[0001] Die Erfindung betrifft eine Koaxialkabelbuchse mit einem Steckverbindergehäuse und
einem Steckverbinderinnenleiter gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs 1 sowie ein
Verfahren zur Herstellung einer Lötverbindung des Innenleiters eines Koaxialkabels
mit dem Steckverbinderinnenleiter der Koaxialkabelbuchse.
[0002] Eine gattungsbildende Koaxialkabelbuchse ist aus der
EP 1 313 170 B1 bekannt, dessen Steckverbindergehäuse kabelseitig eine Ausnehmung zur Aufnahme und
Kontaktierung des Endes des Außenleiters eines Koaxialkabels und steckerseitig eine
Ausnehmung mit einer Isolierstoffstütze aufweist, die einen Steckverbinderinnenleiter
aufnimmt. Dieser Steckverbinderinnenleiter ist kabelseitig mit einer axialen Bohrung
zur Einführung des Endes des Innenleiters des Koaxialkabels ausgebildet und nimmt
gleichzeitig ein Lotdepot auf. Zur Herstellung einer Lötverbindung zwischen dem Innenleiter
des Koaxialkabels und dem Steckverbinderinnenleiter ist es zuvor erforderlich, dass
in die den Innenleiter aufnehmende Bohrung des Steckverbinderinnenleiters dieses Lotdepot
eingebracht werden muss. Dies führt zu einem komplexen damit zeitaufwändigen Montagevorgang.
[0003] Ferner ist es bei dieser bekannten Koaxialkabelbuchse nachteilig, dass das Lotdepot
als Lotformteil eingebracht werden muss, welches zuvor als separates Bauteil hergestellt
wird.
[0004] Die Erfindung hat die Aufgabe, die eingangs genannte Koaxialkabelbuchse derart weiterzubilden,
dass die im Stand der Technik auftretenden Nachteile weitestgehend vermieden werden
und gleichzeitig ein einfacher konstruktiver Aufbau mit einer geringen Montagekomplexität
hinsichtlich des Einbringens des Lotdepots sichergestellt ist.
[0005] Diese Aufgabe wird durch eine Koaxialkabelbuchse mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 gelöst.
[0006] Eine solche Koaxialkabelbuchse, welche ein Steckverbindergehäuse mit einer kabelseitigen
Bohrung zur Aufnahme des Endes des Außenleiters eines Koaxialkabels und mit einer
steckerseitigen Bohrung zur Aufnahme einer Isolierstoffstütze, ferner einen Steckverbinderinnenleiter
mit einer kabelseitigen Bohrung zur Aufnahme des Innenleiters des Koaxialkabels, welcher
von einer Innenleiterbohrung der Isolierstoffstütze aufgenommen wird, und eine die
kabelseitige Bohrung des Steckverbindergehäuses mit der steckerseitigen Bohrung verbindende
Durchgangsbohrung umfasst, zeichnet sich dadurch aus, dass die Bohrungswand der kabelseitigen
Bohrung des Steckverbinderinnenleiters wenigstens eine radiale Lotaufnahmebohrung
zur Aufnahme eines Lotdepots aufweist.
[0007] Eine solche Ausgestaltung des Steckverbinderinnenleiters mit radialen Lotaufnahmebohrungen
vereinfacht wesentlich die Montage, besondere das Einbringen des Lotdepots in solche
Lotaufnahmebohrungen. Ferner ist in vorteilhafter Weise als Lotdepot kein Lotformteil
erforderlich, da diese Lotaufnahmebohrungen einen handelsüblicher Lötdraht aufnehmen
können, der an den Rändern dieser Lotaufnahmebohrungen innerhalb und außerhalb des
Steckverbinderinnenleiters abgeschert bzw. abgestanzt wird, so dass in diesen Lotaufnahmebohrungen
Lötzinnnieten als Lotdepots zurückbleiben.
[0008] In Ausgestaltung der Erfindung weist die Bohrungswand der kabelseitigen Bohrung des
Steckverbinderinnenleiters wenigstens zwei oder vier jeweils diametral gegenüberliegende
radiale Lotaufnahmebohrungen zur jeweiligen Aufnahme von Lotdepot auf, die als Lochpaare
auch axial versetzt angeordnet sein können. Mit mehreren solchen Lotaufnahmebohrungen
wird eine ausreichende Benetzung der Kontaktfläche zwischen dem Innenleiter des Koaxialkabels
und der Innenwand der kabelseitigen Bohrung des Steckverbinderinnenleiters erzielt,
um dadurch eine hochwertige Lötverbindung sicherzustellen.
[0009] Ferner ist es gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung hinsichtlich der Einstellung
eines bestimmten Wellenwiderstandes vorteilhaft, wenn die Durchgangsbohrung mit einem
der Innenleiterbohrung der Isolierstoffstütze entsprechenden Durchmesser ausgebildet
ist.
[0010] Weiterhin ist es zur Einstellung eines bestimmten Wellenwiderstandes vorteilhaft,
wenn weiterbildungsgemäß die kabelseitige Stirnseite des Steckverbinderinnenleiters
in der Innenleiterbohrung des Isolierstoffstütze gegenüber deren kabelseitigen Stirnseite
mit einem vorgegebenen Wert nach innen versetzt angeordnet ist.
[0011] Vorzugsweise weist die Summe des Wertes der axialen Länge der Durchgangsbohrung und
der vorgegebene Wert der nach innen versetzten Stirnseite des Steckverbinderinnenleiter
einen Wert auf, der einem 50 Ω-Übergang zwischen dem Außenleiter des Koaxialkabels
und dem Steckverbinderinnenleiters entspricht.
[0012] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist die kabelseitige
Bohrung des Steckverbindergehäuses mit einem gegenüber der Durchgangsbohrung größeren
Durchmesser ausgebildet. Damit kann in einer die Montage vereinfachender Weise auf
die gesamte axiale Länge dieser kabelseitigen Bohrung der Außenleiter des anzuschließenden
Koaxialkabels eingeführt werden, bis dieser am Boden dieser Bohrung anliegt.
[0013] In einer anderen Ausgestaltung der Erfindung weist der Steckverbinderinnenleiter
einen von der Isolierstoffstütze aufgenommenen Aufnahmeabschnitt auf, welcher über
eine radial abgesetzte Schulter in einen Innenleiteraufnahmeabschnitt übergeht, wobei
die Schulter an der Isolierstoffstütze anliegt. Mit der Ausbildung des Steckverbinderinnenleiter
mit einer solchen Schulter kann der vorgegebene Wert für das Maß dessen nach innen
versetzten Stirnseite exakt eingestellt werden, um damit auch den 50 Ω-Übergang genau
einstellen zu können.
[0014] Schließlich ist gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung die
kabelseitige Bohrung des Steckverbindergehäuses zur Aufnahme eines Lotdepots ausgebildet,
welches zur Herstellung einer Lötverbindung zwischen dem Außenleiter eines Koaxialkabels
und dem Steckverbindergehäuse dient.
[0015] Schließlich ist zur Vorbereitung der Herstellung einer Lötverbindung zwischen einem
Koaxialkabel und der erfindungsgemäßen Koaxialkabelbuchse dieselbe mit einem Lotdepot
oder mehreren Lotdepots ausgebildet, welches in einer Lotaufnahmebohrung oder in mehreren
Lotaufnahmebohrungen des Steckverbinderinnenleiters angeordnet ist oder sind.
[0016] Als Verfahren zur Herstellung einer Lötverbindung des Innenleiters eines Koaxialkabels
mit dem Steckverbinderinnenleiter einer erfindungsgemäßen Koaxialkabelbuchse wird
erfindungsgemäß vorgeschlagen, in einem ersten Verfahrensschritt Lotdepot in wenigstens
eine Lotaufnahmebohrung einzubringen und in einem zweiten Verfahrensschritt durch
Erwärmen des Lotdepots eine Lötverbindung zwischen dem Innenleiter des Koaxialkabels
und dem Steckverbinderinnenleiter herzustellen.
[0017] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung dieses erfindungsgemäßen Verfahrens wird
im ersten Verfahrensschritt Lötdraht in zwei diametral gegenüberliegende Lotaufnahmebohrungen
eingebracht und anschließend mittels eines geeigneten Scherstempels der über den Lotaufnahmebohrungen
überstehende Lötdraht abgeschert.
[0018] Die vorteilhafte Verwendung eines handelsüblichen Lötdrahtes führt zum einen dazu,
dass das Abscheren des durch die Lotaufnahmebohrungen geführten Lötdrahtes zu einem
Verkanten des in den Lotaufnahmebohrungen verbleibenden Teils des Lötdrahtes führt
und so aus diesen Lotaufnahmebohrungen nicht fallen kann, und zum anderen liegt die
Flussmittelseele des Lötdrahtes bei in den Steckverbinderinnenleiter eingeführten
Innenleiter direkt an dem selben an, so dass bereits vor dem erwärmen des Lötzinns
eine Benetzung des Innenleiters durch Flussmittel erfolgt.
[0019] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme
auf die beigefügten Figuren ausführlich beschrieben. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Schnittdarstellung einer Koaxialkabelbuchse mit einem Lotdepot gemäß der Erfindung,
- Figur 2
- eine perspektivische Darstellung des Steckverbinderinnenleiters der Koaxialkabelbuchse
gemäß Figur 1 mit einem eingeführten Lötdraht zusammen mit einem Scherstempel,
- Figur 3
- eine Schnittdarstellung eines mit Lötdraht versehenen teilweise gezeigten Steckverbinderinnenleiters
gemäß Figur 2 mit einem in den Steckverbinderinnenleiter eingeführten Scherstempel,
und
- Figur 4
- eine Schnittdarstellung eines teilweise gezeigten Steckverbinderinnenleiters mit einem
eingeführten Innenleiter eines Koaxialkabels.
[0020] Die in Figur 1 dargestellte Koaxialkabelbuchse 100 umfasst ein zylinderförmiges Steckverbindergehäuse
1, in welchem eine Isolierstoffstütze 10 mit einem Steckverbinderinnenleiter 20 angeordnet
sind.
[0021] Das Steckverbindergehäuse 1 umfasst einen kabelseitigen Bund 2 mit einer kabelseitigen
Bohrung 3, in welche ein Koaxialkabel (nicht dargestellt) mit seinem Außenleiter und
seinem Innenleiter eingeführt wird. Diese kabelseitige Bohrung 3 geht mit einem kleineren
Durchmesser in eine Durchgangsbohrung 4 über, die in einer steckerseitigen Bohrung
5 mit größerem Durchmesser mündet. Diese genannten Bohrungen 3, 4 und 5 bilden eine
durchgehende in axialer Richtung verlaufende Bohrung des Steckverbindergehäuses 1.
[0022] Die zylinderförmige Isolierstoffstütze 10 weist eine durchgehende Innenleiterbohrung
11 zur Aufnahme des Steckverbinderinnenleiters 20 auf. Diese Isolierstoffstütze 10
liegt am Boden 5a der steckerseitigen Bohrung 5 an, so dass die Übergangsbohrung 4
kontinuierlich in die Innenleiterbohrung 11 der Isolierstoffstütze 10 übergeht.
[0023] Der zylinderförmig ausgebildete Steckverbinderinnenleiter 20 besteht aus zwei Abschnitten,
einem Aufnahmeabschnitt 20a und einem Innenleiteraufnahmeabschnitt 20b. Der Aufnahmeabschnitt
20a ist mit einer kabelseitigen Bohrung 21 ausgebildet, die sich in einer vergrößerten
Bohrung fortsetzt und in einem Buchenkontakt 27 des Innenleiteraufnahmeabschnittes
20b endet, in den der Innenleiter eines Steckers eingesteckt wird.
[0024] Der Aufnahmeabschnitt 20a des Steckverbinderinnenleiters 20 weist einen der Innenleiterbohrung
11 der Isolierstoffstütze 10 entsprechenden Durchmesser auf und geht mit einem größeren
Durchmesser unter Ausbildung einer Schulter 20c in den Innenleiteraufnahmeabschnitt
20b über. Die Länge des Aufnahmeabschnitt 20a ist dabei so gewählt, dass bei anliegender
Schulter 20c an der Isolierstoffstütze 10 die kabelseitige Stirnseite 25 des Steckverbinderinnenleiters
20 mit einem Abstand a gegenüber der Stirnseite 12 der Isolierstoffstütze 10 nach
innen zurückversetzt ist.
[0025] In der die Bohrung 21 des Steckverbinderinnenleiters 20 bildende Bohrungswand 22
sind zwei diametral gegenüberliegende Lotaufnahmebohrungen 23 eingebracht, in denen
jeweils ein Lotdepot 24 angeordnet ist. Diese Lotdepots 24 dienen dazu, den in die
Bohrung 21 des Steckverbinderinnenleiters 20 eingeführten Innenleiter eines Koaxialkabels
(nicht dargestellt) mit der Innenwand dieser Bohrung 21 mittels einer Lötverbindung
elektrisch zu verbinden.
[0026] Ein weiteres Lotdepot 6 befindet sich in einer stufenförmigen Erweiterung 3a der
kabelseitigen Bohrung 3 des Steckverbindergehäuses 1 zur Herstellung einer Lötverbindung
mit dem Außenleiter eines in diese Bohrung 3 eingeführten Koaxialkabels. Hierbei wird
der Außenleiter eines solchen Koaxialkabels so in die Bohrung 3 eingeführt, bis dieser
am Boden 3b der Bohrung 3 anliegt. Der Innenleiter wird zusammen mit dessen Isolierung
bis zur Stirnseite 25 des Steckverbinderinnenleiters 20 weitergeführt, so dass anschließend
der Innenleiter von der Bohrung 21 des Steckverbinderinnenleiter 20 aufgenommen werden
kann.
[0027] Mittels eines Induktionsverfahrens erfolgt eine Erwärmung des Steckverbindergehäuses
1 und des Steckverbinderinnenleiter 20 zusammen mit dem Innenleiter unter dem Außenleiter
eines Koaxialkabels, wodurch die beiden Lotdepots 6 und 24 aufgeschmolzen und dadurch
die entsprechenden Lötverbindungen hergestellt werden. Bei diesem Vorgang wird aufgrund
der Kapillarwirkung an der inneren Mantelfläche der Bohrung 3 anliegende Außenleiter
bzw. der an der inneren Mantelfläche der Bohrung 21 des Steckverbinderinnenleiters
20 anliegende Innenleiter vollständig mit Lötzinn aus dem Lotdepot 6 bzw. 24 benetzt.
[0028] Der axiale Abstand zwischen dem Boden 3b der Bohrung 3 und der Stirnseite 25 des
Steckverbinderinnenleiters 20 entspricht der Summe der axialen Länge b der Durchgangsbohrung
4 und des Wertes a. Damit wird zwischen dem Außenleiter und dem Innenleiter eines
in die Bohrung 3 eingeführten Koaxialkabel die gewünschte Impedanz eingestellt.
[0029] Im Folgenden wird das Verfahren zur Einbringung des Lotdepots 24 in die Bohrungswand
22 des Steckverbinderinnenleiters 20 anhand der Figuren 2 und 3 erläutert.
[0030] Da die Lotaufnahmebohrungen 23 in der Bohrungswand 22 des Steckverbinderinnenleiters
20 diametral gegenüberliegend und einen einem Lötdraht 40 entsprechenden Durchmesser
aufweisen, kann entsprechend der Darstellung nach Figur 2 ein Lötdraht 40 durch diese
beiden Lotaufnahmebohrungen 23 mit Überstand beiden Seiten hindurchgeführt werden.
[0031] Ein Scherstempel 50 ist derart ausgebildet, dass er über den den Lötdraht 40 aufweisenden
Bereich des Steckverbinderinnenleiters 20 aufgeschoben werden kann, so dass hierbei
der Lötdraht 40 sowohl an der Innenwand der Bohrung 21 als auch auf der Außenwand
abgeschert bzw. abgetrennt wird.
[0032] Gemäß Figur 3 weist der Scherstempel 50 einen in axialer Richtung verlaufenden Kreisringhohlzylinder
51 auf, dessen innerer Durchmesser d1 dem Durchmesser d2 der Bohrung 21 des Steckverbinderinnenleiter
20 spricht, während dessen äußerer Durchmesser D1 dem Außendurchmesser D2 des Steckverbinderinnenleiter
20 Bereich von dessen Aufnahmeabschnitt 20a entspricht. Wird der Steckverbinderinnenleiter
20 mit seinem Aufnahmeabschnitt 20a in diesen Kreisringhohlzylinder 51 des Scherstempels
50 eingeführt, so gleitet die innere Umfangsfläche des Kreisringhohlzylinders 51 auf
der Innenwand der Bohrung 21 des Steckverbinderinnenleiter 20 entlang, während gleichzeitig
die äußere Umfangsfläche des Kreisringhohlzylinder 51 auf der äußeren Mantelfläche
des Aufnahmeabschnitt des 20a des Steckverbinderinnenleiter 20 entlanggleitet. Bei
diesem Vorgang schert die Stirnfläche 52 des Scherstempels 50 den Überstand des Lötdrahtes
40 auf beiden Seiten der Lotaufnahmebohrungen 23 ab, wobei sich gleichzeitig bei diesem
Abstempeln der Randbereich des jeweiligen Lotdepots 24 etwas verkantet und so in diesen
radialen Lotaufnahmebohrungen 23 sicher gehalten wird.
[0033] Der so mit den Lotdepots 24 vorbereitete Steckverbinderinnenleiter 20 wird in die
Isolierstoffstütze 10 eingesteckt und diese zusammen mit dem Steckverbinderinnenleiter
20 in das Steckverbindergehäuse 1 so eingesetzt, dass die kabelseitige Stirnseite
12 der Isolierstoffstütze 10 am Boden 5a der steckerseitigen Bohrung 5 des Steckverbindergehäuses
1 anschlägt.
[0034] In diese derart montierte Koaxialkabelbuchse 100 wird nun über die Bohrung 3 des
kabelseitigen Bundes 2 des Steckverbindergehäuses 1 ein Koaxialkabel 30 mit einem
Außenleiter 31 und einen Innenleiter 32 eingeführt, wie dies andeutungsweise in Figur
4 mit lediglich einem Aufnahmeabschnitt 20a des Steckverbinderinnenleiter 20 einer
Koaxialkabelbuchse 100 dargestellt ist.
[0035] Gemäß dieser Figur erstreckt sich ein Innenleiter 32 nahezu über die gesamte Länge
der Bohrung 21 des Steckverbinderinnenleiters 20. Da der Lötdraht 40 eine Flussmittelseele
41 aufweist, stößt diese direkt auf das Material des Innenleiters 32, wodurch dieses
als Lötfläche bereits vor dem Aufschmelzen des Lötzinns benetzt wird.
[0036] Durch induktives Erwärmen der Koaxialkabelbuchse 100 erfolgt ein Erwärmen und Aufschmelzen
der Lotdepots 6 und 24, so dass dadurch die entsprechenden Lötverbindungen hergestellt
werden.
[0037] In dem erläuterten Ausführungsbeispiel sind in der Bohrungswand 22 des Steckverbinderinnenleiters
20 lediglich zwei diametral gegenüberliegende Lotaufnahmebohrungen 23 vorgesehen.
Es ist natürlich auch möglich bspw. vier oder mehr diametral gegenüberliegende Lotaufnahmebohrungen
23 in die Bohrungswand 22 einzubringen, die auch axial versetzt angeordnet sein können.
In jeder dieser diametral gegenüberliegenden Lotaufnahmebohrungen entsprechend dem
anhand der Figuren 2 und 3 beschriebenen Verfahren Lotdepots eingebracht werden.
Bezugszeichenliste
[0038]
- 1
- Steckverbindergehäuse
- 2
- kabelseitiger Bund des Steckverbindergehäuses 1
- 3
- kabelseitige Bohrung des Steckverbindergehäuses 1
- 3a
- stufenförmige Erweiterung der Bohrung 3
- 3b
- Boden der Bohrung 3
- 4
- Durchgangsbohrung des Steckverbindergehäuses 1
- 5
- steckerseitige Bohrung des Steckverbindergehäuses 1
- 5a
- Boden der steckerseitigen Bohrung 5
- 6
- Lotdepot
- 10
- Isolierstoffstütze
- 11
- Innenleiterbohrung der Isolierstoffstütze 10
- 12
- kabelseitigen Stirnseite der Isolierstoffstütze 10
- 20
- Steckverbinderinnenleiter
- 20a
- Aufnahmeabschnitt des Steckverbinderinnenleiters 20
- 20b
- Innenleiteraufnahmeabschnitt des Steckverbinderinnenleiters 20
- 20c
- Schulter des Steckverbinderinnenleiters 20
- 21
- kabelseitige Bohrung des Steckverbinderinnenleiter 20
- 22
- Bohrungswand
- 23
- Lotaufnahmebohrung
- 24
- Lotdepot
- 25
- kabelseitige Stirnseite des Steckverbinderinnenleiters 20
- 26
- Schulter des Steckverbinderinnenleiters 20
- 27
- Buchsenkontakt des Steckverbinderinnenleiters 20
- 30
- Koaxialkabel
- 31
- Außenleiter des Koaxialkabels 30
- 32
- Innenleiter des Koaxialkabels 30
- 40
- Lötdraht
- 41
- Flussmittelseele des Lötdrahtes 40
- 50
- Scherstempel
- 51
- Kreisringhohlzylinder des Scherstempels 50
- 52
- Stirnseite des Scherstempels 50
- 100
- Koaxialkabelbuchse
1. Koaxialkabelbuchse (100), umfassend
- ein Steckverbindergehäuse (1) mit einer kabelseitigen Bohrung (3) zur Aufnahme des
Endes des Außenleiters (31) eines Koaxialkabels (30) und mit einer steckerseitigen
Bohrung (5) zur Aufnahme einer Isolierstoffstütze (10),
- einen Steckverbinderinnenleiter (20) mit einer kabelseitigen Bohrung (21) zur Aufnahme
des Innenleiters (32) des Koaxialkabels (30), wobei der Steckverbinderinnenleiter
(32) von einer Innenleiterbohrung (11) der Isolierstoffstütze (10) aufgenommen wird,
und
- eine die kabelseitige Bohrung (3) des Steckverbindergehäuses (1) mit der steckerseitigen
Bohrung (5) verbindende Durchgangsbohrung (4),
dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrungswand (22) der kabelseitigen Bohrung (21) des Steckverbinderinnenleiters
(20) wenigstens eine radiale Lotaufnahmebohrung (23) zur Aufnahme eines Lotdepots
(24) aufweist.
2. Koaxialkabelbuchse (100) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrungswand (22) der kabelseitigen Bohrung (21) des Steckverbinderinnenleiters
(20) wenigstens zwei oder vier jeweils diametral gegenüberliegende radiale Lotaufnahmebohrungen
(23) zur jeweiligen Aufnahme von Lotdepot (24) aufweist.
3. Koaxialkabelbuchse (100) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Durchgangsbohrung (4) Steckverbindergehäuse (1) mit einem der Innenleiterbohrung
(11) der Isolierstoffstütze (10) entsprechenden Durchmesser ausgebildet ist.
4. Koaxialkabelbuchse (100) nach Anspruch einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die kabelseitige Stirnseite (25) des Steckverbinderinnenleiters (20) in der Innenleiterbohrung
(11) der Isolierstoffstütze (10) gegenüber deren kabelseitigen Stirnseite (12) mit
einem vorgegebenen Wert (a) nach innen versetzt angeordnet ist.
5. Koaxialkabelbuchse (100) nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Summe des Wertes (b) der axialen Länge der Durchgangsbohrung (4) und der vorgegebene
Wert (a) einen Wert (a+b)aufweist, der der gewünschten Impedanz zwischen dem Außenleiter
(31) des Koaxialkabels (30) und dem Steckverbinderinnenleiter (20) entspricht.
6. Koaxialkabelbuchse (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die kabelseitige Bohrung (3) des Steckverbindergehäuses (1) mit einem gegenüber der
Durchgangsbohrung (4) größeren Durchmesser ausgebildet ist.
7. Koaxialkabelbuchse (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Steckverbinderinnenleiter (20) einen von der Isolierstoffstütze (10) aufgenommenen
Aufnahmeabschnitt (20a) aufweist, welcher über eine radial abgesetzte Schulter (26)
in einen Innenleiteraufnahmeabschnitt (20b) übergeht, wobei die Schulter (26) an der
Isolierstoffstütze anliegt (10).
8. Koaxialkabelbuchse (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die kabelseitige Bohrung (3) des Steckverbindergehäuses (1) zur Aufnahme eines Lotdepots
(6) ausgebildet ist.
9. Koaxialkabelbuchse (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass in den Lotaufnahmebohrungen (23) des Steckverbinderinnenleiters (20) ein Lotdepot
(24) angeordnet ist.
10. Verfahren zur Herstellung einer Lötverbindung des Innenleiters (32) eines Koaxialkabels
(30) mit dem Steckverbinderinnenleiter (20) einer Koaxialkabelbuchse (100) nach einem
der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- in einem ersten Verfahrensschritt Lotdepot (24) in wenigstens eine Lotaufnahmebohrung
(23) eingebracht wird,
und
- in einem zweiten Verfahrensschritt durch Erwärmen des Lotdepots (24) eine Lötverbindung
zwischen dem Innenleiter (32) des Koaxialkabels (30) und dem Steckverbinderinnenleiter
(20) hergestellt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass im ersten Verfahrensschritt Lötdraht (40) in zwei diametral gegenüberliegenden Lotaufnahmebohrungen
(23) eingebracht wird und anschließend mittels eines geeigneten Scherstempels (50)
der über den Lotaufnahmebohrungen (23)überstehende Lötdraht (40) abgeschert wird.