Einleitung
[0001] Das "Archimedes Prinzip" beschreibt den nach oben gerichteten Auftrieb von Schwimmkörpern,
hier in Flüssigkeiten (Wasser). Die Erfmdung schlägt Vorrichtungen mit Auftriebskraftnutzung
und
reduziertem potentiellem Flüssigkeits-Energieverlust vor. Sie sollen in multivalenten mechanischen Antrieben wirken. Die Erfindung ist
den Bereichen "Wasserkraft" und "Erneuerbare Energien" zuzuordnen.
Es gilt der Energieerhaltungssatz.
Beschreibung:
[0003] Ausgangssituation allgemein, Aufgabe, Lösung durch die Erfindung : Ausgangssituation
allgemein: Ein geschlossener mittig drehbar gelagerter Behälter mit Flüssigkeit und Schwimmkörper
wird betrachtet. Beim Hochschwimmen der Schwimmkörper sammelt sich unter ihnen das
oben verdrängte Wasser. Potentielle Energie geht dabei verloren. Das verschiebt den
Gesamtschwerpunkt nach unterhalb der Drehachse und erschwert eine Behälterdrehung.
Somit nicht geeignet für eine energetische Nutzung.
Aufgabe: Es ist das Ziel, beim Hochschwimmen des Schwimmkörpers das nach unten fließende Wasser
nutzbringend zu minimieren. Ist im Fall
a) ein mittig gelagerter Behälter
(Figur) vorhanden, so soll
in der Summe nach dem Hochschwimmen des Schwimmkörpers eine Schwerpunktverschiebung
nach oberhalb der Drehachse erreicht werden. Gelingt das, so ist ein
reduzierter potentieller Flüssigkeits-Energieverlust vorhanden. Durch die Schwerpunktverschiebung wird ein anteilig nutzbares Drehmoment
erzeugt.
[0004] Statt in einem Rahmen
1 der
Figur soll dieses auch im Fall
b) im Rahmen
1 (ohne Figur) so konstruiert sein, dass durch die Auftriebskraft des Schwimmkörpers Flüssigkeit
aus einem unteren Hohlraum in den zunächst mit Luft gefüllten oberen Hohlraum gepumpt
wird. Hierfür werden die Hohlkörperräume für einen Kolben zweifach wirkend erstellt
und die Kolbenstangen abdichtend jeweils unten und oben mit dem Schwimmkörper im mittigen
Schwimmkörperraum verbunden. Nach der Drehung um 180 Grad und Abnahme eines Anteils
Nutzenergie wiederholt sich dieser Vorgang. Maßnahmen zur Gewichtsentlastung des Schwimmkörperraumes
sind zu addieren. Im Fall
c) soll nur die lineare Nutzkraft des Schwimmkörpers ohne Rotation direkt am Schwimmkörper
abgenommen werden. Damit sich dieser Vorgang wiederholt, ist die Bedingung für den
Auftrieb am Boden des Schwimmkörpers zu beseitigen. Hierfür wird der Wasserdruck unter
dem Boden des Schwimmkörpers mit dem Dreiwegeventil
27 zur Luft hin entspannt. Damit ist der Schwimmkörper jetzt kein "Schwimmkörper" mehr
und fällt in die Ausgangssituation nach unten zurück. Durch Wiederherstellung des
Wasserdrucks über
27 erfolgt erneut ein Hochschwimmen des Schwimmkörpers bei Abnahme eines Anteils der
Auftriebskraft.
Die Wasserströmung in Fließgewässern kann Fremdenergie für die erforderliche Steuerung
der Vorrichtung liefern. In der
Figur wird Fremdenergie von der PV-Anlage
19,9,10 für das kontrollierte Drehen und Verharren nach 180 Grad bereitgestellt. Bei
a) und
b) wiederholt sich der Vorgang nach 180 Grad.
[0005] Entsteht bei
a) wegen der Dichtung
4 Leckwasser, so kann dieses jeweils über
2 oben wieder zugefügt werden. Es handelt sich somit, wie bei
b) auch, um ein nach außen hin abgeschlossenes System ohne Wasserverlust. Bei c) wird
Verlustflüssigkeit in der Auffangschale
29 mittels Fremdenergieeinsatz oder durch einen natürlichen Zufluss oben wieder nachgefüllt.
[0006] An festen Seitenwänden
5 der Hohlkörper setzt sich der Wasserdruck nach innen nicht fort. Auf die Flächen
unterhalb der Schwimmkörper wirkt, wie in [005] schon beschrieben, der mit der Tiefe
zunehmende Wasserdruck. Diese Flächen sind funktionsmäßig so zu optimieren, damit
eine Aufwärtsbewegung, hervorgehoben durch die Auftriebskraft, noch möglich ist. Somit
wird unter Beachtung der Verlustenergien der Hohlkörperdeckel oder die Kolbenfläche
kleiner als der Schwimmkörperboden sein. Bei allen Ausführungen
a), b) und
c) wird aber ein
reduzierter potentieller Flüssigkeits-Energieverlust erreicht.
Mit Federn
24 und/oder Luftdruck wird ein Gegendruck bei
a) und
c) erzeugt. Somit bestimmt die Größe der Fläche des beweglichen Hohlkörperdeckels die
Höhe der erforderlichen Gegenkraft. Daraus ergibt sich die Geometrie und Größe des
bzw. der Schwimmkörper. Mit der Laschenverbindung
13 oder der geschlossenen Seitenwand bei
28 zwischen Schwimmkörper und Hohlkörper wird der abdichtende und leicht bewegliche
Deckel des Hohlkörpers durch die Auftriebskraft nach oben gezogen oder geschoben und
dabei Luft ausgetauscht. Oder es wird Wasser über Kolben/Kolbenstange von dem unteren
Hohlkörper in den zunächst mit Luft gefüllten oberen Hohlkörper gepumpt. Somit ist
nach dem Hochschwimmen der Schwimmkörper bei
a), b) oder
c) unten im Hohlraum Luft vorhanden.
Lösung durch die Erfindung, erläutert mit der Figur.
[0007] Der unter dem beweglichen Deckel mit Dichtung
4 befmdliche Hohlraum soll mit einem Medium geringerer Dichte, hier mit Luft, gefüllt
sein. Die Voraussetzung für den Auftrieb von Schwimmkörpern
7,12,20 in Vorrichtungen mit Rotationsachsen müssen permanent und in linearen Vorrichtungen
zeitweise vorhanden sein. Das ist in der
Figur bei drehbaren Behältern durch den Zwischenraum mit den Laschenverbindungen
13 als Abstandshalter und in der Darstellung
25 mit dem Dreiwegeventil
27 dargestellt. Die mit Luft gefüllten Hohlkörper an
22 verändern das Volumen je nach Auftriebsposition der Schwimmkörper. Zusätzlich kann
eine Masse in
11 der
Figur angebracht werden, wenn die Auftriebskraft in der Summe nicht voll ausgenutzt worden
ist. Beim Hochschwimmen verschiebt sich der Gesamtschwerpunkt der drehbaren Vorrichtung
in der
Figur nach oberhalb der Drehachse und ermöglicht ein nutzbares Drehmoment. Geführt wird
die Vorrichtung in der
Figur über Freiläufe
16 und durch eine Photovoltaik-Anlage
19 oder alternativ mit anderen Fremdenergien. Nach Drehung um 180 Grad erfolgt eine
erneute, damit wiederkehrende, Massenverschiebung nach oben. Bei der linear wirkenden
Vorrichtung wird mit dem Dreiwegeventil
27 in den abgeschlossenen Raum
29 der Auftrieb unterbrochen oder neu begonnen, somit erfolgt hier keine Rotation. Die
Erfindung ist dem Bereich Wasserkraft / Erneuerbare Energien zuzuordnen. Es werden
wiederkehrende winkelabhängige nutzbare Drehmomente oder in der linearen Ausführung
nutzbare Auftriebskräfte bereitgestellt.
[0008] Ein
Auftriebsmotor ergibt sich, wenn mehrere Vorrichtungen nacheinander und wiederkehrend Auftriebskräfte
wirken lassen. Wind- und Solarpumpen, Wasserzulauf oder Wasserströmung, Muskelkraft
oder technische Verlustenergien allgemein können zueinander entkoppelt zum nutzbaren
Drehmoment oder zur linearen Kraft in der
Figur beitragen.
[0009] Erläuterung der Vorrichtung in der Figur: Rotation mit 1 bis 24 und Linear mit 25
-29: Behälter
6 mit mittiger Lagerung und Lager
15 sowie Freilauf
16 am Rahmen
1, gefüllt mit Flüssigkeit und optimierter Flüssigkeitsdichte. Im Behälter befinden
sich die Schwimmkörper
7, 12, 20, gefüllt mit optimierter Gasdichte, verbunden mit den Laschen
13. Unten und oben sind Hohlkörper
22, bestehend aus Topf und verschiebbarem Topfdeckel mit leichtgängigen verlustarmen
Dichtungen
4, installiert. Es ergeben sich beim Hochschwimmen der Schwimmkörper verändernde Hohlkörper.
In den Hohlkörpern wirken die Federn
24. Die Hohlkörper können bei Luftdruckbeaufschlagung über
3 miteinander verbunden werden. Leckwasser kann über
2 abgeführt werden bei erneuter Zuführung über
23. Der Flüssigkeitsstand ist bei
8 in der Höhe konstant. Die Fremdenergie zum geordneten und winkelabhängigen Drehen
geschieht in der
Figur über PV
19, Batterie
10, Motor
9, Rad
21, Lager
17 und Freilauf
18. Nutzenergie liefert der Generator
14. Eine zusätzlich installierte Schwungmasse kann hilfreich sein.
25 - 29 zeigen die lineare Ausführung. Mit dem Dreiwegeventil
27 wird der Wasserdruck des Behälters zum Boden des Schwimmkörpers geleitet oder unterbrochen.
Verlustwasser ist oben im ortsfesten Behälter mit Fremdenergieeinsatz auszugleichen.
Die noch verfügbare lineare Kraft des Schwimmkörpers kann energetisch genutzt werden.
[0010] Bewegungsablauf in der Figur: Beim Hochschwimmen wird der untere Hohlkörper vergrößert und der obere entsprechend
verkleinert. Der Schwerpunkt verschiebt sich nach oberhalb der Drehachse für ein winkelabhängiges
nutzbares Drehmoment. Nach einer Drehung von 180 Grad erfolgt ein erneutes Hochschwimmen
der Schwimmkörper. Soll nur die lineare Auftriebskraft ohne Drehung genutzt werden,
so ist in der
Figur unter
25 -
29 die Variante mit Auftriebsunterbrechung zu installieren.
Bezugszeichenliste in der Figur
[0011] 1 Rahmen
2 Ventil
3 Verbindungsschlauch der beiden Hohlräume bei Bedarf
4 Dichtungselemente
5 Seitenwand des Hohlkörpertopfes
6 Behälter mit Flüssigkeit oder ortsfester Behälter bei linearer Ausführung oder ortsfest
gelagerter drehbarer Rahmen im nach oben offenen Behälter oder im Gewässer
7, 12, 20 Schwimmkörper
8 Flüssigkeitsstand
9 Motor, hier PV-Antrieb
10 Batterie der PV-Anlage
11 Ort der Zusatzmasse
13 Laschenverbindung bei Rotation oder geschlossene Seitenwand bei Linear
14 Generator
15 , 17 Lager
16, 18 Freilauf
19 Photovoltaik PV
21 Rad = Untersetzung der Drehzahl
22 Hohlkörperboden mit Montageflansch. Darin bewegt sich der leicht gleitende Hohlkörperdeckel,
der mit der Dichtung
4 versehen ist
23 Ventil für Flüssigkeitsfüllung
24 Federn
25 Darstellung ohne Drehachse mit:
26 Rohr zum Boden des Schwimmkörpers
27 Dreiwegeventil durch Fremdenergie gesteuert
28 Flüssigkeitsschicht
29 Auffangschale für Verlustflüssigkeit.
1. Vorrichtungen zur Nutzung der Auftriebskraft in Flüssigkeiten mit reduziertem potentiellem
Flüssigkeits-Energieverlust für wiederkehrende Massenverschiebungen an Drehachsen
oder für lineare Kräfte in multivalenten mechanischen Systemen,
mit physikalisch erfüllten Bedingungen für das Entstehen oder Unterbrechen der Auftriebskraft
an Schwimmkörpern,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Schwimmkörper über Laschen 13 untereinander verbunden sind,
dass der unterste und der oberste Schwimmkörper 7, 20 mit Laschen 13 je mit einem beweglichen Hohlkörperdeckel verbunden ist,
die Hohlkörper 5, 22 ihr Volumen durch Krafteinwirkung verändern können,
die Hohlkörperdeckel zum Inneren des Hohlkörpers 5, 22 gegenüber der Flüssigkeit leicht beweglich abgedichtet sind,
in den Hohlkörpern 5, 22 ein Medium geringerer Dichte als die der Flüssigkeit vorhanden ist und der Schwerpunkt
11 der Schwimmkörper mit einer Zusatzmasse versehen werden kann,
die beiden Hohlkörper auch als geschlossene Kolbenräume mit Rohrverbindung zueinander
vorhanden sind, die Kolben abdichtend mit dem Schwimmkörper verbunden sind, ein Hohlkörpervolumen
zunächst mit Flüssigkeit gefüllt ist, durch den Auftrieb die Flüssigkeit von unten
nach oben gepumpt wird und bei beweglichem Schwimmkörperraum dieser zusätzlich eine
das Gewicht entlastende Unterstützung erfahren kann,
die durch die Auftriebskraft verursachte Bewegung des Hohlkörperdeckels durch Federn
24 und/oder durch den Luftdruck unterstützt wird, dazu die Lufträume der Hohlkörper
über einen Schlauch 3 verbunden sein können,
dieses jeweils mit dem Ziel, ein Drehmoment oder eine lineare Kraft für die energetische Nutzung wiederkehrend
zur Verfügung zu stellen.
2. Vorrichtungen zur Nutzung der Auftriebskraft in Flüssigkeiten mit reduziertem potentiellem
Flüssigkeits-Energieverlust für wiederkehrende Massenverschiebungen an Drehachsen
oder für lineare Kräfte in multivalenten mechanischen Systemen,
nach 1. dadurch gekennzeichnet, dass
die Vorrichtung mit einer Drehachse als geschlossener Flüssigkeitsbehälter 6,
die Vorrichtung mit einer Drehachse an einem durchströmten drehbaren Rahmen in einem
offenen Flüssigkeitsbehälter oder in einem Fließgewässer installiert werden kann,
die Vorrichtung bei vertikaler Kraftnutzung 25 ohne Drehung die Auftriebskraft des Schwimmkörpers durch Sperrung und anschließender
Zuführung der Flüssigkeit am Schwimmkörperboden wiederkehrend mit reduziertem potentiellem
Flüssigkeits-Energieverlust über 26,27,28,29 erzeugt,
alle möglichen Vorrichtungen direkt oder indirekt gekoppelt Fremdenergien integrieren
können jeweils mit dem Ziel einer multivalenten Energienutzung.