Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft ein Türschloss für eine Tür mit einem ersten Betätigungselement,
das zumindest mittelbar mit einem Generator und mit einem Schlie-ßelement gekoppelt
ist, um über das erste Betätigungselement den Generator anzutreiben, während mit dem
ersten Betätigungselement ein Schließelement zum Öffnen der Tür betätigt wird. Ebenso
ist ein zweites Betätigungselement mit dem Generator gekoppelt, um über das zweite
Betätigungselement den Generator anzutreiben, während mit dem zweiten Betätigungselement
ein Schließelement zum Öffnen der Tür betätigt wird.
Stand der Technik
[0002] Elektromechanische Türschlösser können in der Regel dadurch entsperrt werden, das
ein meist elektronischer Schlüssel abgefragt wird und auf eine Zugangsberechtigung
überprüft wird. Ergibt die Prüfung, dass eine Zugangsberechtigung vorliegt, wird in
vielen Fällen eine elektronisch gesteuerte Kupplung geschlossen um so ein Betätigungselement
mit einem Schließelement zu kuppeln. Nachdem über das Betätigungselement die Tür geöffnet
wurde, kann die Kupplung wieder geöffnet werden, so dass zum erneuten Öffnen der Tür
erneut ein Schlüssel abgefragt werden muss. Typische Schlüssel sind in RFID-Transpondern
abgelegte Zeichenketten, die über eine kontaktlose Datenstrecke bevorzugt verschlüsselt
abgefragt werden. Bei anderen Systemen wird ein elektrischer und/oder mechanischer
Kontakt zwischen dem Schlüssel und dem Türschloss hergestellt. Bei wiederum anderen
Systemen muss eine Code über ein HMI (Human Machine Interface) eingegeben werden.
Typische HMIs sind Tastaturen, Fingerabdruck- oder Iriscanner. In all diesen Fällen
müssen die elektrischen Komponenten der Türschlösser einschließlich der Kupplung mit
elektrischer Energie versorgt werden. Dazu wurden in der Praxis bisher entweder Batterien
verwendet, die in das
[0003] Schloss und/oder in den Schlüssel eingesetzt werden. Alternativ werden die Schlösser
über entsprechende Leitungen mit einem Stromnetz verbunden. Die Verbindung mit einem
Stromnetz ist aufwändig und fehleranfällig. Das gilt insbesondere, wenn ein elektromechanisches
Türschloss nachgerüstet werden soll und die notwendigen Leitungen neu verlegt werden
müssen. Batterien haben den Nachteil, dass sie regelmäßig getauscht werden müssen.
Alternativ wurden eine Vielzahl von Systemen beschrieben, bei denen bei der Betätigung
des Türschlosses vom Nutzer abgegebene mechanische Energie bzw. Leistung mittels eines
Generators in elektrische Energie bzw. Leistung umgewandelt wird.
[0004] DE 195 19 789 B4 beschreibt ein elektromechanisches Türschloss mit einem mechanischen Energiespeicher,
der bei der Betätigung einer Türklinke oder beim Einstecken eines Schlüssels aufgeladen
wird, bis eine vorbestimmte Energie in dem mechanischen Energiespeicher gespeichert
ist. Nun wird der mechanische Energiespeicher innerhalb einer vorbestimmten Zeit entladen,
wobei er einen Generator antreibt. Dadurch können die elektrischen Komponenten für
diese Zeitspanne mit einer definierten Leistung versorgt werden. Folglich ist die
für die elektrischen Komponenten verfügbare elektrische Leistung von der Art der Betätigung
der Türklinke oder der Schlüssels entkoppelt.
[0005] Die
DE 32 08 818 beschreibt ein elektromechanisches Türschloss mit einem Schließzylinder in den zur
Betätigung des Schlosses wie üblich zunächst ein Schlüssel eingeführt und dann gedreht
wird. Um die Energie für die elektrischen Komponenten des Türschlosses bereitzustellen
hat der Schließzylinder einen Schieber, der beim Einstecken eines Schlüssels parallel
zur Schließzylinderachse gegen die Kraft einer Feder verschoben wird und dabei ein
Zahnrad kämmt, das mit einer Generatorwelle gekoppelt ist. Beim Einstecken und beim
Abziehen des Schlüssels dreht sich folglich das Zahnrad und der Generator liefert
eine elektrische Leistung, die u.a. von der Geschwindigkeit abhängt mit der der Schlüssel
eingesteckt bzw. abgezogen wird.
[0006] DE 10 2004 052802 A1 offenbart Türschloss mit einer Handhabe, deren Drehung bei gegebener Berechtigung
des Nutzers über eine erste Welle und eine Schaltkupplung auf einen Drehriegel übertragen
wird, wodurch ein Sperren oder Entsperren der Tür ermöglicht wird. Die Schaltkupplung
besteht aus einem ersten und einem dazu komplementären zweiten Stirnzahnrad. Mittels
eines Elektromagneten kann das komplementäre Stirnzahnrad in das erste Stirnzahnrad
eingerückt werden. Dadurch wird die erste Welle mit einer weiteren Welle gekuppelt
an deren Ende der Drehriegel sitzt. Nun wird eine über die Handhabe eingeleitete Drehbewegung
auf den Drehriegel übertragen. Zudem treibt die erste Welle über ein Getriebe einen
Generator an, der die zum Schloss gehörende Schaltung versorgt.
[0007] In der
DE 28 51 396 A wird ein Schloss mit zwei Betätigungsvorrichtungen beschrieben. Eine erste Betätigungsvorrichtung
ist über eine erste Abtriebswelle mit einem Schließbart gekoppelt. Die zweite Betätigungsvorrichtung
ist über eine zweite Welle und eine Schaltkupplung mit der ersten Welle gekoppelt.
Wenn die Schaltkupplung geschlossen wird, kann mittels des zweiten Betätigungselements
das Schließelement betätigt werden.
[0008] Die bisher bekannten Energieversorgungen von Türschlössern mittels Generatoren waren
in der Praxis zu unzuverlässig und vergleichsweise teuer. Insbesondere ist keine technische
Lösung bekannt, bei der zwei Betätigungselemente unabhängig voneinander einen Generator
speisen.
[0009] In Mitteleuropa werden in Türen zwischen zwei Räumen eines Gebäudes bzw. Gebäudeeingangstüren
in der Regel sogenannte Kastenschlösser eingebaut. Diese Kastenschlösser haben in
der Regel eine Falle und einen Riegel. Die Falle wird üblicherweise über einen Türdrücker
betätigt. Der Türdrücker sitzt dazu meist auf einer Vierkantwelle, die durch einen
Mitnehmer des Kastenschlosses gesteckt wurde. Der Riegel kann durch einen Schließbart
eines austauschbaren Schließzylinders betätigt werden. Die Falle kann bei zurückgezogenem
Riegel ebenfalls mittels des Schließzylinders betätigt werden. Dadurch kann z.B. an
der Innenseite der Tür ein Türdrücker angebracht werden um die Falle zu betätigen.
Dann lässt sich das nicht verriegelte Schloss von Innen ohne Schlüssel öffnen. An
der Außenseite ist meist ein starrer Knauf angeordnet, der nicht mit dem Kastenschloss
gekoppelt ist. Dann kann die Tür von außen nur mittels des Schließzylinders geöffnet
werden.
[0010] Bei manchen Türen kann von der Innenseite der Tür durch Betätigung des Türdrückers
auch der Riegel zurückgezogen werden, das ist bei Fluchttüren sinnvoll. Solche Schlösser
werden als Antipanikschlösser oder kurz Panikschlösser bezeichnet. In diesem Fall
darf an der Außenseite kein Türdrücker ständig mit dem Kastenschloss verbunden ist,
weil es dann keinen Sinn hat den Riegel vorzuschieben, denn er würde in jedem Fall
beim Betätigen eines der beiden Türdrücker zurückgezogen.
Darstellung der Erfindung
[0011] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Türschloss bereitzustellen, das bei
der Betätigung eines Türdrückers mechanische Leistung in elektrische Leistung umwandelt.
[0012] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung nach Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0013] Die Erfindung beruht auf mehreren Erkenntnissen: Zum einen ist der Winkelbereich
in dem ein Türdrücker üblicherweise geschwenkt wird vergleichsweise klein (etwa 30°)
und die Zeitspanne in der das erfolgt recht kurz. Daher treten an den Bauteilen mit
denen der Generator mit dem Betätigungselement gekoppelt sind hohe (Dreh)Momente auf,
die eine kräftige Dimensionierung dieser Bauelemente bedingen. Zudem ist die bei einer
Betätigung eines Türdrückers gewinnbare elektrische Energie recht klein, daher sollte
auch bei Panikschlössern jede Betätigung eines Türdrückers, also egal ob innen oder
außen und egal ob vor oder nach einer erfolgten Berechtigungsprüfung einen Generator
antreiben. Dabei darf aber der äußere Türdrücker den inneren nicht mitnehmen, denn
dadurch würde die Tür ohne Berechtigungsprüfung geöffnet.
[0014] Nach der Erfindung hat das Türschloss zumindest ein erstes Betätigungselement. Das
Betätigungselement ist typischerweise eine Türklinke oder ein drehbarer Knauf, die
vereinfachend unter dem Begriff "Türdrücker" oder "Drücker" zusammengefasst werden
und meist auf einer Vierkantwelle sitzen. Über den Türdrücker wird das Schloss betätigt.
Diese Betätigung wird beispielsweise über eine Welle, z.B. über die bekannte Vierkantwelle
übertragen. In diesem Sinne ist eine Welle zur Übertragung der Schwenkbewegung eines
Türdrückers auch ein Betätigungselement. Das Betätigungselement ist mit wenigstens
einem Schließelement verbunden, z.B. über eine elektromechanische Kupplung zum Trennen
und Kuppeln des ersten Betätigungselements mit dem Schließelement.
[0015] Das Schließelement weist meist zumindest eine Falle und/oder einen Riegel auf, die
bzw. der bei einer Drehung der Welle zurückgezogen wird. Insbesondere bei Panikschlössern
wird auch ein Riegel zurückgezogen, wenn ein Drücker an der Türinnenseite betätigt,
also die Welle gedreht wird. Das Betätigungselement ist zumindest mittelbar mit einem
Generator gekoppelt. Gekoppelt bedeutet in Wirkverbindung stehend, hier also dass
eine über das Betätigungselement in das Türschloss eingebrachte mechanische Leistung
den Generator antreibt, so dass zumindest ein Teil der mechanischen Leistung vom Generator
in elektrische Leistung gewandelt wird. Wenn folglich eine Person das Betätigungselement
betätigt, um die Tür zu öffnen, kann ein Teil der dabei von der Person aufgebrachten
kinetischen Energie in elektrische Energie umgewandelt werden, um damit eine Schaltung
und ggf. einen Aktuator einer elektromechanischen Kupplung zu versorgen. Die Schaltung
kann z.B. eine Berechtigung überprüfen und ggf. die Kupplung schließen und dadurch
das entsprechende Betätigungselement und das Schließelement miteinander verbinden
oder eine Sperrung des Schließelementes aufheben. Das Türschloss weist einen ersten
Rotor auf, der zur Übertragung einer Betätigung eines ersten Betätigungselements auf
einen Generator mit diesem gekoppelt ist. Zudem weist das Türschloss einen zweiten
Rotor zur Übertragung einer Betätigung eines zweiten Betätigungselements auf. Der
erste und/oder der zweite Rotor kann bzw. können durch je eine Welle an deren der
Tür abgewandten Seite ein Türdrücker sitzt, gebildet werden. Das Türschloss hat einen
dritten Rotor der einen Generator zur Speisung einer elektrischen Schaltung antreibt.
Der dritte Rotor kann im einfachsten Fall ein Läufer des Generators sein. Die Speisung
erfolgt vorzugsweise unter Zwischenschaltung wenigstens eines Speicherbausteins zur
Speicherung elektrischer Energie, z.B. wenigstens eines Kondensators und/oder wenigstens
eines Akkumulators. Der Generator ist über den dritten Rotor mit dem ersten und dem
zweiten Rotor gekoppelt, um bei einer Drehung des ersten und/oder des zweiten Rotors
jeweils den Generator anzutreiben, wobei der erste Rotor nicht den zweiten Rotor mitnimmt
und/oder der zweite Rotor den ersten Rotor nicht mitnimmt. Dazu können der erste und/oder
der zweite Rotor beispielsweise über je wenigstens einen Freilauf mit dem Dritten
Rotor verbunden sein. Folglich können die beiden Betätigungselemente unabhängig voneinander
betätigt werden, wobei jedes den Generator antreibt. Dadurch kann beispielsweise das
erste (z.B. äußere) Betätigungselement über eine elektrisch gesteuerte Kupplung und
das zweite (z.B. innere) Betätigungselement dauerhaft mit wenigstens einem Schließelement
verbunden sein, wodurch bei Betätigung des zweiten Betätigungselementes die Tür ohne
Prüfung eines Schlüssels geöffnet werden kann. Dadurch kann ein Notausgang realisiert
werden, der jedoch von außen nur nach der Überprüfung eines Schlüssels geöffnet werden
kann, d.h. eine Schaltung überprüft den Schlüssel und steuert die Kupplung entsprechend
an. Das entspricht einem sogenannten Panikschloss oder Antipanikschloss.
[0016] Vorzugsweise ist zumindest das erste und/oder das zweite Betätigungselement unter
Zwischenschaltung zumindest einer elastischen Kupplung mit dem Generator gekoppelt,
wobei die elastische Kupplung beim Überschreiten eines gegebenen zu übertragenen Drehmoments
bzw. einer gegebenen zu übertragenden Kraft einen Teil der über wenigstens eines der
Betätigungselemente eingebrachten kinetischen Energie in potentielle Energie umwandelt
und beim Unterschreiten des zu übertragenden Drehmoments, bzw. der zu übertragenden
Kraft unter einen gegebenen Wert zumindest einen Teil der potentiellen Energie als
kinetische Energie bevorzugt an den Generator abgibt. Das kann beispielsweise durch
die Zwischenschaltung einer Spiral und/oder Schraubenfeder als elastische Kupplung
erreicht werden. Das Drehmoment ist zu betrachten, wenn die von der elastischen Kupplung
zu übertragende Bewegung eine Drehbewegung ist und die Kraft ist zu betrachten, wenn
die von dem Federelement zu übertragende Bewegung eine translatorische, z.B. lineare
Bewegung ist.
[0017] Durch eine zwischengeschaltete elastische Kupplung können Belastungsspitzen, die
bei der Übertragung der mechanischen Leistung entstehen abgeflacht werden. Solche
Belastungsspitzen können beispielsweise bei sehr schneller und/oder abrupter Betätigung
des Betätigungselementes entstehen. Beim "Abflachen" der Belastungsspitzen wird zumindest
ein Teil der über das Betätigungselement vom Nutzer in das Türschloss eingebrachten
kinetischen Energie in der elastischen Kupplung gespeichert, d.h. es wird Bewegungsenergie
in potentielle Energie umgewandelt. Später, also bevorzugt wenn die entsprechende
Belastungsspitze abklingt, wird diese gespeicherte, potentielle Energie als kinetische
Energie an den Generator abgegeben. Dies erfolgt anders als im Stand der Technik nicht
erst nach dem Erreichen eines Mindestwertes der gespeicherten potentiellen Energie,
sondern sobald die Last kleiner ist als die durch die Spannung der elastischen Kupplung,
z.B. eines Federelements resultierende Kraft. Dadurch kann eine besonders sichere
und langlebige Funktion des Türschlosses erreicht werden. Man könnte auch (alternativ
oder zusätzlich) eine Rutschkupplung vorsehen um zu verhindern, dass die Bauelemente
überbeansprucht werden. Dadurch erhielte man aber einen schlechteren Wirkungsgrad.
[0018] Die Grenze bei deren Überschreiten die elastische Kupplung potentielle Energie speichert,
kann durch die Wahl einer Vorspannung eingestellt werden, z.B. durch eine Federvorspannung.
Nachfolgend wird lediglich der Einfachheit halber der Begriff "Federelement" als Synonym
für eine elastische Kupplung verwendet. Die Grenze bei deren Unterschreiten diese
potentielle Energie abgegeben wird, ist bevorzugt abhängig von der jeweiligen Federspannung
und im einfachsten und damit bevorzugten Fall die Rückstellkraft des Federelements
bzw. das rückstellende Drehmoment des Federelements bei der gegeben gespeicherten
potentiellen Energie.
[0019] Die vom Generator erzeugte elektrische Energie wird vorzugsweise zumindest zum Teil
gespeichert, z.B. in wenigstens einem Kondensator und/oder in einem Akkumulator. Deren
Kapazität sollte vorzugsweise genügen um die für mindestens eine Berechtigungsprüfung
notwendige Energie zu speichern. Bevorzugt wird ausreichend Energie für mehrere Berechtigungsprüfungen
gespeichert. Der Begriff Berechtigungsprüfung umfasst vorzugsweise alle Teilschritte
die zur Überprüfung eines Schlüssels und ggf. zum Schließen und/oder Öffnen der Kupplung
und/oder zum Entsperren und/oder Sperren des Schließelements notwendig sind.
[0020] Vorzugsweise hat das Türschloss ein zweites Betätigungselement, das über das erste
Federelement und/oder ein zweites Federelement mit dem Generator gekoppelt ist. Jedes
der beiden Betätigungselemente ist vorzugsweise auf je einer der beiden Seiten der
Tür angeordnet, also das erste Betätigungselement auf der einen (ersten) Seite des
Türschlosses und das zweite Betätigungselement auf der anderen (zweiten) Seite des
Türschlosses. Dadurch kommt es nicht darauf an, auf welcher Seite der Tür das Betätigungselement
betätigt wird, in jedem Fall wird der Generator aktiviert. Das klingt zunächst trivial,
ist es aber nicht, weil die beiden Betätigungselemente anders als bei elektromechanischen
Türschlössern üblich nicht starr miteinander gekoppelt, sondern unabhängig voneinander
betätigbar sind.
[0021] Vorzugsweise ist zwischen dem ersten und/oder zweiten Betätigungselement und dem
Generator ein Freilauf angeordnet, der zumindest das erste Betätigungselement vom
Generator entkoppelt, wenn das erste Betätigungselement von einer Endstellung in eine
Ausgangsstellung zurückbewegt wird. Dieser Freilauf hat zwei Effekte: Zum einen wird
die mechanische Belastung der Bauteile des Türschlosses reduziert, weil die beweglichen
Bauteile des Generators und eventuell vorgesehene Zahnräder oder dergleichen mit Erreichen
des Endanschlags des Betätigungselements nicht schlagartig abgebremst werden. Zudem
können der Generator ebenso wie dem Freilauf nachgeordnete optionale Zahnräder oder
andere rotierende Bauteile nachlaufen bis sie ihre kinetische Energie an den Generator
abgegeben haben. Die entsprechende kinetische Energie wird daher auch zur Erzeugung
elektrischer Energie genutzt.
[0022] Als Ausgangsstellung wird die Position des Betätigungselements bezeichnet, in der
das Betätigungselement sich befindet bevor ein Nutzer es betätigt. Meist wird es durch
eine Rückstellfeder in diese Ausgangsstellung rückgesetzt, wenn das Betätigungselement
losgelassen wird. In der Regel ist die Position durch einen Anschlag definiert. Wird
das Betätigungselement betätigt, hat es in der Regel eine Endstellung, die meist durch
einen zweiten Anschlag definiert ist. Bei den üblichen Türdrückern entspricht ein
waagrechter Türdrücker einem Betätigungselement in der Ausgangsstellung. Ein Türdrücker
in Endstellung ist etwa um 30° (meist 25-35°) gegen die Horizontale nach unten geschwenkt.
Den Winkel zwischen der Ausgangsstellung und der Endstellung bezeichnet man auch als
maximalen Betätigungswinkel.
[0023] Beispielsweise kann der Freilauf eine selbstklemmende Rollenkupplung aufweisen. Diese
hat den Vorteil, dass sie sehr zuverlässig ist, weil sie keine Rastnasen aufweist.
Zudem können mit einer Rollenkupplung sehr einfach kleine Schlupfwinkel realisiert
werden. Als Schlupfwinkel wird der Winkel bezeichnet, um den Ein- und Ausgang des
Freilaufs maximal in Sperrrichtung gegeneinander verdreht werden können.
[0024] Vorzugsweise ist der Freilauf in einer Ausnehmung eines Zahnrads eines Getriebes
angeordnet, welches das Betätigungselement mit dem Generator bzw. mit dem Federelement
koppelt. Die Abtriebsseite des Freilaufs ist vorzugsweise das Zahnrad. Dadurch wirkt
es wie ein Schwungrad, also als kinetischer Energiespeicher. Zudem hat es dadurch
bevorzugt einen möglichst großen Umfang, so dass, es im Zusammenwirken mit einem kleinere
Zahnrad, das zumindest mittelbar mit dem Läufer des Generator gekoppelt ist, die Anzahl
der Umdrehungen des Läufers pro Grad Auslenkung des Betätigungselements (bei einem
schwenkbaren Betätigungselement) erhöht, wodurch die gespeicherte kinetische Energie
weiter erhöht wird. Zudem kann die vom Generator gelieferte Spannung erhöht werden.
[0025] Vorzugsweise ist der Freilauf koaxial zu einer Rotationsachse des Betätigungselementes
angeordnet, das ermöglicht eine besonders platzsparende Anordnung. Beispielsweise
kann der Freilauf den dritten Rotor aufweisen, z.B. als insbesondere scheibenförmigen
dritten Rotor, der einen Innenkörper des Freilaufs bildet. Der Innenkörper ist auf
einer ersten Seite mit dem ersten Betätigungselement gekoppelt. Auf der anderen (der
ersten abgewandten, zweiten) Seite kann der erste Rotor mit einem zweiten Betätigungselement
gekoppelt sein, das die Funktion des oben genannten zweiten Rotors hat. Gekoppelt
meint hier, dass das erste und zweite Betätigungselement jeweils den dritten Rotor
mitnehmen, wenn sie betätigt werden. Koaxial zu dem dritten Rotor kann auf dem dritten
Rotor z.B. ein Außenkörper eines Freilaufs als vierter Rotor sitzen, der gegen den
dritten und somit auch gegen den ersten und den zweiten Rotor in nur einer Richtung
frei drehbar ist. In der entgegengesetzten Richtung sind der dritte Rotor und der
Außenkörper drehfest miteinander gekoppelt. Dies kann beispielsweise über eine selbstklemmende
Rollenkupplung, einen Sperrklinkenfreilauf, einen Klemmkörperfreilauf oder dgl. erfolgen.
[0026] Bevorzugt erfolgt die Kopplung zwischen dem ersten und/oder zweiten Betätigungselement
bzw. Rotor und dem dritten Rotor über wenigstens einen Koppelfortsatz der in eine
komplementäre Ausnehmung eingreift, um den dritten Rotor mitzunehmen, d.h. in der
Drehrichtung bildet die Begrenzung der Ausnehmung einen Anschlag. Entgegen der Drehrichtung
ist die Begrenzung der Ausnehmung vorzugsweise soweit zurückgesetzt, dass der dritte
Rotor in der Betätigungsrichtung zumindest um den maximalen Betätigungswinkel gedreht
werden kann, ohne das erste und/oder zweite Betätigungselement mitzunehmen. Beispielsweise
kann dies durch eine vorzugsweise ringsegmentförmige Ausnehmung realisiert sein. Wenn
beispielsweise die Ausnehmung in dem dritten Rotor ist, kann z.B. das erste Betätigungselement
von einer ersten Seite aus in die Ausnehmung eingreifen und das zweite Betätigungselement
von einer zweiten, gegenüberliegenden Seite aus in die Ausnehmung eingreifen. Alternativ
kann jeder Koppelfortsatz in eine eigene Ausnehmung eingreifen. Alternativ könnte
natürlich auch der dritte Rotor auf seinen beiden Stirnseiten je zumindest einen Koppelfortsatz
aufweisen, die jeweils in eine ringsegmentförmige Ausnehmung des ersten bzw. des zweiten
Rotors eingreifen.
[0027] Durch die Kombination von vorzugsweise starren Koppelfortsätzen, die in wenigstens
eine ringsegmentförmige Ausnehmung eingreifen, wird ein einfachster, und somit günstiger
aber zudem sehr zuverlässiger Freilauf realisiert. Dieser Freilauf funktioniert nur
deshalb, weil der Betätigungswinkel so klein ist. Dadurch kann jedes der beiden Betätigungselemente
den dritten Rotor mitnehmen ohne das jeweils andere Betätigungselement mitzunehmen.
Auch der Kraftaufwand für den Benutzer und auch die Verletzungsgefahr wird minimiert.
Zudem lässt sich dadurch auf sehr einfache Weise ein Panikschloss realisieren, bei
dem ein erstes (z.B. türaußenseitiges) Betätigungselement über eine elektromechanische
Kupplung mit dem Schließelement verbunden und in diesem Sinne gekoppelt und das zweite
(türinnenseitige) Betätigungselement ständig mit dem Schließelement verbunden ist.
Alternativ könnte man auch zwei dritte, voneinander unabhängige Rotoren vorsehen,
die beide über einen Freilauf mit einem gemeinsamen Außenkörper gekoppelt sind. Jeder
der beiden dritten Rotoren kann dann mit genau einem der beiden Betätigungselemente
mitgenommen werden, also mit genau einem der beiden Betätigungselemente gekoppelt
sein.
[0028] Um ein Panikschloss zu realisieren, kann beispielsweise der erste Rotor über eine
elektromechanische Kupplung zum Trennen und Verbinden mit dem zweiten Betätigungselement
und/oder dem Schließelement zumindest mittelbar drehfest verbindbar sein. Bei einem
Panikschloss kann dann beispielsweise das zweite (z.B. türinnenseitige) Betätigungselement
ständig in Wirkverbindung mit dem Schließelement stehen, wohingegen das erste (z.B.
türaußenseitige) Betätigungselement erst nach einer erfolgreichen Berechtigungsprüfung
z.B. mit dem Schließelement mittels der elektromechanischen Kupplung mit dem Schließelement
gekuppelt wird. Gekuppelt bedeutet, dass zwei Bauelemente kraft- und/oder drehmomentübertragend
miteinander verbunden sind, z.B. drehfest miteinander verbunden sind. Im entkuppelten
Zustand ist die kraft- und/oder drehmomentübertragende Verbindung aufgehoben.
[0029] Im Rahmen dieser Patentanmeldung bedeutet gekoppelt in Wirkverbindung miteinander
stehend. Miteinander gekoppelte Bauteile können z.B. eine Welle und ein Zahnrad unter
Zwischenschaltung einer Kupplung sein.
[0030] Zwischen dem ersten und/oder zweiten Betätigungselement und dem Generator kann vorzugsweise
ein kinetischer Energiespeicher, z. B. ein Schwungrad, angeordnet sein. Dadurch kann
der Zeitraum in dem der Generator bei einer Betätigung des Betätigungselements elektrische
Leistung zur Verfügung stellt verlängert werden.
[0031] Das erste Betätigungselement und das zweite Betätigungselement können über ein Koppelelement
mit dem Generator gekoppelt sein, wobei das Koppelelement wenigstens eine Ausnehmung
aufweist, in die ein Koppelfortsatz des ersten Betätigungselements und ein Koppelfortsatz
des zweiten Betätigungselementes eingreifen, wodurch bei einer Betätigung des ersten
und/oder des zweiten Betätigungselements das Koppelelement mitgenommen wird. Der oben
beschriebene dritte Rotor kann beispielsweise ein solches Koppelelement sein. In grundsätzlich
gleicher Weise kann auch ein linearbetätigtes Koppelelement verwirklicht werden.
Beschreibung der Zeichnungen
[0032] Die Erfindung wird nachstehend ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens
anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen exemplarisch
beschrieben.
Figur 1 zeigt eine Explosionszeichnung einer Baugruppe eines Türschlosses
Figur 2 zeigt eine weitere Explosionszeichnung der Baugruppe des Türschlosses
Figur 3 zeigt eine Vorderansicht der Baugruppe,
Figur4 zeigt die Baugruppe im Schnitt entlang der Ebene A-A in Fig. 3,
Figur 5 zeigt eine Seitenansicht der Baugruppe,
Figur6 zeigt die Baugruppe im Schnitt entlang der Ebene B1-B1 in Fig. 5
Figur7 zeigt die Baugruppe im Schnitt entlang der Ebene B2-B2 in Fig. 5
[0033] Die Figuren 1 und 2 zeigen wesentliche Teile einer Baugruppe eines Türschlosses als
Explosionszeichnung. Standardteile, die zum Verständnis der Funktionsweise nicht erforderlich
sind wurden weggelassen, um die Übersichtlichkeit zu erhöhen. Die Baugruppe hat einen
Träger 10, der an einer Seite, z.B. der Außenseite eines Türblatts befestigt wird.
[0034] Die Baugruppe hat eine erste Drückerwelle 20 (kurz Welle 20) mit einem nach außen
weisenden Vierkantabschnitt auf den ein üblicher Türdrücker aufgesetzt werden kann.
In diesem Sinne kann die Welle 20 auch als erstes Bedienelement 20 bezeichnet werden
obwohl streng genommen natürlich der Türdrücker selber das Bedienelement ist, jedoch
wird die Bewegung des Türdrückers über die Welle 20 in die Baugruppe eingeleitet und
darauf kommt es hier an.
[0035] Über einen Adapter 60 der eine Aufnahme 64 (vgl. Fig. 2) für eine zweite Drückerwelle
aufweist, kann ein zweites Betätigungselement, z.B. ein innenliegender zweiter Türdrücker
mit der Baugruppe gekoppelt werden. Diese Vierkantwelle durchsetzt meist dabei einen
Mitnehmer eines üblichen Kastenschlosses, vorzugsweise eines Panikschlosses (nicht
dargestellt). Lediglich der Einfachheit halber wird der Adapter 60, soweit es um die
Einleitung einer Drehbewegung in die Baugruppe geht auch als zweites Betätigungselement
bezeichnet, obwohl streng genommen der zweite Türdrücker das zweite Betätigungselement
ist. Der Adapter 60 ist ein zweiter Rotor 60 im Sinne der Patentansprüche. Natürlich
kann der Adapter 60 auch einstückig mit der zweiten Drückerwelle und ggf. auch mit
dem zweiten Drücker ausgebildet sein. Dann bilden diese Bauteile zusammen den zweiten
Rotor 60.
[0036] Das erste Bedienelement 20 ist mit einem Mitnehmer 21 drehfest gekoppelt, d.h. bei
einer Drehung um die Längsachse der Drückerwelle 20 nimmt diese den Mitnehmer 21 mit
und umgekehrt. Die drehfeste Kopplung erfolgt über zwei Vorsprünge an der Drückerwelle
20, die in komplementäre Ausnehmungen des Mitnehmers 21 eingreifen (vgl. Fig. 1, Fig.
4). Der Mitnehmer 21 hat eine Anlagefläche 25 an der sich eine Rückstellfeder 22 abstützt
und über die die Rückstellfeder 22 bei einer Drehung des Mitnehmers 21 bzw. des ersten
Bedienelements ein rückstellendes Drehmoment auf diese ausübt (vgl. Fig. 1 - Fig.
3). Entsprechend stützt sich das andere Ende der Rückstellfeder 22 an einer Anlagefläche
13 des Trägers 10 ab. Zwei zusammenwirkende Anschläge 12, 24 definieren eine Ausgangstellung,
wobei der Anschlag 12 am Träger 10 und der Anschlag 24 am Mitnehmer 21 angeordnet
ist (vgl. Fig. 1 - Fig. 3). Der Anschlag 12 ist im gezeigten Beispiel ein Stift, der
mittels einer Abdeckung 11 in zwei Positionen am Träger 10 befestigt werden kann (Fig.
1, 2). Dadurch kann die Rückstellfeder 22 auch um 180° gedreht eingesetzt und so die
Richtung des rückstellenden Drehmoments umgekehrt werden. Die Baugruppe kann deshalb
für Türen mit Linksanschlag als auch mit Rechtsanschlag eingestellt werden. Der Mitnehmer
21 ist ein erster Rotor 21 im Sinne der Patentansprüche. Natürlich können der Mitnehmer,
die Drückerwelle 20 und ggf. der erste Türdrücker auch einstückig ausgebildet sein.
Dann bildet das entsprechende Bauteil den ersten Rotor.
[0037] Der Mitnehmer 21 (= der erste Rotor) hat auf seiner dem ersten Bedienelement 20 abgewandten
Seite zwei Koppelfortsätze 23 (vgl. Fig. 2), die je in eine Ausnehmung 33 eines hier
beispielhaft scheibenförmigen Innenkörpers 31 eines Freilaufs eingreifen. Der Innenkörper
31 ist ein Beispiel des oben beschriebenen dritten Rotors, d.h. des dritten Rotors
im Sinne der Patentansprüche. Die Ausnehmungen 33 haben die Form von kreissegmentförmigen
Schlitzen, wodurch der Mitnehmer 21 bei einer Betätigung des ersten Betätigungselements
20 zwar den Innenkörper 31 (also den dritten Rotor) mitnimmt, aber eine Drehung des
dritten Rotors 31 in die gleiche Richtung nicht den Mitnehmer 21 und somit auch nicht
das erste Betätigungselement 20 mitnimmt. In gleicher Weise greifen zwei Koppelfortsätze
63 des Adapters 60 durch Längsschlitze 43 eines Außenkörpers 40 vorzugsweise in die
gleichen Ausnehmungen 33 ein. Dann liegen sich im unbetätigten Ruhezustand des Türschlosses
die Koppelfortsätze 63 und die Koppelfortsätze 23 in den Ausnehmungen 33 diametral
gegenüber. Dazu kann ein elastisches Rückstellelement auf den dritten Rotor 31 wirken.
Wird eines der beiden Betätigungselemente betätigt, wird folglich der Innenkörper
31, also der dritte Rotor 31 um den Betätigungswinkel gedreht, ohne dass das jeweils
andere Betätigungselement mitgenommen wird. Die Bogenlänge der kreissegmentförmigen
Ausnehmungen entspricht folglich vorzugsweise zumindest dem maximalen Betätigungswinkel
(im Bogenmaß) zuzüglich der Dicke der Koppelfortsätze 23 , 63 (genauer: mindestens
dem Produkt aus dem Winkel im Bogenmaß und dem Radius bei dem die größte Bogenlänge
benötigt wird, was u.a. von der Form der Querschnittsfläche der Koppelfortsätze 23
,63 abhängt, zuzüglich eines Aufschlags für die Koppelfortsätze).
[0038] Der Innenkörper 31, also der dritte Rotor 31 sitzt in einer Aufnahme 41, also einem
Freiraum 41 des Außenkörpers 40. Die Aufnahme 41 hat eine zylindrische Begrenzung
42. Über Klemmrollen 32, die in entsprechend ausgeformten Ausnehmungen des dritten
Rotors 31 sitzen, sind der Innenkörper 31 (= der dritte Rotor) und der Außenkörper
40 miteinander gekoppelt, so dass ein Freilauf gebildet wird. Um das Türschloss von
Rechtsanschlag auf Linksanschlag der Tür umzustellen, kann der Innenkörper 31 um 180°
gedreht werden. Bei einer Betätigung eines der beiden Betätigungslemente 20 sperrt
der Freilauf und das entsprechende Betätigungselement nimmt den Außenkörper mit. Auf
dem Außenkörper 40 sitzt ein Zahnkranz 51, der in weiter unten beschriebener Weise
mit einem Generator 58 gekoppelt ist. Eine Betätigung eines der Betätigungselemente
treibt daher über den ersten oder den zweiten Rotor 21, 60 den Generator 58 an.
[0039] Die Kopplung des Freilaufs mit dem Generator 58 kann beispielsweise durch Zahnräder
und vorzugsweise ein Federelement 56 erfolgen: Der Zahnkranz 51 auf dem Freilauf kämmt
mit einem Zwischenrad 52, welches wiederum mit dem kleineren Zahnrad 53 eines Wellrades
kämmt, das aus einem größeren Zahnrad 54, einer Welle 59 und dem kleineren Zahnrad
53 gebildet wird. Abtriebsseitig ist das Wellrad als Kegelrad ausgebildet, dass wiederum
mit einem um 90° versetzt (bezogen auf die Rotationsachsen) angeordneten Kegelrad
55 kämmt. Das Kegelrad 55 sitzt auf einer Lagerhülse 57 und ist über ein Federelement
56 mit der Lagerhülse 57 gekoppelt. Das Federelement 56 hat die Funktion einer elastischen
Kupplung und wird entsprechend bezeichnet. Die Lagerhülse 57 wiederum ist drehfest
mit einer Generatorwelle des Generators 58 verbunden. Als Generator dient im gezeigten
Beispiel ein handelsüblicher Getriebemotor. Durch die Zahnräder 51 bis 56 sowie das
Getriebe des Getriebemotors wird eine Übersetzung von etwa 1:500 (mögliche Übersetzung
>= 1:6) erreicht. Dadurch dreht sich der Läufer des Generators 58 bei einer Betätigung
einer der beiden Betätigungselemente um die oben genannten 30° etwa 42 mal. Weil die
Zahnräder und der Generator aufgrund des Freilaufs nachlaufen können, wird die Generatorwelle
nicht abrupt abgebremst, wenn der maximale Betätigungswinkel erreicht ist, sondern
sie läuft entsprechend der in den rotierenden Teilen gespeicherten kinetischen Energie
nach, wodurch auch diese Energie zur Stromerzeugung genutzt wird. Durch das Federelement
56 ist das Getriebe vor einer Überlastung bei ruckartiger Betätigung eines der Bedienelemente
20, 60 geschützt. Nicht unmittelbar dem Generator 58 zugeführte kinetische Energie
wird dabei zunächst als potentielle Energie in der elastischen Kupplung 56, also in
dem Federelement 56 gespeichert und wieder abgegeben, sobald das rückstellende Drehmoment
des Federelementes 56 größer wird als das zwischen dem Bedienelement und dem Generator
über das Federelement zu übertragende Drehmoment (unter Berücksichtigung der Übersetzung).
[0040] Um das erste Bedienelement drehfest mit einem Schließelement eines Türschlosses verbinden
zu können, hat die Baugruppe eine elektromechanische Kupplung, also eine elektrisch
gesteuerte Kupplung. Dazu sitzt der Adapter 60 (= zweiter Rotor) zunächst drehbar
in einer komplementären Ausnehmung 49 des Außenkörpers 40, der als vierter Rotor bezeichnet
werden kann. Diese Ausnehmung 49 ist auf der dem ersten Bedienelement 20 abgewandten
Seite angeordnet, hat eine zumindest im Wesentlichen zylindrische Wandung und ist
koaxial zur Längsachse des zweiten Rotors 60 angeordnet. Der Adapter 60 hat eine radiale
Ausnehmung 65, z.B. eine gestufte Bohrung oder ein Sackloch in dem ein nach außen
federbelastetes Kupplungselement sitzt, z.B. ein Kupplungsbolzen 62. In der zylindrischen
Wandung 48 der Ausnehmung ist eine Öffnung 45 in der eine Kugel 46 angeordnet ist.
Die Kugel 46 kann von einem mit dem Träger 10 verbundenen Aktuator 70 daran gehindert
werden durch das federbelastete Kupplungselement 62 in einen Kanal 15 des Trägers
verschoben zu werden. In dieser Stellung könnte der Außenkörper ohne Berücksichtigung
des Freilaufs frei in der Ausnehmung 49 rotieren. Wird nun ein Steuerschieber 71 des
Aktuators 70 zurückgezogen (Fig. 1 und Fig. 4), dann drückt das Kupplungselement 62
die Kugel 46 in einen Kanal 15 des Trägers, so dass das Kupplungselement 62 den Adapter
60 drehfest mit dem Außenkörper 40 verbindet. In Figur 4 ist der Steuerschieber in
der zurückgezogenen Stellung gezeigt. Das Kupplungselement 62 und die Kugel 46 sind
lediglich der Übersichtlichkeit halber noch der radialen Ausnehmung 65 bzw. der Öffnung
45 angeordnet dargestellt. Durch die Feder 61 folgen (anders als dargestellt) das
Kupplungselement 62 und die Kugel 46 dem Steuerschieber. Wird nun die erste Welle
20 und somit der erste Rotor 21 gegen die Kraft der Rückstellfeder 22 gedreht, dann
sperrt der Freilauf und die erste Welle 20 nimmt den Außenkörper 40 (zumindest mittelbar)
mit. Weil das Kupplungslement 12 den Außenkörper 40 mit dem Adapter 60 drehfest verbindet,
nimmt die erste Welle 20 den Adapter 60 (=zweiten Rotor 60) mit. Dieser ist wie zuvor
beschrieben beispielsweise über eine Welle mit wenigstens einem Schließelement gekoppelt,
z.B. mit einem Mitnehmer eines Kastenschlosses. Zum Lösen, also Öffnen der Kupplung
genügt es mit dem Steuerschieber 71 die Kugel 46 aus dem Kanal 15 zurück in die Öffnung
45 zu verschieben. Nun sind die erste Welle 20, d.h. das erste Bedienelement und das
wenigstens eine Schließelement wieder voneinander getrennt. Der Steuerschieber 71
kann z.B. durch einen Motor verschoben werden, wobei dieser bevorzugt ein federelastisches
Element spannt, falls der Steuerschieber 71 in Richtung der Öffnung verschoben werden
soll und der Kanal 15 und die Öffnung 45 nicht ausreichend fluchten so dass die Kugel
46 nicht verschoben werden kann. Das federelastische Element wirkt auf den Steuerschieber
71, so dass die Kugel 46 in die Öffnung 45 zurückverschoben wird, sobald die Öffnung
45 mit dem Kanal 15 ausreichend fluchtet. Dadurch kann die Ansteuerung des Aktuator
unabhängig von der Relativstellung der Öffnung 45 zu dem Kanal 15 erfolgen. Ohne die
Zwischenschaltung eines federelastischen Elements zwischen den Motor und den Steuerschieber
71 müsste entweder die Leistungsaufnahme des Motors gemessen werden, um ein Blockieren
desselben zu verhindern und/oder die Relativstellung der Öffnung 45 zu dem Kanal 15
bestimmt werden und der Steuerschieber 71 nur dann (durch Ansteuerung des Motors)
verschoben werden, wenn die Öffnung 45 und der Kanal 15 miteinander zumindest in etwa
fluchten.
[0041] Die Kupplung kann wie folgt verkürzt und verallgemeinert beschrieben werden: Ein
Rotor der Kupplung übergreift einen anderen koaxial dazu angeordneten Rotor der Kupplung.
In einem der beiden Rotoren sitzt ein in Richtung des verbleibenden Rotors vorgespanntes
Kupplungselement. Der verbleibende Rotor hat eine zum Kupplungselement komplementäre
Öffnung in der im geöffneten Zustand der Kupplung ein Sperrelement, z.B. eine Kugel
oder eine Rolle angeordnet ist. Wird ein Kanal auf der dem Kupplungselement abgewandten
Seite freigegeben, drückt das Kupplungselement das Sperrelement in den Kanal und kann
dadurch in die Öffnung eingreifen, wodurch die beiden Rotoren drehfest miteinander
gekuppelt werden. Zum Öffnen der Kupplung genügt es, das Sperrelement in die Öffnung
zurückzuschieben, dabei wird das Kupplungselement in seinen Sitz in dem einen Rotor
zurückverschoben und die drehfeste Kupplung des einen mit dem verbleibenden Rotor
aufgehoben. In der Zeichnung entspricht der Adapter 60 dem einen Rotor und der Außenkörper
40 dem anderen Rotor. Natürlich ist die Kupplung nicht auf den in der Zeichnung dargestellten
Anwendungsfall beschränkt.
Bezugszeichenliste
[0042]
- 10
- Träger
- 11
- Abdeckung
- 12
- Anschlag
- 13
- Anlagefläche
- 15
- Kanal
- 20
- erste Welle / erstes Bedienelement
- 21
- Mitnehmer / erster Rotor
- 22
- Rückstellfeder
- 24
- Anschlag
- 25
- Anlagefläche
- 23
- Koppelfortsatz
- 31
- Innenkörper / dritter Rotor
- 32
- Rolle
- 33
- Ausnehmung
- 40
- Außenkörper / vierter Rotor
- 41
- Aufnahme/Freiraum für Innenkörper
- 42
- Begrenzung des Freiraums 41
- 43
- Längsschlitz
- 45
- Öffnung
- 46
- Kugel (alternativ Rolle)
- 48
- Wandung der Ausnehmung
- 49
- Ausnehmung für Adapter
- 51
- Zahnkranz
- 52
- Zahnrad
- 53
- Zahnrad
- 54
- Zahnrad z.B. Kegelrad
- 55
- Zahnrad z.B. Kegelrad
- 56
- elastische Kupplung /Federelement
- 57
- Lager / Lagerhülse
- 58
- Generator/ Getriebemotor
- 60
- Adapter / zweiter Rotor
- 61
- Feder
- 62
- Kupplungselement z.B. Kupplungsbolzen
- 63
- Koppelfortsatz
- 64
- Aufnahme
- 65
- Ausnehmung
- 70
- Aktuatorbaugruppe
- 71
- Steuerschieber
1. Türschloss für eine Tür, zumindest aufweisend:
a. ein Schließelement,
b. ein erstes Betätigungselement (20), das zumindest mittelbar mit einem Generator
(58) und mit einem Schließelement gekoppelt ist, um über das erste Betätigungselement
den Generator anzutreiben, während mit dem ersten Betätigungselement das Schließelement
zum Öffnen der Tür betätigt wird,
c. eine zweites Betätigungselement das mit dem Generator (58) gekoppelt ist, um über
das zweite Betätigungselement (20) den Generator (58) anzutreiben, während mit dem
zweiten Betätigungselement das Schließelement zum Öffnen der Tür betätigt wird,
d. einen ersten Rotor (21) zur Übertragung einer Betätigung eines ersten Betätigungselements
(20),
e. einen zweiten Rotor (60) zur Übertragung einer Betätigung eines zweiten Betätigungselements,
und
f. einen dritten Rotor (31), der mit einem Generator (58) gekoppelt ist.
wobei der dritte Rotor (31) mit dem ersten Rotor (21) und mit dem zweiten Rotor (60)
derart gekoppelt ist, das bei einer Drehung des ersten oder des zweiten Rotors (21,
60) der dritte Rotor (31) mitgenommen wird, um den Generator (58) anzutreiben, wobei
der erste Rotor (21) nicht den zweiten Rotor (60) mitnimmt und/oder der zweite Rotor
(60) den ersten Rotor (21) nicht mitnimmt.
2. Türschloss nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet, dass
das erste und/oder zweite Betätigungselement (20) unter Zwischenschaltung zumindest
einer elastischen Kupplung (56) mit dem Generator (58) gekoppelt ist, und die elastische
Kupplung (56) beim Überschreiten eines gegebenen zu übertragenen Drehmoments und/oder
einer gegebenen zu übertragenden Kraft einen Teil der über das Betätigungselement
(20) eingebrachten kinetischen Energie in potentielle Energie umwandelt und beim Unterschreiten
des zu übertragenden Drehmoments und/oder der zu übertragenden Kraft unter einen gegebenen
Wert zumindest einen Teil der zuvor gespeicherten potentiellen Energie als kinetische
Energie abgibt.
3. Türschloss Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
zwischen dem dritten Rotor (31) und dem Generator (58) ein Freilauf (31, 32, 40) angeordnet
ist, der das erste und/oder das zweite Betätigungselement (20) vom Generator (60)
entkoppelt, wenn das erste und/oder zweite Betätigungselement (20) von einer Endstellung
in eine Ausgangsstellung zurückbewegt wird.
4. Türschloss nach Anspruch 3
dadurch gekennzeichnet, dass
der dritte Rotor (31) zusammen mit einem vierten Rotor (40) den Freilauf bildet, der
bei Betätigung eines der beiden Betätigungselemente (20) den vierten Rotor (40) mittnimmt
und ansonsten wenigstens ein Betätigungselement (20) vom vierten Rotor (40) entkoppelt.
5. Türschloss nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Freilauf eine selbstklemmende Rollenkupplung (31, 32, 40) aufweist.
6. Türschloss nach einem der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Freilauf (31, 32, 40) koaxial zu einer Rotationsachse des Betätigungselementes
(20) angeordnet ist.
7. Türschloss nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
zwischen dem ersten und/oder zweiten Betätigungselement (20) und dem Generator (58)
ein kinetischer Energiespeicher (40, 51) angeordnet ist.
8. Türschloss nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
wobei der dritte Rotor (31) wenigstens eine Ausnehmung (33) aufweist, in die ein Koppelfortsatz
(23) des ersten Rotors (21) und ein Koppelfortsatz (63) des zweiten Rotors (60) eingreifen,
wodurch bei einer Betätigung des ersten und/oder des zweiten Betätigungselements (20)
der dritte Rotor (31) mitgenommen wird.
9. Türschloss nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
die wenigstens eine Ausnehmung (33) ringsegmentförmig ist.
10. Türschloss nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
das erste und/oder zweite Betätigungselement (20) über eine elektrisch gesteuerte
Kupplung mit dem Schließelement verbunden sind.
1. A door lock for a door, comprising at least:
a. a locking element,
b. a first actuating element (20), which is at least indirectly coupled to a generator
(58) and with a locking element, to drive the generator via the first actuating element,
while the locking element is actuated with the first actuating element for opening
the door,
c. a second actuating element coupled to the generator (58) to drive the generator
(58) via the second actuating element (20), while the locking element is actuated
with the second actuating element for opening the door,
d. a first rotor (21) for transmitting an actuation of a first actuating element (20),
e. a second rotor (60) for transmitting an actuation of a second actuating element,
and
f. a third rotor (31) coupled to the to a generator (58),
wherein the third rotor (31) is coupled to the first rotor (21) and to the second
rotor (60) in such a way that the third rotor (31) is rotated when the first or the
second rotor (21, 60) is entrained to drive the generator (58), wherein the first
rotor (21) does not entrain the second rotor (60) and/or the second rotor (60) does
not entrain the first rotor (21).
2. Door lock according to claim 1,
characterized in that
the first and/or the second actuating element (20) are/is coupled to the generator
(58) by means of at least one elastic coupling (56) in between thereof, and the elastic
coupling (56) converts a part of the kinetic energy introduced via the actuating element
(20) into potential energy, when exceeding a given torque to be transmitted and/or
a given force to be transmitted, and the elastic coupling (56) outputs at least a
part of the previously stored potential energy as kinetic energy when the torque to
be transmitted and/or the force to be transmitted is below a given value,.
3. Door lock according to claim 1 or 2,
characterized in that
a freewheel (31, 32, 40) is arranged between the third rotor (31) and the generator
(58), which freewheel decouples the first and/or second actuating element (20) from
the generator (60) when the first and/or second actuating element (20) is moved back
from an end position into an initial position.
4. Door lock according to claim 3,
characterized in that
the third rotor (31) forms the freewheel together with a fourth rotor (40), which
freewheel entrains the fourth rotor (40) upon actuating one of the two actuating elements
(20), and otherwise decouples at least one actuating element (20) from the fourth
rotor (40).
5. Door lock according to claim 3 or 4,
characterized in that
the freewheel has a self-locking roller clutch (31, 32, 40).
6. Door lock according to one of claims 3 to 5,
characterized in that
the freewheel (31, 32, 40) is arranged coaxially with a rotational axis of the actuating
element (20).
7. Door lock according to one of claims 1 to 6,
characterized in that
a kinetic energy store (40, 51) is arranged between the first and/or second actuating
element (20) and the generator (58).
8. Door lock according to one of claims 1 to 7,
characterized in that
the third rotor (31) has at least one recess (33) into which a coupling extension
(23) of the first rotor (21) and a coupling extension (63) of the second rotor (60)
engage, whereby the third rotor (31) is entrained when the first and/or the second
actuating element (20) is actuated.
9. Door lock according to claim 8 or 9,
characterized in that
the at least one recess (33) is ring-segment-shaped.
10. Door lock according to one of claims 1 to 9,
characterized in that
the first and/or second actuating element (20) are connected to the locking element
via an electrically controlled coupling.
1. Serrure de porte pour une porte, comprenant au moins :
a. un élément de fermeture,
b. un premier élément d'actionnement (20) qui est couplé au moins indirectement avec
un générateur (58) et avec un élément de fermeture pour entraîner le générateur à
l'aide du premier élément d'actionnement pendant que l'élément de fermeture est actionné
avec le premier élément d'actionnement pour ouvrir la porte,
c. un deuxième élément d'actionnement couplé avec le générateur (58) pour entraîner
le générateur (58) à l'aide du deuxième élément d'actionnement (20) pendant qu'un
élément de fermeture est actionné avec le deuxième élément d'actionnement pour ouvrir
la porte,
d. un premier rotor (21) pour transmettre un actionnement d'un premier élément d'actionnement
(20),
e. un deuxième rotor (60) pour transmettre un actionnement d'un deuxième élément d'actionnement,
et
f. un troisième rotor (31) qui est couplé à un générateur (58),
dans laquelle le troisième rotor (31) est couplé avec le premier rotor (21) et avec
le deuxième rotor (60) de telle manière que lors d'une rotation du premier ou du deuxième
rotor (21, 60), le troisième rotor (31) soit emmené pour entraîner le générateur (58),
le premier rotor (21) n'emmenant pas le deuxième rotor (60) et/ou le deuxième rotor
(60) n'emmenant pas le premier rotor (21).
2. Serrure de porte selon la revendication 1, caractérisée en ce que le premier élément d'actionnement et/ou le deuxième (20) sont couplés au générateur
(58) en intercalant au moins un accouplement élastique (56) et l'accouplement élastique
(56) transforme en énergie potentielle une partie de l'énergie cinétique transmise
à l'élément d'actionnement (20) lors du dépassement d'un couple donné à transmettre
et/ou d'une force donnée à transmettre et restitue au moins une partie de l'énergie
potentielle accumulée sous forme d'énergie cinétique lorsque le couple est inférieur
d'une valeur donnée au couple à transmettre et/ou la force inférieure à la force à
transmettre.
3. Serrure de porte selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce qu'il est prévu entre le troisième rotor (31) et le générateur (58) une roue libre (31,
32, 40) qui découple le premier élément d'actionnement et/ou le deuxième (20) du générateur
(60) quand le premier élément d'actionnement et/ou le deuxième (20) est ramené d'une
position de fin de mouvement à sa position de départ.
4. Serrure de porte selon la revendication 3, caractérisée en ce que le troisième rotor (31) forme avec un quatrième rotor (40) la roue libre qui emmène
le quatrième rotor (40) lors de l'actionnement de l'un des deux éléments d'actionnement
et, dans les autres cas, découple au moins un élément d'actionnement (20) du quatrième
rotor (40).
5. Serrure de porte selon la revendication 3 ou 4, caractérisée en ce que la roue libre présente un accouplement à rouleaux (31, 32, 40) auto-serrant.
6. Serrure de porte selon l'une des revendications 3 à 5, caractérisée en ce que la roue libre (31, 32, 40) est disposée de façon coaxiale par rapport à un axe de
rotation de l'élément d'actionnement (20).
7. Serrure de porte selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce qu'il est prévu entre le premier élément d'actionnement et/ou le deuxième (20) et le
générateur (58) un accumulateur d'énergie cinétique (40, 51).
8. Serrure de porte selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que le troisième rotor (31) présente au moins un évidement (33) dans lequel se mettent
en prise une saillie de couplage (23) du premier rotor (21) et une saillie de couplage
(63) du deuxième rotor (60), de sorte que le troisième rotor (31) est emmené lors
d'un actionnement du premier élément d'actionnement et/ou du deuxième (20).
9. Serrure de porte selon la revendication 8 ou 9, caractérisée en ce que l'au moins un évidement (33) est en forme de segment d'anneau.
10. Serrure de porte selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que le premier élément d'actionnement et/ou le deuxième (20) sont reliés à l'élément
de fermeture par un accouplement à commande électrique.