[0001] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Sicherstellung der Versorgung
eines Heizölverbrauchers und ein dafür geeigneter Transportbehälter.
[0002] Heizungen, die mit Heizöl betrieben werden, sind im Bereich von Ein- und Mehrfamilienhäusern,
aber auch im Gewerbebereich weit verbreitet. Üblich sind dabei die Heizölsorten "extra
leicht" und "extra leicht schwefelarm" gemäß DIN51603-1. Üblicherweise werden bei
Ein- oder Mehrfamilienhäusern Mengen von mehreren tausend Litern in Gebäude- oder
Erdtanks gelagert. Die Versorgung erfolgt durch Tankwagen; diese bringen einmal oder
mehrmals im Jahr entsprechende Mengen Heizöl, um den Tank aufzufüllen.
[0003] Da die Preise für Heizöl in einer großen Bandbreite schwanken, wird von vielen Verbrauchern
versucht, den Zeitpunkt des Einkaufs hinauszuzögern, um einen kostengünstigen Erwerb
zu ermöglichen.
[0004] Obwohl einfache und auch komplexe digitale Messgeräte für Heizöltanks vorhanden sind,
kommt es immer wieder dazu, dass an den Heizölanlagen kein Heizöl mehr vorhanden ist,
so dass eine weitere Wärmeerzeugung für Heizung und Wasser nicht mehr möglich ist.
[0005] Neben den damit verbundenen Komforteinbußen kann dies in den kalten Jahreszeiten,
beispielsweise durch eingefrorene Wasserleitungen, erhebliche Gebäudeschäden hervorrufen;
auch im gewerblichen Bereich kann hierdurch die Produktion beeinträchtigt werden oder
Produkte können zu Schaden kommen.
[0006] Es ist prinzipiell möglich, erst zu dem Zeitpunkt, zu dem das Heizöl komplett verbraucht
ist, einen entsprechenden Tankwagen zu bestellen; dieses Vorgehen ist in mancher Hinsicht
nachteilig.
[0007] Tankfahrzeuge, wie sie zur Versorgung von Ein- und Mehrfamilienhäusern verwendet
werden, transportieren üblicherweise zwischen 10.000 und 20.000 I Heizöl. Wenn Verbraucher
im Schnitt 4.000 l Heizöl abnehmen, ist die Anzahl der Haushalte, die mit einer Füllung
versorgt werden können, gering. Danach muss das Tankfahrzeug zunächst zurück zum Großhändler
und erneut betankt werden.
[0008] Auch der eigentliche Tankvorgang dauert inklusive Anfahrt, Anschließen der Verbindung
zur Heizölzuleitung und dem eigentlichen Füllvorgang relativ lang, so dass typischerweise
ein Tankfahrzeug innerhalb eines 8 Stunden Tages nur eine einstellige Anzahl von Verbrauchern
beliefern kann.
[0009] Wenn der Verbraucher, der über kein Heizöl mehr verfügt, mehr als wenige Stunden
auf die Lieferung warten muss, können die oben beschriebenen Schäden bereits eingetreten
sein.
[0010] Darüber hinaus gibt es Zeiten, zu denen ein Transport von Heizöl mittels Tankwagen
nicht oder nur eingeschränkt möglich ist. Insbesondere an Sonn- und Feiertagen ist
auf Grund des Fahrverbots für Lastwagen die Verwendung entsprechender Fahrzeuge nicht
möglich.
[0011] Bei der Verwendung kleinerer Fahrzeuge ist die Anzahl von Verbrauchern, die versorgt
werden können, natürlich noch kleiner. Außerdem ist die Anschaffung und Unterhaltung
entsprechender Fahrzeuge nur für die Verwendung an Sonn- und Feiertagen mit hohen
Kosten verbunden. Trotzdem ist dies ein gängiges Verfahren, das verwendet wird, um
eine Notfallversorgung sicherzustellen.
[0012] Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, Möglichkeiten bereitzustellen, die die
genannten Nachteile überwinden und in einfacher, schneller und vergleichsweise kostengünstiger
Form Verbraucher in Engpasssituationen mit Heizöl versorgen können.
[0013] Gelöst wird die Aufgabe durch ein Verfahren zur Sicherstellung der Versorgung eines
Heizölverbrauchers umfassend die Schritte:
- Bereitstellen von Heizöl in einem Transportgebinde mit Transportbehältern
- Entgegennahme einer Information an einer Koordinationsstation, dass Heizöl benötigt
wird
- Auslösen einer Lieferung des benötigten Transportgebindes.
[0014] Erfindungsgemäß wird Heizöl also in Transportbehältern bevorratet. Zusätzlich wird
eine Koordinationsstation angeboten, an die die Information übermittelt wird, dass
Heizöl benötigt wird. Diese Koordinationsstation löst dann eine Lieferung der benötigten
Anzahl an Transportbehältern an den Verbraucher aus.
[0015] In einer bevorzugten Ausführungsform werden zusätzliche Informationen übermittelt,
für welchen Zeitraum Heizöl benötigt wird. Es ist in relativ einfacher Weise möglich,
abzuschätzen, welche Mengen Heizöl benötigt werden, bis mit einer regulären Lieferung
wieder gerechnet werden kann. In Abhängigkeit von den Außentemperaturen, der Größe
der zu beheizenden Fläche und der voraussichtlichen Dauer bis zur Belieferung, kann
die Menge abgeschätzt werden. In einfachen Fällen können eine handvoll Transportbehälter,
beispielsweise drei oder fünf genügen, während in anderen Fällen 20, 30 oder 40 Transportbehälter
notwendig sind. Diese werden dann als Transportgebinde zusammengefasst.
[0016] Der erfindungsgemäße Transportbehälter umfasst:
- eine Einfüllöffnung
- eine Belüftungsöffnung
- eine Entnahmeöffnung
- eine definierte Menge Heizöl.
[0017] In einigen Ausführungsformen der Erfindung ist die Einfüllöffnung gleichzeitig die
Lüftungsöffnung und/oder die Entnahmeöffnung.
[0018] Typischerweise sollte der Transportbehälter eine Größe haben, dass er eine noch leicht
transportierbare Menge an Heizöl enthalten kann. Mengen von 10 bis 60 l, bevorzugt
20 bis 30 l, haben sich als besonders geeignet erwiesen.
[0019] In einer bevorzugten Ausführungsform enthält das Heizöl bis zu 10% Zusatzstoffe,
insbesondere sind Fließverbesserer hilfreich.
[0020] Heizöl neigt bei tieferen Temperaturen dazu, auszuflocken. Durch den Einsatz von
Zusatzstoffen, beispielsweise Fließverbesserern, kann das Heizöl in den Transportbehältern
auch bei besonders niedrigen Temperaturen gelagert werden, ohne seine Homogenität
zu verlieren.
[0021] Weitere geeignete Zusatzstoffe sind insbesondere Duftstoffe.
[0022] Im Regelfall wird ein Heizöltank über eine Heizölzuleitung befüllt, die außerhalb
des Gebäudes liegt. Von einem Tankwagen wird dann ein Schlauch zu dieser Heizöleinfüllöffnung
verlegt; diese befindet sich teilweise im unteren Bereich eines Hauses, teilweise
- wenn das Haus mit einem Keller gebaut ist - auch in Bodentiefe oder knapp darunter,
beispielsweise in einem Kellerschacht.
[0023] Um das Befüllen zu erleichtern, kann es daher erfindungsgemäß vorgesehen sein, eine
Entnahmehilfsvorrichtung vorzusehen. In einfachen Ausführungsformen kann dies ein
Trichter sein, der in die Heizöleinfüllöffnung eingeführt wird. Bevorzugt ist jedoch
die Verwendung einer Vorrichtung, die mit der Heizöltankzuleitung fest verschraubt
werden kann. Zumindest im Ein- und Mehrfamilienhausbereich sind die entsprechenden
Öffnungen auf eine Größe von 2 1/2 Zoll genormt und besitzen ein Schraubgewinde, das
auch an der Entnahmehilfsvorrichtung angebracht sein kann.
[0024] Die entsprechenden Entnahmehilfsvorrichtungen können wahlweise pro Transportbehälter
oder auch nur pro Transportgebinde geliefert werden. Sie könnten auch separat von
Transportbehälter und Transportgebinde geliefert werden.
[0025] In einigen Ausführungsformen kann es sinnvoll sein, statt eines Trichters einen Schlauch
anzubringen, der nach innen aufgerollt ist und mit dem Deckel verbunden ist. Beim
Aufschrauben und Entfernen des Deckels wird der Schlauch ausgerollt, wodurch kein
Medium an den nun entstehenden Außenbereich gelangt ist. Solche aufgerollten Schläuche
werden beispielsweise für Motorenöl verwendet. Der Schlauchdurchmesser sollte relativ
groß sein, beispielsweise 1 1/4 Zoll.
[0026] Ein weiteres hilfreiches Mittel, das als Entnahmehilfsvorrichtung fungieren kann,
ist ein sogenannter Schüttelschlauch, der auch als Pumpschlauch bezeichnet wird.
[0027] In einem Schüttelschlauch befindet sich eine Ventilvorrichtung, so dass durch Auf-
und Abbewegen des Schlauchs Flüssigkeit gepumpt werden kann. Wenn der Transportbehälter
höher steht als der Heizöltank, fließt das Öl anschließend ohne weiteres Pumpen auf
Grund der hydrostatischen Kräfte.
[0028] Eine weitere geeignete Entnahmehilfsvorrichtung ist das Anbringen von Anschlüssen,
die mit den Ölschläuchen einer Ölheizung direkt verbunden werden können. In diesem
Fall wird die Heizung somit vom vorhandenen Heizöltank getrennt und die dazugehörigen
Schläuche, die standardisiert 3/8-Zoll-Anschlüsse besitzen, direkt mit dem Transportbehälter
verbunden.
[0029] In einigen Ausführungsformen ist der Transportbehälter bei der Entnahme geöffnet,
beispielsweise kann beim Ausgießen des Transportbehälters Luft in den Transportbehälter
durch die Entnahmeöffnung einströmen.
[0030] In Ausführungsformen, wo eine direkte Verbindung zwischen dem Transportbehälter und
dem Tank oder Heizung erfolgt, ist es sinnvoll, entweder eine separate Öffnung vorzusehen,
die dann im Bedarfsfalle geöffnet wird oder ein Ventil vorzusehen, das einen Lufteintritt
in den Behälter ermöglicht.
[0031] In einigen Fällen wird die Entnahmeöffnung des Behälters an einer Oberseite sein,
so dass der Behälter zur Entnahme gekippt werden kann. In anderen Ausführungsformen
kann es sinnvoll sein, eine Entnahmeöffnung im unteren Bereich, beispielsweise über
einen Kugelhahn vorzusehen. Aus diesem läuft dann nach der Öffnung das Heizöl, zumindest
so lange im oberen Bereich des Behälters ein Einströmen von Luft durch die Belüftungsöffnung
erfolgt.
[0032] In einfachen Ausführungsformen können die Einfüllöffnung und die Entnahmeöffnung
identisch sein. In Ausführungsformen, wo beispielsweise ein Kugelhahn verwendet wird,
ist es sinnvoll, im oberen Bereich eine Einfüllöffnung zum Befüllen des Transportbehälters
und im unteren Bereich den Kugelhahn vorzusehen. In diesem Fall kann die Einfüllöffnung
auch die Funktion einer Belüftungsöffnung übernehmen. In anderen Ausführungsformen
kann es sinnvoll sein, getrennt hiervon eine Belüftungsöffnung vorzusehen.
[0033] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform des Transportbehälters ist ein Transportbehälter,
der durch Überdruck funktioniert.
[0034] Dabei sind Varianten möglich, bei denen am Transportbehälter beispielsweise eine
Anschlussmöglichkeit für eine Pumpe - wie ein Autoventil - vorhanden ist und die Entnahmeöffnung
entweder im unteren Bereich des Transportbehälters liegt oder beispielsweise durch
ein Steigrohr tief in den Inhaltsstoff eintaucht. Durch das Anlegen bzw. Erzeugen
eines leichten Überdrucks kann der Inhaltsstoff in einfacher Weise gefördert werden.
An dem Transportbehälter kann beispielsweise ein Anschlussstutzen, gegebenenfalls
mit Ventilfunkion angeordnet sein, über den Luft oder ein anderes Gas zum Erzeugen
eines Überdrucks in den Transportbehälter einleitbar ist. Beispielsweise könnte bei
Verwendung eines üblichen Fahrradventils am Transportbehälter der Verbraucher eine
vermutlich vorhandene Fahrradluftpumpe nehmen, um den notwendigen Druck zu erzeugen.
[0035] In einigen Ausführungsformen wird es sinnvoll sein, ein Sicherheitsventil vorzusehen,
das denr maximale Überdruck im Behälter begrenzt.
[0036] Der angelegte Überdruck bzw. der in dem Transportbehälter erzeugte Überdruck transportiert
dann den Inhaltsstoff über die notwendige Höhe, beispielsweise durch einen Schlauch.
An das Ventil kann beispielsweise eine übliche Fahrrad- oder Autoreifenpumpe angeschlossen
werden. Es kann sich jedoch auch um eine elektrisch betätigte Pumpe handeln, die wahlweise
ein 230 V, 12 V oder 24 V Anschluss besitzen kann, um vielfältige Anschlussmöglichkeiten
zu bieten.
[0037] In einigen Ausführungsformen wird es sinnvoll sein, die Pumpe in ein explosionsgeschütztes
Gehäuse einzubringen.
[0038] In anderen Ausführungsformen ist eine Pumpe, insbesondere eine manuell zu betätigende
Pumpe bereits in den Transportbehälter integriert. Zur Entnahme betätigt der Anwender
einen entsprechenden Kolben und fördert damit den Inhaltsstoff auf die benötigte Höhe.
[0039] Alternativ wäre auch die Verwendung eines Kartuschen-Systems, beispielsweise von
CO
2-Patronen möglich, um den notwendigen Überdruck aufzubauen.
[0040] Bei allen Varianten, bei denen ein Höhenunterschied zwischen Transportbehälter und
z.B. einen Tank besteht, wird vermieden, dass der Anwender den Transportbehälter heben
muss. Dies ist besonders dann relevant, wenn der Inhaltsstoff entweder in einer großen
Höhe eingefüllt werden muss oder der Transportbehälter besonders groß ist.
[0041] Wichtig ist in diesen Ausführungsformen, dass die Entnahmeöffnung einen nicht zu
kleinen Durchmesser hat, damit das Produkt ohne großen Gegenwiderstand gefördert werden
kann.
[0042] Insbesondere bei großen Transportbehältern, die eine größere Menge Inhaltsstoffe
aufnehmen können, kann es sinnvoll sein, Rollen vorzusehen. Dabei können beispielsweise
an jeder Ecke des Transportbehälters Rollen vorhanden sein. In vielen Fällen wird
es sinnvoller sein, wie bei einem Trolley nur an einer Seite zwei Rollen vorzusehen,
so dass der Transportbehälter zum Rollen gekippt werden muss. Der Transportbehälter
könnte dann eine passende Vorrichtung zum Ziehen, z.B. eine herausziehbare Teleskopstange
oder ähnliches aufweisen.
[0043] Ein Transportbehälter, der mit Überdruckentnahmevorrichtung versehen ist, hätte auch
für andere Anwendungszwecke als den Heizöltransport Vorteile.
[0044] Daher ist Gegenstand der Erfindung auch ein Transportbehälter mit einer Einfüllöffnung,
einer Entnahmeöffnung und einer Druckzuführungsvorrichtung. An die Entnahmeöffnung
wird ein Rohr oder Schlauch angeschlossen. Durch Aufbauen eines Überdrucks, beispielsweise
durch eine Pumpe oder eine Gaskartusche, kann der Behälter entleert werden, wobei
das Füllgut auch über einen Höhenunterschied transportiert werden kann.
[0045] Neben der Anwendung als Heizöltransportbehälter könnte ein solcher Behälter auch
in der Flüssigkeitsversorgung in der Tierhaltung sinnvoll sein oder zum Befüllen eines
LKW-Tanks oder eines Tanks im motorgetriebenen Luftsport oder in der Schifffahrt.
[0046] Eine weitere Anwendung wäre die Versorgung von Speiseölen im Lebensmittelbereich,
beispielsweise von Fritteusen. Diese könnten aus dem erfindungsgemäßen Transportbehälter
mit Frittieröl befüllt werden.
[0047] Der große Vorteil dieser Vorrichtung ist, dass Verunreinigungen oder Schwebstoffe
oder der Kontakt mit ätzenden oder korrosiven Substanzen problemlos möglich wären,
da die Pumpe - anders als bei Systemen des Standes der Technik - mit dem zu transportierenden
Medium nicht in Kontakt kommen. Der Behälter wäre daher auch eine ideale Transportvorrichtung
für Feuerwehren und andere Katastrophenschutzeinrichtungen, die gefährliche Stoffe
in Behältnissen aufnehmen und transportieren müssen, die zu einem späteren Zeitpunkt
dann unproblematisch entleert werden können.
[0048] Für ähnliche Zwecke sind schon System auf Saugbasis verwendet worden, bei denen beispielsweise
eine Flügelradpumpe oder eine Luftdruckmembranpumpe verwendet wird. Diese beruhen
allerdings auf einer Saugleistung und sind daher in ihrer Anwendung limitiert.
[0049] Die erfindungsgemäßen Transportbehälter sind in besonders einfacher Weise aus einfachen
Kunststoffpolymeren gefertigt. Ein besonders bevorzugter Kunststoff ist HD-Polyethylen,
gegebenenfalls auch in Form von Compoundierungen und Copolymeren.
[0050] In einigen Ausführungsformen kann es sinnvoll sein, das Heizöl in einer Schlauchverpackung
zu verpacken. Besonders geeignete Materialien hierfür sind Mehrschichtmaterialien
umfassend eine Zwischenschicht aus Polyvinylalkohol, beispielsweise in Kombination
mit ein oder mehreren Schichten aus Polyethylen. Diese erlauben eine Verminderung
des Durchtritts von Heizöldämpfen durch die Verpackung. Natürlich muss eine entsprechende
Schlauchverpackung in einer stabilen äußeren Transportverpackung enthalten sein.
[0051] In einer Ausführungsform kann es sinnvoll sein, die notwendigen Öffnungen, d.h. Einfüllöffnung,
Belüftungsöffnung und/oder Entnahmeöffnung zusätzlich mit einem hochdichten Verschlussmittel
zu versehen, beispielsweise einer Metallfolie.
[0052] Der verwendete Transportbehälter muss die nach den gesetzlichen Vorschriften erforderliche
Kennzeichnung aufweisen und nach der Entleerung, gegebenenfalls über die Gefahrstoffannahme,
entsorgt werden.
[0053] Die erfindungsgemäßen Transportbehälter können zum einen für das erfindungsgemäße
Versorgungssystem verwendet werden. Es ist aber grundsätzlich auch möglich, entsprechende
Transportbehälter, beispielsweise in Heimwerkermärkten, Supermärkten, Tankstellen
etc. zu bevorraten, damit Verbraucher in Notfallsituationen dort die für sie notwendige
Anzahl an Behältern erwerben können. Auch hierbei ist es von Vorteil, wenn das Heizöl,
da die Behälter im Regelfall über einen längeren Zeitraum vor dem Geschäft gelagert
werden und dies zumeist in der kalten Jahreszeit erfolgen wird, zusätzliche Inhaltsstoffe
enthalten, die ein Enthomogenisieren des Heizöls verhindern.
[0054] Während grundsätzlich auch ein Mehrwegsystem, beispielsweise auch ein Pfandsystem
denkbar ist, dürfte es auf Grund der relativen Seltenheit, mit der ein Verbraucher
einen Bedarf an den erfindungsgemäßen Transportbehältern hat, sinnvoller sein, Einwegbehältnisse
vorzusehen. Grundsätzlich wäre es auch denkbar, dass ein Verbraucher sich dafür entscheidet,
eine kleinere Anzahl entsprechender Transportbehälter zu bevorraten, ähnlich wie beispielsweise
Kaminholz bevorratet wird.
[0055] Einer der wesentlichen Vorteile des erfindungsgemäßen Systems ist, dass diese rund
um die Uhr und ohne spezielle Hilfsmittel transportiert werden können.
[0056] So ist es prinzipiell denkbar, diese - ähnlich wie Paketsendungen - mit normalen
Kurierdiensten oder Speditionen zu verteilen, so dass eine Vielzahl von betroffenen
Verbrauchern in kurzer Zeit mit der für den Notfall benötigten Menge versorgt werden
können. Eine Menge von 50 bis 200 l wird für ein Einfamilienhaus für einen Zeitraum
von mehreren Tagen genügen (in Abhängigkeit von Größe, Heizungsalter, Wärmedämmung,
Außentemperatur), so dass entsprechende Mengen auch problemlos in privaten Fahrzeugen
transportiert werden können.
1. Transportbehälter mit
- einer Einfüllöffnung
- einer Belüftungsöffnung
- einer Entnahmeöffnung
- einer definierten Menge Heizöl.
2. Transportbehälter nach Anspruch 1, wobei die Einfüllöffnung auch die Funktion der
Belüftungs- und/oder der Entnahmeöffnung erfüllt.
3. Transportbehälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Transportbehälter ein Volumen von 10 bis 60 l aufweist.
4. Transportbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das Heizöl ein Zusatzmittel,
insbesondere einen Fließverbesserer, in einer Menge von 1 bis 10 Gew.% enthält.
5. Transportbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei zusätzlich eine Entnahmehilfsvorrichtung
vorhanden ist, insbesondere ausgewählt aus der Gruppe umfassend einen Trichter, einen
Trichter mit einem Anschluss an eine Heizöltankzuleitung, einem ausrollbaren Schlauch,
einen Schüttelschlauch und Anschlussverbindung zu Ölschläuchen einer Ölheizung, ausgewählt
ist.
6. Transportbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Belüftungsöffnung ein Ventil umfasst.
7. Transportbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Belüftungsöffnung eine
Druckzuführungsvorrichtung ist.
8. Verfahren zur Sicherstellung der Versorgung eines Heizölverbrauchers umfassend die
Schritte:
- Bereitstellen von Heizöl in einem Transportgebinde mit Transportbehältern nach einem
der Ansprüche 1 bis 7 oder 10 bis 15
- Entgegennahme einer Information an einer Koordinationsstation, dass Heizöl benötigt
wird
- Auslösen einer Lieferung des benötigten Transportgebindes.
9. Verfahren nach Anspruch 8, wobei die Informationsübergabe mittels Telefon oder Internet
erfolgt.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, wobei zusätzlich die Information übermittelt wird,
für welchen Zeitraum Heizöl benötigt wird.
11. Transportbehälter mit
- einer Einfüllöffnung
- einer Entnahmeöffnung
- einer Druckzuführungsvorrichtung.
12. Transportbehälter nach Anspruch 11, wobei die Druckzuführungsvorrichtung ausgewählt
wird aus einem Anschlussstutzen, einer Pumpe und einem Kartuschen-System.
13. Transportbehälter nach Anspruch 12, wobei die Pumpe eine manuellbetätigte Pumpe oder
eine elektrisch-betätigte Pumpe ist.
14. Transportbehälter nach einem der Ansprüche 11 bis 13, wobei die Druckzuführungsvorrichtung
verwendbar ist, um einen Überdruck im Behälter zu erzeugen.
15. Transportbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 7 und 10 bis 14, wobei der Transportbehälter
Rollen aufweist.