[0001] Die Erfindung betrifft ein elektrisches Kontaktelement mit einem Kontaktierungsbereich
zum Kontaktieren eines komplementären Kontaktelements und einem Anschlussbereich zur
Verbindung mit einem elektrischen Leiter, wobei der Anschlussbereich eine metallische
Beschichtung aufweist. Sowie ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Kontaktelements.
[0002] In der Fahrzeugtechnik ist ein anhaltender Trend zu beobachte bei der Verkabelung
von Automobilen Aluminium als Leitermaterial einzusetzen. In der Praxis werden Aluminiumlegierungen
mit angepassten Eigenschaften verwendet. Aluminiumleitungen haben gegenüber Kupferleitungen
den Vorteil leichter und preiswerter zu sein. Auch wenn der, gegenüber Kupfer, schlechtere
elektrische Leitwert einen größeren Leitungsquerschnitt erfordert, überwiegen meist
die Vorteile des Aluminiums. Bei der Kombination von Aluminiumleitungen und Kontaktelementen
aus Kupfer können jedoch, unter bestimmten Bedingungen, Effekte auftreten, die bei
einer ausschließlichen Verwendung von Kupferwerkstoffen nicht aufgetreten würden.
[0003] Bei Verwendung von Aluminiumleitungen mit Kontakten aus Kupfer, ist die Korrosion
ein besonderes Merkmal. Nach der elektrochemische Spannungsreihe von Aluminium und
seinen Legierungen und Kupfer und seine Legierungen besteht zwischen den Materialien
eine Spannungsdifferenz, die bei Kontaktierung der Materialien durch einen Elektrolyten,
einen Stromfluss zur Folge hat. In einem Fahrzeug ist der Elektrolyt typischerweise
Salzwasser. Die galvanische Korrosion zwischen dem Anschlussbereich des Kontaktes
und der Aluminiumleitung führt dazu, dass ohne weitere konstruktive Maßnahmen, ein
Einsatz im Fahrzeug nicht realisiert werden kann.
[0004] Gängige Maßnahmen sind das Abdichten der Kontaktstelle mittels gedichteter Stecker
oder das Aufbringen flüssiger Dichtmittel. Eine andere Möglich keit die Korrosion
zu vermindern ist, die Kontaktelemente aus Kupferblech mit einer Metallisierung, typischerweise
Zinnlegierung, zu beschichten, so dass eine Schicht zwischen dem Kontaktelement und
dem Aluminium liegt. Durch diese Schicht wird erreicht, dass die elektromotorische
Kraft der galvanischen Reaktion auf ein geringes Potenzial reduziert wird, so dass
die galvanische Korrosion nicht mehr in einem kritischen Bereich liegt.
[0005] Es hat sich gezeigt, dass die Legierungsschicht zwei voneinander verschiedene, Funktionen
erfüllen muss. In dem Bereich, in dem der Aluminiumleiter kontaktiert wird muss die
Schicht besonders gut leitfähig sein. In dem Bereich, der sich nahe der Oberfläche
des Aluminiumleiters befindet, und über ein Elektrolyt, eine elektrische Verbindung
herstellen kann, muss die Schicht gut gegen Korrosion schützen. Für eine gute Leitfähigkeit
ist ein hoher Zinnanteil nötig wogegen für einen guten Korrosionsschutz ein hoher
Zinkanteil von Vorteil ist.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde ein elektrisches Kontaktelement aus Kupfer
bereitzustellen, welches im Anschlussbereich eine Beschichtung aufweist die besonders
gut Leitet und an den Stellen wo Elektrolyt die unterschiedlichen Metalle elektrisch
verbinden kann einen guten Korrosionsschutz bietet. Sowie ein Verfahren zum Herstellen
eines Kontaktelements mit diesen Eigenschaften.
[0007] Die Aufgabe wird durch ein elektrisches Kontaktelement mit den Merkmalen des Anspruch
1 und insbesondere dadurch gelöst, dass der zweite Bereich mit einer metallischen
Beschichtung versehen ist, die sich von der Beschichtung des ersten Bereichs unterscheidet
und geeignet ist Korrosion zu vermindern.
[0008] Die Erfindung verwendet ein selektives und sequenzielles Aufbringen von Einzelschichten
Zinn und Zink auf den Anschlussbereich, typischer Weise mittels galvanischer Verfahren.
Die Zinnschicht wird auf den Anschlussbereich aufgebracht. Danach wird die Zinkschicht
auf die Zinnschicht aufgebracht. Anschließend wird das Kontaktelement einer Wärmebenhandlung
unterzogen, die als Tempern bezeichnet wird. Beim Tempern durchmischen sich die beiden
Schichten zu einer Legierung. Die Anteile von Zinn und Zink in der Legierung ergeben
sich aus den Schichtstärken der jeweiligen Schichten. So kann im Prinzip jede gewünschte
Zinn-Zink-Konzentration eingestellt werden.
[0009] Üblicherweise werden Kontaktelemente aus verzinntem Kupferblech hergestellt. Dabei
wird das Kontaktelement vom Trägerblech getrennt, wobei Stanzkannten entstehen, die
keine Zinnbeschichtung aufweisen und deshalb sehr anfällig für Korrosion sind. Wird
dieses Kontaktelement wie beschrieben behandelt, wird eine zweite Zinnschicht, auf
die, beim verzinnen des Bleches bereits aufgetragene Zinnschicht, aufgetragen. Die
Zinnschicht im Kontaktierungsbereich ist dadurch deutlich stärker als an den Stanzkannten.
Die, auf die Zinnschicht aufgetragene Zinkschicht, ist im Kontaktierungsbereich, im
Vergleich zur Zinnschicht eher dünn. Eine nachfolgende Wärmebehandlung bewirkt eine
Durchmischung der Schichten. Es entsteht eine Legierungsschicht, deren Hauptbestandteile
Zinn und Zink sind. Wobei die Konzentration der Anteile räumlich unterschiedlich ist.
So entsteht im Anschlussbereich zum Leiter eine sehr gut leitende Schicht mit hoher
Zinnkonzentration, im Folgenden Zinn-Zink-Legierung genannt. An den Stanzkannten entsteht
eine Schicht mit höherem Zinkanteil, im Folgenden Zink-Zinn-Legierung genannt. Die
Stanzkannte grenzt an die Oberfläche des Aluminiumleiters, somit befindet sich die
Schutzbeschichtung an der, für Korrosion, anfälligsten Stelle.
[0010] Zur Beschichtung wird hier ein galvanischer Verfahren benutzt allerdings sind auch
andere Verfahren wie Sputtering, Tauch- und Lackierverfahre etc. möglich. Durch diese
Verfahren können Schichtsysteme mit definiertem Mischverhältnissen, je nach benötigter
Funktionalität, erstellen werden.
[0011] Vorteilhafte Ausbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen, der Beschreibung
und der Zeichnung zu entnehmen.
[0012] Gemäß einer Ausführungsform grenzt der zweite Bereich an die Oberfläche des elektrischen
Leiters, wenn das Kontaktelement mit einem elektrischen Leiter verbunden ist. Dadurch
liegt der Bereich des Kontaktelements, der bei Vorhandensein eines Elektrolyt besonders
von Korrosion bedroht wäre, geschützt unter der korrosionshemmenden Beschichtung.
[0013] Bevorzugt werden für die Beschichtung Zinn und Zinklegierungen verwendet. Die Eigenschaften
dieser Elemente sind in der Technik wohl bekannt und in der Industrie lange Zeit im
Einsatz. Es können allerdings auch andere Metalle, welche elektrisch leitend sind
und das Korrosionspotential verringern, verwendet werden.
[0014] Bevorzugt hat die Beschichtung im ersten Bereich einen höheren Zinngehalt als die
Beschichtung im zweiten Bereich. Um einen geringen Übergangswiderstand an der Verbindungsstelle
zwischen dem Aluminium Leiter und dem Kontaktelement zu erreichen
[0015] Nach einer weiteren Ausführungsform hat die Beschichtung im zweiten Bereich einen
höheren Zinkgehalt hat als die Beschichtung im ersten Bereich. Da der zweite Bereich
an die Oberfläche des Leiters angrenzt wird für eine korrosionsbeständige Schicht
ein höherer Zinkanteil in der Beschichtung bevorzugt. Bevorzugt wird eine Beschichtung
im ersten Bereich mit einem Zinngehalt im Bereich von 65% -100% und einen Zinkgehalt
im Bereich von 0% -35%. Durch dieses Verhältnis erhält man eine sehr leitfähige Verbindungsschicht
zwischen Kontaktelement und Aluminiums Leiter.
[0016] Nach einer weiteren Ausführungsform umfasst die Beschichtung im zweiten Bereich einen
Zinngehalt im Bereich von 50%-95% und einen Zinkgehalt im Bereich von 5%-50%. Dieses
Verhältnis erzeugt eine Schicht die einen guten Korrosionsschutz bietet.
[0017] Bevorzugt liegt die Schichtstärke der Beschichtung im ersten Bereich im Bereich von
1-10 µm und die Schichtstärke der Beschichtung im zweiten Bereich im Bereich von 0,1-5µm.
Durch variieren der Schichtdicken in diesen Bereichen kann die Konzentration von Zinn
und Zink in der Legierung sehr genau eingestellt werden. Dadurch können die Eigenschaften
der Schicht festgelegt werden.
[0018] Nach einer weiteren Ausführungsform besteht das Kontaktelement aus Kupfer oder einer
auf Kupfer basierenden Legierung. Die Verwendung von Kupferlegierungen erlaubt es
die mechanischen und elektrischen Eigenschaften des Kontaktelements genau einzustellen.
[0019] Bevorzugt weist der Anschlussbereich einen Crimpabschnitt mit Crimpflügeln und einen
Haltebereich mit Halteflügeln auf. Nach befestigen der Leitung an den Anschlussbereich
des Kotaktelements, liegen die Crimpflügel an der Oberfläche des Leiters an und sorgen
für mechanischen sowie elektrischen kontakt. Die Halteflügel werden in die Isolation
des Leiters gedrückt und erhöhen die mechanische Verbindung und somit den wiederstand
gegen unbeabsichtigtes Herausziehen des Leiters.
[0020] Vorteilhafterweise ist der Crimpabschnitt zwischen zwei Haltebereichen entlang einer
Achse angeordnet um Leiter, von entgegengesetzten Seiten kommend, gemeinsam im Crimpabschnitt
zu befestigen. Diese Anordnung, wobei die Achse als Verlängerung des Leiters gesehen
werden kann, ermöglicht größere Flexibilität bei der Positionierung des Kontaktelements.
Enge Bauräumen erfordern nicht selten eine vorbestimmte Position von Kotaktelement
zu elektrischen Leiter. Dieses Problem wird durch eine zusätzliche Anschuss Möglichkeit
gemildert. Eine weitere Anwendung dieser Ausführungsform ist die Verwendung als Kontaktelements
zur Verbindung von zwei oder mehr elektrischer Leitungen miteinander. In der Technik
als Splice Crimp bekannt. Dabei tritt die Funktion des Kontaktierungsbereichs in den
Hintergrund und es wird nur der erweiterte Anschlussbereich verwendet.
[0021] Bevorzugt werden für die Beschichtung galvanische Verfahren benutzt. Der Anschlussbereich
des Kontaktelements wird in bekannter Weise mit jeweils einer Schicht Zinn beschichtet
auf die nachfolgend eine Schicht Zink aufgetragen wird. Dieses sequenzielle Beschichten
durch standardisierte Beschichtungsprozesse, ermöglicht die Erstellung eines SnZn-Schichtensystems.
Der nachfolgende Temperprozess durchmischt Zinn und Zink. In der Praxis werden Temperaturen
im Bereich von 80°C - 240°C verwendet. Je nach gewählter Temperatur muss die Prozesszeit
des Temperns entsprechend ausgelegt werden. Bei einer Temperatur von 240°C beträgt
die Temperzeit ca. 10 Minuten. Bei einer Temperatur von 80°C beträgt die Temperzeit
von ca. 12 Stunden bis zu 48 Stunden. Das Temperieren wird je nach verwendetem Ofen
gemäß einer entsprechenden Prozesskurve durchgeführt. Dabei wird das Temperaturprofil
für die benötigten Schichten verwendet und so die gewünschte Durchmischung an den
entsprechenden Bereichen erzeugt.
[0022] Bevorzugt wird der Anschlussbereich benutzt wie es aus dem Stand der Technik bekannt
ist. Dieses Anschlussbereich besitzt, durch die bei der Herstellung durchlaufenen
Prozessschritte, bereits eine Zinnschicht die jedoch an den Stanzkannten fehlt. Der
Anschlussbereich eignet sich somit sehr gut um mit dem erfinderischen Verfahren beschichtet
zu werden.
[0023] Als besonders vorteilhaft hat sich eine Beschichtung mit Mattzinn oder Glanzzinn
herausgestellt.
[0024] Eine weitere Ausführungsform betrifft eine Verbindungsleitung umfassend ein erfinderisches
Kontaktelement das verbunden mit einem elektrischen Leiter ist. Wobei der elektrische
Leiter vorzugsweise aus Aluminium oder einer Aluminium Legierung besteht. Diese Verbindungsleitung
weist einen niedrigen elektrischen Widerstand und eine hohe Korrosionsbeständigkeit
auf.
[0025] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer vorteilhaften Ausführungsform rein beispielhaft
unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung
beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines Kontaktelements aus dem Stand der Technik.
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht eines Kontaktelements mit einem, daran befestigten Leiter
- Fig. 3
- eine Schnittansicht des Kontaktelements und des elektrischen Leiters aus Fig.2 wobei
der Schnitt entlang der Achse A verläuft
- Fig. 4
- eine Detailvergrößerung des Kontaktelements nach Fig. 3. Der Bereich entspricht dem,
in Figur 3 mit dem Buchstaben B gekennzeichneten, Bereich.
- Fig. 5
- die Detaildarstellung nach Fig. 4.wobei eine Zinnschicht auf das Anschlusselement
aufgebracht ist.
- Fig. 6
- die Detaildarstellung nach Fig. 5 wobei eine Zinkschicht auf die Zinnschicht auf aufgebracht
ist.
- Fig. 7
- die Detaildarstellung nach Fig. 6.nachdem das Anschlusselement einer Wärmebehandlung
ausgesetzt wurde.
- Fig. 8
- eine Schnittansicht eines Kontaktelements das nach dem erfinderischen Verfahren beschichtete
ist. Wobei der Schnitt entlang der Achse A verläuft.
[0026] Fig. 1 zeigt ein aus dem Stand der Technik bekanntens Kontaktelement 1 in perspektivischer
Darstellung. Es weist einem Kontaktbereich 2 und einem Anschlussbereich 3 auf. Der
Anschlussbereich 3 unterteilt sich in einen Crimpabschnitt 10 und einen Haltebereich
11. Der Crimpabschnitt 10 weist zwei Crimpflügel 20 auf mit denen ein elektrischer
Leiter (hier nicht dargestellt), durch Verpressen der Crimpflügel 20 um den Leiter,
elektrisch kontaktiert werden kann. Der Haltebereich 11 weist zwei Halteflügel 22
auf die zur Verbesserung der Abzugskraft auf die Isolationsschicht des Leiters gepresst
werden können. Das Kontaktelement 1 weist eine Zinnschicht 7 auf, die Oberfläche des
Kontaktelements bedeckt. An der Stanzkannte 6 fehlt diese Zinnschicht 7.
[0027] Fig. 2 zeigt ein im Stand der Technik bekanntes Kontaktelement 1 in perspektivischer
Darstellung. Das Kontaktelement wurde in diese Darstellung mit einem Leiter 40 verbunden.
Die Crimpflügel 20 umschließen den elektrischen Leiter 40. Die Halteflügel 22 umschließen
die Isolation 42 des elektrischen Leiters 40.
[0028] Fig. 3 zeigt eine Schnittdarstellung des Crimpabschnitts 10 des in Fig.2 dargestellten
Kontaktelement 1. Der Schnitt verläuft vertikal entlang Achse A. In dieser Darstellung
ist ein elektrischer Leiter 40 mit dem Kontaktelement 1 verbunden. Das Kontaktelement
1 weist an seiner Oberfläche eine Zinnschicht 7 auf die an der Stanzkannte 6 fehlt.
Dieses rührt daher, dass bei der Herstellung des Kontaktelements 1 ein verzinntes
Kupferblech verwendet wird, aus dem die Form herausgestanzt wird. Der Leiter 40 ist
nach dem Verpressen von dem Crimpflügel 20 umschlossen. Die Zinnschicht 7 befindet
sich zwischen der Innenseite der Crimpflügel 20 und der Oberfläche 41 des Leiters
40. Die Stanzkannte 6 befindet sich angrenzend zur Oberfläche 41 des Leiters 40.
[0029] Fig. 4 zeigt ein Detail der Schnitt Darstellung Figur 3. Der dargestellt Bereich
entspricht in etwa dem mit B gekennzeichneten Kreis, allerdings ohne Darstellung des
Leiters 40. Die Innenseite 5 des Crimpflügels 20 weist eine Zinnschicht 7 auf. An
der Stanzkannte 6 fehlt diese Schicht.
[0030] Fig. 5 zeigt eine Ansicht entsprechend Figur 4 allerdings nachdem eine Zinnschicht
130 auf das Kontaktelement 1 aufgebracht wurde. An der Innenseite ist liegt nun auf
der Zinnschicht 7 eine weitere Zinnschicht 130. Die Stanzkannte 6 wird nur von Zinnschicht
130 bedeckt.
[0031] Fig. 6 zeigt eine Ansicht entsprechend Figur 5 wobei auf das Kontaktelement eine
Schicht aus Zink aufgebracht wurde. Die Zinnschichten 7,130 sind von der Zinkschicht
131 bedeckt.
[0032] Fig. 7 zeigt eine Ansicht entsprechend Figur 6. Diese Ansicht Zeit das Kontaktelement
1 nachdem es einer Wärmebehandlung unterzogen wurde. Die Zinnschichten 7,130 sowie
die Zinkschicht 131 haben sich durch die Wärmebehandlung durchmischt. Es hat sich
eine Schicht gebildet, die regional unterschiedliche Zinn-Zink-Mischungsverhältnisse
aufweist. Die Beschichtung an der Stanzkante 6 enthält einen hohen Zinkanteil. Diese
Zink-Zinn-legierung 141 ist besonders Korrosionsbeständig. Der Bereich außerhalb der
Stanzkante 6 enthält einen hohen Zinnanteil. Diese Zinn-Zink-legierung 140 ist besonders
Leitfähig.
[0033] Fig. 8 zeigt eine Schnittdarstellung des Kontaktelements nach Figur 1 nachdem es
mit dem erfinderischen Beschichtungsverfahren beschichtet wurde. Die Ansicht entspricht
der Ansicht in Fig. 3 und zeigt ebenfalls den Crimpabschnitt 10 des Kontaktelements
1. Die Crimpflügel 20 weisen an ihrer Innenseite 5 eine Beschichtung mit der Zinn-Zink-Legierung
140 auf. Die Zinn-Zink-Legierung 140 bedeckt den gesamten Crimpabschnitt 10 mit Ausnahme
der Stanzkannte 6. Die Stanzkannte wird von der Zink-Zinn-Legierung 141 bedeckt. Der
Leiter 40 ist nach dem Verpressen vom Crimpflügel 20 umschlossen. Die Schicht aus
der Zinn-Zink-Legierung befindet sich zwischen der Innenseite 5 des Crimpabschnitss
10 und der Oberfläche 41 des Leiters 40. Zwischen der Stanzkannte 6 und der Oberfläche
41 des Leiters 40 befinden sich ebenfalls eine Schicht der Zink-Zinn-Legierung 141.
1. Elektrisches Kontaktelement (1) mit einem Kontaktierungsbereich (2) zum Kontaktieren
eines komplementären Kontaktelements und einem Anschlussbereich (3).zur Verbindung
mit einem elektrischen Leiter (40), wobei der Anschlussbereich (3) zwei Bereiche (5,
6) umfasst,
der ersten Bereich (5) weist eine metallische Beschichtung (140) auf, die zur Kontaktierung
mit einem elektrischen Leiter (40) geeignete ist, und einen zweiten Bereich (6) der
an den ersten Bereich (5) angrenzt,
dadurch gekennzeichnet dass, der zweite Bereich (6) mit einer metallischen Beschichtung (141) versehen ist, die
sich von der Beschichtung des ersten Bereichs (5) unterscheidet.
2. Elektrisches Kontaktelement (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Bereich (6) an die Oberfläche (41) des elektrischen Leiters (40) angrenzt,
wenn das Kontaktelement mit einem elektrischen Leiter verbunden ist.
3. Elektrisches Kontaktelement (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung (140, 141) aus einer, auf Zinn und Zink basierenden, Legierung besteht.
4. Elektrisches Kontaktelement (1) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung (140) im ersten Bereich (5) einen höheren Zinngehalt hat als die
Beschichtung im zweiten Bereich (6).
5. Elektrisches Kontaktelement (1) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung (141) im zweiten Bereich (6) einen höheren Zinkgehalt hat als die
Beschichtung im ersten Bereich (5).
6. Elektrisches Kontaktelement (1) nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung (140) im ersten Bereich (5) einen Zinngehalt im Bereich von 65%
-100% und einen Zinkgehalt im Bereich von 0% -35% umfasst.
7. Elektrisches Kontaktelement (1) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung (141) im zweiten Bereich (6) einen Zinngehalt im Bereich von 50%-95%
und einen Zinkgehalt im Bereich von 5%-50% umfasst.
8. Elektrisches Kontaktelement (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schichtstärke der Beschichtung (140) im ersten Bereich (5) im Bereich von 1-10
µm liegt und die Schichtstärke der Beschichtung (141) im zweiten Bereich (6) im Bereich
von 0,1-5µm liegt.
9. Elektrisches Kontaktelement (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das Kontaktelement (1) aus Kupfer oder einer auf Kupfer basierenden Legierung besteht.
10. Elektrisches Kontaktelement (1) nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlussbereich (3) einen Crimpabschnitt (10) mit Crimpflügeln (20) und einen
Haltebereich (11) mit Halteflügeln (22) umfasst.
11. Elektrisches Kontaktelement (1) nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass der Crimpabschnitt (10) zwischen zwei Haltebereichen (11) entlang einer Achse angeordnet
ist, um Leiter (40) von entgegengesetzten Seiten kommend, gemeinsam im Crimpabschnitt
zu befestigen und im Haltebereichen zu halten.
12. Verfahren zur Herstellung eines elektrisches Kontaktelements (1) nach einem der Ansprüche
1 bis 11,
gekennzeichnet durch folgende Schritte:
bereitstellen des Anschlussbereichs (3) des Kontaktelements (1),
Entfetten des Anschlussbereichs (3),
Spülen des Anschlussbereichs (3),
Elektrolytisches Entfetten des Anschlussbereichs (3),
Spülen des Anschlussbereichs (3),
Dekapieren des Anschlussbereichs (3),
Spülen des Anschlussbereichs (3),
Beschichten des Anschlussbereichs (3) mit Zinn,
Spülen des Anschlussbereichs (3),
Dekapieren des Anschlussbereichs (3),
Spülen des Anschlussbereichs (3),
Beschichten des Anschlussbereichs (3) mit Zink,
Spülen des Anschlussbereichs (3),
Trocknen des Anschlussbereichs (3).
Tempern des Anschlussbereichs (3).
13. Verfahren nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlussbereich (3) verzinnte und nicht verzinnte Bereiche (5,6) aufweist.
14. Verfahren nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass das im Verfahrensschritt h) Mattzin oder Glanzzinn zur Beschichtung verwendet wird.
15. Verbindungsleitung umfassend ein elektrisches Kontaktelement (1) nach Anspruch 1 und
mindestens einem elektrischen Leiter (40).