| (19) |
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(11) |
EP 2 729 615 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Nach dem Einspruchsverfahren |
| (45) |
Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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04.07.2018 Patentblatt 2018/27 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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20.05.2015 Patentblatt 2015/21 |
| (22) |
Anmeldetag: 04.07.2012 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2012/062993 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2013/004729 (10.01.2013 Gazette 2013/02) |
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| (54) |
SCHMUTZABWEISENDER PUTZSCHABER
DIRT-REPELLENT CLEANING SCRAPER
RACLOIR DE NETTOYAGE ANTI-SALISSURES
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
06.07.2011 DE 102011078745
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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14.05.2014 Patentblatt 2014/20 |
| (73) |
Patentinhaber: Voith Patent GmbH |
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89522 Heidenheim (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- ETSCHMAIER, Alexander
8692 Neuberg (AT)
- ANGERLER, Jürgen
4662 Steyrermühl (AT)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 2 105 211 WO-A1-2004/007092 DE-U1-202009 008 818 GB-A- 2 130 924 US-A1- 2005 089 706
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WO-A1-99/64674 WO-A1-2006/069688 GB-A- 2 128 551 US-A1- 2002 189 777
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- ASM INTERNATIONAL: 'ASM Handbook-Friction, Lubrication, and Wear Technology', Bd.
18, 1992, ASM INTERNATIONAL Seiten 334 - 345
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[0001] Die Erfindung betrifft Schaberklingen für Maschinen zur Papierherstellung und bezieht
sich im Besonderen auf die Ausbildung von Putzschabern für die Reinigung von Walzenoberflächen
bei der Papierherstellung.
[0002] Putzschaber werden bei Papiermaschinen zum Säubern der Oberflächen von Walzen verwendet.
Das Säubern einer Walzenoberfläche erfolgt durch Ablösen der Verunreinigungen mithilfe
einer oder mehrerer gegen die Oberfläche des jeweiligen Bezugs der Walze drückenden
Putzschaberklingen. Die üblicherweise von Papierresten, Papierfasern und Partikeln
gebildeten Verunreinigungen führen zu lokalen Belastungsspitzen an den Klingen, so
dass Putzschaber zum Erzielen einer höheren Stand- bzw. Laufzeit zumeist aus Stahl
bzw. unter korrosiven Einsatzbedingungen aus Edelstahl gefertigt sind und am zum Kontakt
mit der Walze vorgesehenen Bereich eine Hartmetallbeschichtung aufweisen.
[0003] Zur Herstellung der Hartmetallbeschichtung kann ein handelsübliches Hartmetallpulver
mit z. B. 8-10% Cobalt und Wolframmonocarbid als Hartstoff verwendet werden. Die Beschichtung
erfolgt vorzugsweise unter Verwendung thermischer Spritztechniken, wobei das Beschichtungsmaterial
häufig in mehreren Hüben aufgebracht wird, um eine, bezogen auf ihre Zusammensetzung
und physikalischen Eigenschaften, möglichst homogene Hartmetallbeschichtung aufzubauen.
Jeder der Hübe trägt eine dünne Lage Beschichtungsmaterial auf das Grundmaterial der
Klinge bzw. auf die zuletzt darauf aufgebrachte Beschichtungslage auf. Das Auftragen
der Beschichtung in mehreren dünnen Lagen stellt dabei sicher, dass sich die Komponenten
des Beschichtungsmaterials beim Aufbau der Beschichtung nicht entmischen können. Bei
Beibehalten der Beschichtungsparameter kann so aufgrund der chemischen wie physikalischen
Identität der einzelnen Lagen eine makroskopisch homogene Beschichtung erzeugt werden.
[0004] Die Beschichtungsoberfläche weist jedoch eine gewisse Haftfähigkeit für die vom Walzenbezug
abgelösten Verunreinigungen auf, wodurch die Schmutzpartikel mit zunehmend geringerer
Effektivität vom Putzschaber abgeführt werden und die Reinigungswirkung des Putzschabers
mit der Zeit beeinträchtigt wird.
[0005] Im Stand der Technik ist aus der
DE 20 2009 008 818 U1 (D1) eine Schaberklinge bekannt, die aus mehreren Schichten verschiedener Werkstoffe
gefertigt ist. Allerdings zeigt die D1 eine Schaberklinge, mit einer inneren Schicht
aus einem Material geringerer Biegesteifigkeit, z.B. Gummi, und einer äußere Beschichtung,
die aus Stahl gefertigt ist. Doch auch diese Schaberklinge zeigt wieder das Problem
der Haftfähigkeit für Schmutzpartikel.
[0006] Es ist daher wünschenswert, einen Putschaber anzugeben, der eine verbesserte Langzeitreinigungswirkung
aufweist.
[0007] Gemäß der Erfindung weist ein solcher Putzschaber zur Reinigung von Walzenoberflächen
bei Papiermaschinen einen Grundkörper und eine zumindest einen Teil der Oberfläche
des Grundkörpers bedeckende Beschichtung auf. Die Beschichtung umfasst hierbei eine
erste metallische Beschichtungslage und eine auf der ersten Beschichtungslage angeordnete
zweite Beschichtungslage, wobei die zweite Beschichtungslage von einem Polymer gebildet
ist.
[0008] Ein solcher Putzschaber drückt mit der von einem Polymer gebildeten zweiten Beschichtungslage
gegen die jeweilige Walzenoberfläche. Da die Haftung von Verunreinigungen auf dem
Polymer geringer ist als auf der metallischen Beschichtungslage, wird ein verbessertes
Abführen der von der Walzenoberfläche abgelösten Verunreinigungen und damit eine verbesserte
Reinigungsqualität erzielt. Abgesehen von dieser schmutzabweisenden Wirkung weist
der Putzschaber an der Kontaktfläche zur Walze verbesserte Gleiteigenschaften auf,
wodurch die auf die Beschichtung einwirkenden Kräfte verringert und hierüber die Standzeit
des Putzschabers verlängert wird.
[0009] Es wird darauf hingewiesen, dass die in dieser Beschreibung und den Ansprüchen zur
Aufzählung von Merkmalen verwendeten Begriffe wie "umfassen", "aufweisen", "beinhalten",
"enthalten" und "mit", sowie deren grammatikalische Abwandlungen, generell als nichtabschließende
Aufzählung von Merkmalen, wie z. B. Komponenten, Verfahrensschritten, Einrichtungen,
Bereichen, Größen und dergleichen aufzufassen sind, und in keiner Weise das Vorhandensein
anderer oder zusätzlicher Merkmale oder Gruppierungen von anderen oder zusätzlichen
Merkmalen ausschließen.
[0010] Bei Ausführungsformen umfasst das Polymer ein Epoxidharz, da dieses das metallische
erste Beschichtungsmaterial im nichtvernetzten bzw. teilvernetzten Zustand gut benetzt
und somit gut auf diesem haftet. Bei weiteren Ausführungsformen umfasst das Polymer
vorteilhaft ein Silicon-Polyesterharz, da dieses eine ausgezeichnete schmutzabweisende
Wirkung mit sehr guten Antihaft- und Gleiteigenschaften verbindet. Zur Verbesserung
der schmutzabweisenden Wirkung sowie der Gleiteigenschaften der Beschichtungsoberfläche
können in dem Polymer Füllstoffe eingebettet sein, wobei die Füllstoffe bei bevorzugten
Ausführungsformen hiervon Polyfluorethylen (PFE) und insbesondere Polytetrafluorethylen
(PTFE) enthalten. Bei vorteilhaften Ausführungsformen liegen die Füllstoffe in Form
von Partikeln und insbesondere in Form von Partikeln mit mittleren Durchmessern aus
dem Bereich von 0,1 bis 5 µm vor. Statt von einem Epoxidharz oder Silicon-Polyesterharz
mit PFE bzw. PTFE aufweisenden Füllstoffen kann das Polymer auch direkt von Polyfluorethylen
und insbesondere Polytetrafluorethylen gebildet sein oder von einem Polymer, das einen
solchen Stoff umfasst.
[0011] Das Material der ersten Beschichtungslage umfasst bei Ausführungsformen ein Hartmetall,
das eine gute mechanische Beständigkeit mit hoher Abriebfestigkeit verbindet und mit
modernen thermischen Spritzverfahren effektiv und ökonomisch auf den Grundkörper des
Putzschabers aufgebracht werden kann. Das Hartmetall weist bei Ausführungsformen vorzugsweise
8 bis 10 % Cobalt auf und enthält Wolframmonocarbid als Hartstoff.
[0012] Zum Erzielen eines Formschlusses zwischen erster und zweiter Beschichtungslage weist
die erste Beschichtungslage an der Grenze zur zweiten Beschichtungslage vorzugsweise
eine Oberflächenrauheit aus dem Bereich von 5 bis 8 µm und insbesondere aus dem Bereich
von 6 bis 7 µm auf. Bei weiteren Ausführungsformen ist an dem Oberflächenbereich des
Grundkörpers, der an die erste Beschichtungslage angrenzt, eine Haftschicht angeordnet,
die die Haftung der ersten Beschichtungslage auf dem Grundkörper verbessert. Die Schichtdicke
der ersten Beschichtungslage weist vorzugsweise einen Wert aus dem Bereich von etwa
50 bis 100 µm auf, die der zweiten Beschichtungslage vorzugsweise einen Wert aus dem
Bereich von etwa 20 bis 80 µm.
[0013] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von
Ausführungsbeispielen in Verbindung mit den Ansprüchen sowie der beiliegenden Figur.
Es sei darauf hingewiesen, dass die Erfindung nicht auf die Ausführungsformen der
beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern durch den Umfang der beiliegenden
Patentansprüche bestimmt ist. Insbesondere können bei erfindungsgemäßen Ausführungsformen
die bei den nachstehend erläuterten Ausführungsbeispielen angeführten Merkmale in
von den Beispielen abweichender Anzahl und Kombination verwirklicht sein. Bei der
nachfolgenden Erläuterung einiger Ausführungsbeispiele der Erfindung wird auf die
beiliegende Figur 1 Bezug genommen, die einen schematischen Querschnitt durch einen
Putzschaber im Bereich um dessen Wate zeigt.
[0014] Die schematische Darstellung von Figur 1 zeigt einen Querschnitt durch den zum Anlegen
an eine Walzenoberfläche vorgesehenen vorderen Bereich eines mit einer Beschichtung
versehenen Putschabers 10. Die Putzschaberklinge 10 weist einen Grundköper 11 auf,
der beispielsweise aus Stahl, vorzugsweise aus Edelstahl, gebildet sein kann, sowie
eine Beschichtung, die aus einer ersten Beschichtungslage 12 und einer darauf angeordneten
zweiten Beschichtungslage 13 aufgebaut ist. An der Grenzfläche zur ersten Beschichtungslage
12 kann der Grundkörper 11, wie in der Figur veranschaulicht ist, eine haftvermittelnde
Schicht 14 aufweisen. Die Beschichtung nimmt wenigstens den Teil des Putzschabers
10 ein, der mit der Walzenoberfläche der Papiermaschine in Berührung kommt. Der Putzschaber
10 weist im zum Kontakt mit einer Walzenoberfläche vorgesehenen vorderen Bereich ferner
eine Fase auf, die allgemein als Wate bezeichnet wird. In der Regel überdeckt die
Beschichtung den Grundkörper 11 wie in der Figur gezeigt im Bereich der Wate.
[0015] Wie der schematischen Detaildarstellung A der Beschichtung im Bereich der Wate zu
entnehmen ist, weist die Beschichtung zwei Beschichtungslagen 12 und 13 auf, wobei
die am Grundkörper angeordnete erste Beschichtungslage 12 von einem metallischen Material
gebildet ist, das zweckmäßigerweise aus einem Hartmetall besteht oder ein solches
umfasst. Das Material der auf der ersten Beschichtungslage 12 angeordneten zweiten
Beschichtungslage 13 ist ein Polymer.
[0016] Bei bevorzugten Ausführungsformen wird zur Herstellung der ersten Beschichtungslage
12 ein thermisches Spritzverfahren verwendet. Die Spritzbeschichtung erfolgt hierbei
bevorzugt in mehreren Hüben, beispielsweise mit 10 bis 100 Hüben. Jeder Hub erzeugt
eine dünne Teillage des Beschichtungsmaterials, wobei die erste Teillage direkt auf
die Oberfläche des Grundkörpers 11 bzw. die eventuell zuvor darauf aufgebrachte Haftvermittlerschicht
14, und weitere Teillagen auf die jeweils zuvor aufgebrachte Teillage aufgespritzt
werden. Die physikalische Homogenität der ersten Beschichtungslage 12 kann über die
Parameter des verwendeten Verfahrens eingestellt werden. Bei dem mit dem Akronym HVOF
(High Velocity Oxygen Fuel) bezeichneten Spritzverfahren kann z. B. die Ausbildung
von Poren in den Teillagen durch Wahl eines geeigneten Verhältnisses von Brennstoff
zu Sauerstoff und einer geeigneten Förderrate des zur Schichtbildung verwendeten Pulvermaterials
vermieden werden.
[0017] Als Material zur Ausbildung der ersten Beschichtungslage können handelsübliche Hartmetallpulver
mit ca. 8-10 % Cobalt und Wolframmonocarbid als Hartstoff verwendet werden. Das Hartmetallpulver
wird vorzugsweise so aufgetragen, dass man eine Oberflächenrauheit der ersten Beschichtungslage
12 aus dem Bereich von etwa 5 bis 8 µm und insbesondere aus dem Bereich von 6 bis
7 µm erhält. Die Beschichtung wird vorzugsweise nur auf einen Teil des Grundkörpers
aufgetragen und bedeckt bei bevorzugten Ausführungsformen in einen etwa 20 mm breiten
Bereich, der an die Vorderkante des Putzschabers anschließt und die Wate überdeckt.
[0018] Nach dem Aufbringen der ersten Beschichtungslage 12 wird auf deren Oberfläche ein
Polymer als zweite Beschichtungslage 13 aufgetragen. Das Polymer füllt dabei die durch
die Oberflächenrauheit der ersten Beschichtungslage 12 gegebenen Vertiefungen auf,
wodurch sich zusätzlich zu einer stoffschlüssigen auch eine formschlüssige Verbindung
der beiden Beschichtungslagen ergibt.
[0019] Als Polymere eignen sich Duroplaste und Thermoplaste, die auf Basis von Einkomponenten-
und Zweikomponentensystemen hergestellt werden können. Geeignet sind insbesondere
Duroplaste, deren Zersetzungstemperatur so weit oberhalb der Einsatztemperatur der
zweiten Beschichtungslage 13 liegt, dass sich der Duroplast elastisch verhält. In
analoger Weise eignen sich Thermoplaste, deren Glasübergangstemperatur soweit oberhalb
der Einsatztemperatur der zweiten Beschichtungslage 13 liegt, dass bei einem Einsatz
des mit dem Polymer beschichteten Putzschabers 10 keine störende Erweichung des Polymers
auftreten kann. Als grober Richtwert für die Mindestdifferenz zwischen Einsatztemperatur
und Zersetzungs- bzw. Glasübergangstemperatur können 20 °C angegeben werden. Unter
Einsatztemperatur ist die Betriebstemperatur der zweiten Beschichtungslage 13 während
des bestimmungsgemäßen Einsatzes der Putzschaberklinge 10 zu verstehen.
[0020] Als Polymere eignen sich insbesondere Epoxidharze und Epoxidharze mit darin eingebetteten
Füllstoffpartikeln, beispielsweise aus einem Polyfluorethylen (PFE) und insbesondere
aus Polytetrafluorethylen (PTFE). Da Epoxidharz im nichtvernetzten bzw. teilvernetzten
Zustand eine gute Benetzung der ersten Beschichtungslage 12 zeigt, weist es eine gute
Haftung darauf auf.
[0021] Die Viskosität des Epoxidharzes kann durch Zugabe von Lösungsmitteln, wie zum Beispiel
Alkoholen oder Ketonen, verringert werden, beispielsweise um ein Aufspritzen des Polymers
zu ermöglichen. Bei höheren Viskositäten wird ein Aufbringen des Polymers mithilfe
von Streichwerkzeugen wie z. B. Pinseln oder Spachteln bevorzugt. Bei Verwendung eines
Tauchbads kann das Beschichten der Oberfläche der ersten Beschichtungslage auch durch
Eintauchen in ein noch flüssiges Polymer erfolgen.
[0022] Bei einer bevorzugten Ausführungsform wird als Polymerausgangsmaterial eine Mischung
aus Epoxidharz und Isobutanol verwendet, die PTFE-Partikel mit mittleren Durchmessern
von 0,1 bis 5 µm enthält. Die Anteile des Epoxidharzes am Polymerausgangsmaterial
betragen zwischen 40 und 70 Gew.-%, die des Isobutanol zwischen 10 und 60 Gew.-% und
die der PTFE-Partikel zwischen 2 und 20 % Gew.-%. Das Polymer/Lösungsmittelgemisch
wird vorzugsweise auf die erste Beschichtungslage aufgespritzt.
[0023] Eine andere bevorzugte Ausführungsform unterscheidet sich von der zuvor beschriebenen
in der Wahl des Polymerausgangsmaterials, wobei ein mit Isobutanol gemischtes Silicon-Polyesterharz
verwendet wird, das PTFE-Partikel mit mittleren Größen von 0,1 bis 5 µm enthält. Die
Anteile des Silicon-Polyesterharzes am Polymerausgangsmaterial betragen wiederum zwischen
40 und 70 Gew.-%, die des Isobutanol zwischen 10 und 60 Gew.-% und die der PTFE-Partikel
zwischen 2 und 20 % Gew.-%. Das Polymer/Lösungsmittelgemisch wird vorzugsweise auf
die erste Beschichtungslage aufgespritzt.
[0024] Nach dem Aufbringen des Polymergrundmaterials auf die erste Beschichtungslage 12
wird dieses vorzugsweise thermisch vernetzt, wodurch die Ausbildung der polymeren
zweiten Beschichtungslage 13 abgeschlossen ist.
[0025] Statt oder in Verbindung mit den oben beschriebenen Polymermaterialien können auch
Silicone zur Ausbildung der zweiten Beschichtungslage 13 verwendet werden. Polymerausgangsmaterialien
geringer Viskosität werden vorzugsweise zur Ausbildung verhältnismäßig dünner zweiter
Beschichtungslagen verwendet, beispielsweise für Dicken von 20 bis etwa 50 µm, Polymerausgangsmaterialien
höherer Viskosität für entsprechend dickere zweite Beschichtungslagen von beispielsweise
bis zu 80 µm.
[0026] Durch die polymere Oberfläche der Putzschaberbeschichtung wird die Haftung von Verschmutzungen
auf dem Putzschaber reduziert, so dass diese leichter von der Putzschaberklinge 10
abgeführt werden können und sich dort nicht anhäufen. Hierdurch wird die Reinigungswirkung
des Putzschabers 10 gegenüber herkömmlichen Ausführungen deutlich verbessert. Da die
polymere Oberfläche auch die Reibung zur Walzenoberfläche reduziert, bleibt die verbesserte
Reinigungswirkung zudem auch über einen längeren Zeitraum erhalten. Aufgrund der unterschiedlichen
optischen Eigenschaften von erster und zweiter Beschichtungslage lassen sich außerdem
Beschädigungen der Beschichtung bzw. ein durch Verschleiß der zweiten Beschichtungslage
gekennzeichnetes Laufzeitende des Putzschabers leichter und schneller erkennen als
bei herkömmlichen Putzschabern.
1. Putzschaber für die Reinigung von Walzenoberflächen bei Papiermaschinen, wobei der
Putzschaber (10) einen Grundkörper (11) und eine zumindest einen Teil der Oberfläche
des Grundkörpers bedeckende Beschichtung aufweist, die Beschichtung eine erste metallische
Beschichtungslage (12) und eine auf der ersten Beschichtungslage angeordnete zweite
Beschichtungslage (13) umfasst und die zweite Beschichtungslage (13) von einem Polymer
gebildet ist.
2. Putzschaber nach Anspruch 1, worin das Polymer ein Epoxidharz umfasst.
3. Putzschaber nach Anspruch 1, worin das Polymer ein Silicon-Polyesterharz umfasst.
4. Putzschaber nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 3, worin in dem Polymer Füllstoffe
eingebettet sind.
5. Putzschaber nach Anspruch 4, worin die Füllstoffe Polyfluorethylen und insbesondere
Polytetrafluorethylen enthalten.
6. Putzschaber nach Anspruch 4 oder 5, worin die Füllstoffe in Form von Partikeln und
insbesondere in Form von Partikeln mit mittleren Durchmessern aus dem Bereich von
0,1 bis 5 µm vorliegen.
7. Putzschaber nach Anspruch 1, worin das Polymer Polyfluorethylen und insbesondere Polytetrafluorethylen
umfasst.
8. Putzschaber nach Anspruch 1, worin das Polymer ein Silicon umfasst.
9. Putzschaber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, worin das Material der ersten
Beschichtungslage (12) ein Hartmetall umfasst.
10. Putzschaber nach Anspruch 8, worin das Hartmetall 8-10% Cobalt und Wolframmonocarbid
als Hartstoff enthält.
11. Putzschaber nach einem der Ansprüche 8 bis 10, worin die erste Beschichtungslage (12)
eine Oberflächenrauheit aus dem Bereich von 5 bis 8 µm und vorzugsweise aus dem Bereich
von 6 bis 7 µm aufweist.
12. Putzschaber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, worin an dem Oberflächenbereich
des Grundkörpers (11), der an die erste Beschichtungslage (12) angrenzt, eine Haftschicht
(14) angeordnet ist.
1. Cleaning scraper for cleaning roller surfaces in paper machines, where the cleaning
scraper (10) has a main element (11) and a coating covering at least part of the surface
of the main element and the coating comprises a first metallic coating layer (12)
and a second coating layer (13) arranged on the first coating layer (12) and the second
coating layer (13) is formed by a polymer.
2. Cleaning scraper according to Claim 1, wherein the polymer comprises an epoxy resin.
3. Cleaning scraper according to Claim 1, wherein the polymer comprises a silicone-polyester
resin.
4. Cleaning scraper according to any of Claims 1, 2 or 3, wherein fillers are embedded
in the polymer.
5. Cleaning scraper according to Claim 4, wherein the fillers contain polyfluoroethylene
and in particular polytetrafluoroethylene.
6. Cleaning scraper according to Claim 4 or 5, wherein the fillers are present in the
form of particles and in particular in the form of particles having average diameters
in the range from 0.1 to 5 µm.
7. Cleaning scraper according to Claim 1, wherein the polymer comprises polyfluoroethylene
and in particular polytetrafluoroethylene.
8. Cleaning scraper according to Claim 1, wherein the polymer comprises a silicone.
9. Cleaning scraper according to any of the preceding claims, wherein the material of
the first coating layer (12) comprises a cemented hard material.
10. Cleaning scraper according to Claim 8, wherein the cemented hard material contains
8-10% of cobalt and tungsten monocarbide as hard material.
11. Cleaning scraper according to any of Claims 8 to 12, wherein the first coating layer
(12) has a surface roughness in the range from 5 to 8 µm and preferably in the range
from 6 to 7 µm.
12. Cleaning scraper according to any of the preceding claims, wherein a bonding layer
(14) is arranged at the surface region of the main element (11) which adjoins the
first coating layer (12).
1. Racle de nettoyage pour le nettoyage de surfaces de cylindres dans des machines à
papier, la racle de nettoyage (10) comportant un corps de base (11) et un revêtement
couvrant au moins une partie de la surface du corps de base, le revêtement comportant
une première couche de revêtement (12) métallique et une deuxième couche de revêtement
(13) disposée sur la première couche de revêtement et la deuxième couche de revêtement
(13) est constituée d'un polymère.
2. Racle de nettoyage selon la revendication 1, dans laquelle le polymère comprend une
résine époxy.
3. Racle de nettoyage selon la revendication 1, dans laquelle le polymère comprend une
résine-silicone-polyester.
4. Racle de nettoyage selon la revendication 1, 2 ou 3, dans laquelle des charges sont
incorporées dans le polymère.
5. Racle de nettoyage selon la revendication 4, dans laquelle les charges contiennent
du polyfluoroéthylène et en particulier du polytétrafluoroéthylène.
6. Racle de nettoyage selon la revendication 4 ou 5, dans laquelle les charges se trouvent
sous forme de particules et en particulier sous forme de particules ayant des diamètres
moyens dans la plage de 0,1 à 5 µm.
7. Racle de nettoyage selon la revendication 1, dans laquelle le polymère comprend du
polyfluoroéthylène et en particulier du polytétrafluoroéthylène.
8. Racle de nettoyage selon la revendication 1, dans laquelle le polymère comprend un
silicone.
9. Racle de nettoyage selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans laquelle
le matériau de la première couche de revêtement (12) comprend un métal dur.
10. Racle de nettoyage selon la revendication 8, dans laquelle le métal dur contient 8-10
% de cobalt et du monocarbure de tungstène en tant que substance dure.
11. Racle de nettoyage selon l'une quelconque des revendications 8 à 12, dans laquelle
la première couche de revêtement (12) présente une rugosité superficielle dans la
plage de 5 à 8 µm, et de préférence dans la plage de 6 à 7 µm.
12. Racle de nettoyage selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans laquelle
une couche d'adhérence (14) est disposée sur la zone superficielle du corps de base
(11), qui est contiguë à la première couche de revêtement (12).

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