[0001] Die im folgenden diskutierte Erfindung betrifft Vorrichtung zum Präsentieren und
Verwahren eines Gegenstandes umfassend eine Plattform, auf welcher der Gegenstand
zur Präsentation des Gegenstandes legbar ist, wobei die Vorrichtung eine innerhalb
eines Gehäuses situierte Kinematikvorrichtung umfasst, mittels welcher Kinematikvorrichtung
die Plattform von einem zumindest an einer Seite offenen oder an zumindest einer Seite
öffenbaren Präsentationsbereich zu einem allseitig geschlossenen oder allseitig schließbaren
Verwahrungsbereich bewegbar ist, wobei die Vorrichtung weiters eine eine Detektionsvorrichtung
umfassende Steuereinheit umfasst, mittels welcher Detektionsvorrichtung das Eindringen
eines menschlichen Körperteils oder eines Objektes in den Präsentationsbereich detektierbar
ist.
[0002] Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist in Vitrinen, Schaufenster oder Schaukästen zur
Präsentation eines Gegenstandes von hohem materiellen und/oder ideellen Wert wie beispielsweise
Schmuckstückes integrierbar.
[0003] Vitrinen, Schaufenster oder Schaukästen nach dem Stand der Technik umfassen einen
durch ein Sicherheitsglas oder ähnliches geschützten Präsentationsbereich. Bei Zerstörung
des Sicherheitsglases besteht ein Zugang zum Präsentationsbereich, sodass das Sicherheitsglaswie
die Erfahrungen gezeigt haben - nur einen geringen Schutz gegen Einbruch und/oder
Diebstahl bietet. Das Sicherheitsglas kann darüber hinaus die Präsentation des auf
der Plattform liegenden Gegenstandes negativ beeinflussen.
[0004] Es erfolgt die Präsentation und die Verwahrung des Gegenstandes in Vitrinen nach
dem Stand der Technik auf die Weise, dass der Gegenstand am gleichen Ort verharrt.
Vitrinen und dergleichen nach dem Stand der Technik bieten keine Lösungsmöglichkeit
an, nach welcher der Gegenstand mittels einer Vorrichtung von einem Ort zu einem anderen,
sicheren Ort bewegt wird.
[0005] Die hier offenbarte Erfindung löst das Sicherheitsproblem von Vitrinen, Schautresoren
et cetera nach dem Stand der Technik. Sie stellt sich die Aufgabe die Vorrichtung
bereitzustellen, welche einerseits eine uneingeschränkte Präsentation des Gegenstandes
erlaubt, andererseits im Falle eines versuchten Diebstahls des Gegenstandes den Gegenstand
sicher verwahrt.
[0006] AT5022727 offenbart einen Schaukasten, welcher einen Antrieb zur Bewegung der Ausstellungseinheit
umfasst.
[0007] DE 10233972 umfasst ebenso Antriebsmittel zur Bewegung der Schachtabdeckung.
[0008] Die in
US2003209955 beschriebene Vorrichtung weist einen Antrieb zur Bewegung der Präsentationsebene
auf.
[0009] Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, dass die Kinematikvorrichtung mit einer
Masseneinheit gekoppelt ist, sodass die Kinematikvorrichtung durch die Schwerkraft
der Masseneinheit antreibbar ist.
[0010] Im Unterschied zum Stand der Technik wird bei Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung
der Gegenstand an einem Ort, nämlich im Präsentationsbereich, präsentiert und an einem
anderem Ort, nämlich im Verwahrungsbereich, verwahrt. Die Überführung des Gegenstandes
erfolgt bei einer unautorisierten Annäherung eines Objektes oder eines menschliches
Körperteils in einen zum präsentierten Gegenstand benachbarten Bereich. Die Überführung
des Gegenstandes hat im Vergleich zum Stand der Technik den Vorteil, dass der Gegenstand
an dem Ort mit den für den jeweiligen Zweck optimalen Eigenschaften verharrt.
[0011] Der zum präsentierten Gegenstand benachbarte Bereich kann ein definierter Präsentationsbereich
sein.
[0012] Das Objekt kann beispielsweise ein Greifwerkzeug sein, mittels welchem der Gegenstand
vom Präsentationsbereich entnommen werden kann. Analog hierzu kann der menschliche
Körperteil eine Hand sein, mit welcher nach dem Gegenstand gegriffen und dieser vom
Präsentationbereich entnommen werden kann.
[0013] Die Detektionsvorrichtung kann eine Vorrichtung nach dem Stand der Technik wie beispielsweise
eine Lichtschranke sein, welche beispielsweise durch Kontakt oder auch kontaktlos,
durch eine Erwärmung der Temperatur des Präsentationsbereiches, durch eine Bewegung
von Luftmengen im Präsentationsbereich, durch eine Veränderung von Lichtverhältnissen
den Eintritt des Objektes und/oder des menschlichen Körperteils in den Präsentationsbereich
und/oder der Änderung eines Umgebungsparameters des Präsentationsbereiches detektiert.
[0014] Die Detektionsvorrichtung kann beispielsweise eine Erschütterungsmessvorrichtung
sein, welche eine bei einem Kontakt eines menschlichen Körperteils mit dem Gegenstand
auftretende Erschütterung misst.
[0015] Vorzugsweise umfassen die Detektionsvorrichtungen Messvorrichtungen, welche ohne
die Zufuhr von Energie betreibbar sind oder mit einer in der erfindungsgemäßen Vorrichtung
enthaltenen Stromquelle verbunden sind.
[0016] Im Falle eines unautorisierten Eindringens eines Objektes und/oder eines menschlichen
Körperteils in den Präsentationsbereich wird durch die Steuereinheit eine Bewegung
der Plattform mittels der Kinematikvorrichtung vom Präsentationsbereich in den Verwahrungsbereich
gestartet. Unten stehend sind Methoden einer Kontrolle des Eindringens eines Objektes
und/oder eines menschlichen Körperteils erläutert.
[0017] Die Kinematikvorrichtung ist ein mechanisches System nach dem Stand der Technik zu
einer linearen oder auch polygonalen Bewegung der Plattform. Die Bewegung hat so zu
erfolgen, dass einerseits der Gegenstand nicht relativ zu der Plattform in einem überaus
großen Maß bewegt wird, sodass der Gegenstand beispielsweise von der Plattform fällt.
Andererseits muss die Bewegung so schnell erfolgen, dass der Gegenstand nicht von
der Plattform während einer Bewegung dieser entnommen werden kann.
[0018] Die Kinematikvorrichtung kann ein Hebelwerk, Gestänge und/oder in zumindest einer
Bewegungsrichtung pneumatisch oder hydraulisch angetriebene Kolben umfassen. Die Kinematikvorrichtung
kann als ein mechanisches Zwangssystem ausgebildet sein.
[0019] Die Kinematikvorrichtung kann eine Rastvorrichtung umfassen, mittels welcher die
Plattform und/oder zumindest ein Teil der Kinematikvorrichtung in einer Position arretiert
werden können. Die Plattform und/oder der Teil der Kinematikvorrichtung, welche beziehungsweise
welcher sich in der Position befindet, kann nur nach einer Freigabe durch die Rastvorrichtung
freigegeben werden. Die Position kann beispielsweise eine in dem Präsentationsbereich
oder Verwahrungsbereich befindliche Endposition der Plattform und/oder des Teils der
Kinematikvorrichtung sein. Die Freigabe der Rastvorrichtung kann beispielsweise eine
Bewegung umfassen, welche Bewegung in einem zu Null ungleichen Winkel zu einer Entnahmebewegung
der Plattform aus dem Verwahrungsbereich orientiert ist.
[0020] Die Kinematikvorrichtung ist vorteilhaft durch die Schwerkraft einer Masseneinheit
angetrieben sein, wobei die Bewegung der Masseneinheit durch die Steuereinheit gesteuert
wird. Die Masseneinheit kann Teil der Kinematikvorrichtung oder Teil der Plattform
sein. Der Antrieb mittels einer Masseneinheit hat bei Vergleich zu Antrieben den Vorteil,
dass nicht eine Antriebsvorrichtung Massen wie Getriebeteile beschleunigen werden
muss. Die Summe der zu beschleunigten Massen ist bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung
auf ein Minimum reduziert. Die durch den Masseneinheit als Antrieb aktivierbare Beschleunigungskraft
wirkt direkt auf die zu beschleunigenden Elemente. Der Massenantrieb bietet darüber
hinaus den Vorteil, dass die Funktionsweise erfindungsgemäße Vorrichtung ohne Energieeinspeisung
auskommt.
[0021] Die Kinematikvorrichtung kann in Ergänzung zu der Wirkung des Massenantriebes durch
einen weiteren Antrieb angetrieben sein, welcher Antrieb durch die Steuereinheit steuerbar
ist.
[0022] Im einfachsten Anwendungsfall kann mittels der Steuereinheit der Antrieb für eine
Bewegung der Kinematikvorrichtung ein- und ausgeschaltet werden. Weiters kann mittels
der Steuereinheit die Geschwindigkeit und die Beschleunigung der Bewegung gesteuert
werden.
[0023] Die Steuereinheit kann Zugriffskontrollvorrichtungen nach dem Stand der Technik umfassen,
anhand welcher das Eindringen eines menschlichen Körperteils oder eines Objektes als
autorisiert oder unautorisiert bewertet werden kann und demnach eine Bewegung der
Plattform gesteuert werden kann.
[0024] Die Zugriffskontrolle basiert vorzugsweise auf einer kontaktlosen Kommunikation der
Geräte der Zugriffskontrollvorrichtung. Eine Zugriffskontrollvorrichtung über das
Eindringen eines menschlichen Körperteils kann auf der Erfassung und Beurteilung von
biorelevanten, insbesondere biometrischen Daten basieren.
[0025] Die Vorrichtung kann eine Sperrplatte zum Verschließen des Verwahrungsbereiches,
insbesondere einer Öffnung umfassen, durch welche Öffnung die Plattform vom Präsentationsbereich
in den Verwahrungsbereich bringbar ist.
[0026] Es wird mittels der Sperrplatte nach der Bewegung der Plattform in den Verwahrungsbereich
die Öffnung verschlossen. Die Kinematikvorrichtung kann auch eine Bewegung der Sperrplatte
bewerkstelligen. Vorzugsweise ist die Sperrplatte mit Sperrmechanismen nach dem Stand
der Technik gekoppelt, sodass ein gewaltsames Öffnen des Verwahrungsbereiches nach
Verschluss dieses mittels der Sperrplatte nicht möglich ist.
[0027] Die Vorrichtung kann einen mit der Plattform gekoppelten Plattformbewegungssensor
umfassen.
[0028] Die Vorrichtung kann einen mit dem Gehäuse gekoppelten Vorrichtungsbewegungssensor
umfassen, mittels welches Vorrichtungsbewegungssensors eine Bewegung und/oder eine
Erschütterung detektiert werden kann. Bei Hinweis einer Bewegung und/oder einer Erschütterung
auf einen versuchten Diebstahl des Gegenstandes wird die Bewegung der Plattform vom
Präsentationsbereich zum Verwahrungsbereich gestartet.
[0029] Die Plattform kann eine Haltevorrichtung für den Gegenstand umfassen, welche Haltevorrichtung
eine Bewegung des Gegenstandes relativ zu der Plattform unterbindet.
Figur 1 zeigt eine isometrische Ansicht einer eine erfindungsgemäße Vorrichtung umfassende
Vitrine.
Figur 2 zeigt ein Schnittbild der der in Figur 1 dargestellten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Vorrichtung umfassende Vitrine.
Figur 3 und Figur 4 zeigen Schnittbilder einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung.
Figur 5 zeigt eine Ansicht eines Tresorkastens, welcher eine weitere Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Vorrichtung umfasst.
Figur 6 zeigt ein Schnittbild des in Figur 5 dargestellten Tresorkastens.
[0030] In den Figuren sind die nachstehenden Elemente durch die folgenden Bezugszeichen
gekennzeichnet.
- 1
- Gegenstand
- 2
- Plattform
- 3
- Gehäuse
- 4
- Kinematikvorrichtung
- 5
- Präsentationsbereich
- 6
- Verwahrungsbereich
- 7
- Detektionsvorrichtung
- 8
- Antrieb
- 9
- Masseneinheit
- 10
- Sperrplatte
- 11
- Öffnung
- 12
- Plattformbewegungssensor
- 13
- Vorrichtungsbewegungssensor
- 14
- Haltevorrichtung
- 15
- Offene Seite
- 16
- Viereck strichliniert
- 17
- Pneumatischer Kolben
- 18
- Grundplatte
- 19
- Hebelwerk
- 20
- Führungseinheit
- 21
- Plattformbewegungsrichtung
- 22
- Viereck strichpunktiert
- 23
- Abdeckplatte
- 24
- Sperrplattenbewegungsrichtung
- 25
- Gleitführung
- 26
- Rastvorrichtung
- 27
- Sperrplattenantrieb
- 28
- Sperrplattenhebelwerk
- 29
- Sperrvorrichtung
[0031] Figur 1 zeigt eine isometrische Ansicht einer eine erfindungsgemäße Vorrichtung umfassende
Vitrine zur Präsentation von Colliers als Gegenstand 1. Die Gegenstände 1 sind auf
einer Plattform 2 für Präsentationszwecke aufgelegt. Die Plattform 2 umfasst für jeden
Gegenstand 1 eine Haltevorrichtung 14, welche ein seitliches Verschieben der Gegenstände
1 relativ zur Plattform 2 unterbindet.
[0032] Die Vitrine umfasst eine Gehäuse 3, welches im Wesentlichen die in Figur 1 nicht
sichtbare Kinematikvorrichtung 4 verhüllt.
[0033] Die Gegenstände 1 und die Plattform 2 befinden sich im Präsentationsbereich 5.
[0034] Figur 2 zeigt ein Schnittbild der der in Figur 1 dargestellten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Vorrichtung umfassende Vitrine zum Präsentieren der auf der Plattform
2 aufgelegten Gegenstände 1. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind die Gegenstände
in Figur 2 nicht dargestellt. Unterhalb der Plattform 2 ist innerhalb des Gehäuses
3 die Kinematikvorrichtung 4 situiert, mittels welcher Kinematikvorrichtung 4 die
Plattform 2 von einem an zumindest einer Seite öffenbaren Präsentationsbereich 5 zu
einem allseitig geschlossenen oder allseitig schließbaren Verwahrungsbereich 6 bewegbar
ist. Die Kinematikvorrichtung 4 umfasst einen Massenantrieb als Antrieb.
[0035] Die Kinematikvorrichtung 4 ist einerseits mit der Plattform 2, andererseits mit der
Grundplatte 18 des Gehäuses 3 gekoppelt. Die Kinematikvorrichtung 4 umfasst einen
pneumatischen Kolben 17, welcher über ein Hebelwerk 19 mit der Plattform 2 gekoppelt
ist. Der pneumatische Kolben 17 dient als weiterer Antrieb für das Hebelwerk 19, sodass
gemäß der durch die Führungseinheit 20 zugelassenen Bewegung die Plattform durch eine
Betätigung des pneumatischen Kolbens 17 gehoben und gesenkt werden kann. Die Plattformbewegungsrichtung
21 ist im Wesentlichen senkrecht.
[0036] Die Vorrichtung umfasst weiters eine eine Detektionsvorrichtung 7 umfassende Steuereinheit.
Die Detektionsvorrichtung 7 ist im Präsentationsbereich 5 so angeordnet, dass mittels
der Detektionsvorrichtung 7 das Eindringen eines menschlichen Körperteils oder eines
Objektes in den Präsentationsbereich 5 detektierbar ist, sodass gegebenenfalls mittels
der Steuereinheit eine Bewegung der Plattform 2 vom Präsentierbereich 5 zu dem unterhalb
des Präsentierbereiches gelegenen Verwahrungsbereich 6 steuerbar ist.
[0037] Der Verwahrungsbereich 6 ist durch das strichpunktierte Viereck 22 dargestellt. Der
Verwahrungsbereich 6 liegt zur Gänze im Inneren des Gehäuses 3.
[0038] Die Kinematikvorrichtung 4, insbesondere das Hebelwerk 19 und die Plattform 2 wirkt
als Masseineinheit 9, sodass unter Ausnutzung der Schwerkraft die Plattform 2 und
somit der Gegenstand 1 vom Präsentationsbereich 5 in den Verwahrungsbereich 6 abgesenkt
werden kann. Die Ausnutzung der Schwerkraft der Masseeinheit 9 erlaubt ein rasches
Absenken der Plattform 2 auch ohne die Wirkung des Antriebes 8.
[0039] Die Kinematikvorrichtung kann das Öffnen und das Schließen eines eine Gehäuseöffnung
verschließenden Deckels umfassen.
[0040] Die Vorrichtung umfasst eine Abdeckplatte 23 mit Öffnungen 11, durch welche die Gegenstände
1 analog zu einer Bewegung der Plattform 2 vom Präsentationsbereich 5 zum Verwahrungsbereich
6 bewegt werden. Mittels einer Sperrplatte 10 sind die Öffnungen 11 verschließbar,
wobei die Sperrplatte 10 vor die Öffnungen 11 geschoben wird. Die Sperrplattenbewegung
ist mit der Kinematikvorrichtung gekoppelt.
[0041] Figur 3 und Figur 4 zeigen Schnittbilder einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung, wobei aus Gründen der Übersichtlichkeit im Wesentlichen nur die Kinematikvorrichtung
5 in Figur 3 und Figur 4 dargestellt ist. Figur 3 betrifft die Position der Plattform
2 und des Gegenstandes 1 im Präsentationsbereich 5. Figur 4 betrifft jene Position
der Plattform 2, in welcher Position die Plattform 2 und der Gegenstand 1 im Verwahrungsbereich
6 positioniert sind.
[0042] Die Kinematikvorrichtung 4 umfasst einen pneumatischen Kolben 17 als weiteren Antrieb
8, welcher mit der Grundplatte 18 (in Figur 3 und Figur 4 nicht dargestellt) und einer
an der Plattform 2 anbrachten Gleitführung 25 gekoppelt ist. Die vertikale Plattformbewegungsrichtung
21 wird durch die seitlich zum pneumatischen Kolben 17 angeordneten Führungseinheiten
20 und das Hebelwerk 19 gesteuert. Die Kinematikvorrichtung 4 umfasst weiters eine
Rastvorrichtung 26, mittels welcher die zwischen dem Präsentationsbereich 5 und dem
Verwahrungsbereich 6 zu bewegende Plattform 2 in ihren Endpositionen lösbar arretierbar
ist.
[0043] Die Plattform 1 wirkt als Masseneinheit 9, sodass die Plattform 2 bei Freigabe der
Plattformbewegung durch Öffnen eines Ventils des pneumatischen Zylinders 17 in jedem
Fall in den Verwahrungsbereich 6 bewegt wird.
[0044] Die Sperrplatte 10 (in Figur 3 und Figur 4 nicht dargestellt) wird mittels einem
Sperrplattenantrieb 27 bewegt, welcher bei der in Figur 3 und Figur 4 gezeigten Ausführungsform
als ein weiterer pneumatischer Zylinder ausgebildet ist. Der Sperrplattenantrieb 27
ist mit einem Sperrplattenhebelwerk 28 gekoppelt, das auch eine Sperrvorrichtung 29
umfasst. In Figur 3 ist die Sperrvorrichtung 29 in einer Offenstellung, sodass eine
Bewegung der Sperrplatte 10 gestattet ist, da die Plattform im Präsentationsbereich
5 befindet. In Figur 4 ist die Sperrvorrichtung 29 eingerastet, da die Plattform 2
im Verwahrungsbereich 6 ist und mittels der Sperrplatte 10 die Öffnung 11 verschlossen
ist.
[0045] Figur 5 zeigt eine Ansicht eines Tresorkastens, welcher die erfindungsgemäße Vorrichtung
umfasst. Der Gegenstand 1 in Form eines Colliers liegt eingebettet in einer Haltevorrichtung
14 auf einer Plattform. In Figur 5 ist die Plattform 2 im Wesentlichen im Inneren
des Tresorkastens.
[0046] Der Tresorkasten umfasst ein Gehäuse 3, innerhalb welches im Wesentlichen die Kinematikvorrichtung
4 situiert ist. Das Gehäuse 3 ist so um die Kinematikvorrichtung 4 situiert, dass
ein unbefugtes Hantieren im Bereich der Kinematikvorrichtung 4 unterbunden ist.
[0047] Figur 6 zeigt ein Schnittbild des in Figur 5 dargestellten Tresorkastens. Die Gegenstände
1, welche in Figur 6 von der Haltevorrichtung 14 verdeckt sind, befinden sich im Verwahrungsbereich
6. Die Lage des Präsentationsbereiches 5 ist durch das strichlinierte Rechteck 16,
die Lage des Verwahrungsbereiches 6 durch das strichlinierte Rechteck 22 in Figur
6 gekennzeichnet. Die Plattformbewegungsrichtung 21 vom Präsentationsbereich 5 zum
Verwahrungsbereich 6 ist im Wesentlichen senkrecht.
[0048] Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist die Kinematikvorrichtung 4 in der in Figur
5 und Figur 6 gezeigten Ausführungsform nicht dargestellt. Der Fachmann erkennt, dass
die Kinematikvorrichtung im Wesentlichen aus Polygonal- oder Linearantrieben besteht,
welche sich entlang der Plattformbewegungsrichtung verlaufend erstrecken.
[0049] Der Gegenstand 1 wird durch eine Öffnung 11 geführt, welche bei der in Figur 6 gezeigten
Position der Plattform 2 mittels der Sperrplatte 10 verschlossen ist. Die Sperrplattenbewegungsrichtung
24 ist in Figur 6 eingetragen.
1. Vorrichtung zum Präsentieren und Verwahren eines Gegenstandes (1) umfassend eine Plattform
(2), auf welcher der Gegenstand (1) zur Präsentation des Gegenstandes (1) legbar ist,
wobei
die Vorrichtung eine innerhalb eines Gehäuses (3) situierte Kinematikvorrichtung (4)
umfasst,
mittels welcher Kinematikvorrichtung (4) die Plattform (2) von einem zumindest an
einer Seite offenen oder an zumindest einer Seite öffenbaren Präsentationsbereich
(5) zu einem allseitig geschlossenen oder allseitig schließbaren Verwahrungsbereich
(6) bewegbar ist,
wobei die Vorrichtung weiters eine eine Detektionsvorrichtung (7) umfassende Steuereinheit
umfasst,
mittels welcher Detektionsvorrichtung (7) das Eindringen eines menschlichen Körperteils
oder eines Objektes in den Präsentationsbereich (5) detektierbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass
die Kinematikvorrichtung (4) mit einer Masseneinheit (9) gekoppelt ist,
sodass die Kinematikvorrichtung (4) durch die Schwerkraft der Masseneinheit (9) antreibbar
ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kinematikvorrichtung (4) durch einen Antrieb (8) antreibbar ist, welcher Antrieb
(8) durch eine Steuereinheit steuerbar ist.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine Sperrplatte (10) zum Verschließen des Verwahrungsbereiches (6),
inbesondere einer Öffnung (11) umfasst, durch welche Öffnung (11) die Plattform (2)
vom Präsentationsbereich (5) in den Verwahrungsbereich (6) bringbar ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung einen mit der Plattform (2) gekoppelten Plattformbewegungssensor
(12) umfasst.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung einen mit dem Gehäuse (3) gekoppelten Vorrichtungsbewegungssensor
(13) umfasst.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine Zugriffskontrollvorrichtung umfasst.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Plattform (2) eine Haltevorrichtung (14) für den Gegenstand (1) umfasst.