Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung geht aus von einer Lichtquelle gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1, insbesondere einer Konversions-LED. Derartige Konversions-LEDs sind insbesondere
für Allgemeinbeleuchtung geeignet.
Stand der Technik
[0002] Aus der
US-B 7 489 073 ist eine Konversions-LED bekannt, die als Leuchtstoff ein modifiziertes reguläres
Orthosilikat verwendet.
Die Druckschrift
WO 2011/160944 A1 betrifft einen Leuchtstoff auf der Basis von modifiziertem M
2SiO
4:D und eine Lichtquelle mit einem solchen Leuchtstoff.
In der Druckschrift
DE 10 2006 016 548 A1 und in der Druckschrift
US 2006/0232193 A1 ist je ein blau bis orange emittierender Leuchtstoff und eine zugehörige Lichtquelle
beschrieben.
Stabile grüne Leuchtstoffe, insbesondere mit einem Emissionsmaximum um 520-540 nm,
stehen kaum zur Verfügung.
Das erschwert den Einsatz von Konversions-LEDs bei der Displayhinterleuchtung und
schränkt die Optimierung von High-CRI-LEDs oder Warmweiß-LEDs ein. Bisher werden in
Produkten hauptsächlich Orthosilikate als Grünleuchtstoffe für diesen Bereich eingesetzt.
Diese besitzen zwar teils hohe Quanteneffizienzen, zeigen aber ein unzureichendes
Alterungsverhalten in LEDs.
[0003] Aus der
US-B 7,489,073 ist ein Nitrido-Orthosilikat mit der Zusammensetzung AE
2-x-aRE
xEu
aSiO
4-xN
x (AE=Sr, Ba, Ca, Mg; RE=Seltene Erden, insbesondere Y und/oder La) bekannt. EA oder
auch AE steht hier für Erdalkali-Elemente. Durch den Einbau von YN und/oder LaN wird
eine Rotverschiebung der spektralen Lage und zumeist eine Verbesserung der Quanteneffizienz
des Leuchtstoffes erreicht. Das LED-Alterungsverhalten dieses Leuchtstoffs ist bereits
mit dem dort beschriebenen Herstellverfahren deutlich besser als bei den konventionellen
Orthosilikaten oder anderen grünen Sion-Leuchtstoffen wie z. B. Ba
3Si
6O
12N
2:Eu.
[0004] Für viele Anwendungen, wie z. B. für LCD-Hintergrundbeleuchtung, ist die Stabilität
in feuchter Umgebung und bei höheren Temperaturen jedoch immer noch nicht optimal.
Darstellung der Erfindung
[0005] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Beleuchtungseinheit gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1 bereitzustellen, die es gestattet, hohe Effizienz und
Stabilität zu erzielen.
[0006] Diese Aufgabe wird gelöst durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1.
[0007] Besonders vorteilhafte Ausgestaltungen finden sich in den abhängigen Ansprüchen.
[0008] Erfindungsgemäß wird jetzt ein neuartiger nitridischer Leuchtstoff bereitgestellt.
Darunter fallen blau bzw. blaugrün bis gelb emittierende Leuchtstoffe, die insbesondere
im Emissionsbereich typischer UV- und Blau-LEDs anregbar sind und gleichzeitig eine
sehr hohe Stabilität in der LED aufweisen. Anwendungen können die Leuchtstoffe insbesondere
in LEDs mit guter Farbwiedergabe, in LEDs für LCD-Hintergrundbeleuchtung, Color-on-demand
LEDs oder weißen OLEDs finden. Auch ein Einsatz bei Laser Remote-Phosphor-Geräten
(LARP) oder LED Remote Phosphor-Geräten ist möglich.
[0009] Weiße Halbleiter-basierte Lichtquellen wie LED, LARP und LERP gewinnen insbesondere
in der LCD-Hinterleuchtung immer mehr an Bedeutung. Insbesondere steigt die Nachfrage
nach warmweißen LEDs mit niedrigen Farbtemperaturen und guter Farbwiedergabe und gleichzeitig
hoher Effizienz.
[0010] Die Leuchtstoffe müssen eine Reihe von Anforderungen erfüllen: Eine sehr hohe Stabilität
gegenüber chemischen Einflüssen, beispielsweise Sauerstoff, Feuchtigkeit, Wechselwirkungen
mit Vergussmaterialien, sowie gegenüber Strahlung. Um einen stabilen Farbort bei steigender
Systemtemperatur zu gewährleisten, sind außerdem Leuchtstoffe erforderlich, die ein
geringes Temperaturlöschverhalten aufweisen.
[0011] Derartige Leuchtstoffe werden in weißen LEDs und Color-on-Demand LEDs eingesetzt.
[0012] Die Anregung derartiger Leuchtstoffe geschieht bevorzugt mit kurzwelliger Strahlung
im UV und kurzwelligen Blau, insbesondere im Bereich 360 bis 480 nm.
[0013] Die Erfindung basiert auf der Bereitstellung von Leuchtstoffen aus den Stoffklassen
der Nitrido-Orthosilikate.
[0014] Es hat sich gezeigt, dass ein Unterschuss an SiO
2 bei diesen Leuchtstoffen zu höheren Quanteneffizienzen führt. Damit ergibt sich eine
Zusammensetzung der Ansatzmischung für das stabilisierte Nitrido-Orthosilikat von
AE
2-xaRE
xEu
aSi
1-yO
4-x-2yN
x (AE=Sr, Ba, Ca, Mg; RE = Seltene Erdmetalle, ausgewählt aus der Gruppe La, Lu, Dy,
Yb allein oder in Kombination), wobei x bevorzugt zwischen 0,002 und 0,02, a bevorzugt
zwischen 0,01 und 0,2 liegt. Der für den SiO
2-Unterschuss maßgebende Faktor y liegt im Bereich zwischen 0 < y ≤ 0,1, bevorzugt
im Bereich von 0,002 ≤ y ≤ 0,02. Bei dem hier beschriebenen Verfahren zur Herstellung
eines stabilisierten Nitrido-Orthosilikats erweitert sich außerdem bevorzugt in einer
Ausführungsform die Eduktseite um Si
3N
4 und RE
2O
3.
[0015] Für die Präparation von AE
2-x-aRE
xEu
aSi
1-yO
4-x-2yN
x benötigt man entweder AECO
3, SiO
2, REN und Eu
2O
3 oder AECO
3, SiO
2, Si
3N
4, RE
2O
3 und Eu
2O
3 als Ausgangssubstanzen. Weiterhin können insbesondere Fluoride und Chloride, wie
AECl
2, AEF
2, aber auch NH
4Cl/NH
4F, H
3BO
3, LiF und Kryolithe, sowie Kombinationen davon, als Schmelzmittel eingesetzt werden.
[0016] Überraschenderweise zeigt sich, dass ein Leuchtstoff vom Typ stabilisiertes Nitrido-Orthosilikat
mit ganz speziellen RE ausgewählt aus der Gruppe La, Lu, Dy, Yb allein oder in Kombination
die für Halbleiter-Lichtquellen besonders kritischen Eigenschaften guter Effizienz
bei Hochstrombetrieb und stabilen Alterungsverhaltens in optimaler Weise erfüllen.
Dies gilt in besonderer Weise für die Anforderungen bei Lichtquellen für die LCD-Hinterleuchtung.
Eine andere Anforderung ist Stabilität unter Bestrahlung mit Lasern als primärer Lichtquelle.
[0017] LCD-Hintergrundbeleuchtung gewinnt in vielen Industriesegmenten immer mehr an Bedeutung.
Insbesondere steigt die Nachfrage nach flachen Bauweisen der Hintergrundbeleuchtung.
Sie kann zurzeit nur mittels Halbleiter-Lichtquellen wie LED-Hintergrundbeleuchtung
befriedigt werden. Außerdem steigen gleichzeitig die Anforderungen der Bauteile bezüglich
Farbwiedergabe, Lebensdauer und Effizienz stetig an.
[0018] Um z.B. eine weiße LED für die Hintergrundbeleuchtung, die einen hinreichend großen
Farbraum besitzt, herstellen zu können, ist es erforderlich hinreichend schmalbandige
grüne und rote Leuchtstoffe einzusetzen.
[0019] Die Leuchtstoffe müssen eine Reihe von Anforderungen erfüllen, um eine hohe Lebensdauer
und Effizienz zu gewährleisten: Eine sehr hohe Stabilität gegenüber chemischen Einflüssen,
beispielsweise Sauerstoff, Feuchtigkeit, Wechselwirkungen mit Vergussmaterialien,
sowie gegenüber Strahlung. Um einen stabilen Farbort bei steigender Systemtemperatur
zu gewährleisten, sind außerdem Leuchtstoffe erforderlich, die ein geringes Temperaturlöschverhalten
bei Betriebstemperatur der LED aufweisen. Insbesondere grüne schmalbandige Leuchtstoffe,
die eine hinreichende chemische Stabilität aufweisen, sind am Markt zurzeit nicht
kommerziell erhältlich.
[0020] Bisherige LEDs für die Hintergrundbeleuchtung werden in der Regel entweder erreicht
durch:
- 1. eine Kombination aus einer relativ langwelligen LED mit einem gelben Leuchtstoff,
- 2. eine Kombination von blauer LED mit breitbandigen Grünleuchtstoffen und Rotleuchtstoffen
oder
- 3. eine Kombination von blauer mit einem schmalbandigen Grünleuchtstoff, bevorzugt
ein Orthosilikat, und einem Rotleuchtstoff.
Die erste Lösung ist zwar effizient, es kann aber ein nur sehr kleiner Farbraum abgedeckt
werden. Die zweite Lösung kann ebenfalls durch die breitbandige Grünemission nur für
einen schmalen RGB-Farbraum genutzt werden. Die dritte Lösung ist zwar prinzipiell
für einen NTSC Farbraum > 85% geeignet, aber zeigt aufgrund des verwendeten Grünleuchtstoffs
(Orthosilikat) starke LED-Alterungserscheinungen und damit auch Effizienzverluste
sowie Farbortverschiebungen, da Orthosilikate nicht hinreichend chemisch stabil sind.
Die Abkürzung NTSC (National Television System Committee) bezieht sich dabei auf eine
hochwertige Fernsehnorm.
[0021] Die erfindungsgemäße Lösung ist erstmals für eine ausreichend stabile und effiziente
Hintergrundbeleuchtung geeignet, die einen hinreichend großen NTSC Farbraum (≥ 85%)
aufspannt. Sie besteht aus der Kombination einer blau-emittierenden LED mit einem
neuartigen schmalbandig gelb-grün emittierenden unterstöchiometrischen Nitrido-Orthosilikats
der Form AE
2-x-aRE
xEu
aSi
1-yO
4-x-2yN
x und einem schmalbandigen roten Nitridoalumosilikat-Leuchtstoff der Form AEAlSiN
3:Eu
2+.
[0022] Beide Leuchtstoff-Typen sind ähnlich stabil und ähnlich effizient, so dass es zu
keinen unerwünschten FarbortVerschiebungen kommt. Diese Entwicklung stellt einen Meilenstein
hinsichtlich Halbleiter-basierter Lichtquellen, insbesondere zur Anwendung für die
Hinterleuchtung von NTSCtauglichen Geräten, dar.
[0023] In diesem Zusammenhang hat sich vor allem RE = Lu, Dy, Yb allein oder in Kombination
bewährt, da diese die erforderliche Hochstrom-Effizienz bereitstellen können.
[0024] Ein besonders bevorzugte Lichtquelle verwendet ein modifiziertes Orthosilikat, das
eine Korngröße d
50 im Bereich 10 bis 30 um aufweist. Diese relativ grobe Körnung erweist sich als besonders
effizient verglichen mit feinerer Körnung, aufgrund geringerer Streueigenschaften
und der damit verbundenen sehr guten Absorption im Bereich der Anregungslichtquelle.
Ein weiterer vorteilhafter Parameter des modifizierten Orthosilikats ist der Wert
b
80, dieser sollte im Bereich ≤ 1,5 liegen, um eine schmale Korngrößenverteilung zu gewährleisten,
was ebenfalls die Effizienz und das Streuverhalten verbessert. Durch einen kleinen
Wert b80=(d90-d10)/d50, also sehr schmale Kornverteilungen, wird die daraus resultierende
Streuung nahezu konstant gehalten. Dies ist wichtig z.B. für die Farbortsteuerung
in einer LED. Bei sehr breiten Kornverteilungen mit b80 größer 1,5 ist die Streuung
sehr unterschiedlich, je nach Korngrößenanteilen, und damit sind auch die daraus resultierenden
Farborte unterschiedlich.
[0025] Der Anteil SiO
2 ist hier besonders kritisch. Die Langzeitstabilität der Lichtquelle, die das REN-stabilisierte
Orthosilikat verwendet, verbessert sich dabei um mindestens 20% bis hin zu weit über
50%, je nach Umfang der Abweichung von der Stöchiometrie. Der Anteil y des RE bezogen
auf M, sollte bevorzugt im Bereich von 0,2 bis 5 % liegen, je nach Anwendungsbereich
kann dieser Anteil auch noch höher gewählt werden, sollte aber 10% nicht übersteigen.
Gute Ergebnisse werden mit y = 0,25 bis 1% erzielt.
[0026] Der Leuchtstoff vom Typ modifiziertes Orthosilikat ist bevorzugt in Gießharz eingebettet
und auf einer LED aufgebracht, bzw. als Keramik einer LED oder auch Laserdiode vorgeschaltet
(LERP und LARP-Anwendung).
[0027] Bei Verwendung von Gießharz kann dieses auf der LED mittels chip level conversion,
Sedimentation oder Volumenguss aufgebracht sein. Dabei wird vorzugsweise ein Füllmaterial
mit einem Anteil von 1 bis 50 Gew.-% am Gießharz verwendet. Das Füllmaterial ist bevorzugt
SiO
2, insbesondere mit Korngröße d50 zwischen 3 und 7 um. Weitere Bestandteile sind insbesondere
Silikon.
[0028] Der Leuchtstoff ist grün emittierend und hat die Formel AE
(2-x-y)RE
xEu
ySi
(1-s)O(
4-2s-x)N
x. AE ist Ba,Sr,Ca allein oder in Kombination, RE ist Lu,La,Dy,Yb allein oder in Kombination,
wobei 0 < x < 0,1 sowie 0 < y < 0,2. Der besondere Wert derartiger Leuchtstoffe liegt
darin, dass sie sehr schmalbandig emittieren, so dass sie die konkurrierende, aber
sehr aufwendige Lösung mit drei farbig emittierenden LEDs vom Typ RGB ersetzen können.
Grundsätzlich sind nur sehr wenige Leuchtstoffe schmalbandig genug, um für diese Anforderungen
geeignet zu sein, noch dazu in der stark belasteten Umgebung einer Halbleiter-Lichtquelle
als primäre Lichtquelle. Derartige Leuchtstoffe werden im folgenden auch als NOS,
Nitrido-Orthosilikate, bezeichnet, wobei die Modifizierung mit Seltenen Erden RE auf
Basis einer Nitrid-Zugabe REN als Dotierung mit der Seltenen Erde RE ausgedrückt wird,
beispielsweise NOS:RE.
[0029] Ein bevorzugter zusätzlicher rot emittierender Leuchtstoff ist CAlSiN:Eu, insbesondere
ist es ein modifizierter Leuchtstoff mit der Beschränkung AE(1-z)EuzAlSiN(3-0,67t)Ot
wobei 0 < z < 0,1 und 0 < t < 0,1 mit AE = Ca, Sr allein oder in Kombination. Der
besondere Wert dieser Kombination liegt darin, dass diese Leuchtstoffe ähnlich schmalbandig
emittieren wie der neuartige grün emittierende Leuchtstoff. Damit steht eine technische
Lösung für die LCD-Hinterleuchtung bereit, die die sehr aufwendige Lösung mit drei
farbig emittierenden LEDs vom Typ RGB ersetzten kann. Grundsätzlich sind nur sehr
wenige Leuchtstoffe schmalbandig genug, um für diese Anforderungen geeignet zu sein,
noch dazu in der stark belasteten Umgebung einer Halbleiter-Lichtquelle als primäre
Lichtquelle. Schmalbandig heißt hier, dass beide Leuchtstoffe, der grün und der rot
emittierende, eine FWHM von maximal 95 nm aufweisen.
[0030] Die besondere Herausforderung bei LCD-Lösungen ist die Anpassung an die dabei verwendeten
grünen und roten Farbfilter. Übliche grün emittierende Leuchtstoffe, die hier Verwendung
finden, haben eine Peakemission bei 540 nm und sind wenig flexibel. Daher ist es schwierig
damit einen hohen Farb-Gamut zu erzielen, weil die üblichen Farbfilter auf ein grünes
Maximum von 515 bis 535 nm angepasst sind. Verwendet man übliche Orthosilikate, so
kann die Peakemission zwar gezielt in diesen Fensterbereich gebracht werden, aber
es kommt bald zu Farbverschiebungen aufgrund der hohen Betriebstemperaturen und die
Farbhomogenität lässt zu wünschen übrig.
[0031] Eine Beleuchtungseinheit gemäß der Erfindung beinhaltet neben der Lichtquelle mindestens
ein Farbfilter mit einem Maximum im Bereich 625 bis 655 nm. Bevorzugt wird ein zweites
Farbfilter für den grünen Bereich mit einem Maximum zwischen 515 und 535 nm eingesetzt.
Bevorzugt ist insbesondere eine Lösung mit drei Farbfilter, einem blauen Farbfilter
mit einem Maximum zwischen 435 und 455 nm, einem grünen Farbfilter mit gung. Das erschwert
den Ei und 535 nm und einem roten Farbfilter mit einem Maximum von 625 bis 655 nm.
[0032] Hier ist der neuartige grün emittierende Leuchtstoff des Typs modifiziertes Orthosilikat
wesentlich besser angepasst und insbesondere schmalbandig genug. Die FWHM des neuartigen
Leuchtstoffs liegt typisch bei 60 bis 90 nm, ähnlich wie dies auch ein dazu passender
Calsin-Leuchtstoff zeigt. Der Peak der Emission des modifizierten Leuchtstoffs lässt
sich variabel auf 515 bis 535 nm durch geeignete Zusammensetzung einstellen, wodurch
er optimal auf übliche Farbfilter angepasst ist. Die Kombination aus geeigneter blauer
Halbleiter-Primärlichtquelle, LED oder Laserdiode, mit Peakemission 430 bis 460 nm,
mit teilweiser Konversion des Primärlichts durch ein modifiziertes grün emittierendes
Nitrido-Orthosilikat mit Peakemission im Bereich 510 bis 540 nm und mit teilweiser
Konversion des Primärlichts durch einen rot emittierenden Leuchtstoff, AEAlSiN3:Eu,
evtl. modifiziert, zeigt einen hohen Farb-Gamut und hohe Helligkeit, auch bei Verwendung
der üblichen Farbfilter. Die Effizienz bleibt über die Lebensdauer konstant hoch.
[0033] Ein geeignetes Füllmaterial, das zusammen mit diesen Leuchtstoffen in Gießharz verwendet
wird, ist SiO2, das nahezu transparent ist für Licht, bezogen auf Raumtemperatur.
Eine Alternative ist Al2O3. Daher treten dabei keine Helligkeitsverluste bei Raumtemperatur
auf. Bei höheren Betriebstemperaturen ergibt sich eine Brechungsindex-Differenz zwischen
dem Füllmaterial und dem Gießharz, wodurch die Streuung sich verstärkt. Dadurch werden
FarbVerschiebungen minimiert und die Farbhomogenität verbessert, wenn die Betriebstemperatur
erreicht ist.
[0034] Statt Gießharz kann auch ein anderes Medium wie Silikon oder Glas verwendet werden.
Der Leuchtstoff bzw. die Mischung kann ggf. auch direkt auf den Chip aufgebracht werden
oder beabstandet davon, beispielsweise in einer Platte aus Glas oder Keramik.
[0035] Je nach gewähltem Farbraum und dabei angewendetem Farbfilter können auch andere Seltenerdmetalle
Anwendung finden oder zu Yb, Dy, La oder Lu als Beifügung verwendet werden. Dies gilt
vor allem für Ho, Er und Tm.
[0036] Je nach Anwendung können auch andere Aktivierungsmetalle außer Eu Anwendung finden.
Bevorzugte Alternativen sind Ce oder Mn. Diese können insbesondere auch neben Eu als
Ko-Dotierung verwendet werden. Im allgemeinen ist ihr Anteil dann bevorzugt maximal
30% am Aktivator D neben Eu.
[0037] Während NOS:La chemisch außerordentlich stabil ist, nimmt dessen Effizienz bei sehr
hohen Vorwärtsströmen in einer LED ab. Je höher die Umgebungstemperatur, desto geringer
wird überraschenderweise dieser nachteilige Effekt. Dagegen zeigen NOS:Lu, NOS:Yb
und NOS:Dy etwas weniger chemische Stabilität, aber sehr gute Konstanz der Effizienz
bei hohen Vorwärtsströmen.
[0038] Die stabilisierende Wirkung des REN tritt bereits bei kleinen Konzentrationen von
0,025% am NOS:RE auf, dieser Stabilisierungseffekt bleibt bis mindestens zu einer
Konzentration von 0,25% am NOS:RE erhalten.
[0039] Bevorzugte Konzentrationen der Aktivierung sind 2 bis 10% bezogen auf M, das im wesentlichen
AE und RE ist.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0040] Im Folgenden soll die Erfindung anhand mehrerer Ausführungsbeispiele näher erläutert
werden. Die Figuren zeigen:
Fig. 1 eine Konversions-LED;
Fig. 2 ein LED-Modul mit entfernt angebrachter Leuchtstoffmischung;
Fig. 3 ein Emissionsspektrum einer LCD-Backlight-LED mit einer Mischung aus einem
grünen Leuchtstoff des Typs (Sr,Ba)2Si1-yO4-x-2yNx:Eu, Lu und einem roten Leuchtstoff des Typs Alumonitridosilikat CaAlSiN3:Eu2+
Fig. 4 einen Vergleich des Farbraums NTSC und dem von einer LED gemäß Figur 3 aufgespannten
Farbraum;
Fig. 5 einen Vergleich des von verschieden dotierten LEDs aufgespannten Farbraums
relativ zum Farbraum NTSC;
Figur 6 die Effizienz verschiedener Leuchtstoffe im Betrieb einer LED unter Niederstrom-
und Hochstrom-Bedingungen;
Figur 7 der Effizienzverlust nach 1000h eines Lu-dotierten NOS unter harschen Bedingungen,
die die chemische Stabilität herausfordern;
Figur 8 der Effizienzverlust nach 1000h eines Yb-dotierten NOS unter harschen Bedingungen,
die die chemische Stabilität herausfordern;
Figur 9 der Effizienzverlust nach 1000h eines Dy-dotierten NOS unter harschen Bedingungen,
die die chemische Stabilität herausfordern;
Figur 10 der Effizienzverlust nach 1000h eines La-dotierten NOS unter harschen Bedingungen,
die die chemische Stabilität herausfordern;
Figur 11 der Effizienzverlust nach 1000h eines geringfügig La-dotierten NOS unter
harschen Bedingungen, die die chemische Stabilität herausfordern;
Figur 12 die Darstellung verschiedener Farbräume unter Einbezug von NTSC;
Figur 13 eine Darstellung einer Lampe mit Leuchtstoff;
Figur 14 eine Darstellung des Einflusses von SiO2 auf die Stabilisierung des Farborts.
Bevorzugte Ausführungsform der Erfindung
[0041] Figur 1 zeigt den Aufbau einer Konversions-LED für weißes Licht auf RGB-Basis wie
an sich bekannt. Die Lichtquelle ist ein Halbleiterbauelement mit einem blau emittierende
Chip 1 des Typs InGaN mit einer Peakemissionswellenlänge von 435 bis 455 nm Peakwellenlänge,
beispielsweise 445 nm, das in ein lichtundurchlässiges Grundgehäuse 8 im Bereich einer
Ausnehmung 9 eingebettet ist. Der Chip 1 ist über einen Bonddraht 14 mit einem ersten
Anschluss 3 und direkt mit einem zweiten elektrischen Anschluss 2 verbunden. Die Ausnehmung
9 ist mit einer Vergussmasse 5 gefüllt, die als Hauptbestandteile ein Silikon (60-
90 Gew.-%) und Leuchtstoffe 6 (etwa 15 bis 40 Gew.-%) enthält. Ein erster Leuchtstoff
ist ein grün emittierender Nitrido-Orthosilikat-Leuchtstoff AE
2-x-aRE
xEu
aSi
1-yO
4-x-2yN
x mit AE ist Ba,Sr und mit RE ist Lu. Andere Ausführungsbeispiele verwenden zumindest
eines der folgenden Elemente: für AE = Ba,Sr,Ca,Mg und für RE = Dy,Yb,La. Außerdem
wird als zweiter Leuchtstoff ein rot emittierender Leuchtstoff, beispielsweise ein
Alumonitridosilikat oder CAlSiN verwendet. Die Ausnehmung hat eine Wand 17, die als
Reflektor für die Primär- und Sekundärstrahlung vom Chip 1 bzw. den Leuchtstoffen
6 dient. Konkrete Ausführungsbeispiele für weitere Leuchtstoffe sind zur Erzeugung
von Weiß ein durch Cu oder Sauerstoff modifiziertes CaAlSiN
3:Eu oder ein (Ca,Sr)AlSiN
3:Eu.
[0042] Grundsätzlich ist die Verwendung der Leuchtstoff-Mischung als Dispersion, als Dünnfilm,
etc. direkt auf der LED oder auch, wie an sich bekannt, auf einem separaten, der LED
vorgeschalteten Träger möglich.
[0043] Eine Beleuchtungseinheit umfasst weiterhin auch ein grünes Farbfilter 45, ein rotes
Farbfilter 46 und ggf. ein blaues Farbfilter 47, die der LED vorgelagert sind.
[0044] Figur 2 zeigt ein derartiges Modul 20 mit diversen LEDs 24 auf einer Grundplatte
21. Darüber ist ein Gehäuse montiert mit Seitenwänden 22 und einer Deckplatte 12.
Die Leuchtstoff-Mischung ist hier als Schicht 25 sowohl auf den Seitenwänden als auch
vor allem auf der Deckplatte 23, die transparent ist, angebracht.
[0045] Andere geeignete Lichtquellen sind Leuchtstofflampen oder Hochdruckentladungslampen,
bei denen der neuartige Leuchtstoff zur Konversion der primären Strahlung herangezogen
werden kann, allein oder in Kombination mit anderen Leuchtstoffen. Diese Leuchtstoffe
sind üblicherweise an der Wand eines Kolbens der Lampe angebracht.
[0046] Figur 3 zeigt das Spektrum einer konvertierenden LCD-Backlight-LED auf Basis zweier
Leuchtstoffe. Die Anregung erfolgt durch eine primär emittierende LED mit 448 nm Peak-Wellenlänge
(blau). Auf der Abszisse ist die Wellenlänge in nm, auf der Ordinate die relative
Emissionsintensität aufgetragen. Ein erster eingebrachter Leuchtstoff ist ein Rotleuchtstoff
des Typs CaAlSiN3:Eu, der zweite ist ein erfindungsgemäßer Grünleuchtstoff mit der
Ansätzstöchiometrie (Ba,Sr)
2-x-aLu
xEu
aSi
1-yO
4-x-2yN
x mit x = 0,005, a = 0,08 und y = 0,0075.
[0047] Die Herstellung des neuartigen unterstöchiometrischen Leuchtstoffs gelingt auf folgende
Weise:
[0048] Die Edukte analog den Ansatzmischungen 1 bis 4 werden, bevorzugt zusammen mit einem
geeigneten Schmelzmittel, eingewogen und homogenisiert. Anschließend wird die Eduktmischung
für mehrere Stunden unter reduzierender Atmosphäre (insbesondere unter N
2 bzw. Ar oder einem Gemisch aus N
2/H
2 oder Ar/H
2) bei Temperaturen zwischen 1000°C und 1500°C geglüht. Darauf kann eine Zweitglühung,
ebenfalls unter reduzierender Atmosphäre (insbesondere unter N
2 bzw. Ar oder einem Gemisch aus N
2/H
2 oder Ar/H
2) bei Temperaturen zwischen 800°C und 1400°C, erfolgen. Die Synthese wird in einem
geeigneten Ofen, wie z.B. Rohroder Kammerofen durchgeführt.
- a) Vergleichsbeispiel/Ansatzmischung 1 (Stand der Technik):
73,5 g SrCO3, 98,1 g BaCO3, 31,1 g SiO2 und 7,2 g Eu2O3;
- b) Vergleichsbeispiel/Ansatzmischung 2 (Stand der Technik):
73,3 g SrCO3, 97,9 g BaCO3, 31,1 g SiO2, 0,4 g LaN und 7,2 g Eu2O3;
- c) Ausführungsbeispiel /Ansatzmischung 3:
73,4 g SrCO3, 98,0 g BaCO3, 30,8 g SiO2, 0,1 g Si3N4, 0,4 g La2O3 und 7,2 g Eu2O3;
- d) Ausführungsbeispiel/Ansatzmischung 4:
73,3 g SrCO3, 98,0 g BaCO3, 30,9 g SiO2, 0,4 g LaN und 7,2 g Eu2O3;
[0049] Bereits durch den Einbau von Lanthan und Stickstoff wie in Vergleichsbeispiel 2 ist
bereits bei höheren Temperaturen und in feuchter Umgebung eine deutliche Verbesserung
der LED-Stabilität zu erkennen. Für viele Anwendungen, wie z. B. für LCD-Hintergrundbeleuchtung,
ist diese Stabilität jedoch immer noch nicht optimal.
[0050] Die hier beschriebene neue Ansätzstöchiometrie gemäß Ausführungsbeispiel 3 bzw. 4
mit einem entsprechenden Unterschuss an SiO
2 führt nachweislich zu einer verbesserten LED-Stabilität, vor allem in feuchter Umgebung
und bei höheren Temperaturen. In Figur 5 ist die LED-Stabilität bei einer Temperatur
von 45 °C und 95% Luftfeuchtigkeit für die vier verschiedenen Ansatzmischungen dargestellt.
Als Ordinate ist das relative Konversionsverhältnis aufgetragen, die Abszisse ist
die Zeit in Minuten. Es zeigt sich, dass die Ausführungsbeispiele 3 und 4 etwa zueinander
gleichwertig sind und beide den Vergleichsbeispielen 1 und 2 merklich überlegen sind.
[0051] Die relative Quanteneffizienzen QE
460 der neuartigen Leuchtstoffe gemäß Ausführungsbeispiel 3 und 4 bei Anregung mit 460
nm ist um 3% höher als beim Vergleichsbeispiel 2.
[0052] Die Präparation der dargestellten Nitrido-Orthosilikate der Form AE
2-x-aRE
xEu
aSi
1-yO
4-x-2yN
x erfolgt typischerweise aus AECO
3 SiO
2, REN und Eu
2O
3 oder AECO
3, SiO
2, Si
3N
4, (RE)
2O
3 und Eu
2O
3 als Ausgangssubstanzen. Im Letzteren werden die Seltenen Erden als (RE)
2O
3 eingesetzt, wenn bevorzugt dreiwertige Oxide gebildet werden. Bei Selten-Erd-Oxiden
die bevorzugt als Mischoxide vorliegen wie beispielsweise Tb gewöhnlich als III/IV
Mischoxid Tb
4O
7 vorliegt, werden die Mischoxide bevorzugt eingesetzt. Weiterhin können anstelle von
REN oder RE-Oxid in Verbindung mit Si
3N
4, auch In, Y oder Sc als Nitrid bzw. als eine Kombination aus Oxid und Si
3N
4 eingesetzt werden.
[0053] Weiterhin können insbesondere Fluoride und Chloride, wie AECl
2 oder RECl
2, AEF
2 oder RECl
2, aber auch NH
4Cl/NH
4F, H
3BO
3, LiF und Kryolithe, sowie Kombinationen davon, als Schmelzmittel eingesetzt werden.
[0054] Die Edukte analog der Ansatzmischungen werden zusammen mit einem geeigneten Schmelzmittel
eingewogen und homogenisiert. Anschließend wird die Eduktmischung für mehrere Stunden
unter reduzierender Atmosphäre (z. B. unter N
2 bzw. Ar oder einem Gemisch aus N
2/H
2 oder Ar/H
2) bei Temperaturen zwischen 1000°C und 1500°C geglüht. Darauf kann eine Zweitglühung,
ebenfalls unter reduzierender Atmosphäre (z. B. unter N
2 bzw. Ar oder einem Gemisch aus N
2/H
2 oder Ar/H
2) bei Temperaturen zwischen 800°C und 1400°C, erfolgen. Die Synthese wird in einem
geeigneten Ofen, wie z.B. Rohr- oder Kammerofen durchgeführt.
Ansatzmischung 1:
[0055] 69,9 g SrCO
3 93,3 g BaCO
3, 29,3 g SiO
2, 0,1 g Si
3N
4, 0,5 g La
2O
3 und 7,0 g Eu
2O
3
Ansatzmischung 2:
[0056] 69,9 g SrCO
3, 93,3 g BaCO
3, 29,3 g SiO
2, 0,1 g Si
3N
4, 0,4 g Pr
6O
11 und 7,0 g Eu
2O
3
Ansatzmischung 3:
[0057] 69,9 g SrCO
3, 93,3 g BaCO
3, 29,3 g SiO
2, 0,1 g Si
3N
4, 0,4 g Nd
2O
3 und 7,0 g Eu
2O
3
Ansatzmischung 4:
[0058] 69,9 g SrCO
3, 93,3 g BaCO
3, 29,3 g SiO
2, 0,1 g Si
3N
4, 0,4 g Sm
2O
3 und 7,0 g Eu
2O
3
Ansatzmischung 5:
[0059] 69,9 g SrCO
3, 93,3 g BaCO
3, 29,3 g SiO
2, 0,1 g Si
3N
4, 0,4 g Gd
2O
3 und 7,0 g Eu
2O
3
Ansatzmischung 6:
[0060] 69,9 g SrCO
3, 93,3 g BaCO, 29,3 g SiO
2, 0,1 g Si
3N
4, 0,5 g Tb
4O
7 und 7,0 g Eu
2O
3
Ansatzmischung 7:
[0061] 69,9 g SrCO
3, 93,3 g BaCO
3, 29,3 g SiO
2, 0,1 g Si
3N
4, 0,5 g Dy
2O
3 und 7,0 g Eu
2O
3
Ansatzmischung 8:
[0062] 69,9 g SrCO
3, 93,3 g BaCO
3, 29,3 g SiO
2, 0,1 g Si
3N
4, 0,5 g Ho
2O
3 und 7,0 g Eu
2O
3
Ansatzmischung 9:
[0063] 69,9 g SrCO
3, 93,3 g BaCO
3, 29,3 g SiO
2, 0,1 g Si
3N
4, 0,5 g Er
2O
3 und 7,0 g Eu
2O
3
Ansatzmischung 10:
[0064] 69,9 g SrCO
3, 93,3 g BaCO
3, 29,3 g SiO
2, 0,1 g Si
3N
4, 0,5 g Tm
2O
3 und 7,0 g Eu
2O
3
Ansatzmischung 11:
[0065] 69,9 g SrCO
3, 93,3 g BaCO
3, 29,3 g SiO
2, 0,1 g Si
3N
4, 0,5 g Yb
2O
3 und 7,0 g Eu
2O
3
Ansatzmischung 12:
[0066] 69,9 g SrCO
3, 93,3 g BaCO
3, 29,3 g SiO
2, 0,1 g Si
3N
4, 0,5 g Lu
2O
3 und 7,0 g Eu
2O
3
Ansatzmischung 13:
[0067] 69,9 g SrCO
3, 93,3 g BaCO
3, 29,3 g SiO
2, 0,1 g Si
3N
4, 0,4 g Y
2O
3 und 7,0 g Eu
2O
3
Ansatzmischung 14:
[0068] 69,9 g SrCO
3, 93,3 g BaCO
3, 29,3 g SiO
2, 0,1 g Si
3N
4, 0,2 g Sc
2O
3 und 7,0 g Eu
2O
3
Ansatzmischung 15:
[0069] 69,9 g SrCO
3, 93,3 g BaCO
3, 29,3 g SiO
2, 0,1 g Si
3N
4, 0,4 g In
2O
3 und 7,0 g Eu
2O
3
[0070] In der nachfolgenden Tabelle 1 ist ein Vergleich der spektralen Eigenschaften am
Beispiel einer La/N-Dotierung mit und ohne SiO
2-Unterschuss wiedergegeben.
Tab. 1
| Zusammensetzung |
Λexc. [nm] |
x |
y |
Λdom [nm] |
FWHM [nm] |
QE [%] |
| (Ba0.9575Sr0.9575La0.005Eu0.08)SiO3,995N0.005 |
460 |
0.285 |
0.638 |
545.9 |
64.2 |
87 |
| (Ba0.09575Sr0.9575La0.005Eu0.08)v |
460 |
0.285 |
0.639 |
545.9 |
64.1 |
100 |
[0071] Die spektralen Daten weiterer Ausführungsbeispiele sind in der nachfolgenden Tabelle
2 aufgeführt.
| Zusammensetzung |
Λexc. [nm] |
x |
y |
Λdom [nm] |
FWHM [nm] |
QE [%] |
| (Ba0.9575Sr0.9575La0.005Eu0.08)Si0.9925O3,9875N0.005 |
60 |
285 |
639 |
5.9 |
4.1 |
1.00 |
| (Ba0.9575Sr0.9575Pr0.005Eu0.08)Si0.9925O3,9875N0.005 |
60 |
288 |
636 |
6.4 |
4.4 |
0.95 |
| (Ba0.9575Sr0.9575Sm0.005Eu0.08)Si0.9925O3,9875N0.005 |
60 |
285 |
638 |
5.9 |
5.0 |
0.89 |
| (Ba0.9575Sr0.9575Gd0.00SEu0.08)Si0.9925O3,9875N0.005 |
60 |
286 |
637 |
6.1 |
5.4 |
0.97 |
| (Ba0.9575Sr0.9575Tb0.005Eu0.08)Si0.9925O3,9875N0.005 |
60 |
290 |
637 |
6.9 |
5.2 |
1.02 |
| (Ba0.9575Sr0.9575Dy0.005Eu0.08)Si0.9925O3,9875N0.005 |
60 |
289 |
637 |
6.7 |
5.1 |
1.00 |
| (Ba0.9575Sr0.9575HO0.005EU0.08)Si0.9925O3,9875N0.005 |
60 |
292 |
635 |
7.2 |
5.7 |
0.98 |
| (Ba0.9575Sr0.9575Er0.005Eu0.08)Si0.9925O3,9875N0.005 |
60 |
297 |
632 |
8.1 |
6.5 |
0.97 |
| (Ba0.9575Sr0.9575Tm0.005Eu0.08)Si0.9925O3,9875N0.005 |
60 |
297 |
634 |
8.2 |
6.4 |
1.00 |
| (Ba0.9575Sr0.9575Yb0.005Eu0.08)Si0.9925O3,9875N0.005 |
60 |
298 |
633 |
8.3 |
7.1 |
0.98 |
| (Ba0.9575Sr0.9575Lu0.005Eu0.08)Si0.9925O3,9875N0.005 |
60 |
298 |
632 |
8.3 |
7.2 |
1.01 |
| (Ba0.9575Sr0.9575Y0.005Eu0.08)Si0.9925O3,9875N0.005 |
60 |
294 |
635 |
7.6 |
5.5 |
1.02 |
| (Ba0.9575Sr0.9575In0.005Eu0.08)Si0.9925O3,9875N0.005 |
60 |
301 |
630 |
8.8 |
8.0 |
0.99 |
| (Ba0.9575Sr0.9575Sc0.005Eu0.08)Si0.9925O3,9875N0.005 |
60 |
296 |
633 |
8.0 |
6.9 |
1.00 |
[0072] Ein Ausführungsbeispiel einer weißen LED (gemäß Aufbau aus Figur 2) mit dem zugehörigen
Farbraum im Vergleich zum NTSC Farbraum ist in Figur 4 dargestellt. Die Blaukomponente
wird hier durch die Primärstrahlung mit der PeakEmissionswellenlänge 448 nm der LED
bereitgestellt, die Grünkomponente ist Sekundärstrahlung, basierend auf einem modifizierten
Nitrido-Orthosilikat der Form (Ba
0.9575Sr
0.9575Lu
0.005Eu
0.08)Si
0.9925O
3,98N
0,005, die Rotkomponente Sekundärstrahlung, basierend auf einem roten Nitridoalumosilikat
der Form CaAlSiN
3:Eu
2+. Das zugehörige Spektrum ist in Figur 3 dargestellt.
[0073] Um einen hinreichend großen NTSC-Farbraum > 85% aufspannen zu können, ist es nötig,
den Farbort der Leuchtstoffe durch ein geeignetes AE-RE-Verhältnis anzupassen. Diese
gute Anpassbarkeit ist ein besonderer Vorteil des stabilisierten NOS. Im Folgenden
ist die Abhängigkeit des Farborts vom relativen Ba/Sr-Gehalt im stabilisierten Nitrido-Orthosilikat
gemäß Figur 3 beispielhaft dargestellt, wobei die Farbkoordinaten u' und v' als Abszisse
und Ordinate aufgetragen sind. Damit einher geht die Beeinflussung der Größe des NTSC-Farbraumes,
siehe Figur 5. Der größte Farbraum wir hier mit einem relativen Verhältnis Sr/Ba von
1:1 erzielt (Kurve (2)), auch ein Verhältnis 1,1:0,9 gemäß Kurve (3) zeigt noch akzeptable
Ergebnisse.
[0074] Der neue grüne Nitrido-Orthosilikat-Leuchtstoff zeigt generell gegenüber herkömmlichen
grünen Orthosilikaten eine höhere chemische Stabilität, wobei das Ausmaß der Stabilisierung
und die Effizienz des Leuchtstoffes bei niedrigen und hohen Strömen von der "Dotierung"
mit REN abhängig sind. Dotierung meint hier die Zugabe in kleinen Mengen.
[0075] Ausführungsbeispiele des Nitrido-Orthosilikats der Form (Ba
0.9575Sr
0.9575RE
0.005Eu
0.08)Si
0.9925O
3,98N
0,005 zur Hoch- bzw. Niedrigstrom-Effizienz sind in Figur 6 dargestellt. Hochstrombetrieb
bedeutet dabei typisch 500 mA, allgemeiner mindestens 200 mA bis hin zu 700 mA. Niedrigstrombetrieb
bedeutet typisch 50 mA, allgemeiner 30 mA bis hin zu 150 mA. Hier zeigen Lu und Yb
als RE-Dotierung die besten Ergebnisse. Das Vergleichsbeispiel Orthosilikat bedeutet
BaSrSiO4:Eu als Orthosilikat ohne REN-Dotierung, die anderen Leuchtstoff sind mit
REN stabilisierte Leuchtstoffe des gleichen Typs, wobei RE jeweils das angegebene
Element bedeutet. Eine Zugabe von Lu und Yb sind dem reinen Orthosilikat in der Hochstromeignung
mindestens ebenbürtig, mit dem zusätzlichen Vorteil der Farbort-Anpassung.
[0076] Die Präparation der dargestellten Nitrido-Orthosilikate der Form AE
2-x-aRE
xEu
aSiO
4N
x, siehe auch
US 7 489 073, oder AE
2-x-aRE
xEu
aSi
1-yO
4-x-2yN
x erfolgt typischerweise aus AECO
3, SiO
2, REN und Eu
2O
3 oder AECO
3, SiO
2, Si
3N
4, (RE)
2O
3 und Eu
2O
3 als Ausgangssubstanzen. Im Letzteren werden die Seltenen Erden als (RE)
2O
3 eingesetzt, wenn bevorzugt dreiwertige Oxide gebildet werden. Bei Selten-Erd-Oxiden,
die bevorzugt als Mischoxide vorliegen, wie beispielsweise Tb gewöhnlich als III/IV-Mischoxid
Tb
4O
7 vorliegt, werden die Mischoxide bevorzugt eingesetzt.
[0077] Weiterhin können insbesondere Fluoride und Chloride, wie AECl
2 oder RECl
2 AEF
2 oder RECl
2, aber auch NH
4Cl/NH
4F, H
3BO
3, LiF und Kryolithe, sowie Kombinationen davon, als Schmelzmittel eingesetzt werden.
[0078] Die Edukte analog der Ansatzmischungen 1 bis 12 werden zusammen mit einem geeigneten
Schmelzmittel eingewogen und homogenisiert. Anschließend wird die Eduktmischung für
mehrere Stunden unter reduzierender Atmosphäre (z. B. unter N
2 bzw. Ar oder einem Gemisch aus N
2/H
2 oder Ar/H
2) bei Temperaturen zwischen 1000°C und 1500°C geglüht. Darauf kann eine Zweitglühung,
ebenfalls unter reduzierender Atmosphäre (z. B. unter N
2 bzw. Ar oder einem Gemisch aus N
2/H
2 oder Ar/H
2) bei Temperaturen zwischen 800°C und 1400°C, erfolgen. Die Synthese wird in einem
geeigneten Ofen, wie z.B. Rohr- oder Kammerofen durchgeführt.
[0079] Hierbei werden drei Varianten des Nitrido-Orthosilikat-Leuchtstoffes der Form AE
2-x-aRE
xEu
aSi
1-yO
4-x-2yN
x aufgrund ihres Verhaltens bei der kombinierten Betrachtung von Alterungsstabilität
und Effizienz bevorzugt. Beide Aspekte sind für eine Beleuchtungseinheit für LCD-Hinterleuchtung
gleichermaßen bedeutend.
- 1. Ein Nitrido-Orthosilikat der Ausführung AE2-x-aLuxEuaSi1-yO4-x-2yNx, welches eine höhere chemische Stabilität im Vergleich zu kommerziellen Orthosilikaten
aufweist, siehe dazu Figur 7 und sowohl bei niedrigen Strömen als auch bei hohen LED-Strömen
vergleichbare Effizienz zeigt, siehe dazu Figur 6. Als Benchmark ist normales Orthosilikat
ohne REN aber sonst gleicher Zusammensetzung gewählt. Das dargestellte NOS:Lu ist
(Ba0.9575Sr0.9575Lu0.005Eu0.08)Si0.9925O3,98N0,005 unter blauer primärer Anregung bei 447 nm.
- 2. Ein Nitrido-Orthosilikat der Ausführung AE2-x-aYbxEuaSi1-yO4-x-2yNx, welches eine höhere chemische Stabilität in der LED gegenüber herkömmlichen Orthosilikaten
aufweist, siehe dazu Figur 8, und sowohl bei niedrigen Strömen als auch bei hohen
LED-Strömen vergleichbare Effizienz zeigt, siehe dazu Figur 6. Das dargestellt NOS:Yb
ist (Ba0.9575Sr0.9575Yb0.005Eu0.08)Si0.9925O3,98N0,005 unter blauer primärer Anregung bei 448 nm.
- 3. Ein Nitrido-Orthosilikat der Ausführung AE2-x-aDyxEuaSi1-yO4-x-2yNx, welches eine höhere chemische Stabilität in der LED gegenüber herkömmlichen Orthosilikaten
aufweist, siehe dazu Figur 9, und bei niedrigen Strömen vergleichbare, bei hohen LED-Strömen
nahezu vergleichbare Effizienz zeigt, siehe dazu Figur 6. Das dargestellt NOS:Dy ist
(Ba0.9575Sr0.9575Dy0.005Eu0.08)Si0.9925O3,98N0,005 unter blauer primärer Anregung bei 447 nm.
[0080] Die Eigenschaften der oben beschriebenen Leuchtstoffkombinationen erlauben die Realisierung
einer Abdeckung von mindestens 85% des NTSC Farbraums bei sehr guter Alterungsstabilität
und Effizienz.
[0081] Für Applikationen, die hohe chemische Stabilitätsansprüche stellen, kann bevorzugt
ein Nitrido-Orthosilikat der Ausführung AE
2-x-aLa
xEu
aSi
1-yO
4-x-2yN
x, welches eine extrem hohe chemische Stabilität in der LED gegenüber herkömmlichen
Orthosilikaten aufweist, eingesetzt werden, siehe dazu Figur 10 und Figur 11 für verschiedene
Anteile La, mit vergleichbarer Effizienz bei niedrigen Betriebsströmen, siehe Figur
6. das in Figur 10 dargestellte NOS:La ist (Ba
0.9575Sr
0.9575La
0.005Eu
0.08)Si
0.9925O
3,98N
0,005 unter blauer primärer Anregung bei 447 nm. In Figur 11 ist der La-Anteil 0,0025.
[0082] Schließlich zeigt Figur 12 einen Vergleich der verschiedenen derzeit verwendeten
Farbräume. Dabei ist NTSC einer der größten überhaupt definierten Farbräume. Entsprechend
schwer ist er mit technischen Lösungen darzustellen. Je größer der Überlapp mit diesem
Farbraum durch eine technische Lösung ist, desto mehr Farben können damit beispielsweise
auf einem Fernseher dargestellt werden.
[0083] Der Begriff 85% NTSC bedeutet, dass mit einer entsprechenden Lichtquelle, nämlich
einer Kombination aus LED (blau) und zwei Leuchtstoffen (rot und grün) nach Filterung
durch die roten und grünen Farbfilter 85% dieses Farbraums flächenmäßig abgedeckt
werden können. Für einen derart großen Farbraum benötigt man ungewöhnlich schmalbandige
Leuchtstoffe, die bevorzugt nur eine FWHM von 70 nm und weniger besitzen. Daher können
für die Realisierung des NTSC-Farbraums die allermeisten Leuchtstoffe nicht eingesetzt
werden, insbesondere beispielsweise keine Granate oder modifizierte Granate. Ein Beispiel
ist die mögliche Verwendung von LuAGaG:Ce, der wegen seiner fehlenden Schmalbandigkeit
nur für den sehr viel kleineren Farbraum sRGB (in Figur 12 dargestellt) eingesetzt
werden kann, aber keinesfalls für den NTSC-Farbraum.
[0084] Überraschenderweise gelingt die zuverlässige Realisierung bisher nur mit ausgewählten
modifizierten Nitrido-Orthosilikaten, sofern RE als Lu, Dy, La oder Yb oder eine Kombination
daraus ausgewählt ist.
[0085] Figur 13 zeigt eine Leuchtstofflampe 90 mit einem Kolben 91 und zwei Elektroden 92.
Sie enthält eine übliche Füllung, die Quecksilber aufweist, und eine Leuchtstoff-Schicht
93 unter Einbeziehung eines NOS-Leuchtstoffs mit Ansatz-Stöchiometrie der Formel EA
2-x-aRe
xEu
aSi
1-yO
4-x-2yN
x.
[0086] Figur 14 zeigt den Einfluss von SiO
2 als Füllmaterial im Vergussmaterial auf die Stabilisierung des Farborts als Funktion
der Temperatur. Mit einem Anteil von 10 Gew.-% SiO
2 gelingt es im gezeigten Ausführungsbeispiel, die Farbortverschiebung, was die x-Koordinate
betrifft, in einem Temperaturbereich von 25°C bis 145°C unter 0,001 zu halten. Die
y-Koordinate lässt sich schlechter stabilisieren, jedoch hat auch hier SiO
2 einen positiven Einfluss. Empfehlenswert ist vor allem ein Anteil von SiO
2 im Bereich 5 bis 15%. Weitere Bestandteile des Vergussmaterials sind im wesentlichen
Silikon und Leuchtstoff.
1. Beleuchtungseinheit für eine LCD-Hinterleuchtung mit
- mindestens einem Farbfilter,
- einer Lichtquelle mit einer primären Strahlungsquelle, die Strahlung im kurzwelligen
Bereich des optischen Spektralbereichs im Wellenlängenbereich 420 bis 480 nm emittiert,
und
- zumindest einem ersten Leuchtstoff, der diese Strahlung ganz oder teilweise in sekundäre
längerwellige Strahlung im sichtbaren Spektralbereich konvertiert, wobei der erste
Leuchtstoff aus der Klasse der nitridisch modifizierten Orthosilikate (NOS) stammt,
der aus der Struktur M2SiO4:D abgeleitet ist, und dieses Orthosilikat ein mit RE und N stabilisiertes Orthosilikat
ist, so dass die Ansatz-Stöchiometrie der Formel EA2-x-aRExEuaSi1-yO4-x-2yNx entspricht, wobei,
- der Leuchtstoff als Komponente M überwiegend die Gruppe EA = Sr, Ba, Ca oder Mg
allein oder in Kombination aufweist
- die aktivierende Dotierung D zumindest aus Eu besteht und einen Anteil von M ersetzt,
- ein Anteil SiO2 im Unterschuss eingebracht ist und der für den Unterschuss maßgebende Faktor y im
Bereich von 0 < y ≤ 0,1 liegt,
- der Anteil a des Eu zwischen a = 0,01 und 0,20 beträgt,
- der Anteil x zwischen 0,002 und 0,02 beträgt,- RE = La oder Lu oder Dy oder Yb allein
oder in Kombination, und
- die Halbwertsbreite FWHM des ersten Leuchtstoffs höchstens 90 nm beträgt.
2. Beleuchtungseinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass EA Sr und Ba zusammengenommen mit mindestens 66 mol-% enthält, mit einem Anteil des
Ca von maximal 5 mol-% und mit einem Anteil des Mg von maximal 30 mol-%,
wobei EA eine Mischung aus Sr und Ba ist mit Sr/Ba = 0,3 bis 2,3, bevorzugt eine Mischung
aus Sr und Ba ist mit Sr/Ba =0,8 bis 1,2, und besonders bevorzugt eine Mischung aus
Sr und Ba ist mit Sr/Ba = 0,9 bis 1,1.
3. Beleuchtungseinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der für den Unterschuss maßgebende Faktor y im Bereich von 0,002 ≤ y ≤ 0,02 liegt.
4. Beleuchtungseinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die primäre Strahlungsquelle Strahlung im Blauen im Wellenlängenbereich 440 bis 470
nm emittiert,
wobei diese Strahlung mittels des ersten Leuchtstoffs teilweise in sekundäre grüne
Strahlung im sichtbaren Spektralbereich konvertiert wird, mit einer Peakemission im
Bereich 510 bis 540 nm.
5. Beleuchtungseinheit nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
dass als primäre Strahlungsquelle eine Leuchtdiode auf Basis von InGaN oder InGaAlP verwendet
wird.
6. Beleuchtungseinheit nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil der primären Strahlung weiterhin mittels weiterer Leuchtstoffe in längerwellige
Strahlung konvertiert wird, wobei mindestens ein Leuchtstoff eine FWHM von höchstens
90 nm aufweist.
7. Beleuchtungseinheit nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweiter Leuchtstoff der Lichtquelle vorgeschaltet ist, der rot emittiert und
aus der Klasse AEAlSiN3:Eu stammt, mit AE = Ca und/oder Sr, allein oder in Kombination.
8. Beleuchtungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Lichtquelle
zusammen mit drei Farbfiltern verwendet wird, wobei die Lichtquelle und die Farbfilter
so aufeinander abgestimmt sind, dass ein vordefinierter Farbraum zu mindestens 85%
abgedeckt ist, wobei der Farbraum NTSC ist.
9. Beleuchtungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Lichtquelle
zusammen mit mindestens einem Farbfilter für den roten Spektralbereich mit einem Maximum
im Bereich von 625 bis 655 nm, zusammen mit einem Farbfilter für den grünen Spektralbereich
mit einem Maximum im Bereich 515 bis 535 nm und zusammen mit einem Filter für den
blauen Spektralbereich mit einem Maximum zwischen 435 bis 455 nm verwendet wird.
1. An illumination unit for LCD backlighting, with
- at least one color filter,
- a light source with a primary radiation source, which emits radiation in the shortwave
range of the optical spectral range in the wavelength range of 420 to 480 nm, and
- at least a first luminescent substance, which converts this radiation entirely or
partially into secondary longer-wave radiation in the visible spectral range, wherein
the first luminescent substance originates from the class of nitridic modified orthosilicates
(NOS), which is derived from the structure M2SiO4:D, and this orthosilicate is an orthosilicate stabilized with RE and N, where RE
= rare earth metal, so that the batch stoichiometry corresponds to the formula EA2-x-aRExEuaSi1-yO4-x-2yNx, wherein
- the luminescent substance has as a component M predominantly the group EA = Sr,
Ba, Ca, or Mg alone or in combination,
- the activating dopant D is composed at least of Eu and replaces a proportion of
M,
- a proportion of SiO2 is introduced in deficiency and the factor y, which is decisive for the deficiency,
is in the range of 0 < y ≤ 0.1,
- the proportion a of the Eu is between a = 0.01 and 0.20,
- the proportion x is between 0.002 and 0.02,
- RE = La or Lu or Dy or Yb alone or in combination, and
- the full width at half maximum FWHM of the first luminescent substance is at most
90 nm.
2. The illumination unit according to claim 1 , characterized in that EA contains Sr and Ba together with at least 66 mol-%, with a proportion of Ca of
at most 5 mol% and a proportion of Mg of at most 30 mol%, wherein EA is a mixture
of Sr and Ba with Sr/Ba = 0.3 to 2.3, preferably a mixture of Sr and Ba with Sr/Ba
= 0.8 to 1.2, and particularly preferably a mixture of Sr and Ba with Sr/Ba = 0.9
to 1.1.
3. The illumination unit according to claim 1, characterized in that the factor y, which is decisive for the deficiency, is in the range of 0.002 ≤ y
≤ 0.02.
4. The illumination unit according to claim 1, characterized in that the primary radiation source emits radiation in the blue in the wavelength range
of 440 to 470 nm, wherein this radiation is partially converted by means of the first
luminescent substance into secondary green radiation in the visible spectral range,
having peak emission in the range of 510 to 540 nm.
5. The illumination unit according to claim 4, characterized in that a light-emitting diode based on InGaN or InGaAlP is used as the primary radiation
source.
6. The illumination unit according to claim 4, characterized in that a part of the primary radiation is furthermore converted by means of further luminescent
substances into longer-wave radiation, wherein at least one luminescent substance
has an FWHM of at most 90 nm.
7. The illumination unit according to claim 6, characterized in that a second luminescent substance is connected upstream from the light source, which
emits in red and originates from the class AEAlSiN3:Eu, where AE = Ca and/or Sr, alone or in combination.
8. The illumination unit according to one of the proceeding claims, wherein the light
source is used together with three color filters, wherein light source and color filters
are adapted to one another such that a predefined color space is covered by at least
85%, wherein the color space is in particular NTSC.
9. The illumination unit according to one of the proceeding claims, wherein the light
source is used together with at least one color filter for the red spectral range
having a maximum in the range of 625 to 655 nm, together with a color filter for the
green spectral range having a maximum in the range of 515 and 535 and together with
a color filter for the blue spectral range having a maximum in the range of 435 to
455 nm.
1. Unité d'éclairage pour un rétroéclairage à LCD, comprenant
- au moins un filtre de couleur,
- une source lumineuse comprenant une source primaire de rayonnement qui émet un rayonnement
dans la plage des ondes courtes du domaine spectral optique dans la gamme de longueur
d'ondes de 420 à 480 nm, et
- au moins un premier luminophore qui convertit ce rayonnement entièrement ou en partie
en rayonnement secondaire d'ondes plus longues dans le domaine spectral visible, le
premier luminophore provenant de la classe des orthosilicates (NOS) nitridiquement
modifiés, qui est dérivé de la structure M2SiO4 :D, et cet orthosilicate étant un orthosilicate stabilisé avec RE et N, de sorte
que la stoechiométrie d'approche correspond à la formule EA2-x-aRExEuaSi1-yO4-x-2yNx,
- le luminophore présentant en tant que composant M principalement le groupe EA =
Sr, Ba, Ca ou Mg, seul ou en combinaison
- le dopage d'activation D étant au moins constitué de Eu et substituant une fraction
de M,
- une proportion de SiO2 étant amenée en quantité inférieure et le facteur y qui détermine le déficit étant
situé dans la plage de 0 < y ≤ 0,1,
- la proportion a de Eu étant entre a = 0,01 et 0,20,
- la proportion x étant entre 0,002 et 0,02, - RE = La ou Lu ou Dy ou Yb, seuls ou
en combinaison, et
- la demi-largeur FWHM du premier luminophore étant au maximum de 90 nm.
2. Unité d'éclairage selon la revendication 1, caractérisée en ce que pris ensemble, EA contient au moins 66 % en moles en Sr et Ba, avec une proportion
de Ca de maximum 5 % en moles et avec une proportion de Mg de maximum 30% en moles,
EA étant un mélange de Sr et de Ba, avec Sr/Ba = 0,3 à 2,3, de préférence un mélange
de Sr et de Ba avec Sr/Ba = 0,8 à 1,2, et de manière particulièrement préférée un
mélange constitué de Sr et de Ba, avec Sr/Ba = 0,9 à 1,1.
3. Unité d'éclairage selon la revendication 1, caractérisée en ce que le facteur y qui détermine le déficit est situé dans la plage de 0,002 ≤ y ≤ 0,02.
4. Unité d'éclairage selon la revendication 1, caractérisée en ce que la source primaire de rayonnement émet dans le bleu dans la plage de longueur d'ondes
de 440 à 470 nm, ce rayonnement étant converti en partie en rayonnement secondaire
vert dans le domaine spectral visible au moyen du premier luminophore, avec une émission
de crête située dans la plage de 510 à 540 nm.
5. Unité d'éclairage selon la revendication 4, caractérisée en ce qu'une diode électroluminescente sur la base de InGaN ou InGaAlP est utilisée comme source
primaire de rayonnement.
6. Unité d'éclairage selon la revendication 4, caractérisée en ce qu'une partie du rayonnement primaire est en outre convertie en rayonnement d'ondes plus
longues au moyen des luminophores supplémentaires, au moins un luminophore présentant
une FWHM de maximum 90 nm.
7. Unité d'éclairage selon la revendication 6, caractérisée en ce qu'un deuxième luminophore se trouve en amont de la source lumineuse, lequel émet du
rouge et provient de la classe AEAlSiN3 : EU, avec AE = Ca et/ou Sr, seuls ou en combinaison.
8. Unité d'éclairage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la source lumineuse est utilisée en association avec trois filtres de couleur, la
source lumineuse et les filtres de couleurs étant adaptés les uns aux autres de manière
à ce qu'un espace de couleur prédéfini soit couvert à au moins 85%, l'espace de couleur
étant NTSC.
9. Unité d'éclairage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la source lumineuse est utilisée en association avec au moins un filtre de couleur
pour le domaine spectral rouge avec un maximum situé dans la plage de 625 à 655 nm,
en association avec un filtre de couleur pour le domaine spectral vert avec un maximum
situé dans la plage de 515 à 535 nm et en association avec un filtre pour le domaine
spectral bleu avec un maximum situé entre 435 à 455 nm.