[0001] Die Erfindung betrifft einen Satz von Mehrkomponentenkartuschen mit mindestens zwei
Mehrkomponentenkartuschen.
[0002] Mehrkomponentenkartuschen und insbesondere Zweikomponentenkartuschen werden häufig
zur Aufbewahrung und zum Austragen von Mehr- bzw. Zweikomponentensystemen verwendet,
bei welchen die einzelnen Komponenten erst für die jeweilige Anwendung miteinander
in Kontakt kommen sollen, um dann beispielsweise auszuhärten. Dazu sind zwei oder
mehrere voneinander getrennte Aufnahmekammern vorgesehen, von denen jede eine der
Komponenten beinhaltet. Für die Anwendung werden dann die Auslässe der Aufnahmekammern
typischerweise mit einem statischen Mischer verbunden und die Komponenten werden durch
Druckbeaufschlagung des rückwärtigen Bodens der jeweiligen Aufnahmekammer, der üblicherweise
als bewegbarer Kolben ausgestaltet ist, durch den Auslass in den Mischer gefördert,
wo die Komponenten innig durchmischt werden, um dann am Ende des Mischers als homogene
Masse auszutreten.
[0003] Solche Mehr- bzw. Zweikomponentensysteme werden im industriellen Bereich, im Bauwesen,
beispielsweise von Gebäuden, und auch im Dentalbereich eingesetzt. Einige Anwendungsbeispiele
sind Fugendichtmassen, Massen für chemische Dübel oder chemische Anker, Klebstoffe,
Pasten oder Abformmassen im Dentalbereich. Insbesondere im industriellen Bereich werden
Zweikomponentensysteme auch für Farben eingesetzt, die beispielsweise als funktionelle
Schutzschichten, wie z.B. zum Korrosionsschutz, eingesetzt werden. Hierzu werden die
beiden Komponenten der Farben in einem statischen Mischer durchmischt und denn einer
Spraydüse zugeführt, welche die durchmischten Komponenten durch Beaufschlagung mit
einem Medium wie Druckluft zerstäubt und auf die zu behandelnde Fläche transportiert.
Neben dem Aufsprühen solcher Beschichtungen ist es auch bekannt, Schutzschichten oder
Beschichtungen im Allgemeinen durch Pinseln, Verstreichen oder Spachteln aufzutragen.
[0004] Üblicherweise sind diese Mehrkomponentenkartuschen aus Kunststoff gefertigt und werden
in einem Spritzgießverfahren hergestellt. Insbesondere bei den Zweikomponentenkartuschen
ist es heute üblich, diese als sogenannte Side-by-Side-Kartuschen auszugestalten,
bei denen die beiden im Wesentlichen zylindrischen Aufnahmekammern nebeneinander achsparallel
angeordnet sind. Für einen möglichst wirtschaftlichen Fertigungsprozess werden dazu
die Zweikomponentenkartuschen einstückig in einem einstufigen Spritzgießprozess hergestellt,
sodass die beiden Aufnahmekammern unlösbar miteinander verbunden sind.
[0005] Zum Austragen der Komponenten aus den Mehrkomponentenkartuschen werden spezielle
Austragsvorrichtungen verwendet, die auch als Dispenser bezeichnet werden. Diese Austragsvorrichtungen
sind so ausgestaltet, dass die Mehrkomponentenkartuschen in speziell dafür angepasste
Halterungen der Austragsvorrichtung eingelegt werden. Für das Austragen der Komponenten
sind dann Stößel vorgesehen, welche die den Boden der Aufnahmekammer bildenden Kolben
mit Druck beaufschlagen, wodurch die Kolben entlang der Wandung der jeweiligen Aufnahmekammer
vorwärts bewegt werden und dadurch die Komponente durch den Auslass beispielsweise
in der Mischer fördern. Je nach System kann der Antrieb der Stößel händisch erfolgen,
beispielsweise über einen Griff, dessen Betätigung mittels einer Übersetzung zu einer
Vorwärtsbewegung der Stößel führt. Häufig haben die Austragsvorrichtungen aber auch
elektrisch oder pneumatisch oder hydraulisch angetriebene Stößel, die durch einen
Aktuator vom Anwender aktiviert werden können, um das Austragen der Komponenten zu
beginnen.
[0006] Je nach Anwendungsfall müssen die zwei oder mehr Komponenten in verschiedenen Volumenverhältnissen
miteinander gemischt werden, um bei der Durchmischung die gewünschte Reaktion optimal
zu erzielen. Die unterschiedlichen Volumenverhältnisse werden dabei über unterschiedliche
Volumen der Aufnahmekammern realisiert. Da es unter praktischen Aspekten und für das
Zusammenwirken mit der Austragsvorrichtung vorteilhaft ist, werden die beiden -oder
mehr-Aufnahmekammern der Mehrkomponentenkartusche mit gleicher Länge ausgestaltet,
sodass die Stößel der Austragsvorrichtung stets synchron und gesamthaft vorwärtsbewegt
werden können. Die unterschiedlichen Volumenverhältnisse werden dann durch unterschiedliche
Querschnittsflächen der Aufnahmekammern realisiert. Möchte man beispielsweise bei
einem Zweikomponentensystem ein Mischverhältnis der beiden Komponenten von 2:1 erzielen,
so wird bei gleicher Länge der beiden Aufnahmekammern die erste Aufnahmekammer mit
einer doppelt so großen Querschnittsfläche ausgestaltet wie die zweite Aufnahmekammer.
[0007] Es hat sich in der Praxis seit langem durchgesetzt, dass die Mehrkomponentensysteme
und insbesondere die Zweikomponentensysteme in verschiedenen standardisierten Größen,
d.h. Füllmengen, angeboten werden, wobei als Füllmenge stets die Gesamtfüllmenge beider
bzw. aller Aufnahmekammern angegeben wird. So bedeutet beispielsweise bei einer Zweikomponentenkartusche
die Größenangabe "1500 ml", dass das gesamte Füllvolumen beider Aufnahmekammern summarisch
1500 ml beträgt. Dies hat zur Folge, dass 1500-ml-Zweikomponentenkartuschen für unterschiedliche
Mischverhältnisse der Komponenten von ihren äußeren Abmessungen stark variieren. So
ist beispielsweise für ein Mischverhältnis von eins zu eins das Volumen jeder Aufnahmekammer
750 ml, während für ein Mischverhältnis der Komponenten von zwei zu eins, die erste
Aufnahmekammer 1000 ml umfasst und die zweite Aufnahmekammer 500 ml. Bei einem Mischverhältnis
von vier zu eins hat die erste Aufnahmekammer ein Volumen von 1200 ml während die
zweite Aufnahmekammer ein Volumen von 300 ml hat. Da wie bereits erwähnt aus praktischen
Gründen die Länge der Aufnahmekammern gleich sein soll, resultiert zwangsläufig, dass
die Außendurchmesser beider Aufnahmekammern zur Realisierung unterschiedlicher Mischverhältnisse
geändert werden müssen. Dies hat zur Folge, dass auch unterschiedliche Austragsvorrichtungen
bereit gestellt werden müssen, denn die Mehrkomponentenkartusche muss in der Austragsvorrichtung
sicher und stabil gelagert sein, damit die Kolben mit ausreichendem Druck beaufschlagt
werden können.
[0008] Die
US 2002/0170926 A1 betrifft ein Zweikomponentenkartuschensystem als solches für reaktive viskose Fluide
aus mehreren Komponenten, bei welchem eine Mehrzahl von Spritzenelementen zusammengefügt
sind und ihren Austrag in ein Auslasselement über eine entsprechende Mehrzahl von
Durchgängen ausgeben.
[0009] Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es daher eine Aufgabe der Erfindung einen
Satz von Mehrkomponentenkartuschen vorzuschlagen, mit dem unterschiedliche Mischverhältnisse
realisierbar sind und der universeller verwendbar ist als bekannte Systeme.
[0010] Der diese Aufgabe lösenden Gegenstand der Erfindung ist durch die Merkmale des unabhängigen
Patentanspruchs 1 gekennzeichnet. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den abhängigen
Ansprüchen definiert.
[0011] Erfindungsgemäß wird also ein Satz von Mehrkomponentenkartuschen mit mindestens zwei
Mehrkomponentenkartuschen vorgeschlagen, wobei jede Mehrkomponentenkartusche mindestens
eine erste und eine zweite Aufnahmekammer für auszutragende Komponenten umfasst, wobei
jede Aufnahmekammer im Wesentlichen zylindrisch ausgestaltet ist und sich in einer
Längsrichtung erstreckt, wobei die Aufnahmekammern parallel zueinander angeordnet
sind und in Längsrichtung die gleiche Erstreckung haben, wobei jede Mehrkomponentenkartusche
einstückig hergestellt ist, sodass ihre Aufnahmekammern unlösbar miteinander-verbunden
sind, und wobei die erste Aufnahmekammer jeder Mehrkomponentenkartusche des Satzes
den gleichen Außendurchmesser hat.
[0012] Durch die Maßnahme, bei dem Satz von Mehrkomponentenkartuschen jeweils den Außendurchmesser
der ersten Aufnahmekammer mit dem gleichen Außendurchmesser zu gestalten, resultiert
eine deutlich universellere Einsetzbarkeit der Mehrkomponentenkartusche. Da die Mehrkomponentenkartusche
zudem einstückig ausgestaltet ist, so dass ihre Aufnahmekammern unlösbar miteinander
verbunden sind, reicht es aus, wenn in der Austragsvorrichtung jeweils nur eine der
Aufnahmekammern passgenau in einer Halterung aufgenommen wird. Da für den ganzen Satz
der Mehrkomponentenkartuschen der Außendurchmesser der ersten Aufnahmekammer stets
gleich ist, wird es ermöglicht, dass sämtliche Mehrkomponentenkartuschen des Satzes
mit der gleichen Austragsvorrichtung ausgetragen werden können. Es bedarf keiner unterschiedlichen
Austragsvorrichtungen mehr wenn Mehrkomponentenkartuschen mit unterschiedlichen Mischverhältnissen
ausgetragen werden sollen. Dies bedeutet eine deutlich universellere und flexiblere
Verwendung des erfindungsgemäßen Satzes von Mehrkomponentenkartuschen als bei bisher
bekannten Systemen.
[0013] Es ist insbesondere bevorzugt, wenn jede erste Aufnahmekammer das gleiche Volumen
aufweist. Das bedeutet, dass bei den verschiedenen Mehrkomponentenkartuschen eines
Satzes auch jeweils die Wandstärke der ersten Aufnahmekammer und damit auch ihr Innendurchmesser
gleich ist. Dies hat den vorteilhaften Effekt, dass die Anzahl unterschiedlicher Kolben,
die für die Mehrkomponentenkartuschen zur Verfügung gestellt werden müssen, deutlich
reduziert werden kann.
[0014] In einer bevorzugten Ausgestaltung ist jede Mehrkomponentenkartusche eine Zweikomponentenkartusche,
denn dieser Anwendungsfall ist für die Praxis ein: sehr wichtiger.
[0015] Besonders günstig ist es, wenn jede Mehrkomponentenkartusche mittels eines Spritzgießverfahrens
hergestellt ist. Dieses Verfahren ist wirtschaftlich, sehr effizient und hat sich
für Mehrkomponentenkartuschen bewährt.
[0016] Eine vorteilhafte Maßnahme besteht darin, wenn jede Aufnahmekammer einen separaten
Auslass aufweist, durch welchen die Komponente aus der jeweiligen Aufnahmekammer ausgetragen
werden kann. Dadurch, dass die Auslässe vollkommen voneinander getrennt sind, lässt
sich die Gefahr einer Kreuzkontamination zwischen den Auslässen zumindest verringern.
Kämen die verschiedenen Komponenten bereits an den Auslässen in Berührung, so könnte
es hier bereits zu einer Aushärtung kommen, wodurch die Auslässe verstopft werden.
[0017] Besonders vorteilhaft für die Anwendung ist es, wenn bei jeder Mehrkomponentenkartusche
alle Auslässe in einem gemeinsamen Verbindungsstück angeordnet sind, das zum Zusammenwirken
mit einem Zubehörteil, insbesondere mit einer Verschlusskappe oder mit einem Mischer,
ausgestaltet ist. Durch dieses gemeinsame Verbindungsstück lässt sich die Mehrkomponentenkartusche
besonders einfach bedienen.
[0018] Eine bevorzugte Maßnahme ist es, wenn das Verbindungsstück ein Gewinde zum Zusammenwirken
mit dem Zubehörteil aufweist, weil hierdurch eine sichere Verbindung gewährleistet
ist. Es sind aber auch andere Varianten realisierbar, mit welchen das Verbindungsstück
mit einer Verschlusskappe oder einem Mischer verbindbar ist.
[0019] Eine andere ebenfalls bevorzugte Maßnahme ist es, wenn das Verbindungsstück eine
Bajonettkupplung zum Zusammenwirken mit dem Zubehörteil aufweist. Dann ist das Verbindungsstück
für eine Bajonettverbindung mit einem Zubehörteil wie einem Mischer oder eine Verschlusskappe
ausgestaltet sein. Eine derartige Bajonettverbindung zwischen der Mehrkomponentenkartusche
und einem Mischer oder einer Verschlusskappe, die an sich Stand der Technik ist, stellt
eine zuver lässige und sehr einfach zu bedienende Verbindung dar.
[0020] Vorzugsweise ist für jede Aufnahmekammer ein den Kammerboden bildender Kolben vorgesehen,
mit welchem durch Druckbeaufschlagung die Komponente aus der jeweiligen Aufnahmekammer
ausbringbar ist. Diese Ausgestaltung hat sich in der Praxis bewährt.
[0021] Aufgrund der praktischen Erfahrung ist es bevorzugt, wenn der Satz eine Mehrkomponentenkartusche
umfasst, bei welcher das Volumen der ersten Aufnahmekammer gleich groß ist wie das
Volumen der zweiten Aufnahmekammer, und/oder
eine Mehrkomponentenkartusche, bei welcher das Verhältnis des Volumens der ersten
Aufnahmekammer zum Volumen der zweiten Aufnahmekammer zwei zu eins beträgt, und/oder
eine Mehrkomponentenkartusche, bei welcher das Verhältnis des Volumens der ersten
Aufnahmekammer zum Volumen der zweiten Aufnahmekammer drei zu eins beträgt, und/oder
eine Mehrkomponentenkartusche, bei welcher das Verhältnis des Volumens der ersten
Aufnahmekammer zum Volumen der zweiten Aufnahmekammer vier zu eins beträgt.
[0022] Weitere vorteilhafte Maßnahmen und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus
den abhängigen Ansprüchen.
[0023] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen und anhand der Zeichnung
näher erläutert. In der Zeichnung zeigen teilweise im Schnitt:
- Fig. 1:
- ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Satzes von Mehrkomponentenkartuschen
in einer perspektivischen Darstellung,
- Fig. 2:
- den Satz aus Fig. 1 in einer Ansicht,
- Fig. 3:
- den Satz aus Fig. 2 in einer Ansicht auf den Boden der Mehrkomponentenkartuschen,
und
- Fig. 4:
- eine der Mehrkomponentenkartuschen des Sates in einer Längsschnittdarstellung,
[0024] Fig. 1 zeigt in einer perspektivischen Darstellung ein Ausführungsbeispiel eines
erfindungsgemäßen Satzes von Mehrkomponentenkartuschen, der gesamthaft mit dem Bezugszeichen
1 bezeichnet ist und hier vier Mehrkomponentenkartuschen 2 umfasst.
[0025] Im Folgenden wird mit beispielhaften Charakter auf den für die Praxis besonders relevanten
Anwendungsfall Bezug genommen, dass die Mehrkomponentenkartuschen 2 jeweils Zweikomponentenkartuschen
2 sind. Es versteht sich aber, dass die Erfindung nicht auf solche Ausgestaltungen
beschränkt ist, sondern in sinngemäß gleicher Weise auch Mehrkomponentenkartuschen
2 für mehr als zwei Komponenten umfassen kann.
[0026] Fig. 2 zeigt den Satz 1 aus Fig. 1 in einer Ansicht aus der Blickrichtung, die in
Fig. 1 mit dem Pfeil II dargestellt ist.
[0027] Fig. 3 zeigt eine Ansicht auf den Boden der Mehrkomponentenkartuschen 2, das heisst
eine Ansicht aus der Blickrichtung, die in Fig. 3 mit dem Pfeil III dargestellt ist.
[0028] Zum besseren Verständnis zeigt Fig. 4 eine der Mehrkomponentenkartuschen 2 in einer
Längsschnittdarstellung entlang der Längsrichtung A.
[0029] Jede der Zweikomponentenkartuschen 2 umfasst eine erste Aufnahmekammer 3 für eine
erste Komponente und eine zweite Aufnahmekammer 4 für die zweite Komponente. Jede
der Aufnahmekammern 3,4 ist im Wesentlichen zylindrisch ausgestaltet und erstreckt
sich in einer Längsrichtung A, welche der Zylinderachse entspricht. Bei den Zweikomponentenkartuschen
2 des Satzes 1 handelt es sich um sogenannte Side-by-Side-Kartuschen, das heisst die
beiden Aufnahmekammern 3,4 der Zweikomponentenkartusche 2 sind nebeneinander angeordnet,
sodass ihre Zylinderachsen, die jeweils in Richtung der Längsrichtung A verlaufen,
parallel zueinander liegen. Die Länge L der ersten Aufnahmekammer 3 ist die gleiche
wie die Länge L der zweiten Aufnahmekammer 4, wobei mit der Länge L die Erstreckung
der jeweiligen Aufnahmekammer 3, 4 in Längsrichtung A gemeint ist.
[0030] Es ist zwar bevorzugt, aber nicht notwendigerweise so, dass für alle Mehrkomponentenkartuschen
2 des Satzes 1 die Länge L immer die gleiche ist. Zwar haben bei jeder Mehrkomponentenkartusche
2 die beiden Aufnahmekammern 3,4 immer die gleiche Länge L, aber es ist durchaus möglich
dass diese Länge L für verschiedene Mehrkomponentenkartuschen 2 des gleichen Satzes
1 verschieden ist.
[0031] Die erste und die zweite Aufnahmekammer 3 bzw. 4 weisen jeweils einen separaten Auslass
31 bzw. 41 auf (siehe Fig. 4), welcher jeweils in der darstellungsgemäß oberen Stirnfläche
der zylinderförmigen Aufnahmekammer 3,4 vorgesehen ist, und durch welchen die jeweilige
Komponente aus der Aufnahmekammer austragbar ist. Jeder Auslass 31, 41 weist einen
kreisförmigen Querschnitt auf und ist kanalförmig ausgestaltet.
[0032] Jede Zweikomponentenkartusche 2 weist ein gemeinsames Verbindungsstück 5 auf, welches
die beiden mit den Auslässen 31, 41 versehenen Stirnflächen der Aufnahmekammern verbindet.
In diesem Verbindungsstück 5 sind die Auslässe 31 und 41 angeordnet. Das gemeinsame
Verbindungsstück 5 ist für das Zusammenwirken mit einem Zubehörteil ausgestaltet.
[0033] In dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel ist jede Mehrkomponentenkartusche mit
einer Verschlusskappe 6 dargestellt, welche mit dem Verbindungsteil 5 zusammenwirkt.
Die Verschlusskappe 6 weist zwei Zapfen 61 auf, von denen jeder in eine der beiden
Auslässe 31, 41 eingreift, um diese zu verschließen. Die Verschlusskappe 6 weist eine
Verschraubung 62 auf, welche mit einem Gewinde des Verbindungsstücks 5 zusammenwirkt.
[0034] Jede der Zweikomponentenkartuschen 2 ist einstückig hergestellt, sodass ihre Aufnahmekammern
3,4 jeweils unlösbar miteinander verbunden sind, das heißt, die beiden Aufnahmekammern
3, 4 können nicht zerstörungsfrei voneinander getrennt werden. Die beiden Vorratskammern
3,4 sind über mehrere Teile miteinander verbunden, nämlich durch das gemeinsame Verbindungsstück
5 an ihrer die Auslässe 31,41 aufweisenden Stirnseite, durch einen Verbindungssteg
7 (siehe Fig. 3) an dem den Auslässen abgewandten Ende der Aufnahmekammern 3, 4 sowie
durch mehrere Zwischenstege 8 (siehe Fig. 4) welche die zylindrischen Wandungen der
Aufnahmekammern 3,4 auf verschiedenen Höhen bezüglich der Längsrichtung A miteinander
verbinden.
[0035] Jede Zweikomponentenkartusche 2 wird vorzugsweise in einem Spritzgießverfahren hergestellt.
Da die Zweikomponentenkartuschen 2 einstückig sind, können sie in einfacher und kostengünstiger
Weise in einem einstufigen Spritzgießverfahren hergestellt werden.
[0036] Die Mehrkomponentenkartuschen 2 bestehen aus Kunststoff, wobei alle üblicherweise
für Kartuschen verwendete Kunststoffe geeignet sind, beispielsweise Polyamide (PA),
Polypropylen (PP), Polyethylen (PE), Polybutylenterephthalat (PBT), oder Polyolefine
im Allgemeinen.
[0037] Wie dies insbesondere in den Fig. 3 und 4 zu erkennen ist, sind die Zweikomponentenkartuschen
2 jeweils mit einem eingesetzten Kolben 9 in jeder Aufnahmekammer 3, 4 dargestellt.
Dieser Kolben 9 wird separat von der Zweikomponentenkartusche 2 hergestellt und üblicherweise
erst nach dem Befüllen der Aufnahmekammern 3, 4 eingesetzt. Die Zweikomponentenkartuschen
2 werden also zunächst im Spritzgießverfahren hergestellt und dann beispielsweise
mit der Verschlusskappe 6 an den Auslässen 31, 41 verschlossen. Von dem noch offenen
darstellungsgemäß unteren Ende der Aufnahmekammern 3, 4 werden dann die jeweiligen
Komponenten in die erste bzw. die zweite Aufnahmekammer 3 bzw. 4 eingefüllt. Anschließend
wird jeweils ein Kolben 9 in die Aufnahmekammer 3 bzw. 4 eingesetzt, welcher dann
den jeweiligen Kammerboden bildet und die Aufnahmekammer 3, 4 dichtend verschließt.
Häufig sind die Kolben 9 als Ventilkolben ausgestaltet, sodass beim Einsetzen der
Kolben 9 die zwischen der Komponente und dem Kolben gegebenenfalls vorhandene Luft
in einfacher Weise abführbar ist.
[0038] Zur Verwendung der Zweikomponentenkartusche 2 wird diese üblicherweise in die Halterung
einer Austragsvorrichtung (Dispenser) eingelegt. Die Verschlusskappe 6 wird entfernt,
hier abgeschraubt, und an ihrer Stelle wird ein Mischer an dem gemeinsamen Verbindungsstück
befestigt, hier also mit einer Schraubverbindung. Häufig ist dieser Mischer ein an
sich bekannter statischer Mischer, der dann zwei separate Einlässe aufweist, die jeweils
mit einem der Auslässe 31, 41 eine Strömungsverbindung bilden, sodass die jeweilige
Komponente aus der Aufnahmekammer 3 bzw. 4 durch den Auslass 31 bzw. 41 in den Mischer
gelangt. Hier treffen die beiden Komponenten aufeinander und werden beim Durchlaufen
des Mischers innig miteinander vermischt.
[0039] Zum Austragen der Komponenten weist die Austragsvorrichtung üblicherweise einen Doppelstößel
oder zwei einzelne Stößel auf, welche die beiden Kolben 9 in der ersten bzw. der zweiten
Aufnahmekammer 3 bzw.4 mit Druck beaufschlagen, so wie dies in Fig. 4 durch die beiden
Pfeile mit dem Bezugszeichen P angedeutet ist. Durch die Druckbeaufschlagung gleiten
die beiden Kolben 9 simultan entlang der inneren Wandung der ersten bzw. der zweiten
Aufnahmekammer 3 bzw. 4 darstellungsgemäß nach oben, wodurch die jeweiligen Komponenten
in den Mischer ausgetragen werden. Nach Beendigung der Anwendung kann der Mischer
wieder entfernt und durch die Verschlusskappe 6 ersetzt werden.
[0040] Das Verbindung des gemeinsamen Verbindungsstücks 5 mit der Verschlusskappe 6 oder
mit dem Mischer kann natürlich auch auf andere Weise erfolgen als mit einer Schraubverbindung,
beispielsweise mittels einer Bajonettverbindung. Dann weist das Verbindungsstück 5
in an sich bekannter Weise eine Bajonettkupplung auf, die mit einer an der Verschlusskappe
6 oder dem Mischer oder einem sonstigen Zubehörteil vorgesehenen Bajonettkupplung
derart zusammenwirkt, dass die beiden Teile sicher verbunden sind.
[0041] Der erfindungsgemäße Satz 1 von Mehrkomponentenkartuschen 2 zeichnet sich insbesondere
dadurch aus, dass bei jeder der mindestens zwei Mehrkomponentenkartuschen 2 die erste
Aufnahmekammer 3 den gleichen Außendurchmesser D1 aufweist. Durch diese Maßnahme wird
es realisierbar, dass alle Mehrkomponentenkartuschen 2 des Satzes 1 in das gleiche
Austragsgerät eingelegt werden können. Da nämlich die Mehrkomponentenkartuschen 2
einstückig sind, also die beiden Aufnahmekammern 3 bzw. 4 starr miteinander verbunden
sind - hier durch das Verbindungsstück 5 , den Verbindungssteg 7 und die Zwischenstege
8 - reicht es aus, dass die Halterung in dem Austragsgerät so ausgestaltet ist, dass
sie die erste Aufnahmekammer 3 sicher und fest aufnimmt. Der Außendurchmesser D2 der
zweiten Aufnahmekammer 4 kann dann variieren, ohne dass dadurch die sichere und zuverlässige
Austragefunktion gefährdet wird.
[0042] Aus herstellungstechnischen Gründen ist es bevorzugt, dass jede erste Aufnahmekammer
3 eines Satzes 1 das gleiche Volumen aufweist. Das bedeutet bei gleicher Länge L,
dass die Wandstärke d der Wandung der ersten Aufnahmekammer 3 für alle Mehrkomponentenkartuschen
2 des Satzes 1 die gleiche ist. Es ist jedoch auch möglich und für manche Anwendungen
gegebenenfalls wünschenswert, dass die Wandstärke d der Wandung der ersten Aufnahmekammer
3 für zwei verschiedene Mehrkomponentenkartuschen 2, die zum gleichen Satz 1 gehören,
unterschiedliche Werte haben.
[0043] Haben alle ersten Aufnahmekammern 3 die gleiche Wandstärke d, so haben sie auch den
gleichen Innendurchmesser. Dies ist besonders vorteilhaft, weil dann für alle ersten
Aufnahmekammern 3 der gleiche Kolben 9 verwendet werden kann, für die ersten Aufnahmekammern
3 müssen dann also keine Kolben 9 mit unterschiedlichen Durchmessern bereitgestellt
werden.
[0044] Durch die Variation des Außendurchmessers D2 der zweiten Aufnahmekammer 4 ist es
somit möglich, verschiedene Mischverhältnisse für die beiden Komponenten zu realisieren.
Dabei ist mit dem Mischverhältnis gemeint, wieviel Teile der ersten Komponente auf
ein Teil der zweiten Komponente kommen. Eim Mischverhältnis von 2:1 bedeutet beispielsweise,
dass auf ein Teil der zweiten Komponente zwei Teile der ersten Komponente kommen,
wobei hier mit Teilen Volumenteile gemeint sind.
[0045] Da die beiden Aufnahmekammern 3, 4 der Zweikomponentenkartusche 2 gleich lang sind
und beim Austragen der beiden Komponenten, die beiden Kolben 9 in den Aufnahmekammern
3,4 üblicherweise synchron und parallel vorwärts geschoben werden, lässt sich das
Mischverhältnis über den Durchmesser D2 der zweiten Aufnahmekammer 4 einstellen. Das
Mischverhältnis ist dann gegeben durch das Verhältnis der beiden kreisförmigen Querschnittsflächen
der beiden Aufnahmekammern 3,4 jeweils senkrecht zur Längsrichtung A. Sind die Wandstärken
d der ersten und der zweiten Aufnahmekammer 3 bzw. 4 gleich - was in der Regel der
Fall ist - so ist das Mischverhältnis durch das Verhältnis des Außendurchmessers D1
der ersten Aufnahmekammer 3 zum Außendurchmesser D2 der zweiten Aufnahmekammer 4 festgelegt.
Auch bei nicht gleicher Wandstärke d der beiden Aufnahmekammern 3,4 gilt diese Aussage
zumindest näherungsweise.
[0046] Bei dem in Fig. 1 dargestellten Satz 1 sind in den vier Zweikomponentenkartuschen
2 darstellungsgemäß von links nach rechts die folgenden Mischverhältnisse realisiert:
1:1; 2:1; 3:1 und 4:1.
[0047] Aufgrund der Blickrichtung ist die Reihenfolge in den Fig. 2 und 3 gerade umgekehrt.
Hier hat jeweils die darstellungsgemäß äußerst linke Mehrkomponentenkartusche 2 das
Mischverhältnis 4:1, es folgen nach rechts die Mischverhältnisse 3:1; 2:1 und 1:1.
[0048] Die in Fig. 4 im Schnitt dargestellte Mehrkomponentenkartusche 2 hat das Mischverhältnis
2:1.
[0049] Da die Querschnittsfläche der Aufnahmekammern 3,4 senkrecht zur Längsrichtung A jeweils
Kreisflächen sind, hat das Verhältnis des Außendurchmessers D1 der ersten Aufnahmekammer
3 zum Außendurchmesser D2 der zweiten Aufnahmekammer 4 für das Mischverhältnis 4:1
den Wert 2, für das Mischverhältnis 3:1 den Wert Wurzel aus drei und für das Mischverhältnis
2:1 den Wert Wurzel aus 2. Für das Mischverhältnis 1:1 ist der Außendurchmesser D1
der ersten Aufnahmekammer 3 gleich dem Außendurchmesser D2 der zweiten Aufnahmekammer
4.
[0050] Es versteht sich natürlich, dass der Satz 1. von Mehrkomponentenkartuschen 2 alternativ
oder ergänzend auch noch Mehrkomponentenkartuschen 2 mit anderen Mischverhältnissen
umfassen kann.
1. Satz (1) von Mehrkomponentenkartuschen (2) mit mindestens zwei Mehrkomponentenkartuschen
(2),
wobei jede Mehrkomponentenkartusche (2) mindestens eine erste und eine zweite Aufnahmekammer
(3, 4) für auszutragende Komponenten umfasst,
wobei jede Aufnahmekammer (3, 4) im Wesentlichen zylindrisch ausgestaltet ist und
sich in einer Längsrichtung (A) erstreckt,
wobei die Aufnahmekammern (3, 4) parallel zueinander angeordnet sind und in Längsrichtung
(A) die gleiche Erstreckung (L) haben,
wobei jede Mehrkomponentenkartusche (2) einstückig hergestellt ist, so dass ihre Aufnahmekammern
(3, 4) unlösbar miteinander verbunden sind,
wobei die erste Aufnahmekammer (3) jeder Mehrkomponentenkartusche (2) des Satzes (1)
den gleichen Außendurchmesser (D1) hat, und
wobei mindestens zwei der zweiten Aufnahmekammern (4) des Satzes (1) unterschiedliche
Außendurchmesser (D2) besitzen.
2. Satz (1) nach Anspruch 1,
bei welchem jede erste Aufnahmekammer (3) des Satzes (1) das gleiche Volumen aufweist.
3. Satz (1) nach Anspruch 1 oder 2,
bei welchem die Wandstärken (d) der ersten und der zweiten Aufnahmekammern (3, 4)
des Satzes (1) gleich sind.
4. Satz (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
bei welchem jede Mehrkomponentenkartusche (2) eine Zweikomponentenkartusche (2) ist.
5. Satz (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
bei welchem jede Mehrkomponentenkartusche (2) mittels eines Spritzgießverfahrens hergestellt
ist.
6. Satz (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
bei welchem jede Aufnahmekammer (3, 4) einen separaten Auslass (31, 41) aufweist,
durch welchen die Komponente aus der jeweiligen Aufnahmekammer (3, 4) ausgetragen
werden kann.
7. Satz (1) nach Anspruch 6,
wobei bei jeder Mehrkomponentenkartusche (2) alle Auslässe (31, 41) in einem gemeinsamen
Verbindungsstück (5) angeordnet sind, das zum Zusammenwirken mit einem Zubehörteil
(6), insbesondere mit einer Verschlusskappe oder mit einem Mischer, ausgestaltet ist.
8. Satz (1) nach Anspruch 7,
bei welchem das Verbindungsstück (5) ein Gewinde zum Zusammenwirken mit dem Zubehörteil
(6) aufweist.
9. Satz (1) nach Anspruch 7,
bei welchem das Verbindungsstück (5) eine Bajonettkupplung zum Zusammenwirken mit
dem Zubehörteil (6) aufweist.
10. Satz (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
bei welchem für jede Aufnahmekammer (3, 4) ein den Kammerboden bildender Kolben (9)
vorgesehen ist, mit welchem durch Druckbeaufschlagung die Komponente aus der jeweiligen
Aufnahmekammer (3, 4) ausbringbar ist.
11. Satz (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
mit einer Mehrkomponentenkartusche (2), bei welcher das Volumen der ersten Aufnahmekammer
(3) gleich groß ist wie das Volumen der zweiten Aufnahmekammer (4).
12. Satz (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
mit einer Mehrkomponentenkartusche (2), bei welcher das Verhältnis des Volumens der
ersten Aufnahmekammer (3) zum Volumen der zweiten Aufnahmekammer (4) zwei zu eins
beträgt.
13. Satz (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
mit einer Mehrkomponentenkartusche (2), bei welcher das Verhältnis des Volumens der
ersten Aufnahmekammer (3) zum Volumen der zweiten Aufnahmekammer (4) drei zu eins
beträgt.
14. Satz (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
mit einer Mehrkomponentenkartusche (2), bei welcher das Verhältnis des Volumens der
ersten Aufnahmekammer (3) zum Volumen der zweiten Aufnahmekammer (4) vier zu eins
beträgt.
1. A set (1) of multicomponent cartridges (2) having at least two multicomponent cartridges
(2),
wherein each multicomponent cartridge (2) comprises at least one first and one second
reception chamber (3, 4) for components to be dispensed,
wherein each reception chamber (3, 4) has a substantially cylindrical design and extends
in a longitudinal direction (A), wherein the reception chambers (3, 4) are arranged
in parallel with one another and have the same extent (L) in the longitudinal direction
(A),
wherein each multicomponent cartridge (2) is manufactured in one piece so that their
reception chambers (3, 4) are non-releasably connected to one another,
wherein the first reception chamber (3) of each multicomponent cartridge (2) of the
set (1) has the same outer diameter (Dl), and wherein at least two of the second reception
chambers (4) of the set (1) have different outer diameters (D2).
2. A set in accordance with claim 1,
in which every first reception chamber (3) of the set (1) has the same volume.
3. A set in accordance with claim 1 or claim 2,
in which the wall thicknesses (d) of the first and second reception chambers (3, 4)
of the set (1) are the same.
4. A set (1) in accordance with any one of the preceding claims, in which each multicomponent
cartridge (2) is a two-component cartridge (2).
5. A set (1) in accordance with any one of the preceding claims,
in which each multicomponent cartridge (2) is manufactured by means of an injection
molding process.
6. A set (1) in accordance with any one of the preceding claims, in which each reception
chamber (3, 4) has a separate outlet (31, 41) through which the component can be dispensed
from the respective reception chamber (3, 4).
7. A set (1) in accordance with claim 6,
wherein, in each multicomponent cartridge (2), all outlets (31, 41) are arranged in
a common connector piece (5) which is designed for cooperating with an accessory part
(6), in particular with a closure cap or with a mixer.
8. A set (1) in accordance with claim 7,
in which the connector piece (5) has a thread for cooperating with the accessory part
(6).
9. A set (1) in accordance with claim 7,
in which the connector piece (5) has a bayonet coupling for cooperating with the accessory
part (6).
10. A set (1) in accordance with any one of the preceding claims,
in which, for each reception chamber (3, 4) a piston (9) forming the chamber base
is provided by which the component can be dispensed from the respective reception
chamber (3, 4) by application of pressure.
11. A set (1) in accordance with any one of the preceding claims, having a multicomponent
cartridge (2) in which the volume of the first reception chamber (3) is of the same
size as the volume of the second reception chamber (4).
12. A set (1) in accordance with any one of the preceding claims, having a multicomponent
cartridge (2) in which the ratio of the volume of the first reception chamber (3)
to the volume of the second reception chamber (4) is two to one.
13. A set (1) in accordance with any one of the preceding claims, having a multicomponent
cartridge in which the ratio of the volume of the first reception chamber (3) to the
volume of the second reception chamber (4) is three to one.
14. A set (1) in accordance with any one of the preceding claims, having a multicomponent
cartridge in which the ratio of the volume of the first reception chamber (3) to the
volume of the second reception chamber (4) is four to one.
1. Jeu (1) de cartouches à plusieurs composants, comprenant au moins deux cartouches
(2) à plusieurs composants,
dans lequel chaque cartouche (2) à plusieurs composants inclut au moins une première
et une seconde chambre de réception (3, 4) pour des composants à distribuer,
dans lequel chaque chambre de réception (3, 4) est conçue sensiblement cylindrique
et s'étend dans une direction longitudinale (A),
dans lequel les chambres de réception (3, 4) sont agencées parallèlement les unes
aux autres et ont en direction longitudinale (A) la même extension (L),
dans lequel chaque cartouche à plusieurs composants (2) est réalisée d'un seul tenant,
de sorte que ses chambres de réception (3, 4) sont reliées l'une à l'autre de manière
indétachable,
dans lequel la première chambre de réception (3) de chaque cartouche (2) à plusieurs
composants du jeu (1) à le même diamètre extérieur (D1), et
dans lequel au moins deux des secondes chambres de réception (4) du jeu (1) possèdent
des diamètres extérieurs différents (D2).
2. Jeu (1) selon la revendication 1,
dans lequel chaque première chambre de réception (3) du jeu (1) présente le même volume.
3. Jeu (1) selon la revendication 1 ou 2,
dans lequel les épaisseurs de paroi (d) de la première et de la seconde chambre de
réception (3, 4) du jeu (1) sont égales.
4. Jeu (1) selon l'une des revendications précédentes,
dans lequel chaque cartouche (2) à plusieurs composants est une cartouche (2) à deux
composants.
5. Jeu (1) selon l'une des revendications précédentes,
dans lequel chaque cartouche (2) à plusieurs composants est réalisée au moyen d'une
procédure de coulée par injection.
6. Jeu (1) selon l'une des revendications précédentes,
dans lequel chaque chambre de réception (3, 4) comporte une sortie séparée (31, 41),
à travers lesquelles les composants peuvent être distribués à partir des chambres
de réception (3, 4) respectives.
7. Jeu (1) selon la revendication 6,
dans lequel, dans chaque cartouche (2) à plusieurs composants, toutes les sorties
(31, 41) sont agencées dans une pièce de liaison commune (5) qui est conçue pour coopérer
avec un accessoire (6), en particulier avec un capuchon de fermeture ou avec un mélangeur.
8. Jeu (1) selon la revendication 7,
dans lequel la pièce de liaison (5) comporte un pas de vis pour coopérer avec l'accessoire
(6).
9. Jeu (1) selon la revendication 7,
dans lequel la pièce de liaison (5) comporte un accouplement à baïonnette pour coopérer
avec l'accessoire (6).
10. Jeu (1) selon l'une des revendications précédentes, dans lequel,
dans lequel pour chaque chambre de réception (3, 4) il est prévu un piston (9) formant
le fond de la chambre, piston au moyen duquel les composants peuvent être distribués
hors de la chambre de réception correspondante (3, 4) en appliquant une pression.
11. Jeu (1) selon l'une des revendications précédentes,
comprenant une cartouche (2) à plusieurs composants, dans laquelle le volume de la
première chambre de réception (3) est égal au volume de la seconde chambre de réception
(4).
12. Jeu (1) selon l'une des revendications précédentes,
comprenant une cartouche (2) à plusieurs composants, dans lequel le rapport du volume
de la première chambre de réception (3) sur le volume de la seconde chambre de réception
(4) est de 2:1.
13. Jeu (1) selon l'une des revendications précédentes,
comprenant une cartouche à plusieurs composants (2), dans lequel le rapport du volume
de la première chambre de réception (3) sur le volume de la seconde chambre de réception
(4) est de 3:1.
14. Jeu (1) selon l'une des revendications précédentes,
comprenant une cartouche à plusieurs composants (2), dans lequel le rapport du volume
de la première chambre de réception (3) sur le volume de la seconde chambre de réception
(4) est de 4:1.