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(11) |
EP 2 725 941 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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04.04.2018 Patentblatt 2018/14 |
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Anmeldetag: 28.06.2012 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2012/002720 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2013/000576 (03.01.2013 Gazette 2013/01) |
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MÖBEL UND VORRICHTUNG ZUR BEWEGUNGSKONTROLLE EINES MÖBELTEILS
FURNITURE AND DEVICE FOR CONTROLLING THE MOVEMENT OF A FURNITURE PART
MEUBLE ET DISPOSITIF DE CONTRÔLE DU MOUVEMENT D'UNE PARTIE DE MEUBLE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
28.06.2011 DE 202011102930 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.05.2014 Patentblatt 2014/19 |
| (73) |
Patentinhaber: Grass GmbH |
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6973 Höchst (AT) |
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Erfinder: |
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- JANZEN, Jörg
A-6800 Feldkirch (AT)
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| (74) |
Vertreter: Otten, Roth, Dobler & Partner mbB Patentanwälte |
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Großtobeler Straße 39 88276 Berg / Ravensburg 88276 Berg / Ravensburg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Im Möbelbereich sind Systeme mit einer Kontrolleinheit und einem Antrieb zum Antreiben
eines bewegbaren Möbelteils wie z. B. einer Schublade, Türe oder Klappe bekannt, wobei
das bewegbare Möbelteil in der Regel an einem Möbelkorpus aufgenommen ist. Die Möbelteile
können insbesondere über Antriebseinheiten wie Elektromotoren linear bewegt bzw. verfahren
und/oder um eine Achse verschwenkt werden. Ein Auslösen der Bewegung kann von einem
Nutzer beispielsweise manuell über einen Schalter bzw. eine Fernbedienung erfolgen
und ggf. weiter beeinflusst werden. Die Kontrolleinheit kann z.B. als Mess- und Regeleinrichtung
ausgebildet sein.
[0002] Außerdem ist es bekannt, in einem Schließzustand des Möbelteils gegenüber dem Möbelkorpus
durch Einwirken auf eine Möbelfront insbesondere durch Eindrücken einer Front des
bewegbaren Möbelteils, bei sogenannten Touch-Latch-Anordnungen, oder durch eine definierte
andere Auslöseaktion, eine angetriebene Bewegung des Möbelteils auszulösen bzw. zu
initiieren. Hierfür kann ggf. eine das Einwirken oder die Auslöseaktion erkennende
Sensoreinrichtung vorhanden sein, welche mit der Kontrolleinheit zusammenwirkt bzw.
ein Teil der Kontrolleinheit sein kann.
[0003] Für das Eindrücken des bewegbaren Möbelteils ist es erforderlich, dass im Schließzustand
zwischen Abschnitten des bewegbaren Möbelteils und Abschnitten des Möbelkorpus ein
vorgebbarer Bewegungsweg bzw. Abstand vorhanden ist, womit das bewegbare Möbelteil
kurzzeitig über eine vergleichsweise geringe Strecke in Richtung des Möbelkorpus bzw.
in eine Schließrichtung des Möbelteils versetzbar ist. Nach dem Eindrücken und gegebenenfalls
einer Freigabe aus einer Verriegelungsposition des bewegbaren Möbelteils und der Aktivierung
der Kontrolleinheit wird das bewegbare Möbelteil angetrieben bewegt.
[0004] Die
WO 2005/079630 A1 betrifft ein Möbel mit einem bewegbaren Möbelteil und einer Antriebseinheit zum Bewegen
des bewegbaren Möbelteils. Das Möbel umfasst eine Steuer- bzw. Regeleinrichtung zum
Steuern bzw. Regeln der Antriebseinheit und eine Sensorvorrichtung zum Erfassen von
Bewegungen eines außerhalb des Möbels befindlichen Objekts.
Aufgabe und Vorteile der Erfindung
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, bei Möbeln eine Bewegungskontrolle eines
bewegbaren Möbelteils zu verbessern. Insbesondere soll bei einem Möbel, dem eine Mehrzahl
von angetrieben bewegbaren Möbelteilen zugeordnet ist, der Aufwand für die Bewegungskontrolle
gegenüber bisherigen Anordnungen reduziert werden.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die unabhängigen Ansprüche gelöst.
[0007] Die abhängigen Ansprüche betreffen vorteilhafte Varianten der Erfindung.
[0008] Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung zur Bewegungskontrolle eines an einem
Möbelkorpus bewegbar aufgenommenen Möbelteils, das mit einer Antriebseinheit relativ
zum Möbelkorpus bewegbar ist, wobei die Vorrichtung eine Kontrolleinheit umfasst,
welche die Antriebseinheit kontrolliert und eine Sensoreinrichtung vorgesehen ist,
welche einen Überwachungsbereich am bewegbaren Möbelteil überwacht und auf Grundlage
der Überwachung Daten bereitstellt, welche der Kontrolleinheit für die Bewegungskontrolle
des bewegbaren Möbelteils zur Verfügung stehen, wobei das bewegbare Möbelteil abhängig
von einer dem Möbelteil zugeordneten Bedienbewegung einer zeitweise im Überwachungsbereich
vorhandenen Person, die von der Sensoreinrichtung im Überwachungsbereich erkannt wird,
angetrieben bewegbar ist.
[0009] Der Kern der Erfindung liegt darin, dass die Sensoreinrichtung als eine Baueinheit
ausgebildet ist, die sich in einem vom Möbel entfernten Bereich positionieren lässt,
und dass die Sensoreinrichtung ausgebildet ist, von einer Anbringposition der Sensoreinrichtung,
die über einen Freiraum vom Möbelkorpus und dem daran aufgenommenen Möbelteil beabstandet
ist, einen Bereich vor einem Frontabschnitt des Möbelteils zu überwachen.
[0010] Die Baueinheit kann damit variabel bzw. problemlos installiert und deinstalliert
und an Leitungen angebunden werden.
[0011] Auf diese Weise lässt sich auf vorteilhafte Weise insbesondere eine intuitive Bedienung
eines bewegbaren Möbelteils bereitstellen, ohne dass am oder nahe am Möbelteil dazugehörige
Anpassungen notwendig sind.
[0012] Die Entfernung der Sensoreinrichtung vom betreffenden Möbelteil liegt insbesondere
oberhalb einer Größenordnung, die einen Raum beschreibt, den eine Person bzw. ein
Nutzer des Möbelteils bei dessen Aktionen als Nutzer des Möbelteils regelmäßig abdeckt,
der insbesondere im Nahbereich des Möbelteils liegt, mit einem Abstand zu diesem von
ca. wenigstens einem Meter.
[0013] Der vorgenannte Raum betrifft einen Nahbereich, der sich an die Seite des Möbelteils
anschließt, von der aus der Nutzer auf das Möbelteil bei dessen Nutzung einwirkt.
Dies ist in der Regel eine Frontseite einer Schublade, Türe oder Klappe, welche mit
weiteren Frontseiten von Möbelteilen des gleichen Möbels einen Großteil einer Frontseite
des Möbels zum Beispiel in einer Küchenzeile bilden. Der Frontseite zugewandt ist
ein Nutzer des Möbelteils dann, wenn er das Möbelteil nutzt. So ist es vorteilhaft,
wenn dieser Bereich von der Sensoreinrichtung überwacht wird. Damit lässt sich erfassen,
wenn der Nutzer auf das Möbelteil einwirken möchte bzw. eine Auslöseaktion tätigt.
[0014] insbesondere kann die Sensoreinrichtung in einem vom Möbel entfernten Bereich positioniert
werden, der mehrere Meter zum Beispiel bis ca. 2 bis 5 Meter bzw. bis zu ca. 10 Meter
vom Möbel bzw. der Front des betreffenden Möbelteils entfernt ist.
[0015] Die beabstandete Anordnung ist zum Beispiel aus Platzgründen vorteilhaft. Denn in
der Regel ist im Nahbereich des Möbels aus technischen und/oder ästhetischen Gründen
die Anbringung der Sensoreinrichtung nicht erwünscht oder problematisch. Außerhalb
dieses Bereichs, der den regelmäßigen Aufenthaltsbereich des Nutzers des Möbelteils
umfasst, steht in der Regel ausreichend Platz zur Positionierung der Sensoreinrichtung
zur Verfügung. Insbesondere kann erfindungsgemäß ein Raum am oder im Möbelteil frei
bleiben und so beispielsweise ein Nutzinhalt des Möbelteils gegenüber bisherigen Anordnungen
vergrößert sein.
[0016] Der Freiraum ist in einem Ausgangszustand, also ohne im Regelbetrieb des Möbels temporär
vorhandene Gegenstände bzw. ohne dass sich Personen im Nahbereich des Möbels befinden,
frei von optischen Hindernissen, wobei dies makroskopische Abmessungen bzw. Gegenstände
betrifft.
[0017] Bevorzugt kann ein kompletter Bereich vor dem Frontabschnitt des Möbelteils bzw.
des Möbelkorpus durch die Sensoreinrichtung überwacht werden, was dem Überwachungsbereich
entspricht. Insbesondere können jeweils die kompletten Bereiche vor dem Frontabschnitt
von mehreren Möbelteilen, die im Überwachungsbereich liegen, überwacht werden. Beispielsweise
kann eine Möbelfront mit einer Vielzahl von Möbelteilen bzw. Möbelteilfronten an einem
Wandabschnitt z. B. einer Küche im Überwachungsbereich liegen bzw. an diesen gering
beabstandet oder unmittelbar angrenzen.
[0018] Als Installationsort bietet sich beispielsweise eine erhöhte Stelle in einem Raum
mit dem entsprechenden Möbel an, zum Beispiel auf eine Deckplatte eines Hochschrankes
oder an einer Zimmerdecke z. B. einer Küche oder eines Wohnraumes, womit in dem Ausgangszustand
von dem Installationsort ein freier Blick auf die wenigstens eine zu überwachende
Möbelteilfront bzw. den Überwachungsbereich herrscht.
[0019] Es ist außerdem vorteilhaft, dass die Sensoreinrichtung ausgebildet ist, bei einer
Mehrzahl von Möbelteilen, die dem Überwachungsbereich zugehörig sind, zwischen Bedienbewegungen,
die unterschiedlichen Möbelteilen zugeordnet sind, zu unterscheiden. Damit können
unterschiedliche Möbelteile individuell angesprochen bzw. bedient werden, was sehr
bedienerfreundlich ist. Neben unterschiedlichen Bedienbewegungen für unterschiedliche
Möbelteile, ist es auch denkbar, dass jedem Möbelteil individuell ein eigener Ausschnitt
des Überwachungsbereichs zugeordnet ist, so dass nur dieser Ausschnitt für das dazugehörige
Möbelteil relevant ist. So kann z. B. auch mit einer für mehrere Möbelteile identischen
Bedienbewegung, je nachdem in welchem Ausschnitt des Überwachungsbereichs die Bedienbewegung
ausgeführt wird, genau eines der mehreren Möbelteile zielsicher und zuverlässig bedient
bzw. angetrieben bewegt werden. Eine gleichzeitige Bewegung von zwei oder mehr Möbelteilen
kann sicher verhindert werden. Es ist aber auch eine Anordnung bzw. Programmierung
der Kontrolleinheit denkbar, wonach mit genau einer Bedienbewegung als Folge daraus
zwei oder mehr Möbelteile gleichzeitig bewegbar sind.
[0020] Der überwachbare Bereich vor dem Frontabschnitt des wenigstens einen Möbelteils bzw.
der Überwachungsbereich ist vorteilhafterweise einstellbar bzw. vorgebbar. Insbesondere
ist der überwachbare Bereich veränderlich einstellbar durch entsprechende Einstellmittel
der Sensoreinrichtung. Auf diese Weise lässt sie die Überwachung auf individuelle
nutzerseitige und/oder möbelteilseitige Vorgaben anpassen.
[0021] Insbesondere ist es vorteilhaft möglich, in einem vorgebbaren Nahbereich, der sich
an den Frontabschnitt des wenigstens einen Möbelteils anschließt, die Überwachung
vorzunehmen. Der Überwachungsbereich bzw. der Nahbereich kann sich vom Frontabschnitt
des Möbelteils, also insbesondere von einer vorderen Außenoberfläche des Möbelteils,
z. B. bis zu 10 bis 60 Zentimeter von dem Frontabschnitt entfernt erstrecken. Der
überwachbare Nahbereich kann ggf. auch durch die Anbringposition der Sensoreinrichtung
entsprechend beeinflusst werden, was alternativ oder zusätzlich zur Einstellung über
zum Beispiel Einstellmittel an der Sensoreinrichtung für eine Festlegung des Überwachungsbereichs
möglich ist.
[0022] Eine vorteilhafte Modifikation des Erfindungsgegenstandes zeichnet sich dadurch aus,
dass die Sensoreinrichtung ausgebildet ist, einen Überwachungsbereich zu überwachen,
in welchem für eine Mehrzahl von Möbelteilen jeweils eine Bedienbewegung vorgebbar
ist, wobei die Sensoreinrichtung eine erkannte Bedienbewegung genau einem Möbelteil
der mehreren Möbelteile zuordnet. Somit kann zu einer Mehrzahl von mit der Sensoreinrichtung
steuerbaren Möbelteilen individuell bzw. eine unverwechselbare Bedienbewegung für
deren Bewegung zugeordnet werden.
[0023] Es ist auch vorteilhaft, dass die Sensoreinrichtung derart ausgebildet ist, im Überwachungsbereich
eine vorgebbare Bedienbewegung durch eine Person, mit dem Ziel, das Möbelteil angetrieben
zu bewegen, zu erkennen und daraus Daten für eine angetriebene Bewegung des bewegbaren
Möbelteils bereitzustellen. Eine Bedienung über eine Bedienbewegung durch den Nutzer
ist sehr bedienerfreundlich und für den Nutzer besonders vorteilhaft, weil diese zum
Beispiel über eine einfache Handbewegung realisierbar ist. Außerdem ist dies ohne
Fachkenntnisse jedem Nutzer möglich. Weiter ist es von Vorteil, dass die Bedienbewegung
intuitiv und unkompliziert möglich und nahezu frei vorgebbar ist. Beispielsweise kann
genau eine Bewegungskomponente oder mehrere Bewegungskomponenten, welche sich von
einer maßgeblichen Bewegungskomponente der angetriebenen Bewegung des betreffenden
Möbelteils unterscheiden, vorgegeben sein. Bewegt sich das Möbelteil zum Beispiel
linear entlang einer Raumachse, kann die Bedienbewegung zumindest nahezu komplett
oder vollständig ohne eine Bewegungskomponente entlang der Raumachse der Bewegung
des Möbelteils auskommen.
[0024] Beispielsweise kann eine Handbewegung einer Person quer zu einer Bewegungsrichtung
des angetrieben bewegten Möbelteils als Bedienbewegung erkannt werden. Zum Beispiel
kann eine allein durch eine vertikale Bewegung der Hand festgelegte Bedienbewegung
im Nahbereich vor dem Möbelteil eine horizontale Bewegung des Möbelteils auslösen.
[0025] Weiter wird vorgeschlagen, dass die Sensoreinrichtung ausgebildet ist, eine Bedienbewegung
zu erkennen, welche ohne eine Berührung des betreffenden Möbelteils erfolgt.
[0026] Somit kann eine berührungslose Kontrolle bzw. Auslösung einer Antriebsbewegung des
bewegbaren Möbelteils erfolgen. Dabei ist es besonders vorteilhaft, dass das Möbelteil
selbst nicht angepasst werden muss bzw. gegenüber bisherigen Touch-Latch-Anordnungen
kein Frontspalt zwischen dem bewegbaren Möbelteil und dem Möbelkorpus eingerichtet
werden muss. Ein Frontspalt ist technisch aufwändig einzurichten bzw. einzustellen,
so dass bei einer Mehrzahl von benachbarten Möbelteilen ein fluchtendes Erscheinungsbild
von allen Fronpartien der Möbelteile herrscht, was insbesondere aus ästhetischen Gründen
erwünscht ist.
[0027] Eine berührungslose Bedienung des Möbelteils ist zudem im Hinblick auf eine Hygiene-
bzw. Verschmutzungsproblematik vorteilhaft, was gerade im Küchenbereich bzw. in entsprechenden
Industriebranchen wie beispielsweise der Lebensmittel- oder Pharmaindustrie bedeutend
ist.
[0028] Es ist überdies vorteilhaft, dass die Sensoreinrichtung eine Quelle für elektromagnetische
Strahlung, insbesondere Licht, einen Empfänger für die elektromagnetische Strahlung
und eine Elektronikeinheit umfasst, wobei der Empfänger ausgestaltet ist, elektromagnetische
Strahlung zu empfangen und zu verarbeiten. Die Nutzung von elektromagnetischer Strahlung
weist eine Vielzahl von Vorteilen auf, insbesondere weil diese für den Menschen nicht
unmittelbar erkenn- bzw. spürbar ist. Außerdem stehen entsprechende Techniken praxistauglich
und in einer breiten Variation zur Verfügung.
[0029] Besonders vorteilhaft ist dabei, dass auch bei mehreren im Überwachungsbereich vorhandenen
Gegenständen und/oder Personen zuverlässig eine sichere Erkennung der Bedienbewegung
und deren Zuordnung zum zugeordneten Möbelteil möglich ist.
[0030] Die Elektronikeinheit kann gegebenenfalls in der Kontrolleinheit integriert sein.
Die Elektronikeinheit enthält insbesondere vorteilhafterweise ein elektronisches Bauelement
bzw. einen Chip für eine Bilderstellung bzw. Bildverarbeitung.
[0031] Eine weitere vorteilhafte Modifikation des Erfindungsgegenstandes zeichnet sich dadurch
aus, dass die Sensoreinrichtung ausgestaltet ist, eine Bedienbewegung durch eine Person
im Überwachungsbereich auf Basis einer dreidimensionalen Erfassung eines Objektes
im Überwachungsbereich zu erkennen und entsprechende Daten bereitzustellen. Insbesondere
ist die Elektronikeinheit ausgebildet, ein dreidimensionales insbesondere bewegtes
Bild bzw. ein 3D-Bild zu erkennen bzw. zu erstellen. Es ist aber auch möglich, ein
zweidimensionales bewegtes Bild zugrunde zu legen.
[0032] Weiter wird gemäß einer vorteilhaften Variante der Erfindung vorgeschlagen, dass
die Sensoreinrichtung und die Kontrolleinheit derart aufeinander abgestimmt sind,
auf Grundlage einer erkannten Bedienbewegung das dazugehörige bewegbare Möbelteil
angetrieben zu bewegen. Die Antriebsbewegung ist insbesondere eine vollständige oder
teilweise öffnungs- und/oder Schließbewegung des Möbelteils relativ zum Möbelkorpus.
Insbesondere kann als Folge der Bedienbewegung das betreffende bewegbare Möbelteil
aus einer vollständig geschlossenen oder vollständig geöffneten Stellung angetrieben
erfolgen.
[0033] Die Erfindung betrifft außerdem ein Möbel mit einem über eine Antriebseinheit angetrieben
bewegbaren Möbelteil mit einer Vorrichtung gemäß einer der oben vorgestellten Ausführungen.
[0034] Damit lassen sich an einem entsprechenden Möbel insbesondere an einem Küchenmöbel
mit einem bewegbaren Möbelteil bzw. insbesondere mit mehreren elektromotorisch angetrieben
bewegbaren Schubladen die oben erläuterten Vorteile erzielen.
1. Vorrichtung zur Bewegungskontrolle eines an einem Möbelkorpus bewegbar aufgenommenen
Möbelteils, das mit einer Antriebseinheit relativ zum Möbelkorpus bewegbar ist, wobei
die Vorrichtung eine Kontrolleinheit umfasst, welche die Antriebseinheit kontrolliert,
und eine Sensoreinrichtung vorgesehen ist, welche einen Überwachungsbereich am bewegbaren
Möbelteil überwacht und auf Grundlage der Überwachung Daten bereitstellt, welche der
Kontrolleinheit für die Bewegungskontrolle des bewegbaren Möbelteils zur Verfügung
stehen, wobei das bewegbare Möbelteil abhängig von einer dem Möbelteil zugeordneten
Bedienbewegung einer zeitweise im Überwachungsbereich vorhandenen Person, die von
der Sensoreinrichtung im Überwachungsbereich erkannt wird, angetrieben bewegbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinrichtung als eine Baueinheit ausgebildet ist, die sich in einem vom
Möbel entfernten Bereich positionieren lässt, und dass die Sensoreinrichtung ausgebildet
ist, von einer Anbringposition der Sensoreinrichtung, die über einen Freiraum vom
Möbelkorpus und dem daran aufgenommenen Möbelteil beabstandet ist, einen Bereich vor
einem Frontabschnitt des Möbelteils zu überwachen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinrichtung ausgebildet ist, bei einer Mehrzahl von Möbelteilen, die dem
Überwachungsbereich zugehörig sind, zwischen Bedienbewegungen, die unterschiedlichen
Möbelteilen zugeordnet sind, zu unterscheiden.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinrichtung ausgebildet ist, einen Überwachungsbereich zu überwachen, in
welchem für eine Mehrzahl von Möbelteilen jeweils eine Bedienbewegung vorgebbar ist,
wobei die Sensoreinrichtung eine erkannte Bedienbewegung genau einem Möbelteil der
mehreren Möbelteile zuordnet.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinrichtung derart ausgebildet ist, im Überwachungsbereich eine vorgebbare
Bedienbewegung durch eine Person, mit dem Ziel, das Möbelteil angetrieben zu bewegen,
zu erkennen und daraus Daten für eine angetriebene Bewegung des bewegbaren Möbelteils
bereitzustellen.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinrichtung ausgebildet ist, eine Bedienbewegung zu erkennen, welche ohne
eine Berührung des betreffenden Möbelteils erfolgt.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinrichtung eine Quelle für elektromagnetische Strahlung, insbesondere
Licht, einen Empfanger für die elektromagnetische Strahlung und eine Elektronikeinheit
umfasst, wobei der Empfänger ausgestaltet ist, elektromagnetische Strahlung zu empfangen
und zu verarbeiten.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinrichtung ausgestaltet ist, eine Bedienbewegung durch eine Person im
Überwachungsbereich auf Basis einer dreidimensionalen Erfassung eines Objektes im
Überwachungsbereich zu erkennen und entsprechende Daten bereitzustellen.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinrichtung und die Kontrolleinheit derart aufeinander abgestimmt sind,
auf Grundlage einer erkannten Bedienbewegung das dazugehörige bewegbare Möbelteil
angetrieben zu bewegen.
9. Möbel mit einem über eine Antriebseinheit angetrieben bewegbares Möbelteil mit einer
Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
1. Device for controlling the movement of a furniture part mounted on a furniture body
in a movable manner, said furniture part being movable relative to the furniture body
by a drive unit, wherein the device comprises a control unit which controls the drive
unit and a sensor device is provided which monitors a monitoring area on the movable
furniture part and which provides data on the basis of the monitoring process, said
data being available to the control unit in order to control the movement of the movable
furniture part, wherein the movable furniture part can be moved in a driven manner
dependent on an operating movement of a person who is temporarily present in the monitoring
area, said movement being assigned to the furniture part and being detected in the
monitoring area by the sensor device, characterised in that the sensor device is designed as a unit which can be positioned in an area at a distance
from the piece of furniture and in that the sensor device is designed to monitor an area in front of a front portion of the
furniture part from a mounted position of the sensor device, said position being at
a distance by a free space from the furniture body and the furniture part mounted
on said furniture body.
2. Device according to claim 1, characterised in that with a plurality of furniture parts associated with the monitoring area the sensor
device is designed to distinguish between operating movements which are assigned to
the different furniture parts.
3. Device according to claim 1 or 2, characterised in that the sensor device is designed to monitor a monitoring area, in which an operating
movement can be defined for a plurality of furniture parts respectively, wherein the
sensor device assigns a detected operating movement to precisely one furniture part
of the plurality of furniture parts.
4. Device according to any of the preceding claims, characterised in that the sensor device is designed to detect a predefinable operating movement by a person
in the monitoring area, with the aim of moving the furniture part and providing data
from the latter for a driven movement of the movable furniture part.
5. Device according to any of the preceding claims, characterised in that the sensor device is designed to detect an operating movement, which is performed
without contacting the relevant furniture part.
6. Device according to any of the preceding claims, characterised in that the sensor device comprises a source of electromagnetic radiation, in particular
light, a receiver for electromagnetic radiation and an electronic unit, wherein the
receiver is designed to receive and process electromagnetic radiation.
7. Device according to any of the preceding claims, characterised in that the sensor device is designed to detect an operating movement by a person in the
monitoring area on the basis of the three-dimensional detection of an object in the
monitoring area and to provide corresponding data.
8. Device according to any of the preceding claims, characterised in that the sensor device and the control unit are coordinated with one another so as to
move the associated movable furniture part on the basis of a detected operating movement.
9. Piece of furniture comprising a furniture part which can be moved by a drive unit
with a device according to any of the preceding claims.
1. Dispositif de contrôle du mouvement d'une partie de meuble reçue mobile dans un corps
de meuble et qui peut être déplacée par rapport au corps de meuble par le biais d'une
unité d'entraînement, le dispositif comprenant une unité de contrôle contrôlant l'unité
d'entraînement, et un système de capteur étant prévu, lequel surveille une zone de
surveillance sur la partie de meuble mobile et prépare, sur la base de la surveillance,
des données qui sont fournies à l'unité de contrôle pour le contrôle du mouvement
de la partie de meuble mobile, la partie de meuble mobile pouvant être déplacée par
entraînement en fonction d'un mouvement de manoeuvre attribué à la partie de meuble
et réalisé par une personne présente par intermittence dans la zone de surveillance
et qui est détectée par le système de capteur dans la zone de surveillance, caractérisé en ce que le système de capteur est conçu comme une unité pouvant être positionnée dans une
zone située à distance du meuble, et en ce que le système de capteur est conçu pour surveiller une zone située devant un segment
de façade de la partie de meuble depuis une position de mise en place du système de
capteur qui, au moyen d'un espace libre, est placé à distance du corps de meuble et
de la partie de meuble qui est reçue dedans.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le système de capteur est conçu pour distinguer, en cas de pluralité de parties de
meuble associées à la zone de surveillance, les mouvements de manoeuvre attribués
aux différentes parties de meubles.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le système de capteur est conçu pour surveiller une zone de surveillance dans laquelle,
pour une pluralité de parties de meuble, un mouvement de manoeuvre peut être prédéterminé
pour chacune d'elles, le système de capteur attribuant un mouvement de manoeuvre reconnu
exactement à une partie de meuble de la pluralité de parties de meuble.
4. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le système de capteur est conçu de sorte à reconnaître dans la zone de surveillance
un mouvement de manoeuvre pouvant être prédéterminé et réalisé par une personne dans
le but de déplacer par entraînement la partie de meuble, et à fournir sur cette base
des données pour un mouvement par entraînement de la partie de meuble mobile.
5. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le système de capteur est conçu pour reconnaître un mouvement de manoeuvre réalisé
sans contact de la partie de meuble concernée.
6. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le système de capteur comprend une source de rayonnement électromagnétique, en particulier
de lumière, un récepteur pour le rayonnement électromagnétique, et une unité électronique,
le récepteur étant configuré pour recevoir et traiter le rayonnement électromagnétique.
7. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le système de capteur est configuré pour reconnaître un mouvement de manoeuvre réalisé
par une personne située dans la zone de surveillance sur la base d'une détection en
trois dimensions d'un objet situé dans la zone de surveillance, et pour fournir des
données correspondantes.
8. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le système de capteur et l'unité de contrôle sont adaptés l'un à l'autre de sorte
à déplacer par entraînement la partie de meuble mobile associée sur la base d'un mouvement
de manoeuvre reconnu.
9. Meubles avec une partie de meuble mobile entrainée par une unité d'entraînement, avec
un dispositif selon l'une des revendications précédentes.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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