[0001] Die Erfindung betrifft zunächst ein Verfahren zum Herstellen eines Zylinderkurbelgehäuses,
bei dem, vor dem Einfüllen der Metallschmelze, in einer das Äußere des Zylinderkurbelgehäuses
formenden Gießform angeordnet werden:
- Zylinderkerne für die Ausbildung der Zylinderausnehmungen,
- wenigstens ein die Kühlkanäle des Zylinderkurbelgehäuses ausbildender Wassermantelkern,
wobei zur Ausbildung zusätzlicher, zwischen den benachbarten Zylinderausnehmungen
angeordneter Kühlmittelkanäle separat gefertigte Stegkerne innen an dem Wassermantelkern
befestigt, und während des anschließenden Gießens von der Metallschmelze umschlossen
werden.
[0002] Die Erfindung betrifft ferner eine Gießformanordnung für ein Zylinderkurbelgehäuse,
bei der in einer das Äußere des Zylinderkurbelgehäuses abbildenden Gießform angeordnet
sind:
- Zylinderkerne zur Abbildung der späteren Zylinderausnehmungen,
- wenigstens ein die späteren Kühlkanäle des Zylinderkurbelgehäuses abbildender Wassermantelkern,
wobei zur Abbildung zwischen den benachbarten Zylinderausnehmungen angeordneter Kühlmittelkanäle
separate Stegkerne innen an dem Wassermantelkern befestigt sind.
[0003] Um die Baulänge eines aus Leichtmetall und insbesondere aus Aluminium oder einer
Aluminiumlegierung gegossenen Motorblocks gering zu halten, ist man bestrebt, die
Zylinderausnehmungen der jeweiligen Zylinderreihe eng beieinander anzuordnen, d. h.
mit entsprechend dünnwandigen Zylinderzwischenwänden zu arbeiten. Diese Zwischenwände
unterliegen, vor allem bei modernen, mit hohen spezifischen Leistungen arbeitenden
Verbrennungsmotoren durch die eng beieinanderliegenden Brennräume und die Wärmeentwicklung
einer erhöhten thermischen Belastung. Diese Belastung wiederum macht es erforderlich,
auch in den schmalen Zylinderzwischenwänden der Zylinderreihe Kühlmittelkanäle vorzusehen.
Deren Unterbringung bereitet in der Praxis Schwierigkeiten. So gibt es im Stand der
Technik zwar Bemühungen, dort mit Hilfe von nachträglich eingefügten Bohrlöchern Öffnungen
für den Kühlwassertransport zu schaffen. Wegen der ohnehin geringen Wanddicken ist
diese Möglichkeit jedoch nicht immer praktikabel, zudem ist die thermische Wirksamkeit
bei vielen Anwendungen nicht optimal.
[0004] Aus der
EP 0 197 365 A2 ist ein Verfahren zur gießtechnischen Herstellung eines Zylinderkurbelgehäuses bekannt,
bei dem Kühlmäntel zu beiden Seiten der Zylinderbohrungen vorgesehen sind, wobei diese
Kühlmäntel durch zusätzliche Kühlkanäle zwischen den Zylinderzwischenwänden verbunden
sind. Diese Kühlkanäle werden durch separate Kerne in der Gießform geformt bzw. abgebildet,
wobei die beiden Enden der Kerne in den Kühlmantelkern eingepasst sind. Als Material
für die zusätzlichen Kerne ist Zirkonsand vorgesehen. In der Praxis kann es bei den
angestrebten, geringen Querschnitten der Kerne infolge der bei der Fertigung unvermeidbar
auftretenden Belastungen zu einem Bruch der Kerne kommen.
[0005] Aus der
US 5,217,059 ist es bekannt, einen zusätzlichen Kühlkanal durch eine aus einem geeigneten Feuerfestmaterial
hergestellte Platte zwischen zwei Zylinderausnehmungen auszubilden.
[0006] Ein Verfahren und eine Gießformanordnung mit den Merkmalen des Oberbegriffs ist aus
der
EP 0 974 414 B1 bekannt. Zur Bereitstellung eines zusätzlichen Kühlmittelquerschnitts zwischen benachbarten
Zylinderausnehmungen werden aus Glas gefertigte Stegkerne in der Gießform angeordnet
und mit ihren beiden Enden fixiert. Allerdings ist Glas im Hinblick auf die spätere
Entformung des erstarrten Gussteils kein idealer Kernwerkstoff. Ähnliches gilt für
die in dieser Druckschrift ebenfalls erwähnten Stegkerne aus einem Salz oder aus Graphit.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Herstellen und eine Gießformanordnung
für ein Zylinderkurbelgehäuse zu schaffen, mit dem bzw. mit der sich kompakt bauende
Verbrennungsmotoren unter Vermeidung der bei Verwendung üblicher Sandkerne zu erwartenden
Nachteile gießen lassen, wobei eine hohe Produktivität bei der Herstellung erzielbar
sein soll.
[0008] Gelöst wird diese Aufgabe durch die Merkmale der Patentansprüche 1 betreffend das
Verfahren und 10 betreffend die Gießformanordnung.
[0009] Die Erfindung geht von der Überlegung aus, dass im Hinblick auf eine schnelle und
komplikationslose Entformung des erstarrten Gussteils herkömmliche, gebundene Kernsande
weiterhin die Kernwerkstoffe erster Wahl sind, sie allerdings beim Formen besonders
schmaler Stege Festigkeits- und Stabilitätsprobleme zeigen, etwa gegenüber der Belastung
durch die in die Gussform einschießende Metallschmelze. Diese Nachteile lassen sich
vermeiden durch die Verwendung von Stegkernen in die zur Stabilisierung gegenüber
der zufließenden Metallschmelze zumindest bereichsweise Metallträger eingebettet sind,
wobei die Metallträger vorzugsweise aus demselben oder einem verwandten Werkstoff
wie der Gusswerkstoff selbst bestehen.
[0010] Mit diesem Verfahren bzw. mit dieser Gießformanordnung lassen sich kompakt bauende
Verbrennungsmotoren ohne die bei Verwendung von Sandkernen zu beachtenden Beschränkungen
gießen, wobei eine hohe Produktivität bei der Herstellung erzielbar ist. Zur Bildung
zusätzlicher Kühlmittelkanäle zwischen benachbarten Zylinderausnehmungen ist es auch
nicht erforderlich, durch eine spanabhebende Bearbeitung in das Erstarrungsgefüge
des Gussmaterials einzugreifen.
[0011] Vorteilhafte Ausgestaltungen erschließen sich aus der nachfolgenden Beschreibung
eines Ausführungsbeispiels, wobei auf die Zeichnungen Bezug genommen wird. Darin zeigen:
- Fig. 1
- einen Teilschnitt durch eine erfindungsgemäße Gießformanordnung zum Gießen eines Zylinderkurbelgehäuses;
- Fig. 2
- das Detail II der Fig. 1 in vergrößertem Maßstab;
- Fig. 3
- in einer Ansicht einen in der Gießformanordnung verwendeten Stegkern mit darin teils
eingebettetem Metallträger;
- Fig. 4
- eine der Fig. 3 vergleichbare Ansicht, diesmal des durch den Stegkern erzeugten Hohlraums
sowie dessen Durchströmung;
- Fig. 5
- eine Draufsicht auf einen geöffneten Kernkasten zur gleichzeitigen Herstellung einer
Mehrzahl an Stegkernen und
- Fig. 6
- einen Schnitt entsprechend der Schnittebene VI - VI in Fig. 5.
[0012] Die Fig. 1 zeigt in einer Übersichtsdarstellung eine mehrteilig aufgebaute Gießformanordnung
1 zur Herstellung eines Zylinderkurbelgehäuses aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung.
Das Äußere des Zylinderkurbelgehäuses, hier eines Verbrennungsmotors mit Anordnung
der einzelnen Zylinderräume in Reihe und gegebenenfalls auch in V- oder W-Form, wird
durch eine für den Gießprozess in einem Gießrahmen angeordnete Gießform 3 geformt.
Zur Formung bzw. Abbildung der in Reihe angeordneten Zylinderausnehmungen des Motorblocks
werden entsprechende Zylinderkerne 5 in der äußeren Gießform 3 angeordnet. Die Zylinderkerne
5 können axial, d. h. längs ihrer Achse L in die Gießform 3 einfahrbare Pinolen aus
Metall sein, die während des Gießprozesses von innen her gekühlt werden, um ihre Entformbarkeit
nach dem Abkühlen der Aluminiumschmelze zu verbessern.
[0013] Für die Ausbildung der Kühlkanäle des Motorblocks wird in der Gießform 3 ferner ein
ein-oder mehrteiliger Wassermantelkern 10 aus Formsand platziert. Der Wassermantelkern
10 bildet jene Bereiche im Zylinderkurbelgehäuse ab, die nach dem Abguss freibleiben,
um so im Verbrennungsmotor eine Durchspülung des Zylinderkurbelgehäuses mit Kühlflüssigkeit
und damit die Abführung der beim Verbrennungsprozess entstehenden Wärme zu ermöglichen.
[0014] Bei hochbelasteten Verbrennungsmotoren und insbesondere bei Dieselmotoren mit Turboaufladung
ist zur Vermeidung einer zu hohen thermischen Belastung im Motorbetrieb eine zusätzliche
Kühlung des Bereichs zwischen jeweils benachbarten Zylinderräumen erforderlich. Zum
Formen bzw. Abbilden entsprechender Kühlmittelkanäle verfügt die fertige Gießformanordnung
1 zusätzlich über quer zur Zylinderreihe angeordnete Stegkerne 20 zwischen jeweils
benachbarten Zylinderkernen 5. Beim Betrieb des Verbrennungsmotors ermöglichen die
durch diese Stegkerne 20 geschaffenen Hohlräume ein Strömen des Kühlmediums auch in
der Zwischenwandung zwischen benachbarten Zylindern. Der hierfür zur Verfügung stehende
Platz ist allerdings stark eingeschränkt, nachdem bei modernen Verbrennungsmotoren
die Tendenz dahin geht, zur Reduzierung der Gesamtbaulänge auch den Abstand A zwischen
aufeinanderfolgenden Zylinderausnehmungen soweit als möglich zu verkleinern. Zugleich
soll auf diesem geringen Abstand A ein Kühlmittelkanal untergebracht werden, dessen
Strömungsquerschnitt zudem im Hinblick auf einen ausreichenden Kühlmitteldurchsatz
nicht zu gering sein sollte.
[0015] Das Formen bzw. das gießtechnische Abbilden dieses zusätzlichen Kühlmittelkanals
übernimmt der in Fig. 3 wiedergegebene Stegkern 20. Dieser ist mit seinem ersten Begrenzungsrand
21 innen an oder in dem Wassermantelkern 10 fixiert, und mit seinem zweiten Begrenzungsrand
22 an der gegenüberliegenden Innenwandung des Wassermantelkerns 10 fixiert. Die Fixierung
erfolgt jeweils durch Einschießen des Formsandes in eine Kernform, welche den Wassermantelkern
10 formt.
[0016] Bei dem hier wiedergegebenen Ausführungsbeispiel wird der erste Begrenzungsrand 21
des Stegkerns 20 unmittelbar in die eine Wandung des Wassermantelkerns 10 eingebettet,
hingegen der zweite Begrenzungsrand 22 nicht unmittelbar in der gegenüberliegenden
Wandung befestigt, sondern an dieser nur mittelbar befestigt, nämlich über ein zusätzliches
Bauteil in Gestalt eines im Folgenden noch näher erläuterten Stegblechs 25. Alternativ
besteht natürlich auch die Möglichkeit, auch den anderen, also zweiten Begrenzungsrand
22 unmittelbar in die entsprechende Wandung des Wassermantelkerns 10 einzubetten.
[0017] In diesem Zusammenhang sollen unter den Begrenzungsrändern 21, 22 jene beiden im
Wesentlichen parallel zu den Längsachsen L der Zylinderausnehmungen verlaufenden Ränder
des Stegkerns 20 verstanden werden, die die Länge des Stegkerns 20 in Umfangsrichtung
der benachbarten Zylinderausnehmungen begrenzen.
[0018] Die Fig. 1 sowie die Fig. 2 als Ausschnittsvergrößerung zeigen, dass die Dicke B
des Stegkerns 20 zwischen seinem ersten Begrenzungsrand 21 und seinem zweiten Begrenzungsrand
22 nicht einheitlich ist, sondern sie variiert. Im Schnitt ist die Querschnittsgestaltung
gleich dem Schnitt durch eine konkave Linse, wobei sich die geringste Dicke B1 auf
der Verbindungslinie 31 der Längsachsen L der beiden benachbarten Zylinderausnehmungen
befindet.
[0019] Bei dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel ist die Gestaltung des Stegkerns 20
derart, dass im späteren Verbrennungsmotor keine Kühlmittelströmung von der einen
Seite des Wassermantels auf dessen andere Seite stattfindet, sondern es findet eine
Umlenkströmung in Gestalt einer Schleife statt. Gemäß Fig. 3 ist der Stegkern 20 ähnlich
einem Ring ausgebildet und umschließt eine zwischen den beiden Begrenzungsrändern
21, 22 angeordnete Öffnung 30. Die Achse 31 der Öffnung 30 erstreckt sich vorzugsweise
auf der Verbindungslinie 31 der zwei benachbarten Zylinderausnehmungen.
[0020] In Fig. 4 ist anhand von Strömungspfeilen die Durchströmung in dem durch den Stegkern
20 geformten, späteren Kühlmittelkanal illustriert. Selbstverständlich kann die Durchströmung,
je nach den konkreten geometrischen und thermodynamischen Randbedingungen, auch in
umgekehrter Richtung erfolgen.
[0021] Der Stegkern 20 besteht in erster Linie aus einem typischen Kernwerkstoff, z. B.
aus einem mit organischen oder anorganischen Bindemitteln versetzten Formsand. Ein
ausschließlich so ausgebildeter Stegkern hätte jedoch nicht genügend Stabilität gegenüber
der während des Gießprozesses zufließenden Metallschmelze. Aus diesem Grund ist jeder
Stegkern 20 zur Erhöhung seiner Festigkeit armiert, und hierzu mit einem partiell
in den Stegkern 20 eingebetteten Metallträger versehen. Die Fig. 3 zeigt den Stegkern
20 einschließlich des darin angeordneten Metallträgers 25.
[0022] Der Metallträger 25, der sich auch als Stegblech bezeichnen lässt, wird vorab separat
gefertigt, vorzugsweise durch Stanzen aus einem Materialblech mit einer Blechdicke
von 0,5 - 2 mm, vorzugsweise 0,5 - 1 mm und besonders bevorzugt 0,8 mm. Die Verwendung
von Aluminium oder einer Aluminiumlegierung für das Stegblech 25 führt dazu, dass
beim Guss alle offenliegenden Metallbereiche durch die Leichtmetallschmelze verflüssigt
werden, und gleichsam in der Schmelze nach deren Erstarrung mit aufgehen.
[0023] Der Metallträger 25 ist nur bereichsweise in den Kernwerkstoff des Stegkerns 20 eingebettet.
Während des Erstarrungsprozesses gehen freiliegende Bereiche des Metallträgers 25
in der erstarrenden Aluminiumschmelze auf und werden so Teil des Gusses.
[0024] Der Endabschnitt des Metallträgers 25 ist blank und wird bei der Herstellung des
Wassermantelkerns 10 in diesem eingeschlossen, wodurch es im Wassermantelkern 10 zu
einer Fixierung des Metallträgers 25 und damit auch des Stegkerns 20 kommt.
[0025] Die Herstellung der Stegkerne mit den darin bereichsweise eingebetteten Metallträgern
wird im Folgenden anhand der Figuren 5 und 6 erläutert.
[0026] Die Formung der Stegkerne 20 erfolgt in einem Kernkasten 40. Die Stegkerne 20 werden
darin paarweise geformt, wobei die ersten Begrenzungsränder 21 einander zugewandt
angeordnet sind. Beim Ausführungsbeispiel bietet der Kernkasten 40 Platz für insgesamt
drei solcher Paare.
[0027] In den einzelnen Formräumen 45 für die Stegkerne wird zunächst jeweils ein Metallträger
25 in richtiger Lage platziert.
[0028] Das Einschießen von mit organischen oder anorganischen Bindemitteln versetztem Sand
erfolgt über eine beiden Stegkernen eines Stegkernpaars zugeordnete Einschussöffnung
41. Die Einschussöffnung 41 führt über eine Verzweigung 42 zu den beiden Formräumen
45 für das Stegkernpaar.
[0029] Das über die Einschussöffnungen 41 in den Kernkasten zugeführte Kernmaterial gelangt
daher über die Verzweigung 42 in die zu beiden Seiten sich erstreckenden Formräume
45, wobei der Formraum 45 seine größte Querschnittsfläche im Bereich der von der Einschussöffnung
41 bzw. der Verzweigung 42 kommenden Einmündung aufweist. Diese größte Querschnittsfläche
formt den ersten Begrenzungsrand 21 des Stegkerns 20 und damit jenen Bereich des späteren
Kühlmittelkanals, über den der Zu- und Abtransport des Kühlmittels erfolgt.
[0030] Der der Einschussöffnung 41 abgewandte Abschnitt des Metallträgers 25 ist in der
Kernform fixiert, während der der Einschussöffnung 41 zugewandte Abschnitt des Metallträgers
frei in den Formraum 45 hineinragt.
[0031] Nach Öffnen des Kernkastens 40 lassen sich die paarweise geformten Stegkerne 20 daraus
entnehmen. Diese werden im Bereich ihres ersten Begrenzungsrandes 21 von der Verzweigung
42 abgetrennt, und dann wie beschrieben in den einander zugewandten Innenwandungen
des Wassermantelkerns 10 (Fig. 1) eingebettet.
Bezugszeichenliste
[0032]
- 1
- Gießformanordnung
- 3
- Gießform
- 5
- Zylinderkern
- 10
- Wassermantelkern
- 20
- Stegkern
- 21
- erster Begrenzungsrand
- 22
- zweiter Begrenzungsrand
- 25
- Stegblech, Metallträger
- 30
- Öffnung
- 31
- Achse der Öffnung
- 40
- Kernkasten
- 41
- Einschussöffnung
- 42
- Verzweigung
- 45
- Formraum
- A
- Abstand
- B
- Dicke
- B1
- Dicke
- L
- Längsachse Zylinderausnehmung
1. Verfahren zum Herstellen eines Zylinderkurbelgehäuses, bei dem, vor dem Einfüllen
der Metallschmelze, in einer das Äußere des Zylinderkurbelgehäuses formenden Gießform
(3) angeordnet werden:
- Zylinderkerne (5) für die Ausbildung der Zylinderausnehmungen,
- wenigstens ein die Kühlkanäle des Zylinderkurbelgehäuses ausbildender Wassermantelkern
(10), wobei zur Ausbildung zusätzlicher, zwischen den benachbarten Zylinderausnehmungen
angeordneter Kühlmittelkanäle separat gefertigte Stegkerne (20) innen an dem Wassermantelkern
(10) befestigt, und während des anschließenden Gießens von der Metallschmelze umschlossen
werden,
gekennzeichnet durch die Verwendung von Stegkernen (20), die zu ihrer Stabilisierung gegenüber der zufließenden
Metallschmelze mit einem zumindest partiell darin eingebetteten Metallträger (25)
versehen sind.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Befestigung am Wassermantelkern (10) zumindest das eine Ende des Stegkerns
(20) in den Kernwerkstoff des Wassermantelkerns (10) eingebunden wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Befestigung des anderen Endes des Stegkerns (20) ein nicht in den Stegkern (20)
eingebetteter Abschnitt des Metallträgers (25) in den Kernwerkstoff des Wassermantelkerns
(10) eingebunden wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 3, gekennzeichnet durch Verwendung eines als flaches Blechteil gestalteten Metallträgers (25) mit einer Blechdicke
von 0,5 - 2 mm, vorzugsweise 0,5 - 1 mm.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Herstellen des Metallträgers (25) durch Stanzen aus einem Materialblech erfolgt.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch Verwendung eines Metallträgers (25) aus Aluminium oder aus einer Aluminiumlegierung.
7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stegkern (20) unter zumindest partiellem Einbetten des Metallträgers (25) durch
Einschießen von mit organischen oder anorganischen Bindemitteln versetztem Sand in
den Formraum (45) eines Kernkastens (40), in dem vorab der Metallträger (25) platziert
wurde, gefertigt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch ein paarweises Fertigen der Stegkerne (20) über eine beiden Stegkernen (20) gemeinsame
Einschussöffnung des Kernkastens (40), wobei ein der Einschussöffnung abgewandter
Abschnitt des Metallträgers (25) in dem Kernkasten (40) fixiert ist, während ein der
Einschussöffnung zugewandter Abschnitt des Metallträgers (25) frei in den Formraum
(45) hineinragt.
9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Formraum (45) seine größte Querschnittsfläche im Bereich der von der Einschussöffnung
(41) kommenden Einmündung aufweist.
10. Gießformanordnung für ein Zylinderkurbelgehäuse, bei der in einer das Äußere des Zylinderkurbelgehäuses
abbildenden Gießform (3) angeordnet sind:
- Zylinderkerne (5) zur Abbildung der späteren Zylinderausnehmungen,
- wenigstens ein die späteren Kühlkanäle des Zylinderkurbelgehäuses abbildender Wassermantelkern
(10), wobei zur Abbildung zwischen den benachbarten Zylinderausnehmungen angeordneter
Kühlmittelkanäle separate Stegkerne (20) innen an dem Wassermantelkern (10) befestigt
sind,
dadurch gekennzeichnet, dass die Stegkerne (20) mit einem zumindest partiell darin eingebetteten Metallträger
(25) versehen sind.
11. Gießformanordnung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest das eine Ende des Stegkerns (20) in den Kernwerkstoff des Wassermantelkerns
(10) eingebunden ist.
12. Gießformanordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass zur Befestigung des anderen Endes des Stegkerns (20) ein nicht in den Stegkern (20)
eingebetteter Abschnitt des Metallträgers (25) in den Kernwerkstoff des Wassermantelkerns
(10) eingebunden ist.
13. Gießformanordnung nach einem der Ansprüche 10 - 12, gekennzeichnet durch einen als flaches Blechteil gestalteten Metallträger (25) mit einer Blechdicke von
0,5 - 2 mm, vorzugsweise 0,5 - 1 mm.
14. Gießformanordnung nach einem der Ansprüche 10 - 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Stegkern (20) aus mit organischen oder anorganischen Bindemitteln versetztem
Sand, und der Metallträger (25) aus Aluminium oder aus einer Aluminiumlegierung besteht.
15. Gießformanordnung nach einem der Ansprüche 10 - 14, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Stegkern (20), in Umfangsrichtung der zwei benachbarten Zylinderausnehmungen
betrachtet, zwischen einem ersten (21) und einem zweiten (22) Begrenzungsrand erstreckt,
wobei sich beide Begrenzungsränder (21, 22) im Wesentlichen parallel zur Längsachse
(L) der Zylinderausnehmungen erstrecken.
16. Gießformanordnung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die in Umfangsrichtung der zwei benachbarten Zylinderwandungen betrachtete Stegquerschnittsfläche
des Stegkerns (20) an oder nahe seines ersten Begrenzungsrandes (21) größer ist, als
auf allen übrigen Stegquerschnitten.
17. Gießformanordnung nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass ein nicht in den Stegkern (20) eingebetteter Abschnitt des Metallträgers (25) aus
dem zweiten Begrenzungsrand (22) herausragt, und in den Kernwerkstoff des Wassermantelkerns
(10) eingebunden ist.
18. Gießformanordnung nach einem der Ansprüche 15 - 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Stegkern (20) als ein Ring ausgebildet ist, der eine zwischen den beiden Begrenzungsrändern
(21, 22) angeordnete Öffnung (30) umschließt, wobei sich die Achse (31) der Öffnung
(30) längs der Verbindungslinie der zwei benachbarten Zylinderausnehmungen erstreckt.