[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Dieselkraftstoff nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Die Erfindung betrifft die Erdölaufarbeitung und kann bei der Herstellung vom schwefelarmen
Dieselkraftstoff eingesetzt werden, welcher in Russland und in Europa immer mehr verbreitet
ist.
[0003] Der voraussichtliche Bedarf an Brennstoff europaweit («Öl- und Gastechnik», Heft
6, 2007, S. 94) zeugt von einer Zunahme der Dieselkraftstoffausbeute im Vergleich
zur Abnahme der Motorbenzinausbeute:
| |
2005 |
2010 |
2015 |
2020 |
| Benzin, Mio. Tonnen/Jahr |
137,0 |
128,3 |
127,0 |
131,0 |
| Dieselkraftstoff, Mio. Tonnen/Jahr |
201,2 |
237,8 |
251,8 |
251,5 |
[0004] Die Verdieselung von Kraftfahrzeugen wird dadurch erklärt, dass ein Dieselmotor um
25 bis 30 % sparsamer als ein Benzinmotor ist.
[0006] Durch das Patent
RU 2247140 ist ein Verfahren zur Herstellung von Dieselkraftstoff bekannt, welches eine einstufige
Hydroraffination der leichten DK-Fraktion (Siedendpunkt max. 300° C) und eine zweistufige
Hydroraffination der schweren DK-Fraktion (Anfangssiedepunkt min. 300° C) in einem
Aluminium-Nickel-/Aluminium- Kobalt-Molybdän-Katalysator einschließt. Die Hydroraffination
wird bei einer erhöhten Temperatur und einem erhöhten Druck mit einer nachfolgenden
Kompoundierung von hydroraffinierten Fraktionen durchgeführt. Der Schwefelgehalt in
dem so hergestellten Dieselkraftstoff beträgt mehr als 10 ppm.
[0007] Durch das Patent
RU 2303624 ist auch ein Verfahren zur Herstellung vom schwefelarmen Dieselkraftstoff bekannt.
Nach diesem Verfahren wird Kraftstoff mittels einer zweistufigen katalytischen Hydroraffination
der DK-Fraktion von 180 - 360° C in Anwesenheit von wasserstoffhaltigem Gas bei Hochtemperatur
und Hochdruck gewonnen. Es werden dabei eine Dampf- und eine Flüssigphase des Hydrierungsprodukts
der ersten Stufe erzeugt. Die Flüssigphase des Hydrierungs-produkts der ersten Stufe
wird einer Hydroraffination in einer zweiten Stufe ausgesetzt, so dass ein Hydrierungsprodukt
der zweiten Stufe erzeugt wird. Nachfolgend wird das Hydrierungsprodukt der zweiten
Stufe mit der Dampfphase des Hydrierungsprodukts der ersten Stufe vereinigt. Auch
dieses Verfahren stellt einen Schwefelgehalt im Dieselkraftstoff von unter 10 ppm
nicht sicher.
[0008] Der Nachteil der bekannten Verfahren besteht darin, dass sie nicht dafür geeignet
sind, Kraftstoff mit einem Schwefelgehalt von max. 10 ppm herzustellen.
[0009] Der nächstkommende Stand der Technik hinsichtlich der Erfindung ihrem technischen
Wesen nach ist das Verfahren zur Herstellung von Dieselkraftstoff, das im Patent
RU 2387700 beschrieben ist.
[0010] Nach diesem Verfahren wird nach einer Erdölentsalzung eine Rohöldestillation vorgenommen.
Dabei wird eine DK-Fraktion mit einem Siedepunkt von 171 - 341° C einer atmosphärischen
Kolonne entnommen. Die Fraktionen mit einem Siedepunkt von über 341° C werden zur
weiteren Verarbeitung zusammen mit Heizöl in eine Vakuumkolonne gefördert. Die Fraktionen
mit Siedepunkt von 181 - 304° C und 226 - 326° C werden der Vakuumkolonne entnommen
und in einer Gleichgewichtsbeziehung mit der DK-Fraktion aus der atmosphärischen Kolonne
vermengt. Dabei hat das Bilanzgemisch dieser Fraktionen bei einer Destillation nach
dem ASTM D-86-Verfahren einen Siedendpunkt (SEP) von max. 340° C. Das hergestellte
Gemisch wird einer Hydroraffination ausgesetzt. Dabei wird ein schwefelarmer Dieselkraftstoff
mit einem Schwefelgehalt von max. 10 ppm erzeugt. Das technische Ergebnis des erfindungsgemäßen
Verfahrens ermöglicht es, einen Dieselkraftstoff mit einem Schwefelgehalt von max.
10 ppm zu bekommen.
[0011] Der Effekt wird dadurch erklärt, dass der durch polyaromatische Ringe räumlich verhinderte
Schwefel als Bestandteil von Alkylbenzothiophenen (ABT) aus Dieselkraftstoff mittels
der Fraktionierung entfernt wird.
[0012] Aus der Fachliteratur (z. B.,
Salvatore Torrisi, Michael Gunter, Zeitschrift "Petroleum Technology Quartlerly",
2004, Band 9, Heft 4, S. 29 - 35) ist bekannt, dass Fraktionen mit einem SEP von über 340° C ABT-Schwefelverbindungen
enthalten. Hier ist der Schwefel mit räumlich verhinderten polyaromatischen Ringen
gebunden. Die Schwefelentfernung während einer Hydroraffination wird dadurch erschwert,
dass das Schwefelatom räumlich geschlossen ist. Um den räumlich verhinderten Schwefel
zu entfernen, muss die Temperatur des Hydroraffinationsvorgangs erhöht werden. Das
trägt zu einer Verkokung des Katalysators und einer Reduzierung der Zwischenregenerationsperiode
des Anlagenbetriebs bei.
[0013] Jedoch vermindert die Senkung von SEP der DK-Fraktion von 360° C auf 340° C das Auswahlpotential
von Dieselkraftstoff.
[0014] Es ist Aufgabe der Erfindung, die Herstellung von Dieselkraftstoff mit einem Schwefelgehalt
von max. 10 ppm mit einer breiten Fraktionszusammensetzung von 171 - 360° C zu erreichen.
[0015] Das technische Ergebnis wird mit Hilfe eines Verfahrens zur Herstellung von Dieselkraftstoff
erreicht. Das Verfahren umfasst folgende Schritte: Erdölentsalzung; Rohöldestillation;
Aussonderung von zwei DK-Fraktionen mit einem Siedepunkt von 171 - 341° C und 199
- 360° C in einer atmosphärischen Kolonne. Die Fraktion von 199 - 360° C wird zur
ABT-Entfernung nach einem Flüssigkeitsextraktions-Verfahren mit nachfolgender Vermengung
der raffinierten Fraktion von 199 - 360° C und der Fraktion von 171 - 341° C gefördert.
Danach wird das Fraktionsgemisch zur Hydroraffination auf einen Aluminium-Kobalt-Molybdän-
oder Aluminium-Nickel-Molybdän-Katalysator weitergeleitet. Die Hydroraffination des
Fraktionsgemisches wird in einem Schritt durchgeführt.
[0016] Das als Erfindung vorgeschlagene Verfahren zur Herstellung von Dieselkraftstoff löst
dieses Problem, indem ABT nach dem Flüssigkeitsextraktions-Verfahren entfernt wird.
[0017] Das Verfahren wird wie folgt ausgeführt. Das entsalzte Erdöl wird zur Destillation
in eine atmosphärische Kolonne weitergeleitet. Außer der Benzin- und der Kerosin-Fraktion
werden zwei DK-Fraktionen mit einem Siedepunkt von 171 - 341 ° C und 199 - 360° C
entnommen. Die Fraktion von 199 - 360° C wird zur ABT-Entfernung nach einem Flüssigkeitsextraktions-Verfahren
mit einer nachfolgenden Vermengung der raffinierten Fraktionen 199 - 360° C (Raffinat)
und 171 - 341° C weitergeleitet. Danach wird das Fraktionsgemisch zur Hydroraffination
auf einen Aluminium-Kobalt-Molybdän- oder auf einen Aluminium-Nickel-Molybdän-Katalysator
gefördert. Das Bilanzgemisch dieser Fraktionen (Vermengung je nach Ausbeute) bei einer
Destillation nach dem ASTM D-86-Verfahren hat einen SEP von max. 360° C.
[0018] Bei einer Aussonderung der DK-Fraktionen stimmen die verfahrenstechnischen Parameter
der atmosphärischen Kolonne mit den Entwurfsvorgaben überein:
- Druck in der atmosphärischen Kolonne bis zu 2,5 kg/cm2,
- Temperatur im oberen Teil der Kolonne 120 - 170° C,
- Temperatur im unteren Teil der Kolonne bis zu 360° C.
[0019] Der Hydroraffinationsverlauf von Dieselkraftstoff hängt von der Art des Katalysators,
seiner Wirksamkeit, von der Rohstoffqualität sowie von den Anforderungen an das erzeugte
Produkt ab. Somit wird er je nach Projektlösung gewählt. Z. B. bei einem Aluminium-Kobalt-Molybdän-
bzw. Aluminium-Nickel-Molybdän-Katalysator: der Druck 20 - 60 kg/cm
2; die Temperatur 340 - 400° C; das Durchsatzvolumen bei einer Rohstoffbeschickung
1 - 3 Stunden
-1; die Umwälzzahl für wasserstoffhaltiges Gas 200 - 600 Nm
3/m
3; der Wasserstoffgehalt im Umlaufgas 85 - 95 % (vol.).
[0020] Der Abbau des Schwefels im Dieselkraftstoff leitet eine Abnahme von seinen Schmiereigenschaften
ein. Deswegen setzt die Herstellung von Dieselkraftstoff nach bestimmten technischen
Normen die Zugabe von Additivs voraus, wie z. B. ein Schmiermittel, einen Dispersant-Stockpunktverbesserer
zur Erfüllung von bestimmten Betriebsanforderungen hinsichtlich der Kälteresistenz,
Detergentzusätze usw.
[0021] Die Zugabe von Additivs beeinflusst den Schwefelgehalt im gebrauchsfertigen Kraftstoff
nicht.
[0022] Das erfindungsgemäße Verfahren zur ABT-Entfernung aus dem Einsatz-Dieselkraftstoff
einer Hydroraffinationsanlage wurde für eine halbtechnische Versuchsanlage unter Anwendung
von Dieselkraftstoff-Fraktionen entwickelt, welche in einer Industrieanlage hergestellt
worden waren.
[0023] Ausgestaltungen der Erfindung einschließlich der besten Ausgestaltung der Erfindung
[0024] Die Versuchsdaten sind der Tabelle 1 zu entnehmen und ergeben sich wie folgt:
[0025] Alle Versuche wurden bei einer Temperatur von 40 - 45° C durchgeführt. Dieser Temperaturbereich
stellt eine gute Vermengung des Dieselkraftstoffs und der Extraktionsmittel sicher.
Sie reicht dafür aus, die Viskosität der Ausgangszutaten und zwar der DK-Fraktion
199 - 360° C und der Extraktionsmittel zu vermindern.
[0026] Das Massenverhältnis Rohstoff: Extraktionsmittel wurde von 1 : 1 bis zu 1 : 4 geändert.
Bei einem Rohstoff-Extraktionsmittel-Verhältnis von 1 : 1 wurde ein maximales Rest-ABT
beobachtet. Als optimales Verhältnis wurde ein Rohstoff- Extraktionsmittel-Verhältnis
von 1 : 2 - 3 gewählt. Die Vergrößerung des Rohstoff- Extraktionsmittel-Verhältnisses
bis zu 1 : 4 ergibt keine weitere Abnahme von ABT mehr.
[0027] Als optimale Kontakt-Vermengungszeit wurde versuchsgemäß eine Zeitspanne von 2 -
3 Stunden gewählt. Die Analyse des ABT-Anteils ergibt, dass eine Stunde für eine Vermengung
nicht ausreicht (Probe 1) und eine Verlängerung der Vermengungsdauer auf 4 Stunden
keine weitere Abnahme des ABT-Gehalts ergibt (Probe 4).
[0028] Optimale Kenndaten sind wie folgt:
- Temperatur 40 - 45°C,
- Massenverhältnis Rohstoff : Extraktionsmittel 1 : 2 - 3,
- Vermengungszeit 2 - 3 Stunden.
Ausführliche Beschreibung von Beispielen 1 bis 6:
[0029] Beispiel 1. Das entsalzte Erdöl wird gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren in eine
atmosphärische Kolonne zur Destillation gefördert.
[0030] Bei Destillation in der atmosphärischen Kolonne werden zwei DK-Fraktionen mit einem
Siedepunkt von jeweils 171 - 341° C und 199 - 360° C ausgesondert. Die 199-360° C-Fraktion
wird zur ABT-Entfernung nach einem Flüssigkeitsextraktions- Verfahren weitergeleitet.
[0031] Als Extraktionsmittel wird ein Produkt einer Wechselwirkung zwischen einem organischen
Amin, z. B. Anilin, mit einer organischen Säure, z .B. Essigsäure, verwendet. Das
erzeugte Anilid der Essigsäure (Extraktionsmittel) stellt eine dunkelkirschbraun gefärbte
Flüssigkeit mit einem Siedepunkt von über 300° C und einer Dichte von 1 kg/dm
3 (bei 20° C) dar.
[0032] Die 199-360° C-Fraktion wird mit dem Extraktionsmittel (Anilid) in einem Mischer
bei einem Verhältnis 1 : 1 und bei einer Temperatur von 40°C intensiv im Laufe von
einer Stunde vermengt. Nach Abkühlung wird die Mischung in einen Scheidetrichter abgeschüttet,
so dass sie in zwei Schichten geteilt wird. Die obere Schicht ist die raffinierte
199-360° C-Fraktion - Raffinat (85 %), und das gesättigte ABT- Extraktionsmittel (15
%) wird abgetrennt.
[0033] Um das Extraktionsmittel zu regenerieren, wird der unteren Schicht eine leichte Benzinfraktion
NK-85° C mit einem Massenverhältnis gesättigtes Extraktionsmittel : NK-85° C-Fraktion
von 1 : 2 zugegeben. Das Gemisch wird 0,5 Stunden lang bei 20° C vermengt und in den
Scheidetrichter geschüttet. Die untere Schicht (regeneriertes Extraktionsmittel) wird
abgetrennt und erneut zur Extraktion wiederverwendet.
[0034] Die obere Schicht wird nach der Regeneration des Extraktionsmittels mittels einer
Destillation in die NK-85° C-Fraktion und den Rest (ABT + schwere Benzolkohlenwasserstoffe)
aufgeteilt. Die NK-85°C-Fraktion wird zur Regeneration des gesättigten Extraktionsmittels
wiederverwendet, und die ausgesonderten ABT + schwere Benzolkohlenwasserstoffe (15
%) werden zu einem Vakuumgasöl weitergeleitet.
[0035] Die Beispiele 2 bis 6 weisen die Ergebnisse der Erfindung nach und werden ähnlich
wie das Beispiel 1 durchgeführt. Die Ergebnisse sind der Tabelle 1 zu entnehmen.
[0036] Die Versuchsbedingungen wurden je nach dem Restgehalt von ABT im Raffinat - dem raffinierten
Dieselkraftstoff - entsprechend geändert.
[0037] Das Fraktionsgemisch 171-341° C-Fraktion und raffinierte 199-360° C-Fraktion - Raffinat
- (Proben 2 bis 6) mit einer prozentualen Zusammensetzung von jeweils 70 - 85 % und
15 - 30 % wird zu einer Hydroraffination unter Einsatz von einem Aluminium- Kobalt-Molybdän-
oder Aluminium-Nickel-Molybdän-Katalysator gefördert. Der Schwefelanteil im Dieselkraftstoff
nach der Hydroraffination liegt unter 10 ppm.
[0038] Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht es, den gesamten Schwefelanteil im Destillations-Dieselkraftstoff
von 1,34 % auf 0,774 % dank der Abnahme des ABT-Gehalts im Rohstoff für Dieselkraftstoff-Hydroraffinationsanlagen
nach dem Flüssigkeitsextraktions-Verfahren herabzusetzen und die Herstellung von einem
hydroraffinierten Dieselkraftstoff mit einem Schwefelgehalt unter 10 ppm innerhalb
einer breiten Fraktionszusammensetzung eines Destillations-Dieselkraftstoffs sicherzustellen.
[0039] Bei der Hydroraffination des Fraktionsgemisches von 171 - 341° C und 199 - 360° C
(ohne ABT-Extraktion) bei einer prozentualen Zusammensetzung von jeweils 70 - 85 %
und 15 - 30 % unter Einsatz von einem Aluminium-Kobalt-Molybdän- oder Aluminium-Nickel-Molybdän-Katalysator
beträgt der Schwefelgehalt im Dieselkraftstoff nach der Hydroraffination über 50 ppm.
[0040] Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht es, einen Dieselkraftstoff mit einem Schwefelgehalt
von max. 10 ppm herzustellen. Das entspricht den Anforderungen von internationalen
Normen. Das neue Verfahren ermöglicht es des Weiteren, die Rohstoffmenge zur Herstellung
von Dieselkraftstoff zu vergrößern, indem die Fraktionszusammensetzung von Dieselkraftstoff
von SEP 340° C bis zu SEP 360° C erweitert wird.
[0041] Das in dieser Erfindung beschriebene Verfahren zur Herstellung von Dieselkraftstoff
mit einem Schwefelgehalt von unter 10 ppm kann in den Ölraffinerien angewendet werden
und wird es ermöglichen, Dieselkraftstoff mit einem Schwefelgehalt bis zu 10 ppm innerhalb
einer erweiterten Fraktionszusammensetzung von Dieselkraftstoff 170 - 360° C zu produzieren.
Die Bedingungen für das Flüssigkeitsextraktions-Verfahren und den Schwefelgehalt im
Rohstoff und in den Raffinaten
[0042]
Tabelle 1
| Kenngrößen |
Rohstoff |
Raffinat |
| Probenummer |
| 1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
6 |
| Massenverhältnis Rohstoff: Extraktionsmittel |
|
1:1 |
1:2 |
1:2 |
1:2 |
1:3 |
1:4 |
| Temperatur, °C |
|
40-45 |
| Zeit, Stunde |
|
1 |
2 |
3 |
4 |
3 |
3 |
| Gesamtschwefelgehalt |
1,340 |
0,946 |
0,844 |
0,801 |
0,809 |
0,774 |
0,785 |
| Thiophene, Sulfide, Merkaptane, gemischt |
0,01 |
0,01 |
0,009 |
0,0095 |
0,0091 |
0,0092 |
0,0093 |
| Benzothiophene und alkylsubstituierte Benzothiophene |
0,81 |
0,624 |
0,546 |
0,507 |
0,515 |
0,491 |
0,499 |
| Dibenzothiophene und alkylsubstituierte Dibenzothiophene |
0,52 |
0,312 |
0,289 |
0,285 |
0,285 |
0,273 |
0,277 |
1. Verfahren zur Herstellung von Dieselkraftstoff einschließlich folgender Verfahrensschritte:
Erdölentsalzung, Erdöldestillation, Aussonderung von DK-Fraktionen, ihre Vermengung
und eine nachfolgende Hydroraffination des Gemisches,
dadurch gekennzeichnet,
dass während der Destillation in einer atmosphärischen Kolonne zwei DK-Fraktionen entnommen
werden, die im Temperaturbereich von 171 - 341° C und 199 - 360° C auskochen,
dass die 199-360° C-Fraktion zu einer Flüssigkeitsextraktion zwecks Entfernung von Benzalkylthiophenen
gefördert wird,
dass als Extraktionsmittel ein Produkt einer Wechselwirkung zwischen einem organischen
Amin mit einer organischen Säure - Amid - verwendet wird,
dass die 171-341° C- und 199-360° C-Fraktionen nach der Raffination vermengt werden und
dass das Gemisch dieser Fraktionen dabei bei einer Destillation nach dem ASTM D-86-Verfahren
einen Siedendpunkt von max. 360° C aufweist.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das hergestellte Gemisch einer Hydroraffination unter Einsatz von einem Aluminium-Kobalt-Molybdän-
oder Aluminium-Nickel-Molybdän-Katalysator ausgesetzt wird.