[0001] Die Erfindung betrifft eine leicht zu reinigende Spritzpistole.
[0002] Bekannte Spritzpistolen bestehen im Wesentlichen aus einem Grundkörper mit Haltegriff
und Kopf und darin befindlichen Druckluftkanälen, einem Düsensatz, einem Druckluftanschluss,
einem Abzugsbügel, einem Luftleitsystem mit einem Luftventil, einer Luftdüse und einem
Mechanismus zum Einstellen der Menge und des Drucks der die Druckluftkanäle durchströmenden
Luft sowie einem Materialleitsystem mit Farbnadel und einem Mechanismus zum Einstellen
der Materialmenge. Der Spritzpistolenkopf weist einen materialführenden Bereich auf,
durch den das zu verspritzende Material von einem Spritzmitteleinlass zu einem Spritzmittelauslass,
der in der Regel als Materialdüse ausgestaltet ist, fließt. Am Spritzmitteleinlass
ist eine Materialversorgung vorgesehen, die beispielsweise in Form eines Vorratsbehälters
oder einer Zuleitung von einem externen Materialspeicher vorliegen kann. Übliche Vorratsbehälter
sind beispielsweise Fließbecher, Saugbecher oder Seitenbecher. Der Druckunterschied
kann beispielsweise durch eine Materialfördervorrichtung erzeugt werden oder durch
an einer Öffnung an der Materialversorgung vorbeiströmende Luft. Als Spritzmittel
kommen alle fließfähigen Materialien in Frage, beispielsweise Farben, Lacke, Klebstoffe
oder sonstige.
[0003] Die zum Spritzen benötigte Druckluft wird am Luftanschluss zugeführt, der am oder
im Pistolengriff angeordnet ist. Durch die Betätigung des Abzugsbügels bis zu einem
ersten Druckpunkt wird das Luftventil geöffnet. Beim weiteren Durchziehen des Abzugsbügels
wird die Farbnadel zusätzlich aus der Spritzdüse herausgezogen. Das Spritzmittel fließt
dann infolge der Schwerkraft, bzw. eines Druckunterschieds aus der Materialdüse heraus
und wird durch die aus der Luftdüse strömende Druckluft zerstäubt.
[0004] Solche Spritzpistolen haben sich über viele Jahrzehnte in der Praxis bewährt. Nachteilig
ist jedoch, dass sie nach jedem Gebrauch bzw. vor jedem Materialwechsel einer sorgfältigen
Reinigung der materialführenden Bereiche bedürfen, da es ansonsten zum Verstopfen
der Bereiche sowie zu einer Kontamination des Spritzmittels kommen kann. Dieses Problem
wird gemäß dem Stand der Technik dadurch gelöst, dass die Materialführung als Kartusche,
d.h. als auswechselbarer Einsatz oder auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung verwendet
wird, der bzw. die vorzugsweise als Einwegartikel ausgeführt ist. Eine solche vorteilhafte
Spritzpistole mit einem Haltebereich und mit einem Kopf, welcher mit einer Kartusche
ausgestattet ist, wobei die Kartusche einen Einlassbereich für einen materialführenden
Kanal aufweist, der in einem Auslassbereich endet und wobei der Einlassbereich der
Kartusche mit einem Vorratsbehälter für das zu verspritzende Material verbunden oder
verbindbar ist und wobei die Kartusche vorzugsweise wenigstens ein materialführendes
Bauteil der Spitzpistole führt, ist beispielsweise aus der
DE 3016419 C2 bekannt. Diese Spritzpistole besitzt einen zweigeteilten Kopf mit einem in Spritzrichtung
hinten und einem in Spritzrichtung vorne liegenden Bereich. Das hintere Ende des vorderen
Bereichs des zweigeteilten Kopfes ist mit einem Stecksitz für eine Kartusche ausgestattet,
die einen sich in Spritzstrahlrichtung erstreckenden röhrenförmigen, materialführenden
Kanal aufweist, in dessen Inneren eine Düsen- bzw. Farbnadel angeordnet ist. Die Düsennadel
kann mittels eines Hebel- und Federmechanismus in Spritzstrahlrichtung hin- und herbewegt
werden, so dass das zu verspritzende Material zur Verarbeitung eine im Auslassbereich
angeordnete Düse passieren kann. Die Kartusche wird mittels Steckstiftverbindungen
im Kopf gehalten. Nach Gebrauch können die Stiftverbindungen gelöst, die beiden Kopfbereiche
gegeneinander weggeklappt, die Kartusche inklusive der Farbnadel vom Kopf abgenommen
und anschließend weggeworfen werden. Danach kann eine neue Kartusche an bzw. in der
Spritzpistole befestigt werden. Eine Reinigung der materialführenden Bereiche der
Spritzpistole erübrigt sich damit. Die Stiftverbindungen sind jedoch relativ kompliziert,
schwierig herzustellen und zu lösen und gewährleisten auch nicht immer die problemlose
Betriebssicherheit.
[0005] Eine weitere Spritzpistole mit auswechselbarer Kartusche ist in der
DE 10 2004 027 789 A1 beschrieben. Gegenstand dieser Veröffentlichung ist eine zweiteilige Spritzpistole,
wobei jeder der beiden Teile eine Aussparung zur Aufnahme einer austauschbaren Lackiermittelleiteinrichtung
aufweist. Die austauschbare Lackiermittelleiteinrichtung wird in die Aufnahme des
ersten Pistolenteils eingesetzt. Anschließend wird der zweite Pistolenteil auf den
ersten Teil aufgesetzt und mit einer Schraube fixiert. Die Inbetriebnahme der Spritzpistole
wird durch diese Mehrzahl an Vorbereitungsschritten sehr mühsam und zeitaufwendig.
Weiter erfordert die Zweiteiligkeit der Pistole einen immensen Zusatzaufwand bei der
Herstellung, da die beiden Pistolenteile nicht identisch sind und somit zwei Fertigungslinien
erforderlich sind. Dadurch erhöhen sich die Herstellkosten der Spritzpistole. Auch
die Abdichtung der Pistolenhohlräume gegenüber der Außenluft ist schwierig.
[0006] Eine weitere Ausführungsform einer Spritzpistole mit austauschbarer Kartusche ist
in der
WO 2009/015260 A2 offenbart. Auch hier besteht die Pistole im Wesentlichen aus zwei Teilen, einem vorderen
und einem hinteren Teil, die über ein Scharnier miteinander verbunden sind. Zum Einsetzen
der Kartusche wird der vordere Teil nach unten geklappt, wodurch die Kartuschenaufnahme
freigelegt wird. Nach dem Einsetzen der Kartusche wird der vordere Teil wieder nach
oben geklappt und mittels Schnappverschluss mit dem hinteren Teil verbunden. Dadurch
wird zwar ein schnelleres Einsetzen der Kartusche in die Pistole ermöglicht als beim
zuvor beschriebenen Stand der Technik, jedoch sind sehr hohe Anforderungen an die
Qualität des Scharniers, insbesondere an dessen Genauigkeit und Festigkeit zu stellen.
Damit ist der Herstellungsaufwand im Vergleich zu einer konventionellen Spritzpistole
sehr hoch und es werden deutliche Mehrkosten bei der Produktion verursacht.
[0008] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Spritzpistole der eingangs
genannten Art zu schaffen, die kostengünstiger herzustellen ist, die jederzeit zuverlässig
funktioniert und an bzw. in der insbesondere eine Kartusche oder ein andersartiger
auswechselbarer Einsatz weniger kompliziert, jedoch sicher befestigt und wieder von
ihr bzw. aus ihr gelöst werden kann.
[0009] Die erste Aufgabe wird mittels einer Spritzpistole nach Anspruch 1 gelöst, die unter
anderem einen einteiligen Grundkörper, einen Abzugsbügel, ein mit dem Abzugsbügel
gekoppeltes Farbnadelbetätigungselement, eine mit dem Farbnadelbetätigungselement
gekoppelte Farbnadel und eine auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung deren Einlassbereich
mit einer Materialzuführvorrichtung für das zu verspritzende Material verbunden oder
verbindbar ist, aufweist, wobei der Grundkörper einen Spritzmitteleinlassbereich und
eine Aussparung zur Aufnahme der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung aufweist,
wobei die Aussparung an der Oberseite des Grundkörpers im Bereich des Spritzmitteleinlasses
des Grundkörpers angeordnet ist, wobei der Grundkörper derart ausgestaltet ist, dass
die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung über den Spritzmitteleinlassbereich
des Grundkörpers in der Spritzpistole anordenbar ist, und wobei zum Einsetzen oder
Entfernen der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung keine Teile des Grundkörpers
bewegt werden müssen, und wobei das Farbnadelbetätigungselement koaxial zur Farbnadel
angeordnet ist. Die Spritzpistole mit einteiligem Grundkörper zeichnet sich im Vergleich
mit den gemäß dem Stand der Technik bekannten Spritzpistolen dadurch aus, dass der
Grundkörper der Pistole aus einem einzigen Teil besteht. Zum Einsetzen oder Entfernen
der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung müssen keine Teile des Grundkörpers
bewegt, beispielsweise umgeklappt ab- oder angeschraubt, geklipst, oder geklebt werden.
Anbauteile bleiben von dieser Einteiligkeit unberührt, d.h. die Spritzpistole kann
mehrere Anbauteile wie z.B. Abzugsbügel, Rund-/Breitstrahlregulierung, Arretierschraube,
Luftmikrometer, Materialmengenregulierung oder sonstiges aufweisen.
[0010] Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0011] Die Spritzpistole mit einteiligem Grundkörper kann für die Verwendung mit jeder beliebigen
Flüssigkeit oder jedem beliebigen Aerosol ausgestaltet sein, beispielsweise zum Auftragen
von Farbe, Lack oder Klebstoff auf Objekte.
[0012] Die erfindungsgemäße Spritzpistole mit einteiligem Grundkörper weist eine Aussparung
auf die so ausgebildet ist, dass sie eine auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung
aufnehmen kann. Im Betriebsfall wird der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung
ein Spritzmittel über einen Einlassbereich zugeführt. Das Spritzmittel fließt durch
die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung zu einem Farbauslass, wo es nach der
Düse unter Einwirkung von Druckluft zerstäubt aus der Spritzpistole austritt oder
nahe der Spritzpistole zerstäubt wird. Die Zerstäubung kann auch durch zumindest ein
elektrisches Feld, durch Ultraschall, durch Hochrotation oder durch ein anderes Verfahren
oder durch Kombination mehrerer verschiedener Verfahren erfolgen. Der Einlassbereich
der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung kann mit einer Materialzuführvorrichtung
verbunden oder verbindbar sein. Dabei kann es sich beispielsweise um zumindest einen
Fließbecher, Saugbecher oder Seitenbecher handeln, oder um eine Zuleitung die mit
einem externen Materialspeicher wie z.B. einem Farb-, Lack- oder Klebstoffbehälter
verbunden oder verbindbar ist. Auch eine Kombination aus diesen Materialzuführvorrichtungen
ist denkbar. Auch kann die Materialzuführvorrichtung nicht nur mit dem Einlassbereich
der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung, sondern auch mit einem Einlassbereich
des Grundkörpers, der durch die Aussparung gebildet werden kann, verbunden sein. Über
diesen Einlassbereich des Grundkörpers kann das Spritzmittel dann in den Einlassbereich
der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung fließen.
[0013] Die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung kann als Einwegteil ausgestaltet sein
das nach der Benutzung entsorgt wird. Zur erneuten Verwendung der Spritzpistole wird
eine neue auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung in die Aussparung der Spritzpistole
eingesetzt. Es ist jedoch auch denkbar, die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung
nach der Benutzung zu Reinigungszwecken aus der Pistole zu entfernen und sie anschließend
wieder einzusetzen.
[0014] Die Aussparung ist an der Oberseite des Grundkörpers angeordnet. Eine an der Oberseite
des Grundkörpers befindliche Aussparung ist besonders dann vorzusehen, wenn die Spritzpistole
mit einem Fließbecher verwendet werden soll. Eine externe Materialzuführvorrichtung
im Sinne einer so genannten Kesselpistole kann an jeder Aussparungsart angebracht
werden.
[0015] Vorzugsweise erstreckt sich die Aussparung von einem Spritzmitteleinlass bis zu einem
Spritzmittelauslass des Grundkörpers. Dadurch ist es möglich, das Spritzmittel von
einer Materialzuführvorrichtung zur Düse der Spritzpistole zu befördern.
[0016] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist die Aussparung zumindest einen
konkaven Bereich auf. Dadurch ist sie zur Aufnahme einer zylinderförmigen, kegelförmigen
oder sich verjüngenden auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung geeignet.
[0017] Vorzugsweise ist der zumindest eine konkave Bereich auf seiner dem Spritzmittelauslass
zugewandten Seite, seiner dem Spritzmittelauslass abgewandten Seite, nach unten oder
nach oben hin geöffnet. Auch mehrere offene Seiten oder schräge Öffnungen sind denkbar.
[0018] Bevorzugt weist der zumindest eine konkave Bereich zumindest teilweise einen Öffnungswinkel
von weniger als 180° und besonders bevorzugt einen Öffnungswinkel zwischen 100° und
179° auf. Dadurch wird die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung unter geringer
elastischer Verformung in die Aussparung eingebracht, wo sie ohne äußere Krafteinwirkung
formschlüssig gehalten wird. Durch äußere Krafteinwirkung von einem Benutzer kann
sie unter geringer elastischer Verformung wieder aus der Aussparung entfernt werden.
[0019] Die Aussparung kann so ausgestaltet sein, dass die Spritzmitteleinrichtung nicht
durch rein lineare Bewegung in den Grundkörper eingesetzt oder an diesem angebracht,
bzw. von diesem entfernt werden kann, sondern die Ein- und Ausbringbewegung zumindest
eine rotatorische Komponente wie beispielsweise eine Schwenkbewegung umfassen muss.
Dies hat den Vorteil, dass die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung ohne zusätzliche
Fixiermittel formschlüssig vom Grundkörper gehalten wird.
[0020] Bevorzugt ist die Aussparung in der Art ausgebildet, dass die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung
in die Aussparung einschwenkbar oder einschiebbar oder durch mehrere sich überlagernde
oder abfolgende Bewegungen in oder an der Aussparung anordenbar ist.
[0021] Das Einsetzen einer auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung in eine Aussparung
die sich an der Oberseite des Grundkörpers befindet kann beispielsweise wie folgt
ablaufen: Die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung wird mit dem Spritzmittelauslass
der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung voraus im Wesentlichen koaxial mit
der Aussparungsachse (Spritzmitteleinlassachse) oder parallel zu dieser an die Aussparung
angenähert. Befindet sich der Spritzmittelauslass der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung
in etwa auf gleicher Höhe mit dem Spritzmittelauslass des Grundkörpers, erfolgt eine
Schwenkbewegung um den Spritzmittelauslass der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung
koaxial zum Spritzmittelauslass des Grundkörpers auszurichten. Anschließend kann ein
Verschieben oder Einschieben der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung koaxial
in Richtung des Spritzmittelauslasses des Grundkörpers erfolgen. Zum Entfernen der
auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung werden die Schritte in umgekehrter Reihenfolge
und in Gegenrichtung ausgeführt.
[0022] Bei einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Spritzpistole mit einteiligem
Grundkörper, bei der sich die Aussparung im Wesentlichen seitlich am Grundkörper befindet
und sich bis an dessen Oberseite und/oder dessen Unterseite erstreckt erfolgt das
Einsetzen der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung wie nachfolgend beschrieben:
Die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung wird mit ihrem Spritzmittelauslass
voraus in Richtung des Spritzmittelauslasses des Grundkörpers geschwenkt. Der Spritzmitteleinlass
der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung kann dabei gegenüber seiner einsatzgemäßen
Ausrichtung geneigt sein. Anschließend kann der Einsetzvorgang ein Verschieben oder
Einschieben der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung in Richtung des Spritzmittelauslasses
des Grundkörpers umfassen, beispielsweise bis die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung
zumindest bereichsweise an einem Anlagebereich des Grundkörpers oder eines Anbauteils
anliegt. Der Einsetzvorgang kann weiterhin ein Umklappen der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung,
insbesondere ihres Spritzmitteleinlasses, in die einsatzgemäße Position umfassen.
Bei Verwendung eines Fließbechers ist diese im Wesentlichen nach oben oder schräg
nach oben und in eine weitere Richtung gerichtet. Bei Verwendung eines Saugbechers
oder einer externen Materialzuführvorrichtung ist der Spritzmitteleinlass der auswechselbaren
Spritzmittelleiteinrichtung im Wesentlichen nach unten oder schräg nach unten und
in eine weitere Richtung gerichtet. Bei Verwendung eines Seitenbechers kann die auswechselbare
Spritzmittelleiteinrichtung von oben oder unten eingeschwenkt und dann in seitliche
Richtung umgeklappt werden. Es ist in jedem Fall auch möglich dass die Aussparung
so ausgestaltet ist, dass die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung von einer
anderen Seite oder von einer beliebigen Seite eingeschwenkt und anschließend in die
einsatzgemäße Position geklappt werden kann.
[0023] Die Materialzuführvorrichtung kann entweder vor dem Einbringen der auswechselbaren
Spritzmittelleiteinrichtung in die Aussparung des Grundkörpers an der auswechselbaren
Spritzmittelleiteinrichtung angebracht werden oder danach. Im ersten Fall wird die
aus der Materialzuführvorrichtung und der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung
bestehende Baugruppe gemeinsam in oder an der Aussparung angeordnet.
[0024] Das Einbringen der Farbnadel kann ebenso vor dem Einsetzen der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung
oder danach erfolgen. Es ist denkbar, dass die Farbnadel in die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung
eingebracht wird bevor diese in oder an der Aussparung angeordnet wird. Anschließend
wird die Farbnadel über ein Kopplungselement mit dem Farbnadelbetätigungselement lösbar
oder unlösbar verbunden. Das Farbnadelbetätigungselement kann sich entweder dauerhaft
in der Spritzpistole befinden oder kann vor oder nach dem Einsetzen der Farbnadel
eingebracht werden. Es ist genauso denkbar, dass die Farbnadel erst nach dem Anordnen
der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung in diese eingebracht wird. Dies kann
zusammen mit dem Farbnadelbetätigungselement erfolgen, wenn Farbnadel und Farbnadelbetätigungselement
bereits vor dem Einsetzen zusammengefügt werden. Alternativ kann zuerst die Farbnadel
in die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung eingesetzt werden bevor das Farbnadelbetätigungselement
mit der Farbnadel verbunden wird.
[0025] Die Farbnadel kann, beispielsweise durch Reibung, so in der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung
angeordnet sein, dass sie auch nach dem Entfernen der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung
aus der Aussparung gegen die Auslassöffnung der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung
drückt und diese so verschließt. Dadurch kann die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung
als Becherverschluss dienen. Weiter Verschlussmittel können somit entfallen.
[0026] Der Vorgang des Einsetzens und des Entfernens der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung
kann in jedem Fall auch eine Betätigung des Abzugsbügels beinhalten um beispielsweise
das Farbnadelbetätigungselement aus dem Pfad der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung
herauszubewegen.
[0027] Bevorzugt wird die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung mittels Formschluss,
Verjüngung oder Verspannung in der Aussparung gehalten. Dadurch ist eine erste Fixierung
ohne weitere Mittel möglich.
[0028] Vorzugsweise sorgt zumindest ein Anlagebereich in oder an der Aussparung für eine
radiale und/oder axiale Fixierung der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung
in der Aussparung. Der Anlagebereich kann beispielsweise eine Schulter, einen Ring,
einen Konus, einen Steg, einen Haken und/oder eine Öse aufweisen die an der auswechselbaren
Spritzmittelleiteinrichtung und/oder am Grundkörper angeordnet sein können. Ferner
können ein Anlageelement an der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung und ein
Gegenelement am Grundkörper angeordnet sein. Der Anlagebereich kann auch einstückig
mit dem Grundkörper ausgebildet sein und ein Dichtelement umfassen oder selbst als
Abdichtung und als Führung fungieren.
[0029] Bevorzugt weist der Grundkörper einen oder mehrere Druckluftkanäle auf, die vorzugsweise
in zumindest einem Teil des Grundkörpers verlaufen, der keine Aussparung aufweist.
Dadurch kann Druckluft von einem Druckkluftanschluss zu einer Luftdüse geleitet werden,
unabhängig von der Größe, Form oder Lage der Aussparung.
[0030] Bei einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel ist die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung
über zumindest ein Fixiermittel am oder im Grundkörper arretierbar. Dies gewährleistet
zusätzlich zu einer ersten Fixierung einen sicheren Halt der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung.
Das Fixiermittel kann beispielsweise ein mechanisches, magnetisches, pneumatisches
oder hydraulisches Element aufweisen. Es kann eine kraft- oder formschlüssige Verbindung,
ein Filmscharnier, einen Einrastmechanismus, ein exzentrisches Element oder einen
Schraubmechanismus umfassen.
[0031] Ferner kann die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung mittels der Materialzuführvorrichtung
im oder am Grundkörper fixierbar sein. Dies kann z.B. über Verspannung erfolgen, d.h.
der Durchmesser des Spritzmitteleinlasses der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung
vergrößert sich beim Anbringen der Materialzuführvorrichtung, beispielsweise beim
Ein- oder Aufschrauben bzw. Ein- oder Aufstecken eines Bechers, wodurch die Außenwand
des Spritzmitteleinlasses der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung gegen einen
Bereich des Spritzmitteleinlasses des Grundkörpers gedrückt wird.
[0032] Weiter kann die Fixierung mittels eines am Grundkörper angeordneten oder anordenbaren
Deckels im oder am Grundkörper erfolgen. Beispielhaft können für diesen Zweck ein
Luftverteilerring oder ein Düsensatz, der beispielsweise mittels eines Luftdüsenrings
am Grundkörper verschraubbar oder auf sonstige Weise anordenbar ist, genannt werden.
Auch dieses oder diese Bauteile können als Einwegteil zur einmaligen Verwendung ausgestaltet
sein und aus Metall und/oder Kunststoff gefertigt sein.
[0033] Magnetische Elemente können beispielsweise Magnete oder Magnetklebebänder sein, die
an der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung und/oder am Grundkörper angeordnet
oder anordenbar sind. Außerdem ist es denkbar, dass die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung
und/oder der Grundkörper selbst magnetisch oder magnetisierbar sind oder zumindest
entsprechende Bereiche aufweisen.
[0034] Zumindest ein pneumatisches und/oder hydraulisches Element, beispielsweise ein Zylinder,
ein pneumatischer Muskel oder ein Luftkissen bzw. Ölkissen, kann an der auswechselbaren
Spritzmittelleiteinrichtung und/oder am Grundkörper angeordnet oder anordenbar sein
und bei seiner Aktivierung die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung am Grundkörper
arretieren.
[0035] Das zumindest eine pneumatische Element kann mit einer separaten Druckluftversorgung
verbunden oder verbindbar sein. Dies kann beispielsweise ein Kompressor sein der über
eine Luftleitvorrichtung mit dem pneumatischen Element verbunden ist. Außerdem kann
im Bereich der Druckluftzuleitung oder -verteilung oder an einem Drucklufterzeuger
wie einem Kompressor eine Abzweigung der Zuleitung vorgesehen sein, wobei eine Zuleitung
die Druckluftkanäle und eine andere Zuleitung das pneumatische Element mit Luft versorgt.
Die einzelnen Versorgungen können gemeinsame oder separate Mittel zum Einstellen der
Luftmenge und/oder des Luftdrucks aufweisen.
[0036] Alternativ oder zusätzlich kann das zumindest eine pneumatische Element mit derselben
Druckluftversorgung verbunden sein wie die Druckluftkanäle im Grundkörper. Dies bedeutet,
dass Druckluft von einem Druckluftanschluss der Spritzpistole sowohl in die Druckluftkanäle
im Grundkörper als auch in das pneumatische Element strömt. Der Vorteil dieser Ausführungsform
liegt darin, dass das pneumatische Element mit nur einem Druckluftanschluss aktiviert
werden kann wodurch die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung arretiert wird.
Das pneumatische Element kann bereits durch Anschluss einer Luftversorgung am Druckluftanschluss
der Spritzpistole aktivierbar ausgestaltet sein. Ferner kann die Aktivierung durch
Betätigung des Abzugsbügels oder mittels eines eigenen Aktivierungsmechanismus erfolgen.
[0037] Die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung und das zumindest eine Fixiermittel
können entweder einstückig ausgebildet sein oder die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung
kann lösbar oder unlösbar mit dem zumindest einen Fixiermittel verbunden oder verbindbar
sein. Beispielweise kann das Fixiermittel zusammen mit der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung
gefertigt sein, es kann angespritzt, angeklebt, angeschweißt, angelötet, angeklipst,
ein- oder aufgesteckt, angeschmolzen oder auf sonstige Weise verbunden oder verbindbar
sein.
[0038] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform erstreckt sich zumindest ein Teil
der Farbnadel durch die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung. Um unerwünschtes
Austreten von Spritzmittel zu Verhindern kann zumindest ein Dichtmittel zwischen der
Farbnadel und der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung angeordnet oder anordenbar
sein. Dieses zumindest eine Dichtmittel kann mit der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung
oder mit der Farbnadel oder mit beiden verbunden sein. Im letzteren Fall muss das
Dichtmittel so groß sein, dass eine Bewegung zwischen der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung
und der Farbnadel möglich ist. Das zumindest eine Dichtmittel kann beispielsweise
eine angespritzte Dichtlippe, eine Foliendichtung, eine Durchstechmembran, eine Wellmembran,
eine Balgmembran, ein Dichtring oder ein anderes Dichtmittel sein.
[0039] Die Farbnadel kann einteilig oder mehrteilig ausgestaltet sein und aus einem Metall
oder einer Metalllegierung und/oder aus einem Kunststoff, einer Kunststoffmischung,
einer Kunststofflegierung und/oder einem verstärkten Kunststoff oder einem Kunststoff-Compound
bestehen. Der Kunststoff kann beispielsweise mit Glas- oder Kohlefasern, mit sonstigen
Fasern oder mit Partikeln wie Nanopartikeln, insbesondere Kohlenstoffnanoröhrchen
verstärkt sein. Es ist vorstellbar, dass verschiedene Bereiche der Farbnadel aus unterschiedlichen
Materialien bestehen.
[0040] Das Farbnadelbetätigungselement kann mit der Farbnadel lösbar gekoppelt oder fest
mit der Farbnadel verbunden sein. Die Kopplung kann beispielsweise über eine Verzahnung,
über eine Bolzenkupplung, über eine Kugelkupplung oder über eine Prismenkupplung erfolgen.
Auch Kombinationen aus verschiedenen Kopplungen sind denkbar.
[0041] Das Farbnadelbetätigungselement und die Farbnadel können vorzugsweise drehfest miteinander
gekoppelt, koppelbar, verbunden oder verbindbar sein. Eine Verdrehung der Bauteile
könnte eine Entnahme derselben erschweren oder die Kupplung ungewollt lösen.
[0042] Die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung kann einteilig oder mehrteilig ausgebildet
sein und aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Beispielsweise kann die auswechselbare
Spritzmittelleiteinrichtung aus verschiedenen Metallen und/oder Kunststoffen zusammengesetzt
oder hergestellt sein. Unterschiedliche Bereiche der einteiligen, als auch der mehrteiligen
auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung können unterschiedlich eingefärbt sein.
Zum Beispiel kann der Bereich durch den die Farbnadel verläuft in einer Farbe oder
transparent sein, während der Spritzmitteleinlassbereich eine andere Farbe aufweist.
Die Farben können sowohl bereits beim Herstellvorgang als auch nachträglich auf- oder
eingebracht oder mittels In-Mold-Labeling erzeugt werden. Bei einer bevorzugten Ausführungsform
sind unterschiedliche Materialien zumindest teilweise unterschiedlich eingefärbt.
So kann ein Kunststoff eine andere Farbe aufweisen als ein anderer Kunststoff, ein
Metall kann eine andere Farbe aufweisen als ein anderes Metall, oder ein Metall kann
eine andere Farbe aufweisen als ein Kunststoff.
[0043] Vorzüge der einteiligen Ausführungsform sind unter anderem eine einfache und kostengünstige
Herstellung und das Nichterfordernis eines Zusammenbaus.
[0044] Die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung kann aus zumindest zwei Komponenten
bestehen, die lösbar oder unlösbar miteinander verbunden oder verbindbar sind. Bei
einer Komponente kann es sich um eine Funktionskomponente handeln, die anstatt oder
neben der Spritzmittelführung eine weitere Funktion besitzt. Eine solche Funktion
kann zum Beispiel die Arretierung der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung
im Grundkörper oder die Befestigung einer Materialzuführvorrichtung an der auswechselbaren
Spritzmittelleiteinrichtung sein. Es ist auch denkbar, dass eine Komponente als Einwegartikel
ausgebildet und eine andere Komponente zur mehrmaligen Benutzung vorgesehen ist. Eine
Komponente kann aus einem härteren und/oder festeren Material bestehen als eine andere
Komponente. Insbesondere kann der nadelführende Bereich zumindest teil- oder bereichsweise
härter oder fester sein als der Spritzmitteleinlassbereich oder umgekehrt. Dadurch
können tribologische, fertigungstechnische oder Toleranzanforderungen besser oder
einfacher erfüllt werden.
[0045] Die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung kann zumindest eine lösbar oder unlösbar
anbringbare Düse aufweisen. Die Düse ist ein für die Qualität der Spritzpistole und
des damit erzielten Spritzergebnisses von herausragender Bedeutung. Deswegen muss
sie höchsten Ansprüchen an die Fertigungstoleranz und Formbeständigkeit genügen. Es
kann somit zweckmäßig sein, die Düse separat zu fertigen und anschließend an einen
anderen, weniger kritischen Teil der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung anzubringen.
Ferner wird durch auswechselbare Düsen der Einsatz verschiedener Düsengrößen ermöglicht.
Vorzugsweise besteht die Düse aus einem härteren und/oder festeren Material als der
erste Teil der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung. Dadurch ist sie formbeständiger
und unempfindlicher gegenüber Krafteinwirkung. Auch hier kann ein Teil als Einwegartikel
und ein anderer Teil zur mehrmaligen Benutzung vorgesehen sein. Auch die einteilige
auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung kann mit einer separaten Düse versehen
oder versehbar sein.
[0046] Ein Teil der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung kann aus einem elastischen
oder auf sonstige Weise verformbaren Material bestehen um ihn einfacher in den Grundkörper
einsetzen zu können. Es ist denkbar, dass zumindest ein Teil der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung
aufblasbar ausgestaltet ist. Somit kann sie beispielsweise in oder an der Aussparung
angeordnet werden bevor sie an eine Luftversorgung angeschlossen wird. Diese Luftversorgung
kann sowohl eine separate Luftversorgung sein, es ist jedoch auch denkbar, dass die
aufblasbare auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung durch die Luftversorgung aufgeblasen
wird, die auch die Spritzpistole mit Luft versorgt. Auch eine Kombination aus den
beiden Versorgungen ist denkbar, beispielsweise eine separate Vorversorgung, die so
lange aufrechterhalten wird, bis die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung mittels
der die Spritzpistole durchströmenden Luft aufblasbar ist.
[0047] Die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung kann zumindest aus einem ersten Teil
bestehen, der im Bereich des Spritzmittelauslasses in den Grundkörper einbringbar
oder an diesem anordenbar ist und einem zweiten Teil, der im Bereich des Spritzmitteleinlasses
in den Grundkörper einbringbar oder an diesem anordenbar ist. Somit kann beispielsweise
ein Teil von vorne durch den Spritzmittelauslass des Grundkörpers in diesen eingebracht
werden und ein weiterer Teil von oben durch einen Spritzmitteleinlass. Die beiden
Teile können sich in einem Bereich treffen und überschneiden und miteinander verbindbar
sein. Dadurch ist ein formschlüssiger Halt der zusammengesetzten auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung
im Grundkörper gewährleistet.
[0048] Bei einer mehrteiligen auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung kann im Verbindungsbereich
der Teile zumindest ein Dichtmittel angeordnet oder anordenbar sein, um ein unerwünschtes
Austreten des Spritzmittels zu verhindern.
[0049] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Spritzpistole mit einteiligem Grundkörper
weist die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung zumindest ein Element zum Anschluss
an eine Materialzuführvorrichtung auf. Dadurch kann die Materialzuführvorrichtung
direkt an die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung angebracht werden. Ein Anschluss
am Grundkörper kann entfallen. Das Element kann zumindest einen Einrastmechanismus,
zumindest eine Verbindungsschiene, zumindest ein Gewinde oder zumindest ein Gewindesegment
aufweisen. Alternativ oder zusätzlich dazu kann die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung
an der Materialzuführvorrichtung anklebbar, anlötbar, anschweißbar, auf- oder einsteckbar
sein.
[0050] Die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung kann mit der Materialzuführvorrichtung
verbunden und an ihr arretiert sein. Sie kann jedoch auch am Grundkörper fixiert und
nur indirekt mit der Materialzuführvorrichtung verbunden sein.
[0051] Zwischen der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung und der Materialzuführvorrichtung
kann zumindest ein Dichtmittel, beispielsweise ein Dichtring angeordnet sein. Die
Abdichtung kann jedoch auch durch die Materialzuführvorrichtung und/oder die auswechselbare
Spritzmittelleiteinrichtung erfolgen, beispielsweise wenn zumindest eine der beiden
Vorrichtungen aus einem weicheren Material gefertigt ist, oder durch die Verbindung
zwischen den beiden Vorrichtungen, beispielsweise durch das Gewinde.
[0052] Die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung und die Materialzuführvorrichtung
können einteilig ausgebildet sein. Dies ist besonders dann vorteilhaft, wenn sowohl
die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung als auch die Materialzuführvorrichtung,
beispielsweise ein Becher, als Einwegartikel zur einmaligen Verwendung vorgesehen
sind. Ist die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung mehrteilig ausgebildet, so
kann ein Teil der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung mit der Materialzuführvorrichtung
lösbar oder unlösbar verbunden oder verbindbar sein. Der andere Teil der auswechselbaren
Spritzmittelleiteinrichtung kann wiederum mit dieser Verbindung verbunden oder verbindbar
sein.
[0053] Die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung kann aus einem Metall oder aus einer
Metalllegierung und/oder aus einem Kunststoff, einer Kunststoffmischung, einer Kunststofflegierung
oder einem verstärkten Kunststoff oder einem Kunststoff-Compound bestehen. Auch hier
kann der Kunststoff beispielsweise mit Glas- oder Kohlefasern, mit sonstigen Fasern
oder mit kugel- oder andersförmigen Partikeln wie Nanopartikeln, insbesondere Kohlenstoffnanoröhrchen
verstärkt sein. Auch andere Verstärkungen bzw. Stabilisierungen sind möglich.
[0054] Vorzugsweise reicht die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung im Bereich des
Spritzmittelauslasses des Grundkörpers über die Aussparung hinaus. Dadurch kann ein
Kontakt des Spritzmittels mit der Aussparung vermieden werden wodurch eine Reinigung
der Aussparung entfallen kann.
[0055] Alternativ dazu kann die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung im Bereich des
Spritzmittelauslasses des Grundkörpers vor der Aussparung oder mit dieser enden.
[0056] Auch im Bereich des Spritzmitteleinlasses des Grundkörpers kann die auswechselbare
Spritzmittelleiteinrichtung über die Aussparung hinausreichen. Damit ist eine Verbindung
der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung mit einer Materialzuführvorrichtung
besser möglich.
[0057] Die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung kann jedoch auch im Bereich des Spritzmitteleinlasses
des Grundkörpers vor der Aussparung oder mit dieser enden. Somit muss lediglich ein
Teil der Aussparung nach dem Kontakt mit einem Spritzmittel gereinigt werden.
[0058] Die Aussparung kann zur Aufnahme verschieden großer auswechselbarer Spritzmittelleiteinrichtungen
ausgebildet sein.
[0059] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Spritzpistole mit einteiligem
Grundkörper ist zumindest ein Dichtmittel zwischen der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung
und dem Grundkörper angeordnet oder anordenbar. Dadurch kann ein unerwünschter Material-
und/oder Luftfluss vermieden und ein fester Sitz der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung
in der Aussparung gewährleistet werden. Das zumindest eine Dichtmittel kann fest oder
lösbar an der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung oder am Grundkörper angeordnet
sein. In beiden Fällen kann das zumindest eine Dichtmittel angespritzt oder angeklebt
sein. Alternativ oder zusätzlich dazu kann zumindest ein Dichtmittel lose in zumindest
einen Bereich der Aussparung einsetzbar sein.
[0060] Die Farbnadel einer besonders vorteilhaften Spritzpistole mit einteiligem Grundkörper
ist mit wenigstens einer Rückhol- bzw. Betätigungsfeder ausgestattet, die bevorzugt
innerhalb der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung verläuft. Die Feder kann
sich an einem Stopper abstützen, der an der Farbnadel vorgesehen und einstückig an
der Farbnadel angeformt sein kann.
[0061] Die Feder kann zwischen dem Stopper und einem Kopplungselement angeordnet sein.
[0062] Der Stopper kann beispielsweise als Kegel, oder als Scheibe ausgebildet und innerhalb
oder außerhalb der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung angeordnet sein.
[0063] Das Anordnen einer auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung in oder an einer Spritzpistole
mit einteiligem Grundkörper kann zumindest eine rotatorische Bewegung beinhalten.
Dies kann beispielsweise eine Drehbewegung, eine Kippbewegung oder eine Schwenkbewegung
sein. Auch Kombinationen aus diesen Bewegungsarten sind möglich.
[0064] Ein Anordnen einer auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung in oder an einer Spritzpistole
mit einteiligem Grundkörper umfasst bevorzugt zumindest folgende Schritte: Die auswechselbare
Spritzmittelleiteinrichtung wird mit dem Spritzmittelauslass der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung
voraus im Wesentlichen koaxial mit der Aussparungsachse (Spritzmitteleinlassachse)
oder parallel zu dieser an die Aussparung angenähert. Befindet sich der Spritzmittelauslass
der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung in etwa auf gleicher Höhe mit dem
Spritzmittelauslass des Grundkörpers, erfolgt eine Schwenkbewegung um den Spritzmittelauslass
der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung koaxial zum Spritzmittelauslass des
Grundkörpers auszurichten.
[0065] Ein Schwenken der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung kann auch mit deren
Spritzmittelauslass voraus in Richtung des Spritzmittelauslasses des Grundkörpers
vorgesehen sein.
[0066] Der Spritzmitteleinlass der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung kann während
des Anordnens zumindest zeitweise gegenüber seiner einsatzgemäßen Ausrichtung geneigt
sein.
[0067] Es kann ein Verschieben oder Einschieben der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung
koaxial in Richtung des Spritzmittelauslasses des Grundkörpers erfolgen.
[0068] Besonders bevorzugt wird die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung, insbesondere
ihr Spritzmitteleinlass, in die einsatzgemäße Position geklappt. Die auswechselbare
Spritzmittelleiteinrichtung kann auch mittels einer anderen Bewegung, beispielsweise
durch Drehung in eine einsatzgemäße Position gebracht werden.
[0069] Das Entfernen der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung von oder aus der Spritzpistole
mit einteiligem Grundkörper kann zumindest eine rotatorische Bewegung beinhalten.
Dies kann beispielsweise eine Drehbewegung, eine Kippbewegung oder eine Schwenkbewegung
sein. Auch Kombinationen aus diesen Bewegungsarten sind möglich. Eine lineare Bewegung
der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung kann häufig unabsichtlich erfolgen,
was ein ungewolltes Lösen der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung von oder
aus der Spritzpistole mit einteiligem Grundkörper verursachen kann. Durch eine erforderliche
rotatorische Komponente wird die Gefahr eines ungewollten Entfernens der auswechselbaren
Spritzmittelleiteinrichtung von oder aus der Spritzpistole mit einteiligem Grundkörper
vermindert.
[0070] Bevorzugt umfasst das Entfernen einer auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung
von oder aus einer Spritzpistole mit einteiligem Grundkörper zumindest folgende Schritte:
Die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung wird geschwenkt bis sich der Spritzmittelauslass
der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung koaxial zu der Spritzmitteleinlassachse
der Aussparung oder parallel zu dieser befindet. Anschließend wird die auswechselbare
Spritzmittelleiteinrichtung im Wesentlichen koaxial mit der Spritzmitteleinlassachse
der Aussparung oder parallel zu dieser von oder aus der Aussparung weg entfernt.
[0071] Der Spritzmitteleinlass der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung kann während
des Entfernens der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung von oder aus der Spritzpistole
mit einteiligem Grundkörper zumindest zeitweise gegenüber seiner einsatzgemäßen Ausrichtung
geneigt ist.
[0072] Es kann ein Verschieben oder Wegschieben oder -ziehen der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung
koaxial aus der Richtung des Spritzmittelauslasses des Grundkörpers erfolgen.
[0073] Bevorzugt erfolgt ein Umklappen der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung,
insbesondere ihres Spritzmitteleinlasses, aus der einsatzgemäßen Position.
[0074] Nachfolgend werden einzelne Ausführungsbeispiele der Spritzpistole mit einteiligem
Grundkörper anhand von 10 Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigt:
- Fig. 1
- den Grundkörper eines ersten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Spritzpistole
in Seitenansicht
- Fig. 2
- den Grundkörper des ersten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Spritzpistole
in Draufsicht
- Fig. 3
- das erste Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Spritzpistole einschließlich
Anbauteile und Becher in Seitenansicht im Schnitt
- Fig. 4
- den Grundkörper eines zweiten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Spritzpistole
in Seitenansicht
- Fig. 5
- den Grundkörper des zweiten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Spritzpistole
in Draufsicht
- Fig. 6
- das zweite Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Spritzpistole einschließlich
Anbauteile und Becher in Seitenansicht im Schnitt
- Fig. 7 bis 10
- verschiedene auswechselbare Spritzmitteleiteinrichtungen zum Einsatz in unterschiedliche
Ausführungsformen der Spritzpistole mit einteiligem Grundkörper mit verschiedenen
Kopplungselementen zwischen der Farbnadel und dem Farbnadelbetätigungselement
[0075] In den Fig. 1 und 2 ist ein einteiliger Grundkörper 1a einer erfindungsgemäßen Spritzpistole
gezeigt, der einen Griffbereich 2 und einen Kopf 3 besitzt. Diese beiden Teilbereiche
2 und 3 verlaufen wie üblich in einem Winkel von etwa 104 Grad zueinander. Der Grundkörper
1a weist mehrere Öffnungen für verschiedene, in den Fig. 1 und 2 nicht dargestellte
Anbauteile auf, beispielsweise eine Öffnung 100 für einen Druckluftanschluss, eine
Öffnung 200 für ein Luftmikrometer, eine Öffnung 300 für eine Materialmengenregulierung,
Öffnungen 400, 401 für einen Abzugshebel und Öffnung 500 für eine Rund-/Breitstrahlregulierung.
Ferner weist der Grundkörper 1a einen Aufhängehaken 7, einen Spritzmitteleinlassbereich
600, einen Spritzmittelauslassbereich 700 und ein Gewinde 10 zur Befestigung eines
Luftdüsenringes auf.
[0076] In der in Fig. 1 und 2 gezeigten Ausführungsform befindet sich die Aussparung 61a
an der Oberseite des Grundkörpers 1a im Bereich des Spritzmitteleinlasses 600 des
Grundkörpers 1a. Durch diese Aussparung 61a kann eine auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung
von hinten oben in einer Schwenkbewegung in den Grundkörper 1a der Spritzpistole eingesetzt
werden. Die Aussparung 61a wird zum einen hinten von einem konkaven Wandteil 6a des
Spritzmitteleinlassbereichs 600 begrenzt, das im Bereich der Öffnungen 400, 401 für
einen hier nicht gezeigten Abzugsbügel 40 verläuft. Zum anderen wird die Aussparung
61a vorne von einem konkaven Wandteil 6b des Spritzmitteleinlassbereichs 600 begrenzt,
das im Bereich des Beginns des Gewindes 10 zur Befestigung eines Luftdüsenringes verläuft.
Unten wird die Aussparung 61a durch das Bodenteil 6c des Spritzpistolengrundkörpers
1a begrenzt. Zusätzlich kann die Aussparung 61a seitlich von Wandteilen des Spritzpistolengrundkörpers
1a begrenzt werden. Alternativ dazu kann auf eine seitliche Begrenzung zumindest teilweise
verzichtet werden. In der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform ist im Vergleich mit
einem konventionellen Spritzmitteleinlassbereich ein U-förmiger Bereich aus dem Spritzmitteleinlassbereich
ausgeschnitten. Die Aussparung 61a ist verglichen mit einem üblicherweise vorhandenen
Spritzmitteleinlassbereich nach vorne in Richtung des Spritzmittelauslasses und/oder
nach hinten erweitert um das Einsetzen und Entfernen der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung
zu ermöglichen. Der Grundkörper 1a weist im Bereich der Aussparung 61 a eine Nut 6d
auf, die der Fixierung der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung dient.
[0077] Fig. 3 zeigt die erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Spritzpistole mit einteiligem
Grundkörper einschließlich Anbauteile in Seitenansicht im Schnitt.
[0078] Der Grundkörper 1a weist an seinem unteren Ende einen Druckluftanschluss 20 auf.
Durch den Griffbereich 2 und durch den Kopf 3 erstrecken sich vom Druckluftanschluss
20 aus mehrere nicht vollständig dargestellte Luftkanäle, die am Spritzmittelauslassbereich
700 des Kopfes 3 der Spritzpistole enden. Die Menge und der Druck der diese Luftkanäle
durchströmenden Luft kann in üblicher Weise mittels eines Luftmikrometers 21 reguliert
werden. Der Spritzmittelauslassbereich 700 des Kopfes 3 ist mit einer Luftdüse 11
ausgestattet, die hervorstehende Hörner mit Öffnungen aufweist. Ferner ist die Spritzpistole
noch mit einem Luftdüsenring 12 ausgestattet.
[0079] In die Aussparung 61a ist eine auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung 27 eingesetzt,
die im Bereich des Spritzmitteleinlasses 600 und im Bereich des Spritzmittelauslasses
700 des Grundkörpers 1a über die Aussparung 61a hinausgeht. Der Auslassbereichs 27c
der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung 27 reicht im Wesentlichen bis zum
äußeren Ende des Auslasses der Luftdüse 11. Die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung
27 wird durch ein Fixiermittel 29 gegen das vordere Wandteil 6b gedrückt und so arretiert.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel dient im Wesentlichen der gesamte obere Vorderbereich
der Aussparung als Anlagebereich für die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung
27. Dadurch ist ein fester Sitz der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung 27
im Grundkörper 1a gewährleistet.
[0080] Die Farbnadel 26 ist innerhalb der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung 27
angeordnet und wird durch Stege 26a darin geführt. Bei unbetätigtem Abzugsbügel 40
wird der Auslassbereichs 27c der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung 27 durch
die Farbnadel 26 verschlossen.
[0081] Die Spritzmittelleiteinrichtung 27 weist beim vorliegenden Ausführungsbeispiel ein
Gewinde 27a auf, über das eine Materialzuführvorrichtung 28, in Fig. 3 ein nur ansatzweise
gezeigter Fließbecher 28, ein- oder aufschraubbar ist. Nach dem Ein- oder Aufschrauben
des mit einem Spritzmittel gefüllten Fließbechers 28 an die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung
27 läuft das Spritzmittel aus dem Fließbecher 28 in den Einlassbereich 27b der auswechselbaren
Spritzmittelleiteinrichtung 27, worin es verbleibt solange der Auslassbereich 27c
der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung 27, der im vorliegenden Fall als Düse
ausgebildet ist, durch die Farbnadel 26 verschlossenen ist.
[0082] Durch die Betätigung des Abzugsbügels 40 bis zu einem ersten Druckpunkt wird das
Luftventil 4 geöffnet. Die Druckluft wird daraufhin über die Druckluftkanäle zur Luftdüse
11 geleitet. Beim weiteren Durchziehen des Abzugsbügels 40 wird das Farbnadelbetätigungselement
23 bewegt, das über ein Kopplungselement 5a die Farbnadel 26 aus dem Auslassbereich
27c der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung 27 herausbewegt. Erst jetzt kann
das Spritzmittel die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung 27 verlassen und von
der aus der Luftdüse 11 austretenden Druckluft zerstäubt werden.
[0083] Um das Farbnadelbetätigungselement 23 ist bereichsweise eine Feder 24 mit einem Stopper
25 angeordnet, die die Farbnadel 26 bei unbetätigtem Abzugsbügel 40 in den Auslass
der Luftdüse 11 drückt um den Auslass zu verschließen.
[0084] Die Fig. 4 bis 6 zeigen eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Spritzpistole.
Die Fig. 4 und 5 zeigen jeweils nur den Grundkörper 1b, in Fig. 6 ist die Spritzpistole
einschließlich Anbauteile und Becher abgebildet.
[0085] Der Grundkörper des zweiten Ausführungsbeispiels mit Griffbereich 2 und Kopf 3 ist
ähnlich aufgebaut wie der des ersten. Der Grundkörper 1b weist Öffnungen für hier
nicht gezeigte Anbauteile auf, unter anderem eine Öffnung 100 für einen Druckluftanschluss
20, eine Öffnung 200 für ein Luftmikrometer 21, eine Öffnung 300 für eine Materialmengenregulierung
22, Öffnungen 400, 401 für einen Abzugshebel 40 und eine in Fig. 4 nicht sichtbare
Öffnung 500 für eine Rund-/Breitstrahlregulierung auf. Ferner weist der Grundkörper
1b einen Aufhängehaken 7, einen Spritzmitteleinlassbereich 600, einen Spritzmittelauslassbereich
700 und ein Gewinde 10 zur Befestigung eines Luftdüsenringes auf.
[0086] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel weist der Grundkörper 1b eine Aussparung 61b
mit einem Einlassbereich 600 und einem Auslassbereich 700 auf, der zur Aufnahme einer
auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung geeignet ist. In der in den Fig. 4 bis
6 gezeigten Ausführungsform ist die Aussparung 61b im Wesentlichen seitlich am Grundkörper
1b angeordnet, und erstreckt sich bis zur Oberseite des Grundkörpers 1b. Verglichen
mit einer konventionellen Spritzpistole ist teilweise ein seitlicher Bereich des Kopfes
3 entfernt. Die Aussparung wird begrenzt durch ein Seitenteil 6e und ein Bodenteil
6f. Das teilweise geöffnete konkave Seitenteil 6e besitzt in der in Fig. 5 gezeigten
Ausführungsform einen Öffnungswinkel von etwa 180°. Bevorzugt ist der Öffnungswinkel
jedoch kleiner und beträgt besonders bevorzugt zwischen 100° und 179°. Dadurch ist
die Aussparung zur Aufnahme einer zylinderförmigen auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung
geeignet. Durch einen Öffnungswinkel von weniger als 180° kann die auswechselbare
Spritzmittelleiteinrichtung formschlüssig in der Aussparung angeordnet werden.
[0087] Fig. 6 zeigt die zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Spritzpistole einschließlich
Anbauteile in Seitenansicht im Schnitt.
[0088] Ähnlich wie das erste Ausführungsbeispiel weist der Grundkörper 1b dieser Ausführungsform
an seinem unteren Ende einen Druckluftanschluss 20 auf. Auch hier erstrecken sich
durch den Griffbereich 2 und den Kopf 3 vom Druckluftanschluss 20 aus mehrere nicht
vollständig dargestellte Luftkanäle, die am Spritzmittelauslassbereich 700 des Kopfes
3 der Spritzpistole enden. Weiterhin weist auch dieses Ausführungsbeispiel ein Luftmikrometer
21, eine Luftdüse 11 mit hervorstehenden Hörnern mit Öffnungen und einen Luftdüsenring
12 auf.
[0089] In die Aussparung 61b ist eine auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung 27 eingesetzt,
die im Bereich des Spritzmitteleinlasses 600 und im Bereich des Spritzmittelauslasses
700 des Grundkörpers 1b über die Aussparung 61b hinausgeht. Der Auslassbereichs 27c
der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung 27 reicht im Wesentlichen bis zum
äußeren Ende des Auslasses der Luftdüse 11. Die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung
27 wird durch ein nicht gezeigtes Fixiermittel gehalten. Vorzugsweise handelt es sich
dabei um ein Filmscharnier dessen eines Ende mit der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung
27 fest verbunden, vorzugsweise angespritzt ist, und dessen anderes Ende mit dem Grundkörper
1b lösbar verbindbar ist, bevorzugt durch eine Steck- oder Klipsverbindung. Im gezeigten
Ausführungsbeispiel dient im Wesentlichen eine gesamte seitliche Hälfte der Aussparung
als Anlagebereich für die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung 27. Dadurch ist
ein fester Sitz der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung 27 im Grundkörper
1b gewährleistet.
[0090] Wie beim ersten Ausführungsbeispiel ist die Farbnadel 26 innerhalb der auswechselbaren
Spritzmittelleiteinrichtung 27 angeordnet und wird durch Stege 26a darin geführt.
Bei unbetätigtem Abzugsbügel 40 wird der Auslassbereich 27c der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung
27 durch die Farbnadel 26 verschlossen.
[0091] Die Spritzmittelleiteinrichtung 27 weist beim vorliegenden wie auch beim ersten Ausführungsbeispiel
ein Gewinde 27a auf, über das eine Materialzuführvorrichtung 28, in Fig. 6 ein nur
ansatzweise gezeigter Fließbecher 28, ein- oder aufschraubbar ist. Nach dem Ein- oder
Aufschrauben des mit einem Spritzmittel gefüllten Fließbechers 28 an die auswechselbare
Spritzmittelleiteinrichtung 27 läuft das Spritzmittel aus dem Fließbecher 28 in den
Einlassbereich 27b der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung 27, worin es verbleibt
solange der Auslassbereich 27c der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung 27,
der im vorliegenden Fall als Düse ausgestaltet ist, durch die Farbnadel 26 verschlossenen
ist.
[0092] Durch die Betätigung des Abzugsbügels 40 bis zu einem ersten Druckpunkt wird das
Luftventil 4 geöffnet. Die Druckluft wird daraufhin über die Druckluftkanäle zur Luftdüse
11 geleitet. Beim weiteren Durchziehen des Abzugsbügels 40 wird das Farbnadelbetätigungselement
23 bewegt, das über ein Kopplungselement 5b die Farbnadel 26 aus dem Auslassbereich
27c der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung 27 herausbewegt. Erst jetzt kann
das Spritzmittel die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung 27 verlassen und von
der aus der Luftdüse 11 austretenden Druckluft zerstäubt werden.
[0093] Um das Farbnadelbetätigungselement 23 ist bereichsweise eine Feder 24 mit einem Stopper
25 angeordnet, die die Farbnadel 26 bei unbetätigtem Abzugsbügel 40 in den Auslass
der Luftdüse 11 drückt um den Auslass zu verschließen.
[0094] An dem in Fig. 6 ansatzweise gezeigten Becher 28 sind über Sollbruchstellen Verschließelemente
28a und 28b angeordnet. Ist der Becher nach einer Benutzung nicht vollständig entleert,
kann ein solches Element vom Becher abgebrochen und auf den Auslassbereich des Bechers
aufgebracht werden um diesen zu verschließen. Damit kann das im Becher befindliche
Spritzmittel für eine spätere Benutzung konserviert werden.
[0095] Die Verschließelemente 28a und 28b können entfallen, wenn die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung
27 durch die Farbnadel 26 verschließbar ist, beispielsweise wenn die Farbnadel 26
durch Reibung im Auslassbereich 27c der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung
27 gehalten wird.
[0096] Fig. 7 zeigt eine einfache beispielhafte auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung
27 ohne Details bezüglich Fixiermittel und Kopplungselement. Sie ist im Wesentlichen
zweiachsig aufgebaut und besteht wenigstens aus mehreren zusammengesetzten Zylindern,
Zylinderteilen und Konen. Ein Teil der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung
27, der entlang einer Achse A verläuft, wird von der Farbnadel 26 durchdrungen. Dieser
Teil besteht im Wesentlichen aus einem länglichen Zylinder, einem weiteren Zylinder
mit kleinerem Durchmesser und kleinerer Länge als Düse, wobei diese auch in Form eines
Konus vorliegen kann, und einem zwischen den beiden Zylindern angeordneten Konus durch
den die beiden Zylinder ineinander übergehen. Entlang einer Achse B, die die Achse
A in einem Winkel trifft, der vorzugsweise etwa 110° beträgt, sind zwei weitere Zylinder,
die untereinander ähnliche Durchmesser besitzen die größer sind als die Durchmesser
der Zylinder auf Achse A. Der größere der beiden Zylinder weist bevorzugt ein Gewinde
auf, durch das ein Becher eingeschraubt werden kann. Der dünnere Zylinder korrespondiert
mit einem gewindelosen Anschluss des Bechers und dient der weiteren Führung desselben.
Selbstverständlich sind auch alle anderen Verbindungsarten anwendbar. Die Zylinder
der Achsen A und B werden über zumindest einen asymmetrischen Konus derart verbunden,
dass ein Spritzmittel aus einem Becher über die Zylinder der Achse B möglichst störungsfrei
in die Zylinder der Achse A fließen kann. Zur mechanischen Unterstützung des Übergangsbereichs
zwischen den Achsen A und B ist im kleinen Winkel zwischen den Achsen ein Abstützelement
9 in Form eines dreieckigen Plättchens angeordnet.
[0097] Die Farbnadel 26 ist über ein Kopplungselement 5 mit dem Farbnadelbetätigungselement
23 vorzugsweise lösbar verbunden. Das Farbnadelbetätigungselement 23 weist einen Stopper
25 auf, an dem eine in den Fig. 7 bis 10 nicht gezeigte Feder 24 anliegt.
[0098] Selbstverständlich kann die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung 27 auch aus
einer größeren oder kleineren Anzahl an Zylindern und Konen und aus anderen Formen
und Kombinationen bestehen die sowohl stufenförmig als auch beispielsweise fließend
ineinander übergehen können. Die mechanische Unterstützung kann auch eine andere Form
aufweisen und auf einer anderen Seite angeordnet sein.
[0099] Die Fixierung einer solchen einfachen auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung
27 im Grundkörper kann beispielsweise über ein Filmscharnier erfolgen. Dessen eines
Ende kann mit der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung 27 fest verbunden, vorzugsweise
angespritzt, und dessen anderes Ende mit dem Grundkörper 1b lösbar verbindbar sein,
bevorzugt durch eine Steck- oder Klipsverbindung
[0100] Auf dieser Basisform einer auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung aufbauend,
zeigen die Fig. 8 bis 10 Weiterentwicklungen der in Fig. 7 gezeigten Ausführung.
[0101] Die in den Fig. 8 bis 10 dargestellten Ausführungsbeispiele weisen eine aufgesetzte
Düse 8 auf, die an der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung angebracht werden
kann. Die Düse 8 kann beispielsweise auf die ursprüngliche Düse auf- oder in diese
eingesteckt, aufgeklebt oder auf sonstige Weise daran angebracht werden, sie kann
jedoch auch an eine ursprünglich ohne Düse ausgestaltete auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung
auf- oder angebracht sein.
[0102] Bei der in Fig. 8 gezeigten Anordnung liegt das Kopplungselement zwischen Farbnadel
26 und Farbnadelbetätigungselement 23 in Form einer Kugelkupplung 51 vor. Eines der
beiden zu koppelnden Teile weist eine Kugel auf, die in ein damit korrespondierendes
Gegenelement derart einsetzbar ist, dass die beiden Elemente in zumindest einer Richtung
formschlüssig verbunden sind. In zumindest einer anderen Richtung ist das Gegenelement
geöffnet, um ein einfaches Lösen der Kopplung zu ermöglichen. Das Fixierelement 291
der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung weist ein Gegenelement 291a zum Eingreifen
in die in Fig. 1 gezeigte Nut 6d auf. Beim Einsetzen der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung
271 in die Aussparung 61 a des Grundkörpers 1a einer Spritzpistole rastet dieses Gegenelement
291a in die Nut 6d ein und fixiert die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung
271 formschlüssig im Grundkörper 1a. Zum Entfernen werden flexible Bereiche des Fixierelements
zusammengedrückt, wodurch die Gegenelemente 291a nach innen aus der Nut 6d heraustreten
und die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung 271 freigeben. Diese kann dann
aus der Aussparung 61a herausgezogen werden. Natürlich können das Gegenelement 291a
und die Nut 6d auch anders geformt sein, beispielsweise als Haken und Ösen, und an
einer anderen Stelle der Aussparung 61a und der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung
271 angeordnet sein. Auch der in den Fig. 1 bis 3 dargestellte Grundkörper 1b kann
eine Nut zur Aufnahme der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung 271 aufweisen.
[0103] Das Kopplungselement in Fig. 9 besteht in einer Bolzenkupplung 52. An einem zu koppelnden
Element stehen seitlich zwei Bolzen ab, die in eine entsprechende Aufnahme am anderen
zu koppelnden Element eingreifen können. Das Fixiermittel 292 der auswechselbaren
Spritzmittelleiteinrichtung 272 weist einen Einrastmechanismus 292a auf. Dabei handelt
es sich um einen federnden Bereich, dessen Außenkante sich bei Krafteinwirkung auf
gleicher Höhe mit der Außenkante der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung 272
befindet. Bei unbetätigtem federnden Bereich besteht eine Stufe 292b. Beim Einsetzen
der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung 272 in eine Aussparung wird der federnde
Bereich nach innen gedrückt. Die Aussparung ist so ausgebildet, dass der federnde
Bereich nach dem vollständigen Einsetzen in seine Ausgangslage zurückfedert und eine
Stufe des Grundkörpers an der Stufe 292b anliegt und die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung
272 fixiert. Der federnde Bereich verfügt über zwei Flügel die nach innen gedrückt
werden können um die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung 272 aus der Aussparung
entnehmen zu können. Auch andere Einrast- und Entnahmemechanismen sind denkbar.
[0104] Eine weitere Möglichkeit zur Kopplung der Farbnadel 26 mit dem Farbnadelbetätigungselement
23 ist in Fig. 10 ansatzweise sichtbar. Hier erfolgt die Verbindung über eine Prismenkupplung
53. Die erste Hälfte des Kopplungselements besteht aus einem Prisma, das von oben
in ein entsprechendes Gegenelement eingesetzt werden kann. Die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung
273 verfügt über ein Fixiermittel 293 mit einem exzentrischen Element 293a. Das exzentrische
Element 293a kann über einen hier in Fig. 10 nicht sichtbaren Hebel gedreht werden.
Beim Einsetzen der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung 273 in die Aussparung
befindet sich der Hebel in der Position, dass die schmale Seite des exzentrischen
Elements 293a nach außen zeigt. Nach dem Einsetzen wird der Hebel so gedreht, dass
die breite Seite des exzentrischen Elements 293a nach außen zeigt und die auswechselbare
Spritzmittelleiteinrichtung 273 in die Aussparung einklemmt.
[0105] Das Fixierelement kann selbstverständlich auch anders ausgestaltet sein, beispielsweise
mit einem Schieber, der beim Einschieben in Schlitze am Fixierelement die auswechselbare
Spritzmittelleiteinrichtung verspannt. Auch Kombinationen aus verschiedenen Fixierelementen
sind denkbar.
[0106] Im Wesentlichen gleiche Bauteile, insbesondere das Farbnadelbetätigungselement 23
und der Stopper 25, sind in den Fig. 7 bis 10 mit gleichen Bezugszeichen versehen.
[0107] Es sei abschließend darauf hingewiesen, dass die beschriebenen Ausführungsbeispiele
nur eine beschränkte Auswahl an Ausführungsmöglichkeiten beschreiben und somit keine
Einschränkung der vorliegenden Erfindung darstellen.
1. Spritzpistole mit einem einteiligen Grundkörper (1a, 1b), einem Abzugsbügel (40),
einem mit dem Abzugsbügel (40) gekoppeltem Farbnadelbetätigungselement (23), einer
mit dem Farbnadelbetätigungselement (23) gekoppelten Farbnadel (26) und einer auswechselbaren
Spritzmittelleiteinrichtung (27) deren Einlassbereich (27b) mit einer Materialzuführvorrichtung
(28) für das zu verspritzende Material verbunden oder verbindbar ist, wobei der Grundkörper
(1a, 1b) einen Spritzmitteleinlassbereich (600) und eine Aussparung (61a, 61b) zur
Aufnahme der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung (27) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (61a, 61b) an der Oberseite des Grundkörpers (1a, 1b) im Bereich des
Spritzmitteleinlasses (600) des Grundkörpers (1a, 1b) angeordnet ist, dass der Grundkörper
(1a, 1b) derart ausgestaltet ist, dass die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung
(27) über den Spritzmitteleinlassbereich (600) des Grundkörpers (1a, 1b) in der Spritzpistole
anordenbar ist, dass zum Einsetzen oder Entfernen der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung
(27) keine Teile des Grundkörpers (1a, 1b) bewegt werden müssen, und dass das Farbnadelbetätigungselement
(23) koaxial zur Farbnadel (26) angeordnet ist.
2. Spritzpistole nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Aussparung (61a, 61b) von einem Spritzmitteleinlass (600) bis zu einem Spritzmittelauslass
(700) des Grundkörpers (1a, 1b) erstreckt.
3. Spritzpistole nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (61a, 61b) zumindest einen konkaven Bereich (6a, 6b) aufweist.
4. Spritzpistole nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine konkave Bereich (6a, 6b) zumindest teilweise auf seiner dem Spritzmittelauslass
(700) abgewandten Seite, zumindest teilweise auf seiner dem Spritzmittelauslass (700)
zugewandten Seite, zumindest teilweise seitlich, zumindest teilweise nach unten hin
oder zumindest teilweise nach oben hin geöffnet ist.
5. Spritzpistole nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine konkave Bereich (6a, 6b) zumindest teilweise einen Öffnungswinkel
von weniger als 180°, insbesondere zwischen 100° und 179° besitzt.
6. Spritzpistole nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (61a, 61b) in der Art ausgebildet ist, dass die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung
(27) in die Aussparung (61a, 61b) einschwenkbar oder einschiebbar ist, oder durch
mehrere sich überlagernde oder abfolgende Bewegungen in oder an der Aussparung (61a,
61b) anordenbar ist.
7. Spritzpistole nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (61a, 61b) in der Art ausgebildet ist, dass die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung
(27) mittels Formschluss, mittels Verjüngung und/oder mittels Verspannung in oder
an der Aussparung (61a, 61b) anordenbar ist.
8. Spritzpistole nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung (27) durch zumindest einen Anlagebereich
in oder an der Aussparung (61a, 61b) und/oder durch zumindest ein Element radial und/oder
axial fixierbar ist.
9. Spritzpistole nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Element eine Schulter, einen Ring, einen Konus, einen Steg, einen
Haken und/oder eine Öse aufweist.
10. Spritzpistole nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Element an der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung (27) und/oder
am Grundkörper (1a, 1b) angeordnet ist.
11. Spritzpistole nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Element an der auswechselbaren Spritzmittelleiteinrichtung (27) und
ein Gegenelement am Grundkörper (1a, 1b) angeordnet ist.
12. Spritzpistole nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (1a, 1b) einen oder mehrere Druckluftkanäle aufweist, die in zumindest
einem Teil des Grundkörpers (1a, 1b) verlaufen, der keine Aussparung (61a, 61b) aufweist.
13. Spritzpistole nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung (27) über zumindest ein Fixiermittel
(29) am oder im Grundkörper (1a, 1b) arretierbar ist.
14. Spritzpistole nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Fixiermittel (29) zumindest ein mechanisches Element, eine kraft-
oder formschlüssige Verbindung, ein Filmscharnier, einen Einrastmechanismus, ein exzentrisches
Element oder einen Schraubmechanismus aufweist.
15. Spritzpistole nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung (27) im Bereich des Spritzmittelauslasses
(700) des Grundkörpers (1a, 1b) und/oder im Bereich des Spritzmitteleinlasses (600)
des Grundkörpers (1a, 1b) über die Aussparung (61a, 61b) hinausreicht.
16. Spritzpistole nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die auswechselbare Spritzmittelleiteinrichtung (27) im Bereich des Spritzmittelauslasses
(700) des Grundkörpers (1a, 1b) und/oder im Bereich des Spritzmitteleinlasses (600)
des Grundkörpers (1a, 1b) vor der Aussparung (61a, 61b) oder mit dieser endet.
1. Spray gun having a single-part main body (1a, 1b), a trigger (40), a paint needle
activation element (23) which is coupled to the trigger (40), a paint needle (26)
which is coupled to the paint needle activation element (23), and a replaceable spraying
agent directing installation (27) of which the inlet region (27b) is connected, or
able to be connected, to a material supply device (28) for the material to be sprayed,
wherein the main body (1 a, 1b) has a spraying agent inlet region (600) and a recess
(61a, 61b) for receiving the replaceable spraying agent directing installation (27),
characterized in that the recess (61a, 61b) is disposed on the upper side of the main body (1a, 1b) in
the region of the spraying agent inlet (600) of the main body (1a, 1b), in that the main body (1a, 1b) is designed in such a manner that the replaceable spraying
agent directing installation (27) in the spray gun is able to be disposed via the
spraying agent inlet region (600) of the main body (1 a, 1b), in that no parts of the main body (1a, 1b) have to be moved for inserting or removing the
replaceable spraying agent directing installation (27), and in that the paint needle activation element (23) is disposed so as to be coaxial with the
paint needle (26).
2. Spray gun according to Claim 1, characterized in that the recess (61a, 61b) extends from a spraying agent inlet (600) to a spraying agent
outlet (700) of the main body (1a, 1b).
3. Spray gun according to one of the preceding claims, characterized in that the recess (61a, 61b) has at least one concave region (6a, 6b).
4. Spray gun according to Claim 3, characterized in that the at least one concave region (6a, 6b) is open at least partially on that side
thereof that faces away from the spraying agent outlet (700), at least partially on
that side thereof that faces the spraying agent outlet (700), at least partially laterally,
at least partially towards the bottom, or at least partially towards the top.
5. Spray gun according to Claim 4, characterized in that the at least one concave region (6a, 6b) at least partially has an opening angle
of less than 180°, in particular between 100° and 179°.
6. Spray gun according to one of the preceding claims, characterized in that the recess (61a, 61b) is configured in such a manner that the replaceable spraying
agent directing installation (27) is able to be pivoted or slotted into the recess
(61a, 61b), or is able to be disposed in or on the recess (61a, 61 b) by a plurality
of superimposed or sequential movements.
7. Spray gun according to one of the preceding claims, characterized in that the recess (61 a, 61 b) is configured in such a manner that the replaceable spraying
agent directing installation (27) is able to be disposed in or on the recess (61a,
61b) by means of a form-fit, by means of a taper, and/or by means of bracing.
8. Spray gun according to one of the preceding claims, characterized in that the replaceable spraying agent directing installation (27) is able to be fixed in
a radial and/or axial manner by way of at least one bearing region in or on the recess
(61a, 61 b) and/or by at least one element.
9. Spray gun according to Claim 8, characterized in that the at least one element has a shoulder, a ring, a cone, a web, a hook and/or an
eyelet.
10. Spray gun according to one of Claims 8 or 9, characterized in that the at least one element is disposed on the replaceable spraying agent directing
installation (227) and/or on the main body (1a, 1b).
11. Spray gun according to one of Claims 8 to 10, characterized in that at least one element is disposed on the replaceable spraying agent directing installation
(27) and one counter-element is disposed on the main body (1a, 1b).
12. Spray gun according to one of the preceding claims, characterized in that the main body (1a, 1b) has one or a plurality of compressed-air ducts which run in
at least one part of the main body (1 a, 1b) that does not have a recess (61a, 61
b).
13. Spray gun according to one of the preceding claims, characterized in that the replaceable spraying agent directing installation (27) is able to be locked on
or in the main body (1a, 1b) by way of at least one fixing means (29).
14. Spray gun according to Claim 13, characterized in that the at least one fixing means (29) has at least one mechanical element, a force-fitting
or form-fitting connection, an integral hinge, a latching mechanism, an eccentric
element, or a screw mechanism.
15. Spray gun according to one of the preceding claims, characterized in that the replaceable spraying agent directing installation (27) in the region of the spraying
agent outlet (700) of the main body (1a, 1b) and/or in the region of the spraying
agent inlet (600) of the main body (1a, 1b) reaches beyond the recess (61a, 61 b).
16. Spray gun according to one of Claims 1 to 14, characterized in that the replaceable spraying agent directing installation (27) in the region of the spraying
agent outlet (700) of the main body (1a, 1b) and/or in the region of the spraying
agent inlet (600) of the main body (1a, 1b) terminates ahead of the recess (61a, 61b)
or conjointly with the latter.
1. Pistolet pulvérisateur, comprenant un corps de base (1a, 1b) d'une seule pièce, une
gâchette (40), un élément d'actionnement d'aiguille de peinture (23) couplé à la gâchette
(40), une aiguille de peinture (26) couplée à l'élément d'actionnement d'aiguille
de peinture (23) et un dispositif de guidage de produit de pulvérisation interchangeable
(27) dont la zone d'entrée (27b) est ou peut être reliée à un dispositif d'amenée
de produit (28) pour le produit à pulvériser, le corps de base (1a, 1b) présentant
une zone d'entrée de produit de pulvérisation (600) et un évidement (61a, 61b) pour
recevoir le dispositif de guidage de produit de pulvérisation interchangeable (27),
caractérisé en ce que l'évidement (61a, 61b) est disposé sur la face supérieure du corps de base (1a, 1b)
au niveau de l'entrée de produit de pulvérisation (600) du corps de base (1a, 1b),
en ce que le corps de base (1a, 1b) est configuré de telle sorte que le dispositif de guidage
de produit de pulvérisation interchangeable (27) peut être disposé dans le pistolet
pulvérisateur en passant par la zone d'entrée de produit de pulvérisation (600) du
corps de base (1a, 1b), en ce qu'aucune pièce du corps de base (1a, 1b) ne doit être déplacée pour l'insertion ou pour
le retrait du dispositif de guidage de produit de pulvérisation interchangeable (27),
et en ce que l'élément d'actionnement d'aiguille de peinture (23) est disposé coaxialement à l'aiguille
de peinture (26).
2. Pistolet pulvérisateur selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'évidement (61a, 61b) s'étend d'une entrée de produit de pulvérisation (600) à une
sortie de produit de pulvérisation (700) du corps de base (1a, 1b).
3. Pistolet pulvérisateur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'évidement (61a, 61b) présente au moins une zone concave (6a, 6b).
4. Pistolet pulvérisateur selon la revendication 3, caractérisé en ce que ladite au moins une zone concave (6a, 6b) est ouverte au moins en partie sur son
côté détourné de la sortie de produit de pulvérisation (700), au moins en partie sur
son côté tourné vers la sortie de produit de pulvérisation (700), au moins en partie
latéralement, au moins en partie vers le bas ou au moins en partie vers le haut.
5. Pistolet pulvérisateur selon la revendication 4, caractérisé en ce que ladite au moins une zone concave (6a, 6b) présente au moins en partie un angle d'ouverture
inférieur à 180°, en particulier compris entre 100° et 179°.
6. Pistolet pulvérisateur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'évidement (61a, 61b) est réalisé de telle sorte que le dispositif de guidage de
produit de pulvérisation interchangeable (27) peut être basculé ou inséré dans l'évidement
(61a, 61b), ou peut être disposé dans ou sur l'évidement (61a, 61b) par plusieurs
mouvements superposés ou successifs.
7. Pistolet pulvérisateur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'évidement (61a, 61b) est réalisé de telle sorte que le dispositif de guidage de
produit de pulvérisation interchangeable (27) peut être disposé dans ou sur l'évidement
(61a, 61b) par complémentarité de forme, par conicité et/ou par serrage.
8. Pistolet pulvérisateur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de guidage de produit de pulvérisation interchangeable (27) peut être
fixé radialement et/ou axialement dans ou sur l'évidement (61a, 61b) par au moins
une zone d'appui et/ou par au moins un élément.
9. Pistolet pulvérisateur selon la revendication 8, caractérisé en ce que ledit au moins un élément présente un épaulement, un anneau, un cône, une languette,
un crochet et/ou un oeillet.
10. Pistolet pulvérisateur selon l'une quelconque des revendications 8 et 9, caractérisé en ce qu'au moins un élément est disposé sur le dispositif de guidage de produit de pulvérisation
interchangeable (27) et/ou sur le corps de base (1 a, 1b).
11. Pistolet pulvérisateur selon l'une quelconque des revendications 8 à 10, caractérisé en ce qu'au moins un élément est disposé sur le dispositif de guidage de produit de pulvérisation
interchangeable (27) et un contre-élément est disposé sur le corps de base (1a, 1b).
12. Pistolet pulvérisateur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le corps de base (1a, 1b) présente un ou plusieurs canaux d'air comprimé qui s'étendent
dans au moins une partie du corps de base (1a, 1b) qui ne présente aucun évidement
(61a, 61b).
13. Pistolet pulvérisateur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de guidage de produit de pulvérisation interchangeable (27) peut être
bloqué sur ou dans le corps de base (1 a, 1b) par au moins un moyen de fixation (29).
14. Pistolet pulvérisateur selon la revendication 13, caractérisé en ce que ledit au moins un moyen de fixation (29) présente au moins un élément mécanique,
un assemblage par adhérence ou par complémentarité de forme, une charnière intégrée,
un mécanisme d'encliquetage, un élément excentrique ou un mécanisme à visser.
15. Pistolet pulvérisateur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de guidage de produit de pulvérisation interchangeable (27) dépasse
de l'évidement (61a, 61b) au niveau de la sortie de produit de pulvérisation (700)
du corps de base (1a, 1b) et/ou au niveau de l'entrée de produit de pulvérisation
(600) du corps de base (1 a, 1b).
16. Pistolet pulvérisateur selon l'une quelconque des revendications 1 à 14, caractérisé en ce que le dispositif de guidage de produit de pulvérisation interchangeable (27) se termine
avant l'évidement (61a, 61b) ou par celui-ci au niveau de la sortie de produit de
pulvérisation (700) du corps de base (1a, 1b) et/ou au niveau de l'entrée de produit
de pulvérisation (600) du corps de base (1 a, 1b).