[0001] Die Erfindung betrifft eine Antriebsvorrichtung mit den oberbegrifflichen Merkmalen
von Anspruch 1 und eine Flachbettstanz- und / oder -prägemaschine gemäß Anspruch 7.
Stand der Technik
[0002] Als Stanzen wird das Schneiden mit in sich geschlossenen geometrischen Zuschnittsformen
bezeichnet, die kreisförmig, oval oder mehreckig sowie Phantasieformen aller Art sein
können. Auch die in der Druckweiterverarbeitung geübten Praktiken, wie Stanzen mit
Locheisen, Eckenabstoßen und Registerstanzen werden zu diesem Bereich gezählt. Die
Stanzung erfolgt gegen eine Stanzunterlage oder gegen Stempel, teilweise sind es auch
Schervorgänge. Verpackungsmaterialien aus Kunststoff, Folienmaterial, Papier, Karton,
Pappe oder Wellpappe werden hauptsächlich im Bogenformat, aber auch im Bahnformat
gestanzt. Beim Stanzvorgang können zusätzlich aber auch Rilllinien oder Blindprägungen
in den Nutzen eingebracht werden. Da es sich bei den Endprodukten um anspruchsvolle
Verpackungen hinsichtlich technischer und graphischer Ausführung handelt (etwa Verpackungen
für Kosmetik, Zigaretten, Pharmazie, Lebensmittel, etc.), werden besondere Anforderungen
nicht nur an die Verpackungsmaterialien selbst gestellt, sondern es sind für optimale
Resultate auch Stanzwerkzeuge mit geringsten Toleranzen und äußerst präzise und zuverlässig
arbeitende Stanzmaschinen erforderlich. Diesen Ansprüchen wird das Flachbettstanzen
am besten gerecht. Dabei werden im Falle der Bogenbearbeitung die gedruckten und auf
einer Palette gestapelten Bogen der Stanzmaschine zugeführt. In der Maschine werden
in einer Ausrichteinrichtung die zu stanzenden Bogen passgenau ausgerichtet, von einem
Greiferwagen übernommen und exakt in der Stanzeinrichtung zwischen einem fest gelagerten
Untertisch und einem über einen Kniehebel oder Exzentergetriebe vertikal bewegbaren
Obertisch positioniert. Auch bekannt sind Maschinen, in welchen der Untertisch gegen
einen festen Obertisch bewegt wird.
[0003] In bekannten Bogenstanz- und Prägemaschinen, die zum Stanzen, Prägen, Ausbrechen,
ggfs. Nutzentrennen und Ablegen von Bogen aus Papier, Pappe und der gleichen eingesetzt
werden, ist es bekannt die Bogen mittels Greiferwagen durch die einzelnen Stationen
der Maschine zu bewegen. Ein jeweiliger Greiferwagen besitzt eine Greiferbrücke, an
der Greifer befestigt sind, die die Bogen an einem vorderen Ende ergreifen. Ein Greiferwagen
besitzt weiterhin seitliche Fahrwagen, welche mit endlosen Ketten des Transportsystems
verbunden sind und wodurch die Greiferwagen durch die Maschine bewegt werden. Durch
diese Art der Bewegung der Bogen durch die Maschine wird eine hohe Maschinenleistung
ermöglicht, da die Bogen in den einzelnen hintereinander angeordneten Stationen der
Maschine, insbesondere Stanz-, Ausbrech- und Nutzentrennstation (cutting - stripping
- blanking), nacheinander bearbeitet werden.
[0004] Eine derartige Flachbettstanze ist beispielsweise aus der
DE 30 44 083 A1 und der
US 7,658,378 B2 bekannt. Die beiden Tische sind mit Schneid- und Rillwerkzeugen bzw. entsprechenden
Gegenwerkzeugen bestückt, mit denen aus dem taktweise zwischen die Tischfläche geführten
Bogen die Nutzen ausgestanzt und gleichzeitig die zum sauberen Falten notwendigen
Rillen eingedrückt werden. In der nachfolgenden Ausbrecheinrichtung wird der Abfall
über Ausbrechwerkzeuge maschinell entfernt. Je nach Ausstattung der Maschine können
schließlich die gestanzten Nutzen in einer hierfür vorgesehenen Nutzentrenneinrichtung
separiert werden. In Fig. 2 der
DE 30 44 083 A1 und der zugehörigen Beschreibung ist ein Exzenterantrieb als Hubantrieb für die Stanzstation
offenbart. Bei einem derartigen Antrieb wird eine Exzenterwelle mit sich darauf befindlichen
Exzentern rotiert und die Hubbewegung mittels Exzenterrollen auf den Tiegel übertragen,
welcher dann ebenfalls eine Hubbewegung ausführt. Im Kontaktbereich von Exzenterrollen
und Tiegel treten sehr hohe Kontakt- und Reibungskräfte auf, welchen durch spezielle
Materialauswahl, Oberflächenbehandlung und Schmierung begegnet wird.
[0005] Nachteilig bei Bogenstanzmaschinen mit Exzenterantrieb gemäß dem Stand der Technik
ist die sehr hohe Linienkraft in der Kontaktlinie zwischen einer jeweiligen Exzenterrolle
und dem Tiegel.
Aufgabenstellung
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Antriebsvorrichtung und eine
Flachbettstanz- und / oder -prägemaschine zu schaffen, welche die Nachteile des Standes
der Technik zumindest reduzieren und bei welchen die Kraftübertragung zwischen Exzenterantrieb
und Tiegel optimiert ist.
[0007] Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Antriebsvorrichtung mit den Merkmalen von Anspruch
1. Die erfindungsgemäße Antriebsvorrichtung für einen hubbewegten Tiegel, insbesondere
den Obertisch, einer Flachbettstanz- und / oder -prägemaschine für die Bearbeitung
von Bogen oder Bahnen, insbesondere aus Papier, Karton oder Kunststoff besitzt ein
Maschinengestell, einen Antrieb mit einem Antriebsstrang und mit mindestens einer
Exzenterwelle. Der Antrieb treibt dabei über den Antriebsstrang die mindestens eine
Exzenterwelle an, wobei auf einer jeweiligen Exzenterwelle mindestens ein Exzenter
angebracht ist, zum Hubbewegen des Tiegels. Erfindungsgemäß besitzt die Antriebsvorrichtung
mindestens einen im Kraftfluss zwischen dem mindestens einen Exzenter und dem Tiegel
angeordneten Rollenschuh zur Übertragung einer Stanz- und / oder -prägekraft von dem
mindestens einen Exzenter auf den Tiegel. Der Rollenschuh weist dabei eine Mehrzahl
von rollenförmig in einem Käfig geführten Wälzkörpern auf. In vorteilhafter Weise
wird so die Stanz- und / oder Prägekraft über die Mehrzahl von Wälzkörpern in den
Tiegel geführt, wobei die wirksame Kraft in den Kontaktlinien zwischen einem jeweiligen
Wälzkörper und dem Tiegel im Vergleich zur Lösung gemäß dem Stand der Technik deutlich
reduziert ist.
[0008] Dies hat die folgenden Vorteile:
- Die Last kann auf eine größere Zahl von Wälzkörpern verteilt werden.
- Es besteht eine geringere Schlupfneigung und damit eine geringere Verschleißneigung
im Kontakt bei halben Hub, wegen geringerer bewegter Masse
- Die Antriebsvorrichtung weist günstigere Fertigungskosten auf.
- Es ist ein geringerer Bauraum erforderlich, sodass eine kompaktere Bauweise ermöglicht
wird.
[0009] In einer ersten Ausführungsvariante des Rollenschuhs sind die rollenförmigen Wälzkörper
in einer Ebene nebeneinander in dem Käfig angeordnet.
[0010] In einer zweiten Ausführungsvariante des Rollenschuhs ist dieser als Rollenumlaufschuh
mit umlaufenden Wälzkörpern ausgeführt.
[0011] In vorteilhafter Weiterbildung der erfindungsgemäßen Antriebsvorrichtung sind in
den Rollenschuh zwischen den jeweiligen Wälzkörpern Distanzstücke angeordnet. Dadurch
kann verhindert werden, dass sich die Wälzkörper während der Abwälzbewegung auf dem
Tiegel direkt miteinander kontaktieren.
[0012] In einer besonders vorteilhaften und daher bevorzugten Weiterbildung der erfindungsgemäßen
Antriebsvorrichtung sind die Wälzkörper des Rollenschuhs als Zylinderrollen ausgeführt,
da Zylinderrollen besonders für die Übertragung von hohen Kräften geeignet sind.
[0013] In einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Antriebsvorrichtung besitzt
der Tiegel in seinem Kontaktbereich mit den Wälzkörpern des mindestens einen Rollenschuhs
eine gehärtete Oberfläche und / oder eine Schmiereinrichtung zum permanenten Bereitstellen
eines Schmiermittels. So kann Verschleiß im Kontaktbereich gering gehalten werden.
Die Schmiereinrichtung kann beispielsweise als Ölwanne ausgeführt sein.
[0014] Die Erfindung betrifft auch eine Flachbettstanz- und / oder -prägemaschine mit einer
wie oben stehend beschriebenen Antriebsvorrichtung.
[0015] Die beschriebene Erfindung und die beschriebenen vorteilhaften Weiterbildungen der
Erfindung stellen auch in beliebiger Kombination miteinander vorteilhafte Weiterbildungen
der Erfindung dar.
[0016] Hinsichtlich weiterer Vorteile und in konstruktiver und funktioneller Hinsicht vorteilhafter
Ausgestaltungen der Erfindung wird auf die Unteransprüche sowie die Beschreibung von
Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen verwiesen.
Ausführungsbeispiel
[0017] Die Erfindung soll an Hand bevorzugter Ausführungsbeispiele noch näher erläutert
werden. Es zeigen in schematischer Darstellung
- Figur 1
- eine erfindungsgemäße Stanzmaschine
- Figur 2a
- eine erste Schnittdarstellung durch den Antrieb des Obertischs in einer Richtung senkrecht
zur Exzenterwelle
- Figur 2b
- eine zweite Schnittdarstellung durch den Antrieb des Obertischs durch die Exzenterwelle
[0018] Einander entsprechende Elemente und Bauteile sind in den Figuren mit gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0019] In Figur 1 ist der prinzipielle Aufbau einer Bogenstanz- und -prägemaschine 100 zum
Stanzen, Ausbrechen, Nutzentrennen und Ablegen von Bogen aus Papier, Pappe, Kunststoff
und dergleichen dargestellt. Die Stanz- und Prägemaschine 100 besitzt einen Anleger
1, eine Stanzstation 2, eine Ausbrechstation 3 und einen Ausleger 4 mit Ablage- und
Nutzentrennstation, die von einem gemeinsamen Maschinengehäuse 5 getragen und umschlossen
werden und von einem Hauptantrieb 17 angetrieben werden. Von einer Seite, der sogenannten
Bedienerseite, sind die Bearbeitungsstationen 2, 3, 4 zugänglich; auf der gegenüberliegenden
Seite, der sogenannten Antriebsseite, befindet sich der Antriebsstrang der Bogenstanz-
und -prägemaschine 100. Eine Maschinensteuerung 15 steuert die Abläufe innerhalb der
Stanzmaschine 100.
[0020] Die Bogen 6 werden durch einen Anleger 1 von einem Stapel 6.1 durch einen sogenannten
Saugkopf 18 vereinzelt, dem Bogentransportsystem 7 zugeführt und von an Greiferbrücken
eines Greiferwagens 8 befestigten Greifern an ihrer Vorderkante ergriffen und in Bogentransportrichtung
B intermittierend durch die verschiedenen Stationen 2, 3 und 4 der Stanz- und Prägemaschine
100 hindurchgezogen.
Das Bogentransportsystem 7 besitzt mehrere Greiferwagen 8, sodass mehrere Bogen 6
gleichzeitig in den verschiedenen Stationen 2, 3 und 4 bearbeitet werden können. Die
Greiferwagen 8 können von einem Kettenantrieb angetrieben werden.
[0021] Die Stanzstation 2 besteht aus einem unteren Tiegel, einem sog. Untertisch 9, und
einem oberen Tiegel, einem sog. Obertisch 10. Der Obertisch 10 ist vertikal hin- und
herbewegbar gelagert und wird von einem Exzenterantrieb 200 hubbewegt, welcher in
den Fig. 2a und 2b näher dargestellt ist. Der Obertisch 10 ist mit einem Oberwerkzeug
30 mit Stanz- und Rillmessern versehen. Der Untertisch 9 ist fest im Maschinengestell
gelagert und mit einer Gegenplatte 20 zu den Stanz- und Rillmessern versehen. Alternativ
kann auch der Obertisch 10 feststehend und der Untertisch 9 bewegt sein. Beim Prägen
kommen an Stelle der Stanz- und Rillwerkzeuge Prägewerkzeuge, insbesondere in Form
sogenannter Prägeklischees, zum Einsatz.
[0022] Der Greiferwagen 8 transportiert den Bogen 6 von der Stanz- und Prägestation 2 in
die nachfolgende Ausbrechstation 3, die mit Ausbrechwerkzeugen 21, 23 ausgestattet
ist. In der Ausbrechstation 3 werden mit Hilfe der Ausbrechwerkzeuge 21, 23 die nicht
benötigten Abfallstücke 11 aus dem Bogen 6 nach unten herausgestoßen, wodurch die
Abfallstücke 11 in einen unter der Station eingeschobenen wagenartigen Behälter 12
fallen oder von dort aus abtransportiert werden.
[0023] Von der Ausbrechstation 3 gelangt der Bogen 6 in den Ausleger 4, wo der Bogen 6 entweder
nur einfach abgelegt wird, oder aber gleichzeitig eine Trennung der einzelnen Nutzen
eines jeweiligen Bogens 6 erfolgt. Dazu besitzt der Ausleger 4 ein Nutzentrennwerkzeug
21, 23. Der Ausleger 4 kann auch eine Palette 13 enthalten, auf der die einzelnen
Bogen 6 bzw. Nutzen in Form eines Stapels 14 aufgestapelt werden, so dass nach Erreichen
einer bestimmten Stapelhöhe die Palette 13 mit dem Bogenstapel 14 aus dem Bereich
der Stanz- und Prägemaschine 100 weggefahren werden kann. Um die Maschine 100 während
des Stapeltausches nicht anhalten zu müssen können Hilfsstapeleinrichtungen zum Einsatz
kommen.
[0024] Die Figuren 2a und 2b zeigen in verschiedenen Schnittdarstellungen den Antrieb 200
des Obertischs 10 der Stanzstation 2 einer Stanzmaschine 100 im Detail: Dargestellt
ist eine von in der Regel zwei parallel zueinander angeordneten Exzenterwellen 211,
welche jeweils zwei Exzenter 215 trägt. Eine jeweilige Exzenterwelle 211 ist über
einen Antriebsflansch 215 und eine Kupplung 226 mit einem nicht dargestellten Antriebsstrang
verbunden und erfährt darüber eine Rotationsbewegung r. Eine jeweilige Exzenterwelle
kann einteilig ausgeführt sein und mittels mindestens zwei, bevorzugt jedoch vier
teilbaren Wälzlagern 213 in dem Maschinengestellt 5 gelagert sein. Die Kupplung 226
zum Antriebsstrang kann als torsionsstabile biegeweiche Kupplung, z. B. als Federstegkupplung,
ausgeführt sein, so dass geringe Höhenunterschiede zwischen Antriebsflansch 225 und
Antriebsstrang einfach ausgeglichen werden können.
[0025] Die Rotationsbewegung r der Exzenterwelle 211 wird von den Exzentern 215 in eine
Hubbewegung h der Exzenterlager 212 gewandelt. Diese Hubbewegung h wird über den Rollenschuh
218 auf den Tiegel 10 übertragen und bewirkt eine Stanzkraft F
S. Der Tiegel 10 besitzt an seiner Oberfläche zwei gemäß Doppelpfeil e verschiebbare
Keile 216, 217 zur Einstellung der Stanzkraft F
S. Zwischen dem Exzenterlager 212 und dem oberen Keil 216 ist ein Rollenschuh 218 angeordnet,
welcher zum einen die Hubbewegung h über die Keile 216, 217 auf den Tiegel 10 überträgt
und dabei eine Abwälzbewegung w auf der Oberfläche 222 des oberen Einstellkeils 216
ausführt. Der Rollenschuh 218 besitzt eine Mehrzahl von Wälzkörpern 219, welche in
einem Wälzkörperkäfig 220 geführt werden und zwischen welchen Distanzstücke 221 angeordnet
sind. Wenn die Wälzkörper 219 als Zylinderrollen ausgeführt sind, so besteht zwischen
den Zylinderrollen und der Oberfläche 222 eine Mehrzahl von Kontaktlinien, in welchen
die Kraftübertragung erfolgt. Für eine wartungsarme und dauerfeste Lösung sollte die
Oberfläche 222 des Einstellkeils 216 gehärtet und sollte in diesem Bereich eine Schmiereinrichtung
vorgesehen sein.
Bezugszeichenliste
[0026]
- 1
- Anleger
- 2
- Stanz- und/oder Prägestation
- 3
- Ausbrechstation
- 4
- Ausleger, ggfs. mit Nutzentrennstation
- 5
- Maschinengehäuse
- 6
- Bogen
- 6.1
- Bogenstapel
- 7
- Bogentransportsystem
- 8
- Greiferwagen mit Greifern
- 9
- Untertisch / unterer Tiegel
- 10
- Obertisch / oberer Tiegel
- 11
- Abfallstücke
- 12
- Behälter
- 13
- Palette
- 14
- Auslagestapel
- 15
- Steuerung mit Interface und Eingabegeräten
- 16
- Zuführtisch mit einer Einheit zum Ausrichten der Bogen
- 17
- Hauptantrieb
- 18
- Saugkopf
- 20
- Unterwerkzeug
- 21
- Oberwerkzeug mit Stempeln
- 23
- Nutzentrenngitter oder Ausbrechbrett (Unterwerkzeug)
- 30
- Oberwerkzeug (Stanzwerkzeug)
- 100
- Flachbett-Bogenstanz- und/oder -prägemaschine (Stanzmaschine)
- 200
- Antrieb Obertisch
- 211
- Exzenterwelle
- 212
- Exzenterlager
- 213
- Stützlager
- 214
- Wälzlager mit Wälzkörpern und Wälzkörperkäfigen
- 215
- Exzenter
- 216
- Einstellkeil Stanzkraft
- 217
- Einstellkeil Stanzkraft
- 218
- Rollenschuh
- 219
- Wälzkörper
- 220
- Wälzkörperkäfig
- 221
- Distanzstück
- 222
- Gehärtete Oberfläche
- 223
- Anlaufplatte
- 225
- Antriebsflansch
- 226
- Kupplung Antriebsstrang
- e
- Verstellbewegung zur Einstellung der Stanzkraft
- h
- Hubbewegung
- r
- Rotationsbewegung
- w
- Wälzbewegung
- B
- Bogentransportrichtung
- E
- Bogentransportebene
- FS
- Stanzkraft
1. Antriebsvorrichtung (200) für einen hubbewegten Tiegel (10), insbesondere den Obertisch,
einer Flachbettstanz- und/oder -prägemaschine (100),
mit einem Maschinengestell (5), einem Antrieb (200) mit einem Antriebsstrang und mit
mindestens einer Exzenterwelle (211), wobei der Antrieb (200) über den Antriebsstrang
die mindestens eine Exzenterwelle (211) antreibt (r) und auf einer jeweiligen Exzenterwelle
(211) mindestens ein Exzenter (215) angebracht ist zum Hubbewegen (h) des Tiegels
(10),
dadurch gekennzeichnet,
dass die Antriebsvorrichtung (200) mindestens einen im Kraftfluss zwischen dem mindestens
einen Exzenter (215) und dem Tiegel (10) angeordneten Rollenschuh (218) besitzt zur
Übertragung einer Stanz- und/oder -prägekraft (FS) von dem mindestens einen Exzenter (215) auf den Tiegel (10), wobei der Rollenschuh
(218) eine Mehrzahl von rollenförmigen in einem Käfig (220) geführten Wälzkörpern
(219) aufweist.
2. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die rollenförmigen Wälzkörper (219) in einer Ebene nebeneinander in dem Käfig (220)
angeordnet sind.
3. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Rollenschuh (218) als Rollenumlaufschuh mit umlaufenden Wälzkörpern (219) ausgeführt
ist.
4. Antriebsvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen den Wälzkörpern (219) Distanzstücke (221) angeordnet sind.
5. Antriebsvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Wälzkörper (219) als Zylinderrollen ausgeführt sind.
6. Antriebsvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Tiegel (10) in seinem Kontaktbereich mit den Wälzkörpern (219) des mindestens
einen Rollenschuhs (218) eine gehärtete Oberfläche (222) und / oder eine Schmiereinrichtung
zum permanenten Bereitstellen eines Schmiermittels besitzt.
7. Antriebsvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine jeweilige Exzenterwelle (211) einteilig ausgeführt ist und mittels mindestens
zwei teilbaren Wälzlagern (214) in dem Maschinengestell (5) gelagert ist.
8. Flachbettstanz- und/oder -prägemaschine (100) mit einer Antriebsvorrichtung (200)
nach einem der vorangehenden Ansprüche.