[0001] Die Erfindung betrifft ein militärisches Radfahrzeug mit einem Signalerzeuger für
VHF-Signale im militärischen VHF-Bereich von 30 bis 80 MHz und einer mit dem Signalerzeuger
verbundenen Antenne.
[0002] Einsatz kann die Erfindung an Fahrzeugen aus dem militärischen Bereich finden, welche
ein Fahrgestell und einen gegenüber dem Fahrgestell drehbaren Turm aufweisen. Zur
Kommunikation mit einer Einsatzzentrale oder anderen Fahrzeugen sind derartige Fahrzeuge
typischerweise mit einem Funkgerät ausgerüstet, welches mit einer Antenne verbunden
ist. Das Funkgerät dient dabei unter anderem als Signalerzeuger für die über die Antenne
abgestrahlten Funksignale.
[0003] Um einen möglichst weit reichenden Abstrahlbereich zu ermöglichen und damit sich
die Antenne nicht im Richtbereich bzw. Schießbereich einer Hauptwaffe befindet, ist
die Antenne bei einem derartigen Fahrzeug in der Regel an einer erhöhten Position
auf dem Turm angeordnet. Das in der Regel nicht fernbedienbare Funkgerät hingegen
befindet sich vor allem bei besatzungslosen bzw. fernbedienten Panzertürmen im Bereich
des Fahrgestells, insbesondere innerhalb eines Besatzungsraums, so dass eine Verbindung
des Funkgeräts mit der Antenne erforderlich ist, welche eine Drehung des Turms gegenüber
dem Fahrgestell erlaubt.
[0004] Zur Übertragung hochfrequenter elektrischer Signale zwischen zwei gegeneinander drehbaren
Bauteilen ist es allgemein bekannt, eine Drehkupplung zu verwenden, welche im Bereich
einer Drehachse der Bauteile angeordnet ist. Bei einem Fahrzeug der vorstehend beschriebenen
Art ist es im Hinblick auf eine Drehkupplung allerdings erforderlich, dass im Bereich
der Drehachse ein Freiraum zur Durchführung optischer Komponenten, z. B. eines Periskops
vorgehalten wird.
[0005] Eine kapazitive Drehkupplung mit einer feststehenden Statorelektrode und einer gegenüber
der Statorelektrode drehbaren Rotorelektrode, welche um einen zylindrischen Freiraum
angeordnet sind, ist beispielsweise aus der
DE 197 08 035 A1 bekannt. Bei dieser Drehkupplung besteht die Rotorelektrode aus einem einzelnen Kreisringabschnitt,
während die Statorelektrode als umlaufende Ringleitung ausgestaltet ist.
[0006] Aus der
EP 0 019 510 A1 ist beispielsweise eine Drehkupplung zur berührungsfreien Übertragung eines elektrischen
Signals mit einer Statorelektrode und einer kapazitiv mit der Statorelektrode gekoppelten,
gegenüber der Statorelektrode drehbaren Rotorelektrode bekannt, wobei die Statorelektrode
und/oder die Rotorelektrode segmentiert ist.
[0008] Bei der Verwendung dieser Drehkupplung in einem Fahrzeug der vorstehend genannten
Art ist es bei großen Abmessungen eines vorgegebenen Freiraums allerdings möglich,
dass die Statorelektrode einen Umfang aufweist, der in der Größenordnung des Wellenlängenbereichs
des zu übertragenden Signals liegt. Dabei hat es sich als nachteilig erwiesen, dass
leitungstheoretische Effekte auftreten, die das Übertragungsverhalten der Drehkupplung
verschlechtern, so dass die Übertragung nur in einem eng begrenzten, schmalbandigen
Wellenlängenbereich möglich ist.
[0009] Aufgabe der Erfindung ist es, die breitbandige Übertragung von elektrischen Signalen über
eine Drehkupplung zu ermöglichen.
[0010] Bei einem militärischen Radfahrzeug der eingangs genannten Art wird diese Aufgabe
durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst .
[0011] Die Statorelektrode und/oder die Rotorelektrode ist in Elektroden-Segmente unterteilt.
Die Statorelektrode und/oder die Rotorelektrode sind somit mehrsegmentig aufgebaut.
Die Abmessungen der Segmente können klein im Verhältnis zu dem Wellenlängenbereich
des übertragenen Signals gewählt sein, so dass wellenlängenabhängige Übertragungseffekte
verringert werden. Somit kann eine breitbandige Übertragung von elektrischen Signalen
über die Drehkupplung ermöglicht werden.
[0012] Bevorzugt ist die Statorelektrode und/oder die Rotorelektrode um einen zylindrischen
Freiraum, insbesondere eine Durchführung für mechanische, optische und/oder elektrische
Komponenten, angeordnet, so dass im Bereich des Freiraums weitere Bauteile angeordnet
werden können. Der Freiraum kann bevorzugt derart ausgestaltet sein, dass in ihm ein
optischer insbesondere glasoptischer, Kanal eines Sichtgeräts angeordnet ist.
[0013] In diesem Zusammenhang ist es besonders vorteilhaft, wenn die Statorelektrode und/oder
die Rotorelektrode derart segmentiert ist, dass entlang der Elektrode kein geschlossener
Umlauf um den Freiraum gegeben ist. Hierdurch kann ein Stromfluss um den Freiraum
herum verhindert werden. Der Umlauf entlang der Statorelektrode und/oder der Rotorelektrode
kann unterbrochen sein, so dass keine leitfähige Verbindung entlang der Statorelektrode
bzw. der Rotorelektrode um den Freiraum herum besteht. Auf diese Weise können leitungstheoretische
Effekte wie z.B. Reflexion durch die Statorelektrode und/oder die Rotorelektrode verringert
werden.
[0014] Zur Unterdrückung wellenlängenabhängiger Effekte ist es ferner vorteilhaft, wenn
die Segmente der Statorelektrode voneinander isoliert sind und/oder wenn die Segmente
der Rotorelektrode voneinander isoliert sind. Durch die Isolation der Segmente kann
ein Stromfluss zwischen den Segmenten der Statorelektrode bzw. zwischen den Segmenten
der Rotorelektrode verhindert werden.
[0015] Bevorzugt weist die Statorelektrode und/oder die Rotorelektrode einen kreisringförmigen
Verlauf auf, wodurch im Bereich der Statorelektrode und/oder der Rotorelektrode ein
kreisförmiger Freiraum entsteht.
[0016] Durch die Erfindung können die Freiräume einen großen Durchmesser aufweisen. Für
die Durchführung von Komponenten durch die Statorelektrode und/oder die Rotorelektrode
hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn die Länge, insbesondere der Umfang,
der Statorelektrode und/oder der Rotorelektrode größer als 0,5 m, insbesondere größer
als 0,8 m, bevorzugt größer als 1 m ist.
[0017] Erfindungsgemäß sind die Segmente der Statorelektrode und/oder der Rotorelektrode
als Kreisringsegmente ausgebildet. Hierdurch können die Segmente der Statorelektrode
und/oder Rotorelektrode entlang eines kreisringförmigen Verlaufs angeordnet sein.
[0018] Für die Übertragung von Signalen mit geringer Wellenlänge ist es von Vorteil, wenn
die Länge der Segmente der Statorelektrode und/oder der Rotorelektrode kleiner als
1 m, insbesondere kleiner als 0,8 m, bevorzugt kleiner als 0,5 m ist. Erfindungsgemäß
ist daher vorgesehen, dass die Länge der Segmente der Statorelektrode und/oder der
Rotorelektrode kleiner als 0,5 m ist. Hierdurch kann gewährleistet werden, dass die
Länge der Segmente kleiner als ein Viertel der Wellenlänge eines zu übertragenden
VHF-Signals ist, so dass wellenlängenabhängige Effekte verringert werden können.
[0019] Vorteilhaft ist ferner eine Ausgestaltung, bei welcher die Statorelektrode und die
Rotorelektrode analog segmentiert sind, so dass leitungstheoretische Effekte gleichermaßen
in der Statorelektrode und der Rotorelektrode verringert werden.
[0020] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Statorelektrode und die Rotorelektrode die
gleiche Anzahl an Segmenten, insbesondere zwei Segmente, aufweisen. Hierdurch wird
es ermöglicht, sowohl auf der Seite der Stators als auch auf der Seite des Rotors
eine gleichartige Verschaltung zu verwenden. Bevorzugt sind die Statorelektrode und
die Rotorelektrode hälftig getrennt, so dass die Komplexität der Verschaltung gering
gehalten werden kann.
[0021] Als vorteilhaft hat es sich ferner erwiesen, wenn die Segmente der Statorelektrode
identisch ausgebildet sind und/oder die Segmente der Rotorelektrode identisch ausgebildet
sind. Auf diese Weise kann die Statorelektrode und/oder die Rotorelektrode aus gleichartigen
Segmenten zusammengesetzt sein, wodurch die Fertigung der Drehkupplung vereinfacht
wird.
[0022] Gemäß einer konstruktiven Ausgestaltung sind die Statorelektrode und die Rotorelektrode
derart segmentiert, dass in einer Nullstellung einem Segment der Statorelektrode jeweils
ein Segment der Rotorelektrode gegenübersteht. Hinsichtlich der kapazitiven Kopplung
der Statorelektrode und der Rotorelektrode hat es sich ferner als vorteilhaft erwiesen,
wenn zwischen der Statorelektrode und der Rotorelektrode ein Luftspalt angeordnet
ist. Der Luftspalt kann die Statorelektrode von der Rotorelektrode isolieren. Alternativ
kann zwischen den Elektroden ein fester, flüssiger oder gasförmiger Isolator, insbesondere
Teflon, angeordnet sein.
[0023] Die Rotorelektrode kann gegenüber der Statorelektrode um eine Drehachse drehbar sein.
Hierbei ist es vorteilhaft, wenn die Rotorelektrode in einer zu der Drehachse der
Rotorelektrode im Wesentlichen parallelen Richtung von der Statorelektrode beabstandet
ist. Die elektrischen Feldlinien im Bereich zwischen der Rotorelektrode und der Statorelektrode
können in einer im Wesentlichen parallelen Richtung zu der Drehachse verlaufen.
[0024] Ferner kann die Rotorelektrode in einer zu der Drehachse der Rotorelektrode im Wesentlichen
senkrechten Richtung von der Statorelektrode beabstandet sein. Hierbei können die
Feldlinien zwischen der Rotorelektrode und der Statorelektrode im Wesentlichen senkrecht
zur Richtung der Drehachse verlaufen.
[0025] Bei einer möglichen Ausgestaltung weist die Statorelektrode und/oder die Rotorelektrode
einen gefalteten Querschnitt auf. Durch einen gefalteten Querschnitt der Statorelektrode
und/oder der Rotorelektrode können Streukapazitäten vermieden werden. Insbesondere
kann die Statorelektrode einen U-förmigen Querschnitt aufweisen, so dass sie die Rotorelektrode
mit der offenen Seite des "U" umgreifen kann oder umgekehrt.
[0026] Die Statorelektrode und/oder die Rotorelektrode können auch als auf einer Platine
angeordnete Leiterbahnen ausgestaltet sein.
[0027] Überdies kann die Drehkupplung Vorrichtungen zur Verschaltung der Segmente der Statorelektrode
und/oder der Rotorelektrode aufweisen. In diesem Zusammenhang hat es sich als vorteilhaft
erwiesen, wenn die Segmente der Statorelektrode parallel geschaltet sind und/oder
wenn die Segmente der Rotorelektrode parallel geschaltet sind. Durch die Parallelschaltung
der Segmente kann über alle Segmente das gleiche Signal übertragen werden. Den einzelnen
Segmenten der Statorelektrode bzw. der Rotorelektrode kann ein schwaches Signal zugeführt
werden, wobei diese zusammengenommen ein stärkeres Signal Gesamtsignal ergeben.
[0028] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Segmente der Statorelektrode mit einer Vorrichtung
zur Aufspaltung eines Signals auf die Segmente verbunden sind und wenn die Segmente
der Rotorelektrode mit einer Vorrichtung zum Zusammenführen des Signals von den Segmenten
verbunden sind. Ferner können die Segmente der Rotorelektrode mit einer Vorrichtung
zur Aufspaltung eines Signals auf die Segmente verbunden sind und die Segmente der
Statorelektrode mit einer Vorrichtung zum Zusammenführen des Signals von den Segmenten
verbunden sein.
[0029] Als Vorrichtung zur Aufspaltung des Signals kann ein so genannter Combiner zur Anwendung
kommen, mittels dem ein Signal einer vorgegebenen Amplitude in mehrere Signale mit
reduzierter Amplitude aufgespaltet werden kann. Auch zum Zusammenführen des Signals
kann ein Combiner zur Anwendung kommen, wobei hier mehrere schwächere Signale zu einem
stärkeren Signal zusammengeführt werden können. Für die Fertigung der Kupplung ist
es vorteilhaft, wenn die Vorrichtung zur Aufspaltung des Signals und die Vorrichtung
zum Zusammenführen des Signals identisch ausgebildet sind, so dass die Anzahl erforderlicher
Bauteile verringert wird.
[0030] Gemäß einer konstruktiven Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die Segmente der Statorelektrode
und der Rotorelektrode jeweils mittels eines insbesondere in der Mitte des Segments
angeordneten Abgriffs mit der Vorrichtung zur Aufspaltung des Signals oder der Vorrichtung
zur Zusammenführung des Signals verbunden sind.
[0031] Vorteilhaft ist ferner eine Ausgestaltung mit einem die Statorelektrode und/oder
Rotorelektrode umschließenden Gehäuse, welches Öffnungen aufweist. Durch die Öffnungen
in dem Gehäuse können zwischen der Statorelektrode und/oder der Rotorelektrode und
dem Gehäuse vorliegende parasitäre Kapazitäten verringert werden. Ferner kann das
Gehäuse aus einem nichtleitenden Material ausgebildet sein.
[0032] Alternativ kann das Gehäuse aus einem elektrisch leitfähigen Material ausgebildet
sein. In diesem Fall kann es jedoch erforderlich sein, die Statorelektrode und/oder
die Rotorelektrode möglichst weit entfernt von einer Innenseite des Gehäuses anzuordnen,
um ungewollte kapazitive Kopplungen zwischen den Elektroden und dem Gehäuse zu verringern.
Das Gehäuse kann einen die Statorelektrode umschließenden Statorteil und einen die
Rotorelektrode umschließenden Rotorteil aufweisen. Bevorzugt sind der Statorteil und
der Rotorteil miteinander elektrisch verbunden, so dass über das Gehäuse eine zusätzliche
leitende Verbindung, insbesondere eine Masseverbindung, hergestellt werden kann. Zur
elektrischen Verbindung des Statorteils und des Rotorteils kann das Gehäuse einen
Schleifringübertrager aufweisen.
[0033] Gegenstand der Erfindung ist ein Fahrzeug mit einem Signalerzeuger für VHF-Signale
im militärischen VHF-Bereich von 30 bis 80 MHz und einer mit dem Signalerzeuger verbundenen
Antenne.
[0034] Die Statorelektrode und/oder die Rotorelektrode der Drehkupplung ist in Segmente
unterteilt, deren Abmessungen klein im Verhältnis zu dem Wellenlängenbereich des übertragenen
Signals gewählt sein können, so dass wellenlängenabhängige Übertragungseffekte verringert
werden. Somit kann eine breitbandige Übertragung von elektrischen Signalen von dem
Signalerzeuger über die Drehkupplung zu der Antenne ermöglicht werden.
[0035] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung ist die Antenne gegenüber dem Signalerzeuger
an einem Drehturm angeordnet. Durch eine drehbare Antenne kann der Sende- und Empfangsbereich
der Antenne beeinflusst werden. Durch die Anordnung der Antenne an einem Drehturm
können Beeinflussungen von Sichtgeräten und Waffen des Drehturms durch die Antenne
verringert werden.
[0036] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist der Signalerzeuger ein Funkgerät,
insbesondere ein analoges Funkgerät, bevorzugt im VHF-Bereich. Mittels eines Funkgerätes
kann die Besatzung des Fahrzeugs mit anderen Fahrzeugen und/oder einer Einsatzzentrale
kommunizieren.
[0037] Gemäß einer konstruktiven Ausgestaltung erzeugt der Signalerzeuger ein Signal im
Frequenzbereich von 30 bis 300 MHz, insbesondere von 30 bis 100 MHz, erfindungsgemäß
im militärischen VHF-Bereich von 30 bis 80 MHz. Das Signal kann eine Leistung von
bis zu 100 W aufweisen, bevorzugt aus dem Bereich von 10 W bis 100 W.
[0038] Zusätzlich zu den vorstehend beschriebenen vorteilhaften Ausgestaltungen können bei
dem erfindungsgemäßen Fahrzeug ferner die im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen
Drehkupplung beschriebenen vorteilhaften Ausgestaltungen zur Anwendung kommen.
[0039] Das Fahrzeug kann zudem ein Sichtgerät aufweisen. Diese kann auf dem Turm angeordnet
sein. Der optische Kanal des Sichtgeräts kann durch den Freiraum der Drehkupplung
verlaufen.
[0040] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden nachfolgend unter Zuhilfenahme
der beigefügten Zeichnungen anhand eines Ausführungsbeispiels erläutert. In diesen
zeigt:
- Fig. 1
- in einer Seitenansicht ein militärisches Fahrzeug;
- Fig. 2
- in einer Draufsicht eine Drehkupplung;
- Fig. 3
- in einer Schnittdarstellung die Drehkupplung aus der Fig. 2;
- Fig. 4
- in einer Schnittdarstellung senkrecht zur Drehachse des Rotors den Rotor der Drehkupplung
aus der Fig. 3;
- Fig. 5
- in einer Schnittdarstellung vertikal zu der Drehachse des Rotors den Stator der Drehkupplung
aus der Fig. 3; und
- Fig. 6
- ein Blockschaltbild der Drehkupplung aus der Fig. 3.
[0041] In der Fig. 1 ist ein Fahrzeug 1 dargestellt, welches als militärisches Radfahrzeug
ausgebildet ist. Das Fahrzeug 1 weist ein als Wanne 2 ausgebildetes Fahrgestell mit
Rädern 3 sowie einen Drehturm 5 auf.
[0042] Innerhalb der Wanne 2 des militärischen Fahrzeugs 1 ist ein Besatzungsraum 4 angeordnet,
in welchem ein als Funkgerät 31 ausgebildeter Signalerzeuger angeordnet ist. Anhand
des Funkgeräts 31 kann die Besatzung des Fahrzeugs 1 Kontakt zu einer Kommandozentrale
aufnehmen. Das Funkgerät 31 erzeugt dabei ein Signal im militärischen VHF-Frequenzbereich
von 30 bis 80 MHz, insbesondere mit einer Leistung von 40W.
[0043] Im Bereich des Daches der Wanne 2 ist der Turm 5 über einen Drehkranz 8 drehbar um
eine Drehachse D gegenüber der Wanne 2 gelagert. Der Turm 5 trägt eine Waffe 6, welche
in Elevation richtbar ist. Im Bereich des oberen Endes des Turms 5 ist ferner eine
Antenne 7 angeordnet, welche mit dem Funkgerät 31 verbunden ist. Aus Gründen der Übersichtlichkeit
ist diese Verbindung in der Fig. 1 nicht dargestellt. Um die Übertragung von analogen
Funk-Signalen von dem Funkgerät 31 zu der gegenüber dem Funkgerät drehbaren Antenne
7 zu ermöglichen, ist im Bereich zwischen dem Turm 5 und der Wanne 2 eine kapazitive
Drehkupplung 9 vorgesehen, welche im Bereich der Drehachse D des Turms 5 angeordnet
ist. Gemäß der Erfindung weist die Drehkupplung 9 eine segmentierte Statorelektrode
21 und eine segmentierte Rotorelektrode 11 auf, wodurch die Übertragung von breitbandigen
Signalen über die Drehkupplung 9 ermöglicht werden kann.
[0044] Im Folgenden soll anhand der Fig. 2-6 auf die Segmentierung der Elektroden 11, 21
sowie weitere Einzelheiten der Drehkupplung eingegangen werden:
Die Drehkupplung 9 besteht im Wesentlichen aus einem Stator 20 und einem um die Drehachse
D gegenüber dem Stator drehbaren Rotor 10. Während der Stator 20 bei dem in der Fig.
1 gezeigten Fahrzeug 1 an der Wanne 2 angeordnet ist, ist der Rotor 10 mit dem Turm
5 verbunden. Aufgrund der analogen Ausgestaltung von Stator 20 und Rotor 10 könnte
die Drehkupplung 9 aber auch in umgekehrter Weise an dem Fahrzeug angeordnet sein.
[0045] Wie der Draufsicht auf den Rotor 10 in der Fig. 2 zu entnehmen, ist die Drehkupplung
9 von kreisringförmiger Gestalt und erstreckt sich um einen zylindrischen Freiraum
F. Der Freiraum F erstreckt sich entlang der Drehachse D und kann zur Anordnung weiterer
Bauteile oder zur Durchführung von mechanischen, elektrischen und/oder optischen Komponenten
durch die Drehkupplung 9 genutzt werden. Bei dem in Fig. 1 dargestellten Fahrzeug
1 ist auf dem Turm 5 ein Sichtgerät 40, beispielsweise ein Periskop, angeordnet, wobei
der glasoptische Kanal vom Sichtgerät 40 zum Fahrzeuginnenraum durch den Freiraum
F der Drehkupplung 9 verläuft. Der Bereich der Drehachse D steht somit für den glasoptischen
Kanal zur Verfügung.
[0046] Der Stator 20 weist eine Statorelektrode 21 auf, welche kapazitiv mit der am Rotor
angeordneten Rotorelektrode 11 gekoppelt ist. Wie der Schnittdarstellung entlang der
in der Fig. 2 gezeigten Schnittlinie III-III in der Fig. 3 zu entnehmen, ist der Querschnitt
der Statorelektrode 21 U-förmig gefaltet ausgebildet, um eine möglichst große für
die Kopplung der Elektroden aktive Fläche zu erhalten. Die Rotorelektrode 11 hingegen
weist einen rechteckigen Querschnitt auf, welcher in den Bereich der Öffnung des "U"
in die Statorelektrode 21 eingreift. Die Statorelektrode 21 ist somit sowohl in einer
Richtung parallel zu der Drehachse D als auch in einer zu der Drehachse D senkrechten
Richtung von der Rotorelektrode 11 beabstandet. Zwischen den Elektroden 11, 21 befindet
sich ein Luftspalt; alternativ kann zur Isolierung der Elektroden 11, 21 ein fester
oder flüssiger Isolator, z. B. Teflon, oder ein gasförmiges Medium zwischen die Elektroden
11, 21 eingebracht werden.
[0047] Der Stator 20 weist ferner ein metallisches Gehäuse 25 auf, welches die Statorelektrode
21 sowie Teile des Rotors 10, insbesondere die Rotorelektrode 11, umschließt. Sofern
sich das Gehäuse 25 und die Elektroden 11, 21 nicht auf dem gleichen Potential befinden,
besteht zwischen der jeweiligen Elektrode 11, 21 und dem Gehäuse eine parasitäre Kapazität.
Um diese parasitäre Kapazität zu verringern, können in dem Gehäuse 25 Öffnungen angeordnet
werden.
[0048] Optional kann ein Gegenpol des VHF-Signals, insbesondere eine Masse, über das Gehäuse
25 der Drehkupplung 9 vom Stator 20 zu dem Rotor 10 geführt werden, so dass außer
der vorstehend beschriebenen kapazitiven Übertragungsstrecke für das VHF-Signal keine
weitere kapazitive Übertragungsstrecke erforderlich ist. Das Gehäuse 25 kann hierzu
einen Statorteil und einen Rotorteil aufweisen, zwischen denen eine elektrisch gut
leitfähige Verbindung besteht, welche beispielsweise über eine kontaktierende Schleifringbahn
hergestellt werden kann. In diesem Fall ist es allerdings erforderlich, die Rotorelektrode
11 und die Statorelektrode 21 möglichst weit entfernt von der Innenseite des sie umschließenden
Gehäuses 25 anzuordnen, um parasitäre Kapazitäten möglichst gering zu halten.
[0049] Im Bereich hinter den Elektroden 11, 21 sind sowohl am Stator 20 als auch am Rotor
10 mehrere Abgriffe 13 angeordnet, welche mit der jeweiligen Elektrode 11, 21 über
eine Zuleitung 14, 24 kontaktiert sind.
[0050] Um einen Freiraum F mit möglichst großem Durchmesser zu erhalten, ist der Umfang
der Statorelektrode 21 und/oder der Rotorelektrode 11 bei dem Ausführungsbeispiels
größer als 0,5 m, insbesondere größer als 0,8 m, bevorzugt größer als 1 m gewählt.
Da der Umfang der Rotorelektrode 11 und der Statorelektrode 21 somit in der Größenordnung
der Wellenlänge der übertragenen Signale liegt, sind bei der Drehkupplung 9 besondere
Vorkehrungen getroffen, um wellenlängenabhängige Dämpfungseffekte zu verringern: Sowohl
die Rotorelektrode 11 als auch die Statorelektrode 21 sind segmentiert ausgebildet,
so dass die Größenordnung der einzelnen Segmente 12.1, 12.2, 22.1, 22.2 kleiner als
ein Viertel der Wellenlänge der übertragenden Signale ist.
[0051] Die Darstellungen in den Fig. 4 und 5 zeigen einen Schnitt durch die Drehkupplung
9 entlang der in der Fig. 3 mit S-S bezeichneten Linie, wobei die Rotorelektrode 10
und die Statorelektrode 20 getrennt voneinander dargestellt sind. Die Rotorelektrode
11 ist, wie der Fig. 4 zu entnehmen, in zwei Segmente 12.1, 12.2 geteilt, welche identisch
ausgebildet sind. Die Segmente 12.1, 12.2 der Rotorelektrode 11 weisen insbesondere
dieselbe Länge auf und sind nach Art von Kreisringsegmenten um den Freiraum F herum
verlaufend angeordnet.
[0052] Die Segmente 12.1, 12.2 sind voneinander isoliert, so dass sich zwischen den Segmenten
12.1, 12.2 Trennstellen ergeben, welche eine galvanische Trennung der Segmente 12.1,
12.2 bewirken. Durch die Isolierung der Segmente 12.1, 12.2 voneinander ist kein geschlossener
Umlauf leitfähigen Materials entlang der Rotorelektrode 11 um den Freiraum F gegeben.
Zur Kontaktierung der Segmente 12.1, 12.2 ist jeweils in der Mitte der Segmente 12.1,
12.2 ein Abgriff 13.1, 13.2 vorgesehen.
[0053] Analog zu der Rotorelektrode 11 ist die in der Fig. 5 dargestellte Statorelektrode
21 in Segmente unterteilt: Die Statorelektrode 21 ist ebenfalls hälftig in zwei Segmente
22.1, 22.2 getrennt, welche identisch ausgebildet sind. Die Segmente 22.1, 22.2 der
Statorelektrode 21 sind derart ausgebildet, dass sie sich in der in den Fig. 4 und
5 dargestellten Nullstellung genau gegenüberliegen. In dieser Nullstellung ist das
in der Darstellung rechte Segment 12.2 der Rotorelektrode 11 kapazitiv mit dem rechten
Segment 22.2 der Statorelektrode 21 gekoppelt; das linke Segment 12.1 der Rotorelektrode
11 in der Darstellung ist kapazitiv mit dem linken Segment 22.1 der Statorelektrode
gekoppelt. In dem Ausführungsbeispiel ist die Länge der Segmente 22.1, 22.2 der Statorelektrode
21 und/oder der Segmente 12.1, 12.2 der Rotorelektrode 11 kleiner als 1 m, insbesondere
kleiner als 0,8 m, bevorzugt kleiner als 0,5 m.
[0054] Anhand der Fig. 6 soll im Folgenden die Verschaltung der Segmente 12.1, 12.2, 22.1,
22.2 erläutert werden:
Das Funkgerät 31 ist mit einer Vorrichtung 30.1 zur Aufspaltung des von dem Funkgerät
erzeugten Signals verbunden, welche das von dem Funkgerät 31 erzeugte Signal in zwei
Signale mit halber Amplitude trennt, die über getrennte Zuleitungen 32 und 33 zu den
Segmenten 22.1, 22.2 der Statorelektrode 21 geleitet werden. Die Zuleitung 32 ist
dabei über den Abgriff 23.1 mit dem Segment 22.1 der Statorelektrode 21 verbunden.
Die andere Zuleitung 33 ist über einen weiteren Abgriff 23.2 mit dem Segment 22.2
der Statorelektrode 21 verbunden. Die beiden Segmente 22.1, 22.2 der Statorelektrode
21 sind somit parallel verschaltet und übertragen im Wesentlichen identische Informationen.
Um die galvanische Trennung der einzelnen Segmente 12.1, 12.2, 22.1, 22.2 der Elektroden
11, 21 auch im verschalteten Zustand zu erhalten, ist die Vorrichtung 30.1 derart
ausgebildet, dass die Anschlüsse, welche mit den Zuleitungen 32, 33 verbunden sind,
voneinander isoliert sind.
[0055] Die Segmente 22.1, 22.1 der Statorelektrode 21 sind kapazitiv mit den Segmenten 12.1,
12.2 der Rotorelektrode 11 gekoppelt, welche über die Zuleitungen 34 und 35 mit einer
Vorrichtung 30.2 zum Zusammenführen der Signale verbunden sind. Eine solche Vorrichtung
30.2 wird als Combiner bezeichnet und ist üblicherweise reversibel ausgebildet, so
dass in einer Richtung mehrere Einzelsignale zusammengeführt werden können und in
der Gegenrichtung ein Signal in mehrere Einzelsignale aufgespaltet werden kann. Der
rotorseitige Combiner 30.2 führt die beiden über die Drehkupplung 9 übertragenen Signale
zusammen und leitet das resultierende Gesamtsignal an die Antenne 7 weiter. Umgekehrt
kann ein durch die Antenne 7 empfangenes Signal mittels des Combiners 30.2 aufgespaltet
werden und über die Zuleitungen 34 und 35, die Rotorsegmente 12.1, 12.2, die Statorsegmente
22.1, 22.2, die Zuleitungen 32 und 33 zu dem Combiner 30.1 geleitet werden. Der statorseitige
Combiner 30.1 führt die Signale zusammen und leitet sie dem Funkgerät 31 zu, welches
in dieser Empfangsrichtung als Signalempfänger arbeitet.
[0056] In einer Weiterbildung des Ausführungsbeispiels können die Elektroden 11, 21 der
Drehkupplung auch mehr als zwei Segmente 12.1, 12.2, 22.1, 22.2 aufweisen. In diesem
Fall ist es erforderlich, die Combiner 30.1, 30.2 derart auszubilden, dass die die
entsprechende Anzahl an Einzelsignalen aufspalten bzw. zusammenführen können.
[0057] Die vorstehend beschriebene Drehkupplung 9 weist eine Statorelektrode 21 und eine
Rotorelektrode 11 auf, welche in Segmente 12.1, 12.2 und 22.1, 22.2 unterteilt sind.
Die Abmessungen der Segmente 12.1, 12.2, 22.1, 22.2 können klein im Verhältnis zu
dem Wellenlängenbereich des übertragenen Signals gewählt sein, so dass wellenlängenabhängige
Übertragungseffekte verringert werden. Somit kann eine breitbandige Übertragung von
hochfrequenten elektrischen Signalen, insbesondere eines VHF-Signals, über die Drehkupplung
9 ermöglicht werden. Mittels des beschriebenen Drehübertragers können Leistungen bis
mindestens 100 W übertragen werden.
Bezugszeichen:
[0058]
- 1
- Fahrzeug
- 2
- Wanne
- 3
- Rad
- 4
- Besatzungsraum
- 5
- Drehturm
- 6
- Waffe
- 7
- Antenne
- 8
- Drehkranz
- 9
- Drehkupplung
- 10
- Rotor
- 11
- Rotorelektrode
- 12.1, 12.2
- Segment
- 13.1, 13.2
- Abgriff
- 14.1, 14.2
- Zuleitung
- 20
- Stator
- 21
- Statorelektrode
- 22.1, 22.2
- Segment
- 23.1, 23.2
- Abgriff
- 24.1, 24.2
- Zuleitung
- 25
- Gehäuse
- 30.1, 30.2
- Combiner
- 31
- Funkgerät
- 32-35
- Zuleitung
- 40
- Sichtgerät
- D
- Drehachse
- S
- Schnittlinie
1. Militärisches Radfahrzeug mit einem Signalerzeuger (31) für VHF-Signale im militärischen
VHF-Bereich von 30 bis 80 MHz und einer mit dem Signalerzeuger (31) verbundenen Antenne
(7),
dadurch gekennzeichnet,
dass der Signalerzeuger (31) und die Antenne (7) mittels einer Drehkupplung (9) zur berührungsfreien
Übertragung eines VHF-Signals im militärischen VHF-Bereich von 30 bis 80 MHz mit einer
Statorelektrode (21) und einer kapazitiv mit der Statorelektrode (21) gekoppelten,
gegenüber der Statorelektrode (21) drehbaren Rotorelektrode (11) verbunden sind, wobei
die Statorelektrode (21) und/oder die Rotorelektrode (11) segmentiert ist, wobei die
Segmente (22.1, 22.2) der Statorelektrode (22) und/oder die Segmente (12.1, 12.2)
der Rotorelektrode (11) als Kreisringsegmente ausgebildet sind und wobei die Länge
der Segmente (22.1, 22.2) der Statorelektrode (21) und/oder der Segmente (12.1, 12.2)
der Rotorelektrode (11) kleiner als 0,5 m ist.
2. Militärisches Radfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Statorelektrode (21) und/oder die Rotorelektrode (11) um einen zylindrischen
Freiraum (F), insbesondere eine Durchführung für mechanische, optische und/oder elektrische
Komponenten, angeordnet ist.
3. Militärisches Radfahrzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Statorelektrode (21) und/oder die Rotorelektrode (11) derart segmentiert ist,
dass entlang der Elektrode (11, 21) kein geschlossener Umlauf um den Freiraum (F)
gegeben ist.
4. Militärisches Radfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Segmente (22.1, 22.2) der Statorelektrode (21) voneinander isoliert sind und/oder
dass die Segmente (12.1, 12.2) der Rotorelektrode (11) voneinander isoliert sind.
5. Militärisches Radfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Statorelektrode (21) und/oder die Rotorelektrode (11) einen kreisringförmigen
Verlauf aufweist.
6. Militärisches Radfahrzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Umfang der Statorelektrode (21) und/oder der Rotorelektrode (11) größer als 0,5
m, insbesondere größer als 0,8 m, bevorzugt größer als 1 m ist.
7. Militärisches Radfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Statorelektrode (21) und die Rotorelektrode (11) die gleiche Anzahl an Segmenten
(12.1, 12.2, 22.1, 22.2), insbesondere zwei Segmente (12.1, 12.2, 22.1, 22.2), aufweisen.
8. Militärisches Radfahrzeug nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Segmente (22.1, 22.2) der Statorelektrode (21) parallel geschaltet sind und/oder
dass die Segmente (12.1, 12.2) der Rotorelektrode (11) parallel geschaltet sind.
9. Militärisches Radfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Segmente (22.1, 22.2) der Statorelektrode (21) mit einer Vorrichtung (30.1) zur
Aufspaltung eines Signals auf die Segmente (22.1, 22.2) verbunden sind und dass die
Segmente (12.1, 12.2) der Rotorelektrode (11) mit einer Vorrichtung (30.2) zum Zusammenführen
des Signals von den Segmenten (12.1, 12.2) verbunden sind und/oder umgekehrt.
10. Militärisches Radfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Segmente (22.1, 22.2) der Statorelektrode (21) und die Segmente (12.1, 12.2)
der Rotorelektrode (11) jeweils mittels eines in der Mitte des Segments (12.1, 12.2,
22.1, 22.2) angeordneten Abgriffs (13.1, 13.2, 23.1, 23.2) mit der Vorrichtung (30.1)
zur Aufspaltung des Signals oder der Vorrichtung (30.2) zur Zusammenführung des Signals
verbunden sind.
11. Militärisches Radfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antenne (7) gegenüber dem Signalerzeuger (31) an einem Drehturm (5) angeordnet
ist.
12. Militärisches Radfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Signalerzeuger (31) ein Funkgerät ist.
1. Military wheeled vehicle having a signal generator (31) for VHF signals in the military
VHF band from 30 to 80 MHz and an antenna (7) which is connected to the signal generator
(31),
characterized
in that the signal generator (31) and the antenna (7) are connected, by means of a rotary
coupling (9) for contact-free transmission of a VHF signal in the military VHF band
from 30 to 80 MHz, to a stator electrode (21) and a rotor electrode (11) which is
capacitively coupled to the stator electrode (21) and can rotate with respect to the
stator electrode (21), wherein the stator electrode (21) and/or the rotor electrode
(11) are/is segmented, wherein the segments (22.1, 22.2) of the stator electrode (22)
and/or the segments (12.1, 12.2) of the rotor electrode (11) are embodied as circular
ring segments, and wherein the length of the segments (22.1, 22.2) of the stator electrode
(21) and/or of the segments (12.1, 12.2) of the rotor electrode (11) is less than
0.5 m.
2. Military wheeled vehicle according to one of the preceding claims, characterized in that the stator electrode (21) and/or the rotor electrode (11) are/is arranged around
a cylindrical free space (F), in particular a feedthrough for mechanical, optical
and/or electrical components.
3. Military wheeled vehicle according to Claim 2, characterized in that the stator electrode (21) and/or the rotor electrode (11) are/is segmented in such
a way that closed circulation around the free space (F) is not provided along the
electrode (11, 21).
4. Military wheeled vehicle according to one of the preceding claims, characterized in that the segments (22.1, 22.2) of the stator electrode (21) are insulated from one another,
and/or in that the segments (12.1, 12.2) of the rotor electrode (11) are insulated from one another.
5. Military wheeled vehicle according to one of the preceding claims, characterized in that the stator electrode (21) and/or the rotor electrode (11) have/has a circular-ring-shaped
profile.
6. Military wheeled vehicle according to Claim 5, characterized in that the circumference of the stator electrode (21) and/or of the rotor electrode (11)
is greater than 0.5 m, in particular greater than 0.8 m, preferably greater than 1
m.
7. Military wheeled vehicle according to one of the preceding claims, characterized in that the stator electrode (21) and the rotor electrode (11) have the same number of segments
(12.1, 12.2, 22.1, 22.2), in particular two segments (12.1, 12.2, 22.1, 22.2).
8. Military wheeled vehicle according to one of the preceding claims, characterized in that the segments (22.1, 22.2) of the stator electrode (21) are connected in parallel,
and/or in that the segments (12.1, 12.2) of the rotor electrode (11) are connected in parallel.
9. Military wheeled vehicle according to one of the preceding claims, characterized in that the segments (22.1, 22.2) of the stator electrode (21) are connected to a device
(30.1) for splitting a signal between the segments (22.1, 22.2), and in that the segments (12.1, 12.2) of the rotor electrode (11) are connected to a device (30.2)
for combining the signals of the segments (12.1, 12.2), and/or vice versa.
10. Military wheeled vehicle according to one of the preceding claims, characterized in that the segments (22.1, 22.2) of the stator electrode (21) and the segments (12.1, 12.2)
of the rotor electrode (11) are each connected, by means of a tap (13.1, 13.2, 23.1,
23.2) arranged in the centre of the segment (12.1, 12.2, 22.1, 22.2), to the device
(30.1) for splitting the signal or the device (30.2) for combining the signal.
11. Military wheeled vehicle according to one of the preceding claims, characterized in that the antenna (7) is arranged opposite the signal generator (31) of a turret (5).
12. Military wheeled vehicle according to one of the preceding claims, characterized in that the signal generator (31) is a radio unit.
1. Véhicule à roues militaire comprenant un générateur de signaux (31) pour des signaux
VHF dans la plage VHF militaire de 30 à 80 MHz et une antenne (7) reliée au générateur
de signaux (31),
caractérisé en ce
que le générateur de signaux (31) et l'antenne (7) sont reliés au moyen d'un coupleur
rotatif (9) servant à la transmission sans contact d'un signal VHF dans la plage VHF
militaire de 30 à 80 MHz, comprenant une électrode de stator (21) et une électrode
de rotor (11) couplée de manière capacitive à l'électrode de stator (21) et pouvant
tourner par rapport à l'électrode de stator (21), l'électrode de stator (21) et/ou
l'électrode de rotor (11) étant segmentée, les segments (22.1, 22.2) de l'électrode
de stator (22) et/ou les segments (12.1, 12.2) de l'électrode de rotor (11) étant
réalisés sous la forme de segments d'anneau circulaire et la longueur des segments
(22.1, 22.2) de l'électrode de stator (21) et/ou des segments (12.1, 12.2) de l'électrode
de rotor (11) étant inférieure à 0,5 m.
2. Véhicule à roues militaire selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'électrode de stator (21) et/ou l'électrode de rotor (11) est disposée autour d'un
espace libre (F) cylindrique, notamment un passage pour des composants mécaniques,
optiques et/ou électriques.
3. Véhicule à roues militaire selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'électrode de stator (21) et/ou l'électrode de rotor (11) est segmentée de telle
sorte qu'aucun bouclage fermé autour de l'espace libre (F) n'est produit le long des
électrodes (11, 21).
4. Véhicule à roues militaire selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les segments (22.1, 22.2) de l'électrode de stator (21) sont isolés les uns des autres
et/ou en ce que les segments (12.1, 12.2) de l'électrode de rotor (11) sont isolés les uns des autres.
5. Véhicule à roues militaire selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'électrode de stator (21) et/ou l'électrode de rotor (11) possède un tracé en forme
d'anneau circulaire.
6. Véhicule à roues militaire selon la revendication 5, caractérisé en ce que la circonférence de l'électrode de stator (21) et/ou de l'électrode de rotor (11)
est supérieure à 0,5 m, notamment supérieure à 0,8 m, de préférence supérieure à 1
m.
7. Véhicule à roues militaire selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'électrode de stator (21) et l'électrode de rotor (11) possèdent le même nombre
de segments (12.1, 12.2, 22.1, 22.2), notamment deux segments (12.1, 12.2, 22.1, 22.2).
8. Véhicule à roues militaire selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les segments (22.1, 22.2) de l'électrode de stator (21) sont branchés en parallèle
et/ou en ce que les segments (12.1, 12.2) de l'électrode de rotor (11) sont branchés en parallèle.
9. Véhicule à roues militaire selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les segments (22.1, 22.2) de l'électrode de stator (21) sont reliés à un dispositif
(30.1) destiné à diviser un signal sur les segments (22.1, 22.2) et en ce que les segments (12.1, 12.2) de l'électrode de rotor (11) sont reliés à un dispositif
(30.2) destiné à regrouper le signal des segments (12.1, 12.2) et/ou inversement.
10. Véhicule à roues militaire selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les segments (22.1, 22.2) de l'électrode de stator (21) et les segments (12.1, 12.2)
de l'électrode de rotor (11) sont respectivement reliés au dispositif (30.1) destiné
à diviser le signal ou au dispositif (30.2) destiné à regrouper le signal au moyen
d'une prise (13.1, 13.2, 23.1, 23.2) disposée au centre du segment (12.1, 12.2, 22.1,
22.2).
11. Véhicule à roues militaire selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'antenne (7) est disposée sur une tourelle (5) par rapport au générateur de signaux
(31).
12. Véhicule à roues militaire selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le générateur de signaux (31) est un appareil radioélectrique.