[0001] Die Erfindung betrifft eine Konsole für ein Baugerüst, welches für Fassaden von Gebäuden
vorgesehen ist. Ein Baugerüst, welches für Fassaden von Gebäuden vorgesehen ist, wird
vor einer Fassade aufgebaut. Das Baugerüst umfasst Im montierten Zustand vertikale
Pfosten, Streben und/oder Rahmen für ein Halten von horizontal angeordneten Konsolen.
Mithilfe der Konsolen werden mehrere begehbare Etagen bereitgestellt. Die Etagen können
zum Beispiel über ein oder mehrere Leitern betreten werden, um die angrenzende Fassade
bearbeiten zu können. Das Baugerüst kann Diagonalstreben umfassen, um dieses mechanisch
zu stabilisieren. Mithilfe von zum Beispiel rohrförmigen Stielen wird das Baugerüst
in vielen Fällen an der zu bearbeitenden Fassade befestigt, um den Halt des Baugerüstes
zu gewährleisten. Ein derartiges Baugerüst ist aus den Druckschriften
DE 1948167 U1,
DE 299 19 895 U1,
EP 1233122 A2 sowie
DE 10111976 A1 bekannt. Ein Vertikalrahmen für ein solches Baugerüst geht aus der deutschen Patentanmeldung
10 2008 045 795 A1 hervor.
[0002] Ein Baugerüst wird beispielsweise benötigt, um wärmedämmende Platten an einer Fassade
zu befestigen, beispielsweise festzukleben und/oder zu schrauben. Solche wärmedämmende
Platten sind ohne weiteres 15 cm dick und mehr. Das Baugerüst muss daher einen entsprechend
großen Abstand zur Fassade von 20 cm und mehr aufweisen, um die Platten befestigen
zu können.
[0003] Soweit nachfolgend nichts anderes angegeben wird, können die vorgenannten Merkmale
einzeln oder in Kombination mit der vorliegenden Erfindung kombiniert werden,
[0004] Mit zunehmendem Abstand des Baugerüstes zur Fassade verbleibt ein Zwischenraum, der
ein Sicherheitsrisiko darstellt. Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Konsole
für ein Baugerüst zur Bearbeitung einer Fassade bereitzustellen, mit der eine sichere
Bearbeitung der Fassade auch dann möglich ist, wenn das Baugerüst mit Abstand zur
Fassade aufgebaut werden muss.
[0005] Zur Lösung der Aufgabe wird eine Konsole bereitgestellt, die neben einer Hauptkonsole
eine verschiebbar gelagerte Teilkonsole umfasst. Die Hauptkonsole ist die Konsole,
die so montiert ist, dass diese während einer Bearbeitung einer Fassade grundsätzlich
nicht bewegt wird.
[0006] Die verschiebbar gelagerte Teilkonsole kann in Richtung Fassade verschoben werden,
wenn die Konsole Teil eines vor einer Fassade aufgebauten Baugerüstes ist. Es können
so Abstände geschlossen werden, die zumindest anfänglich zwischen Baugerüst und Fassade
vorhanden sind. Die Sicherheit wird so vergrößert. Bei Bedarf kann die in Richtung
Fassade verschobene Tellkonsole in Richtung Hauptkonsole zurückgeschoben werden, um
so beispielsweise Platz für ein Aufkleben von wärmedämmenden Platten auf die Fassade
zu schaffen.
[0007] Die verschiebbar gelagerte Teilkonsole besteht vorzugsweise aus einem dünnen Belag,
insbesondere in Form eines dünnen Blechs, der eine Stärke von beispielsweise 1 bis
15 mm, vorzugsweise 1 bis 4 mm aufweist, besonders bevorzugt von bis zu 3 mm. Der
verschiebbar gelagerte Belag befindet sich auf der Hauptkonsole und liegt auf dieser
auf. Da der Belag sehr dünn Ist, gibt es praktisch keine Stufe oberhalb einer Konsole,
die ein Sicherheitsrisiko darstellen würde. Auch kann durch die Teilkonsole eine geschlossene
Oberfläche bereitgestellt werden. Spalte, durch die etwas hindurch fallen kann, werden
so vermieden.
[0008] In einer Ausführungsform der Erfindung erstreckt sich die Teilkonsole im montierten
Zustand von einem vertikalen Träger des Baugerüstes, also einem vertikalen Pfosten
oder einem vertikalen Rahmen bis zum benachbarten vertikalen Träger. Die Teilkonsole
wird so durch die vertikalen Träger vorteilhaft daran gehindert, unerwünscht parallel
zum Baugerüst verschoben werden zu können. Zu den vertikalen Trägern verbleibt jedoch
ein geringer Abstand, um die Verschiebbarkeit der Teilkonsole In Richtung Fassade
sicherzustellen. Es wird durch den Spalt vermieden, dass die Teilkonsole zwischen
zwei vertikalen Trägern eingeklemmt wird.
[0009] In einer Ausgestaltung der Erfindung besteht die Tellkonsole aus einem Metall, aus
Gewichtsgründen insbesondere aus Aluminium. Es hat sich herausgestellt, dass so eine
hinreichende Stabilität erreicht werden kann und zwar auch dann, wenn die Teilkonsole
ansonsten dünnwandig ist und die Dicke nur wenige Millimeter beträgt.
[0010] In einer Ausgestaltung der Erfindung umfasst die Teilkonsole eine Abwinklung, also
einen angewinkelten Wandbereich, der mit dem begehbaren Teil der Teilkonsole insbesondere
einen rechten Winkel einschließt. Im montierten Zustand reicht dieser abgewinkelte
Wandbereich vorzugsweise nach unten in Richtung einer unteren Etage. Diese Ausgestaltung
ermöglicht es, den abgewickelten Wandbereich von einer unteren Etage aus erfassen
und bewegen zu können. Eine Teilkonsole kann so von einer unteren Etage aus in die
gewünschte Position verschoben werden. Die Sicherheit wird so weiter verbessert.
[0011] In einer Ausgestaltung der Erfindung umfasst der abgewinkelte Wandbereich ein oder
mehrere Ausnehmungen und zwar insbesondere seitlich und zwar im montierten Zustand
dann angrenzend an Vertikalträger. Die Ausnehmungen ermöglichen es, das Baugerüst
bzw. seine Vertikalträger durch Stiele mit der Fassade zu verbinden. Die Stiele sind
dann einerseits an der Fassade angebracht und andererseits insbesondere an Vertikalträgern.
Die Stiele reichen dann durch die Ausnehmungen hindurch.
[0012] In einer Ausgestaltung der Erfindung umfasst der abgewinkelte Wandbereich eine weitere
senkrechte Abwinkelung. Diese weitere senkrechte Abwinkelung umfasst vorzugsweise
ebenfalls eine weitere senkrechte Abwinkelung derart, dass näherungsweise ein U-förmiges
Profil entsteht. Dieses dient der mechanischen Stabilisierung.
[0013] In einer Ausgestaltung der Erfindung gibt es ein oder mehrere Stützen für die Tellkonsole,
die am Baugerüst und/ oder an der Hauptkonsole befestigt werden können und die In
Richtung Fassade und zurück bewegt werden können. Diese Stützen werden unterhalb der
Teilkonsole angeordnet und stabilisieren die Teilkonsole vorteilhaft zum Beispiel
gegen einen Durchbiegen.
[0014] Die ein oder mehrere Stützen für die Teilkonsole können schwenkbar und/ oder faltbar
ausgestaltet sein und zwar derart, dass diese im montierten Zustand nur In einer horizontalen
Ebene gefaltet sowie nur innerhalb dieser Ebene verschwenkt werden können. Hierdurch
wird es möglich, Stützen in Richtung Fassade zu bewegen und zurück, wenn diese Teil
eines montierten Baugerüstes sind.
[0015] Vorteilhaft sind die ein oder mehreren Stützen als Teleskop ausgestaltet. So befindet
sich beispielsweise eine Innere Stütze mit vorzugsweise quadratischem oder rechteckigem
Profil teilweise In einer äußeren Stütze mit quadratischem oder rechteckigem Profil.
Die innere Stütze kann relativ zur äußeren Stütze verschoben werden und so in Richtung
Fassade oder zurück, wenn diese montiert ist. Durch ein bevorzugt vorgesehenes nicht
kreisrundes Profil wie zum Beispiel ein quadratisches Profil wird ein unerwünschtes
Verdrehen der Inneren Stütze relativ zur äußeren Stütze vermieden. Ein quadratisches
oder rechteckiges Profil stabilisiert besonders gut, ohne dafür ein übermäßig hohes
Gewicht vorsehen zu müssen.
[0016] In einer Ausführungsform der Erfindung ist die Stütze, die vom Baugerüst aus gesehen
in Richtung Fassade verschoben werden kann und zurück, mit einem Ende an der verschiebbar
gelagerten Teilkonsole befestigt. Es wird so sichergestellt, dass die Stütze synchron
mit der Teilkonsole bewegt wird und so zu jeder Zeit geeignet zu unterstützen und
zu stabilisieren vermag. Es handelt sich dabei vorzugsweise um das Ende, welches der
Fassade zugewandt ist oder werden soll.
[0017] In einer Ausgestaltung der Erfindung ist die Stütze durch Formschluss mit der Teilkonsole
verbunden und zwar vorzugsweise lösbar verbunden. Eine formschlüssige Verbindung bleibt
besonders zuverlässig bestehen. Die Lösbarkeit ermöglicht es, die Stütze getrennt
von einer Teilkonsole zu montieren und zu demontieren. Hierdurch wird vermieden, dass
während einer Montage ein übermäßig hohes Gewicht gehandhabt werden muss.
[0018] In einer Ausgestaltung der Erfindung ist die Stütze als Teleskop ausgestaltet. Die
innere Stütze, die sich innerhalb einer äußeren Stütze zumindest teilweise befindet,
ist vorzugsweise mit einer Vielzahl von Bohrungen oder Löchern versehen, die sich
entlang der inneren Stütze erstrecken. Die äußere Stütze weist zumindest eine vergleichbare
Bohrung oder ein vergleichbares Loch auf. Mithilfe eines Stiftes oder eines Splints
kann die Lage der Inneren Stütze relativ zur äußeren Stütze fixiert werden, indem
der Stift bzw, der Splint in die Bohrung der äußeren Stütze sowie in eine dahinter
angeordnete Bohrung der inneren Stütze hineingesteckt und/ oder aufgrund entsprechender
Öffnung hindurch gesteckt wird. Die innere Stütze weist eine Vielzahl von Bohrungen
auf, um diese in unterschiedlichen Stellungen fixieren zu können. Der Abstand der
Löcher der inneren Stütze beträgt in der Regel vorzugsweise nur wenige Zentimeter,
so zum Beispiel 2 bis 4 cm. Auf diese Weise können viele verschiedene Stellungen fixiert
werden, um die verschiebbare Konsole möglichst dicht an die Fassade heran bewegen
und dann fixieren zu können. Hierdurch wird die Sicherheit weiter verbessert, da durch
das Fixieren vermieden wird, dass die verschiebbare Konsole sich unplanmäßig verschiebt.
[0019] In einer Ausgestaltung der Erfindung umfasst die äußere Stütze ein Langloch, in welches
ein Bolzen der inneren Stütze hineinreicht, der von der inneren Stütze insbesondere
senkrecht absteht. Auf diese Welse wird vorteilhaft vermieden, dass sich die innere
Stütze versehentlich von der äußeren Stütze zu lösen vermag. Die innere Stütze ist
also verliersicher mit der äußeren Stütze verbunden.
[0020] In einer Ausgestaltung der Erfindung sind zwei Stützen über eine Brücke miteinander
verbunden. Die Brücke ermöglicht es, die beiden Stützen insbesondere an einem vertikalen
Rahmen des Baugerüstes einzuhängen, Die Brücke liegt dann auf einem horizontalen Träger
des Vertikalrahmens auf. Zu beiden Seiten des horizontalen Trägers gibt es dann Stützen,
die für zwei verschiedene Teilkonsolen zur Verfügung stehen. Die Brücke befindet sich
im montierten Zustand insbesondere zwischen zwei vertikalen Streben des Vertikalrahmens
oder aber zwischen zwei vertikalen Streben eines weiteren Vertikalrahmens, der oberhalb
der Brücke angeordnet ist. Hierdurch wird es möglich, zwei Stützen durch Formschluss
auf besonders einfach zu montierende Weise anzubringen. Es können so leicht und schnell
bestehende Baugerüste mit Vertikalrahmen erfindungsgemäß nachgerüstet werden.
[0021] Es zeigen
- Figur 1:
- seitliche Schnittdarstellung einer Konsole;
- Figur 2:
- Aufsicht auf eine Teilkonsole;
- Figur 3:
- Schnittdarstellung von Teleskopstützen mit Brücke im montierten Zustand;
- Figur 4:
- Teleskopstützen mit Brücke.
[0022] Die Figur 1 zeigt im Schnitt eine Konsole, die eine Hauptkonsole und eine verschiebbar
gelagerte Teilkonsole 2 umfasst. Die Hauptkonsole umfasst zwei nebeneinander angeordnete
Beläge 1 oder Bretter. Die Beläge 1 sind so montiert, dass diese während einer Bearbeitung
einer Fassade nicht bewegt werden.
[0023] Die verschiebbar gelagerte Teilkonsole 2 kann - wie durch einen Pfeil angedeutet
wird - In Richtung vorgesehene Fassade verschoben werden. Es können so Abstände überbrückt
werden, die zumindest anfänglich in Richtung Fassade vorhanden sind. Bei Bedarf kann
die in Richtung Fassade verschobene Teilkonsole 2 in Richtung Hauptkonsole zurückgeschoben
werden, um so beispielsweise Platz für ein Aufkleben von wärmedämmenden Platten auf
der Fassade zu schaffen.
[0024] Die verschiebbar gelagerte Teilkonsole 2 besteht aus einem dünnen Blech, welches
eine Stärke von ca. 2 bis 3 mm aufweist. Das verschiebbar gelagerte, aus Aluminium
bestehende Blech 2 liegt auf der Hauptkonsole 1 auf.
[0025] Die Teilkonsole 2 weist im montierten Zustand an der der Fassade zugewandten Seite
einen angewinkelten Wandbereich 3 auf, der mit dem begehbaren Teil der Teilkonsole
2 einen rechten Winkel bildet. Im montierten Zustand reicht dieser abgewinkelte Wandbereich
3 nach unten in Richtung einer unteren Etage und kann von hier aus ergriffen und bewegt
werden.
[0026] Der abgewinkelte Wandbereich 3 umfasst eine weitere senkrechte Abwinklung 4. Diese
weitere senkrechte Abwinklung 4 umfasst ebenfalls eine weitere senkrechte Abwinklung
5 derart, dass näherungsweise ein U-Profil entsteht, welches durch die drei Abwinklungen
3, 4, 5 gebildet wird.
[0027] Es gibt für jede Konsole zwei Stützen für die Teilkonsole 2, die am Baugerüst befestigt
werden können und die In Richtung Fassade und zurück bewegt werden können. Diese Stützen
sind unterhalb der Konsole 1, 2 angeordnet.
[0028] Die beiden Stützen sind als Teleskop ausgestaltet. Eine Innere Stütze 6 mit quadratischem
Querschnitt bzw. Profil ist teilweise in eine äußere Stütze 7 mit quadratischem Profil
hineingesteckt. Die innere Stütze 6 kann relativ zur äußeren Stütze 7 verschoben werden
und so in Richtung Fassade oder zurück, wenn diese montiert ist.
[0029] Eine jede Stütze 6, 7 ist an der abgewinkelten Stirnwand 3 der Teilkonsole 2 durch
Formschluss befestigt. Hierfür reicht in einer Ausführungsform ein Bolzen 8 an einem
Ende der inneren Stütze 6 durch ein Langloch 15 (siehe Figur 2) in der Stirnwand 3
hindurch. Eine tellerförmige Aufweitung 9 am entsprechenden Ende des Bolzens 8 verhindert,
dass der durch das Langloch 15 hindurch reichende Bolzen 8 aus dem Langloch 15 heraus
bewegt werden kann. Wird die Teilkonsole 2 belastet, so liegt diese auf dem Bolzen
8 auf und wird so stabilisiert und gehalten.
[0030] Eine jede Stütze 6, 7 ist als Teleskop ausgestaltet. Die Innere Stütze 6 ist mit
einer Vielzahl von durch die Stütze 6 hindurchführenden Bohrungen 10 versehen, die
sich entlang der inneren Stütze 6 erstrecken. Die äußere Stütze 7 weist eine durch
die Stütze 7 hindurch führende Bohrung 11 auf. Mithilfe eines Splints kann die Lage
der inneren Stütze 6 relativ zur äußeren Stütze 7 fixiert werden, indem der Splint
sowohl durch die Bohrung 11 der äußeren Stütze 7 sowie durch eine dahinter angeordnete
Bohrung 10 der Inneren Stütze 6 hindurch gesteckt wird. Der Splint umfasst insbesondere
einen klappbaren und arretierbaren Bügel, der so geklappt und arretiert werden kann,
dass der Splint nicht versehentlich herausfallen kann.
[0031] Der Abstand der Löcher 10 der inneren Stütze 6 beträgt zum Beispiel 3,2 cm. Auf diese
Welse können viele verschiedene Stellungen der Tellkonsole 2 fixiert werden.
[0032] Die äußere Stütze 7 weist ein Langloch 12 auf, in welches ein Bolzen 13 der inneren
Stütze 6 hineinreicht, der von der inneren Stütze 6 seitlich absteht.
[0033] Das Profil der inneren Stütze weist insbesondere ein Maß von 30 mm x 30 mm auf und
das Profil der äußeren Stütze weist insbesondere ein Maß von 40 mm x 40 mm auf, um
hohe Durchgangshöhen bei einer Etage zu ermöglichen.
[0034] Wie in der Figur 2 gezeigt, umfasst der abgewinkelte Wandbereich 3 zwei seitliche
Ausnehmungen 14, die im montierten Zustand an Vertikalträger angrenzen. Die Ausnehmungen
14 ermöglichen es, dahinter befindliche Vertikalträger des Baugerüstes durch Stiele
mit der Fassade zu verbinden. Die Stiele reichen dann durch Ausnehmungen 14 hindurch.
[0035] Ein jedes Langloch 15 mündet auf der gleichen Seite, im vorliegenden Fall auf der
rechts gezeigten Seite, in ein kreisrundes Loch 16 ein. Das kreisrunde Loch 16 weist
einen Durchmesser auf, der größer als der Durchmesser der Verbreiterung 9 ist. Hierdurch
kann der Bolzen 8 zusammen mit der Verbreiterung 9 in Richtung Loch 16 bewegt werden,
um schließlich die verschiebbar gelagerte Teilkonsole 2 von den Stützen zu lösen.
Ein solches Lösen kann entweder durch Anheben der verschiebbaren Konsole 2 an der
Rückseite (d. h. an der in der Figur 1 links gezeigten Seite) und anschließendes Verschieben
vorbei an Vertikalstreben des Baugerüsts erreicht werden. Alternativ werden entsprechende
Vertikalstreben des Gerüsts demontiert, die ein seitliches Verschieben der Teilkonsole
2 grundsätzlich verhindern. Im Anschluss an eine solche Demontage kann die Teilkonsole
2 seitlich verschoben werden, um die Verbreiterung 9 schließlich aus dem Lochsystem
umfassend das Langloch 15 und das Loch 16 heraus zu bewegen.
[0036] Gemäß Figur 3 sind zwei Stützen 6, 7 über eine insbesondere plattenförmige Brücke
17 miteinander verbunden. Die Brücke 17 ermöglicht es, die beiden Stützen wie dargestellt
auf einer horizontalen Strebe 18 eines vertikalen Rahmens des Baugerüstes aufzulegen.
Die Brücke 17 liegt auf der horizontalen Strebe 18 bzw. Träger des Vertikalrahmens
auf. Zu beiden Seiten der horizontalen Strebe 18 gibt es dann zwei vertikal verlaufende
Streben. Die Brücke befindet sich im montierten Zustand zwischen zwei vertikalen Streben.
[0037] Die Brücke 17 kann durch ein oder mehrere Stangen gebildet sein. Es kann sich dabei
um vorzugsweise zumindest zwei Bleche oder Platten - wie in der Figur 4 gezeigt -
handeln, die sich im montierten Zustand in einer senkrechten Ebene befinden, um die
Konstruktion besonders geeignet zu stabilisieren.
[0038] Die Teilkonsole wird formschlüssig gehalten. Diese muss also nicht zusätzlich gesichert
werden.
1. Konsole für ein Baugerüst mit einer Hauptkonsole (1), gekennzeichnet durch eine verschiebbare Teilkonsole (2).
2. Konsole nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilkonsole (2) auf der Hauptkonsole (1) aufliegt.
3. Konsole nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilkonsole (2) aus einem 1 bis 15, vorzugsweise aus einem 1 bis 3 mm, dicken
Belag gebildet ist.
4. Konsole nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilkonsole (2) einen abgewinkelten Wandbereich (3) umfasst, der im montierten
Zustand vorzugsweise in Richtung untere Etage weist.
5. Konsole nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der abgewinkelte Wandbereich (3) seitliche Ausnehmungen (14) umfasst, die der Befestigung
eines Gerüstes an einer Fassade durch Stiele dienen.
6. Konsole nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilkonsole (2) solche Abwinklungen (3, 4, 5) umfasst, die ein U-Profil bilden.
7. Konsole nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch Stützen (6, 7), die die Tellkonsole zu stützen vermögen.
8. Konsole nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine jede Stütze (6,7) als Teleskop ausgebildet ist.
9. Konsole nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Stützen (6, 7) über eine Brücke (17) miteinander verbunden sind.
10. Konsole nach einem der drei vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine jede Stütze (6, 7) mit einem Ende (8, 9) mit der Teilkonsole (2) verbindbar
oder verbunden ist und zwar insbesondere formschlüssig.
11. Baugerüst mit einer Konsole nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilkonsole (2) durch zwei Vertikalträger des Baugerüstes daran gehindert ist,
parallel zum Baugerüst verschoben zu werden.
12. Baugerüst nach dem vorhergehenden Anspruch mit formschlüssig gehaltener Teilkonsole
(2).