[0001] Die Erfindung betrifft ein Bauschnittholz zur Erstellung einer Tragkonstruktion,
wobei die Erstreckung des Bauschnittholzes in Längsrichtung wesentlich größer als
in der Breite und in der Höhe ist. Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zur
Erstellung einer eine Einteilung in Längsrichtung erzeugenden Vertiefung in einem
Bauschnittholz und eine Verwendung eines derartigen Bauschnittholzes.
[0002] Unter dem Begriff Bauschnitthölzer sind vorliegend sämtliche Holzerzeugnisse zu verstehen,
die zur Erstellung von beliebigen Tragkonstruktionen, beispielsweise Ständerwerken
oder Dachkonstruktionen geeignet sind. Bauschnittholz umfasst Bretter, Bohlen, Balken,
Latten etc. Im vorliegenden Fall ist unter Bauschnittholz sämtliche Holzarten zu verstehen,
beispielsweise Ganzholz, Halbholz, Kreuzholz und Viertelholz. Holz ist aus einer Vielzahl
von Gründen als Baumaterial zur Errichtung von Gebäuden, Bauwerken und anderen Tragkonstruktionen
geeignet. Insbesondere die geringe Dichte und zugleich sehr hohe Steifigkeit bei gleichzeitig
guter Verarbeitbarkeit und Beständigkeit zeichnen Holz als Baumaterial aus.
[0003] Bauschnitthölzer werden üblicherweise in einem Sägewerk durch einen Sägevorgang in
einem Sägegatter aus einem Baumstamm hergestellt, wobei nach dem Sägevorgang eine
Auswahl und Sortierung erfolgt. Anschließend folgt eine Weiterverarbeitung, z. B.
in Form von Trocknung der Behandlung. Bauhölzer zeichnen sich insbesondere dadurch
aus, dass sie auf eine maximale Holzfeuchte von 20 % getrocknet ist.
[0004] Insbesondere bei Verwendung von Bauschnittholz zur Erstellung von Tragkonstruktionen
im Dach- oder Fassadenbereich werden besondere Anforderungen an die Tragfähigkeit
und Beständigkeit gestellt. Üblicherweise werden an Bauschnittholz im Dach- oder Fassadenbereich
unter anderem Dachziegel oder Dachsteine mit Aufhängenasen befestigt, so dass die
Aufhängenasen in flächigem Kontakt mit der in Richtung des Dachfirsts orientierten
Seitenfläche des Bauschnittholzes stehen. Im Laufe der Nutzungszeit des Bauschnittholzes
mit einem darauf angeordneten Dachziegel werden durch Wettereinflüsse, beispielsweise
Regen, Schnee, Luftfeuchtigkeit, sommerliche Hitze sowie winterlicher Frost, die Dacheindeckungsplatten
als üblicherweise keramische oder mineralische Werkstoffe einem ständigen Wechsel
der Materialfeuchte unterzogen. In den Bereichen, in denen das Bauschnittholz mit
der Dacheindeckungsplatte in Kontakt steht, übernimmt das Holz durch den Materialkontakt
zur Dacheindeckungsplatte die Feuchte aus dem Material der Dacheindeckungsplatte und
hält diese Feuchtigkeit in der holzeigenen Zellstruktur gebunden.
[0005] Im Laufe der Zeit kommt es - bedingt durch den höheren Feuchteanteil - durch physikalische
und chemische Vorgänge in diesem Kontaktbereich zu Veränderungen an dem Material der
Dacheindeckungsplatte. Im Bereich der Aufhängenasen und im den weiteren Kontaktbereichen
können Ausblühungen aus Kalk-, Zement- und/oder Gipsverbindungen auftreten, die die
Qualität und die Haltbarkeit der Dacheindeckungsplatten stark reduzieren. Ferner wird
auch das Bauschnittholz als biologisches Material durch die Feuchtigkeit beansprucht,
wird nämlich durch das Vorhandensein permanenter Feuchtigkeit besonders anfällig für
Pilz- Schimmel- oder Schwammerkrankungen.
[0006] Ausgehend von dem vorgenannten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde, ein Bauschnittholz und ein Verfahren zu dessen Herstellung anzugeben, das
das Risiko einer Beschädigung durch Feuchtigkeit in einem Kontaktbereich reduziert.
[0007] Die vorgenannte Aufgabe ist bei einem gattungsgemäßen Bauschnittholz dadurch gelöst,
dass in mindestens einer Oberfläche des Bauschnittholzes mindestens eine eine Einteilung
der Längsrichtung erzeugende Vertiefung eingebracht ist. Das Bauschnittholz liegt
beispielsweise in Form einer Bohle, eines Brettes, eines Kantholzes oder einer Latte
usw. vor. Die Längserstreckung ist dabei gattungsgemäß wesentlich größer als die Breite
und/oder die Höhe des Bauschnittholzes. Während die Höhe und Breite im Bereich von
mehreren Zentimetern liegt, ist die Länge im Bereich von mehreren Metern. Die Standardabmessungen
einer Dachlatte sind bei einer Länge zwischen 4 m und 6 m etwa eine Höhe zwischen
24 mm und 40 mm sowie einer Breite zwischen 48 mm und 60 mm. Als vorteilhaft hat sich
herausgestellt, wenn die Längserstreckung einem Vielfachen der Höhe oder der Breite
entspricht, vorteilhaft mindestens dem zehnfachen der Breite oder der Höhe entspricht.
Die Vertiefung ist in eine bezüglich ihrer Länge der längsten Erstreckungsrichtung
entsprechende Seitenfläche eingebracht.
[0008] In mindestens einer Oberfläche des Bauschnittholzes ist mindestens eine Vertiefung
eingebracht, die eine sichtbare, also mit bloßem Auge erkennbare, Einteilung der Längsrichtung
des Bauschnittholzes erzeugt. Die Oberfläche ist vorzugsweise eine Seitenfläche, die
in senkrechter Erstreckungsrichtung zum Querschnitt ausgebildet ist. Eine Einteilung
kann dabei jede beliebige geometrische Unterteilung der Längserstreckung des Bauschnittholzes
sein. Die gesamte Längserstreckung des Bauschnittholzes ist durch die mindestens eine
Vertiefung in eine Mehrzahl von Abschnitten erkennbar gegliedert. Die Vertiefung ist
vorteilhaft in einem Randbereich der Oberfläche angeordnet; es ist jedoch auch vorgesehen,
dass die Vertiefung zentral oder dezentral in der Oberfläche angeordnet ist. Vorteilhaft
ist ferner, wenn sich die Vertiefung bzw. die Vertiefungen nur auf einem Teilbereich
der Oberfläche erstrecken, beispielweise bis zur Hälfte der Breite der Oberfläche.
Vorzugsweise sind alle weiteren Seiten- bzw. Oberflächen glatt ausgebildet, d. h.
ohne Vertiefungen. Vorzugsweise ist die Vertiefung auf einer im Montagezustand nicht
sichtbaren Oberfläche ausgebildet.
[0009] Die Vertiefung erstreckt sich aus der mindestens einen Oberfläche des Bauschnittholzes
in das Material hinein und ist vorzugsweise durch einen Prägevorgang eingebracht,
folglich mittels Druck eingeprägt. Die Vertiefung erstreckt sich beispielsweise wellen-
oder zickzackförmig über die gesamte Längserstreckung des Bauschnittholzes, wobei
jeder Zacken bzw. jeder Wellenberg bzw. jedes Wellental ein Segment bzw. einen Abschnitt
der Einteilung des Bauschnittholzes in Längsrichtung kennzeichnet. Vorzugsweise weisen
die Abschnitte einen gleichmäßigen Abstand auf. Von besonderer Bedeutung ist, dass
die Vertiefung eine derartige Form aufweist bzw. derart eingebracht ist, dass das
Bauschnittholz durch die Vertiefung nicht an statischer Tragfähigkeit einbüßt, wobei
insbesondere eine scharfe Einprägung, die eine Sollbruchstelle bildet, vermieden werden
soll. Die Vertiefung hat somit keine Kerbwirkung innerhalb des Bauschnittholzes. Vorteilhaft
ist dazu der Grund der Vertiefung eben ausgebildet.
[0010] Ein Bauschnittholz gemäß der vorliegenden Erfindung weist den Vorteil auf, dass beispielsweise
bei Verwendung mit einer aufgelegten Dacheindeckungsplatte im Kontaktbereich zwischen
Dacheindeckungsplatte und Bauschnittholz durch die Vertiefung die Kontaktfläche zwischen
Bauschnittholz und Dacheindeckungsplatte reduziert wird. Durch diese Reduzierung der
Kontaktfläche wird der Austausch von Feuchtigkeit reduziert, wodurch das Risiko eine
Beschädigung reduziert wird. Ferner besteht, insbesondere in Abhängigkeit der Anordnung
der Vertiefung, ferner die Möglichkeit einer Luftzirkulation im Kontaktbereich, wodurch
Feuchtigkeit entweichen kann. Diese Luftzirkulation unterstützt die Verringerung des
Risikos einer Beschädigung sowohl des Bauschnittholzes als auch der Dacheindeckungsplatte
durch dauerhaft vorhandene Feuchtigkeit. Ganz besonders vorteilhaft ist deshalb, wenn
das Bauschnittholz als Dachlatte ausgebildet ist.
[0011] Die Vertiefung, die eine Einteilung der Längserstreckung des Bauschnittholzes erzeugt,
weist ferner den Vorteil auf, dass ein Längenmaß anhand der Vertiefung abgelesen werden
kann, was insbesondere die Erstellung von Tragkonstruktionen mit einem derartigen
Bauschnittholz vereinfacht, da auf ein Messwerkzeug verzichtet werden kann, beispielsweise
indem Abschnitte abgezählt werden. Die Einteilungen - Abschnitte - weisen vorzugsweise
einen Maßabstand von 10 mm auf.
[0012] Gemäß einer ersten Ausgestaltung des Bauschnittsholzes ist vorgesehen, dass eine
Mehrzahl von Vertiefungen eingebracht sind, die eine Einteilung der Längsrichtung
des Bauschnittholzes erzeugen. Die Vertiefungen sind wiederkehrend in regelmäßigen
oder unregelmäßigen Abständen über die gesamte Längserstreckung des Bauschnittholzes
verteilt, wodurch die Einteilung der Längsrichtung durch die Vertiefungen erfolgt.
Die Vertiefungen führen zu einer sichtbaren Einteilung der Längsrichtung. Vorzugsweise
weisen die Vertiefungen in der Draufsicht eine im Wesentlichen geometrische Grundform
auf, insbesondere sind die Vertiefungen beispielsweise rund oder polygonal ausgebildet.
Als besonders vorteilhaft haben sich dabei Rechtecke, Dreiecke und Halbkreise herausgestellt.
Vorzugsweise ist auch vorgesehen, dass mit Vertiefungen unterschiedlicher Form ein
wiederkehrendes Muster in mindestens einer Oberfläche des Bauschnittholzes erzeugt
wird, beispielsweise indem jede Vertiefung, deren Nummer einem bestimmten Vielfachen
einer beliebigen Zahl entspricht, abweichend von den sonstigen Vertiefungen ausgebildet
ist. Beispielweise ist jede zehnte Vertiefung größer, tiefer oder weist eine andere
Form als die zwischenliegenden Vertiefungen auf. In einem Bauschnittholz mit einer
Länge von 5 m sind etwa 500 Vertiefungen eingebracht.
[0013] Ferner ist auch vorgesehen, dass die Vertiefungen als Buchstaben ausgebildet sind,
so dass mit den Vertiefungen ein Schriftzug dargestellt werden kann, wobei gleichzeitig
jedoch die Funktion der Reduzierung einer Kontaktfläche oder die Hinterlüftung gewährleistet
ist.
[0014] Die Vertiefungen sind - sofern im Bezug auf ihre geometrische Form orientierbar -
vorteilhaft im Bezug auf die Längserstreckung der Tragvorrichtung in einem Winkel
angeordnet, insbesondere in einem Winkel von 90° zur Längserstreckung des Bauschnittholzes
angeordnet. Vorzugsweise ist ferner vorgesehen, dass die mindestens eine Oberfläche
des Bauschnittholzes zumindest teilweise durch die Vertiefungen mit einer Profilierung
versehen ist, insbesondere beispielsweise ein Wellenprofil oder ein Zackenprofil realisiert
ist, wobei die Wellen oder die Zacken quer zur Längsrichtung des Bauschnittholzes
orientiert sind.
[0015] Ebenso wie durch eine kontinuierliche Vertiefung wird auch durch eine Mehrzahl von
Vertiefungen in mindestens einer Oberfläche des Bauschnittholzes die Kontaktfläche
reduziert und ggf. eine Luftzirkulation im Kontaktbereich mit einer Dacheindeckungsplatte
ermöglicht, so dass Feuchtigkeit im Kontaktbereich reduziert werden kann. Vorzugsweise
weist jede Vertiefung eine zur Einteilung der Längsrichtung beitragende Eigenart auf,
beispielsweise eine Spitze, einen Scheitelpunkt oder eine Unstetigkeitsstelle, an
der die Unterteilung der Abschnitte eindeutig erkennbar ist. Die Abschnitte können
dann als Maßhilfe dienen.
[0016] Ein Bauschnittholz hat sich als besonders vorteilhaft zur Verwendung als Dachlatte
in einer Dachkonstruktion dadurch erwiesen, dass das Bauschnittholz einen im Wesentlichen
rechteckigen Querschnitt aufweist, und dass die Vertiefungen zumindest teilweise in
mindestens eine Seitenfläche eingebracht sind, insbesondere zumindest teilweise in
mindestens zwei Seitenflächen eingebracht sind, bevorzugt in einem Randbereich einer
Seitenfläche eingebracht sind. Das Bauschnittholz weist beispielsweise einen Querschnitt
auf, bei dem die Breite und die Höhe identisch sind, alternativ ist jedoch auch vorgesehen,
dass die Breite und die Höhe unterschiedlich sind. Die Vertiefungen sind zumindest
teilweise in mindestens eine Seitenfläche des Bauschnittholzes eingebracht, so dass
diese Seitenfläche im Montagezustand beispielsweise als Kontaktfläche für die Aufhängenase
einer Dacheindeckungsplatte dienen kann.
[0017] Da eine Dacheindeckungsplatte neben der Kontaktfläche mit der Aufhängenase häufig
auch eine weitere Kontaktfläche mit dem Bauschnittholz aufweist, ist vorgesehen, dass
die Vertiefung zumindest teilweise in zwei Seitenflächen eingebracht ist, vorzugsweise
in den Bereichen in denen die Seitenflächen aneinander angrenzen, so dass die Vertiefung
von der einen Seitenfläche auf die andere Seitenfläche übergeht. Die Vertiefungen
erstrecken sich vorteilhaft durchgängig von einer Seitenfläche auf die andere Seitenfläche.
Ferner ist aber auch vorgesehen, dass die Vertiefungen in den beiden Seitenflächen
versetzt zueinander angeordnet sind.
[0018] Als vorteilhaft hat sich gemäß einer weiteren Ausgestaltung aus herausgestellt, wenn
vorgesehen ist, dass die Vertiefung zumindest lokal eine unterschiedliche Tiefe aufweist.
Dies umfasst einerseits, dass im Bereich einer einzigen Vertiefung lokal unterschiedliche
Tiefen vorliegen aber auch, dass unterschiedliche Vertiefungen einer Mehrzahl von
Vertiefungen unterschiedliche Tiefen aufweisen. Dabei ist beispielsweise vorgesehen,
dass sich die Tiefe kontinuierlich im Bereich einer Vertiefung verändert, jedoch auch
vorgesehen, dass sich die Tiefe unstetig ändert, z. B. als Absatz oder Stufe,
[0019] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung hat sich als besonders vorteilhaft herausgestellt,
wenn die Vertiefung eine Tiefe zwischen 0,05 mm und 4 mm aufweist, da insbesondere
bei derartigen Tiefen ein ausreichender Abstand in einem Kontaktbereich vorliegt und
beispielsweise auch eine ausreichende Luftzirkulation gewährleistet werden kann. Desweiteren
ist eine derartige Vertiefung mit bloßem Auge in der Oberfläche des Bauschnittholzes
erkennbar. Um zu verhindern, dass durch die Vertiefungen eine Kerbwirkung realisiert
wird, ist vorgesehen, dass die Tiefe der Vertiefung etwa 10 % der Dimension des Bauschnittholzes
in Richtung der Vertiefung entspricht. Wenn beispielsweise folglich das Bauschnittholz
eine Höhe von 50 mm aufweist, beträgt die Tiefe der Vertiefung maximal mm. In Bezug
auf die Breite einer Vertiefung parallel zur Längserstreckung des Bauschnittholzes
ist gemäß einer weiteren Ausgestaltung bevorzugt, wenn diese Breite zwischen 0,1 mm
und 10 mm liegt, insbesondere zwischen 0,5 mm und 1,5 mm liegt. In der Oberfläche
des Bauschnittholzes sind dann über die gesamte Längserstreckung hintereinander eine
Mehrzahl von Vertiefungen angeordnet, die jeweils eine der vorgenannten Breiten aufweisen.
[0020] Zur vorteilhaften Gewährung einer ausreichenden Hinterlüftung, insbesondere aber
auch zur vorteilhaften Verarbeitung eines Bauschnittholzes, ist gemäß einer nächsten
Ausgestaltung vorgesehen, dass der Abstand zwischen zwei Vertiefungen, insbesondere
der mittlere Abstand zwischen zwei Vertiefungen, zwischen 2 mm und 30 mm liegt, insbesondere,
dass der Abstand zwischen 5 mm und 10 mm liegt, bevorzugt, dass der Abstand zwischen
zwei Vertiefungen 10 mm beträgt, so dass der Abstand der Vertiefungen als Maß dient.
Mit dem mittleren Abstand der Vertiefungen ist der Abstand gemeint, der sich zwischen
den jeweiligen Mittelpunkten von zwei Vertiefungen ergibt. Vorzugsweise ist der mittlere
Abstand auch der Abstand, der sich zwischen zwei kennzeichnenden Merkmalen einer Vertiefung,
beispielsweise zwischen zwei Zackenspitzen, ergibt.
[0021] Bevorzugt beträgt dieser Abstand zwischen zwei kennzeichnenden Merkmalen genau 10
mm, so dass der Abstand zwischen zwei Vertiefungen, also der Abstand zwischen zwei
kennzeichnenden Merkmalen von zwei Vertiefungen, als Maß dient. Wenn folglich die
Vertiefungen gleichmäßig über die gesamte Längserstreckung des Bauschnittholzes verteilt
sind, lässt sich insbesondere jede Maßlänge mit einer kleinsten Einheit von 10 mm
unmittelbar am Bauschnittholz ablesen und ein Zuschnitt durchführen. Vorzugsweise
ist jede Vertiefung mit einer Nummer, die einer bestimmten Vielzahl einer Zahl entspricht,
abweichend ausgebildet, beispielsweise jede zehnte Vertiefung, abweichend von den
sonstigen Vertiefungen ausgebildet. Dadurch sind beispielsweise auch Abstände von
10 cm unmittelbar erkennbar. Dies kann vorteilhaft dadurch erfolgen, dass jede zehnte
Vertiefung in Bezug auf ihre Fläche größer ausgebildet ist oder eine andere Form aufweist.
[0022] Um die Vertiefung oder die Vertiefungen als Maß verwenden zu können, ist gemäß einer
weiteren Ausgestaltung vorgesehen, dass die Vertiefung zumindest teilweise mit einer
Kennzeichnung versehen ist, insbesondere mit einer ein Längenmaß angebenden Kennzeichnung
versehen ist.. Die Kennzeichnung der Vertiefung oder der Vertiefungen kann beispielsweise
dadurch erfolgen, dass die Vertiefung selbst verändert wird, nämlich beispielsweise
eingefärbt wird oder dadurch, dass neben der entsprechenden Vertiefung unmittelbar
eine Kennzeichnung, beispielsweise eine Zahl oder ein Symbol angeordnet wird. Besonders
bevorzugt ist dabei eine ein Längenmaß angebende Kennzeichnung, so dass das Bauschnittholz
über die gesamte Längserstreckung durchgehend bemaßt ist.
[0023] Vorzugsweise ist eine derartige Kennzeichnung lediglich an ausgewählten Vertiefungen
vorgesehen, beispielsweise an jeder zehnten Vertiefung ein Längenmaß angeordnet, dass
die absolute Länge des Bauschnittholzes vom Beginn bis zum Ende angibt. Vorzugsweise
ist jede zehnte Vertiefung thermisch behandelt, so dass die Oberfläche der Vertiefung
beispielsweise verbrannt ist, so dass durch die Farbänderung sich jede zehnte Markierung
von den sonstigen Markierungen unmittelbar erkennbar abhebt. Die thermische Behandlung
der Vertiefung erfolgt beispielsweise über ein widerstandsbeheiztes Prägemittel.
[0024] Um die Haltbarkeit der Kennzeichnung zu verbessern, ist gemäß einer weiteren Ausgestaltung
vorgesehen, dass die Kennzeichnung thermisch oder mit Farbe auf die mindestens eine
Oberfläche aufgebracht ist. Die Kennzeichnung, also beispielsweise eine das Längenmaß
angebende Zahl, wird entweder thermisch in die Oberfläche des Bauschnittholzes eingebracht,
indem die Oberfläche beispielsweise teilweise verbrannt wird, so dass die Kohlenstoffschicht
als erkennbare Farbänderung die Kennzeichnungen darstellt. Ferner ist vorgesehen,
dass die Kennzeichnung mit Farbe aufgebracht wird, beispielsweise in Form eines Stempels,
der an die entsprechende Stelle automatisch aufgebracht wird.
[0025] Ein erfindungsgemäßes Bauschnittholz lässt sich auf einfache Weise gemäß eines Verfahrens
zur Erstellung einer eine Einteilung in Längsrichtung erzeugenden Vertiefung in einem
Bauschnittholz herstellen, bei dem folgende Verfahrensschritte umfasst sind: 1) Förderung
des Bauschnittholzes auf einem Fördermittel in eine Förderrichtung 2) Kontinuierliches
Erstellen mindestens einer eine Einteilung der Längsrichtung erzeugenden Vertiefung
in dem Bauschnittholz durch ein Prägemittel während der Förderung.
[0026] Das Bauschnittholz wird folglich auf einem Fördermittel in eine Förderrichtung gefordert,
so dass es sich vorzugsweise in Längsrichtung fortbewegt. Das Bauschnittholz wird
dabei in Richtung des Prägemittels gefordert, so dass das Prägemittel, während das
Bauschnittholz an dem Prägemittel vorbeigefördert wird, kontinuierlich mindestens
eine eine Einteilung der Längsrichtung erzeugende Vertiefung in dem Bauschnittholz
erzeugt. Vorzugsweise werden kontinuierlich über die gesamte Länge des Bauschnittholzes
verteilte Vertiefungen in mindestens einer Oberfläche des Bauschnittholzes eingebracht
- eine Mehrzahl an Vertiefungen. Das Prägemittel arbeitet dabei kontinuierlich, so
dass die Förderung des Bauschnittholzes für den Prägevorgang nicht unterbrochen werden
muss, Vorzugsweise wird der für die Prägung erforderliche Prägedruck zwischen dem
Prägemittel und der Fördereinrichtung aufgebaut.
[0027] Als besonders vorteilhaftes Prägemittel für ein vorgenanntes Verfahren hat sich gemäß
einer ersten Ausgestaltung ein rotierendes Prägerad mit Prägezähnen oder eine auf
einem rotierenden Führungsrad geführte Prägekette mit Prägezähnen herausgestellt.
Das rotierende Prägerad mit Prägezähnen hat beispielsweise eine Außenumfangsgeschwindigkeit,
die der Fördergeschwindigkeit des Bauschnittholzes auf dem Fördermittel entspricht.
Die Prägezähne des Prägerades weisen einen Abstand auf, der dem einzuprägenden Abstand
der Vertiefungen in dem Bauschnittholz entspricht. Gleiches gilt für eine auf einem
Führungsrad geführte Prägekette mit Prägezähnen, bei der beispielsweise auf jedem
Kettenglied ein Prägezahn angeordnet ist. Der Abstand zwischen den Prägezähnen auf
den Kettengliedern entspricht später folglich dem Abstand der Prägungen im Bauschnittholz.
Die Prägezähne sind dabei beispielsweise vollständig gleich ausgebildet oder alternativ
weist beispielsweise jeder zehnte Prägezahn eine besondere Form auf, so dass jede
zehnte Vertiefung ebenfalls eine besondere Form aufweist. Zusätzlich zu den Prägezähnen
ist auch vorgesehen, dass auch einem Kettenglied der Prägekette oder auf dem Prägerad
mindestens ein Stempel vorgesehen ist, mit dem vorbestimmte Vertiefungen farbig oder
thermisch gekennzeichnet werden können.
[0028] Des Weiteren können je nach Länge der Prägekette oder je nach Durchmesser des Prägerades
individuelle Vertiefungen über die gesamte Länge des Bauschnittholzes erstellt werden.
Ferner ist auch eine durchgehende Bemaßung möglich. Die Länge der Kette entspricht
dabei der Länge des Bauschnittholzes bzw. des Umfang des Prägerades der Länge des
Bauschnittholzes.
[0029] Auf besonders einfache Weise lässt sich gemäß einer Ausgestaltung des Verfahrens
die Vertiefung in einem Bauschnittholz dadurch erzeugen, dass ein Prägespalt zwischen
Fördermittel und Prägemittel ausgebildet ist, insbesondere dass das Bauschnittholz
durch ein Führungsmittel in den Prägespalt geführt wird. Der Prägespalt zwischen Fördermittel
und Prägemittel ist derart ausgebildet, dass die Prägezähnen des Prägemittels eine
Vertiefung oder mehrere Vertiefungen in der Oberfläche des Bauschnittholzes hinterlassen,
während das Bauschnittholz durch den Prägespalt läuft. Um ein Ausweichen des Bauschnittholzes
während des Prägevorganges zu verhindern und insbesondere eine exakte Positionierung
der Vertiefungen zu gewährleisten, ist das Bauschnittholz vorzugsweise durch ein seitliches
Führungsmittel in den Prägespalt geführt, so dass durch das Führungsmittel eine exakte
Positionierung der Vertiefungen, beispielsweise in einem Randbereich einer Seitenfläche,
festgelegt ist.
[0030] Besonders vorteilhaft ist ferner gemäß einer weiteren Ausgestaltung, wenn gleichzeitig
mit dem kontinuierlichen Erstellen einer eine Einteilung in Längsrichtung erzeugenden
Vertiefung zumindest teilweise eine Kennzeichnung mit dem Prägemittel erfolgt, insbesondere
eine thermische oder farbige Kennzeichnung. Das Prägerad oder die Prägekette weist
dazu vorzugsweise Stempelbereiche auf, die mit einer Farbe benetzt werden, wobei anschließend
die Farbe während des Prägevorgangs gleichzeitig mit dem Einbringen einer Vertiefung
auf die Oberfläche des Bauschnittholzes aufgebracht wird. Der Stempel bildet beispielsweise
Buchstaben oder Zahlen ab. Des Weiteren ist alternativ oder zusätzlich eine thermische
Kennzeichnung vorgesehen, die beispielsweise dadurch erfolgt, dass die Prägezähne
eines Prägerades oder die Prägezähne einer Prägekette erhitzt werden, so dass diese
eine thermische Kennzeichnung im Bauschnittholz hinterlassen.
[0031] Besonders bevorzugt ist eine Verwendung eines zuvor beschriebenen Bauschnittholzes,
ausgebildet als eine Dacheindeckungselemente tragende Dachlatte in einer Dachkonstruktion.
Insbesondere gemäß einer der Ausgestaltungen, die vorangehend und nachfolgend beschrieben
werden.
[0032] Im Einzelnen gibt es nun eine Vielzahl von Möglichkeiten, das erfindungsgemäße Bauschnittholz
und das Verfahren auszugestalten und weiterzubilden. Im Einzelnen wird dazu verwiesen
auf die den Patentansprüchen 1 und 11 nachgeordneten Patentansprüche sowie auf die
nachfolgende Beschreibung von bevorzugten Ausführungsbeispielen in Verbindung mit
der Zeichnung. In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- ein Ausführungsbeispiel eines Bauschnittholzes während des Einbringens von Vertiefungen,
- Fig. 2
- ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Bauschnittholzes während des Einbringens von
Vertiefungen,
- Fig. 3
- ein Ausführungsbeispiel eines Bauschnittholzes in Draufsicht,
- Fig. 4a-g
- Ausführungsbeispiele von Vertiefungen in einem Bauschnittholz,
- Fig. 5
- ein Ausführungsbeispiel eines Bauschnittholzes während des Einbringens von Vertiefungen,
- Fig. 6
- ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Bauschnittholzes während des Einbringens von
Vertiefungen, und
- Fig. 7
- ein erfindungsgemäßes Bauschnittholz im Montagezustand unterhalb einer Dacheindeckungsplatte.
[0033] Fig. 1 zeigt ein Bauschnittholz 1 zur Erstellung einer Tragkonstruktion, wobei die
Erstreckung des Bauschnittholzes 1 in Längsrichtung wesentlich größer als in der Breite
und in der Höhe ist. Das Bauschnittholz 1 weist in einer Oberfläche eine Mehrzahl
von Vertiefungen 2 auf, die eine Einteilung der Längsrichtung des Bauschnittholzes
1 in regelmäßige Abschnitte erzeugen.
[0034] Die Vertiefungen 2 sind in die gemäß Fig. 1 oben liegende ersten Seitenfläche 3 des
Bauschnittholzes 1 eingebracht und weisen einen mittleren Abstand von 10 mm auf. Das
Bauschnittholz 1 hat einen im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt. Die Vertiefungen
2 sind in einem Randbereich der ersten Seitenfläche 3 angeordnet, so dass die Vertiefungen
2 sich auch zumindest teilweise in der zweiten Seitenfläche 3' erstrecken.
[0035] Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Bauschnittholzes 1, im Moment des Einbringens
der Vertiefungen 2, bei dem die Vertiefungen 2 sowohl in die erste Seitenfläche 3
als auch in die zweite Seitenfläche 3' eingebracht sind. Neben den Vertiefungen 2
ist zusätzlich an jeder vierten Vertiefung 2 eine Kennzeichnung 4 vorgesehen, die
eine Information über ein Längenmaß des Bauschnittholzes 1 enthält.
[0036] Fig. 1 zeigt, dass die Vertiefungen 2 in das Bauschnittholz 1 mit einem Verfahren
eingebracht werden, bei dem das Bauschnittholz 1 auf einem - nicht dargestellten -
Fördermittel in eine Förderrichtung gefördert wird, wobei ein kontinuierliches Erstellen
der eine Einteilung der Längsrichtung erzeugenden Vertiefungen 2 in dem Bauschnittholz
1 während der Förderung durch ein Prägemittel erfolgt. Das Prägemittel ist bei diesem
Ausführungsbeispiel als Prägerad 5 mit Prägezähnen 6 ausgebildet. Das Prägerad 5 ist
an einer zentralen Achse 7 fest gelagert, so dass seine Position nicht veränderbar
ist. Die Prägezähne 6 des Prägerades 5 werden in die Seitenfläche 3 des Bauschnittholzes
1 gepresst, so dass die Vertiefungen 2 eingeprägt werden. Das Prägerad 5 ist rotierend
gelagert. Die Teilung der Prägezähne 6 auf dem Prägerad 5 entspricht den gewünschten
Abständen der Vertiefungen 2 im Bauschnittholz 1.
[0037] Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem im Rahmen des Verfahrens zur Erstellung
mindestens einer eine Einteilung in Längsrichtung erzeugenden Vertiefung 2 in einem
Bauschnittholz 1 zwei Prägeräder 5, 5' verwendet werden, die an separaten Achsen 7,
7' gelagert sind. Das erste Prägerad 5 erzeugt den Anteil einer Vertiefung 2 in der
ersten Seitenfläche 3. Das zweite Prägerad 5' erzeugt den zweiten Teil einer Vertiefung
2 in der Seitenfläche 3' des Bauschnittholzes 1, Das Prägerad 5 weist neben den Prägezähnen
6 ferner in bestimmten Abständen angeordnete Stempel 8 auf, die regelmäßig mit Farbe
benetzt werden und neben den Vertiefungen 2 in bestimmten Abständen eine Kennzeichnung
4 auf dem Bauschnittholz 1 hinterlassen.
[0038] Fig. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Bauschnittholzes 1, in das eine Mehrzahl
von die Längsrichtung einteilenden Vertiefungen 2 eingebracht sind. Jede zehnte Vertiefung
2 ist als etwas längere Vertiefung 2' ausgebildet und zusätzlich mit einer Kennzeichnung
4 versehen, die das Längenmaß wiedergibt.
[0039] Die Fig. 4a bis 4g zeigen verschiedene Ausführungsbeispiele von Vertiefungen 2 in
Bauschnitthölzem 1. Fig. 4a zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Bauschnittholzes mit
Vertiefungen 2, die eine polygonale Form aufweisen, die sich in Richtung des Randes
der Seitenfläche 3 öffnet. Die Vertiefungen 2 sind beabstandet zueinander angeordnet.
Fig. 4b zeigt ein Ausführungsbeispiel von Vertiefungen 2 in einem Bauschnittholz 1,
die ebenfalls in einem Randbereich der Seitenfläche 3 angeordnet sind und eine dreieckige
Grundform aufweisen. Die Spitzen der Dreiecke stellen die kennzeichnenden Merkmale
der Vertiefungen 2 dar. Die Spitzen weisen jeweils einen identischen Abstand von 10
mm zueinander auf, so dass die Spitzen der dreieckigen Vertiefungen 2 als Längenmaß
dienen.
[0040] Fig. 4c zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Bauschnittholzes 1 mit halbkreisförmigen
Vertiefungen 2 in einem Randbereich der Seitenfläche 3. Fig. 4d zeigt ein Ausführungsbeispiel
eines Bauschnittholzes 1 mit einer einzigen, durchgehenden Vertiefung 2, die eine
zackenförmige Form aufweist. Die Spitzen der Zacken sind identisch zueinander beabstandet,
so dass ebenfalls diese Spitzen ein kennzeichnendes Merkmal darstellen, anhand dessen
ein Längenmaß ablesbar ist.
[0041] Fig. 4e zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Bauschnittholzes 1 mit rechteckigen Vertiefungen
2 in der Seitenfläche 3. Fig. 4f zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Bauschnittholzes
1 mit im Wesentlichen ovalen Vertiefungen 2, die zueinander beabstandet in der Seitenfläche
3 des Bauschnittholzes 1 angeordnet sind. Fig. 4g zeigt ein Ausführungsbeispiel eines
Bauschnittholzes 1 mit linienförmigen Vertiefungen 2, die in einem Winkel von 90°
zur Längserstreckung des Bauschnittholzes 1 in der Seitenfläche 3 mit identischen
Abständen zueinander angeordnet sind.
[0042] Fig. 5 zeigt ein Prägerad 5 mit Prägezähnen 6 im Moment des kontinuierlichen Erstellens
der Vertiefungen 2 innerhalb des Bauschnittholzes 1. Die Vertiefungen 2 werden mit
den Prägezähnen 6 in die Seitenfläche 3 des Bauschnittholzes 1 eingeprägt.
[0043] Fig. 6 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem während der Durchführung des Verfahrens
die Vertiefungen 2 mittels einer auf einem Führungsrad 9 geführten Prägekette 10 in
die Seitenfläche 3 des Bauschnittholzes 1 eingebracht werden. Die Prägekette 10 ist
ferner von weiteren Führungsrädern 9' geführt und gespannt. Die Prägekette 10 weist
ebenfalls Prägezähne 11 auf, die die Vertiefungen 2 in die Oberfläche 3 des Bauschnittholzes
1 einprägen. Die Prägekette 10 besteht aus Kettengliedern 12 die an Achspunkten 13
miteinander verbunden sind. Auf jedem Kettenglied 12 ist jeweils mindestens ein Prägezahn
11 angeordnet. Die Prägekette 10 weist eine Länge auf, die der Gesamtlänge des Bauschnittholzes
1 entspricht, so dass individuelle Besonderheiten unabhängig voneinander über die
gesamte Länge des Bauschnittholzes 1 eingeprägt werden können, beispielsweise auch
eine kontinuierliche Bemaßung über die gesamte Länge.
[0044] Fig. 7 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Bauschnittholzes 1 auf einem Sparren 14
einer - nicht weiter im Detail dargestellten - Dachkonstruktion. Das Bauschnittholz
1 ist auf dem Sparren 14 befestigt, so dass die Vertiefungen 2 in Richtung des Dachfirstes
orientiert sind. Auf dem Bauschnittholz 1 ist eine Dacheindeckungsplatte 15 mit ihrer
Aufhängenase 16 angeordnet. Die Vertiefungen 2 sind dabei derart angeordnet, dass
eine Luftzirkulation an der Kontaktfläche zwischen Aufhängenase 16 und dem Bauschnittholz
1 durch die Vertiefungen 2 möglich ist, so dass sich keine Feuchtigkeit an dieser
Stelle sammeln kann.
[0045] Fig. 8 zeigt einen Abschnitt eines Bauschnittholzes 1 mit Vertiefungen 2 in einer
Seitenfläche 3, wobei jede zehnte Vertiefung 2' größer ausgebildet ist. Die Vertiefungen
2 sind eingeprägt.
1. Bauschnittholz (1) zur Erstellung einer Tragkonstruktion, wobei die Erstreckung des
Bauschnittholzes (1) in Längsrichtung wesentlich größer als in der Breite und in der
Höhe ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass in mindestens eine Oberfläche des Bauschnittholzes (1) mindestens eine eine Einteilung
der Längsrichtung erzeugende Vertiefung (2) eingebracht ist.
2. Bauschnittholz (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl von Vertiefungen (2) eingebracht sind.
3. Bauschnittholz (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Bauschnittholz (1) einen im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt aufweist, und
dass die Vertiefungen (2) zumindest teilweise in mindestens eine Seitenfläche (3)
eingebracht sind, insbesondere zumindest teilweise in mindestens zwei Seitenflächen
(3, 3') eingebracht sind, bevorzugt in einem Randbereich einer Seitenfläche (3, 3')
eingebracht sind.
4. Bauschnittholz (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefung (2) zumindest lokal eine unterschiedliche Tiefe aufweist.
5. Bauschnittholz (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefung (2) eine Tiefe zwischen 0,05 mm und 4 mm aufweist.
6. Bauschnittholz (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Tiefe der Vertiefung (2) etwa 10 % der Dimension des Bauschnittholzes (1) in
Erstreckungsrichtung der Vertiefung (2) entspricht.
7. Bauschnittholz (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite der Vertiefungen (2) parallel zur Längserstreckung des Bauschnittholzes
(1) zwischen 0,1 mm und 10 mm liegt, insbesondere zwischen 0,5 mm und 1,5 mm liegt.
8. Bauschnittholz (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen zwei Vertiefungen (2) zwischen 2 mm und 30 mm liegt, insbesondere,
dass der Abstand zwischen 5 mm und 10 mm liegt, bevorzugt, dass der Abstand zwischen
zwei Vertiefungen 10 mm beträgt, so dass der Abstand der Vertiefungen (2) als Maß
dient.
9. Bauschnittholz (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefung (2) zumindest teilweise mit einer Kennzeichnung (4) versehen ist,
insbesondere mit einer ein Längenmaß angebenden Kennzeichnung (4) versehen ist.
10. Bauschnittholz (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Kennzeichnung (4) thermisch oder mit Farbe eingebracht ist.
11. Verfahren zur Erstellung einer eine Einteilung in Längsrichtung erzeugenden Vertiefung
(2) in einem Bauschnittholz (1), insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 11, umfassend
die folgenden Verfahrensschritte:
- Förderung des Bauschnittholzes (1) auf einem Fördermittel in eine Förderrichtung,
- Kontinuierliches Erstellen mindestens einer eine Einteilung der Längsrichtung erzeugenden
Vertiefung (2) in dem Bauschnittholz (1) durch ein Prägemittel während der Förderung.
12. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Prägemittel ein rotierendes Prägerad (5) mit Prägezähnen (6) oder eine auf einem
rotierenden Führungsrad (9) geführte Prägekette (10) mit Prägezähnen (11) ist.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass ein Prägespalt zwischen Fördermittel und Prägemittel ausgebildet ist, insbesondere,
dass das Bauschnittholz (1) durch ein Führungsmittel in den Prägespalt geführt wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass gleichzeitig mit dem kontinuierlichen Erstellen einer eine Einteilung in Längsrichtung
erzeugenden Vertiefung zumindest teilweise eine Kennzeichnung (4) mit dem Prägemittel
erstellt wird, insbesondere eine thermische oder eine farbige Kennzeichnung (4).
15. Verwendung eines mit mindestens einer in einer Oberfläche angeordneten, eine Einteilung
der Längsrichtung erzeugenden Vertiefung (2) versehenen Bauschnittholzes (1) als eine
Dacheindeckungselemente tragende Dachlatte in einer Dachkonstruktion.