GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen höhenverstellbaren Raumteiler.
TECHNISCHER HINTERGRUND
[0002] Ein Raumteiler dient üblicherweise dazu, einen Raum optisch in unterschiedliche Nutzungsbereiche
aufzuteilen. Besonders große Räume lassen sich mit einem Raumteiler in unterschiedliche
Bereiche unterteilen, beispielsweise lässt sich mittels eines Raumteilers die Essecke
vom Wohnbereich oder der Arbeitsplatz von der Wohnecke optisch abtrennen werden. Ein
Raumteiler kann auch als Sichtschutz an einem Arbeitsplatz in einem Großraumbüro verwendet
werden. Ferner können Raumteiler auch als Schallschutz, Designobjekt, Pinnwand etc.
einsetzt werden.
[0003] Die
DE 20 2011 050 192 U1 beschreibt einen Raumteiler. Der dort beschriebene Raumteiler weist zwei aufrechte
Säulen und eine Vielzahl von liegend angeordneten, an den Säulen gehaltenen Lamellen
auf, wobei eine jeweilige Säule einen zentralen Stab aufweist, der sich durch in den
Lamellen vorgesehene Bohrungen erstreckt. Der Raumteiler weist Hülsen auf, die jeweils
den Stab umgeben und zwischen zwei übereinander vorgesehenen Lamellen derart angeordnet
sind, dass sich eine Hülse auf der jeweils unteren Lamelle abstützt und sich die jeweils
obere Lamelle auf der Hülse abstützt.
[0004] Ein Raumteiler sollte eine möglichst einfache Konstruktion aufweisen, sich einfach
bedienen lassen und sich an die individuellen Bedürfnisse des Benutzers anpassen lassen.
Bisher bekannte Raumteiler erfüllen jedoch diese Aufgaben nur teilweise.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
[0005] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, einen verbesserten Raumteiler
zu Verfügung zu stellen, welcher insbesondere eine einfache Konstruktion aufweist
und sich einfach bedienen lässt.
[0006] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch einen Raumteiler mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 gelöst.
[0007] Demgemäß ist ein höhenverstellbarer Raumteiler vorgesehen, mit einem flächigen Wandelement,
mit einer Halteeinrichtung zum Halten des Wandelements, mit einem Gelenk, welches
zwischen der Halteeinrichtung und dem Wandelement vorgesehen ist und über welches
das Wandelement zwischen zumindest einer ersten Position und zumindest einer zweiten
Position verschwenkbar ist.
[0008] Die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Idee besteht darin, einen Raumteiler
mit einem schwenkbaren oder drehbaren gelagerten Wandelement zu versehen. Hierfür
weist der Raumteiler eine Halteinrichtung und ein Gelenk auf, welches das Wandelement
schwenkbar lagert. Das Wandelement kann auf diese Weise um eine horizontale Achse
derart geschwenkt werden, dass das Wandelement wahlweise auf unterschiedlichen Höhen
einstellbar ist.
[0009] Eine Anpassung der zu verdeckenden Bereiche kann auf einfache Weise durch eine Drehung
des Wandelements um das Gelenk der Halteeinrichtung erfolgen. Aufgrund der einfachen
Konstruktion des Raumteilers kann eine Anpassung der Position des Wandelements durch
eine einzelne Person erfolgen, welche dazu auch nur eine geringe Kraft benötigt. Das
Wandelement kann an die verschiedenen Bedingungen angepasst werden, um den Raumteiler
beispielsweise als Sichtschutz, Schallschutz, Wärmestrahlungsschutz oder als Pinnwand
genutzt zu werden.
[0010] Der Raumteiler gemäß der Erfindung ermöglicht eine sehr einfache Handhabung, eine
äußerst einfache Einstellmöglichkeit und ist zudem sehr einfach in der Konstruktion
und daher kostengünstig. Ferner ist der erfindungsgemäße Raumteiler sehr flexibel
in seinen Einstellmöglichkeiten und kann für die verschiedensten Anwendungen genutzt
werden.
[0011] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen ergeben sich aus den weiteren Unteransprüchen
sowie aus der Beschreibung unter Bezugnahme auf die Figuren der Zeichnung.
[0012] In einer besonders bevorzugten, typischen Ausführungsform der Erfindung weist der
Raumteiler in der ersten Position des Wandelements eine höhere Höhe auf, als in der
zweiten Position. Auf diese Weise wird effektiv die Höhenverstellung realisiert, indem
das Wandelement lediglich von der ersten in die zweite Position (oder umgekehrt) gedreht/geschwenkt
wird. Auf diese Weise kann der Raumteiler an die verschiedensten Bedingungen, Anforderungen
und Bedürfnisse des Nutzers angepasst werden. Beispielsweise kann eine sitzende Person
das Wandelement des Raumteilers in die zweite Position schwenken, wenn er einen möglichst
breiten Bereich verdeckt haben möchte. Ebenso kann ein Nutzer das Wandelement in die
erste, höhere Position schwenken, falls er eine möglichst hohe Abdeckung möchte, um
beispielsweise das Licht einer Deckenbeleuchtung oder einfallende Sonneinstrahlung
zu verdecken. In gleicher Weise kann das Wandelement in der ersten, höheren Position
z.B. ein hohes Möbelelement, Stehlampe und dergleichen verdecken, während es in der
zweiten Position z.B. ein eher niedriges Möbelteil oder dergleichen abdecken kann.
[0013] In einer Ausführungsform der Erfindung ist das Wandelement derart ausgebildet, dass
das Wandelement in der ersten Position eine im Wesentlichen vertikal ausgerichtete
Fläche verdeckt und in der zweiten Position eine im Wesentlichen horizontal ausgerichtete
Fläche verdeckt. Hierfür weist das Wandelement eine entsprechende Form auf und ist
an einem hierfür vorgesehenen Punkt an dem Gelenk der Halteeinrichtung gelagert.
[0014] In einer weiteren Ausführungsform umfasst das Wandelement einen Rahmen und ein Stoffgewebe,
welches zwischen dem Rahmen gespannt ist. Auf diese Weise kann das Wandelement besonders
leicht und kostengünstig ausgebildet werden. Ferner ist es auf diese Weise auf sehr
einfache Weise möglich die technischen Eigenschaften des Wandelements durch einen
Austausch des Stoffgewebes zu verändern oder das Wandelement an die Umgebung anzupassen.
[0015] In einer alternativen Ausführungsform ist Stoffgewebe aus einer Kunststoffaser und/oder
einer Naturfaser ausgebildet. Beispielsweise kann das Stoffgewebe aus einem elastomeren
oder thermoplastischen Kunststoff ausgebildet sein. Vorteilhafterweise kann diese
Kunststofffaser mit einer Beschichtung beschichtet sein, welche die Kunstfaser besonders
Witterungsfest macht oder der Faser zusätzliche technische Eigenschaften verleiht.
Ebenso kann das Stoffgewebe aus einer Naturfaser, beispielsweise Baumwolle, sein,
und kann ebenfalls beschichtet sein. Selbstverständlich kann das Wandelement auch
mit einer einstückigen flexiblen Folie oder einem starren Plattenelement versehen
sein.
[0016] In einer weiteren Ausführungsform ist das Stoffgewebe zumindest teilweise optisch
transparent, optische reflektierend und/oder schallabsorbierend ausgebildet. Das Stoffgewebe
kann je nach Anforderung angepasst werden. Falls jedoch der Raumteiler beispielsweise
als Schallschutz fungieren soll, bietet es sich auch an, akustisch dämmend wirkende
Platten oder Stoffgewebe zu verwenden.
[0017] In einer weiteren Ausführungsform ist der Rahmen aus einem Leichtmetall und/oder
einem Kunststoff ausgebildet ist. Auf diese Weise kann das Wandelement besonders leicht
und stabil konstruiert sein. Beispielsweise kann der Rahmen aus einer Aluminiumlegierung
ausgebildet sein.
[0018] In einer weiteren Ausführungsform ist der Rahmen reversibel plastisch formbar ausgebildet
ist. Beispielsweise weist der Rahmen vordefinierte Biegestellen auf, mit welchen die
Form des Rahmens an die jeweiligen Bedürfnisse des Benutzers anpassbar sind. Die vordefinierten
Biegestellen sind beispielsweise Drehgelenke ausgebildet. Vorzugsweise sind die vordefinierten
Biegestellen bzw. die Drehgelenke fixierbar oder arretierbar.
[0019] In einer weiteren Ausführungsform ist das Wandelement im Wesentlichen segelförmig
ausgebildet ist. Die segelförmige Ausgestaltung des Wandelementes bietet ein besonders
ansprechendes Design und ist daher aus designtechnischen Gründen vorteilhaft. Das
Wandelement kann jedoch auch im Wesentlichen dreieckig, quadratisch, rechteckig, vieleckig,
kreisförmig, trapezförmig, parallelogrammförmig, etc. ausgebildet sein. Das Wandelement
kann je nach Bedarf und Nutzung an die jeweiligen Grundbedingungen in seiner geometrischen
Form angepasst werden.
[0020] In einer weiteren Ausführungsform ist zwischen Enden des Rahmens des segelförmigen
Wandelements ein Spannseil gespannt, welches sich z.B. durch eine Öse in dem Stoffgewebe
erstreckt. Auf diese Weise kann das Wandelement sehr formstabil ausgebildet werden.
Das Spannseil kann beispielsweise aus einem Draht, einer Kunstfaser oder Naturfaser
ausgebildet sein. Alternativ wäre hier aber auch ein fester Stab als Spannseil denkbar.
[0021] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist das Stoffgewebe eine Befestigungsöse
auf, mittels welcher das Stoffgewebe über den Rahmen spannbar ist. Durch die Befestigungsöse
kann das Stoffgewebe auf einfache Weise mit dem Rahmen befestigt werden. Auch kann
ein Wechsel des Stoffgewebes durch diese Ausbildung besonders schnell und einfach
erfolgen.
[0022] In einer weiteren Ausführungsform ist ein erstes Ende des Rahmens gelenkig mit dem
Gelenk gekoppelt. Ein zweites Ende des Rahmens ist als Auflager des Wandelements in
der zweiten Position des Wandelements ausgebildet, das heißt (ausschließlich) in der
zweiten Position liegt das Wandelement auf dem zweiten Ende auf, während es in der
ersten Position frei ist. Auf diese Weise kann der Raumteiler unter anderem auch einfach
montiert werden, da das zweite Ende des Rahmens sehr leicht zugänglich ist. Das Ende,
welches als Auflager ausgebildet sein soll, kann beispielsweise aus einem rutschfesten
und vibrationsdämpfenden Kunststoff ausgebildet sein.
[0023] Das Wandelement definiert bei einer Schwenkung um das Gelenk eine Ebene. In einer
weiteren Ausführungsform der Erfindung ist das Wandelement zumindest teilweise in
einer zur Ebene abstehenden Richtung gewölbt ausgebildet, wodurch die segelförmige
Anmutung noch unterstützt wird. Die Ausgestaltung des Wandelementes ist ebenfalls
aus designtechnischen Gründen besonders vorteilhaft. Zudem können auf diese Weise
können die technischen Eigenschaften des Wandelementes weiter an die Bedürfnisse des
Benutzers angepasst werden. Beispielsweise kann durch eine vom Benutzer aus betrachtet
konkave Wölbung des Wandelementes Schallwellen gebündelt werden. Ebenso kann durch
eine vom Benutzer aus Betrachtet konvexe Wölbung des Wandelements Licht divergent
reflektiert werden.
[0024] In einer weiteren Ausführungsform weist die Halteeinrichtung eine Feststelleinrichtung
aufweist, mittels welcher das Wandelement in der ersten Position und/oder der zweiten
Position feststellbar ist, d.h. fixierbar bzw. arretierbar. Beispielsweise weist der
Raumteiler eine Spannvorrichtung, beispielsweise eine Schraube, Klemme oder dergleichen,
auf, welche das Wandelement in der ersten oder zweiten Position fixiert. Selbstverständlich
ist es möglich, dass der Nutzer das Wandelement an einer beliebigen Position zwischen
der ersten und zweiten Position feststellt und damit fixiert. Vorzugsweise lässt sich
das Wandelement stufenlos an einer beliebigen Position feststellen.
[0025] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist das Gelenk genau einen rotatorischen
Freiheitsgrad auf. Beispielsweise ist das Gelenk als Drehgelenk ausgebildet. Auf diese
Weise wird das Wandelement eindeutig geführt und lässt sich sehr präzise an die jeweiligen
Bedürfnisse des Benutzers anpassen.
[0026] In einer dazu alternativen Ausführungsform weist das Gelenk mehrere Freiheitgrade
auf. Beispielsweise kann das Gelenk als Kugelgelenk, Sattelgelenk, Eigelenk, Sattelgelenk,
Kondylengelenk oder als Scharniergelenk ausgebildet sein. Auf diese Weise kann die
Flexibilität der Einstellmöglichkeit des Wandelements vergrößert werden.
[0027] In einer weiteren Ausführungsform ist der Raumteiler derart ausgebildet, dass der
Raumteiler in jeder Position des Wandelements im statischen Gleichgewicht ist. Dies
wird beispielsweise dadurch erreicht, dass der Schwerpunkt des Wandelements derart
gewählt wird, dass dieser sich stets in der Nähe der Halteeinrichtung befindet. Durch
diese Ausbildung muss die Halteeinrichtung nirgends befestigt werden oder auf anderweitige
Weise gehalten werden, um einen sicheren Stand des Raumteilers zu gewährleisten.
[0028] Die obigen Ausgestaltungen und Weiterbildungen lassen sich, sofern sinnvoll, beliebig
miteinander kombinieren. Weitere mögliche Ausgestaltungen, Weiterbildungen und Implementierungen
der Erfindung umfassen auch nicht explizit genannte Kombinationen von zuvor oder im
Folgenden bezüglich der Ausführungsbeispiele beschriebenen Merkmale der Erfindung.
Insbesondere wird dabei der Fachmann auch Einzelaspekte als Verbesserungen oder Ergänzungen
zu der jeweiligen Grundform der vorliegenden Erfindung hinzufügen.
INHALTSANGABE DER ZEICHNUNG
[0029] Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand der in den schematischen Figuren
der Zeichnungen angegebenen Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen dabei:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht einer Ausführungsform des Raumteilers in der ersten Position von
rechts;
- Fig. 2
- eine Seitenansicht einer Ausführungsform des Raumteilers in der ersten Position von
links;
- Fig. 3
- eine Ansicht einer Ausführungsform des Raumteilers in der ersten Position von vorne;
- Fig. 4
- eine Ansicht einer Ausführungsform des Raumteilers in der ersten Position von hinten;
- Fig. 5
- eine Seitenansicht einer Ausführungsform des Raumteilers in der zweiten Position von
rechts;
- Fig. 6
- eine Seitenansicht einer Ausführungsform des Raumteilers in der zweiten Position von
links;
- Fig. 7
- eine Ansicht einer Ausführungsform des Raumteilers in der zweiten Position von vorne;
- Fig. 8
- eine Ansicht einer Ausführungsform des Raumteilers in der zweiten Position von hinten;
- Fig. 9
- eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform des Raumteilers in der zweiten
Position;
- Fig. 10
- eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform des Raumteilers in der ersten Position;
- Fig. 11
- eine Draufsicht einer Ausführungsform des Raumteilers in der ersten Position;
- Fig. 12
- eine Ansicht einer Ausführungsform des Raumteilers in der ersten Position von unten;
- Fig. 13
- verschiedene Ansichten einer Halteeinrichtung; und
- Fig. 14
- verschiedene Ansichten einer Halteeinrichtung.
[0030] Die beiliegenden Zeichnungen sollen ein weiteres Verständnis der Ausführungsformen
der Erfindung vermitteln. Sie veranschaulichen Ausführungsformen und dienen im Zusammenhang
mit der Beschreibung der Erklärung von Prinzipien und Konzepten der Erfindung. Andere
Ausführungsformen und viele der genannten Vorteile ergeben sich im Hinblick auf die
Zeichnungen. Die Elemente der Zeichnungen sind nicht notwendigerweise maßstabsgetreu
zueinander gezeigt.
[0031] In den Figuren der Zeichnung sind gleiche, funktionsgleiche und gleich wirkende Elemente,
Merkmale und Komponenten - sofern nichts Anderes ausführt ist -jeweils mit denselben
Bezugszeichen versehen.
BESCHREIBUNG VON AUSFÜHRUNGSBEISPIELEN
[0032] Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht einer Ausführungsform des Raumteilers 1 in der ersten
Position von rechts. Der höhenverstellbare Raumteiler 1 weist ein flächiges Wandelement
2 auf. Ferner umfasst der Raumteiler eine Halteeinrichtung 3, welche zum Halten des
Wandelements 2 ausgebildet ist. Zwischen der Halteeinrichtung 3 und dem Wandelement
2 ist ein Gelenk 4 angeordnet, welches in diesem Ausführungsbeispiel als Drehgelenk
ausgebildet ist. Das Gelenk ermöglicht, dass das der Wandelement 2 zwischen zumindest
einer ersten Position und zumindest einer zweiten Position verschwenkbar ist. Das
Wandelement 2 führt dabei eine Drehbewegung um das Gelenk 4 herum durch.
[0033] Das Wandelement 2 ist derart ausgebildet, dass das Wandelement 2 in der ersten Position
eine im Wesentlichen vertikal ausgerichtete Fläche verdeckt und in der zweiten Position
eine im Wesentlichen horizontal ausgerichtete Fläche verdeckt.
[0034] In dem dargestellten Ausführungsbeispiel befindet sich das Wandelement 2 in der ersten
Position, und weist eine maximale Höhe H1 auf.
[0035] Das Wandelement 2 weist einen Rahmen 5 auf. Ferner umfasst das Wandelement 2 eine
Beschichtung 6, welche in diesem Ausführungsbeispiel als Stoffgewebe 6 ausgebildet
ist. Die Beschichtung könnte jedoch auch keine Gewebe sein, sondern auch andere Materialien,
wie beispielsweise eine Kunststofffolie, eine Folie aus Metall, oder eine festes Plattenmaterial
umfassen. Das Stoffgewebe 6 könnte auch aus einer Kunststoffaser und/oder einer Naturfaser
ausgebildet sein.
[0036] Die Beschichtung 6 bzw. das Stoffgewebe 6 ist um den Rahmen 5 herum gespannt und
dient beispielsweise als Sichtschutz, Schallschutz und/oder Windschutz.
[0037] Das Stoffgewebe 6 bzw. die Beschichtung 6 kann zumindest teilweise optisch transparent,
optische reflektierend, und/oder schallabsorbierend ausgebildet sein.
[0038] Der Rahmen 5 ist vorzugsweise aus einem Leichtmetall, beispielsweise eine Aluminium-
oder Titanlegierung, und/oder einem Kunststoff, beispielsweise einem Thermoplast,
Duroplast oder Elastomer, ausgebildet ist.
[0039] Der Rahmen 5 ist reversibel plastisch formbar ausgebildet. Das bedeutet in diesem
Zusammenhang, dass die Form des Rahmens 5 nach Belieben anpassbar ist. Hierfür weist
der Rahmen beispielsweise Gelenke auf, welche sich feststellen oder lösen lassen.
Diese Gelenke des Rahmens 5 könnten beispielsweise als Drehgelenke, Kugelgelenke,
oder Linearführungen ausgebildet sein.
[0040] Das dargestellte Wandelement 5 ist im Wesentlichen segelförmig ausgebildet ist. Das
Wandelement 5 könnte jedoch auch andere Formen aufweisen, wie z. B. viereckig, rechteckig
oder kreisförmig.
[0041] Zwischen den Enden 11, 12 des Rahmens 5 des Wandelements 2 ist ein Spannseil 9 gespannt,
welches sich durch eine Öse 10, welche in dem Stoffgewebe 6 ausgebildet ist, erstreckt.
[0042] In diesem Ausführungsbeispiel ist das Ende 11 des Rahmens 5 gelenkig mit dem Gelenk
4 gekoppelt, und das Ende 1) des Rahmens 5 ist als Auflager des Wandelements 2 in
der zweiten Position des Wandelements 2 ausgebildet. Die zweite Position des Wandelements
ist in den Figuren 5, 6, 7 und 8 dargestellt.
[0043] Das Stoffgewebe 6 umfasst eine Befestigungsöse 8, mittels welcher das Stoffgewebe
6 über den Rahmen 5 spannbar ist. Die Befestigungsöse 8 kann sich nur teilweise um
das Stoffgewebe 6 erstrecken oder um das gesamte Stoffgewebe 6 erstrecken.
[0044] Ferner weist der Raumteiler 1 eine Feststelleinrichtung 7 aufweist, mittels welcher
das Wandelement 2 in der ersten Position und der zweiten Position feststellbar ist.
Die Feststelleinrichtung 7 kann auch derart ausgebildet sein, dass das Wandelement
2 an einer beliebigen Position zwischen der ersten Position und der zweiten Position
feststellbar ist.
[0045] Das Gelenk 4 ist in diesem Ausführungsbeispiels als reines Drehgelenk ausgebildet
und weist somit genau einen rotatorischen Freiheitsgrad auf. Das Gelenk 4 könnte jedoch
auch als Kugelgelenk, Eigelenk oder Viergelenk ausgebildet sein.
[0046] Der Raumteiler 1 weist zudem einen Standfuß 13 auf, welcher den Raumteiler einen
sicheren Stand verleiht. Der Standfuß 13 kann mit Ausnehmungen versehen sein, mittels
welchen sich der Raumteiler an einer vertikalen Wand oder an einer Decke befestigen
lässt.
[0047] Die Geometrie des Raumteilers 1 ist derart ausgebildet, dass der Raumteiler 1 in
jeder Position des Wandelements 2 im statischen Gleichgewicht ist.
[0048] Am Ende 12 des Rahmens 5 ist eine Auflager 14 angeordnet, welches beispielsweise
aus einem elastomeren Kunststoff ausgebildet ist. Das Auflager 14 dient dazu, das
Wandelement 2 zusätzlich abzustützen, wenn das Wandelement 2 derart verschenkt wurde,
das das Auflager 14 den Boden oder eine Wand berührt.
[0049] Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht einer Ausführungsform des Raumteilers in der ersten
Position von links. Der dargestellte Raumteiler 1 weist im Wesentlichen dieselben
Merkmale wie der in Fig. 1 dargestellte Raumteiler 1 auf.
[0050] Fig. 3 zeigt eine Ansicht einer Ausführungsform des Raumteilers in der ersten Position
von vorne. Man erkennt in diesem Ausführungsbeispiels, dass das Wandelement 2 bei
einer Schwenkung um das Gelenk 4 eine Ebene 15 definiert, wobei das Wandelement 2
zumindest teilweise in einer zur Ebene 15 abstehenden Richtung gewölbt ausgebildet
ist. Durch Wölbung 18 des Wandelements 2 können weitere technische Eigenschaften realisiert
werden. Beispielsweise könnte die Wölbung die Reflexions-Eigenschaften des Wandelements
2 verändert oder angepasst werden.
[0051] Fig. 4 zeigt eine Ansicht einer Ausführungsform des Raumteilers in der ersten Position
von hinten. Der dargestellte Raumteiler 1 weist im Wesentlichen dieselben Merkmale
wie der in Fig. 1 dargestellte Raumteiler 1 auf.
[0052] Fig. 5 zeigt eine Seitenansicht einer Ausführungsform des Raumteilers in der zweiten
Position von rechts. In der zweiten Position weist das Wandelement 2 eine maximale
Höhe H2 auf, welche geringer ist als die maximale Höhe H1 in der ersten Position des
Raumteilers 1.
[0053] Fig. 6 - 12 zeigen im Wesentlichen die gleichen Merkmale des Raumteilers 1, welcher
in Fig. 1 dargestellt ist.
[0054] Fig. 13 zeigt verschiedene Ansichten einer Halteeinrichtung 3. In der Mitter der
Fig. 13 ist eine Seitenansicht der Halteeinrichtung 3 dargestellt, links ist eine
Vorderansicht der Halteeinrichtung 3 dargestellt und rechts ist eine Rückansicht der
Halteeinrichtung 3 dargestellt. Die Halteeinrichtung 3 weist ein Gelenk 4 auf, welches
als Drehgelenk ausgebildet ist. Ferner weist die Halteeinrichtung 3 eine Ausnehmung
16 auf, welche ausgebildet ist, ein Ende 11 des Rahmens 5 aufzunehmen.
[0055] Fig. 14 zeigt verschiedene Ansichten einer Halteeinrichtung 3. Oben in der Fig. 14
ist eine perspektivische Schnittansicht der Halteeinrichtung 3 dargestellt. In der
Mitte ist eine weitere Schnittansicht der Halteeinrichtung 3 dargestellt und unten
ist eine perspektivische Ansicht der Halteeinrichtung 3 dargestellt. Die in Fig. 14
dargestellte Halteeinrichtung 3 weist zwei Gewinde 19 auf, welche sich in den Körper
der Halteeinrichtung 3 erstrecken. Mittels der Gewinde 19 kann der Standfuß 13 an
die Halteeinrichtung 3 befestigt werden. Auch ist es möglich, dass die Halteeinrichtung
3 mittels der Gewinde 19 an einer vertikalen Wand, an einer Decke oder an einem anderen
Gestand, beispielsweise einen Schrank oder einen Tisch, zu befestigen.
[0056] Obwohl die vorliegende Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele vorstehend
vollständig beschrieben wurde, ist sie darauf nicht beschränkt, sondern auf vielfältige
Art und Weise modifizierbar.
BEZUGSZEICHNENLISTE
[0057]
- 1
- Raumteiler
- 2
- Wandelement
- 3
- Halteeinrichtung
- 4
- Gelenk
- 5
- Rahmen
- 6
- Stoffgewebe
- 7
- Feststelleinrichtung
- 8
- Befestigungsöse
- 9
- Spannseil
- 10
- Öse
- 11, 12
- freie Enden
- 13
- Standfuß
- 14
- Auflager
- 15
- Ebene
- 16
- Ausnehmung
- 17, 18
- Auflageflächen
- 19
- Gewinde
1. Höhenverstellbarer Raumteiler (1),
mit einem flächigen Wandelement (2),
mit einer Halteeinrichtung (3) zum Halten des Wandelements (2),
mit einem Gelenk (4), welches zwischen der Halteeinrichtung (3) und dem Wandelement
(2) vorgesehen ist und über welches das Wandelement (2) zwischen zumindest einer ersten
Position und zumindest einer zweiten Position verschwenkbar ist.
2. Raumteiler nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Raumteiler (1) in der ersten Position eine erste Höhe und in der zweiten Position
eine zweite Höhe, die geringer ist als die erste Höhe, aufweist.
3. Raumteiler nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Wandelement (2) derart ausgebildet ist, dass das Wandelement (2) in der ersten
Position eine im Wesentlichen vertikal ausgerichtete Fläche verdeckt und in der zweiten
Position eine im Wesentlichen horizontal ausgerichtete Fläche verdeckt.
4. Raumteiler nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Wandelement (2) einen Rahmen (5) und ein Stoffgewebe (6), insbesondere eine Kunststoffaser
und/oder Naturfaser, umfasst, welches zwischen dem Rahmen (5) gespannt ist.
5. Raumteiler nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Stoffgewebe (6) zumindest teilweise optisch transparent, optisch reflektierend
und/oder schallabsorbierend ausgebildet ist.
6. Raumteiler nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Rahmen (5) aus einem Leichtmetall und/oder einem Kunststoff ausgebildet ist.
7. Raumteiler nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Rahmen (5) reversibel plastisch formbar ausgebildet ist.
8. Raumteiler nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Wandelement (5) segelförmig ausgebildet ist.
9. Raumteiler nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen Enden (11, 12) des Rahmens (5) des segelförmigen Wandelements (2) ein Spannseil
(9) gespannt ist, welches sich durch eine Öse (10) in dem Stoffgewebe (6) erstreckt.
10. Raumteiler nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Stoffgewebe (6) eine Befestigungsöse (8) aufweist, mittels welcher das Stoffgewebe
(6) über den Rahmen (5) spannbar ist.
11. Raumteiler nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein erstes Ende (11) des Rahmens (5) gelenkig mit dem Gelenk (4) gekoppelt ist und/oder
ein zweites Ende (12) des Rahmens (5) als Auflager des Wandelements (2) in der zweiten
Position des Wandelements ausgebildet ist.
12. Raumteiler nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Wandelement (2) bei einer Schwenkung um das Gelenk (4) eine Ebene definiert,
wobei das Wandelement (2) zumindest teilweise in einer zur Ebene abstehenden Richtung
gewölbt ausgebildet ist.
13. Raumteiler nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Halteeinrichtung (3) eine Feststelleinrichtung (7) aufweist, mittels welcher
das Wandelement (2) in der ersten Position und der zweiten Position feststellbar ist.
14. Raumteiler nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Gelenk (4) genau einen rotatorischen Freiheitsgrad aufweist.
15. Raumteiler nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Raumteiler (1) derart ausgebildet ist, dass der Raumteiler (1) in jeder Position
des Wandelements (2) im statischen Gleichgewicht ist.