| (19) |
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(11) |
EP 2 729 604 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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12.10.2016 Patentblatt 2016/41 |
| (22) |
Anmeldetag: 13.07.2012 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/IB2012/001944 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2013/005114 (10.01.2013 Gazette 2013/02) |
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VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG EINER HAFTVERMITTELNDEN SCHICHT AUF EINER OBERFLÄCHE EINES
TITANWERKSTOFFS
METHOD FOR PRODUCING A BONDING LAYER ON A SURFACE OF A TITANIUM WORKPIECE
PROCÉDÉ DE FORMATION D'UNE COUCHE PROMOTRICE D'ADHÉSION SUR UNE SURFACE D'UN MATÉRIAU
À BASE DE TITANE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
05.07.2011 DE 102011106764
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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14.05.2014 Patentblatt 2014/20 |
| (73) |
Patentinhaber: Airbus Defence and Space GmbH |
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85521 Ottobrunn (DE) |
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Erfinder: |
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- MERTENS, Tobias
85640 Putzbrunn (DE)
- GAMMEL, Franz
85521 Ottobrunn (DE)
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| (74) |
Vertreter: Isarpatent |
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Patent- und Rechtsanwälte Behnisch Barth Charles
Hassa Peckmann & Partner mbB
Postfach 44 01 51 80750 München 80750 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 2 077 343 US-A- 3 907 609
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DE-A1- 3 427 543 US-A- 4 394 224
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer haftvermittelnden Schicht
auf einer Oberfläche eines Titanwerkstoffs, eine verfahrensgemäße haftvermittelnde
Schicht auf der Oberfläche des Titanwerkstoffs sowie eine Verwendung einer alkalischen
Lösung.
[0002] Das Herstellen von haftvermittelnden Schichten auf einer Oberfläche eines Titanwerkstoffs
ist bekannt. Mittels der haftvermittelnden Schicht können organische Materialien wie
beispielsweise Klebstoff, Lack, Dichtmittel und/oder Ähnliches mit dem Titanwerkstoff
verbunden werden. Die haftvermittelnde Schicht auf der Oberfläche des Titanwerkstoffs
kann beispielsweise mittels eines anodischen Oxidierens hergestellt werden, also beispielsweise
aus einer Oxidschicht bestehen. Diese Oxidschicht kann als die Haftvermittlungsschicht
für eine nachfolgende Beschichtung des Titanwerkstoffs mit dem organischen Material
verwendet werden. Die
US 4 473 446 offenbart ein Verfahren zum Oberflächen behandeln von Titanteilen vor einem Verkleben
mittels Anodisieren in einem Chromflusssäurebad bei einer Anodisierspannung zwischen
einem Volt und 5 Volt. Die
US 4 394 224 offenbart eine Methode zum Behandeln von Titanteilen oder Titanlegierungsteilen zum
Erzeugen einer haftvermittelnden Oxidschicht. Es sind die Schritte Auftragen auf die
Oberfläche und Behandeln der Oberfläche mit einer Mischung von wässrigen Lösungen
aus Natriumhydroxid und Wasserstoffperoxid, Halten der aufgetragenen Mischung innerhalb
eines Temperaturbereiches in dem das Wasserstoffperoxid relativ stabil ist und bewirken
einer erhöhten Oxidationsrate auf dem Oberflächenbereich. Die
DE 34 27 543 A1 bezieht sich auf ein alkalisches Bad zum Behandeln von Titan. Das Bad besteht aus
einem Alkalihydroxid, einem Titankomplexbildner und einem Fremdionenkomplexbildner.
Die
US 3 907 609 offenbart einen chemischen Konversionsprozess und eine Zusammensetzung zum Produzieren
einer haftenden Konversionsbeschichtung auf Titan und Titanlegierungen. Die
US 5 814 137 sowie die
US 6 037 060 betreffen eine Oberflächenbehandlung, vorzugsweise für Titan- und Aluminiumlegierungen,
zum Ausbilden eines Sol-Gel-Films, der mittels kovalenten Bindungen an der Metalloberfläche
haftet, zum Erzeugen einer starken, und langlebigen Klebeverbindung zwischen dem Metall
und einem organischen Klebstoff ohne Verwendung von giftigen Chemikalien und unter
signifikanten Reduzierung und/oder Eliminierung von Spülwassererfordernissen von herkömmlichen
Anodisierungs- und/oder Ätzprozessen. Die
DE 38 02 043 C1 betrifft ein Verfahren zur Vorbereitung einer Metalloberfläche. Dazu wird für die
Verbindung mit Kunststoff auf eine Metalloberfläche durch Sandstrahlen mit einem Mittel
aus 0,1 bis 30 Gewichtsprozent gegebenenfalls silanisiertem, amorphen siliziumhaltigen
Material mit einer Korngröße kleiner 1 µm und zum Rest aus einem Sandstrahlmedium
mit einer mittleren Korngröße größer 1 µm eine Schicht aufgebracht und diese gegebenenfalls
anschließend silanisiert. Die
DE 10 2006 045 951 A1 betrifft ein Verfahren zur chemischen Modifizierung und/oder Aktivierung von Festkörperoberflächen.
Es wird bei dem Verfahren unter Verwendung von mindestens einem Trägermedium, das
der Energiezufuhr in die Oberfläche hinein dient und der Oberfläche eine oder mehrere
halogenhaltige Verbindungen zuführt, die Zuführung der halogenhaltigen Verbindungen
erfolgt unter gleichzeitigem Zusatz von siliziumorganischen Verbindungen oder Silanen
oder metallorganischen Verbindungen oder Siliziumhydriden oder Metallhydriden in das
Trägermaterial. Eine Anmeldung derselben Anmelderin mit dem amtlichen Aktenzeichen
10 2010 054 473.6 betrifft ein Verfahren zum Haftvermitteln einer Fläche eines Titanwerkstoffs,
wobei das Verfahren Erzeugen einer mit der Fläche des Titanwerkstoffs fest verbundenen
und Titandioxid (TiO
2) aufweisende Nanotubes aufweisenden Haftvermittlungsschicht auf der Fläche und Haftfestes
Aufbringen eines organischen Werkstoffs auf die die Nanotubes aufweisende Haftvermittlungsschicht
aufweist.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, ein alternatives Verfahren zur Herstellung einer haftvermittelnden
Schicht auf einer Oberfläche eines Titanwerkstoffs bereit zu stellen, für dessen Durchführung
ausschließlich oder zumindest überwiegend umweltfreundliche Chemikalien benötigt werden.
[0004] Die Aufgabe ist gelöst durch ein Verfahren gemäß Anspruch 1. Das Verfahren zur Herstellung
einer haftvermittelnden Schicht auf einer Oberfläche eines Titanwerkstoffs, umfasst
das Einbringen der Oberfläche in eine wässrige alkalische Lösung umfassend Natriumhydroxid
mit einer Konzentration in einem Bereich von 100 - 300 g/l, Natriumtartrat mit einer
Konzentration in einem Bereich von 20 - 200 g/l, Methylglycindiessigsäure-Na3 mit
einer Konzentration in einem Bereich von 5 g/l - 60 g/l, Pentanatriumtriphosphat mit
einer Konzentration in einem Bereich von 2 g/l - 20 g/l, und das Anlegen einer Spannung
zwischen Lösung und Titanwerkstoff für eine vorgegebene Zeitdauer zur Herstellung
der Schicht durch anodische Oxidation der Oberfläche.
[0005] Natriumhydroxid liegt bevorzugt mit einer Konzentration in einem Bereich von 150
- 285 g/l, weiter bevorzugt von 175 - 270 g/l, 195 - 250 g/l, 210 - 240 g/l, 238 -
242 g/l, und speziell von 240 g/l vor.
[0006] Natriumtartrat liegt bevorzugt mit einer Konzentration in einem Bereich von 20 -
200 g/l, weiter bevorzugt von 60 - 140 g/l, 75 - 125 g/l, 85 - 110 g/l, 90 - 105 g/l,
speziell von 100 g/l vor.
[0007] Methylglycindiessigsäure-Na3 liegt bevorzugt mit einer Konzentration in einem Bereich
von 10 - 50 g/l, weiter bevorzugt 15 - 40 g/l, 20 - 35 g/l, 25 - 33 g/l, 28 - 32 g/l,
speziell von 30 g/l vor.
[0008] Pentanatriumtriphosphat liegt bevorzugt mit einer Konzentration von 3 - 17 g/l, weiter
bevorzugt von 4,5 - 13 g/l, oder 6 - 10 g/l, oder 7 - 8 g/l, speziell 7,5 g/l vor.
[0009] Jeder der vorstehenden Konzentrationsbereiche oder jede Konzentration einer der Bestandteile
der Lösung kann mit einem beliebigen Konzentrationsbereich oder einer beliebigen Konzentration
eines jeden anderen Bestandteils kombiniert werden.
[0010] Es wurde herausgefunden, dass mit Hilfe eines anodischen Oxidierens der Oberfläche
des Titanwerkstoffs in der angegebenen alkalischen Lösung eine als Oxidschicht ausgebildete
haftvermittelnde Schicht auf der Oberfläche des Titanwerkstoffs geschaffen werden
kann, die im Vergleich zum Stand der Technik zumindest gleich gute Haftvermittlungseigenschaften
aufweist. Vorteilhaft sind dazu ausschließlich oder zumindest überwiegend umweltfreundliche
Inhaltsstoffe notwendig. Natriumhydroxid enthält Na+ Ionen, die von herkömmlichem
Kochsalz bekannt sind. Pentanatriumtriphosphat, auch bekannt als Triphosphat ist ein
Bestandteil biologischer Verbindungen wie zum Beispiel Adenosintriphosphat. Außerdem
ist Pentanatriumtriphosphat als Nahrungsmittelzusatzstoff zugelassen, also im Vergleich
zu beim Stand der Technik verwendeten Chemikalien ein besonders harmloser Stoff. Methylglycindiessigsäure-Na
3, auch bekannt als Natriumsalz der Methylglycindiessigsäure findet insbesondere als
Reinigungsmittel, insbesondere als Geschirrreinigungsmittel Verwendung und ist insofern
hinsichtlich Umweltgesichtspunkten unbedenklich. Methylglycindiessigsäure ist auch
unter der Bezeichnung MGDA bekannt. Natriumtartrat ist ein Natriumsalz der Weinsäure,
ebenfalls als Nahrungsmittelzusatzstoff zugelassen und daher ebenfalls hinsichtlich
Umweltgesichtspunkten besonders unbedenklich. Das Natriumtartrat wirkt in der alkalischen
Lösung als Titankomplexbildner und kann damit vorteilhaft Rücklöseeigenschaften verbessern.
Methylglycindiessigsäure-Na
3 wirkt als Fremdionenkomplexbildner und Pentanatriumtriphosphat als Gerüstbildner.
Vorteilhaft ist die alkalische Lösung gänzlich fluoridfrei und ermöglicht dennoch
eine optimale Vorbehandlung der Oberfläche des Titanwerkstoffs für Langzeitbeständige,
hochfeste Anbindungen von organischen Beschichtungen. Unter einem Titanwerkstoff kann
reines Titan oder einen Titanlegierung, beispielsweise eine Titanlegierung mit der
Bezeichnung Ti6Al4V, verstanden werden.
[0011] Bei einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens wird die anodische Oxidation vorteilhaft
mit einer Spannung in einem Bereich von 2 - 50 V, bevorzugt 3 - 45 V, 5 - 35 V, 7
- 25 V, 9 - 20 V, 9 - 15 V, 10 - 12 V, speziell von 10 V vorgenommen. Bei der angegebenen
Spannung kann die vorteilhafte Oxidschicht erzeugt werden.
[0012] Bei einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens wird die anodische Oxidation der
Oberfläche vorteilhaft für eine Zeitdauer vorgenommen, in der die vorteilhafte haftvermittelnde
Schicht auf der Oberfläche des Titanwerkstoffs erzeugt werden kann. Die Zeitdauer
liegt dabei in einem Bereich von 5 - 60 min, bevorzugt 8 - 50 min, 11 - 40 min, 15
- 30 min, 18 - 25 min, 19 - 22 min, speziell 20 min.
[0013] Bei einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens ist die anodische Oxidation vorteilhaft
bei einer maximale Stromdichte vorgesehen, bei der die vorteilhafte haftvermittelnde
Schicht auf der Oberfläche des Titanwerkstoffs erzeugt werden kann. Die maximale Stromdichte
liegt in einem Bereich von 0,2 - 10 A/dm
2, bevorzugt 0,4 - 8 A/dm
2, 0,6 - 4 A/dm
2, 0,8 - 2 A/dm
2, 1,0 - 1,5 A/dm
2, 1,1 - 1,3 A/dm
2, speziell von 1,2 A/dm
2.
[0014] Bei einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens ist die anodische Oxidation vorteilhafte
bei einer Temperatur vorgesehen, bei der die vorteilhafte haftvermittelnde Schicht
auf der Oberfläche des Titanwerkstoffs erzeugt werden kann. Die Temperatur liegt in
einem Bereich von betragen 5 - 60 °C, bevorzugt 10 - 50 °C, 15 - 40 °C, 20 - 35 °C,
25 - 33 °C, 28 - 32 °C, speziell 30 °C.
[0015] Jeder Bereich oder Wert eines der vorstehenden Merkmale kann mit einem beliebigen
Bereich oder Wert eines jeden anderen Merkmals oder einer beliebigen Kombination von
Konzentrationsbereichen oder Konzentrationen der gelösten Bestandteile kombiniert
werden.
[0016] Bei einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens ist eine anodische Oxidation der
Oberfläche der alkalischen Lösung und dadurch das Erzeugen einer Oxidschicht der Schichtdicke
in einem Bereich von 50 - 600 nm, bevorzugt 70 - 400 nm, 100 - 250 nm, , speziell
von 150 nm vorgesehen. Vorteilhaft kann bei der angegebenen Schichtdicke eine besonders
gute Haftvermittlung erzeugt werden.
[0017] Die Aufgabe wird außerdem durch eine haftvermittelnde Schicht auf einer Oberfläche
eines Titanwerkstoffs, herstellbar oder hergestellt nach einem vorab beschriebenen
Verfahren gelöst, gemäß Anspruch 11. Die Oberfläche des Titanwerkstoffs weist insbesondere
eine poröse Nanostruktur mit nebeneinander angeordneten Erhebungen mit Hinterschnitten
sowie insbesondere eine Interferenzfärbung auf. Die einzelnen Strukturen sind in der
Größenordnung von 50-300 nm. Vorteilhaft kann die haftvermittelnde Schicht auf der
Oberfläche des Titanwerkstoffs langzeitstabil und mit besonders guten Hafteigenschaften
mit organischem Material beschichtet und/oder versehen werden. Außerdem kann mittels
der Interferenzfärbung erkannt werden, dass die gewünschte haftvermittelnde Schicht
auf der Oberfläche des Titanwerkstoffs auch tatsächlich vorhanden ist bzw. dass der
Titanwerkstoff auf seiner Oberfläche die haftvermittelnde Schicht aufweist. Im Übrigen
ergeben sich die vorab beschriebenen Vorteile.
[0018] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung,
in der - gegebenenfalls unter Bezug auf die Zeichnung - zumindest ein Ausführungsbeispiel
im Einzelnen beschrieben ist. Beschriebene und/oder bildlich dargestellte Merkmale
bilden für sich oder in beliebiger, sinnvoller Kombination den Gegenstand der Erfindung,
gegebenenfalls auch unabhängig von den Ansprüchen, und können insbesondere zusätzlich
auch Gegenstand einer oder mehrerer separaten Anmeldung/en sein. Gleiche, ähnliche
und/oder funktionsgleiche Teile sind mit gleichen Bezugszeichen versehen.
[0019] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Ansicht einer Vorrichtung zum Durchführen eines Verfahrens zum anodischen
Oxidieren einer Oberfläche eines Titanwerkstoffs in einer alkalischen Lösung;
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf eine mittels anodischen Oxidierens nanostrukturierte Oxidschicht
auf der Oberfläche eines Titanwerkstoffs; und
- Figur 3
- einen Kryobruch der in Figur 2 gezeigten Oberfläche auf dem Titanwerkstoff.
[0020] Figur 1 zeigt eine schematische Ansicht einer Vorrichtung 1 zur Herstellung einer
haftvermittelnden Schicht auf einer Oberfläche 3 eines Titanwerkstoffs 5. Die Vorrichtung
1 weist ein Bad 7 mit einem Elektrolyt 9 auf. Der Elektrolyt 9 weist Natriumhydroxid,
Natriumtartrat, Methylglycindiessigsäure-Na
3 sowie Pentanatriumtriphosphat in einer wässrigen Lösung auf. Zum Erzeugen einer in
Figur 1 nicht näher dargestellten Oxidschicht sind der Titanwerkstoff 5 und das Bad
7 an eine elektrische Energiequelle 11 angeschlossen, wobei über den Elektrolyt 9
des Bades 7 ein Stromkreis geschlossen wird. Die elektrische Energiequelle 11 liefert
eine Spannung 13, die einen Strom 15 in dem über den Elektrolyt 9 geschlossenen Stromkreis
bewirkt. Gegebenenfalls können nicht näher dargestellte Steuer- und/oder Regelvorrichtungen
zum Einstellen der Spannung 13 und/oder des Stromes 15 vorgesehen sein.
[0021] Mittels der Vorrichtung 1 kann durch anodisches Oxidieren eine in den Figuren 2 und
3 dargestellte Oxidschicht 17 auf der Oberfläche 3 des Titanwerkstoffs 5 erzeugt werden.
Maßstäbe sind in den Figuren 2 und 3 jeweils mit einer Linie, die mit einer Längenangabe
in nm beschriftet sind, eingezeichnet.
[0022] Mittels des anodischen Oxidierens wird die haftvermittelnde Schicht auf der Oberfläche
3 des Titanwerkstoffs 5 hergestellt. Dazu wird zunächst die Oberfläche 3 in das die
alkalische Lösung bzw. den Elektrolyt 9 enthaltende Bad 7 eingebracht, beispielsweise
durch zumindest teilweises Eintauchens des Titanwerkstoffs 5 in den Elektrolyt 9.
Im eingebrachten Zustand der Oberfläche 3 wird die Spannung 13 zwischen dem Elektrolyt
9 und dem Titanwerkstoff 5 für eine vorgegebene Zeitdauer zur Herstellung der Schicht
durch anodische Oxidation der Oberfläche 3 des Titanwerkstoffs 5 hergestellt.
[0023] Figur 2 zeigt eine Draufsucht auf die Oberfläche 3 des Titanwerkstoffs 5.
[0024] Figur 3 zeigt einen Kryobruch des Titanwerkstoffs 5 zusammen mit der Oberfläche 3,
wobei die Oxidschicht 17 zu erkennen ist. Mittels eines Doppelpfeiles 19 ist in Figur
3 eine Dicke der Oxidschicht 17 symbolisiert, wobei diese ungefähr 150 nm beträgt.
[0025] In den Figuren 2 und 3 ist zu erkennen, dass die Oxidschicht 17 eine ausgeprägte
Mikroporöse Nanostruktur aufweist, wobei diese knollenartige Auswüchse, die nebeneinander
angeordnet sind, aufweist. Die knollenartigen Auswüchse weisen eine Dimension von
kleiner als 300 nm, insbesondere kleiner als 250 nm, insbesondere kleiner als 200
nm, insbesondere kleiner als 150 nm, vorzugsweise kleiner als 50 nm bis 100 nm auf
und bilden eine vorteilhafte mikroporöse Oberfläche.
Bevorzugtes Ausführungsbeispiel
[0026] Zum Herstellen der in den Figuren 2 und 3 dargestellten Oxidschicht 17 auf der Oberfläche
3 des Titanwerkstoffs 5 wird das Bad 7 mit dem Elektrolyt 9 der Zusammensetzung 240
g/l Natriumhydroxid, 100 g/l Natriumtartrat, 30 g/l Methylglycindiessigsäure-Na
3, und 7,5 g/l Pentanatriumtriphosphat gefüllt.
[0027] Die Oberfläche 3 des Titanwerkstoffs 5 wird zumindest teilweise in das Bad 7 eingebracht,
insbesondere eingetaucht.
[0028] An den zumindest teilweise eingetauchten Titanwerkstoff 5 und das Bad 7 wird mittels
der elektrischen Energiequelle 11 die Spannung 13 mit 10 V angelegt. Der Strom 15
wird so eingestellt, dass auf der Oberfläche 3 des Titanwerkstoffs 5 eine Stromdichte
von maximal von 1,2 A/dm
2 auftritt. Die Spannung 13 und der Strom 15 und damit die Stromdichte von 1,2 A/dm
2 werden für eine Zeitdauer von 20 Minuten aufrechterhalten. Das Bad 7 wird auf eine
Temperatur von 30 °C temperiert. Gegebenenfalls können zum Einstellen der Temperatur
von 30 °C nicht näher dargestellte Temperatureinstellvorrichtungen, beispielsweise
eine Heizung und/oder eine Kühlung vorgesehen sein.
[0029] Zusammenfassend kann die gewünschte nanostrukturierte Oberfläche 3, also die Oxidschicht
17 in einem gänzlich fluoridfreien Verfahren zur Vorbehandlung des Titanwerkstoffes
5 zum Erzielen von langzeitbeständigen, hochfesten Anbindungen von organischen Beschichtungen
erzielt werden.
[0030] Vorteilhaft kann dies durch die mikro-/nanostrukturierte Oxidschicht 17 erzielt werden.
Vorteilhaft kann die beschriebene poröse Oberflächenmorphologie auf dem Titanwerkstoff
5 erzeugt werden. Diese kann haftfest beschichtet werden, beispielsweise mit organischen
Materialien wie Klebstoff, Lack, Dichtstoff und/oder Ähnlichem.
[0031] Vorteilhaft ist der Elektrolyt 9 nicht nur fluoridfrei, sondern enthält ausschließlich
oder zumindest überwiegend umweltfreundliche Inhaltsstoffe, die insbesondere biologisch
abbaubar sind.
[0032] Die Interferenzfärbung kann als Nachweis für die durchgeführte Behandlung und/oder
als Identifikationsmerkmal für entsprechende behandelte Bauteile aus dem Titanwerkstoff
5 dienen.
[0033] Alternativ und/oder zusätzlich kann die Oxidschicht 17 auf der Oberfläche 3 des Titanwerkstoffs
5 auch zur Anbindung von biologischem Material verwendet werden, beispielsweise auf
Implantaten.
[0034] Alternativ und/oder zusätzlich ist es denkbar, dass die Lösung zumindest in Spuren
und/oder als zumindest teilweiser Ersatz vorhandener Ionen weitere Bestandteile aufweist,
insbesondere Ionen derselben Periode eines Periodensystems.
Bezugszeichenliste
[0035]
- 1
- Vorrichtung
- 3
- Oberfläche
- 5
- Titanwerkstoff
- 7
- Bad
- 9
- Elektrolyt
- 11
- elektrische Energiequelle
- 13
- Spannung
- 15
- Strom
- 17
- Oxidschicht
- 19
- Doppelpfeil
1. Verfahren zur Herstellung einer haftvermittelnden Schicht auf einer Oberfläche (3)
eines Titanwerkstoffs (5), umfassend:
- Einbringen der Oberfläche (3) in eine wässrige alkalische Lösung umfassend Natriumhydroxid
mit einer Konzentration in einem Bereich von 100 - 300 g/l, Natriumtartrat mit einer
Konzentration in einem Bereich von 20 - 200 g/l, Methylglycindiessigsäure-Na3 mit einer Konzentration in einem Bereich von 5 g/l - 60 g/l, Pentanatriumtriphosphat
mit einer Konzentration in einem Bereich von 2 g/l - 20 g/l, und
- Anlegen einer Spannung (13) zwischen Lösung und Titanwerkstoff (5) für eine vorgegebene
Zeitdauer zur Herstellung der Schicht durch anodische Oxidation der Oberfläche (3).
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem
Natriumhydroxid mit einer Konzentration in einem Bereich von 150 - 285 g/l, weiter
bevorzugt von 175 - 270 g/l, 195 - 250 g/l, 210 - 240 g/l, 238 - 242 g/l, speziell
von 240 g/l vorliegt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei dem
Natriumtartrat mit einer Konzentration in einem Bereich von 20 - 200 g/l, weiter bevorzugt
von 60 - 140 g/l, 75 - 125 g/l, 85 - 110 g/l, 90 - 105 g/l, speziell von 100 g/l vorliegt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem Methylglycindiessigsäure-Na3 mit einer Konzentration in einem Bereich von 10 - 50 g/l, weiter bevorzugt 15 - 40
g/l, 20 - 35 g/l, 25 - 33 g/l, 28 - 32 g/l, speziell von 30 g/l vorliegt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem Pentanatriumtriphosphat mit einer
Konzentration von 3 - 17 g/l, weiter bevorzugt von 4,5 - 13 g/l, oder 6 - 10 g/l,
oder 7 - 8 g/l, speziell 7,5 g/l vorliegt.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die anodische Oxidation
mit einer Spannung (13) in einem Bereich von 2 - 50 V, bevorzugt 3 - 45 V, 5 - 35
V, 7 - 25 V, 9 - 20 V, 9 - 15 V, 10 - 12 V, speziell 10 V vorgenommen wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche bei dem die anodische Oxidation
für eine Zeitdauer in einem Bereich von 5 - 60 min, bevorzugt 8 - 50 min, 11 - 40
min, 15 - 30 min, 18 - 25 min, 19 - 22 min, speziell 20 min vorgenommen wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die anodische Oxidation
bei einer maximalen Stromdichte in einem Bereich von 0,2 - 10 A/dm2, bevorzugt 0,4 - 8 A/dm2, 0,6 - 4 A/dm2, 0,8 - 2 A/dm2, 1,0 - 1,5 A/dm2, 1,1 - 1,3 A/dm2, speziell von 1,2 A/dm2 vorgenommen wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die anodische Oxidation
bei einer Temperatur in einem Bereich von 5 - 60 °C, bevorzugt 10 - 50 °C, 15 - 40
°C, 20 - 35 °C, 25 - 33 °C, 28 - 32 °C, speziell von 30 °C vorgenommen wird.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die anodische Oxidation
der Oberfläche in der alkalischen Lösung unter Erzeugung einer Oxidschicht mit einer
Schichtdicke in einem Bereich von 50 - 600 nm, bevorzugt 70 - 400 nm, 100 - 250 nm,
, speziell von 150 nm vorgenommen wird.
11. Haftvermittelnde Schicht auf einer Oberfläche (3) eines Titanwerkstoffs (5), herstellbar
oder hergestellt nach einem Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
die haftvermittlende Schicht eine poröse Nanostruktur mit nebeneinander angeordneten
Erhebungen mit Hinterschnitten sowie eine Interferenzfärbung aufweist.
1. Method for producing an adhesion-promoting layer on the surface (3) of a titanium
workpiece (5), comprising:
- introducing the surface (3) into an aqueous alkaline solution comprising sodium
hydroxide at a concentration in a range of 100 - 300 g/l, sodium tartrate at a concentration
in a range of 20 g/l - 200 g/l, methylglycinediacetic acid-Na3 at a concentration in a range of 5 g/l - 60 g/l, pentasodium triphosphate at a concentration
in a range of 2 g/l - 20 g/l, and
- applying a voltage (13) between the solution and the titanium workpiece (5) for
a predetermined period of time so as to produce the layer by means of anodic oxidation
of the surface (3).
2. Method according to Claim 1, in which sodium hydroxide is present at a concentration
in a range of 150 - 285 g/l, further preferably of 175 - 270 g/l, 195 - 250 g/l, 210
- 240 g/l, 238-242 g/l, specifically 240 g/l.
3. Method according to Claim 1 or 2, in which sodium tartrate is present at a concentration
in a range of 20 - 200 g/l, further preferably from 60 - 140 g/l, 75 - 125 g/l, 85
- 110 g/l, 90 - 105 g/l, specifically of 100 g/l.
4. Method according to any one of the claims 1 to 3 in which methylglycinediacetic acid-Na3 is present at a concentration in a range of 10 - 50 g/l, further preferably 15 -
40 g/l, 20 - 35 g/l, 25 - 33 g/l, 28 - 32 g/l, specifically of 30 g/l.
5. Method according to any one of the claims 1 to 4, in which sodium triphosphate is
present at a concentration of 3 - 17 g/l, further preferably 4.5 - 13 g/l, or 6 -
10 g/l, or 7 - 8 g/l, specifically 7.5 g/l.
6. Method according to any one of the preceding claims, in which the anodic oxidation
is performed with a voltage (13) in a range of 2 - 50 V, preferably 3 - 45 V, 5 -
35 V, 7 - 25 V, 9 - 20 V, 9 - 15 V, 10 - 12 V, specifically 10 V.
7. Method according to any one of the preceding claims in which the anodic oxidation
is performed for a period of time in a range of 5 - 60 min, preferably 8 - 50 min,
11 - 40 min, 15 - 30 min, 18 - 25 min, 19 - 22 min, specifically 20 min.
8. Method according to any one of the preceding claims, in which the anodic oxidation
in the case of a maximum current density is performed in a range of 0.2 - 10 A/dm2, preferably 0.4 - 8 A/dm2, 0.6 - 4 A/dm2, 0.8 - 2 A/dm2, 1.0 - 1.5 A/dm2, 1.1 - 1.3 A/dm2, specifically of 1.2 A/dm2.
9. Method according to any one of the preceding claims in which the anodic oxidation
is performed at a temperature in a range of 5 - 60 °C, preferably 10 - 50 °C, 15 -
40 °C, 20 - 35 °C, 25 - 33 °C, 28 - 32 °C, specifically 30 °C.
10. Method according to any one of the preceding claims in which the anodic oxidation
of the surface is performed in the alkaline solution when generating an oxide layer
having a layer thickness in a range of 50 - 600 nm, preferably 70 - 400 nm, 100 -
250 nm, specifically of 150 nm.
11. Adhesion-promoting layer on a surface (3) of a titanium workpiece (5) that can be
produced or is produced according to a method according to any one of the previous
claims, wherein the adhesion-promoting layer comprises a porous nanostructure having
adjacent raised areas with undercuts and also an interference colouring.
1. Procédé de fabrication d'une couche à liaison adhésive sur une surface (3) d'un matériau
en titane (5), comprenant :
- mise de la surface (3) dans une solution alcaline aqueuse comprenant de l'hydroxyde
de sodium dans une concentration comprise dans une plage de 100 à 300 g/l, du tartrate
de sodium dans une concentration comprise dans une plage de 20 à 200 g/l, de l'acide
méthylglycinediacétique-Na3 dans une concentration comprise dans une plage de 5 g/l à 60 g/l, du triphosphate
de pentasodium dans une concentration comprise dans une plage de 2 g/l à 20 g/l, et
- application d'une tension (13) entre la solution et le matériau en titane (5) pendant
une durée prédéterminée pour la fabrication de la couche par oxydation anodique de
la surface (3).
2. Procédé selon la revendication 1, dans lequel de l'hydroxyde de sodium est présent
dans une concentration comprise dans la plage de 150 à 285 g/l, de manière plus préférée
de 175 à 270 g/l, de 195 à 250 g/l, de 210 à 240 g/l, de 238 à 242 g/l, particulièrement
dans une concentration de 240 g/l.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, dans lequel du tartrate de sodium est présent
dans une concentration comprise dans la plage de 20 à 200 g/l, de manière plus préférée
de 60 à 140 g/l, de 75 à 125 g/l, de 85 à 110 g/l, de 90 à 105 g/l, particulièrement
dans une concentration de 100 g/l.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, dans lequel, de l'acide méthylglycinediacétique-Na3 est présent dans une concentration comprise dans la plage de 10 à 50 g/l, de manière
plus préférée de 15 à 40 g/l, de 20 à 35 g/l, de 25 à 33 g/l, de 28 à 32 g/l, particulièrement
dans une concentration de 30 g/l.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, dans lequel du triphosphate
de pentasodium est présent dans une concentration de 3 à 17 g/l, de manière plus préférée
de 4,5 à 13 g/l, ou der 6 à 10 g/l, ou de 7 à 8 g/l, particulièrement dans une concentration
de 7,5 g/l.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel l'oxydation
anodique est réalisée avec une tension (13) comprise dans une plage de 2 à 50 V, de
préférence de 3 à 45 V, de 5 à 35 V, de 7 à 25 V, de 9 à 20 V, de 9 à 15 V, de 10
à 12 V, particulièrement avec une tension de 10 V.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes dans lequel l'oxydation
anodique est réalisée pour une durée comprise dans une plage de 5 à 60 min, de préférence
de 8 à 50 min, de 11 à 40 min, de 15 à 30 min, de 18 à 25 min, de 19 à 22 min, particulièrement
pour une durée de 20 min.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel l'oxydation
anodique est réalisée avec une densité de courant maximale comprise dans une plage
de 0,2 à 10 A/dm2, de préférence de 0,4 à 8 A/dm2, de 0,6 à 4 A/dm2, de 0,8 à 2 A/dm2, de 1,0 à 1,5 A/dm2, de 1,1 à 1,3 A/dm2, particulièrement avec une densité de courant maximale de 1,2 A/dm2.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel l'oxydation
anodique est réalisée à une température comprise dans une plage de 5 à 60 °C, de préférence
de 10 à 50 °C, de 15 à 40 °C, de 20 à 35 °C, de 25 à 33 °C, de 28 à 32 °C, particulièrement
à une température de 30 °C.
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel l'oxydation
anodique de la surface est réalisée dans la solution alcaline par production d'une
couche d'oxyde ayant une épaisseur de couche comprise dans une plage de 50 à 600 nm,
de préférence de 70 à 400 nm, de 100 à 250 nm, particulièrement ayant une épaisseur
de couche de 150 nm.
11. Couche à liaison adhésive sur une surface (3) d'un matériau en titane (5), pouvant
être fabriquée ou étant fabriquée conformément à un procédé selon l'une quelconque
des revendications précédentes, la couche à liaison adhésive présentant une nanostructure
poreuse dotée d'élévations disposées les unes à côté des autres, avec des contre-dépouilles
ainsi qu'une coloration interférentielle.
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