitigen
Formschlusses der einzelnen Artikel jeweils der Halteunterdruck an der abgebenden
Aufnahmemulde der ersten Fördertrommel abgeschaltet ist und gleichzeitig der stabförmige
Artikel mit Halteunterdruck an der aufnehmenden Aufnahmemulde der zweiten Fördertrommel
beaufschlagt wird.
[0010] Die Erfindung beruht auf dem Gedanken, dass die stabförmigen Artikel jeweils von
einer abgebenden Aufnahmemulde einer ersten Fördertrommel in eine aufnehmende Aufnahmemulde
einer zweiten Fördertrommel übergeben werden, wobei das Vakuum bzw. die Saugluft an
der aufnehmenden Aufnahmemulde der zweiten Fördertrommel erst mit der Übergabe des
Artikels wirksam wird, wobei die Belüftung der abgebenden Aufnahmemulde ebenfalls
erst im Übergabebereich bzw. im Übergabepunkt eingeschaltet wird. Hierbei werden gegenüber
dem Stand der Technik die Filterstäbe, Filterzigaretten oder dergleichen zwischen
den Fördertrommeln derart übergeben, dass die Filterstäbe keinen Sprung zwischen den
Aufnahmemulden, insbesondere zwischen dem Muldengrund der abgebenden Aufnahmemulde
und der aufnehmenden Aufnahmemulde, ausführen.
[0011] Gemäß dem Stand der Technik werden bislang bei der Übergabe von stabförmigen Artikeln
von einer abgebenden Aufnahmemulde auf eine nachfolgende aufnehmende Aufnahmemulde
einer zweiten Fördertrommel die Artikelstäbe derart übergeben, dass sie einen (kleinen)
Bewegungssprung zwischen dem Muldengrund der abgebenden Aufnahmemulde und dem Muldengrund
der aufnehmenden Aufnahmemulde ausführen.
[0012] Hierbei ist das Haltevakuum an den Aufnahmemulden zum Halten der stabförmigen Artikel
während ihrer Förderung auf den Trommelkörpern so ausgelegt, dass bei der abgebenden
Fördertrommel vor Erreichen der Übergabeposition an den Saugbohrungen der abgebenden
Aufnahmemulde Belüftungsluft, d.h. kein Unterdruck, anliegt und vor Erreichen der
Übergabeposition die Aufnahmemulde auf der zweiten Fördertrommel mit Saugluft beaufschlagt
ist, d.h. ein Haltevakuum an den (offenen, bzw. nicht belegten) Aufnahmemulden der
zweiten Fördertrommel anliegt. Somit wird gemäß dem Stand der Technik eine Luftströmung
im Übergabebereich an den Aufnahmemulden erzeugt, wobei durch die springende Bewegung
der Artikel bei der Übergabe der stabförmigen Artikel Plopp-Geräusche entstehen.
[0013] Demgegenüber ist gemäß der Erfindung vorgesehen, dass die zu übergebenden Artikelstäbe
oder dergleichen im Übergabebereich keine springende Bewegung zwischen dem Muldengrund
der abgebenden Aufnahmemulde und dem Muldengrund der aufnehmenden Aufnahmemulde ausführen,
wobei die Ansaugbohrung oder dergleichen an der Aufnahmemulde der zweiten Fördertrommel
beim Einbringen bis zur Übergabe des stabförmigen Artikels in die aufnehmende Mulde
belüftet sind und nach Einbringen des Artikels in die aufnehmende Aufnahmemulde der
zweiten Fördertrommel unter Ausbildung eines Formschlusses zwischen dem im Querschnitt
rundgeformten Artikel und der formkomplementär ausgebildeten Aufnahmemulde abgedichtet
wird, bevor das Haltevakuum zum Halten des Artikels in der Aufnahmemulde der zweiten
Fördertrommel zugeschaltet wird. Hierdurch wird die Ausbildung einer Luftströmung
im Übergabebereich zwischen den Fördertrommeln vermieden. Somit wird die Geräuschentwicklung
durch das vermiedene Springen der Artikelstäbe und das erfindungsgemäße Schalten der
Saugluftunterdrücke an den Aufnahmemulden der Fördertrommeln herabgesetzt. Insbesondere
wird das Haltevakuum bzw. Unterdruck zum Halten des Artikels in der Aufnahmemulde
der zweiten Fördertrommel erst nach Verschließen der Saugluftbohrungen der Artikel
aufnehmenden Aufnahmemulde der zweiten Fördertrommel durch den in der Aufnahmemulde
angeordneten Artikel zugeschaltet.
[0014] Aufgrund des gleichzeitigen Formschlusses der zu übergebenden Artikel im Übergabezeitpunkt
und im Übergabebereich mit der rundgeformten Kontur der abgebenden Aufnahmemulde der
ersten Fördertrommel und mit der Kontur der aufnehmenden Aufnahmemulde der zweiten
Fördertrommel wird erreicht, dass die stabförmigen Artikel keinen Bewegungssprung
in radialer Richtung bezogen auf die Rotationsachsen der ersten und/oder zweiten Fördertrommel
ausführen.
[0015] Im Rahmen der Erfindung wird unter einem Formschluss ein flächenhaftes Anliegen des
stabförmigen Artikels zwischen der aufnehmenden Aufnahmemulde und der abgebenden Aufnahmemulde
verstanden, so dass die Saugbohrungen oder Haltebohrungen der Aufnahmemulden verschlossen
sind.
[0016] Darüber hinaus ist es in einer Weiterbildung des Verfahrens vorteilhaft, dass bei
Ausbildung des beidseitigen Formschlusses des zu übergebenden Artikels mit der Kontur
der abgebenden Aufnahmemulde der ersten Fördertrommel und mit der Kontur der aufnehmenden
Aufnahmemulde der zweiten Fördertrommel im Übergabebereich der Abstand zwischen dem
Muldengrund der abgebenden Aufnahmemulde der ersten Fördertrommel und dem Muldengrund
der aufnehmenden Aufnahmemulde der zweiten Fördertrommel gleich oder kleiner, insbesondere
um 0,1 mm bis 0,3 mm kleiner, als der Durchmesser des zu übergebenden Artikels ist.
[0017] Außerdem ist es bei der Weiterbildung des Verfahrens bevorzugt, dass die zu übergebenden
Artikel jeweils im Übergabebereich bewegungsimpulsfrei von der abgebenden Aufnahmemulde
der ersten Fördertrommel zur aufnehmenden Aufnahmemulde der zweiten Fördertrommel
übergeben werden. Hierbei werden die zu übergebenden stabförmigen Artikel bei der
Übergabe nicht mit einem zusätzlichen Bewegungsimpuls in radialer Richtung bezogen
auf die Rotationsachsen der Fördertrommeln beaufschlagt, um von der abgebenden Aufnahmemulde
zur aufnehmenden Aufnahmemulde bewegt zu werden.
[0018] Dazu ist es außerdem in einer Ausgestaltung des Verfahren bevorzugt, dass die zu
übergebenden Artikel jeweils im Übergabebereich wenigstens eine oder mehrere Ansaugbohrungen
der aufnehmenden Aufnahmemulde der zweiten Fördertrommel mit Ausbildung des Formschlusses
mit der aufnehmenden Aufnahmemulde verschließen, wobei insbesondere die zu übergebenden
Artikel jeweils mit Unterdruck an der abgebenden Aufnahmemulde der ersten Fördertrommel
beaufschlagt sind. Hierbei ist weiterhin vorgesehen, dass nach Verschließen oder bei
Verschließen der Ansaugbohrungen der jeweiligen aufnehmenden Aufnahmemulden der Unterdruck
an der oder den Ansaugbohrungen der abgebenden Aufnahmemulde der ersten Fördertrommel
abgeschaltet wird oder ist. Dies erfolgt insbesondere vor sowie bei Ausbildung des
gleichzeitigen Formschlusses der zu übergebenden Artikel mit der abgebenden Aufnahmemulde
und mit der aufnehmenden Aufnahmemulde der benachbarten Fördertrommeln.
[0019] Durch das Einbringen der Artikelstäbe in die aufnehmenden Aufnahmemulden wird oder
werden die Ansaugbohrungen dieser aufnehmenden Aufnahmemulde verschlossen und abgedichtet,
bevor das Haltevakuum an den Ansaugbohrungen der aufnehmenden Aufnahmemulde zugeschaltet
wird. Gleichzeitig oder kurz danach wird bei Beaufschlagung der Ansaugbohrungen der
aufnehmenden Aufnahmemulde mit Saugluft die Ansaugbohrung oder Ansaugbohrungen der
gegenüberliegenden abgebenden Aufnahmemulde der ersten Fördertrommel entsprechend
belüftet, wodurch die Belüftung der abgebenden Fördertrommel erst zu diesem Zeitpunkt
eingeschaltet wird und kein Haltevakuum an der abgebenden Aufnahmemulde anliegt. Insbesondere
wird das Haltevakuum bzw. die Saugluft an den Aufnahmemulden der zweiten Fördertrommel
erst mit der Übergabe, d.h. zum Zeitpunkt zugeschaltet oder eingeschaltet, zu dem
die Längsmittenachse der jeweiligen stabförmigen Artikel auf der Verbindungslinie
der beiden Fördertrommelmittelpunkte bzw. den Rotationsachsen der Fördertrommeln angeordnet
ist.
[0020] Ferner wird die Aufgabe gelöst durch eine Trommelmaschine der Tabak verarbeitenden
Industrie, insbesondere Filteransetzmaschine, mit mehreren Fördertrommeln zum queraxialen
Fördern von stabförmigen Artikeln der Tabak verarbeitenden Industrie, wobei die Fördertrommeln
jeweils in Umfangsrichtung mit Aufnahmemulden zum Aufnehmen von stabförmigen Artikeln
versehen sind, die dadurch weitergebildet wird, dass jeweils zwei benachbarte Fördertrommeln
derart angeordnet sind, dass das Achsstichmaß zwischen den Mittenachsen der Fördertrommeln
gleich oder kleiner ist als die Summe aus dem Radius einer ersten Fördertrommel zwischen
der Mittenachse der ersten Fördertrommel und dem Muldengrund der, vorzugsweise im
Übergabebereich zwischen den benachbarten Fördertrommeln befindlichen, Aufnahmemulden
der ersten Fördertrommel und aus dem Radius einer zweiten benachbarten Fördertrommel
zwischen der Mittenachse der zweiten Fördertrommel und dem Muldengrund der, vorzugsweise
im Übergabebereich zwischen den benachbarten Fördertrommeln befindlichen, Aufnahmemulden
der zweiten Fördertrommel und aus dem, vorzugsweise kleinsten, Durchmesser der zu
fördernden stabförmigen Artikel.
[0021] Im Rahmen der Erfindung wird unter einem Achsstichmaß von zwei benachbarten Fördertrommeln
der Abstand zwischen den Mittenachsen von zwei benachbarten Fördertrommeln, zwischen
denen stabförmige Artikel übergeben werden, verstanden. Insbesondere sind die Mittenachsen
der jeweils benachbarten Fördertrommeln als Rotationsachsen der Fördertrommeln ausgebildet.
[0022] Gemäß der Erfindung ist dabei vorgesehen, dass im Übergabezeitpunkt bzw. im Übergabebereich
von stabförmigen Artikeln von einer Fördertrommel an die nachfolgende benachbarte
Fördertrommel der Abstand zwischen den Mittenachsen bzw. Rotationsachsen der benachbarten
Fördertrommeln gleich oder kleiner ist als der Abstand zwischen dem tiefsten Punkt
des Muldengrundes der abgebenden Aufnahmemulde der ersten Fördertrommel zur Rotationsachse,
in der im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung als Radius der ersten Fördertrommel
zwischen der Mittenachse der ersten Fördertrommel und dem Muldengrund der Aufnahmemulde
bezeichnet wird, und dem Radius, d.h. dem Abstand zwischen dem (tiefsten) Muldengrund
der aufnehmenden Aufnahmemulde der zweiten Fördertrommel an seiner tiefsten Stelle
und der Mittenachse bzw. der Rotationsachse der zweiten Fördertrommel sowie dem Durchmesser
der zu fördernden stabförmigen Artikel. Hierbei ist im Übergabezeitpunkt bzw. im Übergabebereich
der Abstand zwischen dem Muldengrund der abgebenden Aufnahmemulde und dem Muldengrund
der aufnehmenden Aufnahmemulde der zweiten Fördertrommel gleich dem oder kleiner als
der Durchmesser des zu übergebenden stabförmigen Artikels bzw. der an der Trommelmaschine
hergestellten stabförmigen Artikel. In einer Ausgestaltung entspricht der Abstand
vom Muldengrund der abgebenden Aufnahmemulde und der aufnehmenden Aufnahmemulde dem
Durchmesser des zu übergebenden oder übergebenen stabförmigen Artikels.
[0023] Durch eine derartige Anordnung der Fördertrommel wird bei einer Trommelmaschine,
insbesondere einer Filteransetzmaschine, erreicht, dass die Geräuschentwicklung herabgesetzt
ist, wodurch ein ruhigerer Betrieb der Trommelmaschine zur Herstellung oder zur Förderung
von stabförmigen Artikeln möglich ist.
[0024] Insbesondere zeichnet sich eine Weiterbildung der Trommelmaschine dadurch aus, dass
ausschließlich alle Fördertrommeln der Trommelmaschine derart angeordnet sind, dass
das jeweilige Achsstichmaß zwischen den Mittenachsen zweier benachbarter Fördertrommeln
gleich oder kleiner ist als die Summe aus dem Radius der ersten Fördertrommel zwischen
der Mittenachse der ersten Fördertrommel und dem Muldengrund der, vorzugsweise im
Übergabebereich zwischen den benachbarten Fördertrommeln befindlichen, Aufnahmemulden
der ersten Fördertrommel und aus dem Radius der benachbarten zweiten Fördertrommel
zwischen der Mittenachse der zweiten Fördertrommel und dem Muldengrund der, vorzugsweise
im Übergabebereich zwischen den benachbarten Fördertrommeln befindlichen, Aufnahmemulden
der zweiten Fördertrommel und aus dem Durchmesser der zu fördernden stabförmigen Artikel
an der Trommelmaschine.
[0025] Hierbei ist die Trommelmaschine der Tabak verarbeitenden Industrie insbesondere ausgelegt
zur Herstellung von stabförmigen Artikeln mit einem festgelegten Durchmesser, so dass
an einer Filteransetzmaschine ausschließlich Filterzigaretten mit einem vorher festgelegten
Durchmesser hergestellt werden. Insofern handelt es sich bei der Trommelmaschine um
eine einformatige Trommelmaschine zur Herstellung von stabförmigen Artikeln. Vorzugsweise
wird die Trommelmaschine gemäß dem beschriebenen Verfahren betrieben.
[0026] Darüber hinaus zeichnet sich eine bevorzugte Ausführungsform der Trommelmaschine
dadurch aus, dass die Aufnahmemulden der Fördertrommeln im Randbereich der Aufnahmemulden
und außerhalb des Muldengrundes der Aufnahmemulden in Bezug auf die queraxiale Förderrichtung
der Fördertrommeln beidseits des Muldengrundes jeweils eine kontinuierliche, insbesondere
abgerundete, Muldenschulter aufweisen.
[0027] Dieses ist insbesondere bei einer Trommelmaschine vorgesehen, bei der das Achsstichmaß
zwischen den Mittenachsen bzw. den Rotationsachsen von benachbarten Fördertrommeln
kleiner ist als die Summe aus dem Radius zwischen der Mittenachse der ersten Fördertrommel
und dem Muldengrund der Artikel abgebenden Aufnahmemulde der ersten Fördertrommel
und dem Radius der benachbarten zweiten Fördertrommel zwischen der Mittenachse und
dem Muldengrund der Artikel aufnehmenden Aufnahmemulde der zweiten Fördertrommel und
dem Durchmesser des zu übergebenden stabförmigen Artikels.
[0028] Weitere Merkmale der Erfindung werden aus der Beschreibung erfindungsgemäßer Ausführungsformen
zusammen mit den Ansprüchen und der beigefügten Zeichnung ersichtlich. Erfindungsgemäße
Ausführungsformen können einzelne Merkmale oder eine Kombination mehrerer Merkmale
erfüllen.
[0029] Die Erfindung wird nachstehend ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens
anhand eines Ausführungsbeispiel unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben,
wobei bezüglich aller im Text nicht näher erläuterten erfindungsgemäßen Einzelheiten
ausdrücklich auf die Zeichnungen verwiesen wird. Es zeigen:
- Fig. 1
- schematisch eine Filteransetzmaschine gemäß dem Stand der Technik in einer Vorderansicht;
- Fig. 2
- schematisch im Ausschnitt einen Querschnitt durch eine Trommelanordnung mit zwei Fördertrommeln
im Übergabebereich von stabförmigen Artikeln;
- Fig. 3a bis 3c
- schematisch die Übergabe eines stabförmigen Artikel zwischen zwei benachbarten Fördertrommeln
und
- Fig. 4a, 4b
- schematisch jeweils vergrößerte Ausschnitte des Übergabebereichs zwischen den beiden
Fördertrommeln (vgl. Fig. 3a bis 3c).
[0030] In den folgenden Figuren sind jeweils gleiche oder gleichartige Elemente bzw. entsprechende
Teile mit denselben Bezugsziffern versehen, so dass von einer entsprechenden erneuten
Vorstellung abgesehen wird.
[0031] In Fig. 1 ist eine Filteransetzmaschine in einer Vorderansicht ausschnittsweise dargestellt,
wobei die Filteransetzmaschine über eine Trommelanordnung T zur Zuführung von Tabakstöcken
von einer schematisch eingezeichneten Zigarettenstrangmaschine P Tabakstöcke doppelter
Gebrauchslänge empfängt. Eine Zigarettenstrangmaschine ist unter der Bezeichnung "PROTOS"
der Patentanmelderin bekannt.
[0032] Auf ihrem Förderweg zu einer Zusammenstelltrommel 21 werden die Tabakstöcke doppelter
Gebrauchslänge geschnitten und längsaxial gespreizt. Auf der Zusammenstelltrommel
21 werden über eine weitere Trommelanordnung M doppeltlange Filterstopfen transportiert,
die jeweils zwischen zwei längsaxial beabstandete Tabakstöcke eingefügt werden. Hierdurch
wird auf der Zusammenstelltrommel 21 eine Folge von queraxial hintereinander angeordneten
TabakstockFilterstopfen-Tabakstock-Gruppen gebildet. Die zusammengestellten Artikelgruppen
werden von der Zusammenstelltrommel 21 an eine Fördertrommel 22 übergeben.
[0033] Ein beleimter und geförderter Belagpapierstreifen 11 wird in einem Belagapparat 10
auf einer Schneidtrommel 12 von den Messern einer Messertrommel 13 in Belagblättchen
bzw. Verbindungsblättchen geschnitten. Die geschnittenen Verbindungsblättchen werden
jeweils an die Artikelgruppen bzw. Tabakstock-Filterstopfen-Tabakstock-Gruppen auf
der Fördertrommel 22 übergeben bzw. angeheftet.
[0034] Nach dem Anheften der geschnittenen und der einzelnen Verbindungsblättchen an jeweils
eine Artikelgruppe werden die Artikelgruppen weiter zu einer nachfolgenden Rolltrommel
26 und einer Rolleinrichtung 27 transportiert, mittels der die Verbindungsblättchen
vollständig um die Tabakstock-Filterstopfen-TabakstockGruppen herumgewickelt werden.
Die Rolleinrichtung 27 besteht in einer Ausgestaltung aus einem Stegrad, einer Rollhand
mit einer Rollfläche und ausgangsseitig einer Rollwalze, wobei die Rollfläche und
die Rolltrommel 26 einen Rollkanal bilden, in dem Artikelgruppen mit den Verbindungsblättchen
umwickelt werden, womit doppeltlange Filterzigaretten gebildet werden.
[0035] Die doppeltlangen Filterzigaretten werden nachfolgend an eine Fördertrommel 28 und
weiter nachfolgend an eine weitere Fördertrommel 29 übergeben und für den weiteren
Bearbeitungsprozess an einer Filteransetzmaschine bereitgestellt.
[0036] Von der Fördertrommel 29 werden die doppeltlangen Filterzigaretten über eine Fördertrommel
30 zu einer Schneidtrommel 31 gefördert, an der ein Schneidmesser 32 angeordnet ist,
welches aus den doppeltlangen Filterzigaretten durch einen mittigen Trennschnitt Filterzigaretten
einfacher Gebrauchslänge herstellt.
[0037] Die Filterzigaretten werden anschließend von der Schneidtrommel 31 an eine Spreiztrommel
33 übergeben. Auf der Spreiztrommel 33 werden die Filterzigarettenpaare längsaxial
voneinander beabstandet und anschließend an eine erste Prüftrommel 34 übergeben. An
der als Förderorgan ausgebildeten Prüftrommel 34 ist ein erstes Prüforgan 44 angeordnet,
welches die Filterzigaretten einer ersten
[0038] Prüfung, z.B. einer Kopfendenprüfung, unterzieht.
[0039] Im Rahmen der Erfindung ist es möglich, dass die hergestellten Filterzigaretten an
dem ersten als Prüfeinrichtung ausgebildeten Prüforgan 44 einer optischen Prüfung
unterzogen werden.
[0040] Anschließend werden die Zigaretten von der Prüftrommel 34 an eine nachfolgende zweite
Prüftrommel 35 übergeben, an der ein zweites als Prüfeinrichtung ausgebildetes Prüforgan
45 angeordnet ist, um die Zigaretten weiteren Qualitätsprüfungen, insbesondere einer
weiteren optischen Prüfung zu unterziehen.
[0041] Fig. 2 zeigt schematisch einen Querschnitt durch eine Trommelanordnung mit einer
ersten Fördertrommel 110 und einer zweiten Fördertrommel 120, die beispielsweise Bestandteil
einer schematisch bezeichneten Filteransetzmaschine F (vgl. Fig. 1) sind.
[0042] Gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Fördertrommel 110 als Artikel
115 abgebende Fördertrommel und die Fördertrommel 120 als Artikel 115 aufnehmende
Fördertrommel dargestellt, so dass zwischen der Fördertrommel 110 und der Fördertrommel
120 in einem Übergabebereich 130 die stabförmigen Artikel 115 von der abgebenden Fördertrommel
110 an die aufnehmende Fördertrommel 120 übergeben werden.
[0043] Die Fördertrommel 110 weist einen Trommelkörper 112 auf, der in regelmäßigen Abständen
in Umfangsrichtung Aufnahmemulden 114 aufweist, in denen die stabförmigen Artikel
115 wie z.B. Filterstäbe oder Zigaretten oder Filterzigaretten aufgenommen werden.
Die Aufnahmemulden 114 weisen im Querschnitt eine Muldenkontur auf, die an die Krümmung
bzw. an den Umfang bzw. die kreisförmige Querschnittsform der stabförmigen Artikel
115 formkomplementär angepasst ist. Der Trommelkörper 114 weist ferner den Aufnahmemulden
114 zugeordnete Saugbohrungen 113 auf, die mit Saugluft beaufschlagt werden, so dass
die stabförmigen Artikel 115 in den Aufnahmemulden 114 der Fördertrommel 110 anliegen
und festgehalten werden.
[0044] Im Inneren der Fördertrommel 110 ist ein Steuerkörper 111 angeordnet, der von dem
umlaufenden bzw. rotierend angetriebenen Trommelkörper 112 umgeben ist. Durch den
Steuerkörper 111 wird erreicht, dass die Saugbohrungen 113 des Trommelkörpers 112
im Förderbereich zum Fördern der stabförmigen Artikel 115 mit Unterdruck bis zu ihrer
Übergabe beaufschlagt sind, so dass die stabförmigen Artikel 115 in den Aufnahmemulden
114 gehalten werden. Nach der Übergabe der stabförmigen Artikel 115 an die Artikel
115 aufnehmende Fördertrommel 120 sind oder werden die Saugbohrungen 113 der ersten
Fördertrommel 110 belüftet, d.h. dass kein Unterdruck oder entsprechende Saugluft
an den Saugluftbohrungen 113 an den nicht belegten Aufnahmemulden 114 anliegt.
[0045] Durch die Rotation des Trommelkörpers 112 um die Rotationsachse R110 werden nach
Aufnahme der stabförmigen Artikel 115 von einer in Förderrichtung stromaufwärts angeordneten
Fördertrommel die stabförmigen Artikel 115 in den Aufnahmemulden angeordnet und zum
Übergabebereich 130 gefördert.
[0046] Die Artikel 115 aufnehmende zweite Fördertrommel 120 weist einen äußeren Trommelkörper
122 auf, der in regelmäßigen Abständen mit Aufnahmemulden 124 in Umfangsrichtung versehen
ist. Um bei Aufnahme von stabförmigen Artikeln 115 in den Aufnahmemulden 124 die aufgenommenen
Artikel 115 mit Unterdruck zu beaufschlagen, sind im Trommelkörper 122 ferner radial
angeordnete Saugbohrungen 123 für die Aufnahmemulden 124 ausgebildet. Um die aufgenommenen
Artikel 115 in den Aufnahmemulden 124 zu halten, ist außerdem im Inneren der Fördertrommel
120 ein Steuerkörper 121 angeordnet. Der Trommelkörper 122 wird um die Rotationsachse
R120 der Fördertrommel 120 rotierend angetrieben.
[0047] Ferner sind die Aufnahmemulden 124 des Trommelkörpers 122 an die geometrischen Abmessungen
bzw. die Krümmung der zu transportierenden stabförmigen Artikel 115 angepasst, wobei
insbesondere die Aufnahmemulden 124 formkomplementär zu der kreisförmigen Durchschnittskontur
der stabförmigen Artikel 115 ausgebildet sind.
[0048] Zur Übergabe von stabförmigen Artikeln 115 von der Fördertrommel 110 an die nachfolgende
Fördertrommel 120 werden diese zum Übergabebereich 130 gefördert, wobei beim synchronen
Annähern der Artikel abgebenden Aufnahmemulde 114 und einer Artikel 115 aufnehmenden
Aufnahmemulde 124 der Fördertrommel 120 der abzugebende Artikel 115 in die Aufnahmemulde
124 eingebracht wird, so dass während des Übergabezeitpunkts jeweils ein Formschluss
mit dem zu übergebenden Artikel 115 und den Muldenkonturen der abgebenden Aufnahmemulde
114 der Fördertrommel 110 und der aufnehmenden Aufnahmemulde 124 der Fördertrommel
122 gleichzeitig erreicht wird. Bei Ausbildung des beidseitigen Formschlusses wird
die belüftete Saugbohrung 123 der aufnehmenden Aufnahmemulde 124 durch den stabförmigen
Artikel 115 abgedichtet, wobei die Saugbohrung 123 noch nicht mit Unterdruck beaufschlagt
ist.
[0049] Vor der Übergabe der stabförmigen Artikel 115 an die Aufnahmemulden 124 der Fördertrommel
120 werden die zu übergebenden stabförmigen Artikel 115 durch Beaufschlagung von Saugluft
oder Unterdruck an den Saugbohrungen 113 in den Aufnahmemulden 114 der ersten Fördertrommel
110 gehalten. Die Saugluft an den Saugbohrungen 113 wird erst dann abgeschaltet bzw.
die Belüftung an den Saugbohrungen 113 erst dann eingeschaltet, wenn die abzugebenden
stabförmigen Artikel 115 jeweils einen Formschluss mit den Aufnahmemulden 114 der
Fördertrommel 110 und mit den Aufnahmemulden 124 der Fördertrommel 120 ausbilden.
Dies wird dann insbesondere erreicht, wenn die Längsachse der stabförmigen Artikel
115 auf der (gedachten) Verbindungslinie der beiden Trommelmittelpunkte bzw. auf der
Verbindungslinie der Rotationsachsen R110 und R120 der Fördertrommel 110 bzw. 120
liegt. Erst zu diesem Übergabezeitpunkt wird die Belüftung an der abgebenden Fördertrommel
110 eingeschaltet, während das Vakuum bzw. die Saugluft an den Saugluftbohrungen 123
zu diesem Übergabezeitpunkt eingeschaltet wird.
[0050] Dadurch, dass bei der Übergabe der stabförmigen Artikel 115 ein gleichzeitiger Formschluss
des zu übergebenden Artikels 115 mit den Aufnahmemulden 114 und 124 erreicht wird,
wird ein Springen der Artikel 115 in radialer Richtung zwischen den Aufnahmemulden
114, 124 der Stäbe verhindert, so dass die Artikel 115 in radialer Richtung der Fördertrommel
114, 120 keine Beschleunigung bzw. keinen Bewegungsimpuls erfahren.
[0051] Insbesondere werden beim Einbringen der im Querschnitt rundgeformten, insbesondere
kreisförmigen, Artikel 115 die abgebende Aufnahmemulde 114 und die aufnehmende Aufnahmemulde
124 im Übergabebereich 130 derart angeordnet, dass der, insbesondere maximale, Abstand
zwischen Muldengrund der abgebenden Aufnahmemulde 114 und der aufnehmenden Aufnahmemulde
124 gleich oder kleiner als der Durchmesser der rund geformten sowie kreisrund geformten
Artikel 115 ist.
[0052] Ebenso ist es im Rahmen der Erfindung möglich, in den Aufnahmemulden der Fördertrommeln
stabförmige Artikel mit ovalen Querschnitten zu fördern.
[0053] Vorzugsweise ist bei einer Ausbildung des erfindungsgemäßen Übergabeverfahrens der
Abstand im Übergabebereich 130 zum Übergabezeitpunk zwischen dem Muldengrund der Aufnahmemulde
114 und dem Muldengrund der Aufnahmemulde 124 zwischen 0,1 mm bis 0,3 mm kleiner als
der Kreisdurchmesser der stabförmigen Artikel 115.
[0054] Das dargestellte, erfindungsgemäße Prinzip der Übergabe von stabförmigen Artikeln
ist in entsprechender Weise auch für die Übergabe von Artikeln zwischen Fördertrommeln
sowohl mit starren als auch mit bewegten Aufnahmemulden für die stabförmigen Artikel
anwendbar.
[0055] In den Fig. 3a bis 3c ist schematisch die Übergabe von stabförmigen Artikeln 115
von der ersten Fördertrommel 110 an die benachbarte zweite Fördertrommel 120 in nachfolgenden
Verfahrensschritten an der Filteransetzmaschine F dargestellt. Hierbei ist zwischen
den Mittenachsen bzw. den Rotationsachsen R110 und R120 der beiden Fördertrommeln
110, 120 ein Achsstichmaß AS ausgebildet. Das Achsstichmaß AS bestimmt sich durch
den Abstand der Mittenachsen der beiden benachbarten Fördertrommeln 110, 120, die
gleichzeitig die Rotationsachsen R110 und R120 der beiden Fördertrommeln 110, 120
jeweils bilden.
[0056] Darüber hinaus weist die Fördertrommel 110 einen Radius B110 auf, der bestimmt ist
durch den Abstand zwischen der Mittenachse bzw. der Rotationsachse R110 und dem Muldengrund
der Aufnahmemulde 114 der Fördertrommel 110.
[0057] Ferner weist die Artikel aufnehmende Fördertrommel 120 einen Radius B120 auf, der
bestimmt wird durch den Abstand zwischen der Mittenachse bzw. der Rotationsachse R120
und dem (tiefsten) Muldengrund der Aufnahmemulde 124 der Fördertrommel 120.
[0058] Bei dem in Fig. 3a gezeigten Verfahrensschritt wird der stabförmige Artikel 115 von
der Fördertrommel 110 in den Übergabebereich 130 gefördert, so dass der stabförmige
Artikel 115, der in der Aufnahmemulde 114 der Fördertrommel gehalten wird, in die
Aufnahmemulde 124 der Artikel aufnehmenden Fördertrommel 120 eingebracht wird und
durch Anliegen im Muldengrund Saugluftbohrungen der Aufnahmemulde 124 verschließt.
Unter gleichzeitiger Rotation der beiden Fördertrommeln 110, 120 und bei Ausbildung
eines Formschlusses mit den Aufnahmemulden 114, 124 der beiden Fördertrommeln 110,
120 wird der zu übergebende Artikel 115 im Verfahrensschritt gemäß Fig. 3b leicht
gepresst in Bezug auf die gedachte Verbindungslinie zwischen der Rotationsachse R110
und R120 der beiden Fördertrommeln 110, 120, da der Abstand zwischen dem Muldengrund
der Aufnahmemulde 114 und dem Muldengrund der Aufnahmemulde 124 bei der in Fig. 3b
gezeigten Position im Übergabebereich und im Übergabezeitpunkt kleiner ist als der
Durchmesser des Artikels 115 vor dem Übergabezeitpunkt (vgl. Fig. 3a) und nach dem
Übergabezeitpunkt (vgl. Fig. 3c).
[0059] Nach der Übergabe des stabförmigen Artikels 115 gemäß Fig. 3c an die benachbarte,
zweite Fördertrommel 120 liegt Unterdruck in den Saugbohrungen der Aufnahmemulde 124
an, während Unterdruck an den Saugbohrungen der Aufnahmemulde 114 abgeschaltet ist.
Dadurch, dass nach der Übergabe des stabförmigen Artikels (vgl. Fig. 3b) der Abstand
zwischen dem Muldengrund der Artikel abgebenden Aufnahmemulde 114 und der Artikel
aufnehmenden Aufnahmemulde 124 vergrößert wird, nimmt der stabförmige Artikel 115
seinen kreisrunden Querschnitt wieder ein.
[0060] In Fig. 4a, 4b sind vergrößerte Ausschnitte des Übergabebereichs 130 gemäß dem in
Fig. 3b gezeigten Verfahrensschritt schematisch dargestellt. Wie aus den Fig. 4a,
4b hervorgeht, ist der Durchmesser d des gestrichelten, kreisrundgeformten stabförmigen
Artikels 115 eingezeichnet, wobei der Abstand zwischen dem Muldengrund der beiden
Aufnahmemulden 114, 124 kleiner ist als der Durchmesser des im Querschnitt kreisrund
geformten Artikels 115. Gemäß dieser Ausführungsform ist das Achsstichmaß AS kleiner
als die Summe aus dem Radius B110, dem Radius B120 und dem Durchmesser d des stabförmigen
Artikels 115.
[0061] Aus der vergrößerten Darstellung in Fig. 4b geht ferner hervor, dass die äußeren
Randbereiche der Aufnahmemulden 114, 124 außerhalb des (tiefsten) Muldengrunds abgerundete
Randbereiche als Muldenschulter aufweisen. Hierdurch ergibt sich eine kontinuierliche
Muldenkontur der Aufnahmemulden 114 bzw. 124 durch die beidseits des Muldengrundes
ausgebildeten Muldenschultern.
[0062] Alle genannten Merkmale, auch die der Zeichnung allein zu entnehmenden sowie auch
einzelne Merkmale, die in Kombination mit anderen Merkmalen offenbart sind, werden
allein und in Kombination als erfindungswesentlich angesehen. Erfindungsgemäße Ausführungsformen
können durch einzelne Merkmale oder eine Kombination mehrerer Merkmale erfüllt sein.
Bezugszeichenliste
[0063]
- 10
- Belagapparat
- 11
- Belagpapierstreifen
- 12
- Saugwalze
- 13
- Messerwalze
- 21
- Zusammenstelltrommel
- 22
- Fördertrommel
- 26
- Rolltrommel
- 27
- Rolleinrichtung
- 28
- Trommel
- 29
- Trommel
- 30
- Fördertrommel
- 31
- Schneidtrommel
- 32
- Schneidmesser
- 33
- Spreiztrommel
- 34
- Prüftrommel
- 35
- Prüftrommel
- 36
- Fördertrommel
- 38
- Partikel
- 44
- Prüforgan
- 45
- Prüforgan
- 110
- Fördertrommel
- 111
- Steuerkörper
- 112
- Trommelkörper
- 113
- Saugbohrung
- 114
- Aufnahmemulde
- 115
- stabförmige Artikel
- 120
- Fördertrommel
- 121
- Steuerkörper
- 122
- Trommelkörper
- 123
- Saugbohrung
- 124
- Aufnahmemulde
- 130
- Übergabebereich
- AS
- Achsstichmaß
- d
- Durchmesser
- B110
- Radius
- B120
- Radius
- F
- Filteransetzmaschine
- M
- Trommelanordnung (Filterstopfen)
- T
- Trommelanordnung (Tabakstöcke)
- P
- Zigarettenstrangmaschine
- R110
- Rotationsachse
- R120
- Rotationsachse
1. Verfahren zum Fördern von stabförmigen Artikeln (115) der Tabak verarbeitenden Industrie,
insbesondere Filterstäbe oder Zigaretten oder Filterstabgruppen oder hieraus zusammengestellten
Artikelgruppen, wobei die stabförmigen Artikel (115) in queraxialer Richtung in Aufnahmemulden
(114, 124) von, insbesondere rotierend angetriebenen, Trommelkörpern (112, 122) von
Fördertrommeln (110, 120) gefördert werden, wobei die stabförmigen Artikel (115) einzeln
aus den abgebenden Aufnahmemulden (114) der ersten Fördertrommel (110) in einem Übergabebereich
(130) an die aufnehmenden Aufnahmemulden (124) der zweiten Fördertrommel (120) übergeben
werden, wobei die Artikel (115) auf der ersten Fördertrommel (110) mittels Unterdruck
in den Aufnahmemulden (114) gehalten und zum Übergabebereich (130) gefördert werden,
im Übergabebereich (130) zwischen der ersten Fördertrommel (110) und der zweiten Fördertrommel
(120) und während der oder bei der Übergabe an jeweils eine Aufnahmemulde (124) des
Trommelkörpers (122) der zweiten Fördertrommel (120) die Artikel (115) jeweils unter
Ausbildung eines Formschlusses mit der, vorzugsweise am jeweiligen zu übergebenden
Artikel (115) anliegenden, Kontur der abgebenden Aufnahmemulden (114) der ersten Fördertrommel
(110) und unter, vorzugsweise gleichzeitiger Ausbildung eines Formschlusses mit der,
vorzugsweise am jeweiligen zu übergebenden Artikel (115) anliegenden, Kontur der aufnehmenden
Aufnahmemulde (124) der zweiten Fördertrommel (120) übergeben werden, wobei mit der
Ausbildung des beidseitigen Formschlusses der einzelnen Artikel (115) jeweils der
Halteunterdruck an der abgebenden Aufnahmemulde (114) der ersten Fördertrommel (110)
abgeschaltet ist und gleichzeitig der stabförmige Artikel (115) mit Halteunterdruck
an der aufnehmenden Aufnahmemulde (124) der zweiten Fördertrommel (120) beaufschlagt
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei Ausbildung des beidseitigen Formschlusses des zu übergebenden Artikels (115)
mit der Kontur der abgebenden Aufnahmemulde (114) der ersten Fördertrommel (110) und
mit der Kontur der aufnehmenden Aufnahmemulde (124) der zweiten Fördertrommel (120)
im Übergabebereich (130) der Abstand zwischen dem Muldengrund der abgebenden Aufnahmemulde
(114) der ersten Fördertrommel (110) und dem Muldengrund der aufnehmenden Aufnahmemulde
(124) der zweiten Fördertrommel (120) gleich oder kleiner, insbesondere um 0,1 mm
bis 0,3 mm kleiner, als der Durchmesser des zu übergebenden Artikels (115) ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zu übergebenden Artikel (115) jeweils im Übergabebereich (130) bewegungsimpulsfrei
von der abgebenden Aufnahmemulde (114) der ersten Fördertrommel (110) zur aufnehmenden
Aufnahmemulde (124) der zweiten Fördertrommel (120) übergeben werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zu übergebenden Artikel (115) jeweils im Übergabebereich (130) wenigstens eine
oder mehrere Ansaugbohrungen (123) der aufnehmenden Aufnahmemulde (124) der zweiten
Fördertrommel (120) mit Ausbildung des Formschlusses mit der aufnehmenden Aufnahmemulde
(124) verschließen, wobei insbesondere die zu übergebenden Artikel (115) jeweils mit
Unterdruck an der abgebenden Aufnahmemulde (114) der ersten Fördertrommel (110) beaufschlagt
sind.
5. Trommelmaschine der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere Filteransetzmaschine,
mit mehreren Fördertrommelen (110, 120) zum queraxialen Fördern von stabförmigen Artikeln
(115) der Tabak verarbeitenden Industrie, wobei die Fördertrommeln (110, 120) jeweils
in Umfangsrichtung mit Aufnahmemulden (114, 124) zum Aufnehmen von stabförmigen Artikeln
(115) versehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zwei benachbarte Fördertrommeln (110, 120) derart angeordnet sind, dass das
Achsstichmaß (AS) zwischen den Mittenachsen (R110, R120) der Fördertrommeln (110,
120) gleich oder kleiner ist als die Summe aus dem Radius (B110) einer ersten Fördertrommel
(110) zwischen der Mittenachse (R110) der ersten Fördertrommel (110) und dem Muldengrund
der, vorzugsweise im Übergabebereich (130) zwischen den benachbarten Fördertrommeln
(110, 120) befindlichen, Aufnahmemulden (114) der ersten Fördertrommel (110) und aus
dem Radius (B120) einer zweiten benachbarten Fördertrommel (120) zwischen der Mittenachse
(R120) der zweiten Fördertrommel (120) und dem Muldengrund der, vorzugsweise im Übergabebereich
(130) zwischen den benachbarten Fördertrommeln (110, 120) befindlichen, Aufnahmemulden
(114, 124) der zweiten Fördertrommel (120) und aus dem, vorzugsweise kleinsten, Durchmesser
(d) der zu fördernden stabförmigen Artikel (115).
6. Trommelmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass alle Fördertrommeln (110, 120) der Trommelmaschine derart angeordnet sind, dass das
jeweilige Achsstichmaß (AS) zwischen den Mittenachsen (R110, R120) zweier benachbarter
Fördertrommeln (110, 120) gleich oder kleiner ist als die Summe aus dem Radius (B110)
der ersten Fördertrommel (110) zwischen der Mittenachse (R110) der ersten Fördertrommel
(B110) und dem Muldengrund der, vorzugsweise im Übergabebereich (130) zwischen den
benachbarten Fördertrommeln (B110) befindlichen, Aufnahmemulden (114, 124) der ersten
Fördertrommel (110) und aus dem Radius (B120) der benachbarten zweiten Fördertrommel
(120) zwischen der Mittenachse (R120) der zweiten Fördertrommel (120) und dem Muldengrund
der, vorzugsweise im Übergabebereich (130) zwischen den benachbarten Fördertrommeln
(110, 120) befindlichen, Aufnahmemulden (114, 124) der zweiten Fördertrommel (120)
und aus dem Durchmesser (d) der zu fördernden stabförmigen Artikel (115) an der Trommelmaschine.
7. Trommelmaschine nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmemulden (114, 124) der Fördertrommeln (110, 120) im Randbereich der Aufnahmemulden
(114, 124) und außerhalb des Muldengrundes der Aufnahmemulden (114, 124) in Bezug
auf die queraxiale Förderrichtung der Fördertrommeln (110, 120) beidseits des Muldengrundes
jeweils eine kontinuierliche, insbesondere abgerundete Muldenschulter aufweisen.