[0001] Die Erfindung betrifft ein Messer, insbesondere ein Sicherheitsmesser, mit einer
Griffhülse, die längsverschieblich einen Klingenhalter aufnimmt.
[0002] Ein Sicherheitsmesser der eingangs genannten Art ist als sogenanntes Sicherheits-Karton-Messer
aus der
DE 37 36 968 A1 bekannt. Dieses vorbekannte Messer verfügt über eine Griffhülse einerseits und einen
Klingenhalters andererseits. Dabei dient der Klingenhalter der auswechselbaren Aufnahme
einer Klinge.
[0003] Der Klingenhalter ist längsverschieblich innerhalb der Griffhülse angeordnet und
kann aus einer Ruheposition in eine Arbeitsposition und umgekehrt verfahren werden.
Dabei ragt die vom Klingenhalter bereitgestellte Klinge in der Arbeitsposition des
Klingenhalters aus der Griffhülse heraus, womit ein bestimmungsgemäßer Einsatz des
Messers gestattet ist. In der Ruheposition des Klingenhalters ist die vom Klingenhalter
bereitgestellte Klinge hingegen in die Griffhülse hinein verfahren, womit sie schützend
von dieser umgeben ist.
[0004] Der Klingenhalter ist unter Zugbelastung einer Schraubenfeder innerhalb der Griffhülse
angeordnet, womit der Klingenhalters ständig bestrebt ist, aus der Arbeitsposition
zurück in die Ruheposition, d.h. zurück in die Griffhülse zu verfahren.
[0005] Zum längsverschieblichen Ausfahren des Klingenhalters aus der Griffhülse heraus verfügt
der Klingenhalter über einen mit einer Profilierung ausgerüsteten Betätigungsabschnitt,
der im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall vom Verwender mit einem Daumen zu betätigen
ist. Die Griffhülse stellt eine entsprechende Eingriffsaussparung bereit, durch die
hindurch der Betätigungsabschnitt des Klingenhalters verwenderseitig erreicht werden
kann.
[0006] Im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall wird die Griffhülse verwenderseitig in die
Hand genommen. Der Klingenhalter befindet sich vollständig innerhalb der Griffhülse
in Ruheposition. Verwenderseitig kann der Klingenhalter aus der Griffhülse heraus
verfahren und so aus der Ruheposition in die Arbeitsposition verbracht werden, indem
mittels eines Daumens über den Betätigungsabschnitt des Klingenhalter eine Kraftbeaufschlagung
in Längsverschieberichtung des Klingenhalters, d.h. in Richtung der Klingenebene stattfindet,
infolge dessen es zu einer längsverschieblichen Ausfahrbewegung des Klingenhalters
relativ gegenüber der Griffhülse kommt. Das Messer befindet sich nun in seiner Arbeitsposition
und kann mit seiner Klinge voran in das zu schneidende Gut, beispielsweise Karton
eingetrieben werden.
[0007] Das Ausfahren des Klingenhalters erfolgt gegen den Zug einer Feder. Dabei ist die
Rückstellkraft der Feder auf die beim Schneidvorgang auf die Klinge einwirkende Selbsthemmung
derart eingestellt, dass das Messer während eines Schneidvorganges in der Arbeitsposition
verbleibt, ohne dass eine permanente Daumenbetätigung des Klingenhalters erforderlich
ist. Mit Beendigung des Schneidvorgangs entfällt die Selbsthemmung, womit eine Entlastung
der Klinge einsetzt, infolge dessen die auf den Klingenhalter wirkende Rückstellkraft
der Feder zu einem automatischen Einziehen des Klingenhalters in die Griffhülse führt.
Das verwenderseitige Verletzungsrisiko wird so auf ein Minimum reduziert, da es mit
Beendigung des Schneidvorgangs zu einer automatischen Überführung des Klingenhalters
aus der Arbeitsposition in die Ruheposition kommt.
[0008] Eine andere Messerausgestaltung ist aus der
DE 34 33 285 A1 bekannt. Das hier beschriebene Messer verfügt über eine einziehbare Klinge. Diese
ist verschiebbar im Inneren eines Heftes angeordnet. Zur Klingenbetätigung ist ein
verschwenkbar ausgebildeter Hebel vorgesehen. Dieser wirkt endseitig mit einem die
Klinge aufnehmenden Schlitten zusammen. Dabei wird infolge einer Einschwenkbewegung
des Hebels der Schlitten samt Klinge aus dem Messerheft herausbewegt. Für eine Rückstellbewegung
des Schlitten sorgt eine Zugfeder, die einendseitig am Schlitten und anderendseitig
am Heft angeordnet ist. Solange der verschwenkbare Hebel benutzerseitig in verschwenkter
Stellung gehalten ist, steht der Schlitten mit der davon aufgenommenen Klinge aus
dem Messerheft vor. Sobald der Hebel benutzerseitig losgelassen wird, erfolgt durch
die Federkrafteinwirkung ein Zurückverfahren des Schlittens samt davon aufgenommener
Klinge in die Ruheposition.
[0009] Eine zur vorbeschriebenen Konstruktion vergleichbare Messerausgestaltung ist aus
der
US 7,322,110 B2 bekannt. Auch hier dient als Betätigungsmittel zum Ausfahren einer Klinge aus dem
Inneren eines Heftes ein verschwenkbar ausgebildeter Hebel. Dabei besteht die Besonderheit
der Konstruktion in einer Gelenkkettenanordnung, mittels welcher eine Verdrehbewegung
des Griffes in eine lineare Verfahrbewegung der Klinge überführt wird.
[0010] Die
DE 10 2008 019 441 A1 zeigt schließlich ein Messer mit einem Gehäuse, in welchem ein Klingenträger mit
einer Betätigungsvorrichtung gelagert ist. Die Betätigungsvorrichtung umfasst ein
Betätigungselement, dass schwenkgelenkig mit dem Klingenträger zusammenwirkt, wobei
der Klingenträger sowohl translatorisch beweglich als auch drehbeweglich an dem Gehäuse
gelagert ist.
[0011] Obgleich sich Messer der vorbeschriebenen Art im alltäglichen Praxiseinsatz bewährt
haben, besteht Verbesserungsbedarf, insbesondere mit Blick auf eine auch in der Daueranwendung
vereinfachte Handhabung. Es ist deshalb die Aufgabe der Erfindung, ein Messer der
eingangs genannten Art vorzuschlagen, das konstruktionsbedingt eine auch im Dauereinsatz
vereinfachte Handhabung gestattet.
[0012] Zur Lösung dieser Aufgabe wird mit der Erfindung ein Messer der eingangs genannten
Art vorgeschlagen, das sich dadurch auszeichnet, dass zur Überführung des Klingenhalters
aus einer in die Griffhülse eingefahrenen Ruheposition in eine aus der Griffhülse
zumindest teilweise herausgefahrenen Arbeitsposition ein Betätigungsmittel vorgesehen
ist, das eine Betätigungsrichtung bereitstellt, die quer sowohl zur Längsverschieberichtung
des Klingenhalters als auch zur Klingenebene einer von dem Klingenhalter aufgenommenen
Klinge ausgerichtet ist.
[0013] Nach der aus der
DE 37 36 968 A1 vorbekannten Konstruktion findet verwenderseitig eine direkte Betätigung des Klingenhalters
statt. Dabei ist der Klingenhalter verwenderseitig mit einem Daumen in Längsverschieberichtung
des Klingenhalters, d.h. in Richtung der Klingenebene kraftzubelasten, damit eine
längsverschiebliche Ausfahrbewegung des die Klinge aufnehmenden Klingenhalters aus
der Griffhülse stattfinden kann. Diese Art der im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall
erforderlichen Daumenbewegung ist insbesondere bei einer dauerhaften Verwendung stark
ermüdend und wird insofern verwenderseitig als nachteilig empfunden. Es kommt hinzu,
dass es insbesondere bei einer dauerhaften Verwendung zu Hautabschürfungen am Daumen
bis hin zur Verhornung desselben kommen kann.
[0014] Mit der erfindungsgemäßen Konstruktion wird diesbezüglich Abhilfe geschaffen. So
sieht die erfindungsgemäße Ausgestaltung im Unterschied zum Stand der Technik ein
Betätigungsmittel vor, das verwenderseitig zur Überführung des Klingenhalters aus
der Ruheposition in die Arbeitsposition zu betätigen ist. Im Unterschied zum Stand
der Technik findet also keine direkte Kraftbeaufschlagung des Klingenhalters statt.
[0015] Das nach der Erfindung vorgesehene Betätigungsmittel ist vorzugsweise an der Griffhülse
angeordnet. Es stellt eine Betätigungsrichtung bereit, die quer zur Längsverschieberichtung
des Klingenhalters, vorzugsweise quer zur Klingenebene einer von dem Klingenhalter
aufgenommenen Klinge ausgerüstet ist. Im Unterschied zum Stand der Technik findet
eine verwenderseitige Kraftbeaufschlagung also nicht in Längsverschieberichtung des
Klingenhalters, sondern vielmehr quer hierzu statt. Bevorzugt ist indes eine Betätigungsrichtung,
die orthogonal zur Längsverschieberichtung ausgerichtet ist.
[0016] Die Betätigungsrichtung ist ferner quer zur Klingenebene einer von dem Klingenhalter
aufgenommenen Klinge ausgerichtet. In der Konsequenz ergibt sich eine Ausrichtung
der Betätigungsrichtung des Betätigungsmittels, die sowohl quer zur Längsverschieberichtung
des Klingenhalters als auch zur Klingenebene einer von dem Klingenhalter aufgenommenen
Klinge ist.
[0017] In der Konsequenz dieser erfindungsgemäßen Ausgestaltung ergibt sich, dass im bestimmungsgemäßen
Anwendungsfall verwenderseitig keine Daumenbewegung in Richtung der Ausfahrbewegung
des Klingenhalters stattzufinden hat. Es kann vielmehr der natürlichen Handhaltung
der Griffhülse des Messers entsprechend daumenseits eine handeinwärts gerichtet Kraftbeaufschlagung
stattfinden, d.h. eine quer zur Längsverschieberichtung und damit quer zur Ausfahrbewegung
der Klinge ausgerichtete Kraftbeaufschlagung. Eine solche nach der erfindungsgemäßen
Ausgestaltung mögliche Daumenbewegung wirkt sich im Unterschied zum Stand der Technik
in vorteilhafter Weise sehr viel weniger ermüdend aus. Es können ferner Relativbewegungen
zwischen dem Daumen einerseits und dem Klingenhalter andererseits unterbunden werden,
womit Hautabschürfungen und/oder Verhornungen in vorteilhafter Weise vermieden sind.
[0018] Ein Weiteres kommt hinzu: Die nach der
DE 37 36 968 A1 vorbekannte Konstruktion bedingt eine Doppelbelastung des verwenderseitigen Daumens.
So hat der Daumen bei einer Ausfahrbewegung der Klinge eine Vorwärtsbewegung zu vollführen.
Gleichzeitig ist das Messer vom Verwender sicher in der Hand zu halten, was bedeutet,
dass daumenseits ferner eine Kraft senkrecht zur Ausfahrbewegung der Klinge aufgebracht
werden muss. Schlussendlich ist verwenderseitig mit dem Daumen gleichzeitig in zwei
unterschiedliche Wirkrichtungen zu drücken, was insbesondere bei langandauernden Schneidarbeiten
zu einer unter Umständen auch schmerzhaften Überbelastung des Daumens führen kann.
Die erfindungsgemäße Konstruktion schafft hier Abhilfe, denn wird mit dieser ein Auslösemechanismus
vorgeschlagen, der ausschließlich eine Betätigung vorzugsweise orthogonal zur Klingenausfahrrichtung
vorsieht, d.h. in identischer Richtung zu derjenigen Richtung, die zur Kraftaufbringung
erforderlich ist, um das Messer als solches in der Hand zu halten. Dies stellt eine
im Vergleich zum Stand der Technik deutliche Minderbelastung des Daumens dar.
[0019] Mit der vorbeschriebenen Konstruktion können ferner vergleichsweise kompliziert ausgebildete
Schwenkhebelkonstruktionen vermieden werden, wie sie beispielsweise aus der schon
vorerläuterten
DE 34 33 285 A1 und/oder der
US 7,322,110 B2 bekannt sind. Die erfindungsgemäße Ausgestaltung zeichnet sich dem gegenüber durch
ihre einfache Ausgestaltung aus, und dies bei gleichzeitig verbesserter Handhabung,
da insbesondere auch während eines Schneidvorgangs eine natürliche Handhabung durch
den Benutzer gewährleistet ist, so dass es weniger schnell zu entsprechenden Ermüdungserscheinungen
kommt. Insbesondere die mit gelenkigen Hebeln ausgerüsteten Messerkonstruktionen sind
insoweit von Nachteil, als dass sie für eine bestimmungsgemäße Messerbetätigung eine
permanente Umklammerung des Messers durch eine benutzerseitige Hand erforderlich machen,
die faustähnlich ist, was auf die Dauer zu Verkrampfungen in der Hand führt. Die erfindungsgemäße
Konstruktion stellt insofern eine ergonomisch besser an die Anatomie einer Benutzerhand
angepasste Betätigung bereit.
[0020] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung stellt die Griffhülse eine
Daumenauflagefläche bereit. Diese ist zum Betätigungsmittel wirkbenachbart ausgebildet.
Diese Ausgestaltung gestattet es einem Verwender in vorteilhafter Weise, seinen Daumen
mit der Daumenspitze auf der Daumenauflagefläche der Griffhülse abzulegen. Ein sicherer
Halt des Messers in der Hand des Verwenders ist so sichergestellt. Das erfindungsgemäß
vorgesehene Betätigungsmittel ist wirkbenachbart zur Daumenauflagefläche angeordnet,
was bedeutet, dass eine Betätigung des Betätigungsmittels mit dem verwenderseitigen
Daumen vorgenommen werden kann, ohne dass es hierfür erforderlich ist, dass der Verwender
den Daumen von der Daumenauflagefläche entfernt. Eine bestimmungsgemäße Betätigung
des Betätigungsmittels kann in einfacher Weise dadurch erfolgen, dass der Verwender
seinen Daumen mit der Daumenspitze auf der Daumenauflagefläche der Griffhülse abstützt,
während der Daumenballen, d.h. der sich an die Daumenspitze anschließende Bereich
des Daumens auf dem Betätigungsmittel aufliegt, so dass eine Betätigung desselben
infolge einer durch das vordere Daumengelenk natürlich vorgegebenen Verschwenkabwärtsbewegung
des vorderen Daumenabschnitts erreicht werden kann. Ein Umgreifen ist somit auch bei
einem Wechsel aus der Klingen-Ruheposition in die Klingen-Arbeitsposition nicht erforderlich.
Unabhängig von der Klingenposition kann die Griffhülse verwenderseitig vielmehr sicher
gehalten werden, und eine bestimmungsgemäße Betätigung des Betätigungsmittels ist
jederzeit ohne Umgreifen mittels einer einfachen Einschwenkbewegung des vorderen Daumenabschnitts
möglich. Dabei entspricht diese für eine Betätigung des Betätigungsmittels erforderliche
Einschwenkbewegung des vorderen Daumenabschnitts einer natürlichen Daumenbewegung,
weshalb diese im Unterschied zum Stand der Technik wenig ermüdend wirkt.
[0021] Gemäß einem besonderen Vorschlag der Erfindung wirkt das Betätigungsmittel mit einem
vom Klingenhalter bereitgestellten Rampenelement zusammen, das eine quer zur Längsverschieberichtung
des Klingenhalters, vorzugsweise quer zur Klingenebene einer vom Klingenhalter aufgenommenen
Klinge ausgerichtete Wirkoberfläche aufweist.
[0022] Gemäß dieser bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Klingenhalter ein
Rampenelement bereitstellt. Dieses Rampenelement verfügt über eine Wirkoberfläche,
die als quasi schiefe Ebene zur Klingenebene ausgerichtet ist, d.h. quer zur Klingenebene
verlaufend ausgebildet ist. Das von der Griffhülse bereitgestellte Betätigungsmittel
wirkt mit diesem Rampenelement zusammen, indem es im Betätigungsfall auf die vom Rampenelement
bereitgestellte Wirkoberfläche aufläuft. Im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall findet
so eine Umlenkung der verwenderseitig über das Betätigungsmittel senkrecht zur Klingenebene
eingebrachten Betätigungskraft in Richtung der Klingenebene statt, womit ein bestimmungsgemäßes
Ausfahren des Klingenhalters und der davon getragenen Klinge aus der Griffhülse hinaus
stattfindet. Das Rampenelement dient mithin der Umlenkung der verwenderseitig aufgebrachten
Betätigungskraft in Richtung der Klingenebene.
[0023] Das Betätigungsmittel verfügt gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung über einen
verschwenkbar ausgebildeten Kopfabschnitt, der mit dem Rampenelement zusammenwirkt.
Dabei ist der Kopfabschnitt bevorzugter Weise einstückig mit einem Federabschnitt
ausgebildet, so dass ein automatisches Zurückverschwenken des Kopfabschnittes in seine
Ausgangslage stattfindet. Damit ist in vorteilhafter Weise sichergestellt, dass nach
Beendigung eines bestimmungsgemäßen Schneidvorgangs, d.h. mit Wegfall der während
eines bestimmungsgemäßen Schneidvorgangs klingenseitig wirkenden Selbsthemmung ein
Zurückverfahren des Klingenhalters zurück in die Griffhülse stattfinden kann, d.h.
das mit dem Rampenelement des Klingenhalters zusammenwirkende Betätigungsmittel einer
solchen Rückführbewegung des Klingenhalters nicht störend im Weg steht.
[0024] Die erfindungsgemäße Konstruktion erlaubt insgesamt eine verwenderseitige Verwendung
wie folgt. Die Griffhülse des Messers wird verwenderseitig mit der Hand ergriffen.
Zum Ausfahren des Klingenhalters ist das Betätigungsmittel mit dem Daumen der Verwenderhand
zu betätigen, wobei eine Betätigung in Richtung quer zur Ausfahrbewegung der Klinge
stattfindet. Infolge einer solchen Betätigung fährt der Klingenhalter samt davon aufgenommener
Klinge aus der Griffhülse des Messers aus. Das Ausfahren des Klingenhalters findet
dabei entgegen einer auf den Klingenhalter einwirkenden Rückstellkraft einer Feder
statt.
[0025] Sobald die Klinge in das Schneidgut eintaucht, wird sie aufgrund der damit auf sie
einwirkenden Selbsthemmung in Position gehalten. Das Betätigungsmittel kann dann verwenderseitig
entlastet werden, womit es aufgrund seines Federabschnitts aus der betätigten Stellung
in seine Ruhestellung zurückfährt. Verwenderseitig kann nun ein bestimmungsgemäßer
Schneidvorgang vorgenommen werden. Sobald dieser beendet und die Klinge aus dem Schneidgut
herausgezogen ist, verfährt der Klingenhalter mit der davon aufgenommen Klinge in
Richtung der auf den Klingenhalters einwirkenden Federrückstellkraft zurück in die
Griffhülse hinein, womit die vom Klingenhalter bereitgestellte Klinge sicher aufgenommen
ist.
[0026] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung zeichnet sich das Messer durch eine Klingenaufnahme
aus, die den schon vorbeschriebenen Klingenhalter einerseits und einen Koppelabschnitt
andererseits aufweist. Dabei ist der Klingenhalter gegen den Zug einer Feder längsverschieblich
relativ gegenüber dem Koppelabschnitt ausgebildet. Der Koppelabschnitt ist während
eines bestimmungsgemäßen Schneidvorgangs relativ gegenüber der Griffhülse festgelegt,
so dass mittels dieser Feder in der schon vorbeschriebenen Weise eine automatische
Rückführung des Klingenhalters zurück in die Griffhülse nach Beendigung des Schneidvorganges
erfolgen kann.
[0027] Die Anlenkung der Rückstellfeder für den Klingenhalter an einem Koppelelement bewirkt
den Vorteil, dass die gesamte Klingenaufnahme relativ gegenüber der Griffhülse längsverschieblich
positioniert und so in eine Stellung relativ gegenüber der Griffhülse verbracht werden
kann, in der das Betätigungsmittel in seiner Bewegung blockiert ist. Es ist so ein
zusätzlicher Sicherungsschutz für den Verwender realisiert, denn ist in der blockierten
Stellung des Betätigungsmittels sichergestellt, dass nicht ungewollt eine Ausfahrbewegung
des Klingenhalters stattfindet.
[0028] Es wird in diesem Zusammenhang mit der Erfindung vorgeschlagen, dass der Koppelabschnitt
der Klingenaufnahme ein Rastmittel aufweist, das mit einer von der Griffhülse bereitgestellten
Ausnehmung zusammenwirkt. Dieses Rastmittel ist in zwei Raststellungen relativ gegenüber
der Griffhülse positionierbar, wobei in einer der beiden Raststellungen das Betätigungsmittel
in seiner möglichen Betätigungsbewegung blockiert ist. In dieser Stellung kann eine
Betätigung des Betätigungsmittels in der Folge nicht stattfinden, so dass ein insbesondere
ungewolltes Ausfahren des Klingenhalters unterbunden ist.
[0029] Das Rastmittel verfügt gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung über einen Anschlag,
der mit der Griffhülse zusammenwirkt. Dieser Anschlag dient dazu, die Klingenaufnahme
nicht unbeabsichtigterweise zu weit aus der Griffhülse herauszuverfahren zu können,
Insbesondere bei einer Überführen der Klingenaufnahme aus der einen Raststellung des
Rastmittel in die andere Raststellung des Rastmittel kann die Klingenaufnahme benutzerseitig
am Kopfabschnitt ergriffen und auf Anschlag relativ zur Griffhülse verfahren werden.
Sobald der vom Rastmittel bereitgestellte Anschlag auf die entsprechende Gegenkontur
der Griffhülse aufläuft, befindet sich die Klingenaufnahme in ihrer relativen Lage
zur Griffhülse in einer Stellung, in welcher die eine mögliche Betätigungsbewegung
des Betätigungsmittels blockierende Raststellung des Rastmittels erreicht ist. Mittels
des am Rastmittel vorgesehenen Anschlags wird also einerseits sichergestellt, dass
die Klingenaufnahme nicht ungewollt aus der Griffhülse herausgezogen werden kann sowie
andererseits, dass das Rastmittel in seiner definierten zweiten Raststellung zu liegen
kommt, sobald der Anschlag an der von der Griffhülse bereitgestellten Kontur anliegt.
[0030] Der Klingenhalter ist gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung zweigeteilt ausgebildet
und verfügt über ein erstes sowie ein zweites Seitenelement. Die beiden Seitenelemente
können nach Art eines Scharniers relativ zueinander verschwenkbar ausgebildet sein.
Es ist so in einfacher Weise eine auswechselbare Anordnung einer Klinge gestattet,
so dass insbesondere im Klingenverschleißfall ein einfacher Klingenaustausch vorgenommen
werden kann. Dabei ist das eine der beiden Seitenelemente mit dem vom Klingenhalters
bereitgestellten Rampenelement ausgerüstet, das im bestimmungsgemäßen Betätigungsfall
mit dem Betätigungsmittel zusammenwirkt.
[0031] Der Klingenhalter verfügt gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung über einen Führungsabschnitt.
Dieser Führungsabschnitt greift im endmontierten Zustand in einen vom Koppelabschnitt
bereitgestellten Volumenraum ein. Es ist so eine gerichtete Führung des Klingenhalters
relativ gegenüber dem Koppelabschnitt in Längsrichtung gewährleistet. Der Führungsabschnitt
verfügt bevorzugter Weise über Widerhakenelemente, die eine unbeabsichtigte Trennung
des Klingenhalters vom Koppelabschnitt unterbinden. Dabei können die Widerhakenelemente
endseitig von federelastisch ausgebildeten Armen angeordnet sein, so dass verwenderseitig
beispielsweise im Reparaturfall eine Demontage vorgenommen werden kann.
[0032] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
anhand der Figuren. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- in einer Explosionsdarstellung das erfindungsgemäße Messer;
- Fig. 2
- in einer dreidimensionalen Ansicht das erfindungsgemäße Messer mit einer in Ruheposition
befindlichen Klinge;
- Fig. 3
- in einer Draufsicht von oben das Messer nach Fig. 2;
- Fig. 4
- in einer geschnittenen Seitenansicht das Messer nach Fig. 1 gemäß Schnittlinie IV-IV
nach Fig. 3;
- Fig. 5
- in einer Detailansicht das Messer nach Fig. 1 gemäß Detailausschnitt V gemäß Fig.
4;
- Fig. 6
- in einer dreidimensionalen Ansicht das erfindungsgemäße Messer mit einer in Arbeitsposition
befindlichen Klinge;
- Fig. 7
- in einer Draufsicht von oben das Messer nach Fig. 6;
- Fig. 8
- in einer geschnittenen Seitenansicht das Messer nach Fig. 6 gemäß Schnittlinie VIII
nach Fig. 7;
- Fig. 9
- in einer Detailansicht das Messer nach Fig. 6 gemäß Detailausschnitt IX gemäß Fig.
8;
- Fig. 10
- in einer dreidimensionalen Ansicht das erfindungsgemäße Messer in Sperrstellung;
- Fig. 11
- in einer Draufsicht von oben das Messer nach Fig. 10;
- Fig. 12
- in einer geschnittenen Seitenansicht das Messer nach Fig. 10 gemäß Schnittlinie XII
nach Fig. 11;
- Fig. 13
- in einer Detailansicht das Messer nach Fig. 10 gemäß Detailausschnitt XIII gemäß Fig.
12;
- Fig. 14
- in einer Explosionsdarstellung das erfindungsgemäße Messer gemäß einer zweiten Ausführungsform;
- Fig. 15
- in einer Zusammenbaudarstellung das erfindungsgemäße Messer nach Fig. 14;
- Fig. 16
- in einer geschnittenen Seitenansicht das erfindungsgemäße Messer nach Fig. 14;
- Fig. 17
- in einer Detailansicht das Messer nach Fig. 14 gemäß Detailausschnitt XVII gemäß Fig.
16;
- Fig. 18
- in einer Detailansicht das Messer nach Fig. 14 gemäß Detailausschnitt XVIII gemäß
Fig. 16;
- Fig. 19
- in einer Detailansicht das Messer nach Fig. 16 in Überführungsposition und
- Fig. 20
- in einer Detailansicht das Messer nach Fig. 14 in gesicherter Stellung.
[0033] Fig. 1 lässt das erfindungsgemäße Messer 1 in der Ausgestaltung als Sicherheitsmesser
in einer Explosionsdarstellung erkennen.
[0034] Das Sicherheitsmesser 1 verfügt über eine Griffhülse 10. Diese nimmt im endmontierten
Zustand eine Klingenaufnahme 3 auf. Dabei ist die Klingenaufnahme 3 in ihrer relativen
Lage gegenüber der Griffhülse 10 positionierbar. Es kommt zu diesem Zweck ein Rastmittel
14 zum Einsatz, das über von einem federelastischen Streifenelement 15 bereitgestellte
Rastfortsätze 16 verfügt. Diese Rastfortsätze 16 wirken im endmontierten Zustand mit
Rastmulden 17 der Griffhülse 10 zusammen, die von einer entsprechenden Ausnehmung
18 der Griffhülse 10 bereitgestellt sind.
[0035] Die Klingenaufnahme 3 dient der Aufnahme einer Klinge 2. Dabei ist die Klingenaufnahme
3 zweigeteilt ausgebildet und verfügt über einen Klingenhalter 4 einerseits und einen
Koppelabschnitt 5 andererseits. Im endmontierten Zustand ist die Klinge 2 vom Klingenhalter
4 der Klingenaufnahme 3 aufgenommen, wie dies die Darstellung nach Fig. 1 erkennen
lässt.
[0036] Der Klingenhalter 4 ist seinerseits zweigeteilt ausgebildet und verfügt über ein
erstes Seitenelement 6 sowie über ein zweites Seitenelement 7. Zur Verbindung dieser
beiden Seitenelemente 6 und 7 kommen am Seitenelement 7 ausgebildete Widerlager 20
einerseits sowie am Seitenelement 6 ausgebildete Lagerkörper 21 andererseits zum Einsatz.
Im endmontierten Zustand können die beiden Seitenelemente 6 und 7 scharnierartig zueinander
verschwenkt werden, wobei die Schwenkachse durch die beiden Lagerkörper 21 des Seitenelementes
6 bestimmt ist.
[0037] Für eine positionssichere Anordnung der Klinge 2 im Klingenhalter 4 verfügen die
Seitenelemente 6 bzw. 7 über entsprechende Positionsvorsprünge 8, die im endmontierten
Zustand entsprechende Ausnehmungen der Klinge 2 durchgreifen.
[0038] Im endmontierten Zustand der Klingenaufnahme 3 greift der Klingenhalter 4 mit einem
koppelabschnittseitig ausgebildeten Führungsabschnitt 29 in einen vom Koppelabschnitt
5 bereitgestellten Volumenraum 35 ein. Der Führungsabschnitt 29 verfügt über zwei
federelastisch zueinander einfedernde Arme 32, die jeweils endseitig ein Widerhakenelement
33 bereitstellen. Im endmontierten Zustand hintergreifen diese Widerhakenelemente
33 entsprechende vom Koppelabschnitt 5 bereitgestellte Anschläge, so dass ein unbeabsichtigtes
Trennen von Klingenhalter 4 und Koppelabschnitt 5 unterbunden ist. Zwecks einer Demontage
können die beiden Arme 32 federelastisch eingelenkt werden, was es gestattet, die
Widerhakenelemente 33 an den koppelabschnittseitigen Anschlägen vorbeizuführen.
[0039] Im endmontierten Zustand ist der Klingenhalter 4 gegen den Zug einer in den Figuren
nicht näher dargestellten Feder längsverschieblich relativ gegenüber dem Koppelabschnitt
5 ausgebildet. Zur Anordnung dieser in den Figuren nicht dargestellten Feder dienen
klingenhalterseitig ein Haltefortsatz 30 sowie koppelabschnittseitig ein Haltefortsatz
31. Die verkantungsfreie längsverschiebliche Führung des Klingenhalters 4 relativ
gegenüber dem Koppelabschnitt 5 wird durch den schon vorbeschriebenen Führungsabschnitt
29 begründet.
[0040] Im endmontierten Zustand der Klingenaufnahme 3 ist der Klingenhalter 4 aufgrund der
auf ihn einwirkenden Federkraft bestrebt, in Richtung auf den Koppelabschnitt 5 zu
verfahren. Dabei liegt der Klingenhalter 4 in einer gegenüber dem Koppelabschnitt
5 nicht verfahrenen Stellung mit einer koppelabschnittseitigen Anschlusskante 24 und
einem Anschlag 23 an der klingenhalterseitgen Randkante 25 des Koppelabschnitts 5
an.
[0041] Für eine Klingenbetätigung, d.h. für ein Auswärtsfahran der Klinge 2 aus der Griffhülse
10 dient ein von der Griffhülse 10 bereitgestelltes Betätigungsmittels 13. Dieses
ist aus einem elastischen Federabschnitt 27 gebildet, das endseitig einen Kopfabschnitt
26 trägt. Dieser Kopfabschnitt 26 wirkt, wie im Weiteren noch erläutert werden wird,
mit einem vom Seitenelement 6 des Klingenhalters 4 bereitgestellten Rampenelement
22 zusammen.
[0042] Für eine Montage des Messers 1 ist die mit einer Klinge 2 bestückte Klingenaufnahme
3 mit dem Klingenhalter 4 voran rückwärtig in den von der Griffhülse 10 bereitgestellten
Volumenraum 28 einzuführen. Verwenderseitig ist zu diesem Zweck ein vom Koppelabschnitt
5 bereitgestelltes Kopfstück 11 zu ergreifen, das zu diesem Zweck über eine Griffmulde
12 verfügt. Sobald die Klingenaufnahme 3 in den Volumenraum 28 eingeführt ist, ist
die Klingenaufnahme 3 in Längsrichtung 9 zu verfahren. Im Weiteren läuft dann das
federelastische Streifenelement 15 des Rastmittel 14 auf die hintere Randkante 37
der Griffhülse 10 auf und federt hierdurch bedingt ein, so dass eine weitere Einführbewegung
der Klingenaufnahme 3 in Längsrichtung 9 gestattet ist. Sobald das Rastmittel 14 in
Überdeckung mit der Ausnahme 18 der Griffhülse 10 kommt, kann dieses aufgrund der
federelastischen Wirkung des Streifenelements 15 ausfedern und mit seinen Rastfortsätzen
16 in die der Randkante 37 nächstgelegene Rastmulden 17 einfahren. In dieser Stellung
ist dank der Verrastung die Klingenaufnahme 3 relativ gegenüber der Griffhülse 10
fest positioniert. In dieser Stellung befindet sich das Messer in seiner sogenannten
gesicherten Stellung, da eine Klingenbetätigung nicht möglich ist, wie sich im Weiteren
noch anhand der Beschreibung der Figuren 10 bis 13 ergibt.
[0043] Aus dieser gesicherten Stellung kann das Messer 1 in seine nicht gesicherte Stellung
überführt werden, indem verwenderseitig das Rastmittel 14 entgegen der durch das Streifenelement
15 bewirkten Federkraft gedrückt und alsdann die Klingenaufnahme 3 weiter in Längsrichtung
9 verfahren wird, und zwar bis das Rastmittel 14 wieder ausfedert und die davon bereitgestellten
Rastfortsätze 16 in die weiter von der Randkante 37 entfernt ausgebildeten Rastmulden
17 eingreifen, wie dies insbesondere die Figuren 2 und 6 erkennen lassen.
[0044] Die Funktionsweise des erfindungsgemäßen Messers ergibt sich aus den nachfolgenden
Figuren 1 bis 10, wobei die Figuren 2 bis 5 das Messer 1 mit einer in Ruheposition
befindlichen Klinge 2 und die Figuren 6 bis 9 das Messer 1 mit einer in Arbeitsposition
befindlichen Klinge zeigen. Die Figuren 10 bis 13 zeigen das erfindungsgemäße Messer
1 schließlich in Sicherheitsstellung, dergemäß eine Überführung der Klinge 2 in die
Arbeitsposition blockiert, mithin nicht gestattet ist.
[0045] Zur Überführung des Klingenhalters 4 und damit der vom Klingenhalter 4 aufgenommenen
Klinge 2 aus einer in die Griffhülse 10 eingefahrenen Ruheposition nach den Figuren
2 bis 5 in einer aus der Griffhülse 10 zumindest teilweise herausgefahrenen Arbeitsposition
gemäß den Figuren 6 bis 9 kommt erfindungsgemäß ein Betätigungsmittel 13 zum Einsatz.
Dieses Betätigungsmittel 13 stellt eine Betätigungsrichtung bereit, die quer vorzugsweise
orthogonal zur Längsverschieberichtung 19 des Klingenhalters 4 ausgerichtet ist. Figur
4 lässt diese Betätigungsrichtung 38 beispielhaft erkennen. Infolge einer Betätigung
des Betätigungsmittels 13 schwenkt dieses mit seinem Kopfabschnitt 26 in Betätigungsrichtung
38 ein und wirkt dabei mit der Wirkoberfläche 34 des Rampenelementes 22 des Klingenhalters
4 zusammen. Dieser Sachzusammenhang ergibt sich insbesondere aus einer Zusammenschau
der Figuren 5 und 9. Im Ergebnis kommt es zu einer auswärts gerichteten Bewegung des
Klingenhalters 4, infolge dessen dieser samt davon aufgenommener Klinge 2 aus der
Griffhülse 10 herausgefahren wird, wobei die ausgefahrene Endstellung in den Figuren
6, 7 und 8 dargestellt ist.
[0046] Der Klingenhalter 4 verfährt bei einer Verfahrbewegung entgegen der zwischen Klingenhalter
4 und Koppelabschnitt 5 vorgesehenen Zugfeder, so dass ein automatisches Zurückverfahren
des Klingenhalters 4 stattfinden kann.
[0047] Eine Betätigung des Betätigungsmittels 13 findet bevorzugter Weise mittels des Daumens
eines Verwenders statt. Dabei ist dem Betätigungsmittel 13 in Wirknachbarschaft eine
Daumenauflagefläche 36 zugeordnet. Im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall ruht auf
dieser Daumenauflagefläche der vordere Daumenabschnitt eines Verwenders. Dies erlaubt
einen sicheren Halt der Griffhülse 10 innerhalb der verwenderseitigen Hand. Zur Betätigung
des Betätigungsmittels 13 ist dieser mit seiner Daumenspitze auf der Daumenauflagefläche
36 aufliegende Daumen leicht einwärts, d.h. in Betätigungsrichtung 38 zu verfahren
bzw. zu verschwenken, infolge dessen das Betätigungsmittel 13 in Betätigungsrichtung
38 auf das schon vorbeschriebene Rampenelement 22 des Klingenhalters 4 drückt.
[0048] Die Figuren 10 bis 13 zeigen schließlich das erfindungsgemäße Messer 1 in gesicherter
Stellung. In dieser Stellung ist die Klingenaufnahme 3 zurückverfahren und das Rastmittel
14 befindet sich mit seinen Rastfortsätzen 16 in den der Randkante 37 der Griffhülse
10 nächstgelegenen Rastmulden 17, wie sich insbesondere aus den Figuren 10 und 11
ergibt. In dieser Stellung ist das vom Klingenhalter 4 bereitgestellte Rampenelement
22 unter den Kopfabschnitt 26 des Betätigungsmittels 13 verfahren, wie sich insbesondere
aus der Darstellung nach Fig. 13 ergibt. In dieser Stellung ist das Betätigungsmittel
13 in seiner möglichen Bewegung durch das Rampenelement 22 des Klingenhalters 4 blockiert,
und der Kopfabschnitt 26 ist außer Eingriff mit der Wirkoberfläche 34 des Rampenelementes
22 genommen, In der Konsequenz kann in diese Stellung der Klingenaufnahme 3 relativ
zur Griffhülse 10 keine Klingenausfahrbewegung stattfinden.
[0049] Die Figuren 14 bis 20 zeigen eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen Messers
1. Dabei unterscheidet sich die zweite Ausführungsform von der vorbeschriebenen ersten
Ausführungsform des erfindungsgemäßen Messers durch die Ausgestaltung des Rastmittels
14. Alle übrigen Bauteile sind zur ersten Ausführungsform identisch.
[0050] Das Rastmittel 14 verfügt gemäß der zweiten Ausführungsform über einen Anschlag 39.
Dieser wirkt im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall mit einer von der Ausnehmung 18
der Griffhülse 10 bereitgestellten Innenkante 42 zusammen.
[0051] Gemäß der dargestellten Ausführungsform verfügt der Anschlag 39 über zwei Nocken
40 und 41. Es sind auch andere Ausführungsformen denkbar. Von Bedeutung ist allein,
dass ein Zusammenwirken von Anschlag 39 und Innenkante 42 der Griffhülse 10 gewährleistet
ist.
[0052] Das Rastmittel 14 wirkt in der schon vorbeschriebenen Weise mit den Rastmulden 17
der von der Griffhülse 10 bereitgestellten Ausnehmung 18 zusammen. Die Figuren 16,
17 und 18 lassen die Arbeitsposition des erfindungsgemäßen Messers 1, das heißt die
nichtgesicherte Stellung erkennen. In dieser Stellung kommt der Rastfortsatz 16 des
Rastmittels 14 in der mit Bezug auf die Zeichnungsebene nach Figur 15 vorderen Rastmulde
17 zu liegen. In dieser Stellung ist das Betätigungsmittel 13 nicht blockiert, so
dass dieses in der schon vorbeschriebenen Weise mit seinem Kopfabschnitt 26 auf die
Wirkoberfläche 34 des Rampenelements 22 einwirken kann, wie sich dies auch aus der
Detailansicht nach Figur 17 ergibt.
[0053] Figur 20 zeigt die gesicherte Stellung des Messers 1. In dieser Stellung ist die
Klingenaufnahme 3 in Relation zur Griffhülse 10 mit Bezug auf die Zeichnungsebene
nach Fig. 16 nach rechts verfahren, wobei der Rastfortsatz 16 des Rastmittels 14 in
die mit Bezug auf die Zeichnungsebene nach Figur 15 hintere Rastmulde 17 der Ausnehmung
18 eingreift. In dieser Stellung untergreift das Rampenelement 22 das Betätigungsmittel
13, wie sich dies auch aus der schon vorerläuterten Figur 13 ergibt. In dieser Stellung
ist das Betätigungselement 13 blockiert, das heißt eine Verschwenkbewegung desselben
zum Ausfahren des Klingenhalters 4 ist nicht möglich.
[0054] Eine Zusammenschau insbesondere der Figuren 18, 19 und 20 lässt die Wirkungsweise
des nach der zweiten Ausführungsform vorgesehenen Anschlags 39 erkennen.
[0055] Zur Überführung des Messers 1 aus der freigegebenen Position nach Figur 18 in die
gesicherte Position nach Figur 20 ist benutzerseitig der Kopfabschnitt 5 der Klingenaufnahme
3 zu ergreifen und mit Bezug auf die Zeichnungsebene nach Figur 16 nach rechts relativ
zur Griffhülse 10 zu verfahren. Benutzerseitig kann zu diesem Zweck das Kopfstück
11 des Koppelabschnitts 5 ergriffen werden. Infolge dieser Verfahrbewegung läuft die
vom Rastmittel 14 bereitgestellte Wirkoberfläche 43 auf den die beiden Rastmulden
17 der Ausnehmung 18 voneinander trennenden Steg 44 auf, wie sich dies aus der Detailansicht
nach Figur 19 ergibt. Infolge dieses Zusammenwirkens von Wirkoberfläche 43 und Steg
44 schwenkt das Rastmittel 14 ohne weiteres benutzerseitiges Hinzutun ein, so dass
es zur Überführung des Messers 1 aus der Arbeitsposition nach Figur 18 in die Ruheposition
nach Figur 20 kommt. Dabei kann die gesamte Klingenaufnahme 3 benutzerseitig bis auf
Anschlag verfahren werden, das heißt bis in die Position, in welcher der vom Rastmittel
14 bereitgestellte Anschlag 39 an die Innenkannte 42 aufläuft, wie dies in Figur 20
dargestellt ist. In dieser auf Anschlag verfahrenen Position der Klingenaufnahme 3
schnappt das Rastmittel 14 dank seines federelastisch ausgebildeten Streifenelements
15 mit Bezug auf die Zeichnungsebene nach den Figuren 19 und 20 wieder nach oben,
so dass es zu einem Einrasten des Rastfortsatzes 16 in die zugehörige Rastmulde 17
kommt.
[0056] Ein automatisches Überführen der Klingenaufnahme 3 aus der gesicherten Stellung nach
Figur 20 in die Arbeitsstellung nach Figur 18 ist indes nicht möglich. Um diese Position
zu erreichen, ist das Rastelement 14 benutzerseitig einzudrücken, und es ist gleichzeitig
die Klingenaufnahme 3 mit Bezug auf die Zeichnungsebene nach Figur 16 nach links in
die in Figur 18 gezeigte Stellung zu verschieben.
[0057] Die Ausgestaltung des vorbeschriebenen Anschlags 39 bringt insbesondere den Vorteil,
dass die Klingenaufnahme 3 nicht ungewollt aus der Griffhülse 10 hinaus verfahren
werden kann. Der Benutzer kann die Klingenaufnahme 3 am Kopfstück 11 ergreifen und
durch eine entsprechende Verfahrbewegung automatisch aus der Arbeitsposition nach
Figur 18 in die Ruheposition nach Figur 20 überführen. Dabei ist ein zu weites Verfahren
der Klingenaufnahme 3, das heißt ein Herausziehen der Klingenaufnahme 3 aus der Griffhülse
10 dadurch unterbunden, dass der Anschlag 39 infolge dieser Verfahrbewegung an der
Innenkante 42 anschlägt. Soll beispielsweise zum Zweck des Klingentauschs eine Entnahme
der Klingenaufnahme 3 stattfinden, so ist das Rastmittel 14 benutzerseitig ausgehend
von der in Figur 20 gezeigten Ruhestellung einzuschwenken, das heißt soweit entgegen
der durch das Streifenelement 15 bereitgestellten Federkraft zu verschwenken, dass
der Anschlag 39 unter der Innenkante 42 hindurchgeführt werden kann.
Bezugszeichenliste
1 |
Sicherheitsmesser |
31 |
Haltefortsatz |
2 |
Klinge |
32 |
Arm |
3 |
Klingenaufnahme |
33 |
Widerhakenelement |
4 |
Klingenhalter |
34 |
Wirkoberfläche |
5 |
Koppelabschnitt |
35 |
Volumenraum |
6 |
Seitenelement |
36 |
Daumenauflagefläche |
7 |
Seitenelement |
37 |
Randkante |
8 |
Positioniervorsprung |
38 |
Betätigungsrichtung |
9 |
Längsrichtung |
39 |
Anschlag |
10 |
Griffhülse |
40 |
Nocken |
11 |
Kopfstück |
41 |
Nocken |
12 |
Griffmulde |
42 |
Innenkante |
13 |
Betätigungsmittel |
43 |
Wirkoberfläche |
14 |
Rastmittel |
44 |
Steg |
15 |
Streifenelement |
|
|
16 |
Rastfortsatz |
|
|
17 |
Rastmulde |
|
|
18 |
Ausnehmung |
|
|
19 |
Längsverschieberichtung |
|
|
20 |
Widerlager |
|
|
21 |
Lagerkörper |
|
|
22 |
Rampenelement |
|
|
23 |
Anschlag |
|
|
24 |
Anschlusskante |
|
|
25 |
Randkante |
|
|
26 |
Kopfabschnitt |
|
|
27 |
Federabschnitt |
|
|
28 |
Volumenraum |
|
|
29 |
Führungsabschnitt |
|
|
30 |
Haltefortsatz |
|
|
1. Messer, insbesondere Sicherheitsmesser, mit einer Griffhülse (10), die längsverschieblich
einen Klingenhalter (4) aufnimmt, dadurch gekennzeichnet, dass zur Überführung des Klingenhalters (4) aus einer in die Griffhülse (10) eingefahrenen
Ruheposition in eine aus der Griffhülse (10) zumindest teilweise herausgefahrenen
Arbeitsposition ein Betätigungsmittel (13) vorgesehen ist, das eine Betätigungsrichtung
bereitstellt, die quer sowohl zur Längsverschieberichtung (19) des Klingenhalters
(4) als auch zur Klingenebene einer von dem Klingenhalter (4) aufgenommenen Klinge
(2) ausgerichtet ist.
2. Messer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Griffhülse (10) das Betätigungsmittel (13) aufweist.
3. Messer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Griffhülse (10) eine Daumenauflagefläche (36) bereitstellt, die zum Betätigungsmittel
(13) wirkbenachbart ausgebildet ist.
4. Messer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungsmittel (13) mit einem vom Klingenhalter (4) bereitgestellten Rampenelement
(22) zusammenwirkt, wobei das Rampenelement (22) eine quer zur Längsverschieberichtung
(19) des Klingenhalters (4) ausgerichtete Wirkoberfläche (34) aufweist.
5. Messer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungsmittel (13) einen verschwenkbar ausgebildeten Kopfabschnitt (26) aufweist,
der mit dem Rampenelement (22) zusammenwirkt.
6. Messer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungsmittel (13) einen mit dem Kopfabschnitt (26) vorzugsweise einstückig
ausgebildeten Federabschnitt (27) aufweist.
7. Messer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Klingenaufnahme (3), die den Klingenhalter (4) und einen Koppelabschnitt (5)
aufweist, wobei der Klingenhalter (4) gegen den Zug einer Feder (28) längsverschieblich
relativ gegenüber dem Koppelabschnitt (5) ausgebildet ist.
8. Messer nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Koppelabschnitt (5) ein Rastmittel (14) aufweist, das mit einer von der Griffhülse
(10) bereitgestellten Ausnehmung (18) zusammenwirkt.
9. Messer nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Koppelabschnitt (5) in zwei Raststellungen relativ gegenüber der Griffhülse (10)
positionierbar ist.
10. Messer nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungsmittel (13) in einer der beiden Raststellungen des Koppelabschnitts
(5) blockiert ist.
11. Messer nach Anspruch 8, 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Rastmittel (14) einen mit der Griffhülse (10) zusammenwirkenden Anschlag (39)
aufweist.
12. Messer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Klingenhalter (4) zweigeteilt ausgebildet ist und ein erstes sowie ein zweites
Seitenelement (6, 7) aufweist, wobei das Rampenelement (22) vom ersten Seitenelement
(6) bereitgestellt ist.
13. Messer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Klingenhalter (4) einen Führungsabschnitt (29) aufweist, der in einen vom Koppelabschnitt
(5) bereitgestellten Volumenraum (35) eingreift.
14. Messer nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsabschnitt (29) zwei Arme (32) aufweist, die jeweils federelastisch verschwenkbar
ausgebildet sind.
15. Messer nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass ein jeder Arm (32) endseitig jeweils ein Widerhakenelement (33) trägt.