Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Hautstraffungsvorrichtung zur kosmetischen Straffung
von Haut eines menschlichen Patienten insbesondere in dessen Gesicht.
Stand der Technik
[0002] Mit dem Alter geht beim Menschen ein komplexer biologischer Prozess der Veränderung
der Haut einher, der allgemein als Hautalterung bezeichnet wird. Diese Hautalterung
ist unter anderem in Form von Falten sichtbar, die häufig aus kosmetischen beziehungsweise
ästhetischen Gründen unerwünscht sind. Insbesondere im Bereich des Gesichts werden
solche Falten der Haut wie sie beispielsweise als Krähenfüsse im temporalen Bereich
der Augen, als Stirnfalten, als Gabelfalten zwischen den Augenbrauen, als Nasiolabalfalten
zwischen dem oberen Ende der Nasenflügel und seitlich neben den Mundwinkeln oder als
Lachfalten in den Wangen häufig als unangenehm oder störend empfunden.
[0003] Es sind verschiedene Faktoren bekannt, die zu der Hautalterung beitragen, wobei im
Allgemeinen zwischen Faktoren unterschieden wird, die beinflussbar sind und solchen
die nicht beeinflussbar sind. Nicht beinflussbare Faktoren umfassen beispielsweise
die genetisch bedingte verminderte Reagibilität der Hautzellen. Beeinflussbare Faktoren
umfassen beispielsweise Umweltfaktoren wie die Exposition in Strahlung ultravioletten
Lichts, mechanische Beanspruchung oder chemische Belastung sowie Lebensweisefaktoren
wie Exposition in Hitze und Kälte, Stress, Ernährung oder Alkohol- beziehungsweise
Nikotinkonsum.
[0004] Um die Hautalterung beziehungsweise ihre sichtbare Ausprägung als Faltenbildung zu
korrigieren und zu bremsen werden heutzutage unterschiedliche Methoden und Mittel
eingesetzt. Beispielsweise werden zur Vorbeugung der Faltenbildung häufig kosmetische
Hautcremes oder ähnliche Substanzen eingesetzt.
[0005] Zur Reduktion bereits gebildeter Falten werden auch unter anderem insbesondere im
Gesichtsbereich geeignete Substanzen invasiv appliziert. So ist beispielsweise bekannt,
dass der Wirkstoff Botulinumtoxin in geeigneter Dosierung in die Haut eingespritzt
werden kann und dass dadurch die Faltenbildung über eine lokal begrenzte Lähmung der
Gesichtshautmuskulatur rückgängig gemacht werden kann. Solche invasiven Applikationen
wirken jedoch zumeist nur temporär, sodass sie regelmässig wiederholt werden müssen,
um einen langfristigen Effekt zu erzielen. Zudem sind werden sie häufig als unangenehm
empfunden, haben teilweise eine tiefe Akzeptanz und sind verhältnismässig teuer.
[0006] Ebenfalls zur Reduktion bereits gebildeter Falten im Gesichtsbereich werden heute
auch Eingriffe der plastischen und ästhetischen Chirurgie beispielsweise als Facelifting
durchgeführt, mit denen die Gesichtshaut und das darunter liegende Gewebe gestrafft
wird, um eine höhere Spannung zu erreichen. Mit solchen chirurgischen Eingriffen kann
zwar eine verhältnismässig nachhaltige Reduktion der Falten erreicht werden, sie sind
aber verhältnismässig risikoreich, aufwändig und teuer.
[0007] Aufgabe der nachfolgenden Erfindung ist es daher, eine einfache, effiziente, sichere
und bequeme Reduktion von Hautfalten insbesondere im Gesichtsbereich zu ermöglichen.
Darstellung der Erfindung
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch eine Hautstraffungsvorrichtung gelöst,
wie sie im unabhängigen Patentanspruch 1 definiert ist. Vorteilhafte Ausführungsvarianten
der erfindungsgemässen Hautstraffungsvorrichtung ergeben sich aus den abhängigen Patentansprüchen.
[0009] Das Wesen der Erfindung besteht im Folgenden: Eine Hautstraffungsvorrichtung umfasst
eine Zugeinrichtung und eine Befestigung, die an einem Patienten installierbar sind.
Dabei ist die Befestigung zur lösbaren Verbindung mit einer Hautpartie des Patienten
ausgestaltet. Die Zugeinrichtung ist so ausgestaltet, dass sie die Befestigung in
eine vordefinierte Richtung zieht, wenn die Zugeinrichtung und die Befestigung am
Patienten installiert sind und die Befestigung mit der Hautpartie des Patienten verbunden
ist.
[0010] Im Zusammenhang mit der Erfindung wird einfachheitshalber der Begriff "Patient" in
männlicher Form verwendet, wobei jeweils die weibliche Form gleichermassen mitumfasst
ist und in keiner Weise ein geschlechtsspezifischer Unterschied gemacht wird. Unter
dem Begriff "lösbar" kann im Zusammenhang mit der Verbindung der Befestigung mit einer
Hautpartie des Patienten eine durch den Patienten selbst oder eine Hilfsperson wieder
entfernbare Verbindung verstanden werden. Insbesondere kann diese Verbindung dazu
vorgesehen sein, dass der Patient oder die Hilfsperson die Befestigung auf einfache
Weise bestimmungsgemäss verbinden und wieder lösen kann, beispielsweise damit die
Hautstraffungsvorrichtung nachts installiert beziehungsweise getragen und tagsüber
entfernt werden kann. Unter dem Begriff "Hautpartie" kann im Zusammenhang mit der
Erfindung eine Abschnitt der Haut des Patienten verstanden werden, an dem die Befestigung
montiert werden soll, damit ein Bereich der Haut des Patienten gestrafft werden kann.
Unter dem Begriff "vordefinierte Richtung" kann in diesem Zusammenhang eine Richtung
verstanden werden, die durch die Hautstraffungsvorrichtung vorgegeben und somit nicht
zufällig ist. Insbesondere kann diese Richtung eine zur Straffung des entsprechenden
Bereichs der Haut geeignete Richtung sein. Diese Richtung des Zugs soll zur Straffung
des entsprechenden Bereichs der Haut ausreichend präzise sein.
[0011] In einer bestimmungsgemässen Installation der Hautstraffungsvorrichtung wird deren
Befestigung mit der Hautpartie verbunden und die Zugeinrichtung so montiert, dass
die Befestigung in die vordefinierte Richtung gezogen wird. Dadurch wirkt eine Zugkraft
auch auf die Hautpartie und ein Hautbereich wird durch diese Zugkraft gestrafft. Beispielsweise
kann die Befestigung mit der temporal an Krähenfüsse angrenzenden Hautpartie verbunden
werden. Der Begriff "temporal" bezieht sich in diesem Zusammenhang auf die Schläfe
(tempus) also auf seitlich schläfenwärts. Die vordefinierte Richtung kann dann eine
okziptale Richtung sein, wobei sich der Begriff "okzipital" in diesem Zusammenhang
auf eine Richtung dem Kopf entlang zum Hinterkopf hin beziehen kann. Auf diese Weise
kann der Hautbereich der Krähenfüsse gestrafft werden. Diese Straffung kann beispielweise
durch Tragen der Hautstraffungsvorrichtung über Nacht periodisch temporär erfolgen.
Nach einer gewissen Anwendungszeit kann diese Straffung auch ohne Applikation der
Zugkraft mittels der Hautstraffungsvorrichtung zumindest teilweise anhalten und die
Krähenfüsse vermindert oder sogar beseitigt werden. Analog zu dem vorstehend auf Krähenfüsse
bezogenen Beispiel kann die Hautstraffungsvorrichtung auch zur Reduktion anderer Hautfalten
vorgesehen und eingesetzt werden.
[0012] Die erfindungsgemässe Hautstraffungsvorrichtung ermöglicht also, dass Hautfalten
mit einfachen nichtinvasiven Mitteln über Applikation einer Zugkraft an der im Bereich
oder nahe der Hautfalten liegenden Hautpartie vermindert werden können. Auch kann
die Haustraffungsvorrichtung einfach zu bedienen sein und eine beeinträchtigungsfreie
Behandlung von Hautfalten ermöglichen. Zudem ist die Verwendung der Hautstraffungsvorrichtung
praktisch nebenwirkungs- und risikofrei.
[0013] Vorzugsweise umfasst die Zugeinrichtung der Hautstraffungsvorrichtung ein elastisches
Band, wobei das elastische Band mit der Befestigung verbunden ist und so vorgespannt
am Patienten installierbar ist, dass es die Befestigung in die vordefinierte Richtung
zieht. Das elastische Band kann beispielsweise ein Gummiband sein. Es ermöglicht eine
einfache Ausgestaltung der Zugeinrichtung und die Applikation einer ausreichenden
Zugkraft an der Hautpartie.
[0014] Vorzugsweise weist die Befestigung eine Adhäsionsfläche auf, die zur lösbaren Verbindung
mit der Hautpartie verklebbar ist. Insbesondere kann die Adhäsionsfläche reversibel
mit der Hautpartie verklebbar sein, so dass die Befestigung über sie wiederholt mit
der Hautpartie verbunden werden kann. Eine solche Adhäsionsfläche ermöglicht eine
einfache effiziente Ausgestaltung der Befestigung. Durch eine angepasste Auswahl des
verwendeten Klebstoffs kann gewährleistet sein, dass die Befestigung einerseits ausreichend
fest mit der Hautpartie befestigt ist, damit die Zugkraft applizierbar ist und andererseits
ein Loslösen der Befestigung von der Hautpartie möglich ist. Dabei umfasst die Befestigung
vorzugsweise ein Klebband und insbesondere ein Kinesio-Tape. Ein solches Klebband
kann eine einfache und angepasste Implementierung der Befestigung ermöglichen. Insbesondere
sind solche Kinesio-Tapes in der Praxis in anderen Einsatzgebieten für die Hautapplikation
bereits bewährt und können eine geeignete Haftung der Befestigung ermöglichen.
[0015] Vorzugsweise umfasst die Befestigung einen ersten Augenpartieteil und einen zweiten
Augenpartieteil, die temporal neben jeweils einem Auge des Patienten verbindbar sind,
wenn die Zugeinrichtung und die Befestigung am Patienten installiert sind. Mittels
einer solchen Befestigung können die Bereiche neben beiden Augen, in denen häufig
Krähenfüsse ausgebildet sind, gleichzeitig gestrafft werden. Dabei ist das Klebband
des ersten Augenpartieteils und des zweiten Augenpartieteils vorzugsweise jeweils
U-förmig ausgestaltet. Solche U-förmigen Klebbänder ermöglichen eine bevorzugte und
ausreichend breite Hautpartie zu berücksichtigen, so dass der gesamte Bereich, der
von Krähenfüssen betroffen sein kann, behandelt werden kann. Zudem ermöglicht eine
solche U-förmige Ausgestaltung eine effiziente Applikation von Zugkräften.
[0016] Vorzugsweise umfasst die Befestigung einen Stirnteil, der mit der Stirn des Patienten
verbindbar ist. Mit einer solchen Ausgestaltung kann die Stirn des Patienten gestrafft
werden. In einer bevorzugten Ausgestaltung des Stirnteils mit Klebband ist das Klebband
U-förmig ausgestaltet. Ein solches U-förmiges Klebband ermöglicht eine bevorzugte
und ausreichend breite Hautpartie zu berücksichtigen, so dass der gesamte Stirnbereich
behandelt werden kann. Zudem ermöglicht eine solche U-förmige Ausgestaltung wiederum
eine effiziente Applikation von Zugkräften.
[0017] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung mit U-förmige Klebbändern als erstes Augenpartieteil,
als zweites Augenpartieteil und als Stirnteil ist das U-förmige Klebband des Stirnteils
der Befestigung grösser dimensioniert als die U-förmigen Klebbänder des ersten Augenpartieteils
und des zweiten Augenpartieteils.
[0018] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Hautstraffungsvorrichtung mit einem oder
mehreren U-förmigen Klebbändern und einem elastischen Band wie oben beschrieben umfasst
das elastische Band der Zugeinrichtung einen ersten Abschnitt und einen zweiten Abschnitt,
wobei der erste Abschnitt des elastischen Bands mit dem ersten Augenpartieteil der
Befestigung verbunden ist und der zweite Abschnitt des elastischen Bands mit dem zweiten
Augenpartieteil der Befestigung. Dabei kann das elastische Band ein einstückiges Band
sein, bei dem ein erster Endbereich den ersten Abschnitt bildet und ein zweiter Endbereich
den zweiten Abschnitt. Die Zugeinrichtung und die Befestigung kann in dieser Ausführungsform
an einem Kopf des Patienten installiert werden, indem der erste Augenpartieteil der
Befestigung temporal neben dem einen Auge des Patienten und der zweite Augenpartieteil
der Befestigung temporal neben dem anderen Auge des Patienten angeklebt werden und
das elastische Band hinter dem Kopf des Patienten hindurch gespannt wird, so dass
der erste und der zweite Augenpartieteil vom elastischen Band jeweils okzipital gezogen
werden. Eine solche Hautstraffungsvorrichtung ermöglicht eine einfache effiziente
Behandlung zur Reduktion von Krähenfüssen und anderen Hautfalten im Augenbereich.
[0019] Dabei umfasst das elastische Band der Zugeinrichtung vorzugsweise einen dritten Abschnitt,
der mit dem Stirnteil der Befestigung verbunden ist, wobei der erste Abschnitt des
elastischen Bands, der zweite Abschnitt des elastischen Bands und der dritte Abschnitt
des elastischen Bands vorzugsweise an jeweils einem deren Längsenden miteinander verbunden
sind, so dass sie T-förmig angeordnet sein können. Die Zugeinrichtung und die Befestigung
kann in dieser Ausführungsform an einem Kopf des Patienten installiert werden, indem
die ersten und zweiten Augenpartieteile der Befestigung wie vorgängig beschrieben
sowie der Stirnteil der Befestigung an der Stirn angeklebt werden und das elastische
Band hinter dem Kopf des Patienten hindurch gespannt wird, so dass der erste und der
zweite Augenpartieteil sowie auch der Stirnteil des elastischen Bands jeweils okzipital
gezogen werden. Die ermöglicht eine einfache effiziente Behandlung zur Reduktion von
Krähenfüssen und anderen Hautfalten im Augenbereich sowie gleichzeitig auch von Stirnfalten.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0020] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Hautstraffungsvorrichtung mit Hilfe der
schematischen Zeichnung. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Aufsicht auf ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen
Hautstraffungsvorrichtung;
- Fig. 2
- eine schematische Vorderansicht einer Patientin, an der die Hautstraffungsvorrichtung
von Fig. 1 bestimmungsgemäss installiert ist; und
- Fig. 3
- eine schematische Hinteransicht der Patientin von Fig. 2.
Weg(e) zur Ausführung der Erfindung
[0021] Bestimmte Ausdrücke werden in der folgenden Beschreibung aus praktischen Gründen
verwendet und sind nicht einschränkend zu verstehen. Die Wörter "rechts", "links",
"unten" und "oben" bezeichnen Richtungen in der Zeichnung, auf die Bezug genommen
wird. Die Terminologie umfasst die oben ausdrücklich erwähnten Wörter, Ableitungen
von denselben und Wörter ähnlicher Bedeutung.
[0022] Fig. 1 zeigt eine Aufsicht auf ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen
Hautstraffungsvorrichtung 1 mit einer Zugeinrichtung 2 und einer Befestigung 3. Die
Befestigung 3 umfasst einen ersten Augenpartieteil 31, einen zweiten Augenpartieteil
32 und einen Stirnteil 33. Der erste Augenpartieteil 31, der zweite Augenpartieteil
32 und der Stirnteil 33 umfassen jeweils ein U-förmiges Kinesio-Tape als Klebband,
wobei das U-förmige Kinesio-Tape des Stirnteils 33 grösser dimensioniert ist als die
U-förmigen Klebbänder des ersten Augenpartieteils 31 und des zweiten Augenpartieteils
32.
[0023] Die Zugeinrichtung 2 ist als T-förmiges elastisches Band mit einem ersten Abschnitt
21, einem zweiten Abschnitt 22 und einem dritten Abschnitt 23 ausgestaltet, die an
ihren einen Längsenden jeweils über eine Schlaufe 24 miteinander verbunden sind. An
seinem der Schlaufe 24 entgegengesetzten Längsende ist der erste Abschnitt 21 der
Zugeinrichtung 2 fest an einem Zentralabschnitt des U-förmigen Kinesio-Tapes des ersten
Augenpartieteils 31 der Befestigung 3 montiert. Analog dazu sind der zweite Abschnitt
22 der Zugeinrichtung 2 an seinem der Schlaufe 24 entgegengesetzten Längsende fest
an einem Zentralabschnitt des U-förmigen Kinesio-Tapes des zweiten Augenpartieteils
32 der Befestigung 3 montiert und der dritte Abschnitt 23 der Zugeinrichtung 2 an
seinem der Schlaufe 24 entgegengesetzten Längsende fest an einem Zentralabschnitt
des U-förmigen Kinesio-Tapes des Stirnteils 33 der Befestigung 3.
[0024] Für die gesamte weitere Beschreibung gilt folgende Festlegung. Sind in einer Figur
zum Zweck zeichnerischer Eindeutigkeit Bezugszeichen enthalten, aber im unmittelbar
zugehörigen Beschreibungstext nicht erwähnt, so wird auf deren Erläuterung in vorangehenden
Figurenbeschreibungen Bezug genommen. Sind außerdem im unmittelbar zu einer Figur
gehörigen Beschreibungstext Bezugszeichen erwähnt, die in der zugehörigen Figur nicht
enthalten sind, so wird auf die vorangehenden Figuren verwiesen.
[0025] Fig. 2 und Fig. 3 zeigen die Hautstraffungsvorrichtung 1 an einer Patientin 4 installiert.
Dabei ist das U-förmige Kinesio-Tape des ersten Augenpartieteils 31 der Befestigung
3 so temporal vom rechten Auge 41 der Patientin 4 an eine Hautpartie der Patientin
4 geklebt und damit mit dieser Hautpartie verbunden, dass sein Zentralabschnitt auf
der Höhe des rechten Auges 41 liegt und dass sich seine beiden Arme nach oberhalb
beziehungsweise unterhalb des rechten Auges 41 erstrecken. Analog dazu ist das U-förmige
Kinesio-Tape des zweiten Augenpartieteils 32 der Befestigung 3 so temporal vom linken
Auge 42 der Patientin 4 an eine Hautpartie der Patientin 4 geklebt und damit mit dieser
Hautpartie verbunden, dass sein Zentralabschnitt auf der Höhe des linken Auges 42
liegt und dass sich seine beiden Arme nach oberhalb beziehungsweise unterhalb des
linken Auges 42 erstrecken. Das U-förmige Kinesio-Tape des Stirnteils 33 der Befestigung
3 ist so an eine Hautpartie in einem oberen Bereich der Stirn 43 der Patientin 4 geklebt
und damit mit dieser Hautpartie verbunden, dass sein Zentralabschnitt in einer Verlängerung
der Nase mittig auf der Stirn 43 liegt und dass sich seine beiden Arme nach links
beziehungsweise nach rechts auf der Stirn 43 erstrecken.
[0026] Der erste Abschnitt 21 des elastischen Bands der Zugvorrichtung 2 erstreckt sich
vom Zentralabschnitt des U-förmigen Kinesio-Tapes des ersten Augenpartieteils 31 der
Befestigung 3 der rechten Seite des Kopfes der Patientin entlang in okziptaler Richtung
bis an einen zentralen Bereich des Hinterkopfs 44 der Patientin 4. Analog dazu erstreckt
sich der zweite Abschnitt 22 des elastischen Bands der Zugvorrichtung 2 vom Zentralabschnitt
des U-förmigen Kinesio-Tapes des zweiten Augenpartieteils 32 der Befestigung 3 der
linken Seite des Kopfes der Patientin entlang in okziptaler Richtung bis an den zentralen
Bereich des Hinterkopfs 44 der Patientin 4. Der dritte Abschnitt 23 des elastischen
Bands der Zugvorrichtung 2 erstreckt sich vom Zentralabschnitt des U-förmigen Kinesio-Tapes
des Stirnteils 33 der Befestigung 3 über den Kopf der Patientin 4 in okziptaler Richtung
bis an den zentralen Bereich des Hinterkopfs 44 der Patientin 4. Am zentralen Bereich
des Hinterkopfs 44 der Patientin 4 sind der erste Abschnitt 21, der zweite Abschnitt
22 und der dritte Abschnitt 23 des elastischen Bandes der Zugvorrichtung 2 über die
Schlaufe 24 miteinander verbunden.
[0027] In der in Fig. 2 und Fig. 3 gezeigten bestimmungsgemässen Anordnung der Hautstraffungsvorrichtung
1 sind der erste Abschnitt 21, der zweite Abschnitt 22 und der dritte Abschnitt 23
des elastischen Bandes der Zugvorrichtung 2 vorgespannt, so dass sie eine okziptale
Zugkraft auf den ersten Augenpartieteil 31 beziehungsweise den zweiten Augenpartieteil
32 beziehungsweise den dritten Augenpartieteil 33 der Befestigung 3 ausüben. Diese
Zugkraft wird vom ersten Abschnitt 21, vom zweiten Abschnitt 22 und vom dritten Abschnitt
23 des elastischen Bandes 2 der Zugvorrichtung 2 jeweils auf die zugehörige Hautpartie
übertragen. Dadurch werden der Hautbereich temporal beziehungsweise rechts des rechten
Auges 41 der Patientin 4, der Hautbereich temporal beziehungsweise links des linken
Auges 42 der Patientin 4 sowie der Hautbereich der Stirn 43 der Patientin 4 gestrafft.
Indem diese Hautstraffung beispielsweise periodisch über einen gewissen Zeitraum,
beispielsweise nachts, ausgeführt wird, können Falten in diesen Hautbereichen nachhaltig
reduziert werden, auch wenn die Hautstraffungsvorrichtung 1 wieder von der Patientin
4 abgenommen wird.
[0028] Obwohl die Erfindung mittels der Figuren und der zugehörigen Beschreibung dargestellt
und detailliert beschrieben ist, sind diese Darstellung und diese detaillierte Beschreibung
illustrativ und beispielhaft zu verstehen und nicht als die Erfindung einschränkend.
Es versteht sich, dass Fachleute Änderungen und Abwandlungen machen können, ohne den
Umfang der folgenden Ansprüche zu verlassen.
[0029] Die vorliegende Offenbarung umfasst auch Ausführungsformen mit jeglicher Kombination
von Merkmalen, die vorstehend oder nachfolgend zu verschiedenen Ausführungsformen
genannt oder gezeigt sind. Sie umfasst ebenfalls einzelne Merkmale in den Figuren,
auch wenn sie dort im Zusammenhang mit anderen Merkmalen gezeigt sind und/oder vorstehend
oder nachfolgend nicht genannt sind. Auch können die in den Figuren und der Beschreibung
beschriebenen Alternativen von Ausführungsformen und einzelne alternative Merkmale
vom Erfindungsgegenstand beziehungsweise von den offenbarten Gegenständen ausgeschlossen
sein. Die Offenbarung umfasst Ausführungsformen, die ausschließlich die in den Ansprüchen
beziehungsweise in den Ausführungsbeispielen beschriebenen Merkmale umfasst sowie
auch solche, die zusätzliche andere Merkmale umfassen.
[0030] Im Weiteren schließt der Ausdruck "umfassen" und Ableitungen davon andere Elemente
oder Schritte nicht aus. Ebenfalls schließt der unbestimmte Artikel "ein" bzw. "eine"
und Ableitungen davon eine Vielzahl nicht aus. Die Funktionen mehrerer in den Ansprüchen
aufgeführter Merkmale können durch eine Einheit beziehungsweise einen Schritt erfüllt
sein. Alle Bezugszeichen in den Ansprüchen sind nicht als den Umfang der Ansprüche
einschränkend zu verstehen.
1. Hautstraffungsvorrichtung (1) mit einer Zugeinrichtung (2) und einer Befestigung (3),
wobei
die Zugeinrichtung (2) und die Befestigung (3) an einem Patienten (4) installierbar
sind;
die Befestigung (3) zur lösbaren Verbindung mit einer Hautpartie des Patienten (4)
ausgestaltet ist; und
die Zugeinrichtung (2) so ausgestaltet ist, dass sie die Befestigung (3) in eine vordefinierte
Richtung zieht, wenn die Zugeinrichtung (2) und die Befestigung (3) am Patienten (4)
installiert sind und die Befestigung (3) mit der Hautpartie des Patienten (4) verbunden
ist.
2. Hautstraffungsvorrichtung (1) nach Anspruch 1, bei der die Zugeinrichtung (2) ein
elastisches Band umfasst, wobei das elastische Band mit der Befestigung (3) verbunden
ist und so vorgespannt am Patienten (4) installierbar ist, dass es die Befestigung
(3) in die vordefinierte Richtung zieht.
3. Hautstraffungsvorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, bei der die Befestigung (3)
eine Adhäsionsfläche aufweist, die zur lösbaren Verbindung mit der Hautpartie verklebbar
ist.
4. Hautstraffungsvorrichtung (1) nach Anspruch 3, bei der die Befestigung (3) ein Klebband
umfasst und insbesondere ein Kinesio-Tape.
5. Hautstraffungsvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei dem die
Befestigung (3) einen ersten Augenpartieteil (31) und einen zweiten Augenpartieteil
(32) umfasst, die temporal neben jeweils einem Auge (41, 42) des Patienten (4) verbindbar
sind, wenn die Zugeinrichtung (2) und die Befestigung (3) am Patienten (4) installiert
sind.
6. Hautstraffungsvorrichtung (1) nach Anspruch 4 und 5, bei der das Klebband des ersten
Augenpartieteils (31) und des zweiten Augenpartieteils (32) jeweils U-förmig ausgestaltet
ist.
7. Hautstraffungsvorrichtung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei dem die
Befestigung (3) einen Stirnteil (33) umfasst, der mit der Stirn des Patienten (4)
verbindbar ist.
8. Hautstraffungsvorrichtung (1) nach Anspruch 4 und 7, bei der das Klebband des Stirnteils
(33) der Befestigung (3) U-förmig ausgestaltet ist.
9. Hautstraffungsvorrichtung (1) nach Anspruch 8, bei der das U-förmige Klebband des
Stirnteils (33) der Befestigung (3) grösser dimensioniert ist als die U-förmigen Klebbänder
des ersten Augenpartieteils (31) der Befestigung (3) und des zweiten Augenpartieteils
(32) der Befestigung (3).
10. Hautstraffungsvorrichtung (1) nach Anspruch 2 und einem der Ansprüche 5 bis 9, bei
der das elastische Band der Zugeinrichtung (2) einen ersten Abschnitt (21) und einen
zweiten Abschnitt (22) umfasst, wobei der erste Abschnitt (21) des elastischen Bands
(2) mit dem ersten Augenpartieteil (31) der Befestigung (3) verbunden ist und der
zweite Abschnitt (22) des elastischen Bands (2) mit dem zweiten Augenpartieteil (32)
der Befestigung (3).
11. Hautstraffungsvorrichtung (1) nach Anspruch 10, bei der das elastische Band der Zugeinrichtung
(2) einen dritten Abschnitt (23) umfasst, der mit dem Stirnteil (33) der Befestigung
(3) verbunden ist.
12. Hautstraffungsvorrichtung (1) nach Anspruch 11, bei der der erste Abschnitt (21) des
elastischen Bands (2), der zweite Abschnitt (22) des elastischen Bands (2) und der
dritte Abschnitt (23) des elastischen Bands (2) an jeweils einem deren Längsenden
miteinander verbunden sind.