[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Erzeugen von Trockeneisschnee,
insbesondere zum Reinigen von Oberflächen.
[0002] Derartige Verfahren bzw. Vorrichtungen dienen u.a. zum Reinigen von Oberflächen,
indem der erzeugte Trockeneisschnee beschleunigt wird und auf die zu reinigende Oberfläche
gelenkt wird. Es ist bekannt, dass die Reinigungswirkung mit der Größe der Trockeneis-Teilchen
bzw. -Pakete zunimmt. Entsprechend wird versucht, in Schneebildungskammern die Teilchen
zu agglomerieren, bevor sie z.B. in einen Druckluftstrom eingeleitet, beschleunigt
und durch eine Düse auf eine zu reinigende Oberfläche geschossen werden. Andererseits
ist es bekannt, dass die Reinigungswirkung derartiger Düsen mit dem Druck des beschleunigenden
Trägergases (z.B. Druckluft) steigt. Oft werden daher Drücke oberhalb des Tripelpunktdruckes
von CO
2 (ca. 5,18 bar) gewählt.
[0003] Entsprechend des CO
2-Phasendiagramms liegt bei Drücken oberhalb von 5,18 bar jedoch nur dann festes CO
2 vor, wenn die Tripelpunkttemperatur von CO
2 von ca. -56,6 °C unterschritten wird. Bei der adiabatischen Expansion von flüssigem
CO
2 auf Drücke oberhalb von 5,18 bar wird diese Temperatur aber nicht unterschritten.
Sie liegt z.B. für 7 bar bei knapp -50°C, für 10 bar noch bei -40°C. Demzufolge sind
Schneebildungskammern bei Drücken oberhalb 5,18 bar wirkungslos.
[0004] Hiervon ausgehend liegt daher der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein
Verfahren und eine Vorrichtung zur Erzeugung von Trockeneisschnee bereitzustellen,
das bzw. die auch bei Drücken oberhalb des Tripelpunktdruckes eine vergleichsweise
einfache Erzeugung von Trockeneisschnee erlaubt.
[0005] Dieses Problem wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind u.a. in den Unteransprüchen angegeben.
[0006] Gemäß Anspruch 1 ist vorgesehen, dass bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Erzeugung
von Trockeneisschnee flüssiges CO
2 in einen Schneebildungsbereich insbesondere adiabatisch entspannt wird, wobei zur
Erzeugung von Trockeneisschnee aus dem in den Schneebildungsbereich eingeleiteten
flüssigen CO
2 zusätzlich ein Gas in den Schneebildungsbereich eingeleitet wird, und wobei in dem
Schneebildungsbereich erzeugter Trockeneisschnee über einen mit dem Schneebildungsbereich
verbundenen Kanal einer Düse zugeführt wird und über die Düse insbesondere strahlförmig
in eine Umgebung abgegeben wird.
[0007] Der Schneebildungsbereich kann z.B. als Schneebildungskammer oder auch als Schneebildungsrohr
ausgebildet sein. Des Weiteren kann der Kanal rohrförmig ausgebildet sein.
[0008] Vorzugsweise wird das besagte Gas derart in den Schneebildungsbereich eingeleitet,
dass die Gasphase in dem Schneebildungsbereich nicht mit CO
2 gesättigt wird und daher in den Schneebildungsbereich eingeleitetes flüssiges CO
2 in dem Schneebildungsbereich zusätzlich zumindest teilweise verdunstet, dabei abkühlt
und Trockeneisschnee ausbildet. Hierbei wird bevorzugt das flüssige CO
2 derart in den Schneebildungsbereich entspannt, dass es eine Mehrzahl an Tröpfchen
ausbildet, wobei diese beim teilweisen Verdunsten weiter abkühlen und Trockeneisschnee
bilden.
[0009] Vorzugsweise ist bei dem erfindungsgemäßen Verfahren vorgesehen, dass in dem Schneebildungsbereich
durch Einleiten des zusätzlichen Gases eine Untersättigung der Gasphase mit Kohlendioxid
erzielt wird. Dies geschieht bevorzugt bei Drücken oberhalb des Tripelpunktdruckes
von CO
2 von 5,18 bar, besonders bevorzugt bei Drücken zwischen 6 bar und 12 bar.
[0010] Bevorzugt wird weiterhin das flüssige CO
2 beim Verdunsten auf eine Temperatur kleiner oder gleich der Tripelpunkttemperatur
von CO
2 abgekühlt (ca. - 56,6°C).
[0011] Gemäß einer Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens handelt es sich bei dem besagten,
zusätzlich in den Schneebildungsbereich eingeleiteten Gas um Luft. Es können aber
auch andere Gase in den Schneebildungsbereich eingeleitet werden, um eine Sättigung
der Gasphase in dem Schneebildungsbereich mit CO
2 zu verhindern und den vorstehend beschriebenen Abkühlungseffekt zu erzielen.
[0012] Der solchermaßen in dem Schneebildungsbereich erzeugte Trockeneisschnee wird in einer
Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens mittels eines in den Kanal eingeleiteten
Trägergases der Düse zugeführt. Bei dem Trägergas handelt es sich insbesondere um
Luft. Des Weiteren handelt es sich bei der Düse bevorzugt um eine Lavaldüse. Dabei
ist insbesondere der im Kanal herrschende Druck gleich dem in dem Schneebildungsbereich
herrschenden Druck bzw. entspricht bevorzugt zumindest in etwa dem in dem Schneebildungsbereich
herrschenden Druck. Mittels des Trägergases und der Düse wird der erzeugte Trockeneisschnee
auf eine hohe Geschwindigkeit gebracht und in eine Umgebung ausgestoßen. Der so erzeugte
Trockeneisschnee-Strahl kann z.B. zum Reinigen einer Oberfläche auf diese gerichtet
werden.
[0013] In einer Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, dass der Schneebildungsbereich
seitlich in den Kanal mündet, insbesondere so, dass eine Längsachse des Schneebildungsbereichs
einen nichtverschwindenden, insbesondere spitzen Winkel mit einer Längsachse des Kanals
einschließt, in dem - wie vorstehend beschrieben - das Trägergas zusammen mit dem
Trockeneisschnee zur Düse geführt wird. Dabei mündet der Schneebildungsbereich bevorzugt
stromauf jener Düse in den Kanal, wobei des Weiteren bevorzugt der Schneebildungsbereich
stromab eines Trägergaseinlasses des Kanals, durch den jenes Trägergas in den Kanal
eingeleitet wird, in den Kanal mündet.
[0014] Was die Einleitung des flüssigen CO
2 in den Schneebildungsbereich anbelangt, so wird dieses in einer Variante des erfindungsgemäßen
Verfahrens in einer parallel zur Längsachse des Schneebildungsbereichs verlaufenden
ersten Richtung in den Schneebildungsbereich eingeleitet bzw. entspannt.
[0015] Das zum Unterdrücken der Sättigung der Gasphase mit CO
2 in den Schneebildungsbereich eingeleitete Gas (z.B. Druckluft) wird bevorzugt des
Weiteren in einer zweiten Richtung in den Schneebildungsbereich eingeleitet, wobei
jene zweite Richtung parallel zu einer Längsachse des Schneebildungsbereichs verläuft
oder quer zu jener Längsachse. Bei einer Einleitung quer zur Längsachse wird das Gas
insbesondere tangential zu einer die Längsachse des Schneebildungsbereichs umlaufenden
Umfangsrichtung des Schneebildungsbereichs in den Schneebildungsbereich eingeleitet.
[0016] Die Einleitung quer zur Längsachse bzw. die tangentiale Einleitung ist bevorzugt,
da durch den hierbei erzeugten Drall das eingeleitete Gas und das eingeleitete CO
2 stärker durchmischt werden. Dies fördert die Verdampfung und erhöht die Verweilzeit
in dem Schneebildungsbereich. Der Einspeisepunkt bzw. ein Gaseinlass des Schneebildungsbereichs
für das Gas liegt bevorzugt nahe eines Einlasses des Schneebildungsbereichs, über
den besagtes flüssiges CO
2 in den Schneebildungsbereich eingeleitet wird, kann sich aber auch entlang der Längsachse
des Schneebildungsbereichs auf der ganzen Länge des Schneebildungsbereichs bis hin
zum besagten Kanal befinden.
[0017] In einer alternativen Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, dass
der Schneebildungsbereich und jener Kanal koaxial zueinander angeordnet sind. Hierbei
kann in einer ersten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens vorgesehen sein,
dass der Kanal den Schneebildungsbereich umgibt, so dass also der Schneebildungsbereich
zumindest abschnittsweise in dem Kanal angeordnet ist und dabei in den Kanal einmündet.
Das flüssige CO
2 bzw. das Gas kann hierbei nach einer der vorstehenden Arten in den Schneebildungsbereich
eingeleitet werden.
[0018] Gemäß einer alternativen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann weiterhin
vorgesehen sein, dass der Schneebildungsbereich einen Abschnitt des Kanals umgibt.
Auch hierbei kann das flüssige CO
2 bzw. das Gas nach einer der vorstehenden Arten in den Schneebildungsbereich eingeleitet
werden, wobei jedoch bevorzugt sowohl das flüssige CO
2 als auch das Gas in einer quer zu einer Längsachse des Schneebildungsbereichs verlaufenden
ersten bzw. zweiten Richtung in den Schneebildungsbereich eingeleitet werden, und
zwar insbesondere jeweils tangential zu einer die Längsachse des Schneebildungsbereichs
umlaufenden Umfangsrichtung des Schneebildungsbereichs (siehe oben). Hierdurch ergibt
sich eine bessere Vermischung von flüssigem CO
2 und zusätzlich eingeleitetem Gas.
[0019] Gemäß einer weiteren alternativen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens
ist eine Mehrzahl an Schneebildungsbereichen vorgesehen, insbesondere zumindest zwei
Schneebildungsbereiche, die zumindest abschnittsweise in dem Kanal angeordnet sind,
wobei jeweils das flüssige CO
2 und das Gas separat in die einzelnen Schneebildungsbereiche eingeleitet werden, so
dass in den einzelnen Schneebildungsbereichen einer Sättigung der Gasphase mit CO
2 entgegen gewirkt wird (siehe oben) und durch Abkühlen des flüssigen CO
2 beim Verdunsten Trockeneisschnee bzw. Trockeneisschnee-Pakete gebildet werden, die
insbesondere nacheinander in den Kanal ausgegeben werden und durch das Trägergas der
Düse zugeführt werden, die die besagten Pakete ausstößt.
[0020] Dies eröffnet die vorteilhafte Möglichkeit einer quasi kontinuierlichen bzw. fortlaufenden
Beaufschlagung einer Oberfläche mit Trockeneisschnee-Paketen durch aufeinanderfolgende
individuelle Pulse von Trockeneis-Paketen.
[0021] Die Schneebildungsbereiche können wiederum als Schneebildungskammern oder -rohre
ausgebildet sein.
[0022] Gemäß einer Variante dieser Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen,
dass das Gas dabei nur so lange in den jeweiligen Schneebildungsbereich eingeleitet
wird, bis der jeweilige Schneebildungsbereich mit einer vordefinierbaren Menge an
Trockeneisschnee gefüllt ist, insbesondere zu verstopfen beginnt, wobei man vorliegend
insbesondere von einer Verstopfung spricht, wenn der Querschnitt des jeweiligen Schneebildungsbereichs
senkrecht zur Längsachse des jeweiligen Schneebildungsbereichs weitgehend, insbesondere
vollständig, mit Trockeneisschnee gefüllt ist. Um das Verstopfen zu fördern, kann
der jeweilige Schneebildungsbereich eine entsprechende Form aufweisen (z.B. sich in
Richtung auf den Kanal hin verjüngen). Des Weiteren kann eine Innenseite des jeweiligen
Schneebildungsbereichs, die mit dem Trockeneisschnee in Kontakt gerät, eine für das
Verstopfen förderliche Oberflächenstruktur aufweisen.
[0023] Nach dem Unterbrechen der Zufuhr des Gases in den jeweiligen Schneebildungsbereich
wird bevorzugt weiterhin flüssiges CO
2 in den jeweiligen Schneebildungsbereich eingeleitet, das aber aufgrund des Fehlens
von zusätzlichem Gas bzw. Druckluft in dem jeweiligen Schneebildungsbereich nicht
mehr in festes CO
2 bzw. Trockeneisschnee umgewandelt wird, sondern auf den in dem jeweiligen Schneebildungsbereich
befindlichen bzw. den jeweiligen Schneebildungsbereich verstopfenden Trockeneisschnee
trifft, der insbesondere einen "Stöpsel" aus festem CO
2 in dem jeweiligen Schneebildungsbereich ausbildet. Jener Stöpsel bzw. der in dem
jeweiligen Schneebildungsbereich befindliche bzw. diesen verstopfende Trockeneisschnee
wird bevorzugt durch weiterhin in den jeweiligen Schneebildungsbereich eingeleitetes
flüssiges CO
2 gelöst, so dass der besagte Trockeneisschnee den jeweiligen Schneebildungsbereich
als verdichtetes Trockeneisschnee-Paket verlässt. Die vorstehend beschriebene Verfahrensweise
lässt sich natürlich grundsätzlich auch dann anwenden, wenn nur ein einzelner Schneebildungsbereich
vorhanden ist.
[0024] Wie Versuche zeigen, geschieht diese Phasenumwandlung in dem Schneebildungsbereich
sehr schnell (im Bereich von etwa einer Sekunde). Entsprechend kann bei einer Hintereinanderschaltung
von z.B. zehn individuellen Schneebildungsbereichen davon ausgegangen werden, dass
pro Sekunde in etwa zehn Schneeimpulse für die Reinigung zur Verfügung stehen.
[0025] Die Einstellung des Stromes des Gases in den jeweiligen Schneebildungsbereich wird
bevorzugt über je ein dem jeweiligen Schneebildungsbereich zugeordnetes Ventil, insbesondere
in Form eines Magnetventils, vorgenommen. Weiterhin kann die besagte Einstellung bzw.
Dosierung des Gases auch über einen Verteiler erfolgen (z.B. in Form einer rotierenden
Lochscheibe), die nicht absolut gasdicht sein muss. Ein derartige Lochscheibe ist
dabei bevorzugt dergestalt konfiguriert, dass sie jeweils nur einen Teil der Schneebildungsbereiche
zum Einspeisen des Gases freigibt, nämlich dann, wenn z.B. eine Durchgangsöffnung
der Lochscheibe beim Rotieren der Lochscheibe über dem Gaseinlass des jeweiligen Schneebildungsbereichs
zu liegen kommt.
[0026] Es ist auch denkbar, anstelle des Gases das flüssige CO
2 diskontinuierlich in die Schneebildungsbereiche einzuleiten. Hierbei wird insbesondere
solange Gas und flüssiges CO
2 in den jeweiligen Schneebildungsbereich eingeleitet, bis sich eine ausreichende,
insbesondere den jeweiligen Schneebildungsbereich verstopfende Menge Trockeneisschnee
gebildet hat. Sodann wird die CO
2-Zufuhr unterbrochen (insbesondere analog zur Unterbrechung der Luftzufuhr, siehe
oben), so dass sich kein weiterer Trockeneisschnee bildet und der besagte, in den
jeweiligen Schneebildungsbereich befindliche Trockeneisschnee den jeweiligen Schneebildungsbereich
durch den Druck des eingespeisten Gases in Form eines verdichteten Trockeneisschnee-Paketes
verlässt.
[0027] Das Unterbrechen der Einleitung von flüssigen CO
2 oder der Einleitung des Gases wird bevorzugt für jeden Schneebildungsbereich zyklisch
durchgeführt, so dass die einzelnen Trockeneisschnee-Pakete wie vorstehend beschrieben
nacheinander aus den Schneebildungsbereichen ausgegeben werden können, so dass insbesondere
ein quasi-kontinuierliche Abstrahlen der Trockeneisschnee-Pakete durch die Düse erfolgt.
[0028] Für den Fall, dass mehrere Schneebildungsbereiche in dem Kanal angeordnet sind, wird
bevorzugt das flüssige CO
2 jeweils in einer parallel zu einer Längsachse des jeweiligen Schneebildungsbereichs
verlaufenden ersten Richtung in den jeweiligen Schneebildungsbereich eingeleitet.
Weiterhin wird bevorzugt jenes Gas jeweils in einer zweiten Richtung in den jeweiligen
Schneebildungsbereich eingeleitet, wobei jene zweite Richtung bevorzugt parallel zu
einer Längsachse des jeweiligen Schneebildungsbereichs verläuft.
[0029] Des Weiteren wird das erfindungsgemäße Problem durch eine Einrichtung zum Erzeugen
von Trockeneisschnee mit den Merkmalen des Anspruchs 15 gelöst, wobei jene Einrichtung
insbesondere zur Verwendung bzw. Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens vorgesehen
ist.
[0030] Gemäß Anspruch 15 weist die erfindungsgemäße Einrichtung einen Schneebildungsbereich,
ein Mittel zum Entspannen von flüssigem CO
2 in den Schneebildungsbereich zum Erzeugen von Trockeneisschnee in dem Schneebildungsbereich,
und eine Düse, insbesondere in Form einer Lavaldüse, zum Abgeben des erzeugten Trockeneisschnees
in eine Umgebung auf, wobei jene Düse über einen Kanal mit dem Schneebildungsbereich
verbunden ist. Erfindungsgemäß ist ein Mittel zum Beaufschlagen des Schneebildungsbereichs
mit einem zusätzlichen Gas vorgesehen, insbesondere derart, dass einer Sättigung der
Gasphase in dem Schneebildungsbereich mit eingeleitetem CO
2 entgegengewirkt wird. Hierdurch soll bewirkt werden, dass in den Schneebildungsbereich
eingeleitetes flüssiges CO
2 in dem Schneebildungsbereich zumindest teilweise verdampft, dabei abkühlt und Trockeneisschnee
ausbildet (siehe oben). Der Schneebildungsbereich kann als Schneebildungskammer oder
-rohr ausgebildet sein, insbesondere zumindest abschnittsweise hohlzylinderförmig.
Ebenso ist der Kanal bevorzugt rohrförmig, insbesondere zumindest abschnittsweise
hohlzylinderförmig, ausgebildet.
[0031] Das besagte Mittel ist bevorzugt dazu ausgebildet, jenes flüssige CO
2 derart in den Schneebildungsbereich zu entspannen, und zwar vorzugsweise adiabatisch,
dass eine Mehrzahl an CO
2-Tröpfchen ausbildet werden, wobei beim zumindest teilweisen Verdampfen jener Tröpfchen
diese weiter abkühlen und Trockeneisschnee bilden. Das besagte Mittel zum Einleiten
von flüssigem CO
2 in den Schneebildungsbereich umfasst bevorzugt zumindest eine CO
2-Quelle zum Bereitstellen von flüssigem CO
2, z.B. in Form einer Steigrohrflasche, sowie bevorzugt einen Einlass des Schneebildungsbereichs,
z.B. in Form einer Düse, durch den jenes flüssige CO
2 in den Schneebildungsbereich einleitbar ist, sowie des Weiteren bevorzugt eine Rohrleitung
zum Verbinden der CO
2-Quelle mit dem besagten Einlass. Vorzugsweise weist das besagte Mittel des Weiteren
ein Ventil zum Drosseln der Einleitung des flüssigen CO
2 in den Schneebildungsbereich auf.
[0032] Vorzugsweise ist das Mittel zum Beaufschlagen des Schneebildungsbereichs mit jenem
Gas dazu ausgebildet, als besagtes Gas Druckluft in den Schneebildungsbereich einzuleiten.
Das Mittel zum Beaufschlagen des Schneebildungsbereichs mit dem besagten Gas weist
ebenfalls bevorzugt eine Gas-Quelle zum Bereitstellen des Gases auf (z.B. in Form
einer Gasflasche oder eines Kompressors), sowie insbesondere einen Gaseinlass des
Schneebildungsbereichs zum Einleiten des Gases in den Schneebildungsbereich, sowie
des Weiteren bevorzugt eine Rohrleitung zum Verbinden der Gas-Quelle mit jenem Gaseinlass.
Das Mittel zum Beaufschlagen des Schneebildungsbereichs mit jenem Gas weist ferner
bevorzugt ein Ventil zum Drosseln der Einleitung des Gases in den Schneebildungsbereich
auf.
[0033] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung weist diese
ein Mittel zum Einleiten eines Trägergases in den Kanal auf, so dass dieses den in
dem Schneebildungsbereich erzeugten Trockeneisschnee mitnimmt und der Düse zuführt.
[0034] Vorzugsweise weist das Mittel zum Einleiten des Trägergases in den Kanal eine Trägergas-Quelle
zum Bereitstellen des Trägergases auf (z.B. in Form eines Kompressors) sowie insbesondere
einen Trägergaseinlass des Schneebildungsbereichs zum Einleiten des Trägergases in
den Schneebildungsbereich, sowie des Weiteren bevorzugt eine Rohrleitung zum Verbinden
der Gasquelle mit jenem Trägergaseinlass. Das Mittel zum Einleiten des Trägergases
in den Kanal weist ferner bevorzugt ein Ventil zum Drosseln der Einleitung des Trägergases
in den Schneebildungsbereich auf. Bei dem Trägergas handelt es sich bevorzugt um Luft.
Sofern auch Luft als besagtes Gas in den Schneebildungsbereich eingeleitet wird, kann
ggf. eine gemeinsame Gas- bzw. LuftQuelle verwendet werden.
[0035] Gemäß einer Variante der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorgesehen, dass der Schneebildungsbereich
seitlich in den Kanal mündet, insbesondere so, dass eine Längsachse des Schneebildungsbereichs
einen nichtverschwindenden, insbesondere spitzen Winkel mit einer Längsachse des Kanals
bildet, wobei insbesondere der Schneebildungsbereich stromauf jener Düse in den Kanal
mündet, und wobei insbesondere der Schneebildungsbereich stromab eines Trägergaseinlasses
des Kanals, durch den jenes Trägergas in den Kanal eingeleitet wird, in den Kanal
mündet.
[0036] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorgesehen,
dass der Schneebildungsbereich und jener Kanal koaxial zueinander angeordnet sind.
Hierbei kann entweder jener Kanal den Schneebildungsbereich umgeben oder der Schneebildungsbereich
kann den Kanal zumindest abschnittsweise umgeben (siehe oben).
[0037] Weiterhin ist bevorzugt die erfindungsgemäße Vorrichtung bzw. das Mittel zum Einleiten
von flüssigem CO
2 in den Schneebildungsbereich - wie bereits oben beschrieben - dazu ausgebildet, das
flüssige CO
2 in einer ersten Richtung in den Schneebildungsbereich einzuleiten bzw. zu entspannen,
die parallel zu einer Längsachse des Schneebildungsbereichs verläuft oder quer zu
jener Längsachse.
[0038] Ferner ist die erfindungsgemäße Vorrichtung bzw. das Mittel zum Beaufschlagen des
Schneebildungsbereichs mit dem besagten Gas bevorzugt - wie bereits oben beschrieben
- dazu ausgebildet, jenes Gas in einer zweiten Richtung in den Schneebildungsbereich
einzuleiten, wobei jene zweite Richtung parallel zu einer Längsachse des Schneebildungsbereichs
verläuft oder quer zu jener Längsachse Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung ist vorgesehen, dass diese eine Mehrzahl, mindestens jedoch zwei, an mit
dem Kanal verbundenen Schneebildungsbereichen aufweist (z.B. in Form von Schneebildungskammern
oder -rohren), die zumindest abschnittsweise in dem Kanal angeordnet sind. Das Mittel
zum Einleiten von flüssigem CO
2 ist dann bevorzugt entsprechend dazu ausgebildet, in die Schneebildungsbereiche flüssiges
CO
2 einzuleiten und zwar vorzugsweise für jeden Schneebildungsbereich separat regelbar.
Gleichfalls ist bevorzugt jenes Mittel zum Beaufschlagen des Schneebildungsbereichs
mit dem besagten Gas dazu ausgebildet, die einzelnen Schneebildungsbereiche mit dem
Gas zu beaufschlagen, wobei bevorzugt wiederum die Beaufschlagung der einzelnen Schneebildungsbereiche
mit dem Gas für jeden Schneebildungsbereich separat regelbar ist.
[0039] Die beiden besagten Mittel sind dabei bevorzugt dazu ausgebildet, die Schneebildungsbereiche
derart mit flüssigem CO
2 und dem Gas zu beschicken, dass in den einzelnen Schneebildungsbereichen Trockeneisschnee-Pakete
gebildet werden, die insbesondere nacheinander in den Kanal ausgestoßen werden, wobei
insbesondere das flüssige CO
2 jeweils in einer parallel zu einer Längsachse des jeweiligen Schneebildungsbereichs
verlaufenden ersten Richtung in den jeweiligen Schneebildungsbereich eingeleitet wird,
und wobei insbesondere jenes Gas jeweils in einer zweiten Richtung in den jeweiligen
Schneebildungsbereich eingeleitet wird, wobei jene zweite Richtung parallel zu einer
Längsachse des jeweiligen Schneebildungsbereichs verläuft.
[0040] Weiterhin kann das Mittel zum Einleiten von CO
2 dazu ausgebildet sein, zum Unterbrechen einer Trockeneisschnee-Bildung in den jeweiligen
Schneebildungsbereich die Einleitung des flüssigen CO
2 insbesondere zyklisch zu drosseln oder zu unterbrechen. Alternativ hierzu kann das
Mittel zum Beaufschlagen des Schneebildungsbereichs mit dem Gas dazu ausgebildet sein,
zum Unterbrechen einer Trockeneisschnee-Bildung in den jeweiligen Schneebildungsbereich
die Beaufschlagung des jeweiligen Schneebildungsbereichs mit dem Gas insbesondere
zyklisch zu drosseln oder zu unterbrechen (siehe oben).
[0041] Im Ergebnis ermöglicht das erfindungsgemäße Verfahren sowie die erfindungsgemäße
Vorrichtung eine bessere Reinigung, besonders bei Drücken oberhalb von 5,18 bar. Zudem
haben die koaxialen Anordnungen des Schneebildungsbereichs bzw. des Kanals gegenüber
den heute verwendeten Düsen den Vorteil, dass sie nicht zu unstetem Verhalten bzw.
"Spucken" der Düse neigen. Letzteres geschieht gerade bei asymmetrisch aufgebauten
Düsen, wo sich agglomerierte Teilchen v.a. im Übergangsbereich zwischen dem Kanal
und dem Schneebildungsbereich sammeln und von Zeit zu Zeit lösen, wodurch die Reinigungswirkung
ungleichmäßig wird.
[0042] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung sollen durch die nachfolgenden Figurenbeschreibungen
von Ausführungsbeispielen anhand der Figuren erläutert werden.
[0043] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Schnittansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Erzeugung
von Trockeneisschnee mit einer schräg in den Kanal der Vorrichtung einmündenden Schneebildungsbereich;
- Fig. 2
- eine schematische Schnittansicht entlang der Linie II-II der Figur 1;
- Fig. 3
- eine schematische Schnittansicht einer Abwandlung der in der Figur 1 gezeigten Vorrichtung,
bei der der Schneebildungsbereich und der Kanal koaxial zueinander angeordnet sind,
wobei der Kanal den Schneebildungsbereich umgibt;
- Fig. 4
- eine schematische Schnittansicht einer Abwandlung der in der Figur 3 gezeigten Vorrichtung,
wobei der Schneebildungsbereich den Kanal umgibt;
- Fig. 5
- eine schematische Schnittansicht einer Abwandlung der in der Figur 4 gezeigten Vorrichtung;
- Fig. 6
- eine schematische Schnittansicht entlang der Linie VI-VI der Figur 5
- Fig. 7
- eine schematische Schnittansicht einer erfindungsgemäße Vorrichtung mit mehreren Schneebildungsbereichen;
- Fig. 8
- eine schematische Schnittansicht entlang der Linie VIII-VIII der Figur 7; und
- Fig. 9
- eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit Mitteln zum
Einleiten von flüssigem CO2, Gas bzw. Trägergas in die Vorrichtung.
[0044] Figur 1 zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung 1 zur Erzeugung von Trockeneisschnee
mit einem Schneebildungsbereich 10. Bei Versuchen mit derartigen Vorrichtungen 1 hat
sich gezeigt, dass auch bei Drücken oberhalb des Tripelpunktdrucks von CO
2 von ca. 5,18 bar Trockeneisschnee in dem Schneebildungsbereich 10 erzeugt wird, wenn
dort zusätzlich kontrolliert ein Gas G wie z.B. Druckluft eingeleitet wird. Hierdurch
können in dem Schneebildungsbereich 10 Temperaturen unterhalb der Tripelpunkttemperatur
von CO
2 von ca. -56,6°C erreicht werden.
[0045] Hierzu wird bevorzugt flüssiges CO
2 in den Schneebildungsbereich 10 entspannt, wobei ein Gemisch aus flüssigem und gasförmigen
CO
2 in dem Schneebildungsbereich 10 entsteht. Das Verhältnis von flüssigem CO
2 zu gasförmigen CO
2 ist dabei vom Druck und von der Temperatur des CO
2 abhängig. Die Beimischung des anderen Gases G führt nun dazu, dass die Gasphase in
dem Schneebildungsbereich 10 nicht mit CO
2 gesättigt ist. Zusätzliches CO
2 verdampft daher aus den flüssigen CO
2-Tröpfchen in dem Schneebildungsbereich 10, um die Gasphase mit CO
2 zu sättigen. Dabei kühlt das jeweilige Tröpfchen weiter ab und unterschreitet die
Tripelpunkttemperatur (ca. -56,6°C), so dass sich als Folge festes CO
2 bildet.
[0046] Die Einmischung des besagten Gases G in den Schneebildungsbereich 10 kann dabei z.B.
gemäß den in den Figuren 1 bis 8 gezeigten Varianten vorgenommen werden.
[0047] Gemäß Figur 1 weist die Vorrichtung 1 einen entlang einer Längsachse L erstreckten
Schneebildungsbereich 10 in Form eines Schneebildungsrohres 10 auf, in die flüssiges
CO
2 entlang einer ersten Richtung R, die parallel zur Längsachse L orientiert ist, über
einen Einlass 21 in den Schneebildungsbereich 10 eingeleitet wird. Das zusätzlich
in den Schneebildungsbereich eingeleitete Gas G, bei dem es sich z.B. um Druckluft
handelt, wird entlang einer zweiten Richtung R' in den Schneebildungsbereich 10 eingeleitet,
und zwar entweder achsparallel zum flüssigen CO
2 oder alternativ quer zur Längsachse L des Schneebildungsbereichs, wie in Figur 2
angedeutet ist. Dabei erfolgt die Einleitung des Gases G tangential zu einer Umfangsrichtung
U des Schneebildungsbereichs 10. Die tangentiale Einleitung ist zu favorisieren, da
durch den erzeugten Drall das Gas G und das CO
2 stärker durchmischt werden. Dies fördert die Verdampfung und erhöht die Verweilzeit
im Schneebildungsrohr 10. Der Einspeisepunkt liegt bevorzugt nahe der Kohlendioxid-Zuführung,
d.h. benachbart zum Einlass 21, kann sich aber auf der ganzen Länge des Schneebildungsbereichs
10 bis hin zu einem Kanal 20 (auch als Druckluftkanal bezeichnet) befinden, in den
der Schneebildungsbereich 10 einmündet. Der Kanal 20erstreckt sich dabei entlang einer
Längsachse L', die mit der Längsachse L des Schneebildungsbereichs 10 vorzugsweise
einen spitzen Winkel W einschließt. In den Kanal 20 wird stromauf der Einmündung des
Schneebildungsbereichs 10 ein Trägergas T, insbesondere in Form von Druckluft, über
einen Trägergaseinlass 23 eingespeist, das etwa auf dem gleichen Druckniveau liegt
wie der Schneebildungsbereich 10. Mittels des Trägergases T wird der in dem Schneebildungsrohr
10 erzeugte Trockeneisschnee zu einer an einem Endabschnitt des Kanals 20 ausgebildeten
Düse 30 (z.B. in Form einer Lavaldüse) mitgerissen, über die der Trockeneisschnee
aus der Vorrichtung 1 ausgestoßen wird, um z.B. eine Oberfläche zu Reinigungszwecken
zu beaufschlagen.
[0048] Gemäß Figur 3 ist der Schneebildungsbereich 10 bzw. das Schneebildungsrohr 10 im
Unterschied zur Figur 1 koaxial zum Kanal 20 angeordnet, so dass die beiden Längsachsen
L, L' zusammenfallen, wobei der Schneebildungsbereich 10 vom Kanal 20 umgeben ist,
so dass dieser in diesem Bereich ein Ringrohr ausbildet. Die Einspeisung von flüssigem
CO
2 und dem Gas G (z.B. Druckkluft) kann analog zu den Figuren 1 und 2 vorgenommen werden.
[0049] Figur 4 stellt eine Abwandlung der Variante gemäß Figur 3 dar, wobei nunmehr der
Schneebildungsbereich 10 als Ringrohr ausgebildet ist und einen Endabschnitt des Kanals
20, an dem der Trägergaseinlass 23 vorgesehen ist, umschließt, wobei z.B. das flüssige
CO
2 über den am Ringrohr 10 vorgesehenen Einlass 21 entlang einer parallel zur Längsachse
L des Ringrohres 10 erstreckten erste Richtung R in den Schneebildungsbereich 10 bzw.
das Ringrohr 10 eingespeist werden kann, wobei bevorzugt das Gas G quer zur Längsachse
L des Ringrohres 10 in dieses eingeleitet wird, um die Vermischung mit dem CO
2 zu verbessern (siehe oben). Dabei erfolgt die Einleitung vorzugsweise tangential
zur Umfangsrichtung U des Schneebildungsbereichs 10 bzw. des Ringrohres 10, wie in
Figur 6 angedeutet.
[0050] Gemäß Figur 5 kann des Weiteren auch das flüssige CO
2, wie in Figur 6 gezeigt, quer zur Längsachse L des Ringrohres 10 in dieses eingegeben
werden, wobei die Einleitung vorzugsweise - wie vorstehend beschrieben - tangential
erfolgt. Dies hat gegenüber der Variante gemäß Figur 4 den Vorteil, dass die Vermischung
von CO
2 und Gas G weiter verbessert werden kann.
[0051] Weiterhin können gemäß Figur 7 auch mehrere Schneebildungsbereiche 10 in Form vom
Schneebildungsrohren 10 vorgesehen sein, die jeweils zumindest abschnittweise im Endabschnitt
des Kanals 10 angeordnet sind, wobei jene Schneebildungsrohre 10 vorzugsweise parallel
zu einander entlang einer Umfangsrichtung des Kanals 20 angeordnet sind, insbesondere
äquidistant zueinander, wie es in Figur 8 gezeigt ist. Die Längsachsen L der einzelnen
Schneebildungsrohre 10 verlaufen dabei parallel zur Längsachse L' des Kanals 20.
[0052] Somit treten an die Stelle des Ringrohres 10 gemäß Figuren 4 und 5 individuelle Schneebildungsrohre
10. Die Schneebildungsrohre 10 können dabei unabhängig voneinander mit CO
2 und dem Gas G beschickt werden. Dies eröffnet die Möglichkeit, eine beinahe kontinuierliche
Reinigung durch individuelle Pulse von Trockeneis-Paketen durchzuführen. Dabei wird
das Gas G bzw. die Druckluft G nicht kontinuierlich, sondern nur so lange in den jeweiligen
Schneebildungsbereich 10 eingeleitet, bis dieser zu verstopfen beginnt. Dieses Verhalten
kann durch eine entsprechende Form oder Oberfläche einer Innenseite 10a des jeweiligen
Schneebildungsbereichs 10 gefördert werden. So können die Schneebildungsrohre 10 in
Richtung auf den Kanal 20 verjüngt sein oder Strömungswiderstände (z.B. Verengungen)
aufweisen. Weiterhin können die besagten Innenseiten 10a eine gewisse Rauhigkeit aufweisen.
[0053] Nach Abschalten der Zufuhr des Gases G strömt weiterhin flüssiges CO
2 in das jeweilige Schneebildungsrohr 10, das aber mangels des Gases G bzw. der Druckluft
G nicht mehr in festes CO
2 umgewandelt wird. Es trifft auf den "Stöpsel" aus festem CO
2, löst diesen nach kurzer Zeit, so dass dieser die Düse 30 als verdichtetes Trockeneispaket
verlässt.
[0054] Die Dosierung des Gases G zu den individuellen Schneebildungsrohren 10 kann gemäß
Figur 9 z.B. über einzelne Ventile 53, insbesondere Magnetventile, erfolgen, wobei
Figur 9 exemplarisch lediglich ein derartiges Ventil 53 zeigt. Alternativ ist ein
einfacher Verteiler (z.B. eine rotierende Lochscheibe) denkbar, die nicht absolut
gasdicht sein muss und z.B. in eine Vorrichtung 1 in Form einer Reinigungspistole
integriert werden könnte. Es bietet sich an, eine derartige Lochscheibe über eines
der bereits vorliegenden Gase anzutreiben.
[0055] Es ist auch denkbar, anstelle des Gases G das flüssige CO
2 diskontinuierlich in die Schneebildungsbereiche 10 einzuleiten. Hierdurch können
auch verdichtete Trockeneisschnee-Pakete erzeugt und nacheinander aus der Vorrichtung
1 ausgegeben werden.
[0056] Wie in Figur 9 gezeigt, sind zum Einleiten des flüssigen CO
2 sowie des Gases G und des Trägergases T in den oder die Schneebildungsbereiche bzw.
in den Kanal 20 bevorzugt entsprechende Mittel 40, 50, 60 vorgesehen.
[0057] Ein derartiges Mittel 40 zum Einleiten von CO
2 in einen oder mehrere Schneebildungsbereiche 10, wie sie z.B. in den Figuren 1 bis
8 gezeigt sind, weist z.B. eine CO
2-Quelle 41 auf, z.B. in Form einer Steigrohrflasche 41, die über eine Rohrleitung
42 und ein Ventil 43 mit dem Einlass 21 eines Schrieebildungsbereichs 10 verbunden
ist. Sind mehrere Schneebildungsbereiche 10 vorhanden (vgl. z.B. Figur 8), so sind
bevorzugt eine entsprechende Mehrzahl an Ventilen 43 vorgesehen, so dass die Zufuhr
an CO
2 für jede Kammer 10 einzeln geregelt werden kann. Entsprechendes gilt für das Mittel
50 zum Beaufschlagen des/der Schneebildungsbereich(e) mit dem besagten Gas G. Auch
hier weist das besagte Mittel 50 bevorzugt eine Gas-Quelle 51 zum Bereitstellen des
Gases G auf, bei der es sich z.B. um eine Gasflasche 51 oder einen Kompressors handeln
kann. Die Gas-Quelle 51 ist bevorzugt über eine Rohrleitung 52 mit dem Gaseinlass
22 des jeweiligen Schneebildungsbereichs 10 verbunden. Auch hier kann über ein Ventil
53 eine Dosierung des Gases G in den jeweiligen Schneebildungsbereich 10 erfolgen.
Bei mehreren Schneebildungskammern 10 sind entsprechend mehrere Ventile 53 vorhanden.
[0058] Schließlich weist auch das Mittel 60 zum Einleiten des Trägergases T in den Kanal
20 eine Trägergas-Quelle 61 auf (z.B. in Form eines Kompressors), die das Trägergas
T (z.B. Druckluft) bereitstellt. Die Trägergas-Quelle 61 ist ebenfalls bevorzugt über
eine Rohrleitung 62 mit dem Trägergaseinlass 23 des Kanals 20 verbunden. Über ein
entsprechendes Ventil 63 kann die Zufuhr an Trägergas T in den Kanal 20 geregelt werden.
Bezugszeichenliste
[0059]
| 1 |
Vorrichtung zum Erzeugen von Trockeneisschnee |
| 10 |
Schneebildungsbereich |
| 10a |
Innenseite |
| 20 |
Kanal |
| 21 |
Einlass |
| 22 |
Gaseinlass |
| 23 |
Trägergaseinlass |
| 30 |
Düse |
| 40 |
Mittel zum Einleiten von flüssigem C02 in den Schneebildungsbereich |
| 41 |
CO2-Quelle |
| 42 |
Rohrleitung |
| 43 |
Ventil |
| 50 |
Mittel zum Beaufschlagen des Schneebildungsbereichs mit Gas (z.B. Druckluft) |
| 51 |
Gas-Quelle |
| 52 |
Rohrleitung |
| 53 |
Ventil |
| 60 |
Mittel zum Einleiten von Trägergas in den Kanal |
| 61 |
Trägergas-Quelle |
| 62 |
Rohrleitung |
| 63 |
Ventil |
| G |
Gas (z. B. Druckluft) |
| T |
Trägergas (z.B. Druckluft) |
| L, L' |
Längsachse |
| W |
Winkel |
| R |
Erste Richtung |
| R' |
Zweite Richtung |
| U |
Umfangsrichtung |
1. Verfahren zur Erzeugung von Trockeneisschnee, insbesondere zum Reinigen von Oberflächen,
bei dem flüssiges CO2 unter teilweiser Umwandlung in gasförmiges CO2 in einen Schneebildungsbereich (10) entspannt wird, wobei zur Erzeugung von Trockeneisschnee
aus dem in den Schneebildungsbereich (10) eingeleiteten flüssigen CO2 zusätzlich ein Gas (G) in den Schneebildungsbereich (10) eingeleitet wird, und wobei
in dem Schneebildungsbereich (10) erzeugter Trockeneisschnee über einen mit dem Schneebildungsbereich
(10) verbundenen Kanal (20) einer Düse (30) zugeführt wird und über die Düse (30)
in eine Umgebung abgegeben wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jenes Gas (G) in den Schneebildungsbereich (10) eingeleitet wird, um einer Sättigung
der Gasphase mit CO2 in dem Schneebildungsbereich (10) entgegenzuwirken, so dass in den Schneebildungsbereich
(10) eingeleitetes flüssiges CO2 in dem Schneebildungsbereich (10) verdampft, dabei abkühlt und Trockeneisschnee ausbildet.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneebildungsbereich (10) unter einem Druck steht, der insbesondere größer oder
gleich dem Tripelpunktdruck von CO2 ist.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder nach Anspruch 3 soweit rückbezogen auf Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass jenes flüssige CO2 beim Verdampfen auf eine Temperatur kleiner oder gleich der Tripelpunkttemperatur
von CO2 abgekühlt wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zusätzlich in den Schneebildungsbereich (10) eingeleitete Gas (G) Luft ist.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erzeugte Trockeneisschnee mittels eines in den Kanal (20) eingeleiteten Trägergases
(T) der Düse (30) zugeführt wird, wobei das Trägergas (T) insbesondere Luft ist.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneebildungsbereich (10) seitlich in den Kanal (20) mündet, insbesondere so,
dass eine Längsachse (L) des Schneebildungsbereichs (10) einen nichtverschwindenden,
insbesondere spitzen Winkel (W) mit einer Längsachse (L') des Kanals (20) bildet,
wobei insbesondere der Schneebildungsbereich (10) stromauf jener Düse (30) in den
Kanal (20) mündet, und wobei insbesondere der Schneebildungsbereich (10) stromab eines
Trägergaseinlasses (23) des Kanals (20), durch den jenes Trägergas (T) in den Kanal
(20) eingeleitet wird, in den Kanal (20) mündet.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneebildungsbereich (10) und der Kanal (20) koaxial zueinander angeordnet sind.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das flüssige CO2 in einer ersten Richtung (R) in den Schneebildungsbereich (10) eingeleitet wird,
wobei jene erste Richtung (R) parallel zu einer Längsachse (L) des Schneebildungsbereichs
(10) verläuft oder quer zu jener Längsachse (L).
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gas (G) in einer zweiten Richtung (R') in den Schneebildungsbereich (10) eingeleitet
wird, wobei jene zweite Richtung (R') parallel zu einer Längsachse (L) des Schneebildungsbereichs
(10) verläuft oder quer zu jener Längsachse (L).
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das flüssige CO2 und das Gas (G) in eine Mehrzahl an mit dem Kanal (20) verbundenen Schneebildungsbereichen
(10) eingeleitet wird, die zumindest abschnittsweise in dem Kanal (20) angeordnet
sind, wobei insbesondere die Schneebildungsbereiche (10) derart mit flüssigem CO2 und dem Gas (G) beschickt werden, dass in den einzelnen Schneebildungsbereichen (10)
Trockeneisschnee-Pakete gebildet werden, die insbesondere nacheinander in den Kanal
(20) ausgestoßen werden, wobei insbesondere das flüssige CO2 jeweils in einer parallel zu einer Längsachse (L) des jeweiligen Schneebildungsbereichs
(10) verlaufenden ersten Richtung (R) in den jeweiligen Schneebildungsbereich (10)
eingeleitet wird, und wobei insbesondere jenes Gas (G) jeweils in einer zweiten Richtung
(R') in den jeweiligen Schneebildungsbereich (10) eingeleitet wird, wobei jene zweite
Richtung (R') parallel zu einer Längsachse (L) des jeweiligen Schneebildungsbereichs
(10) verläuft.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass zum Unterbrechen einer Trockeneisschnee-Bildung in dem jeweiligen Schneebildungsbereich
(10) die Einleitung des flüssigen CO2 oder jenes Gases (G) gedrosselt und/oder unterbrochen wird.
13. Vorrichtung zum Erzeugen von Trockeneisschnee, insbesondere zum Beaufschlagen einer
Oberfläche mit Trockeneisschnee, mit:
- einem Schneebildungsbereich (10),
- einem Mittel (40) zum Entspannen von flüssigem CO2 in den Schneebildungsbereich (10) zum Erzeugen von Trockeneisschnee in dem Schneebildungsbereich
(10), und
- einer Düse (30) zum Abgeben des Trockeneisschnees in eine Umgebung, wobei die Düse
(30) über einen Kanal (20) mit dem Schneebildungsbereich (10) verbunden ist,
gekennzeichnet durch
ein Mittel (50) zum Beaufschlagen des Schneebildungsbereichs (10) mit einem zusätzlichen
Gas (G), insbesondere derart, dass einer Sättigung der Gasphase in dem Schneebildungsbereich
(10) mit eingeleitetem CO2 entgegengewirkt wird.