[0001] Die Erfindung betrifft ein Abscheide- und Rückführungssystem, welches bevorzugt in
Verbindung mit Lebensmitteln für den Fertiggebrauch zum Einsatz kommt.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind grundsätzlich Vorrichtungen bekannt, welche mithilfe
von Vakuum bzw. Unterdruck Beschickungsgut transportieren und selbiges einer Weiterverarbeitungseinheit
wie beispielsweise einer Dosier- oder Verpackungsanlage zuführen.
[0003] Beispielsweise beschreibt die
US 4 067 366 A eine derartige Vorrichtung zum Befüllen hermetisch verschlossener Behälter mit einer
vordefinierten Menge an Flüssigkeit. Sie umfasst einen Vorratsbehälter für die abzufüllende
Flüssigkeit, einen Trennbehälter unter Vakuum und eine Befülldüse mit drei Öffnungen.
Die erste und zweite Öffnung sind dabei über eine Leitung mit dem Trennbehälter verbunden.
Die dritte Öffnung ist wiederum über eine Leitung mit der Atmosphäre verbunden. Die
Verbindungsleitung zu dem Vorratsbehälter ist mit einem zu einer Druckquelle hin öffnenden
Ventil und Mitteln ausgestattet, die das Ventil öffnen, wenn die gewünschte Menge
an Flüssigkeit in den hermetisch verschlossenen Behälter eingefüllt ist.
[0004] Auch die
BE 487 404 A betrifft eine dementsprechende Vorrichtung zum Abgeben von abgemessenen Mengen von
Flüssigkeit. Diese umfasst einen Kolben, der so angeordnet ist, dass er in der Lage
ist, eine Hin- und Herbewegung in einem Zylinder auszuführen, der mit einer Kammer
in Verbindung steht, welche mit Einlass- und Auslassleitungen ausgestattet ist, die
mit Rückhalteventilen versehenen sind. Dabei sind die Einlassleitung und eine Leitung,
die von einem Flüssigkeitsbehälter kommt, mit einem Dichtungselement oder Füllkopf
verbunden und so angeordnet, dass sie mit der Öffnung eines Behälters kommunizieren
und diese verschließen, wenn sie gegen diese drücken, so dass die Bewegung des Kolbens
in dem Zylinder in einer Richtung die Luft aus dem Zylinder verdrängt und durch die
Kammer ausgestoßen wird, während er bei der Bewegung in die entgegengesetzte Richtung
Luft aus dem Behälter saugt, sodass eine bestimmte Menge an Flüssigkeit in den Behälter
gezogen wird, die durch den Hub bestimmt wird.
[0005] Durch die Verwendung eines Befüllungssystems, welches mit einem Vakuum bzw. Unterdruck
beaufschlagt wird und somit das zu beschickende Medium in die gewünschte Endposition
bringt, wie dies bereits aus dem Stand der Technik ersichtlich ist, ergeben sich Problemstellungen,
welche sich gerade im Bereich der Lebensmittelverarbeitung manifestieren.
[0006] So werden diese Systeme beispielsweise meist direkt oder nur über einen mechanischen
Filter an einen Vakuumerzeuger angeschlossen. Aus dem Stand der Technik ist ebenfalls
das Prinzip der Verdrängungspumpe als Vakuumverdichter bekannt. Diese und ähnliche
Systeme sind in der Verwendung im Lebensmittelbereich aufgrund ihrer Eigenschaften
nach Möglichkeit nicht zu verwenden, da aus der Praxis bekannt ist, dass es trotz
mechanischer Filtereinrichtungen, wie grob- und feinmaschigen Sieben, zu Verunreinigungen
des Transportmediums kommen kann. Des Weiteren wird durch die alleinige Verwendung
eines Abscheiders, nach welchem Grundprinzip dieser auch immer funktioniert, das abgeschiedene
Lebensmittel meist unbrauchbar und kann somit nicht mehr verarbeitet werden. Daraus
folgt ein Ausschuss bei jedem Beschickungsvorgang, welcher dem jeweiligen Produktions-
oder Verarbeitungsbetrieb Mehrkosten verursacht, da dieser weder verkauft, noch in
irgendeine Art und Weise verwendet werden kann, sondern im Regelfall vernichtet werden
muss.
[0007] Die Aufgabe der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist nun, ein System zu etablieren,
welches im lebensmitteltechnischen Bereich seine Anwendung findet und mit entsprechenden
Materialien ausgeführt ist.
[0008] Durch die Anforderungen hinsichtlich der Hygiene der Komponenten im lebensmittelverarbeitenden
Bereich ist darauf zu achten, dass das System einerseits den Beschickungsprozess der
zu beschickenden Lebensmittel unter Zuhilfenahme eines entsprechenden Vakuums bzw.
Unterdrucks beschleunigt und andererseits durch das Beaufschlagen mit Vakuum bzw.
Unterdruck das jeweilige Lebensmittel nicht in Mitleidenschaft gezogen wird. Überdies
ist es wichtig, dass die vakuumerzeugenden Betriebsmittel durch den laufenden Betrieb
nicht in Mitleidenschaft gezogen werden und nicht in direkten Kontakt mit dem zu transportierenden
Medium kommen.
[0009] Idealerweise wird das Lebensmittel, welches nicht der dafür vorgesehenen Dosierung
zugeführt wird, sondern mit einem Vakuum bzw. Unterdruck weitergesaugt wird, schnellstmöglich
wieder dem ursprünglichen Vorratsbehältnis zugeführt. Es ist ebenfalls zu präferieren,
dass das Lebensmittel, welches nicht dem jeweiligen Vorratssystem der Dosier- oder
Verpackungseinheit zugeführt werden kann, noch einmal separiert wird und nach dieser
Separation aus hygienischen Gründen nicht mehr dem Transport- bzw. Dosiersystem zugeführt
werden kann.
[0010] Durch die Verwendung eines Vakuums bzw. Unterdrucks ist es ebenfalls zu präferieren,
das Gesamtsystem so zu konstruieren, dass es in sich geschlossen und luftdicht ist.
[0011] Die erfindungsgemäße Vorrichtung stellt nun bezüglich der Verwendung im lebensmitteltechnischen
Bereich eine Neuerung dar. Sie ist in den Figuren 1, 2 und 3 dargestellt und zeigt:
Fig. 1 a) Das Anschlussstück an die Dosieranlage, welches mit einem entsprechenden
einfachen Verschlusssystem ausgeführt ist.
Fig. 1b) Eine Perspektivenzeichnung des Anschlussstücks mit möglichst vorteilhaft
ausgestalteten, austauschbaren, mechanischen Dichtungs- und Filtereinlagen.
Fig. 2a) Eine partielle Explosionszeichnung des Separationsteils der erfindungsgemäßen
Vorrichtung.
Fig. 2b) Eine Zusammenstellung des Separationsteils der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Fig. 3a) Eine partielle Explosionszeichnung des Rückführungssystems für Lebensmittel.
Fig. 3b) Längsschnitt des rückführenden Teils der Erfindung während eines Dosiervorgangs.
Fig. 3c) Längsschnitt des rückführenden Teils der Erfindung während des Rückführungsvorgangs.
Fig 4) Schematische Zusammenstellung von Fig. 1, 2 und 3
[0012] Jener Teil der erfindungsgemäßen Vorrichtung, welcher für die Separierung und Abscheidung
der Gesamtvorrichtung bzw. einer Dosier- oder Verpackungsanlage zuständig ist, beinhaltet
einen Vakuumverdichter, welcher platzsparend und vorteilhaft in vertikaler Einbaurichtung
angebracht ist und das Gesamtsystem mit einem Vakuum bzw. Unterdruck beaufschlagt.
Alternativ kann die Einbaurichtung aber auch horizontal sein, oder bei entsprechender
Einrichtung an ein Zentralvakuumnetz angeschlossen werden. Zu der bevorzugten Ausgestaltungsform
des Vakuumverdichters gehört beispielsweise eine sogenannte Venturidüse. Das Prinzip
der Venturidüse ist dadurch charakterisiert, dass durch ein glattes, in der Mitte
verengtes Rohrstück ein gasförmiges oder flüssiges Medium strömt und an der verengten
Stelle der dynamische Druck maximal wird. Durch die besondere Geometrie der Düse,
bei welcher zwei gegeneinander gerichtete Kone an der verengten Stelle zusammentreffen
und sich dort ebenfalls ein Abnahmerohr befindet, steigt die Geschwindigkeit des Strömungsmediums
im Verhältnis der Querschnitte. Durch den sinkenden Druck am Abnahmerohr entsteht
ein Differenzialdruck, welcher zum Ansaugen von Flüssigkeiten oder Gasen verwendet
werden kann.
[0013] Nun wird der Vakuumverdichter, beispielsweise also eine Venturidüse, so verbaut,
dass auf einer Seite des Verdichters ein Schalldämpfer
8 zur Geräuschdämmung montiert sein kann und der Vakuumerzeuger
7 auf der anderen Seite mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung luftdicht verbunden ist
und somit das System mit Vakuum bzw. Unterdruck beaufschlagt wird.
[0014] Zur Kontrolle und zur einfacheren Fehlersuche im Fehlerfall wird zwischen dem Vakuumverdichter
und der Anlage ein Vakuummeter
6 zwischengeschaltet, welches über den aktuellen Druck zwischen dem Verdichter und
der Anlage kontinuierlich Aufschluss gibt. Dies ist insofern vorteilhaft, da das Vakuummeter
6 über Undichte und Funktionsfähigkeit des Vakuumverdichters Aufschluss gibt und im
Fehlerfall sehr einfach ein Fehler am Vakuumverdichter bzw. der Systemdichtheit gefunden
werden kann.
[0015] In der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dem Vakuummeter
6 ein Behälter
11 nachgeschaltet, welcher für das Auffangen des zu separierenden Mediums dient.
[0016] Dieser Behälter
11 ist am besten so ausgestaltet, dass es einer zylindrischen Mantelfläche ähnelnd und
an der quasi fehlenden Grund- und Deckfläche luftdicht an jeweils eine entsprechend
abgedichtete, idealerweise metallische Grund- und Deckfläche montiert wird. Die Grund-
und Deckfläche werden mittels einer längs des Behälters
11 befindlichen Montagesäule so befestigt, dass sie mit der zylindrischen Mantelfläche
einen Zylinder beschreiben, welcher die Höhe der Montagesäule aufweist.
[0017] Die Grundfläche weist eine Bohrung auf, in welche beispielsweise ein Kugelhahn
9 eingesetzt werden kann, der natürlich ebenfalls luft- und flüssigkeitsdicht ausgeführt
ist. Dieser Kugelhahn
9 ermöglicht es, im Bedarfsfall den Behälter
11 sauber und ohne ein komplettes Zerlegen der Vorrichtung zu entleeren.
[0018] Auf der Deckfläche befindet sich ein Anschluss, welcher über das Vakuummeter
6 zum Vakuumverdichter führt, und eine Anschlussmöglichkeit
10 für den Anschlussschlauch, welcher nötig ist, um das Gesamtsystem mit Vakuum bzw.
Unterdruck zu beaufschlagen.
[0019] Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann beispielsweise mittels einer Schraubverbindung
fixiert sein, welche die Grund- und Deckfläche mit der Montagesäule verbindet. Aufgrund
dieser vorteilhaften Befestigung und der vorteilhaften Ausgestaltungsform der Schraubverbindung,
welche als Rändelschraube, Flügelmutter oder Ähnlichem ausgeführt werden kann, wird
der komplette Separationsteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung ohne Werkzeug zerlegt
und gewartet bzw. gereinigt. Aus der Praxis ist bekannt, dass in lebensmittelverarbeitenden
Betrieben diese Wartung bzw. Reinigung mindestens einmal täglich durchzuführen ist.
Durch diese Wartungsintervalle und die Tatsache, dass diese Maschinen bei jeder Änderung
des Beschickungsgutes ebenfalls einer Reinigung unterzogen werden müssen, kann das
Potential der einfachen Zerlegbarkeit ohne Werkzeuge dauerhaft genutzt werden.
[0020] Von der bereits beschriebenen Anschlussmöglichkeit
10 an der Deckfläche führt ein lebensmittelgerechter Schlauch von der Separationseinrichtung
zum vorgeschalteten Rückführungssystem für liquide Bestandteile des Dosier- bzw. Verpackungsvorgangs.
[0021] Der grundsätzliche Aufbau des Rückführungssystems besitzt einen Antriebszylinder
12, welcher in vertikaler Hubrichtung montiert und am oberen Ende des Rückführungsystems
platziert ist. Dieser Antriebszylinder
12 kann beispielsweise als Kolbenantrieb oder elektromechanischer Zylinder ausgeführt
werden und ist in seiner vertikalen Hubrichtung mit dem Rückführungszylinder
19 über einen Verbindungsflansch luftdicht verbunden.
[0022] Der Rückführungszylinder
19 beinhaltet nun mehrere Einzelelemente, welche für die Durchführung der Rückführung
zwingend notwendig sind. So befindet sich im Inneren des Rückführungszylinders
19 ein Kolben
22, welcher ebenfalls vertikal entlang des Rückführungszylinders
19 linear beweglich ist und über eine Nut
20 verfügt. Mit diesem Kolben
22 ist außerdem ein Verschlusskolben
16 verbunden, welcher aufgrund der formschlüssigen Verbindung zwischen dem Kolben
22 und dem Verschlusskolben
16 die Hubbewegungen des Kolbens
22 ebenfalls ohne Zeitverzögerung ausführt.
[0023] Am unteren Ende dieses Verschlusskolbens
16 ist ein Schlussstück
21 montiert, welches vorzugsweise die Form eines Kegelstumpfes hat und die Deckfläche
des Kegelstumpfes mit dem Ende des Verschlusskolbens
16 ebenfalls formschlüssig verbindet. Am Rückführungszylinder
19 der erfindungsgemäßen Vorrichtung befinden sich überdies jene Anschlüsse, die mit
der Dosier- bzw. Verpackungsmaschinerie
18 und dem Abscheidesystem
15 verbunden sind. Der Verschlusskolben
16 ist während des ordnungsgemäßen Betriebs des Rückführungssystems in einen Verschluss
eingesetzt, in welchem er aufgrund des Antriebszylinders
12 in vertikaler Hubrichtung bewegt wird.
[0024] Für den Betrieb der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es nötig, dass alle erfindungsgemäßen
Komponenten luft- bzw. flüssigkeitsdicht miteinander verbunden sind. So wird der Anschlussflansch
1, welcher sich auf dem Verbindungsstück (Fig. 1) befindet, an ein Dosier- bzw. an ein
Verpackungssystem angeschlossen. Dieses Verbindungsstück beinhaltet mehrere Dichtungen
2 und 5, welche ein luft- und flüssigkeitsdichtes Anflanschen an den vorgeschalteten Dosier-
bzw. Verpackungssystemen ermöglichen.
[0025] Durch die Ausgestaltung dieses Anschlusses wird in vertikaler Richtung beispielsweise
ein Siebeinsatz
3 eingebaut, welcher mittels Flanschdichtung
4 mit dem Verbindungsflansch
1 eine nach außen luft- und flüssigkeitsdichte Verbindung eingeht. Dieser Siebeinsatz
3 ist hauptverantwortlich dafür, dass die nicht liquiden Bestandteile der jeweiligen
Lebensmittel mechanisch vom erfindungsgemäßen System getrennt werden.
[0026] Das Anschlussstück (Fig. 1) wird für den Betrieb des Systems beispielsweise an eine
Dosiereinheit oder eine Verpackungseinheit angeschlossen, und durch die nach außen
luftdichte Verbindung zum Vakuumerzeuger
7 wird das Lebensmittel, welches der Dosier- oder Verpackungseinheit zugeführt wird,
mit einem Unterdruck beaufschlagt. Dieser Unterdruck hat zur Folge, dass das Lebensmittel
in die entsprechende Dosierkammer oder Verpackungskammer gesaugt wird und entsprechend
der jeweiligen Maschine verarbeitet werden kann.
[0027] Grundsätzlich sollte darauf geachtet werden, dass der Wirkungsgrad der vorgeschalteten
Anlagen möglichst hoch ist, sodass sich am schon beschriebenen Siebeinsatz
3 tatsächlich nur jene liquiden Bestandteile der Lebensmittel absondern, die nicht
in die Verarbeitung einbezogen werden.
[0028] Durch die Bauweise des Siebeinsatzes
3 werden die liquiden Anteile, welche beispielsweise aus ungebundenen oder lose anhaftenden
Saucen und Mayonnaisen bestehen, durch das Anschlussteil in eine entsprechende lebensmittelkonforme
Schlauchleitung gesaugt. Am anderen Ende dieser Schlauchleitung befindet sich nun
der Anschluss
18 an das Rückführungssystem, und die liquiden Anteile des Beschickungsgutes werden
über den beaufschlagten Unterdruck in das Rückführungssystem gesaugt. Nun hat der
bereits beschriebene Verschlusskolben
16, welcher sich im Inneren des Rückführungszylinders
19 befindet, eine Nut
20, über welche sich der Unterdruck bei der in Fig. 3b ersichtlichen Antriebszylinderstellung
ausbreiten kann und die liquiden Anteile in das Rückführungssystem saugt. Die so in
das Rückführungssystem gebrachten Lebensmittel sammeln sich unter dem Verschlusskolben
16 in einem Reservoir
17 im Verschluss des Rückführungssystems. Da der Antriebszylinder
12 nach Möglichkeit mit den vorgeschalteten Dosier- bzw. Verpackungseinheiten synchronisiert
wird, wird mit jedem Takt der Dosier- bzw. Verpackungseinheit die durch den Unterdruck
im Rückführungssystem befindlichen liquiden Anteile mittels einer Hubbewegung des
Antriebszylinders
12 für die Beförderung in Förderrichtung des Rückführungssystems freigegeben. Hilfreich
hierbei ist das formschlüssig mit dem Verschlusskolben
16 verbundene kegelstumpfförmige Schlussstück
21, das jeweils die Anschlüsse
15 und 18 schließt bzw. wieder öffnet. (Fig. 3b und 3c). Wie ebenfalls in der Fig. 3c ersichtlich,
ist der Unterdruckstrom, welcher in Fig. 3b ersichtlich ist, durch diese Stellung
des Verschlusskolbens
16 ebenfalls unterbrochen. Durch die Synchronisierung des Antriebszylinders
12, welche vorzugsweise mit einer speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS) realisiert
wird, kann dieses Unterbrechen des Unterdruckstroms mithilfe des Verschlusskolbens
16 so in den Gesamtprozess eingebaut werden, dass genau bei dieser Verschlusskolbenstellung
beispielsweise der Dosier- bzw. Verpackungsvorgang selbst vonstattengeht. Durch die
Tatsache, dass bei einigen Vorgängen der vorgeschalteten Anlagenteile permanentes
Vakuum bzw. permanenter Unterdruck für die Weiterverarbeitung der Lebensmittel nicht
zu präferieren ist, wird mit dieser Strömungsunterbrechung trotz des anliegenden Vakuums
bzw. Unterdruckstroms ein Zeitfenster geschaffen, in welchem der Dosier- bzw. Verpackungsvorgang
vonstattengehen kann.
[0029] Gleichzeitig mit diesem Unterbrechen des Unterdruckstroms wird durch den Luftanschluss
14 gefilterte Druckluft in das System eingebracht, wobei eine alternative Ausführungsform
beispielsweise auch über eine eigene Kolbenpumpe ausgeführt werden kann. Durch die
Luftkanäle, welche im Verschlusskolben
16 eingearbeitet sind, wird das rückzuführende Lebensmittel in die richtige Förderrichtung
gebracht. Mithilfe dieser am Luftanschluss
14 eingebrachten, gefilterten Druckluft wird das rückzuführende Lebensmittel dem ursprünglichen
Vorratsbehälter für das jeweilige Lebensmittel zugeführt. Durch die im Verschlusskolben
16 eingearbeiteten Luftkanäle werden eingeschlossene Luftpolster bzw. Vakuumeffekte
mit dämpfendem Charakter unterbunden.
[0030] Nun kann es durch das Vakuum bzw. den Unterdruck vorkommen, dass sich Partikel des
liquiden Lebensmittels, welche eigentlich über das Rückführungssystem an den Vorratsbehälter
der Gesamtanlage hätten befördert werden sollen, eben nicht dort befinden, sondern
aufgrund des Vakuums bzw. des Unterdrucks in Richtung des Vakuumerzeugers
7 weiterbefördert wurden.
[0031] Wie bereits beschrieben, wird das Rückführungssystem zum einen an den Vorratsbehälter
und zum anderen an das Abscheidesystem der erfindungsgemäßen Vorrichtung gekoppelt.
[0032] Da es vorkommen kann, dass sich die liquiden Lebensmittel nicht im dafür vorgesehenen
Reservoir
17 des Rückführungssystems absetzen und so dem Vorratsbehälter zugeführt werden können,
wird das Rückführungssystem dem Abscheider vorgeschaltet. Dies hat zur Folge, dass
die besagten, nicht durch das Rückführungssystem erfassten liquiden Lebensmittel sich
im Behälter
11 des Abscheiders sammeln und das Risiko eines Schadens am Vakuumerzeuger
7 somit minimiert ist.
[0033] Durch die regelmäßige Entleerung dieses Abscheidesystems ist ebenfalls gewährleistet,
dass die überflüssigen Lebensmittelpartikel nicht in den Vakuumerzeuger
7 gelangen und diesen verunreinigen bzw. Grundlage für Bakterien schaffen. Aufgrund
der Ausgestaltung des Vakuumerzeugers
7 als Venturidüse wird dieses Risiko ebenfalls minimiert.
[0034] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zeigt diesbezüglich ein immenses Potential an Kostenreduktion
in lebensmittelverarbeitenden Betrieben, da das separierte und in den Vorratsbehälter
rückgeleitete liquide Lebensmittel dem Arbeitsprozess wieder zugeführt werden kann
und nicht gänzlich entsorgt werden muss. Durch diese Maßnahme spart der verarbeitende
Betrieb an Rohstoffkosten und durch die Integrität der erfindungsgemäßen Vorrichtung
kann diese in bereits bestehende Anlagen integriert werden.
Bezugszeichenliste:
[0035]
- 1)
- Anschlussflansch
- 2)
- Siebdichtung
- 3)
- Siebeinsatz
- 4)
- Flanschdichtung
- 5)
- Verbindungsflansch
- 6)
- Vakuummeter
- 7)
- Vakuumerzeuger
- 8)
- Schalldämpfer
- 9)
- Kugelhahn
- 10)
- Anschluss an das Rückführungssystem
- 11)
- Behälter
- 12)
- Antriebszylinder
- 13)
- Verbindungsflansch
- 14)
- Luftanschluss
- 15)
- Anschluss an Abscheider
- 16)
- Verschlusskolben
- 17)
- Reservoir
- 18)
- Anschluss an ein Dosier bzw. Verpackungssystem
- 19)
- Rückführungszylinder
- 20)
- Nuten
- 21)
- Schlussstück
- 22)
- Kolben
- 23)
- Anschluss an einen Vorratsbehälter
1. Vorrichtung zum Abscheiden und Rückführen von Bestandteilen, welche bei der Verarbeitung
von Lebensmitteln nicht einer Weiterverarbeitung zugeführt werden können, beinhaltend
zumindest:
- einen rückführenden Vorrichtungsteil, welcher ungebundene und lose anhaftende Bestandteile
in einen Vorratsbehälter rückführt oder einem abscheidenden Vorrichtungsteil zuführt
und mindestens folgende Komponenten beinhaltet:
o einen Rückführungszylinder (19), welcher mindestens einen Luftanschluss (14) integriert
hat und mindestens einen Verschlusskolben (16) beinhaltet, wobei der Rückführungszylinder
(19) mit mindestens einem Verbindungsflansch (13) luftdicht mit einem Antriebszylinder
(12) verbunden ist, welcher einen Kolben (22), der mit einem Verschlusskolben (16)
verbunden ist, in eine vertikale Hubbewegung versetzt und ungebundene und lose anhaftende
Bestandteile von Lebensmitteln über mindestens einen Anschluss (15) an den abscheidenden
Vorrichtungsteil bzw. über einen anderen Anschluss (18) an einen Vorratsbehälter überführt.
- einen abscheidenden Vorrichtungsteil, welcher darüberhinaus liquide Bestandteile,
die nicht dem Vorratsbehälter zugeführt werden, absondert und mindestens folgenden
Komponenten aufweist:
o einen oder mehrere Vakuumerzeuger (7), der über ein Vakuummeter (6), mit einem Behälter
(11) luftdicht verbunden ist und über einen Anschlussschlauch (10) an den rückführenden
Vorrichtungsteil, wobei die liquiden Bestandteile über einen Auslasshahn (9) aus dem
Behälter (11) abgelassen werden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Vakuumerzeuger (7) ein konstantes Vakuum bzw. einen Unterdruck erzeugt, welcher
das System über entsprechend luftdichte Leitungen mit einem Unterdruck beaufschlagt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (11), in dem sich die nicht verarbeiteten Lebensmittel sammeln, so ausgeführt
ist, dass er luftdicht und transparent ist, um den Füllstand optisch einsehen zu können.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebszylinder (12) den rückführenden Vorrichtungsteil betreibt und mit allen
vorgeschalteten Vorrichtungen taktsynchronisiert ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschlusskolben (16) mit einer Nut (20) so ausgestaltet ist, dass bei einer
taktsynchronen Hubbewegung des Antriebszylinders (12) eine Entlüftung der im Rückführungszylinder
(19) befindlichen Luft über den Lufteinlass (14) gewährleistet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlussverbindungen (10, 15 und 18) aller Komponenten so ausgeführt sind, dass
sie eine luftdichte Verbindung ermöglichen und somit das Gesamtsystem luftdicht geschlossen
und überdies so robust ausgeführt ist, dass das Gesamtsystem den Druckverhältnissen
mechanisch standhält.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass alle Anschlussverbindungen (10, 15 und 18) so ausgeführt sind, dass ein einfaches
Zerlegen zur Wartung und Reinigung ohne zusätzliches Spezialwerkzeug sichergestellt
ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Material aller Komponenten so ausgeführt ist, dass den geltenden Hygienevorschriften
in lebensmittelverarbeitenden Betrieben entsprochen wird.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung so ausgeführt ist, dass eine funktionelle Befestigung an entsprechenden
Dosier- bzw. Verpackungssystemen jeglicher Bauart gegeben ist.
1. A device for separating and returning constituents, which cannot be fed to further
processing during the processing of foodstuffs, containing at least:
- a returning device part, which returns free and loosely adhering constituents to
a storage container or feeds the same to a separating device part and contains at
least the following components:
∘ a return cylinder (19), which has integrated at least one air connection (14) and
contains at least one closure piston (16), wherein the return cylinder (19) is connected
in an airtight manner using at least one connecting flange (13) to a drive cylinder
(12), which moves a piston (22), which is connected to a closure piston (16), in a
vertical stroke movement and transports free and loosely adhering constituents of
foodstuffs via at least one connection (15) to the separating device party or via
a different connection (18) to a storage container.
- a separating device part, which furthermore separates liquid constituents, which
are not fed to the storage container, and has at least the following components:
∘ one or a plurality of vacuum generators (7), which is connected in an airtight manner
to a container (11) via a vacuum meter (6) and via a connecting hose (10) to the returning
device part, wherein the liquid constituents are drained out of the container (11)
via an outlet tap (9).
2. The device according to Claim 1, characterised in that the vacuum generator (7) generates a constant vacuum or an underpressure, which loads
the system with an underpressure via correspondingly airtight lines.
3. The device according to Claims 1 and 2, characterised in that the container (11), in which the unprocessed foodstuffs collect, is realised in such
a manner that it is airtight and transparent, in order to be able to optically see
the fill level.
4. The device according to Claims 1 to 3, characterised in that the drive cylinder (12) operates the returning device part and is clock-synchronised
with all upstream-connected devices.
5. The device according to Claims 1 to 4, characterised in that the closure piston (16) is shaped with a groove (20) in such a manner that in the
case of a clock-synchronous stroke movement of the drive cylinder (12), an evacuation
of the air located in the return cylinder (19) via the air inlet (14) is ensured.
6. The device according to Claims 1 to 5, characterised in that the connections (10, 15 and 18) of all components are realised in such a manner that
the same enable an airtight connection and thus the overall system is closed in an
airtight manner and furthermore is realised so robustly that the overall system mechanically
withstands the pressure conditions.
7. The device according to Claims 1 to 6, characterised in that all connections (10, 15, 18) are realised in such a manner that simple dismantling
for maintenance and cleaning is ensured without an additional special tool.
8. The device according to Claims 1 to 7, characterised in that the material of all components is realised in such a manner that the applicable hygiene
regulations in foodstuff-processing businesses are complied with.
9. The device according to Claims 1 to 8, characterised in that the device is realised in such a manner that a functional fastening to corresponding
dosing or packaging systems of any design is possible.
1. Dispositif de tri et de refoulement de composantes qui, lors de la transformation
d'aliments, ne peuvent pas être acheminées vers un traitement ultérieur, comprenant
au moins :
- un élément de dispositif de refoulement qui refoule les composantes non liées et
adhérant en vrac dans une cuve de réserve ou les achemine dans un élément de dispositif
de tri et comprend au moins les composants suivants :
• un cylindre de refoulement (19) où est intégré au moins un raccord pneumatique (14)
et comportant au moins un piston obturateur (16), le cylindre de refoulement (19)
étant relié de manière étanche à l'air par au moins une bride de connexion (13) à
un cylindre d'entraînement (12) qui amène un piston (22) qui est relié à un piston
obturateur (16) à exécuter un mouvement de levage vertical et transfère les composantes
d'aliments non liées et adhérant en vrac via au moins un raccordement (15) à l'élément
de dispositif de tri ou via un autre raccordement (18) à une cuve de réserve,
- un élément de dispositif de tri qui trie en outre les composantes liquides qui ne
sont pas acheminées vers la cuve de réserve et présente au moins les composants suivants
:
• un ou plusieurs générateurs de vide (7) qui sont reliés de manière étanche à l'air
via un vacuomètre (6) à une cuve (11) et via un tuyau de raccordement (10) à l'élément
de dispositif de refoulement, les composantes liquides étant évacuées de la cuve (11)
par un robinet d'évacuation (9).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le générateur de vide (7) génère un vide constant ou une dépression qui sollicite
le système avec une dépression via des conduites étanches à l'air en conséquence.
3. Dispositif selon les revendications 1 et 2, caractérisé en ce que la cuve (11) dans laquelle les aliments non transformés se regroupent est réalisée
de manière à ce qu'elle soit étanche à l'air et transparente afin de pouvoir consulter
visuellement le niveau de remplissage.
4. Dispositif selon les revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le cylindre d'entraînement (12) actionne l'élément de dispositif de refoulement et
est synchronisé au niveau cadence à tous les dispositifs installés en amont.
5. Dispositif selon les revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le piston obturateur (16) est pourvu d'une gorge (20) de manière à ce que, lors d'un
mouvement de levage à cadence synchronisée du cylindre d'entraînement (12), une purge
de l'air se trouvant dans le cylindre de refoulement (19) par l'arrivée d'air (14)
soit garantie.
6. Dispositif selon les revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les raccords (10, 15 et 18) de toutes les composantes sont réalisés de manière à
permettre une connexion étanche à l'air et ainsi que le système soit fermé de manière
étanche à l'air et de surcroît assez robuste pour que l'ensemble du système résiste
mécaniquement aux conditions de pression.
7. Dispositif selon les revendications 1 à 6, caractérisé en ce que tous les raccords (10, 15 et 18) sont réalisés de manière à garantir un démontage
facile sans outil spécial supplémentaire pour l'entretien et le nettoyage.
8. Dispositif selon les revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le matériau de tous les composants est conçu pour répondre aux règles d'hygiène en
vigueur dans les entreprises transformant des produits alimentaires.
9. Dispositif selon les revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le dispositif est réalisé de manière à permettre une fixation fonctionnelle à des
systèmes de dosage ou d'emballage correspondants de tous types.