HINTERGRUND DER ERFINDUNG
GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Änderung der Oberflächeneigenschaften
von Bauteilen, die beispielsweise inkrementell schichtweise aus einem Bauteilmaterial
aufgebaut werden, sowie ein entsprechend hergestelltes Bauteil.
STAND DER TECHNIK
[0002] Generative Fertigungsverfahren, bei denen ein Werkstück aus Inkrementen aus Material
schichtweise aufgebaut wird, werden im Stand der Technik zunehmend nicht nur für die
Herstellung von Prototypen eingesetzt, sondern auch zur Herstellung von Bauteilen
in Kleinserien. Darüber hinaus bieten sich derartige generative Herstellungsverfahren
auch für die Herstellung von Bauteilen an, für die andere Herstellungsverfahren nicht
oder nur mit erheblichen Schwierigkeiten durchgeführt werden können. Dies führt dazu,
dass generativ hergestellte Bauteile auch eine entsprechende Oberflächengüte in Form
einer geringen Rauheit aufweisen sollen. Dies ist jedoch aufgrund des Herstellungsverfahrens
unmittelbar nach der generativen Herstellung nicht gegeben, da durch die schichtweise
Ausbildung des Bauteils an den Oberflächen entsprechend der Aufbringung der Schichten
Stufen und Rauigkeiten entstehen.
[0003] Es ist deshalb bereits versucht worden, durch Aufbringung von Schichten, die die
Unebenheiten ausfüllen sollen, die Oberflächengüte zu verbessern. Dies ist beispielsweise
in der
EP 0 420 614 A2 oder in
F.E.H. Tay, E.H.A. Hae, M. Rahman, J.Y. Lee und T.E.H. Ong, Manufacture of R.P. Tools
with High Quality Surface Finish Using High Temperature Epoxy Resin and Electroless
Nickel Plating, in: Surface Engineering 2000, Vol. 16, No 3 beschrieben. Allerdings wird durch diese Maßnahmen die ursprünglich raue Oberfläche
nicht beseitigt, sodass die Unebenheiten als Ausgangspunkte für Risswachstum und dergleichen
weiterhin vorhanden sind. Außerdem kann bei bestimmten Anwendungsfällen das Vorhandensein
der Beschichtung nachteilig sein.
[0004] Andere Verfahren zur Herstellung glatter Oberflächen, wie beispielsweise Schleifen,
Strahlen, Polieren, Elektropolieren und dergleichen, sind aufwendig und können unter
Umständen nur an bestimmten, frei zugänglichen Oberflächen durchgeführt werden.
[0005] Beispiele für Verfahren zur Änderung von Oberflächeneigenschaften von Bauteilen,
bei denen jeweils die Oberfläche des Bauteils mit einem Schichtmaterial beschichtet
wird und das beschichtete Bauteil einer Wärmebehandlung unterzogen wird, sind aus
der
US 2011/117385 A1, der
US 2007/0269676 A1 und der
DE 10 2005 059299 A1 bekannt. Verfahren die eine Abscheidung in einem Tauchbad umfassen sind aus den
EP 0 861 919 A2 und
EP 1 930 477 A1 bekannt.
OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
AUFGABE DER ERFINDUNG
[0006] Es ist deshalb Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Änderung der
Oberflächeneigenschaften von Bauteilen bereitzustellen, bei dem eine ausreichend gute
Oberflächengüte erreicht wird, die ausreichend ist, um beispielsweise an derartig
hergestellten Bauteilen optische Messverfahren oder eine zerstörungsfreie Bauteilprüfung,
beispielsweise hinsichtlich Oberflächenrissprüfung, Wirbelstromprüfung usw., durchführen
zu können.
[0007] Die gewünschte glatte Oberfläche soll jedoch in einfacher und effektiver Weise herstellbar
sein und insbesondere sollen möglichst alle Flächen eines Bauteils, also auch Flächen
von Hohlräumen und dergleichen bearbeitbar sein. Insbesondere soll das Verfahren auch
bei der generativen Herstellung eines Bauteils für die Glättung der Oberflächen einsetzbar
sein.
TECHNISCHE LÖSUNG
[0008] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
[0009] Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0010] Gemäß der Erfindung wird vorgeschlagen, auf dem zu bearbeitenden Bauteil eine Beschichtung
aufzubringen, wobei die Beschichtung Bestandteile enthält, die bei einer niedrigeren
Temperatur schmelzen als das Bauteilmaterial oder mit dem Bauteilmaterial Komponenten
bilden, die eine niedrigere Schmelztemperatur als das Bauteilmaterial aufweisen und
dass das entsprechend beschichtete Bauteil einer Wärmebehandlung unterzogen wird,
sodass eine Diffusion zwischen der Beschichtung und dem Bauteil ermöglicht wird. Durch
die Kombination der aufgebrachten Beschichtung mit niedrigerem Schmelzpunkt oder Schmelzpunkt
erniedrigenden Bestandteilen einerseits sowie der Wärmebehandlung andererseits, kommt
es zu Diffusionsvorgängen zwischen der Beschichtung und dem Bauteil und/oder zu einem
Anschmelzen der Beschichtung und/oder der ursprünglichen Bauteiloberfäche, was zu
einer Einebnung der ursprünglich rauen Oberfläche des Bauteils führt.
[0011] Das Schichtmaterial kann aus dem gleichen Material gewählt werden, wie das Bauteilmaterial,
wobei zusätzlich mindestens ein Element beigefügt sein sollte, welches den Schmelzpunkt
erniedrigt. Alternativ kann das Schichtmaterial auch durch lediglich einen Bestandteil
des Bauteilmaterials gebildet werden, nämlich vorzugsweise die Hauptkomponente des
Bauteilmaterials. Bei einer metallischen Legierung, die für das Bauteilmaterial verwendet
wird, könnte also die Hauptlegierungskomponente in Form eines technisch reinen Metalls
als Schichtmaterial gewählt werden.
[0012] Bei der Verwendung einer Nickelbasislegierung als Bauteilmaterial z.B. für die generative
Herstellung von temperaturbelasteten Bauteilen von Strömungsmaschinen, wie beispielsweise
Gasturbinen oder Flugtriebwerken, kann die Schicht aus technisch reinem Nickel als
dem Hauptbestandteil der Nickelbasislegierung gebildet werden. Unter technisch reinem
Nickel wird hierbei ein Material verstanden, welches zu nahezu 100 % aus Nickel besteht,
jedoch im Umfang der technischen Gegebenheiten Verunreinigungen aufweisen kann.
[0013] Alternativ kann bei einer Nickelbasislegierung als Bauteilmaterial auch eine mit
einem Schmelzpunkt erniedrigenden Element legierte Nickelbasislegierung gewählt werden,
wobei beispielsweise als Schmelzpunkt erniedrigende Elemente Bor und/oder Phosphor
gewählt werden können.
[0014] Unter Nickelbasislegierung sind diejenigen Legierungen zu verstehen, die als Bestandteil
mit dem größten Anteil Nickel aufweisen und die insbesondere Legierungselemente umfassen,
die eine Hochtemperaturanwendung ermöglichen. Beispielsweise kann hierfür Inconel
IN 718 genannt werden.
[0015] Das Schichtmaterial wird in flüssiger Form aufgebracht, wobei eine chemische Reaktion
in einem Tauchbad gewählt wird, um beispielsweise eine Nickelschicht aufzubringen.
Ein derartiges Verfahren ist üblicherweise als chemisch Vernickeln bekannt.
[0016] Die Wärmebehandlung kann bei einer Temperatur im Bereich der Schmelztemperatur des
Schichtmaterials und unterhalb der Schmelztemperatur des Bauteilmaterials durchgeführt
werden. Insbesondere kann die Temperatur in einem Bereich gewählt werden, der von
einer Temperatur 30 % unterhalb der Schmelztemperatur bis zu einer Temperatur von
5 % über der Schmelztemperatur des Schichtmaterials reicht.
[0017] Erfindungsgemäß erfolgt die Wärmebehandlung im Bereich der Lösungsglühtemperatur
des Bauteilmaterials. Bei einer nicht erfindungsgemäßen Ausführungsform kann bei einer
Schicht aus chemischem Nickel die Wärmebehandlung auch bei einer Temperatur knapp
oberhalb der Schmelztemperatur durchgeführt werden, sodass ein Anschmelzen der Beschichtung
und/oder der ursprünglichen Oberfläche des Bauteils erfolgt.
[0018] Obwohl nach der Durchführung der Wärmebehandlung bereits eine geglättete Grenzschicht
zwischen der Beschichtung und dem Bauteil, also eine geglättete ursprüngliche Oberflächenschicht
vorliegt und somit das Bauteil bereits in diesem Zustand mit der Beschichtung Verwendung
finden kann, kann ein weiterer Verfahrensschritt vorgesehen sein, der eine Entfernung
der Beschichtung vorsieht.
[0019] Dies kann bei dem vorliegenden Verfahren durch ein eigenschaftssensitives Abtragsverfahren,
wie beispielsweise Ätzen, erfolgen, sodass die ursprüngliche Oberfläche wieder freigelegt
werden kann. Damit kann die für bestimmte Anwendungen störende Beschichtung wieder
entfernt werden, wobei gleichzeitig eine geglättete Oberfläche des Bauteils erreicht
wird.
[0020] Ein entsprechend hergestelltes Bauteil, insbesondere ein generativ hergestelltes
Bauteil weist somit eine Randzone auf, die entweder eine Beschichtung umfasst oder
zumindest eine Diffusionszone ausgebildet hat, wenn die Beschichtung wieder entfernt
worden ist. Die Beschichtung dieses Bauteils weist das mit einem Schmelzpunkt erniedrigenden
Element versehene Bauteilmaterial oder eine Beschichtung aus einem Bestandteil des
Bauteilmaterials auf.
KURZBESCHREIBUNG DER FIGUREN
[0021] Die beigefügten Zeichnungen zeigen in rein schematischer Weise in
- Fig.1
- einen Querschnitt durch ein generativ hergestelltes Bauteil mit einer rauen Oberfläche;
- Fig.2
- einen Querschnitt durch das Bauteil aus Figur 1, das mit einer Schicht versehen ist;
- Fig.3
- einen Querschnitt durch das Bauteil aus den Figuren 1 und 2 nach Durchführung einer
Wärmebehandlung; und in
- Fig.4
- einen Querschnitt durch das Bauteil aus den Figuren 1 bis 3 nach Abziehen der Beschichtung.
AUSFÜHRUNGSBEISPIEL
[0022] Weitere Vorteile, Kennzeichen und Merkmale der vorliegenden Erfindung werden bei
der nachfolgenden detaillierten Beschreibung eines Ausführungsbeispiels deutlich.
[0023] Die Figur 1 zeigt als Beispiel die Oberfläche eines generativ hergestellten Bauteils
1, welches nach dem inkrementellen, schichtweisen Aufbau eine raue Oberfläche 2 aufweist.
Beispielsweise kann das Bauteil durch selektives Lasersintern, durch stereolithographischen
Verfahren, durch schichtweises Kleben oder Aufschmelzen gebildet worden sein. Durch
die schichtweise Herstellung kommt es an den Oberflächen zur Ausbildung einer Rauheit.
Allerdings kann das zur Bearbeitung der Oberfläche eingesetzte Verfahren der vorliegenden
Erfindung,
[0024] Die Figur 2 zeigt die Schnittansicht des Bauteils 1 aus Figur 1 nach Aufbringen einer
Beschichtung 3, beispielsweise durch chemisches Vernickeln. Hierzu wird das zu vernickelnde
Bauteil 1 in eine geeignete Flüssigkeit eingetaucht, sodass durch eine entsprechende
chemische Reaktion der in der Flüssigkeit enthaltenen Komponenten Nickel an der Oberfläche
2 des Bauteils 1 abgeschieden wird. Die Schichtdicken des abgeschiedenen chemischen
Nickels können hierbei im Bereich von 1 µm bis 100 µm variiert werden.
[0025] Nachdem die Schicht 3 auf dem Bauteil 1 erzeugt worden ist, wird das Bauteil einer
Wärmebehandlung unterzogen, die es ermöglicht, dass ein Diffusionsaustausch von Inhaltsstoffen
zwischen der Schicht 3 und dem Bauteil 1 erfolgen kann. Vorzugsweise kann die Wärmebehandlungstemperatur
auch so gewählt werden, dass die Temperatur im Bereich der Schmelztemperatur des Schichtmaterials
liegt, sodass ein leichtes Anschmelzen der rauen Oberfläche 2 erfolgen kann. Durch
die Diffusionsvorgänge und/oder das Anschmelzen der Oberfläche 2 kommt es zu einer
Änderung der Oberflächeneigenschaften, wie dies schematisch in Figur 3 dargestellt
ist. Insbesondere die Grenzfläche zwischen der Schicht 3 und dem Bauteil 1 stellt
nun eine glatte Grenzfläche 4 dar, da es durch die Diffusionsvorgänge und/oder das
Anschmelzen zu einem Einebnen der vorstehenden Bauteilbereiche kommt. Darüber hinaus
kann eine solche wärmebehandelte Schicht 3 beispielsweise besser spanbar und/oder
lötbar und/oder chemisch und/oder mechanisch abtragbar sein.
[0026] Je nach Anwendungsfall und Einsatzgebiet kann das Bauteil im Herstellungszustand
gemäß Figur 3 Verwendung finden.
[0027] Allerdings ist es auch möglich, die Schicht 3 wieder zu entfernen, sodass die eingeebnete
Grenzfläche 4 als geglättete Oberfläche 5 am Bauteil 1 vorliegt.
[0028] Als eigenschaftssensitive Abtragsverfahren kommen hierfür beispielsweise Ätzverfahren
in Frage, wobei das Ätzmittel auf die Zusammensetzung der Beschichtung abgestimmt
ist. Durch eine Veränderung im Ätzverhalten an der Grenzfläche 4 kann das Abtragen
von Material nach Erreichen der Grenzfläche 4 gestoppt werden, sodass das Bauteil
2 mit der geglätteten Oberfläche 5 vorliegt.
[0029] Die entsprechend hergestellten Bauteile zeichnen sich somit entweder durch das Vorliegen
einer Beschichtung an der Oberfläche aus, oder, im Falle des Abtragens der Beschichtung
nach Durchführung der Wärmebehandlung, durch eine durch die Diffusion mit der ehemals
vorhandenen Beschichtung vorhandene Diffusionszone in der Randzone des Bauteils 1.
1. Verfahren zur Änderung der Oberflächeneigenschaften, insbesondere zur Oberflächenglättung
eines Bauteils,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Oberfläche des Bauteils mit einem Schichtmaterial beschichtet wird, welches
in flüssiger Form aufgebracht und durch chemische Reaktion in einem Tauchbad abgeschieden
wird und welches eine Zusammensetzung aufweist, die mindestens einen Bestandteil enthält,
der
- bei einer niedrigeren Temperatur schmilzt als das Bauteilmaterial oder
- mit dem Bauteilmaterial mindestens eine Komponente bildet, die eine niedrigere Schmelztemperatur
als das Bauteilmaterial aufweist,
und dass
- das beschichtete Bauteil einer Wärmebehandlung unterzogen wird, die im Bereich der
Lösungsglühtemperatur des Bauteilmaterials erfolgt, so dass zwischen der Beschichtung
und dem Bauteil Diffusionsvorgänge stattfinden können,
wobei
- das Bauteilmaterial eine metallische Legierung und das Schichtmaterial eine metallische
Legierung oder ein technisch reines Metall ist; und
- die Beschichtung nach der Wärmebehandlung optional wieder durch ein eigenschaftssensitives
Abtrageverfahren entfernt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Schichtmaterial ein mit mindestens einem den Schmelzpunkt erniedrigenden Element
versehenes Bauteilmaterial ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Schichtmaterial durch die Hauptkomponente des Bauteilmaterials gebildet wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Bauteilmaterial eine Nickelbasislegierung und das Schichtmaterial Nickel oder
das Schichtmaterial eine mit mindestens einem den Schmelzpunkt erniedrigenden Element
legierte Nickelbasislegierung ist.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
das den Schmelzpunkt erniedrigende Element Bor und/ oder Phosphor ist.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Wärmebehandlung in einem Bereich der Schmelztemperatur des Schichtmaterials und
unterhalb der Schmelztemperatur des Bauteilmaterials durchgeführt wird, insbesondere
in einem Temperaturbereich durchgeführt wird, der von einer Temperatur 30% unterhalb
der Schmelztemperatur des Schichtmaterials bis zu einer Temperatur 5% über der Schmelztemperatur
des Schichtmaterials reicht.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
bei einer durch chemisches Vernickeln abgeschiedenen Schicht die Wärmebehandlung bei
einer Temperatur oberhalb der Schmelztemperatur des chemisch abgeschiedenen Nickels
liegt.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Beschichtung nach der Wärmebehandlung durch Ätzen wieder entfernt wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Verfahren zur generativen Herstellung eines Bauteils, bei welchem das Bauteil
inkrementell schichtweise aus einem Bauteilmaterial aufgebaut wird, eingesetzt wird,
um die Bauteiloberfläche zumindest teilweise zu glätten.
1. Method for changing the surface properties, in particular for smoothing the surface
of a component,
characterized in that
- the surface of the component is coated with a layer material which is applied in
liquid form and deposited by chemical reaction in an immersion bath and which has
a composition containing at least one constituent which
- melts at a lower temperature than the component material or
- forms, together with the component material, at least one component part that has
a lower melting temperature than the component material,
and
in that
- the coated component is subjected to a heat treatment which is carried out in the
range of the solution annealing temperature of the component material such that diffusion
processes can take place between the coating and the component,
- the component material being a metal alloy and the layer material being a metal
alloy or a technically pure metal; and
- the coating being optionally removed again after the heat treatment by means of
a property-sensitive removal process.
2. Method according to claim 1, characterized in that the layer material is a component material provided with at least one element which
lowers the melting point.
3. Method according to claim 1, characterized in that the layer material is formed from the main component part of the component material.
4. Method according to any of the preceding claims, characterized in that the component material is a nickel-based alloy and the layer material is nickel,
or the layer material is a nickel-based alloy alloyed with at least one element which
lowers the melting point.
5. Method according to claim 4, characterized in that the element which lowers the melting point is boron and/or phosphorus.
6. Method according to any of the preceding claims, characterized in that the heat treatment is carried out in a range of the melting temperature of the layer
material and below the melting temperature of the component material, in particular
in a temperature range from a temperature 30% below the melting temperature of the
layer material up to a temperature 5% above the melting temperature of the layer material.
7. Method according to any of the preceding claims, characterized in that for a layer deposited by chemical nickel plating, the heat treatment is at a temperature
above the melting temperature of the chemically deposited nickel.
8. Method according to any of the preceding claims, characterized in that the coating is removed again after the heat treatment by means of etching.
9. Method according to any of the preceding claims, characterized in that the method is used for the additive manufacturing of a component in which the component
is built up incrementally in layers from a component material, in order to at least
partially smooth the component surface.
1. Procédé permettant de modifier des propriétés de surface, en particulier de lisser
la surface d'un composant,
caractérisé en ce que
- la surface du composant est revêtue d'un matériau en couches, lequel est appliqué
sous forme liquide et est déposé par réaction chimique dans un bain d'immersion, et
lequel présente une composition qui contient au moins un élément constitutif, lequel
- fond à une température inférieure à celle du matériau de composant ou
- forme au moins un constituant avec le matériau de composant, lequel constituant
présente une température de fusion inférieure à celle du matériau de composant, et
en ce que
- le composant revêtu est soumis à un traitement thermique qui est effectué dans la
plage de la température de recuit en solution du matériau de composant, de sorte que
des processus de diffusion peuvent se produire entre le revêtement et le composant,
- le matériau de composant étant un alliage métallique, et le matériau en couches
étant un alliage métallique ou un métal techniquement pur ; et
- le revêtement étant éventuellement éliminé à nouveau après le traitement thermique
par un procédé d'élimination sensible aux propriétés.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le matériau en couches est un matériau de composant pourvu d'au moins un élément
abaissant le point de fusion.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le matériau en couches est formé par le constituant principal du matériau de composant.
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le matériau de composant est un alliage à base de nickel, et le matériau en couches
est en nickel ou le matériau en couches est un alliage à base de nickel allié avec
au moins un élément abaissant le point de fusion.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'élément abaissant le point de fusion est le bore et/ou le phosphore.
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le traitement thermique est réalisé dans une plage de température de fusion du matériau
en couches et en dessous de la température de fusion du matériau de composant, est
réalisé en particulier dans une plage de température qui est comprise entre une température
de 30 % inférieure à la température de fusion du matériau en couches et une température
supérieure de 5 % à la température de fusion du matériau en couches.
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, dans une couche déposée par nickelage chimique, le traitement thermique est effectué
à une température supérieure à la température de fusion du nickel déposé chimiquement.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le revêtement est éliminé à nouveau par gravure après le traitement thermique.
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le procédé de fabrication additive d'un composant, selon lequel le composant est
réalisé progressivement en couches à partir d'un matériau de composant, est mis en
œuvre afin de lisser, au moins partiellement, la surface de composant.