Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Schneidemaschine für Wurst oder dergleichen, mit einem
Kreismesser, einem gegen das Kreismesser verfahrbaren Schnittgutwagen und einer die
Schnittstärke bestimmenden, parallel verschiebbaren Anschlagplatte, sowie mit einer
über eine Sensorreinrichtung ansteuerbaren Ablegeeinrichtung, beispielsweise mit Kettenrahmen
und Schläger, und mit einem Ablegetablett, insbesondere mit Folienzuführung und Schweißeinrichtung
zur Bereitstellung von verpacktem Aufschnitt, wobei Signale der Sensoreinrichtung
einer Steuerung zur Bestimmung der Höhe und der Länge der Querschnittsfläche des Schnittgutes
zuführbar sind.
Stand der Technik
[0002] Maschinen dieser Bauart können geschnittene Scheiben zum Beispiel von Wurst auf einem
Ablegetablett in Zeilen überlappend auflegen. Mehrere Zeilen überlappen einander,
sodass sich ein in zwei Achsenrichtungen überlappendes Muster bzw. Ablegebild ergibt.
Da das Schnittgut (Wurst) sortenbedingt unterschiedliche Durchmesser ("Kaliber") aufweist,
hat man die Abstände der Scheiben und der Zeilen zueinander im Ablegeprogramm der
Maschine dem Durchmesser entsprechend angepasst, um ein ansprechendes Ablegebild zu
erhalten. Das Programm wird über Sensoren geführt, die beim Schneidevorgang den Schnittgutdurchmesser
erfassen. Dies erfolgt etwa durch eine Lichtschranke kurz vor dem Kreismesser, die
durch das Schnittgut beim Vorschub des Schnittgutwagens unterbrochen wird. Ab diesem
Signal wird der Vorschubweg des Schnittgutwagens gemessen (Wegimpulszählung), der
den Schnittgutdurchmesser oder der Länge von Schnittgut (zum Beispiel Speck) entspricht.
Große Kaliber können enger gelegt werden. Der Ablegepunkt muss so eingestellt sein,
dass das Schnittgut seitlich nicht über die zum Ablegen vorgesehene Fläche (zum Beispiel
eine Verpackungsfolie) übersteht. Um diese Forderung in zwei Koordinatenrichtungen
zu erfüllen und damit insbesondere bei Schneidemaschinen mit integrierter oder nachfolgender
Verpackungseinrichtung durch Verschweißen zweier den Aufschnitt einhüllender Folien
ein perfektes Ablegen im Sollbereich bei jedem Schnittgut zu garantieren, sind weitere
Maßnahmen im Rahmen der Steuerung der Aufschnitt Schneidemaschine erforderlich.
[0003] Aus der
WO 2008/135219 A ist in diesem Sinn eine Aufschnittschneidemaschine bekannt, die in der Anschlagplatte
knapp vor dem Kreismesser eine Sensoreinrichtung in Form einer vertikalen Sensorleiste
aus einer Vielzahl von kapazitiven Sensoren umfasst. Beim Schneidvorgang werden von
unten nach oben je nach Größe des Schnittgutes mehr oder weniger dieser Sensoren abgedeckt.
Auf diese Weise kann die Querschnittshöhe des Schnittgutes bestimmt werden. Die Querschnittslänge
wird über den Verschiebungsweg des Schnittgutwagens ab dem Erkennen des Schnittgutes
nach Durchlaufen eines Leerweges bestimmt. Eine derartige Vermessung eines Schnittgutes
auf einer Aufschnittschneidemaschine ist auch der
DE 2936106 A zu entnehmen. Eine Einspanneinrichtung zur Lagefixierung des Schnittgutes unmittelbar
hinter der Schnittebene ist aus der
AT 407622 B bekannt. Die mechanischen Halteleisten klemmen das Schnittgut in X- und Z-Richtung.
Diese Werte stehen demnach zur weiteren Berücksichtigung für die Steuerung einer Ablegeeinrichtung
zur Verfügung. Sensoren, die unmittelbar mit dem Schnittgut in Kontakt stehen oder
über welche die Schnittfläche geschoben wird, fetten zwangsläufig und stellen kritische
Faktoren hinsichtlich der Hygiene dar.
Darstellung der Erfindung
[0004] Die Erfindung zielt darauf ab, eine Aufschnittschneidemaschine in dieser Hinsicht
zu perfektionieren. Dies wird bei einer Maschine der eingangs beschriebenen Art dadurch
erreicht, dass die Sensoreinrichtung mindestens ein Infrarot - Reflexionssensorpaar
auf der Anschlagplatte randnah oder auf einem Rahmen oder Träger über der Auflagefläche
des Schnittgutes am Schnittgutwagen umfasst, dessen Signale bei Anordnung des Sensorpaares
nächst dem Kreismesser bei einem Hub des Schnittgutwagens das Höhenprofil und vorzugsweise
über den ersten Durchgang die Querschnittslänge erfasst, wobei ein Maximalwert für
die Höhe aus dem Höhenprofil in der Steuerung ermittelbar ist, oder dass mindestens
zwei Infrarot- Reflexionssensoren im Abstand zueinander auf der Anschlagplatte randnah
zur Abtastung des Höhenprofils im Stillstand des Schnittgutwagens vor dem Schneidvorgang
angeordnet sind.
[0005] Diese Sensoreinrichtung, nämlich mindestens ein Infrarot-Reflexionssensorpaar, ist
somit nicht eine der bisher üblichen Lichtschranken, sondern misst aufgrund der Intensität
der reflektierten Infrarotstrahlung die Entfernung zum Objekt, also zu dem Schnittgut.
Da der Abstand zur Auflagefläche des Schnittgutes auf dem Schnittgutwagen bekannt
ist, kann die Höhe des Schnittgutes berechnet werden. Zusammen mit der Länge des Schnittgutes
ergeben sich die Abmessungen der Schnittgutscheiben, sodass das Ablegemuster exakt
der zur Verfügung stehenden Ablegefläche angepasst werden kann. Insbesondere bei einer
Verpackungseinrichtung muss darauf geachtet werden, dass die geschnittenen Scheiben
oder längliches Schnittgut wie etwa Speck unterschiedlicher Höhe nicht in die Schweißzone
der zu verschweißenden Verpackungsfolien hineinragen. Andererseits ist ein zu großer
Sicherheitsabstand nicht nur unschön, sondern auch unökonomisch. Das oder die Infrarot-Reflexionssenorpaare
sind dabei aus dem Bewegungsbereich des Schnittgutes heraus gerückt und kommen mit
dem Schnittgut nicht in Berührung. Mit diesen Sensoren kann die Ablage genau bis zum
Rand erfolgen. Dies ist besonders wichtig bei Thekenmaschinen, wenn das Schnittgut
nach den Kundenwünschen aufgelegt wird, also häufig mit unterschiedlichem Schnittgut
Aufschnitte abgelegt werden. Natürlich gilt dies auch für bloßes Stapeln. Es ist nämlich
sichergestellt, dass sich der Stapel genau in der Mitte bildet und dass jede Scheibe
individuell mittig abgelegt wird. Dies wird durch Verändern des Abwurfpunktes sowie
der Position des Ablegetabletts erreicht, wobei die Sensoren nicht verschmutzen und
Betriebssicherheit ohne Zwischenreinigung gewährleistet ist.
[0006] Die Höhenmessung mit diesem Reflexionssensorpaar basiert auf einer Reflexions-, Echo-
oder Laufzeitmethode durch Aussenden und Empfangen von reflextierten Signalen. Bei
Anordnung des Höhensensors knapp vor dem Kreismesser zum Beispiel oben auf der Anschlagplatte,
meldet die Höhenmessung bei einem Hub vorerst kein Schnittgut, also volle Höhe. Erst
wenn das Schnittgut beim Schneidevorgang in den Bereich der Höhenmessung kommt, wird
das Höhenprofil erfasst. Ab diesem Augenblick wird zusätzlich der verbleibende Vorschubweg
des Schnittgutwagens gemessen. Dieser Weg entspricht der Länge des Schnittgutes oder
dem Durchmesser bei kreiszylindrischen Würsten. Für eine Längen- oder Durchmesserbestimmung
kann auch -wie bishereine vertikale Lichtschranke im Nahbereich des Kreismessers an
der Anschlagplatte vorgesehen sein. Diese gibt den Einschaltbefehl für die Wegmessung
(Restwegmessung) des Schnittgutwagens. Sie erfüllt also nur diesen einen Zweck, während
das erfindungsgemäße Reflexionssensorpaar noch zusätzlich das Höhenprofil abtastet.
Im letztgenannten Fall führt der Sensor eine dynamische Höhenabtastung aus und scannt
das Schnittgutprofil. Der Maximalwert des Höhenprofils wird der Steuerung für die
Ablegeeinrichtung zugeführt, damit das Ablegebild die vorgegebenen Grenzen etwa bei
nachfolgendem Einschweißen nicht überschreitet und jedes Blatt, auch eines länglichen
Schnittgutes, in beiden Koordinatenrichtungen (x und z) bis knapp an diese Grenze
des Sollbereichs auf einer Basisfolie heranreicht, ohne diese Grenzen zu überschreiten.
[0007] Für eine statische Höhenmessung des Schnittgutes, die schon vor dem Schneidevorgang
möglich ist, sind mindestens zwei Infrarot-Reflexionssensorpaare im Abstand zueinander
auf der Anschlagplatte randnahe oder auf einem Rahmen oder Träger auf dem Schnittgutwagen
oberhalb des Auflagebereichs für Schnittgut angeordnet. Der Abstand der Reflexionssensoren
oder -sensorpaare ist aufgrund der Erfahrung so gewählt, dass alle Schnittgutsorten
von Salami bis Leberkäse höhenmäßig erfasst werden und dass sich aus den zwei oder
mehreren Messwerten ein Maximum der tatsächlichen Höhe des Schnittgutes statistisch
abschätzen lässt. Es wird also nicht ein tatsächliches Profil des Schnittgutes während
des Hubes des Schnittgutwagens gescannt und der Maximalwert ermittelt, sondern aus
zwei oder mehr Werten der Maximalwert genommen oder statistisch ermittelt. Es hat
sich gezeigt, dass diese Näherung für die Positionierung des Schnittgutes im Ablegesystem
ausreichend genau ist. Dabei ist es von Vorteil, dass die Höhenwerte bereits vor dem
Schneidevorgang schon beim Auflegen des Schnittgutes auf den Schnittgutwagen zur Verfügung
stehen. Dies wird durch den Einsatz der Reflexionssensoren (mindestens zwei Reflexionssensorpaare)
ermöglicht.
[0008] In weiterer Folge ist es aufgrund der Erfindung möglich, dass die Signale der Sensoren,
der Wert der Schnittstärkeneinstellung sowie ein spezifisches Gewicht einem Rechner
zur Bestimmung eines Zirkagewichtes jeder geschnittenen Scheibe zuführbar sind, dass
ein gewünschtes Gesamtgewicht an der Maschine einstellbar ist und dass die Maschine
bei Erreichen des Gesamtgewichtes als Summe der Zirkagewichte abschaltbar ist. Die
Erfassung des Gewichts einer Scheibe ermöglicht es auch, bei Vorgabe eines gewünschten
Gesamtgewichtes eines Aufschnittes die Blattfolge in den Zeilen für die Überlappung
auch der Zeilen so einzustellen, dass sich ein vollständiger Aufschnitt mit komplett
ausgefüllter Ablegefläche (locker bzw. eng) ergibt. Die Programmsteuerung bestimmt
dann nicht nur den für jedes Blatt separat genau passenden Ablegepunkt, sondern teilt
auch die Scheibenzahl pro Zeile und die Zeilenzahl entsprechend ein, damit das Sollgewicht
erreicht wird. Natürlich ist eine Abwaage für die Auspreisung dann erforderlich.
Kurze Beschreibung der Abbildungen der Zeichnungen
[0009] Ein Ausführungsbeispiel zum Erfindungsgegenstand ist in den Zeichnungen dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine Schneidemaschine in Seitenansicht mit Blick auf den Schnittgutwagen
und Fig. 2 diese Maschine von oben, jeweils in schematischer Darstellung.
Weg(e) zur Ausführung der Erfindung
[0010] Eine Schneidemaschine nach den Fig. 1 oder 2 umfasst ein Sockelgehäuse 1, auf dem
ein Schnittgutwagen 2 längs einer Anschlagplatte 3 gegen die Schneidekante eines Kreismessers
4 verfahrbar ist. Wenn ein Schnittgut, hier eine Wurst 5, geschnitten wird, dann gelangt
sie mittels einer Übergabewalze 6 vom Kreismesser 4 auf einen Kettenrahmen 7, der
parallel laufende endlose Ketten mit Spikes aufweist. Je nach der von einer Steuerung
8 bestimmten Weglänge auf dem Kettenrahmen wird eine Schnittgutscheibe 9 zielgenau
durch einen nicht dargestellten Schläger abgeworfen. Unterschiedliche Förderweglängen
führen zu einer Zeile überlappender Schnittgutscheiben. Wenn ein Ablegetablett 10
zum Kettenrahmen 7 hin oder von diesem Weg verschoben wird, dann können parallele,
einander überlappende Zeilen von Scheiben 9 aufgelegt und so eine Basisfolie innerhalb
eines vorbestimmten (zum Beispiel rechteckigen) Feldes flächenfüllend belegt werden.
Die Steuerung 8 aktiviert nicht nur einen Antrieb für den Kettenrahmen 7, sondern
auch einen weiteren Antrieb zur Verschiebung des Ablegetabletts 10.
[0011] Die Fig. 2 zeigt ein Ablegetablett 10 mit einer Folienschweißeinrichtung 11 (zum
Beispiel gemäß der
AT 500725 B1). Daher ist ein exaktes Ablegen der geschnittenen Scheiben 9 innerhalb des vorgenannten
Feldes erforderlich, wenn einerseits dieses Feld flächendeckend belegt und ein Überstand,
der dann in die Schweißnaht ragt, vermieden werden soll. Zur Erfüllung dieser Bedingung
ist ein Vermessen des Schnittgutes, zum Beispiel der Wurst 5 oder eines Pressschinkens
5', erforderlich.
[0012] Die Länge des Schnittgutes 5, 5' wird gemäß Fig. 1 mithilfe einer Lichtschranke 12
gemessen, die nahe der Schneide des Kreismessers 4 und knapp an der Anschlagplatte
3 vertikal verläuft. Der Schnittgutwagen 2 ist mit einem Wegmesssystem für den Vorschub
ausgestattet. Dazu können zum Beispiel Impulse einer mitlaufenden Loch- oder Zahnscheibe
gezählt werden. Die Zählung beginnt, sobald die Lichtschranke unterbrochen wird, also
das Schnittgut 5, 5' die Lichtschranke erreicht hat. Die Restweglänge des Vorschubs
des Schnittgutwagens 2 entspricht der Länge der Schnittfläche des Schnittgutes. Bei
einer kreiszylindrischen Wurst ergibt die Länge zugleich den Durchmesser. Dieser Wert
wird der Steuerung 8 als Größe für das Ablegebild, also zur Ansteuerung des Kettenrahmens
7 und zum Vorschub des Ablegetabletts 10 bei einem Zeilensprung zugeführt.
[0013] Wenn es sich um "unrundes" Schnittgut, also zum Beispiel einen im Schnittbild rechteckigen
Pressschinken handelt, dann ist es erforderlich, auch die Höhe des Schnittgutes zu
bestimmen. Im Ausführungsbeispiel ist ersichtlich, dass bei einer Längenmessung allein
das hohe, rechteckige Schnittgut zwar innerhalb einer Zeile korrekt, jedoch die Zeile
selbst nicht optimal im Ablegefeld positioniert wäre. Über eine Höhenmessung kann
das Ablegetablett 10 so positioniert werden, dass die Längskante des jeweiligen Schnittgutes
5, 5' genau an den Grenzlinien des Ablegefeldes (innerhalb der Schweißeinrichtung
11) liegt, die parallel zu der Zeilenlängsrichtung sind.
[0014] Die Höhenmessung erfolgt im Ausführungsbeispiel durch zwei auf der Anschlagplatte
3 oben in einem Aufsatz angeordnete Sensoren 13, 14. Diese sind hier als Infrarotsensoren
ausgebildet, jeweils mit einem IR-Sender und einem Empfänger (daher "Reflexionssensorpaar").
Das IR-Signal wird reflektiert und aus der Rücklaufmessung (zum Beispiel durch Intensitätsvergleich)
ergibt sich ein Signal, das proportional zur Höhe des Schnittgutes 5, 5' ist.
[0015] Natürlich können auch andere Distanzmessverfahren an Stelle eines Infrarotsignals
angewendet werden (Ultraschall, Radar, Laufzeitmessungen). Die im Ausführungsbeispiel
gezeigte statische Messung der Höhe wird schon beim Einlegen des Schnittgutes 5, 5'
durchgeführt. Es werden hier zwei Messwerte ermittelt, wobei die Anordnung der Sensoren
13 und 14 oben auf der Anschlagplatte 3 im Abstand (zum Beispiel 3 cm) zum Endanschlag
des Schnittgutes 5, 5' auf dem Schnittgutwagen 2 in der Grundstellung desselben und
dazu in einem weiteren Abstand (zum Beispiel 8 cm) vorgesehen ist. Statistisch gesehen
findet man mit den zwei Messwerten das Auslangen. Der höhere Wert wird der Steuerung
8 zugeführt, und danach stellt die Steuerung 8 den Abstand der Schnittgutscheiben
9 zum zeilenparallelen Rand des Ablegefeldes innerhalb der Schweißvorrichtung ein.
Eine Deckfolie wird darüber gelegt und mit der Basisfolie verschweißt - ohne den Rand
der geschnittenen Ware - auch wenn diese keine Scheiben sind - mitzuschweißen.
[0016] Alternativ ist es möglich, anstelle der Lichtschranke 12 einen Höhensensor vorzusehen.
Dieser scannt die Höhe während des Schneidevorganges, detektiert aber auch den Moment,
da das Schnittgut in seinen Messbereich fährt. Ab diesem Augenblick wird der verbleibende
Vorschubweg des Schnittgutwagens 2 in bekannter Weise gemessen. Dadurch ergibt sich
die Länge bzw. der Durchmesser des Schnittgutes 5, 5', die der Steuerung 8 zugeführt
wird. Diese dynamische Höhenmessung ("Scannen des Schnittgutprofils") führt zu einem
Höhenprofil, das an die Steuerung 8 weitergeleitet wird. Aus der maximalen Höhe des
bei jedem Schnitt vermessenen Querschnitts werden jene Führungsgrößen bestimmt, die
für den Randabstand der einzelnen Zeilen des Ablegebildes im Ablegefeld verantwortlich
sind.
[0017] Die Abmessungen des Schnittgutes sind typisch für die jeweilige Schnittgutsorte.
Damit ist ein Rückschluss auf das spezifische Gewicht und mit diesem sowie mit dem
abgetasteten Profil und der Schnittstärke vom Schnittstärke-Einstellrad 15 die Bestimmung
des Zirkagewichtes einer geschnittenen Scheibe möglich. Wenn ein Aufschnitt ein vorgegebenes
Gesamtgewicht haben soll, dann kann die Steuerung 8 bzw. der Rechner desselben die
Scheibenzahl (Blattzahl) entsprechend ermitteln und die Abstände danach einstellen,
so dass sich ein flächendeckender, randgenauer Aufschnitt ergibt.
1. Schneidemaschine für Wurst oder dergleichen, mit einem Kreismesser, einem gegen das
Kreismesser verfahrbaren Schnittgutwagen und einer die Schnittstärke bestimmenden,
parallel verschiebbaren Anschlagplatte, sowie mit einer über eine Sensorreinrichtung
ansteuerbaren Ablegeeinrichtung, beispielsweise mit Kettenrahmen und Schläger, und
mit einem Ablegetablett, insbesondere mit Folienzuführung und Schweißeinrichtung zur
Bereitstellung von verpacktem Aufschnitt, wobei Signale der Sensoreinrichtung einer
Steuerung zur Bestimmung der Höhe und der Länge der Querschnittsfläche des Schnittgutes
zuführbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinrichtung mindestens ein Infrarot - Reflexionssensorpaar (13;14) auf
der Anschlagplatte (3) randnah oder auf einem Rahmen oder Träger über der Auflagefläche
des Schnittgutes (5,5') am Schnittgutwagen (2) umfasst, dessen Signale bei Anordnung
des Sensorpaares (13;14) nächst dem Kreismesser (4) bei einem Hub des Schnittgutwagens
(2) das Höhenprofil und vorzugsweise über den ersten Durchgang die Querschnittslänge
erfasst, wobei ein Maximalwert für die Höhe aus dem Höhenprofil in der Steuerung (8)
ermittelbar ist, oder dass mindestens zwei Infrarot- Reflexionssensoren (13, 14) im
Abstand zueinander auf der Anschlagplatte (3) randnah zur Abtastung des Höhenprofils
im Stillstand des Schnittgutwagens (2) vor dem Schneidvorgang angeordnet sind.
2. Schneidemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bestimmung der Querschnittslänge eine vertikale Lichtschranke (12) vorgesehen
ist, die - wie bekannt - ein Signal bei Erfassen eines Schnittgutes (5,5') an eine
Schaltung zur Aktivierung der Restwegmessung des Schnittgutwagens, wie z.B. eine Zähleinrichtung
von Wegimpulsen bis zum Ende des Vorschubs des Schnittgutwagens sendet.
3. Schneidemaschine nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Signale der Infrarot- Reflexionssensoren (13;14), der Wert einer Schnittstärkeeinstellung
(15), sowie allenfalls ein spezifisches Gewicht einem Rechner zur Bestimmung eines
Zirkagewichts jeder geschnittenen Scheibe zuführbar ist, dass ein gewünschtes Gesamtgewicht
an der Maschine einstellbar ist und dass die Maschine bei Erreichen des Gesamtgewichtes
als Summe der Zirkagewichte abschaltbar ist.