| (19) |
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(11) |
EP 2 714 979 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.12.2016 Patentblatt 2016/52 |
| (22) |
Anmeldetag: 23.05.2012 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2012/002186 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2012/159746 (29.11.2012 Gazette 2012/48) |
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| (54) |
NÄHMASCHINE MIT FADENKLEMME
SEWING MACHINE HAVING A THREAD CLAMP
MACHINE À COUDRE POURVUE D'UN PINCE-FIL
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
23.05.2011 DE 102011102928
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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09.04.2014 Patentblatt 2014/15 |
| (73) |
Patentinhaber: Pfaff Industriesysteme und Maschinen AG |
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67661 Kaiserslautern (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- THOMAS, Manfred
67697 Otterberg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Klein, Friedrich Jürgen |
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Patentanwälte Klein & Klein
Auf der Pirsch 11 67663 Kaiserslautern 67663 Kaiserslautern (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 2 344 720 DE-C1- 19 722 395 US-A- 3 599 588
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DE-A1-102007 045 598 US-A- 3 173 393
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft Nahtbildungsmittel für eine Nähmaschine, umfassend Fadenführungsmittel,
wie beispielsweise eine Nadel und/oder ein Greifer, zur Führung zumindest eines für
eine Nahtbildung vorgesehenen Fadens, sowie einer Fadenklemmeinrichtung, die mit einer
Fadenklemme versehen ist, in die insbesondere für die Bildung eines Nahtanfangs ein
Faden eingeführt, geklemmt und wieder ausgeführt werden kann. Außerdem betrifft die
Erfindung eine mit solchen Nahtbildungsmittel versehene Nähmaschine.
[0002] Nähmaschinen bilden unter Einsatz einer oszillierend hin- und her bewegten Nadel,
die einen Faden führt. Nähte. Kettenstichnähmaschinen verwenden dazu nur einen Faden.
Bei Doppelsteppstichnähmaschinen führt die Nadel einen Oberfaden, der mit einem auf
einer Spule angeordneten Fadenvorrat für einen Unterfaden zur Doppelsteppstichnaht
verschlungen wird. Die Spule befindet sich hierbei in einem umlaufenden Greifer, der
relativ zur Spule eine Rotationsbewegung ausführt, bei jedem Stich der Nadel in das
Nähgut den Oberfaden erfaßt und mit dem Unterfaden verschlingt.
[0003] Um eine vollständige Naht zu bilden, muß diese Verschlingung bei jedem Stich stattfinden.
Seit langem besteht jedoch hierbei insbesondere beim Nahtanfang das Problem, daß diese
Verschlingung hier nicht zuverlässig und reproduzierbar erzeugt wird. Insbesondere
in Abhängigkeit von unterschiedlichen Materialien und Dicken des Nähguts kann es vor
allem am Nahtbeginn einige Stiche dauern, bis der Greifer den Unterfaden mit dem Oberfaden
verschlingen kann. Aus diesem Grund sind bereits Fadenklemmen bekannt geworden, in
die der Unterfaden für den Nahtbeginn eingeführt und während der Nahtbildung nachfolgend
wieder herausgerissen wird. Es handelt sich bei solchen Fadenklemmen um ein Klemmfederblech,
das mit einem festen Gegenhalter zusammenwirkt. Diese Fadenklemmen führen zwar oftmals
zu einer Verbesserung bei der Nahtbildung, einen tatsächlich zuverlässigen Beginn
der Nahtbildung können sie aber immer noch nicht ausreichend zufriedenstellend gewährleisten.
[0004] Aus der
DE-C-197 22 395 ist eine Nähmaschine mit einer Fadenschneideinrichtung zur Durchtrennung der Nähfäden
von Doppelsteppstichnähmaschinen bekannt. Letztere ist im Bereich des Greifers und
der Fadenschneideinrichtung mit einer Fadenklemme versehen, die aus einem Ende einer
Blattfeder und einem Abschnitt eines Armes eines Fadenfängers gebildet ist. Die Fadenklemme
wird verschlossen, indem der Fadenfänger durch seine Rückwärtsbewegung eine Überdeckung
mit der Blattfeder erreicht. Um den Faden wieder freizugeben, wird dieser entgegen
der Klemmkraft der Fadenklemme aus dieser herausgezogen.
[0005] Aus der
US 3 173 393, der
DE-A-23 44 720, der
DE-A-43 31 746 und der
US 3 599 588 gehen jeweils Fadenschneidvorrichtungen hervor, deren Fadenklemmen zu einem vorgegebenen
Zeitpunkt geöfffnet und geschlossen werden. Auch diese Lösungen können insbesondere
bei unterschiedlichen Nähbedingungen keine zuverlässigen Nahtanfang garantieren.
[0006] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde Maßnahme anzugeben, durch die eine
Verbesserung hinsichtlich einer zuverlässigen Nahtbildung auch zu Beginn eines Nähvorgangs
zu erzielen ist.
[0007] Diese Aufgabe wird bei Nahtbildungsmittel der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
durch eine betätigbare Fadenklemme, die mittels einem steuerbaren Betätigungsmittel
zur Klemmung verschließbar und/oder mittels dem Betätigungsmittel öffenbar ist. Im
Rahmen der Erfindung hat es sich gezeigt, daß mit derart gesteuerten Fadenklemmen
eine deutliche sicherere Nahtbildung erzielen läßt. Die erfindungsgemäß vorgesehene
gesteuerte Fadenklemme, die zu einem bestimmten Zeitpunkt des Nähvorgangs zur Fadenaufnahme
bzw. -Klemmung durch Betätigung geschlossen werden kann, ermöglicht für jeden Nähvorgang
reproduzierbare Verhältnisse und damit eine zuverlässige Nahtbildung, insbesondere
zwischen einem Unter- und einem Oberfaden. Die erfindungsgemäß vorgesehene Fadenklemme
sollte u einem bestimmten Zeitpunkt zur Freigabe des Fadens geöffnet werden können,
so daß der Faden ebenfalls zu einem bestimmten Zeitpunkt freigebbar ist. In diesem
Zusammenhang muß unter "Öffnen" nicht nur ein aktives Auseinanderführen der Klemmteile
der Fadenklemme verstanden werden, wodurch diese mit Abstand zueinander angeordnet
sind. Als "Öffnen" im Sinne der vorliegenden Erfindung kann auch eine Wegnahme oder
Reduzierung der auf die Fadenklemme zur Klemmung aufgebrachten Belastung über das
Betätigungsmittel verstanden werden. Ein Öffnen im Sinne der Erfindung liegt somit
bereits schon bei einer Freigabe der Fadenklemme durch ein Betätigungsmittel vor,
die ausreichend ist, um den zuvor nicht aus der Fadenklemme entfernbaren Faden nun
insbesondere durch den Nähprozess aus der Fadenklemme herausführen zu können.
[0008] Durch eine solche gesteuerte Fadenklemme kann der Faden sicherer und zuverlässiger
als bisher für eine vorgesehene Dauer in der Fadenklemme aufgenommen und dort gehalten
sowie nachfolgend zu bestimmbaren Zeiten wieder freigegeben werden. Hierdurch kann
für den dann ablaufenden Abschnitts des Nahtbildungsvorgangs auf den Faden zuverlässig
eine Spannung aufgebracht werden, die es erleichtert reproduziere Verhältnisse auch
zu Beginn bei der Nahtbildung zu gewährleisten, die für eine sichere Nahtbildung förderlich
ist.
[0009] Eine erfindungsgemäße Fadenklemme kann mit Vorteil als Unterfadenklemme vorgesehen
sein, wie sie im Zusammenhang mit Doppelsteppstichnähmaschinen zum Einsatz kommen
kann. Es liegt jedoch im Bereich des der Erfindung zugrunde liegenden Gedankens eine
Fadenklemme gemäß dem Kennzeichen von Anspruch 1 auch für einen Oberfaden der Nadel
auszubilden, entweder für einen Oberfaden einer Doppelsteppstich- oder einer Kettenstichnähmaschine.
[0010] Eine geeignete mögliche Ausführungsform einer betätigbaren Fadenklemme der erfindungsgemäßen
Nahtbildungsmittel kann zumindest zwei Klemmteile aufweisen, von denen zumindest eines
beweglich ausgebildet ist. Die beiden Klemmteile können vorzugsweise aus einer Position
(Öffnungsposition) in der sie mit Abstand zueinander angeordnet sind in eine Position
(Schließ- und Klemmposition) gebracht werden, in der die Klemmteile gegeneinander
gedrückt werden und umgekehrt. In der Schließ- und Klemmposition sind die Klemmteile
in der Lage, einen Faden zwischen sich zu klemmen. Vorzugsweise wird zumindest eine
der beiden Bewegungen, nämlich die Überführung der Klemmteile in die Öffnungsposition
oder die Schließ- und Klemmposition durch eine angetriebene Bewegung ausgeführt, die
von einem Antriebsmittel erzeugbar ist. Grundsätzlich kann die Öffnungsbewegung und/oder
die Schließbewegung eine von einem Antriebsmittel angetriebene Bewegung sein. Als
Öffnungsposition kommen auch Positionen der beiden Klemmteile in Betracht, in denen
sie zwar gegeneiander anliegen aber durch einen an die Fadenklemme herangeführten
Faden geöffnet werden können.
[0011] Als Antriebsmittel von Betätigungsmitteln der Fadenklemme kommen in einer nicht abschließenden
Aufzählung beispielsweise pneumatische Antriebe, elektrische Antriebe oder Magnete
in Betracht. Sofern nur eine der beiden Bewegungen als angetriebene Bewegung ausgestaltet
ist kann die jeweils andere der beiden Bewegungen mit Vorteil als Rückstellbewegung
ausgestaltet sein, die gegen die Wirkung eines Rückstellelements, wie beispielsweise
ein Federelement, erzeugt wird, das bei einer der beiden Bewegungen gespannt wird.
[0012] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann der Zeitpunkt, zu
dem die Fadenklemme zum Klemmen des Fadens geschlossen wird, durch eine Steuerung
der Fadenklemme vorbestimmt bzw. kann durch diese vorbestimmbar sein. Mit Vorteil
ist auch der Öffnungszeitpunkt bzw. eine hierzu vorgesehene Öffnungsbewegung eines
Betätigungsmittels der Fadenklemme von der Steuerung vorbestimmt bzw. vorbestimmbar.
Bei der Steuerung kann es sich um eine zentrale Nähmaschinensteuerung handeln. Hierdurch
lassen sich besonders einfach die Bewegungen der Fadenklemme auf Bewegungen von anderen
Nähmaschinenkomponenten abstimmen und mit diesen koordinieren. So kann es zur Erzielung
einer hohen Funktionssicherheit von Vorteil sein, wenn der Faden bereits während des
Endes des vorausgehenden Nähvorgangs in die gesteuerte Fadenklemme eingeführt und
geklemmt wird. Dies hat den Vorteil, daß der Faden sich noch in einem Nähvorgang befindet
und somit für die Klemmung reproduzierbare Verhältnisse vorliegen. Erst nach dem Einführen
des Fadens in die Klemme wird der Faden bei der hier erörterten Ausführungsform der
Erfindung geschnitten. Zum Schneiden des Fadens kann mit Vorteil eine Fadenschneideinrichtung
vorgesehen sein, wie sie beispielsweise in der
DE 10 2008 030 620 B3 beschrieben ist. Der Faden bleibt auch nach Abschluß des Nähvorgangs in der Fadenklemme
geklemmt und ist hierdurch zu Beginn des jeweils nachfolgenden Nähvorgangs auf besonders
einfache Weise bereits in der gezielt und vorbestimmt betätigbaren Fadenklemme angeordnet
und geklemmt.
[0013] Zudem lassen sich auf diese Weise auch besonders einfache Zeitpunkte bestimmen, zu
denen die Fadenklemme geschlossen wird. Der Schließvorgang läßt sich mit Vorteil von
einem von der Fadenschneideinrichtung ausgeführten Schneidvorgang ableiten. Der Klemmvorgang
kann somit beim Schneidvorgang, der üblicherweise durch eine von einer Bedienperson
der Nähmaschine, durch Betätigung einer Taste oder eines Schalters ausgelöst wird,
mitausgelöst werden. Bei einem Auslösen des Schneidvorgangs wird somit mit Vorteil
zuerst der Klemmvorgang des Fadens durch Aufnahme des Fadens in der Fadenklemme und
erst anschließend der Schneidvorgang ausgeführt.
[0014] In der erfindungsgemäßen Ausgestaltung ist zumindest der Zeitpunkt des Öffnens bzw.
der Freigabe der Fadenklemme - und damit der Freigabe des Fadens - variabel einstellbar.
Eine solche Einstellbarkeit kann mit Vorteil in Abhängigkeit von einer einstellbaren
bestimmten Anzahl von ersten Stichen eines Nähvorgangs vorgesehen sein. Hierdurch
ist es möglich, die Dauer des Klemmvorgangs, bis die Fadenklemme wieder geöffnet wird
und den Faden freigibt, auf die jeweils gegebenen Nähbedingungen einzustellen, wie
beispielsweise den verwendeten Fadentyp, das Material des Nähguts und dessen Dicke.
[0015] Weitere bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen,
der Beschreibung und der Zeichnung.
[0016] Die Erfindung wird anhand von in den Figuren rein schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert, es zeigen:
- Fig. 1
- eine Doppelsteppstichnähmaschine in einer teilweise geschnittenen Vorderansicht;
- Fig. 2
- eine Baugruppe "Greifervorrichtung" der Nähmaschine aus Fig. 1 in einer perspektivischen
Darstellung;
- Fig. 3
- ein mögliches Beispiel für Teile einer Fadenschneideinrichtung;
- Fig. 4
- eine gesteuerte und betätigbare Fadenklemmeinrichtung der Nähmaschine in einer perspektivischen
Darstellung, wobei die Fadenklemme nicht betätigt aber geschlossen ist;
- Fig. 5
- die Fadenklemmeinrichtung aus Fig. 4 mit einer nicht betätigten aber geöffneten Fadenklemme;
- Fig. 6
- die Baugruppe "Greifervorrichtung" mit gezeigtem Unterfaden nach dem Erfassen des
Unterfadens durch einen Fadenfänger und nach Einführung des Unterfadens in die Fadenklemme,
aber vor einem Schneiden des Unterfadens;
- Fig. 7
- die Situation aus Fig. 6, dargestellt aus einem anderen Blickwinkel;
- Fig. 8
- die Baugruppe "Greifervorrichtung" mit gezeigtem Unterfaden nach einem Schneiden des
Unterfadens und mit Anordnung des Unterfadens in der Fadenklemme;
- Fig. 9
- die Situation aus Fig. 8, dargestellt aus einem anderen Blickwinkel.
[0017] In Fig. 1 ist in einer stark schematisierten Weise ein Beispiel für eine als Doppelsteppstichnähmaschine
ausgebildete Nähmaschine 1 dargestellt, deren Gehäuse 1 eine untere gehäuseförmige
sogenannte Grundplatte 2 aufweist, von der aus sich ein Ständer 3 im Wesentlichen
senkrecht nach oben erstreckt. An einem oberen Ende des Ständers schließt sich ein
Arm 4 an, der in etwa parallel zur Grundplatte 2 verläuft.
[0018] Die Nähmaschine weist eine im Arm 4 gelagerte Armwelle 7 auf, die ebenso wie die
nachfolgend genannten weiteren grundsätzlichen Bestandteile der Nähmaschine in Fig.
1 gegebenenfalls nur teilweise oder stark schematisiert dargestellt sind. Die Armwelle
7 treibt eine oszillierend auf und ab bewegbare Nadelstange 5 an, an deren Nadelhalter
eine Nadel 6 zur Aufnahme eines Oberfadens (nicht dargestellt) befestigt werden kann.
In der Grundplatte 2 ist eine Greifervorrichtung 8 angeordnet, deren rotative Bewegung
mit der oszillierenden Bewegung der Nadelstange 5 synchronisiert ist. Ein Unterfaden
befindet sich auf einer Spule 11, die in einem mehrteiligen Spulenkapselträger angeordnet
ist. Die Greifervorrichtung 8 führt hierbei in an sich bekannter Weise den von der
Nadel 6 geführten Oberfaden um den Spulenkapselträger, damit dieser zusammen mit dem
Unterfaden eine Naht bilden kann. Üblicherweise werden die Nadelstange 5 und die Greifervorrichtung
8 von einem gemeinsamen Antrieb, nämlich einem nicht näher dargestellten Servo-Elektromotor
angetrieben, dessen rotative Antriebsbewegung zur Nadelstange 5 und zur Greifervorrichtung
8 von einer Maschinenhauptwelle abgegriffen und in einem bestimmten Verhältnis übersetzt
wird.
[0019] Die Nähmaschine weist zudem eine nicht näher dargestellte Vorschubvorrichtung mit
einer Nadel- und/oder Obertransporteinrichtung auf. Demzufolge ist der ebenfalls über
ein entsprechendes Getriebe von der Maschinenhauptwelle angetriebene Stoffschieber
zum Durchtritt der Nadel 6 mit einem Stichloch versehen.
[0020] Fig. 2 zeigt eine Darstellung der in der Grundplatte 2 angeordneten Baugruppe der
Greifervorrichtung 8, die sich in der Grundplatte unmittelbar unterhalb einer Stichplatte
9 (Fig. 1) befindet. Die Greifervorrichtung 8 weist einen in einer horizontalen Ebene
umlaufenden Greifer 12 auf, der mit einer Greiferspitze 12a versehen ist und in den
in bekannter Weise die einem Fadenvorrat aufnehmende Spule 11 eingesetzt ist. Die
Spule 11 ist in an sich ebenfalls bekannter Weise gegen Rotationsbewegungen gesichert.
[0021] Wie in Fig. 2 sowie den Fig. 6-9 zu erkennen ist, ist die Greifervorrichtung 8 mit
einer Fadenschneideinrichtung 13 versehen, die zum Erfassen und zur Durchtrennung
des Unter- und des Oberfadens vorgesehen ist. Nach Abschluß einer Nahtbildung kann
die Fadenschneideinrichtung 13 entweder automatisiert oder durch Betätigung eines
an oder in der Nähe von der Nähmaschine angeordneten Betätigungsmittels zum Einsatz
kommen.
[0022] Die Fadenschneideinrichtung 13 kann beispielsweise entsprechend der in der
DE 10 2008 030 620 B3 ausgebildet sein, deren Inhalt, insbesondere hinsichtlich der konstruktiven Ausgestaltung
und erzielbaren Funktionen, hiermit durch Bezugnahme aufgenommen wird. Die in Fig.
3 beispielhaft und rein schematisch teilweise dargestellte Fadenschneideinrichtung
13 weist einen Fadenfänger 14 auf, der auf einer zur Greiferwelle parallel gerichteten
Welle 15 angeordnet und um diese über einen bestimmten Winkelbereich oszillierend
in zueinander entgegengesetzte Drehrichtungen schwenkbar ist. Die Fadenschneideinrichtung
13 erhält ihre Antriebsbewegung von der Maschinenhauptwelle zur Welle 15 über ein
entsprechendes Getriebe. Der Fadenfänger 14 befindet sich in seiner Ruhestellung seitlich
hinter der Nadel 6 und ist für einen Schneidvorgang in einer horizontalen Ebene von
der Ruhestellung entlang einer zwischen dem Stichloch 13 und der Seitenwand des Greifers
verlaufenden Bewegungsbahn in die Bewegungsumkehrposition schwenkbar und von dieser
entlang der gleichen Bewegungsbahn wieder in die Ruhestellung zurück führbar.
[0023] An seinem der Welle 15 abgekehrten Endbereich des Fadenfängers 14 ist an diesem eine
Fängerspitze 17 ausgebildet, der ein Widerhaken nachgeordnet ist. Zur Bildung des
Widerhakens 18 ist an der äußeren Seitenfläche des Fadenfängers ein Einschnitt 21
ausgebildet, der der Fängerspitze 17 nachgeordnet ist.
[0024] An seiner Oberseite weist der Fadenfänger zur Aufnahme der abzutrennenden Fäden eine
der Fängerspitze 17 nachgeordnete Nut 23 auf, die einenends in den Einschnitt 21 und
anderenends in eine den Fadenfänger 14 durchsetzende Bohrung 24 mündet. Hierdurch
bilden die in die Bohrung 24 übergehenden Endbereich der Nut 23 eine halbkreisförmige
Schneidkante 25 des Fangenfängers 14.
[0025] Zum Abschneiden des zum Nähgut führenden Schenkels der Nadelfadenschleife sowie des
Greiferfadens ist im unmittelbaren Bereich der Stichbildestelle ein mit dem Fadenfänger
14 zusammenwirkendes stationär angeordnetes Gegenmesser 26 vorgesehen, dessen Schneide
27 zur Erzielung eines ziehenden Schnittes im spitzen Winkel zur Vorschubrichtung
des Nähgutes gerichtet ist. Das Gegenmesser 26 kann auch an der Unterseite eines Stoffschiebers
der Nähmaschine angeordnet und mit diesem fest verbunden sein.
[0026] Eine Fadenklemmeinrichtung 28 befindet sich in unmittelbarer Nähe der Fadenschneideinrichtung
13 im Bereich des Umfangs des Greifers 12 (Fig. 2 und 6-9). In Bezug auf die Rotationsrichtung
des Greifers ist die Fadenklemmeinrichtung direkt hinter der Fadenschneideinrichtung
angeordnet. Die Fadenklemmeinrichtung 28 weist eine Fadenklemme 29 auf, die mit zwei
zusammenwirkenden Klemmteilen 30, 31 versehen ist. Das obere Klemmteil 30 ist hierbei
starr an einem Träger 32 angeordnet und ragt schnabelartig und gekrümmt vom Träger
32 weg. Das untere Klemmteil 31 ist winkelförmig ausgebildet und befindet sich unmittelbar
unterhalb des oberen Klemmteils 30. Das untere Klemmteil 31 weist ebenfalls einen
schnabelartigen und näherungsweise zum Greifer hin gekrümmtem Verlauf eines im wesentlichen
horizontalen Klemmschenkels 31a auf. Das untere Klemmteil 31 ist am Träger mittels
einer Welle 33, deren Schwenkachse 33a horizontal ausgerichtet ist, schwenkbar angelenkt.
Die Welle 33 wird hierbei in einer in der Fig. 4 und 5 nicht näher dargestellten Weise
vom Träger 32 gehalten. Zudem ist das untere Klemmteil 31 mit einer ebenfalls nicht
näher dargestellten Feder kraftbelastet. Die Wirkrichtung und Federkraft der Feder
ist dabei so vorgesehen, daß das untere Klemmteil 31 mit einer nur geringfügig die
eigene Gewichtskraft übersteigenden Kraft gegen das obere Klemmteil 30 gedrückt wird.
Schließlich ist unterhalb der Welle 33 in den vertikalen Schenkel des unteren Klemmteils
eine Schraube 35 eingeschraubt und diese zudem durch den Träger 32 hindurchgeführt.
Die Schraube 35 ragt mit ihrem Schraubenkopf 35a auf der vom unteren Klemmteil 31
abgewandten Seite des Träger 32 mit Abstand zu letzterem heraus. Das mit einem Gewinde
versehene andere Ende der Schraube ragt aus dem vertikalen Klemmschenkel 31 b des
unteren Klemmteils 31 heraus, wobei hier eine Mutter 35b auf das Schraubenende aufgeschraubt
ist, die gegen den vertikalen Klemmschenkel 31b anliegt.
[0027] Auf den Träger 32 ist zudem ein pneumatischer Flachzylinder 36 durch Verschraubung
befestigt. In Fig. 2 ist am hinteren Ende des Flachzylinders ein Pneumatikanschluß
des Zylinders zu erkennen. Das freie Ende des Kolbens 38 des Pneumatikzylinders 37
befindet sich unmittelbar gegenüber dem Schraubenkopf 35a, wobei eine Längsachse der
Hubbewegung des Kolbens 38 und die Längsachse der Schraube 35 parallel zueinander
verlaufen. Durch eine Hubbewegung des Kolbens 38 kommt dieser in Anlage gegen den
Schraubenkopf 35a und bewegt diesen in Richtung des Trägers 32 zu. Hierdurch führt
das untere Klemmteil 31 eine Drehbewegung um die Schwenkachse 33a der Welle 33 aus,
wodurch das untere Klemmteil 31 mit einer größeren Kraft, als sie die Feder ausüben
kann, gegen das obere Klemmteil 30 gedrückt wird. Wie den Fig. 4 und 5 entnommen werden
kann, können Klemmflächen der Klemmteile 30, 31 im Querschnitt profiliert, insbesondere
dreiecksförmig ausgebildet sein, wodurch sich besonders gute Klemmwirkungen bei vergleichsweise
geringen erforderlichen Klemmkräfte ergeben.
[0028] Die Funktionsweise der beschriebenen Nahtbildungsmittel der Nähmaschine ist wie folgt:
Der Einsatz der Fadenklemmeinrichtung 28 wird durch Betätigen einer nicht näher dargestellten
Taste für die Auslösung des Fadenschneidvorgangs ausgelöst. Wird diese Taste am Ende
der Erzeugung einer Naht betätigt, so wird zunächst in an sich bekannter Weise im
Nähgut ein Verknotungsstich gebildet, der der Sicherung der Naht gegen ein Aufziehen
dient. Ein solcher Verknotungsstich kann mit der Stichlänge "Null" und beispielsweise
in der in der DE 10 2008 030 620 B3 beschriebenen Weise erfolgen. Bei weiterhin unveränderter Lage des Nähguts wird während
der Bildung eines Teilstiches (Schneidstich) die Nadelfadenschlaufe durch den Greifer
12 aufgeweitet, wonach der Fadenfänger 14 von einer seitlich hinter der Nadel gelegenen
Ruhestellung entlang einer kreisbogenförmigen Bewegungsbahn in eine Bewegungsumkehrposition
bewegt wird. Diese Bewegung erfolgt in den Darstellungen von Fig. 2 und 6-9 im Gegenuhrzeigersinn.
Der Fadenfänger dringt mit der Fängerspitze 17 in die aufgeweitete Nadelfadenschleife
ein, erfaßt diese und führt sie weg.
[0029] In der Bewegungsumkehrposition des Fadenfängers 14 werden der zum Nähgut führende
Schenkel der Nadelfadenschlaufe und der in den Fig. 6-9 gezeigte Greiferfaden 40 vom
Widerhaken 18 erfaßt. Die Nadelfadenschlaufe und der Greiferfaden 40 können hierbei
von unterschiedlichen Bereichen des Widerhakens 18 erfaßt werden, für Unterfaden und
Oberfaden sind hierfür unterschiedliche Nuten am Widerhaken vorgesehen. Die Nut für
den Unterfaden befindet sich hierbei im Bereich der Fadenfängerspitze 17. Während
der Weiterbewegung des Fadenfängers 14 zu seiner Ruhestellung gelangen der zum Nähgut
führende Schenkel der Nadelfadenschlaufe und der Greiferfaden 40 in jeweils die am
Fadenfänger für sie ausgebildete Nut und werden - sobald die dort ausgebildete Schneidkante
den Bereich des jeweiligen Gegenmessers 26, 41 erreicht hat - im Zusammenwirken der
Schneidkante des Fadenfängers mit der Schneide des Gegenmessers durchtrennt.
[0030] Bevor die Durchtrennung der Fäden erfolgt ist führt die Bewegungsbahn des Fadenfängers
14 an der Fadenklemme 29 vorbei. Durch die Bewegung des Fadenfängers 14 wird der Unterfaden
40 zwischen die beiden Klemmteile 30, 31 der Fadenklemme 29 eingeführt. Die Fadenklemme
29 kann hierbei durch den gegen sie anliegenden Unterfaden 40 entgegen der Federkraft
geringfügig geöffnet werden Nun betätigt die Steuerung der Nähmaschine den Flachzylinder
36. Die Druckbeaufschlagung des Zylinders 36 führt zu einem Ausfahren des Kolbens
38, der nun gegen den Schraubenkopf 35a drückt, hierdurch eine Schwenkbewegung des
unteren Klemmteils 31 um einen kleinen Winkelbetrag bewirkt, wodurch die beiden Klemmteile
30, 31 mit dem dazwischen angeordneten Unterfaden 40 gegeneinander gepresst werden.
Der Unterfaden 40 wird somit sicher zwischen den Klemmteilen 30, 31 gehalten. In diesem
Zustand erfolgt die bereits beschriebene Durchtrennung des Unterfadens 40 (Fig. 8
und 9) und des Oberfadens. Das Nähgut mit den daran angeordneten nähgutseitigen Enden
von Unter- und Oberfaden kann nun entfernt werden. Diese Nahtbildung ist damit abgeschlossen.
[0031] Für die nachfolgend zu bildende Naht befindet sich somit der Unterfaden 40 weiterhin
in der Fadenklemme 29 geklemmt und wird, wie beispielsweise in Fig. 8 und 9 gezeigt,
von der Spule 11 aus über diese zur Fadenklemme 29 geführt. Der Kolben 38 drückt auch
zu Beginn dieser Nahtbildung weiterhin gegen den Schraubenkopf 35a, wodurch der Unterfaden
40 in der Fadenklemme 29 sicher gehalten wird. Der neue Nähvorgang kann gestartet
werden, wodurch die Nadel 6 in an sich bekannter Weise mit dem Greifer 12 zusammenwirken
und einen oder mehrere Stiche der zu bildenden Naht von Beginn an prozeßsicher erzeugen
kann. Die Anzahl der Stiche, während denen die Fadenklemme 29 weiterhin den Unterfaden
40 klemmt, kann vorzugsweise über die Steuerung eingestellt werden. Gute Ergebnisse
mit sicherem Nahtbildungsbeginn werden beispielsweise mit einer Klemmung des Unterfadens
40 während einer Anzahl von Stichen aus einem Bereich von einem bis 10, vorzugsweise
von einem bis vier Stichen erzielt. Es kann aber auch von Vorteil sein, eine darüber
hinausgehende größere Anzahl an Stichen einstellen zu können, während denen der Unterfaden
40 noch in der Fadenklemme 29 geklemmt ist und dadurch für den Unterfaden definierte
vorgegebene Bedingungen geschaffen werden.
[0032] Nachdem die jeweils eingestellte vorgegebene Anzahl an ersten Stichen einer Naht
mit geklemmtem Unterfaden 40 von der Nähmaschine abgearbeitet sind, steuert die Steuerung
der Nähmaschine den Flachzylinder 36 derart an, daß der Kolben 38 zurückbewegt und
das untere Klemmteil 31 der Fadenklemme 29 vom Kolben freigegeben wird. Der Unterfaden
kann hierdurch aufgrund der Fadenspannung und des fortlaufenden Nähvorgangs aus der
Fadenklemme 29 herausgeführt und die Naht von nun an ohne Fadenklemmung gebildet werden.
Am Ende dieser Nahtbildung kann durch Betätigen eines Schalters oder Tasters für den
Fadenschneidvorgang oder durch eine automatische Auslösung des Fadenschneidvorgangs
der Unterfaden in der bereits zuvor beschriebenen Weise wieder in die Fadenklemme
29 eingeführt und dort geklemmt sowie geschnitten werden.
Bezugszeichenliste
| 1 |
Nähmaschine |
28 |
Fadenklemmeinrichtung |
| 2 |
Grundplatte |
29 |
Fadenklemme |
| 3 |
Ständer |
30 |
oberes Klemmteil |
| 4 |
Arm |
31 |
unteres Klemmteil |
| 5 |
Nadelstange |
31a |
horizontaler Klemmschenkel |
| 6 |
Nadel |
31b |
vertikaler Klemmschenkel |
| 7 |
Armwelle |
32 |
Träger |
| 8 |
Greifervorrichtung |
33 |
Welle |
| 9 |
Stichplatte |
33a |
Schwenkachse |
| 11 |
Spule |
35 |
Schraube |
| 12 |
Greifer |
35a |
Schraubenkopf |
| 12a |
Greiferspitze |
35b |
Mutter |
| 13 |
Fadenschneideinrichtung |
36 |
Flachzylinder |
| 14 |
Fadenfänger |
37 |
Pneumatikanschluß |
| 15 |
Welle Fadenfänger |
38 |
Kolben |
| 17 |
Fängerspitze |
40 |
Greiferfaden |
| 18 |
Widerhaken |
41 |
Gegenmesser |
| 21 |
Einschnitt |
|
|
| 23 |
Nut |
|
|
| 24 |
Bohrung |
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Schneidkante |
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Gegenmesser |
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1. Nahtbildungsmittel für eine Nähmaschine, umfassend Fadenführungsmittel, wie beispielsweise
eine Nadel und/oder ein Greifer, zur Führung zumindest eines für eine Nahtbildung
vorgesehenen Fadens, sowie einer Fadenklemmeinrichtung (28), die mit einer Fadenklemme
(29) versehen ist, in die insbesondere für die Bildung eines Nahtanfangs ein Faden
eingeführt, geklemmt und wieder ausgeführt werden kann,
gekennzeichnet,
durch eine betätigbare Fadenklemme (29), die mittels einem steuerbaren Betätigungsmittel
zur Klemmung verschließbar und/oder mittels dem Betätigungsmittel öffenbar ist, und
bei der zumindest ein Zeitpunkt des Öffnens oder einer Freigabe der Fadenklemme (29)
variabel einstellbar ist.
2. Nahtbildungsmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungsmittel Antriebsmittel umfassen, mit denen eine Öffnungsbewegung und/oder
Schließbewegung der Fadenklemme (29) erzeugbar ist.
3. Nahtbildungsmittel nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine Steuerung, mittels der in Abhängigkeit von einer bestimmten oder von einer bestimmbaren
Anzahl von Stichen, Zeitpunkte zum Öffnen und/oder Schließen der Fadenklemme (29)
einstellbar sind.
4. Nahtbildungsmittel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Zeitpunkt des Öffnens der Fadenklemme (29) eine Anzahl von Stichen des Nahtanfangs
einstellbar ist, nach denen die Fadenklemme (29) geöffnet wird, wobei die Anzahl der
Stiche insbesondere aus einem Bereich von 1 bis 15, vorzugsweise aus einem Bereich
von 1 bis 6 Stichen wählbar ist.
5. Nahtbildungsmittel nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Fadenklemme (29) zumindest zwei zusammenwirkende Klemmteile (30, 31) aufweist,
von denen zumindest eines relativ zum anderen Klemmteil (30, 31) für eine Öffnungs-
und/oder Klemmbewegung der Fadenklemme (29) als betätigbares bewegliches Klemmteil
(30, 31) ausgebildet ist.
6. Nahtbildungsmittel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Fadenklemme (29) mittels eines auf das zumindest eine bewegliche Klemmteil
(30, 31) wirkende Antriebsmittel eine Klemmung eines Fadens, insbesondere eines Unterfadens
(40), erzeugbar ist.
7. Nahtbildungsmittel nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein um eine Schwenkachse (33a) bewegliches und federbelastetes Klemmteil (30, 31)
der Fadenklemme (29).
8. Nahtbildungsmittel für eine Nähmaschine nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Fadenführungsmittel eine Nadel (6) zur Führung eines Oberfadens, sowie eine Greifervorrichtung
(8) mit einem um eine Rotationsachse, insbesondere um eine vertikale Rotationsachse,
um laufenden Greifer (12), in dem ein Vorrat für einen Unterfaden anordenbar und abspulbar
ist, umfassen.
9. Nähmaschine die mit Nahtbildungsmitteln versehen ist, gekennzeichnet durch Nahtbildungsmittel nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8.
10. Nähmaschine nach Anspruch 9 , gekennzeichnet durch eine Nähmaschinensteuerung an der eine Anzahl von Stichen einstellbar ist, während
denen die Fadenklemme (29) betätigt ist.
11. Verfahren zur Nahtbildung mittels Nahtbildungsmittel einer Nähmaschine (1), bei dem
zur Nahtbildung zumindest ein Faden in ein Nähgut eingebracht wird, wobei zu Beginn
der Nahtbildung der zumindest eine Faden bereits in einer Fadenklemme (29) angeordnet
ist oder angeordnet wird und nach einem oder mehreren Stichen der zu erzeugenden Naht
aus der Fadenklemme (29) herausgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Fadenklemme (29) mittels Betätigungsmitteln zum Klemmen des Fadens und/oder zum
Herausführen des Fadens geschlossen und/oder geöffnet oder freigegeben werden kann_und
zumindest ein Zeitpunkt des Öffnens oder einer Freigabe der Fadenklemme (29) variabel
einstellbar ist.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Faden bei einer vorausgehenden Nahtbildung in die Fadenklemme (29) eingeführt
und geschnitten wird, in der Fadenklemme (29) bis zum Beginn der nachfolgenden Nahtbildung
geklemmt wird und erst nach einem ersten Stich der nachfolgenden Nahtbildung aufgrund
einer Freigabe oder einem Öffnen der Fadenklemme (29) aus der Fadenklemme (29) gelangt.
1. Seam-forming means for a sewing machine, comprising thread-guiding means such as,
for example, a needle and/or a grippe, for guiding at least one thread that is intended
for forming a seam, and a thread-clamp installation (28) which is provided with a
thread clamp (29) into which a thread, in particular for forming a seam start may
be introduced, in which said thread may be clamped, and from which said thread may
be guided out again,
characterized
by an activatable thread clamp (29) which by means of a controllable activation means
is closable for clamping and/or by means of the activation means is openable, and
in which at least a point in time for opening or releasing the thread clamp (29) is
variably adjustable.
2. Seam-forming means according to Claim 1, characterized in that the activation means comprise drive means by way of which an opening movement and/or
a closing movement of the thread clamp (29) is generatable.
3. Seam-forming means according to Claim 1 or 2, characterized by a control by means of which points in time for opening and/or closing the thread
clamp (29) are adjustable depending on a specific or on a determinable number of stitches.
4. Seam-forming means according to Claim 3, characterized in that a number of stitches of the seam start is adjustable as a point in time of opening
the thread clamp (29), after which number of stitches the thread clamp (29) is opened,
wherein the number of stitches is selectable in particular from a range from 1 to
15 stitches, preferably from a range from 1 to 6 stitches.
5. Seam-forming means according to at least one of the preceding claims, characterized in that the thread clamp (29) has at least two interacting clamp parts (30, 31) of which
at least one in relation to the other camping part (30, 31) is configured as an activatable
movable clamp part (30, 31) for an opening and/or clamping mouvement of the thread
clamp (29).
6. Seam-forming means according to Claim 5, characterized in that clamping of a thread, in particular of a bobbin thread (40), is generatable by means
of a drive means that acts on the at least one movable clamp part (30, 31).
7. Seam-forming means according to at least one of the preceding claims, characterized by a springloaded clamp part (30, 31) of the thread clamp (29) that is movable about
a pivot axis (33a).
8. Seam-forming means for a sewing machine, according to at least one of the preceding
claims, characterized in that the thread-guiding means comprise a needle (6) for guiding a needle thread, and a
grippe device (8) having a gripper (12) that revolves about a rotation axis, in particular
about a vertical rotation axis, in which gripper (12) a reserve for a bobbin thread
is disposable and unwindable.
9. Sewing machine that is provided with seam-forming means, characterized by seam-forming means according to one of or a plurality of Claims 1 to 8.
10. Sewing machine according to Claim 9, characterized by a sewing-machine controller on which a number of stitches is adjustable, during which
the thread clamp (29) is activated.
11. Method for seam-forming by means of seam-forming means of a stewing machine (1), in
which for seam-forming at least one thread is incorporated in a sewn article, wherein
at the commencement of seam-forming the at least one thread is already disposed or
is being disposed in a thread clamp (29), and after one or a plurality of stitches
of the seam to be produced is guided out of the thread clamp (29), characterized in that the thread clamp (29), for clamping the thread and/or for guiding out the thread,
by means of activation means may be closed and/or opened or released, and that at
least a point in time for opening or releasing the thread clamp (29) is variably adjustable.
12. Method according to claim 11, characterized in that the thread is introduced into the thread clamp (29) and cut during a preceding seam
formation, is clamped in the thread clamp (29) up to the commencement of the subsequent
seam formation, and escapes the thread clamp (29) only after a first stitch of the
subsequent seam formation by virtue of the thread clamp (29) being released or opened.
1. Moyen de formation de couture pour une machine à coudre, comprenant un moyen de guidage
de fil, par exemple une aiguille et/ou un crochet, pour guider au moins un fil prévu
pour une formation de couture, ainsi qu'un dispositif de coincement de fil (28) pourvu
d'un pince-fil (29) dans lequel un fil peut être introduit, coincé et ressorti, notamment
pour la formation d'un début de couture, caractérisé par un pince-fil (29) actionnable pouvant être refermé à l'aide d'un moyen d'actionnement
commandable pour le coincement et/ou pouvant être ouvert à l'aide du moyen d'actionnement
et dans lequel au moins l'instant de l'ouverture ou de libération du pince-fil (29)
peut varier au être réglé.
2. Moyen de formation de couture selon la revendication 1, caractérisé en ce que les moyens d'actionnement comprennent des moyens d'entraînement à l'aide desquels
un mouvement d'ouverture et/ou un mouvement de fermeture du pince-fil (29) peut être
réalisé.
3. Moyen de formation de couture selon la revendication 1 ou 2, caractérisé par une commande à l'aide de laquelle les moments d'ouverture et/ou de fermeture du pince-fil
(29) peuvent être réglés en fonction d'un nombre de points défini ou définissable.
4. Moyen de formation de couture selon la revendication 3, caractérisé en ce que le moment d'ouverture du pince-fil (29) correspond à un nombre de points du début
de couture après lesquels le pince-fil (29) est ouvert, le nombre de points pouvant
notamment être sélectionné dans une plage allant de 1 à 15, de préférence dans une
plage allant de 1 à 6 points.
5. Moyen de formation de couture selon au moins l'une quelconque des revendications précédente,
caractérisé en ce que le pince-fil (29) comporte au moins deux parties de coincement (30, 31) en interaction
parmi lesquelles au moins une partie est réalisée sous la forme d'une partie de coincement
(30, 31) mobile pouvant être actionnée par rapport à l'autre partie de coincement
(30, 31) pour un mouvement d'ouverture et/ou de coincement du pince-fil (29).
6. Moyen de formation de couture selon la revendication 5, caractérisé en ce que le pince-fil (29) permet de réaliser un coincement d'un fil, notamment d'un fil de
canette (40), à l'aide d'un moyen d'entraînement agissant sur l'au moins une partie
de coincement (30, 31) mobile.
7. Moyen de formation de couture selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé par la présence d'une partie de coincement (30, 31) du pince-fil (29) mobile autour d'un
axe de pivotement (33a) et sollicitée par ressort.
8. Moyen de formation de couture pour une machine à coudre selon au moins l'une quelconque
des revendications précédentes, caractérisé en ce que les moyens de guidage de fil comportent une aiguille (6) pour guider un fil de bobine,
ainsi qu'un dispositif de préhension (8) avec un crochet (12) passant autour d'un
axe de rotation, notamment autour d'un axe de rotation vertical, dans lequel une réserve
de fil de canette peut être disposée et tirée.
9. Machine à coudre pourvue de moyens de formation de couture, caractérisée par la présence de moyens de formation de couture selon l'une quelconque des revendications
1 à 8 ou plusieurs d'entre elles.
10. Machine à coudre selon la revendication 9, caractérisée par la présence d'une commande de machine à coudre au niveau de laquelle le nombre de
points peut être réglé pendant l'actionnement du pince-fil (29).
11. Procédé de formation de couture à l'aide des moyens de formation de couture d'une
machine à coudre (1), dans lequel pour former la couture, au moins un fil est amené
dans un tissu, l'au moins un fil étant déjà amené dans un pince-fil (29) ou y étant
amené pour commencer la formation de couture et étant sorti du pince-fil (29) après
un ou plusieurs points de la couture à réaliser, caractérisé en ce que le pince-fil (29) peut être fermé et/ou ouvert ou libéré à l'aide de moyens d'actionnement
servant à serrer le fil et/ou à sortir le fil et au moins le moment de l'ouverture
ou de la libération du pince-fil (29) pouvant être réglé de façon variable.
12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce que le fil peut être introduit et coupé en cas de formation de couture précédente dans
le pince-fil (29), être coincé dans le pince-fil (29) jusqu'au début de la formation
de couture suivant puis être sorti du prince-fil (29), du fait d'une libération ou
d'une ouverture du pince-fil (29), seulement après réalisation du premier point de
la formation de couture suivante.
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