(19)
(11) EP 2 719 802 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
16.04.2014  Patentblatt  2014/16

(21) Anmeldenummer: 13187522.1

(22) Anmeldetag:  07.10.2013
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
D01H 13/00(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME

(30) Priorität: 11.10.2012 DE 102012109669

(71) Anmelder: Rieter Ingolstadt GmbH
85055 Ingolstadt (DE)

(72) Erfinder:
  • Maleck, Mario
    85137 Walting (DE)
  • Widner, Harald
    85051 Ingolstadt (DE)

(74) Vertreter: Bergmeier, Werner 
Canzler & Bergmeier Friedrich-Ebert-Straße 84
85055 Ingolstadt
85055 Ingolstadt (DE)

   


(54) Textilmaschine, insbesondere Spinnmaschine oder Spulmaschine, mit einem Steuer- und Kommunikationssystem


(57) Die Erfindung betrifft eine Textilmaschine, insbesondere Spinnmaschine (1) oder Spulmaschine, mit einer Vielzahl von an einer Längsseite nebeneinander angeordneten, gleichartigen Arbeitsstellen (3a-3i), mit einer Vielzahl von längs der Arbeitsstellen (3a-3i) verfahrbaren Wartungseinrichtungen (15a, 15b) zum Warten der Arbeitsstellen (3a-3i), mit einem Steuer- und Kommunikationssystem, wobei jede der Wartungseinrichtungen (15a, 15b) über jeweils eine Wartungseinrichtungsbusleitung (19a, 19b, 19c,19d) an jeweils eine Bustopologiekomponente (26a, 26b, 26c, 26d; 38a, 38b, 38c, 38d) angeschlossen ist, wobei zumindest einige der Bustopologiekomponenten (26a, 26b, 26c, 26d; 38a, 38b, 38c, 38d) mit einer gemeinsamen Busleitung (22, 23, 28, 30, 33) des Steuer- und Kommunikationssystems verbunden ist. Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, dass die Bustopologiekomponenten (26a, 26b, 26c, 26d; 38a, 38b, 38c, 38d) in Längsrichtung (LR) der Textilmaschine (1) in einem mittleren Bereich der Textilmaschine (1) angeordnet sind.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Textilmaschine, insbesondere Spinnmaschine oder Spulmaschine, mit einer Vielzahl von an einer Längsseite nebeneinander angeordneten, gleichartigen Arbeitsstellen, mit einer Vielzahl von längs der Arbeitsstellen verfahrbaren Wartungseinrichtungen zum Warten der Arbeitsstellen, mit einem Steuer- und Kommunikationssystem, wobei jede der Wartungseinrichtungen über jeweils eine Wartungseinrichtungsbusleitung an jeweils eine Bustopologiekomponente angeschlossen ist, wobei zumindest einige der Bustopologiekomponenten mit einer gemeinsamen Busleitung des Steuer- und Kommunikationssystems verbunden sind.

[0002] Derartige Textilmaschinen sind aus dem Stand der Technik bekannt. Dabei kann es sich insbesondere um eine Spinnmaschine, beispielsweise um eine Rotorspinnmaschine oder eine Spulmaschine, handeln.

[0003] Unter dem Begriff "gleichartige Arbeitsstellen" werden Einheiten verstanden, welche gleichzeitig einen definierten Arbeitsprozess ausführen können. Dabei versteht es sich von selbst, dass es im Betrieb der Textilmaschine vorkommen kann, dass sich einzelne oder mehrere der gleichartigen Arbeitsstellen in einer anderen Phase des Arbeitsprozesses befinden, als sonstige Arbeitsstellen. Beispielsweise können sich einige der Arbeitsstellen in einer Produktionsphase, andere in einer Vorbereitungsphase der Produktionsphase und wieder andere in einer Ruhephase befinden. Typischerweise sind die Arbeitsstellen zu Sektionen zusammengefasst, wobei eine Sektion beispielsweise 20 Arbeitsstellen enthalten kann.

[0004] Bei Spinnmaschinen handelt es sich bei dem genannten Arbeitsprozess typischerweise um einen Spinnprozess, also um einen Herstellungsprozess für ein Garn, welcher die Aufwicklung des erzeugten Garns auf eine Spule, beispielsweise auf eine Kreuzspule, umfassen kann, bei Spulmaschinen um einen Spulprozess, also um einen Prozess zur Herstellung einer Spule aus vorgefertigtem Garn. Üblicherweise sind bei Textilmaschinen die Arbeitsstellen an beiden Längsseiten jeweils nebeneinander angeordnet.

[0005] Dabei weist jede Arbeitsstelle die wesentlichen Komponenten auf, welche zur Durchführung des Arbeitsprozesses erforderlich sind. Allerdings ist es nicht erforderlich, dass die Arbeitsstellen absolut identisch sind. So können beispielsweise einzelne Arbeitsstellen mit zusätzlichen Sensoren zur Erfassung bestimmter Größen ausgerüstet sein, welche für mehrere Arbeitsstellen nur einmal erfasst werden müssen.

[0006] Wenngleich auch Textilmaschinen denkbar sind, bei denen die Arbeitsstellen nur an einer Längsseite angeordnet sind, so ist es doch üblich, die Arbeitsstellen an beiden Längsseiten jeweils nebeneinander anzuordnen.

[0007] Typischerweise sind die Arbeitsstellen zu Sektionen zusammengefasst, welche zwischen zwei Endgestellen angeordnet sind, von denen das erste Endgestell, auch Bediengestell genannt, eine zentrale Bedieneinrichtung und das andere Endgestell, auch Triebgestell genannt, zentrale Antriebe für die Arbeitsstellen enthalten kann.

[0008] Weiterhin ist es üblich, dass derartige Textilmaschinen eine Vielzahl von längs der Arbeitsstellen verfahrbaren Wartungseinrichtungen zum Warten der Arbeitsstellen aufweisen. Die Wartungseinrichtungen können insbesondere zum Reinigen der Arbeitsstellen und/oder zum Beheben von Störungen, beispielsweise zum Beheben von Garnbrüchen, an den Arbeitsstellen ausgebildet sein.

[0009] Um nun die Bedienung der Textilmaschine und die Koordination der Arbeitsabläufe der Komponenten der Textilmaschine zu ermöglichen, ist ein Steuer- und Kommunikationssystem vorgesehen, welches typischerweise eine zentrale Steuereinrichtung umfasst, die mit der zentralen Bedieneinrichtung verbunden und insbesondere in dem Bediengestell angeordnet sein kann. Ebenso kann das Steuer- und Kommunikationssystem eine Antriebssteuereinrichtung enthalten, welche die zentralen Antriebe steuert und üblicherweise in dem Triebgestell angeordnet ist.

[0010] Darüber hinaus kann das Steuer- und Kommunikationssystem je Sektion eine Sektionssteuereinrichtung zum Steuern der jeweiligen Sektion und je Arbeitsstelle eine Arbeitsstellensteuereinrichtung zum Steuern der jeweiligen Arbeitsstelle aufweisen. Weiterhin ist es üblich, dass auch jede der Wartungseinrichtungen eine Wartungseinrichtungssteuereinrichtung aufweist.

[0011] Üblicherweise umfasst das Steuer- und Kommunikationssystem einen oder mehrere Datenbusse, welche eine Kommunikation im Sinne einer Datenübertragung zwischen der zentralen Steuereinrichtung, der Antriebssteuereinrichtung, den Sektionssteuereinrichtungen, den Arbeitsstellensteuereinrichtungen, den Wartungseinrichtungssteuereinrichtungen und/oder gegebenenfalls vorhandenen weiteren Steuereinrichtungen ermöglichen.

[0012] Dabei wird unter einem Datenbus allgemein ein System zur Datenübertragung zwischen mehreren Teilnehmern über einen gemeinsamen Übertragungsweg, bei dem die Teilnehmer nicht an der Datenübertragung zwischen anderen Teilnehmern beteiligt sind.

[0013] Datenbusse bestehen allgemein aus wenigstens einer physikalischen Busleitung und den daran angeschlossenen Busteilnehmern, auch Knoten genannt, welche bei einer gattungsgemäßen Textilmaschine die vorstehend genannten Steuereinrichtungen sein können. Typischerweise sind die Busteilnehmer mittels sogenannter Schneid-Klemmtechnik oder mittels Steckersystemen an die jeweilige Busleitung angeschlossen, ohne dass die Busleitung hierdurch im physikalischen Sinne unterbrochen wird.

[0014] Einfachere Datenbusse umfassen lediglich eine lineare Busleitung, an welche sämtliche der Busteilnehmer angeschlossen sind. An den beiden offenen Enden kann jeweils ein Abschlusswiderstand angeordnet sein, um Reflexionen der üblicherweise hochfrequenten elektrischen Signale zu verhindern.

[0015] Um mehrere Busleitungen physikalisch zu koppeln, werden üblicherweise Bustopologiekomponente, wie Repeater oder Bridges eingesetzt. Hierdurch werden Datenbusse in Baum- oder Sterntopologien und/oder mit langen Stichleitungen möglich. Darüber hinaus werden so Datenbussysteme möglich, welche mehrere logisch eigenständige Datenbusse aufweisen.

[0016] Üblicherweise werden bei Textilmaschinen die Datenbusse als Feldbus, insbesondere als CAN-Bus (Controller Area Network-Bus), ausgeführt. Dabei wird häufig das CANopen-Bus-Protokoll verwendet. Die Knoten, aber auch insbesondere die Bustopologiekomponenten sind dabei so ausgebildet, dass sie das jeweilige Protokoll unterstützen.

[0017] Weiterhin ist es bei gattungsgemäßen Textilmaschinen üblich, dass jede der Wartungseinrichtungen über jeweils eine physikalische Wartungseinrichtungsbusleitung an jeweils eine derartige Bustopologiekomponente angeschlossen ist, wobei zumindest einige der Bustopologiekomponenten mit einer gemeinsamen Busleitung des Steuer- und Kommunikationssystems verbunden sind. Hierdurch wird ein Datenaustausch zwischen den Wartungseinrichtungen untereinander als auch ein Datenaustausch mit weiteren Knoten des jeweiligen Datenbusses ermöglicht.

[0018] Die maximale Länge der Busleitungen ist umgekehrt proportional zu der bei einem Datenbus eingesetzten Bandbreite. Gattungsgemäße Textilmaschinen werden nun in der Regel auftragsbezogen mit einer variablen Anzahl von Sektionen hergestellt. Hierbei besteht nun seit längerem ein Bedürfnis nach einer Erhöhung der maximalen Anzahl der Sektionen und damit der Anzahl der Arbeitsstellen. Hierdurch wird jedoch einerseits eine Erhöhung der insgesamt durch das Kommunikationssystem zu übertragenden Datenmenge bewirkt, was für sich genommen für eine Erhöhung der Bandbreite sprechen würde, andererseits werden die Datenbusleitungen aufgrund der immer länger werdenden Textilmaschinen physikalisch ebenfalls immer länger, was an sich eine Absenkung der Bandbreite nahelegen würde. Bekannte Steuer- und Kommunikationssysteme begrenzen daher die maximale Anzahl der Sektionen bzw. der Arbeitsstellen einer gattungsgemäßen Textilmaschine.

[0019] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Textilmaschine zu schaffen, deren Steuer- und Kommunikationssystem für eine hohe Anzahl von Sektionen bzw. Arbeitsstellen geeignet ist.

[0020] Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass wenigstens ein Teil der Bustopologiekomponenten in Längsrichtung der Textilmaschine gesehen in einem mittleren Bereich der Textilmaschine angeordnet ist.

[0021] Unter einem in Längsrichtung der Textilmaschine gesehen mittleren Bereich der Textilmaschine wird dabei der Bereich zwischen den beiden Endgestellen der Textilmaschine verstanden, mithin der Bereich, in dem die einzelnen Sektionen angeordnet sind.

[0022] Die gesamte für das Übertragungsverhalten wirksame Leitungslänge zwischen zwei Wartungseinrichtungen der Textilmaschine ergibt sich aus der Summe der physikalischen Längen ihrer beiden Wartungseinrichtungsbusleitungen, der zusätzlichen virtuellen Länge, welche durch das Übertragungsverhalten der beiden Bustopologiekomponenten verursacht wird, und des physikalischen Abstands der Bustopologiekomponenten auf der jeweiligen die Bustopologiekomponenten verbindenden Busleitung.

[0023] Durch die Anordnung der Bustopologiekomponenten in eben dem mittleren Bereich können nun die beiden Wartungseinrichtungsbusleitungen im Vergleich zu Lösungen, bei denen die Bustopologiekomponenten in einem der Endgestelle angeordnet sind, ceteris paribus wesentlich verkürzt werden, so dass auch die gesamte für das Übertragungsverhalten wirksame Leitungslänge zwischen zwei Wartungseinrichtungen wesentlich verkürzt werden kann.

[0024] Hierzu folgendes Beispiel: Bei einer bekannten Textilmaschine sind die Wartungseinrichtungen längs der gesamten Textilmaschine verfahrbar. Dabei umfasst jede Wartungseinrichtungsbusleitung einen beweglichen Abschnitt, der von der Wartungseinrichtung bis zu einer mittig in der Textilmaschine angeordneten maschinenfesten Anschlusseinrichtung führt. Dieser bewegliche Abschnitt weist notwendigerweise eine Länge auf, welche der halben Länge der Textilmaschine entspricht, um das Verfahren der Textilmaschine bis zu beiden Endgestellen zu ermöglichen. Bei der bekannten Textilmaschine schließt sich nun bei jeder der Wartungseinrichtungsbusleitungen an den beweglichen Abschnitt ein maschinenfester Abschnitt an, der sich von der Anschlusseinrichtung bis zu einer in einem der Endgestelle angeordneten und als Repeater ausgebildeten Bustopologiekomponente erstreckt, wobei die Bustopologiekomponenten mit einem geringen Abstand an einer gemeinsamen Busleitung verbunden sind. Dabei weisen die maschinenfesten Abschnitte ebenfalls eine Länge auf, welche der halben Länge der Textilmaschine entspricht. Sollen nun Daten von einer Wartungseinrichtung zur anderen übertragen werden, so entspricht, unter Vernachlässigung der Wirkung der Bustopologiekomponenten und des Abstands der Bustopologiekomponenten auf der gemeinsamen Busleitung, die gesamte für das Übertragungsverhalten wirksame Leitungslänge zwischen zwei Wartungseinrichtungen der zweifachen Gesamtlänge der Textilmaschine.

[0025] Werden nun, wie erfindungsgemäß vorgesehen, die Bustopologiekomponente in einem mittleren Bereich der Textilmaschine angeordnet, so kann der maschinenfeste Abschnitt der Wartungseinrichtungsbusleitungen deutlich verkürzt werden, und zwar umso mehr, je näher die Bustopologiekomponenten an der maschinenfesten Anschlusseinrichtung angeordnet sind. Insgesamt kann so die gesamte für das Übertragungsverhalten wirksame Leitungslänge zwischen zwei Wartungseinrichtungen deutlich verkürzt werden, so dass bei einer durch die Ausführung des Datenbusses vorgegebenen gleichbleibenden maximalen Leitungslänge die Gesamtlänge der Textilmaschine, also die Anzahl der Sektionen bzw. Arbeitsstellen erhöht werden kann.

[0026] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind die Bustopologiekomponenten als Repeater oder als Bridges ausgebildet. Dabei sind Repeater allgemein Bustopologiekomponenten, welche Busleitungen eines Datenbusses verbinden. Die durch einen Repeater verbundenen Busleitungen sind jeweils elektrisch eigenständige Segmente eines Datenbusses, welche jeweils mit entsprechenden Abschlusswiderständen abgeschlossen werden können, so dass keine Reflexionen auf den Busleitungen entstehen. Signaltechnisch entspricht der Repeater einer Leitung mit einer entsprechenden Verzögerung. Somit wird das Echtzeitverhalten des Datenbusses durch den Einsatz von Repeatern nicht beeinflusst, da er hinsichtlich des Übertragungsverhaltens einem Netzwerk entspricht, welches nur aus Leitungen besteht.

[0027] Wenn nun bei einer gattungsgemäßen Textilmaschine die Bustopologiekomponenten als Repeater ausgebildet sind, dann bedeutet dies, dass die Wartungseinrichtungen Knoten an einem Datenbus sind, der die Wartungseinrichtungsbusleitungen, die Repeater und die gemeinsame Busleitung umfasst. Auf diese Weise wird eine Datenübertragung zwischen den Wartungseinrichtungen und weiteren Steuerungseinrichtungen der Textilmaschine nahezu in Echtzeit möglich, was beispielsweise bei einem Anspinnvorgang, bei dem die Aktoren der jeweiligen Wartungseinrichtung und der jeweiligen Spinnstelle exakt aufeinander abgestimmt gesteuert werden müssen, von Vorteil ist.

[0028] Unter einer Bridge wird allgemein eine Bustopologiekomponente verstanden, welche verschiedene logisch getrennte Datenbusse zum Datenaustausch verbinden kann. Sie basiert auf dem Store-(Modify)-Forward-Prinzip, bei dem Daten von einem Datenbus empfangen, falls nötig, bezüglich des Protokolls angepasst und an einen weiteren Datenbus gesendet werden. Im Vergleich zu Repeatern ermöglicht eine Bridge die Vergrößerung der maximalen Ausdehnung des Steuer- und Kommunikationssystems, da die durch sie verbundenen Datenbusse jeweils autark arbeiten. Auf diese Weise können noch mehr Sektionen vorgesehen werden. Mit Hilfe von Umsetzregeln, auch Gatewaytabellen genannt, können empfangene Bustelegramme unter einem anderen Identifier weitergesendet oder ausgefiltert werden. Mit diesen Mechanismen kann die Datenbusauslastung auf den durch die Bridge verbundenen Datenbussen der Textilmaschine reduziert werden, so dass beispielsweise an einen die Sektionen verbindenden Datenbus mehr Sektionen angeschossen werden können, ohne dass der Bus überlastet wird, weil Telegramme, welche lediglich für die Wartungseinrichtungen von Interesse sind, gar nicht erst auf den die Sektionen verbindenden Datenbusse gelangen. Hierbei kann auf den so geschaffenen getrennten Datenbussen jeweils ein anderes Protokoll verwendet werden. Ebenso können auf den getrennten Datenbussen unterschiedliche Bandbreiten vorgesehen sein. Auch dies kommt dem Wunsch nach längeren Textilmaschinen entgegen.

[0029] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind die Bustopologiekomponenten in einem Bereich einer maschinenfesten Anschlusseinrichtung der ihm jeweils zugeordneten Wartungseinrichtungsbusleitung angeordnet. Auf diese Weise kann der maschinenfeste Abschnitt der Wartungseinrichtungsbusleitungen minimiert werden. Hierdurch kann die gesamte für das Übertragungsverhalten wirksame Leitungslänge zwischen zwei Wartungseinrichtungen minimiert und bei einer durch die Ausführung des Datenbusses vorgegebenen gleichbleibenden maximalen Leitungslänge die Gesamtlänge der Textilmaschine, also die Anzahl der Sektionen bzw. Arbeitsstellen maximiert werden.

[0030] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind die Bustopologiekomponenten an einer Oberseite der Textilmaschine angeordnet. Üblicherweise verläuft der bewegliche Abschnitt der Wartungseinrichtungsbusleitungen an einer Oberseite einer Textilmaschine. Durch die Anordnung der Bustopologiekomponenten ebenfalls an der Oberseite der Textilmaschine kann die gesamte für das Übertragungsverhalten wirksame Leitungslänge zwischen zwei Wartungseinrichtungen weiter verkürzt werden.

[0031] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind die Bustopologiekomponenten im Bereich eines Unterdruckkanals zum Versorgen der Wartungseinrichtungen mit einem Unterdruck angeordnet. Ein derartiger Unterdruckkanal stellt den Wartungseinrichtungen einen Unterdruck zur Verfügung, um beispielsweise Fadenenden einzusaugen oder auf andere Art zu behandeln. Hierzu kann die jeweilige Wartungseinrichtung automatisch mit dem Unterdruckkanal verbunden werden, wenn sie an einer Arbeitsstelle positioniert ist. Typischer sind maschinenfeste Anschlusseinrichtungen der Wartungseinrichtungsbusleitungen an einem derartigen Unterdruckkanal angeordnet, so dass die Anordnung der Bustopologiekomponenten in einem Bereich eines Unterdruckkanals zur weiteren Verkürzung der wirksamen Leitungslängen beiträgt. Zudem kann die gemeinsame Busleitung längs des Unterdruckskanals, insbesondere im Unterdruckkanal, verlaufen, von welchem sie einfach und geschützt verlegt werden kann.

[0032] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind die Wartungseinrichtungsbusleitungen als Schleppleitungen ausgebildet. Eine Schleppleitung ist allgemein eine flexible Leitung, welche durch eine ebenfalls flexible Führungseinrichtung, auch Schleppkette genannt, geschützt ist, und welche sich von einer maschinenfesten Anschlusseinrichtung zu einem beweglichen Teil einer Maschine erstreckt. Schleppleitungen weisen eine lange Lebensdauer auf, weil der Biegeradius durch die Schleppkette über einem zulässigen Mindestradius gehalten werden kann. Zudem benötigen sie keinen eigenen aktiven Antrieb, da sie so angeordnet werden können, dass sie vom Antrieb der verfahrbaren Wartungseinrichtung geschleppt werden. Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn die Wartungseinrichtungsbusleitungen mit weiteren Leitungen, beispielsweise mit Energieversorgungsleitungen in einer Führungseinrichtung verlegt werden. Prinzipiell könnten die Wartungseinrichtungsbusleitungen aber auch als sich selbst aufwickelnde Leitungen ausgeführt sein.

[0033] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind die Bustopologiekomponenten rückwirkungsfrei ausgebildet. Darunter wird verstanden, dass die eine an die Bustopologiekomponente angeschlossene gestörte Busleitung keine Auswirkung auf die andere angeschlossene Busleitung hat. Insbesondere bedeutet dies, dass ein Kurzschluss oder ein fehlerhaftes Dauersignal auf einer der Busleitungen keine Rückwirkungen auf die andere angeschlossene Busleitung hat. Hierdurch ergibt sich der Vorteil, dass eine Störung auf einer der Busleitungen nicht zum Ausfall des gesamten Systems führt. Kommt es beispielsweise auf einer der Wartungseinrichtungsbusleitungen zu einem Kurzschluss, dann ist hierdurch nicht die gemeinsame Busleitung betroffen und die anderen Wartungseinrichtungen können weiter über die gemeinsame Busleitung kommunizieren.

[0034] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind die Bustopologiekomponenten mit einer Maschinenbusleitung verbunden, welche sich längs der Textilmaschine von einem ersten Endgestell bis zu einem zweiten Endgestell erstreckt. Derartige Maschinenbusleitungen sind bei modernen Textilmaschinen üblich, bilden zusammen mit den angeschlossenen Knoten sowie den gegebenenfalls weiteren angeschlossenen Busleitungen und deren Knoten einen sogenannten Maschinenbus und verbinden typischerweise die zentralen Steuereinrichtung, die Antriebssteuereinrichtung und die Sektionssteuereinrichtungen der Textilmaschine. Dabei wird eine derartige Maschinenbusleitung und die daran angeschlossenen Knoten als Maschinenbus bezeichnet. Bei der Maschinenbusleitung kann es sich insbesondere um eine lineare, durchgehende physikalische Leitung handeln, die beispielsweise in einem maschinenlangen Kabelkanal verlegt ist. Insbesondere kann die Maschinenbusleitung aus sektionslangen Stücken bestehen, welche bei der Montage der Textilmaschine mittels Schraubverbindungen, Steckverbindungen oder dergleichen verbunden werden.

[0035] Wenn nun die Bustopologiekomponenten zumindest mittelbar mit der Maschinenbusleitung verbunden sind, so ist eine direkte und damit schnelle Kommunikation zwischen den Wartungseinrichtungen einerseits sowie der zentralen Steuereinrichtung, der Antriebssteuereinrichtung und den Sektionssteuereinrichtungen andererseits möglich, was insbesondere beim Beheben von Störungen an einer der Arbeitsstellen vorteilhaft ist.

[0036] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind die Bustopologiekomponenten über wenigstens eine lineare Fortführung der Maschinenbusleitung, welche sich von den Bustopologiekomponenten bis zu einem der Endgestelle erstreckt, an die Maschinenbusleitung angeschlossen. Hierdurch ergeben sich insbesondere fertigungstechnische Vorteile, da die Maschinenbusleitung an sich wie bisher üblich durchgehend ausgeführt werden kann, so dass insoweit sämtliche Sektionen der Textilmaschine gleichartig verkabelt sind. Vom Endgestell kann nun die lineare Fortführung separat zum mittleren Bereich der Textilmaschine geführt werden. Beispielsweise kann die Fortführung am oder im Unterdruckkanal verlegt werden.

[0037] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind die Bustopologiekomponenten mit wenigstens einer Zusatzbusleitung, welche sich von den Repeatern bis zu einem in Längsrichtung gesehen mittleren Bereich der Maschinenbusleitung erstreckt, verbunden. Hierdurch können die physikalischen Leitungswege im Vergleich zur Nutzung der linearen Fortführung weiter verkürzt werden.

[0038] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung die ist Zusatzbusleitung über einen Maschinenbus-Repeater an die Maschinenbusleitung angeschlossen. Bei Verwendung eines Maschinenbus-Repeaters, der die Maschinenbusleitung und die Zusatzbusleitung verbindet, sind die Zusatzbusleitung und, soweit keine logische Trennung vorgesehen ist, die Bustopologiekomponenten, die Wartungseinrichtungsbusleitungen und die Wartungseinrichtungen integraler Bestandteil des Maschinenbusses, was eine direkte und damit schnelle Kommunikation ermöglicht.

[0039] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist die Zusatzbusleitung über eine Maschinenbus-Bridge an die Maschinenbusleitung angeschlossen. Konkret entsteht bei Verwendung einer Maschinenbus-Bridge, die die Maschinenbusleitung und die Zusatzbusleitung verbindet, ein vom Maschinenbus logisch und gegebenenfalls elektrisch getrennter Datenbus, der die Zusatzbusleitung, die Repeater, die Wartungseinrichtungsbusleitungen und die Wartungseinrichtungen umfasst. Hierbei kann auf dem so geschaffenen getrennten Datenbus ein anderes Protokoll als auf dem Maschinenbus verwendet werden. Ebenso können auf dem getrennten Datenbus und dem Maschinenbus unterschiedliche Bandbreiten vorgesehen sein. Zudem kann die Zusatzbridge eine Filterfunktion übernehmen, so dass nur diejenigen Daten zwischen dem getrennten Datenbus und dem Maschinenbus übertragen werden, welche jeweils für den Empfänger relevant sind. Hierdurch kann das Steuer- und Kommunikationssystem optimiert werden, so dass mehr Sektionen vorgesehen sein können. Insbesondere kann durch die Filterung die Bandbreite abgesenkt werden, was längere Leitungen möglich macht.

[0040] Nach einer zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung sind der Maschinenbus-Repeater und/oder die Maschinenbus-Bridge rückwirkungsfrei ausgebildet. Hierunter wird verstanden, dass das eine an den Maschinenbus-Repeater bzw. die Maschinenbus-Bridge angeschlossene gestörte Busleitung keine Auswirkung auf die andere angeschlossene Busleitung hat. Insbesondere bedeutet dies, dass ein Kurzschluss oder ein fehlerhaftes Dauersignal auf einer der Busleitungen keine Rückwirkungen auf die andere angeschlossene Busleitung hat. Hierdurch ergibt sich der Vorteil, dass eine Störung auf einer der Busleitungen nicht zum Ausfall des gesamten Datenbusses führt. Kommt es beispielsweise auf der Zusatzbusleitung zu einem Kurzschluss, dann ist hierdurch die Maschinenbusleitung nicht betroffen.

[0041] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind die Bustopologiekomponenten mit wenigstens einer Verbindungsbusleitung, welche sich von den Bustopologiekomponenten bis zu einem der Endgestelle erstreckt, verbunden, wobei die Verbindungsbusleitung über eine Zusatzbridge oder einen Zusatzrepeater an die Maschinenbusleitung angeschlossen ist. Bei Verwendung eines Zusatzrepeaters wird die Verbindungsleitung zum Bestandteil des Maschinenbusses, so dass eine schnelle Datenübertragung gewährleistet ist. Hingegen entsteht bei Verwendung einer Verbindungsleitung und einer Zusatzbridge, welche die Verbindungsbusleitung und die Maschinenbusleitung verbindet, ein vom Maschinenbus logisch und gegebenenfalls elektrisch getrennter Datenbus, der die Verbindungsbusleitung und, soweit keine logische Trennung vorgesehen ist, die Bustopologiekomponenten, die Wartungseinrichtungsbusleitungen und die Wartungseinrichtungen umfasst. Hierbei kann auf dem so geschaffenen getrennten Datenbus ein anderes Protokoll als auf dem Maschinenbus verwendet werden. Ebenso können auf dem getrennten Datenbus und dem Maschinenbus unterschiedliche Bandbreiten vorgesehen sein. Zudem kann die Zusatzbridge eine Filterfunktion übernehmen, so dass nur diejenigen Daten zwischen dem getrennten Datenbus und dem Maschinenbus übertragen werden, welche jeweils für den Empfänger relevant sind. Hierdurch kann das Steuer- und Kommunikationssystem optimiert werden, so dass mehr Sektionen vorgesehen sein können.

[0042] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind die Bustopologiekomponenten unmittelbar an die Maschinenbusleitung, die lineare Fortführung der Maschinenbusleitung, die Zusatzbusleitung oder die Verbindungsbusleitung angeschlossen. Wenn nun die Bustopologiekomponenten Repeater sind und unmittelbar mit der Maschinenbusleitung oder der linearen Fortführung der Maschinenbusleitung verbunden sind, so werden die Wartungseinrichtungsbusleitungen und die Wartungseinrichtungen unmittelbar Teil des Maschinebusses. Gleiches gilt, wenn die Zusatzbusleitung oder die Verbindungsbusleitung über einen Repeater an die Maschinenbusleitung angeschlossen sind. Hierdurch ist eine direkte und damit schnelle Kommunikation zwischen den Wartungseinrichtungen einerseits sowie der zentralen Steuereinrichtung, der Antriebssteuereinrichtung und den Sektionssteuereinrichtungen andererseits möglich, was insbesondere beim Beheben von Störungen an einer der Arbeitsstellen vorteilhaft ist.

[0043] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind die Bustopologiekomponenten an wenigstens eine Wartungsbusleitung angeschlossen, welche über wenigstens eine Wartungsbus-Bridge an eine weitere Busleitung des Steuer- und Kommunikationssystems, insbesondere an die Maschinenbusleitung, an die lineare Fortführung der Maschinenbusleitung, an die Zusatzbusleitung oder an die Verbindungsbusleitung, angeschlossen ist. Hierdurch entsteht ein logisch eigenständiger Wartungsbus, der, wenn die Bustopologiekomponenten Repeater sind, die Wartungseinrichtungen, die Wartungseinrichtungsbusleitungen, die Repeater, die Wartungsbusleitung und die Wartungsbus-Bridge umfasst. Wenn hingegen die Bustopologiekomponenten Bridges sind, dann umfasst der Wartungsbus die Bridges,, die Wartungsbusleitung und die Wartungsbus-Bridge. Hierbei kann auf dem so geschaffenen Wartungsbus ein anderes Protokoll als auf den anderen Datenbussen der Textilmaschine verwendet werden. Ebenso können auf dem Wartungsbus und auf den anderen Datenbussen der Textilmaschine unterschiedliche Bandbreiten vorgesehen sein. Zudem kann die Wartungsbus-Bridge eine Filterfunktion übernehmen, so dass nur diejenigen Daten zwischen dem Wartungsbus und den anderen Datenbussen der Textilmaschine übertragen werden, welche jeweils für den Empfänger relevant sind. Hierdurch kann das Steuer- und Kommunikationssystem optimiert werden, so dass mehr Sektionen vorgesehen sein können.

[0044] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist die Wartungsbus-Bridge über einen Ergänzungsrepeater an die Wartungsbusleitung angeschlossen. Auf diese Weise wird ermöglicht, dass die Wartungsbus-Bridge über eine längere Stichleitung an die Wartungsbusleitung angeschlossen werden kann.

[0045] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist der Ergänzungsrepeater und/oder die Wartungsbus-Bridge rückwirkungsfrei ausgebildet. Insbesondere bedeutet dies, dass ein Kurzschluss oder ein fehlerhaftes Dauersignal auf der Seite der weiteren Busleitung des Steuer- und Kommunikationssystems keine Rückwirkungen auf die Wartungsbusleitung hat. Hierdurch ergibt sich der Vorteil, dass eine Störung auf der Seite des Maschinenbusses nicht zum Ausfall des gesamten Wartungsbusses führt, so dass die Wartungseinrichtungen weiter über die Wartungsbusleitung kommunizieren können.

[0046] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind sämtliche der Bustopologiekomponenten in unmittelbarer Nähe zueinander angeordnet. Hierdurch kann die gesamte für das Übertragungsverhalten wirksame Leitungslänge zwischen zwei Wartungseinrichtungen weiter verkürzt werden kann.

[0047] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind sämtliche der Bustopologiekomponenten auf einer gemeinsamen Platine angeordnet. Einerseits kann so die wirksame Leitungslänge weiter reduziert werden, andererseits kann so eine Elektronikbaugruppe geschaffen werden, die vorgefertigt und bei der Endmontage als Ganzes montiert werden kann, was die Endmontage der Textilmaschine wesentlich vereinfacht.

[0048] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind die Bustopologiekomponenten in Längsrichtung der Textilmaschine in der Mitte der Textilmaschine angeordnet. Dieses Konzept führt zu besonders kurzen Leitungslängen mit den bereits beschriebenen Vorteilen.

[0049] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist die Wartungsbus-Bridge in unmittelbarer Nähe zu den Bustopologiekomponenten angeordnet. Hierdurch kann die gesamte für das Übertragungsverhalten wirksame Leitungslänge zwischen zwei Wartungseinrichtungen ebenfalls verkürzt werden.

[0050] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist die Wartungsbus-Bridge auf der gemeinsamen Platine angeordnet. Einerseits kann so die wirksame Leitungslänge weiter reduziert werden, andererseits kann so eine Elektronikbaugruppe geschaffen werden, die vorgefertigt und bei der Endmontage als Ganzes montiert werden kann, was die Endmontage der Textilmaschine wesentlich vereinfacht.

[0051] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist der Ergänzungsrepeater in unmittelbarer Nähe zu den Bustopologiekomponenten angeordnet. Hierdurch kann die gesamte für das Übertragungsverhalten wirksame Leitungslänge zwischen einer der Wartungseinrichtungen und den weiteren Steuerungseinrichtungen der Textilmaschine ebenfalls verkürzt werden.

[0052] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist der Ergänzungsrepeater auf der gemeinsamen Platine angeordnet. Einerseits können so die wirksamen Leitungslängen weiter reduziert werden, andererseits kann so eine Elektronikbaugruppe geschaffen werden, die vorgefertigt und bei der Endmontage als Ganzes montiert werden kann, was die Endmontage der Textilmaschine wesentlich vereinfacht.

[0053] Nach einer zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung sind die Bustopologiekomponenten in Gruppen aufgeteilt, wobei sämtliche Bustopologiekomponenten einer der Gruppen in unmittelbarer Nähe zueinander angeordnet sind. Diese Lösung ist insbesondere dann von Vorteil, wenn eine größere Zahl von Wartungseinrichtungen, beispielsweise acht oder mehr, vorgesehen ist. In diesem Fall kann vorgesehen sein, dass die einzelnen Wartungseinrichtungen lediglich längs eines Teils der Arbeitsstellen verfahrbar sein können. Innerhalb der Gruppe sind dabei die wirksamen Leitungswege minimiert. Zwischen den Gruppen ist im Regelfall keine Kommunikation zwischen den Wartungseinrichtungen erforderlich. Auf diese Weise kann die Anzahl der Sektionen bei gleichbleibender maximaler wirksamer Leitungslänge weiter erhöht werden.

[0054] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind die Bustopologiekomponenten einer der Gruppen in Längsrichtung der Textilmaschine in der Mitte eines der Gruppe zugewiesenen Arbeitsbereichs den an die Gruppe angeschlossenen Wartungseinrichtungen angeordnet. Unter Arbeitsbereich einer Gruppe wird dabei der Bereich derjenigen Arbeitsstellen verstanden, für deren Wartung die Wartungseinrichtungen der Gruppe zuständig sind. Auf diese Weise können die wirksamen Leitungslängen innerhalb der Gruppen weiter reduziert werden.

[0055] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind sämtliche Bustopologiekomponenten einer der Gruppen auf einer gemeinsamen Platine angeordnet. Einerseits können so die wirksamen Leitungslängen weiter reduziert werden, andererseits kann so eine Elektronikbaugruppe geschaffen werden, die vorgefertigt und bei der Endmontage als Ganzes montiert werden kann, was die Endmontage der Textilmaschine wesentlich vereinfacht.

[0056] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist für jede der Gruppen eine Wartungsbusleitung und eine Wartungsbus-Bridge vorgesehen, welche in unmittelbarer Nähe zu den Bustopologiekomponenten der Gruppe angeordnet ist. Auf diese Weise entstehen mehrere Wartungsbusse, wodurch das Steuer- und Kommunikationssystem insbesondere für sehr lange Maschinen weiter optimiert werden kann. Insbesondere können auf diese Weise die wirksamen Leitungslängen innerhalb der Gruppen weiter reduziert werden.

[0057] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist jede der Wartungsbus-Bridges auf der jeweiligen gemeinsamen Platine der Gruppe angeordnet. Einerseits können so die wirksamen Leitungslängen weiter reduziert werden, andererseits kann so eine Elektronikbaugruppe geschaffen werden, die vorgefertigt und bei der Endmontage als Ganzes montiert werden kann, was die Endmontage der Textilmaschine wesentlich vereinfacht.

[0058] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist für jede der Gruppen ein Zusatzrepeater vorgesehen, welcher in unmittelbarer Nähe zu den Bustopologiekomponenten der Gruppe angeordnet ist. Auf diese Weise wird ermöglicht, dass die jeweilige Wartungsbus-Bridge der Gruppe über eine längere Stichleitung an die Wartungsbusleitung der Gruppe angeschlossen werden kann.

[0059] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist jeder der Zusatzrepeater auf der jeweiligen gemeinsamen Platine der Gruppe angeordnet. Einerseits können so die wirksamen Leitungslängen weiter reduziert werden, andererseits kann so eine Elektronikbaugruppe geschaffen werden, die vorgefertigt und bei der Endmontage als Ganzes montiert werden kann, was die Endmontage der Textilmaschine wesentlich vereinfacht.

[0060] Die vorstehend erläuterten und/oder in den Unteransprüchen wiedergegebenen vorteilhaften Aus- und Weiterbildungen der Erfindung können dabei - außer z. B. in den Fällen eindeutiger Abhängigkeiten oder unvereinbarer Alternativen - einzeln oder aber auch in beliebiger Kombination miteinander zur Anwendung kommen.

[0061] Die Erfindung wird im Folgenden mit Hilfe von Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1
eine schematisierte beispielhafte Darstellung einer Längsseite einer erfindungsgemäßen Offenend-Spinnmaschine mit verfahrbaren Wartungseinrichtungen,
Figur 2
ein erstes Ausführungsbeispiel eines Steuer- und Kommunikationssystems einer erfindungsgemäßen Textilmaschine in einer schematischen Darstellung,
Figur 3
ein zweites Ausführungsbeispiel eines Steuer- und Kommunikationssystems einer erfindungsgemäßen Textilmaschine in einer schematischen Darstellung,
Figur 4
ein drittes Ausführungsbeispiel eines Steuer- und Kommunikationssystems einer erfindungsgemäßen Textilmaschine in einer schematischen Darstellung,
Figur 5
ein viertes Ausführungsbeispiel eines Steuer- und Kommunikationssystems einer erfindungsgemäßen Textilmaschine in einer schematischen Darstellung,
Figur 6
ein fünftes Ausführungsbeispiel eines Steuer- und Kommunikationssystems einer erfindungsgemäßen Textilmaschine in einer schematischen Darstellung, und
Figur 7
ein sechstes Ausführungsbeispiel eines Steuer- und Kommunikationssystems einer erfindungsgemäßen Textilmaschine in einer schematischen Darstellung.


[0062] In den folgenden Figuren sind nur diejenigen Bestandteile einer Textilmaschine mit Bezugszeichen versehen und erläutert, welche für das Verständnis der Erfindung erforderlich sind. Es versteht sich von selbst, dass die erfindungsgemäße Textilmaschine weitere Teile und Baugruppen umfassen kann.

[0063] Figur 1 zeigt einen Teil einer Längsseite einer Rotorspinnmaschine 1, welche als Beispiel für eine erfindungsgemäße Textilmaschine 1 dient. Dabei ist die Längsrichtung LR der Textilmaschine 1 durch einen Doppelpfeil symbolisiert. Gezeigt sind drei vollständige Sektion 2a, 2e und 2i, welche jeweils beispielhaft sechs Arbeitsstellen 3, nämlich sechs Spinnstellen 3, umfassen. Jede der Sektionen 2a, 2e und 2i könnte aber auch deutlich mehr Spinnstellen 3 aufweisen, beispielsweise 16 Stück. Aufgrund der gewählten Perspektive sind von den sechs Spinnstellen 3 lediglich jeweils drei, nämlich die Spinnstellen 3a, 3b und 3c der Sektion 2a, die Spinnstellen 3d, 3e und 3f der Sektion 2e sowie die Spinnstellen 3g, 3h und 3i der Sektion 2i sichtbar. Die jeweils drei weiteren Spinnstellen 3 der Sektionen 2 sind auf der anderen, nicht sichtbaren Längsseite der Textilmaschine angeordnet.

[0064] Zwischen den Sektionen 2a und 2e sowie zwischen den Sektionen 2e und 2i sind jeweils mehrere weitere Sektionen 2 vorgesehen, welche aus Platzgründen nicht dargestellt sind. Die Anzahl der Sektionen 2 einer Rotorspinnmaschine 1 kann variieren. Üblich sind beispielsweise 20 Sektionen.

[0065] Sämtliche gezeigten Spinnstellen 3a bis 3i sind gleichartig aufgebaut. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind lediglich die wesentlichen Komponenten der Spinnstelle 3a mit Bezugszeichen versehen.

[0066] Eine Zuführvorrichtung 4 dient der Entnahme eines Faserbands FB aus einer der Spinnstelle 3a beigestellten Kanne KA und dem Zuführen des Faserbands FB zu einer Auflöseeinrichtung 5. Mittels der Auflöseeinrichtung 5 wird der Zusammenhalt der im Faserband FB befindlichen Fasern aufgelöst, so dass mittels nicht gezeigter Mittel einzelne Fasern der Spinnvorrichtung 6 zugeführt werden können. Diese einzelnen Fasern werden mit Hilfe der Spinnvorrichtung 6 zu einem Faden F versponnen. Der Begriff "Faden" ist gleichbedeutend mit dem Begriff "Garn".

[0067] Der gesponnene Faden F wird mit einer Abzugseinrichtung 7 aus der Spinnvorrichtung 6 abgezogen. Stromabwärts der Abzugseinrichtung 7 ist ein Fadenwächter 8 angeordnet. Der Fadenwächter 8 ist zur Erkennung von Fadenbrüchen ausgebildet, um im Falle eines Fadenbruchs geeignete Maßnahmen zur Behebung der Störung automatisch einleiten zu können. Eine Spulvorrichtung 9 dient schließlich dazu, den gesponnenen Faden F derart aufzuwinden, dass eine Kreuzspule KS entsteht.

[0068] Zur Steuerung von Funktionseinheiten der Spinnstelle 3a ist weiterhin eine nicht gezeigte Arbeitsstellensteuereinrichtung vorgesehen, welche, wie die anderen Arbeitsstellensteuereinrichtungen der Spinnstellen 3a, 3b und 3c der Sektion 2a, zum Datenaustausch mit einer Sektionssteuereinrichtung 10a verbunden sind. Analog sind die Arbeitsstellensteuereinrichtungen der Sektion 2e mit der Sektionssteuereinrichtung 10e, die der Sektion 2i mit der Sektionssteuereinrichtung 10i, usw. verbunden.

[0069] An einem Ende der Textilmaschine 1 ist ein erstes Endgestell 11 schematisch dargestellt, welches in bekannter Weise eine Vielzahl von zentralen Einrichtungen der Textilmaschine 1 enthält. Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist davon lediglich eine Maschinensteuereinrichtung 12 zur Steuerung und Überwachung der Produktion der Textilmaschine 1 dargestellt. Der Maschinensteuereinrichtung 12 ist eine nicht näher dargestellte Bedieneinheit zugeordnet, weshalb das erste Endgestell auch Bediengestell genannt wird.

[0070] An einem anderen Ende der Textilmaschine 1 ist ein zweites Endgestell 13 schematisch dargestellt, welches in bekannter Weise eine Vielzahl von zentralen Antrieben der Textilmaschine 1 enthält. Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist lediglich eine Antriebssteuereinrichtung 14 zur Steuerung und Überwachung der zentralen Antriebe der Textilmaschine 1 dargestellt. Das zweite Endgestell wird auch Triebgestell genannt.

[0071] Weiterhin vorgesehen sind beispielhaft vier in Längsrichtung LR verfahrbare Wartungseinrichtungen 15, von denen nur die Wartungseinrichtungen 15a und 15b dargestellt sind, da sich die anderen Wartungseinrichtungen 15c und 15d auf der anderen Längsseite der Textilmaschine 1 befinden. Es könnten aber auch noch mehr Wartungseinrichtungen 15 vorgesehen sein. Diese Wartungseinrichtungen 15 dienen unter anderem der automatischen Durchführung eines Anspinnvorgangs an einer der Spinnstellen 3. Die verfahrbaren Wartungseinrichtungen 15a-d umfassen jeweils eine Steuereinrichtung 16a-d, welche, wie üblich, eine nicht dargestellte Bedieneinheit aufweisen können.

[0072] Um die Wartungseinrichtungen 15a-d in Längsrichtung LR von Spinnstelle 3 zu Spinnstelle 3 verfahren zu können, sind diese an einer Fahrschiene 17, beispielsweise mittels Rollen gelagert, von denen wenigstens eine angetrieben sein kann.

[0073] Weiterhin ist ein in Längsrichtung LR an einer Oberseite der Textilmaschine 1 verlaufender Unterdruckkanal 18 zur Versorgung der Wartungseinrichtungen 15a-d mit Unterdruck vorgesehen. Hierzu kann an jeder der Spinnstellen 3 ein Anschluss vorgesehen sein, der eine automatische Verbindung der Wartungseinrichtungen 15 mit dem Unterdruckkanal 18 ermöglicht.

[0074] Um die Anbindung der Wartungseinrichtungssteuereinrichtungen 16a-d an den maschinenfesten Teil des Steuer- und Kommunikationssystems der Textilmaschine 1 zu ermöglichen, sind die als Schleppleitungen ausgebildeten Wartungseinrichtungsbusleitungen 19a-d vorgesehen, von denen lediglich die Wartungseinrichtungsbusleitungen 19a-b sichtbar sind. Die Wartungseinrichtungsbusleitung 19a erstreckt sich dabei von der Wartungseinrichtungssteuereinrichtung 16a über eine wartungseinrichtungsfeste Anschlusseinrichtung 20a bis zu einer maschinenfesten Anschlusseinrichtung 21. Analog erstreckt sich dabei die Wartungseinrichtungsbusleitung 19b von der Wartungseinrichtungssteuereinrichtung 16b über eine wartungseinrichtungsfeste Anschlusseinrichtung 20b bis zu der maschinenfesten Anschlusseinrichtung 21, usw.

[0075] Vorteilhafterweise sind die Wartungseinrichtungsbusleitungen 19a-d als Schleppleitungen 19a-d ausgebildet. Schleppleitungen 19a-d weisen eine lange Lebensdauer auf, weil der Biegeradius durch die Schleppkette über einem zulässigen Mindestradius gehalten werden kann. Zudem benötigen sie keinen eigenen aktiven Antrieb, da sie so angeordnet werden können, dass sie vom Antrieb der verfahrbaren Wartungseinrichtung 15a-d geschleppt werden. Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn die Wartungseinrichtungsbusleitungen 19a-d mit weiteren Leitungen, beispielsweise mit Energieversorgungsleitungen, in einer Führungseinrichtung verlegt werden. Prinzipiell könnten die Wartungseinrichtungsbusleitungen 19a-d aber auch als sich selbst aufwickelnde Leitungen ausgeführt sein.

[0076] Figur 2 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel eines Steuer- und Kommunikationssystems einer erfindungsgemäßen Textilmaschine 1 in einer schematischen Darstellung. Dieses weist eine Maschinenbusleitung 22 auf, welche sich längs der Textilmaschine 1 von dem ersten Endgestell 11 bis zu dem zweiten Endgestell 13 erstreckt. An diese Maschinenbusleitung 22 sind als Knoten die Sektionssteuereinrichtungen 10a bis 10i, die Maschinensteuereinrichtung 12 und die Antriebssteuereinrichtung 14 mittels sogenannter Schneid-Klemmtechnik oder mittels einer Stecktechnik angeschlossen, ohne dass die Maschinenbusleitung 22 hierdurch im physikalischen Sinne unterbrochen wird. Derartige Schneid-Klemm-Anschlüsse oder Steckanschlüsse sind in dieser Schrift jeweils als kurze Doppelpfeile dargestellt.

[0077] Bei der Maschinenbusleitung 22 kann es sich insbesondere um eine lineare, durchgehende physikalische Leitung handeln, die beispielsweise in einem maschinenlangen Kabelkanal verlegt ist. Insbesondere kann die Maschinenbusleitung 22 aus sektionslangen Stücken bestehen, welche bei der Montage der Textilmaschine 1 mittels Schraubverbindungen, Steckverbindungen oder dergleichen verbunden werden.

[0078] Im ersten Ausführungsbeispiel weist die Maschinenbusleitung 22 eine lineare Fortführung 23 auf, welche sich von dem ersten Endgestell 11 bis in einen Bereich der maschinenfesten Anschlusseinrichtung 21 erstreckt. Die so entstehende lineare Busleitung 22, 23 ist im Bereich des zweiten Endgestells 13 mit einem ersten Abschlusswiderstand 24 und im Bereich der maschinenfesten Anschlusseinrichtung 21 mit einem zweiten Abschlusswiderstand 25 abgeschlossen.

[0079] Die Wartungseinrichtungsbusleitungen 19a-d sind nun jeweils über einen Repeater 26a-d und über die Fortsetzung 23 an die Maschinenbusleitung 22 angeschlossen und über nicht gezeigte Abschlusswiderstände an beiden Enden abgeschlossen.

[0080] Erfindungsgemäß sind die als Repeater 26a-d ausgebildeten Bustopologiekomponenten 26a-d, 38a-d in Längsrichtung LR der Textilmaschine 1 gesehen in einem mittleren Bereich der Textilmaschine 1 angeordnet. Durch die Anordnung der Repeater 26a-d in eben dem mittleren Bereich können nun die Wartungseinrichtungsbusleitungen 19a-d im Vergleich zu Lösungen, bei denen die Repeater 26a-d in einem der Endgestelle 11, 13 angeordnet sind, ceteris paribus wesentlich verkürzt werden, so dass auch die gesamte für das Übertragungsverhalten wirksame Leitungslänge zwischen jeweils zwei der Wartungseinrichtungen 15a-d wesentlich verkürzt werden kann. Auf diese Weise kann die Gesamtlänge der Textilmaschine 1, also die Anzahl der Sektionen 2 bzw. der Arbeitsstellen 3 erhöht werden.

[0081] Da nun die Repeater 26a-d zumindest mittelbar mit der Maschinenbusleitung 22 verbunden sind, ist eine direkte und damit schnelle Kommunikation zwischen den Wartungseinrichtungen 15a-d einerseits sowie der zentralen Steuereinrichtung 12, der Antriebssteuereinrichtung 14 und den Sektionssteuereinrichtungen 10a-i andererseits möglich, was insbesondere beim Beheben von Störungen an einer der Arbeitsstellen 3 vorteilhaft ist.

[0082] Da die Repeater 26a-d über die lineare Fortführung 23 der Maschinenbusleitung 22 an die Maschinenbusleitung angeschlossen sind, ergeben sich insbesondere fertigungstechnische Vorteile, da die Maschinenbusleitung 22 an sich wie bisher üblich durchgehend ausgeführt werden kann, so dass insoweit sämtliche Sektionen 2 der Textilmaschine 1 gleichartig verkabelt sind. Vom Endgestell 11 kann nun die lineare Fortführung 23 separat zum mittleren Bereich der Textilmaschine 1 geführt werden. Beispielsweise kann die Fortführung 23 am oder im Unterdruckkanal 18 verlegt werden.

[0083] Vorteilhafterweise sind die Repeater 26a-d in einem Bereich einer maschinenfesten Anschlusseinrichtung 21 der ihm jeweils zugeordneten Wartungseinrichtungsbusleitung 19a-d angeordnet. Auf diese Weise kann der maschinenfeste Abschnitt der Wartungseinrichtungsbusleitungen 19a-d minimiert werden. Hierdurch kann die gesamte für das Übertragungsverhalten wirksame Leitungslänge zwischen jeweils zwei der Wartungseinrichtungen 15a-d minimiert und die Gesamtlänge der Textilmaschine 1, also die Anzahl der Sektionen 2 bzw. der Arbeitsstellen 3 maximiert werden.

[0084] Zweckmäßig sind die Repeater 26a-d an einer Oberseite der Textilmaschine 1 angeordnet. Üblicherweise verläuft der bewegliche Abschnitt der Wartungseinrichtungsbusleitungen 19a-d an der Oberseite einer Textilmaschine 1. Durch die Anordnung der Repeater 26a-d, ebenfalls an der Oberseite der Textilmaschine 1, kann die gesamte für das Übertragungsverhalten wirksame Leitungslänge zwischen jeweils zwei der Wartungseinrichtungen 15a-d weiter verkürzt werden.

[0085] Vorteilhafterweise sind die Repeater 26a-d im Bereich des Unterdruckkanals 18 zum Versorgen der Wartungseinrichtungen 15a-d mit einem Unterdruck angeordnet. Typischer sind maschinenfeste Anschlusseinrichtungen 21 der Wartungseinrichtungsbusleitungen 19a-d an einem derartigen Unterdruckkanal 18 angeordnet, so dass die Anordnung der Repeater 26a-d in einem Bereich eines Unterdruckkanals 18 zur weiteren Verkürzung der wirksamen Leitungslängen beiträgt. Zudem kann die Fortführung 23 längs des Unterdruckkanals 18, insbesondere im Unterdruckkanal 18, verlaufen, von welchem sie einfach und geschützt verlegt werden kann.

[0086] Vorteilhafterweise sind die Repeater 26a-d rückwirkungsfrei ausgebildet. Hierdurch ergibt sich der Vorteil, dass eine Störung auf einer der Wartungseinrichtungsbusleitungen 19a-d nicht zum Ausfall des gesamten Systems führt. Kommt es beispielsweise auf einer der Wartungseinrichtungsbusleitungen 19a-d zu einem Kurzschluss, dann ist hierdurch die Fortführung 23 der Maschinenbusleitung 22 nicht betroffen, so dass die anderen Wartungseinrichtungen 15a-d weiter über die Fortführung 23 kommunizieren können.

[0087] Zweckmäßigerweise sind die Repeater 26a-d unmittelbar an die lineare Fortführung 23 der Maschinenbusleitung 22 angeschlossen. Wenn nun die Repeater 26a-d unmittelbar mit der Maschinenbusleitung, was alternativ möglich wäre, oder der linearen Fortführung 23 der Maschinenbusleitung 22 verbunden sind, so werden die Wartungseinrichtungsbusleitungen 19a-d und die Wartungseinrichtungen 15a-d unmittelbar Teil des Maschinebusses. Hierdurch ist eine direkte und damit schnelle Kommunikation zwischen den Wartungseinrichtungen 15a-d einerseits sowie der zentralen Steuereinrichtung 12, der Antriebssteuereinrichtung 14 und den Sektionssteuereinrichtungen 10a-i andererseits möglich, was insbesondere beim Beheben von Störungen an einer der Arbeitsstellen vorteilhaft ist.

[0088] Vorteilhafterweise sind sämtliche der Repeater 26a-d in unmittelbarer Nähe zueinander angeordnet. Hierdurch kann die gesamte für das Übertragungsverhalten wirksame Leitungslänge zwischen zwei Wartungseinrichtungen 15a-d weiter verkürzt werden.

[0089] Vorteilhafterweise sind sämtliche der Repeater 26a-d auf einer nicht gezeigten gemeinsamen Platine angeordnet. Einerseits kann so die wirksame Leitungslänge weiter reduziert werden, andererseits kann so eine Elektronikbaugruppe geschaffen werden, die vorgefertigt und bei der Endmontage als Ganzes montiert werden kann, was die Endmontage der Textilmaschine 1 wesentlich vereinfacht.

[0090] Zweckmäßigerweise sind die Repeater 26a-d in Längsrichtung LR der Textilmaschine 1 in der Mitte der Textilmaschine 1 angeordnet. Dieses Konzept führt zu besonders kurzen Leitungslängen mit den bereits beschriebenen Vorteilen.

[0091] Figur 3 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel eines Steuer- und Kommunikationssystems einer erfindungsgemäßen Textilmaschine 1 in einer schematische Darstellung, wobei im Folgenden lediglich die Unterschiede zum ersten Ausführungsbeispiel erläutert werden.

[0092] Hierbei sind die Repeater 26a-d mit wenigstens einer mittels eines dritten Abschlusswiderstands 27 abgeschlossenen Zusatzbusleitung 28, welche sich von den Repeatern 26a-d bis zu einem in Längsrichtung LR gesehen mittleren Bereich der Maschinenbusleitung 22 erstreckt, verbunden. Die Fortführung 23 entfällt dabei, wobei nun die Maschinenbusleitung selbst mit dem zweiten Abschlusswiderstand 25 abgeschlossen ist. Hierbei können die physikalischen Leitungswege im Vergleich zur Nutzung der linearen Fortführung 23 weiter verkürzt werden.

[0093] Vorteilhafterweise die ist Zusatzbusleitung 28 über einen Maschinenbus-Repeater 29 an die Maschinenbusleitung 22 angeschlossen. Bei Verwendung eines Maschinenbus-Repeaters 29, der die Maschinenbusleitung 22 und die Zusatzbusleitung 28 verbindet, sind die Zusatzbusleitung 28 und, soweit hier keine logische Trennung vorgesehen ist, die Repeater 26a-d, die Wartungseinrichtungsbusleitungen 19a-d und die Wartungseinrichtungen 15a-d integraler Bestandteil des Maschinenbusses, was eine direkte und damit schnelle Kommunikation ermöglicht.

[0094] In einem nicht gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Zusatzbusleitung über eine Maschinenbus-Bridge an die Maschinenbusleitung angeschlossen, welche anstelle des Maschinenbus-Repeaters treten kann. Konkret entsteht bei Verwendung einer Maschinenbus-Bridge, die die Maschinenbusleitung 22 und die Zusatzbusleitung 28 verbindet, ein vom Maschinenbus logisch und gegebenenfalls elektrisch getrennter Datenbus, der die Zusatzbusleitung 28, die Repeater 26a-d, die Wartungseinrichtungsbusleitungen 19a-d und die Wartungseinrichtungen 15a-d umfasst. Hierbei kann auf dem so geschaffenen getrennten Datenbus ein anderes Protokoll als auf dem Maschinenbus verwendet werden. Ebenso können auf dem getrennten Datenbus und dem Maschinenbus unterschiedliche Bandbreiten vorgesehen sein. Zudem kann die Zusatzbridge eine Filterfunktion übernehmen, so dass nur diejenigen Daten zwischen dem getrennten Datenbus und dem Maschinenbus übertragen werden, welche jeweils für den Empfänger relevant sind. Hierdurch kann das Steuer- und Kommunikationssystem optimiert werden, so dass mehr Sektionen vorgesehen sein können.

[0095] Vorteilhafterweise sind der Maschinenbus-Repeater 29 und/oder die Maschinenbus-Bridge rückwirkungsfrei ausgebildet. Insbesondere bedeutet dies, dass ein Kurzschluss oder ein fehlerhaftes Dauersignal auf einer der Busleitungen 22, 28 keine Rückwirkungen auf die andere angeschlossene Busleitung 22, 28 hat. Hierdurch ergibt sich der Vorteil, dass eine Störung auf einer der Busleitungen 22, 28 nicht zum Ausfall des gesamten Systems führt. Kommt es beispielsweise auf der Zusatzbusleitung 28 zu einem Kurzschluss, dann ist hierdurch die Maschinenbusleitung 22 nicht betroffen. Vorteilhafterweise sind die Repeater 26a-d unmittelbar an die Zusatzbusleitung 28 angeschlossen. Hierdurch werden die Wartungseinrichtungsbusleitungen 19a-d und die Wartungseinrichtungen 15a-d unmittelbar Teil des Maschinebusses, sofern die Zusatzbusleitung über den Maschinenbus-Repeater 29 an die Maschinenbusleitung 22 angeschlossen ist. Hierdurch ist eine direkte und damit schnelle Kommunikation zwischen den Wartungseinrichtungen 15a-d einerseits sowie der zentralen Steuereinrichtung 12, der Antriebssteuereinrichtung 14 und den Sektionssteuereinrichtungen 10a-d andererseits möglich, was insbesondere beim Beheben von Störungen an einer der Arbeitsstellen 3 vorteilhaft ist.

[0096] Figur 4 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel eines Steuer- und Kommunikationssystems einer erfindungsgemäßen Textilmaschine 1 in einer schematischen Darstellung, wobei im Folgenden lediglich die Unterschiede zu dem in Figur 2 gezeigten ersten Ausführungsbeispiel erläutert werden.

[0097] Im dritten Ausführungsbeispiel sind die Repeater 26a-d an wenigstens eine Wartungsbusleitung 30 angeschlossen, welche über wenigstens eine Wartungsbus-Bridge 31 an die lineare Fortführung 23 der Maschinenbusleitung 22 des Steuer- und Kommunikationssystems angeschlossen ist. Die Wartungsbus-Bridge 31 könnte aber auch an eine weitere Busleitung, insbesondere an die Maschinenbusleitung 22 oder an die Zusatzbusleitung 28 angeschlossen sein.

[0098] Hierdurch entsteht ein logisch eigenständiger Wartungsbus, der die Wartungseinrichtungen 15a-d, die Wartungseinrichtungsbusleitungen 19a-d, die Repeater 26a-d und die Wartungsbusleitung 30 umfasst. Hierbei kann auf dem so geschaffenen Wartungsbus ein anderes Protokoll als auf den anderen Datenbussen der Textilmaschine verwendet werden. Ebenso können auf dem Wartungsbus und auf den anderen Datenbussen der Textilmaschine unterschiedliche Bandbreiten vorgesehen sein. Zudem kann die Wartungsbus-Bridge 31 eine Filterfunktion übernehmen, so dass nur diejenigen Daten zwischen dem Wartungsbus und den anderen Datenbussen der Textilmaschine 1 übertragen werden, welche jeweils für den Empfänger relevant sind. Hierdurch kann das Steuer- und Kommunikationssystem optimiert werden, so dass mehr Sektionen 2 vorgesehen sein können.

[0099] Zweckmäßigerweise ist die Wartungsbus-Bridge 31 über einen Ergänzungsrepeater 32 an die Wartungsbusleitung 30 angeschlossen. Auf diese Weise wird ermöglicht, dass die Wartungsbus-Bridge 31 über eine längere Stichleitung an die Wartungsbusleitung 30 angeschlossen werden kann.

[0100] Vorteilhafterweise ist der Ergänzungsrepeater 32 und/oder die Wartungsbus-Bridge 31 rückwirkungsfrei ausgebildet ist. Insbesondere bedeutet dies, dass ein Kurzschluss oder ein fehlerhaftes Dauersignal auf der Seite des Maschinenbusses keine Rückwirkungen auf die Wartungsbusleitung 30 hat. Hierdurch ergibt sich der Vorteil, dass eine Störung auf der Seite des Maschinenbusses nicht zum Ausfall des gesamten Wartungsbusses führt, so dass die Wartungseinrichtungen 15a-d weiter über die Wartungsbusleitung 33 kommunizieren können.

[0101] Vorteilhafterweise ist die Wartungsbus-Bridge 31 in unmittelbarer Nähe zu den Repeatern 26a-d angeordnet. Hierdurch kann die gesamte für das Übertragungsverhalten wirksame Leitungslänge zwischen zwei Wartungseinrichtungen 15a-d ebenfalls verkürzt werden.

[0102] Vorteilhafterweise ist die Wartungsbus-Bridge 31 auf der gemeinsamen Platine angeordnet. Einerseits kann so die wirksame Leitungslänge weiter reduziert werden, andererseits kann so eine Elektronikbaugruppe geschaffen werden, die vorgefertigt und bei der Endmontage als Ganzes montiert werden kann, was die Endmontage der Textilmaschine 1 wesentlich vereinfacht.

[0103] Bevorzugt ist auch der Ergänzungsrepeater 32 in unmittelbarer Nähe zu den Repeatern 26a-d angeordnet. Hierdurch kann die gesamte für das Übertragungsverhalten wirksame Leitungslänge zwischen zwei Wartungseinrichtungen 15a-d ebenfalls verkürzt werden.

[0104] Vorteilhafterweise ist der Ergänzungsrepeater 32 auf der gemeinsamen Platine angeordnet. Einerseits können so die wirksamen Leitungslängen weiter reduziert werden, andererseits kann so eine Elektronikbaugruppe geschaffen werden, die vorgefertigt und bei der Endmontage als Ganzes montiert werden kann, was die Endmontage der Textilmaschine 1 wesentlich vereinfacht.

[0105] Figur 5 zeigt ein viertes Ausführungsbeispiel eines Steuer- und Kommunikationssystems einer erfindungsgemäßen Textilmaschine 1 in einer schematischen Darstellung, wobei im Folgenden lediglich die Unterschiede zu dem in Figur 4 gezeigten dritten Ausführungsbeispiel erläutert werden.

[0106] Hier sind die Repeater 26a-d über die Wartungsbus-Bridge 31 mit wenigstens einer Verbindungsbusleitung 33, welche sich von den Repeatern 26a-d bis zu einem der Endgestelle 11 erstreckt, verbunden, wobei die Verbindungsbusleitung 33 über eine Zusatzbridge 34 oder einen nicht gezeigten Zusatzrepeater an die Maschinenbusleitung 22 angeschlossen ist. Die lineare Fortführung 23 entfällt hierbei. Die Repeater 26a-d könnten alternativ direkt an die Verbindungsbusleitung 33 angeschlossen sein. Bei Verwendung eines Zusatzrepeaters wird die Verbindungsbusleitung 33 zum Bestandteil des Maschinenbusses, so dass eine schnelle Datenübertragung gewährleistet ist. Hingegen entsteht bei Verwendung einer Verbindungsleitung 33 und einer Zusatzbridge 34, welche die Verbindungsbusleitung 33 und die Maschinenbusleitung 22 verbindet, ein vom Maschinenbus logisch und gegebenenfalls elektrisch getrennter Datenbus, der die Verbindungsbusleitung 33 und, soweit keine logische Trennung, also insbesondere keine Wartungsbus-Bridge 31, vorgesehen ist, die Repeater 26a-d, die Wartungseinrichtungsbusleitungen 19a-d und die Wartungseinrichtungen 15a-d umfasst. Hierbei kann auf dem so geschaffenen getrennten Datenbus ein anderes Protokoll als auf dem Maschinenbus verwendet werden. Ebenso können auf dem getrennten Datenbus und dem Maschinenbus unterschiedliche Bandbreiten vorgesehen sein. Zudem kann die Zusatzbridge 34 eine Filterfunktion übernehmen, so dass nur diejenigen Daten zwischen dem getrennten Datenbus und dem Maschinenbus übertragen werden, welche jeweils für den Empfänger relevant sind. Hierdurch kann das Steuer- und Kommunikationssystem optimiert werden, so dass mehr Sektionen vorgesehen sein können.

[0107] Die Verbindungsbusleitung ist zur Vermeidung von Reflexionen über einen vierten Abschlusswiderstand 35 und einen fünften Abschlusswiderstand 36 an ihren Enden jeweils abgeschlossen.

[0108] Figur 6 zeigt ein fünftes Ausführungsbeispiel eines Steuer- und Kommunikationssystems einer erfindungsgemäßen Textilmaschine 1 in einer schematischen Darstellung, wobei im Folgenden lediglich die Unterschiede zu dem in Figur 2 gezeigten ersten Ausführungsbeispiel erläutert werden.

[0109] Im fünften Ausführungsbeispiel sind die Repeater 26a-d in Gruppen 37a-b aufgeteilt, wobei die Gruppe 37a die Repeater 26a und 26c sowie die Gruppe 37b die Repeater 26b und 26d umfasst. Hierbei sind sämtliche Repeater 26a und 26c bzw. 26b und 26d einer der Gruppen 37a bzw. 37b in unmittelbarer Nähe zueinander angeordnet. Diese Lösung ist insbesondere dann von Vorteil, wenn eine größere Zahl von Wartungseinrichtungen 15a-d, beispielsweise acht oder mehr, vorgesehen ist. In diesem Fall kann vorgesehen sein, dass die einzelnen Wartungseinrichtungen lediglich längs eines Teils der Arbeitsstellen 3 verfahrbar sein können. Innerhalb der Gruppen 37a, 37b sind dabei die wirksamen Leitungswege minimiert. Zwischen den Gruppen 37a, 37b ist im Regelfall keine Kommunikation zwischen den Wartungseinrichtungen 15a und 15c bzw. 15b und 15d erforderlich. Auf diese Weise kann die Anzahl der Sektionen 2 bei gleichbleibender maximaler wirksamer Leitungslänge weiter erhöht werden.

[0110] Vorteilhafterweise sind die Repeater 26a und 26c bzw. 26b und 26d einer der Gruppe 37a bzw. 37b in Längsrichtung LR der Textilmaschine 1 in der Mitte eines der Gruppe 37a bzw. 37b zugewiesenen Arbeitsbereichs der an die Gruppe 37a bzw. 37b angeschlossenen Wartungseinrichtungen 15a und 15c bzw. 15 b und 15c angeordnet. Unter Arbeitsbereich einer Gruppe 37a bzw. 37b wird dabei der Bereich derjenigen Arbeitsstellen 3 verstanden, für deren Wartung die Wartungseinrichtungen 15a und 15c bzw. 15b und 15c der Gruppe 37a bzw. 37b zuständig sind. Auf diese Weise können die wirksamen Leitungslängen innerhalb der Gruppen 37a bzw. 37b weiter reduziert werden.

[0111] Zweckmäßigerweise sind sämtliche Repeater 26a und 26c bzw. 26b und 26d einer der Gruppen 37a bzw. 37b auf einer gemeinsamen Platine angeordnet. Einerseits können so die wirksamen Leitungslängen weiter reduziert werden, andererseits kann so eine Elektronikbaugruppe geschaffen werden, die vorgefertigt und bei der Endmontage als Ganzes montiert werden kann, was die Endmontage der Textilmaschine 1 wesentlich vereinfacht.

[0112] Vorteilhafterweise ist für jede der Gruppen 37a-b eine Wartungsbus-Bridge 31 und eine Wartungsbusleitung 30, wie in den Figuren 4 und 5 gezeigt und oben beschrieben, vorgesehen, welche in unmittelbarer Nähe zu den Repeatern 26a und 26c bzw. 26b und 26d der Gruppe 37a bzw. 37b angeordnet ist. Auf diese Weise entstehen mehrere Wartungsbusse, wodurch das Steuer- und Kommunikationssystem, insbesondere für sehr lange Maschinen 1, weiter optimiert werden kann. Insbesondere können auf diese Weise die wirksamen Leitungslängen innerhalb der Gruppen 37a bzw. 37b weiter reduziert werden.

[0113] Vorteilhafterweise ist jede der Wartungsbus-Bridges 31 auf der jeweiligen gemeinsamen Platine der Gruppe 37a bzw. 37b angeordnet. Einerseits können so die wirksamen Leitungslängen weiter reduziert werden, andererseits kann so eine Elektronikbaugruppe geschaffen werden, die vorgefertigt und bei der Endmontage als Ganzes montiert werden kann, was die Endmontage der Textilmaschine 1 wesentlich vereinfacht.

[0114] Vorteilhafterweise ist für jede der Gruppen 37a-b jeweils ein Ergänzungsrepeater 32, wie in den Figuren 4 und 5 gezeigt und oben beschrieben, vorgesehen, welcher in unmittelbarer Nähe zu den Repeatern 26a und 26c bzw. 26b und 26d der Gruppe 37a bzw. 37b angeordnet ist. Auf diese Weise wird ermöglicht, dass die jeweilige Wartungsbus-Bridge 31 der Gruppe 37a bzw. 37b über eine längere Stichleitung an die Wartungsbusleitung 30 der Gruppe 37a bzw. 37b angeschlossen werden kann.

[0115] Vorteilhafterweise ist jeder der Ergänzungsrepeater 32 auf der jeweiligen gemeinsamen Platine der Gruppe 37a bzw. 37b angeordnet. Einerseits können so die wirksamen Leitungslängen weiter reduziert werden, andererseits kann so eine Elektronikbaugruppe geschaffen werden, die vorgefertigt und bei der Endmontage als Ganzes montiert werden kann, was die Endmontage der Textilmaschine 1 wesentlich vereinfacht.

[0116] Figur 6 zeigt ein sechstes Ausführungsbeispiel eines Steuer- und Kommunikationssystems einer erfindungsgemäßen Textilmaschine 1 in einer schematischen Darstellung, wobei im Folgenden lediglich die Unterschiede zu dem in Figur 2 gezeigten ersten Ausführungsbeispiel erläutert werden.

[0117] In Figur 7 sind die Bustopologiekomponenten 26a-d; 38a-d als Bridges 38a-d ausgebildet. Auf diese Weise entsteht ein erster Wartungseinrichtungsbus, der die erste Wartungseinrichtungssteuereinrichtung 16a, die erste Wartungseinrichtungsbusleitung 19a und die erste Bridge 38a umfasst. Weiterhin entstehen ein zweiter Wartungseinrichtungsbus, der die zweite Wartungseinrichtungssteuereinrichtung 16b, die zweite Wartungseinrichtungsbusleitung 19b und die zweite Bridge 38b umfasst, ein dritter Wartungseinrichtungsbus, der die dritte Wartungseinrichtungssteuereinrichtung 16c, die dritte Wartungseinrichtungsbusleitung 19c und die dritte Bridge 38c umfasst, und ein vierter Wartungseinrichtungsbus, der die vierte Wartungseinrichtungssteuer- einrichtung 16d, die vierte Wartungseinrichtungsbusleitung 19d und die vierte Bridge 38d umfasst.

[0118] Hierbei sind besonders lange Wartungseinrichtungsbusleitungen 19a-d möglich, da hierbei die Länge der Wartungseinrichtungsbusleitungen 19a-d der maximal möglichen Länge des jeweiligen Wartungseinrichtungsbusses entsprechen kann. Zudem kann die Bandbreite auf den vier Wartungseinrichtungsbusleitungen 19a-d gering gewählt werden, so dass diese besonders lang sein können.

Bezugszeichenliste



[0119] 
1
Textilmaschine, Rotorspinnmaschine
2
Sektion
3
Arbeitsstelle, Spinnstelle
4
Zuführvorrichtung
5
Auflöseeinrichtung
6
Spinnvorrichtung
7
Abzugseinrichtung
8
Fadenwächter
9
Spuleinheit
10
Sektionssteuereinrichtung
11
erstes Endgestell, Bediengestell
12
Maschinensteuereinrichtung
13
zweites Endgestell, Triebgestell
14
Antriebssteuereinrichtung
15
verfahrbare Wartungseinrichtung
16
Wartungseinrichtungssteuereinrichtung
17
Fahrschiene
18
Unterdruckkanal
19
Wartungseinrichtungsbusleitung, Schleppleitung
20
wartungseinrichtungsfeste Anschlusseinrichtung
21
maschinenfeste Anschlusseinrichtung
22
Maschinenbusleitung
23
Fortführung der Maschinenbusleitung
24
erster Abschlusswiderstand
25
zweiter Abschlusswiderstand
26
als Repeater ausgebildete Bustopologiekomponente
27
dritter Abschlusswiderstand
28
Zusatzbusleitung
29
Maschinenbus-Repeater
30
Wartungsbusleitung
31
Wartungsbus-Bridge
32
Ergänzungsrepeater
33
Verbindungsbusleitung
34
Zusatzbridge
35
vierter Abschlusswiderstand
36
fünfter Abschlusswiderstand
37
Gruppe der Repeater
38
als Bridge ausgebildete Bustopologiekomponente
LR
Längsrichtung
FB
Faserband
KA
Kanne
F
Faden
KS
Kreuzspule



Ansprüche

1. Textilmaschine, insbesondere Spinnmaschine (1) oder Spulmaschine, mit einer Vielzahl von an einer Längsseite nebeneinander angeordneten, gleichartigen Arbeitsstellen (3a-3i), mit einer Vielzahl von längs der Arbeitsstellen (3a-i) verfahrbaren Wartungseinrichtungen (15a, 15b) zum Warten der Arbeitsstellen (3a-3i), mit einem Steuer- und Kommunikationssystem, wobei jede der Wartungseinrichtungen (15a, 15b) über jeweils eine Wartungseinrichtungsbusleitung (19a, 19b, 19c,19d) an jeweils eine Bustopologiekomponente (26a, 26b, 26c, 26d; 38a, 38b, 38c, 38d) angeschlossen ist, wobei zumindest einige der Bustopologiekomponenten (26a, 26b, 26c, 26d; 38a, 38b, 38c, 38d) mit einer gemeinsamen Busleitung (22, 23, 28, 30, 33) des Steuer- und Kommunikationssystems verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Teil der Bustopologiekomponenten (26a, 26b, 26c, 26d; 38a, 38b, 38c, 38d) in Längsrichtung (LR) der Textilmaschine (1) gesehen in einem mittleren Bereich der Textilmaschine (1) angeordnet ist.
 
2. Textilmaschine nach vorstehendem Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Bustopologiekomponenten (26a, 26b, 26c, 26d; 38a, 38b, 38c, 38d) als Repeater (26a, 26b, 26c, 26d) oder als Bridges (38a, 38b, 38c, 38d) ausgebildet sind.
 
3. Textilmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bustopologiekomponenten (26a, 26b, 26c, 26d; 38a, 38b, 38c, 38d) in einem Bereich einer maschinenfesten Anschlusseinrichtung (21, 21 a, 21 b) der ihm jeweils zugeordneten Wartungseinrichtungsbusleitung (19a, 19b, 19c,19d), insbesondere an einer Oberseite der Textilmaschine (1), vorzugsweise im Bereich eines Unterdruckkanals (18) zum Versorgen der Wartungseinrichtungen (15a, 15b) mit einem Unterdruck, angeordnet sind.
 
4. Textilmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wartungseinrichtungsbusleitungen (19a, 19b, 19c,19d) als Schleppleitungen (19a, 19b, 19c,19d) ausgebildet sind.
 
5. Textilmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bustopologiekomponenten (26a, 26b, 26c, 26d; 38a, 38b, 38c, 38d) rückwirkungsfrei ausgebildet sind.
 
6. Textilmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bustopologiekomponenten (26a, 26b, 26c, 26d; 38a, 38b, 38c, 38d) mit einer Maschinenbusleitung (22) verbunden sind, welche sich längs der Textilmaschine (1), bevorzugt von einem ersten Endgestell (11) bis zu einem zweiten Endgestell (13), erstreckt.
 
7. Textilmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Bustopologiekomponenten (26a, 26b, 26c, 26d; 38a, 38b, 38c, 38d) über wenigstens eine lineare Fortführung (23) der Maschinenbusleitung (22), welche sich von den Bustopologiekomponenten (26a, 26b, 26c, 26d; 38a, 38b, 38c, 38d) bis zu einem der Endgestelle (11, 13) erstreckt, an die Maschinenbusleitung (22) angeschlossen sind.
 
8. Textilmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Bustopologiekomponenten (26a, 26b, 26c, 26d; 38a, 38b, 38c, 38d) mit wenigstens einer Zusatzbusleitung (28), welche sich von den Bustopologiekomponenten (26a, 26b, 26c, 26d; 38a, 38b, 38c, 38d) bis zu einem in Längsrichtung gesehen mittleren Bereich der Maschinenbusleitung (22) erstreckt, verbunden sind, wobei die Zusatzbusleitung (28) vorzugsweise über einen Maschinenbus-Repeater (29) und/oder über eine Maschinenbus-Bridge an die Maschinenbusleitung (22) angeschlossen ist und wobei vorzugsweise der Maschinenbus-Repeater (29) und/oder die Maschinenbus-Bridge rückwirkungsfrei ausgebildet sind.
 
9. Textilmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Bustopologiekomponenten (26a, 26b, 26c, 26d; 38a, 38b, 38c, 38d) mit wenigstens einer Verbindungsbusleitung (33), welche sich von den Repeatern Bustopologiekomponenten (26a, 26b, 26c, 26d; 38a, 38b, 38c, 38d) bis zu einem der Endgestelle (11, 13) erstreckt, verbunden sind, wobei die Verbindungsbusleitung (33) über eine Zusatzbridge (34) oder einen Zusatzrepeater an die Maschinenbusleitung (22) angeschlossen ist.
 
10. Textilmaschine nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Bustopologiekomponenten (26a, 26b, 26c, 26d; 38a, 38b, 38c, 38d) unmittelbar an die Maschinenbusleitung (22), die lineare Fortführung (23) der Maschinenbusleitung (22), die Zusatzbusleitung (28) oder die Verbindungsbusleitung (33) angeschlossen sind.
 
11. Textilmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Bustopologiekomponenten (26a, 26b, 26c, 26d; 38a, 38b, 38c, 38d) an wenigstens eine Wartungsbusleitung (30) angeschlossen sind, welche über wenigstens eine Wartungsbus-Bridge (31) an eine weitere Busleitung (22, 23, 28, 33) des Steuer- und Kommunikationssystems, insbesondere an die Maschinenbusleitung (22), an die lineare Fortführung (23) der Maschinenbusleitung (22), an die Zusatzbusleitung (28) oder an die Verbindungsbusleitung (33), angeschlossen ist, wobei vorzugsweise die Wartungsbus-Bridge (31) über einen Ergänzungsrepeater (32) an die Wartungsbusleitung (30) angeschlossen ist und wobei vorzugsweise der Ergänzungsrepeater (32) und/oder die Wartungsbus-Bridge (31) rückwirkungsfrei ausgebildet ist.
 
12. Textilmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche der Bustopologiekomponenten (26a, 26b, 26c, 26d; 38a, 38b, 38c, 38d) in unmittelbarer Nähe zueinander, vorzugsweise auf einer gemeinsamen Platine, angeordnet sind, wobei vorzugsweise die Bustopologiekomponenten (26a, 26b, 26c, 26d; 38a, 38b, 38c, 38d) in Längsrichtung der Textilmaschine (1) in der Mitte der Textilmaschine (1) angeordnet sind.
 
13. Textilmaschine nach vorstehendem Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Wartungsbus-Bridge (31) in unmittelbarer Nähe, vorzugsweise auf der gemeinsamen Platine, zu den Bustopologiekomponenten (26a, 26b, 26c, 26d; 38a, 38b, 38c, 38d) angeordnet ist.
 
14. Textilmaschine nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Ergänzungsrepeater (32) in unmittelbarer Nähe, vorzugsweise auf der gemeinsamen Platine, zu den Bustopologiekomponenten (26a, 26b, 26c, 26d; 38a, 38b, 38c, 38d) angeordnet ist.
 
15. Textilmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Bustopologiekomponenten (26a, 26b, 26c, 26d; 38a, 38b, 38c, 38d) in Gruppen (37a, 37b) aufgeteilt sind, wobei sämtliche Bustopologiekomponenten (26a, 26b, 26c, 26d; 38a, 38b, 38c, 38d) einer der Gruppen (37a, 37b) in unmittelbarer Nähe zueinander, vorzugsweise auf einer gemeinsamen Platine, angeordnet sind und wobei vorzugsweise die Bustopologiekomponenten (26a, 26b, 26c, 26d; 38a, 38b, 38c, 38d) einer der Gruppen (37a, 37b) in Längsrichtung der Textilmaschine in der Mitte eines der Gruppe (37a, 37b) zugewiesenen Arbeitsbereichs der an die Gruppe (37a, 37b) angeschlossenen Wartungseinrichtungen (15a, 15b) angeordnet sind.
 
16. Textilmaschine nach vorstehendem Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass für jede der Gruppen (37a, 37b) eine Wartungsbusleitung 30 und eine Wartungsbus-Bridge (31) vorgesehen ist, welche in unmittelbarer Nähe, vorzugsweise auf der jeweiligen gemeinsamen Platine der Gruppe (37a, 37b), zu den Bustopologiekomponenten (26a, 26b, 26c, 26d; 38a, 38b, 38c, 38d) angeordnet ist.
 
17. Textilmaschine nach einem der Ansprüche 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, dass für jede der Gruppen (37a, 37b) ein Ergänzungsrepeater (32) vorgesehen ist, welcher in unmittelbarer Nähe, vorzugsweise auf der jeweiligen gemeinsamen Platine der Gruppe (37a, 37b), zu den Bustopologiekomponenten (26a, 26b, 26c, 26d; 38a, 38b, 38c, 38d) der Gruppe (37a, 37b) angeordnet ist.
 




Zeichnung

























Recherchenbericht









Recherchenbericht