[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bewegen einer Warenbahn mit durch zumindest
eine Antriebseinheit antreibbaren Fördermitteln.
[0002] Weiterhin betrifft die Erfindung eine Steuerung und eine Maschine mit zumindest einer
Antriebseinheit und mit durch die zumindest eine Antriebseinheit antreibbaren Fördermitteln.
Weiter betrifft die Erfindung ein Computerprogramm und ein Computerprogrammprodukt.
[0003] Ein derartiges Verfahren und derartige Vorrichtungen kommen insbesondere dort zum
Einsatz, wo Maschinen durchlaufende Warenbahnen mittels elektrisch angetriebener Walzen
und Zylinder bewegen. Diese Zylinder und Walzen haben vor allem bei papier-, folien-
und stahlverarbeitenden Maschinen große, von der Menge des aufgewickelten Materials
abhängige Massenträgheiten, so dass die Zeit zum Beschleunigen und Abbremsen im Bereich
von mehreren Minuten liegen kann. Um die Zeiten mit Produktion zu verlängern, ist
es sinnvoll die kürzest möglichen Rampenzeiten zum Beschleunigen und Abbremsen zu
verwenden. Diese Rampenzeit hängt hauptsächlich von den Faktoren Reibung und Massenträgheit
ab. Die Massenträgheit ist vor allem bei Wicklern (Auf- und Abwicklern) stark von
der Menge des aufgewickelten Materials abhängig. Die Beschleunigungs- und Abbremswerte
wurden bisher auf jeweils einen solchen Wert eingestellt, dass die Maschine elektrisch
und mechanisch nicht überlastet wird.
[0004] Aus der
US 4 519 039 A ist eine programmierbare Steuerung bekannt, mittels welcher eine Kalibration zwischen
aufeinanderfolgenden Aufwickel- und Abwickelvorgängen eines Bandes sowie eine automatische
Erzeugung eines Strom-Referenzwertes für eine Steuerung eines Motors einer Auf- bzw.
Abwickelwalze in Echtzeit ermöglicht wird. Hierzu umfasst die Steuerung eine Recheneinheit
zur Ermittlung des Walzendurchmessers und eine Kompensation einer Abweichung der Bandgeschwindigkeit
und eine Trägheitskompensation.
[0005] EP 1 958 905 A2 beschreibt weiter ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Kompensation von Reibung
in einer Wickelmaschine. Ferner wird in
EP 1 958 905 A2 ein Steuerungsverfahren zur Reibkompensation in einer Wickelmaschine offenbart.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Zeiten zum Beschleunigen und Abbremsen
einer Warenbahn durch vorhandene Antriebe zu verringern bzw. bei gleichen zeitlichen
Anforderungen Antriebe mit geringeren Leistungs- und Drehmomentgrenzen verwenden zu
können.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren zum Bewegen einer Warenbahn
mit durch zumindest eine Antriebseinheit antreibbaren Fördermitteln nach den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst.
[0008] Diese Aufgabe wird weiter gelöst durch eine Steuerung gemäß Anspruch 8, eine Maschine
gemäß Anspruch 9, ein Computerprogramm gemäß Anspruch 10 und ein Computerprogrammprodukt
gemäß Anspruch 11.
[0009] Das Verfahren kann insbesondere bei papier-, folien- bzw. stahlverarbeitenden Maschinen
eingesetzt werden, bei welchen durchlaufende Warenbahnen mittels elektrisch antreibbaren
Fördermitteln bewegt werden. Diese Fördermittel können beispielsweise als Walzen,
Zylinder, Förderbänder oder dergleichen ausgeführt sein und können zusammen mit den
damit bewegten Warenbahnen eine große Massenträgheit aufweisen. Der Vorteil des Verfahrens
gemäß der vorliegenden Erfindung ist die Möglichkeit, die Bewegung einer Warenbahn
schnell verändern zu können. Insbesondere bei der Beschleunigung einer Warenbahn erlaubt
das Verfahren eine drehmoment- und leistungsoptimale Bewegung. Dies ist auch dann
möglich, wenn sich die Massenträgheit der Fördermittel oder der Warenbahn ändert,
beispielsweise durch Aufwickeln der Warenbahn auf die Fördermittel. Dabei wird der
Begriff der Beschleunigung als positive bzw. negative Geschwindigkeitsänderung verstanden,
so dass die Geschwindigkeit während einer Beschleunigung betragsmäßig größer oder
kleiner werden kann.
[0010] Gemäß dem vorliegenden Verfahren werden bei der Beschleunigung, einer Warenbahn zwei
Fälle unterschieden. Der Unterscheidung liegt dabei die Tatsache zugrunde, dass insbesondere
bei elektrischen Antrieben bei einer geringen Geschwindigkeit oder Drehzahl das Drehmoment
die begrenzende Größe der Beschleunigung ist. D.h. bei geringer Drehzahl oder Geschwindigkeit
kann eine Antriebseinheit vergleichsweise großes Drehmoment zur Verfügung stellen,
wohingegen die Leistung der Antriebseinheit vergleichsweise gering ist und proportional
zur Geschwindigkeit oder Drehzahl wächst. Für größere Geschwindigkeiten oder Drehzahlen
ist jedoch die Leistung der Antriebseinheit die begrenzende Größe der Beschleunigung.
In diesem Fall kann die Antriebseinheit eine vergleichsweise große Leistung zur Verfügung
stellen, wobei sich das Drehmoment für zunehmende Geschwindigkeiten oder Drehzahlen
verringert.
[0011] Erfindungsgemäß kann nun ein Drehmoment und eine Leistung vorgegeben werden, andernfalls
können hinterlegte Werte verwendet werden. Für die Beschleunigung der Fördermittel
und der Warenbahn benötigt die zumindest eine Antriebseinheit ein gewisses Drehmoment
und eine gewisse Leistung. Das Verfahren sieht nun vor, die Fördermittel mit dem vorgebbaren
Drehmoment zu beschleunigen, falls die dafür benötigte Leistung kleiner als die vorgebbare
Leistung ist. Falls das für die Beschleunigung benötigte Drehmoment betragsmäßig kleiner
als das vorgebbare Drehmoment ist, werden die Fördermittel mit der vorgebbaren Leistung
beschleunigt. Dabei kann es bei realen Antrieben zu kurzzeitigen Überschwingern kommen,
während denen ein größeres Drehmoment als das vorgebbare Drehmoment bzw. eine höhere
Leistung als die vorgebbare Leistung zur Verfügung gestellt wird. Im Vergleich zu
den bekannten Lösungen wird weniger Zeit für das Hoch- bzw. Herunterfahren einer Maschine
mit durchlaufenden Warenbahnen benötigt, und es ergibt sich also eine zumindest nahezu
optimale Rampenzeit, während der die Fördermittel beschleunigt werden. Dabei wird
die Beschleunigung bewerkstelligt durch die Antriebseinheit, welcher entsprechende
Strom-Sollwerte vorgegeben werden. Der Vorgabe der Strom-Sollwerte können weitere
Schritte vorgeschalten sein, wie zum Beispiel eine Vorgabe von erwünschten Rampenzeiten.
Das Verfahren sieht weiterhin vor, den Beschleunigungsvorgang zu beenden, sobald eine
gewünschte Bewegung bzw. Geschwindigkeit der Warenbahn erreicht wurde. Dies kann insbesondere
der Hochlauf der Warenbahn bis zu einer gewissen Geschwindigkeit oder der vollständige
Stillstand der Warenbahn sein.
[0012] Für den Fall einer nachträglich erweiterbaren Maschine oder um anderen Gegebenheiten
Rechnung zu tragen, kann die vorgebbare Leistung beispielsweise ein bestimmter Prozentsatz
der Nennleistung der zumindest einen Antriebseinheit und das vorgebbare Drehmoment
beispielsweise ein bestimmter Prozentsatz des Nenndrehmoments der zumindest einen
Antriebseinheit sein.
[0013] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens ist das vorgebbare Drehmoment
der zumindest einen Antriebseinheit das Nenndrehmoment der zumindest einen Antriebseinheit
und die vorgebbare Leistung die Nennleistung der zumindest einen Antriebseinheit.
Das Verwenden des Nenndrehmoments bzw. der Nennleistung der zumindest einen Antriebseinheit
erlaubt dabei die schnellstmögliche Beschleunigung der Fördermittel. So werden die
Fördermittel - z. B. ausgehend vom Stillstand - unter Verwendung des Nenndrehmoments
beschleunigt, bis jene Geschwindigkeit oder Drehzahl erreicht wird, für welche die
Antriebseinheit die Nennleistung benötigt. Ab dieser Drehzahl kann die Beschleunigung
der Fördermittel unter Verwendung der Nennleistung fortgeführt werden, wobei das Drehmoment
mit zunehmender Geschwindigkeit oder Drehzahl verringert wird. Schließlich wird der
Beschleunigungsvorgang beendet, sobald die gewünschte Bewegung der Warenbahn erreicht
wurde. Wird die Warenbahn bewegt und ist ein Abbremsen gewünscht, so wird diese als
Abbremsen ausgeführte Beschleunigung der Warenbahn unter Verwendung der Nennleistung
der zumindest einen Antriebseinheit erreicht, sofern das dafür benötigte Drehmoment
betragsmäßig kleiner als das Nenndrehmoment ist. Für diesen Fall wird die Warenbahn
durch die zumindest eine Antriebseinheit unter Verwendung der Nennleistung soweit
abgebremst, bis das dafür benötigte Drehmoment betragsmäßig gleich dem Nenndrehmoment
der zumindest einen Antriebseinheit ist. Anschließend wird die Warenbahn mit dem Nenndrehmoment
der Antriebseinheit weiter gebremst, wobei die Bremsleistung nun kleiner als die Nennleistung
der zumindest einen Antriebseinheit ist. Insgesamt ergibt sich somit eine nahezu optimale
Rampenzeit, während der die Fördermittel beschleunigt werden und während der die zumindest
eine Antriebseinheit die jeweils maximal mögliche Beschleunigung bewirkt. Folglich
wird also weniger Zeit für das Hoch- bzw. Herunterfahren einer Maschine mit durchlaufenden
Warenbahnen benötigt.
[0014] Die zumindest eine Antriebseinheit kann beispielsweise der Gestalt sein, dass zumindest
ein Gleichrichter, welcher eine Wechselspannung des Versorgungsnetzes in eine Zwischenkreisspannung
gleichrichtet, zumindest ein Zwischenkreiskondensator und zumindest ein Wechselrichter,
welcher die Zwischenkreisspannung in eine Wechselspannung veränderlicher Frequenz
wechselrichtet, vorgesehen sind. Werden ein Gleichrichter und mehrere Wechselrichter
verwendet, können die Wechselrichter eine größere Gesamtleistung haben als der Gleichrichter,
so dass die Leistung der zumindest einen Antriebseinheit durch den Gleichrichter begrenzt
wird. Für diesen Fall ist die Nennleistung der zumindest einen Antriebseinheit durch
die Nennleistung des Gleichrichters gegeben. Denkbar ist auch der Einsatz von Motoren
in der zumindest einen Antriebseinheit, die ein geringeres oder ein größeres Nenndrehmoment
aufweisen als jenes, welches die Einheit aus Gleichrichter, Zwischenkreiskondensatoren
und Wechselrichter bewerkstelligen kann. Das Nenndrehmoment der zumindest einen Antriebseinheit
ist dann Unterberücksichtigung des schwächsten Glieds der zumindest einen Antriebseinheit
zu bestimmen.
[0015] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens weist das Verfahren
die folgenden weiteren Verfahrensschritte auf:
- Ermitteln von Istwerten des Drehmoments und der Leistung, welche die zumindest eine
Antriebseinheit zum Beschleunigen der Fördermittel verwendet,
- Anpassen der Strom-Sollwerte, welche an die Antriebseinheit vorgegeben werden, falls
der Istwert des Drehmoments betragsmäßig kleiner als das vorgebbare Drehmoment bzw.
der Istwert der ermittelten Leistung kleiner als die vorgebbare Leistung ist.
[0016] Durch die Ermittlung der Istwerte des Drehmoments und der Leistung und deren Vergleich
mit den vorgebbaren Werten für Drehmoment und Leistung kann eine Kontrolle und eine
Rücckopplung des Verfahrens derart durchgeführt werden, dass die Strom-Sollwerte für
die Antriebseinheit ggf. korrigiert und angepasst werden. Dabei können die Istwerte
des Drehmoments und der Leistung der zumindest einen Antriebseinheit insbesondere
von einem Umrichter, der von der zumindest einen Antriebseinheit umfasst wird, ermittelt
werden.
[0017] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens wird die Beschleunigung
der Fördermittel als Abbremsung der Bewegung der Warenbahn ausgeführt und die zumindest
eine Antriebseinheit wird generatorisch betrieben. Weil das Verfahren insbesondere
bei Maschinen mit großen Massenträgheiten eingesetzt werden kann, ist der generatorische
Betrieb einer Antriebseinheit der Maschine im Hinblick auf Umweltschutz, Energieeinsparung
und Kostenreduktion besonders interessant. Denn beim Abbremsen der Fördermittel kann
deren kinetische Energie durch die zumindest eine Antriebseinheit in Form von elektrischer
Energie in das Stromnetz zurückgespeist werden. Insgesamt verbraucht die Maschine
somit weniger Energie, was gleichbedeutend mit einer Kostenreduktion und verbessertem
Umweltschutz ist.
[0018] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens wird die Beschleunigung
der Fördermittel als Abbremsung der Bewegung der Warenbahn ausgeführt und die Bewegung
der Warenbahn wird zusätzlich mittels einer Bremse abgebremst. Durch die Verwendung
einer Bremse kann eine größere Beschleunigung der Fördermittel erreicht werden, was
in einer erhöhten Produktivität der Maschine resultiert, da die Zeit zum Abbremsen
der Maschine bis zu einer gewünschten Bewegung reduziert werden kann. Folglich können
die Kosten weiter reduziert werden.
[0019] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens weist das Verfahren
die folgenden weiteren Verfahrensschritte auf:
- Ab- bzw. Aufwickeln der Warenbahn von einem bzw. auf einen Wickelzylinder, welcher
von den Fördermitteln umfasst ist und welcher durch die zumindest eine Antriebseinheit
antreibbar ist,
- Erfassen einer Warenwickeldicke der auf dem Wickelzylinder gewickelten Warenbahn,
- Speichern des zum Beschleunigen der Fördermittel benötigten Drehmoments, der zum Beschleunigen
der Fördermittel benötigten Leistung und/oder der Strom-Sollwerte in Abhängigkeit
der erfassten Warenwickeldicke.
[0020] Die Fördermittel umfassen einen Wickelzylinder, welcher auch als Walze oder eine
andere Vorrichtung zum Aufwickeln einer Warenbahn ausgeführt sein kann. Die Warenbahn
wird auf den Wickelzylinder auf- bzw. abgewickelt, und da die Warenbahn selbst eine
bestimmte Dicke aufweist, weist das auf dem Zylinder aufgewickelte Material, eine
bestimmte Warenwickeldicke auf, welche erfasst wird. Für eine erfasste Warenwickeldicke
werden das zum Beschleunigen der Fördermittel benötigte Drehmoment, die zum Beschleunigen
der Fördermittel benötigte und/oder die Strom-Sollwerte erfasst und gespeichert. Dies
kann beispielsweise in einer Steuerung stattfinden, in welcher somit die Abhängigkeit
der genannten Größen von der erfassten Warenwickeldicke der auf den Wickelzylinder
gewickelten Warenbahn vorliegt.
[0021] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist das Verfahren dabei die folgenden
weiteren Verfahrensschritte auf:
- Erfassen der Warenwickeldicke der auf den Wickelzylinder gewickelten Warenbahn,
- Verwenden der gespeicherten Abhängigkeit des zum Beschleunigen der Fördermittel benötigten
Drehmoments, der zum Beschleunigung der Fördermittel benötigten Leistung und/oder
der Strom-Sollwerte von der erfassten Warenwickeldicke zur Beschleunigung der Fördermittel
bis zur gewünschten Bewegung der Warenbahn.
[0022] Wurde die Abhängigkeit der genannten Größen von der erfassten Warenwickeldicke einmal
bestimmt und abgespeichert, so kann beim Erfassen einer bestimmten, momentan auf dem
Zylinder vorliegenden Warenwickeldicke die gespeicherte Information verwendet werden.
Es findet somit ein Lernprozess statt, und eine Maschine, auf der das Verfahren angewandt
wird, zeichnet sich durch eine gewisse "Intelligenz" aus. Dies ist besonders vorteilhaft,
wenn verschiedenartige Warenbahnen verwendet werden, welche unterschiedliche Beschaffenheiten,
Dicken oder Massen aufweisen und für jede der unterschiedlichen Warenbahnen die genannte
Abhängigkeit separat abgespeichert wird.
[0023] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist das Verfahren die folgenden
weiteren Verfahrensschritte auf:
- Ermitteln des Verhältnisses desjenigen Drehmoments bzw. derjenigen Leistung für jede
Antriebseinheit, welche für eine gewünschte Beschleunigung benötigt wird, in Bezug
auf dasjenige Drehmoment bzw. diejenige Leistung, welche die jeweilige Antriebseinheit
maximal zur Verfügung stellen kann,
- falls das ermittelte Verhältnis für mindestens eine Antriebseinheit größer 1 ist:
- Ermitteln einer maximal bewerkstelligbaren Beschleunigung jener Antriebseinheit mit
dem größten ermittelten Verhältnis und
- Beschleunigen der Fördermittel mit der ermittelten maximal bewerkstelligbaren Beschleunigung.
[0024] Das genannte Verhältnis des benötigten Drehmoments in Bezug auf das maximal bewerkstelligbare
Drehmoment einer Antriebseinheit bzw. das entsprechende Verhältnis bezüglich der Leistungen
drückt aus, ob die betrachtete Antriebseinheit dazu in der Lage ist, die gewünschte
Beschleunigung zu bewirken. Sollte dies nicht der Fall sein und die gewünschte Beschleunigung
nicht zu bewerkstelligen sein, so ist das ermittelte Verhältnis größer 1. Für den
Fall, dass eine Maschine, bei der das Verfahren eingesetzt wird, mehrere Antriebseinheiten
umfasst, wird das Verhältnis für jede der Antriebseinheiten ermittelt. Sollte eines
der ermittelten Verhältnisse größer 1 sein, so wird für jene Antriebseinheit, die
das größte ermittelte Verhältnis aufweist und somit am meisten überfordert ist, die
maximal bewerkstelligbare Beschleunigung ermittelt. Schließlich werden die Fördermittel
mit der ermittelten maximal bewerkstelligbaren Beschleunigung beschleunigt. Das heißt
also, dass jene Antriebseinheit mit dem größten ermittelten Verhältnis und welche
am meisten überfordert ist, die Beschleunigung der Fördermittel vorgibt. Insbesondere
für Maschinen, welche mehrere, beispielsweise als Zylinder, Walzen oder dergleichen
ausgeführte Fördermittel aufweisen und über mehrere zugehörige Antriebseinheiten verfügen,
wird somit sichergestellt, dass die bewegte Warenbahn über mehrere Fördermittel und
durch mehrere Antriebseinheiten gleichmäßig bewegt wird.
[0025] Im Folgenden wird die Erfindung anhand der in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele
näher beschrieben und erläutert. Es zeigen:
- FIG 1
- ein Flussdiagramm des Verfahrens gemäß der vorliegenden Erfindung zum Bewegen einer
Warenbahn,
- FIG 2
- einen beispielhaften zeitlichen Verlauf einer Geschwindigkeit einer Warenbahn, eines
Drehmoment-Istwertes und eines Leistungs-Istwertes,
- FIG 3
- ein Blockschaltbild einer ersten Ausführungsform des Verfahrens gemäß der vorliegenden
Erfindung,
- FIG 4
- ein Blockschaltbild einer ersten Ausführungsform der Maschine gemäß der vorliegenden
Erfindung und
- FIG 5
- einen beispielhaften zeitlichen Verlauf einer Geschwindigkeit einer Warenbahn, eines
Drehmoment-Istwertes und eines Leistungs-Istwertes gemäß Stand der Technik.
[0026] Figur 1 zeigt ein Flussdiagramm des Verfahrens gemäß der vorliegenden Erfindung zum
Bewegen einer Warenbahn 1. Für in Figur 1 nicht dargestellte und hier aufgeführte
Bezugszeichen siehe die weiteren Figuren. In Schritt 101 wird eine gewünschte Bewegung
der Warenbahn 1 mit der aktuellen Bewegung der Warenbahn 1 verglichen. Sollte dabei
die aktuelle Bewegung der Warenbahn 1 gleich der gewünschten Bewegung der Warenbahn
1 sein, so wird Schritt 104 ausgeführt, in dem das Verfahren beendet wird. Sollten
die aktuelle Bewegung und die gewünschte Bewegung der Warenbahn 1 allerdings unterschiedlich
sein, wird die Warenbahn 1 mit durch zumindest eine Antriebseinheit 2 antreibbaren
Fördermitteln 3, 13 beschleunigt. Dazu werden zwei Fälle unterschieden, für die jeweils
entsprechende Strom-Sollwerte 11 an die zumindest eine Antriebseinheit 2 vorgegeben
werden. Gemäß Schritt 102 werden die Fördermittel 3, 13 durch die zumindest eine Antriebseinheit
2 mit einem vorgebbaren Drehmoment 4 beschleunigt, falls eine dafür benötigte Leistung
kleiner als eine vorgebbare Leistung 5 der zumindest einen Antriebseinheit 2 ist.
Gemäß Schritt 103 werden die Fördermittel 3, 13 durch die zumindest eine Antriebseinheit
2 mit der vorgebbaren Leistung 5 beschleunigt, falls ein dafür benötigtes Drehmoment
betragsmäßig kleiner als das vorgebbare Drehmoment 4 der zumindest einen Antriebseinheit
2 ist. Wurde der Schritt 102 bzw. 103 durchgeführt, kann anschließend der Schritt
103 bzw. 102 durchgeführt werden oder der Beschleunigungsvorgang wird gemäß 104 beendet,
sobald eine gewünschte Bewegung der Warenbahn 1 erreicht wurde.
[0027] Figur 2 zeigt einen beispielhaften zeitlichen Verlauf der Geschwindigkeit 8 einer
Warenbahn 1, eines Drehmoment-Istwertes 6 und eines Leistungs-Istwertes 7 gemäß des
Verfahrens der vorliegenden Erfindung. Auf der Abszisse ist die Zeit aufgetragen und
auf der Ordinaten-Achse mit einer Skala von 0 bis 2000 die Geschwindigkeit 8 einer
Warenbahn 1. Auf der Ordinaten-Achse sind weiterhin jeweils mit einer Skala von -150
bis 150 ein Drehmoment-Istwert 6 sowie ein Leistungs-Istwert 7 aufgetragen. Die beiden
letztgenannten Größen werden dabei als relative Größe in % in Bezug auf die entsprechenden
Nennwerte einer Antriebseinheit 2 ausgedrückt, wobei die Antriebseinheit 2 Fördermittel
3, 13 beschleunigen kann, welche die Warenbahn 1 bewegen. Für in Figur 2 nicht dargestellte
und hier aufgeführte Bezugszeichen siehe die weiteren Figuren.
[0028] Steht die Warenbahn 1 zunächst still und wird dann eine bestimmte Geschwindigkeit
8 der Warenbahn 1 gewünscht, werden die Fördermittel 3, 13 und die Warenbahn 1 zunächst
mit vergleichsweise geringer Leistung beschleunigt, wobei jedoch ein Drehmoment-Istwert
6 verwendet wird, welcher dem Nenndrehmoment der Antriebseinheit 2 entspricht. Bei
realen Antrieben kann es dabei zu kurzzeitigen Überschwingern kommen, während denen
ein größeres Drehmoment bzw. eine höhere Leistung zur Verfügung gestellt wird. Bei
konstant hohem Drehmoment-Istwert 6 erhöht sich die Geschwindigkeit 8. Da die Leistung
sowohl proportional zum Drehmoment als auch proportional zur Geschwindigkeit 8 bzw.
der Drehzahl ist, erhöht sich der Leistungs-Istwert 7 der Antriebseinheit 2 mit zunehmender
Geschwindigkeit 8.
[0029] Schließlich wird die Nennleistung der Antriebseinheit 2 erreicht, so dass bei weiter
zunehmender Geschwindigkeit 8 der Leistungs-Istwert 7 der Nennleistung der Antriebseinheit
2 entspricht und der Drehmoment-Istwert 6 mit zunehmender Geschwindigkeit 8 reduziert
wird. Die Beschleunigung der Warenbahn 1 und der Fördermittel 3, 13 wird schließlich
beendet, sobald die gewünschte Bewegung, d.h. eine gewünschte Geschwindigkeit 8 erreicht
wurde. Um eine gewisse Geschwindigkeit 8 zu halten, werden dann lediglich diejenige
Leistung und dasjenige Drehmoment benötigt, welche die auftretenden Reibungsverluste
ausgleichen. Um eine sich in Bewegung befindende Warenbahn 1 abzubremsen, d.h. eine
Beschleunigung entgegen der Bewegungsrichtung durchzuführen, verwendet die Antriebseinheit
2 zunächst als Leistungs-Istwert 7 die Nennleistung der Antriebseinheit, wobei ein
Drehmoment-Istwert 6 verwendet wird, welcher betragsmäßig kleiner ist als der Drehmoment-Nennwert
der Antriebseinheit 2. Der Leistungs-Istwert 7 wird mit abnehmender Geschwindigkeit
8 konstant gehalten, wobei der Drehmoment-Istwert dabei ansteigt, bis der Drehmoment-Nennwert
der Antriebseinheit 2 erreicht wird. Um die Warenbahn 1 weiter bis zum Stillstand
abzubremsen, wird nun der Drehmoment-Istwert 6 konstant gleich dem Nenndrehmoment
der Antriebseinheit 2 gehalten und der Leistungs-Istwert 7 wird mit abnehmender Geschwindigkeit
8 reduziert. Während der Beschleunigungsphasen findet somit immer eine drehmoment-
bzw. leistungsoptimale Bewegung statt und die zum Beschleunigen benötigte Zeit ist
sehr kurz.
[0030] Figur 3 zeigt ein Blockschaltbild einer ersten Ausführungsform des Verfahrens gemäß
der vorliegenden Erfindung. Antriebseinheiten 2 werden Strom-Sollwerte 11 durch einen
Hochlaufgeber 24 vorgegeben. Hierbei können die Sollwerte entweder direkt an alle
Antriebseinheiten 2 übergeben werden oder über eine Sollwert-Staffel oder über eine
Sollwert-Kaskade. Dabei kann der Hochlaufgeber 24 auch als Rampengenerator oder dergleichen
ausgeführt sein. Die Antriebe 2 können eine Bewegung unter Verwendung eines jeweiligen
Drehmoments-Istwertes 6 und eines jeweiligen Leistungs-Istwertes 7 durchführen, welche
von einer Rampenadaption 21 registriert werden. Damit wird ein Wert für die Beschleunigungsrate
22 ermittelt, welche an den Hochlaufgeber 24 übermittelt wird. Dieser generiert wiederum
die Strom-Sollwerte 11, welche den Antriebseinheiten 2 vorgegeben werden.
[0031] Figur 4 zeigt ein Blockschaltbild einer ersten Ausführungsform der Maschine gemäß
der vorliegenden Erfindung. Eine Warenbahn 1 wird über eine Walze 3 zu einem Wickelzylinder
13 bewegt, auf welchem die Warenbahn 1 aufgewickelt wird. Dabei weist die auf dem
Wickelzylinder 13 aufgewickelte Warenbahn 1 eine Warenwickeldicke 14 auf. Angetrieben
werden die Walze 3 und der Wickelzylinder 13 jeweils über eine Antriebswelle 20, welche
jeweils mit einer Bremse 12 versehen ist und von einer Antriebseinheit 2 angetrieben
wird. Die jeweiligen Antriebseinheiten 2 erhalten Strom-Sollwerte 11 von einer Steuerung
15, auf welcher während der Durchführung des Verfahrens der vorliegenden Erfindung
ein Computerprogramm 18 abläuft.
[0032] Figur 5 zeigt einen beispielhaften zeitlichen Verlauf einer Geschwindigkeit einer
Warenbahn eines Drehmoment-Istwertes und eines Leistungs-Istwertes gemäß Stand der
Technik. Die Darstellung des Drehmoment-Istwertes 6, des Leistungs-Istwertes 7 und
der Geschwindigkeit 8 entspricht dabei jener in Figur 2 des vorliegenden Dokumentes.
Wie man gut erkennen kann, bleibt der Drehmoment-Istwert 6 während der Beschleunigungsphase
nahezu konstant und beträgt weniger als etwa die Hälfte des Drehmoment-Nennwertes
einer entsprechenden Antriebseinheit 2. Dabei wird, während die Geschwindigkeit 8
zunimmt, der Leistungs-Istwert 7 kontinuierlich erhöht und während die Geschwindigkeit
8 abnimmt, der Leistungs-Istwert kontinuierlich verringert. Dabei erreicht der Leistungs-Istwert
7 auch bei hohen Geschwindigkeiten 8 nicht den Leistungs-Nennwert einer entsprechenden
Antriebseinheit 2. Somit liegt also während einer Beschleunigungsphase zu keinem Zeitpunkt
eine drehmoment- oder leistungsoptimale Bewegung vor. Dies resultiert in einer längeren
benötigten Zeitspanne, um die gewünschte Bewegung zu erreichen.
[0033] Zusammenfassend betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Bewegen einer Warenbahn
1 mit durch zumindest eine Antriebseinheit 2 antreibbaren Fördermitteln 3, 13. Weiterhin
betrifft die Erfindung eine Steuerung 15 und eine Maschine 16 mit zumindest einer
Antriebseinheit 2 und mit durch die zumindest eine Antriebseinheit 2 antreibbaren
Fördermitteln 3, 13. Weiter betrifft die Erfindung ein Computerprogramm 18 und ein
Computerprogrammprodukt 19.
[0034] Um Zeiten zum Beschleunigen und Abbremsen einer Warenbahn 1 durch vorhandene Antriebe
2 zu verringern bzw. bei gleichen zeitlichen Anforderungen Antriebe 2 mit geringeren
Leistungs- und Drehmomentgrenzen verwenden zu können, wird vorgeschlagen, eine Warenbahn
1 mit durch zumindest eine Antriebseinheit 2 antreibbaren Fördermitteln 3, 13 unter
Verwendung folgender Verfahrensschritte zu bewegen:
- Ermitteln von Drehmoment-Istwert und Leistungs-Istwert, welche die zumindest eine
Antriebseinheit (2) zum Beschleunigen der Fördermittel (3, 13) verwendet,
- Anpassen der Strom-Sollwerte, welche an die Antriebseinheit (2) vorgegeben werden,
falls der ermittelte Drehmoment-Istwert betragsmäßig kleiner als das vorgebbare Drehmoment
bzw. der ermittelte Leistungs-Istwert kleiner als die vorgebbare Leistung ist.
- Vorgeben von Strom-Sollwerten 11 an die zumindest eine Antriebseinheit 2 derart, dass
- die Fördermittel 3, 13 durch die zumindest eine Antriebseinheit 2 mit einem vorgebbaren
Drehmoment 4 beschleunigt werden, falls eine dafür benötigte Leistung kleiner als
eine vorgebbare Leistung 5 der zumindest einen Antriebseinheit 2 ist,
- die Fördermittel 3, 13 durch die zumindest eine Antriebseinheit 2 mit der vorgebbaren
Leistung 5 beschleunigt werden, falls ein dafür benötigtes Drehmoment 4 betragsmäßig
kleiner als das vorgebbare Drehmoment der zumindest einen Antriebseinheit 2 ist,
- Beenden des Beschleunigungsvorgangs, sobald eine gewünschte Bewegung der Warenbahn
1 erreicht wurde.
1. Verfahren zum Bewegen einer Warenbahn (1) mit durch zumindest eine Antriebseinheit
(2) antreibbaren Fördermitteln (3, 13) mit folgenden Verfahrensschritten:
- Ermitteln von Drehmoment-Istwert (6) und Leistungs-Istwert (7), welche die zumindest
eine Antriebseinheit (2) zum Beschleunigen der Fördermittel (3, 13) verwendet,
- Anpassen der Strom-Sollwerte (11), welche an die Antriebseinheit (2) vorgegeben
werden, falls der ermittelte Drehmoment-Istwert (6) betragsmäßig kleiner als das vorgebbare
Drehmoment (4) bzw. der ermittelte Leistungs-Istwert (7) kleiner als die vorgebbare
Leistung (5) ist,
- Bestimmung von Geschwindigkeits- bzw. Drehzahl-Sollwerten mittels eines Hochlaufgebers,
Vergleich der genannten Geschwindigkeits- bzw. Drehzahl-Sollwerte mit den Geschwindigkeits-
oder Drehzahl-Istwerten und nach einer Drehmomentbegrenzung eine Umrechnung des vorgebbaren
Drehmoments und der vorgebbaren Leistung in Strom-Sollwerte,
- Vorgeben der Strom-Sollwerten (11) an die zumindest eine Antriebseinheit (2) derart,
dass
- die Fördermittel (3, 13) durch die zumindest eine Antriebseinheit (2) mit einem
vorgebbaren Drehmoment (4) beschleunigt werden, falls eine dafür benötigte Leistung
kleiner als eine vorgebbare Leistung (5) der zumindest einen Antriebseinheit (2) ist,
- die Fördermittel (3, 13) durch die zumindest eine Antriebseinheit (2) mit der vorgebbaren
Leistung (5) beschleunigt werden, falls ein dafür benötigtes Drehmoment betragsmäßig
kleiner als das vorgebbare Drehmoment (4) der zumindest einen Antriebseinheit (2)
ist,
- Beenden des Beschleunigungsvorgangs, sobald eine gewünschte Bewegung der Warenbahn
(1) erreicht wurde.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei
- das vorgebbare Drehmoment (4) der zumindest einen Antriebseinheit (2) das Nenndrehmoment
der zumindest einen Antriebseinheit (2) ist und
- die vorgebbare Leistung (5) der zumindest einen Antriebseinheit (2) die Nennleistung
der zumindest einen Antriebseinheit (2) ist.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
- die Beschleunigung der Fördermittel (3, 13) als Abbremsung der Bewegung der Warenbahn
(1) ausgeführt wird und
- die zumindest eine Antriebseinheit (2) generatorisch betrieben wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
- die Beschleunigung der Fördermittel (3, 13) als Abbremsung der Bewegung der Warenbahn
(1) ausgeführt wird und
- die Bewegung der Warenbahn (1) zusätzlich mittels einer Bremse (12) abgebremst wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit den folgenden weiteren Verfahrensschritten:
- Ab- bzw. Aufwickeln der Warenbahn (1) von einem bzw. auf einen Wickelzylinder (13),
welcher von den Fördermitteln (3, 13) umfasst ist und welcher durch die zumindest
eine Antriebseinheit (2) antreibbar ist,
- Erfassen einer Warenwickeldicke (14) der auf dem Wickelzylinder (13) gewickelten
Warenbahn (1),
- Speichern des zum Beschleunigen der Fördermittel (3, 13) benötigten Drehmoments,
der zum Beschleunigen der Fördermittel (3, 13) benötigten Leistung und/oder der Strom-Sollwerte
(11) in Abhängigkeit der erfassten Warenwickeldicke (14).
6. Verfahren nach Anspruch 5 mit den folgenden weiteren Verfahrensschritten:
- Erfassen der Warenwickeldicke (14) der auf dem Wickelzylinder (13) gewickelten Warenbahn
(1),
- Verwenden der gespeicherten Abhängigkeit des zum Beschleunigen der Fördermittel
(3, 13) benötigten Drehmoments, der zum Beschleunigen der Fördermittel (3, 13) benötigten
Leistung und/oder der Strom-Sollwerte (11) von der erfassten Warenwickeldicke zur
Beschleunigung der Fördermittel (3, 13) bis zur gewünschten Bewegung der Warenbahn
(1).
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit den folgenden weiteren Verfahrensschritten:
- Ermitteln des Verhältnisses desjenigen Drehmoments bzw. derjenigen Leistung für
jede Antriebseinheit (2), welche für eine gewünschte Beschleunigung benötigt wird,
in Bezug auf dasjenige Drehmoment bzw. diejenige Leistung, welche die jeweilige Antriebseinheit
(2) maximal zur Verfügung stellen kann,
- falls das ermittelte Verhältnis für zumindest eine Antriebseinheit (2) größer 1
ist:
- Ermitteln einer maximal bewerkstelligbaren Beschleunigung jener Antriebseinheit
(2) mit dem größten ermittelten Verhältnis und
- Beschleunigen der Fördermittel (3, 13) mit der ermittelten maximal bewerkstelligbaren
Beschleunigung.
8. Steuerung (15) für eine Maschine (16) mit zumindest einer Antriebseinheit (2) und
durch die zumindest eine Antriebseinheit (2) antreibbaren Fördermitteln (3, 13),
wobei die Steuerung (15) Mittel (17) zur Durchführung eines Verfahrens nach einem
der Ansprüche 1 - 7 aufweist.
9. Maschine (16) mit
- zumindest einer Antriebseinheit (2),
- durch die zumindest eine Antriebseinheit (2) antreibbaren Fördermitteln (3, 13)
und
- einer Steuerung (15), welche nach Anspruch 8 ausgebildet ist.
10. Computerprogramm (18) zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1
- 7 bei Ablauf in einer Steuerung (15) nach Anspruch 9.
11. Computerprogrammprodukt (19), auf dem ein Computerprogramm (18) nach Anspruch 10 gespeichert
ist.
1. Method for moving a material web (1) with conveyor means (3, 13) which are able to
be driven by at least one drive unit (2), having the following method steps:
- determining torque actual value (6) and power actual value (7), which the at least
one drive unit (2) uses to accelerate the conveyor means (3, 13),
- adapting the current setpoint values (11), which are specified at the drive unit
(2), if the determined torque actual value (6) has a lower value than the specifiable
torque (4) or the determined power actual value (7) is lower than the specifiable
power (5),
- establishing speed or rotational speed values using a ramp generator, comparing
the said speed or rotational speed setpoint values with the speed or rotational speed
actual values and, after torque limiting, converting the specifiable torque and the
specifiable power into current setpoint values,
- specifying current setpoint values (11) at the at least one drive unit (2) such
that
- the conveyor means (3, 13) are accelerated by the at least one drive unit (2) with
a specifiable torque (4), if a power required for this is lower than a specifiable
power (5) of the at least one drive unit (2),
- the conveyor means (3, 13) are accelerated by the at least one drive unit (2) with
the specifiable power (5), if a torque required for this has a lower value than the
specifiable torque (4) of the at least one drive unit (2),
- terminating the acceleration procedure once a desired movement of the material web
(1) has been achieved.
2. Method according to claim 1, wherein
- the specifiable torque (4) of the at least one drive unit (2) is the rated torque
of the at least one drive unit (2) and
- the specifiable power (5) of the at least one drive unit (2) is the rated power
of the at least one drive unit (2).
3. Method according to one of the preceding claims, wherein
- the acceleration of the conveyor means (3, 13) is designed as a braking of the movement
of the material web (1) and
- the at least one drive unit (2) is operated as a generator.
4. Method according to one of the preceding claims, wherein
- the acceleration of the conveyor means (3, 13) is designed as a braking of the movement
of the material web (1) and
- the movement of the material web (1) is additionally braked by means of a brake
(12).
5. Method according to one of the preceding claims, having the following further method
steps:
- unwinding or winding the material web (1) from a or on a winding cylinder (13),
respectively, which is included in the conveyor means (3, 13) and which is able to
be driven by the at least one drive unit (2),
- acquiring a material winding thickness (14) of the material web (1) wound on the
winding cylinder (13),
- storing the torque required for acceleration of the conveyor means (3, 13), the
power required for acceleration of the conveyor means (3, 13) and/or the current setpoint
values (11) depending on the acquired material winding thickness (14).
6. Method according to claim 5, having the following further method steps:
- acquiring the material winding thickness (14) of the material web (1) wound on the
winding cylinder (13),
- using the stored dependency of the torque required for acceleration of the conveyor
means (3, 13), the power required for acceleration of the conveyor means (3, 13) and/or
the current target values (11) upon the acquired material winding thickness to accelerate
the conveyor means (3, 13) up to the desired movement of the material web (1).
7. Method according to one of the preceding claims, having the following further method
steps:
- determining the ratio between the torque or the power for each drive unit (2) that
is required for a desired acceleration, in relation to the torque or the power that
the respective drive unit (2) can supply at a maximum,
- if the determined ratio is greater than 1 for at least one drive unit (2):
- determining an acceleration which the drive unit (2) with the highest determined
ratio is able to achieve at a maximum and
- accelerating the conveyor means (3, 13) with the determined maximum achievable acceleration.
8. Controller (15) for a machine (16) with at least one drive unit (2) and conveyor means
(3, 13) which are able to be driven by the at least one drive unit (2),
wherein the controller (15) has means (17) for carrying out a method according to
one of claims 1 - 7.
9. Machine (16) with
- at least one drive unit (2),
- conveyor means (3, 13) which are able to be driven by the at least one drive unit
(2) and
- a controller (15) which is embodied according to claim 8.
10. Computer program (18) for carrying out a method according to one of claims 1 - 7 when
run in a controller (15) according to claim 9.
11. Computer program product (19) on which a computer program (18) according to claim
10 is stored.
1. Procédé pour déplacer une bande (1) de matériau par des moyens (3, 13) de transport
pouvant être entraînés par au moins une unité (2) d'entraînement, comprenant les stades
de procédé suivants :
- on détermine une valeur (6) réelle de couple et une valeur (7) réelle de puissance
qu'utilise la au moins une unité (2) d'entraînement pour accélérer les moyens (3,
13) de transport,
- on adapte les valeurs (11) de consigne de courant, qui sont prescrites à l'unité
(2) d'entraînement, si la valeur (6) réelle de couple, qui a été déterminée, est plus
petite en valeur absolue que le couple (4) pouvant être donné à l'avance ou si la
valeur (7) réelle de puissance, qui a été déterminée, est plus petite que la puissance
(5) pouvant être donnée à l'avance,
- on détermine des valeurs de consigne de vitesse ou de vitesse de rotation au moyen
d'un indicateur d'accélération, on compare lesdites valeurs de consigne de vitesse
ou de vitesse de rotation aux valeurs réelles de vitesse ou de vitesse de rotation
et, après une limitation de couple, on recalcule le couple pouvant être donné à l'avance
et la puissance pouvant être donnée à l'avance en valeurs de consigne de courant,
- on prescrit des valeurs (11) de consigne de courant à la au moins une unité (2)
d'entraînement, de manière
- à accélérer les moyens (3, 13) de transport par la au moins une unité (2) d'entraînement
à un couple (4) pouvant être donné à l'avance, si une puissance nécessaire à cet effet
est plus petite qu'une puissance (5) pouvant été donnée à l'avance de la au moins
une unité (2) d'entraînement,
- à accélérer les moyens (3, 13) de transport par la au moins une unité (2) d'entraînement
à la puissance (5) donnée à l'avance, si un couple nécessaire à cet effet, est, en
valeur absolue, plus petit que le couple (4) pouvant être donné à l'avance de la au
moins une unité (2) d'entraînement,
- on met fin à l'opération d'accélération, dès qu'un déplacement souhaité de la bande
(1) de matériau a été atteint.
2. Procédé suivant la revendication 1, dans lequel
- le couple (4) pouvant être donné à l'avance de la au moins une unité (2) d'entraînement
est le couple nominal de la au moins une unité (2) d'entraînement et
- la puissance (5) pouvant être donnée à l'avance de la au moins une unité (2) d'entraînement
est la puissance nominale de la au moins une unité (2) d'entraînement.
3. Procédé suivant l'une des revendications précédentes, dans lequel
- on réalise l'accélération des moyens (3, 13) de transport sous la forme d'un freinage
du déplacement de la bande (1) de matériau et
- on fait fonctionner la au moins une unité (2) d'entraînement en génératrice.
4. Procédé suivant l'une des revendications précédentes, dans lequel
- on réalise l'accélération des moyens (3, 13) de transport sous la forme d'un freinage
du déplacement de la bande (1) de matériau et
- on freine le déplacement de la bande (1) de matériau supplémentairement au moyen
d'un frein (12).
5. Procédé suivant l'une des revendications précédentes, comprenant les autres stades
de procédé suivants :
- on déroule et on enroule la bande (1) de matériau d'un ou sur un cylindre (13) d'enroulement,
qui est compris par les moyens (3, 13) de transport et qui peut être entraîné par
la au moins une unité (2) d'entraînement,
- on détecte une épaisseur (14) d'enroulement de matériau de la bande (1) de matériau
enroulée sur le cylindre (13) d'enroulement,
- on met le couple nécessaire à l'accélération des moyens (3, 13) de transport, la
puissance nécessaire pour accélérer les moyens (3, 13) de transport et/ou les valeurs
(11) de consigne de courant en mémoire en fonction de l'épaisseur (14) de l'enroulement
de matériau qui a été détectée.
6. Procédé suivant la revendication 5, comprenant les autres stades de procédé suivants
:
- on détecte l'épaisseur (14) de l'enroulement de matériau de la bande (1) de matériau
enroulée sur le cylindre (13) d'enroulement,
- on utilise la dépendance mise en mémoire du couple nécessaire à l'accélération des
moyens (3, 13) de transport, de la puissance nécessaire à l'accélération des moyens
(3, 13) de transport et/ou des valeurs (11) de consigne de courant à l'épaisseur de
l'enroulement de matériau, qui a été détectée, pour accélérer les moyens (3, 13) de
transport jusqu'au déplacement souhaité de la bande (1) de matériau.
7. Procédé suivant l'une des revendications précédentes comprenant les autres stades
de procédé suivants :
- on détermine le rapport du couple ou de la puissance pour chaque unité (2) d'entraînement,
qui est nécessaire pour une accélération souhaitée, par rapport au couple ou à la
puissance que l'unité (2) d'entraînement respective peut mettre à disposition au maximum,
- si le rapport déterminé pour au moins une unité (2) d'entraînement est plus grand
que 1 :
- on détermine une accélération pouvant être réalisée au maximum de chaque unité (2)
d'entraînement ayant le rapport déterminé le plus grand et
- on accélère les moyens (3, 13) de transport à l'accélération pouvant être réalisée
au maximum qui a été déterminé.
8. Commande (15) d'une machine (16) ayant au moins une unité (2) d'entraînement et des
moyens (3, 13) de transport pouvant être entraînés par la au moins une unité (2) d'entraînement,
dans laquelle la commande (15) a des moyens (17) pour effectuer un procédé suivant
l'une des revendications 1 à 7.
9. Machine (16) comprenant
- au moins une unité (2) d'entraînement,
- des moyens (3, 13) de transport pouvant être entraînés par la au moins une unité
(2) d'entraînement et
- une commande (15), constituée suivant la revendication 8.
10. Programme (18) d'ordinateur pour effectuer un procédé suivant l'une des revendications
1 à 7, lorsqu'il se déroule dans une commande (15) suivant la revendication 8.
11. Produit (19) de programme d'ordinateur, sur lequel un programme (18) d'ordinateur
suivant la revendication 10 est mis en mémoire.