(19)
(11) EP 2 723 459 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
16.11.2016  Patentblatt  2016/46

(21) Anmeldenummer: 12742778.9

(22) Anmeldetag:  25.06.2012
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A63B 49/08(2015.01)
A63B 69/38(2006.01)
A63B 60/10(2015.01)
A63B 59/00(2015.01)
A63B 60/12(2015.01)
A63B 60/08(2015.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/AT2012/050084
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2012/174581 (27.12.2012 Gazette  2012/52)

(54)

VORRICHTUNG FÜR EINEN GRIFF EINES TENNISSCHLÄGERS

DEVICE FOR A GRIP OF A TENNIS RACQUET

DISPOSITIF POUR MANCHE DE RAQUETTE DE TENNIS


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 24.06.2011 AT 9202011

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
30.04.2014  Patentblatt  2014/18

(73) Patentinhaber: Lazarov, Marian
4040 Linz (AT)

(72) Erfinder:
  • Lazarov, Marian
    4040 Linz (AT)

(74) Vertreter: Jell, Friedrich 
Bismarckstrasse 9
4020 Linz
4020 Linz (AT)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 1 602 396
NL-C1- 1 020 656
US-A- 4 072 311
US-A- 4 961 572
US-A1- 2008 032 831
WO-A1-02/056976
US-A- 3 817 521
US-A- 4 402 508
US-A- 5 867 868
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung für einen Griff eines Tennisschlägers, mit einer mit dem Griff wenigstens kraftschlüssig verbindbaren Griffschale, die auf deren Oberseite einen Konturenverlauf zur zumindest teilweisen Aufnahme der Griffhand aufweist, wobei die Vorrichtung öffenbares Befestigungsmittel aufweist, das mit der Griffschale zum Befestigen dieser am Griff verbunden ist.

    [0002] Um das Halten eines Ballsportschlägers zu verbessern, ist es aus dem Stand der Technik (DE1781753U) bekannt, eine Vorrichtung mit dem Schlägergriff zu verbinden, dessen Grifffläche eine an die Griffhand angepasste Form aufweist. Dies wird beispielsweise dadurch erreicht, dass Querfurchen für die Finger, eine Wölbung für den Handballen und eine dem Daumen entsprechende Schrägfurche vorgesehen sind. Zwar ist es dadurch möglich, die Haltung eines Schlägers zu verbessern bzw. zu erleichtern, weil durch die Kontur der Grifffläche selbst bei geringer Kraftanwendung ein Verdrehen des Schlägers im Vergleich zu den üblicherweise verwendeten Schlägergriffen mit rundem oder achteckigem Querschnitt verringert werden kann, nachteilig ist jedoch, dass diese Vorrichtung keine eventuellen Positionsänderungen der Griffhand auf dem Schlägergriff berücksichtigen kann. Durch die fest am Schläger vorgesehene Grifffläche ist eine Position festgelegt. Ein Umgreifen auf eine andere Griffposition, wie etwa von Vorhandgriff auf Rückhand- oder Einheitsgriff, wird somit erheblich erschwert, wodurch derartige Vorrichtungen vergleichsweise unhandlich und unflexibel verwendbar sind. Zudem ist es auch nachteilig erforderlich, zur Montage der Vorrichtung den Schläger mechanisch vorzubereiten, was im Zuge dessen die universale Verwendbarkeit des Schlägers einschränkt. Derartige Vorrichtungen sind daher vergleichsweise unflexibel und umständlich benutzbar, was eine deutliche Einschränkung in der Bedienbarkeit darstellen kann.

    [0003] Des Weiteren zeigt die US3868110A bzw. US5931749A Vorrichtungen mit einem Konturenverlauf zur Aufnahme einer Griffhand. Diverse Schalenteile der Vorrichtung werden über einen Griff des Tennisschlägers positioniert und dann zusammengeschraubt bzw. in eine Nut am Griff eingeschoben und mit einer Klemmschraube am Griff festgeklemmt. Derartige Vorrichtungen sind vergleichsweise umständlich mit einem Griff des Tennisschlägers zu verbinden bzw. zu lösen und erfordern selbst eine nachteilige Bearbeitung des Schlägergriffs.

    [0004] Außerdem sind aus der US4961572A und der EP1602396A Führungen bekannt, die am Griff eines Tennisschlägers montiert entweder einen stirnseitigen Anschlag für die Griffhand oder eine einen Finger der Griffhand überdeckende Aufnahme ausbilden.

    [0005] Die Erfindung hat sich daher die Aufgabe gestellt, eine Vorrichtung für einen Griff eines Tennisschlägers der eingangs geschilderten Art derart konstruktiv zu verbessern, dass dieser einerseits ein Verbinden und/oder Lösen der Vorrichtung am bzw. vom Schlägergriff nicht beschädigt wird, diese Griffschale auf dem Schlägergriff aber trotzdem sicher hält und in seiner Lage flexibel an unterschiedliche Griffgeometrien anpassbar wird.

    [0006] Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass die Griffschale wenigstens teilweise elastische Griffschalenenden und das Befestigungsmittel ein Band mit einem Klettverschluss aufweisen, wobei das Band mit den Griffschalenenden verbunden ist.

    [0007] Weisen die Griffschale wenigstens teilweise elastische Griffschalenenden und das Befestigungsmittel ein Band mit einem Klettverschluss auf, wobei das Band mit den Griffschalenenden verbunden ist, kann dies den Vorteil bieten, dass die Griffschale der Geometrie des Schlägergriffs verbessert folgen kann. Damit kann eine verbesserte kraftschlüssige Verbindung bzw. eine besonders standfeste Positionierung der Griffschale am Schlägergriff gewährleistet werden, was Voraussetzung für eine direkte Kraftübertragung von der Griffhand auf den Schläger ist, ohne die Eigenschaften des Ballsportschlägers - beispielsweise hinsichtlich Ballkontrolle oder Dämpfung - zu beeinträchtigen. Ebenso ist vorstellbar, Eigenschaften des Ballsportschlägers - wie beispielsweise Vibrationsdämpfung - mithilfe der erfindungsgemäßen Vorrichtung (z. B. durch zusätzliche Beschichtung der Vorrichtung mit elastischen Kunststoffen) zusätzlich zu verbessern. Zudem ermöglicht die erfindungsgemäße Vorrichtung eine Verbindung mit einem Schlägergriff, ohne den vorgegebenen, insbesondere ergonomischen Konturenverlauf der Griffschale zu beeinträchtigen. Durch das erfindungsgemäße, öffenbare Befestigungsmittel wird also ein Verbinden und Lösen einer Griffschale mit/von einem Schlägergriff ermöglichen - und zwar auf jener Stelle des Schlägergriffs. Dies kann insbesondere auch deshalb eine bedeutende Rolle spielen, da es erforderlich sein kann, die durch die Positionierung der Vorrichtung auf dem Schlägergriff vorgegebene Haltung des Schlägers zu verändern - z. B. wenn zu Trainingszwecken die Haltung des Schlägers von Vorhand- auf Einheitsgriff verändert werden soll. Zudem bietet die Vorrichtung den Vorteil, dass diese vom Schlägergriff gelöst und mit dem Schlägergriff wieder verbunden werden kann, indem die Verbindung dazu lediglich gelockert wird, es also nicht unbedingt erforderlich ist, die Vorrichtung vom Schlägergriff zu trennen, was die Handhabung der Vorrichtung wiederum verbessert. Die Position der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann somit ohne großen Zeit- und Kraftaufwand auf dem Schlägergriff verändert werden. Es kann daher gegenüber dem Stand der Technik nicht nur ermöglich werden, dass die Griffschale auf dem Schlägergriff sicher hält, sondern dass dies in seiner Lage flexibel an unterschiedliche Griffgeometrien anpassbar ist, ohne damit den Schläger beschädigen zu müssen. Mithilfe einer derartigen Befestigung kann die Stärke der kraftschlüssigen Verbindung der Griffschale zudem variiert und die Form der erfindungsgemäßen Vorrichtung den Erfordernissen entsprechend der Ausgestaltung des Schlägergriffs angepasst werden. So ist es beispielsweise möglich, die Vorrichtung mit, in ihren Querschnittsdurchmessern unterschiedlich großen Schlägergriffen zu verbinden, indem die Zugwirkung des Befestigungsmittels auf die Enden der Griffschale verändert wird. Zudem kann die kraftschlüssige Verbindung der Griffschale mit dem Schlägergriff eine schnell und einfach hergestellt bzw. gelöst werden, was erheblich Handhabungsvorteile bringen kann.

    [0008] Besonders bewähren kann sich ein, ein Band mit Klettverschluss aufweisendes Befestigungsmittel. Mithilfe eines derartigen Befestigungsmittels kann die Stärke der kraftschlüssigen Verbindung der Griffaschale variiert und die Form der erfindungsgemäßen Vorrichtung den Erfordernissen entsprechend der Ausgestaltung des Schlägergriffs angepasst werden. So ist es beispielsweise möglich, die Vorrichtung mit, in ihren Querschnittsdurchmessern unterschiedlich großen Schlägergriffen zu verbinden, indem die Zugwirkung des Befestigungsmittels auf die Enden der Griffschale verändert wird. Zudem ermöglicht ein, ein Band mit Klettverschluss aufweisendes Befestigungsmittel, die kraftschlüssige Verbindung der Griffschale mit dem Schlägergriff schnell und einfach herzustellen bzw. zu lösen, was erheblich Handhabungsvorteile bringen kann.

    [0009] Verbindet das Befestigungsmittel die Griffschale mit dem Griff kraftschlüssig, kann der Bedienungsaufwand weiter vereinfacht werden. Beispielsweise kann damit eine schnelle und äußerst variable Positionierung der Griffschale am Griff des Schlägers möglich sein, ohne auf Griffgeometrien - beispielsweise Durchmesser und/oder Querschnittsprofile - zu achten. Außerdem kann mithilfe der erfindungsgemäßen Befestigungskonstruktion gegenüber dem Stand der Technik auf Maßnahmen zur Formänderung des Schlägergriffs verzichtet und trotzdem ein sicherer Halt der Vorrichtung am Griff garantiert werden. Weiter kann eine Beeinträchtigung der universalen Verwendbarkeit eines Schlägers bzw. eine Beschädigung oder Bearbeitung eines Schlägers zum Zwecke der Befestigung der Vorrichtung auf dem Schlägergriff, die sich wiederum negativ auf die Eigenschaften des Schlägers, beispielsweise auf die Vibrationsdämpfung, auswirken können, vermieden werden. Auch bleibt die herkömmliche Verwendbarkeit des Schlägers nach dem Lösen der Vorrichtung vom Schlägergriff erhalten, wodurch die Vorrichtung universal einsetzbar werden kann. Im Allgemeinen wird erwähnt, dass durch das Band mit einem Klettverschluss ein längenverstellbares Band ausgebildet werden kann, um damit die beiden Schalenenden zusammenziehen zu können. Jegliche andere Längenverstellung des Bands, beispielsweise mit Hilfe einer Schnalle, Östen, etc., sind vorstellbar.

    [0010] Weist die Griffschale einen elastischen Kunststoff auf, dann kann die Griffschale derart variabel geformt werden, dass sie höchstens teilweise den Schlägergriff umfasst und sich im Zuge des kraftschlüssigen Verbindens mit dem Schläger an die Dicke bzw. Durchmesser und/oder die Form bzw. Querschnittsprofil des Schlägergriffs anschmiegt bzw. anpasst. Dies bietet den Vorteil einer universalen Verwendbarkeit der erfindungsgemäßen Vorrichtung, da selbst standfeste Verbindungen bei verschiedensten Griffstärken bzw. Griffformen (Erwachsenenschläger, Kinderschläger etc.) ermöglicht werden können. Eine vorteilhaft aus elastischem Kunststoff bestehende Griffschale kann außerdem auf einem Schlägergriff schnell und einfach positioniert werden, selbst dann, wenn der Schlägergriff im Bereich des Griffendes eine Verdickungen bzw. Knauf aufweist. Die Griffschale kann nämlich in ihrem Durchmesser je nach Bedarf angepasst werden, um diese damit über den Knauf beispielsweise zu schieben.

    [0011] Bildet die Griffschale ausschließlich einen Konturenverlauf zur wenigstens teilweisen Aufnahme für Daumen und/oder Zeigefinger der Griffhand aus, dann kann die Haltung des Schlägergriffs in der Griffhand verbessert sowie erleichtert werden. Somit kann ein Abrutschen der Griffhand vom Schlägergriff oder auch ein Verdrehen des Schlägergriffs in der Griffhand im Vergleich zu den üblicherweise vorliegenden Schlägergriffen mit rundem oder achteckigem Querschnitt reduziert werden, selbst wenn der Schlägergriff mit geringer Kraftaufwendung gehalten wird. Für Personen, die in der Handhabung eines Ballsportschlägers ungeübt sind, spielt dieser Vorteil eine besondere Rolle, denn diese halten den Schlägergriff üblicherweise sehr fest und verkrampft. Aufgrund dieser ungewohnten Belastung können sich leicht körperliche Beschwerden im Bereich der Griffhand bzw. des Arms entwickeln. Aber auch für Personen, deren Griffhand nicht kräftig genug ausgebildet ist (dies betrifft insbesondere auch Kinder und Jugendliche), kann mithilfe der erfindungsgemäßen Vorrichtung die Handhabung eines Ballsportschlägers erleichtert bzw. die Haltung des Schlägers verbessert und stabilisiert werden. Zudem kann durch die Positionierung der erfindungsgemäßen Vorrichtung auf dem Schlägergriff ermöglicht werden, eine bestimmte Haltung des Schlägergriffs vorzugeben. Eine falsche Schlägerhaltung durch eine unpräzise Positionierung der Griffhand auf dem Schlägergriff kann somit ebenso vermieden werden, wie die Gefahr, dass sich die Position der Griffhand auf dem Schlägergriff - beispielsweise durch Verrutschen - verändert.

    [0012] Weist der Konturenverlauf der Griffschale einen Anschlag für die über Zeigefinger und Daumen verlaufende Kante der Griffhand und/oder einen Anschlag für die zueinander gerichteten Kanten von Zeige- und Mittelfinger auf, dann kann die Vorrichtung ermöglichen, die Lage des Ringfingers und kleinen Fingers der Griffhand auf dem Schlägergriff frei zu wählen. Die Position der Griffhand auf dem Schlägergriff kann somit auf diese Weise vorgegeben werden, ohne die individuelle Art der Schlägergriffhaltung durch die Vorgabe einer Positionierung aller Finger der Griffhand einzuschränken.

    [0013] Weist die Innenseite der Griffschale eine Beschichtung aus Gummi auf, dann kann das Anliegen der Griffschale an den Schlägergriff und somit die kraftschlüssige Verbindung der Griffschale mit dem Schlägergriff zusätzlich verbessert wird. Zudem kann eine Gummibeschichtung durch erhöhte Reibungswiderstände zwischen Schlägergriff und der erfindungsgemäßen Vorrichtung ein mögliches Verrutschen der Griffschale auf dem Schlägergriff weiter verringern. Zudem kann eine Beschichtung der Innenseite der Griffschale mit Gummi ermöglichen, Eigenschaften des Schlägers - z. B. hinsichtlich seiner Vibrationsdämpfung - zu verbessern.

    [0014] Umfasst die Griffschale einen inneren, mit dem Schlägergriff verbindbaren Teil und einen äußeren, den Konturenverlauf aufweisenden Teil, wobei der innere Teil und der äußere Teil über wenigstens eine Schienenführung gegeneinander verstellbar verbunden sind, dann kann über Linearverschiebung eine schnelle Einstellung der Griffschale auf unterschiedliche Positionen ermöglicht werden. Außerdem bietet sich an, am inneren Teil eine Skala vorzusehen, um damit positionsgenau verschiedene Einstellungen treffen zu können.

    [0015] Weist die Vorrichtung voneinander beabstandete Griffschalenenden auf, kann die Verbindung der Vorrichtung mit einem Schlägergriff verbessert und erleichtert werden. Auf diese Weise kann unter anderem ermöglicht werden, dass die Vorrichtung mit in ihrer Form und Größe möglichst variabel eingesetzt werden kann. Insbesondere bei Schlägergriffen mit geringem Durchmesser können sich voneinander beabstandete Griffschalenenden als wesentlicher Vorteil erweisen, da deren Überlappung aufgrund der daraus resultierenden unerwünschten Ausformung der Vorrichtung am Schlägergriff deren Haltung beeinträchtigen kann. Ebenso kann die erwähnte Zugwirkung des Befestigungsmittels auf die Enden der Griffschale besonders vorteilhaft ausgeübt und variiert werden. So ist es also unter anderem möglich, die Vorrichtung mit, in ihren Querschnittsdurchmessern unterschiedlich großen Schlägergriffen zu verbinden sowie eine Verbindung schnell und einfach herzustellen bzw. zu lösen. Außerdem kann die Schale normal zur Längserstreckung des Schlägergriffs aufgesetzt werden. Ein Aufschieben der Schale kann sich so erübrigen, was durch einen Knauf am Griffende meist erschwert werden kann.

    [0016] Nimmt die Griffschale in ihrer Längserstreckung die Griffhand höchstens teilweise auf, werden die erwähnten Vorteile hinsichtlich der freien Wählbarkeit der Lage der Finger auf einem Schlägergriff weiter verbessert. Ebenso kann eine variable Verwendbarkeit der Vorrichtung - weitgehend unabhängig von Form und/oder Größe eines Schlägergriffs - bedingt werden. Hinzu kommt, dass damit trotz Verwendung einer Schale das Schlägergefühl beim Spielen des Schlägers erhalten bleiben kann.

    [0017] In den Zeichnungen ist beispielsweise der Erfindungsgegenstand anhand eines Ausführungsbeispiels näher dargestellt. Es zeigen
    Fig. 1
    eine Draufsicht auf die Vorrichtung für einen Tennisschlägergriff,
    Fig. 2
    eine Draufsicht der Vorrichtung nach Fig. 1 aus einem anderen Blickwinkel,
    Fig. 3
    eine Schnittansicht der auf einem Schlägergriff befestigten Vorrichtung und
    Fig. 4 und 5
    eine schematische Darstellung der Haltung einer mit einem Schlägergriff verbundenen Vorrichtung aus unterschiedlichen Perspektiven.


    [0018] Fig. 1 zeigt von der beispielsweise dargestellten Vorrichtung 1 ausschließlich die Griffschale 2. Nach den Figuren 2 und 3 ist zusätzlich ein Griff 3 eines nicht vollständig dargestellten Tennisschlägers, auf dem die Griffschale 2 aufgesetzt ist, dargestellt. Die Griffschale 2 ist mit dem Griff 3 kraftschlüssig verbindbar und weist, wie in den Figuren 1 und 2 zu sehen, einen zumindest teilweisen Konturenverlauf 4 auf, der an eine nicht näher dargestellte Griffhand angepasst ist bzw. die Griffhand 16 zumindest teilweise aufnehmen kann. Die Griffschale 2 nimmt in ihrer Längserstreckung die Griffhand 16 teilweise auf, wodurch unter anderem Bewegbarkeit und Positionierung der nicht aufgenommenen Finger erhalten bleiben. Um nun eine flexibel verwendbare und standfest am Griff 3 haltende Vorrichtung 1 zu schaffen bzw. diese auch äußerst flexibel an unterschiedliche Positionen am Schlägergriff 3 anbringen zu können, ist die Vorrichtung 1 mit öffenbarem Befestigungsmittel 5 versehen, wie in Fig. 3 erkannt werden kann. Die Vorrichtung 1 umfasst mit Hilfe des Befestigungsmittels 5 und der Griffschale 2 den Griff 3, wodurch ein besonders rutschfester Halt der Vorrichtung 1 am Griff 3 ermöglicht werden kann.

    [0019] Das Anliegen bzw. der Halt der Griffschale 2 am Griff 3 kann zusätzlich verbessert werden, wenn die Griffschale 2 aus einem elastischen Material, insbesondere Kunststoff, bestehen. Das an den Griffschalenenden 2' befestigte Befestigungsmittel 5 kann diese Griffschalenenden 2' nämlich an den Griff 3 heranziehen und die Griffschale 2 so verbessert an den Schlägergriff 3 anpassen, wodurch die kraftschlüssige Verbindung zwischen Griffschale 2 und Schlägergriff 3 und damit die Standfestigkeit erhöht werden können.

    [0020] Die Griffschale 2 bildet zur verbesserten universalen Verwendbarkeit ausschließlich einen Konturenverlauf 4 zur wenigstens teilweisen Aufnahme für nicht dargestellte Daumen und Zeigefinger der Griffhand 16 aus. So findet sich im Konturenverlauf ein Aufnahmeanteil für den Daumen 10 und für Zeigefinger 6.

    [0021] Außerdem bildet der Konturenverlauf 4 der Griffschale 2 einen Anschlag 8 für die zueinander gerichteten Kanten 8' von Zeige- und Mittelfinger aus, um ein Abrutschen der Hand um und entlang der Schlägergriffachse 9 zu vermeiden. Ebenso ist ein Anschlag 11 für die über Zeigefinger und Daumen verlaufende Kante 11' der Griffhand 16 für vorgesehen, um ein Abrutschen der Hand 16 entlang und um die Längsachse 9 des Schlägergriffs 3 zu vermeiden, was der Fig. 2 besser entnommen werden kann.

    [0022] Das Befestigungsmittel 5 ist als Band 14 mit Klettverschluss 12 vorgesehen, so dass das Befestigungsmittel 5 in der Weite auf einfache Weise einstellbar sowie auch öffenbar ist. Der Klettverschluss 12 ist einer Schlaufe 13 des Bands 14 nachgeordnet, die sich um eine Befestigungsachse 15 der Griffschale 2 ausbildet.

    [0023] Die Griffschalenenden 2' sind voneinander beabstandet, wodurch ein erfindungsgemäßes Verbinden der Vorrichtung 1 auch mit Schlägergriffen möglich ist, die einen vergleichsweise geringen Durchmesser aufweisen - ein Überlappen der Griffschalenenden 2' könnte ebenso die Handhabbarkeit der Vorrichtung beeinträchtigen.

    [0024] In Fig. 3 ist eine Gummibeschichtung 7 der Innenseite der Griffschale 2 der erfindungsgemäßen Vorrichtung dargestellt, die durch Anziehen der Griffschale 2 an den Schlägergriff mithilfe der Befestigungsmittel zusammengedrückt wird und so ein verbessertes Anliegen der Griffschale 2 am Schlägergriff 3 ermöglicht. Dieses formschlüssige Umfassen des Schlägergriffs ermöglicht eine besonders feste und stabile Verbindung von Griffschale 2 und Schlägergriff 3.

    [0025] Die Figuren 4 und 5 zeigen schematisch die Haltung der mit einem Schlägergriff verbundenen Vorrichtung in einer Griffhand 16. Zu erkennen sind insbesondere der Anschlag 8 für die zueinander gerichteten Kanten von Zeige- und Mittelfinger, sowie der Anschlag 11 für die über Zeigefinger und Daumen verlaufende Kante der Griffhand 16.


    Ansprüche

    1. Vorrichtung für einen Griff (3) eines Tennisschlägers, mit einer mit dem Griff (3) wenigstens kraftschlüssig verbindbaren Griffschale (2), die auf deren Oberseite einen Konturenverlauf (4) zur zumindest teilweisen Aufnahme der Griffhand (16) aufweist, wobei die Vorrichtung ein öffenbares Befestigungsmittel (5) aufweist, das mit der Griffschale (2) zum Befestigen dieser am Griff (3) verbunden ist, wobei die Griffschale (2) wenigstens teilweise elastische, voneinander beabstandete Griffschalenenden (2') und das Befestigungsmittel (5) ein Band (14) mit einem Klettverschluss (12) aufweisen, und wobei das Band (14) mit den Griffschalenenden (2') verbunden und ausgebildet ist, von den Griffschalenenden (2') ausgehend zusammen mit der Griffschale (2) den Griff (3) zu umfassen, ohne den Konturenverlauf (4) der Griffschale (2) zu beeinträchtigen.
     
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Griffschale (2) einen elastischen Kunststoff aufweist, insbesondere daraus besteht.
     
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Griffschale (2) ausschließlich einen Konturenverlauf (4) zur wenigstens teilweisen Aufnahme für Daumen (10) und/oder Zeigefinger (6) der Griffhand (16) ausbildet.
     
    4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Konturenverlauf (4) der Griffschale (2) einen Anschlag (11) für die über Zeigefinger und Daumen verlaufende Kante der Griffhand (16) und/oder einen Anschlag für die zueinander gerichteten Kanten von Zeige- und Mittelfinger (8) aufweist.
     
    5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenseite der Griffschale (2) eine Beschichtung aus Gummi (7) aufweist.
     
    6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Griffschale (2) einen inneren, mit dem Griff (3) verbindbaren Teil und einen äußeren, den Konturenverlauf (4) aufweisenden Teil umfasst, wobei der innere Teil und der äußere Teil über wenigstens eine Schienenführung gegeneinander verstellbar verbunden sind.
     
    7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Griffschale (2) in ihrer Längserstreckung die Griffhand (16) höchstens teilweise aufnimmt.
     


    Claims

    1. Device for a handle (3) of a tennis racket, with a handle shell (2) that can be attached to the handle (3) at least by force action and that has a contoured shape (4) on its upper surface for at least partial accommodation of the hand (16) holding the handle, wherein the device is provided with an openable fastening mean (5), which is attached to the handle shell (2) for fastening it on the handle (3), wherein the handle shell (2) has at least partly elastic handle-shell ends (2') spaced apart from each other and the fastening mean (5) has a tape (14) with a hook-and-loop fastener (12)
    and wherein the tape (14) is attached to the handle-shell ends (2') and the tape (14) is provided running out from the handle-shell ends (2') to encompass the handle (3) together with the handle shell (2) without impairing the contoured shape (4) of the handle shell (2).
     
    2. Device according claims 1, characterized in that the handle shell (2) is provided with an elastic plastic, and in particular consists of same.
     
    3. Device according to claim 1 or 2, characterized in that the handle shell (2) is provided exclusively with a contoured shape (4) for at least partial accommodation of thumb (10) and/or index finger (6) of the hand (16) holding the handle.
     
    4. Device according to claim 1, 2 or 3, characterized in that the contoured shape (4) of the handle shell (2) has a stop (11) for the side of the hand (16) holding the handle extending beyond the index finger and thumb and/or a stop (8) for the mutually facing sides of index and middle finger.
     
    5. Device according to one of claims 1 to 4, characterized in that the inside of the handle shell (2) is provided with a coating of rubber (7).
     
    6. Device according to one of claims 1 to 5, characterized in that the handle shell (2) comprises an inner part that can be attached to the racket handle (3) and an outer part provided with the contoured shape (4), wherein the inner part and the outer part are attached adjustably relative to one another via at least one rail guide.
     
    7. Device according to one of claims 1 to 6, characterized in that the handle shell (2), in its longitudinal extent, accommodates the hand (16) holding the handle at most partly.
     


    Revendications

    1. Dispositif pour un manche (3) d'une raquette de tennis, avec une coque de manche (2) pouvant être assemblée au moins par friction au manche (3), qui présente sur sa face supérieure un contour profilé (4) pour recevoir au moins partiellement la main de préhension (16), le dispositif présentant un moyen de fixation (5) pouvant être ouvert qui est assemblé à la coque de manche (2) pour fixer celle-ci au manche (3) et la coque de manche (2) présentant des extrémités de coque de manche (2') au moins partiellement élastiques écartées l'une de l'autre et le moyen de fixation (5) présentant une bande (14) avec une fermeture à velours et crochets (12), et la bande (14) étant assemblée aux extrémités de coque de manche (2') et conçue pour entourer le manche (3) à partir des extrémités de coque de manche (2') avec la coque de manche (2), sans déformer le contour profilé (4) de la coque de manche (2).
     
    2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la coque de manche (2) contient une matière plastique élastique, et en particulier est composée de celle-ci.
     
    3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la coque de manche (2) forme exclusivement un contour profilé (4) pour recevoir au moins partiellement le pouce (10) et/ou l'index (6) de la main de préhension (16).
     
    4. Dispositif selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisé en ce que le contour profilé (4) de la coque de manche (2) présente une butée (11) pour le bord de la main de préhension (16) passant par le pouce et l'index et/ou une butée pour les bords tournés l'un vers l'autre de l'index et du majeur (8).
     
    5. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la face intérieure de la coque de manche (2) présente un revêtement en caoutchouc (7).
     
    6. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la coque de manche (2) présente une partie intérieure pouvant être assemblée au manche (3) et une partie extérieure présentant le contour profilé (4), la partie intérieure et la partie extérieure étant assemblées avec possibilité d'ajustement l'une par rapport à l'autre au moyen d'au moins un rail de guidage.
     
    7. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la coque de manche (2) reçoit au maximum partiellement la main de préhension (16) sur sa longueur.
     




    Zeichnung




















    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente