[0001] Die Erfindung betrifft eine Textilmaschine, insbesondere Spinnmaschine oder Spulmaschine,
mit einer Vielzahl von an einer Längsseite nebeneinander angeordneten, gleichartigen
Arbeitsstellen, mit einer Vielzahl von längs der Arbeitsstellen verfahrbaren Wartungseinrichtungen
zum Warten der Arbeitsstellen, mit einem Steuer- und Kommunikationssystem, wobei jede
der Wartungseinrichtungen über jeweils eine Wartungseinrichtungsbusleitung an jeweils
eine Bustopologiekomponente angeschlossen ist, wobei zumindest einige der Bustopologiekomponenten
mit einer gemeinsamen Busleitung des Steuer- und Kommunikationssystems verbunden sind.
[0002] Derartige Textilmaschinen sind aus dem Stand der Technik bekannt. Dabei kann es sich
insbesondere um eine Spinnmaschine, beispielsweise um eine Rotorspinnmaschine oder
eine Spulmaschine, handeln.
[0003] Unter dem Begriff "gleichartige Arbeitsstellen" werden Einheiten verstanden, welche
gleichzeitig einen definierten Arbeitsprozess ausführen können. Dabei versteht es
sich von selbst, dass es im Betrieb der Textilmaschine vorkommen kann, dass sich einzelne
oder mehrere der gleichartigen Arbeitsstellen in einer anderen Phase des Arbeitsprozesses
befinden, als sonstige Arbeitsstellen. Beispielsweise können sich einige der Arbeitsstellen
in einer Produktionsphase, andere in einer Vorbereitungsphase der Produktionsphase
und wieder andere in einer Ruhephase befinden. Typischerweise sind die Arbeitsstellen
zu Sektionen zusammengefasst, wobei eine Sektion beispielsweise 20 Arbeitsstellen
enthalten kann.
[0004] Bei Spinnmaschinen handelt es sich bei dem genannten Arbeitsprozess typischerweise
um einen Spinnprozess, also um einen Herstellungsprozess für ein Garn, welcher die
Aufwicklung des erzeugten Garns auf eine Spule, beispielsweise auf eine Kreuzspule,
umfassen kann, bei Spulmaschinen um einen Spulprozess, also um einen Prozess zur Herstellung
einer Spule aus vorgefertigtem Garn. Üblicherweise sind bei Textilmaschinen die Arbeitsstellen
an beiden Längsseiten jeweils nebeneinander angeordnet.
[0005] Dabei weist jede Arbeitsstelle die wesentlichen Komponenten auf, welche zur Durchführung
des Arbeitsprozesses erforderlich sind. Allerdings ist es nicht erforderlich, dass
die Arbeitsstellen absolut identisch sind. So können beispielsweise einzelne Arbeitsstellen
mit zusätzlichen Sensoren zur Erfassung bestimmter Größen ausgerüstet sein, welche
für mehrere Arbeitsstellen nur einmal erfasst werden müssen.
[0006] Wenngleich auch Textilmaschinen denkbar sind, bei denen die Arbeitsstellen nur an
einer Längsseite angeordnet sind, so ist es doch üblich, die Arbeitsstellen an beiden
Längsseiten jeweils nebeneinander anzuordnen.
[0007] Typischerweise sind die Arbeitsstellen zu Sektionen zusammengefasst, welche zwischen
zwei Endgestellen angeordnet sind, von denen das erste Endgestell, auch Bediengestell
genannt, eine zentrale Bedieneinrichtung und das andere Endgestell, auch Triebgestell
genannt, zentrale Antriebe für die Arbeitsstellen enthalten kann.
[0008] Weiterhin ist es üblich, dass derartige Textilmaschinen eine Vielzahl von längs der
Arbeitsstellen verfahrbaren Wartungseinrichtungen zum Warten der Arbeitsstellen aufweisen.
Die Wartungseinrichtungen können insbesondere zum Reinigen der Arbeitsstellen und/oder
zum Beheben von Störungen, beispielsweise zum Beheben von Garnbrüchen, an den Arbeitsstellen
ausgebildet sein.
[0009] Um nun die Bedienung der Textilmaschine und die Koordination der Arbeitsabläufe der
Komponenten der Textilmaschine zu ermöglichen, ist ein Steuer- und Kommunikationssystem
vorgesehen, welches typischerweise eine zentrale Steuereinrichtung umfasst, die mit
der zentralen Bedieneinrichtung verbunden und insbesondere in dem Bediengestell angeordnet
sein kann. Ebenso kann das Steuer- und Kommunikationssystem eine Antriebssteuereinrichtung
enthalten, welche die zentralen Antriebe steuert und üblicherweise in dem Triebgestell
angeordnet ist.
[0010] Darüber hinaus kann das Steuer- und Kommunikationssystem je Sektion eine Sektionssteuereinrichtung
zum Steuern der jeweiligen Sektion und je Arbeitsstelle eine Arbeitsstellensteuereinrichtung
zum Steuern der jeweiligen Arbeitsstelle aufweisen. Weiterhin ist es üblich, dass
auch jede der Wartungseinrichtungen eine Wartungseinrichtungssteuereinrichtung aufweist.
[0011] Üblicherweise umfasst das Steuer- und Kommunikationssystem einen oder mehrere Datenbusse,
welche eine Kommunikation im Sinne einer Datenübertragung zwischen der zentralen Steuereinrichtung,
der Antriebssteuereinrichtung, den Sektionssteuereinrichtungen, den Arbeitsstellensteuereinrichtungen,
den Wartungseinrichtungssteuereinrichtungen und/oder gegebenenfalls vorhandenen weiteren
Steuereinrichtungen ermöglichen.
[0012] Dabei wird unter einem Datenbus allgemein ein System zur Datenübertragung zwischen
mehreren Teilnehmern über einen gemeinsamen Übertragungsweg, bei dem die Teilnehmer
nicht an der Datenübertragung zwischen anderen Teilnehmern beteiligt sind.
[0013] Datenbusse bestehen allgemein aus wenigstens einer physikalischen Busleitung und
den daran angeschlossenen Busteilnehmern, auch Knoten genannt, welche bei einer gattungsgemäßen
Textilmaschine die vorstehend genannten Steuereinrichtungen sein können. Typischerweise
sind die Busteilnehmer mittels sogenannter Schneid-Klemmtechnik oder mittels Steckersystemen
an die jeweilige Busleitung angeschlossen, ohne dass die Busleitung hierdurch im physikalischen
Sinne unterbrochen wird.
[0014] Einfachere Datenbusse umfassen lediglich eine lineare Busleitung, an welche sämtliche
der Busteilnehmer angeschlossen sind. An den beiden offenen Enden kann jeweils ein
Abschlusswiderstand angeordnet sein, um Reflexionen der üblicherweise hochfrequenten
elektrischen Signale zu verhindern.
[0015] Um mehrere Busleitungen physikalisch zu koppeln, werden üblicherweise Bustopologiekomponente,
wie Repeater oder Bridges eingesetzt. Hierdurch werden Datenbusse in Baum- oder Sterntopologien
und/oder mit langen Stichleitungen möglich. Darüber hinaus werden so Datenbussysteme
möglich, welche mehrere logisch eigenständige Datenbusse aufweisen.
[0016] Üblicherweise werden bei Textilmaschinen die Datenbusse als Feldbus, insbesondere
als CAN-Bus (Controller Area Network-Bus), ausgeführt. Dabei wird häufig das CANopen-Bus-Protokoll
verwendet. Die Knoten, aber auch insbesondere die Bustopologiekomponenten sind dabei
so ausgebildet, dass sie das jeweilige Protokoll unterstützen.
[0017] Weiterhin ist es bei gattungsgemäßen Textilmaschinen üblich, dass jede der Wartungseinrichtungen
über jeweils eine physikalische Wartungseinrichtungsbusleitung an jeweils eine derartige
Bustopologiekomponente angeschlossen ist, wobei zumindest einige der Bustopologiekomponenten
mit einer gemeinsamen Busleitung des Steuer- und Kommunikationssystems verbunden sind.
Hierdurch wird ein Datenaustausch zwischen den Wartungseinrichtungen untereinander
als auch ein Datenaustausch mit weiteren Knoten des jeweiligen Datenbusses ermöglicht.
[0018] Die maximale Länge der Busleitungen ist umgekehrt proportional zu der bei einem Datenbus
eingesetzten Bandbreite. Gattungsgemäße Textilmaschinen werden nun in der Regel auftragsbezogen
mit einer variablen Anzahl von Sektionen hergestellt. Hierbei besteht nun seit längerem
ein Bedürfnis nach einer Erhöhung der maximalen Anzahl der Sektionen und damit der
Anzahl der Arbeitsstellen. Hierdurch wird jedoch einerseits eine Erhöhung der insgesamt
durch das Kommunikationssystem zu übertragenden Datenmenge bewirkt, was für sich genommen
für eine Erhöhung der Bandbreite sprechen würde, andererseits werden die Datenbusleitungen
aufgrund der immer länger werdenden Textilmaschinen physikalisch ebenfalls immer länger,
was an sich eine Absenkung der Bandbreite nahelegen würde. Bekannte Steuer- und Kommunikationssysteme
begrenzen daher die maximale Anzahl der Sektionen bzw. der Arbeitsstellen einer gattungsgemäßen
Textilmaschine.
[0019] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Textilmaschine zu schaffen, deren
Steuer- und Kommunikationssystem für eine hohe Anzahl von Sektionen bzw. Arbeitsstellen
geeignet ist.
[0020] Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass wenigstens ein Teil der Bustopologiekomponenten
in Längsrichtung der Textilmaschine gesehen in einem mittleren Bereich der Textilmaschine
angeordnet ist.
[0021] Unter einem in Längsrichtung der Textilmaschine gesehen mittleren Bereich der Textilmaschine
wird dabei der Bereich zwischen den beiden Endgestellen der Textilmaschine verstanden,
mithin der Bereich, in dem die einzelnen Sektionen angeordnet sind.
[0022] Die gesamte für das Übertragungsverhalten wirksame Leitungslänge zwischen zwei Wartungseinrichtungen
der Textilmaschine ergibt sich aus der Summe der physikalischen Längen ihrer beiden
Wartungseinrichtungsbusleitungen, der zusätzlichen virtuellen Länge, welche durch
das Übertragungsverhalten der beiden Bustopologiekomponenten verursacht wird, und
des physikalischen Abstands der Bustopologiekomponenten auf der jeweiligen die Bustopologiekomponenten
verbindenden Busleitung.
[0023] Durch die Anordnung der Bustopologiekomponenten in eben dem mittleren Bereich können
nun die beiden Wartungseinrichtungsbusleitungen im Vergleich zu Lösungen, bei denen
die Bustopologiekomponenten in einem der Endgestelle angeordnet sind, ceteris paribus
wesentlich verkürzt werden, so dass auch die gesamte für das Übertragungsverhalten
wirksame Leitungslänge zwischen zwei Wartungseinrichtungen wesentlich verkürzt werden
kann.
[0024] Hierzu folgendes Beispiel: Bei einer bekannten Textilmaschine sind die Wartungseinrichtungen
längs der gesamten Textilmaschine verfahrbar. Dabei umfasst jede Wartungseinrichtungsbusleitung
einen beweglichen Abschnitt, der von der Wartungseinrichtung bis zu einer mittig in
der Textilmaschine angeordneten maschinenfesten Anschlusseinrichtung führt. Dieser
bewegliche Abschnitt weist notwendigerweise eine Länge auf, welche der halben Länge
der Textilmaschine entspricht, um das Verfahren der Textilmaschine bis zu beiden Endgestellen
zu ermöglichen. Bei der bekannten Textilmaschine schließt sich nun bei jeder der Wartungseinrichtungsbusleitungen
an den beweglichen Abschnitt ein maschinenfester Abschnitt an, der sich von der Anschlusseinrichtung
bis zu einer in einem der Endgestelle angeordneten und als Repeater ausgebildeten
Bustopologiekomponente erstreckt, wobei die Bustopologiekomponenten mit einem geringen
Abstand an einer gemeinsamen Busleitung verbunden sind. Dabei weisen die maschinenfesten
Abschnitte ebenfalls eine Länge auf, welche der halben Länge der Textilmaschine entspricht.
Sollen nun Daten von einer Wartungseinrichtung zur anderen übertragen werden, so entspricht,
unter Vernachlässigung der Wirkung der Bustopologiekomponenten und des Abstands der
Bustopologiekomponenten auf der gemeinsamen Busleitung, die gesamte für das Übertragungsverhalten
wirksame Leitungslänge zwischen zwei Wartungseinrichtungen der zweifachen Gesamtlänge
der Textilmaschine.
[0025] Werden nun, wie erfindungsgemäß vorgesehen, die Bustopologiekomponente in einem mittleren
Bereich der Textilmaschine angeordnet, so kann der maschinenfeste Abschnitt der Wartungseinrichtungsbusleitungen
deutlich verkürzt werden, und zwar umso mehr, je näher die Bustopologiekomponenten
an der maschinenfesten Anschlusseinrichtung angeordnet sind. Insgesamt kann so die
gesamte für das Übertragungsverhalten wirksame Leitungslänge zwischen zwei Wartungseinrichtungen
deutlich verkürzt werden, so dass bei einer durch die Ausführung des Datenbusses vorgegebenen
gleichbleibenden maximalen Leitungslänge die Gesamtlänge der Textilmaschine, also
die Anzahl der Sektionen bzw. Arbeitsstellen erhöht werden kann.
[0026] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind die Bustopologiekomponenten
als Repeater oder als Bridges ausgebildet. Dabei sind Repeater allgemein Bustopologiekomponenten,
welche Busleitungen eines Datenbusses verbinden. Die durch einen Repeater verbundenen
Busleitungen sind jeweils elektrisch eigenständige Segmente eines Datenbusses, welche
jeweils mit entsprechenden Abschlusswiderständen abgeschlossen werden können, so dass
keine Reflexionen auf den Busleitungen entstehen. Signaltechnisch entspricht der Repeater
einer Leitung mit einer entsprechenden Verzögerung. Somit wird das Echtzeitverhalten
des Datenbusses durch den Einsatz von Repeatern nicht beeinflusst, da er hinsichtlich
des Übertragungsverhaltens einem Netzwerk entspricht, welches nur aus Leitungen besteht.
[0027] Wenn nun bei einer gattungsgemäßen Textilmaschine die Bustopologiekomponenten als
Repeater ausgebildet sind, dann bedeutet dies, dass die Wartungseinrichtungen Knoten
an einem Datenbus sind, der die Wartungseinrichtungsbusleitungen, die Repeater und
die gemeinsame Busleitung umfasst. Auf diese Weise wird eine Datenübertragung zwischen
den Wartungseinrichtungen und weiteren Steuerungseinrichtungen der Textilmaschine
nahezu in Echtzeit möglich, was beispielsweise bei einem Anspinnvorgang, bei dem die
Aktoren der jeweiligen Wartungseinrichtung und der jeweiligen Spinnstelle exakt aufeinander
abgestimmt gesteuert werden müssen, von Vorteil ist.
[0028] Unter einer Bridge wird allgemein eine Bustopologiekomponente verstanden, welche
verschiedene logisch getrennte Datenbusse zum Datenaustausch verbinden kann. Sie basiert
auf dem Store-(Modify)-Forward-Prinzip, bei dem Daten von einem Datenbus empfangen,
falls nötig, bezüglich des Protokolls angepasst und an einen weiteren Datenbus gesendet
werden. Im Vergleich zu Repeatern ermöglicht eine Bridge die Vergrößerung der maximalen
Ausdehnung des Steuer- und Kommunikationssystems, da die durch sie verbundenen Datenbusse
jeweils autark arbeiten. Auf diese Weise können noch mehr Sektionen vorgesehen werden.
Mit Hilfe von Umsetzregeln, auch Gatewaytabellen genannt, können empfangene Bustelegramme
unter einem anderen Identifier weitergesendet oder ausgefiltert werden. Mit diesen
Mechanismen kann die Datenbusauslastung auf den durch die Bridge verbundenen Datenbussen
der Textilmaschine reduziert werden, so dass beispielsweise an einen die Sektionen
verbindenden Datenbus mehr Sektionen angeschossen werden können, ohne dass der Bus
überlastet wird, weil Telegramme, welche lediglich für die Wartungseinrichtungen von
Interesse sind, gar nicht erst auf den die Sektionen verbindenden Datenbusse gelangen.
Hierbei kann auf den so geschaffenen getrennten Datenbussen jeweils ein anderes Protokoll
verwendet werden. Ebenso können auf den getrennten Datenbussen unterschiedliche Bandbreiten
vorgesehen sein. Auch dies kommt dem Wunsch nach längeren Textilmaschinen entgegen.
[0029] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind die Bustopologiekomponenten
in einem Bereich einer maschinenfesten Anschlusseinrichtung der ihm jeweils zugeordneten
Wartungseinrichtungsbusleitung angeordnet. Auf diese Weise kann der maschinenfeste
Abschnitt der Wartungseinrichtungsbusleitungen minimiert werden. Hierdurch kann die
gesamte für das Übertragungsverhalten wirksame Leitungslänge zwischen zwei Wartungseinrichtungen
minimiert und bei einer durch die Ausführung des Datenbusses vorgegebenen gleichbleibenden
maximalen Leitungslänge die Gesamtlänge der Textilmaschine, also die Anzahl der Sektionen
bzw. Arbeitsstellen maximiert werden.
[0030] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind die Bustopologiekomponenten
an einer Oberseite der Textilmaschine angeordnet. Üblicherweise verläuft der bewegliche
Abschnitt der Wartungseinrichtungsbusleitungen an einer Oberseite einer Textilmaschine.
Durch die Anordnung der Bustopologiekomponenten ebenfalls an der Oberseite der Textilmaschine
kann die gesamte für das Übertragungsverhalten wirksame Leitungslänge zwischen zwei
Wartungseinrichtungen weiter verkürzt werden.
[0031] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind die Bustopologiekomponenten
im Bereich eines Unterdruckkanals zum Versorgen der Wartungseinrichtungen mit einem
Unterdruck angeordnet. Ein derartiger Unterdruckkanal stellt den Wartungseinrichtungen
einen Unterdruck zur Verfügung, um beispielsweise Fadenenden einzusaugen oder auf
andere Art zu behandeln. Hierzu kann die jeweilige Wartungseinrichtung automatisch
mit dem Unterdruckkanal verbunden werden, wenn sie an einer Arbeitsstelle positioniert
ist. Typischer sind maschinenfeste Anschlusseinrichtungen der Wartungseinrichtungsbusleitungen
an einem derartigen Unterdruckkanal angeordnet, so dass die Anordnung der Bustopologiekomponenten
in einem Bereich eines Unterdruckkanals zur weiteren Verkürzung der wirksamen Leitungslängen
beiträgt. Zudem kann die gemeinsame Busleitung längs des Unterdruckskanals, insbesondere
im Unterdruckkanal, verlaufen, von welchem sie einfach und geschützt verlegt werden
kann.
[0032] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind die Wartungseinrichtungsbusleitungen
als Schleppleitungen ausgebildet. Eine Schleppleitung ist allgemein eine flexible
Leitung, welche durch eine ebenfalls flexible Führungseinrichtung, auch Schleppkette
genannt, geschützt ist, und welche sich von einer maschinenfesten Anschlusseinrichtung
zu einem beweglichen Teil einer Maschine erstreckt. Schleppleitungen weisen eine lange
Lebensdauer auf, weil der Biegeradius durch die Schleppkette über einem zulässigen
Mindestradius gehalten werden kann. Zudem benötigen sie keinen eigenen aktiven Antrieb,
da sie so angeordnet werden können, dass sie vom Antrieb der verfahrbaren Wartungseinrichtung
geschleppt werden. Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn die Wartungseinrichtungsbusleitungen
mit weiteren Leitungen, beispielsweise mit Energieversorgungsleitungen in einer Führungseinrichtung
verlegt werden. Prinzipiell könnten die Wartungseinrichtungsbusleitungen aber auch
als sich selbst aufwickelnde Leitungen ausgeführt sein.
[0033] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind die Bustopologiekomponenten
rückwirkungsfrei ausgebildet. Darunter wird verstanden, dass die eine an die Bustopologiekomponente
angeschlossene gestörte Busleitung keine Auswirkung auf die andere angeschlossene
Busleitung hat. Insbesondere bedeutet dies, dass ein Kurzschluss oder ein fehlerhaftes
Dauersignal auf einer der Busleitungen keine Rückwirkungen auf die andere angeschlossene
Busleitung hat. Hierdurch ergibt sich der Vorteil, dass eine Störung auf einer der
Busleitungen nicht zum Ausfall des gesamten Systems führt. Kommt es beispielsweise
auf einer der Wartungseinrichtungsbusleitungen zu einem Kurzschluss, dann ist hierdurch
nicht die gemeinsame Busleitung betroffen und die anderen Wartungseinrichtungen können
weiter über die gemeinsame Busleitung kommunizieren.
[0034] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind die Bustopologiekomponenten
mit einer Maschinenbusleitung verbunden, welche sich längs der Textilmaschine von
einem ersten Endgestell bis zu einem zweiten Endgestell erstreckt. Derartige Maschinenbusleitungen
sind bei modernen Textilmaschinen üblich, bilden zusammen mit den angeschlossenen
Knoten sowie den gegebenenfalls weiteren angeschlossenen Busleitungen und deren Knoten
einen sogenannten Maschinenbus und verbinden typischerweise die zentralen Steuereinrichtung,
die Antriebssteuereinrichtung und die Sektionssteuereinrichtungen der Textilmaschine.
Dabei wird eine derartige Maschinenbusleitung und die daran angeschlossenen Knoten
als Maschinenbus bezeichnet. Bei der Maschinenbusleitung kann es sich insbesondere
um eine lineare, durchgehende physikalische Leitung handeln, die beispielsweise in
einem maschinenlangen Kabelkanal verlegt ist. Insbesondere kann die Maschinenbusleitung
aus sektionslangen Stücken bestehen, welche bei der Montage der Textilmaschine mittels
Schraubverbindungen, Steckverbindungen oder dergleichen verbunden werden.
[0035] Wenn nun die Bustopologiekomponenten zumindest mittelbar mit der Maschinenbusleitung
verbunden sind, so ist eine direkte und damit schnelle Kommunikation zwischen den
Wartungseinrichtungen einerseits sowie der zentralen Steuereinrichtung, der Antriebssteuereinrichtung
und den Sektionssteuereinrichtungen andererseits möglich, was insbesondere beim Beheben
von Störungen an einer der Arbeitsstellen vorteilhaft ist.
[0036] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind die Bustopologiekomponenten
über wenigstens eine lineare Fortführung der Maschinenbusleitung, welche sich von
den Bustopologiekomponenten bis zu einem der Endgestelle erstreckt, an die Maschinenbusleitung
angeschlossen. Hierdurch ergeben sich insbesondere fertigungstechnische Vorteile,
da die Maschinenbusleitung an sich wie bisher üblich durchgehend ausgeführt werden
kann, so dass insoweit sämtliche Sektionen der Textilmaschine gleichartig verkabelt
sind. Vom Endgestell kann nun die lineare Fortführung separat zum mittleren Bereich
der Textilmaschine geführt werden. Beispielsweise kann die Fortführung am oder im
Unterdruckkanal verlegt werden.
[0037] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind die Bustopologiekomponenten
mit wenigstens einer Zusatzbusleitung, welche sich von den Repeatern bis zu einem
in Längsrichtung gesehen mittleren Bereich der Maschinenbusleitung erstreckt, verbunden.
Hierdurch können die physikalischen Leitungswege im Vergleich zur Nutzung der linearen
Fortführung weiter verkürzt werden.
[0038] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung die ist Zusatzbusleitung über
einen Maschinenbus-Repeater an die Maschinenbusleitung angeschlossen. Bei Verwendung
eines Maschinenbus-Repeaters, der die Maschinenbusleitung und die Zusatzbusleitung
verbindet, sind die Zusatzbusleitung und, soweit keine logische Trennung vorgesehen
ist, die Bustopologiekomponenten, die Wartungseinrichtungsbusleitungen und die Wartungseinrichtungen
integraler Bestandteil des Maschinenbusses, was eine direkte und damit schnelle Kommunikation
ermöglicht.
[0039] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist die Zusatzbusleitung über
eine Maschinenbus-Bridge an die Maschinenbusleitung angeschlossen. Konkret entsteht
bei Verwendung einer Maschinenbus-Bridge, die die Maschinenbusleitung und die Zusatzbusleitung
verbindet, ein vom Maschinenbus logisch und gegebenenfalls elektrisch getrennter Datenbus,
der die Zusatzbusleitung, die Repeater, die Wartungseinrichtungsbusleitungen und die
Wartungseinrichtungen umfasst. Hierbei kann auf dem so geschaffenen getrennten Datenbus
ein anderes Protokoll als auf dem Maschinenbus verwendet werden. Ebenso können auf
dem getrennten Datenbus und dem Maschinenbus unterschiedliche Bandbreiten vorgesehen
sein. Zudem kann die Zusatzbridge eine Filterfunktion übernehmen, so dass nur diejenigen
Daten zwischen dem getrennten Datenbus und dem Maschinenbus übertragen werden, welche
jeweils für den Empfänger relevant sind. Hierdurch kann das Steuer- und Kommunikationssystem
optimiert werden, so dass mehr Sektionen vorgesehen sein können. Insbesondere kann
durch die Filterung die Bandbreite abgesenkt werden, was längere Leitungen möglich
macht.
[0040] Nach einer zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung sind der Maschinenbus-Repeater
und/oder die Maschinenbus-Bridge rückwirkungsfrei ausgebildet. Hierunter wird verstanden,
dass das eine an den Maschinenbus-Repeater bzw. die Maschinenbus-Bridge angeschlossene
gestörte Busleitung keine Auswirkung auf die andere angeschlossene Busleitung hat.
Insbesondere bedeutet dies, dass ein Kurzschluss oder ein fehlerhaftes Dauersignal
auf einer der Busleitungen keine Rückwirkungen auf die andere angeschlossene Busleitung
hat. Hierdurch ergibt sich der Vorteil, dass eine Störung auf einer der Busleitungen
nicht zum Ausfall des gesamten Datenbusses führt. Kommt es beispielsweise auf der
Zusatzbusleitung zu einem Kurzschluss, dann ist hierdurch die Maschinenbusleitung
nicht betroffen.
[0041] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind die Bustopologiekomponenten
mit wenigstens einer Verbindungsbusleitung, welche sich von den Bustopologiekomponenten
bis zu einem der Endgestelle erstreckt, verbunden, wobei die Verbindungsbusleitung
über eine Zusatzbridge oder einen Zusatzrepeater an die Maschinenbusleitung angeschlossen
ist. Bei Verwendung eines Zusatzrepeaters wird die Verbindungsleitung zum Bestandteil
des Maschinenbusses, so dass eine schnelle Datenübertragung gewährleistet ist. Hingegen
entsteht bei Verwendung einer Verbindungsleitung und einer Zusatzbridge, welche die
Verbindungsbusleitung und die Maschinenbusleitung verbindet, ein vom Maschinenbus
logisch und gegebenenfalls elektrisch getrennter Datenbus, der die Verbindungsbusleitung
und, soweit keine logische Trennung vorgesehen ist, die Bustopologiekomponenten, die
Wartungseinrichtungsbusleitungen und die Wartungseinrichtungen umfasst. Hierbei kann
auf dem so geschaffenen getrennten Datenbus ein anderes Protokoll als auf dem Maschinenbus
verwendet werden. Ebenso können auf dem getrennten Datenbus und dem Maschinenbus unterschiedliche
Bandbreiten vorgesehen sein. Zudem kann die Zusatzbridge eine Filterfunktion übernehmen,
so dass nur diejenigen Daten zwischen dem getrennten Datenbus und dem Maschinenbus
übertragen werden, welche jeweils für den Empfänger relevant sind. Hierdurch kann
das Steuer- und Kommunikationssystem optimiert werden, so dass mehr Sektionen vorgesehen
sein können.
[0042] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind die Bustopologiekomponenten
unmittelbar an die Maschinenbusleitung, die lineare Fortführung der Maschinenbusleitung,
die Zusatzbusleitung oder die Verbindungsbusleitung angeschlossen. Wenn nun die Bustopologiekomponenten
Repeater sind und unmittelbar mit der Maschinenbusleitung oder der linearen Fortführung
der Maschinenbusleitung verbunden sind, so werden die Wartungseinrichtungsbusleitungen
und die Wartungseinrichtungen unmittelbar Teil des Maschinebusses. Gleiches gilt,
wenn die Zusatzbusleitung oder die Verbindungsbusleitung über einen Repeater an die
Maschinenbusleitung angeschlossen sind. Hierdurch ist eine direkte und damit schnelle
Kommunikation zwischen den Wartungseinrichtungen einerseits sowie der zentralen Steuereinrichtung,
der Antriebssteuereinrichtung und den Sektionssteuereinrichtungen andererseits möglich,
was insbesondere beim Beheben von Störungen an einer der Arbeitsstellen vorteilhaft
ist.
[0043] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind die Bustopologiekomponenten
an wenigstens eine Wartungsbusleitung angeschlossen, welche über wenigstens eine Wartungsbus-Bridge
an eine weitere Busleitung des Steuer- und Kommunikationssystems, insbesondere an
die Maschinenbusleitung, an die lineare Fortführung der Maschinenbusleitung, an die
Zusatzbusleitung oder an die Verbindungsbusleitung, angeschlossen ist. Hierdurch entsteht
ein logisch eigenständiger Wartungsbus, der, wenn die Bustopologiekomponenten Repeater
sind, die Wartungseinrichtungen, die Wartungseinrichtungsbusleitungen, die Repeater,
die Wartungsbusleitung und die Wartungsbus-Bridge umfasst. Wenn hingegen die Bustopologiekomponenten
Bridges sind, dann umfasst der Wartungsbus die Bridges,, die Wartungsbusleitung und
die Wartungsbus-Bridge. Hierbei kann auf dem so geschaffenen Wartungsbus ein anderes
Protokoll als auf den anderen Datenbussen der Textilmaschine verwendet werden. Ebenso
können auf dem Wartungsbus und auf den anderen Datenbussen der Textilmaschine unterschiedliche
Bandbreiten vorgesehen sein. Zudem kann die Wartungsbus-Bridge eine Filterfunktion
übernehmen, so dass nur diejenigen Daten zwischen dem Wartungsbus und den anderen
Datenbussen der Textilmaschine übertragen werden, welche jeweils für den Empfänger
relevant sind. Hierdurch kann das Steuer- und Kommunikationssystem optimiert werden,
so dass mehr Sektionen vorgesehen sein können.
[0044] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist die Wartungsbus-Bridge über
einen Ergänzungsrepeater an die Wartungsbusleitung angeschlossen. Auf diese Weise
wird ermöglicht, dass die Wartungsbus-Bridge über eine längere Stichleitung an die
Wartungsbusleitung angeschlossen werden kann.
[0045] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist der Ergänzungsrepeater
und/oder die Wartungsbus-Bridge rückwirkungsfrei ausgebildet. Insbesondere bedeutet
dies, dass ein Kurzschluss oder ein fehlerhaftes Dauersignal auf der Seite der weiteren
Busleitung des Steuer- und Kommunikationssystems keine Rückwirkungen auf die Wartungsbusleitung
hat. Hierdurch ergibt sich der Vorteil, dass eine Störung auf der Seite des Maschinenbusses
nicht zum Ausfall des gesamten Wartungsbusses führt, so dass die Wartungseinrichtungen
weiter über die Wartungsbusleitung kommunizieren können.
[0046] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind sämtliche der Bustopologiekomponenten
in unmittelbarer Nähe zueinander angeordnet. Hierdurch kann die gesamte für das Übertragungsverhalten
wirksame Leitungslänge zwischen zwei Wartungseinrichtungen weiter verkürzt werden
kann.
[0047] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind sämtliche der Bustopologiekomponenten
auf einer gemeinsamen Platine angeordnet. Einerseits kann so die wirksame Leitungslänge
weiter reduziert werden, andererseits kann so eine Elektronikbaugruppe geschaffen
werden, die vorgefertigt und bei der Endmontage als Ganzes montiert werden kann, was
die Endmontage der Textilmaschine wesentlich vereinfacht.
[0048] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind die Bustopologiekomponenten
in Längsrichtung der Textilmaschine in der Mitte der Textilmaschine angeordnet. Dieses
Konzept führt zu besonders kurzen Leitungslängen mit den bereits beschriebenen Vorteilen.
[0049] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist die Wartungsbus-Bridge
in unmittelbarer Nähe zu den Bustopologiekomponenten angeordnet. Hierdurch kann die
gesamte für das Übertragungsverhalten wirksame Leitungslänge zwischen zwei Wartungseinrichtungen
ebenfalls verkürzt werden.
[0050] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist die Wartungsbus-Bridge auf
der gemeinsamen Platine angeordnet. Einerseits kann so die wirksame Leitungslänge
weiter reduziert werden, andererseits kann so eine Elektronikbaugruppe geschaffen
werden, die vorgefertigt und bei der Endmontage als Ganzes montiert werden kann, was
die Endmontage der Textilmaschine wesentlich vereinfacht.
[0051] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist der Ergänzungsrepeater
in unmittelbarer Nähe zu den Bustopologiekomponenten angeordnet. Hierdurch kann die
gesamte für das Übertragungsverhalten wirksame Leitungslänge zwischen einer der Wartungseinrichtungen
und den weiteren Steuerungseinrichtungen der Textilmaschine ebenfalls verkürzt werden.
[0052] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist der Ergänzungsrepeater auf
der gemeinsamen Platine angeordnet. Einerseits können so die wirksamen Leitungslängen
weiter reduziert werden, andererseits kann so eine Elektronikbaugruppe geschaffen
werden, die vorgefertigt und bei der Endmontage als Ganzes montiert werden kann, was
die Endmontage der Textilmaschine wesentlich vereinfacht.
[0053] Nach einer zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung sind die Bustopologiekomponenten
in Gruppen aufgeteilt, wobei sämtliche Bustopologiekomponenten einer der Gruppen in
unmittelbarer Nähe zueinander angeordnet sind. Diese Lösung ist insbesondere dann
von Vorteil, wenn eine größere Zahl von Wartungseinrichtungen, beispielsweise acht
oder mehr, vorgesehen ist. In diesem Fall kann vorgesehen sein, dass die einzelnen
Wartungseinrichtungen lediglich längs eines Teils der Arbeitsstellen verfahrbar sein
können. Innerhalb der Gruppe sind dabei die wirksamen Leitungswege minimiert. Zwischen
den Gruppen ist im Regelfall keine Kommunikation zwischen den Wartungseinrichtungen
erforderlich. Auf diese Weise kann die Anzahl der Sektionen bei gleichbleibender maximaler
wirksamer Leitungslänge weiter erhöht werden.
[0054] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind die Bustopologiekomponenten
einer der Gruppen in Längsrichtung der Textilmaschine in der Mitte eines der Gruppe
zugewiesenen Arbeitsbereichs den an die Gruppe angeschlossenen Wartungseinrichtungen
angeordnet. Unter Arbeitsbereich einer Gruppe wird dabei der Bereich derjenigen Arbeitsstellen
verstanden, für deren Wartung die Wartungseinrichtungen der Gruppe zuständig sind.
Auf diese Weise können die wirksamen Leitungslängen innerhalb der Gruppen weiter reduziert
werden.
[0055] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind sämtliche Bustopologiekomponenten
einer der Gruppen auf einer gemeinsamen Platine angeordnet. Einerseits können so die
wirksamen Leitungslängen weiter reduziert werden, andererseits kann so eine Elektronikbaugruppe
geschaffen werden, die vorgefertigt und bei der Endmontage als Ganzes montiert werden
kann, was die Endmontage der Textilmaschine wesentlich vereinfacht.
[0056] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist für jede der Gruppen eine
Wartungsbusleitung und eine Wartungsbus-Bridge vorgesehen, welche in unmittelbarer
Nähe zu den Bustopologiekomponenten der Gruppe angeordnet ist. Auf diese Weise entstehen
mehrere Wartungsbusse, wodurch das Steuer- und Kommunikationssystem insbesondere für
sehr lange Maschinen weiter optimiert werden kann. Insbesondere können auf diese Weise
die wirksamen Leitungslängen innerhalb der Gruppen weiter reduziert werden.
[0057] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist jede der Wartungsbus-Bridges
auf der jeweiligen gemeinsamen Platine der Gruppe angeordnet. Einerseits können so
die wirksamen Leitungslängen weiter reduziert werden, andererseits kann so eine Elektronikbaugruppe
geschaffen werden, die vorgefertigt und bei der Endmontage als Ganzes montiert werden
kann, was die Endmontage der Textilmaschine wesentlich vereinfacht.
[0058] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist für jede der Gruppen ein
Zusatzrepeater vorgesehen, welcher in unmittelbarer Nähe zu den Bustopologiekomponenten
der Gruppe angeordnet ist. Auf diese Weise wird ermöglicht, dass die jeweilige Wartungsbus-Bridge
der Gruppe über eine längere Stichleitung an die Wartungsbusleitung der Gruppe angeschlossen
werden kann.
[0059] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist jeder der Zusatzrepeater
auf der jeweiligen gemeinsamen Platine der Gruppe angeordnet. Einerseits können so
die wirksamen Leitungslängen weiter reduziert werden, andererseits kann so eine Elektronikbaugruppe
geschaffen werden, die vorgefertigt und bei der Endmontage als Ganzes montiert werden
kann, was die Endmontage der Textilmaschine wesentlich vereinfacht.
[0060] Die vorstehend erläuterten und/oder in den Unteransprüchen wiedergegebenen vorteilhaften
Aus- und Weiterbildungen der Erfindung können dabei - außer z. B. in den Fällen eindeutiger
Abhängigkeiten oder unvereinbarer Alternativen - einzeln oder aber auch in beliebiger
Kombination miteinander zur Anwendung kommen.
[0061] Die Erfindung wird im Folgenden mit Hilfe von Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematisierte beispielhafte Darstellung einer Längsseite einer erfindungsgemäßen
Offenend-Spinnmaschine mit verfahrbaren Wartungseinrichtungen,
- Figur 2
- ein erstes Ausführungsbeispiel eines Steuer- und Kommunikationssystems einer erfindungsgemäßen
Textilmaschine in einer schematischen Darstellung,
- Figur 3
- ein zweites Ausführungsbeispiel eines Steuer- und Kommunikationssystems einer erfindungsgemäßen
Textilmaschine in einer schematischen Darstellung,
- Figur 4
- ein drittes Ausführungsbeispiel eines Steuer- und Kommunikationssystems einer erfindungsgemäßen
Textilmaschine in einer schematischen Darstellung,
- Figur 5
- ein viertes Ausführungsbeispiel eines Steuer- und Kommunikationssystems einer erfindungsgemäßen
Textilmaschine in einer schematischen Darstellung,
- Figur 6
- ein fünftes Ausführungsbeispiel eines Steuer- und Kommunikationssystems einer erfindungsgemäßen
Textilmaschine in einer schematischen Darstellung, und
- Figur 7
- ein sechstes Ausführungsbeispiel eines Steuer- und Kommunikationssystems einer erfindungsgemäßen
Textilmaschine in einer schematischen Darstellung.
[0062] In den folgenden Figuren sind nur diejenigen Bestandteile einer Textilmaschine mit
Bezugszeichen versehen und erläutert, welche für das Verständnis der Erfindung erforderlich
sind. Es versteht sich von selbst, dass die erfindungsgemäße Textilmaschine weitere
Teile und Baugruppen umfassen kann.
[0063] Figur 1 zeigt einen Teil einer Längsseite einer Rotorspinnmaschine 1, welche als
Beispiel für eine erfindungsgemäße Textilmaschine 1 dient. Dabei ist die Längsrichtung
LR der Textilmaschine 1 durch einen Doppelpfeil symbolisiert. Gezeigt sind drei vollständige
Sektion 2a, 2e und 2i, welche jeweils beispielhaft sechs Arbeitsstellen 3, nämlich
sechs Spinnstellen 3, umfassen. Jede der Sektionen 2a, 2e und 2i könnte aber auch
deutlich mehr Spinnstellen 3 aufweisen, beispielsweise 16 Stück. Aufgrund der gewählten
Perspektive sind von den sechs Spinnstellen 3 lediglich jeweils drei, nämlich die
Spinnstellen 3a, 3b und 3c der Sektion 2a, die Spinnstellen 3d, 3e und 3f der Sektion
2e sowie die Spinnstellen 3g, 3h und 3i der Sektion 2i sichtbar. Die jeweils drei
weiteren Spinnstellen 3 der Sektionen 2 sind auf der anderen, nicht sichtbaren Längsseite
der Textilmaschine angeordnet.
[0064] Zwischen den Sektionen 2a und 2e sowie zwischen den Sektionen 2e und 2i sind jeweils
mehrere weitere Sektionen 2 vorgesehen, welche aus Platzgründen nicht dargestellt
sind. Die Anzahl der Sektionen 2 einer Rotorspinnmaschine 1 kann variieren. Üblich
sind beispielsweise 20 Sektionen.
[0065] Sämtliche gezeigten Spinnstellen 3a bis 3i sind gleichartig aufgebaut. Aus Gründen
der Übersichtlichkeit sind lediglich die wesentlichen Komponenten der Spinnstelle
3a mit Bezugszeichen versehen.
[0066] Eine Zuführvorrichtung 4 dient der Entnahme eines Faserbands FB aus einer der Spinnstelle
3a beigestellten Kanne KA und dem Zuführen des Faserbands FB zu einer Auflöseeinrichtung
5. Mittels der Auflöseeinrichtung 5 wird der Zusammenhalt der im Faserband FB befindlichen
Fasern aufgelöst, so dass mittels nicht gezeigter Mittel einzelne Fasern der Spinnvorrichtung
6 zugeführt werden können. Diese einzelnen Fasern werden mit Hilfe der Spinnvorrichtung
6 zu einem Faden F versponnen. Der Begriff "Faden" ist gleichbedeutend mit dem Begriff
"Garn".
[0067] Der gesponnene Faden F wird mit einer Abzugseinrichtung 7 aus der Spinnvorrichtung
6 abgezogen. Stromabwärts der Abzugseinrichtung 7 ist ein Fadenwächter 8 angeordnet.
Der Fadenwächter 8 ist zur Erkennung von Fadenbrüchen ausgebildet, um im Falle eines
Fadenbruchs geeignete Maßnahmen zur Behebung der Störung automatisch einleiten zu
können. Eine Spulvorrichtung 9 dient schließlich dazu, den gesponnenen Faden F derart
aufzuwinden, dass eine Kreuzspule KS entsteht.
[0068] Zur Steuerung von Funktionseinheiten der Spinnstelle 3a ist weiterhin eine nicht
gezeigte Arbeitsstellensteuereinrichtung vorgesehen, welche, wie die anderen Arbeitsstellensteuereinrichtungen
der Spinnstellen 3a, 3b und 3c der Sektion 2a, zum Datenaustausch mit einer Sektionssteuereinrichtung
10a verbunden sind. Analog sind die Arbeitsstellensteuereinrichtungen der Sektion
2e mit der Sektionssteuereinrichtung 10e, die der Sektion 2i mit der Sektionssteuereinrichtung
10i, usw. verbunden.
[0069] An einem Ende der Textilmaschine 1 ist ein erstes Endgestell 11 schematisch dargestellt,
welches in bekannter Weise eine Vielzahl von zentralen Einrichtungen der Textilmaschine
1 enthält. Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist davon lediglich eine Maschinensteuereinrichtung
12 zur Steuerung und Überwachung der Produktion der Textilmaschine 1 dargestellt.
Der Maschinensteuereinrichtung 12 ist eine nicht näher dargestellte Bedieneinheit
zugeordnet, weshalb das erste Endgestell auch Bediengestell genannt wird.
[0070] An einem anderen Ende der Textilmaschine 1 ist ein zweites Endgestell 13 schematisch
dargestellt, welches in bekannter Weise eine Vielzahl von zentralen Antrieben der
Textilmaschine 1 enthält. Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist lediglich eine Antriebssteuereinrichtung
14 zur Steuerung und Überwachung der zentralen Antriebe der Textilmaschine 1 dargestellt.
Das zweite Endgestell wird auch Triebgestell genannt.
[0071] Weiterhin vorgesehen sind beispielhaft vier in Längsrichtung LR verfahrbare Wartungseinrichtungen
15, von denen nur die Wartungseinrichtungen 15a und 15b dargestellt sind, da sich
die anderen Wartungseinrichtungen 15c und 15d auf der anderen Längsseite der Textilmaschine
1 befinden. Es könnten aber auch noch mehr Wartungseinrichtungen 15 vorgesehen sein.
Diese Wartungseinrichtungen 15 dienen unter anderem der automatischen Durchführung
eines Anspinnvorgangs an einer der Spinnstellen 3. Die verfahrbaren Wartungseinrichtungen
15a-d umfassen jeweils eine Steuereinrichtung 16a-d, welche, wie üblich, eine nicht
dargestellte Bedieneinheit aufweisen können.
[0072] Um die Wartungseinrichtungen 15a-d in Längsrichtung LR von Spinnstelle 3 zu Spinnstelle
3 verfahren zu können, sind diese an einer Fahrschiene 17, beispielsweise mittels
Rollen gelagert, von denen wenigstens eine angetrieben sein kann.
[0073] Weiterhin ist ein in Längsrichtung LR an einer Oberseite der Textilmaschine 1 verlaufender
Unterdruckkanal 18 zur Versorgung der Wartungseinrichtungen 15a-d mit Unterdruck vorgesehen.
Hierzu kann an jeder der Spinnstellen 3 ein Anschluss vorgesehen sein, der eine automatische
Verbindung der Wartungseinrichtungen 15 mit dem Unterdruckkanal 18 ermöglicht.
[0074] Um die Anbindung der Wartungseinrichtungssteuereinrichtungen 16a-d an den maschinenfesten
Teil des Steuer- und Kommunikationssystems der Textilmaschine 1 zu ermöglichen, sind
die als Schleppleitungen ausgebildeten Wartungseinrichtungsbusleitungen 19a-d vorgesehen,
von denen lediglich die Wartungseinrichtungsbusleitungen 19a-b sichtbar sind. Die
Wartungseinrichtungsbusleitung 19a erstreckt sich dabei von der Wartungseinrichtungssteuereinrichtung
16a über eine wartungseinrichtungsfeste Anschlusseinrichtung 20a bis zu einer maschinenfesten
Anschlusseinrichtung 21. Analog erstreckt sich dabei die Wartungseinrichtungsbusleitung
19b von der Wartungseinrichtungssteuereinrichtung 16b über eine wartungseinrichtungsfeste
Anschlusseinrichtung 20b bis zu der maschinenfesten Anschlusseinrichtung 21, usw.
[0075] Vorteilhafterweise sind die Wartungseinrichtungsbusleitungen 19a-d als Schleppleitungen
19a-d ausgebildet. Schleppleitungen 19a-d weisen eine lange Lebensdauer auf, weil
der Biegeradius durch die Schleppkette über einem zulässigen Mindestradius gehalten
werden kann. Zudem benötigen sie keinen eigenen aktiven Antrieb, da sie so angeordnet
werden können, dass sie vom Antrieb der verfahrbaren Wartungseinrichtung 15a-d geschleppt
werden. Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn die Wartungseinrichtungsbusleitungen
19a-d mit weiteren Leitungen, beispielsweise mit Energieversorgungsleitungen, in einer
Führungseinrichtung verlegt werden. Prinzipiell könnten die Wartungseinrichtungsbusleitungen
19a-d aber auch als sich selbst aufwickelnde Leitungen ausgeführt sein.
[0076] Figur 2 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel eines Steuer- und Kommunikationssystems
einer erfindungsgemäßen Textilmaschine 1 in einer schematischen Darstellung. Dieses
weist eine Maschinenbusleitung 22 auf, welche sich längs der Textilmaschine 1 von
dem ersten Endgestell 11 bis zu dem zweiten Endgestell 13 erstreckt. An diese Maschinenbusleitung
22 sind als Knoten die Sektionssteuereinrichtungen 10a bis 10i, die Maschinensteuereinrichtung
12 und die Antriebssteuereinrichtung 14 mittels sogenannter Schneid-Klemmtechnik oder
mittels einer Stecktechnik angeschlossen, ohne dass die Maschinenbusleitung 22 hierdurch
im physikalischen Sinne unterbrochen wird. Derartige Schneid-Klemm-Anschlüsse oder
Steckanschlüsse sind in dieser Schrift jeweils als kurze Doppelpfeile dargestellt.
[0077] Bei der Maschinenbusleitung 22 kann es sich insbesondere um eine lineare, durchgehende
physikalische Leitung handeln, die beispielsweise in einem maschinenlangen Kabelkanal
verlegt ist. Insbesondere kann die Maschinenbusleitung 22 aus sektionslangen Stücken
bestehen, welche bei der Montage der Textilmaschine 1 mittels Schraubverbindungen,
Steckverbindungen oder dergleichen verbunden werden.
[0078] Im ersten Ausführungsbeispiel weist die Maschinenbusleitung 22 eine lineare Fortführung
23 auf, welche sich von dem ersten Endgestell 11 bis in einen Bereich der maschinenfesten
Anschlusseinrichtung 21 erstreckt. Die so entstehende lineare Busleitung 22, 23 ist
im Bereich des zweiten Endgestells 13 mit einem ersten Abschlusswiderstand 24 und
im Bereich der maschinenfesten Anschlusseinrichtung 21 mit einem zweiten Abschlusswiderstand
25 abgeschlossen.
[0079] Die Wartungseinrichtungsbusleitungen 19a-d sind nun jeweils über einen Repeater 26a-d
und über die Fortsetzung 23 an die Maschinenbusleitung 22 angeschlossen und über nicht
gezeigte Abschlusswiderstände an beiden Enden abgeschlossen.
[0080] Erfindungsgemäß sind die als Repeater 26a-d ausgebildeten Bustopologiekomponenten
26a-d, 38a-d in Längsrichtung LR der Textilmaschine 1 gesehen in einem mittleren Bereich
der Textilmaschine 1 angeordnet. Durch die Anordnung der Repeater 26a-d in eben dem
mittleren Bereich können nun die Wartungseinrichtungsbusleitungen 19a-d im Vergleich
zu Lösungen, bei denen die Repeater 26a-d in einem der Endgestelle 11, 13 angeordnet
sind, ceteris paribus wesentlich verkürzt werden, so dass auch die gesamte für das
Übertragungsverhalten wirksame Leitungslänge zwischen jeweils zwei der Wartungseinrichtungen
15a-d wesentlich verkürzt werden kann. Auf diese Weise kann die Gesamtlänge der Textilmaschine
1, also die Anzahl der Sektionen 2 bzw. der Arbeitsstellen 3 erhöht werden.
[0081] Da nun die Repeater 26a-d zumindest mittelbar mit der Maschinenbusleitung 22 verbunden
sind, ist eine direkte und damit schnelle Kommunikation zwischen den Wartungseinrichtungen
15a-d einerseits sowie der zentralen Steuereinrichtung 12, der Antriebssteuereinrichtung
14 und den Sektionssteuereinrichtungen 10a-i andererseits möglich, was insbesondere
beim Beheben von Störungen an einer der Arbeitsstellen 3 vorteilhaft ist.
[0082] Da die Repeater 26a-d über die lineare Fortführung 23 der Maschinenbusleitung 22
an die Maschinenbusleitung angeschlossen sind, ergeben sich insbesondere fertigungstechnische
Vorteile, da die Maschinenbusleitung 22 an sich wie bisher üblich durchgehend ausgeführt
werden kann, so dass insoweit sämtliche Sektionen 2 der Textilmaschine 1 gleichartig
verkabelt sind. Vom Endgestell 11 kann nun die lineare Fortführung 23 separat zum
mittleren Bereich der Textilmaschine 1 geführt werden. Beispielsweise kann die Fortführung
23 am oder im Unterdruckkanal 18 verlegt werden.
[0083] Vorteilhafterweise sind die Repeater 26a-d in einem Bereich einer maschinenfesten
Anschlusseinrichtung 21 der ihm jeweils zugeordneten Wartungseinrichtungsbusleitung
19a-d angeordnet. Auf diese Weise kann der maschinenfeste Abschnitt der Wartungseinrichtungsbusleitungen
19a-d minimiert werden. Hierdurch kann die gesamte für das Übertragungsverhalten wirksame
Leitungslänge zwischen jeweils zwei der Wartungseinrichtungen 15a-d minimiert und
die Gesamtlänge der Textilmaschine 1, also die Anzahl der Sektionen 2 bzw. der Arbeitsstellen
3 maximiert werden.
[0084] Zweckmäßig sind die Repeater 26a-d an einer Oberseite der Textilmaschine 1 angeordnet.
Üblicherweise verläuft der bewegliche Abschnitt der Wartungseinrichtungsbusleitungen
19a-d an der Oberseite einer Textilmaschine 1. Durch die Anordnung der Repeater 26a-d,
ebenfalls an der Oberseite der Textilmaschine 1, kann die gesamte für das Übertragungsverhalten
wirksame Leitungslänge zwischen jeweils zwei der Wartungseinrichtungen 15a-d weiter
verkürzt werden.
[0085] Vorteilhafterweise sind die Repeater 26a-d im Bereich des Unterdruckkanals 18 zum
Versorgen der Wartungseinrichtungen 15a-d mit einem Unterdruck angeordnet. Typischer
sind maschinenfeste Anschlusseinrichtungen 21 der Wartungseinrichtungsbusleitungen
19a-d an einem derartigen Unterdruckkanal 18 angeordnet, so dass die Anordnung der
Repeater 26a-d in einem Bereich eines Unterdruckkanals 18 zur weiteren Verkürzung
der wirksamen Leitungslängen beiträgt. Zudem kann die Fortführung 23 längs des Unterdruckkanals
18, insbesondere im Unterdruckkanal 18, verlaufen, von welchem sie einfach und geschützt
verlegt werden kann.
[0086] Vorteilhafterweise sind die Repeater 26a-d rückwirkungsfrei ausgebildet. Hierdurch
ergibt sich der Vorteil, dass eine Störung auf einer der Wartungseinrichtungsbusleitungen
19a-d nicht zum Ausfall des gesamten Systems führt. Kommt es beispielsweise auf einer
der Wartungseinrichtungsbusleitungen 19a-d zu einem Kurzschluss, dann ist hierdurch
die Fortführung 23 der Maschinenbusleitung 22 nicht betroffen, so dass die anderen
Wartungseinrichtungen 15a-d weiter über die Fortführung 23 kommunizieren können.
[0087] Zweckmäßigerweise sind die Repeater 26a-d unmittelbar an die lineare Fortführung
23 der Maschinenbusleitung 22 angeschlossen. Wenn nun die Repeater 26a-d unmittelbar
mit der Maschinenbusleitung, was alternativ möglich wäre, oder der linearen Fortführung
23 der Maschinenbusleitung 22 verbunden sind, so werden die Wartungseinrichtungsbusleitungen
19a-d und die Wartungseinrichtungen 15a-d unmittelbar Teil des Maschinebusses. Hierdurch
ist eine direkte und damit schnelle Kommunikation zwischen den Wartungseinrichtungen
15a-d einerseits sowie der zentralen Steuereinrichtung 12, der Antriebssteuereinrichtung
14 und den Sektionssteuereinrichtungen 10a-i andererseits möglich, was insbesondere
beim Beheben von Störungen an einer der Arbeitsstellen vorteilhaft ist.
[0088] Vorteilhafterweise sind sämtliche der Repeater 26a-d in unmittelbarer Nähe zueinander
angeordnet. Hierdurch kann die gesamte für das Übertragungsverhalten wirksame Leitungslänge
zwischen zwei Wartungseinrichtungen 15a-d weiter verkürzt werden.
[0089] Vorteilhafterweise sind sämtliche der Repeater 26a-d auf einer nicht gezeigten gemeinsamen
Platine angeordnet. Einerseits kann so die wirksame Leitungslänge weiter reduziert
werden, andererseits kann so eine Elektronikbaugruppe geschaffen werden, die vorgefertigt
und bei der Endmontage als Ganzes montiert werden kann, was die Endmontage der Textilmaschine
1 wesentlich vereinfacht.
[0090] Zweckmäßigerweise sind die Repeater 26a-d in Längsrichtung LR der Textilmaschine
1 in der Mitte der Textilmaschine 1 angeordnet. Dieses Konzept führt zu besonders
kurzen Leitungslängen mit den bereits beschriebenen Vorteilen.
[0091] Figur 3 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel eines Steuer- und Kommunikationssystems
einer erfindungsgemäßen Textilmaschine 1 in einer schematische Darstellung, wobei
im Folgenden lediglich die Unterschiede zum ersten Ausführungsbeispiel erläutert werden.
[0092] Hierbei sind die Repeater 26a-d mit wenigstens einer mittels eines dritten Abschlusswiderstands
27 abgeschlossenen Zusatzbusleitung 28, welche sich von den Repeatern 26a-d bis zu
einem in Längsrichtung LR gesehen mittleren Bereich der Maschinenbusleitung 22 erstreckt,
verbunden. Die Fortführung 23 entfällt dabei, wobei nun die Maschinenbusleitung selbst
mit dem zweiten Abschlusswiderstand 25 abgeschlossen ist. Hierbei können die physikalischen
Leitungswege im Vergleich zur Nutzung der linearen Fortführung 23 weiter verkürzt
werden.
[0093] Vorteilhafterweise die ist Zusatzbusleitung 28 über einen Maschinenbus-Repeater 29
an die Maschinenbusleitung 22 angeschlossen. Bei Verwendung eines Maschinenbus-Repeaters
29, der die Maschinenbusleitung 22 und die Zusatzbusleitung 28 verbindet, sind die
Zusatzbusleitung 28 und, soweit hier keine logische Trennung vorgesehen ist, die Repeater
26a-d, die Wartungseinrichtungsbusleitungen 19a-d und die Wartungseinrichtungen 15a-d
integraler Bestandteil des Maschinenbusses, was eine direkte und damit schnelle Kommunikation
ermöglicht.
[0094] In einem nicht gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Zusatzbusleitung über eine Maschinenbus-Bridge
an die Maschinenbusleitung angeschlossen, welche anstelle des Maschinenbus-Repeaters
treten kann. Konkret entsteht bei Verwendung einer Maschinenbus-Bridge, die die Maschinenbusleitung
22 und die Zusatzbusleitung 28 verbindet, ein vom Maschinenbus logisch und gegebenenfalls
elektrisch getrennter Datenbus, der die Zusatzbusleitung 28, die Repeater 26a-d, die
Wartungseinrichtungsbusleitungen 19a-d und die Wartungseinrichtungen 15a-d umfasst.
Hierbei kann auf dem so geschaffenen getrennten Datenbus ein anderes Protokoll als
auf dem Maschinenbus verwendet werden. Ebenso können auf dem getrennten Datenbus und
dem Maschinenbus unterschiedliche Bandbreiten vorgesehen sein. Zudem kann die Zusatzbridge
eine Filterfunktion übernehmen, so dass nur diejenigen Daten zwischen dem getrennten
Datenbus und dem Maschinenbus übertragen werden, welche jeweils für den Empfänger
relevant sind. Hierdurch kann das Steuer- und Kommunikationssystem optimiert werden,
so dass mehr Sektionen vorgesehen sein können.
[0095] Vorteilhafterweise sind der Maschinenbus-Repeater 29 und/oder die Maschinenbus-Bridge
rückwirkungsfrei ausgebildet. Insbesondere bedeutet dies, dass ein Kurzschluss oder
ein fehlerhaftes Dauersignal auf einer der Busleitungen 22, 28 keine Rückwirkungen
auf die andere angeschlossene Busleitung 22, 28 hat. Hierdurch ergibt sich der Vorteil,
dass eine Störung auf einer der Busleitungen 22, 28 nicht zum Ausfall des gesamten
Systems führt. Kommt es beispielsweise auf der Zusatzbusleitung 28 zu einem Kurzschluss,
dann ist hierdurch die Maschinenbusleitung 22 nicht betroffen. Vorteilhafterweise
sind die Repeater 26a-d unmittelbar an die Zusatzbusleitung 28 angeschlossen. Hierdurch
werden die Wartungseinrichtungsbusleitungen 19a-d und die Wartungseinrichtungen 15a-d
unmittelbar Teil des Maschinebusses, sofern die Zusatzbusleitung über den Maschinenbus-Repeater
29 an die Maschinenbusleitung 22 angeschlossen ist. Hierdurch ist eine direkte und
damit schnelle Kommunikation zwischen den Wartungseinrichtungen 15a-d einerseits sowie
der zentralen Steuereinrichtung 12, der Antriebssteuereinrichtung 14 und den Sektionssteuereinrichtungen
10a-d andererseits möglich, was insbesondere beim Beheben von Störungen an einer der
Arbeitsstellen 3 vorteilhaft ist.
[0096] Figur 4 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel eines Steuer- und Kommunikationssystems
einer erfindungsgemäßen Textilmaschine 1 in einer schematischen Darstellung, wobei
im Folgenden lediglich die Unterschiede zu dem in Figur 2 gezeigten ersten Ausführungsbeispiel
erläutert werden.
[0097] Im dritten Ausführungsbeispiel sind die Repeater 26a-d an wenigstens eine Wartungsbusleitung
30 angeschlossen, welche über wenigstens eine Wartungsbus-Bridge 31 an die lineare
Fortführung 23 der Maschinenbusleitung 22 des Steuer- und Kommunikationssystems angeschlossen
ist. Die Wartungsbus-Bridge 31 könnte aber auch an eine weitere Busleitung, insbesondere
an die Maschinenbusleitung 22 oder an die Zusatzbusleitung 28 angeschlossen sein.
[0098] Hierdurch entsteht ein logisch eigenständiger Wartungsbus, der die Wartungseinrichtungen
15a-d, die Wartungseinrichtungsbusleitungen 19a-d, die Repeater 26a-d und die Wartungsbusleitung
30 umfasst. Hierbei kann auf dem so geschaffenen Wartungsbus ein anderes Protokoll
als auf den anderen Datenbussen der Textilmaschine verwendet werden. Ebenso können
auf dem Wartungsbus und auf den anderen Datenbussen der Textilmaschine unterschiedliche
Bandbreiten vorgesehen sein. Zudem kann die Wartungsbus-Bridge 31 eine Filterfunktion
übernehmen, so dass nur diejenigen Daten zwischen dem Wartungsbus und den anderen
Datenbussen der Textilmaschine 1 übertragen werden, welche jeweils für den Empfänger
relevant sind. Hierdurch kann das Steuer- und Kommunikationssystem optimiert werden,
so dass mehr Sektionen 2 vorgesehen sein können.
[0099] Zweckmäßigerweise ist die Wartungsbus-Bridge 31 über einen Ergänzungsrepeater 32
an die Wartungsbusleitung 30 angeschlossen. Auf diese Weise wird ermöglicht, dass
die Wartungsbus-Bridge 31 über eine längere Stichleitung an die Wartungsbusleitung
30 angeschlossen werden kann.
[0100] Vorteilhafterweise ist der Ergänzungsrepeater 32 und/oder die Wartungsbus-Bridge
31 rückwirkungsfrei ausgebildet ist. Insbesondere bedeutet dies, dass ein Kurzschluss
oder ein fehlerhaftes Dauersignal auf der Seite des Maschinenbusses keine Rückwirkungen
auf die Wartungsbusleitung 30 hat. Hierdurch ergibt sich der Vorteil, dass eine Störung
auf der Seite des Maschinenbusses nicht zum Ausfall des gesamten Wartungsbusses führt,
so dass die Wartungseinrichtungen 15a-d weiter über die Wartungsbusleitung 33 kommunizieren
können.
[0101] Vorteilhafterweise ist die Wartungsbus-Bridge 31 in unmittelbarer Nähe zu den Repeatern
26a-d angeordnet. Hierdurch kann die gesamte für das Übertragungsverhalten wirksame
Leitungslänge zwischen zwei Wartungseinrichtungen 15a-d ebenfalls verkürzt werden.
[0102] Vorteilhafterweise ist die Wartungsbus-Bridge 31 auf der gemeinsamen Platine angeordnet.
Einerseits kann so die wirksame Leitungslänge weiter reduziert werden, andererseits
kann so eine Elektronikbaugruppe geschaffen werden, die vorgefertigt und bei der Endmontage
als Ganzes montiert werden kann, was die Endmontage der Textilmaschine 1 wesentlich
vereinfacht.
[0103] Bevorzugt ist auch der Ergänzungsrepeater 32 in unmittelbarer Nähe zu den Repeatern
26a-d angeordnet. Hierdurch kann die gesamte für das Übertragungsverhalten wirksame
Leitungslänge zwischen zwei Wartungseinrichtungen 15a-d ebenfalls verkürzt werden.
[0104] Vorteilhafterweise ist der Ergänzungsrepeater 32 auf der gemeinsamen Platine angeordnet.
Einerseits können so die wirksamen Leitungslängen weiter reduziert werden, andererseits
kann so eine Elektronikbaugruppe geschaffen werden, die vorgefertigt und bei der Endmontage
als Ganzes montiert werden kann, was die Endmontage der Textilmaschine 1 wesentlich
vereinfacht.
[0105] Figur 5 zeigt ein viertes Ausführungsbeispiel eines Steuer- und Kommunikationssystems
einer erfindungsgemäßen Textilmaschine 1 in einer schematischen Darstellung, wobei
im Folgenden lediglich die Unterschiede zu dem in Figur 4 gezeigten dritten Ausführungsbeispiel
erläutert werden.
[0106] Hier sind die Repeater 26a-d über die Wartungsbus-Bridge 31 mit wenigstens einer
Verbindungsbusleitung 33, welche sich von den Repeatern 26a-d bis zu einem der Endgestelle
11 erstreckt, verbunden, wobei die Verbindungsbusleitung 33 über eine Zusatzbridge
34 oder einen nicht gezeigten Zusatzrepeater an die Maschinenbusleitung 22 angeschlossen
ist. Die lineare Fortführung 23 entfällt hierbei. Die Repeater 26a-d könnten alternativ
direkt an die Verbindungsbusleitung 33 angeschlossen sein. Bei Verwendung eines Zusatzrepeaters
wird die Verbindungsbusleitung 33 zum Bestandteil des Maschinenbusses, so dass eine
schnelle Datenübertragung gewährleistet ist. Hingegen entsteht bei Verwendung einer
Verbindungsleitung 33 und einer Zusatzbridge 34, welche die Verbindungsbusleitung
33 und die Maschinenbusleitung 22 verbindet, ein vom Maschinenbus logisch und gegebenenfalls
elektrisch getrennter Datenbus, der die Verbindungsbusleitung 33 und, soweit keine
logische Trennung, also insbesondere keine Wartungsbus-Bridge 31, vorgesehen ist,
die Repeater 26a-d, die Wartungseinrichtungsbusleitungen 19a-d und die Wartungseinrichtungen
15a-d umfasst. Hierbei kann auf dem so geschaffenen getrennten Datenbus ein anderes
Protokoll als auf dem Maschinenbus verwendet werden. Ebenso können auf dem getrennten
Datenbus und dem Maschinenbus unterschiedliche Bandbreiten vorgesehen sein. Zudem
kann die Zusatzbridge 34 eine Filterfunktion übernehmen, so dass nur diejenigen Daten
zwischen dem getrennten Datenbus und dem Maschinenbus übertragen werden, welche jeweils
für den Empfänger relevant sind. Hierdurch kann das Steuer- und Kommunikationssystem
optimiert werden, so dass mehr Sektionen vorgesehen sein können.
[0107] Die Verbindungsbusleitung ist zur Vermeidung von Reflexionen über einen vierten Abschlusswiderstand
35 und einen fünften Abschlusswiderstand 36 an ihren Enden jeweils abgeschlossen.
[0108] Figur 6 zeigt ein fünftes Ausführungsbeispiel eines Steuer- und Kommunikationssystems
einer erfindungsgemäßen Textilmaschine 1 in einer schematischen Darstellung, wobei
im Folgenden lediglich die Unterschiede zu dem in Figur 2 gezeigten ersten Ausführungsbeispiel
erläutert werden.
[0109] Im fünften Ausführungsbeispiel sind die Repeater 26a-d in Gruppen 37a-b aufgeteilt,
wobei die Gruppe 37a die Repeater 26a und 26c sowie die Gruppe 37b die Repeater 26b
und 26d umfasst. Hierbei sind sämtliche Repeater 26a und 26c bzw. 26b und 26d einer
der Gruppen 37a bzw. 37b in unmittelbarer Nähe zueinander angeordnet. Diese Lösung
ist insbesondere dann von Vorteil, wenn eine größere Zahl von Wartungseinrichtungen
15a-d, beispielsweise acht oder mehr, vorgesehen ist. In diesem Fall kann vorgesehen
sein, dass die einzelnen Wartungseinrichtungen lediglich längs eines Teils der Arbeitsstellen
3 verfahrbar sein können. Innerhalb der Gruppen 37a, 37b sind dabei die wirksamen
Leitungswege minimiert. Zwischen den Gruppen 37a, 37b ist im Regelfall keine Kommunikation
zwischen den Wartungseinrichtungen 15a und 15c bzw. 15b und 15d erforderlich. Auf
diese Weise kann die Anzahl der Sektionen 2 bei gleichbleibender maximaler wirksamer
Leitungslänge weiter erhöht werden.
[0110] Vorteilhafterweise sind die Repeater 26a und 26c bzw. 26b und 26d einer der Gruppe
37a bzw. 37b in Längsrichtung LR der Textilmaschine 1 in der Mitte eines der Gruppe
37a bzw. 37b zugewiesenen Arbeitsbereichs der an die Gruppe 37a bzw. 37b angeschlossenen
Wartungseinrichtungen 15a und 15c bzw. 15 b und 15c angeordnet. Unter Arbeitsbereich
einer Gruppe 37a bzw. 37b wird dabei der Bereich derjenigen Arbeitsstellen 3 verstanden,
für deren Wartung die Wartungseinrichtungen 15a und 15c bzw. 15b und 15c der Gruppe
37a bzw. 37b zuständig sind. Auf diese Weise können die wirksamen Leitungslängen innerhalb
der Gruppen 37a bzw. 37b weiter reduziert werden.
[0111] Zweckmäßigerweise sind sämtliche Repeater 26a und 26c bzw. 26b und 26d einer der
Gruppen 37a bzw. 37b auf einer gemeinsamen Platine angeordnet. Einerseits können so
die wirksamen Leitungslängen weiter reduziert werden, andererseits kann so eine Elektronikbaugruppe
geschaffen werden, die vorgefertigt und bei der Endmontage als Ganzes montiert werden
kann, was die Endmontage der Textilmaschine 1 wesentlich vereinfacht.
[0112] Vorteilhafterweise ist für jede der Gruppen 37a-b eine Wartungsbus-Bridge 31 und
eine Wartungsbusleitung 30, wie in den Figuren 4 und 5 gezeigt und oben beschrieben,
vorgesehen, welche in unmittelbarer Nähe zu den Repeatern 26a und 26c bzw. 26b und
26d der Gruppe 37a bzw. 37b angeordnet ist. Auf diese Weise entstehen mehrere Wartungsbusse,
wodurch das Steuer- und Kommunikationssystem, insbesondere für sehr lange Maschinen
1, weiter optimiert werden kann. Insbesondere können auf diese Weise die wirksamen
Leitungslängen innerhalb der Gruppen 37a bzw. 37b weiter reduziert werden.
[0113] Vorteilhafterweise ist jede der Wartungsbus-Bridges 31 auf der jeweiligen gemeinsamen
Platine der Gruppe 37a bzw. 37b angeordnet. Einerseits können so die wirksamen Leitungslängen
weiter reduziert werden, andererseits kann so eine Elektronikbaugruppe geschaffen
werden, die vorgefertigt und bei der Endmontage als Ganzes montiert werden kann, was
die Endmontage der Textilmaschine 1 wesentlich vereinfacht.
[0114] Vorteilhafterweise ist für jede der Gruppen 37a-b jeweils ein Ergänzungsrepeater
32, wie in den Figuren 4 und 5 gezeigt und oben beschrieben, vorgesehen, welcher in
unmittelbarer Nähe zu den Repeatern 26a und 26c bzw. 26b und 26d der Gruppe 37a bzw.
37b angeordnet ist. Auf diese Weise wird ermöglicht, dass die jeweilige Wartungsbus-Bridge
31 der Gruppe 37a bzw. 37b über eine längere Stichleitung an die Wartungsbusleitung
30 der Gruppe 37a bzw. 37b angeschlossen werden kann.
[0115] Vorteilhafterweise ist jeder der Ergänzungsrepeater 32 auf der jeweiligen gemeinsamen
Platine der Gruppe 37a bzw. 37b angeordnet. Einerseits können so die wirksamen Leitungslängen
weiter reduziert werden, andererseits kann so eine Elektronikbaugruppe geschaffen
werden, die vorgefertigt und bei der Endmontage als Ganzes montiert werden kann, was
die Endmontage der Textilmaschine 1 wesentlich vereinfacht.
[0116] Figur 6 zeigt ein sechstes Ausführungsbeispiel eines Steuer- und Kommunikationssystems
einer erfindungsgemäßen Textilmaschine 1 in einer schematischen Darstellung, wobei
im Folgenden lediglich die Unterschiede zu dem in Figur 2 gezeigten ersten Ausführungsbeispiel
erläutert werden.
[0117] In Figur 7 sind die Bustopologiekomponenten 26a-d; 38a-d als Bridges 38a-d ausgebildet.
Auf diese Weise entsteht ein erster Wartungseinrichtungsbus, der die erste Wartungseinrichtungssteuereinrichtung
16a, die erste Wartungseinrichtungsbusleitung 19a und die erste Bridge 38a umfasst.
Weiterhin entstehen ein zweiter Wartungseinrichtungsbus, der die zweite Wartungseinrichtungssteuereinrichtung
16b, die zweite Wartungseinrichtungsbusleitung 19b und die zweite Bridge 38b umfasst,
ein dritter Wartungseinrichtungsbus, der die dritte Wartungseinrichtungssteuereinrichtung
16c, die dritte Wartungseinrichtungsbusleitung 19c und die dritte Bridge 38c umfasst,
und ein vierter Wartungseinrichtungsbus, der die vierte Wartungseinrichtungssteuer-
einrichtung 16d, die vierte Wartungseinrichtungsbusleitung 19d und die vierte Bridge
38d umfasst.
[0118] Hierbei sind besonders lange Wartungseinrichtungsbusleitungen 19a-d möglich, da hierbei
die Länge der Wartungseinrichtungsbusleitungen 19a-d der maximal möglichen Länge des
jeweiligen Wartungseinrichtungsbusses entsprechen kann. Zudem kann die Bandbreite
auf den vier Wartungseinrichtungsbusleitungen 19a-d gering gewählt werden, so dass
diese besonders lang sein können.
Bezugszeichenliste
[0119]
- 1
- Textilmaschine, Rotorspinnmaschine
- 2
- Sektion
- 3
- Arbeitsstelle, Spinnstelle
- 4
- Zuführvorrichtung
- 5
- Auflöseeinrichtung
- 6
- Spinnvorrichtung
- 7
- Abzugseinrichtung
- 8
- Fadenwächter
- 9
- Spuleinheit
- 10
- Sektionssteuereinrichtung
- 11
- erstes Endgestell, Bediengestell
- 12
- Maschinensteuereinrichtung
- 13
- zweites Endgestell, Triebgestell
- 14
- Antriebssteuereinrichtung
- 15
- verfahrbare Wartungseinrichtung
- 16
- Wartungseinrichtungssteuereinrichtung
- 17
- Fahrschiene
- 18
- Unterdruckkanal
- 19
- Wartungseinrichtungsbusleitung, Schleppleitung
- 20
- wartungseinrichtungsfeste Anschlusseinrichtung
- 21
- maschinenfeste Anschlusseinrichtung
- 22
- Maschinenbusleitung
- 23
- Fortführung der Maschinenbusleitung
- 24
- erster Abschlusswiderstand
- 25
- zweiter Abschlusswiderstand
- 26
- als Repeater ausgebildete Bustopologiekomponente
- 27
- dritter Abschlusswiderstand
- 28
- Zusatzbusleitung
- 29
- Maschinenbus-Repeater
- 30
- Wartungsbusleitung
- 31
- Wartungsbus-Bridge
- 32
- Ergänzungsrepeater
- 33
- Verbindungsbusleitung
- 34
- Zusatzbridge
- 35
- vierter Abschlusswiderstand
- 36
- fünfter Abschlusswiderstand
- 37
- Gruppe der Repeater
- 38
- als Bridge ausgebildete Bustopologiekomponente
- LR
- Längsrichtung
- FB
- Faserband
- KA
- Kanne
- F
- Faden
- KS
- Kreuzspule
1. Textilmaschine, insbesondere Spinnmaschine (1) oder Spulmaschine, mit einer Vielzahl
von an einer Längsseite nebeneinander angeordneten, gleichartigen Arbeitsstellen (3a-3i),
mit einer Vielzahl von längs der Arbeitsstellen (3a-i) verfahrbaren Wartungseinrichtungen
(15a, 15b) zum Warten der Arbeitsstellen (3a-3i), mit einem Steuer- und Kommunikationssystem,
wobei jede der Wartungseinrichtungen (15a, 15b) über jeweils eine Wartungseinrichtungsbusleitung
(19a, 19b, 19c,19d) an jeweils eine Bustopologiekomponente (26a, 26b, 26c, 26d; 38a,
38b, 38c, 38d) angeschlossen ist, wobei zumindest einige der Bustopologiekomponenten
(26a, 26b, 26c, 26d; 38a, 38b, 38c, 38d) mit einer gemeinsamen Busleitung (22, 23,
28, 30, 33) des Steuer- und Kommunikationssystems verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Teil der Bustopologiekomponenten (26a, 26b, 26c, 26d; 38a, 38b, 38c,
38d) in Längsrichtung (LR) der Textilmaschine (1) gesehen in einem mittleren Bereich
der Textilmaschine (1) angeordnet ist.
2. Textilmaschine nach vorstehendem Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Bustopologiekomponenten (26a, 26b, 26c, 26d; 38a, 38b, 38c, 38d) als Repeater
(26a, 26b, 26c, 26d) oder als Bridges (38a, 38b, 38c, 38d) ausgebildet sind.
3. Textilmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bustopologiekomponenten (26a, 26b, 26c, 26d; 38a, 38b, 38c, 38d) in einem Bereich
einer maschinenfesten Anschlusseinrichtung (21, 21 a, 21 b) der ihm jeweils zugeordneten
Wartungseinrichtungsbusleitung (19a, 19b, 19c,19d), insbesondere an einer Oberseite
der Textilmaschine (1), vorzugsweise im Bereich eines Unterdruckkanals (18) zum Versorgen
der Wartungseinrichtungen (15a, 15b) mit einem Unterdruck, angeordnet sind.
4. Textilmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wartungseinrichtungsbusleitungen (19a, 19b, 19c,19d) als Schleppleitungen (19a,
19b, 19c,19d) ausgebildet sind.
5. Textilmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bustopologiekomponenten (26a, 26b, 26c, 26d; 38a, 38b, 38c, 38d) rückwirkungsfrei
ausgebildet sind.
6. Textilmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bustopologiekomponenten (26a, 26b, 26c, 26d; 38a, 38b, 38c, 38d) mit einer Maschinenbusleitung
(22) verbunden sind, welche sich längs der Textilmaschine (1), bevorzugt von einem
ersten Endgestell (11) bis zu einem zweiten Endgestell (13), erstreckt.
7. Textilmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Bustopologiekomponenten (26a, 26b, 26c, 26d; 38a, 38b, 38c, 38d) über wenigstens
eine lineare Fortführung (23) der Maschinenbusleitung (22), welche sich von den Bustopologiekomponenten
(26a, 26b, 26c, 26d; 38a, 38b, 38c, 38d) bis zu einem der Endgestelle (11, 13) erstreckt,
an die Maschinenbusleitung (22) angeschlossen sind.
8. Textilmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Bustopologiekomponenten (26a, 26b, 26c, 26d; 38a, 38b, 38c, 38d) mit wenigstens
einer Zusatzbusleitung (28), welche sich von den Bustopologiekomponenten (26a, 26b,
26c, 26d; 38a, 38b, 38c, 38d) bis zu einem in Längsrichtung gesehen mittleren Bereich
der Maschinenbusleitung (22) erstreckt, verbunden sind, wobei die Zusatzbusleitung
(28) vorzugsweise über einen Maschinenbus-Repeater (29) und/oder über eine Maschinenbus-Bridge
an die Maschinenbusleitung (22) angeschlossen ist und wobei vorzugsweise der Maschinenbus-Repeater
(29) und/oder die Maschinenbus-Bridge rückwirkungsfrei ausgebildet sind.
9. Textilmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Bustopologiekomponenten (26a, 26b, 26c, 26d; 38a, 38b, 38c, 38d) mit wenigstens
einer Verbindungsbusleitung (33), welche sich von den Repeatern Bustopologiekomponenten
(26a, 26b, 26c, 26d; 38a, 38b, 38c, 38d) bis zu einem der Endgestelle (11, 13) erstreckt,
verbunden sind, wobei die Verbindungsbusleitung (33) über eine Zusatzbridge (34) oder
einen Zusatzrepeater an die Maschinenbusleitung (22) angeschlossen ist.
10. Textilmaschine nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Bustopologiekomponenten (26a, 26b, 26c, 26d; 38a, 38b, 38c, 38d) unmittelbar
an die Maschinenbusleitung (22), die lineare Fortführung (23) der Maschinenbusleitung
(22), die Zusatzbusleitung (28) oder die Verbindungsbusleitung (33) angeschlossen
sind.
11. Textilmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Bustopologiekomponenten (26a, 26b, 26c, 26d; 38a, 38b, 38c, 38d) an wenigstens
eine Wartungsbusleitung (30) angeschlossen sind, welche über wenigstens eine Wartungsbus-Bridge
(31) an eine weitere Busleitung (22, 23, 28, 33) des Steuer- und Kommunikationssystems,
insbesondere an die Maschinenbusleitung (22), an die lineare Fortführung (23) der
Maschinenbusleitung (22), an die Zusatzbusleitung (28) oder an die Verbindungsbusleitung
(33), angeschlossen ist, wobei vorzugsweise die Wartungsbus-Bridge (31) über einen
Ergänzungsrepeater (32) an die Wartungsbusleitung (30) angeschlossen ist und wobei
vorzugsweise der Ergänzungsrepeater (32) und/oder die Wartungsbus-Bridge (31) rückwirkungsfrei
ausgebildet ist.
12. Textilmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche der Bustopologiekomponenten (26a, 26b, 26c, 26d; 38a, 38b, 38c, 38d) in
unmittelbarer Nähe zueinander, vorzugsweise auf einer gemeinsamen Platine, angeordnet
sind, wobei vorzugsweise die Bustopologiekomponenten (26a, 26b, 26c, 26d; 38a, 38b,
38c, 38d) in Längsrichtung der Textilmaschine (1) in der Mitte der Textilmaschine
(1) angeordnet sind.
13. Textilmaschine nach vorstehendem Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Wartungsbus-Bridge (31) in unmittelbarer Nähe, vorzugsweise auf der gemeinsamen
Platine, zu den Bustopologiekomponenten (26a, 26b, 26c, 26d; 38a, 38b, 38c, 38d) angeordnet
ist.
14. Textilmaschine nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Ergänzungsrepeater (32) in unmittelbarer Nähe, vorzugsweise auf der gemeinsamen
Platine, zu den Bustopologiekomponenten (26a, 26b, 26c, 26d; 38a, 38b, 38c, 38d) angeordnet
ist.
15. Textilmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Bustopologiekomponenten (26a, 26b, 26c, 26d; 38a, 38b, 38c, 38d) in Gruppen (37a,
37b) aufgeteilt sind, wobei sämtliche Bustopologiekomponenten (26a, 26b, 26c, 26d;
38a, 38b, 38c, 38d) einer der Gruppen (37a, 37b) in unmittelbarer Nähe zueinander,
vorzugsweise auf einer gemeinsamen Platine, angeordnet sind und wobei vorzugsweise
die Bustopologiekomponenten (26a, 26b, 26c, 26d; 38a, 38b, 38c, 38d) einer der Gruppen
(37a, 37b) in Längsrichtung der Textilmaschine in der Mitte eines der Gruppe (37a,
37b) zugewiesenen Arbeitsbereichs der an die Gruppe (37a, 37b) angeschlossenen Wartungseinrichtungen
(15a, 15b) angeordnet sind.
16. Textilmaschine nach vorstehendem Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass für jede der Gruppen (37a, 37b) eine Wartungsbusleitung 30 und eine Wartungsbus-Bridge
(31) vorgesehen ist, welche in unmittelbarer Nähe, vorzugsweise auf der jeweiligen
gemeinsamen Platine der Gruppe (37a, 37b), zu den Bustopologiekomponenten (26a, 26b,
26c, 26d; 38a, 38b, 38c, 38d) angeordnet ist.
17. Textilmaschine nach einem der Ansprüche 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, dass für jede der Gruppen (37a, 37b) ein Ergänzungsrepeater (32) vorgesehen ist, welcher
in unmittelbarer Nähe, vorzugsweise auf der jeweiligen gemeinsamen Platine der Gruppe
(37a, 37b), zu den Bustopologiekomponenten (26a, 26b, 26c, 26d; 38a, 38b, 38c, 38d)
der Gruppe (37a, 37b) angeordnet ist.