[0001] Die Erfindung betrifft eine Muldenmangel zum Glätten von Wäschestücken gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie eine Muldenmangel gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
2.
[0002] Muldenmangeln dienen dazu, Wäschestücke zu glätten und den Wäschestücken gleichzeitig
Restfeuchte zu entziehen. Solche Muldenmangeln verfügen über mindestens eine um eine
horizontale Drehachse drehend antreibbare Mangelwalze. Jede Mangelwalze, und zwar
im Wesentlichen die untere Hälfte derselben, ist von einer beheizbaren Mangelmulde
umgeben. Die zu mangelnden Wäschestücke werden von der drehend angetriebenen Mangelwalze
durch einen Mangelspalt zwischen der Mangelwalze und der ihr zugeordneten Mangelmulde
hindurchtransportiert.
[0003] Die zu mangelnden Wäschestücke werden einzeln im ausgebreiteten Zustand an einer
Einlaufseite der Muldenmangel in den Mangelspalt eingegeben. An der hinteren Querkante
der Mangelmulde weist die Muldenmangel einen Mangelauslauf auf, wo das jeweilige gemangelte
Wäschestück den Mangelspalt verlässt. Zum Abtransport des gemangelten Wäschestücks
hinter der Mangelmulde ist oberhalb des Mangelauslaufs eine Reihe von Abstreifern
angeordnet, die das gemangelte Wäschestück am Mangelauslauf vom Umfang der Mangelwalze
ablösen. Es sind verschiedenste Bauformen solcher Abstreifer bekannt. Diese werden
entweder durch ihr Eigengewicht, durch Federkraft oder durch Druckmittelzylinder mit
ihren Abstreifkanten von außen gegen die Mantelfläche der Mangelwalze gedrückt. Diese
Art des Andrückens der Abstreiferkanten der Abstreifer gegen die Mantelfläche der
Mangelwalze ist entweder sehr aufwendig oder unzuverlässig.
[0004] Des Weiteren ist es vielfach gewünscht oder notwendig, das gemangelte Wäschestück
am Mangelauslauf nicht von der Mangelwalze abzuleiten, sondern von der Mangelwalze
an den Mangeleinlauf vor der Muldenmangel zurückzuführen, wo das gemangelte Wäschestück
dann üblicherweise manuell von der Mangelwalze abgelöst wird. Der Rücktransport des
bereits durch den Mangelspalt hindurchgelaufenen Wäschestücks zum Mangeleinlauf kann
aber auch dazu dienen, dasselbe Wäschestücke mindestens ein weiteres Mal durch den
Mangelspalt hindurchzubewegen, um es mehrmals zu mangeln. Das kann vor allem bei dickeren
und/oder doppellagigen Wäschestücken notwendig sein, die mehr Zeit zum Glätten und
vor allem zum Verdampfen der Restfeuchte benötigen.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Muldenmangel zu schaffen, die es auf
einfache Weise ermöglicht, ein Wäschestück mittels der Mangelwalze vom Mangelauslauf
zum Mangeleinlauf zurückzutransportieren.
[0006] Eine Muldenmangel zur Lösung der genannten Aufgabe weist die Merkmale des Anspruchs
1 auf. Bei dieser Muldenmangel ist es vorgesehen, dass die Abstreifer in alternative
Stellungen bringbar sind. Hierbei kann es sich um eine aktive Stellung und eine inaktive
Stellung handeln. Die aktive Stellung ist vorzugsweise eine Abstreiferstellung, in
der die Abstreifer das jeweilige Wäschestück am Mangelauslauf von der Mantelfläche
der Mangelwalze trennen. Bei der inaktiven Stellung handelt es sich bevorzugt um eine
sogenannte Rückführstellung, bei der die Abstreifer das jeweilige Wäschestück am Mangelauslauf
nicht vom Umfang der Mangelwalze abtrennen, sondern das Wäschestück zwischen der Mangelwalze
und den dieser zugeordneten Abstreifern hindurch von der Mangelwalze zurücktransportierbar
ist zum Mangeleinlauf.
[0007] Eine weitere Muldenmangel zur Lösung der eingangs genannten Aufgabe, wobei es sich
auch um eine bevorzugte Weiterbildung der zuvor beschriebenen Muldenmangel handeln
kann, weist die Merkmale des Anspruchs 2 auf. Bei dieser Muldenmangel sind den Abstreifern
Gegengewichte zugeordnet. Die Gegengewichte dienen dazu, die Andruckkraft von Abstreiferkanten
der Abstreifer gegen die Mantelfläche der Mangelwalze zu erzeugen oder zumindest zu
verstärken. Dadurch sind beim Stand der Technik bekannte Andruckmittel, zum Beispiel
Federn oder Druckmittelzylinder, überflüssig und es kann eine größere Andruckkraft
erzeugt werden als das bei Abstreifern mit nur durch ihr Eigengewicht gegen die Mantelfläche
der Mangelwalze drückenden Abstreiferkanten der Fall ist.
[0008] Bevorzugt ist dem Mangelauslauf eine Reihe mehrerer gleichermaßen voneinander beabstandeter
Abstreifer zugeordnet. Alle Abstreifer sind an einem länglichen, stangenartigen Träger
gelagert. Der Träger befindet sich oberhalb des Mangelauslaufs neben bzw. hinter der
Mangelwalze. Dabei erstreckt sich der Träger mit seiner Längsmittelachse parallel
zur Drehachse der Mangelwalze. Diese Anordnung des Trägers führt dazu, dass von den
Abstreifern das jeweilige den Mangelauslauf verlassende Wäschestück gegen die Drehrichtung
der Mangelwalze von der Mantelfläche derselben ableitbar ist.
[0009] Bevorzugt verfügt jeder der gleich ausgebildeten Abstreifer über eine Abstreiferzunge
mit parallel zur Drehachse der Mangelwalze verlaufender Abstreiferkante und ein Hauptelement,
vorzugsweise ein Federelement. Das Hauptelement verleiht den Abstreifern eine gewisse
Elastizität, insbesondere wenn es als Federelement ausgebildet ist. Das Hauptelement
dient auch dazu, nachzugeben, wenn die Abstreiferkante durch das Gegengewicht des
Abstreifers gegen die Mantelfläche der Mangelwalze gedrückt wird. Vor allem können
sich durch das elastische Hauptelement die Abstreiferkanten der Abstreifer so an die
Mantelfläche der Mangelwalze anschmiegen, dass ein zuverlässiges und beschädigungsloses
Abstreifen der Wäschestücke von der Mangelwalze gewährleistet ist. Das Haupt- bzw.
Federelement sorgt aber auch dafür, dass jeder Abstreifer, und zwar insbesondere seine
Abstreiferzunge, in beiden alternativen Stellungen, also sowohl in der aktiven Abstreiferstellung
als auch in der inaktiven Rückführstellung, die jeweils notwendige Relativposition
zur Tangente an einer solchen Stelle der Mangelwalze einnimmt, wo die Abstreiferzunge
bzw. die Abstreiferkante die Mantelfläche der Mangelwalzen berührt.
[0010] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist das Haupt- oder Federelement
jedes Abstreifers als ein aus mindestens einem Blechstreifen gebildeter Körper ausgebildet.
Bevorzugt ist der Körper aus mehreren miteinander verbundenen Blechstreifen gebildet.
Der so gebildete Körper ist gürtelartig aufgebaut, indem er vorzugsweise einen an
beiden parallelen, quer zum stangenartigen Träger verlaufenden Stirnflächen offenen
Raum umgibt. Dadurch können durch elastische Verformungen des oder jedes Blechstreifens
die Umrisse bzw. der Grundriss des Raums verändert werden, wodurch der jeweilige Abstreifer,
insbesondere sein aus mindestens einem Blechstreifen gebildeter Körper bzw. Federkörper,
sich an die Mangelwalze und die jeweils gegebene Stellung des Abstreifers optimal
durch elastische bzw. federnde Verformung anpassen. Bei der Verformung des mindestens
einen Blechstreifens und die damit verbundene Veränderung der Grundfläche des vom
mindestens einen Bleichstreifen gebildeten Körpers kann die Abstreiferzunge jedes
Abstreifers die jeweils gewünschte Stellung einnehmen, insbesondere kann so die Abstreiferzunge
jedes Abstreifers in der aktiven Abstreifstellung eine andere Orientierung zur Mantelfläche
der Mangelwalze aufweisen als in der inaktiven Rückführstellung. Dadurch ist es möglich,
dass ein Wäschestück in der Rückführstellung unter den Abstreifern entlangläuft, während
in der Abstreifstellung die Abstreiferkanten der Abstreifer das Wäschestück von der
Mantelfläche der Mangelwalze ablösen.
[0011] Eine bevorzugte Ausgestaltung jedes Hauptelements bzw. seines Körpers sieht es vor,
dass eine freie Querkante eines Blechstreifens die Abstreiferkante aufweist und eine
gegenüberliegende freie Querkante desselben Blechstreifen oder eines anderen Blechstreifens
mit Abstand von der die Abstreiferkante bildenden freien Querkante mit demselben oder
einem anderen Blechstreifen verbunden ist. Dadurch entsteht zwischen der Abstreiferkante
und der Querkante die Abstreiferzunge. Die Abstreiferzunge ist so einlagig aus einem
Endbereich eines Blechstreifens gebildet. Dadurch ist die Abstreiferzunge relativ
dünn und flexibel. Die Abstreiferkante kann sich dadurch in der gewünschten Weise
an die Mantelfläche der Mangelwalze anpassen. Bevorzugt weist jede Abstreiferzunge
zwei insbesondere gleich lange Abschnitte oder Bereiche auf, wobei die Abschnitte
unter einem stumpfen Winkel abgeknickt sind unter Bildung einer parallel zur Abstreiferkante
verlaufenden Knickkante. Vorzugsweise ist der stumpfe, eingeschlossene Winkel der
Abschnitte der abgeknickten Abstreiferzunge von der Mangelwalze weggerichtet. Dadurch
kann der am freien Ende die Abstreiferkante aufweisende endseitige Abschnitt der Abstreiferzunge
jedes Abstreifers unter einem sehr kleinen Winkel nahezu tangential zur Mantelfläche
der Mangelwalze gerichtet sein. So können die Abstreifer in ihrer Abstreiferstellung
das jeweilige Wäschestück wirksam und ohne die Gefahr eines Verhakens zwischen der
Abstreiferzunge und der Mantelfläche der Mangelwalze abgeschält werden.
[0012] Eine bevorzugte Ausgestaltung der Muldenmangel sieht es vor, dass der längliche,
stangenartige Träger sich durch die Abstreifer erstreckt, und zwar vorzugsweise durch
den von mindestens einem Blechstreifen umgebenden Raum des Haupt- bzw. Federelements
jedes Abstreifers. Der mindestens eine Blechstreifen jedes Abstreifers umschließt
somit den Träger. Die Abstreifer sind auf diese Weise sozusagen auf den länglichen
Träger aufgefädelt, wodurch sie zwangsläufig auf demselben gelagert sind, und zwar
vorzugsweise frei pendelnd auf dem Träger hängen.
[0013] Bevorzugt ist es des Weiteren vorgesehen, dass der ringförmige Körper des Haupt-
bzw. Federelements jedes Abstreifers mindestens jeweils einen seitlich abstehenden
Kragarm aufweist. Der Kragarm jedes Körpers kann vom mindestens einen Blechstreifen
gebildet sein. Der jeweils seitlich abstehende Kragarm jedes Abstreifers kann entweder
allein das Gegengewicht bilden; er ist aber bevorzugt mit mindestens einem Gegengewicht
versehen. Von der Masse des Gegengewichts und/oder die Länge des Kragarms ist die
Andrückkraft der Abstreiferkante an die Mantelfläche der Mangelwalze bestimmbar. Das
Gegengewicht verdreht den pendelnd auf dem Träger gelagerten Abstreifer dementsprechend
in eine solche Richtung, dass die Abstreifkante jedes Abstreifers von außen gegen
die Mantelfläche der Mangelwalze gedrückt wird. Dazu ist es vorzugsweise vorgesehen,
dass der Kragarm und das mindestens eine demselben zugeordnete Gegengewicht auf der
der Mangelwalze weggerichteten Seite neben dem stangenartigen Träger angeordnet sind.
[0014] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Muldenmangel ist es vorgesehen, dass der
Abstand des länglichen Trägers zur Drehachse der Mangelwalze und somit zur Mantelfläche
derselben veränderbar ist. Dadurch kann die Federzunge jedes Abstreifers in die gewünschte
Relativstellung, insbesondere Schrägstellung, zur Mantelfläche der Mangelwalze gebracht
werden. Bevorzugt werden durch die Veränderung des Abstands des stangenartigen Trägers
zur Drehachse der Mangelwalze die auf dem Träger angeordneten Abstreifer von einer
aktiven Stellung bzw. einer Abstreiferstellung in eine inaktive Stellung bzw. Rückführstellung
und umgekehrt gebracht. Dadurch sind alle Abstreifer zusammen und somit gleichzeitig
in unterschiedliche Stellungen bringbar.
[0015] Der parallele Abstand des Trägers zur Drehachse der Mangelwalze ist individuell in
einem solchen Maße veränderbar, dass sowohl in der Abstreifstellung als auch in der
Rückführstellung die Federzunge jedes Abstreifers die gewünschte Neigung zur Tangente
der Mantelfläche der Mangelwalze aufweist. Insbesondere lässt sich so erreichen, dass
in der Abstreifstellung die Abstreifkante jedes Abstreifers an der Mantelfläche anliegt,
während in der Rückführstellung die Abstreifkante von der Mantelfläche beabstandet
ist, insbesondere die Abstreiferzunge jedes Abstreifers nur mit ihrer Knickkante an
der Mantelfläche anliegt. Wenn in der Rückführstellung der Abstreifer die Abstreifkante
von der Mantelfläche der Mangelwalze beabstandet ist, kann das jeweilige Wäschestücke
zwischen dem Abstreifer und der Mantelfläche der Mangelwalze hindurch an den Abstreifern
vorbeitransportiert werden und so das Wäschestück zum Mangeleinlauf zurückkehren.
Wenn in der Rückführstellung die Abstreiferzunge jedes Abstreifers mit ihrer Knickkante
an der Mantelfläche anliegt, wird das zuverlässige Vorbeitransportieren des Wäschestücks
an den Abstreifern begünstigt, indem das Wäschestück, insbesondere die voraneilende
freie Kante desselben, sich beim Vorbeilaufen an den Abstreifern an der Mangelwalze
verbleibt.
[0016] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer Muldenmangel wird nachfolgend anhand der
Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht einer Muldenmangel,
- Fig. 2
- eine vergrößerte Seitenansicht der Muldenmangel im Bereich eines Mangelauslaufs mit
einem Abstreifer in der Abstreifstellung,
- Fig. 3
- eine Seitenansicht analog zur Fig. 2 in einer Rückführstellung des Abstreifers,
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht des Abstreifers ohne Gegengewicht,
- Fig. 5
- eine Seitenansicht des Abstreifers der Fig. 4 mit einem Gegengewicht, und
- Fig. 6
- eine vergrößerte Einzelheit aus der Fig. 5 im Bereich einer Abstreiferzunge.
[0017] Die gezeigte Muldenmangel verfügt über eine einzige zylindrische Mangelwalze 10,
die um eine auf ihrer Längsmittelachse liegende, horizontale Drehachse 11 drehend
antreibbar ist. Die Mangelwalze 10 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel in einer gegen
den Uhrzeigersinn gerichteten Mangelrichtung 13 antreibbar. Die Mangelwalze 10 ist
außen mit einer durchgehenden Bewicklung versehen, die in den Figuren nicht gezeigt
ist. Die Außenseite der Bewicklung der Mangelwalze 10 bildet eine zylindrische Mantelfläche
12 der Mangelwalze 10. Der Durchmesser der Mangelwalze 10 kann je nach Leistungsfähigkeit
der Muldenmangel stark schwanken, nämlich im Bereich von 500 mm bis 2.000 mm liegen.
[0018] Der Mangelwalze 10 ist eine vorzugsweise flexible Mangelmulde 14 zugeordnet. Die
Mangelmulde 14 umgibt etwa die untere Hälfte der Mangelwalze 10, so dass die Mangelmulde
14 im Querschnitt etwa halbkreisförmig ausgebildet ist (Fig. 1). Die Mangelmulde 14
ist innen hohl ausgebildet, um ein Heizmedium, beispielweise Dampf oder Thermalöl,
durch die Mangelmulde 14 zu leiten und dadurch die Mangelmulde 14 aufzuheizen.
[0019] Die Mangelmulde 14 ist an gegenüberliegenden Querkanten 15, 16 in nicht näher dargestellter
Weise an einem festen Gestell 17 der Muldenmangel gelagert. Der vorderen Querkante
15 der Mangelmulde 14 ist ein Mangeleinlauf 18 zugeordnet. Am Mangeleinlauf 18 wird
ein Wäschestück 19 mit einer ausgebreiteten bzw. ausgestreckten Vorderkante voran
in einen Mangelspalt 20 zwischen der Mangelwalze 10 und der Mangelmulde 14 eingeführt.
Der Mangelspalt 20 ist insbesondere in der Fig. 1 zum Zwecke der besseren Darstellbarkeit
breiter gezeichnet als er tatsächlich ist. In der Praxis ist der Mangelspalt 20 nur
so breit, dass von einer Seite die Mantelfläche 12 der Mangelwalze 10 und von der
anderen Seite eine der Mangelwalze 10 zugewandte Plättfläche 21 der Mangelmulde 14
gegen das Wäschestück 19 drückt. Wenn sich ein Wäschestück 19 in der Muldenmangel
befindet, wird dadurch der schmale Mangelspalt 20 vom Wäschestück 19 ausgefüllt. Der
hinteren Querkante 16 der Mangelmulde 14 ist ein Mangelauslauf 22 zugeordnet. Hier
tritt das Wäschestück au dem Mangelspalt 20 heraus. In Verlängerung der hinteren Querkante
16 der Mangelmulde 14 befindet sich am Mangelauslauf 22 eine gewölbte Auslaufführung
23.
[0020] Oberhalb des Mangelauslaufs 22 ist neben bzw. hinter der Mantelfläche 12 der Mangelwalze
10 eine Reihe aus einer Vielzahl gleicher Abstreifer 24 angeordnet. Die Abstreifer
24 erstrecken sich über die gesamte parallel zur Drehachse 11 der Mangelwalze 10 verlaufende
Arbeitsbreite der Muldenmangel. Dazu sind die Abstreifer mit gleichmäßigen Abständen
über die Arbeitsbreite der Muldenmangel verteilt. Beispielsweise verfügt jeder Abstreifer
24 über eine Breite von 40 mm bis 200 mm, vorzugsweise etwa 100 mm. Die Abstände zwischen
zwei benachbarten Abstreifern 24 sind vorzugsweise gleich groß, können aber etwas
größer oder kleiner sein als die Breite jedes Abstreifers 24. In den Figuren ist zum
Zwecke der einfachen Darstellung nur ein einziger Abstreifer 24 gezeigt.
[0021] Alle Abstreifer 24 sind frei drehbar, aber axial unverschieblich auf einem gemeinsamen,
parallel zur Drehachse 11 der Mangelwalze 10 verlaufenden, horizontalen Träger 25
gelagert. Der längliche, stangenartige Träger 25 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel
als ein sich über die gesamte Arbeitsbreite der Muldenmangel erstreckendes zylindrisches
Rohr 26 ausgebildet. Dieses verläuft mit parallelem Abstand oberhalb der hinteren
Querkante 16 der Mangelmulde 14 und ist von der Mantelfläche 12 der Mangelwalze 10
beabstandet.
[0022] Das Rohr 26 weist an gegenüberliegenden Stirnseiten seitlich vorstehende Lagerzapfen
27 auf. Beide gegenüberliegenden Lagerzapfen 27 liegen auf einer Längsmittelachse
des Rohrs 26. Jedem Lagerzapfen des Rohrs 26 ist eine im Wesentlichen aufrechte Lasche
28 zugeordnet. Ein oberer Endbereich jeder Lasche 28 ist auf dem jeweiligen Lagerzapfen
27 gelagert, und zwar bevorzugt frei drehbar, gegebenenfalls aber auch fest. Ein unterer
Endbereich jeder Lasche 28 ist beweglich bzw. schwenkbar auf einer Schwenkachse 29
gelagert. Die Schwenkachse 29 jeder Lasche 28 ist fest an nicht gezeigten Seitenwänden
des Gestells 17 der Muldenmangel befestigt. Um die Schwenkachsen 29 sind die Laschen
28 verschwenkbar, und zwar in senkrecht zur Drehachse 11 verlaufenden Ebenen im Bereich
gegenüberliegender Stirnseiten der Mangelwalze 10. Durch dieses Verschwenken der Laschen
28 um die von den Lagerzapfen 27 beabstandeten Schwenkachsen 29 kann der Abstand den
Träger 25 für die Abstreifer 24 bildenden Rohrs 26 zur Mantelfläche 12 der Mangelwalze
10 vergrößert oder verkleinert werden (vgl. Fig. 2 und 3). Das Verschwenken der das
Rohr 26 tragenden Laschen 28 um die auf einer parallel zur Längsmittelachse des Rohrs
26 verlaufende Schwenkachse 29 erfolgt durch zwei gleiche Hebeltriebe 30 an gegenüberliegenden
Seiten der Muldenmangel. Somit ist jeder Lasche 28 ein Hebeltrieb 30 zugeordnet. Es
ist aber auch denkbar, nur einen Hebeltrieb vorzusehen, der beide Laschen 28 zusammen
(synchron) verschwenkt, um den Abstand der Abstreifer 24 zur Mangelwalze 10 durch
Heranbewegen oder Wegbewegen des den Träger 25 bildenden Rohrs 26 von der Mantelfläche
12 der Mangelwalze 10 zu verändern.
[0023] Jeder Hebeltrieb 30 verfügt über einen Druckmittelzylinder 31, der mit einem unteren
Ende ortsfest an einer schwenkbaren Lagertraverse 32 zur Lagerung der Mangelwalze
10 am Gestell 17 angelenkt ist. Eine am ausfahrbaren freien Ende der Kolbenstange
des Druckmittelzylinders 31 gelagerte Gabel 33 ist mit einer Schwenkachse 34 an einem
unteren Ende eines doppelarmigen Hebels 35 angeordnet. Der doppelarmige Hebel 35 jedes
Hebeltriebs 30 ist um eine parallel zur Drehachse 11 der Mangelwalze 10 verlaufende
Schwenkachse 36 ortsfest an Stirnseiten des Gestells 17 der Muldenmangel gelagert.
Ein zweiter Hebelarm des doppelarmigen Hebels 35 ist oberhalb der Schwenkachse 37
mittels einer Verbindung 37 gelenkig an einem zur Drehachse 11 weisenden Ende einer
Koppelstange 38 angelenkt. Ein gegenüberliegendes Ende der Koppelstange 38 ist gemeinsam
mit der Lasche 28 am Lagerzapfen 27 des den Träger 25 bildenden Rohrs 26 zum Halten
der Abstreifer 24 angelenkt.
[0024] Durch Ausfahren des Druckmittelzylinders 31 jedes Hebeltriebs 30 werden die doppelarmigen
Hebel 35 um die Schwenkachse 36 gegen den Uhrzeigersinn verdreht. Diese Drehbewegung
wird von den Koppelstangen 38 auf die Laschen 28 übertragen, die dadurch ebenfalls
gegen den Uhrzeigersinn um die Schwenkachse 29 verdreht werden. Dabei kommt es zum
Heranfahren des Trägers 25 mit den Abstreifern 24 an die Mantelfläche 12 der Mangelwalze
10. Indem die Druckmittelzylinder 31 beider Hebeltriebe 30 gleichermaßen ausgefahren
werden, behält das den Träger 25 bildende Rohr 26 beim Heranfahren an die Mangelwalze
10 die parallele Ausrichtung zur Drehachse 11 bei. Dadurch bleiben auch die Abstreifer
24, insbesondere ihre Abstreiferkanten 41, auf einer parallel zur Drehachse 11 verlaufenden
Linie. Durch synchrones Einfahren der Druckmittelzylinder 31 werden die doppelarmigen
Hebel 35 und von diesen die Laschen 28 im Uhrzeigersinn verschwenkt und dadurch der
Träger 25 mit den Abstreifern 24 unter Beibehaltung der parallelen Ausrichtung zur
Drehachse 11 von der Mantelfläche 12 der Mangelwalze 10 wegbewegt.
[0025] Jeder der gleich ausgebildeten Abstreifer 24 verfügt über ein Hauptelement 39 mit
einer Abstreiferzunge 40. Die Abstreiferzunge 40 weist am unteren zur Mantelfläche
12 der Mangelwalze 10 weisenden Ende eine parallel zur Drehachse 11 verlaufende Abstreiferkante
41 auf. Das Hauptelement 39 verfügt über ein nach Art eines umlaufenden vieleckigen
Gurts ausgebildetes Hauptteil 42, das bevorzugt federelastisch ausgebildet ist. Insbesondere
ist das gesamte Hauptelement 39 mit der Abstreiferzunge 40 elastisch bzw. federelastisch.
[0026] Jeder Abstreifer 24 verfügt darüber hinaus über einen am Hauptteil 42 befestigtes
Gegengewicht 43.
[0027] Mit dem umlaufend gurtförmig ausgebildeten Hauptteil 42 ist jeder Abstreifer 24 auf
das Rohr 26 des Trägers 25 aufgefädelt. Das Hauptteil 42 jedes Abstreifers 24 umgibt
dadurch das Rohr 26 des Trägers 25. Mit dem Hauptteil 42 ist jeder Abstreifer 24 frei
beweglich, insbesondere schwenkbar, aber axial unverschieblich, auf dem Träger 25
gelagert, insbesondere frei pendelnd aufgehängt. Dadurch ist jeder Abstreifer 24 um
die Längsmittelachse des den Träger 25 bildenden Rohrs 26 verdrehbar, und zwar in
jeweils einer senkrecht zur Drehachse 11 der Mangelwalze 10 verlaufenden Ebene. Das
gurtförmig umlaufende Hauptteil 42 jedes Abstreifers 24 umschließt einen an beiden
gegenüberliegenden senkrecht zur Drehachse 11 verlaufenden Stirnseiten offenen Raum,
durch den sich das Rohr 26 des Trägers 25 erstreckt, vorzugsweise ohne diesen vollständig
auszufüllen.
[0028] Das Hauptelement 39 des Abstreifers 24 ist aus zwei unterschiedlich geformten, vorzugsweise
mehrfach abgewinkelten Blechstreifen 44, 45 gebildet. Die relativ dünnen Blechstreifen
44, 45 sind elastisch verformbar. Gebildet sind die Blechstreifen 44 ,45 aus Stahl,
insbesondere rostfreiem Edelstahl. Dabei kann es sich auch um Federstahl handeln.
Die Flachseiten der Blechstreifen 44, 45 sind so orientiert, dass sie parallel zur
Drehachse 11 der Mangelwalze 10 verlaufen. Die unterschiedlich langen und unterschiedlich
geformten bzw. gebogenen bzw. geknickten Blechstreifen 44, 45 sind an ihren gegenüberliegenden
Endbereichen miteinander verbunden, beispielsweise verschweißt durch Punktschweißen
oder dergleichen oder auch verschraubt.
[0029] Der längere, zur Mangelwalze 10 weisende Blechstreifen 45 weist an seinem unteren
Ende die Abstreiferkante 41 auf. Der von der Mangelwalze 10 wegweisende kürzere Blechstreifen
44 ist mit seiner unteren Querkante 46 von der Abstreiferkante 41 des Blechstreifens
45 beabstandet. Dadurch wird die Abstreiferzunge 40 zwischen der Abstreiferkante 41
und der Querkante 46 nur vom unteren Endbereich des längeren, zur Mantelfläche 12
der Mangelwalze 10 weisenden Blechstreifens 45 gebildet (Fig. 6). Der Blechstreifen
44 ist ausgehend von seiner Querkante 46 vom Blechstreifen 45 beabstandet (Fig. 5).
[0030] Die beiden Blechstreifen 44, 45 sind an ihren gegenüberliegenden Enden bzw. Endbereichen
miteinander verbunden. Zwischen diesen verbundenen Endbereichen sind die Blechstreifen
44, 45 auf einem Großteil ihrer Länge voneinander beabstandet zur Bildung des Raums,
durch den das Rohr 26 zur Bildung des Trägers 25 verläuft.
[0031] Der Querkante 46 bzw. der Abstreiferkante 41 gegenüberliegende Endbereiche der Bleichstreifen
44 und 45 sind abgewinkelt. Mit den abgewinkelten Endbereichen überlappen die Blechstreifen
44, 45 zur Bildung eines Kragarms 47 (Fig. 4 und 5). Der Kragarm 47 ragt am jeweiligen
Abstreifer 24 auf der der Mangelwalze 10 weggerichteten Seite des Trägers 25 seitlich
nach außen, und zwar leicht schräg zur Horizontalen. Bevorzugt steht der Kragarm 47
radial zum den Träger 25 bildenden Rohr 26 seitlich ab, und zwar leicht geneigt gegenüber
einer Horizontalen. Dem Kragarm 47 ist das Gegengewicht 43 zugeordnet. Im gezeigten
Ausführungsbeispiel befindet sich das einzige Gegengewicht 43 auf dem Kragarm 47,
und zwar in der Nähe des freien Endes desselben. Das Gegengewicht 43 kann fest mit
dem Kragarm 47 verbunden sein. Es ist aber auch denkbar, das Gegengewicht 43 austauschbar
oder längsverschieblich am Kragarm 47 zu befestigen.
[0032] Durch das Gegengewicht 43 wird jeder pendelnd auf dem Träger 25 aufgehängte Abstreifer
24 so verdreht oder verschwenkt, dass die Abstreiferzunge 40, insbesondere die Abstreiferkante
41, mit Vorspannung gegen die Mantelfläche 12 der Mangelwalze 10 gedrückt wird. Durch
die Masse des Gegengewichts 43 und/oder der Abstand desselben von der Längsmittelachse
des den Träger 25 bildenden Rohrs 26 kann die Anpresskraft der Abstreiferzunge 40,
insbesondere der Abstreiferkante 41, jedes Abstreifers 24 gegen die Mantelfläche 12
der Mangelwalze 10 eingestellt werden. Bevorzugt führt die durch das Gegengewicht
43 erzeugte Vorspannung der Abstreiferzunge 40 in Richtung auf die Mantelfläche 12
auch dazu, dass sich der jeweilige Abstreifer 24, insbesondere das Hauptelement 39,
elastisch verformt, insbesondere wenn die Blechstreifen 44, 45 zur Bildung ihres Abstreifers
24 aus dünnem Stahlblech oder Federstahl gebildet sind.
[0033] In der in der Fig. 2 gezeigten Abstreifstellung ist von den Hebeltrieben 30 das Rohr
26 des Trägers 25 mit den darauf hängenden Abstreifern 24 so weit von der Mantelfläche
12 der Mangelwalze 10 wegbewegt, dass die Abstreiferzungen 40 aller Abstreifer 24
an der Mantelfläche 12 anliegen. Infolge der gegen den Uhrzeigersinn in Mangelrichtung
13 drehend angetriebenen Mangelwalze 10 wird der vorauseilende Querrand des Wäschestücks
19 von unten gegen die Abstreiferzungen 40 der Abstreifer 24 bewegt. Infolge des Anliegens
der Abstreiferkanten 41 an der Mantelfläche 12 der Mangelwalze 10 wird das Wäschestück
19 von der Mantelfläche 12 abgeleitet, nämlich quasi abgeschält. Das Wäschstück 19
wird dann über die Auslaufführung 23 abgeleitet.
[0034] Falls das gemangelte Wäschestück 19 wieder zum Mangeleinlauf 18 zurückgeführt werden
soll, weil es dort abzunehmen ist oder erneut gemangelt werden muss, wird von den
Hebeltrieben 40 das Rohr 26 mit den darauf frei pendelnden Abstreifern 24 dichter
an die Mangelwalze 10 heranbewegt, wie das in der Fig. 3 dargestellt ist. Dadurch
werden die Abstreifer 24 gegen den Uhrzeigersinn etwas um die Längsmittelachse des
Rohrs 26 verdreht und/oder elastisch verformt, wodurch die Abstreiferkanten 41 der
Abstreiferzungen 40 von der Mantelfläche 12 der Mangelwalze 10 beabstandet werden
und statt dessen die mit parallelem Abstand zu den Abstreierkanten 41 verlaufenden
Knickkanten 48 der Abstreiferzunge 40 an der Mantelfläche 12 anliegen. Durch die Beabstandung
der Abstreiferkanten 41 von der Mantelfläche 12 wird die Vorderkante des gemangelten
Wäschestücks 19 nicht mehr von der Mantelfläche 12 der Mangelwalze 10 abgeführt. Vielmehr
kann das jeweilige Wäschestück 19 mit der voraneilenden Vorderkante unter den Abstreiferzungen
40 und ihren Knickkanten 48 hindurch zwischen der Mantelfläche 12 und den Abstreifern
24 weiter in Mangelrichtung 13 von der Mangelwalze 10 mitgenommen werden. Dadurch
behalten das Wäschestück 19 und die vorauseilende Vorderkante desselben ihre Anlage
an der Mantelfläche 12 der Mangelwalze 10 bei, wodurch das Wäschestück 19 in der in
der Fig. 3 gezeigten Rückführstellung von der Mangelwalze 10 weiter mitgenommen wird
bis zum Mangeleinlauf 18.
[0035] Sowohl in der in der Fig. 2 gezeigten Abstreifstellung als auch in der in der Fig.
3 gezeigten Rückführstellung werden die frei drehbar bzw. schwenkbar auf dem Rohr
26 des Trägers 25 aufgehängten bzw. gelagerten Abstreifer 24 von ihren Gegengewichten
23 in einer Drehrichtung gegen den Uhrzeigersinn belastet, wodurch entweder die Abstreiferkanten
41 oder die Knickkanten 48 der Abstreifer 24 gegen die Mantelfläche 12 der Mangelwalze
10 gedrückt werden, vorzugsweise mit einer durch eine elastische Verformung der Abstreifer
24, insbesondere ihrer Blechstreifen 44, 45, erzeugten elastischen Vorspannung.
[0036] Die Erfindung eignet sich nicht nur für eine in den Figuren gezeigte Muldenmangel
mit nur einer einzigen Mangelwalze 10, sondern auch für Muldenmangeln, die mehrere
aufeinanderfolgende Mangelwalzen aufweisen. Dann können die in erfindungsgemäßer Weise
ausgebildeten und wirksamen Abstreifer 24 hinter jeder Mangelwalze angeordnet sein,
aber auch hinter nur einigen oder einer Mangelwalze, und zwar einer beliebigen Mangelwalze.
Bezugszeichenliste:
| 10 |
Mangelwalze |
36 |
Schwenkachse |
| 11 |
Drehachse |
37 |
Verbindung |
| 12 |
Mantelfläche |
38 |
Koppelstange |
| 13 |
Mangelrichtung |
39 |
Hauptelement |
| 14 |
Mangelmulde |
40 |
Abstreiferzunge |
| 15 |
Querkante (vorn) |
41 |
Abstreiferkante |
| 16 |
Querkante (hinten) |
42 |
Hauptteil |
| 17 |
Gestell |
43 |
Gegengewicht |
| 18 |
Mangeleinlauf |
44 |
Blechstreifen |
| 19 |
Wäschestück |
45 |
Blechstreifen |
| 20 |
Mangelspalt |
46 |
Querkante |
| 21 |
Plättfläche |
47 |
Kragarm |
| 22 |
Mangelauslauf |
48 |
Knickkante |
| 23 |
Auslaufführung |
|
|
| 24 |
Abstreifer |
|
|
| 25 |
Träger |
|
|
| 26 |
Rohr |
|
|
| 27 |
Lagerzapfen |
|
|
| 28 |
Lasche |
|
|
| 29 |
Schwenkachse |
|
|
| 30 |
Hebeltrieb |
|
|
| 31 |
Druckmittelzylinder |
|
|
| 32 |
Lagertraverse |
|
|
| 33 |
Gabel |
|
|
| 34 |
Verbindung |
|
|
| 35 |
doppelarmiger Hebel |
|
|
1. Muldenmangel zum Glätten von Wäschestücken (19), mit vorzugsweise einer um eine Drehachse
(11) umlaufend antreibbaren Mangelwalze (10) und einer der Mangelwalze (10) zugeordneten
Mangelmulde (14), wobei einer in Mangelrichtung (13) gesehen vorderen Querkante der
Mangelmulde (14) ein Mangeleinlauf (18) und einer hinteren Querkante der Mangelmulde
(14) ein Mangelauslauf (22) zugeordnet sind und am Mangelauslauf (22) mehrere auf
einer parallel zur Drehachse (11) verlaufenden Linie mit Abstand nebeneinanderliegende
Abstreifer (24) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstreifer (24) von einer aktiven Stellung in eine inaktive Stellung und umgekehrt
bringbar sind.
2. Muldenmangel zum Glätten von Wäschestücken (19), mit vorzugsweise einer um eine Drehachse
(11) umlaufend antreibbaren Mangelwalze (10) und einer der Mangelwalze (10) zugeordneten
Mangelmulde (14), wobei einer in Mangelrichtung (13) gesehen vorderen Querkante der
Mangelmulde (14) ein Mangeleinlauf (18) und einer hinteren Querkante der Mangelmulde
(14) ein Mangelauslauf (22) zugeordnet sind und am Mangelauslauf (22) mehrere auf
einer parallel zur Drehachse (11) verlaufenden Linie mit Abstand nebeneinanderliegende
Abstreifer (24) angeordnet sind, vorzugsweise nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass den Abstreifern (24) Gegengewichte (43) derart zugeordnet sind, dass sie die Andruckkraft
von parallel zur Drehachse (11) der Mangelwalze (10) verlaufenden Abstreiferzungen
(40) und/oder Abstreiferkanten (41) der Abstreifer (24) erzeugen oder zumindest verstärken.
3. Muldenmangel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstreifer (24) von der aktiven Stellung, vorzugsweise einer Abstreifstellung,
in die inaktive Stellung, insbesondere eine Rückführstellung, umorientierbar sind.
4. Muldenmangel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstreifer (24) an einem länglichen, stangenartigen Träger (25) gelagert sind,
wobei der Träger (25) oberhalb des Mangelauslaufs (22) vorzugsweise parallel zur Drehachse
(11) der Mangelwalze (10) verlaufend neben bzw. hinter der Mangelwalze (10) angeordnet
ist.
5. Muldenmangel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Abstreifer (24) eine Abstreiferzunge (40) mit einer parallel zur Drehachse
(11) der Mangelwalze (10) verlaufenden Abstreiferkante (41) und ein Hauptelement (39)
aufweist.
6. Muldenmangel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Hauptelement (39) ein aus mindestens einem Blechstreifen (44, 45) gebildetes
Hauptteil (42) ist, vorzugsweise der mindestens eine Blechstreifen (44, 45) einen
an beiden parallelen, quer zum stangenartigen Träger (25) verlaufenden Stirnflächen
offenen Raum umgibt.
7. Muldenmangel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine freie Querkante eines Blechstreifens (45) jedes Hauptelements (39) bzw. Hauptteils
(42) die Abstreiferkante (41) aufweist und eine gegenüberliegende freie Querkante
(46) desselben Blechstreifens (45) oder eines anderen Blechstreifens (44) mit Abstand
von der Abstreiferkante (41) mit demselben Blechstreifen (45) oder einem anderen Blechstreifen
(44) verbunden ist, wobei zwischen der Querkante (46) und der Abstreiferkante (41)
die Abstreiferzunge (40) gebildet ist.
8. Muldenmangel nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass jede Abstreiferzunge (40) aus zwei insbesondere gleich langen, unter einem stumpfen
Winkel an einer parallel zur Abstreiferkante (41) verlaufenden Knickkante (48) abgeknickten
Abschnitten gebildet ist, wobei der stumpfe, eingeschlossene Winkel der Abschnitte
der von der Mangelwalze (10) wegweisenden Seite der Abstreiferzunge (40) zugeordnet
ist.
9. Muldenmangel nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der stangenartige Träger (25) sich durch den von dem mindestens einen Blechstreifen
(44, 45) umgebenden Raum jedes Abstreifers (24) erstreckt und/oder jeder Abstreifer
(24) frei drehbar auf den sich durch den Raum jedes Abstreifers (24) erstreckenden
länglichen Träger (25) aufgehängt ist.
10. Muldenmangel nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Blechstreifen (44, 45) jedes Abstreifers (24) einen seitlich
abstehenden Kragarm (47) aufweist oder bildet, der ein Gegengewicht darstellt und/oder
mit mindestens einem Gegengewicht (43) versehen ist.
11. Muldenmangel nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Kragarm (47) und/oder das dem jeweiligen Kragarm zugeordnete Gegengewicht (43)
jedes Abstreifers (24) auf der der Mangelwalze (10) weggerichteten Seite neben dem
stangenartigen Träger (25) angeordnet ist.
12. Muldenmangel nach einem der Ansprüche 4 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand des länglichen Trägers (25) zur Drehachse (11) der Mangelwalze (10) veränderlich
ist.
13. Muldenmangel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Veränderung des Abstands des stangenartigen Trägers (25) zur Drehache (11)
der Mangelwalze (10) die Abstreifer (24) von der aktiven Stellung bzw. Abstreifstellung
in eine inaktive Stellung bzw. Rückführstellung und umgekehrt bringbar sind.
14. Muldenmangel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Veränderung des Abstands des die Abstreifer (24) tragenden stangenförmigen
Trägers (25) die Hauptteile (42) bzw. Blechstreifen (44, 45) der Abstreifer (24) federnd
und/oder elastisch verformbar sind, insbesondere sich die Blechstreifen (44, 45) blattfederartig
verformen, vorzugsweise derart, dass bei von der Drehachse (11) weiter beabstandetem
Träger (25) die Abstreiferkanten (21) der Abstreifer (24) an der Mantelfläche (12)
der Mangelwalze (10) anliegen und bei dichter an die Drehachse (11) heranbewegtem
Träger (25) die Abstreiferkanten (41) der Abstreifer (24) von der Mantelfläche (12)
der Mangelwalze (10) beabstandet sind und sich dadurch in der inaktiven Stellung bzw.
Rückführstellung befinden.